„Künstlerinfos Franz Köck * 4.7.1886 Graz, † 15.1.1975 Graz. ‚Nach vier Semestern Technikstudiums Wechsel an die Landeskunstschule Graz zu A. Zoff und A. Marussig. 1914–18 Kriegsdienst, danach lebte er freischaffend in Graz. 1944 vernichtete ein Brand in Wohnung und Atelier viele seiner Werke. — Wichtige Anregungen verdankte Köck dem Triester Maler Argio Orell. Er widmete sich vor allem der Landschaft und der figuralen Komposition, bevorzugt religiösen Inhalts.‘ — [Pappernigg, Michaela (Bearb.)/ Reiter, Cornelia (Bearb.)/ Kahler, Thomas (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 2: G–K, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1995, S. 236]“
Es ist halt stets österreichisch vorzugehen, es ist stets österreichisch zu selektieren.
Was dazu paßt, was nicht dazu paßt, zum österreichischen Selbstverständnis. Und diese figuralen Werke von Franz Köck scheinen nicht passend zum heutigen Österreich? Ist dieses Werk, in dem etwa auch ein so recht hübsches Portrait von Adolf Hitler (als Kunstblatt 70 cm x 35 cm vertrieben), wichtig zu erwähnen? Nein, wichtig ist, dem armen Franz Köck beizustehen, vernichtet doch 1944 ein Brand in Wohnung und Atelier viele seiner Werke …
Die kurz genannten „Rechten“ haben wohl schon ihren 8. Mai in ihren Traumkalender als Feiertag der Grenzziehung eingetragen, ihren 8. Mai, der ihnen Jahr für Jahr auf den 31.8. fallen soll, wenn wieder 1939 …
Wer „Ursula“ ist? Das wissen in Deutschland wohl vor allem Eingeweihte, von der Vorsehung Auserwählte … Männer und Frauen, die recht besondere Verbindungen zu recht besonderen Frauen und Männern in Österreich pflegen …
„Das rechte Medium Aula beschimpfte Österreichs Song-Contest Teilnehmer Cesár Sampson wegen seiner Hautfarbe. Die SPÖ verbietet einer Band, Songs von Andreas Gabalier zu spielen, weil seine politische Haltung nicht geteilt wird. Reicht es nicht, wenn sich politische Parteien gegenseitig oft unwürdig behandeln? Toleranz sollte man nicht nur predigen, sondern auch leben. Auch ich bin von Austro-Pop-Größen wie Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros kritisiert worden und würde nie auf die Idee kommen, das Abspielen ihrer Lieder irgendwo zu verhindern. Lassen wir die Kunst sowie die Künstlerinnen und Künstler frei arbeiten. Egal wie sie aussehen, welche Musik sie spielen oder Meinung sie haben.“
Klingt das nicht lieb und gut, könnten Sie sagen, und hinzufügen, vielleicht, dagegen könne doch tatsächlich nichts gesagt werden, das sei doch ein recht angemessenes Bekenntnis eines Bundeskanzlers in Österreich zur Freiheit der Kunst …
Ja, das klingt lieb. Welcher Lehrer wäre nicht entzückt, welche Lehrerin täte sich nicht schwer, läse sie oder er das in einem Schulaufsatz, dies ob der Lieblichkeit, wie extrem lieb er doch selber ist, zur „rechten Aula“, negativ zu benoten, weil es nicht gut genug ist für eine positive Note …
Wie fiele, müßte nicht nur eine Note vergeben werden, eine schriftliche Beurteilung eines Lehrers aus, was für eine mündliche Beurteilung brächte eine Lehrerin vor?
Vielleicht so.
Es kann nicht gleichgesetzt werden, die Kritik an von einem Sänger verbreiteten Inhalten mit der reinen Beschimpfung eines Sängers wegen „seiner Hautfarbe“.
Verfehlte Darstellung der Realität. Es kann nicht von einem „Verbot“ gesprochen werden, „Songs zu spielen, weil politische Haltung nicht geteilt wird“, da diese Band nicht eingeladen war, um ein Konzert zu geben, sondern Musik auf Bestellung zu spielen. Eine Veranstalterin, die eine Band zur musikalischen Unterhaltung engagiert, bestellt auch die Musik entsprechend ihrer Veranstaltung. Genau das bietet diese Band ja auch an: „individuelle Songauswahl“. Diese Band ist also mit einem Wurlitzer vergleichbar. Wer Geld in einen Wurlitzer wirft, wählt selbst den Song aus, und läßt nicht den Wurlitzer die Songs spielen, die der Wurlitzer spielen will, wenn für einen kurzen Moment dem Wurlitzer zugestanden wird, er hätte einen Willen.
Diese Band heißt „4you“ und nicht „4us“. Jedweder Veranstalter von Bierzeltfesten, jedwede Veranstalterin von Feuerwehrfesten würde jede Wurlitzerband sofort stoppen, spielte diese nicht dem Anlaß entsprechend bestellte Musik nach, sondern nach ihrem Gutdünken beispielsweise Songs wie „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ …
Die abschließende Forderung daraus, „die Kunst sowie die Künstlerinnen und Künstler frei arbeiten zu lassen“, ist eine gänzlich falsche Forderung, in diesem Fall. Denn. Ein Wurlitzer ist kein Künstler, ein Wurlitzer hat, kurz zusammengefaßt, die Nummern zu spielen, die gedrückt werden.
Das wäre vielleicht die mündliche Beurteilung von dem, schriebe dies ein Schüler in einem Aufsatz oder brächte dies eine Schülerin in einer Unterrichtstunde in einem vor der Klasse gehaltenen Referat …
Über diese mögliche mündliche Beurteilung hinaus können in diesem Zusammenhang weitere Punkte angeführt werden.
Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt, das zeigt sich immer wieder. Was würden Menschen tun, die auf der Suche nach Erklärungen sind, ohne Meinungsfreiheit? Zum Beispiel jene von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ — sie müßten ohne Erklärungen zu Bett …
Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt. Aber Meinungsfreiheit muß stets auch gelebt werden, diese darf nie eine Einbahnstraße sein. Es muß die Menschen geben, die eine Meinung haben, und es muß die Menschen geben, die diese Meinungen lesen, hören wollen, und auch hören und lesen. Wie gut für den zurzeitigen Vizekanzler in Österreich, daß es für ihn die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ gibt, sie ihn gefunden haben, um seine …
„Sich erheben“, das ist die Losung der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ und „Steh auf“, das ist die Losung, mehr noch, zugleich der plakative Appell an die Wähler und Wählerinnen vom zurzeitigen Vizekanzler und seinem Generalsekretär …
Die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ den erklärenden Meinungen folgen und die erklärenden Meinungen verbreiten und nicht umgekehrt, mag ihrer Einsicht geschuldet sein, daß ein Vizekanzler in Österreich den tieferen Einblick hat, auch in die Geschichte, er ein Mann der tieferen Tradition, auch der Verse ist, wie es sich an den Losungen durchaus zeigen läßt.
„Doch, wie so oft, setzen sich die Gut- und Bessermenschen nicht mit den Inhalten auseinander, sondern denunzieren deren Protagonisten. Die zwanghafte Verkürzung des Rechtsseins auf den Nationalsozialismus ist zwar intellektuell äußerst lahm, nervtötend und langweilig […]“
Doch, was an Inhalt geboten wird, ist halt nur in in diesem Gesinnungsbunde, und sonst out, treffender: unbrauchbar für ein gedeihliches Fortkommen.
„Kurz fordert einen „Umbau der EU – ‚Seit dem Lissaboner Vertrag hat sich in Europa viel verändert‘, begründet der ÖVP-Chef den Vorstoß. ‚Wir hatten eine Schuldenkrise, eine Eurokrise, die Migrationskrise, die Klimakrise und dann auch noch das Brexit-Chaos.'“
„Wir hatten die Klimakrise.“
Die größte Erleichterung darüber, keine Klimakrise mehr zu haben, vor allem bei Schülerinnen und Schülern, die nun nicht mehr für den Klimaschutz weiter die Schule schwänzen müssen. Der Klimawandel ist aus und vorbei, sie können nun wieder auch freitags beruhigt in den Klassen bleiben, müssen nicht weiter gegen den Klimawandel demonstrieren.
„Wir hatten die Klimakrise.“ Deshalb. Braucht es bei dem von ihm „geforderten Umbau der EU“ nichts mehr, was mit dem Klima zu tun hat, „wir hatten die Klimakrise“, der Klimawandel ist vorbei. Darum. Muß beim „Umbau der EU“ nichts mehr in dieser Hinsicht getan werden, bloß diese Dinge sind laut dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich noch zu tun:
„Konkret sollten die Institutionen verschlankt, die Sanktionsmechanismen verschärft, das Wettbewerbsrecht überarbeitet, der Fokus auf Schlüsselbereiche wie die Außenpolitik gelegt werden. ‚Es braucht einen neuen Vertrag mit klareren Sanktionen gegen Mitglieder, die Schulden machen, Strafen für Länder, die illegale Migranten nicht registrieren und durchwinken, sowie harte Konsequenzen bei Verstöße gegen Rechtsstaatlichkeit und die liberale Demokratie‘. In einem Punkt wagt sich Kurz auf heikles Territorium vor. ‚Wir müssen den Wanderzirkus des EU-Parlaments beenden.'“
„Seit Heinz-Christian Strache nach wortreichen Distanzierungen von den Identitären beim aktuellen Stimmenfang nun doch ungeniert mit einem Begriff der Rechtsextremen, dem angeblichen ‚Bevölkerungsaustausch‘, -„
Das ist im ersten Absatz am gestrigen 3. Mai 19 zu lesen, geschrieben von Nina Weißensteiner, in einer Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnitts …
Korrekt hätte diese Einleitung lauten müssen, um tatsächlich den Verhältnissen in Österreich gerecht zu werden:
Seit Heinz-Christian Strache ungeniert mit einem Begriff seines Innenministers, dem angeblichen „Bevölkerungsaustausch“ …
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