Matratze Österreich ’18

In der Ausstellung die Matratzen von Rachel Whiteread, von ihr geschaffen zur Beschreibung des Lebens von Menschen ohne Eigenheim, ohne Wohnung, ohne jedwede Unterkunft, nur mit einer Matratze auf dem Rücken auf die Straße geworfen, muß sofort an Österreich gedacht werden …

… an die zurzeitige Regierung in Österreich, an diese Matratzenherstellerin – mit falscher Reklame. Wirbt sie doch, die Regierung, damit, den Menschen Eigenheime zu bringen, obgleich das Produkt, das sie für die Menschen herstellt, die Matratze Österreich ’18 ist: straßentauglich aus Beton.

Matratze Österreich - Manufaktur Ballhausplatz

 

 

Den Witz des Jahres ’18 aber stiftet der Bundespräsident.

Alexander Van der Bellen - Witz des Jahres.png

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Das ist schon der ganze Witz.

Zum Weinen ist dieser dennoch nicht.

Einer, der sich selbst eben erst verführen ließ, appelliert, sich nicht verführen zu lassen.

Einer, der nicht, wie es heutzutage grauslich heißt, bildungsfern ist, einer, der Jahre und Jahre sogar im politischen Geschäft aktiv und in wichtigen Positionen war, richtet an die Jugend den Sonntagsappell, sie soll sich nicht verführen lassen. Und hat sie selbst erst verführt, ihn zu wählen, weil sie sich gern verführen läßt, zum Positiven.

Und der Verführer hat sich eben erst selbst verführen lassen von der (um nicht zu sagen: totalen) massiv breiten parteipolitisch blauschwarz dominierten und parteipolitisch geführten medialen Reklame, es wären FPÖ und ÖVP von Wählerinnen und Wählern mit der größten Mehrheit ausgestattet worden, die je zwei Parteien in Österreich … es gäbe gar keine anderen Koalitionsvarianten aufgrund des Ergebnisses der Nationalratswahl ’17 als …

Der vom Vizekanzler „Hütchenspieler“ genannte Sebastian Kurz: „Der Wählerwille müsse akzeptiert werden.“ Welcher? „Der Wählerwille“ für die Koalition auf dem fünften Platz.

Viktor Orbán weiß für FPÖ-ÖVP-Regierung die Wahrheit

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Vorbild für Matteo Salvini von der Lega, deren Kandidatinnen auf Menschen schießen: FPÖ

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Der Verführer hat sich verführen lassen, und appelliert am Vorabend von einem Montag, an dem an Welcome-Takeover … der 12. März 1938 war kein Montag, wie der 18. Dezember ’17. Dennoch. Verlockend zu sagen: Österreich: Von Montag zu Montag.

Verführen heißt auch, sich selbst zu verführen, und sich selbst zu verführen, heißt, sich für den bequemsten Weg herzurichten und zurichten zu lassen.

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Das ist der Witz des Jahres ’18. Keiner zum Weinen. Aber einer, der von diesem Jahr bleiben wird. Und dieser wird vielleicht einst genannt werden: Der Bellen-Witz …

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Menschgemäß ist ohne Verführung nichts zu bekommen: weder das Positive noch das Negative. Auch zum sogenannten Guten muß verführt werden, auch zum Guten muß der Mensch, ob alt oder jung, sich verführen lassen. Was will also Alexander Van der Bellen? Es scheint: nichts mehr. Die Jahre abdienen, um einst liebliche Erinnerungen zu haben an die Zeit, in der er nicht mehr in der Hofburg sein wird.

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Ein Witz ist ohne Konsequenzen, aber, und das wäre dem Bundespräsidenten hoch anzurechnen, zöge er aus seinem Witz eine Konsequenz und bliebe gerade in diesem Jahr allen Gedenkveranstaltungen fern, als verführender Verführter können seine auf Gedenkveranstaltungen je gesprochenen Worte nicht einmal mehr Pathos …

Er wird keine Konsequenzen ziehen, das hat auch etwas mit dem zu tun, was Ämter bewirken, was Ämter aus einem Menschen machen, was Menschen aus sich machen lassen durch Ämter …

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für höchste Ämter absolut recht.

PS Wie gut, daß die Jugend sich verführen läßt, sich selbst verführt, zum Positiven, zum Guten. Dafür brauchen beispielsweise nur die Demonstrationen in Österreich ins Gedächtnis gerufen zu werden. Ohne die Jugend gäbe es keine Demonstrationen. Sie geht auf die Straße, für das, wofür ihr auch ein Alexander Van der Bellen einst ein Versprechen war …

Die Straßen wären leer. Das Wort für das Positive, für das Gute auf den Straßen nicht mehr gehört. Denn. Die alten Männer vor allem sitzen in ihren Buden an der Macht und wissen, wie sie ihre Hypothesen der Realität zur Wirklichkeit machen können, und andere alte Männer sitzen unter dem Bildnis der Ahnherrin der Integration, selig schon in Erinnerungen, immer gut mit den Schaftsmannen …

Den Witz des Jahres aber stiftet der Bundespräsident - Appell an die Jugend - Lasst euch nicht verführen

Christian Ortner entleert seine Sprechblasen in die zu einer Website verkommenen Tageszeitung der Republik Österreich

Christian Ortner.png

Es ist keine Übertreibung, mit Männern wie Christian Ortner ist die Zeitung der Republik Österreich nicht mehr als eine Website, die es – einziger Unterschied – halt auch ausgedruckt gibt, vergleichbar etwa mit der Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei. Oder mit der Website des im Februar 2018 verstorbenen Ernst Köwing,

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

dessen Sprechblasen ebenso unerheblich, aber tauglich zum Zeichnen des Österreichbildes, auf das nur Menschen mit Stolz blicken können, denen Ehre ihre Gehirne bis auf einen verbleibenden Rest zum vegetativen Funktionieren ihrer Körper bereits aufgefressen haben.

Blasenentleerung - Österreich

Am 8. März 2018 hat Christian Ortner in die Wiener Zeitung seine Blasen entleert: „Mit Sprechblasen gegen Vergewaltiger“. Mit einem Nichtinhalt kann es keine Beschäftigung geben. Kein Mensch, außer er hat gewisse Vorlieben, beschäftigt sich mit Blasenentleerungen, außer er ist von seinem Beruf her dazu angehalten, aber es ist durchaus vorstellbar, daß eine Ärztin alles versucht, sich nicht mit den ortnerischen Blasenentleerung beschäftigen zu müssen, und ein armer Praktikant zum Handkuß kommt, die ortnerische Blasenentleerung zu untersuchen …

Eine Praktikantin würde wohl die Diagnose stellen: Der Inhalt der ortnerischen Blasenentleerung zeigt deutlich auf, daß nichts bis zum Ende durchdacht ist, und das ist für Christian Ortner selbst kein bedenkliches Symptom, weil seine Blasenentleerung auch keinen einzigen Hinweis liefert, es würde einen Beginn des Denkens geben. So kann er mit diesem Befund beruhigt weiterleben, es verursacht ihm keine Schmerzen, seine Lebensqualität leidet darunter in keiner Weise.

Für die Zeitung der Republik Österreich allerdings ist es, sofern sie mehr sein will als eine ausgedruckte Website, existenzbedrohlich, Menschen mit dem Ortnerischen Syndrom weiter zu beschäftigen. Es kann über das Thema, das am 8. März 2018 wieder einmal exemplarisch aus den ortnerischen Blasen tröpfelte, mit einem anderen Niveau – nein, das ist gänzlich falsch: mit einem anderen Niveau –, es kann tatsächlich mit Niveau und also mit Gedanken auf der Höhe der Zeit darüber gesprochen und geschrieben werden. Das muß das erste und höchste Bestreben einer Zeitung sein, vor allem einer Zeitung der Republik Österreich. Ein Einwand kann schon gehört werden. Wie kann die Zeitung der Republik mehr als eine Website sein mit einer zurzeitigen Regierung, die selbst nicht mehr als eine Website …

Um Christian Ortner sich zu sorgen, dürfte er nicht mehr für die Wiener Zeitung schreiben, gibt es aber keinen Grund. Für seine Blasenentleerungen gibt es heutzutage genügend Plattformen, die er ohnehin recht ausgiebig nutzt. Und es ist nicht nur er allein, dem in diesem Österreich mehr und mehr großzügig gewährt wird, ihre mobilen Plattformen zur Blasenentleerung aufzustellen, wo immer er und sie – beispielsweise seine Blasenentleerungskolleginnen von Journalistenwatch – notdurftig …

PS Der Einwand, es werde hier zu streng gewertet, nur weil einmal, also am 8. März 2018, Christian Ortner etwas, also alles danebenging, hat keine Berechtigung. Denn. Es geht Christian Ortner und nicht nur ihm stets alles daneben, daneben von Niveau und Denken … und wie das aussieht, wenn alles daneben entleert wird, weiß ein jeder Mensch, der schon einmal und gerade in letzter Zeit auf dem Ballhausplatz am …

Und wenn Sie gewisse Vorlieben für Blasenentleerungen haben, dann darf Ihnen viel Vergnügen mit den Blasenentleerungskapiteln …

Das ultimative Argument gegen Rundfunkgebühren von Michael Fleischhacker, dem Kopf der Abschaffungsgilde: „Grüne Socken“.

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

„Wehret den Anfängen“ – Ganz und gar erfüllt von der Wiener Zeitung

In der Wiener Zeitung Harald W. Kotschy und wie die Republik Österreich den Ehrenreichen zu Ansehen verhilft

Wiener Zeitung wird gebeten, Christian Ortner nicht mehr zu beschäftigen

Christian Ortner – Banner vor’m Kopf: „Euer Kinder werden Allah beten oder sterben“

„Jessica und Kevin“ – Eine Autobiographie von Christian Ortner

„Lies Ortner“ – Anleitung zu Haß und Hetze

Die Qualität von Ortner-Online lukriert mit Recht Qualitäts-Kommentare: „Hooton-Plan“

 

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Strache - Gudenes - Vilimsky - Bachmann

Am 6. März 2018 ist auf der Website der identitären Regierungspartei in Österreich in einem Kommentar zu lesen, der heute, am 10. März 2018 gelesen wurde, wer für den Tod von Ernst Köwing verantwortlich zu machen sei, einer oder eine aus der Schreibstaffel (und dieser seit langem zugehörig) dieser Website, also der identitären Regierungspartei, beschuldigt Angela Merkel, kurz zusammengefaßt: die „Schergen der faschistischen Christ- und Sozialdemokraten“.

Das ist das Üb(e)liche. Von solch einer Website kann nichts anderes erwartet werden, zu lesen zu bekommen. Allerdings. Von einer Website einer Regierungspartei – nein, es ist ja eine Website einer österreichischen Regierungspartei …

Über den Tod von Ernst Köwing schreibt aber ebenfalls Michael Mannheimer, am 5. März 2018. Auch er weiß viele am Tod von Ernst Köwing zu beschuldigen. Gesinnungsgemäß ist es für ihn der „Unrechtsstaat Deutschland“.

Auch das ist das Üb(e)liche. Aber nicht nur. Und das führt direkt zur zurzeitigen österreichischen Regierung von ÖVP und FPÖ.

Michael Mannheimer schreibt:

„Damit mache ich PI ganz unmittelbar mitschuldig am Tod des mutigen Aufklärers[.]“

Und er schreibt weiter:

„Und dann muss man auch dem PI-Star Stürzenberger vorwerfen, dass er sich seit Jahren mit einem Serienkriminellen zusammentut, der wegen mehrfachen Diebstahls, Raubs, Einbruchs, Körperverletzung und Drogenhandels verurteilt wurde. Der Name dieses Busenfreunds von Stürzenberger: Lutz Bachmann.“

Mit dem „Serienkriminellen“ Lutz Bachmann … Es wird dem österreichischen Vizekanzler nichts vorgeworfen, aber es einfach und kurz festzuhalten, mit wem der österreichische Vizekanzler Umgang pflegt, einen gesinnungsgemäß wohl recht besten Umgang, wie im Kapitel

„Solche Dummheiten hören wir tagtäglich von …“

Probleme lassen sich doch so schlicht lösen: sie einfach mit Mistgabeln erstechen

gelesen werden, für wen der österreichische Vizekanzler die Reklametrommel … und das ist nicht vor Jahrzehnten, als er noch ein Jugendlicher war, sondern, kurz gesagt, am langen Vorabend seiner Montagsbestellung zum Vizekanzler …

Die „Anliegen der Pegida“, deren Gesicht das eines „Serienkriminellen“ ist, hält für „berechtigt“ das „freundliche Gesicht“ des Montagsinfrastrukturministers der zurzeitigen österreichischen Bundesregierung …

Das könnte ein Sittenbild genannt werden. Zutreffender aber ist es, dies ein Gesinnungsbild zu nennen.

Wie stolz sie sich mit dem „Serienkriminellen“ Lutz Bachmann ablichten lassen, der damalige Vizebürgermeister von Wien und nun zur Zeit im österreichischen Parlament Sitzende und der nun zum Montagsvizekanzler Gemachte.

Und wie stolz, erst im neulich im Februar 2018, verkündet Harald Vilimsky auf der Plattform des Unternehmens Twitter, seinen Dank dafür, daß Pegida „our biggest fan“, also die „größten Fans“ der FPÖ …

Und Michael Stürzenberger? Ein Mann, dem selbst österreichische Gerichte nicht fremd sind, ein Mann, ein Freund von …

FPÖ, Michael Stürzenberger und, diesmal kurz gesagt, die in Luft aufgelöste Freiheit

Dieses Kapitel hätte auch, zutreffender und genauer, genannt werden können:

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld der zurzeitigen Regierungspartei in Österreich. 

Dieses Kapitel hätte auch noch zutreffender und gänzlich traurig genannt werden können:

Ein Österreichbild

Denn. Sie stoßen dabei nicht nur auf Menschen, die unmittelbar etwas mit der FPÖ zu tun haben (als Mandatarinnen, Funktionäre), sondern beispielsweise auf jene von

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

und beispielsweise auf jene, die in diesem Jahr in Aistersheim und vor zwei Jahren im Vorort von Braunau

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

NS Wer Ernst Köwing war? Den Nachruf, den er sich einzig verdient, schreiben ohnehin Männer wie Michael Mannheimer …

Im Gesinnungsfall ist die FPÖ für Michael und nicht Max Mannheimer

Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

Was FPÖ unzensuriert zum Verbreiten billig, ist He.-Chr. Strache zum Teilen recht

Was die Nationalratswahl 15.10.17 Österreich bringen wird: erste identitäre Regierungspartei in Europa

Ernst Köwing - Ein Österreichbild

 

Und ewig grüßt …

Die FPÖ stolz mit ihrer „ideellen Kontinuität“ – es gibt in Österreich eine dazu passende Kontinuität, auf die es keinen Stolz mehr geben sollte.

Eine weitverbreitete Zeitung, dieser Kontiunität hörig, schreibt in dieser Woche: „Nicht zufällig ist Viktor Orbán sein Vorbild.“ Für Matteo Salvini von der Lega. Sie schreibt also nicht, FPÖ und He.-Chr. Strache seien das Vorbild, sondern einer aus Ungarn sei für einen aus Italien … und ewig grüßt das Adolfhitler, das ein Deutscher war, also für Österreich.

Für Matteo Salvini von der Lega ist He.-Chr. Strache, die gesamte FPÖ Vorbild. Und es wird die Lega mit Stolz und Ehre erfüllen, nicht von weitem Strache und FPÖ bewundern zu dürfen, sondern verbunden zur Zusammenarbeit …

Lega, das ist die Partei in Italien, deren Funktionäre und Funktionärinnen verbal scharf gegen Menschen schießen, die nicht zu ihrer Gesinnung passen. Und im Februar 2018 hat ein Lega-Kandidat es nicht mehr ausgehalten, das Schießen mit Reden und Schriften ist ihm zu wenig geworden,

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

so hat er im Februar 2018 wirklich auf Menschen geschossen, mit einer Glock, diesem österreichischen Qualitätsprodukt.

Ja, Österreich exportiert stets sein Bestes. Strache hat gesinnungsgemäß sofort Matteo Salvini zur Wahl gratuliert, auch das wird den Lega-Führerkandidaten mit Stolz erfüllt haben, das anerkennende Wort seines Vorbildes.

Übrigens, Viktor Orbán ist, kurz zusammengefaßt, der aus Österreich mit Lob reichlich …

FPÖ - Vorbild für Lega Nord

 

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

Mario Eustacchio aus der FPÖ hat in Aistersheim geredet. Er hat so geredet, wie es von einem aus dieser Gesinnungsschaft eben zu erwarten ist.

Was er geredet hat, muß nicht ausgeführt werden. Es war das Üb(e)liche. Das Aufregung auslöst.

Und er löste Aufregung aus. Wieder löste einer aus dieser Schaft also Aufregung aus. Und auf die Aufregung folgt die Abregung.

Die Gezeiten in Österreich können statt Ebbe und Flut auch genannt werden: Aufregung und Abregung. Kurze Aufregung mit schnell darauffolgender langer Abregung. Die Tiden in Österreich kennen sogar drei Phasen: Aufregung, Abregung, Belohnung. Wobei die dritte während der zweiten erfolgt, also die Belohnung während der Abregung. Es wird die Partei mit den Aufregung Auslösenden in Wahlen (außerhalb und innerhalb der parlamentarischen Gremien) mit Stimmen belohnt.

Zigeunerräder mit Hausverstand

Und noch eine Eigenart gibt es in Österreich. Die fällt zu Mario Eustacchio ein, jetzt noch, während der Aufregungsphase, die aber schon im Zurückgehen sich befindet. Er und seine Partei werben mit einem unpolitischen Wort von einer Lebensmittelfirma, das er und seine Partei wohl aber als politisches verstehen, während Firmen mit einem politischen Wort werben, das die Firma, deren Produkt sogar einen politischen Namen trägt, unpolitisch zu agieren meint, nur ein „gelerntes Produkt“ anzubieten meint.

Es wurde in einem Kapitel bereits von der Überlegung erzählt, was für ein Knabbergebäck wohl serviert werde am „Kongress der Verteidiger Europas“

„Kongress Verteidiger Europas“: Was ihr Standard ist: Untaten im Abgrund auf Aistersheimer Sonderfritten

zu den Reden von beispielsweise Mario Eustacchio oder Herbert Kickl. Es sind wahrscheinlich keine „Zigeunerräder“, gekauft im Billa. Vielleicht eigens dafür in Sonderpackungen abgefülltes Knabbergebäck: Aistersheimer Originale – Marios feine Rohlinge.

Aistersheimer Originale - Marios feine Rohlinge

Vielleicht wurde diese Knabbergebäcksonderausgabeverpackung schon 2016 in Linz verteilt, bereits in die Zukunft, also Vergangenheit gedacht als Werbung für den nächsten „Kongress Verteidiger Europas“ in Aistersheim mit dem nächsten Aufregungsauslösenden aus der FPÖ, etwa zur Rede von dem Hutschpferdminister.

Und noch eine Eigenart fällt in Österreich auf. Es wird in der nun bereits zurückgehenden Aufregung von dem „Kongress Verteidiger Europas“ von einem „rechtsextremen“ Kongress gesprochen und gesprochen, nicht aber die auf diesem Kongreß Auftretenden, diese werden respektvoll und ordentlich mit ihren Amtstiteln angesprochen: Herr Vizebürgermeister, Herr Innenminister, ah, das ist nicht ganz korrekt, als der Herr Innenminister auf dem „rechtsextremen Kongress Verteidiger Europas“ sprach, war er noch nicht Innenminister, sondern nur irgendwas in dieser Schaftspartei. Aufregung löste 2016 dennoch aus. Und dann lief es nach den österreichischen Gezeiten ab: Kurze Aufregung. Schnelle lange Abregung und Belohnung. Die Belohnung erfuhr der Montagsinnenminister aber nicht in voller Höhe durch die Wählerinnen und Wähler, sondern durch den Bundespräsidenten …

NS Vielleicht fragen sich Menschen, weshalb die FPÖ nicht anders heißt, zum Beispiel „Billiger Laden“. So ehrlich ist die FPÖ. Denn. Es wäre ein Etikettenschwindel. Billig kam diese Partei nie. Wie auch. Mit dieser Gesinnung aus den Burgen, Schlössern, kurz Prunkbauten.

Auch das eine Kontinuität, um auf eine weitere und schon wieder zurückgegangene Aufregung zu erinnern.

Südtirol, eine „Herzensangelegenheit“ von npd, fpö und kurz

„Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? Einfach antworten, jemand möge einfach antworten.“

Wie mußte Samuel Beckett um solche Sätze sich wohl plagen. Und nur deshalb, weil er nicht in Österreich …

Wie einfach hätte es Samuel Beckett gerade jetzt gehabt, in Österreich. Er hätte so einfach wie kurz zu schreiben:

„Südtirol ist für mich eine Herzensangelegenheit“.

Er hätte auch nicht mehr fragen müssen, wer so spricht. Nicht um Antworten anrufen müssen. Es wird ungefragt geantwortet, es wird einfach geantwortet.

Südtirol - Herzensangelegenheit - NPD - FPÖ - KURZ„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Südtirol, eine Herzensangelegenheit nun auch des Sebastian Kurz

Vielleicht hätte Samuel Beckett in Österreich, befreit von existenziellen Fragen, andere gestellt, etwa danach gefragt, ob denn auch was gesehen werde, oder nur blind geantwortet.

Es hätte ihm geantwortet werden können: Freilich, auch in Österreich wird etwas gesehen, aber nichts Schlimmes.

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Jede Plage um die Literatur ist nur kurzen und also einfachen Sätzen vorzuziehen, und dann ist es keine Plage mehr; wie gut, daß Samuel Beckett (wie glücklich muß er gewesen sein, je nie in Österreich gewesen sein zu müssen) nun nicht in Österreich, mit was für einem armen Schrifttum müßte das Auslangen gefunden werden, das Leben kärglich gefristet werden, mit einem blümeligen Schrifttum, das je zum sofortigen Einstellen des Lesens zwingt.

„Wer spricht so und nennt sich ich?“ Das hat durchaus etwas mit Identität zu tun, aber nichts mit identitärer Gesinnung, also mit identitärem Schrifttum, wie sie von den Partnerinnen und Partnern des Montagskanzlers beworben wird

 

„Kongress Verteidiger Europas“: Was ihr Standard ist: Untaten im Abgrund auf Aistersheimer Sonderfritten

Kongress Verteidiger Europas

In Österreich wissen wohl noch sehr viele Menschen, was es heißt: „Neger zu sein.“

Das kann sich auf die finanzielle Situation beziehen. Das trifft auf die Menschen aber nicht zu, die Menschen als „Neger“ abwerten, die Verhetzung betreiben mit Horrorerfindungen, die sie gesinnungsgemäß Menschen unterstellen, über die sie mit dem Wort „Neger“ sich zu erheben versuchen.

„Neger zu sein“ kann sich auch auf die geistige Situation eines Menschen beziehen, es kann auch verwendet werden, um zu sagen, ein Mensch habe keine Bildung. Auch das trifft auf die Menschen nicht zu, die Menschen als „Neger“ abwerten.

Aber.

Eines trifft auf solche Menschen, die Menschen als „Neger“ abwerten, gewiß zu: sie sind moralisch und ethisch vollkommen entleert, sie sind ohne Werte, die je würdig befunden werden könnten, Werte genannt zu werden.

Exemplarisch für diese Menschen steht Peter_, von dem gewußt wird, er war 2016 zahlender Teilnehmer am „Kongress Verteidiger Europas“.

Und daß er nun am 5. März 2018, wie in die Collage aufgenommen, gerade bei einem Kommentar zum „Kongress Verteidiger Europas“ das Ungeheuerlichste, das Schäbigste gegen Menschen schreibt, über die er sich mit dem Wort „Neger“ zu stellen abmüht, spricht auch das endgültige Urteil über die „Verteidiger Europas“.

Es spricht auch das endgültige Urteil über die identitäre Regierungspartei. Denn. Peter_ kann sich seit Jahren ungehindert auf der Website der nun montagsgemachten Regierungspartei mit dem Abscheulichsten in Kommentare ergießen.

Mit einem Klick auf Peter_ öffnen sich die Kapitel zum österreichischen Kosmos der Abscheulichkeiten …

Aber es sind nicht moralisch und ethisch vollkommen entleerte Menschen, die sich in Prunkbauten herumtreiben, es sind auch in sozialer Hinsicht vollkommen Gewissenslose nun gespiegelt in der montagsgemachten Regierung …

„Verteidiger Europas“ meinen nun, mit dieser Montagsregierung, nicht mehr „tatenlos am Straßenrand“ …

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

Mit der Orientierung tun sie sich halt recht schwer. Der Straßenrand war es nie, es war immer der Abgrund. Und die rechte Verwendung von Wörtern fällt ihnen auch stets recht schwer. „Tatenlos“ ist das von ihnen falsch verwendete Wort. Mit Untaten im Abgrund waren und sie sind. Und nun meinen sie die Parole zu hören: „Los!“ Los zu weiteren Untaten. Los, das ganze Land in den Abgrund. Los, alle Menschen in ihren Abgrund …

Marios Aistersheimer Sonderfritten.png

NS Was wohl im Wasserschloß zum Knabbern serviert wurde? Was wohl Peter_ knabbert beim Schreiben seiner Kommentare für die Website der identitären Regierungspartei – Zigeunerräder?

Wolfgang Sobotka: „Wäre ich gerade Nationalratspräsident, würde ich das nicht tun.“

Wolfgang wäre ich Nationalratspräsident Sobotka

Das hat Wolfgang Sobotka nicht gesagt.

Wolfgang Sobotka ist aber Nationalratspräsident, und als Nationalratspräsident tut er alles, was eine Nationalratspräsidentin nicht zu tun hat.

Es wird, wie gelesen werden kann, in einem konkreten Fall, bei dem es um die Fragestunde mit dem montagsgemachten Bundeskanzler geht, auf seine „mangelnde Parlamentserfahrung“ zurückgeführt.

„Mangelnde Parlamentserfahrung“ – Was sagt das über Wolfgang Sobotka aus, der als Minister doch lange im österreichischen Parlament sich aufhielt, und noch viel länger im niederösterreichischen Landtag herumsaß, also seit Jahrzehnten parlamentarischer Arbeit von seinem Stuhl aus …

Erfahrungsresistenz?

In Amtsführung könnte Wolfgang Sobotka sich kundig machen, beispielsweise beim Bundespräsidenten …

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für höchste Ämter absolut recht.

Kundig ist er wohl, allein der Wille wird ihm …

Es ist wohl (zutreffender unbehaglich) abgründiger …

Österreich im Februar: Ausschaltung des Parlaments

NS In dieser Fragestunde mit dem Montagskanzler, die vorgestern oder vorvorgestern, jedenfalls im Gestrigen, im österreichischen Parlament gehalten wurde, ging es auch um Medien und deren Unabhängigkeit …

HJenewein und gesinnungsgemäße Ausschaltversuche der Medienfreiheit

Wenn das Parlament ausgeschaltet, die Medien im Sinne einer freien Berichterstattung zum Verstummen gebracht, dann ist das ganze Land gänzlich in den Abgrund geworfen.

NNS Wie oft der Montagskanzler in dieser Fragestunde des Wortes „Koalitionsverhandlungen“, des Wortes „Koalitionsvereinbarung“, des Wortes „Koalitionsvertrag“ als Ausrede sich bediente, wird schmerzlich bewußt, daß Wörter keine Energie erzeugen, daß Wörter keinen Strom liefern.

Ach, wäre dem nur so.

Allein der Montagskanzler versorgte mit seinen Wörtern „Koalitionsverhandlungen“, „Koalitionsvereinbarung“, „Koalitionsvertrag und ähnlichen Wörtern ganz Österreich mit genügend Strom, mit so viel Strom, daß dieser sogar noch exportiert werden könnte, um beispielsweise alle Visegrád-Staaten mit genügend Strom zu versorgen. Wie umweltschonend, wie sauber und auch wie sicher das wäre, keine Wasserkraftwerke mehr, keine kalorischen Kraftwerke mehr, keine Atomkraftwerke mehr. Auch keine Windräder mehr, die gerade Freunden von seiner Regierungspartnerin gar häßlich …

Dann könnte irgendwann in der Zukunft im Rückblick im Perpetuum austrile gesagt werden:

Was einst Winde, liefert nun ein Kurz.

Österreich im 21. Jahrhundert

2000-2018 ff. von Re-
gierungsunfähigkeit bis Re-
gierungsunfähigkeit der FPÖ von Re-
gierungsunwürdigkeit bis Re-
gierungsunwürdigkeit

Im Februar 2018 bringt eine Zeitung in Deutschland einen Artikel mit der Schlagzeile „Die FPÖ ist nicht regierungsfähig“ und damit das erste Romankapitel aus dem Februar 2000 in Erinnerung, in dem es heißt:

Österreich im 21. Jahrhundert - Spitze der Entwicklungslosigkeit und Gipfel der Bildungslosigkeit

„Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden.“

Und in einem weiteren Kapitel, Jahre später, heißt es:

„Denn eine FPÖ in 2004 und den Folgejahren wird keine andere sein als die bekannte regierungsunfähige und -unwürdige, zumal auch die junge Generation in der FPÖ, die sich jetzt anschickt in Parteispitzenpositionen nachzurücken, die seit der Neugründung der FPÖ bestens beschriebene alte Generation ist.“ 

Es ist eine schlechte Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, im Roman den Roman selbst zum Thema zu machen, den eigenen Roman im gleichen Roman zu reflektieren. In diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil es nicht um den Roman geht, sondern um Österreich, nicht nur, aber sehr oft, zu oft.

Es ist ein Wirklichkeitsroman, als das dieser, und darin den schlechtesten Angewohnheiten von Menschen, die Romane schreiben, folgend, im Roman selbst schon beschrieben wurde. Aber es ist kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman.

Wie auch?

Es wird (nicht nur, aber zu viel) von Österreich erzählt. Und ein Roman kann kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman sein, wenn seine Hauptfigur doch Österreich …

Es ist eine eitle Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, aus ihren eigenen Romanen zu zitieren. Aber in diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil nicht aus dem Roman zitiert wird, sondern Österreich im allgemeinen und die FPÖ im speziellen nichts anderes hergibt, als nur das Immergleiche.

Ein Roman vor 2000, ein Roman weit vor 2000, ein Roman aus den 1970er Jahren, mit einer Hauptfigur Österreich hätte noch ein Entwicklungsroman, ein Bildungsroman genannt werden können.

Aber ein Roman mit der Hauptfigur Österreich ab dem Jahr 2000 kann nicht so genannt werden. Wie dann?

Österreich von 2000 bis 2018, Österreich im 21. Jahrhundert: Von Regierungsunfähigkeit bis Regierungsunfähigkeit der FPÖ, von Regierungsunwürdigkeit bis Regierungsunwürdigkeit der FPÖ. In einem anderen Land, in einem anderen Staat wäre das keine große Sache, eine Partei, die regierungsunfähig und regierungsunwürdig ist, zu haben. Es wäre eine von diesen Nullkommaachtprozentparteien, bedeutungslos und ein Beleg für eine funktionierende Demokratie. In Österreich hingegen wählen Menschen eine solche regierungsunfähige und regierungsunwürdige Nullkommaachtprozentpartei zu einer potentiellen Regierungspartei. In Österreich hingegen sagt die Elite, so eine Nullkommaachtprozentpartei muß regieren, macht die sogenannte Elite aus eine regierungsunfähigen eine für sie regierungsfähige Partei.

Bald schon wurde in einem Kapitel, in einem aus 2001, das Schweigen des Bundeskanzlers angesprochen, und diesem, dem damaligen Bundeskanzler, in einem weiteren Kapitel der Name Wolfgang Schweigen gegeben. Nun wird vom zurzeitigen Bundeskanzler, es wird das Jahr 2018 geschrieben, immer öfters von seinem Schweigen gesprochen und geschrieben.

Österreich im 21. Jahrhundert: Von einem Bundeskanzler zum nächsten Bundeskanzler ist das Verbindende das Schweigen. Es will für den zurzeitigen Bundeskanzler, also für den im Dezember 2017 montagsgemachten Bundeskanzler kein neuer Name gesucht werden.

Er soll den Namen von seinem Vorgänger, dessen Wiedergänger er ist, bekommen: Wolfgang Schweigen.

„Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich“ heißt, sollte nach dem Gesamttitel der Trilogie mit Appendix gefragt werden, der Roman. Weiterhin ein zutreffender Titel. Vielleicht sollte doch, als Widmung für die Hauptfigur Österreich, ein Untertitel hinzugefügt werden, der ebenfalls zutreffend ist:

Österreich im 21. Jahrhundert:
Chronik der Entwicklungslosigkeit
eines Landes, das die Bildung aufgegeben hat. 

Dem Roman könnte durchaus als Motto vorangestellt werden:

Wolfgang Schweigen, zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich, spricht oft davon, er wolle Österreich wieder an die Spitze führen. Österreich im 21. Jahrhundert ist bereits Weltspitze der Entwicklungslosigkeit erklommen, ist bereits höchster Gipfel der Bildungslosigkeit in dieser Welt. Davon erzählt Österreich, kurz zusammengefaßt, in diesem Roman. 

Es geht aber auch ganz kurz:

Perpetuum austrile