„Blinder Organist“

Orgelpfeifen lassen sich von einem blinden Organisten spielen

Ein Holzschnitt von Werner Berg aus 1956 mit dem Titel: „Blinder Organist“ und ein Bild von Karl Bauer auf einer Postkarte als Propaganda aus 1933: „Adolf Hitler“ — —

Werner Berg habe, wie auf der Website des gleichnamigen Museums zu lesen ist, „den blinden Organisten der Dorfkirche in zahlreichen Bildern wiederholt dargestellt“.

„Krallen gleich greifen hier die Hände des Blinden ins Nichts und entringen dem dunklen Schwarz eine Welt der Töne.“

Gleich, ob dies eine Interpretation oder eine Aussage von Werner Berg selbst ist über den „blinden Organisten“, wird fortan eines, besonders mit dem bauerischen Portrait „Adolf Hitler“ vor Augen, nicht mehr möglich sein, den „blinden Organisten“ anders als das kenntlichste Portrait von „Adolf Hitler“ anzusehen.

Sich selbst spelende Orgel

Freilich ist dann der Satz von den Krallen umzuschreiben:

Der Blinde mit seinen Krallen in seinem Nichts entringt den Orgelpfeifen sein Gebrüll als einschmeichelnde Töne zum Stoß der Welt in das dunkle Schwarz. 

Es ist dafür gar nicht entscheidend, ob es die bewußte Intention von Werner Berg war oder nicht war, das kenntlichste Bild von „Adolf Hitler“ zu schaffen, dem künstlerischen Menschen bleibt zu oft selbst verborgen, was er eigentlich schafft, welche Einflüsse ihm die Hand führen …

Blinder Organist spielt Orgelpfeife

Karl Konrad Friedrich Bauer, ein Zeitgenosse von Werner Berg, und einer, der zu jener Zeit, auch der Massenverbrechen, nicht unbekannt war, geehrt und ausgezeichnet auch vom massenmörderischen deutschen reich

Der umgeschriebene Satz von dem „blinden Organisten“ trifft auch dann zu, wenn der „blinde Organist“ nicht „Adolf Hitler“ ist, wenn es tatsächlich bloß ein namenloser „blinder Organist einer Dorfkirche“ ist, ihm kein Mensch Modell war, ist der namenlose „blinde Organist“ das kenntlichste Bild für — auch für die Kirche, für jedwede Religion … jede Pfarrerin, jeder Priester, jeder Imam, jeder Rabbiner, gleich wie immer die von Religionen je vorgeschriebene Berufsbezeichnung für ihre Weltblinden lautet, ist der „blinde Organist“, dem sich das „Volk“ als Orgelpfeifen ohne Not anbietet und freiwillig als Orgelpfeifen aufstellt, mit ihnen und auf ihnen zu spielen, ihm zu gewähren, sie zu spielen, die Welt in ein schwarzes Dorf zu verkleinern, in dem ihnen gemeinsam das Dunkle ihr Licht ist, in dem ihnen gemeinsam alles, was die Welt ist, nichts …

Der hochgestellte Kragen des Exhibitionisten ist der hochgestellte Kragen des „blinden Organisten“ der hochgestellte Kragen des „Adolf Hitler der hochgestellte Kragen des „Martin Luther“ der hochgestellte Kragen der …

Martin Luther - Mein leeres Buch.png

Der „blinde Organist“ ist keine Figur der Vergangenheit, keine, die, wie lange Zeit gedacht und mehr noch gehofft wurde, die spätestens mit „Adolf Hitler“ endgültig und endlich aus der Welt vertrieben ist, aber die Hoffnung enttäuscht, wie gewußt wird, zuerst … der „blinde Organist“, gleich welchen Geschlechts, spielt weiter und weiter, und das „Volk“ ist ihm weiter bereitwillig und weiter hingebungsvoll Orgelpfeifen zur Verstärkung seines Gebrülls. Es gibt so viele „blinde Organisten“ in der Welt, allein schon beispielsweise in Österreich, daß nicht zu entscheiden ist, welcher, gleich welchen Geschlechts, für die Gegenwart zu nennen und in die Collage zu kleben ist, so ist es Ihnen, die Sie selbst alle kennen und bereits nach kürzester Überlegung zu nennen wissen, überlassen, einen in die Collage zu kleben, exemplarisch für einen „blinden Organisten“ der Jetztzeit, wie „Adolf Hitler“, wie „Martin Luther“ hier exemplarisch für die Vergangenheit …

Wie sähe ein Bild des „blinden Organisten“, dem das „Volk“, gleich wo auf der Welt, keine Orgel mehr ist, er, gleich welchen Geschlechts, nur mit und sich selbst auf sich spielen könnte, seine Identitäten, von denen der Mensch, wie gewußt wird, mehr als eine hat, ihm die einzigen Orgelpfeifen zur Verstärkung seines Gebrülls …
Blinder Organist ohne Orgel

 

FPÖ unzensuriert – Josef Winkler und Jörg Haider, der Unterschied: einmal eines Toten Urne in die Gefängniszelle und einmal eines Lebenden Asche in die Urne eines Toten

FPÖ unzensuriert - Jörg Haider - Josef Winkler - ein Unterschied - 24-04-2018

Das ist, kurz zusammengefaßt, der Unterschied zwischen einem in keiner Wahl gewählten Schriftsteller und in vielen Wahlen von vielen gewählten Parteimannen und Parteifrauen, die sich selbst zum „Volke“ ernennen, um den auf der Website der identitären Regierungspartei recht häufig verwendeten Vorwurf in Kommentaren abzuwandeln, der gegen Künstlerinnen jedweder künstlerischer Ausdrucksform und also auch gegen Schriftsteller vorgebracht wird, sie seien „selbsternannte“ Künstler.

Es will nicht zitiert werden, in der Collage kann es gelesen werden, was für absonderliche Wünsche … Irra, einer oder eine aus der Schreibstaffel ist zu erwähnen, weil Irra sich eben erst auch hervorgetan hat, mit Schaurigem, als einer oder eine aus der Schreibstaffel einen Standort für die Soros-Universität nannte, gesinnungsgemäß recht gebildet: für den Standort lediglich die Koordinaten angegeben. Die Koordinaten führen zu keinem Ort in Kärnten, sondern zu einem im Oberösterreichischen, der sich wie eine Krake mit vierzig Fangarmen über ganz Österreich bis in das Kärntnerische …

NS Wie berichtet wird, habe der dritte Landtagspräsident aus den Reihen der identitären Partei Festsaal aufgrund der Rede von Josef Winkler den Wappensaal im Landhaus verlassen. Ein einfallsloser und wiedergängerischer Akt. Aber passend zu einem Jubiläum. Vor fünfzig Jahren verließ schon einer einen Saal, als Thomas Bernhard … Nun hat Josef Winkler die Höhe von Thomas Bernhard erreicht. Eine leichte Übung in diesem Land Österreich, in dem es seit Jahrzehnten keinen Anstieg des Niveaus, eher, zwar verwunderlich, eine fortschreitende Absenkung des Niveaus passiert, auf allen Seiten, wofür durchaus auch die Rede von Josef Winkler über die Urne in der Gefängniszelle …

NNS Es stellt sich noch eine Frage. Mußten an diesem Festakttag alle an diesen Tafeln noch vorbei? Oder sind diese im Landhaus endlich abgehängt?

NNNS Keine Frage, aber durchaus vorstellbar, daß der dritte Landtagspräsident seinen Abgang im Kärntner Anzug machte. Es wäre passend gewesen, zu einem weiteren Jubiläum in Kärnten, das auch mit einem Schriftsteller zu tun hat, der die Tracht nicht anzog, aber die Niedertracht beschrieb …

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“

FPÖ unzensuriert - Was bringt die Oper dem Deutschen Volk

Es gibt wohl im Jahr ’18 keinen besseren Tag als den 20. April, um Einsicht zu zeigen, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Und wer weiß um die Bedeutung dieses Tages recht besser Bescheid als die Website der identitären Regierungspartei?

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen. Wir teilen die Wirklichkeit in einfache Kategorien ein. Als verantwortungsbewusste Menschen müssen wir unsere Vorurteile immer hinterfragen und uns darum bemühen, vorschnelles Urteilen ohne eigene Erfahrung zu vermeiden und einzelne Erfahrungen nicht zu verallgemeinern.“

Das schreibt FPÖ unzensuriert am 20. April ’18. Ist das nicht eine hervorragende Selbsterkenntnis? Ist das nicht eine hervorragende selbstkritische Befragung und Hinterfragung des eigenen Tuns? Gerade an diesem verhängnisvollen Datum.

Es gibt diese Tage der kritischen Selbstbefragung, ab und an. Und dann kommen wieder die Tage des gesinnungsgemäßen Alltags. Die Gegenwart lehrt, solche Tage der Erkenntnis gehen vorüber, bleiben ohne Konsequenzen, ändern die Handlungsweisen nicht im geringsten …

Das lehrt nicht nur die Gegenwart. Das lehrt auch die Vergangenheit. Am 20. April ’18 fragt FPÖ unzensuriert, ob denn die Oper „Schnee von gestern“ sei.

„Interessant finden wir die Tatsache, dass viele, die behaupten, dass sie die Oper nicht mögen, diese nie in ihrem Leben besucht haben. Sie verstehen nicht, welche spannende und beeindruckende Erfahrung das darstellt. Das bedeutet, dass wir in der Welt der Vorurteile leben. Wir verstehen nicht, wie viele Schubladen wir in unseren Köpfen haben, die unser Denken bestimmen.

Das lehrt auch die Vergangenheit. Was für „beeindruckende Erfahrung“ die Oper für den Mann war, der am 20. April, um mit Martin Heidegger zu sprechen, in die Welt geworfen wurde, machten Millionen von Menschen nicht in der Oper, sondern draußen vor der Tür …

Nächte der Oper

Im Jahr ’38 kehrte der am 20. April Geworfene zurück in seine Oper. Auftakt der Nächte der Oper für lange, lange sieben Jahre. Für die Oper im Haus mit von innen verschlossenen Türen, wo mit Operndegen gemordet und Kunstblut verspritzt wird, verkleidete sich sogar der Geworfene, zog einen Frack über den Soldatenrock, während draußen vor der Tür wirkliches Menschenblut zur Sintflut ward.

Kurier - Was Hitler von der Oper lernte

Der Geworfene, ein Pendler zwischen den Opern. Kaum ist die Tieflandvorstellung in Wien vorüber, muß der Frackverkleidete nach Berlin, zu einer Lohengrinvorstellung, mit dem „großen Staatsmann“ aus Ungarn, nein, nicht mit Viktor Orbán, der wohl davon träumt, daß auch von ihm einst so gesprochen wird, wie er über den Mann an der Seite des Geworfenen spricht. Und er, Orbán, kann sich berechtigte Hoffnung darauf machen, wird er doch in der Gegenwart gewürdigt, sogar von Menschen, kurz gesagt, die nicht von ihm abhängig sind …

„Oper. Vollkommen unbedeutend. Was bringt die Oper für das Deutsche Volk? Bereichert es uns in militärischer, materieller, geistiger Form (in Form von Intelligenz) oder schiebt sie gar die Ausländer ab? Die Oper ist ein Paradebeispiel für abgehobenes Menschentum. Abgehoben nicht an Intelligenz oder höherem Geiste, wie der klassische Operngänger gerne glauben soll. Dekadentes Schauspiel. Kreischende Furien auf der Bühne. Der Inbegriff vom Spiessertum. Gutsituierte ‚Geister‘, sich gegenseitig falsch-lächelnd zum Intellektuellen ernennend, sinnieren in des tieferen Sinn des erlebten Spiels. Woher tiefer Sinn kommen soll fragt niemand.“

Das ist der Kommentar von einem Menschen, der sich für die Website der identitären Regierungspartei „politisch Verfolgter“ nennt, von ihm auf FPÖ unzensuriert geschrieben am 21. April ’18.

„Was bringt die Oper für das Deutsche Volk?“ Politisch Verfolgter urteilt hart über die Oper. Und es ist wahr, lehrt die Vergangenheit, die Oper hat, so wie sie vom Geworfenen und seinen Kameraden und Kameradinnen verstanden wurde, nichts Positives gebracht, nur Verheerung, Not, Elend, Tod, Untergang. Der Geworfene und sein Opernreich haben die Oper und also die Hochkultur nicht mißverstanden, sondern blutig genau verstanden und ihre Massenblutkonsequenzen daraus gezogen, die Hochkultur sinkt herab zum Niedrigsten, das Niedrigste steigt auf zur Hochkultur, die Hochkultur nie versiegende Quelle des Barbarischen, die Hochkultur liefert den Treibstoff für Panzer, die Hochkultur die Stahlschmiede für Bomben …

Die Tagesordnung - Krupp - Opel - BASF - Bayer - Siemens - AllianzGöring an der Seite des Geworfenen mit dem ungarischen Staatsmann in der Lohengrinvorstellung … ob er, Göring, Jahre zuvor, nach seiner Sitzung am 20. Februar ’33 mit den vierundzwanzig Herren zur Feier der für alle Seiten erfolgreichen Verhandlung noch in die Oper ging?

In den folgenden zwölf Jahren, während draußen die Welt in wirklichem Blut ersoff, den vierundzwanzig Herren ihre Tresore zu gigantischen Geldarchen drinnen in ihren Villen wurden, werden sich die vierundzwanzig Herren mit Frack und Vatermörder wohl oft in die Oper begeben haben und also sich der Hochkultur hingegeben haben. Während für die Menschen draußen Morden und Ermordet-Werden auf der Tagesordnung stand, stand für die Herren Siemens, Krupp, Opel, Flick, um nur drei namentlich von diesen vierundzwanzig Herren zu nennen, auf dem Theaterzettel vielleicht Tiefland, Rienzi, Lohengrin … Wie die übrigen Herren hießen, Éric Vuillard nennt sie alle beim Namen …

„Was mich betrifft so ist es mir einerlei was Junge von der Oper bzw.von Klassischer Musik halten . ich werde wie schon Jahrzehnte in der Vergangenheit auf in der Zukunft meinen Vier Lebens Säulen treu bleiben die da wären :
Kunst, Geschichte, Literatur und Klassische Musik . Und wenn es wer nicht ausprobiert ?“

FPÖ unzensuriert - Oper Schnee von gestern

Das schreibt Eugens-rache am 21. April ’18 auf FPÖ unzensuriert in seinem Kommentar und bedankt sich artig für „diesen sehr Gut geschriebenen Artikel“ … Ja, Menschen der Hochkultur auf der FPÖ unzensuriert, auch wenn sie wohl keine geldvollgestopften Tresore wie die Herren „im Nirwana der Industrie und Finanz“ haben werden …

Oh, Hochkultur, ewige Quelle, aus der das Barbarische in Fontänen … das lehrt weiter die Gegenwart. Auch Eugens-rache bleibt ihr treu, von dem erst ein Hochkulturkommentar gezeigt werden durfte, Seite an Seite mit dem „politisch Verfolgten“, der sich verfolgt sieht wie Gerd Honsik … 

Oh, Prinz Eugen von Savoyen, Ahn‘ der Hochkultur …

FPÖ unzensuriert - Eintrittspreise zu hoch

Es klagt FPÖ unzensuriert, die Eintrittspreise für die Wiener Staatsoper seien zu hoch, nun, wer die Preisstaffelung der Oper kennt, wird leicht zur Meinung gelangen, die Verantwortlichen der Website der identitären Regierungspartei waren selbst noch nie … Aber Eintrittspreise können leicht gesenkt werden, hierzu reicht es oft schon, die Steuer zu senken. Aber das ist der zurzeitigen schwarzidentitären Regierung kein Anliegen, hingegen die Steuersenkung für Beherbergungsbetriebe sehr wohl. Wenn sie wenigstens zum Schlafen Theater, Kinos aufsuchte und nicht Pensionen, Hotels, dann wäre die Umsatzsteuer ebenso schnell gesenkt wie für das Campieren …

Daran ließe sich beinahe ein Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit festmachen. In der Vergangenheit: Vatermörder der Hochkultur, in der Gegenwart: Schlafende der Hochkultur …

Um sich Regierungsumsatzsteuergunst zu verdienen, kann in Österreich nur eines empfohlen werden: Künstler werdet Hotels, Künstlerinnen werdet Campingplätze, kurz gesagt, Tourismusbetriebe.

Tourismusministerin verteidigt Zurücknahme erhöhter Mehrwertsteuer

Im Morgenjournal von diesem Dienstag, 27. Februar 2018, verteidigte der diesmal mit der Stimme von Elisabeth Köstinger sprechende Sebastian Kurz die „Zurücknahme der Mehrwertsteuer für Tourismusbetriebe.“

Österreich will im Tourismus noch wettbewerbsfähiger werden. Hotels, Pensionen und Betreiber von Campingplätzen könnten mit einer Senkung der Umsatzsteuer auf Nächtigungen von 13 auf zehn Prozent rechnen, sagte Tourismusministerin Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Krumpendorf. Die entsprechende Vorlage werde am Mittwoch im Ministerrat behandelt. Das Gesetz solle zum 1. November in Kraft treten. Das Volumen der Entlastung für die Betriebe bezifferte die Ministerin mit 120 Millionen Euro jährlich. Trotz Rekordzahlen bei den Gästen seien die Gewinne seit Jahren rückläufig.

Weiterhin aber wird es die erhöhte Umsatzsteuer für Künstler geben. Künstlerinnen müssen demnach enorme Gewinne machen. Denn. Wären die Gewinne auch bei ihnen seit Jahren rückläufig, die Ministerin, die so viel von Sebastian Kurz spricht, läßt keinen anderen Schluß als den zu, in Wahrheit ist sie Sebastian Kurz, würde sofort die Umsatzsteuer für Kunstschaffende senken.

Wenn Kunstschaffende also auch die Regierungsumsatzsteuergunst erlangen wollen, kann ihnen nur eines geraten werden: Werdet Hotels, werdet Campingplätze, werdet Pensionen, kurz, Tourismusbetriebe.

Damit ist aber nicht gemeint, die Kunst aufzugeben. Malerinnen etwa könnten aus ihren Ateliers kleine, aber feine Pensionen machen, mit ein zwei oder drei, vier Betten. Und Gäste zahlen für ihre Übernachtungen den Quadratzentimeterpreis, den sie für ihre Bilder festgelegt haben, und sie, die Gäste, bekommen zur Erinnerung an Atelierpensionsübernachtung das Bild, das sie sich ausgesucht haben.

Das könnte der Kunst in Österreich einen neuen Auftrieb geben. Allein schon die dafür zu findenden Namen für die Atelierhotels könnten eine neue Kunstrichtung begründen: Atelier zur schönen Aussicht und so weiter und so fort.

Soher kann erst so recht verstanden werden, wenn der zurzeitige Bundeskanzler als Tourismusministerin davon spricht, Österreich wieder zur Spitze – das geht eben nur mit der Kunst

Österreich ist, heißt es immer wieder bei seinem ergebensten Kritiker als Schriftsteller, also bei Thomas Bernhard, ein kunstfeindliches, ein kunstzerstörendes Land, oder so ähnlich, wer will sich schon seiner Wörter genau erinnern. Das Gegenteil ist der Fall. SPÖ und ÖVP haben 2016 diese Kunstmotivation durch die Erhöhung der Umsatzsteuer aus reiner Liebe zur Kunst in Gang gebracht, und FPÖ und ÖVP gehen diesen Weg aus reiner Liebe zur Kunst unbeirrt weiter, ihr größtes Anliegen, Kunstschaffende zu motivieren, sie derart herausfordernd zu fördern …

 

 

Im germanischen Kulturwald der Kunstbetrachtungserbe Peter_ von FPÖ unzensuriert über Viktor Hugo und Caspar David Friedrich

FPÖ unzensuriert - Kunstkritiker Peter_ Germanisches Kulturerbe.png

Nun kann verstanden werden, weshalb Schreibstaffler Peter_ nach wie vor auf FPÖ unzensuriert Kommentare schreiben kann, er der FPÖ unzensuriert seit vielen Jahren recht willkommen ist, wenn auch recht viele seiner Kommentare Verstöße gegen den menschlichen Anstand sind.

Er ist eben auch ein feinsinniger Kunstkritiker. Und wer kann schon auf einen feinsinnigen Kunstkritiker verzichten? Gesinnungsgemäß nicht eine FPÖ unzensuriert, diesem Bund der Feinsinnigkeit und Edelmütigkeit.

„Erinnert ein wenig … an den Stil mancher Bilder von Caspar David Friedrich (1774 – 1840), z.B.: Nur ist der Stil Friedrichs genuin romantisierender und natürlich dem germanischen Kulturerbe verpflichtet, während Hugo bereits den kommenden französischen „Noir“-Stil antizipiert.“

FPÖ unzensuriert schreibt also Kommentare, um ihrer Schreibstaffel die Möglichkeit zu geben, sich als feine bildungsbürgerliche Menschen zu präsentieren. Wie am 22. November 2017. Und noch desselben Vormittages stellt Peter_ seine Kunstbetrachtung … Aber es könnte auch sein, daß etwa Peter_ selbst den Kommentar über die Ausstellung, damit er dann an den „germanischen …“. Diese Frage nach derselben Identität stellt sich nicht zum ersten Mal … erst vor kurzem im Zusammenhang von Rosenkranz und Jung …

Das Kunstverständnis hat Peter_ bei den Rechtbesten studiert: Auf FPÖ unzensuriert erinnert Peter_ seines „seligen Cesar Bresgen“ …

Und wenn Peter_ in die Tiefen steigt, fern von der Kunstbetrachtung, offenbart er, wie sehr zusammengehört, das bildungsbürgerliche Ideal und …

Recht oft hat er auf FPÖ unzensuriert bewiesen, welch edles Gemüt er besitzt. So ein edles Gemüt werden wohl schon jene Menschen in der grauen Vorzeit in den dunklen und von allem Hellen befreiten germanischen Wäldern stolz ihr eigen … und manch malender Mensch lebt als Erbe weiter in diesen germanischen …

Immer wieder bricht sein edles Gemüt hervor, besonders wenn er auf recht deutsche Art gegen Alexander Van der Bellen sich zu benehmen weiß …

Auf FPÖ unzensuriert Wunsch an die Vorsehung zur Nationalratswahl: Tod des Bundespräsidenten

Mit Vergangenheitsweichenstellparteien will Alexander Van der Bellen als Bundespräsident in die Zukunft

Nun ist er also doch dabei, bei den Verhandlungen für eine feudalchristlich blaue Regierung in Österreich, der Bildungssprecher der identitären Parlamentspartei als, kurz gesagt, Untergruppenleiter Bildung …

Das werden Veränderungen werden.

Könnte Veränderung ein Gesicht aufsetzen, sie könnte auch das von Wendelin Mölzer nehmen, vielleicht am Montag das von ihm, am Dienstag das von Norbert Nemeth, am Mittwoch das von Harald Stefan, am Donnerstag das von Herbert Kickl, am Freitag das von Anneliese Kitzmüller, am Samstag das von … und am Sonntag versammelt sich die gesamte Partei vor dem Franz-Dinghofer-Gesicht zur Anbetung …

Das werden Veränderungen werden. Auch in der Bildung.

Was hat diese Partei mit ihrem Bildungssprecher nicht alles beizutragen, zur Bildung, wie lange schon spricht sie von gesinnungsgemäßer Bildungsveränderungen, und sie weiß auch genau, was der Bildung fehlt, die ihr recht teuren Schriften …

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

Was wird das für eine Bildungsoffensive werden, mit einer identitären Regierungspartei! Nicht nur Bildung für die schulpflichtigen Kinder, wie in dem oben verlinkten Kapitel gelesen werden kann, sondern gesinnungsreiche Bildung für alle im Land. Vielleicht gibt es dafür sogar einen parteiinternen Decknamen, für diese Bildungsoffensive? Es böte sich etwa an „Unternehmen Silone“.

Es gibt in Wien diese Aktion des Gratisbuchs. Vielleicht wird es bald für das ganze Land eine solche Aktion geben. Zur Bildungsoffensive. Damit Österreich wieder ein Land der, wie es einmal so schön hieß, „Dichter und Denker“ wird. Es böte sich dafür ein schlagkräftiger Titel an, vielleicht: „Ein Volk, ein Buch“

Die Auswahl des Buches zu treffen, wer wäre dafür berufener als das Magazin des Bildungssprechers? Wer sonst hat heute noch einen Literaturkanon?

Manfred Haimbuchner und der recht besondere Literaturkanon der FPÖ

Und auch zur Weihnachtszeit wird die Bildung nicht vergessen. Besinnliche Lesungen von Josef Weinheber für die Frauen, Franz Karl Ginzkey für die Kinder und für die Männer etwas von Männern, von einem „Bajuwaren von echtem Schrot und Korn“, kurz gesagt, von „Haudegen“ … Und dazu Musik vom Meister aus Deutschland … Für diese Bildungshilfe böte sich ein Titel an, wie: „Winterwerk“.

Am 26. Oktober 2017 sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Ansprache:

„Der heutige Nationalfeiertag ist eine wichtige Nachdenkpause für unser Land. Die Verhandlungen zur Regierungsbildung haben begonnen. Jetzt werden Weichen für die Zukunft gestellt. Ich bin überzeugt, dass die agierenden Personen sich der Verantwortung bewusst sind, die sie in diesen Wochen in ganz besonderem Maße tragen. Ich jedenfalls werde penibel darauf achten, dass stets das Wohl Österreichs über das jeweilige Partei-Interesse gestellt wird. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir Österreich in eine gute Zukunft führen, wenn wir das Miteinander nicht aus den Augen verlieren. Warum? Weil das auch in der Vergangenheit stets eine unserer größten Stärken war. Sehen Sie sich unser Land an. Es ist ein gutes Land.“

Es wäre beinahe verlockend, nachzulesen, wie im letzten Jahrhundert Ansprachen von Bundespräsidenten waren, ob deren Ansprachen geklungen haben wie aus ihrem letzten, also aus dem 19. Jahrhundert, oder doch nach ihrem, also dem 20. Jahrhundert. Die Ansprache von Alexander Van der Bellen klang nicht nach dem 21., sondern nach dem letzten, also nach dem 20. Jahrhundert …

„Jetzt werden Weichen für die Zukunft gestellt.“ Sagt der Bundespräsident. Wie recht er doch hat – nach dem Kalender geht es stets in die Zukunft

„Es ist ein gutes Land.“ Sagt der Bundespräsident als Grillparzer. Aber er sagt nicht alles, weil er eben nicht Grillparzer ist. „Da tritt der Österreicher hin vor jeden,
denkt sich sein Teil und lässt die anderen reden!“

Es scheint, der Bundespräsident hat für sich schon einen neuen Vers gemacht, und nicht nur er, sondern bereits viele mit ihm in diesem Österreich mit den Vergangenheitsweichenstellparteien, die nun verhandeln und die Regierung stellen sollen:

Da steht die Österreicherin vor jedem Room,
denkt sich ihr Teil und lässt die anderen thun!

Österreich - Es ist ein gutes Land - Alexander van der Bellen

Allegorie der Vergangenheit

Wilhelm Frass - Am Modenapark - Neulinggasse - Josef Müllner

Ist es nicht nazifreundlich, etwa in Wien, den Figuren von Wilhelm Frass weiter den Blick auf eine Figur seines Gesinnungskameraden

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

Josef Müllner zu ermöglichen? Am Modenapark im dritten Bezirk.

Wilhelm Frass ist jener Künstler mit dem versteckten und erst nach 77 Jahren aufgefundenen oder erst nach 77 Jahren gewollt aufgefundenen Gesinnungshuldigungsbrief an die Nazidiktatur in der Krypta am Heldenplatz. Und auch hier am Heldenplatz darf sich eine Figur von Wilhelm Frass daran erfreuen, in unmittelbarer Nachbarschaft Figuren seines Gesinnungskameraden Josef Müllner zu wissen: den Jüngling beim Theseus-Tempel, den Wehrmann in Eisen …

„Wehrmann in Eisen“, Josef Müllner und das tourismusgerecht zugerichtete Wien

Von Wilhelm Frass stehen noch viele Figuren in Wien, vor allem in Floridsdorf.

Ist es nicht nazifreundlich, der Figur von Josef Müllner die Sicherheit zu geben, hinter ihr stehen unerschütterlich die Figuren seines Gesinnungskameraden Wilhelm Frass? Am Modenpark.

Weder die Figuren von Wilhelm Frass noch von Josef Müllner sind beschmiert mit „Nazidreck“. Wie erst geschehen

Kurt Weiss, Österreich und die folgenreichste politische Bildung der Welt

mit Wandfresken von Kurt Weiss in Kärnten, St. Kanzian. Und das hat seine Richtigkeit. Wie zu Kurt Weiss bereits ausgeführt. Denn. Wie kann ein Stil als „Nazidreck“ bezeichnet werden, wenn einem Stil weiterhin gefrönt wird, als es keine Nazidiktatur mehr gab? Ebenso verhält es sich mit Frass und Müllner. Sie schufen ihre Figuren auch schon, als es noch keine Nazidiktatur gab. Vor der Nazidiktatur wie nach der Nazidiktatur also. Vor der Nazidiktatur gab es den Ständestaat. Und vor dem Ständestaat schufen sie bereits ihre Figuren auch. Weder Frass noch Müllner waren in den Diktaturen unerwünscht. Ganz im Gegenteil. So könnten ihre Werke generell mit „Faschismusdreck“ beschmiert werden.

Nach 1945 gab es weder einen Ständestaat noch eine Nazidiktatur, aber weiter diesen Stil. Wenn wer all diese in Österreich vorhandenen Figuren beschmieren wollte, müßte wohl schmieren: „Österreichdreck“.

Von Josef Müllner heißt es, eine Straße sei erst 1983 nach ihm benannt worden. In Baden. Es gibt in Baden diese Straße, jedoch der Vorname von Müllner ist nicht korrekt geschrieben. Also nicht Josef-, sondern Joseph-Müllner-Straße. Der Grund hierfür kann nur spekuliert werden. Entweder als Verschleierung, um nicht gleich den Namensgeber einwandfrei identifizieren zu können, oder als Veredelung. Joseph wirkt doch gleich viel edler, als Josef, wie so viele Knechte hießen und dann schlicht Seppl gerufen wurden. Aber einen Joseph Sepp zu rufen, das fiele keinem Menschen ein. Es ist nicht in Erinnerung, ob etwa der Habsburg Joseph je Seppl – für den es gerade in Baden zahlreiche Benennungen …

Nebenher bloß sei noch eine Straße erwähnt, die Gottfried-Keller-Gasse (die beim Modenapark in die Neulinggasse mündet, von wo aus die Figuren von Müllner und Frass direkten Blick in diese Gasse haben), weil Gottfried Keller erst vor wenigen Tagen wegen seiner Kleider-machen-Leute-Novelle erwähnt wurde, und diese besondere Kleidung gehört wohl unbedingt dazu, wenn von solchen Figuren gesprochen wird: Arabella Kiesbauer schmiert Visionshonig um den Trachtenbart

Und in Baden ist auch das Haus, von dem bereits berichtet wurde, wie Kurt Weiss nach der Nazidiktatur … Ein Kriegerdenkmal von Müllner in Baden, und wenn diese Figur im Niederösterreichischen sich umsieht, für sie reine Freude, Krieger von seinem Gesinnungskameraden reihum, von St. Pölten bis Böheimkirchen … In Böheimkirchen ist es eine Säule mit einer Sebastian-Figur …

Von Wilhelm Frass heißt es, er sei ein vielbeschäftigter Künstler während des Ständestaates, also während der Diktatur, während des Austrofaschismus gewesen und gleichzeitig bereits ein Mitglied der NSDAP, also nach den Gesetzen der feudal-christlichen Diktatur ein Illegaler. Zu oft, das ist aus der Geschichte zu erfahren, stellt sich erst im Nachhinein, wenn es zu spät ist, heraus, was ein Mensch wirklich ist …

ÖVP-Kurz - Allegorie der Vergangenheit

Ob es nun „Nazidreck“ ist, ob es nun „Faschismusdreck“ ist, ob es nun „Österreichdreck“ ist, das ist eine unerhebliche Frage. Und nichts ist mit einem der drei Wörter zu beschmieren. Drei Wörter, die für nichts zu gebrauchen sind. Interessant ist vielleicht die Frage, wie wirkt eine solche Kunst, die heute noch auf so vielen Plätzen in Österreich aufgestellt ist, auf die heute lebenden Menschen in Österreich?

Gerade die Wahlplakate von Sebastian Kurz lassen sehr an diese Ästhetik denken. In Anlehnung an einen Titel von Wilhelm Frass könnte vor allem ein Plakat von Kurz genannt werden: Allegorie der Vergangenheit. Offenbart diese Ästhetik nicht bereits die gesamte Ethik und den gesamten Inhalt von ÖVP-Kurz?

Bei der identitären Parlamentspartei, die nun von vielen zu einer identitären Regierungspartei gemacht werden will, nach dem 15. Oktober 2017, sind keine Fragen zu stellen, bei dieser Partei ist es offensichtlich. Und es bedarf keiner Wiederholung mehr des Geschriebenen, in dem von einem weiteren Bildhauer aus der Vergangenheit …

Als wäre es ihr ein von der Vorsehung diktierter Auftrag …

Und was für eine Wirkung hat eine solche Kunst, wie es modern heißt, im öffentlichen Raum auf Künstler heute? Es gibt auch heute Künstlerinnen, die in der Tradition der Karls-Kunst stehen. Womit nicht ihre Kunst

Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit

Was wichtig ist, das offene Ohr von Sebastian Kurz

gemeint ist, sondern ihr Verhalten, sich in den Dienst von allen zu stellen, die ihnen Aufträge erteilen oder doch irgendwann erteilen könnten. Wie ebender Magazineur Karl von Merz und Qualtinger, der alles war, was die Zeiten von ihm abverlangten und ihm etwas, wenn auch nicht viel, einbrachte. Sie schreiben die Karls-Kunst weiter. Die vielen, vielen Künstler und die wenigen Künstlerinnen von damals geben ihnen wohl die Sicherheit, auch sie werden einst mit Nachsicht bedacht werden, auch sie werden mit Großzügigkeit rechnen dürfen, sofern sie …

Ja, die österreichische Gesellschaft ist stets großzügig, nicht nur Künstlerinnen gegenüber, sondern auch Wissenschaftlern, wenn sie …