Courtshop gangbang at the Vatican

„In der Erzdiözese Wien sorgen Nacktbilder im Rahmen der Ausstellung des Künstlers August Zoebl im Curhaus, dem Pfarrhof der Pfarre des Wiener Stephansdoms, für Verwunderung und Diskussionen bei Katholiken. Die Ausstellung lief seit einigen Wochen und wurde am 7. Januar beendet. Die Bilder waren im Pfarrhof so ausgestellt, dass diese jeder, auch Kinder, sehen konnte. Unter anderem wurde ein Bild von zwei Lesben gezeigt, die sich vor einer Kirche küssen. Auf einem anderen Bild war eine halbnackte Frau zu sehen, die vom Künstler als ‚Das erste Licht im Felsengrab: Ein Mensch‘ beschrieben wird. Das Bild, welches man um 25.000 Euro kaufen konnte, nennt sich ‚Pietá‘. In der Eigenschreibung heißt es dazu noch: ‚Zur Kommunikation der unerhörten Botschaft Auferstehung.‘ kath.net hat gestern die Erzdiözese Wien um eine Stellungnahme ersucht, bis jetzt aber noch keine Antwort erhalten.“

Selbstverständlich kann es ohne einen Kommentar zusätzlich durch die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich nicht abgehen. Ist August Zoebl für die Kathnet ein Künstler ohne Anführungszeichen, so ist er für die gesinnungsgemäß zensurierte Website kein Künstler, das sollen die Anführungszeichen wohl zum Ausdruck bringen.

„In aktuellen Debatte rund um die katholische Kirche sorgt nun eine Aktion im Stephansdom für die nächste Aufregung. Eine Ausstellung von halbnackten, obszönen und teils homosexuell dargestellten Menschen stößt nicht nur konservativen Kirchenvertretern sauer auf, sondern auch etlichen Katholiken. Verantwortlich zeichnet sich für die fragwürdige Aktion der ‚Künstler‘ August Zoebl.

Erzdiözese schweigt

Er sorgt mit seinen Bildern von nackten Frauen aber auch sich küssenden Lesben derzeit für Kopfschütteln unter Besuchern des Curhauses im Pfarrhof des Stephansdoms. Doch nicht nur die seltsam titulierten Bilder wie etwa ‚Das erste Licht im Felsengrab: Ein Mensch‘ ärgern die Besucher, sondern auch die dafür verlangten Preise. So ist eben jenes Bild etwa ab 25.000 Euro zu haben.“

Preise von Künstlerinnen können nicht ärgern, ein jeder Künstler kann für seine Werke Preise ansetzen, die er eben hoffnungsfroh ansetzt, wie es ihr beliebt, er sich selber mit seinen Werk einschätzt, das durch den Preis Ausdruck finden soll. Freilich überschätzen viele Künstler den Wert ihrer Werke und ihren Wert als Künstlerinnen.

Vielleicht rechtfertigt das Material den Preis von 25.000,00 Euro; ist doch in der Beschreibung irgendwas von „Rand 24 Kt Reingold“ angeführt … denn sonst ist es ein Bild eines Künstlers, das selbst in einem 1-Euro-Geschäft ein Ladenhüter zum Ärger der 1-Euro-Geschäftsinhaberin, es je eingekauft zu haben, nur sein kann, oder nicht zum Ärger, wenn sie es bloß auf Kommission übernommen hat.

Was für abenteuerliche Interpretationen. Von Kathnet und der gesinnungsgemäß zensurierten Website: „Lesben, die sich küssen, halbnackte Frauen, von halbnackten, obszönen, teils homosexuellen dargestellten Menschen, dass diese jeder, auch Kinder, sehen konnte.“

Ein Kuß macht noch keine „Lesbe“.

Vielleicht sind es einfach Frauen, geflüchtet vor ihren Ehemännern und vor deren blutiger Liebe, in einem Moment der Trostsuche, in einem Moment der Sehnsucht nach Zärtlichkeit, die nicht messerkalt wie die ihrer Männer ist.

Was müssen Menschen, auch Kinder, sich in Kirchen seit Jahrhunderten an Nacktheit ansehen. Auch an Obszönität. Vor allem an Obszönität der Gewalt.

Was allein, um ein Beispiel zu nennen, ist in der Hauptkapellenfiliale alles werbend.

„Das jüngste Gericht“.

Wie könnte das ein Mensch, der niemals die Bibel las und deshalb ein glücklicher Mensch genannt werden kann, dieses Deckengemälde interpretieren? Noch nie gelesen. Sagt plötzlich wer, und drängt sich damit selbst als dritte Figur in das Kapitel.

Vielleicht so.

Sagt die ungebetene Figur. Ob gebeten oder ungebeten, soll sie halt trotz ihrer Aufdringlichkeit sprechen.

Vielleicht ist das Gemälde so zu interpretieren. Der angesagteste Koch in einer Stadt serviert seine neueste Essenskreation und nennt diese „Das jüngste Gericht“. Nachdem die Abendgesellschaft es verspeist hat, angeregt und mehr und mehr enthemmt durch die triebfördernden Zutaten seines jüngsten Gerichts, reißen sich Männer wie Frauen ihre Kleider vom Leibe und stürzen sich aufeinander. Eine halbnackte Frau wird von einer vor ihr knieenden Frau betatscht, schickt sich energisch an, sie weiter auszuziehen, drängt heftig vor zu ihrer Scham, um sie endlich mit der … und so weiter und so weiter.

Aber es ist bei weitem nicht das einzige Bild für das eine Interpretation als bibelunkundige Betrachterin … es gibt Bilder, die beispielsweise Männer beim Peitschen zeigen, in einem Outfit, die nur eine Interpretation zulassen, hier finden sich Männer in bestimmten Lokalen zum gemeinsamen Ausflug auf einen Berg ein, um ihre Sado-Maso-Triebe zu befriedigen, und der Triebhafteste unter ihnen ist wohl der Mann mit den geschulterten vernagelten Brettern, der sich von vielen Männern mit Peitschen bedienen läßt.

Es muß der Figur Einhalt geboten werden, ihre Interpretation dieses Gemäldes hier noch weiter auszubreiten. Es braucht keine weitere Figur, die abenteuerliche Interpretationen absondert. Es ist bereits mit den zwei Figuren Kathnet und zensurierte Website hinlänglich erklärt, daß Interpretationen nichts mit den betrachteten Bildern zu tun haben, sondern ausschließlich die Interpretation der Betrachterinnen und also die Betrachterinnen selbst interpretieren, ihre Abgründe offenbaren. Abgründe, aus denen sie nicht herauskommen, es für sie kein Entrinnen aus ihren Abgründen gibt, sie sind in ihren Abgründen begraben, ohne jedwede Aussicht auf Auferstehung.


Willst du deines Lebens dir sicher sein, fliehe rasch aus Deiner Familie in die Welt hinein.

Ginge wer daran ein Logo für Tradition zu entwerfen; dieses wäre ohne lange Überlegung sogleich fertig. Liegt es doch in jeder Lade bereit. Kein anderer Gegenstand macht Tradition besser kenntlich, als das Messer. Als eine Waffe also.

Aber jene, die gerade und vor allem zur Zeit in Österreich besonders die Tradition beschwören, alle Entwicklungen zugunsten der Tradition mit aller Gewalt rückgängig machen wollen, die Tradition zur totalen Leitkultur der Gesellschaft machen wollen, ihnen die Tradition das Leitwesen und also Leidwesen der Gemeinschaft wieder sein soll, würden das Messer als das Logo der Tradition nicht abnehmen.

Denn. Zu offensichtlich und soher zu unbrauchbar wäre es ihnen als Werbung für ihre Tradition. Sie wollen Tradition lieblich beworben wissen, und sie bewerben Tradition lieblich. Vorwiegend kleiden sie Tradition in schmucke Trachten. Wer aber durch die Tracht hindurchsieht, sieht das Knochengerippe der Tradition, und das Skelett der Tradition besteht aus blutigen Messern. Freilich ganz verbergen können sie es menschgemäß nicht, daß zur Tradition das Messer gehört, ist doch die Männertracht erst vollständige Männertracht mit einem eingesteckten Messer in der kurzen Hose.

Wer aber durch die Männertracht hindurchsieht, sieht das bloße Männergerippe, das aus blutigen Messern besteht, das von blutigen Messern zusammengehalten wird.

Es ist freilich nicht nur eine österreichische Tradition, es ist eine europäische Tradition des Mannes, der auch Frauen frönen.

Davon erzählt beispielsweise so eindrucksvoll wie bitter

„Die Ballade vom Zuchthause zu Reading von C.3.3.“ in Memoriam C.T.W., weiland Reiter in …“

geschrieben 1897, also vor einhundertzweiundzwanzig Jahren.

„Doch wer ein Messer dazu nimmt,
macht die Körper am schnellsten kalt.“

Die Ballade erzählt von dem Mord an einer Frau durch einen Mann.

„Er trug nicht mehr den roten Rock,
denn Blut und Wein sind rot;
die klebten an des Mannes Hand,
als man ihn bei der Toten fand.
Das arme Weib, das er geliebt,
im Bett schlug er sie tot.

So mordet jeder was er liebt.“

Blutig und seltsam ist des Mannes Liebe. Gefangen in dieser Tradition ist es ihm verwehrt, Liebe anders als blutig zu leben.

Gerade in Österreich mit seinen vorwiegend weiblichen Mordopfern scheint die Scholle flächendeckend mit dieser Tradition gedüngt zu sein und ihren Geruch landesweit auszuströmen, der auch auf Männer, die eben erst nach Österreich gekommen sind, eine sofort betäubende Wirkung hat, und sie augenblicklich dazu bringt, das Messer vor allem gegen Frauen tödlich zu führen, geradeso, als flüsterte der aus diesem Geruch gespeiste österreichische Traditionswind ihnen, das Messer gegen die Frau ist die bestandene Integrationsprüfung.

Nun gibt, beginnend bereits mit 18, es das große Erstaunen, es werden in Österreich mehr Frauen als Männer getötet.

Wie seltsam es in Österreich zugeht. Alle wollen sich an die Zeit vor 45 erinnern, von allen wird eingemahnt, sich an die Zeit vor 45 erinnern, aber die Erinnerung an die Zeit nach 45 ist auszulöschen.

Blutig und seltsam ist des Mannes Glück. Gefangen in dieser Tradition ist es ihm verwehrt, Glück anders als blutig zu leben.

Dabei gibt es doch keinen Grund, erstaunt zu sein. Ein paar Stichproben genügen. 1980 beispielsweise wie zur Zeit. 1982 war vielleicht ein besonderes Jahr, in bezug auf Morde die vollendete Gleichstellung von Mann und Frau, gleich viele weibliche und männliche Tötungsopfer. 2001 ist vielleicht auch ein besonderes Jahr, in bezug auf die Kriminalstatistik, denn es fehlt eine Opferstatistik nach geschlechtlicher Zuordnung. Zur Zeit also der türkis-blauen Regierung, um genau zu sein: zur Zeit als das Türkise noch schwarz war oder das Schwarze ohne türkise Übermalung …

Das sind nur Stichproben. Zu dunkel wohl wäre es, Jahr für Jahr seit 45 durchzugehen, auch zu schauen, wie oft in diesen Jahrzehnten wurden schon entsprechende Diskussionen eingefordert

Und nicht, um eine Stichprobe noch zu bringen, anders ging es vor 1980 in Österreich zu. Hieß es doch damals nicht von ungefähr:

  Willst du deines Lebens dir sicher sein, fliehe
  Rasch aus Deiner Familie in die Welt hinein.

Das war damals vielleicht jungblöde dahergesagt. Aber die Schlagzeilen der 70er Jahre lassen die Blödheit doch entschuldigen. Und es war auch damals ein nicht zu ignorierendes Thema, eines, an dem es kein Vorbeikommen gab, auch im österreichischen Parlament. Ein Zitat dazu aus der 88. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich aus dem Jahr 1978 macht das einfach wie kurz verständlich:

„Das ist ja sehr beachtlich, meine Damen und Herren, denn es ist nicht das erste Mal, daß die Zahl der Verbrechen nach der Anzeigenstatistik sinkt; noch dazu, wo der verstärkte Inbegriff der Kriminalität, nämlich die Verbrechen gegen Leib und Leben, um über 26 Prozent gesunken sind. Das sollte man doch sagen, denn diese Delikte, diese großen Verbrechen sind ja vor allem dazu angetan, ein Unsicherheitsgefühl, Furcht und Angst zu erwecken. Wobei ich aber meine -ich kann also nicht auf alles eingehen -, daß hier vor allem auch die Täter- und Opferbeziehungen eine Rolle spielen. Denn gerade bei diesen schweren Verbrechen, bei diesen Blutverbrechen spielen Verwandtschaftsverhältnisse, Bekanntschaftsverhältnisse, Freundschaftsverhältnisse, AutoritätsverhäItnisse eine überwiegende Rolle. Es hätte der Täter nie eine andere Person zu Schaden gebracht, ermordet, wenn er nicht in diesem Verhältnis zum Opfer gestanden wäre. Auch das wäre eine Abhandlung, die eine eigene Diskussion erfordern würde.“

Das sagt vor 41 Jahren Abgeordneter Thalhammer von der SPÖ. Verhältnis Täter (in diesem Fall darf, mehr, muß es ungegendert bleiben) und Opfer: „eine eigene Diskussion erfordern würde“.

Was gibt es 41 Jahre später?

„Unsicherheitsgefühl, Furcht und Angst zu erwecken.“

Gerade dazu kann ein Zitat aus dieser 88. Sitzung eines Mannes aus der FPÖ nicht fehlen. Damals war es Dr. Otto Scrinzi, der spricht, wie es von Freiheitlichen auch Menschen kennen, die lange nach 1978 geboren wurden:

„Sie haben ja selber Umfragen zitiert, und wir haben vergangenes Jahr eine gesamtösterreichische Umfrage zitieren können, die noch negativer war und worin die Frage der persönlichen Sicherheit nach den Verkehrsunfällen den zweiten Rang eingenom­men hat. Sie werden also nicht bestreiten können, daß eine Diskrepanz besteht, daß sich der Bürger und insbesondere bestimmte Gruppen – ich denke hier an die alten Menschen in diesem Lande – extrem gefährdet fühlen. Wir Abgeordnete wissen das alle aus Zuschriften. Wir wissen das aus den Darstellungen der Presse: die alleinstehenden alten Frauen, die zahlreichen  
Verbrechen gegen alte Rentner, Verbrechen mit Todesfolge, zahlreiche Raubüberfälle, und so weiter. Nun pfropft sich dieser Entwicklung – ich gebe zu, zum Teil durch mangelnde Information, zum Teil auch durch Fehlinformation, auch das  
sei zugegeben, aber doch nicht ganz ohne auch sehr rationale Gründe -, dieser Entwicklung, die nicht den einzelnen Bürger in diesem Land zunehmend bedroht, das Gefühl einer Tendenz zu Liberalisierung und Humanisierung in der Strafjustiz und im Strafvollzug auf. Geld, dafür können Steuermittel aufgewendet werden! Weil früher von der Unterbringung in Haftanstalten die Rede war : Ich behaupte und könnte es beweisen, daß in vielen Kasernen die Unterbringungsmöglichkeiten der jungen Präsenzdiener schlechter sind als in machen Haftanstalten. In manchen Altersheimen ist die Betreuung von Pfleglingen schlechter, als wir sie heute in bestimmten Bereichen des Strafvollzu­ges haben. Ich glaube also, es muß der Bevölke­rung durch Taten, durch konkludente Handlungen die Überzeugung gegeben werden, daß ihre Sicherheit Vorrang vor diesen Experimenten und vor diesen Modellversuchen hat, daß sie diesem Experimentieren nicht einfach ausgelie­fert ist, wie in machen Bereichen die armen Schulkinder. Auc
h tragen gewisse unverständliche Urteile dazu bei , das Unsicherheitsgefühl des einzelnen Bürgers zu verstärken. Ich vertrete den Standpunkt – das muß ich vorausschicken -, daß eine gefährliche Bedrohung des Rechtsstaates die Urteilsschelte ist, zu der sich Hinz und Kunz ohne einschlägige Kenntnisse, vielfach leider auch manche Presse­berichterstatter, bemüßigt fühlen. Wir sollen an der Unabhängigkeit der Rechtsprechung nicht rütteln. Es geht mir hier darum, zu motivieren, warum noch in vielen Menschen das Gefühl entsteht, wir nähmen es nicht mehr ganz so ernst mit der Verbrechensbekämpfung. Ich will damit nicht sagen, daß all das absolut vermeidbar ist. Natürlich bedeutet ein auf Resozialisation ausgerichteter Strafvollzug eine Erhöhung des Risikos, aber umgekehrt entsteht in der Bevölkerung einfach der Eindruck, daß dieses Risiko zu groß ist, daß es unzulässig ist, dieses Risiko auf die Bevölkerung abzuwälzen. Man muß vielmehr die resozialisierenden Maßnahmen den Möglichkeiten anpassen, und dabei muß nach wie vor die Sicherheit der Bevölke­rung draußen Vorrang haben. Meine Damen und Herren! Ich wollte aus freiheitlicher Sicht sagen, daß es falsch wäre, uns an Hand von unkritisch übernommenen, nebenbei am Anfang falschen Zahlen vorspiegeln zu wollen, wir lebten in einem Paradies von Sicherheit. Davon kann gar keine Rede sein. Wir glauben, daß die Anstrengungen, die wir im Interesse der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung machen müssen, keineswegs ausreichen, daß auch die Möglichkeiten, die wir bei einem richtigen Abwägen und Gewichten feststellen können, keineswegs erschöpft sind. Wir warnen davor, daß man aus einer Ideologie heraus ein utopisches Bild hinsichtlich der Möglichkeiten, die wir mit den Maßnahmen des modernen Strafvollzuges und dergleichen haben, entwirft, weil die Wirklichkeit anders ist. Ich glaube also , nach wie vor muß die  
Strafrechtspflege im Bereiche der Gesetzgebung, in der Strafjustiz und im -vollzug von folgender Zielsetzung getragen werden: Wir wollen maximale Rechtssicherheit und maxi­male Gerechtigkeit! (Beifall bei der FP Ö.) „

Vor 41 Jahren. Ein Zitat noch, und zwar eines von einem schwarzen Abgeordneten. Von Herrn Frodl. Als wäre 78 18 oder 18 78 oder in Österreich die Zeit stillgestanden seit 41 Jahren und es nur eine Bewegung gegeben hätte, nämlich die, die erforderlichen Diskussionen in ein schwarzes Loch zu schmeißen, in einem schwarzen Loch verschwinden zu lassen, aus dem sie nie wieder …

„Ich weiß nicht genau. Ich bin kein Wiener und bin nur fallweise hier. Ich wohne bei einer Familie, die überhaupt nicht politisch denkt, die aber folgenden Eindruck über die Sicherheit bei uns im Lande hat , und zwar sagen die Frau und der Mann: Am Abend gehen wir gar nicht mehr hinaus! Da trauen wir uns nicht auf die Straße! Die sagen das nicht mir zuliebe, weil ich das vielleicht eventuell gern hören könnte – ich höre das aber gar nicht gern! -, sondern die gehen aus Angst am Abend prinzipiell nicht auf die Straße. Und wenn man den „Kurier“ von gestern liest, muß man ja doch sagen: Ganz so großartig ist es mit unserer Sicherheit nicht. Eine ganze Reihe von 21 Frauen, welche ermordet worden waren […]“

Tradition ist nicht bloß harmloser Stillstand, Tradition ist blutig, Tradition ist tödlich, und Tradition ist Zuchthaus. Das Zuhause ist ein Zuchthaus. Das Zuchthaus das Zuhause. Wie viele Frauen werden in diesem Land zuhause von Männern geschlagen, also gezüchtigt? Von Männern, die sagen, sie lieben „ihre“ Frauen, die Zuchtschläge schmerzen sie, klagen die Männer, mehr als „ihren“ Frauen, die sie doch lieben.

Blutig und seltsam ist des Mannes Liebe. Und wenn die Frau blau geschlagen, geht es zum traditionellen Frühschoppen in der traditionellen Tracht mit dem Messer in der Hose. Zuhause zurück bleiben die gezüchtigten Frauen und Kinder, und im Wirtshaus erzählen die Männer von „ihrer“ Liebe zu Frau und Kind und von „ihrer“ türkisheilen Familienwelt.

Die Übersetzung der Ballade über den mordenden Reiter, die hier herangezogen wurde, ist von Wilhelm Schölermann, aus dem Jahr 1903. Vor 116 Jahren schreibt Schölermann in seiner Vorbemerkung über den Balladendichter:

„Darin liegt neben seinem poetischen Gehalt das Bedeutsame und Zeitgemässe in diesem Vermächtnis eines vielleicht kranken, aber starken Geistes.“

Weshalb erscheint Schölermann der Dichter ein kranker Geist zu sein? Er kann sich dabei nur darauf beziehen, daß der Dichter homosexuell war, weswegen er im Zuchthaus zu Reading eingekerkert wurde, wo auch der Reitermörder einsaß und gehängt ward.

Wenn es je zu den erforderlichen Diskussionen kommen sollte, in Österreich, also zu breiten Diskussionen, die zur Zeit unter einen solchen Regierung je nicht zu erwarten sind, wäre auch dieser Aspekt zu berücksichtigen, um das Gesamtbild des Mannes in dieser Tradition …

Denn. Auch hierin wird Tradition gelebt. Und Homosexualität als Krankheit zu sehen, ist nicht die zweite Seite einer Medaille, sondern das alles ist auf ein und derselben Seite des Mannbildes dieser blutigen Tradition.

Es gibt in einer österreichischen Fernsehanstalt eine Witzesendung, um das oben gemeinte anschaulich zu machen, die von einem Kabarettisten moderiert wird. In die vorgestrige Sendung ist ein Mann eingeladen, von dem gesagt wird, er sei Kabarettist im Nebenerwerb, und der den hier nacherzählten Witz von sich gibt.

Ein Mann kommt zum Arzt und erzählt ihm, er liebe ein Pferd körperlich. Auf die Frage des Arztes, ob das Pferd eine Stute sei, ist die Antwort von dem Mann, selbstverständlich eine Stute, er sei doch nicht pervers.

Es wird sogleich losgeprustet, viel über den Witz gelacht, der Kabarettistenmoderater lacht, seine Mitwitzerzählerinnen lachen, das Publikum lacht, und die Seidl Bier krügerlweis …

In keiner Witzesendung hingegen fallen die Äußerungen aus den Regierungsparteienkreisen und schon gar nicht sind diese Äußerungen als Witze gedacht, auch wenn das Gedachte als ein einzig langer, überlanger Witz …

Es läßt sich darauf keine endgültige Antwort finden. Ob in diesem Studio alle Tradition leben oder alle Zeitgenossen und Zeitgenossinnen von Schölermann sind. Denn. Vor einhundertundsechzehn Jahren, so die Vorstellung von einem Menschen, der damals nicht lebte, konnte das vielleicht als ein Witz durchgehen, gar als ein Witz mit Lach- und Prustpotential …

Lachhaft hingegen, einhundertsechzehn Jahre später, ist tatsächlich ein Waffengesetz, das nun bestimmten Menschen, das heißt vor allem Männern, Messer verbietet, an dem ein Mann mitschrieb, dem aufgrund seines Frauenbildes alles Spitze abgenommen werden müßte, da es keine Sicherheit gibt, wie weit eine sogenannte Selbstradikalisierung gehen kann, wenngleich in seinem hohen Alter aufgrund nachlassender körperlicher Kräfte die Gefahr gering erscheinen mag

Österreichisches Binnenmarktwachstum

Kurz nur zum Wachstum des österreichischen Binnenmarktes.

Es ist bekannt, wie recht bemüht die zurzeitige Regierung in Österreich um den Antisemitismus … allen voran der zurzeitige Bundeskanzler, der sich in dieser Hinsicht als ein wahrer Importexperte zu erkennen gibt …

Besonders seit der Weihnacht 18 ist auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitär patriotischen Regierungspartei feststellbar, wie recht die Bemühungen der Regierung um den Antisemitismus fruchten.

Das wird die Regierung freuen. Ist ihr doch generell das Wachstum der Märkte ein Anliegen. Ein Markt wächst, zumindest.

Auch der gestrige Sonntag trägt wieder und weiter zum Wachstum des Binnenmarktes bei mit antisemitischen Kommentaren, die wiederum absolut mehrheitliche Zustimmungswerte aufweisen …

Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

Eine eben in Deutschland sich in Gründung befindliche Partei aus der Kornblumenachse hat in bezug auf die Kornblume und den Nationalsozialismus in Österreich eine Formulierung verwendet: „ge- oder missbraucht“ …

Diese Formulierung erscheint durchaus passend, mehr noch, zutreffend zu sein, für die Frage:

Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

In der Pressestunde des österreichischen Rundfunks von diesem Sonntag, dem 13.1.19, ging es um Wien, ging es um Mindestsicherung …

Der zurzeitige Bundeskanzler beschwört, es gehe ihm um Fakten. Ein Faktum aber, um nur ein Beispiel exemplarisch anzuführen, bringt er je nicht vor. Rund 70 Prozent …

Siebzig Prozent der Menschen, die Mindestsicherung beziehen, erhalten eine „Aufstockung eines vorhandenen Einkommens“. Das heißt, diese Menschen arbeiten, aber ihnen werden keine Gehälter gezahlt, von denen sie allein ihre Lebenshaltungskosten bestreiten können. Vielleicht stehen diese arbeitenden Menschen nicht in der Früh auf, weil sie erst viel später am Tag zu arbeiten beginnen, vielleicht legen sie sich in der Früh nieder, weil sie gerade von der Arbeit kommen.

Es ist dem zurzeitigen Bundeskanzler wohl nicht bekannt, wie sehr sich die Arbeitswelt gewandelt hat, daß sich in der Moderne, oder wenn Sie wollen, in der Postmoderne es auch arbeitszeitmäßig schon lange nicht mehr so zugeht wie, um eine Zahl zu nennen, vor noch sechs Jahrzehnten oder vor einhundert und mehr Jahren, als Menschen in der Dunkelheit aufbrachen, um in die Fabriken zu kommen. Oder, wenn es ihm doch bekannt ist, der zurzeitige Bundeskanzler möchte, daß diese arbeitenden Menschen noch eine minderbezahlte Arbeit in der Früh annehmen, damit sie sich dann mit zwei, drei oder vier minderbezahlten Arbeiten die Lebenshaltungskosten selbst …

Welche Quelle ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler für seine Frühaussagen?

Hat er beispielsweise die Statistik der Wiener Mindestsicherung vom 26.09.18 sich angesehen und dafür herangezogen, um sie zu — was?

„Paarhufer“ würgen ihren Nahrungsbrei immer wieder hoch zum n-fachen Zerkauen, sie werden deshalb „Wiederkäuer“ genannt. Der zurzeitige Bundeskanzler ist kein Paarhufer. Eines aber dürfte er sich doch von diesen abgeschaut haben, als Landkind oder, seine Biographie wird nicht gekannt, als Kind, das zu viel auf dem Land war, das Wiederkäuen, also das Wiederholen. Und auch in dieser Pressestunde das von ihm vorgebrachte und also wiederholte Beispiel der Familie in der Mindestsicherung und der Familie ohne Mindestsicherung, von dem für ihn wohl tapferen „Verkäufer“, der mit 1600,00 Euro Frau und drei Kinder – das von ihm schon im letzten Jahr auch

Ein Paarhufer. Nein, das ist der zurzeitige Bundeskanzler nicht, aber ein Paarläufer, mit seinem Kanzler, der sich nicht bescheiden gibt, aber noch selbst eingestehen muß, er sei ja, aber halt davor mit einem …

Von seinen Mit-etwas-davor-Kanzler wird gewußt, auf welch profunde Quellen er sein Regieren

Vielleicht ist aber die Frage eine vollkommen falsche, also die Frage: Welche Quellen der zurzeitige Bundeskanzler ge- oder mißbraucht?

Und es ist eher die Frage angebracht.

Bleibt ihm, dem zurzeitigen Bundeskanzler, einfach keine Zeit mehr für andere Quellen, keine Zeit mehr für das gründliche Studieren und vor allem für das Verstehen, weil ihm sein Mit-etwas-davor-Kanzler ohnehin ständig seine recht brauchbaren Quellen zeigt und ständig überhäuft mit seinen profunden Quellen, die er, nicht der zurzeitige Bundeskanzler, irgendwo in seinem „Netz“ gefunden hat?

Ein Netz, eine Schreibgemeinschaft, eine Schreibe

Die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich haben nun, wie es aussieht, einen Weg gefunden, um möglichen Alpträumen, die das vergebliche Löschen von antisemitischen Kommentaren ihnen verursachen könnten, zu entgehen: antisemitische Kommentare einfach nicht mehr zu löschen.

Sie wollen sich wohl auch nicht mehr, kurz gesagt, gegen den Willen ihrer Schreibgemeinschaft stellen. Waren es gestern, am 12.1.19, noch rund neunundfünfzig Prozent, so sind es am 13.1.19 bereits rund siebenundsechzig Prozent, die einem antisemitischen Kommentar zustimmen. Zwei Drittel. In Österreich nicht nur eine absolute Mehrheit, sondern eine, um die Verfassung zu ändern.

Sie wollen durch das Nichtlöschen darüber hinaus wohl auch bekunden, sie sind mit ihrer Schreibgemeinschaft eins, nichts Trennendes ist zwischen ihnen und ihrer Schreibgemeinschaft, sie sind eine Schreibe, eine Schreibgemeinschaft, ein Netz, oder anders formuliert, wie es früher gesinnungsgemäß hieß, ein Volk, eine Gesinnung, eine Volksgemeinschaft, die ein Mann aus Deutschland zur Zeit wieder so beschwört, dem ein Patriot aus Österreich ein Sehnsuchtsführer …

Wer meinen möchte, ach, das sei doch ein harmloser und gar nicht so sehr antisemitischer Kommentar, der auf dieser Website mit bereits einer Zwei-Drittel-Mehrheit an Zustimmung auf weitere Zustimmung wartend veröffentlicht ist, ist zu sagen, die Intention dieses Kommentars ist eine antisemitische. Dieser antisemitische Kommentar von Biersauer fügt sich auch ein in das gesinnungsgemäße Weltbild von Biersauer, das ein rassistisches und frauenfeindliches ist.

Und stets erhält Biersauer für seine aus Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Rassismus gespeisten Kommentare, die seine gesinnungsgemäße Weltanschauung recht genau wiedergeben, höchste Zustimmungen, wie in den Kapiteln zu lesen ist, die zu schreiben waren, auch wenn diese mit Widerwillen geschrieben wurden. Aber Biersauer ist, und im Fall von Biersauer darf angenommen werden, Biersauer ist ein Mann, ein älterer Mann, ein wohl auch finanziell recht gut abgesicherter alter Mann, bei weitem nicht der einzige, der sich einem solchen Weltbild mit Leidenschaft hingibt. Und das ist nicht verwunderlich. Denn. Kurz zusammengefaßt — —

Nein, noch nicht, davor noch etwas. Auf welche profunde Quellen sich Biersauer bezieht und zu diesen gleich verlinkt, das sind wahrlich handfeste Quellen, auf die er stolz sein kann, werden diese in Österreich nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen, sondern von Männern, die einmal auch im Parlament

Profunder sind nur von einem Mann in Österreich die Quellen noch, die ihm zu verbreitende Wissensbasis sind, aber das ist verständlich, daß seine Quellen noch profunder als die von Biersauer sind, er, nicht Biersauer, regiert zur Zeit, als Kanzler in Österreich, auch wenn er, nicht Biersauer, einschränken muß, es steht noch etwas davor …

— — Ein Netz, eine Schreibgemeinschaft, eine Schreibe.

Kurz zur Achse des kornblumigen Patriotismus

Es ist zwar ein überflüssiges Kapitel. Weil. Was dieser Gesinnung Patriotismus bedeutet, bereits zur Genüge dargelegt ist.

Jedoch.

Die Verpflichtung zur Erinnerung erfordert es, bereits zur Erinnerung, ehe die Gegenwart zur Vergangenheit wird, an die dann bequem und vor allem handlungslos erinnert werden kann, und auch zur eigenen Schmeichelei, sich doch stets an die Vergangenheit mahnend zu erinnern: 18 war in dieser Hinsicht in Österreich das exemplarisch herausragende Erinnerungsjahr für dieses Eigenschmeichelgedenken.

Nun geht ein Mann in Deutschland daran, eine Partei zu gründen: „Aufbruch deutscher Patrioten“. Auserkoren als Symbol für seine Partei: die blaue Kornblume.
In welchem Land kann mehr darüber gewußt werden, was die blaue Kornblume bedeutet, als in Österreich? In keinem.

Christian Hafenecker mit Le Pen und Kornblume gegen Kurz – 100 und mehr Jahre „antiösterreichische Umtriebe“

Und wo so ein blaukornblumiger Mann auftritt, fehlt gesinnungsgemäß nicht aus Österreich ein Mann, wie beispielsweise der Generalsekretär der identitären Regierungspartei beim Aschermittwoch in 18 …


„Auch André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt ist da und Björn Höcke aus Thüringen. Noch nie habe Höcke in einer Halle vor mehr Menschen geredet, sagt sein Sprecher. Hier am Fuße des Erzgebirges trifft sich die ’neue starke mitteldeutsche Achse‘, wie Kalbitz es formuliert, Höcke spricht vom ‚bürgerbewegten Osten‘. Sie alle treten in Konkurrenz zur Bundesspitze, die ihren eigenen Aschermittwoch im bayerischen Osterhofen abhält. Jörg Meuthen spricht dort, der österreichische FPÖ-Politiker Harald Vilimsky ist sein Gast.“ 

Poggenburg, Höcke, Vilimsky – „neue starke mitteldeutsche Achse“ … Die patriotisch beseelten Reden müssen hier nicht zitiert werden, so viel Menschenfreundlichkeit und Menschenliebe läßt jedes Zitat implodieren.

Wem aber Poggenburg, diesem sich von einer Partei mit einem Höcke sich abspaltenden Kornblumenführer Vorbild in Verantwortungsbewußtsein ist, das kann, auch keine Überraschung, nur ein Patriot aus Österreich sein

Übrigens. Der Kornblume wurde eben in Österreich wieder einmal an einem prominenten Ort gedacht, unterm Dach der Hofburg. Um genau zu sein, nicht der Kornblume selbst, aber einer Kornblumenikone der zurzeitigen identitären Regierungspartei in Österreich …

Poggenburg liefert eine Erklärung, weshalb seine Partei zur Kornblume greift, auch wenn er weiß:

„Die blaue Kornblume wurde tatsächlich in Österreich auch von einer Gruppe Nazis ge- oder missbraucht […]“

Daß heißt, er möchte sich die Kornblume so wenig wegnehmen lassen wie ein zurzeitiger Minister in Österreich – auch eine Geistesachse des Behaltenwollens …

Und was Nazissen schon „gebraucht“ haben, das braucht eine Patriotin als Trachtenanzugansteckerl erst recht …

„Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!“

Das wünscht Poggenburg am letzten Tag von 18. „Unserer Volksgemeinschaft“ … Wie unter dem Nationalsozialismus „Volksgemeinschaft“ und „Patriotismus“ … ebenfalls überflüssig es noch einmal auszuführen, ist es doch in einem Kapitel bereits dargelegt … vielleicht nur kurz ergänzt, es scheint ihm sicherer, gleich beide Begriffe einzusetzen …

Eines noch, beim Aschermittwoch in 18 war neben Höcke, Poggenburg, Vilimsky auch Bachmann dabei … gerade mit Bachmann bekommt „Aufbruch“ einen recht besondere Bedeutung, nämlich die von Serienehrlichkeit … und in so einem Umfeld fühlt sich der Patriot aus Österreich, von dem oben gesprochen wird, wohl recht wohl …

NS AdP ist übrigens die Abkürzung, falls Ihnen einmal das Kürzel unterkommen sollte, damit Sie wissen, wofür dieses steht: Aufbruch deutsche Patrioten

Von antisemitischen Kommentaren und deren Zustimmungsmehrheiten

Wenn es mit einer Wahl verglichen werden würde, zum Beispiel mit einer Nationalratswahl in Österreich, käme als Ergebnis eine absolute Mehrheit mit rund 59 Prozent für die Zustimmung zum Antisemitismus heraus, und für die Ablehnung von Antisemitismus rund 41 Prozent.

Es kann, wie beruhigend, aber mit keiner Wahl verglichen werden. Nicht einmal mit einer Umfrage.

Für die Umtriebe auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich repräsentativ aber ist je eine absolute Mehrheit für antisemitische Kommentare, kurz gesagt, für Antisemitismus.

Durchgängig erfahren antisemitische Kommentare auf dieser Website Zustimmung im Ausmaß von absoluten Mehrheiten. So auch dieser antisemitische Kommentar mit rund neunundfünfzigprozentiger Zustimmung. Vor einem Tag noch gab es einen Gleichstand zwischen Zustimmung und Ablehnung. Jetzt aber in den Morgenstunden überwiegt wieder recht deutlich die Zustimmung. Eine absolute Mehrheit für die Ablehnung von antisemitischen Kommentaren (einfach wie kurz für einen unholprigen Lesefluß: Antisemitismus) wäre im Fall dieser Website auch nicht, wie es heutzutage modern gesagt wird, authentisch, es paßte einfach nicht zur ewigen Feier der Ikone, sozusagen aus ihrer Sicht positiven Ikone, dieser Website mit ihren ständigen Lobpreisungen dieser Ikone in ihren Kommentaren, wie eben erst wieder am 11.1.19, und der ihr angehängten Regierungspartei …

Vielleicht geben es die Verantwortlichen nun auf, solche Kommentare weiter zu löschen, noch dazu solche, die durchgängig absolute Mehrheiten an Zustimmung einbringen, zumal das Löschen von solchen Kommentaren im Grunde für diese Website mit ihrer angehängten Regierungspartei, um noch einmal das Wort zu verwenden, ganz und gar unauthentisch ist, einen Bruch darstellen zwischen solchen Kommentaren und den Kommentaren der Verantwortlichen, die für die Bedienung des Antisemitismus eine weitere Ikone, sozusagen eine aus ihrer Sicht negative Ikone, gefunden haben, um nicht die für Antisemitismus zu offensichtlichen und also zu angreifbaren Wörter verwenden zu müssen.

Jeder gelöschte antisemitische Kommentar gebiert sofort wieder einen ganz ausgewachsenen antisemitischen Kommentar.

Die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich sind, kurz gesagt, nicht zu beneiden.

Es erscheint nicht unwahrscheinlich, daß das vergebliche Löschen von antisemitischen Kommentaren sie in ihren Träumen heimsuchen … Wie es in einem solchen Alp zugehen könnte, wenn wieder einmal nach dem Löschen von einem antisemitischen Kommentar augenblicklich wieder ein solcher ausgeschrieben zur nächsten Löschung veröffentlicht dasteht, wieder mit zustimmender Bewertung, kann nur vermutet werden, um dennoch eine Vorstellung davon zu bekommen, kann auf einen Alp, von dem gehört wurde, verwiesen werden.

Seit der Weihnacht 18 muß es sie ob der Häufung noch mehr als sonst in ihrem Schlaf darob beuteln. Und wieder. Kaum wieder gelöscht, schon wieder der nächste …

„Judensektion inder AfD als Spltpilz
..war es mit einer solchen Pointe der AfD zu erwarten, dass damit mehr dahinter steckt, als nur eine Nuance, es ist Strategie, eine solche Beweung durch Spaltung zu lähmen,
Aber besser früh als gar nicht, ist eine Neugründung die Wahrscheinlichkeit […] Bereits bei Gedeon waren solche Spaltkräfte aktiv unter dem
Vorwand von Parteischädigung, aber die wahren Parteischädiger sind diese Spalter […]“

Treue, in dieser Gesinnungsgemeinschaft eine wesentliche Kategorie der Ehre, kann auch zu Alpträumen führen. Die Treue etwa zu einem oder einer aus der Schreibstaffel, Biersauer weiter in den Reihen zu halten, auch wenn von Biersauer gelöscht werden muß …

Für diesen ausgeschriebenen Kommentar über die „Judensektion gibt es erstmals keine mehrheitliche Zustimmung. Zustimmung und Ablehnung teilen sich diesmal den antisemitischen Binnenmarkt zu je fünfzig Prozent.

Hingegen darf zungl888 sich wieder an verfassungsmehrheitlicher Zustimmung für seinen Kommentar erfreuen. zungl888 kommentiert nicht antisemitisch, sondern ruft auf, ein Schiff zu versenken. Und solche Kommentare verursachen den Verantwortlichen dieser Website keine Alpträume, wenn sie je von Alpträumen heimgesucht werden sollten, wie alle anderen, die nicht zur Schreibstaffel, die nicht zu den Zustimmenden, die nicht zu den Verantwortlichen … Bei solchen Kommentaren, wie exemplarisch von zungl888, wird keine Sekunde dafür aufgebracht, ob zu löschen oder nicht zu löschen, sondern nur Ehre vermehrende Treue … Und schließlich, zu was zungl888 auch aufruft, ist doch höchste christliche Abendlandtradition: für Torpedos zu spenden. Und sind Torpedos ihrer Form nach nicht die größten und herrlichsten Kerzen, die je nur zu zünden sind zur angemessenen Lobpreisung ihres Herrn …

Jene aus der Schreibstaffel dieser Website und alle auf dieser Website, die den antisemitischen Kommentaren ihre Zustimmung in so recht hohem Ausmaß erteilen, sind ebenfalls nicht zu beneiden. Wie recht schwer muß es für sie zu verstehen sein, wenn ihre antisemitischen Kommentare und damit auch ihre Segnungen der antisemitischen Kommentare gelöscht werden, sind sie doch nur eins mit dieser Partei, deren Ikone ein … Gedenken sie doch nur mit ihren Kommentaren und Zustimmungen der Ikone auf ihre prunklose Art auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website. Vielleicht sollten sie es ebenso prunkvoll gestalten, ihr Gedenken, wie es die identitäre Regierungspartei in Österreich macht, im Parlament, das für sie geistig in der Steingasse beheimatet, oder, wie am 9.1.19 in der Hofburg …

Hofburg, unterm Dach der Hofburg am 9.1.19, wohin wieder die Ehrenreichsten eilten, ausgezeichnete Männer, berufen von der Partei für die höchsten Ämter im Staat, wie beispielsweise jener für die Nationalbank, legitimiert durch seine Auszeichnung mit der Odin-Wiesinger-Medaille …

Vielleicht sollten sie, um sich vor Löschungen zu schützen, ihre Kommentare in Büchern bei dem der identitären Regierungspartei treuesten und höchst ausgezeichneten Verlag unterbringen, sich an Neschwara und Rainer ein Beispiel nehmen, die ihr Buch über 100 Jahre … eben in diesem Verlag herausbrachten und vorgestellt unterm Hofburgdach, wie die gesinnungsgemäß zensurierte Website kommentiert und darauf hinweist, in welch gesinnungsgemäß untadeliger Buchhandlung es zu beziehen … vielleicht sind sie dann schon mit dabei, wenn der zurzeitige Vizekanzler mit dem ehrentreuen Verleger wieder irgendwo aufmarschiert …


Kurz zur Veränderung in Österreich

Das also ist die Veränderung, von der der zurzeitige Bundeskanzler immer zu gefalteten Händen spricht: „ein interessantes Video im Netz“ zu finden, genauer, wiederzufinden. Denn. Sein zurzeitiger Vizekanzler hat das „interessante Video“ bereits am 18.06.17 auf der Plattform des Unternehmens Twitter verbreitet. Und dann hat er es wiedergefunden, um es am 5.1.19 auf der Plattform des Unternehmens Facebook zu verbreiten. Er, sein zurzeitiger Vizekanzler, hat also für das Suchen in seinem „Netz“ und für das Wiederfinden in seinem „Netz“ seines verbreiteten Videos rund (nur kurz überschlagen, also nicht nachgezählt) 18 oder 19 Monate gebraucht …

Wahrlich, eine Veränderung!

Wer braucht beispielsweise noch eine inhaltliche Veränderung, wenn der Wechsel der Plattform zur Verbreitung eines „interessanten Videos“ die Veränderung an sich schon ist, wer will hier noch mäkeln, daß es keine Veränderung durch diese Regierung in Österreich gibt … Beweist sein Vizekanzler nicht gerade durch die Verbreitung dieses seines „interessanten Videos“ wie total sein Veränderungswille ist, wie total er sich verändert hat? Was für eine recht schöne Veränderung! Einst als Anführer einer identitären Parlamentspartei verbreitet er sein „interessantes Video“ auf, kurz gesagt, Twitter, nun als Vizeführer einer identitären Regierungspartei verbreitet er sein „Video“, das gleich „interessant“ ihm geblieben ist, auf, kurz gesagt, Facebook. Nie veränderte sich ein Mann in Österreich mehr als Paul Schmidt, der am 16.6.17 das vom zurzeitigen Vizekanzler erkannt als „interessantes Video“ veröffentlichte, und seit damals schweigt er videomäßig. Denn. Dieses dem Vizekanzler „interessante Video“ ist das einzige von Paul Schmidt auf dem Kanal, kurz gesagt, YouTube veröffentlichte. Seit dieser Veröffentlichung schweigt er, also Paul Schmidt. Er hat einen, wie in der Collage gelesen werden kann, einen einzigen „Abonnenten“: entweder sich selbst oder …

„Die professionellen #Gutmenschen. Bezeichnend!“

„Klaus Schwertner, Generalsekretäre der Caritas Wien“

Das wird Klaus Schwertner, sollte er sich je dieses vizekanzlerische „interessante Video“ angesehen haben, wohl überrascht haben, zu erfahren, daß er nicht nur ein Generalsekretär ist, sondern gleich „Generalsekretäre“: zwei oder drei oder gar noch mehr „Generalsekretäre“ … Wie viele Herzen von wie vielen Generalsekretären in seiner Brust auch immer schlagen mögen, jedenfalls nach der Auffassung von Schmidt, von außen, und schön, daß dies so ist, ist stets nur ein einziges Herz eines einzigen Generalsekretärs zu hören.

Wenn an der Geistesübereinstimmung von Paul Schmidt und He.-Chr. Strache, wie es dieses für sie „interessante Video“ exemplarisch zum Ausdruck bringt, Maß genommen wird, könnte gesagt werden: zwei Herzen schlagen in einem Vizekanzler, aber gleich. Der eine, also der zurzeitige, so tauglich zum Vizekanzler als der andere, also Schmidt, der durch sein Schweigen für Veränderung steht …

Vizekanzler in Österreich: „Ich habe ein interessantes Video im Netz gefunden! Angesichts dieses entlarvenden Videos […] die Abwahl seiner unverantwortlichen und völlig gescheiterten […] Die negativen Folgen werden uns und unsere Kinder noch jahrelang beschäftigen!“

Das ist wohl die „Spitze“, von der der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich immer wieder spricht, zu der er Österreich führen wolle …

Er hat, kurz gesagt, es bereits erreicht. Nun, da er es erreicht hat, kann er sich auf seinem Edelweiß ausruhen und also sich als Bundeskanzler pensionieren lassen, auch wenn er das gesetzliche Pensionsantrittsalter noch lange nicht erreicht hat, so hat er doch durch seine geistigen Leistungen längst schon das Pensionsantrittsalter aufgrund geistiger Überreife überschritten.

Mit seinem zurzeitigen Vizekanzler hat er tatsächlich Österreich zur „Spitze“ geführt, uneinholbar, kein anderes Land auf dieser Welt kann je noch Österreich diese „Spitze“ streitig machen, auf ewig. Mehr „Spitze“ geht nicht mehr. Seine Lebensaufgabe ist somit übererfüllt.

Sollte irgendein Mensch noch an dieser Leistungserfüllung zweifeln, so braucht er bloß noch als Beleg für seine Pensionsberechtigung aus dem Titel „Rentenanspruch aufgrund Geistesübererfüllung“ die letzte Mitteilung seines Vizekanzlers vom 5.1.19 vorlegen:

„Ich habe ein interessantes Video im Netz gefunden! Angesichts dieses entlarvenden Videos (bitte bis zum Ende ansehen) sollte sich Christian Konrad die Abwahl seiner unverantwortlichen und völlig gescheiterten Willkommenspolitik zu Herzen nehmen und endlich akzeptieren. Die negativen Folgen werden uns und unsere Kinder noch jahrelang beschäftigen!“

Es ist wahrlich ein „interessantes Video im Netz“:

„HC Strache über kriminelle Flüchtlinge, Asylanten, Migranten“

Von einem Paul Schmidt vor weit über einem Jahr veröffentlicht, um genau zu sein: am 16.06.17. Wie schnell das der zurzeitige Vizekanzler doch gefunden hat; auch in Schnelligkeit die „Spitze“ schlechthin, wie er es nicht nur damit wieder einmal mehr …

Und das Österreich mit einem solchen Vizekanzler tatsächlich zur „Spitze“ geworden ist, kann auch daran ersehen werden, wer sofort, bereits einen Tag später, das „Interessante“ des Vizekanzlers aufnimmt: „APO – Alternativer politischer Stammtisch“ …

Wie in der Collage zu lesen ist, kann aufgrund der bisher von diesem Stammtisch veröffentlichten Videos gesagt werden, gibt es eine Geistesverwandtschaft zwischen dem Vizekanzler und den Stammtischlerinnen, Geistesmenschen erkennen eben einander in der Sekunde, wollen füreinander da sein, sich gegenseitig wärmen, so ausgesetzt sie sind der Kälte der „Klimalüge“ …

Wie zu lesen ist, sind die Stammtischler eben dabei, einen Stammtisch in München aufzubauen. Es würde nicht wundern, bäten sie den österreichischen Vizekanzler, sie dabei zu unterstützen, ihm vorschlügen, seinen geplanten „Papamonat“ als „Stammtischmonat“ in München zu nutzen … Könnte denn der zurzeitige Vizekanzler solchen Geisteslebensmenschen eine derartige Bitte abschlagen? Gerade vor diesem Hintergrund, daß München für einen jeden patriotischen Menschen aus Österreich ein Sehnsuchtsort ist?