Wessen Leiber hinzugeben, wessen Blut zu vergießen

Last supper is the opening supper

Nehmet den Leib und gebet ihn hin, den Euren und den der Anderen. Lasset das Blut fließen, das Eure und das der Anderen.

 

 

 

 

 

 

 

Wer kennt nicht die Einleitungsworte, wer war nicht dazu verdammt, diese hören zu müssen, wieder und wieder, und wer war nicht versucht, dabei abzuschweifen, darüber nachzudenken, wie es wohl gekommen wäre, wozu es nie kommen hätte müssen, wären diese Einleitungsworte, die von einem vielleicht so gesprochen wurden, möglicherweise aber von diesem auch gar nicht gesprochen wurden, sondern von anderen erfunden wurden, dazu bestimmt, alle zu richten, wären diese Einleitungsworte so gesprochen, so erfunden worden, wie im Rückblick auf zweitausend Jahre diese nicht symbolisch, sondern realistisch offenbaren, was in ihnen angelegt ist, hätten diese Einleitungsworte den Menschen klar und unmißverständlich dargelegt, was von ihnen gefordert wird, ihren Leib hingeben zu müssen, was ihnen abverlangt wird, ihr Blut vergießen müssen, wie viele hätten diesen aber nicht nur diesen Organisierten Glauben keine Aufmerksamkeit geschenkt, diese abgetan als für den Menschen nicht gangbare Wege, ihre Schriften und Reden im Archiv der Absurditäten und potentiellen Grausamkeiten abgelegt zur Erheiterung aber auch zur Warnung, je nicht wirklich werden zu lassen,  was blutigste Wirklichkeit …

Aber wie falsch wäre es nun zu sagen, es gehe hier wieder um Kritik an dem Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche, an den Organisierten Glauben. Darum geht es nicht. Der Organisierte Glauben der römisch-katholischen Kirche hat sich selbst gerichtet, die Organisierten Glauben richten sich selbst, deren Geschichte und deren Weiterbetätigung erwirken keine Freisprüche …

Es geht, wenn es noch um etwas geht, um das Zuhören, um das Hinhören, darum, nichts auszublenden …

Und Jesus Christus ist dafür ein Beispielgeber, einer aber nicht zwingend der einzige für Organisierte Glauben, es will bis zum heutigen Tage heraus nicht gehört werden, was er auch sagte, ihm sagen gelassen wird, seine Reden über die Schwerter, die zu kaufen sind, sein Wille, die Welt in Brand zu setzen, bis sein Reich komme, keinen Frieden zu bringen, Zwistigkeit zu säen, wo fünf beieinander sind, sollen, so sein Wille, drei gegen zwei sein …

Ebenso falsch wäre es nun zu sagen, es gehe hier wieder allein nur um die Organisierten Glauben, aber in ihren Reihen stehen so viele Beispielgeber, denen unverständlicherweise Beachtung geschenkt wird, deren Reden und Schriften einzig zu ihrem Vorteil selektiv wahrgenommen werden … Nach Jesus kam Paulus, und mit ihm die Befreiung, selbst das formulieren zu müssen, was beispielsweise E. M. Cioran …

Niemals genug werden wir ihm vorwerfen, daß er aus dem Christentum eine unvornehme Religion gemacht hat, er hat es zu den verabscheuungswürdigsten Traditionen des Alten Testaments zurückgeführt: Intoleranz, Brutalität, Provinzialismus. Seine Betrachtungen über die Jungfräulichkeit, die Enthaltsamkeit und die Ehe sind einfach widerwärtig. Für unsere Vorurteile in Religion und Moral ist er verantwortlich, er hat die Normen der Stupidität festgelegt und die Beschränkungen vervielfacht, die immer noch unsere Instinkte lähmen. Am heftigsten interessieren ihn die Sitten. Kaum spricht er davon, schon zittert er vor Bosheit. Man braucht nur einmal die berühmten Briefe näher zu betrachten: In ihnen wird man keine Anwandlung von Entspanntheit und Feingefühl, keinen Moment innerer Sammlung und Vornehmheit wahrnehmen können, da gibt es nichts als keuchende Wut, Hysterie gemeiner Art. Überall nur Mittelspersonen, Verwandschaftsbande, Familiengesinnung: Vater, Mutter, Sohn, Engel, Heilige, keine Spur von Intellektualität, kein genau bestimmter Begriff, niemand, der begreifen möchte. Sünden, Belohnungen, Buchführung der Laster und der Tugenden. Eine Religion ohne Wißbegier: eine Orgie des Anthropormorphismus.

Und nach Paulus kam …

Und nun mit Papst Franziskus die Weiterführung dessen, was Cioran über Paulus und damit nicht nur über Paulus … Jorge Mario Bergoglio warnt vor dem Teufel, und damit, ohne es zu wollen oder zu verstehen, auch vor Gott, denn der Teufel könnte, das fragte sich bereits vor Jahrhunderten Martin Luther, schließlich auch Gott sein … Was für ein erster Beweis der Logik von Papst Franziskus, wer nicht zu Gott bete, bete zu … Gott, freilich zu einem gemäß Kirchentradition mit einem Pseudonym …

Der Freiheitliche, der kein Engel sein kann

Jorge Luis Borges würde diesen Vers nicht akzeptieren, oder er würde ihn zumindest nicht verstehen, weil er die Freiheitlichen nicht kennt, vielleicht würde er nachsichtig fragen, wie kann aus seinem Vers vom Bettler, der ein Engel sein kann, eine Schlagzeile, in der die Freiheitliche kein Engel sein kann, abgeleitet werden, und es müßte ihm sehr lange erzählt werden, wer die Freiheitlichen sind, und möglicherweise würde er es erst verstehen können, daß Freiheitliche keine Engel sein können, wenn ihm gesagt werden würde, wer aus Deutschland und Österreich vor Jahrzehnten auf Schleichwegen in Argentinien einreisten …

Ein Freiheitlicher kann kein Engel seinEs ist ein Elend, immer wieder in die Vergangenheit gehen zu müssen, um über Freiheitliche überhaupt sprechen zu können, aber es ist eben der Ort, an dem sie leben, die Freiheitlichen, der Ort, an dem sie sich von Menschen freie Zonen wünschen, ach, wären es nur Wünsche – denn Wünsche müssen nicht erfüllt werden –, aber sie fordern menschenfreie Zonen aggressiv ein, und es ist ein Elend, daß Christschwarze und Sozialdemokratinnen dieser freiheitlichen Vergangenheit den Weg in die Gegenwart bahnen …

Nichts aus der Vergangenheit wird von den Freiheitlichen ausgelassen, um ihre aggressiven Forderungen über den tiefen Graben hinüber in die Gegenwart zu schreien – die falschen Zahlen, die Unterstellungen, diese von ihnen denunzierten Menschen würden Krankheiten „einschleppen“ und so weiter und so fort …

Es ist ein Elend, daß diese Vergangenheit nicht nur in Östereich christschwarzliche und sozialdemokratische Zuarbeiter und Zuarbeiterinnen rekrutieren kann, sondern auch außerhalb von Österreich die Zeit gegenwartsfrei machen will, wie etwa in Ungarn, auf das Freiheitliche mit Hoffnung und Verteidungsreden schauen …

NS Es sollte mit diesem gemeinsamen Auftritt, über den die Tageszeitung „Der Standard“ am 26. März 2013 berichtet, wohl der Eindruck vermittelt werden, die Freiheitlichen stünden den Kaufleuten bei, die Kaufleute wenden sich hilfesuchend an die Freiheitlichen. Tatsächlich aber traten einfach zwei Freiheitliche auf:

Wiens FP-Klubchef Johann Gudenus lässt an den Bettlern in der Bundeshauptstadt kein gutes Haar. In den Einkaufsstraßen schreckten sie die Kundschaft ab, vor Schulen und in öffentlichen Verkehrsmitteln böten sie „ein Bild des Grauens“, sagte er Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Obmann des Vereins der Kaufleute der Mariahilfer Straße, Walter Bachofner.

Walter Bachofner ist –, das kann hier nachgelesen werden … Was das Bild tatsächlich zeigt, ist ein mit Grausbirnen übermaltes Stilleben des freiheitlichen Umgangs mit Wahrheit …

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Und zur weiteren Nachlese:

Wer Gesetze absichtlich nicht versteht, ist unwählbar

In der freiheitlichen Zur Zeit hält Gerhard Kurzmann seine Bettlerschale hin

Mit den Bettelverboten auf dem Weg in die Vernichtungslager?

Menschen verbieten – der Freiheitlichen einzige und ihnen bestmögliche Antwort, schlicht auf alles

„Bevölkerung wird ausgebeutet von …“

Wer Gesetze absichtlich nicht versteht, ist unwählbar

Es funktionierte nicht einmal in einem Witz die Pointe, Freiheitliche kennen das Verbotsgesetz respektive das Wiederbetätigungsgesetz nicht, und dennoch versucht es wieder ein Schreiber der freiheitlichen ZZ, einen derartigen Witz zu erfinden, wenn Martin Pfeiffer schreibt:

Knapp an der Wiederbetätigung, meine Herren von der Linzer Johannes Kepler Universität, die Ihr diese seltsame Studie verbrochen habt!

Freiheitlicher ZZler versteht Gesetze nichtAber die Freiheitlichen, die gemäß ihrem von Ing. Norbert Hofer federführend erstellten Parteiprogramm derart treu für die deutsche Sprache, die deutsche Geschichte, die deutsche Kultur marschieren, sind zu verstehen, daß eine solche Studie, die ihre Deutschen nicht als anständig und fleißig verklären, für sie nur ein Verbrechen sein kann …

Daß Martin Pfeiffer nicht noch den Paragaphen 130 des Strafgesetzbuches gegen Volksverhetzung anführte, gegen die Herren der Johannes-Kepler-Universität, hängt möglicherweise damit zusammen, daß er selbst zu knapp an diesen Paragraphen anstreift, wenn Martin Pfeiffer schreibt:

[D]er Staat die ganze Sippe aushalten muß. [W]obei ab 2014 mit einem Zigeuner-Massenansturm zu rechnen ist.

NS Auch 2013 bleibt die freiheitliche ZZ weiter den Autoren treu -, wieder einmal wird Rudolf Hans Bartsch zur Wiederlesung von Helge Morgengrauen ehrenreich empfohlen …

Robert Mugabe empfängt den Diener des Herrn im Vatikan – Eine Briefmarke

Es ist doch ein bemerkenswertes Bild –, der nun unter dem Pseudonym Franziskus auftretende Jorge Mario Bergoglio erweist Robert Mugabe mit einer Verbeugung seine Referenz. Es würde nicht erstaunen, wenn in Zimbabwe noch in diesem Monat eine Briefmarke aufgelegt werden würde, mit ebendiesem Bild – billiger kam ein Diktator wohl kaum noch zu ausschlachtbarem Propagandamaterial …

Mugabe Franziskus stampDas Bild ist auch aus einem weiteren Grund bemerkenswert und erinnerungswürdig … Während Päpste aufrecht, stolz und mächtig den Regierungsvertretern aus demokratischen Staaten  die Knickser und tiefen Verbeugungen abnehmen, sinken sie selbst aber vor Diktatoren demütig hin …

Franziskus Mugabe Spindelegger BenediktUm das nicht in Vergessenheit geraden zu lassen, wird in Hinkunft auf die carte postale eine weitere Briefmarke immer geklebt werden, die vom Diener des Herrn in Rom vor Robert Mugabe; die andere Briefmarke zeigt Michael Spindelegger, wie er den nun pensionierten Papst mit dem Pseudonym Benedikt XVI. mit kaum noch tiefergehender Verbeugung die Hand küßt …

PS Michael Spindelegger übt in Österreich die Funktion eines Vizekanzlers und Außenministers und nennt sich, wie die Briefmarke eindrucksvoll bestätigt, zu Recht Führer der …

Oliver Pink mit rosabürgerlicher Brille: Von Graf zu Hofer – Eine Unveränderung

Es ist in den Medien selbstverständlich nicht Oliver Pink allein, der mit aufgesetzter rosabürgerlicher Brille auf Norbert Hofer schaut und eine wohlwollende Einschätzung für die Leser und Leserinnen herbeischreibt, die einzig davon hergeleitet ist, weil Norbert Hofer gar so freundlich lächeln kann, womit er den Anspruch von Oliver Pink auf Zivilisiertheit bereits vollauf zu genügen scheint.

Oberflächliche Wählerin im ParlamentNicht nur Oliver Pink soll mit dieser Zusammenfassung die rosabürgerlicher Brille abgenommen werden, um einen scharfen Blick auf die Wählbarkeit von Norbert Hofer freizugeben, das heißt, weshalb Norbert Hofer ebenso unwählbar als Martin Graf ist, eigentlich, wenn das ginge, noch unwählbarer …

… Dr. Martin Graf spricht bestens über Ing. Norbert Hofer. Und das ist verständlich, gehört doch Norbert Hofer mit zu den namentlich genannten Schreibern und Schreiberinnen von „Unzensuriert“.

… Im Gegensatz von Dr. Martin Graf ist Ing. Norbert Hofer sogar Obmann-Stellvertreter, soher in einer viel höheren und mehr verantwortlichen Funktion als Dr. Martin Graf bei den Freiheitlichen.

… Im Gegensatz zu Dr. Martin Graf und Heinz-Christian Strache ist Ing. Norbert Hofer der Programmschreiber der Freiheitlichen.

… Nicht im Gegensatz von Dr. Martin Graf und Heinz-Christian Strache hat auch Ing. Norbert Hofer seine Verbindungen, über die beispielsweise gelesen werden kann unter „Norbert Hofer (FPÖ): Braune Freundschaften“.

Und so weiter und so fort …

NS Im heute in der Tageszeitung „DerStandard“ veröffentlichten Interview spricht Heide Schmidt über die Oberflächlichkeit der Wähler. Es ist die Regel von Wahlen, daß keine Wählerin mit ihrem Namen darauf angesprochen werden kann, weshalb sie derart oberflächlich wählte oder wählen will. Es gibt aber eine Ausnahme, und das sind die Wähler und Wählerinnen im Parlament – Frau Barbara Prammer, weshalb wollen Sie Ing. Norbert Hofer zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen?

NNS Durch die rosabürgerliche Brille sieht Oliver Pink auch den Advokaten Peter Fichtenbauer, der als Volksanwalt bei den Freiheitlichen im Gespräch ist, nun ja, Peter Fichtenbauer für Oliver Pink ein „Repräsentant der alten“, ach so honorigen …


Zur Nachlese:

„Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen“

Wkr-Ball – Wär es unrecht getan, würde Oliver Pink als Madame mit Hofer-Notebook gezeichnet werden?

Für Dr. Martin Graf wird jetzt schon ein Platz gesucht – Sehr fürsorglich

Heinz-Christian Strache schenkt Andreas Mölzer einen Odin Wiesinger

Norbert Hofer und Brigitte Kashofer – Das Schwingen der Fahne für des rechten Mannes Familie rechtfertigt – auch Falsches

Hoferische Aussage als universell einsetzbare Erklärungsvorlage für Sicherheitsbehörden – Durchgerutscht

Ing. Norbert Hofer – Fritzlens Portrait des Freiheitlichen als freundlichen Gesicht der GG

Norbert Hofer – Martin Fritzl zeichnet sich in der „Presse“ ein freund(freiheit)liches Gesicht

Mit seinen Äußerungen gehört DDr. Werner Königshofer mit an die Spitze der Freiheitlichen gestellt

Freiheitliches Wochenmagazin ZZ

Politik unzensuriert – Informationen des 3. NRPräs.

Und so weiter und so fort …

Homophobie, Antisemitismus – Diskursniveau von Karl-Renner-Publizistik-Preisträger Norbert Leser jenes von Karl Tropper?

Der eine schreibt im „Aufbruch“, der andere im „Standard“, der eine verteidigt sich selbst mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung, der andere verteidigt einen anderen mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung …

Tatsachenfeststeller Tropper und LeserDie Berichterstattung im „Kurier“ von heute über Karl Tropper, über den hier auch schon einmal zu schreiben war, gibt die Gelegenheit, über ein Versäumnis, wieder über ein Versäumnis der Tageszeitung „Der Standard“ zu informieren, das gestern nicht erwähnt wurde, daß mit Norbert Leser der nächste Preisträger … „Der Standard“ sollte also seine Artikel zum Antisemitismus entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie nicht unter „Historikerstreit“ führen, sondern schlicht und einfach unter Streit der Preisträger, denn auch Norbert Leser ist ein Preisträger: nämlich des Karl-Renner-Publizistik-Preises …

Über die anderen und deren Preise in diesem Streit wurde bereits geschrieben …

Norbert Leser und Karl Tropper, also nur Tatsachenfeststeller … Es konnte schon einmal nicht entschieden werden, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Paul M. Zulehner, so auch heute ein weiteres Mal, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Norbert Leser, wer also steigt zu wessen Diskursniveau hinauf oder hinunter … Es mag gar nicht befürchtet werden, bald schon wieder eine in Österreich sogenannte bekannte Persönlichkeit, die darüber hinaus noch als geistiges Aushängeschild geführt wird, mit Karl Tropper vermessen zu müssen, es mag gar nicht daran gedacht werden, eines Tages die Feststellung treffen zu müssen, über das troppersche Niveau hinaus darf es in Österreich nicht gehen …

Erste und allem übergeordnete österreichische Diszplin: Die Wegrede

Ganz davon erfüllt, Auslöser eines österreichischen Historikerstreits zu sein, veröffentlicht „Der Standard“ weitere Kommentare zum Antisemitismus in Österreich entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie und gibt damit verdienstvoll aber unbeabsichtigt den Blick frei auf die in Österreich älteste und etablierteste Disziplin der allem übergeordneten Wegrede …

Allem übergeordnete österreichische Disziplin - WegredenEs ist der Beitrag von Norbert Leser, der exemplarisch das österreichische Wegreden spricht, indem er im konkreten Fall versucht zu beweisen, daß Karl Renner kein Antisemit gewesen sei, womit er zwar auch dem untergeordneten Proporz-Antisemitismus verpflichtet bleibt, also das eigene parteipolitische Lager gegen das andere parteipolitische Lager zu verteidigen, aber, wenn es darum geht, wegzureden, was es in Österreich gab und gibt aber nicht geben durfte und geben darf, wird gemäß der ersten österreichischen Order des übergeordneten Wegredens die parteipolitische Mauer niedergerissen zum gemeinsamen Räumen der Straße von störenden …

Um es ganz knapp zu halten aber das dennoch verständlich zu machen, ein Zitat von Peter Kreisky:

Norbert Leser versuchte zwar, den Antisemitismus der Christlichsozialen als wichtigen Einflußfaktor für den eliminatorischen Antisemitismus Adolf Hitlers und des Nationalsozialismus wegzudisputieren, aber zahlreiche Fakten sprechen gegen seine Argumentation.

Zum österreichischen Wegreden gehört aber auch das österreichische Herbeireden … Und Norbert Leser redet sich seinen Karl Renner herbei, indem er dem zum Antisemitismus gehörenden Gerede von der „jüdischen Finanzmacht“das Antisemitische wegredet und dafür eine „Tatsache“ herbeiredet:

Wenn Renner im Zusammenhang mit der Genfer Sanierung 1922 und dem damit verbundenen Völkerbunddiktat von einer „jüdischen Finanzmacht“ sprach, so bediente er damit keine antisemitischen Klischees, sondern stellte nur eine Tatsache fest.

Es ist noch gar nicht so lange her, als Finanzministerin Maria Fekter auch etwas wegreden und herbeireden wollte, dafür etwa drei Tage lang mit Rücktrittsaufforderungen … Zum Wegreden und zum Herbeireden gehört aber noch etwas: die Gegenwartsverweigerung. Weshalb wird beispielsweise Leopold-Kunschak-Preisträgerin Beatrix Karl nicht gefragt, etwa vom „Standard“, was bedeutet ihr und wie beeinflußt sie Leopold Kunschak, dessen Bild in ihrem Büro …, in ihrer brav zu spielenden Rolle einer Justizministerin  …

Zusammengefaßt also handelt es sich bei der ersten und allem übergeordneten Disziplin um eine der Dreifaltigkeit: Wegreden, Herbeireden und Verweigern der Gegenwart.

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Zur Nachlese:

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich – Land des Proporz-Antisemitismus

Der steueretatbelastete Klassentagesausflug zu Robert Mugabe nach Rom, Grätzel Vatikan

Einem Staat darf das Bilden seiner Bürger und Bürgerinnen nie zu teuer kommen und nie zu spät sein –, und der österreichische Staat verhält sich hierbei mittelbar vorbildhaft, er schickt seine verheirateten Schüler bis nach Rom, für einen Tag, um ihnen zu ermöglichen, im praktischen Anschauungsunterricht wieder einmal einen Diktator ganz aus der Nähe zu sehen, einen Diktator, der nicht nach Österreich eingeladen wird werden dürfen, um beispielsweise vor dieser Klasse von seinem Rom-Erlebnis als Zeitzeuge erzählen zu können, wie alle von dem Wort der Barmherzigkeit beeindruckt waren …

Österreichische Klassenreise nach Rom - Grätzel VatikanDer Diktator hat, wie bekannt ist, Einreiseverbot in die Europäische Union. Vielleicht ergeben sich aber nun Möglichkeiten, nach diesem braven gemeinsamen Sitzen in einem Grätzel von Rom, Robert Mugabe nach Österreich einzuladen, eine Aufgabe für den in diesem Organisierten Glauben eine leitende Funktion ausübenden Christoph Schönborn, der dafür das Rad nicht einmal neu erfinden würde müssen, denn er könnte bei einem anderen leitenden Angestellten aus dem Steiermärkischen, der bereits vor Jahrzehnten vorzeigte, wie römisch-katholische Barmherzigkeit Männern von Rom aus das Einreisen auf den südamerikanischen Kontinent, das Einreisen auch in Argentinien …

Bis es aber soweit kommen kann, wird sich Robert Mugabe damit begnügen müssen, allein in Zimbabwe den Menschen zu erzählen, wie barmherzlich er in Rom behandelt worden sei, und die Menschen in Zimbabwe werden sagen, seht, wie kann einer ein schlechter Mann sein, der von so einem guten Mann empfangen, begrüßt und dessen Segen auch er …

Bis es aber soweit kommen kann, werden Schülerinnen und Schüler in Österreich ohne praktischen Anschauungsunterricht ihre Zentralmaturaaufsatzthemen etwa zu Demokratie und Diktatur zu schreiben haben, vielleicht aber besucht sie Bundespräsident Heinz Fischer und drückt ihnen ebenfalls schweigend und herzend beide Daumen, die sich für ein Zentralmaturaaufsatzthema übrigens vorzüglich eigneten: Wozu drückte Heinz Fischer dem als Jesuiten zu Hochgestiegenen … 

Oben wurde nicht hinzugeschrieben, in welcher Angelegenheit der österreichische Staat sich mittelbar vorbildhaft verhält, was abschließend nachgeholt werden soll: Der österreichische Staat verhält sich vorbildhaft für den Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche, für diese ist ihm nichts zu teuer und kein Steuergeld beim Fenster hinaus….

Organisierte Glauben – Mannigfaltiger Kindesmißbrauch

Letzte Woche wurde von einhundertfünfzehn leitenden Angestellten ein Mann zu ihrem obersten Chef gewählt, dessen Passion im 21. Jahrhundert es zu sein scheint, vom Teufel zu reden -, theologisch wird das seine Richtigkeit haben, denn ohne Teufel konnte kein Gott gezeugt werden und, vor allem, so lange am Leben erhalten …

Das könnte als Gewäsch abgetan und übergangen werden, wäre es zum einem nicht das altersvergilbte Leitbild dieses Organisierten Glaubens und hätte es zum anderen nicht konkrete Auswirkungen … Eine konkrete Auswirkung dieses biblischen Gewäschs – Theroie oder gar ein philosphisches System kann es nicht genannt werden, weil das Wesen einer Theorie oder eines philosophischen Systems ist die permanente Erneuerung – zeigt der Dokumentarfilm „Jesus Camp“, nämlich die Indoktrination von Kindern, also den Mißbrauch von Kindern …

Devil at the Jesus camp - recruiting of children for warIn diesem Film wird ebenfalls passioniert von dem Teufel gesprochen, soher war es zwangsläufig, daß dieser Dokumentarfilm sofort einfallen mußte, als der neue Oberchef des abolutistisch regierten Staates in einem Grätzel von Rom lieb lächelnd und sich ach so bescheiden gebend den Bruder von Jesus, Satan, die beide Gott selbst sind, schlecht machte, wie es eben in einer christlichen Familie üblich ist, schlägt sich Papst Franziskus auf die Seite eines Teils der Familie, um ein Familienmitglied auszustoßen …

Wer also das Reden dieses Papstes über den Teufel, begleitet von freundlichen Gesten und gewinnendem Lächeln, hört, sollte an den, auch, ideologischen Mißbrauch von Kindern denken, die in dieser christlichen Familie zwischen den beiden Brüdern, die einer sind, aufgerieben und zerstört werden …

Aus dem Artikel „Der Welt“:

Die Chöre erinnern an Pink Floyds Verweigerungskids und ihre 80er-Jahre-Hymne „We Don’t Need No Education“. Die religiöse Ekstase gemahnt eher an Jugendfreizeiten von fanatischen Islamisten. Doch hier tanzt nicht der Nachwuchs der Hisbollah, sondern der Kindergottesdienst der „Christ Triumphant Church“ im amerikanischen Mittelwesten. Und wenn Pastor Becky Fisher ihren Lämmchen zuruft „Das ist Krieg! Seid ihr Teil davon oder nicht?“ und ein jauchzendes „Yeah!“ anstößt, können nur böse Menschen Schlechtes denken. Nicht wahr?

Und auf Youtube ist unter dem Trailer zu diesem Dokumentarfilm zu lesen:

In Nazi Germany, they had Hitler Youth camps to indoctrinate kids to fascism and to worship Hitler. In the Middle East, they have Al-Quaeda training camps where they train people to blow themselves up in the name of „Allah“. In conservative, red state America, they have Jesus Camp which serves almost the same purpose as the last two, except to indoctrinate kids into blind fundamentalist conservatism and in the name of „God“. See the similarities?

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Dreiunddreißig Jahre nach dem von Ernst Nolte ausgelösten Historikerstreit in Deutschland möchte die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ auch einen ihren und vor allem von ihr ausgelösten Historikerstreit haben -, ohne den damaligen Historikerstreit in Deutschland niveaumäßig verklären zu wollen, muß doch gesagt werden, das wird kein Historikerstreit mehr von annähernder Qualität in Österreich, oder halt ein auf österreichischem Niveau und österreichischen Standards geschuldeter …

Historikerstreit streng nach österreichischem StandardUm es zu einem Historikerstreit hoch zu schreiben, muß der „Standard“ sogar ignorieren, was in den Kommentaren zum Beitrag von einem Historiker bereits geschrieben wurde, nämlich zu Paul Mychalewicz;  seine Ausführungen liefern nicht wirklich einen Beitrag, der historikerstreittauglich …

Es muß hierzu heute nichts mehr wiederholt werden, es kann nachgelesen werden, was in der letzten Woche dazu bereits geschrieben wurde:

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Eines noch, es wird nun in Zusammenhang mit Leopold Kunschak die österreichische Unabhängigkeitserklärung“ aus dem Jahr 1945 angesprochen, aber der „Standard“ verzichtet auch hierbei darauf, zu informieren, wo diese unterschrieben wurde. Der Ort jedoch ist nicht unwesentlich, weil dieser bereits viel über die Gründung der Zweiten Republik aussagt, diese sich in ihrem Schein zeigt. In der Blaimschein-Villa. Selbstverständlich darf nicht unerwähnt bleiben, diese Villa gehörte einem Margarinefabrikanten, was dieser aber produzierte ist ebenso wichtig zu erwähnen, denn das produzieren in Österreich noch immer sehr viele – Kopfmargarine:

Österreich und seine Tradition