„Unternehmen Ernte“

Armin Wolf: „Alle Parteien, außer der ÖVP, fordern, das Arbeitslosengeld erhöhen sollte. Das machen Sie nicht. Stattdessen bekommen die Arbeitslosen im September eine einmalige Zahlung von 450,00 Euro, wenn sie im Sommer auch arbeitslos sind. Warum diese einmalige Zahlung und nicht die Erhöhung des Arbeitslosengeldes?“

Sebastian Kurz: „Ja, weil wir im internationalen Vergleich teilweise ein höheres Arbeitslosengeld haben als viele andere Staaten. Wir haben ja auch in der Arbeitslosigkeit viele Menschen aus anderen europäischen Ländern und aus Drittstaaten, wo es wichtig ist einfach, daß es nach wie vor attraktiv ist, auch arbeiten zu gehen. Gerade auch in niederqualifizierten Bereichen. Sie wissen, es gibt viele Bereiche, wo es trotz hoher Arbeitslosigkeit schwierig ist, Arbeitskräfte zu finden, von den Erntehelfern bis zu […]“

Sebastian Kurz am Montag, 15. Juni ’20, im Interview in der Nachrichtensendung im österreichischen Fernsehen.

Die Nachrichtensendung am Dienstag, 16. Juni ’20, zeigt dazu die Bilder. Diese Bilder machen deutlich, was Sebastian Kurz darunter versteht, es müsse nach wie vor „attraktiv“ sein, arbeiten zu gehen.

Zu so einer seiner attraktiven Arbeitswelt, wie diese „Erntehelfern“ bereits zu ihrem Arbeitsglück und wohl zum Neid von sehr vielen Menschen in Österreich, die noch nicht in diese seine attraktive Arbeitswelt aufgenommen sind, verwirklicht ist, möchte der zurzeitige Bundeskanzler mit seinem mehr als christlichem Herzen, das Lob ist nicht zu gering, mit seinem kunschakschen Herzen allen Menschen, die noch außerhalb dieser seiner attraktiven Arbeitswelt ihr Leben kümmerlich fristen müssen, den Zugang öffnen.

Mit Sehnsucht erwarten sich so viele Menschen in Österreich, von Sebastian Kurz eingelassen zu werden in seine attraktive Arbeitswelt, um endlich auch von ihrem glücklichen Arbeitsleben in der kurzschen attraktiven Arbeitswelt erzählen zu dürfen, wie die Frau in der Nachrichtensendung am 16. Juni ’20:

„Frau A. arbeitet regelmäßig in der Ernte. Harte Arbeit, das weiß sie. Erlebt sie eine böse Überraschung. Schlafen soll sie mit zehn anderen in einem völlig desolaten Haus. ‚Für mich war es furchtbar, einfach furchtbar, es gab Schimmel, Kakerlaken, das Fenster ließ sich nicht richtig schließen.‘ Auch die Arbeit sei härter gewesen als sonst. ‚Für mich war das Allerschlimmste, daß wir kaum Pausen hatten. Ich fand, daß wir wie Sklaven behandelt wurden. Das Verhalten der Auftraggeberin war einfach unmenschlich.‘ Seit Ende April habe sie keinen Tag freigehabt. In ihren Zeitaufzeichnungen notiert sie mitunter 14-Stunden-Tage. Am Ende soll ihr weniger Lohn bleiben als ausgemacht. Für das Quartier seien 150,00 Euro abgezogen worden, doppelt so viel wie laut Kollektivvertrag erlaubt. Außerdem 100,00 einer nicht näher definierten Pönale.“

Von Erntehelferinnen wird gewußt, wie es ihnen in vielen europäischen Ländern ergeht, zu oft bereits in einer noch „attraktiveren“ Arbeitswelt sich glücklich schätzen dürfen, ihr Arbeitsleben zu verbringen. Wenn also Sebastian Kurz betont, er möchte Österreich an die Weltspitze führen, kann spätestens jetzt verstanden werden, zu welcher Weltspitze er Österreich führen möchte, zum attraktivsten Arbeitsland der Welt nach kurzschem Maß …

Es kann nur vermutet werden, daß es für diesen Plan auch einen Decknamen gibt, ungewöhnlich wäre das nicht, Pläne werden, seit es Pläne gibt, recht gern mit Codes versehen. Gesinnungsgemäß erschiene für diesen kurzschen ein Code „Unternehmen Ernte“ recht treffend …

„Unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit“

Es hat etwas von Tollkühnheit, daß ein Journalist dem Präsidenten zugesteht, mehr, einen sogenannten Persilschein ausstellt, er, der Vorsitzende, habe „mit der Ablehnung des Ibiza-Videos leider recht“ …

Nach einer genauen Lektüre von „Rechtliche Einschätzung – Zur Frage der Vorlage des ‚Ibiza-Videos‘ durch einen Rechtsanwalt“ hätte der Journalist durchaus die Frage stellen können. Warum hat der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses sich nicht anders entschieden? Also für die Annahme des „Ibiza-Videos“. Auch das gibt die „Rechtliche Einschätzung“ selbst bereits her, auf die sich der Vorsitzende als Basis für seine Ablehnung der Annahme des „Ibiza-Videos“ bezieht.

„Zu erwähnen ist, dass im Ausland ansässige Personen ersucht werden können, sich dem UsA freiwillig als Auskunftsperson zur Verfügung zu stellen.“

„Die Annahme von Beweismittel von Dritten wird hingegen in der VO-UA nicht erwähnt (auch nicht in den Erläuterungen bzw. Ausschussberichten), sie ist aber auch nicht explizit ausgeschlossen.“

„Ein formelles Verfahren für die Vorlage von Beweismittel von Dritten fehlt. Die Vorlage von Beweismitteln wird jedenfalls beim Vorsitzenden zu erfolgen haben, der den UsA gemäß § 6 Abs. 1 VO-UA nach außen vertritt.“

„Gemäß § 23 VO-UA kann als Beweismittel grundsätzlich ‚alles verwendet werden, was geeignet ist, der Untersuchung im Rahmen des Untersuchungsgegenstands zu dienen‘.“

„Abgesehen davon bleibt die Vorlage verbotener Beweismittel für den Vorsitzenden, die Funktionärinnen/Funktionäre und Mitglieder eines UsA folgenlos.“

Es hätte also der Vorsitzende auf Grundlage seiner eigenen Einholung einer rechtlichen Einschätzung anders entscheiden, vorgehen können, den Rechtsanwalt als „Auskunftsperson“ … Die Tollkühnheit der Persilscheinausfertigung des Journalisten ist aber, muß zugegeben werden, eine Nebensache, ebenso eine Nebensache ist die Entscheidung des Vorsitzenden …

Weshalb diese „rechtliche Einschätzung“ überhaupt Interesse wecken konnte, ist folgende Passage in dieser:

„Ein weiteres Beweismittelverbot (Beweisaufnahmeverbot) ergibt sich aus der Unzulässigkeit der Befragung bestimmter Personen als Auskunftsperson gemäß § 34 VO-UA. Das ist das
Verbot der Befragung von […] unfähig sind, die Wahrheit anzugeben‘, sowie von „Geistliche[n] in Ansehung dessen, was ihnen in der Beichte oder sonst unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit anvertraut wurde‘.“

Es gibt tatsächlich in Österreich nach wie vor diesen Paragraphen:

§ 155 StPO – Strafprozeßordnung 1975

(1) Als Zeugen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nicht vernommen werden:

1. Geistliche über das, was ihnen in der Beichte oder sonst unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit anvertraut wurde,

2. Beamte (§ 74 Abs. 1 Z 4 bis 4c StGB) über Umstände, die der Amtsverschwiegenheit unterliegen, soweit sie nicht von der Verschwiegenheitspflicht entbunden wurden,

3. Personen, denen Zugang zu klassifizierten Informationen des Nationalrates oder des Bundesrates gewährt wurde, soweit sie gemäß § 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Informationsordnung des Nationalrates und des Bundesrates, BGBl. I Nr. 102/2014, zur Verschwiegenheit verpflichtet sind,

4. Personen, die wegen einer psychischen Krankheit, wegen einer vergleichbaren Beeinträchtigung ihrer Entscheidungsfähigkeit oder aus einem anderen Grund unfähig sind, die Wahrheit anzugeben.

(2) Eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach Abs. 1 Z 2 besteht jedenfalls nicht, soweit der Zeuge im Dienste der Strafrechtspflege Wahrnehmungen zum Gegenstand des Verfahrens gemacht hat oder Anzeigepflicht (§ 78) besteht.

„Unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit“!

„Unter dem Siegel geistlicher Amtsverschwiegenheit“?

Was für seltsame Gesetze vor 45 Jahren in Österreich beschlossen wurden, zu einer Zeit also, von der erzählt wird, es sei die Zeit des Aufbruchs in die Moderne gewesen, in Österreich … Ein weiterer Zeuge für die Moderne in Österreich, der Paragraph 188 StGB …

Es wird jetzt viel davon gesprochen, die Amtsverschwiegenheit werde oder solle abgeschafft werden, in Österreich. Ob die „geistliche Amtsverschwiegenheit“ fallen werde? Wer Geld verlieren will, kann darauf wetten, daß die „geistliche Amtsverschwiegenheit“ auch abgeschafft werde …

Dabei, wie viel könnte erfahren werden, wenn es die „geistliche Amtsverschwiegenheit“ nicht mehr geben würde, ein Priester zum Beispiel auch über einen oft in der Öffentlichkeit Herumstehenden mit geistig gefalteten Händen, wenn also dieser „Geistliche“ von seiner „geistlichen Amtsverschwiegenheit“ entbunden wäre, was könnte dieser alles lang und breit berichten, aus dem Gedächtnis, ganz ohne Videoaufnahme, über …

Virusgewinnlerei

Ob Alois Gauper, „Autor aus Hietzing“, seinen Beitrag „Corona – Alles ein Schwindel? 60 % von Natur aus resistent WHO Studie“ auf „meinbezirk.at“ an diesem Sonntag, 14. Juni ’20, zuerst auf der Website „Unzensuriert“ unter der Überschrift „Coronavirus Der nächste Schlag für Kanzler Kurz: 60 Prozent von Natur aus resistent gegen Coronavirus“ veröffentlichte, das die Uhrzeiten der Hochladungen auf „Unzensuriert“ und auf „meinbezirk.at“ vermuten lassen können, ist vollkommen unerheblich, gleichgültig auch, ob Alois Gauper tatsächlich der „Autor“ auch von „Unzensuriert“ oder ein Weiterverbreiter respektive Wiederverwerter, ein Abschreiber, der verschämt seine Quelle verschweigt, von „Unzensuriert“ ist, und auf „meinbezirk.at“ so tut, als ob er der Schreiber …

Was lösen ein Rentner und eine Hautärztin aus? Einen Corona-Fehlalarm.

Einen Unterschied gibt es dabei. Auf „meinbezirk.at“ peppt Alois Gauper „seinen Beitrag“ mit der Werbung für ein Buch von Karina Reiß und Sucharit Bhakdi auf.

Mit dem Titel ihres Buches erklärt sich auch die Witzfrage: Was lösen ein Rentner und eine Hautärztin aus? „Corona-Fehlalarm“ …

Zum Rentner muß nichts mehr gesagt werden. Einen Unterschied zwischen „Unzensuriert“ und Alois Gauper, dem „Autor“ von meinbezirk.at, die Autorinnen von „meinbezirk.at“ scheinen durch die besondere Bezeichnung „Regionauten“ geadelt zu sein, gibt es allerdings nicht, was die Anerkennung des Rentners als höchste wissenschaftliche Kapazität …

Das Buch „Corona Fehlalarm?“ aus dem Goldegg-Verlag … es wäre wohl nicht verkaufsförderlich, stünde bei dem Autor, er sei lange schon Rentner, und wohl auch nicht umsatzsteigernd, stünde bei der Autorin, sie arbeite in der „Universitäts-Hautklinik Kiel“ … Gewinnsteigernd hingegen wohl der Hinweis des Goldegg-Verlags, ihre fachliche Qualifikation sei durch über 60 Veröffentlichungen …

Die Liste der Veröffentlichungen der Hautärztin auf der Website der Hautklinik offenbart, daß sie der Liste zufolge seit 2016 nichts mehr veröffentlicht hat. Seit 2016 nichts mehr. Und für 2016 ist in der Liste nicht angeführt, ihr gemeinsames Buch „Schreckgespenst Infektionen Mythen, Wahn und Wirklichkeit“ mit dem Rentner, ebenfalls im Goldegg-Verlag …

Erstaunlich, diese Veröffentlichung nicht in ihrer Publikationsliste angeführt zu finden, eine Publikation in einem derart renommierten Verlag, in dem sogar eine der höchst angesehene Wissenschaftlerin wie Gerade Rogers publiziert …

PS Sie werden vielleicht meinen wollen, dieses Kapitel sei eines zum Coronavirus, zu Covid-19, zu Infektionen. In keiner Weise ist es ein Kapitel zu Krankheit, Gesundheit, zum Umgang damit. Sondern zu dieser allerorten festzustellenden Virusgewinnlerei …

Wohnen im Wiener Herzen

Das Herzstück von Wien, so wird es jedenfalls bezeichnet, ist die Innenstadt, der erste Bezirk.

Im Herzen von Wien das Gedenken an Egon Caesar Conte Corti mit einer Tafel auf dem Haus am Franziskanerplatz 1, an Franz Karl Ginzkey mit einem Gemeindebau in der Johannesgasse 9-13.

Wenn das österreichische Fernsehen eine Dokumentation über die Geheimnisse der Johannesgasse bringen würde, fiele diese wohl so aus wie über den Judenplatz, in der prominent vom Mahnmal der Rachel Whiteread salbungsvoll berichtet wird.

Kein Wort aber in „Geheimnisse der Inneren Stadt“ zu dem bis zum heutigen Tag auf dem Judenplatz in die Mauer getriebenen Antisemitismus …

Im Herzen von Wien das Haus Judenplatz 2 eine Pilgerstätte für …

Es gibt Geheimnisse in den „Geheimnissen“, die sollen eben Geheimnisse bleiben, weiter Früchte tragen, zu nähren kommende Generationen, mit Inhaltsstoffen, die auf den Verpackungen nicht angeführt sind

Wenn das österreichische Fernsehen eine Dokumentation über die Geheimnisse der Johannesgasse bringen würde, würde wohl die Gedenktafel auf dem Haus Johannesgasse 4 salbungsvoll verlesen werden …

„Zum Gedenken an jene Menschen, die hier im Juli 1934 von nationalsozialistischen Putschisten beim Sturm auf das Haus der RAVAG, des damaligen österreichischen Rundfunks, ermordet wurden.“

Und dann würde wohl eilig die Johannesgasse Richtung Kärntner Straße verlassen werden, um ja nicht vom Gemeindebau Johannesgasse 9-13 berichten zu müssen, vom Geheimnis „Ginzkeyhof“ …

Wohnen im Wiener Herzen, wie der „neuromantische Lyriker“ …

Vom Ginzkeyhof zum Franziskanerplatz zur Gedenktafel für Egon Cäsar Conte Corti ist es nicht weit, ein paar Minuten, ein zu kurzer Weg, um alles in Erinnerung zu rufen, was in Erinnerung gerufen werden kann, zu Corti, dem Völkischen, dem Volksbundillegalen, zum „Schutzverband der österreichischen Schriftsteller im Verband der geistig Schaffenden Österreichs“, der ihm, Corti, die Tafel widmete und Ginzkey einen Ring stiftete, mit dem er, der Schutzverband, „Verdienste im Sinne Ginzkeys“ auszeichnet …

Einen Ring für „Verdienste im Sinne Ginzkeys“ zu bekommen, welche Verdienste werden das wohl sein müssen? Etwa für dieselben Magazine gotthörig schreiben, wie Ginzkey es tat, beispielsweise für den „Eckartboten“, der heutzutage noch recht rege und recht bekannt unter seinem verkürzten Namen „Eckart“ ist, vor allem bei den Mannen und Frauen der Partei, die für kurz Regierungspartei war, wieder einmal Regierungspartei war, wieder mit dem bekannten und vor allem mit dem Ergebnis, das enormer Aufwand für Behörden

Kurz auch der Weg vom Franziskanerplatz zum Karl-Lueg… nein, der Spaziergang dorthin wird nicht fortgesetzt, die Wanderung kurz entschlossen abgebrochenzu viele wieder, wie kürzlich erst berichtet, machen sich nach einem Besuch ihres Pilgerhauses auf dem Judenplatz wieder auf, um sich zu betätigen, im Sinne der Streichers

Show your support for Donald Trump, in short, again for such a white old man – Alexander Schallenberg: „Ja, es ist ein streitbarer Präsident. Aber haben wir doch Vertrauen in diesen Partner.“

Wo immer, wann immer Unterstützung gefordert, da steht Alexander Schallenberg, seit Kurzem Außenminister in Österreich, seinen Mann, ob an den Grenzen Griechenlands, ob als Posten auf der Anhöhe am Lainzer Sattel — tu karl austria!

Schallenberg, ein Frontmann der Solidarität

Even more. Schallenberg, a man alone as a bulwark of support

Ein Mann, der dem Volke Vertrauen gibt, weil er eben ein Mann ist, der selbst vertraut – , „Aber haben wir doch Vertrauen in diesen Partner“ –, wie er gestrig im ganzen Lande vom Sattel aus zu hören war …

Lou Lorenz-Dittlbacher: Sie wissen, daß die Opposition von Ihnen dringend klarere Worte, von Ihnen und vom Bundeskanzler in Richtung US-Präsident Trump fordert, verlangt.

Alexander Schallenberg: Ich muß aber sagen, Rassismus ist kein amerikanisches Phänomen. Und es ist kein Phänomen der Trump-Administration. Man tut sich etwas leicht, wenn man das so formuliert. Das ist eine Geisel, die in jeder Gesellschaft leider Gottes präsent ist. Wir sind alle aufgerufen, dagegen zu arbeiten. Ich finde daher auch toll, wenn die Menschen hier in Österreich sozusagen ein Zeichen setzen.

Lou Lorenz-Dittlbacher: Wir wissen, US-Präsident Trump, bei aller Wertschätzung und bei allem Respekt, paßt vielleicht nicht ganz in die Reihe der US-Präsidenten, die wir in der Geschichte bisher gesehen haben, handelt anders, überrascht viele. Es gibt auch sehr viel Kritik in seiner eigenen Partei. Diese Proteste haben sehr sehr viel Rückhalt in der Bevölkerung, dennoch will er, droht sozusagen damit, das Militär einzusetzen. Ist das richtig? Kann das richtig sein?

Alexander Schallenberg: Ja, es ist ein streitbarer Präsident, und ja es ist ein Präsident, der keinem Konflikt aus dem Weg geht, und auch nicht davor zurückschreckt, sozusagen, antagonisierende Wortmeldungen abzugeben. Aber haben wir doch Vertrauen in diesen Partner.“

Ein streitbarer Partner, der auch nicht davor zurückschreckt, das Militär einzusetzen, in so einen Partner Vertrauen zu haben, ist beim weißen Barte Gottes das heiligste Gebot, wer sonst könnte alle vor dem Lesen schützen, vor dem Lesen von Gedichten, die vom Entwirren der Knoten erzählen, während andere „Paragraphe“ schreiben, aber nicht, kurz gesagt, für die Trump-Administration …

Schallenberg, nicht nur ein Mann, der für sich allein schon ein ganzes Bollwerk der Unterstützung ist, nicht nur ein Mann aus dem schönen tu karl austria mit seinen schöneren Bärtchen, schöner gewachsen als irgendwo sonst auf der Welt, sondern auch ein Mann der Bildung, mehr noch, ein Mann der höchsten Bildung. Mit welch einer Leichtigkeit er das ausspricht: „antagonisierende Wortmeldungen“ …

Das Wort „Antagonism“ wird er, Schallenberg, seinem Partner, dem er vertraut, wohl in einer vertraulichen Stunde, kurz gesagt, erklären müssen, vor allem, woher dieses Wort kommt, wird doch von seinem Partner erzählt, er habe als erwachsener Mann nie ein Buch gelesen … Und als Teenager? Vielleicht Buffalo Bill, die Heftchen, den Comic, aber nicht von Éric Vuillard …

Seinem Partner könnte er zur Erklärung den „vierten Satz“ aus „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ aus 1784 von Immanuel Kant vorlesen …

Das Mittel, dessen sich die Natur bedient, die Entwickelung aller ihrer Anlagen zu Stande zu bringen, ist der Antagonism derselben in der Gesellschaft, so fern dieser doch am Ende die Ursache einer gesetzmäßigen Ordnung derselben wird. Ich verstehe hier unter dem Antagonism die ungesellige Geselligkeit der Menschen; d. i. den Hang derselben, in Gesellschaft zu treten, der doch mit einem durchgängigen Widerstande, welcher diese Gesellschaft beständig zu trennen droht, verbunden ist. Hiezu liegt die Anlage offenbar in der menschlichen Natur. Der Mensch hat eine Neigung, sich zu vergesellschaften; weil er in einem solchen Zustande sich mehr als Mensch, d. i. die Entwickelung seiner Naturanlagen, fühlt. Er hat aber auch einen großen Hang, sich zu vereinzelnen (isolieren); weil er in sich zugleich die ungesellige Eigenschaft antrifft, alles bloß nach seinem Sinne richten zu wollen, und daher allerwärts Widerstand erwartet, so wie er von sich selbst weiß, daß er seiner Seits zum Widerstande gegen andere geneigt ist. Dieser Widerstand ist es nun, welcher alle Kräfte des Menschen erweckt, ihn dahin bringt, seinen Hang zur Faulheit zu überwinden, und, getrieben durch Ehrsucht, Herrschsucht oder Habsucht, sich einen Rang unter seinen Mitgenossen zu verschaffen, die er nicht wohl leiden, von denen er aber auch nicht lassen kann. Da geschehen nun die ersten wahren Schritte aus der Rohigkeit zur Kultur, die eigentlich in dem gesellschaftlichen Wert des Menschen besteht; da werden alle Talente nach und nach entwickelt, der Geschmack gebildet, und selbst durch fortgesetzte Aufklärung der Anfang zur Gründung einer Denkungsart gemacht, welche die grobe Naturanlage zur sittlichen Unterscheidung mit der Zeit in bestimmte praktische Prinzipien, und so eine pathologisch-abgedrungene Zusammenstimmung zu einer Gesellschaft endlich in ein moralisches Ganze verwandeln kann. Ohne jene, an sich zwar eben nicht liebenswürdige, Eigenschaften der Ungeselligkeit, woraus der Widerstand entspringt, den jeder bei seinen selbstsüchtigen Anmaßungen notwendig antreffen muß, würden in einem arkadischen Schäferleben, bei vollkommener Eintracht, Genügsamkeit und Wechselliebe, alle Talente auf ewig in ihren Keimen verborgen bleiben: die Menschen, gutartig wie die Schafe die sie weiden, würden ihrem Dasein kaum einen größeren Wert verschaffen, als dieses ihr Hausvieh hat; sie würden das Leere der Schöpfung in Ansehung ihres Zwecks, als vernünftige Natur, nicht ausfüllen. Dank sei also der Natur für die Unvertragsamkeit, für die mißgünstig wetteifernde Eitelkeit, für die nicht zu befriedigende Begierde zum Haben, oder auch zum Herrschen! Ohne sie würden alle vortreffliche Naturanlagen in der Menschheit ewig unentwickelt schlummern. Der Mensch will Eintracht; aber die Natur weiß besser, was für seine Gattung gut ist: sie will Zwietracht. Er will gemächlich und vergnügt leben; die Natur will aber, er soll aus der Lässigkeit und untätigen Genügsamkeit hinaus, sich in Arbeit und Mühseligkeiten stürzen, um dagegen auch Mittel auszufinden, sich klüglich wiederum aus den letztern heraus zu ziehen. Die natürlichen Triebfedern dazu, die Quellen der Ungeselligkeit und des durchgängigen Widerstandes, woraus so viele Übel entspringen, die aber doch auch wieder zur neuen Anspannung der Kräfte, mithin zu mehrerer Entwickelung der Naturanlagen antreiben, verraten also wohl die Anordnung eines weisen Schöpfers; und nicht etwa die Hand eines bösartigen Geistes, der in seine herrliche Anstalt gepfuscht oder sie neidischer Weise verderbt habe.“

Ob sein Partner in den kantischen Ausführungen sich erkennen würde? Unwichtig, wesentlich daran, der breiteste Widerspruch gegen …

Freilich gehört Immanuel Kant nicht zu den Schreibenden, die das Lesen je schmackhaft machen können, schon gar nicht so einem Partner. Von Kant wird Donald Trump wohl schon gehört haben, einiges von ihm nicht aus eigener Lektüre, aber vom Hörensagen kennen, mit dem er seinem bildungsbürgerlich hochgebildeten Bollwerkpartner aus Tu-karl-Austria wohl beeindrucken könnte, etwa mit dem Satz:

„Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften.“

Pornobalken, gewachsen in Österreich

„Bei Floyd handelte es sich immerhin um einen Serienstraftäter, der allein wegen eines bewaffneten Raubüberfalls fünf Jahre in Haft war und bei seiner Festnahme, wie die Obduktion inzwischen zutage förderte, unter Drogen stand, was sein Ableben möglicherweise (mit-)verursachte oder beschleunigte.“

Der Getötete verursacht seinen Tod selbst —

Wer sonst kann so einen Kommentar in Österreich abgeben? Ja, die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei, die für kurz auch identitäre Regierungspartei wieder einmal …

Der Ermordete beschleunigt seine Ermordung selbst —

Mehr ist dazu nicht zu sagen, es zeigt wieder auch den Umgang mit Fakten; wie aus der Collage deutlich und unmißverständlich zu entnehmen ist.

Und gesinnungsgemäß kommt Statistik zum Einsatz. Wobei die Verlinkung zum“Handelsblatt“ dem Ganzen wohl einen redlichen Anstrich …

„Ja, die Opfer der Polizeigewalt waren überproportional häufig Afroamerikaner, aber die begehen je nach Jahr und Quelle auch zwischen 36 und 51 Prozent aller Tötungsdelikte in den USA. Sie stehen der Polizei also besonders häufig als mutmaßliche Täter gegenüber – mit dem entsprechenden Risiko, selbst getötet zu werden.“

„Überproportional häufig“ … In das Spielchen mit der Statistik will gar nicht eingestiegen werden. Sondern es ist auch diesmal lediglich darauf hinzuweisen, wie erst vor kurzem auch in diesem Zusammenhang hinzuweisen war, daß Zahlen, die nicht genehm sind, einfach unterschlagen werden. In dem Fall von dem durch die Website bemühten „Handelsblatt“ beispielsweise die Zahl 30 Prozent nach der Angabe des FBI …

„Black men committed 36% of murders and made up 52% of all murder victims. White men committed 30% of murders and accounted for 43% of all murder victims.“

36 Prozent zu 30 Prozent – „überproportional“ … den Unterschied würde wohl kein Mensch Klavier spielen können wollen, der wirklich Klavier spielen können würde wollen.

Diese Zahlen der Morde beziehen sich auf das Jahr 2015. Damit angelangt bei Donald J. Trump.

In diesem Jahr zwitscherte Donald J. Trump auch eine, menschgemäß eine nur ihm gesinnungsgenehme „Statistik“, von einem Mann, der, wenn er an Österreich denkt, nach dem „kleinen Schnurrbart“,

„Should have listened to the Austrian chap with the little moustache.“

den er, der Österreicher, vom „great dictator“ kopiert , sich sehnt in seiner weißen Nacht …

NS „Moustache“ erlangte lange nach dem „great dictator“ wieder filmische Berühmtheit. Als „Pornobalken“ — —

Kurz bloß unter den Top-Luadan, auch weil er nur an Widerwärtigkeitsregeln gebunden ist.

Es gibt Sätze, auf die es nicht lohnt, mit Fakten zu antworten. Sogenannte fake news mit Fakten zu entkräften, heißt, diesen ein Gewicht zu verleihen, das diesen und ihren Verbreiterinnen in keiner Weise zusteht.

Solche Sätze, wie der Satz vom zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich vom letzten Sonntag,

„Die Schweiz ist unter den Top-Staaten – auch weil sie nicht an EU-Regeln gebunden und finanzstark ist.“

wobei dieser Satz nur ein Beispielsatz mehr aus der endlos langen Satzkohorte des zurzeitigen Bundeskanzlers ist, können nur umgeschrieben werden, zur Kenntlichmachung, wie …

Es hätte der Journalist und die Journalistin sogleich nachfragen müssen, ihn zu einer konkreten Aussage mit Fakten verpflichten müssen, aber vor allem die Chefredakteurin dieser Tageszeitung wird untertaningemäß angenommen haben dürfen, er, der zurzeitige Bundeskanzler, wisse mehr zum Beispiel über die Schweiz als sie, die doch schon so wenig über Österreich weiß, wo sie lebt, arbeitet und in erschreckender Weise ihr Wissen verbreitet …

Die „Aargauer Zeitung“ wollte am 10. Juni 2020 dem zurzeitigen Bundeskanzler aus Österreich freundlicherweise beispringen, damit, was er gemeint haben könnte, aber letztlich konnte sie doch nicht anders als festzustellen, „zumindest eine Lücke weist sein Wissen …“ Die „Aargauer Zeitung“ sollte einmal Erhard Busek zu einem Interview einladen, allein er könnte mehr davon erzählen, was er noch nicht alles weiß …

Und die „Aargauer Zeitung“ verweist auf die Aufklärung von dem zurzeitigen Bundeskanzler aus Österreich durch Stefan Brocza bezüglich die Schweiz und die EU, worüber bereits die Journalistin und der Journalist der österreichischen Tageszeitung den zurzeitigen Bundeskanzler hätten aufklären können, wäre sie, die Zeitung, nicht die Kurierin des …

Den Schluß der Aufklärung zitiert die „Aargauer Zeitung“ nicht. Aber es ist doch ein Schluß, der festgehalten werden sollte.

„Aber selbst in der eigenen Partei des Kanzlers – der sich immer noch als ‚Europapartei‘ gerierenden ÖVP – regt sich kein Widerspruch. Keiner der sonst so ‚glühenden Europäer‘ getraut sich das Wort zu ergreifen und dem Kanzler und Parteichef zu widersprechen. Stattdessen werden seine zunehmend schriller werdenden Ausritte gegen die EU wohl oder übel zur Kenntnis genommen. Wer Wahlen gewinnt, darf sich offensichtlich alles erlauben. Und auf diese Weise ermutigt, transferiert sich der Kanzler immer mehr in eine Art Mini-Donald-Trump. Der US-Präsident verdreht bekanntlich die Wahrheit, wie es ihm gerade passt, und seine Partei schweigt dazu. Bisher musste nur die FPÖ jeweils ein Bekenntnis zu Europa ablegen, um in die Bundesregierung zu kommen. Vielleicht muss man ein solches Bekenntnis in Zukunft auch von der ÖVP unter Kurz einfordern.“

Zu „Mini-Donald-Trump“ fällt sogleich ein Merksatz von La Rochefoucauld ein:

„Die einzigen guten Kopien sind jene, die uns die Lächerlichkeit schlechter Originale erkennen lassen.“

Menschgemäß ist aber Donald Trump schon kein „Original“, sondern auch nur eine Kopie … Wie schade, daß La Rochefoucald nicht mehr lebt. Was für einen wunderbaren Aphorismus hätte er formuliert, mit dem er es auf den Punkt gebracht hätte, was es auf sich hat, mit den schlechten Kopien von schlechten Kopien von schlechten Originalen …

Sie werden sich vielleicht fragen, weshalb soll dieser Satz

Seb. Kurz ist unter den Top-Luadan, auch weil er nur an Widerwärtigkeitsregeln gebunden ist.

kenntlich machen, warum der Satz von dem zurzeitigen Bundeskanzler ein … weil er von der Qualität des Gehaltvollen vom Satze von dem „widerwärtigen Luder“ des schwarzen Vizelandeshauptmannes aus dem Bundesland ist mit dem Ibiza in den Alpen

„Luada“ ist aber, wie erfahren werden durfte, nicht „negativ zu verstehen“. Also mehr eine Auszeichnung, die nicht nur in den türkisen Bergen dieses Bundeslandes so verstanden wird. Was nicht zugestanden werden konnte, ist, daß er „finanzstark“ sei; das sind andere, die Geld einzig dafür horten, um es …

Polizei in Österreich stellt Gehörlose ein und schickt sie maskenlos auf Streife

Genau in dem Moment der Durchsage im Bahnhof, der auch eine U-Bahn-Station ist, es ist im gesamten Bereich ein Mund-und-Nasen-Schutz zu tragen, werden im Bahnhof zwei Polizisten gesehen, die keine Masken tragen, und sofort muß gedacht werden, wie erfreulich, was für ein Fortschritt, die Polizei in Österreich stellt Gehörlose auch für den Streifendienst ein.

Die zwei Polizisten unterhalten sich maskenlos im Bahnhofsgebäude sehr angeregt, und der Abstand zwischen ihnen, nun ja, vielleicht ein Spanferkelhaxn …

Beim Verlassen der U-Bahn-Station an diesem zweiten Dienstag im Juni ’20, endlich den unzähligen Durchsagen, die auf der kurzen Strecke vom Handelskai bis nach Floridsdorf, angehört werden mußten, entkommen, drängt sich ein weiterer Gedanke auf. Möglicherweise sind die zwei Polizisten nicht physisch taub, aber sie meinen schlicht wie kurz, was für jene gilt, die ihre Gehälter zahlen, gilt für sie nicht.

Beim Abnehmen der Maske auf der Straße, also außerhalb des Gebäudes, weit entfernt von der Station, drängt sich noch die Frage auf, ob der seit kurzem amtierende Innenminister mit „Lebensgefährder“ seine Männer auf Streife meint?

Vor dem Hintergrund aktueller polizeilicher Ereignisse, die weltweit im Grunde seit einer Ewigkeit täglich aktuelle Ereignisse sind, hat er mit „Lebensgefährder“ einmal kein falsches Wort gewählt.

Chirping Messenger from Trump at Austria

Es wäre nicht notwendig, da es ohnehin gewußt wird, wie die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei mit Fakten umgeht, ein weiteres Beispiel zu bringen.

Weil aber ein Nationalratsabgeordneter der türkis getupften schwarzen Regierungspartei vor einem Monat sich andiente als Bote des zurzeitigen amerikanischen Präsidenten, der wieder einmal eine unrühmliche Rolle – zu einer anderen als zu einer unrühmlichen Rolle ist er ohnehin nicht fähig, es ist seine Charakterrolle – im Zusammenhang mit Polizeigewalt und Rassismus spielt, ist doch ein weiteres Beispiel zu bringen, zur Erinnerung, mit wem seine Partei für kurz in einer Regierung …

Männer und Frauen dieser Partei mögen zwar die Partei wechseln, aber eines wechseln sie niemals, ihre Gesinnung, etwa jener Mann, der nun dem Mann folgte in eine Partei mit einem anderem Namen, der für kurz

Nun, zum aktuellen Beispiel …

Am 6. Juni ’20 unter der Überschrift „Die missbrauchten Unruhen in den USA: Österreichs Medien und amerikanische Realität“ ist im Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website zu lesen:

Hierarchie der Täter und Opfer Unbeachtet bleibt, dass allein in den Jahren 2012 bis 2015 die Afroamerikaner 85,5 Prozent aller interrassischen Gewalttaten zwischen Schwarzen und Weißen begingen. 540.360 strafbaren schwarzen Übergriffen auf Weiße stehen nur 91.470 tätliche Angriffe von Weißen auf Schwarze gegenüber (14,4 Prozent). Das alles vor dem Hintergrund, dass der Anteil an Schwarzen in den USA bei 13 Prozent liegt. Weiße leiden also deutlich überproportional mehr unter schwarzer Gewalt als umgekehrt. Doch weiße Leben zählen anscheinend nicht.“

Von der Website verlinkt zum „City-Journal“, „Darkness Falls – The collapse of the rule of law across the country, intensified by Antifa radicals, is terrifying. Heather Mac Donald“ … Als die für die Website gesinnungsgenehme Quelle …

„Facts don’t matter to the academic victimology narrative. Far from destroying the black body, whites are the overwhelming target of interracial violence. Between 2012 and 2015, blacks committed 85.5 percent of all black-white interracial violent victimizations (excluding interracial homicide, which is also disproportionately black-on-white). That works out to 540,360 felonious assaults on whites. Whites committed 14.4 percent of all interracial violent victimization, or 91,470 felonious assaults on blacks. Blacks are less than 13 percent of the national population.“

Vom „City-Journal“ zur eigentlichen Quelle verlinkt, nämlich zu: „Race and Hispanic Origin of Victims and Offenders, 2012-15 – U.S. Department of Justice Office of Justice Programs Bureau of Justice Statistics, October 2017, NCJ 250747, Rachel E. Morgan, Ph.D., BJS Statistician, Special Report“ …

Und wer die eigentliche Quelle aufruft, wird die zwei Zahlen, also „540,360“ und „91,470“ finden, nämlich in „table 4“ … nicht zu finden ist „85.5 percent“, dreimal „14.4 percent, aber in anderen Zusammenhängen. Wer diesen „Special report“ im Gesamten liest, wird sofort erkennen, wie gesinnungsgenehm diese Zahlen herausgegriffen wurden, um …

„During 2012-15, U.S. residents experienced 5.8 million violent victimizations per year (table 1). About 3.7 million of these violent victimizations were committed against white victims.3 Among white victims, a higher percentage of victimizations were committed by white offenders (57%)
than offenders of any other race.“

Mehr braucht zu diesem weiteren Beispiel des Umgangs mit Zahlen nicht gesagt werden. Und offen gestanden, es will auch keine große Bereitschaft aufkommen, sich mit der eigentlichen Quelle, also mit dem „Special Report“ sich zu beschäftigen. Denn. Wenn nach wie vor mit einem Begriff wie „Rasse“ gearbeitet wird, kann es nur einen Widerwillen geben, der verständlich ist, und verständlich macht, weshalb es in den Vereinigten Staaten von Amerika nach wie vor ein so ungeheuerlich zugeht …

Weltweite Polizeigewalt

„BDS bei der #BlackLivesMatter Demonstration in #Wien heute. Man schreckt nicht mal davor zurück, den Tod von #GeorgeFlyod für die eigene zynische und rassistische Agenda zu verwenden. Shame on you. Rassismus#blacklivesmattervienna#BlackLivesMatteraustria

Am 4. Juni 2020 dieser Tweet von Reuven Rennert.

Am 30. Mai 2020 erschießt „die Polizei in Jerusalem einen autistischen Palästinenser“.

Es darf stark angezweifelt werden, ob die Kampagne BDS tatsächlich berufen ist, auf Polizeigewalt in Israel aufmerksam zu machen. Steht diese doch auch im Ruf, antisemitisch zu sein. Anders stellt es sich beim Vorwurf dar, sie sei antizionistisch.

Und gegen Zionismus zu sein, heißt auch einfach wie kurz, gegen Nationalismus zu sein.

Ohne Berufung auf BDS kann gesagt werden, Polizeigewalt in Israel ist auch ein Verbrechen, nichts anderes als ein Verbrechen.

Auf den Tweet von Reuven Rennert könnte BDS durchaus mit seinem Tweet als Vorlage antworten, ein wenig abgeändert nur, vielleicht in etwa so:

Reuven Rennert über die #BlackLivesMatter-Demonstration in Wien. Er schreckt nicht mal davor zurück, die Demonstration gegen weltweite Polizeigewalt für die eigene Agenda zu verwenden. Shame on you.

Sie werden vielleicht fragen, wer ist Reuven Rennert?

Nun, das ist ein Mann mit einer besonderen Agenda …

Mit dieser besonderen Agenda ist noch ein Mann mit ihm zugleich aufgetreten, dessen Name Ihnen vielleicht schon einmal untergekommen ist, ist dieser doch, kurz gesagt, Abgeordneter im österreichischen Parlament geworden, und hat sich beispielsweise im Februar dieses Jahres auch mit einem Tweet

„Soeben im Nationalrat EINSTIMMIG BDS-Bewegung (Boykott gegen Israel) scharf verurteilt u. festgestellt, dass BDS in Österreich in keiner Weise unterstützt werden soll. Ein starkes u. symbolträchtiges Statement d. österreichischen Parlamentes gegen Antisemitismus u. Antizionismus.“

zur „Bewegung BDS“ geäußert, in Verfolgung seiner Agenda, die eben auch die von Reuven Rennert …

Bei einem Unbekannten wie Reuven Rennert muß nichts angezweifelt werden, ob er für irgendetwas tatsächlich berufen ist, aufmerksam zu machen, aber bei dem Nationalratsabgeordneten darf stark angezweifelt werden, ob er tatsächlich berufen ist, gegen irgendwen etwas zu sagen, das mit, kurz gesagt, Rassismus zu tun hat, wenn bedacht wird, in welcher Zeit und von wem er in das Parlament gebracht wurde und wie er sich für seine Fördererin dabei hervortat …

Er sitzt im Parlament für eine Partei, deren Agenda eine recht andere …