Die von Freiheitlichen umbullte Frau Deutschtum Reich ist sehr lange schon tot

Es ist noch Wahlkampf. Und wenn Sie jetzt noch immer meinen, die Freiheitlichen buhlen um Ihre Stimme, weil die Freiheitlichen sich dann für Sie einsetzen werden, für Ihr Wohlergehen ihre Kraft … Dann irren Sie sich. Die Freiheitlichen wollen Ihre Stimme, um diese ihrer angebeteten Dame als Geschenk darzureichen, um von ihr erhört zu werden, von der für Freiheitliche „edelsten Dame“ mit Namen „Deutschtum Reich“, wobei versucht wird zu behaupten, es seien sogar zwei Damen … Dann jedoch „dienen“ sie ohne Herz, oder sie haben drei Herzen, eines für jede Dame und eines, steht geschrieben, haben sie auch noch für das „Volk“ … Eine derartige anatomische Anomalie aber ist nicht bekannt. Sie haben menschgemäß ein Herz, und dieses ganz ihrer Frau Deutschtum Reich verpfändet – allerdings könnte Reich auch der Vorname sein, das ist bei diesen als Namen eingesetzten sächlichen Hauptwörtern nicht eindeutig zu bestimmen …

Frau Deutschtum Reich - Von Freiheitlichen umbuhltEs irren sich aber die Freiheitlichen ebenfalls, oder sie irren sich auch nicht, und sie haben bloß eine ganz eigene Wahrnehmung von der Welt. In der ganz eigenen freiheitlichen Wahrnehmung der Welt ist das Tote lebendig und das Lebendige tot. Sonst in der Welt, zu der Freiheitliche keinen Zugang haben und finden, wird schon lange gewußt, daß die von Freiheitlichen umbullte Frau sehr lange schon tot ist …

Aber Freiheitliche lesen so viele alte und das heißt tote Bücher, in denen ihre Frau Reich Deutschtum als Lebende geführt wird, daß beinahe Verständnis aufgebracht werden könnte, wenn Freiheitliche das Tote und das Lebendige nicht zu unterscheiden vermögen, aber auch, daß Freiheitlichen die Zeiten durcheinanderkommen, sie nicht mehr wissen können, in welcher Zeit sie …

Freiheitliche lesen also die Bücher, die in der wirklichen Welt auf Dachböden, in Kellern, in Antiquariaten vermodern, es sogar immer seltener wird, daß Historiker oder Literaturhistorikerinnen noch das Erbarmen aufbringen, den Schreien dieser Bücher nach Lesenden nachzugeben …

Aber die Freiheitlichen kriechen durch diesen Bücherschlamm und holen eines nach dem anderen hervor. Wie auch wieder in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ. Diesmal ist es Franz Karl Ginzkey – unnötig zu schreiben, wessen Reich auch er Sänger war …

Freiheitliche haben aber nicht nur eine ganz eigene Welt, die sonst für alle schon lange untergegangen ist, in der sie, die Freiheitlichen, nur von Totem umgeben sind, in der sie, die Freiheitlichen, nur Zwiesprache mit Toten halten, um eine tote Frau bullen – was für eine gespenstische Welt … Freiheitliche suchen aus ihren toten Büchern auch stets mit größter Zielsicherheit die Stellen heraus, die … Möglicherweise besitzen Freiheitliche aber die größte denkbare Sehschwäche, und es ist ihnen durch dieses psychosomatische Leiden gar nicht möglich, beispielsweise das zu erlesen, was auch ihr Franz Karl Ginzkey geschrieben hat, als er noch kein Reichssänger war, in seinem von der freiheitlichen ZZ zur Wiederlesung aus dem Schlamm gezogenen Buch „Der von der Vogelweide“:

Er kenne nur einen Gott, das sei die Vernunft, und ein vernünftiges Wort an den Sultan werde ihm größeren Vorteil bringen, als jegliches Litaneien und Heidenabschlachten.

Anderseits, wie können Freiheitliche, die von der Vernunft nur und auch nur vielleicht lesen, an die Vernunft glauben, wenn schon Franz Karl Ginzkey, der die Vernunft schreibend zum einzigen Gott erhob, die Vernunft vergaß, um alsbald Sänger des Reiches zu werden …

NS Im christschwarzen regierten Niederösterreich singt wohl ein Erwin Pröll heute noch die Landeshymne laut und vielleicht falsch mit, gedichtet von Franz Karl Ginzkey – „Getreu dem Geist der Ahnen“ … Die Christschwarzen, und ihnen voran Michael Spindelegger, klopfen wieder um Einlaß in die Tradition, aber in der wohnt die Zukunft ebenso wenig, als in der Welt der Freiheitlichen, an deren Budentor sie auch in verzweifelter Suche nach …

NNS Und was noch in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ steht, in dieser ganz im Wahlkampfeinsatz stehenden Ausgabe, die die „wahre Alternative“ anpreist … Es ist diesmal tatsächlich wahr, was die freiheitliche ZZ schreibt, aber ungewöhnlich bescheiden formuliert das die freiheitliche ZZ … Die freiheitliche ZZ hätte ohne weiteres schreiben können, sie, die Freiheitlichen, seien alternativlos – in ihrer Welt … Das hätte ihre Dame erwecken können, und was wäre das für die Freiheitlichen für ein schöner Wahlerfolg am kommenden Sonntag geworden: eine einzige Stimme, aber was für eine, das erfolgreiche Ende eines jahrzehntelangen Umbullens …

NNNS In einem Nach-Nach-Nachsatz findet sich der Platz, um Erich Körner-Lakatos zu sagen, üben Sie, Erich Körner-Lakatos, üben Sie weiter, noch sind Sie bei der Satire nicht angelangt – aber nicht öffentlich … Was Sie diesmal ablieferten, kann – um Ihnen Hoffnung zu machen, soll Ihnen aus dem Wort Satire das „i“ zugestanden werden – genannt werden: Verharmloserei, Verfälscherei, Aufwiegelei …

Auf freiheitlicher Website bewirbt sich wieder einer als Krematoriumsheizer in Auschwitz

Das muß gegen den eigenen Willen so kraß betitelt werden. Denn anders kann diese neuerliche Ungeheuerlichkeit auf einer freiheitlichen Website nicht deutlich genug gemacht werden. Denn nichts anderes will einer aus der Schreibstaffel wieder erleben: ein blutrünstiges Regime, das wieder Menschen beseitigt, einen Staat ohne Rechtsstaatlichkeit, eine Diktatur, in der Menschen nur für ihre Gedanken verfolgt werden, dafür weggesperrt werden sollen, nur weil sie denken, und zwar so lange sollen sie weggesperrt werden, bis diese Menschen, die nichts getan haben, außer nur zu denken, die nichts verbrochen haben, außer nur einer anderen politischen Gruppe anzugehören, in Krematorien verbrannt werden können …

Dieser aus der Kommentarstaffel will sie zwar im „Knast“ sehen, aber dieser kann kein Gefängnis nach rechtsstaatlichen Prinzipien mehr genannt werden, wenn Menschen nur wegen ihrer Gedanken und ihrer Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppierung eingesperrt werden sollen – das sind Konzentrationslager. Und um das Grauen von Konzentrationslagern kurz und bündig zu beschreiben, mußte der Name Auschwitz angeführt werden, das Synonym schlechthin für Grauen und Blutrunst, für Vernichtungslager …

Freiheitliche Schreibstaffel unzensuriert

„Denn wer bewusst das Volk belügt, betrügt und volksverraeterisch tätig ist gehört von der Gesellschaft entfernt. Ich hoffe es kommt die Zeit und ich darf es erleben wie diese Volksverraeter bestraft werden.“

Und der Skandal jetzt daran ist, das steht wieder auf der freiheitlichen Website, deren Gründung eine Initiative freiheitlicher Nationalräte ist, aus deren freiheitlichem Umfeld der nächste Dritte Nationalratspräsident, geht es nach den Freiheitlichen, kommen soll, nämlich Norbert Hofer. Und der größere Skandal nach der Nationalratswahl am 29. September 2013 wird sein, daß christschwarze Abgeordnete diesen wieder hauptverantwortlich auch dazu machen werden, wenn …

Und die skandalöse Ungeheuerlichkeit jetzt daran ist, daß diese neuerlichen Phantasien und Vorschläge zur Gesellschaftsgestaltung brutalster, rohester und unzivilisiertester Art seit zwei Tagen auf der freiheitlichen Website zu lesen sind, diese also nicht augenblicklich gelöscht worden sind. Denn es sind nicht diffus gegen irgendwen formulierte Verfolgungsforderungen blutrünstigster Art und schamloseste Verleumdungen und widerwärtigste Unterstellungen, sondern konkret gerichtete gegen Menschen, die nicht den Freiheitlichen angehören, also einer bestimmten anderen Partei, und infamste Unterstellung sogar direkt gegen einen einzelnen, nämlich gegen Bundeskanzler Werner Faymann … Das sind derart kriminelle Anschuldigungen, die nicht zitiert werden wollen, aber als Beweis mußten diese gegen den eigenen Willen auf die carte postale geklebt werden.

Und die skandalöse Ungeheuerlichkeit jetzt daran ist, nicht nur, daß es die Freiheitlichen nicht löschen, sondern auch, daß dieser aus der Schreibstaffel auch Zustimmung erhält, wie gelesen werden kann, es also nicht nur die Vorstellungen eines einzelnen sind … Freiheitliche ihm diese Propaganda also ermöglichen …

Und die ständige skandalöse Ungeheuerlichkeit daran ist, es ist kein Einzelfall, daß auf der freiheitlichen Website Mordphantasien für Monate nicht gelöscht werden …

Aber der noch viel größere Skandal wird sein, wenn eine Partei mit einer derartigen Website auch noch in die nächste Regierung kommen wird, wieder kommen wird, nur weil die Christschwarzen ihrem Michael Spindelegger seinen Traum erfüllen wollen. Dieser Skandal kann verhindert werden: 3,85 Prozent sind für Freiheitliche mehr als genug.

Aber der noch viel größere Skandal wird sein, wenn eine Partei mit einer derartigen Zeitung, wie es die freiheitliche ZZ ist, wieder in das Parlament wird und wieder den Dritten Nationalratspräsidenten stellen wird, nur weil Michael Spindelgger realiter seinen Traum, er könne etwas tun, zerschellt sehen will, auf Kosten der Menschen in diesem Land, wobei ohnehin schon klar ist, es ist nur ein Traum von ihm, daß Michael Spindelegger etwas schaffen könne, etwas zum Wohlergehen der Menschen in diesem Land beitragen könne. Dieser Skandal kann verhindert werden, deshalb – mit weiteren Informationen – noch einmal: 3,85 Prozent Stimmenanteil für Freiheitliche sind im Grunde schon bei weitem zuviel.

Die Drei-Kasten-Politik der Medien – Am Beispiel der Wahlkämpfe

Der Politik wird viel vorgeworfen. Eigentlich wird alles schon der Politik zum Vorwurf gemacht. Die Politik ist die Schuldige. Die Politik muß zur Richtstatt geführt werden. Die Vorwürfe an die Politik und die Anklage der Politik sind in den Akten zu lesen, die unter dem Titel Medien bekannt sind, die diese Vorwürfe und die Anklage transportieren und massenhaft verteilen. Zu oft auch die Vorwürfe und die Anklage erst erzeugen, um sie dann gewinnbringend zu veräußern.

Was aber die Medien unter Politik anbieten, ist nur ein Ausschnitt der Politik, und eigentlich schon nur mehr ein sehr geringer Ausschnitt der Politik …

Dreikastenpolitik der Medien

Insgesamt 14 Parteien kandidieren – Breite und prominente Berichterstattung nicht einmal über die Hälfte der wahlwerbenden …

Wenn hier von Medien gesprochen wird, dann sind stets die auflagenstarken Medien gemeint, also der sogenannte Boulevard. Allerdings ist eine französische Bezeichnung für diese Medien ein allzu vornehmes Wort, das sich die gutter press zur Eigenerhebung des Ansehens wohl selbst gegeben hat, während die treffendere und seit etlichen Jahren bevorzugte Bezeichnung für den Boulevard gutter press ist, das mit Gossenpresse am treffendsten wohl übersetzt ist. Zu den auflagenstarken Medien, die stets gemeint sind, wenn hier von Medien gesprochen wird, gehören auch die sogenannten und österreichischen Verhältnissen gemäßen und noch so aber wie lange noch so zu nennenden Qualitätszeitungen.

Fernab von diesen auflagenstarken Medien gibt es menschgemäß Publikationen, die ein umfangreiches Bild der Politik präsentieren, die aber in der breiten Öffentlichkeit kaum bis keine Beachtung finden. Damit aber Politik breit wirken kann, breiten Zuspruch erfahren kann, breite Mitwirkung hervorruft, braucht Politik unbedingt eine breite Öffentlichkeit, somit auch die gutter press und die auflagenstarken Qualitätszeitungen.

Während es also längst schon eine Politik gibt, die nichts mit der von den Medien verbreiteten und darüber hinaus äußerst eingeschränkten Politik zu tun hat, um es kurz und griffig zu sagen, eine andere Politik längst schon aktiv ist, verbreiten die Medien nach wie vor und weiter ein mit reichlich Patina überzogenes Politikbild. Generell kann beispielsweise an die common-sense-Bewegungen  und an aberviele weitere politisch determinierte Initiativen verwiesen werden, die in den Medien nicht vorkommen, trotz des Umstandes, daß die Bewegungen politische Weltentwürfe und politische Visionen – Geschenke-Ökonomie, Grundeinkommen, Urban gardening und so weiter und so fort – vorweisen können, werden sie von den Medien ignoriert, obwohl Medien zugleich klagen, es würde keine politischen Visionen und politische Weltentwürfe mehr geben. Das würde hier zu weit führen, zumal es darüber fernab der Medien genügend Informationen gibt, die eingeholt werden können und müssen, weil ebendie Medien diese nicht …

Und das wäre auch eine Themenverfehlung, wurde doch im Titel versprochen, über die Drei-Kasten-Politik der Medien am Beispiel der Wahlkämpfe zu schreiben …

Das aktuelle Beispiel ist menschgemäß der Wahlkampf zur Nationalratswahl am 29. September 2013. Was über diesen Wahlkampf gesagt werden kann, kann im Grunde über alle Wahlkämpfe in diesem Land gesagt werden, ganz gleich ob auf Bundesebene, ganz gleich ob auf Landes- und Gemeindebene, aber auch auf europäischer Ebene.

Nicht die Politik erhält das System, das inzwischen schon derart von Rechts und Links in Verruf geraten ist, sondern die Medien erhalten dieses System, und zwar dadurch, daß sie eine Drei-Kasten-Politik betreiben.

Am meisten verbreitet und bevorzugt wird die erste Kaste. Zu der gehören die Parteien, die im Parlament vertreten sind. Zur zweiten Kaste gehören Parteien, die nicht im Parlament vertreten sind, aber einen Reichen in ihren Reihen haben, um in den Medien ein wenig mehr Beachtung als die dritte Kaste zu finden, zur der, zur dritten Kaste, gehören die Parteien, die weder im Parlament sind noch mit einem Reichen aufwarten können.

Es wird also von den Medien massiv verbreitet und damit massiv verfälscht, es würde sich nur die erste Kaste zur Wahl stellen, als wäre nur die erste Kaste für die Politik die entscheidende Kaste.

In den Medien von der dritten Kaste in die zweite Kaste aufzusteigen, um wenigstens ein wenig mehr mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, gelingt nur und ausschließlich mit einem Reichen, wie das Beispiel der Neos zeigt. Ohne Hans Peter Haselsteiner würden die Neos wie eine Partei aus der dritten Kaste behandelt werden, also ignoriert, alibihaft … Mit einem Reichen ist es also möglich und nur mit einem Reichen ist es möglich, sogar eine eigene Wahlarena-Sendung zu bekommen, und nicht nur das, ein Reicher wird sofort, egal welcher chancenlosen Kleinstpartei er angehört, zum Ministerkandidaten erhöht. Mit einem Reichen ist es also vollkommen egal, ob je die Chance besteht, in das Parlament gewählt zu werden oder nicht. In der dritten Kaste müssen Parteien ohne Reiche ihren Wahlkampf mühsam und aussichtslos absolvieren, wie beispielsweise die Piratenpartei, die KPÖ …

Zu den Medien gehören menschgemäß auch die Fernsehsender mit hohen Reichweiten, die ebenfalls diese Drei-Kasten-Politik betreiben. Wobei sich die sogenannten Privatsender wie der ORF verhalten, als wären sie auch dem ORF-Gesetz mit seiner Verpflichtung zur Objektivität unterworfen. Gerade aber der ORF verletzt seine Objektivtätsverpflichtung ständig, denn nirgendwo im ORF-Gesetz wird davon gesprochen, die Objektivität verpflichte den ORF dazu, nur über die im Parlament vertretenen Parteien zu berichten. Ganz im Gegenteil. Der ORF schränkt seine Informations- und Objektivitätspflicht auf die erste Kaste ein …

Es wird menschgemäß der Einwurf kommen, es wird ja auch über die dritte Kaste berichtet, auch der dritten Kaste wird Platz eingeräumt. Aber in welchem Ausmaß? Es ist ein Alibi, mit dem kein Täter und keine Täterin ihre und seine Unschuld beweisen könnte.

Es hätte auch die Drei-Klassen-Politik der Medien genannt werden können, aber Kasten ist zutreffender. Denn es hat auch etwas mit Kasteldenken zu tun, etwas mit dem mausstarren medialen Blick auf die Schatulle der Reichen, um noch einmal auf Hans Peter Haselsteiner zurückkommen. Die gleichen Voraussetzungen, um in den Medien als Ministerkandidat breit geführt zu werden, bringt beispielsweise auch ein Kandidat von den ebenfalls kandidierenden Christen mit, beide gehören einer Partei an, die nicht im Parlament vertreten sind, beide Parteien sind Kleinstparteien und beide Parteien haben nach Meinungsumfragen nicht die große Chance, in das Parlament zu kommen. Und es kann noch ein Reicher angeführt werden, vor dessen Schatulle die Medien noch erstarrter verharren – Frank Stronach … Noch nie wurde einem Nichtreichen, der eine neue Partei gründete, aber dafür mit politischem Inhalt derart exzessive mediale Aufmerksamkeit zuteil, wie eben Frank Stronach, dessen Schatuelle leer von politischem Inhalt ist.

Das Kasteldenken zeichnet sich auch dadurch aus, daß auf die erste Kaste gestarrt wird, also auf die Parteien, die im Parlament vertreten sind, als wäre es schon sicher, daß es so bleiben wird, daß diese Parteien wieder in das Parlament gewählt werden, und deshalb müsse der ersten Kaste auch mehr Beachtung zuteil werden. Wie aktuell in Deutschland passiert, ist das nicht so sicher, die FDP ist draußen, draußen aus der Regierung, draußen aus dem Parlament … Und in Österreich wird gerade den Blaßblaufreiheitlichen immer noch größter medialer Platz eingeräumt, während es mehr als ungewiß ist, ob die orange eingefärbten Freiheitlichen nach dem 29. September 2013 das Parlament von innen sehen werden, naja, vielleicht noch als Besucherinnen auf der Zuschauertribüne … Darüber hinaus, was haben diese Blaßblaufreiheitlichen politisch anzubieten, das diese mediale Aufmerksamkeit noch irgendwie rechtfertigen könnte? Das ist eigentlich keine Frage mehr, sondern schon die Antwort …

Und es spricht auch für den Begriff Kaste die Tatsache der Trennung zwischen den Kasten. Die Wahlsendungen der Fernsehsender zeigen diese Trennung sehr deutlich und beispielhaft auf: es wird innerhalb der Kasten diskutiert, eine Durchmischung findet nicht statt. Ein Kandidat beispielsweise von der Partei „Der Wandel“ darf nicht einmal mit einem Josef Bucher, dem gerade noch vier Tage der Arbeitsplatz Parlament …, eine öffentliche Fernsehdiskussion führen, geschweige denn mit einem Bundeskanzler. Der dritten Kaste wird gerade einmal angeboten, untereinander zu diskutieren, um sich so gegeneinander Stimmen abzuwerben. Aber die dritte Kaste tritt nicht gegeneinander an, fehlte gerade noch, daß für die dritte Kaste eigene Wahlen …

Mit Politik einhergeht auch stets die Diskussion um Demokratie, um, wie es jetzt so gerne formuliert wird, direkte Demokratie … Und der Politik wird vorgeworfen, Verhinderin des Ausweitung der Demokratie zu sein, und auch dieser Vorwurf wird breit von den Medien gestreut … Aber welche Rolle spielen die Medien selbst dabei? Wieder eine ganz und gar nicht förderliche. Wenn an die unselige Volksbefragung zum Bundesheer im Jänner 2013 erinnert werden darf. An diesen Versuch der sogenannten direkten Demokratie. Was streuten die Medien breit und prominent? Die Medien reduzierten es auf die zwei vorgebenen Fragen. Verschwiegen somit all die Varianten und Visionen, die es auch in bezug auf das Militär gibt …

Nach diesem Einschub zurück zum aktuellen Wahlkampf … Einen Tiefpunkt als Beitrag zur sogenannten direkten Demokratie lieferte die Qualitätszeitung Der Standard … Tiefer kann es in den vier verbleibenden Tagen bis zur Nationalratswahl am 29. September 2013 nicht mehr geben, oder doch? Bekanntlich stirbt die Überraschung zuletzt …

Es dürfen menschgemäß die Eigentumsverhältnisse der Medien nicht vergessen werden, und wenn diese mitgedacht werden, wird es verständlich, weshalb es die Drei-Kasten-Politik der Medien gibt …

Die andere Politik gibt es bereits, nun wird es Zeit für andere Medien …

Letzte Zwischenstände vor der Nationalratswahl – Keine freiheitlichen Comics

Wer der Zwischenstände der beiden Umfragen von heute mit den am 7. September 2013 veröffentlichten Zwischenergebnissen vergleicht, wird feststellen, es hat sich nichts verändert: die Werte wie immer gleich hoch schlecht. Oder, wer darin eine Veränderung sehen möchte, die Werte für die Abgeordneten, die ihre Rücktritte wegen ihrer Wahl von Martin Graf zum III. Präsidenten NR einreichen sollten, sind noch ein wenig schlechter geworden, und das betrifft vor allem die christschwarzen Abgeordneten, die vor bald fünf Jahren hauptverantwortlich für das Präsidentenmachen waren …

Sie sind nach wie vor herzlich eingeladen, sich an diesen beiden Umfragen zu beteiligen.

Umfragen - Letzte Zwischenstände vor der NR-Wahl 2013Zwei Umfragen, deren Hauptaufgabe es ist, an die Zukunft zu erinnern, was von Freiheitlichen in den nächsten fünf Jahren zu erwarten ist, was von einem nächsten freiheitlichen Dritten Nationalratspräsidenten zu erwarten ist, der nach den Freiheitlichen Norbert Hofer heißen soll, wird zurückgedacht, was von den Freiheitlichen in den letzten fünf Jahren, was von Martin Graf in den letzten fünf Jahren …

Auch wenn Martin Graf aus der breiten Öffentlichkeit verschwunden ist, er nicht mehr kandidiert, heißt das überhaupt nichts, vor allem nicht eine Verbesserung, es hat sich nur einer verabschiedet, die anderen bleiben, die nächsten kommen, um zu werden, was Martin Graf …

Die freiheitlichen Comics etwa, um eine aktuelle Aufregung als Beispiel anzusprechen … Wieder also gibt es eine Aufregung um einen freiheitlichen Comic, wobei gar nicht darauf eingegangen werden will … Ein Comic in der Qualität, über die bereits geschrieben wurde. Und es spricht nicht für die Freiheitlichen, daß sie nicht alles zeichnen lassen, was sie lesen – aber das gebietet den Freiheitlichen wohl die Vorsicht vor … -, beispielsweise:

Auch die dreihundert der gefangnen Türken;
Wir haben nichts zu essen für die Hunde
Und geben kein Quartier, verlangen keins.
Man pflanze ihre Köpfe aus die Mauer;
Sie zahlen uns für unsrer Dörfer Brand
Und für das Blut schuldlos erwürgter Brüder.
Ein großes Kreuz, das Zeichen unsers Glaubens,
Sei blutigrot auf unser Thor gestellt,
Das melde den verwegnen Türkenhunden,
Und wie ich jetzt, der erste, euer Hauptmann,
Vor Gott hinkniee zum gewalt’gen Schwur,
So thut mir’s nach und schwört’s aus meinen Säbel:

So läßt Theodor Körner seinen Zriny reden, und den nennt die freiheitliche ZZ einen Freiheitskämpfer …

Aber dieser Geist aus der den Freiheitlichen liebsten Literatur, der sie – es sich wohl als Ehre recht hoch anrechnen – die Treue halten, die sie zum Wiederlesen empfehlen, führt ihnen den Karikaturenstift … Das Schreiben der Mordphantasien wird der Schreibstaffel überlassen, und die wird damit belohnt, daß es nicht gelöscht wird. Auch heute, 23. September 2013, 19.38 Uhr, können nach wie vor die Kindermordphantaisen auf der freiheitlichen Unzensuriert At gelesen werden, gelesen werden seit dem 10. Juli 2013 – die Zustimmung ist ein wenig gestiegen, wie verglichen werden kann …

Und im Oktober, wenn Martin Graf nicht mehr im Parlament sein wird, nimmt die freiheitliche Unzensuriert At an einer Messe in Berlin teil, und wird sich wohl selbst wieder mit neuer, das heißt alter Literatur eindecken, um sie dann wieder zu empfehlen, und freiheitliche Comiczeichner werden darin neue, das heißt alte Vorlagen für ihre freiheitlichen …

Was ist denn das für eine (Glaw-i-nitsch) Ihre direkt gegarte Demokratie?

Aber auch von Unwiderstehlich kann gelernt werden, in Hinkunft wird jede Zeitungsseite, die von Thomas Glavinic beschrieben ist, sofort ungelesen umgeblättert werden, seine Bücher haben sich je nach ein paar Seiten Lektüre in Buchhandlungen bisher schon nicht für den Kauf empfohlen, und sein letztes Buch hat gelehrt, nicht einmal mehr in Buchhandlungen je wieder eines aufzuschlagen, die Hoffnung ist (aber nicht zuletzt) gestorben, es könnte je noch ein kaufbares …

Thomas Wir schreiben über nichts GlavinicUm diesem Vorsatz nicht untreu zu werden, muß doch über die letzte gelesene Zeitungsseite noch geschrieben werden, es so leichter im Gedächtnis behalten zu können, keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je mehr zu lesen … Es ist doch allzu leicht, etwas zu vergessen, wie beispielsweise, daß Michael Spindelegger – bei dem Thomas Glavinic „keine Lücke“ fand – Verständnis aufbrachte für den syrischen „Herrscher“, und das auch noch zu einer Zeit als der Krieg gegen …

Um also nicht zu vergessen, weshalb zukünftig keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je wieder – ein Merkzettel …

Er, Thomas Glavinic, leitet seine … ein, wisse also über die deutsche Politik besser Bescheid, vermutlich ebenso gut wie Eva Menasse und wahrscheinlich mit ebenso tiefschürfenden Folgerungen … Damit also beginnt Thomas Glavinic seine – was? Seine ironische Politbetrachtung? Seine Polit-Satire? Wenn Ironie, wenn Satire, dann ist es eine selbstentblößende Ironie minus Politik, dann ist es eine selbstentblößende Satire minus Politik …

Selbstentblößende Schreibe minus Politik …

Seine Anteilnahme, schreibt Thomas Glavinic noch im ersten Absatz, am politischen Geschehen in Österreich sei nachhaltig gestört worden, die Freude an österreichischer Politik sei ihm vergangen, weil die Leute, die Wolfgang Schüssel und Jörg Haider dem Land zugemutet … tatsächlich aber zugemutet haben Wählerinnen und Wähler dem Land Jörg Haider und Wolfgang Schüssel. Ob Thomas Glavinic die Freude geblieben wäre, hätte es nur Leute wie Schüssel und Haider gegeben und keine Elisabeth Sickl, keinen Michael Krüger … Thomas Glavinic verwendet die Gegenwartsform, aber in seiner Gegenwart ist es noch nicht angekommen, daß Uwe Scheuch längst schon Vergangenheit ist …

Und wie geht es weiter?

Der zweite Absatz hätte eine eigene Überschrift sich verdient:

Thomas Glavinic errichtet sich einen Altar

Die Idee von Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist blendend, er, Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist mit dem raffinierten Plan von Thomas Glavinic zufrieden, auch die Tageszeitung Der Standard … Um zu wissen, wer wählbar sein könnte, ist nur eines notwendig, essen zu gehen, nicht beispielsweise die Parteiprogramme in die Hand zu nehmen, sondern bloß Messer und Gabel … Den Löffel aber bekommen die Menschen, zum Auslöffeln der Suppe, wenn sie nur aus jenen auswählen, die für Thomas Glavinic allein und einzig sich der Wahl stellen, brav werden von ihm die kandidierenden Parteien verschwiegen, die noch nicht im Parlament … Ja, wem Thomas Glavinic die Ehr‘ erweist, muß schon wer sein, das heißt, muß schon wo sitzen, hoch oben …

Hoffentlich werden, da Thomas Glavinic seine Freude an der österreichischen Politik anscheinend gerade wieder gefunden zu haben scheint, Michael Spindelegger und Heinz-Christian Strache dem Land nicht wieder Leute zumuten, die dann Thomas Glavinic wieder zur …

Es will nicht verschwiegen werden, daß Thomas Glavinic auch Informationen liefert. Jetzt erst kann erfahren werden, wo er im Hochsommer mit Heinz-Christian Strache speiste – im Stadtpark, auf einem für Heinz-Christian Stache heimatlichen Boden, wo er sozialis…

Um es nicht zu lange werden zu lassen, die nächsten Absätze nicht mehr einzeln durchgehen, sondern sie zusammenfassen … es wird Sie, Leser und Leserin, höchstwahrscheinlich bereits ebenso langweilen, als bereits das Schreiben darüber … es könnte jetzt schon abgebrochen werden, aber es muß noch Thomas Glavinic Gerechtigkeit widerfahren lassen werden …

Thomas Glavinic überlegt viel

Er, Thomas Glavinic, habe sich viel überlegt, was er Heinz-Christian Strache … Das Ergebnis ist beeindruckend. Das wird ihm, Thomas Glavinic, im Büro der Blaßblauen sogleich auch bestätigt, derartige Ergebnisse könne nur ein guter Schreiber … Seit der Lieferung dieses Ergebnisses soll es Menschen geben, die nicht davon abzubringen sind, zu behaupten, der Schriftsteller Heinz-Christian Strache habe im Hübnerpark den freiheitlichen Spitzenkandidaten Thomas Glavinic … Herbert Kickl muß für Heinz-Christian Strache viel schreiben, und gerade in Zeiten eines Wahlkampfes kann es dazu kommen, damit überlastet zu sein, keine Ideen mehr zu haben, einen ghostwriter zu benötigen … Sollte Herbert Kickl sich bereits in dieser Notlage befinden, von Thomas Glavinic liegt nun eine Bewerbung vor, für ihn, Herbert Kickl, sind die Thomas Glavinic dafür qualifizierenden Stellen markiert: „ein aufmerksamer Linker“, „Innenministerium, drei Frauen schreien, es scheint sich um eine Demonstration“, „Ich nix Chef“, „überall nuckeln Babys an riesigen Milchbrüsten“ …

Das hat mir noch gefehlt. Jetzt mag ich H.-C. Strache! Mein Projekt, die österreichische Politik besser zu verstehen, steht bereits beim ersten Treffen mit einem Politiker auf der Kippe. Ich kann doch nicht plötzlich Sympathien für jemanden entwickeln, dessen Politik ich fürchterlich finde! Aber es hilft nichts, er ist irgendwie nett, und so ziehen wir noch gemeinsam hinüber in ein Bierlokal, wo der FPÖ-Chef die Huldigungen […]

Er, Thomas Glavinic, weiß zuerst nicht viel von Heinz-Christian Strache, findet dann seine Politik doch fürchterlich, um ihn schließlich nett … Puh … Pah! was soll Heinz-Christian Strache denn sonst sein, als nett? Wer ist im persönlichen Umgang nicht nett? Die Zeitgeschichte ist voll von netten Menschen – im persönlichen Umgang … In der Umsonst alias Heute wurde beispielsweise erst am 9. September 2013 über die Tochter des KZ-Kommandanten Rudolf Höss berichtet, die ihren Vater als den „nettesten Mann der Welt“ …

Ob Thomas Glavinic Zukunftsängste plagen? Denn gleich noch eine zweite Bewerbung – wie zur Absicherung, wenn aus der ersten nichts – gibt er ab … Für die Stelle, falls es diesen Posten schon gibt, und wenn nicht, müßte dieser noch geschaffen werden: Budennarr bei den freiheitlichen Schaften … Qualifiziert hat sich Thomas Glavinic, wie gelesen werden kann, dafür … Es flogen die Fetzen, und beide fanden das lustig – komischerweise … Thomas Glavinic sagte Heinz-Christian Strache unangenehme Dinge, er, Thomas Glavinic, zog Heinz-Christian Strache ständig auf, zeihte ihn allerhand Schrecklichkeiten, aber das schien Heinz-Christian Strache zu gefallen … So durfte seinerzeit nur der Hofnarr, allerdings dieser Hinweis in Verbindung mit Freiheitlichen ist zu hoch gegriffen … Hof … Bauernhof … Dorf … Es wird gesagt, sogenannten Dorftrotteln wurde zugestanden, zu reden, wie ihnen der … Das trifft es wohl auch nicht, Heinz-Christian Strache scheint ja zugehört zu haben … Budennarr, ja … Das Handtuch als Kappe müßte Thomas Glavinic wohl ablegen, Schaften legen viel Wert auf das Äußere, auf eine recht ordentliche Uniform … Aber die Schaften würden dann wohl Thomas Glavinic eine schöne Kappe auf ihre Kosten besorgen und vielleicht sogar eine zweite für den Sommer – mit Ventilator zur Kühlung …

Ach, wie gut, daß allen ich sagen kann, daß Unwiderstehlich mein Nam‘

Daß Eva Glawischnig nicht Thomas Glavinic geheiratet hat, daran war nur der Doppelname schuld, der eine Karriere …

Ach, hätte sich Thomas Glavinic nur früher schon umtaufen lassen … Erspart wäre ihm geblieben der ganze Ärger mit dem Namen … Unwiderstehlich können bestimmt alle richtig aussprechen …

Und was für eine Karriere hätte das werden können, er selbst als grüner Spitzenkandidat Unwiderstehlich, während Glawischnig dahoam die Kinder …

Und auch auf das Essen mit Frank Stronach hat sich Thomas Glavinic so gut vorbereitet, haufenweise Überlegungen angestellt … Es fand nicht statt, so konnte er, Thomas Glavinic, Frank Stronach nicht nach den Berufskillern persönlich fragen … Möglicherweise hat Thomas Glavinic andere Killerinnen gemeint, und er hätte Frank Stronach nach seinem Umweltprogramm …

Wählen werde er, Thomas Glavinic, Eva Glawischnig, weil, die profundeste politische Überlegung, seit es politische Überlegungen gibt, Eva Glawischnig ein „echter Mensch“ … Und wohl auch deshalb, weil sie Verständnis für seine Probleme und seinen Ärger mit der „SVA“ …

Darum geht es also, um Bares, um Stimmen der eigenen Interessen, wenn es Thomas Unwiderstehlich um „Demokratie geht“ …

Sebastian Kurz und Johanna Mikl-Leitner mißbrauchen Behördenschreiben an Zivildienstleistende für Eigenwerbung

Es hängt wohl damit zusammen, daß Regierungsinserate nicht mehr mit den Fotos von Ministerinnen und Ministern geschaltet werden dürfen, wurde damals schon gedacht, als plötzlich amtliche Schreiben an Zivildienstleistende mit dem Foto von Johanna Mikl-Leitner und von ihr unterschrieben versandt wurden.

Das wurde noch übergangen, wer will schon so kleinlich sein, und das gleich als verzweifelte Suche nach neuen Möglichkeiten der Eigenwerbung hinstellen. Auch wurde gedacht, nun gut, Johanna Mikl-Leitner ist für den Zivildienst zuständig, also warum nicht …

Aber jetzt …

Kurz - Mikl-Leitner EigenwerbungZivildienstleistende erhalten nun ihr Zivildienstabzeichen mit einem Begleitschreiben, auf dem nicht nur das Foto von Johanna Mikl-Leitner prangt, sondern auch das von Sebastian Kurz, und beide unterschreiben den Brief …

Die Aufgabenbeschreibung von Sebastian Kurz als Staatssekretär für Integration enthält keinen Hinweis darauf, daß er irgend etwas mit dem Zivildienst zu tun hätte, also kann dieses Begleitschreiben an Zivildienstleistende nur als Eigenwerbung gesehen werden, sowohl für Sebastian Kurz als auch für Johanna Mikl-Leitner …

Und es ist nichts anderes als Eigenwerbung, denn die für den Zivildienst zuständige Bundesbehörde ist die Zivildienstserviceagentur, die von Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz dazu degradiert wird, ihre Werbebriefe zu verschicken. Und wie es bei Werbung üblich ist, entspricht es auch nie ganz der Wahrheit, wie gelesen werden kann. Denn Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz behaupten in ihrem Werbebrief:

Ihr Einsatz während des Zivildienstes wird Menschen zu Gute kommen, die sich in Notlagen befinden oder auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Und es ist vor allem ein Werbebrief gegen Integration. Denn. Es sind österreichische Staatsbürger, die zum Zivildienst müssen. Mit diesem staatsbürgerlichen Status hat das Gerede von der Integration aber spätestens beendet zu sein, nicht aber für Kurz und Mikl-Leitner … Für Mikl-Leitner und Kurz soll niemand entlassen werden, sondern auf ewig eingesperrt bleiben in einer einmal zugewiesenen Identität …

Andererseits kann es auch etwas Gutes haben – so können sich Zivildienstleistende gleich die Gesichter merken, die für die Ungleichbehandlung von Zivildienstleistenden und Soldaten verantwortlich sind. Denn Zivildienstleistende müssen nach wie vor ein paar Monate länger zum Zivildienst als Wehrpflichtige zum Bundesheer …

Übrigens, Bundesheer … Was ist aus den „großen Reformen“ geworden? Auch gut, ein Bild wieder vor sich zu haben, zur Erinnerung an die unselige Volksbefragung vom 20. Jänner 2013 …

Mit Theodor Körner gingen die Nazis unter, mit ihm beschwört die ZZ den Sieg – Eine Wahlniederlage

Ein gutes Zeichen für die Nationalratswahl, wenn die freiheitliche ZZ in der aktuellen Ausgabe gleich zweimal Theodor Körner gedenkt, ihn zum Wiederlesen empfiehlt, diesen deutschbündelnden Dichter, mit dem einer der höchsten nationalistischen Massenmordverbrecher die Menschen in den „totalen Krieg“ schrie, bis der „Sieg in unseren Händen“ … Wer sich aber 1943 im Sportpalast genau umgesehen hätte, hätte eines sofort gewußt, hier redet einer nur noch die bevorstehende Wirklichkeit der Niederlage weg – wie noch einen Sieg in Händen halten können, wenn es nicht einmal mehr zwei Hände zum Klatschen gibt …

Lastrede - Theodorf Körner - Freiheitliche - WahlniederladeEin derart gutes Zeichen für die Nationalratswahl am 29. September 2013 und für jede kommende Wahl ist das also, daß gar nicht mehr darauf eingegangen werden muß, wie Freiheitliche Theodor Körner für sich verstehen … Wen kann es noch interessieren, was freiheitliche Wahlverlierer und Wahlverliererinnen lesen und welche Schlüsse sie daraus ziehen? Niemanden …

Verlieren sollen sie, die Freiheitlichen, und zwar total, denn …

NS Wer aber meint, hier werde versucht, den Freiheitlichen zu unterstellen, sie lieben einen Dichter, den schon die Nazis liebten, muß gesagt sein, das ist ein Irrtum – jedenfalls im Falle von Theodor Körner. Es gibt freilich eine Literatur, über die hier schon geschrieben wurde, die heute nicht mehr hoch angesehen ist, außer bei Freiheitlichen und …  Aber wie Literatur reichlich mißverstanden wird, Interpretationen zu oft reinste Irrtumsschriften sind, dafür könnte auch ein Theodor Körner als Beispielgeber herangezogen werden …

Während Joseph Goebbels eine Zeile aus dem Gedicht „Männer und Buben“ paraphrasiert, um im Sportpalast die Menschen in den „totalen Krieg“ zu treiben, schreibt im gleichen Jahr die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ eine Zeile aus dem „Aufruf“ auf ein Flugblatt gegen ebendiese nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen, und sie hätte doch den „Aufruf“ im Anschluß an Joseph Goebbels bruchlos rezitieren können … Dem Kriegstreiber wäre dabei wohl ganz warm ums Herz geworden, so nationalistisch, so deutsch und so kriegerisch Theodor Körner seinen Aufruf …

Bei welchen Stellen es Freiheitlichen wohl so recht warm ums Herz wird, wenn sie das von Helge Morgengrauen besonders hervorgehobene Stück „Zriny“ von Theodor Körner lesen? Bei den Worten, die ungetrübt von englischen Begriffen noch das rechte Frauenbild darstellen? Wenn Allah „grässlich“ genannt wird? Oder wenn im Umgang mit Gefangenen noch keine Konventionen einzuhalten waren, besonders türkische Gefangene behandelt werden konnten, wie es nur die eigene Nächstenliebe vorschrieb und befahl? „Ein edles Herz“ also ganz recht edel wird, wie ebendas von Zriny, der

[s]cheut nicht die Uebermacht! Und gehen hundert
Von ihrer Zahl auf einen Mann von uns:
Gott ist mit uns und seine heil’gen Engel.
Ich fühl‘ ein ganzes Heer in meiner Brust! –
Die weite Christenheit sieht angstzerrissen
Auf uns, den kleinen Haufen Männer, her.
So weit das Kreuz sich auf die Berge pflanzte,
Liegt alles Volk auf seinen Knien und betet
Zum ew’gen Gott für uns und unsern Sieg!
Und wie sie uns und unsrer Kraft vertraun,
So tretet stolz zum Kampfe, kühn zum Tod.
Nun hört noch das Vermächtnis meines Willens,
Das ernste Wort des alten Hauptmanns an:
Wer seinen Obern den Gehorsam weigert,
Der stirbt durchs Beil; wer den bestimmten Platz
Auf Augenblicke nur verläßt, der stirbt
Ohne Verhör, wenn kein Befehl gerufen.
Wer einen Brief annimmt vom Sarazenen,
Stirbt als Verräter. Was vom Feinde kommt,
Wird ungelesen in die Glut geworfen.
Zwei, die besorgt und ängstlich thun und heimlich
Sich in die Ohren flüstern, sollen hängen! Wer es sieht
Und, weil’s ihm Freunde sind, die That nicht anzeigt,
Hängt wie sie selbst; denn wir sind Sterbende
Und haben kein Geheimnis vor einander.
Der schwarze Lästrung wider unsern Glauben
Aus seiner gottverfluchten Lippe stieß.
Auch die dreihundert der gefangnen Türken;
Wir haben nichts zu essen für die Hunde
Und geben kein Quartier, verlangen keins.
Man pflanze ihre Köpfe aus die Mauer;
Sie zahlen uns für unsrer Dörfer Brand
Und für das Blut schuldlos erwürgter Brüder.
Ein großes Kreuz, das Zeichen unsers Glaubens,
Sei blutigrot auf unser Thor gestellt,
Das melde den verwegnen Türkenhunden,
Und wie ich jetzt, der erste, euer Hauptmann,
Vor Gott hinkniee zum gewalt’gen Schwur,
So thut mir’s nach und schwört’s aus meinen Säbel:
Er tritt ganz in den Vordergrund und kniet nieder.
Ich, Niklas, Graf von Zriny, schwöre Gott,
Dem Kaiser und dem Vaterlande Treue
Bis in den Tod! So mag der Himmel mich
In meines Lebens letztem Kampf verlassen,
Wenn ich euch je verlasse, brüderlich
Nicht Sieg und Tod mit meinen Ungarn teile! –
Schwöre mir’s nach, mein heldenmütig Volk!

Wann auch immer Freiheitlichen das Herz beim Lesen so recht warm wird, es kümmert nicht … Es ist nur gut zu wissen, daß Freiheitliche ihre Literatur haben, mit der sie sich nach der Wahlniederlage trösten werden können, wenn ihnen die Tage ohne Parlament lang sein werden, daß Freiheitlichen ihre Literatur eine recht gute Ratgeberin ist: Einerlei ist Sieg und Niederlage …

Obgleich, die Niederlage bildet den Charakter noch mehr, heißt es …

Also mehr Charakter wird Freiheitlichen gewünscht, aber nicht irgendwann, sondern gleich, schon am 29. September 2013 …

Es gibt wählbare Alternativen zu Stronach-als-Team und Freiheitliche

Zieht mit Stronach-als-Team die tea party mit ihrem Geist des Ausnehmens mit in das Parlament ein? Das war augenblicklich die Frage beim Lesen des Namens Barbara Kolm, die für das Frank-Stronach-Institut … Denn Barbara Kolm ist Mitglied der „Austrian Tea Party“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook. Dieser Gruppe ist Barbara Kolm vor über einem Jahr selbst beigetreten, wie gelesen werden kann, sie wurde also nicht ungefragt zum Mitglied dieser Gruppe …

Kolm Barbara - Freiheitliche - Tea Party - Stronach-als-Team

Barbara Kolm, Austrian Tea Party, Freiheitliche, Stronach-Institut

Kathrin Nachbaur, zweite auf der Stronach-als-Team-Liste, habe sich, ist im dieswöchigen Falter zu lesen, Barbara Kolm für das Stronach-Institut geangelt …

Wenn Austrian-Tea-Party-Mitglied Barbara Kolm im Frank-Stronach-Institut beratend tätig ist, müssen die Aussagen von Frank Stronach, die oft als wirr, aberwitzig und so weiter eingestuft werden, anders bewertet werden, denn es muß an die wahnwitzigen Aussagen von Tea-Party-Mitgliedern in den Vereinigten Staaten gedacht wird, diese Aussagen haben System. Es ist das System der Tea Party, das Frank Stronach vertritt, aber dieses Tea-Party-System vertritt nicht den Bürger und die Bürgerin, dieses System will bloß zuerst die Stimmen der Bürger und Bürgerinnen – und dann, wenn es gewählt ist, zieht es dem Bürger noch sein letztes Hemd und der Bürgerin noch ihre letzte Bluse samt letztem Büstenhalter aus …

Tea-Party-Mitglied Barbara Kolm,  die schon mal freiheitliche Gemeinderätin war, macht aber noch einmal deutlich, daß es vollkommen gleichgültig ist, ob das Stronach-als-Team oder Freiheitliche gewählt werden – die Ausgezogenen werden nach jedweder Wahl von beiden die Bürgerinnen und Bürger sein … Aber daß Stronach-als-Team beim Wählen keine Alternative zu den Freiheitlichen ist und die Freiheitlichen beim Wählen keine Alternative zum Stronach-als-Team sind, wurde gestern schon in bezug auf Umwelt und alte Welt hingewiesen …

„Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team und Hol’n-Euch-in-die-alte-Welt-Freiheitliche

Aber es gibt wählbare Alternativen zu diesen Bürger- und Bürgerinnen-Auszieh…

Wer diese alte Partie mit ihrem kalten Kaffee also nicht wählt, muß aber kein schlechtes Gewissen haben, daß dann Michael Spindelegger sich seinen Traum nicht erfüllen wird können … es wäre ja zum einen ohnehin nur eine sehr vielen schlaflose Nächte verursachende Traumerfüllung, zum anderen ist Michael Spindelegger bereits geworden, was er je werden konnte …

PS Und weil in dem Falter-Artikel, wie gelesen werden kann, Christian Ortner und Georg Vetter auch genannt werden, soll doch auch daran erinnert werden, was für feine Herren das sind …

PPS Die Gruppe austrian tea party fiel vor längerer Zeit schon einmal auf, in einem anderen Zusammenhang: Tea Party beim Bachmann-Preis

PPPS Tea steht für taxed enough already … Die orange umgefärbte Leier der Blaßblaufreiheitlichen: „Genug gezahlt“.

„Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team und Hol’n-Euch-in-die-alte-Welt-Freiheitliche

Es muß nicht wiederholt werden, was hier über das Umwelteventpaper von Stronach-als-Team bereits festgehalten wurde. Nur um eines soll das noch ergänzt werden.

Pfeif-auf-die-Umwelt-Stronach

Frank Stronach: „Pfeif’ auf die Umwelt, ich bau’ dir eine Neue.“

Auch die Umwelt in Österreich ist für Stronach-als-Team nicht von der Erhaltungswürdigkeit, wie es jetzt für den Wahlkampf propagandiert wird. An dieses an Umweltschutzauflagen gescheiterte stronachsche Vorhaben der Umweltbelastung ist aber doch noch zu erinnern …

Frank Stronach habe für diese von ihm gewollte Umweltbelastung politisch interveniert, konnte noch vor wenigen Monaten gelesen werden. Diese möglicherweise dem Alter geschuldete geplante Bequemlichkeit, in Zukunft also bei sich selbst intervenieren können zu wollen, dafür nicht einmal in Österreich aufhältig sein zu müssen, verdient keine Stimme in jedweder Wahl …

Wie Meinungsumfragen zu entnehmen ist, sollen Wähler und Wählerinnen, die am 29. September 2013 für das Stronach-als-Team stimmen wollten, nun vermehrt die Freiheitlichen wählen wollen … Freiheitliche sind aber keine Alternative zum „Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team, wie auch Hol’n-Euch-in-die-alte-Welt-Freiheitliche keine Alternative sind für das „Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team …

Freiheitliche wollen alle heimsuchen mit ihrer Heimholung in die alte Welt … Und was die alte freiheitliche Welt ist und bedeutet, muß ebenfalls nicht wiederholt werden …

„Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team sind  aus mannigfachen Gründen keine Alternative zu den Hol’n-Euch-in-die-alte-Welt-Freiheitlichen – u.v.a. auch deshalb, wird bedacht, wie viele Freiheitliche, die sich zur Verwirrung aller und zur eigenen einmal blau und dann wieder orange aber auch … schminken, im Stronach-als-Team wiederzufinden sind … Neue Politik sieht anders aus, aber neue Politik ist auch bloß ein Werbewort wie Transparenz, Wahrheit, Fairneß, Werte – sowohl für Pfeif‘ auf als auch für Hol’n von Euch …

Stronach als Team - Vorher und Nachher

Das Pult wird Frank Stronach wohl zu transparent gewesen sein.

Wenn Sie mehr über die „Pfeif‘ auf die Umwelt“-Stronach-als-Team und die Hol’n-Euch-in-die-alte-Welt-Freiheitlichen erfahren wollen, werden Sie auch hier fündig, wenn Sie beispielsweise zur Suche Stichworte eingeben wie Frank Stronach, Magna, Hochwasserhilfe, Johann Gudenus, Unzensuriert, Zur Zeit, Martin Graf, Heinz-Christian Strache, Norbert Hofer …

Ein paar Beispiele zum raschen Auffinden:

Programm des Stronach-als-Team mit dem Wort U…

Freiheitliche Heimholung in die alte Welt

Wien, ein Sonntag auf dem Lande: Trachten, Hungerstreiks und mutterschleppende Soldaten

Einen Sonntag auf dem Lande – in Wien, um genau zu sein, ausschließlich in der Innenstadt, im ersten Bezirk … Das könnte dazu verleiten, eine tagebuchartige Seite zu schreiben. Und was könnte vom 15. September 2013 festgehalten werden? Von diesem Tag auf dem Lande … Eigentlich nur das, was in all den Zeitungen, die sonntags ihre Produkte über Zeitungsständer anbieten, vernachlässigt, unzureichend, nicht …

Trachten

Es ist ein langer Spaziergang durch die Innenstadt, immer mal wieder ist es nicht zu vermeiden, stehenzubleiben, um zu bestaunen, wie trachtig diese Millionenstadt geworden ist … Manche laden ein, ihnen länger nachzusehen, Menschen in schick designten Dirndlkleidern, also auf modern getrimmte – und es bleiben doch nur Dirndln … Ob diese Männer und Frauen sich je fragten, was mit ihnen geschehen wäre, wie es ihnen ergangen wäre, wie versteckt sie leben hätten müssen, hilflos und ohnmächtig ausgesetzt den Verfolgungen, Verdächtigungen durch Trachtenperchten mit ihren von Trompeten begleiteten Psalmen von der Widernatürlichkeit, in jener Zeit, als die Tracht werk- und feiertags Uniform und Messgewand des Landes war? Vielleicht haben sie ein Wissen davon, denn ernst sind ihre prächtig geschminkten Gesichter und erschreckend abweisend sind ihre Blicke, vielleicht doch mehr unsicher und ängstlich, ob sie in diesem ihre Orientierung preisgebenden Outfit heil oder zumindest unbehelligt, wenigstens unbeschimpft, ohne kichernde Nachtuschelei an ihr Ziel … Vielleicht fühlen sie sich doch auch ein wenig unbehaglich in dieser zwar hochgezüchteten aber letztlich doch unmodernen Schneiderkunsttracht, weil sie ahnen, sie tragen bei, die Tracht wieder zur Uniform … und sie verhelfen der Tracht mit zu einem neuen Ansehen, das ihr nicht zusteht, nicht einmal mehr als Putzfetzen verwendet werden sollte, dieser Stoff aus finsterster Zeit …

Erster Hungerstreik

Vor dem Justizministerium, in dem Beatrix Karl auf Leopold Kunschak … Vor diesem Gebäude das Flugblatt erhalten über den ersten Hungerstreik …

Zweiter Hungerstreik

Vor dem Stephansdom, von dem endlich nach langer Bemühung eine geschichtsverfälschende Tafel entfernt wurde … Das nächste Flugblattt erhalten, über den zweiten Hungerstreik …

Mutterschleppende Soldaten

Stephanskirche - Im Hungerstreik gegen die katholische KircheAn der kleinen Gruppe zieht eine Prozession vorbei, vorneweg eine militärisch marschierende Trachtenkapelle und hinterdrein der doch schon recht gebückte Kardinal Schönborn, der im Vorübergehen die Tafeln über den Hungerstreik gegen die katholische Kirche sich genau besieht, den Kopf von unten herauf zur kleinen Gruppe gedreht, die ihm ihre Tafeln entgegenhalten … Und hinter dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens tragen Soldaten des österreichischen Bundesheeres die Mutter, die irgendwann auch Jungfrau für eine längere oder kürzere Zeit war, Maria genannt, von der angenommen werden darf, sie hat ihrem Mann eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt, um ihre Verhütungsunfähigkeit und die Verhütungsunwissenheit ihres Liebhabers zu vertuschen, ihrer Untreue also einen höheren oder für ihren Mann einen erträglicheren …

Soldaten schleppen eine Ehebrecherin durch WienOb die Soldaten des österreichischen Bundesheeres auch einen Mohammed oder einen Buddha durch die Stadt schleppen würden? Machen das die Soldaten in ihrer Freizeit? Und weil sie noch keine Tracht besitzen, schlüpfen sie in die Uniform? Oder können Soldaten von diesem Organisierten Glauben gemietet werden? Und wie hoch ist die Miete, die die katholische Kirche dafür zahlt, daß Soldaten die Ehebrecherin durch die Stadt schleppen? Oder ist es ein besonderes Service des österreichisches Staates für die römisch-katholische Kirche, und also eine kostenlose Abstellung? Muß die Familie Habsburg auch nichts dafür zahlen, daß das österreichische Bundesheer einen Knochen von ihrem Letzten, der in Österreich ein nicht demokratisch legitimiertes hohes Staatsamt innehatte – vor bald einhundert Jahren, lagern kann?

Vormerken: Nicht vergessen, das Museumsquartier in den nächsten Tagen zu besuchen, um sich zu erkundigen, ob die affichierte Ausstellung „Salon der Angst“ nur in den Räumen der Kunsthalle – oder das ganze Land zum Salon der Angst …