Aus der Sicht Van der Bellens beginnt die Rote Linie nicht erst beim Strafrecht. Für ihn liege die Grenze schon „davor“ – nämlich vor der von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vorgegebenen „Rote Linie“ der strafrechtlichen Verurteilung, sagte Van der Bellen.
Im Jänner 2020 wird ÖVP zum zweiten Mal als Bundeskanzlerin angelobt. Es vergehen wieder nicht einmal zwei Jahre, bis Österreich von dieser Kanzlerinschaft ganz allein in eine Staatskrise gestürzt wird. Schon nach neunzehn Monaten die zweite Staatskrise, diesmal nur von ihr allein verursacht.
Die Bilanz von ÖVP als Bundeskanzlerin in nicht einmal vier Jahren: Zwei Staatskrisen.
Alexander Van der Bellen könnte nun im Angesicht von Großschadenibiza zumindest ein wenig ausbügeln, was er im Angesicht von Alkoholtraumibiza verabsäumte. Wenngleich dies ihm nicht würdiger machte, um noch einmal für dieses Amt zu kandidieren.
Alexander Van der Bellen ist in einem Alter, in dem das Langzeitgedächtnis hervorragend funktioniert. Wie gut wird sich der Herr Bundespräsident also daran erinnern können, daß er schon für strafrechtlich nicht zu Verfolgendes Rücktritte verlangte — Rücktritte verlangte wegen des in Österreich üblichen Geredes, also wegen nichts –, etwa den von Jörg Haider wegen seiner „inakzeptablen Irak-Reise“ und seines „Ost-Küsten-Geredes“ …
Wenn ÖVP das Enkerl vom Herrn Bundespräsidenten wäre, könnte seine Nachsichtigkeit, seine Milde verstanden werden. Wer läßt schon sein Enkerl im Stich, wer verzeiht seinem Enkerl nicht alles, was immer es anstellt, und das über Jahre, wer drückt bei seinem Enkerl nicht alle Augen zu, und mag es noch so mißraten sein, wer wischt nicht alle Bedenken vom Tisch, das würde dem Enkerl nicht helfen, alles immer durchgehen zu lassen, wer weist nicht von sich, nur beim Enkerl so kurzsichtig zu handeln, das heißt, nicht zu agieren.
Aber ÖVP ist nicht sein Enkerl, und dennoch … Ein Rätsel, das Großväterchen zu erklären haben wird, vor allem im nächsten Jahr, wenn er …
Dieser Sager von einem „Stalingraz“ offenbart nicht nur die Plattheit des Sagers an sich, sondern, wenn berücksichtigt wird, wie eilplatt seit dem der Sager von „Stalingraz“ n-fach nachgesprochen, nachgeschrieben, wiederholt wird, das Tiefplatte dieses Landes.
Wie fehl dieser Sager ist, läßt sich einfach wie kurz zusammenfassen.
„Stalingrad“ kann – im kommenden Jahr wird es 80 Jahre her sein, daß in Stalingrad das Massenmorden begann – wie kein zweites Verbrechen stellvertretend für alle Verbrechen herangezogen werden, die so viele, viele, viel zu viele weiter als „Krieg“ verklären.
In Graz gab es am letzten Sonntag im September ’21 eine Wahl, zu der die Menschen friedlich gingen, zu der die Menschen nicht in Panzern fuhren, zu der die Menschen ohne Waffen kamen, in ziviler Kleidung, nicht in Uniformen, sie schoßen nicht, sie verletzten nicht, sie mordeten nicht, sie wählten Parteien.
„Stalingrad“ steht für den Sieg der kommunistischen Partei, die sich sowjetunion nannte, über die nationalsozialistische Partei, die sich deutsches reich nannte.
In Graz kandidierten siebzehn Parteien. Siebzehn Parteien stellten sich einer demokratischen Wahl. Es marschierten nicht siebzehn Armeen auf, es schoßen nicht siebzehn Armeen aufeinander, es mordeten nicht siebzehn Armeen. Es gab in Graz am 26. September ’21 nicht einen einzigen ermordeten Menschen, ganz im Gegenteil von Stalingrad vom 23. August 1942 bis zum 2. Februar 1943. In diesen wenigen Monaten in Stalingrad über eine Million Tote in deutscher und in russischer Uniform – erfroren, verhungert, ermordet von Menschen in Uniform. Dabei nicht gezählt, ungezählt die Toten der Zivilgesellschaft; 1941 betrug die Einwohnerinnenzahl von Stalingrad rund 525.000, nach dem Ende der wenigen Mordmonate waren es gerade noch etwa 23.000 Einwohner.
Was der Wahl in Graz vor allem fehlte, waren Wählende, 46 % blieben der Wahl fern, beinahe die Hälfte, aber vor lauter Fokussierung auf „Stalingraz“ war dies den Meinenden nicht das vordringlich zu Erwähnende.
Aber der Plattsprecher reduziert es auf seine von einer dumpfen Gesinnung gespeisten Empfindung, seinen Parteien, für die er diente, als sie gemeinsam Regierungsparteien waren für kurz, wäre von einer kommunistischen Partei eine Niederlage zugefügt worden, wieder einmal – und deshalb sei für ihn nun Graz „Stalingraz“ …
Freilich, wie einfach wäre es gewesen, ein anderes geschichtliches Wort zu verwenden, zu sagen, wenn schon derart fixiert, das Waterloo der ÖVP und ihrer Partnerin … Es sagt doch alles aus, daß in Österreich nicht Waterloo, sondern Stalingrad …
Auch Waterloo soll nicht im Zusammenhang mit demokratische Wahlen verwendet werden, ist doch auch Waterloo nichts anderes als ein Ort des Verbrechens, des massenhaften Mordens.
Ich hab selber in Graz miterleben dürfen, wie gut die Stimmung ist. Wie dankbar die Masse der Menschen für die gute Arbeit von Siegi Nagl und seinem Team ist und daher wünsche ich viel Kraft noch für die letzte Woche. Alles Gute für den Wahlsonntag! Und darauf, dass die Volkspartei und Siegi Nagl Graz weiterhin gut gestalten werden!
Was die ÖVP aber zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, es dauert nicht mehr eine Woche, sondern nur mehr einen Tag bis zu ihrem High noon mit der Masse der Menschen. So wenig Vorausblick hat die ÖVP, es reicht bei der ÖVP die Vorausschau nicht einmal die wenigen Stunden bis zum nächsten Tag. Die ÖVP meint am 25. September ’21 – für sie eine Woche vor dem 26. September ’21 – noch, sie, die Volkspartei, werde nach dem 26. September ’21 weiterhin gut gestalten … Tatsächlich aber war die Woche vom 20. bis zum 26. September ’21 die letzte Woche, so gering ist die Selbsteinschätzung der ÖVP in bezug auf ihre Gestaltungskraft, in der ÖVP mit ihrem sie anflehenden „Bitte schenk mir dein Vertrauen, damit wir Graz weiterhin Stabilität und Zukunft geben können!“-Mann, wie er sie, die ÖVP, am 22. September ’21, anbetet.
Am 26. September ’21 ist der Show down zwischen der ÖVP und der Masse der Menschen entschieden.
Die Show der ÖVP ist vorbei. Die auf sie noch in dieser letzten Woche gerichteten Scheinwerfer ausgeschaltet, der Anhimmler der ÖVP verläßt die Manege, mit seinen in den Hosentaschen versenkten Händen, mit denen er so viele Jahre täglich in seinen Hosentaschen den Trick vorführte, die Hände würden nicht in den Hosentaschen stecken, sondern seine zwei Hände würden eine einzige Hand sein, die nicht in seiner Hosentasche steckt, sondern außerhalb seiner Hosentasche, wo sie über irgendwas schützend schwebt.
Es soll sogar Klügsten in für sie recht angespannten Situationen recht schwerfallen, zwischen Wohnort und Arbeitsplatz unterscheiden zu können. Und, es kann verstanden werden, daß die Beschuldigte – ist es doch nicht ihr tatsächlicher Wohnort, an dem sie hauptgemeldet ist – beinahe eine falsche Postleitzahl hingegeschrieben hätte, nämlich „1110“ statt „1010“. Die richtige Postleitzahl fällt der Beschuldigten dann doch irgendwie noch ein, und so überschreibt die Beschuldigte die falsche „1“ mit der richtigen „0“.
So gibt die Beschuldigte als ihre Schulbildung lediglich
Das österreichische Gerichtswesen muß mit Ressourcen tatsächlich derart überreichlich ausgestattet sein, um selbst zu ermitteln, wie hoch das Vermögen eines Beschuldigten ist. Es sollen Beschuldigte eines Ladendiebstahls auch schon die Antwort auf die Frage, was sie denn bei „Vermögen“ hinschreiben sollen, erhalten haben, es reiche völlig hinzuschreiben, der Bank offengelegt …
So gibt die Beschuldigte zu ihrem Nettoeinkommen an:
laut Bezügegesetz
Das österreichische Gerichtswesen muß mit Ressourcen tatsächlich derart überreichlich ausgestattet sein, um selbst zu ermitteln, wie hoch das Nettoeinkommen eines Beschuldigten ist. Es sollen Beschuldigte von Ladendiebstählen auch schon die Antwort auf die Frage, was sie denn bei „Nettoeinkommen“ hinschreiben sollen, erhalten haben, es reiche völlig hinzuschreiben, laut Kollektivvertrag …
Ihrer Freundin wird die Beschuldigte wohl vorsorglich nicht erzählen, was sie als ihren „Familienstand“ angibt:
Ledig
Das könnte die Freundin, die von der Beschuldigten ein Kind bekommt, doch recht betrüben, daß die Beschuldigte sie, die Freundin und baldige Mutter des Kindes der Beschuldigten, sie, die Freundin, die sich vielleicht als Lebenspartnerin, gar als Verlobte der Beschuldigten wähnt, da doch allenthalben von einer kurz bevorstehenden Hochzeit zwischen der Beschuldigten und ihr zu hören ist. Die Hochzeit gab es wohl noch nicht, von dieser wäre mit Bestimmtheit bereits davor oder zumindest desselben Tages zu erfahren gewesen, und nicht erst Wochen später, wie von der Einvernahme der Beschuldigten.
Ich möchte zunächst einmal Siegfried Nagl danken für seine Tätigkeit. Er war 18 Jahre lang Bürgermeister von Graz. Ich glaub‘, das verdient Respekt und Anerkennung. Das Ergebnis erfreut uns natürlich nicht, daß die Kommunisten, wenn auch nur regional, aber doch eine Wahl gewinnen können, das stimmt mich persönlich dann doch sehr bedenklich.
Das sendet am letzten Sonntag im September ’21 der ORF.
Was Graz betrifft, ja, das ist etwas, was mich sehr überrascht, daß die Kommunisten in Österreich in einer Stadt, wenn auch nur auf regionaler Ebene, aber doch eine Wahl gewinnen können, das ist etwas, das doch nachdenklich stimmen sollte. Und ich möchte bei der Gelegenheit aber auch die Möglichkeit nutzen, und Siegfried Nagl ganz herzlich danke sagen für seine Arbeit für Graz. Er war immerhin 18 Jahre Bürgermeister dieser Stadt.
Das sendet am letzten Sonntag im September ’21 Puls24.
Ich werde meine schützende, aber auch meine helfende Hand von Graz zurückziehen müssen. Ich werde als Bürgermeister nicht mehr zur Verfügung stehen.
Und dieser hat sich den Dank wahrlich verdient, 18 Jahre seine schützende, aber helfende Hand über Graz zu halten –, was muß er davon für einen Arm bekommen haben? Wie könnte so ein Arm genannt werden? Wäre es Tennis, das er 18 Jahre lang spielte, wäre die Benennung leicht, aber beim helfenden Schützen …
Was für ein bemerkenswerter letzter Sonntag im September ’21 das doch ist. Shorty, wie ihn ein Wirt angeblich ruft: nachdenklich, sehr bedenklich …
Wir, Minister und hohe Vertreter der Regierungen, in der Absicht, am Rande der Weltgesundheitsversammlung 2020 in Genf zusammenzukommen, um die Fortschritte und Herausforderungen bei der Wahrung des Rechts –
Die folgenden 32 Länder, die über 1,6 Milliarden Menschen und alle Regionen der Welt repräsentieren, unterzeichneten am 22. Oktober 2020 die Genfer Konsenserklärung: Königreich Bahrain, Republik Belarus, Republik Benin, Föderative Republik Brasilien (Kosponsor), Burkina Faso, Republik Kamerun, Democratische Republik Congo, Republik Congo, Republik Djibouti, Arabische Republik Ägypten (Kosponsor), Königreich Eswatini, Republik Gambia, Republik Haiti, Ungarn (Kosponsor), Republik Indonesien (Kosponsor), Republik Irak, Republik Kenya, Staat Kuwait, Staat Libyen, Republik Nauru, Republik Niger, Sultanat Oman, Islamische Republik Pakistan, Republik Poland, Königreich Saudi Arabien, Republik Senegal, Republik Süd Sudan, Republik Sudan, Republik Uganda (Kosponsor), Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika (Kosponsor), Republik Zambia
PatriotPetition.org ist eine überparteiliche und länderübergreifende Wertegemeinschaft von Patrioten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und darüber hinaus. Gemeinsam wollen wir dem Volk in der Öffentlichkeit wieder eine starke Stimme verleihen und kämpfen für die christlich-abendländische Kultur und Tradition unserer Heimat, für Ehe und Familie, für den Schutz des Lebens, für die Freiheit, sowie für die Souveränität und Unabhängigkeit der Völker und Nationen. Während die sogenannten “Volksvertreter” und Massenmedien nur den Interessen globalistischer Eliten dienen, setzt sich PatriotPetition.org für die Anliegen der Bürger im gesamten deutschsprachigen Raum ein, indem wir gemeinsam mit Ihrer Unterstützung gegen den um sich greifenden Kulturmarxismus und für folgende Ziele kämpfen: Unsere Heimat ist ein christliches Land, Europa ein christlicher Kontinent – und das soll auch so bleiben. Die christlichen Werte und Traditionen bilden die Grundlage unserer Gesellschaft. Hingegen muss die Islamisierung des Abendlandes unter allen Umständen verhindert werden. Die illegale Masseneinwanderung muss beendet werden. Millionen verfolgter und ermordeter Christen in aller Welt mahnen zum rigorosen Widerstand gegen die tödliche Ideologie des politischen Islam. Der Islam gehört weder zu Deutschland noch zu Europa, vielmehr haben über die Jahrhunderte hinweg unzählige unserer Vorfahren in Abwehrschlachten gegen mohammedanische Invasoren ihr Leben dafür geopfert, dass wir – ihre Erben – in Frieden und Freiheit leben können. Die Familie ist der Grundbestandteil des Volkes, das wiederum nichts anderes ist, als unsere “größere Familie”. Sie zu schützen muss oberstes Gebot jedes Patrioten sein. Wir fordern, die Kindererziehung den Eltern zu überlassen und verwehren uns gegen jede Art staatlicher Indoktrinierung von Kindern in Schulen und Kindergärten. PatriotPetition.org setzt sich besonders für kinderreiche Familien und frühe Elternschaft ein. Natürlich kann eine Familie nur aus einem Mann, einer Frau und deren Kindern bestehen. Der sogenannten Homo-“Ehe” erteilen wir genauso deutlich eine Absage wie der Gender-Ideologie und dem Feminismus. Wir setzten uns entschieden für den kompromisslosen Schutz des Lebens, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Der millionenfache Abtreibungsmord an unseren Kindern – unserer Zukunft – muss endlich aufhören! Diesen unschuldigen Kindern, die noch keine eigene Stimme haben, soll unsere Stimme gehören. Genauso kämpfen wir gegen die Euthanasie an den Alten und Kranken. PatriotPetition.org kämpft für die zentralen Bürgerrechte; das Recht auf Waffenbesitz, die Ausübungsfreiheit unserer christlichen Religion, den Schutz des Privateigentums und den Erhalt des Erbrechts. Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und das Recht auf freie Rede sind für eine Demokratie von konstituierender Bedeutung, genauso wie die Freiheit im Internet und die Privatsphäre. Wir setzen uns für die freie Marktwirtschaft und die Grundsätze der österreichischen Schule der Nationalökonomie ein. Unsere Freiheit ist heute mehr bedroht denn je durch Big Government, Big Tech, Big Media, Big Pharma, die unser Leben mit sozialistischen Ansätzen beherrschen wollen. Lassen wir das nicht zu, wehren wir uns gemeinsam! Der Nationalstaat ist und bleibt die wahre Grundlage für Wohlstand, Harmonie und Glückseligkeit. Er besitzt aus sich selbst heraus alle Mittel und Fähigkeiten zur umfassenden Bewältigung aller Herausforderungen (“societas perfecta“) und bedarf keinerlei übergeordneter Institutionen wie der EU oder UNO. Niemals werden wir unser Volk und Land dem Globalismus opfern. Wir sind der festen Überzeugung, dass dauerhafter Friede zwischen den Nationen nur gewährleistet werden kann, wenn jedes Volk das Recht hat, in Freiheit und Selbstbestimmung in seiner angestammten Heimat zu leben. Den Bestrebungen der globalistischen Eliten, einen Welteinheitsstaat zu erschaffen und die souveränen Nationalstaaten zu beseitigen, erteilen wir eine klare Absage. Wir setzen uns ein für ein Europa der Vaterländer und lehnen den EU-Zentralismus ab. Die Europäische Union ist nicht Europa.
In dieser oben zitierten Selbstbeschreibung der Website ist mit Fettierung hervorgehoben, worum alles ihnen geht, wogegen sie sind, gegen wen und was sie sind. Das von ihnen begehrte Abtreibungsverbot ist nur ein unter vielen, vielen weiteren Verboten, die ihnen Gebote sind. Entsprechend dieser Gesinnung sind auch ihre Petitionen aufgesetzt, wie anhand einiger gesehen werden kann.
Bleibt abschließend nur die Frage. Von wem wird diese Website betrieben? Ein Impressum gibt es nicht. Verortet ist die Website in den USA. Betreiben diese Website proud boys? Von der Hand zu weisen wäre das nicht, war doch Anführer und Sponsor der Genfer Erklärung ein grey boy.
Andererseits, wenn bedacht wird, wie viele Websites zwar auf Servern in den USA liegen, aber die Betreiber nicht in den USA wohnen, die Betreiberinnen irgendwo auf der Welt leben, können auch die Treiber dieser Website irgendwo auf der Welt aufhältig sein. In diesem Fall wäre es aufgrund der verwendeten Sprache schon naheliegend in Deutschland, in Österreich, in Liechtenstein, in Südtirol oder in der Schweiz. In diesem Fall spricht es recht dafür, daß die Treiberinnen dieser Website in Deutschland sind.
Es könnte eine von einer Partei betriebene Website sein. Zwei Punkte sprächen für diese Annahme. Wie gelesen werden kann, bekam ein Mann, der eine Petition unterstützte, eine Antwort per E-Mail. Jedoch nicht von „patriotpetition“, sondern von:
Mit einer Spende sichern Sie eine „Alternative für Deutschland“. Möchten Sie uns finanziell unterstützen, richten Sie Ihre Spende bitte an: Alternative für Deutschland Berliner Volksbank e.G. Spendenbescheinigungen erhalten Sie im Frühjahr des folgenden Jahres. Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung unserer Arbeit. Mit freundlichen Grüßen Ihre Bundesgeschäftsstelle Sprecher Bundesverband Prof. Dr. Jörg Meuthen
P.S.: Bitte unterstützen Sie die Arbeit von PatriotPetition.org auch mit einer Spende! Bequem per PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift; in Euro, Schweizer Franken oder US-Dollar. Herzlichen Dank für Ihre großzügige Unterstützung! https://www.patriotpetition.org/spenden/ P.P.S.: Bitte leiten Sie diese Nachricht auch an Ihre Freunde und Bekannten weiter und teilen Sie sie in den sozialen Netzwerken. Je mehr Menschen unsere gemeinsamen Anliegen unterstützen, desto größer sind die Erfolgsaussichten für die Petitionen. Vielen Dank!
Dem Gewirr der Bilder zu entkommen und stattdessen die unsichtbare, abstrakte Wirklichkeit zu erfassen, die in meiner Erinnerung abwesend ist, die mich damals aber auch die Suche nach einem unauffindbaren Arzt vor die Tür trieb: das Gesetz. Es war überall. In den Euphemismen und doppelten Verneinungen in meinem Kalender, in Jean T.s hervortretenden Augen, in den sogenannten aus Not geschlossenen Ehen, in Die Regenschirme von Cherbourg, in der Scham derjenigen, die abtrieben, in der Verachtung der anderen. In der absolut unvorstellbaren Möglichkeit, dass Frauen sich eines Tages frei für eine Abtreibung würden entscheiden können. Und wie immer in solchen Fällen wusste man nicht, ob Abtreibungen verboten waren, weil sie verwerflich waren, oder verwerflich, weil sie verboten waren. Man urteilte innerhalb des Gesetzes, nicht über das Gesetz.
Es hat kurz gedauert, nicht einmal ein Jahr, daß aus der Hauptstadt eines Bundesstaats aus dieser Erklärung ein Gesetz sich ergoß – Austin, Afghanistan.
Wie viele derartiger Gesetzesentwürfe, Gesetzesvorlagen – der Begriff im Englischen bezeichnenderweise auch ein männlicher Vorname -, wie viele Bills werden durch diese Erklärung noch angespornt werden, daraus Gesetze …
Bald wird – was zählen dabei zwei oder drei Jahre – es sechzig Jahre her sein: Das vom Gesetz als Urheber erzwungene Geschehen, das Annie Ernaux weit über drei Jahrzehnte später in „L’évènement“ schildert, und es vergehen noch einmal zwei Jahrzehnte, bis diese Erzählung einer Abtreibung in einer deutschsprachigen Übersetzung mit dem Titel „Das Ereignis“ zu lesen …
Annie Ernaux wählt für ihre Erzählung das Imperfekt. Jedoch, es kann nicht gesagt werden, daß sie deshalb zu einer raunenden Beschwörerin des Imperfekts wird. Den Lesenden von „Das Ereignis“ in diesem Jahr 2021 muß, in Anbetracht der Entwicklungen, das erzählte Geschehen als eines der Gegenwart vorkommen. Gar mehr noch, wenn die Entwicklungen derart weiter voranschreiten, als ein Geschehen der Zukunft
In diesem Kapitel soll bloß ein Wort, das auch im Buch von Annie Ernaux vorkommt, noch bedacht werden. Engelmacherin.
Daß dies eine liebliche Umschreibung ist, wem müßte das noch erzählt werden. Es wäre für Österreich sehr zutreffend, wäre Engelmacherin österreichischer Herkunft. Nur eines ist dabei gewiß, in Österreich noch nicht gehört zu haben, daß auch von Engelmachern gesprochen wird, wie etwa im Französischen : Le faiseur d‘anges …
Le faiseur, Macher, Schöpfer, Gott – so kann der Engelmacher auch mit le dieu d’anges übersetzt und zurückübersetzt: Der Engelschöpfer.
La faiseuse d‘anges, von einer Engelmacherin berichtet Annie Ernaux, die sie, vom Gesetz gezwungen, aufsuchen muß, in ihrer Küche mit einem Resopaltisch, auf dem eine Emailschüssel, daneben eine Haarbürste und eine rote Sonde, die ihr Madame P.-R gleich einführen wird. „Werkstatt der Engelmacherin“ würde Annie Ernaux das Bild mit Resopaltisch, Emailschüssel, Sonde und Haarbürste vor einer Wand wohl selbst auch nennen, das sie nicht malte, aber erleben mußte, vom Gesetz dazu verurteilt.
La faiseuse, Macherin, Schöpferin, Göttin – so kann die Engelmacherin auch mit la dieu d’anges übersetzt und zurückübersetzt: Die Engelschöpferin – engelmachende Gott in vielgeschlechtlicher Dreifaltigkeit.
An einem anderen Nachmittag betrat ich eine Kirche, Saint Patrice, in der Nähe des Boulevard de la Marne, um einem Priester zu beichten, dass ich abgetrieben hatte. Sofort bemerkte ich meinen Fehler. Ich fühlte mich erhaben, für ihn war ich eine Verbrecherin. Als ich wieder hinausging, wusste ich, dass die Zeit der Religion für mich vorbei war.
Für den Priester war Annie Ernaux vor bald 60 Jahren eine „Verbrecherin“. Bald sechzig Jahre später ist für Berufsgläubige und Hobbygläubige „Abtreibung Mord“. Es sind ihnen die Frauen nicht nur vage Verbrecherinnen, sondern Mörderinnen. Es ist nicht die einzige Kirche, die Annie Ernaux besucht, vor dem ersten Einführen der Sonde betritt sie eine in unmittelbarer Nähe der vom Gesetz errichteten Schöpfungswerkstatt.
Ich betrat eine Kirche, Saint-Charles-Borromée, blieb lange dort sitzen und bat darum, nicht leiden zu müssen.
Eine Kirche dieses Namens gibt es auch in Wien – die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus. Hätte Annie Ernaux von Wien erzählen müssen, wo sie vor dem von dem gottgebenedeiten Gesetz erzwungenen Aufsuchen der in unmittelbarer Nähe zur Friedhofskirche gelegenen Werkstatt, die der Ort ihres Todes hätte werden können, eine Kirche betritt, sie hätte die Werkstatt wohl an einen anderen Ort verlegt, vielleicht auf den Karl-Borromäus-Platz mit seiner in der Nähe befindlichen Kirche, denn dies wäre, wenn es sich in der Wirklichkeit auch genauso zugetragen hätte, wohl zu literarischgesucht erschienen.
Engelmacher, Engelmacherin, diese liebliche, diese verharmlosende, diese wirklichkeitsleugnende Bezeichnung ist ein Wasserwort, das im Abort runterzuspülen ist.
Eine vom Gesetz auf diese Weise erzwungene Abtreibung in solch einer Werkstatt, in der das Gesetz „Wasserkinder“ gebiert, soll fortan als das benannt werden, was sie tatsächlich ist: backstreet workshop of abortion. Gesetzlich errichtete Gassenwerkstätten in Hinterhöfen, in denen back-alley abortionists einer ihnen vom Gesetz beschafften Arbeit mit einer ihnen vom Gesetz angedrohten Strafe nachgehen.
Rechtswiss. Mit einer Gefängnis- oder Geldstrafe belegt wird 1. der Urheber von Abtreibungen oder Abtreibungsversuchen; 2. der Arzt, die Hebamme, der Apotheker oder jeder andere, der eine Abtreibung empfiehlt oder ermöglicht; 3. die Frau, die selbst abtreibt oder abtreiben lässt; unter Strafe steht 4. der Aufruf zur Abtreibung sowie das Werben für Verhütungsmittel. Gegen Schuldige kann zusätzlich ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen werden, und Schuldige der Kategorie zwei können mit einem befristeten oder unbefristeten Berufsverbot belegt werden. Nouveau Larousse Universel Universallexikon, Ausgabe von 1948
Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern, und mache mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt.)
So lautet der Satz – ungekürzt, zu lesen auf Seite 48.
Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern.
So verkürzt steht der Satz auf der Rückseite des Buchs – mit einem Punkt an der Stelle, an der ein Beistrich gehört.
Ein falsch gesetzter Punkt. Ein zu früh gesetzter Punkt.
Mit einem derart verkürzten Satz auf der Rückseite wird Suhrkamp Menschen wohl dafür gewinnen wollen, „Das Ereignis“ von Annie Ernaux zu kaufen. Es scheint doch mehr zum Kauf verführen, wenn auf Anhieb zu erfahren ist, was zu erwarten ist: „Erfahrung“, „Lebenswirklichkeit“. Die Neugier auf Lebensbeichten ist groß. Auf anrührende Bekenntnisse, die von erduldeter „Erfahrung“ in einer ohne eigenes Tun hingenommenen tatenlos ausgesetzten „Lebenswirklichkeit“ berichten.
Dabei böte die Rückseite des Buches mehr als genügend Platz, um den Satz nicht verkürzt hervorheben zu müssen. Der Satz ist kurz genug, um diesen auf der Rückseite des Buches ohne Auslassung des wesentlicheren Teils seiner Aussage zu zitieren.
Fürchtete Suhrkamp, keine das Buch Erwerbende zu finden, wenn der Satz für die Rückseite des Buchs etwa auf diese Weise verkürzt wäre?
Wenn ich dies nicht im Detail erzähle, mache ich mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt.
Wäre Suhrkamp eine derartige Verkürzung auf nur eine der zwei Aussagen des Satzes von Annie Ernaux gar als eine unredliche, eine gegen sie gerichtete erschienen?
Was immer die Überlegungen von Suhrkamp gewesen sein mögen, den Satz auf der Rückseite des Buches letztlich so zu verstümmeln, wie dieser verstümmelt wurde. Eines läßt sich sagen zu diesem Punkt über die Rückseite des Buches hinaus:
Der falsch gesetzte Punkt ist ein gegen die Weltwirklichkeit zu früh gesetzter Punkt.
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