Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

Kurz zu Alexander Surowiec

Würde Alexander Surowiec nicht schon gekannt werden, wäre die Verlockung groß, genau zu lesen, was er beispielsweise unter der Schlagzeile „Rising Star“ am 1. Oktober 2017 schreibt. Doch schon beim Überfliegen hängengeblieben bei:

„Was die Redaktion von alles roger nicht wusste: Seit einem dreiviertel Jahr recherchiert Fass ohne Boden unter dem internen Operationsnamen „Rising Star“ an dem Firmengeflecht und deren Protagonisten. 

In einer mehrmonatigen Recherche bohrte sich das Team von Fass ohne Boden durch das Firmennetzwerk, befragte heimische Start-Up Größen, erhielt Auskünfte von Rechtsanwälten in der Schweiz und Wien, führte Hintergrundgespräche mit Journalistenkollegen, suchte den Kontakt zu IT-Technikern, sprach mit politischen Vertretern diverser Couleur und tat noch mehr.

Mehrwöchige Observationen, früh, mittags und abends, mit Ex-Militär-Angehörigen wie militärische Aufklärer und Ex-Jagdkommando-Soldaten, einer Einschleusung in „Team Wallraff“-Manier bei einem Event sowie eine Recherchereise nach Zürich und Dietikon, gaben einen Einblick, wie die heimische Start-Up-Szene tickt und funktioniert.“

Das ist Alexander Surowiec. Wie er gekannt wird. Wozu das Übrige noch genau lesen. „Bei einem Event in ‚Team Wallraff…“ — „Einschleusung“ bei einer Veranstaltung … was für eine Verkennung der Arbeit von Günter Wallraff. Deshalb, weil es eine Beleidigung gewesen wäre, wurde nicht der Titel gewählt: Kurz etwas zu Alexander Surowiec, dem …, sondern: dem Xandl Raff aus Liesing. Schon den Vornamen von Günter Wallraff hierfür zu nehmen, wäre eine Beleidigung von Herrn Wallraff. Xandl Raff paßt auch recht. Denn. Er, Surowiec, rafft zusammen, was er zusammenraffen kann, und meint, er hätte etwas Brauchbares, Verwertbares …

Also alles nicht erwähnenswert. Bis auf die Methoden dieses Mannes aus der ÖVP, kurz gesagt: …! Aber nicht überraschend. Mit wem er verkehrt. Das kann mit Blick auf die Zeit nach dem 15. Oktober 2017 schon als Vorgeschmack auf eine Koalition von ÖVP und FPÖ … auf der kleinsten Ebene, kurz gesagt, probiert Alexander Surowiec diese seit geraumer Zeit, wie nachgelesen werden kann:

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Alexander Surowiec war vor einem Jahr so freundlich, schriftlich mitzuteilen, worüber er in Linz referieren wird, nämlich über „Alternative Medien“:

Europäisches Forum Linz: Um Bares geht’s den „Verteidigern Europas“

Ob das Publikum sich dabei fadisiert hat? Immerhin waren dort jene vertreten, die ohnehin wissen, was „Alternative Medien“ sind, genauer, die ohnehin die Methoden kennen, auch wenn sie nicht wissen, was alternative Medien sind, und mehr als seinen Methodenkoffer wird er ihnen wohl nicht geöffnet haben können, in Linz, dem Vorort von Braunau.

Kurz hätte es werden sollen. Damit es nicht länger wird, nur noch der kurze Hinweis auf ein paar Kapitel. Kurz etwas zum Xandl Raff aus Liesing ist es doch geworden. Denn. Es geht weit über ihn hinaus, er ist doch nur so etwas wie Anhalter am Straßenrand, der zwar gesehen wird, aber … oder wie ein Tür-zu-Tür-Verkäufer, dem aus Erbarmen gerne etwas abgekauft werden würde, aber in seinem Bauchladen oder in seinem Plastiksackerl – der Arme, nicht einmal einen richtigen Präsentationskoffer bekommt er –, hat er, kurz gesagt: nichts Brauchbares, nichts Nützliches …

„Fass ohne Boden“-Visionär Surowiec: „Fette weg von der Straße“

Österreichisches Faß ohne Boden des Europäischen Forum Linz

Oben gegen Oben und gemeinsam gegen Unten

Was die Nationalratswahl bringen wird: Vergangenheitsverfestigung

Es wird von Richtungsentscheidung gesprochen. Im Zusammenhang mit der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017. Veränderung

Eine Entscheidung wird es nicht sein. Es wird eine Wahl sein. Es ist aber eine arme Konsumwahlwelt in Österreich. Obgleich es in den Regalen mehr gibt als nur drei Produkte, sehen österreichische Konsumierende in den Regalen nur drei Produkte, und sie jammern darüber, sie bemitleiden sich selbst, daß es nur drei Produkte gibt, zwischen denen sie wählen können. Und sie greifen, das erzählen die Umfragen, nur nach dem, was sie sehen. Freilich lassen sie sich dabei massiv leiten, durch eingeschaltete Schweinwerfer, die aber bloß auf diese drei gerichtet sind, bloß diese drei mit voller Leuchtkraft ausstrahlen.

Es wird soher eine Wahl sein als bloße Vergangenheitsverfestigung.

Weit mehr als eine Vergangenheitsverfestigung, es wird eine Vergangenheitsverklumpung.

Allegorie der Vergangenheit

Wilhelm Frass - Am Modenapark - Neulinggasse - Josef Müllner

Ist es nicht nazifreundlich, etwa in Wien, den Figuren von Wilhelm Frass weiter den Blick auf eine Figur seines Gesinnungskameraden

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

Josef Müllner zu ermöglichen? Am Modenapark im dritten Bezirk.

Wilhelm Frass ist jener Künstler mit dem versteckten und erst nach 77 Jahren aufgefundenen oder erst nach 77 Jahren gewollt aufgefundenen Gesinnungshuldigungsbrief an die Nazidiktatur in der Krypta am Heldenplatz. Und auch hier am Heldenplatz darf sich eine Figur von Wilhelm Frass daran erfreuen, in unmittelbarer Nachbarschaft Figuren seines Gesinnungskameraden Josef Müllner zu wissen: den Jüngling beim Theseus-Tempel, den Wehrmann in Eisen …

„Wehrmann in Eisen“, Josef Müllner und das tourismusgerecht zugerichtete Wien

Von Wilhelm Frass stehen noch viele Figuren in Wien, vor allem in Floridsdorf.

Ist es nicht nazifreundlich, der Figur von Josef Müllner die Sicherheit zu geben, hinter ihr stehen unerschütterlich die Figuren seines Gesinnungskameraden Wilhelm Frass? Am Modenpark.

Weder die Figuren von Wilhelm Frass noch von Josef Müllner sind beschmiert mit „Nazidreck“. Wie erst geschehen

Kurt Weiss, Österreich und die folgenreichste politische Bildung der Welt

mit Wandfresken von Kurt Weiss in Kärnten, St. Kanzian. Und das hat seine Richtigkeit. Wie zu Kurt Weiss bereits ausgeführt. Denn. Wie kann ein Stil als „Nazidreck“ bezeichnet werden, wenn einem Stil weiterhin gefrönt wird, als es keine Nazidiktatur mehr gab? Ebenso verhält es sich mit Frass und Müllner. Sie schufen ihre Figuren auch schon, als es noch keine Nazidiktatur gab. Vor der Nazidiktatur wie nach der Nazidiktatur also. Vor der Nazidiktatur gab es den Ständestaat. Und vor dem Ständestaat schufen sie bereits ihre Figuren auch. Weder Frass noch Müllner waren in den Diktaturen unerwünscht. Ganz im Gegenteil. So könnten ihre Werke generell mit „Faschismusdreck“ beschmiert werden.

Nach 1945 gab es weder einen Ständestaat noch eine Nazidiktatur, aber weiter diesen Stil. Wenn wer all diese in Österreich vorhandenen Figuren beschmieren wollte, müßte wohl schmieren: „Österreichdreck“.

Von Josef Müllner heißt es, eine Straße sei erst 1983 nach ihm benannt worden. In Baden. Es gibt in Baden diese Straße, jedoch der Vorname von Müllner ist nicht korrekt geschrieben. Also nicht Josef-, sondern Joseph-Müllner-Straße. Der Grund hierfür kann nur spekuliert werden. Entweder als Verschleierung, um nicht gleich den Namensgeber einwandfrei identifizieren zu können, oder als Veredelung. Joseph wirkt doch gleich viel edler, als Josef, wie so viele Knechte hießen und dann schlicht Seppl gerufen wurden. Aber einen Joseph Sepp zu rufen, das fiele keinem Menschen ein. Es ist nicht in Erinnerung, ob etwa der Habsburg Joseph je Seppl – für den es gerade in Baden zahlreiche Benennungen …

Nebenher bloß sei noch eine Straße erwähnt, die Gottfried-Keller-Gasse (die beim Modenapark in die Neulinggasse mündet, von wo aus die Figuren von Müllner und Frass direkten Blick in diese Gasse haben), weil Gottfried Keller erst vor wenigen Tagen wegen seiner Kleider-machen-Leute-Novelle erwähnt wurde, und diese besondere Kleidung gehört wohl unbedingt dazu, wenn von solchen Figuren gesprochen wird: Arabella Kiesbauer schmiert Visionshonig um den Trachtenbart …

Und in Baden ist auch das Haus, von dem bereits berichtet wurde, wie Kurt Weiss nach der Nazidiktatur … Ein Kriegerdenkmal von Müllner in Baden, und wenn diese Figur im Niederösterreichischen sich umsieht, für sie reine Freude, Krieger von seinem Gesinnungskameraden reihum, von St. Pölten bis Böheimkirchen … In Böheimkirchen ist es eine Säule mit einer Sebastian-Figur …

Von Wilhelm Frass heißt es, er sei ein vielbeschäftigter Künstler während des Ständestaates, also während der Diktatur, während des Austrofaschismus gewesen und gleichzeitig bereits ein Mitglied der NSDAP, also nach den Gesetzen der feudal-christlichen Diktatur ein Illegaler. Zu oft, das ist aus der Geschichte zu erfahren, stellt sich erst im Nachhinein, wenn es zu spät ist, heraus, was ein Mensch wirklich ist …

ÖVP-Kurz - Allegorie der Vergangenheit

Ob es nun „Nazidreck“ ist, ob es nun „Faschismusdreck“ ist, ob es nun „Österreichdreck“ ist, das ist eine unerhebliche Frage. Und nichts ist mit einem der drei Wörter zu beschmieren. Drei Wörter, die für nichts zu gebrauchen sind. Interessant ist vielleicht die Frage, wie wirkt eine solche Kunst, die heute noch auf so vielen Plätzen in Österreich aufgestellt ist, auf die heute lebenden Menschen in Österreich?

Gerade die Wahlplakate von Sebastian Kurz lassen sehr an diese Ästhetik denken. In Anlehnung an einen Titel von Wilhelm Frass könnte vor allem ein Plakat von Kurz genannt werden: Allegorie der Vergangenheit. Offenbart diese Ästhetik nicht bereits die gesamte Ethik und den gesamten Inhalt von ÖVP-Kurz?

Bei der identitären Parlamentspartei, die nun von vielen zu einer identitären Regierungspartei gemacht werden will, nach dem 15. Oktober 2017, sind keine Fragen zu stellen, bei dieser Partei ist es offensichtlich. Und es bedarf keiner Wiederholung mehr des Geschriebenen, in dem von einem weiteren Bildhauer aus der Vergangenheit …

Als wäre es ihr ein von der Vorsehung diktierter Auftrag …

Und was für eine Wirkung hat eine solche Kunst, wie es modern heißt, im öffentlichen Raum auf Künstler heute? Es gibt auch heute Künstlerinnen, die in der Tradition der Karls-Kunst stehen. Womit nicht ihre Kunst

Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit

Was wichtig ist, das offene Ohr von Sebastian Kurz

gemeint ist, sondern ihr Verhalten, sich in den Dienst von allen zu stellen, die ihnen Aufträge erteilen oder doch irgendwann erteilen könnten. Wie ebender Magazineur Karl von Merz und Qualtinger, der alles war, was die Zeiten von ihm abverlangten und ihm etwas, wenn auch nicht viel, einbrachte. Sie schreiben die Karls-Kunst weiter. Die vielen, vielen Künstler und die wenigen Künstlerinnen von damals geben ihnen wohl die Sicherheit, auch sie werden einst mit Nachsicht bedacht werden, auch sie werden mit Großzügigkeit rechnen dürfen, sofern sie …

Ja, die österreichische Gesellschaft ist stets großzügig, nicht nur Künstlerinnen gegenüber, sondern auch Wissenschaftlern, wenn sie …

Sebastian Kurz wählt am 15. Oktober 2017 neuen politischen Stil: also nicht schwarz, nicht rot und nicht blau

Es sei also für ÖVP-Kurz die Wahl am 15. Oktober 2017 eine „Volksabstimmung“, ob in Österreich ein „neuer politischer Stil“ gehabt werden wolle.

Das heißt, er wird, wenn er das wirklich will,

Rot-Blau-Schwarz am 15.10.2017 zu wählen, heißt, Demokratie der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zu wählen.

weder schwarz noch blau noch rot wählen.

Nebenbei. Bisher wurde stets gedacht, Wahlen sind Wahlen über Inhalte. Für Sebastian Kurz sind also Wahlen Volksabstimmungen über Stil. Was ist Stil? Verschleierung der Inhaltslosigkeit.

Er, Kurz, wird aber, das ist zu erwarten, doch sich selbst wählen. Denn einen „neuen politischen Stil“ zu wählen, also nicht die Parteien mit den Farben schwarz, blau, rot, hieße, Inhalte zu wählen, die ein neuer politischer Stil sind, und das ist für ihn doch eine Herausforderung als Überforderung.

Und es ist wohl auch allein das schon eine Überforderung, den Stil zu wechseln, in dem er aufgewachsen ist. Ein Stil, der gerade in diesen Tagen, seine Vornehmheit zur Schau stellt und vorneweg …

Nebenbei, aber zugehörig. Wie zu lesen ist, sei Sebastian Kurz im „Grenzland“ gewesen. In Spielfeld. Jetzt noch von „Grenzland“ zu schreiben, wie diese Tageszeitung, mutet befremdend an, wie aus einer Zeit, als diese Provinz „südliches Bollwerk“ war gegen … und also nicht Teil der Europäischen Union — —

Nebenbei. aber zugehörig zu „Volksabstimmung“ und „Grenzland“ … Wird von Sebastian Kurz noch vor dem 15. Oktober 2017 zu vernehmen sein?

Wahl am 15. Oktober ist Eintritt in die Volksarmee. 

Denn. Was wäre das für ein „Grenzland“, in dem Wahlen „Volksabstimmungen“ sind, ohne „Volksarmee“?

Übrigens. Von Nigel Farage stammt „Volksarmee“ und die Deutung von Wahlen als Eintritt in die „Volksarmee“.

EU-Wahl heißt für den von He.-Chr. „Strache bewundert[en] UKIP-Chef“ nicht zu wählen, sondern in die „Volksarmee“ einzutreten

Von einem Millionär also. Und auch Sebastian Kurz nimmt doch nur Anleihen bei den Erfolgreichsten …

Wie beispielsweise bei „Jetzt. Oder nie.“

ÖVP-Kurz - Wahlen im Grenzland sind Volksabstimmungen

 

 

Warum und Darum.

ÖVP - Kurz - Dabei einfach skrupellos

Es kann nun immer mehr verstanden werden,

Als Sebastian Kurz Tal Silberstein so gar nicht kennen will

weshalb ÖVP-Kurz sich dermaßen wehrte, je mit Tal Silberstein zusammengetroffen zu sein, je mit Tal Silberstein gesprochen zu haben.

Am 2. Oktober 2017 war noch ein „Warum“ zu schreiben, warum also Sebastian Kurz Tal Silberstein so gar nicht kennen will. Nur fünf Tage später kann nach der Berichterstattung über Tal Silberstein, Peter Puller und ÖVP als Antwort auf dieses Warum ein „Darum“ geschrieben werden.

Kurz Sebastian - Tal Silberstein - Warum - Darum

So wird es verständlich, daß Sebastian Kurz nicht mit Tal Silberstein in Verbindung gebracht werden will, wenn gerade sein Sprecher Gerald Fleischmann in Verbindung ist mit …

Kurzens Sprecher ist also in Verbindung mit Peter Puller, der mit Tal Silberstein … während also der Sprecher von Sebastian Kurz ein Honorar anbietet, gibt Sebastian Kurz eine Charakterstudie ab: „Es gibt einfach Menschen, die skrupellos sind.“

Bemerkenswert ist neben dieser seiner Charakterstudie seine Feststellung: „Tal Silberstein ist sicherlich einer der Besten und Teuersten, die man weltweit anmieten kann.“

Tal Silberstein muß tatsächlich sehr teuer sein, so teuer, daß ihn sogar Neos „anmieten“ konnte, für einen Gemeinderatswahlkampf … Neos muß also eine der reichsten Parteien der Welt sein, wenn sie sich sogar für einen Gemeinderatswahl einen der „Teuersten“ leisten … Woher kennt Sebastian Kurz die Preise? Tal Silberstein sei „sicherlich einer der „Besten“, sagt Kurz. Und was die „Besten“ kosten, das will doch gewußt werden, vor allem einfach von Menschen, die unter sich die „Besten“ scharen wollen …

Nach welchen Kriterien Sebastian Kurz wohl Menschen als die „Besten“ anerkennt“? Etwa Tal Silberstein. Von dem Josef Cap sagt, er hätte ihm nicht alle Türen geöffnet, und er nennt dafür schlicht und kurz einen Grund: „Ich halte fachlich nichts von ihm.“

Das Programm von ÖVP-Kurz.png

Bemerkenswert ist neben dieser seiner Charakterstudie und seiner Einschätzung der „Besten“ seine Feststellung: „Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird.“

„Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird“. Das sagt Sebastian Kurz.

Das kann ein jeder Mensch in Österreich sagen, bis auf einen Menschen, Sebastian Kurz:

„Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird.“ 

Denn. Sebastian Kurz bewirft die Menschen „von vorne bis hinten mit „Dreck“.  Es ist der „Dreck“ des Neides, es ist der „Dreck“ der Aufrechnung, es ist der „Dreck“ der Spaltung. Es ist der „Dreck“ des Einlullens.

Es muß dabei gar nicht darauf eingegangen werden, wie weit seine Fakten und Daten einer Überprüfung tatsächlich standhalten. Das Wesentliche dabei ist: Nicht ein einziges Mal war von Sebastian Kurz zu hören die Forderung nach höheren Löhnen und Gehältern. Von Sebastian Kurz ist das je nicht zu hören. Von Sebastian Kurz ist immer nur zu hören, wie viel Menschen, die nach Österreich kommen, Geld erhalten, so viel Geld nämlich, das Menschen, die in Österreich „sogar hart arbeiten“ nicht einmal verdienen.

Das ist das ganze „Dreck“-Programm von ÖVP-Kurz.

Keine Forderung, kein Eintreten für höhere Löhne und Gehälter, dafür aber immer und überall vorhalten, wie viel andere bekommen. Statt für höhere Löhne und Gehälter einzutreten, immer und überall das Aufstacheln gegen Menschen. Stimmung zu machen gegen Menschen, Stimmung dafür zu machen, Menschen das Wenige noch wegzunehmen. Das ist das gesamte „Dreck“-Programm von ÖVP-Kurz: Menschen mit niedrigen Löhnen und Gehältern sollen weiter Menschen mit niedrigen Löhnen und Gehältern sein, und sie haben ÖVP-Kurz dankbar zu sein, weil ÖVP-Kurz nimmt dafür, daß sie niedrige Löhne und Gehälter haben, ja auch anderen alles weg.

Das ist das ganze Friß-und-brenn-Programm von ÖVP-Kurz:

Recht kurzes Experiment: Wählende kippen feudal-christliches Flic-Programm Friß und brenn! bereits am 15. Oktober 2017

’s ist alles uralt, da Anzug is gwoschn halt.

ÖVP mit Kurz: Jetzt und immer nie!

Vom Senkungswillen des Sebastian Kurz

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Erdäpfelschalen statt Butter aufs Brot

Sebastian Kurz kann nicht Zukunft.

 

Wilfried Grießer: „Andere Länder mehr Flüchtlinge aufnehmen als Ö und D.“

Zu Ihrem Blogeintrag https://pronoever.com/tag/wilfried-griesser/ vom 23.9.17 nur so wenig:
Ich zitiere aus dem Blogeintrag: „Wenn allein bedacht wird, in welchen Ländern der Erde die meisten Menschen aufgenommen werden, also millionenfach mehr als in Österreich oder in Deutschland, somit in Ländern, die nicht mehrheitlich christlich sind und die nichts mit dem „3. Reich“ zu tun haben, also in dieser Hinsicht keine „Schuld“ aufzuheben haben …“
Ja, es stimmt, dass andere Länder mehr Flüchtlinge aufnehmen als Ö und D. Bloß: Einen derartigen „Hype“ um die Ankommenden wie in Ö und insbesondere D gab es sonstwo (z.B. Türkei) nicht, wie z.B. frenetisches Beklatschen und Schwenken von „Welcome“-Plakaten auf Bahnhöfen usw.
Vornehmlich diesem Hype galt meine Interpretation – und der scheint viel mit der deutschen Geschichte zu tun zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Wilfried Grießer
(derzeit nicht einmal an Kinn und Wangen rasiert).

Es wird nicht gewußt, ob Wilfried Grießer sich eine Antwort auf seine E-Mail vom 5. Oktober 2017 erwartet, aber seine Antwort ist doch eine, die als Ergänzung zum Kapitel gehört. Also eine von öffentlichem Interesse.

Dies ist auch nicht wichtig, welche Erwartungen Wilfried Grießer hat. Und es will nicht überlegt werden, welche Antwort ihm und vor allem zu welchem Zweck …  Wesentlich ist zu wissen, seine Reaktion ist aufzunehmen, als Ergänzung …

Weil. Bemerkenswert an dieser seiner Reaktion doch ist, das Eingeständnis, andere Länder nehmen mehr Flüchtlinge auf, und wohl auch, deutsche und österreichische Geschichte als „deutsche Geschichte“ zusammenzufassen. Und es ist lediglich eine „Interpretation“ von ihm. Wie anders hingegen klingt doch die sommerfeldsche Ankündigung seines Ares-Buches. Es wäre wohl, muß dabei gedacht, viel gewonnen, würde es im öffentlichen Reden und Schreiben ebenso zurückhaltend und bescheiden zugehen.

Und noch eines ist an seiner Antwort bemerkenswert. Wilfried Grießer erhebt nicht den geringsten Einwand, „FPÖ-Kandidat“ genannt zu werden. Damit erhebt sich noch einmal die Frage nach dem Wert von freiheitlichen Handlungen, von freiheitlichen Vorgehen, wie die angedrohte Klage des freiheitlichen Kandidaten NR Christian Hafenecker, wenn nicht „jeglicher FPÖ-Bezug“ entfernt …

FPÖ - Grießer - Hafenecker

NS Hervorgetan hat sich Wilfried Grießer auch mit einem anderen Buch zu Verbotsgesetzen … Strache – Schnell, Kickl, tausche „Umvolkung“ aus.

Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel

Gegen wen Efgani Dönmez nun unerschrocken vorgeht, ist bekannt, also wofür er nun eintritt, seit er beim Flic der feudal-christlichen Partei untergekommen ist, das ist bekannt, mit Mut gegen die Muslimbruderschaft, gegen türkische Vereine – die Aufzählung, gegen wen er das Wort richtet, kann eigentlich unterbleiben, denn es kann in einer Abkürzung zusammengefaßt werden: SPÖ.

Gegen wen Efgani Dönmez allerdings nichts mehr sagt, seit ihm die feudal-christliche Partei zum Kandidaten auserwählt hat, aber einst doch etwas sagte: Saudi-Arabien,  Abdullah-Zentrum, Raif Badawi.

Zu Raif Badawi äußerte sich Efgani Dönmez noch am 19. März 2017. Freilich, da war er noch nicht Flics Kandidat, der eine recht christliche Anschauung vertritt, die der feudalen Königsdiktatur recht gefallen wird.

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee

Royale Steuern

Eine Familie schickt Geld, auch nach Österreich

Am 19. März 2017 spricht Efgani Dönmez auch – noch – davon, daß Saudi-Arabien den „internationalen Terrorismus“ finanziere. Und er wußte auch zu sagen, wer für ihn „unglaubwürdig“ sei: insbesondere die Grünen.

Efgani Dönmez - stop extremism - Saudi-Arabien - Raif Badawi

Ja, nur wer glaubwürdig ist, weiß, darf es sagen, wer nicht glaubwürdig ist. Und Efgani Dönmez ist wohl der glaubwürdigste Mann an der Seite von … nein, der zweitglaubwürdigste Mann, denn auf den ersten Platz hat in einer straff organisierten Partei in allen Belangen (also auch bei der Glaubwürdigkeit) und überall (ob am Berg oder im Tal) nur einer das Anrecht: le flic lui-même …

Worin ist Efgani Dönmez besonders glaubwürdig?

In seinem Kampf gegen Extremismus.

Glaubwürdig und unerschütterlich kämpft Efgani Dönmez gegen Extremismus jedweder Herkunft. Und es gibt kein besseres Kampfmittel gegen Extremismus, als ein Verein: „Stop extremism“, beheimatet in der Bethlehemstraße … kann es eine mehr Zuversicht gebende Adresse geben?

Efgani Dönmez und seine Vorschläge - stop extremism

Im Kampf gegen Extremismus braucht es: Glaubwürdigkeit, Unbeirrbarkeit und Zuversicht. Aber auch Raffiniertheit. Und auch das besitzt Efgani Dönmez: Raffiniertheit. Wie raffiniert wird auf der Website „Stop extremism“ zwar Katar und Türkei erwähnt, wenn es um die Forderung geht, die Finanzierung aus dem Ausland sei stoppen, aber nicht Saudi-Arabien. Die feudalen Extremisten sollen sich in Saudi-Arabien nur sicher fühlen, aber Efgani Dönmez und sein Verein werden, wenn die rechte Zeit gekommen ist, … Es entspricht zwar nicht der machtverteilten Realität in Saudi-Arabien, aber der Satz ist auch in weiblicher Form zu schreiben: Die feudalen Extremistinnen sollen sich in Saudi-Arabien nur sicher fühlen, aber Efgani Dönmez und sein Verein werden … Wie angebracht dieses raffinierte Verschweigen von Saudi-Arabien ist, zeigt sich jetzt besonders, da in Saudi-Arabien Frauen das Autofahren … die Spirale der Gefahr für Europa, oh insbesondere für Österreich … aber in Saudi-Arabien soll es darüber keine Täuschung geben, daß Saudi-Arabien von Efgani Dönmez und seinem Verein nicht genannt werden, es ist bloß Täuschung, um dann …

Nebenbei nur, er und sein Verein schreiben: „Wir haben über Jahrhunderte hinweg für unsere Grundrechte gekämpft – nun müssen wir darum kämpfen, sie zu erhalten.“ Das Erkämpfen von Grundrechten über Jahrhunderte hinweg hatte in Europa und so auch in Österreich sehr viel oder eigentlich ausschließlich zu tun mit der Adresse Bethlehem…

Glaubwürdig ist Efgani Dönmez auch darin, ein Arbeitsrechtexperte zu sein, wie sein und seines Vereins Vorschlag glänzend zeigt: „Arbeitgeber sollen Mitarbeiter mit extremistischem Hintergrund sofort und ohne Anspruch auf Abfertigung kündigen.“ können. Das wird sein Flic nicht gerne hören, aber mit diesem und weiteren Vorschlägen überflügelt Efgani Dönmez ihn … Wie das in der Praxis wohl funktionieren soll? Wie das finanziert werden soll? Wenn Flic die Abgaben für Unternehmen senkt, dann bleibt diesen wieder mehr, um sich neben dem bereits vorhandenen Eigentum endlich wieder etwas aufzubauen: ein Firmenwarte-System …

Was für unvorstellbare Summen in Österreich für Extremismus ausgegeben werden müssen, läßt die Forderung von Efgani Dönmez und seinem Verein nur erahnen: „Neben Schadenersatz für Schäden durch Extremismus fordern wir hohe Geldstrafen: Entweder 20 Millionen Euro, oder das 10fache des Betrages, der für Extremismus ausgegeben wurde.“ Wer in Österreich wohl so hohe Geldstrafen zahlen könnte? Kindergärten? Hinterhofmoscheevereine? Vielleicht aber ist das eine raffinierte Warnung an Saudi-Arabien?

Übrigens

Abdullah-Zentrum, Seyyed Mohajerani – Wären die „Satanischen Verse“ nicht geschrieben worden, hätte es auch keinen Mordauftrag gegeben

ist Seyyed Mohajerani nach wie vor im …

Die Meisterprüfung in Glaubwürdigkeit hat aber Efgani Dönmez noch vor sich, wenn er in die Mitte genommen werden wird, auf der einen Seite sein Flic, auf der anderen Seite die Mannen und Frauen der Partei, die nach dem 15. Oktober 2017 von einer identitären Parlamentspartei zu einer identitären Regierungspartei gemacht werden wird, und dann wird er wohl, glaubwürdig wie stets, erklären, weshalb es gut und rechtens sei, Muslimbrüder nicht anzuprangern, sondern sie einzuladen …

Efgani Dönmez in die Mitte genommen

Es werden Bilder der Freude sein, vielleicht gibt es dann sogar Schnappschüsse von Efgani Dönmez, wie er in die identitäre Mitte genommen wird; Hofer und Strache nehmen schon gerne mal wen in ihre …

Und, Hand aufs Herz, wie es schön heißt, Efgani Dönmez hätte es sich verdient, er hat sich doch so bemüht, auch um diese Partei …

Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci auf Einladung der FPÖ in Wien

… und er fand auch schon von dieser Partei Zustimmung.

Am Ende kann nur eines noch geschrieben werden. Es sollte öfters, gerade in Zeiten vor einer Wahl, das Positive hervorgehoben werden. Wenn ein Kandidat, wie eben Efgani Dönmez, so ungemein glaubwürdig ist, es dann auch zu schreiben, daß er glaubwürdig ist, und es sich nicht nur einfach bewundernd zu denken, sondern diese Bewunderung auch zu teilen, es mitzuteilen, und nicht immer nur das Negative zu verbreiten, etwa wie unglaubwürdig doch …

Efgani Dönmez ist nicht nur ein Mann der Glaubwürdigkeit, sondern auch der Inspiration. Und zu seiner Ehre möchte seine und seines Vereins Idee des Gütesiegels „Extremismus-frei“ aufgegriffen werden. Es soll auch ein Gütesiegel „Glaubwürdigkeit“ geschaffen werden. Für das Gütesiegel „Glaubwürdigkeit“ kämen in Österreich nicht viele in Frage, aber zweifellos Egani Dönmez, bereits jetzt, auch ohne Meisterprüfung … Und wer so ein Gütesiegel künsterlisch gestalten könnte? Nun, da gibt es einen Meister aus …

So bleibt nur noch zu dieser Auszeichnung kurz zu wünschen, es möge die Feier dazu, die hier nicht geboten werden kann, sein Flic mit seiner Kapelle new nemesis ihm nachholen, vielleicht bald schon, wenn Ruhe eingekehrt ist und es keine sonstigen Anlässe für …

Kurt Weiss, Österreich und die folgenreichste politische Bildung der Welt

„Nazidreck“-Schriftzug auf Volksschulfassade
Wandfresken des entnazifierten Malers Kurt Weiss …“

Nun also wird wieder einmal überlegt, wie könnte mit so einem Werk umgegangen werden, das mit einer Abwertung beschmiert wurde. Entweder es so professionell säubern, daß das Werk des Malers ja wieder in seiner Pracht … oder zum Strohhalm „kritische Distanz“ greifen, also eine „Gedenktafel“ oder ein „ergänzendes Kunstwerk“ …

Erst der „Vandalenakt“ setzte das in Gang. Bisher schienen alle in diesem Land gemütlich und zufrieden mit dem Weiss-Werk gelebt zu haben. Nun aber muß etwas getan werden. Denn. Nur die Beschmierung zu entfernen scheint zu wenig zu sein, da die Gefahr groß empfunden wird, es könnte wieder ein Vandale oder gar eine Vandalin …

Dabei legt doch die Leistung des Vandalen oder gar der Vandalin die Lösung nahe: das Weiss-Werk gänzlich abzuschlagen, den „Nazidreck“-Schriftzug allein stehenzulassen, mit einer erklärenden Tafel … als durch diesen Vandalenakt im Land die Idee einer zweiten politischen Bildung …

Gegen diese Lösung könnten aber zu viele Einwände vorgebracht werden. Etwa dieser, daß es eine Verfälschung wäre, von einer zweiten politischen Bildung zu schreiben, während …

Darum soll eine weitere Lösung vorgestellt werden.

Um die Idee eines „ergänzenden Kunstwerkes“ aufzunehmen. Es könnte ein Werk von Kurt Weiss (und Franz Kaulfersch) von einem anderen Haus abgetragen werden, um es an der Volksschule anzubringen, beide Werke also nebeneinander. Damit wäre auch die Gefahr, die so tief empfunden wird, es könnte ja wieder zu „Vandalenakten“ kommen, aus der Welt. Eines muß dafür allerdings unbedingt gemacht werden, die Jahreszahl „1941“ ist vollkommen zu löschen, dafür aber die Jahreszahl vom anderen Werk, von dem aus einem niederösterreichischen Kurdorf, stehenzulassen, vielleicht auch noch groß hervorzuheben. Und schon kann, nicht einmal ein Vandale oder gar eine Vandalin, es wieder mit „Nazidreck“ … Und wäre das nicht auch ein schöner Beleg für die seinerzeitige erfolgreiche politische Bildung in Österreich: zwei Werke aus verschiedenen Zeiten nebeneinander auf einer Wand? Wie unterscheidbar …

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie das aussehen könnte, die zwei Weiss-Werke nebeneinander, wurde die Collage dazu erstellt …

Kurt Weiss - Österreich - Politische BildungVielleicht werden Sie, beim Betrachten der Weiss-Werke, auf der auch Runen zu sehen sind, ebenfalls denken, es könne für die politische Bildung nicht genug getan werden, aber es müsse auch einmal gesagt werden, es wird in Österreich für die politische Bildung recht viel getan – heute genauso wie gestern …

Wählerinnen und Wähler würden beispielsweise eine Partei ohne politische Bildung, eine Partei, die nicht um die Bedeutung von Runen wüßte, niemals wählen, und andere Parteien würden eine Partei ohne politische Bildung und ohne Wissen um die Bedeutung von Runen niemals zu einer Regierungspartei machen.

NS Weil die Rune von Weiss angesprochen wurde, fällt die Rune ein, die es einst am Nordturm des Landhauses in Klagenfurt gab, an der Gestaltung der Sonnenuhr war auch Kurt Weiss beteiligt … Und dazu gab es auch ein Sprüchlein, das ging in etwa so: Die Schlechten sollen die Guten nicht knechten … Ja, so Sprüchleins können ein ganzes Leben bestimmen. Diese Runen-Sprüchlein-Sonnenuhr gibt es, soweit gewußt wird, nicht mehr. Ob es noch die Tafeln gibt, auf denen nicht nur Sprüchleins, sondern Verse, oh, und was für Verse, die ihre Wirkung nicht verfehlen, wie in diesem Jahr wieder einmal ….

 

’s ist alles uralt, da Anzug is gwoschn halt.

 

NR-Wahl Österreich - Veränderung - ned woa

Es gibt ein Wort, mit dem zurzeit recht oft gescheuert wird, als wäre es ein Fleckenputzmittel: „Veränderung“. Besonders eingesetzt von den Parteien mit den Farben schwarz und blau.

Wenn alles berücksichtigt wird, was von diesen zu hören und zu lesen ist, kann kein Mensch es je mit dem Wort „Veränderung“ in Verbindung bringen. Flic im türkisen Trachtenanzug blättert im uralten Kochbuch seines feudal-christlichen Opas. Daneben sitzen die Mannen im blauen Trachtenanzug und tragen Versleins von Weinheber vor, stecken sich Kornblumen an und träumen von einer Umbenennung des Landes, von einem Landesnamen, der auch nichts mit „Veränderung“ zu tun hat. Es werden besonders von diesen beiden ganz schöne Purzelbäume oder (wie sie im Ruhrgebiet genannt werden) Kusselköppe gemacht, um das Ihrige als „Veränderung“ zu verkaufen, das keine Veränderung ist.

VeränderungVeränderung trägt je nicht blau, Veränderung trägt je nicht schwarz, und schon lange nicht mehr rot.

Wenn es tatsächlich zu einer Veränderung kommen soll, wie es nun überall heißt und angeblich gefordert wird, wenn tatsächlich Veränderung von so vielen gewollt wird, wie es nun überall behauptet wird, dann wird am 15. Oktober 2017 das auch zu beweisen sein, und das heißt, „Veränderung“ auch tatsächlich zu wählen.

Aber das zu glauben, fällt äußerst schwer.

Es ist wohl kein Zufall, daß es ausgerechnet ein österreichischer Dichter war, der vor langer, langer Zeit schrieb:

Und ’s alles nicht wahr!

Am 15. Oktober 2017 wird wieder die Tracht mit der rot-schwarz-blauen Schleife gewählt werden, und die Leute werden sagen, sie hätten Veränderung gewählt, weil, es hätte doch eh auf dem Etikett „Veränderung“ gestanden. 

Zum Vizekanzler gemachter Justizminister antwortet im Parlament, ist ja doch näher als Fürstenfeld

Parlament - ÖVP-Justizminister - Begünstigung und massive Vernachlässigung

Vielleicht wartet Martin Wabl in Fürstenfeld noch auf eine Antwort auf seinen „offenen Brief“. Es ist lange her, zwei Jahre. Vielleicht hat er es aufgegeben. Vielleicht hat er inzwischen eine bekommen, vielleicht hat er noch immer keine bekommen. Denn. Eine Antwort des nunmehrigen Vizekanzlers hat Martin Wabl auf seiner Homepage nicht veröffentlicht, wie heute festgestellt werden durfte, das er, wie bereits vermutet werden durfte, wohl sogleich getan hätte.

Aber der zugunsten Kurzens zum Vizekanzler gemachte Justizminister hat in dieser Sache doch geantwortet. Und zwar im Parlament. Es gibt hierzu parlamentarische Anfragen.

Anfrage vom 20. Jänner 2017: Begünstigung „privilegierten“ Täter durch österreichische Behörden? 

Und auf parlamentarische Anfragen ist zu antworten.

Nur ein Satz aus dieser seiner Beantwortung vom 20. März 2017 soll zitiert werden:

„Richtig ist, dass ein von der Staatsanwaltschaft im anfragegegenständlichen Verfahren beigezogener Sachverständiger unter anderem aufgrund von Interventionsversuchen von Politikern und Fachkollegen um seine Enthebung ersucht hat.“ 

Eine weitere, 24. August 2017 …

Auf diese weitere wird es noch keine Antwort des Vizekanzlers geben, jedenfalls wurde keine gefunden, aber es ist Wahlzeit. Und die Anfrage ist vom 22. September 2017:

Begünstigung „privilegierten“ Täter und massive Vernachlässigung von Opfern durch österreichische Behörden? 

Aus dieser Anfrage nur ein Auszug, die Einleitung:

„Diese Anfrage soll ermöglichen sicherzustellen, dass Herr Bundesminister Sebastian Kurz im Lichte erneuter in Expertenkreisen mit Kopfschütteln quittierter Äußerungen des Herrn BMI Kenntnis davon erhält – und allenfalls auch hilfreiche Stellung dazu beziehen kann -, in welch unglaublichem Ausmaß in Bereichen zweier durch Angehörige seiner Bewegung geleiteter Ministerien effiziente Verfolgung und Opferschutz im Zusammenhang mit missbrauchten Kindern im gesetzlich möglichen und wohl auch zu erwartendem Ausmaß nicht stattfindet.“

Dieser Fall beschäftigt also schon sehr, sehr lange nicht nur Behörden, sondern auch das Parlament seit Monaten.

Das nochmalige Erwähnen des „offenen Briefes“ von Martin Wabl aus dem Jahre 2015 an den Justizminister und nunmehrigen Stuhlvorwärmer für … ist lediglich der Ordnung geschuldet, also auch darauf hinzuweisen, wenn es eine Antwort gibt.

Und natürlich auch deshalb, weil es keine bessere Stelle als das Parlament gibt, für eine umfassende Informationseinholung zu diesem Fall.