Folge 2: Wahlen in Österreich

Es gibt, wie in Folge 1 zitiert,

Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

derzeit eintausend Parteien in Österreich. Aber die Medien, wie ausgeführt, zählen nur bis drei, oder, setzen bloß auf drei, weil diese für sie …

Was kann die Ursache dafür sein?

Besitzen die 997 Parteien weniger Kernkompetenzen? Sind die neunhundertsiebenundneunzig Parteien kurzsichtiger? Sind die 997 Parteien tadeliger?

Sind also österreichische Medien ausschließlich der höchsten Qualität verpflichtet? Berichten Sie deshalb nur über … zum Beispiel über die Kernkompetenzen von …. über die Weitsichtigkeit von … über die Ehrtreuigkeit von …

Die seit Menschengedenken gewälzte Theorie, Wirklichkeit ist, was der Mensch sich als Wirklichkeit erschafft, findet seine Bestätigung im Umgang der österreichischen Medien mit der Wirklichkeit .. Und auch nicht. Österreichische Medien scheinen bloß nicht auf dem festen Boden der Wirklichkeit zu stehen, sondern knapp daneben: im Zwangssumpf österreichischer Gegebenheiten, im Zwangssumpf österreichischer Gepflogenheiten, im Zwangssumpf österreichischer Traditionen …

Nicht nur in bezug auf die politische Vielfalt in Österreich ist die österreichische Berichterstattung die ärmste, die kargste, die erbärmlichste, die gedacht werden kann, sondern insgesamt, wie ebenfalls in einem Sommer

Keine Serien über veränderungsaktive Initiativen und Projekte in Österreich

ausgeführt wurde. Und das gehört zusammen. Die karge Berichterstattung über die Vielfalt von Initiativen und Projekten in Österreich und die karge Berichterstattung über die politische Vielfalt in Österreich. Es erklärt, oder, es macht einleuchtend, weshalb die Politik in Österreich die ärmste, die kargste, die erbärmlichste ist, die gedacht werden kann, oder, das mit einem Wort kurz zusammengefaßt, die Politik in Österreich, wie sie von den drei Parteien und den Medien betrieben wird, ist bloße und auf drei Parteien zugerichtete Parteienpolitik und zeitigt als Ergebnis eine Realpolitik, die tot ist.

Nun genug von den Medien. Ab der Folge 3 wird es um das gehen, was wesentlich ist, um die Wahlen. In der Folge 3 wird erzählt werden, was bereits entschieden ist, lange vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017. Das aber nur dann entschieden ist, wenn die Wähler und Wählerinnen nicht den Zwangsumpf, den die Medien als erstrebenswerte Wirklichkeit verkaufen, verlassen wollen.

Folge 1: Wahlen in Österreich, Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

In wenigen Monaten findet in Österreich eine Nationalratswahl statt, am 15. Oktober 2017.

Davor ist ein Sommer noch, mit den Urlauben. Zeit zur Genüge also, um sich über eine Wirklichkeit der Vielfalt in Österreich zu informieren, die es für österreichische Medien nicht gibt, also, wenn diese in einem kleinen Land überhaupt so genannt werden können, für die Massenmedien in Österreich. Mehr als genügend Zeit, aber dringend, sich die Zeit zu nehmen, um sich, das mit Sicherheit gesagt werden kann, über eine politische Vielfaltswirklichkeit zu informieren, die es für die kleinen Massenmedien im kleinen Österreich breit nicht gibt. Eine politische Vielfaltswirklichkeit, von der die österreichischen Medien breit nichts erzählen. Eine Wirklichkeit der Vielfalt, die es für die Medien nicht gibt, und wie es scheint, nicht geben soll, erzeugen diese doch ständig eine Gegenwirklichkeit.

Die von den österreichischen Medien verbreitete, eingesetzte Wirklichkeit ist generell eine äußerst reduzierte, insgesamt eine arme Wirklichkeit. Und im Politischen ist die von den Medien verbreitete Wirklichkeit eine absolut reduzierte, nicht nur eine arme, sondern eine notleidende Wirklichkeit, eine Wirklichkeit des Elends, eine Wirklichkeit des größten Mangels.

Deshalb ist es so dringend, so wichtig wie noch nie, sich selbst über die tatsächliche Wirklichkeit der politischen Vielfalt in Österreich ein Bild zu machen. Denn die herbeigeschriebene und also die stets recht bemüht eingeredete Wirklichkeit durch die österreichischen Medien spiegelt die tatsächliche politische Wirklichkeit in Österreich in keiner Weise.

Die mediale Wirklichkeit ist eine, kurz gesagt,  im Kern auf drei Parteien reduzierte, als könnten die Medien nicht weiter als bis drei zählen; können werden sie es wohl, aber wollen, wollen und dürfen werden es die Journalisten und Journalistinnen nicht.

Mit dem Hinweis, daß es, wie auf der Website des österreichischen Parlaments im Juli 2017 zu lesen ist, es in Österreich derzeit rund 1.000 registrierte Parteien gibt, soll die erste Folge dieses Kapitels geschlossen werden.

Österreichs Wirklichkeit der politischen Vielfalt.jpg

Eintausend Parteien, und den Lesern und Leserinnen wird eine Wirklichkeit vorgeschrieben – mit drei Parteien. Hierzu wird noch einiges zu schreiben sein, in den nächsten Folgen dieses Kapitels. Vor allem darüber, worum es in der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 tatsächlich gehen wird, welche Entscheidung tatsächlich zu treffen sein wird.

Es wird in erster Linie um das gehen, was schon angesprochen wurde:

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Die Drei-Kasten-Politik der Medien – Am Beispiel der Wahlkämpfe

Nationalratswahl15-10-2017 Österreich nicht Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie 1960er Jahre.jpg

 

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie

Der sogenannte Wahlkampf zur Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich hat noch nicht in seinen krassesten Ausformungen begonnen. Aber alles steht bereits unter dem Zeichen der Nationalratswahl im Oktober. Und seit langem schon ist, besonders in diesem Jahr forciert, der Eindruck nicht mehr zu löschen, die massenmedial breiteste Vermittlung ist die, es gäbe in Österreich bloß drei Parteien, die zur Wahl stünden.

Das kann billig dem Einfluß amerikanischer Western auf Journalisten und Journalistinnen geschuldet sein, der Liebe zum Duell, allerdings einem besonderen Duell, das durchaus tief in die österreichische Seele blicken läßt, dem duel ménage à trois

Es kann aber auch abgründiger sein. In diesem Fall sind die Eigentümer und die Eigentümerinnen österreichischer Massenmedien zu befragen, was sie sich davon versprechen, von dieser breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien, was für einen Gewinn sie sich davon erwarten, die österreichische Parteienlandschaft auf drei Hügelchen, die nicht höher als Maulwurfshügel sind, zu reduzieren, was die Hintergründe ihrer Politik sind, massenmedial breitest beitragen zu wollen, massenmedial breitest dafür die Tasten zu schlagen, daß es in Österreich wieder zu einem Dreiparteienparlament, wieder zu einer Dreiparteiendemokratie, wie es sie in den 1960er Jahren gegeben hat, kommt.

Diese Dreiparteiendemokratie dauerte sehr viel länger, nämlich bis 1986. Erst 1986 schaffte es eine vierte Partei, in das Parlament gewählt zu werden. Wenn aber die derzeitige geistige Zugerichtetheit und geistige Hergerichtetheit des Landes Österreich berücksichtigt wird, können nur die 1960er Jahre herangezogen werden. Denn. Nichts deutet darauf hin, daß es in diesem Land einen Willen zum gesellschaftspolitischen oder überhaupt zu irgendeinem Aufbruch, wie in den 1970er Jahren vor allem und im Grunde nur eine Partei im Grunde tatsächlich diesen wirklichen Willen hatte zum Aufbruch, bei dem eine zweite Partei widerwillig, schleppend und viertelherzig mitmachte, gibt.

Und wenn nun massenmedial breitest so getan wird, es gäbe bloß drei Parteien zu wählen, weil eben durch diese nackte Zuspitzung auf diese drei Parteien alle anderen Parteien in das Dunkel gestoßen werden, in die Unwichtigkeit verbannt werden, es sich nicht einmal lohne darüber nachzudenken, andere Parteien als ebendie drei Parteien zu wählen, propagieren österreichische Massenmedien die Rückkehr zum Dreiparteienparlament, zur Dreiparteiendemokratie minus Aufbruch, wie dieser in den 1970er Jahren stattfand, also Rückkehr zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre, Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre, Rückkehr also, so kurz wie schlecht gesagt, zum Österreichgrau der 1960er Jahre.

Der harmloseste Gewinn, wenn es denn nicht abgründiger ist, für österreichische Massenmedien würde bei einer Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre sein, ihre bequeme und einfältige respektive dreifältige Berichterstattung legitimieren zu können. Denn. Es gäbe halt nur drei Parteien, österreichische Politik sei eben auf ländisch christliche Dreifalt reduziert. Sie, die Massenmedien, würden ja gerne von Vielfalt berichten, aber die österreichischen Wähler und Wählerinnen sind nicht für Vielfalt … Wenn aber massenmedial Vielfalt breitest verschwiegen wird, wenn aber massenmedial Dreifalt breitest berichtet wird, kann das Ergebnis nur Einfalt sein.

Die größte Schimäre bei dieser massenmedial breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien ist allerdings, daß es sich hierbei um ein Duell zwischen diesen drei Parteien handelt. In Wahrheit ist es ein Duell der drei Parteien gegen alle anderen Parteien in diesem Land. Und die Sekundantin dieser drei Parteien sind die Massenmedien in diesem Land. Es wird der Sekundantin Nachteil wohl gar nicht sein, gegen die anderen Parteien vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 für die drei Parteien zu feuern, das heißt, genauer, für die drei Parteien alle anderen Parteien totzuschreiben.

Und diese drei Parteien stehen heute, um es noch einmal zu verdeutlichen, für die drei Parteien der 1960er Jahre, keine einzige dieser drei Parteien mit dem Willen, mit der geringsten Idee zum Aufbruch, wie es diesen in den 1970er Jahren in Österreich gegeben hat. Es treibt sie, die drei Parteien, einzig an, die machtparteipolitische Aufteilung nach dem unseligen Muster der 1960er Jahre. Und dabei ist es noch schlimmer als in den 1960er Jahren. Denn. In den 1960er Jahren konnten Unterschiede zwischen diesen drei Parteien wohl leicht noch ausgemacht werden. Im Jahr 2017 sind die Unterschiede nur noch mikroskopisch feststellbar. Und das spricht vor allem gegen eine Partei, die für den Aufbruch in den 1970er Jahren an erster Stelle stand. Was spricht gegen die zweite Partei, nun, kurz … sie macht mit, sie machte sogar bei einem weit zurückliegenden Aufbruch mit, aber sie braucht dazu stets wen, von dem sie dirigiert wird, dann macht sie mit, zwar viertelherzig, zwar widerwillig, zwar schleppend, aber doch … Über die dritte Partei? Zur dritten Partei ist gar nichts zu sagen. Die dritte Partei hat ihren „ausgeprägten Patriotismus“, und diesen nicht erst seit den 1960er Jahren …

Die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich wird soher auch eine sein, muß eine sein, in der die Wählerinnen und Wählern den Massenmedien in Österreich die Vielfalt in Österreich fern ihrer erschriebenen Wirklichkeit beweisen, also vor allem die Parteien wählen, die von den Massenmedien permanent totgeschrieben werden, weil sie sich bequem mit den drei Parteien in die Dreifaltigkeitsdemokratie der 1960er Jahre legen wollen, zum Nutzen der drei Parteien und dadurch vor allem zu eigenen Nutzen.

Es gibt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 daher für alle Wählerinnen und Wähler nur eine Parole: Keine Rückkehr zum Österreichgrau der 1960er Jahre. Keine Rückwahl zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre. Keine Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre. Eine Demokratie der Vielfalt, eine Demokratie auf der Höhe der Zeit haben zu wollen, heißt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 vor allem, keine der massenmedial breitest propagierten drei Parteien zu wählen.

PS Um es mit einem technischen Beispiel anschaulich zu machen, was eine Rückkehr, eine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er bedeutet. Eine Rückkehr zu dieser ist vergleichbar mit der Rücknahme, mit der Vernichtung eines technischen Fortschritts, die Aufgabe und die Auslöschung der Farbphotographie, die Rückkehr zur Schwarzweißphotographie.

Österreich Nationalratswahl 15-10-2017 Keine Rückwahl zum Dreipareienparlament der 1960er Jahre

 

 

Schafe wählen nicht ihr Schlachthaus und kollaborieren nicht mit ihren …

Kuss der Verlierer - FPÖ - Front national

Es wurde in

Glücklichen Wahlzeiten entgegen

vergessen anzuführen, es wird bald soweit sein, über den Front National zu schreiben: eine Partei der Verliererinnen, nun, ist der erste Wahlgang in Frankreich durchgeführt, und es kann, noch erfreulicher, es nicht in der Zukunftsform schreiben zu müssen, sondern bereits in der Gegenwart schreiben zu können, am 12. Juni 2017: Front national ebenfalls bloß eine Partei der Verlierer – parti des perdants …

Denn. Der Front national hat nichts gewonnen. Der Front national ist daher, gemessen auch an seinem eigenen Anspruch, ein absoluter Verlierer …

Die nationale Front – so kurz wie ungenau gesagt – bröckelt. In Europa. Von Österreich aus gesehen, kann gesagt, wer sich von der FPÖ küssen läßt, verliert …

Es gingen am gestrigen Sonntag so wenige wie noch nie zur Wahl in Frankreich. Als hätten die Menschen in Frankreich den Streikaufruf von Octave Mirbeau mit über einhundert Jahren Verspätung etwas abgewinnen können … Und mit Blick auf die nationalistischen Partien scheinen Wähler und Wählerinnen in Europa zu begreifen, sie wollen nicht mehr freiwillig ihr Schlachthaus wählen. Am 15. Oktober 2017 werden die Menschen in Österreich zeigen können, ob sie das ebenfalls begreifen, daß sie imstande sind, das zu tun, was nicht einmal Schafe tun. Schafe wählen nämlich, wie Mirbeau so eindrücklich ausführt, je nicht freiwillig ihren Gang ins Schlachthaus und ihr Gang ins Schlachthaus ist je nicht freiwillig. Ja, die armen verleumdeten Schafe wählen nicht ihr Schlachthaus, und noch etwas tun die armen Schafe nicht, Schafe kollaborieren nicht mit ihren …

… aber wer Österreich kennt, weiß, in Österreich wird es kommen, wie es in diesem Land nur kommen kann, es wird wieder verlieren, es verliert beim Ballspielen, was kein Malheur ist, aber es verliert auch in der Politik, und das ist eine Katastrophe.

Am 15. Oktober 2017 wird wieder geschrieben werden können, Österreich verliert ein weiteres Mal gegen Frankreich …

Alexander Van der Bellen – Einübung in die Entcourage respektive Postcourage

Alexander van der Bellen - Entcourage - Amtscourage

Es wird mit Blick auf die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich nur noch darauf gezählt werden können, daß die Wählerinnen und Wähler die Courage besitzen, den österreichischen Weg endlich zu verlassen, den nun auch Alexander Van der Bellen beschreitet mit seiner Einübung in die Entcourage.

Eine mündliche Prüfung in Entcourage hat er wohl diese Woche im Akademietheater abgelegt, wie mediale Berichte über seine Aussagen nahelegen.

Schwer hätte er sich damit getan, die FPÖ als „rechte Partei“ zu bezeichnen, vom Ausland aus gesehen möge das so sein, aber in Österreich werde mit solchen Zuschreibungen vorsichtiger umgegangen – vorsichtiger in Österreich heißt: rückgratloser …

Er, Alexander Van der Bellen, führte zugunsten der FPÖ an, sie sei weit davon entfernt, eine „kriegshetzerische Partei“ zu sein … Um vor sich selbst rechtfertigen zu können, für den Fall, eine identitäre Parlamentspartei als Regierungspartei …, ja, da muß mit dem Rechtfertigen schon früh begonnen werden, eine solche Partei schönzureden, mit dem Weithergeholtesten, das je nur zu finden ist.

Hätte er aber statt von Krieg von „Bürgerkrieg“, statt von Hetze von „Herbeireden“ gesprochen, dann hätte er nicht mehr vom guten Weg …

Die „rote Linie“, wird berichtet, sei für Alexander Van der Bellen die „Europapolitik der potentiellen Regierungsparteien“, er sehe die FPÖ diesbezüglich auf „gutem Wege“ … Das Gewissen von Alexander Van der Bellen wird wohl schon jauchzen, es ihm so leicht zu machen, ein gutes Gewissen bleiben zu können, durch das Reduzieren der „roten Linie“ auf eine einzige Sach‘. Und auch die FPÖ wird es ihm leicht machen. Denn ein Europa will auch die FPÖ, aber ein Europa, von dem geglaubt wurde, das sei überwunden, das wolle niemand mehr. Und sonst? Auf was für einem guten Wege die FPÖ ist, der Beispiele gibt es viele … hat nicht eben He.-Chr. Strache ein starkes Grönlandzeichen etwa für Klimaschutz …

Das Bekenntnis schlechthin zur Entcourage hat Alexander Van der Bellen unzweifelhaft mit seiner Aussage, wie sie berichtet wird, abgelegt, mit seiner Unterschrift bestätige ein Bundespräsident lediglich, daß Gesetze verfassungsmäßig zustande kämen … ja, wenn die Gesetzgebungsverfahren ordentlich eingehalten werden, dann kann alles beschlossen werden, wer will dann noch nach den Gesetzesinhalten fragen. Konkret ging es diesmal um das sogenannte Integrationspaket, das er mittlerweile unterschrieben hat, von dem er, van der Bellen, „glaube“, es sei „nicht verfassungswidrig“ … wie schön es sein muß, zu glauben, enthebt es der leidigen Arbeit der Prüfung, erspart Zeit für das Wichtige, Sudoku zu lösen … Und am Wirtshaustisch kann dann immer noch gemeinschaftlich geraunt werden, schicksalsergeben, es sei „kein gutes Gesetz“, aber die da oben, was kann schon gegen die da oben … hier unten käme aber kein Mensch auf die Idee, ein solches Gesetz …

Und, wird berichtet, für Alexander Van der Bellen sei die Hofburg „schon was Spezielles – Hofburg pur – das atmet Maria Theresia“ … nicht nur die Hofburg, wird an den frommen Antiziganismus der Habsburg Maria mit ihrem Sohne gedacht – das ganze Land atmet …

Es will jetzt gar nicht nachgesehen werden, ob er inzwischen gar auch schon Ehrenritter geworden sei …

Die Hofburg riecht aber auch nach Burschenschaft … Alexander van der Bellen ist schon lange unterwegs, Klassensprecher der Entcourage zu werden. Es gibt die Courage, es gibt die besondere Zivilcourage, und es gibt, wie es der Bundespräsident nun lehrt, auch die für das Amt aufgegebene Courage, die Entcourage, die zu seinen Ehren und aus höchstem Respekt vor ihm in seiner nunmehrigen Funktion auch Postzivilcourage oder kurz Postcourage … um keinen Personenkult zu bedienen, den er selbst wohl ebenfalls ablehnt, wurde davon abgegangen, es kurz und knapp Bellencourage zu nennen …

Kurz war gedacht, das Wort Amtscourage zu verwenden, aber das hieße ja, Courage im Amt …

Bleibt nur noch die Frage, wann und wo wird er, van der Bellen, seine Reifeprüfung im Fach Entcourage respektive Postcourage ablegen … im Haus der Heimat, dann eingeladen von der Zeit auf österreichische Traditionsart?

In der Hofburg aber soll es nicht sein, aber das können nur noch die Wähler und Wählerinnen, die auch von anderen mit dem Schönherrichten der FPÖ umgarnt werden, ihm ersparen, damit er nicht eines Tages im endgültigen Ruhestand jammern wird müssen, es sei ihm gar nichts erspart geblieben …

Glücklichen Zeiten entgegen

FPÖ - Glücklichen Wahlzeiten entgegen

Mit der FPÖ guten Wahlzeiten entgegen. Das kann ohne Übertreibung geschrieben werden. Es muß dabei auch nicht auf die Hoffnung gesetzt werden. Denn. Das hat auch die Wahl in dieser Woche in Großbritannien bestätigt. Wer mit der FPÖ verkehrt, wer von der FPÖ bewundert wird: verliert.

1,8 Prozent für UKIP, kein Sitz mehr im Parlament. Eine Partei der Verlierer und Verliererinnen – party of losers.

Marine Le Pen wurde nicht Präsidentin. Front national und sie: Verlierer und Verliererin – party of losers.

Kein berauschendes Wahlergebnis für Gert Wilders. Ein Verlierer – loser.

Und nun waren im Juni 2017 der Spitzenkandidat und die Spitzenkandidatin der AfD in Wien bei Hofer und Strache … wird an die Niederlande, an Frankreich, an Großbritannien gedacht, ein gutes Zeichen für die Wahl in Deutschland, und es wird nach der Wahl in Deutschland geschrieben werden können: party of losers.

Auf diese Art betrachtet, ist die FPÖ durchaus ein Glücksschwammerl, auch wenn nicht wenige bei dieser Partei an einen anderen Pilz in erster Linie denken mögen, ein Glücksschwammerl zwar nicht für die Parteien, mit denen die FPÖ verkehrt und die von der FPÖ bewundert werden, aber das Glück dieser Parteien ist wahrlich kein Anliegen und schon gar nicht eine Herzensangelegenheit …

Beinahe vergessen. Die FPÖ ist für ihre eigenen Kandidatinnen und Kandidaten auch ein Glücksschwammerl: Norbert Gottwald Hofer ist nicht Präsident geworden. Ein Verlierer. Und gemessen an seinen eigenen Ansprüchen ein absoluter Verlierer – loser.

Wenn es so weitergeht, dann wird nach dem 15. Oktober 2017 auch für Österreich eine Collage erstellt werden können: Sitzverteilung im Parlament: FPÖ, identitäre Partei: Null … und geschrieben werden können: Partie der Verlierer und Verliererinnen –party of losers.

Jedoch, bei Österreich bestätigt sich die Befürchtung zuerst. In Österreich wird nicht viel vom eigenen Glück gehalten. Das Lieblingsgericht in Österreich ist doch mehr der Pechpilz …

Kurz an Rußland in der Nacht gedacht

Wird an Putin nur kurz in der Nacht gedacht

Wird an Rußland in der Nacht gedacht, fällt ein, die erst kürzlich gesetzlich verankerte  mildere Bestrafung der häuslichen Gewalt, fällt ein das Christentum, das eben wieder vorprescht, um Abtreibung als Mord wieder zu brandmarken, das Christentum, das gesetzlich verankert wissen will: Abtreibung als Mord …

Es fällt das Rußland ein, in dem Vladimir Putin regiert. Und zu Putin und Christentum fällt Österreich ein, das Österreich, in dem nicht wenige, so die aktuellen Meinungsumfragen, für einen Christen sich erwärmen, einen Christen als Bundeskanzler sehen würden wollen, der viel von christlichen Werten hält, und es

„mit, nicht gegen“

 Vladimir Putin halten will.

Oh, es sind schon jene zu hören, die jetzt sofort sagen werden, daß seien doch Orthodoxe, das seien doch Fundamentalistische, da müsse unterschieden werden, das könne nicht so verkürzt Christentum genannt werden. Nun, was für den Islam recht, kann für das Christentum nur billig sein. Wer unterscheidet in der breiten medialen und breiten öffentlichen Debatte die verschiedenen Strömungen im Islam? Es heißt kurz und schlicht: Islam. So darf es auch einfach kurz heißen: Christentum.

Ein Kirchenvertreter, ist aktuell im Mai 2017 zu lesen, habe die Duma aufgefordert, den „Schwangerschaftsabbruch mit Mord“ gleichzusetzen, und er verteidige die „Prügelstrafe als Teil ebenjener christlichen Werte“ … Und weiter und wieder: „Es ist unzulässig, wenn die traditionelle Erziehung in christlichen Familien verboten wird und die Kinder den Eltern gleichgestellt werden“, sagte er. Den Eltern zu verbieten, ihre Kinder mit körperlicher Züchtigung zu erziehen, verstoße gegen die Heilige Schrift, so der Klostervorsteher. 

Wiedergänger über Wiedergängerinnen … es fällt ein Gedicht ein, das hochgerühmt, das zu feierlichen Anlässen … und es wird gedacht, lange vor diesem Gedicht, lange vor der Zeit, auf die in diesem Gedicht … lange davor hätte ein Gedicht geschrieben werden müssen, deren ersten Zeilen hätten lauten können und müssen:

|Schwarze Bücher der Frühe|wir beten sie abends|wir beten sie mittags und morgens|wir saugen sie nachts|wir saugen und saugen|wir
saugen sie ein|wir saugen sie aus|wir schlagen Gräber in Alphabete|da liegen wir bequem|

Ein Gedicht, das keines Titels bedarf. Zum leichteren Auffinden aber verschlagwortet werden könnte, mit „Heilige Schriften“ oder „Todesfugen“ …

Todesfuge - Heilige Schriften

 

Der Streik der Wähler und Wählerinnen

Wiener Rundschau. Vorbemerkung der Redaction. Dieser Aufsatz von Octave Mirbeau wurde während der letzten Wochen in Zehntausenden von Exemplaren durch ganz Frankreich colportirt. Vor den Neuwahlen rüsten sich in Frankreich nicht nur die Politiker, sondern auch die Antipolitiker. – Man wird diese unbedingte Negation der Politik bei uns vielleicht sehr unzeitgemäss finden, aber in Frankreich deuten so viele Anzeichen, unter Anderem dieses Manifest, auf die Ermattung des politischen Sinnes hin. Diese Erkaltung des politischen Interesses bedeutet vielleicht gleichzeitig eine Renaissance des religiösen Empfindens. Unter anderen Symptomen weist auf diese Entwicklung auch der Schluss der Mirbeau’schen Proclamation hin. D. R.

Etwas kommt mir sehr seltsam vor – ich wage nicht zu sagen, dass ich darüber bestürzt bin – dass nämlich heutzutage, in der Stunde, wo ich dies schreibe, nach den unzähligen Erfahrungen, nach den täglichen Scandalaffairen, in unserem »theuren« Vaterlande (wie man in der Budgetcommission zu sagen pflegt) noch ein Wähler, ein einziger Wähler existiren kann, ein so unberechenbares, unorganisches, verblendetes Thier, welches darin einwilligt, sich in seinen Geschäften, Träumen und Vergnügungen stören zu lassen, um zu Gunsten irgend eines Anderen für irgend etwas zu stimmen. Ist dieses überraschende Phänomen – wenn man nur einen Moment darüber nachdenkt – nicht darnach angethan, um die scharfsinnigsten Philosophien zu zerstören und alle Raison zu beschämen? Wo ist der Balzac, welcher uns die Physiologie des modernen Wählers gibt? Und der Charcot, welcher uns die Anatomie und den Geisteszustand dieses Unheilbaren aufdeckt?

Ich begreife, dass ein Hochstapler noch immer Actionäre findet, ich begreife, dass die Censur noch ihre Vertheidiger findet, ich begreife, dass historische Dramen geschrieben werden. – Aber dass ein Abgeordneter oder ein Senator oder ein Minister oder wer immer unter all den sonderbaren Hanswursten, die eine gewählte Function beanspruchen, einen Wähler findet, will sagen: ein so unglaubliches Wesen, einen so unwahrscheinlichen Märtyrer, welcher ihn von seinem Brod ernährt, von seiner Wolle kleidet, von seinem Fleisch mästet, mit seinem Geld bereichert, mit der einzigen Perspective, zum Dank für diese Verschwendung späterhin ignorirt oder mit höflichen Fusstritten bedacht zu werden – wahrhaftig, das überschreitet die pessimistischesten Begriffe, die ich mir bisher über die menschliche Dummheit gemacht habe!

Wohlverstanden, ich spreche hier vom aufrichtigen, überzeugten Wähler, vom theoretischen Wähler, von dem armen Teufel, welcher sich einbildet, die That des freien Bürgers zu vollbringen, seine Souveränität zu demonstriren, seiner Meinung Ausdruck zu geben, politische Programme und sociale Forderungen – o bewunderungswürdige und betrübende Narrheit! – durchzusetzen. – Nicht vom Wähler, der in sich diesen Sachen »auskennt« und darüber moquirt. Die Souveränität dieses »Wissenden« besteht darin, auf Kosten des allgemeinen Wahlrechtes zu wohlgefüllten Taschen zu kommen. Der ist hier in seinem wahren Element, für dieses eine Moment interessirt er sich aus Geschäftsinteresse, das Uebrige ist ihm gleichgiltig. Er weiss, was er will. Aber die Anderen?

Ach ja, die Anderen! Die Ernsthaften, die Unerbittlichen, die Herren »Souveränes Volk«, Jene, welche zu einer Art Trunkenheit kommen, wenn sie sich ansehen und sagen : »Ich bin Wähler. Nichts geschieht ohne mich. Ich bin die Grundlage der modernen Gesellschaft.« – Wieso existiren noch Leute von solcher Beschaffenheit? So eingenommen, so sicher, so paradox sind sie, wie kommt es, dass sie nicht entmuthigt werden, nicht beschämt vor ihrem Werke stehen? Wie kann es kommen, dass noch irgend ein guter Kerl, meinetwegen aus dem verstecktesten Gebirgsnest, so stupid, so unverständig, so blind und taub gegenüber den Thatsachen ist, um noch weiss oder schwarz, oder roth zu wählen, ohne bestochen, ohne betrunken worden zu sein?

Welchem wunderlichen Gefühl, welcher mysteriösen Suggestion muss dieser denkende Zweifüssler gehorchen, der von einem starken Willen getrieben ist, von dem man etwas verlangt und der es thut, stolz auf sein Recht, überzeugt, dass er eine Pflicht erfüllt, wenn er in eine Wahlurne irgend einen Zettel legt, was immer er auch darauf­ schreibt? …

Was muss er sich wohl innerlich sagen, wenn er sich diese extravagante Handlung rechtfertigt oder wenigstens klarmacht? Was erhofft er? Denn schliesslich, um einzuwilligen, dass er sich einigen geschwätzigen oder habgierigen Herren ausliefert, die ihn benützen und bedrücken, muss er sich doch irgend etwas sagen, irgend etwas erhoffen, was wir nicht vermuthen. Er muss irgend welchen cerebralen Verirrungen erliegen, der Gedanke »unser Abgeordneter« muss irgend welche Ideen von Wissen, Gerechtigkeit, Aufopferung, von Arbeit und Redlichkeit auslösen. Es muss wohl schon in den Namen von Kurz oder Sobotka, oder Doskozil oder wie sie anderswo heissen, ein specieller Zauber liegen. Eine Fata morgana muss wohl in diesen Namen liegen, Verheissungen künftigen Glücks und baldiger Heilung. Und das ist wirklich erschreckend. Nichts dient da zur Lehre, weder die burlesken Comödien noch die finsteren Tragödien des Parlamentarismus.

Und dennoch hat, so lange die Welt besteht, die Gesellschaften sich folgen und ablösen – eine gleicht der anderen -stets nur eine Thatsache die Geschichte beherrscht: Der Schutz der Grossen, die Zerschmetterung der Kleinen. Kann der naive »Mann aus dem Volke« nicht dahin kommen, zu verstehen, dass es nur eine Raison in der Weltgeschichte gibt, das ist: Sich opfern für eine Menge von Dingen, die er niemals geniessen wird, sich opfern für politische Combinationen, die auf ihn gar nicht achten.

Auch die Schafe gehen ins Schlachthaus, aber sie wählen wenigstens nicht den Schlächter, der sie tödten, den Bourgeois, der sie verzehren wird. Sie sagen nichts, sie hoffen nichts. Mehr Schaf als die Schafe, ernennt der Wähler seinen Schlächter und wählt seinen Bourgeois. Für dieses Recht hat er Revolutionen gemacht.

O Leser, unsagbarer Schwachkopf, armer Teufel, wenn Du statt den absurden Honigreden anzuhängen, welche Dir jeden Morgen für einen Cent in schwarzen oder weissen oder rothen Blättern verkauft werden, wenn Du, anstatt den eingebildeten Schmeicheleien, womit man Deine Eitelkeit verzärtelt, wo man vor Deiner jämmerlichen Souveränität auf den Füssen liegt, wenn Du Dich, statt in die unbeholfenen Betrügereien der Wahlprogramme vor Deinem Kamin in irgend einen ernsten Denker vertiefen würdest, vielleicht würdest Du da erstaunliche und nützlichere Dinge erfahren, vielleicht würdest Du dann weniger rasch Deinen schwarzen Gehrock und Deine würdevolle Miene aufsetzen, um zur verderblichen Wahlurne zu eilen, wo Du im Vorhinein – welchen Namen Du auch hineinlegst – die Dienste eines Anderen besorgst. Diese Denker würden Dir sagen, dass die Politik ein ungeheurer Schwindel ist, dass dort jede wahre Erregung verhöhnt, jede einfache Vernunft verlacht wird und dass Du dort gar nichts zu suchen hast, Du, dessen Rechnung im grossen Buch der menschlichen Geschicke besiegelt ist!

Träume danach, wenn Du willst, von lichtvollen Paradiesen, von unmöglichen Brüderlichkeiten, von unwirklichen Glückszuständen. Träumen thut wohl, es besänftigt das Leiden. Aber menge nie den Menschen in Deinen Traum, denn wo der Mensch in Action tritt, ersteht Schmerz, Hass, Mord. Erinnere Dich besonders, dass die Leute, welche um Deine Stimme ansuchen, unhonnete Leute sind, die mehr versprechen, als sie halten, als sie zu halten Macht haben. Der Mensch, den Du erhebst, repräsentirt nicht Dein Elend, nicht Deine Sehnsucht, nichts von Dir. Er repräsentirt nur seine eigenen Leidenschaften, seine eigenen Interessen, die den Deinen entgegengesezt sind. Also, kehre heim, guter Junge, und mache dem allgemeinen Wahlrecht Streik. Du hast nichts dabei zu verlieren, sage ich Dir, und vielleicht macht es Dir eine zeitlang Vergnügen. Auf der Schwelle Deines Hauses sitzend, das den politischen Hausirern verschlossen bleibt, lass das Gedränge an Dir vorbeidefiliren und rauche in Ruhe Deine Pfeife.

Und wenn in irgend einem verborgenen Winkel ein Mensch lebte, fähig, Dich zu leiten und zu lieben, lass Dir’s seinetwegen nicht leid thun. Er wäre auf seine Ehre zu eifersüchtig, um sich in den schmutzigen Streit der Parteien zu mengen, zu stolz, um von Dir ein Mandat zu verlangen, welches Du sonst der cynischen Grosssprecherei, der Beschimpfung und der Lüge gewährst.

Deshalb sag‘ ich Dir, mein Junge, kehre heim und streike!

Der Streik der Wähler und WählerinnenAch! Oh! Wie vieles muß besser werden, nicht nur im Straßenverkehr, auch in der Politik, im Gesellschaftlichen insgesamt, muß gedacht werden, während der Fahrt über das Land an diesem ersten Mai, am Beifahrersitz vertieft in den Essay des auf der Rückbank Schlafenden, vielleicht auch erschöpft von seinen Erzählungen über die Fauna der Landstraßen … muß wieder einmal gedacht werden, wie vieles muß, alles muß besser werden, die Zuversicht darf nicht aufgegeben werden, die Menschen werden sich ändern, sie haben das Potential dazu … einst werden sie nicht mehr freiwillig in das Schlachthaus gehen und freiwillig ihre Schlächterin wählen, wie die armen Schafe, die je nicht freiwillig in das Schlachthaus gehen, noch ihren Schlächter wählen.

Kurz Grasser oder Franz …

Sebastian Kurz- Christliche Sodilarität

Die letzten Aussagen von Sebastian Kurz werfen endgültig ein recht weißes Licht auf seine christschwarze Partei, kurz und sobotka gesagt, die ÖVP ist nun zu einer Gebärmaschine von FPlerinnen mutiert.

Den ersten, den sie gebar, ist Sebastian Kurz.

Vor ein paar Jahren mußte sie FPLer noch adoptieren. Sie werden sich noch, vielleicht an Karl-Heinz Grasser oder an Marcus Franz erinnern. Der eine war auch einmal in der ÖVP für die ÖVP im Gespräch: als Vizekanzler und als Parteiobmann. So wie jetzt eben Sebastian Kurz im Gespräch ist, als Parteiobmann.

Er, Kurz, kann, kaum in die Politwelt geworfen, schon reden als FPler: „NGO-Wahnsinn“, „Systemwechsel“ …  So viele Kombinationen mit „Wahn“ und mit „System“ sind von der identitären Parlamentspartei her bekannt.

Erschreckend dabei ist aber,

Sebastian Kurz kann stolz auf sich sein, für Uncut-News ist er ein „forscher Außenminister“

wie recht für Sebastian Kurz geworben wird.

Auch mit Umfragen. Ob er, Kurz, daran ganz unbeteiligt ist, daß es diese ungewöhnlichen Umfragen gibt? Es wird nun seit einiger Zeit abgefragt, wie würde die ÖVP mit einem Parteiobmann Kurz abschneiden. Es ist nicht erinnerlich, daß je noch vor diesem von der ÖVP gezeugten FPler abgefragt wurde, wie würde eine Partei mit ihrem Obmann und zugleich wie würde diese Partei mit einem anderen Obmann in Wahlen abschneiden.

Und das Erschreckendste daran ist, die ÖVP würde mit einem Obmann, der nicht Mitterlehner ist, sondern mit dem von ihr gezeugten FPler, in einer Nationalratswahl stärkste Partei werden.

Absolut erschreckend, wie viele in diesem Land die Sicht von dem gezeugten FPler teilen, was „christliche Solidarität“ … Kurzsche Solidarität aber ist Nullsolidarität. Eine Lektion in Solidarität erhielt dieser erst vor kurzem …

Unterrichtsstunde für Sebastian Kurz

sigmar-gabriel-sebastian-kurz-lehrer-und-schuler

Auch von eigenen Kindern kann der Mensch sich trennen, wenn deren Vernunft alles andere als Vernunft gebiert, sondern … Die ÖVP hat Erfahrung mit Kindesweglegung. Wenn etwa an das dann rasch wieder losgewordene zur Pflege übernommene …

Der für NR Marcus Franz unfaßbare Tod des Udo Ulfkotte