Wolfgang Dvorak-Stocker neuer Geheimchefredakteur von FPÖ-Unzensuriert?

Es wäre durchaus vorstellbar, daß nun Wolfgang Dvorak-Stocker selbst Chefredakteur der freiheitlichen Unzensuriert geworden ist, aber ebenfalls ein so geheimer Chefredakteur wie es Hans Becker Sothen war, von dem erst bei seinem Ableben einbekannt wurde, Chefredakteur der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft gewesen zu sein, wie nachgelesen werden kann:

Geheimster Chefredakteur Österreichs verstorben

Nachruf eines „Salonfaschisten“ auf Hans Becker Sothen

Daß einer von der Ares GmbH. als wieder geheimer Chefredakteur nachfolgt machte Sinn, ist doch Ares an der 1848 Medienvielfalt Verlags GmbH. mit 49% beteiligt …

Einerlei. Eines Tages wird es wieder zu erfahren sein, wer Hans Becker Sothen nachfolgte.

Wolfgang Dvorak-Stocker Vagina Unzensuriert

Gesinnungsgemäß kann Wolfgang Dvorak-Stocker Zahlen mit mehr als drei Stellen nicht immer genau wiedergeben. Die Gruppe, die er wohl meint, hat nicht „181“ Likes, sondern derzeit 3180. Aber gesinnungsgemäß höchst ungenauer Umgang mit Daten und Fakten ist Programm.

Eines aber ist sicher, nun schreibt auch Wolfgang Dvorak-Stocker für Unzensuriert Kommentare, und ist damit gesinnungsgemäß in bester Gemeinschaft mit NR Barbara Rosenkranz … Worüber er schreibt? Nein, er schreibt nicht über, sondern für … Für Akademikerball und Pegida. Das bekannte Treue also, das ihm eine Ehre ist …

Ares FPÖ Unzensuriert neue Ordnung DinghoferWolfgang Dvorak-Stocker wird am Ende seines Kommentars vorgestellt als Geschäftsführer des Leopold-Stocker-Verlages und Herausgeber der  „Neuen Ordnung“, zu der auch gleich verlinkt wird. Und dort ist zu lesen, was Wolfgang Dvorak-Stocker über Deserteursdenkmäler denkt, nein, nicht denkt, gesinnungsgemäß ehrenreich fühlt, treu im Einklang mit freiheitlichem Kampf gegen Deserteursdenkmäler … Was der „Neuen Ordnung“ bloß eine „Provokation“ ist, kann auch gelesen werden:

„Bei seinen öffentlichen Auftritten liebt es Korwin-Mikke zu provozieren, etwa wenn er den Sozialisten als evolutionäres Zwischenglied von Affe und Mensch bezeichnet, oder die Auffassung vertritt, Hitler habe vom Holocaust nichts gewußt. Bemerkenswert ist, daß der ‚Kongreß der Neuen Rechten‘ insbesondere bei der Jugend punktet, 28,5 % der unter 25jährigen gaben ihm die Stimme.“

Ach,  es ist alles bloß „Provokation“. Allmählich wird auch verstanden, weshalb die blutrünstigen Kommentare der Schreibstaffel der Unzensuriert nicht gelöscht werden, es sind ja bloß Provokationen, und auch antisemitische Kommentare sind ja bloße Provokationen, wie beispielsweise jener, über den erst kürzlich geschrieben wurde: Modern times by FPÖ, Österreich: Sippenhaftung, Aufgabe der Rechtsstaatlichkeit, Antisemitismus … Daß der Kommentar von Franz Dinghofer (ein Pseudonym, aber der historische Dinghofer ist für die FPÖ wichtig) heute noch gelesen werden kann, ist soher also nur verständlich, es ist ja bloß Provokation, und die Zustimmung zu den Äußerungen des Franz Dinghofer, die wieder zugenommen hat, ist ja soher keine Zustimmung zum Antisemitismus, sondern nur zur Provokation

Es wird nicht überraschen, wie ebenfalls aus der Collage ersichtlich, daß Mag. G. Schneeweiß-Arnoldstein (Ecotext) nicht nur für die Gestaltung der „Neuen Ordnung“ zuständig ist, sondern auch für die von der „Zur Zeit“, also für das von NR Wendelin Mölzer geführte Magazin. Schneeweiß-Arnoldstein begnügt sich aber nicht nur mit EDV und Layout, er schreibt auch ab und an, beispielsweise für das mölzerische

Was aber immer noch überrascht, ist, daß so viele in diesem Land, viel zu viele, nach wie vor nicht aufhören wollen, diese identitäre Gemein-Schaft zu wählen …

Saudi-Arabien und Dr. Heinz Fischer – Jetzt ist es ihm schon wieder passiert

Bundespräsident Heinz Fischer hat es also schon wieder getan. Vor zehn Jahren betonte er, mit Fahd habe Saudi-Arabien einen „hervorragenden Regenten“ verloren, zehn Jahre später preist er den verstorbenen Terrorkönig als „großen Staatsmann“, der „wesentlich zu der beeindruckenden Entwicklung des Landes beigetragen“ habe …

Wenigstens scheint Heinz Fischer, soweit es der heutigen Berichterstattung darüber zu entnehmen ist, darauf verzichtet zu haben, zu betonen, Österreich verliere mit Abdullah Ibn Abdulaziz Al Saud „einen großen Freund“ … Es ist zu hoffen, daß er das tatsächlich unterlassen hat, und nicht die Medien bloß darauf verzichtet haben, eine in dieser Art formulierte Verlustanzeige im fischerischen Kondolenzschreiben zu zitieren …

Abdullah Ibn Abdulaziz Al Saud habe also, so Heinz Fischer, „wesentlich zu der beeindruckenden Entwicklung des Landes …“ Wenn ein Mensch stirbt, ist das immer bitter, traurig und grausam für die Zurückgebliebenen, gleich was für ein Mensch der Verstorbene im Leben war, gleichgültig ob gut oder schlecht, eigentlich müßte gesagt werden, gleichgültig ob gut und schlecht … Aber schwerer als der Tod sind oft die Reden auf einen Toten zu ertragen …

Heinz Fischer - Abdullah und die beeindruckende Entwicklung Saudi-ArabiensVon welcher „beeindruckenden Entwicklung“, zu der Abdullah Ibn Abdulaziz Al Saud „wesentlich beigetragen“ habe, spricht Heinz Fischer? Meint er die „beeindruckende Entwicklung“, von der, aber nicht nur Amnesty International berichtet? Meint Heinz Fischer die „beeindruckende Entwicklung“, über die auch die ihm sicher gut bekannte „Neue Kronen Zeitung“ vor rund neun Monaten zu berichten wußte?

Als vor zehn Jahren der Vorgänger des Terrorkönigs starb, gab es ein Hoffen auf Reformen in Saudi-Arabien. Abdullah Ibn Abdulaziz Al Saud hat diese Hoffnung nicht enttäuscht, er hat fast bis zu seinem Ableben reformiert und auch damit „wesentlich zu der beeindruckenden Entwicklung des Landes beigetragen“ … Fast scheint es, als hätte ihm die Eröffnung des Abdullah-Zentrums in Wien, dieses Bollwerk des Dialoges, neuen Aufschwung gegeben, jugendlichen Elan, nicht nachzulassen: beim Reformieren, beim wesentlichen Beitragen zu einer noch beeindruckenderen Entwicklung des Landes

Was für eine beeindruckende Entwicklung in Saudi-Arabien seit der Eröffnung des Bollwerks des Dialoges in Wien in 2012 – das kann u.a. in den Berichten von Amnesty International nachgelesen werden:

„Die Behörden schränkten die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit 2012 empfindlich ein. Andersdenkende wurden rücksichtslos unterdrückt. Regierungskritiker und politische Aktivisten befanden sich ohne Anklageerhebung in Haft oder wurden nach äußerst unfairen Gerichtsverfahren verurteilt. Frauen wurden nach wie vor durch Gesetze und im Alltag diskriminiert. Sie waren außerdem nur unzureichend vor häuslicher Gewalt und anderen Übergriffen geschützt. Ausländische Arbeitsmigranten wurden von ihren Arbeitgebern ausgebeutet und misshandelt. Gerichte verhängten Auspeitschungsstrafen, die auch vollstreckt wurden. Hunderte Menschen saßen Ende 2012 in Todeszellen, und mindestens 79 Personen wurden hingerichtet. (Stand: 31.12.2012)“

Gerade diese beeindruckenden Entwicklungen beispielsweise der Gesetze zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern, oder diese beeindruckenden Entwicklungen etwa für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen besonders einen Sozialdemokraten tief bewegen und mit Dank erfüllen gegen den Verstorbenen für seine …

Als ob der greise Terrorkönig Der Erhabene, Der Allmächtige, Der Gütige bereits eine Ahnung gehabt hätte, mehr als eine Ahnung, es Der Allwissende bereits wußte, es bleibe ihm nicht mehr viel Zeit, er werde sich bald zu sich rufen müssen, ordnete er 2014 sein Erbe, um einen letzten wesentlichen Beitrag zur weiteren beeindruckenden Entwicklung des Landes zu hinterlassen – das „Anti-Terror-Gesetz“, über das in der oben erwähnten Tageszeitung im April 2014 zu lesen war:

„Eine Reihe neuer ‚Anti- Terror- Gesetze‘ in Saudi- Arabien schlägt hohe Wellen. Darin werden nämlich nicht nur Menschen, die sich im Ausland islamistischen Kämpfern anschließen, zu Terroristen erklärt, sondern auch Atheisten und friedliche Demonstranten, berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Der saudi- arabische König Abdullah (Bild) hat mit den neuen Gesetzen fast alle seine politischen Gegner auf einen Schlag zu Kriminellen erklärt schließlich würden sie alle ‚die öffentliche Ordnung stören‘.“

Und damit diese beeindruckende Entwicklung weitergeht, sollte Heinz Fischer sich jetzt – vielleicht mit dem erfolgreichen Instrument der Geheimdiplomatie – rasch darum bemühen, daß das Bollwerk des Dialoges nach dem neuen saudi-arabischen König benannt wird, damit auch dieser trotz seines hohen Alters ebenfalls sich angespornt weiß, mit jugendlichem Elan das Erbe anzutreten, zum Reformieren ebenso motiviert zu werden, wie sein Vorgänger, der ein großer Halbbruder war …

Abdullah Ibn Abdulaziz Al Saud ist gestorben – Wird Heinz Fischer diesmal ein Flugzeug kriegen?

Damit es ihm bei seinen nächsten Terminen nicht so ergeht wie damals, als er nicht zum Begräbnis von Nelson Mandela konnte, weil er kein Flugzeug hat, wie der deutsche Bundespräsident …

Raif Badawi - Saudi-Arabien

Heinz Fischer: „… großen Freund …“

Gespannt dürfen schon seine salbungsvollen Worte zum Tod des Terrorkönigs erwartet werden, tief betroffen, werde er wohl sein, und das gleich im Namen von allen Bürgern und Bürgerinnen Österreichs … Das soll er aber nicht sagen, mit ihm verlöre Österreich einen … auch das stimmt nicht …

Es ist zu hoffen, daß es zum konkreten Vorteil von Raif Badawi ist, den Terrorkönig doch noch überlebt zu haben, aber auch für Heinz Fischer und Sebastian Kurz, daß sie jetzt nicht andere fromm bitten müssen um „Begnadigung“ …

Raif Badawi ist nicht Opfer von Gewalt, sondern von Gesetzen gegen die Menschlichkeit

Das wurde zwar schon geschrieben, aber für Raif Badawi und für alle die schon aufgrund dieser Gesetze gegen die Menschlichkeit gefoltert und ermordet wurden, für alle die aufgrund dieser Gesetze gegen die Menschlichkeit noch gefoltert und ermordet werden, ist es noch einmal und immer wieder zu wiederholen, exemplarisch zu richten an Heinz Fischer und Sebastian Kurz:

Abdullah-Zentrum - Keine Gesetze gegen die Menschlichkeit zu dulden

Michael Spindelegger bei der Eröffnung des Abdullah-Zentrums am 26. November 2012. Ohne das Zuhalten der Ohren hätte dieses Zentrum nie eröffnet werden können. Wer hätte gedacht, daß Michael Spindelegger je ein Vorbild für Heinz Fischer … oder war Heinz Fischer zuerst für …

Und zum aktuellen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Saudi-Arabien gegen Raif Badawi ist abschließend zu schreiben. Daß Heinz Fischer und Sebastian Kurz sich nun für seine “Begnadigung” einsetzen, das mögen sich die zwei Herren selbst hoch anrechnen, denn niemand sonst kann es ihnen hoch anrechnen. Wären die zwei Herren sogenannte einfache Bürger, also ohne höchste politische Mandate, wäre ihnen menschgemäß zu applaudieren, für diesen Einsatz. Aber sie üben höchste politische Ämter aus, und mißbrauchen diese höchsten Ämter zum unpolitischen Ausüben und soher als Erfüllungsgehilfen eines terroristischen Staates. Denn. Allein schon das Wort “Begnadigung” im Zusammenhang mit derart terroristischen Gesetzen determiniert solche Gesetze, erkennt solche Gesetze an. Heinz Fischer und Sebastian Kurz bestätigen damit nur, daß das Urteil gegen Raif Badawi gesetzeskonform sei, aber sie appellieren an den Terrorkönig, an Abdullah, den Erhabenen, gütig zu sein, Milde gegen einen “zu recht verurteilten Verbrecher” walten zu lassen. Und sollte der Terrorkönig in Laune sein, wird er dieser frommen Bitte von Heinz Fischer und Sebastian Kurz nachkommen. Und dann wird sich der Terrorkönig hoch anrechnen lassen, ach, wie menschlich er doch … und Sebastian Kurz und Heinz Fischer werden sich hoch anrechnen,  ach, wie gut ihr Einsatz für das Abdullah-Zentrum … Aber die Terror-Gesetze bleiben und werden weiter massenweise Menschen zu “Verbrechern” machen … Und was für Lehren werden in Saudi-Arabien daraus gezogen werden? Vorsorge zu treffen, daß es nicht mehr weltweit bekannt wird, wenn die nächsten Raif Badawis ihre eintausend Peitschenhiebe aufgrund terroristischer Gesetze …, Vorsorge zu treffen, ungehindert und je ohne weltweite Proteste terroristische Gesetze exekutieren zu können.

Günter Traxler schlägt u.a. vor, das „Abdullah-Zentrum“ in „Raif-Badawi-Zentrum umzubenennen. Ja, ein feiner Gedanke. Aber nicht für einen „interreligiösen Dialog“, sondern für einen  sozio-politischen Dialog unter Beteiligung von möglichst vielen Staaten, die dann aber auch das in diesem Zentrum zur Verbesserung der weltweiten sozialen Lagen Erarbeitete verpflichtend umzusetzen haben …

Dafür ist dem Standard die Nächstenliebe der FPÖ gewiß

Die Tageszeitung „Der Standard“ schreibt, Georg Immanuel Nagel „schrieb für Zur Zeit“ … Wann beginnt für diese Qualitätszeitung die Vergangenheit? In der Gegenwart? Anders gefragt. Wann kommt diese Qualitätszeitung in der Gegenwart an? So viel kann gesagt werden, diese Woche nicht mehr. In der Nummer 3 vom 16. Jänner 2015 bis 22. Jänner 2015 schreibt Georg Immanuel Nagel über „Islamisierung gegen Islamisierung?“

„Nagel schrieb“ … Katharina Mittelstaedt schrieb am 21. Jänner 2015 für diese Qualitätszeitung den Artikel „Pegida Wien gibt Sprecher bekannt“; schreibt sie heute nicht mehr für …

Und weiter heißt es in dem Artikel:

„Er hat bereits mehrere Beiträge veröffentlicht, unter anderem in der Wochenzeitung „Zur Zeit“, die der ehemaligen EU-Abgeordnete und FPÖ-Funktionär herausgibt […].“

Der Standard - Nagel - Pegida - FPÖUnd vor allem dafür wird sich die Qualitätszeitung der FPÖ-Nächstenliebe und Gebete gar nicht mehr erwehren können. Es ist nur ein „ehemaliger FPÖ-Funktionär, nur ein „ehemaliger FPÖ-Funktionär“ hat etwas mit der ZZ und Georg Immanuel Nagel zu tun, nicht die FPÖ … Ach, das kann doch einer FPÖ nicht angelastet werden, was ein „ehemaliger“ FPÖ-Funktionär und FPÖ-Abgeordneter heute tut. FPÖ-Abgeordnete haben heute gar wichtige Aufgaben im Dienste der Menschen zu erfüllen, wie etwa NR Wendelin Mölzer, der als Chefredakteur der ZZ

Und weiter heißt es in dem Artikel:

„In seinen Artikeln sympathisiert Nagel mit der Identitären-Bewegung, […].“

Georg Immanuel Nagel FPÖ Zur Zeit Pegida identitärDas heißt, er sympathisiert mit der FPÖ, die nicht nur dem amtierenden Chefredakteur der ZZ eine „identitäre Partei“ ist … Es geht wohl weit über das Sympathisieren hinaus, bei einer derartigen Verinnerlicherung identitärer Argumentation, wie dem „Wirtschaftsblatt“ vom 21. Jänner 2015 zu entnehmen ist:

„Medienberichte, wonach der Anmelder der Kundgebung dem rechten Hooligan-Lager zuzuordnen sei, dementierte Nagel entschieden. Der Betroffene sei unbescholten, habe die Veranstaltung lediglich angemeldet und sonst nichts mit der Organisation zu tun.“

„Unbescholten“ und „sonst nichts“ „zu tun“ … Wem fallen nicht sofort n-fache Beispiele ein, in der die FPÖ genau dieses Wort gebrauchte, um gegen einschlägig bekannte Vorwürfe zu argumentieren, sich zu verteidigen …

Von He.-Chr. Strache aufwärts werden jetzt wohl viele von der identitären Partei den Artikel von Katharina Mittelstaedt, die für den Standard schrieb, bei sich tragen, um bei Bedarf darauf hinweisen  zu können, nur ein „ehemaliger“ aus ihren Reihen habe etwas mit der ZZ zu tun; wahrscheinlich werden auch Gemeinderat Johann Gudenus und Landesrat Christian Ragger und NR Wendelin Mölzer, die für die ZZ der Woche 16. bis 22. Jänner 2015 schrieben, den Artikel fortan bei sich tragen, um …

FPÖ und Zur Zeit für Verbot Anti-WKR-BallPS Bezüglich der Neujahrsgrüße von FPÖ-Mandatarin und FPÖ-Mandataren auch in der Nummer 3-2015 an die Leserinnen und Leser, also auch an sich selbst, werden sie es wohl als Zeichen ihrer Weltoffenheit, weil sie ja sonst nichts mit der ZZ …, deuten und möglicherweise darauf hinweisen, sie seien „unbescholten“ …

PPS Es gibt in der NR 3-2015 auch wieder ein ganzseitiges Inserat von der FPÖ … Die Frage nach der Finanzierung muß nicht mehr gestellt werden. Diese wurde schon zu oft gestellt. Und ebenso oft nicht beantwortet.

PPS Und noch ein ganzseitiges Inserat gibt es in der NR 3-2015: für den „Akademikerball“. Der „Ehemalige“ spricht sich für ein Verbot der „Anti-WKR-Ball-Demos“ aus. Die nichtehemalige FPÖ: „Protest gegen Akademikerball nicht zulassen“ … Geht es noch deckungsgleicher zwischen nichtehemaligen und …? Wenn es Sie interessiert, wer der begnadete Künstler ist, der das Tanzpaar für diesen Ball … es ist Odin Wiesinger

Zur Gendertheorie fällt Papst Franziskus „Hitlerjugend und ideologische Kolonisation“ ein

Heiter gerührt hatte es soeben die Redaktion der Zeit im Bild des österreichischen Fernsehens mit einem rechtlich-öffentlichen Bildungs- und Informationsauftrag, denn sie konnte ungezwungen den Schenkelklopfer Sich-wie-die-Karnickel-vermehren bringen, weil es ja ein Zitat war, nämlich von Papst Franziskus …

Ach, was für ein knuddellustiges Kerlchen dieser Papst doch ist – „wie wir“ …

Nicht lustig wäre es wohl gewesen, wäre in der Zeit im Bild darüber berichtet worden, was Papst Franziskus noch sagte, in diesem Interview in den Wolken:

Papst Franziskus in den Schuhen der Kolonisierer

Papst Franziskus – In den Schuhen der Kolonisierer

Während der Pressekonferenz hoch über den Wolken versuchte der Papst einen Begriff zu erklären, den er bei einem Treffen mit philippinischen Familien verwendet hatte: „ideologische Kolonisation“. Er brachte das Beispiel einer Ministerin, die Geld brauchte, um Schulen in Armenvierteln zu bauen und die dieses Geld nur unter der Bedingung bekam, dass sie ein Schulbuch einführt, dass die Gendertheorie lehrt, die die katholische Kirche ablehnt.

„Dasselbe haben die Diktaturen im letzten Jahrhundert gemacht. Sie sind mit ihrer Doktrin gekommen, denkt an die Hitlerjugend. Sie haben das Volk kolonisiert“, so Franziskus. „Die Völker dürfen nicht die Freiheit verlieren. Jedes Volk hat seine Kultur, seine Geschichte. Die Globalisierung ist wichtig, aber so, dass jedes Volk, jeder Teil seine Identität bewahren kann, ohne ideologisch kolonisiert zu werden.“

Auch dieser Bericht bestätigt wieder einmal eindrucksvoll die Verleihung des Nachrichtenpreises concha de ecos an den ORF

Um es nicht mißzuverstehen, es geht nicht darum, ob der Machogossenjunge die Gendertheorie gut oder nicht gut befindet. Das ist seine Meinung. Die interessiert nicht. Es geht hier nicht um die Gendertheorie. Nicht um deren Verteidigung. Es ist leicht zu verstehen, daß er und seine Organisation diese ablehnt. Wie könnte es auch anders sein. Mit solchen Schriften, mit denen er nun seit Jahrzehnten seinen Beruf auszuüben hat.

Es sind die Ausführungen des Machogossenjungen dazu, die unerträglich sind. Diese erstens verlogenen, zweitens verhetzenden und drittens doch wahren Ausführungen.

Die Ausführungen dazu sind verhetzend und diffamierend durch die Unterstellung, mit der Gendertheorie will das gemacht werden, was „Diktaturen im letzten Jahrhundert“ gemacht haben.

Die Ausführungen sind verlogen, weil die Geschichte, die der Machogassenjunge hier mit dem Verweis auf die „Hitlerjugend“ verkaufen will, so einfach nicht stimmt. Hier von „Kolonisierung“ zu sprechen, ist in Anbetracht der tatsächlichen Geschichte der Kolonisierung und der sonst üblichen Verwendung des Begriffs „Kolonisierung“ eine hinterhältig eingesetzte Dummheit, um die Schraube der Verhetzung der Gendertheorie noch höher zu drehen, die Gendertheorie gleich als eine nationalsozialistische zu diffamieren.

Die Ausführungen sind wahr, weil der Machogossenjunge damit die tatsächliche Geschichte der Kolonisierung erzählt, wie sie tatsächlich grausamst passiert ist, aber nicht in Deutschland, aber nicht durch Gender Mainstreaming, sondern beispielsweise auf den Philippinen durch Spanien. Der Name allein sagt das schon aus; geht dieser doch zurück auf den Kolonisierer und Ehemann einer Habsburgerin – Philipp II. Und der Machogossenjunge erzählt damit die tatsächliche Geschichte über seinen Organisierten Glauben, der das durch die Jahrhunderte tat und weiter tut, was er der Gendertheorie unterstellt, nämlich „ideologisch zu kolonisieren“ …

Nachdem den Menschen, wie es Papst Franziskus genau und kenntnisreich zu beschreiben versteht, die Freiheit genommen und eine christliche Identität aufgezwungen wurde, ihre Kultur und ihre Geschichte zerstört wurde, sagt er im Jänner 2015:

„Die Philippiner rief er auf, ihren katholischen Traditionen treu zu bleiben.“

Zuerst also wurde den Menschen dort alles genommen und zerstört, was ihre Traditionen und Freiheiten waren, wurde ihnen der Name „Philippinen“ verpaßt, wurde ihnen der Glaube des Machogossenjungen aufgezwungen, und nun sollen sie den „Traditionen“ der Kolonisierung und Christianisierung „treu bleiben“. Also dem treu bleiben, dem auch der Weitergänger von ideologischer Kolonisierung treu ist. Er nennt es Missionierung, das nur ein anderes, aber ebenso kein menschenfreundliches Wort für Kolonisierung ist

Und noch etwas sind die Ausführungen. Von Angst getriebene Rundumschläge eines Gebrauchtideologieverkäufers, der, wie er es empfindet, um die Konkurrenzfähigkeit seiner Ware fürchtet, daß die in die Hilfsleistungen seiner Organisation eingearbeitete Ideologie nicht mehr angenommen wird, Menschen sich nicht mehr ideologisch kolonisieren lassen wollen, weil sie sehen, Hilfe kann auch ohne ideologische Verbrämung geleistet werden, wie viele andere Organisationen es weltweit beweisen.

PS Suchen Sie nach dem Wort „Mönchsbastarde“ und sie werden auch auf den Philippinen landen. Die Mönchsbastarde erzählen auch viel über die katholischen Werte von Ehe und Familie …

Wenn ein Zentrum, dann dringend eines für einen weltumfassenden sozio-politischen Dialog

Es wird gar nicht mehr gewußt, wie oft hier bereits darüber geschrieben wurde, wie prächtig Organisierte Glauben einander verstehen, wie geschmiert der Dialog zwischen den Religionen abläuft, wenn es gilt, gemeinsam gegen Menschen vorzugehen, dazu angetrieben von unmenschlichen Motiven, deren unhaltbare Rechtfertigungen die Organisierten Glauben aus ihren Schriften ziehen. Diesen Schriften kann wenigstens mildernd nachgesagt werden, bei Berücksichtigung der damaligen Gegebenheiten und Zustände, sie seien Jahrhunderte und beinahe zweitausend Jahre alt. Aber für Menschen der Organisierten Glauben des Jahres 2015, die aus diesen Schriften heute noch ihren Wahn, ihren Aberwitz und ihre Blutrünstigkeit ziehen, kann kein Wort der Nachsicht und des Verstehens gefunden werden.

Und wird nicht gerade im Angesicht der Morde von Paris einmal mehr bewiesen, wie prächtig Organisierte Glauben einander verstehen, wie der eine Organisierte Glaube dem anderen Organisierten Glauben zur Hilfe eilt? Papst Franziskus etwa macht den Mördern von Paris die Mörderleiter, wenn er davon spricht, die Meinungsfreiheit habe ihre Grenzen, wenn religiöse Gefühle … So schwammig sind sonst nur noch die gemeingefährlichsten Gesetze formuliert, mit denen Staaten gegen ihre Bürger und Bürgerinnen vorgehen wollen. So schwammig kann auch nur einer reden, dessen Berufsbücher zweitausend Jahre alt und derart schwammig sind, daß sie für alles verwendbar sind, vor allem für den Einsatz gegen die Menschen. Und zu dieser gemeingefährlichen Schwammigkeit gesellt sich das Dummdreiste eines Machogossenjungen, der an frühzeitigen Samenergüssen leidet. Aber wer durch solche Bücher sozialisiert wurde, kann sich nicht entwickeln und bleibt ein Machogossenjunge, der sich nur mit Gewalt zu wehren weiß.

Um sich die geistige Welt von Papst Franziskus besser vorstellen zu können, dafür kann eine Szene hilfreich sein, die in der Sauluskirche spielt, vor einem Bild der fremdgegangenen Frau mit ihrem unehelichen Sohn:

Machogossenjunge 1: Fickda dei Hurmudda.

Machogossenjunge 2: Wos sogst du? Du sogda, mei Mamma is a Hur‘? Sogst du dos nochamol, kriegsda so a –

Machogossenjunge 1: Dei Mudda is so a Hur‘, de fickda olles.

Machogossenjunge 2: Du ficksda nit mei Mamma! Du nit. Kriegsda so ane von mir –

Und Machogossenjunge 2 schlägt zu, auch wenn er weiß, daß Machogossenjunge 1 seine Mutter gar nicht kennt, streckt Papst Franziskus den Machogossenjungen 1 mit einem Faustschlag nieder.

Und wenn der Machogossenjunge nicht gerade seine Mutter mit Faustschlägen zu verteidigen hat, wie er glaubt, rezitiert Papst Franziskus Léon Bloy, über den in „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq gelesen werden kann:

„Er war, schrieb Huysmans, ‚ein Unglücklicher, dessen Hochmut teuflisch und dessen Hass maßlos ist.‘ Tatsächlich war Bloy mir von Beginn an wie der Prototyp des schlechten Katholiken vorgekommen, dessen Glaube und Begeisterung erst in Wallung geraten, wenn seine Gesprächspartner Verdammte sind.“

Und es ist auch bezeichnend, daß mit dem Bloy-Spezialisten in diesem Roman die Identitären ins Spiel kommen. Die Frage gedacht wird: „Sind Sie eher Katholik, eher Faschist oder eine Mischung aus beidem?“

Also auch Papst Franziskus beweist in diesen Tagen, wie einwandfrei die Religionen untereinander sich verstehen, kommunizieren können, wenn es gegen Menschen geht …

Ein Zentrum für einen weltumspannenden sozio-politischen Dialog, das ist es, was dringend gebraucht wird. Aber nicht nur zum Reden, sondern vor allem noch mehr zum Handeln. Denn die Ursachen, die zu Gewalt und Terror führen, sind bekannt, die Konzepte dagegen gibt es. Was aber fehlt, dringend fehlt, ist die weltweite Umsetzung, das weltweite Handeln, die breiteste Bewußtmachung der tatsächlichen Ursachen von Gewalt und Terror, und wie dem tatsächlich mit Erfolg begegnet werden kann. Das Geschrei nach Sicherheit in diesen Tagen als Antwort auf Terror und Gewalt, ist nur populistisches Geschrei.

PS Ein Sprecher des Abdullah-Zentrums hat nun etwas von Ablehnung jedweder Gewalt gesprochen. Ja, mei. Wer spricht sich schon für Gewalt aus? Niemand. Zumindest offen. Die Gewalt ist auch nicht der eigentliche Kern der Problematik in Saudi-Arabien. Das Ungeheuerliche in Saudi-Arabien sind die Gesetze, die nichts anderes als gewalttätige und verbrecherische Gesetze gegen die Menschlichkeit sind. Und gegen diese Terror-Gesetze hat sich der Sprecher des Abdullah-Zentrums nicht ausgesprochen. In diesem Zentrum kann je kein Dialog geführt werden, wenn Beteiligte aus Saud-Arabien die Gesetze ihres Staates fürchten müssen, selbst Opfer dieser Gesetze zu werden, wenn sie es wagen, einen Dialog frei zu führen, und ein tatsächlicher Dialog kann nur geführt werden, ohne Angst vor gesetzlichen Repressalien.

Links, ein paar wenige, dazu:

„FPÖ – ‚Wir sind die wahre Pegida'“: „Typisch deutsch – Nach oben buckeln, nach unten treten“

In der heute ausgestrahlten „Sternstunde Religion“ des schweizerischen Fernsehsenders sagte Islam- und Politikwissenschafter Michael Lüders über die Pegida FPÖ - Nach oben buckeln - nach unten treten„Pegida“ in Deutschland: „Typisch deutsch. Nach oben buckeln und nach unten treten.“ Das kann auch über die FPÖ gesagt werden, die He.-Chr. Strache als die „wahre Pegida“ sieht, also über das Buckeln und das Treten, und das Treten nicht nur gegen Menschen, die nach Österreich kommen. Aber auch, daß das „typisch deutsch“ sei, trifft auf die FPÖ zu -, erst im Dezember 2014 hat Erich Körner-Lakatos im Zentralorgan der identitären Gemein-Schaft bekräftigend ausgemacht, Österreich als das „wahre Deutschtum“, wobei er nicht nur FPÖ und Österreich verwechselte, sondern noch vieles mehr … Vergessen darf auch und vor allem nicht das Parteiprogramm des Norbert Hofer werden, mit seinem Bekenntnis, was in Österreich (auch darin das Verwechseln von FPÖ und Österreich, und nicht nur das) alles deutsch

Das ist jetzt, zugegeben, ein reißerischer Beginn. Aber ein berechtigter. Um auf diese heutige Sendung aufmerksam zu machen. Denn. Diese ausgestrahlte Diskussion über „Untergang des Abendlandes? Die Angst vor dem Islam“ behandelt dieses Thema dermaßen seriös, unaufgeregt, komplex, daß diese Sendung nur jedem Menschen als Einstieg empfohlen werden kann, vor allem jenen Menschen, die in Deutschland oder in der Schweiz oder in Österreich meinen, mit „Pegida“ marschieren zu müssen oder davor stehen, marschieren zu wollen.

Johanna Mikl-Leitner verkündet ihre SicherheitsoffensiveAber gerade in Österreich ist diese Sendung vielen Politikerinnen und Politikern und auch vielen Journalisten und Journalistinnen der gutter press als Lehrstunde zu empfehlen, wie darüber sinnvoll, redlich gesprochen werden kann. Beispielhaft ist SM Johanna Mikl-Leitner diese Lehrstunde der politischen und sozioökonomischen Analyse zu empfehlen, um endlich ihrer Aufgabe als Politikerin gerecht zu werden, nämlich politische Analyse und politische Lösungen zu leisten. Dafür müßte sie wohl zuerst einmal ihre Waffenröcke ausziehen. Im gestrigen Mittagsjournal des österreichischen Rundfunks fiel ihr nichts ein zu den „sozialen Verhältnissen“, weder etwas Analytisches, noch die geringste Idee einer Lösung, nicht einmal die Äußerung in die Richtung, sich wenigstens bemühen zu wollen, an den „sozialen Verhältnissen etwas zu ändern, also diese zu verbessern. Dabei ist sie nicht nur die zurzeitige SM, sondern auch ÖAAB-Bundesobfrau … Diese Bildungsstunde (freilich nur die erste von vielen, vielen notwendigen Bildungsstunden), Johanna Mikl-Leitner, kann bestellt werden unter: sternkopie@srf.ch …

Modern times by FPÖ, Österreich: Sippenhaftung, Aufgabe der Rechtsstaatlichkeit, Antisemitismus

Auf der Plattform des Unternehmens Twitter stellt am 17. Jänner 2015 He.-Chr Strache die Frage, ob der Schwager des Bundespräsidenten „Terroristen“ verteidige und verlinkt zu einem Kommentar der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft.

Es ist gesinnungsgemäß von einer Website der identitären Gemein-Schaft nicht zu erwarten, daß sie etwas anderes zu schreiben imstande ist, als das, was sie eben schreibt. Es ist das Übl(ich)e. Daß auch ihr Obmann das sofort unterstützt und verbreitet, ist ebenfalls das erwartbare Übl(ich)e.

Modern times by FPÖ - Österreich - Sippenhaftung - Aufgabe Rechtsstaatlichkeit - AntisemitismusErschreckend daran ist aber, daß diese modernden Ansichten der identitären Gemein-Schaft nicht mehr auf diese allein beschränkt bleiben. In diesem Kommentar wird die Umsonst „Österreich“ mit einer Frage an Lennart Binder zitiert, „warum er überhaupt Dschihadisten vertrete“ … Mit dieser Frage wird im Grunde der Rechtsstaat massiv in Frage gestellt. Denn. Diese Frage bedeutet nichts anderes, es sollen nicht mehr alle einen rechtlichen Anspruch auf Verteidigung in Österreich haben. Die Umsonst ist die von Wolfgang Fellner, zu dessen runden Geburtstagen alle, die auf dem Land Rang und Namen haben, laufen. Wie es auch irgendwann im letzten Jahr zu seinem sehr runden war, bei dem sich die gesamte Republik, wie es so schön heißt, ein Stelldichein mit übervollen Honigtöpfen gab. Und die fellnerische Umsonst teilt darüber hinaus mit der identitären Gemein-Schaft auch noch die Sippenhaftung …

In Österreich muß gerade in diesen Tagen der Hysterie und Denkaussetzungen nach den Morden in Paris mit Erleichterung festgestellt werden, daß die fellnerische Umsonst nicht auch noch den Antisemitismus mit der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft teilt, der gesinnungsgemäß sofort von einem aus der Schreibstaffel mit dem Namen Franz Dinghofer unter Zustimmung bedient wurde:

„Dabei hat Binder so einen gewissen ethnischen Familienhintergrund, den man ihm auch ansieht. Augen lügen nicht.“

Wer mit einer Wette sicher viel Geld gewinnen will, der sollte jetzt schnell darauf wetten, daß auch dieser Kommentar noch lange auf der Website, zu der auch ein He-Chr. Strache mit Gesinnungsliebe verlinkt, zu lesen sein wird, auch dieser Kommentar weitere Zustimmung erfahren wird …

Vom Wesen der Religion – Kriege, Zerstörungen und Frauenmißhandlungen

Erasmus von Rotterdam, der vor fünfhundert Jahren lebte, schrieb bereits:

„Alle Schriften der Christen, ob man das Alte Testament liest oder das Neue, predigen laut nichts anderes als Frieden und Einmütigkeit – und das ganze Leben der Christen dreht sich um nichts anderes als um Kriege.“

Fünfhundert Jahre später merkt Nuccio Ordine hierzu an:

„Erasmus legt hier den Finger in eine Wunde, die nicht nur Christen quält. Seine scharfsinnigen Betrachtungen können noch heute auch für andere Glaubensrichtungen gelten, denn das Risiko des Fanatismus nistet sich in allen Religionen ein. In allen Epochen wurden leider im Namen Gottes Massaker, Gemetzel, Völkermorde begangen.

Im Namen Gottes wurden Kunstwerke von universeller Bedeutung zerstört, ganze Bibliotheken mit Handschriften und Büchern von unschätzbarem Wert verbrannt und Philosophen und Wissenschaftlicher auf den Scheiterhaufen gebracht, die in entscheidender Weise zum Fortschritt des Wissens beigetragen haben.“

Und es ist leider immer noch nicht vorbei. Das alles geschieht grausam weiterhin. In der Gegenwart. Im 21. Jahrhundert. Aktuell ist es die Religion des Islam, in dem der Fanatismus tödlich nistet. Jedoch, es gibt keine Garantie, daß dieser grausame Fanatismus nicht wieder irgendwann sich in der Religion des Christentums einnistet, politisch vermählt mit dem Rechtsextremismus, mit dem Faschismus …

Buben gewinnen durch Heirat - Mädchen verlierenEinen weiteren Wesenszug der Religionen hat Ordine jedoch nicht erwähnt. Der aber nicht unerwähnt bleiben darf. Wie im Namen Gottes oder Allahs (wie auch immer diese Figuren benannt werden) oder der Prostata die Frauen gesehen und behandelt, also mißhandelt werden. Abscheulicher, ekelerregender, widerwärtiger, verabscheuungswürdiger geht es wohl nicht mehr, ist es nicht mehr vorstellbar, außer mit Sicherheit für jene, die mit dieser religiösen Phantasie gesegnet oder gestraft sind Das Christentum hat zwar das Verbrennen von Frauen als Hexen aufgegeben, nicht aber die Ungleichbehandlung von Frau und Mann – worüber erst kürzlich geschrieben wurde: Männerquote zu einhundert Prozent erfüllt

Auch über das Wesen der Religionen ist in diesen hysterischen Tagen nachzudenken und nicht über Sicherheit. Denn die Sicherheit, die nun gefordert wird, ist eine Sicherheit für nicht einmal eine Minute. Was seit Jahrhunderten über Religionen gewußt wird, muß endlich in Taten umgesetzt werden, denn sonst wird es immer so weitergehen, und in fünfhundert Jahren werden wieder nur hysterische Tage mit dem Geschrei nach Sicherheit erlebt werden, weil eben wieder religionsnistende Fanatiker und Fanatikerinnen im Namen einer dann anderen Prostata Massenmorde, Massenvergewaltigungen, Zerstörungen von Kunstwerken, Bibliotheken, Büchern, Karikaturen …