Österreich im 21. Jahrhundert

2000-2018 ff. von Re-
gierungsunfähigkeit bis Re-
gierungsunfähigkeit der FPÖ von Re-
gierungsunwürdigkeit bis Re-
gierungsunwürdigkeit

Im Februar 2018 bringt eine Zeitung in Deutschland einen Artikel mit der Schlagzeile „Die FPÖ ist nicht regierungsfähig“ und damit das erste Romankapitel aus dem Februar 2000 in Erinnerung, in dem es heißt:

Österreich im 21. Jahrhundert - Spitze der Entwicklungslosigkeit und Gipfel der Bildungslosigkeit

„Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden.“

Und in einem weiteren Kapitel, Jahre später, heißt es:

„Denn eine FPÖ in 2004 und den Folgejahren wird keine andere sein als die bekannte regierungsunfähige und -unwürdige, zumal auch die junge Generation in der FPÖ, die sich jetzt anschickt in Parteispitzenpositionen nachzurücken, die seit der Neugründung der FPÖ bestens beschriebene alte Generation ist.“ 

Es ist eine schlechte Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, im Roman den Roman selbst zum Thema zu machen, den eigenen Roman im gleichen Roman zu reflektieren. In diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil es nicht um den Roman geht, sondern um Österreich, nicht nur, aber sehr oft, zu oft.

Es ist ein Wirklichkeitsroman, als das dieser, und darin den schlechtesten Angewohnheiten von Menschen, die Romane schreiben, folgend, im Roman selbst schon beschrieben wurde. Aber es ist kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman.

Wie auch?

Es wird (nicht nur, aber zu viel) von Österreich erzählt. Und ein Roman kann kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman sein, wenn seine Hauptfigur doch Österreich …

Es ist eine eitle Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, aus ihren eigenen Romanen zu zitieren. Aber in diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil nicht aus dem Roman zitiert wird, sondern Österreich im allgemeinen und die FPÖ im speziellen nichts anderes hergibt, als nur das Immergleiche.

Ein Roman vor 2000, ein Roman weit vor 2000, ein Roman aus den 1970er Jahren, mit einer Hauptfigur Österreich hätte noch ein Entwicklungsroman, ein Bildungsroman genannt werden können.

Aber ein Roman mit der Hauptfigur Österreich ab dem Jahr 2000 kann nicht so genannt werden. Wie dann?

Österreich von 2000 bis 2018, Österreich im 21. Jahrhundert: Von Regierungsunfähigkeit bis Regierungsunfähigkeit der FPÖ, von Regierungsunwürdigkeit bis Regierungsunwürdigkeit der FPÖ. In einem anderen Land, in einem anderen Staat wäre das keine große Sache, eine Partei, die regierungsunfähig und regierungsunwürdig ist, zu haben. Es wäre eine von diesen Nullkommaachtprozentparteien, bedeutungslos und ein Beleg für eine funktionierende Demokratie. In Österreich hingegen wählen Menschen eine solche regierungsunfähige und regierungsunwürdige Nullkommaachtprozentpartei zu einer potentiellen Regierungspartei. In Österreich hingegen sagt die Elite, so eine Nullkommaachtprozentpartei muß regieren, macht die sogenannte Elite aus eine regierungsunfähigen eine für sie regierungsfähige Partei.

Bald schon wurde in einem Kapitel, in einem aus 2001, das Schweigen des Bundeskanzlers angesprochen, und diesem, dem damaligen Bundeskanzler, in einem weiteren Kapitel der Name Wolfgang Schweigen gegeben. Nun wird vom zurzeitigen Bundeskanzler, es wird das Jahr 2018 geschrieben, immer öfters von seinem Schweigen gesprochen und geschrieben.

Österreich im 21. Jahrhundert: Von einem Bundeskanzler zum nächsten Bundeskanzler ist das Verbindende das Schweigen. Es will für den zurzeitigen Bundeskanzler, also für den im Dezember 2017 montagsgemachten Bundeskanzler kein neuer Name gesucht werden.

Er soll den Namen von seinem Vorgänger, dessen Wiedergänger er ist, bekommen: Wolfgang Schweigen.

„Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich“ heißt, sollte nach dem Gesamttitel der Trilogie mit Appendix gefragt werden, der Roman. Weiterhin ein zutreffender Titel. Vielleicht sollte doch, als Widmung für die Hauptfigur Österreich, ein Untertitel hinzugefügt werden, der ebenfalls zutreffend ist:

Österreich im 21. Jahrhundert:
Chronik der Entwicklungslosigkeit
eines Landes, das die Bildung aufgegeben hat. 

Dem Roman könnte durchaus als Motto vorangestellt werden:

Wolfgang Schweigen, zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich, spricht oft davon, er wolle Österreich wieder an die Spitze führen. Österreich im 21. Jahrhundert ist bereits Weltspitze der Entwicklungslosigkeit erklommen, ist bereits höchster Gipfel der Bildungslosigkeit in dieser Welt. Davon erzählt Österreich, kurz zusammengefaßt, in diesem Roman. 

Es geht aber auch ganz kurz:

Perpetuum austrile

 

Fleisch für … Erdäpfel und Kraut für …

Sparpläne auf Kosten der Menschen – Nichts anderes zu erwarten von jenen, die von Burg zu Burg, von Palais zu Palais, von Schloß zu Wasserschloß Aistersheim …

Fleisch für FPÖ-ÖVP-Regierung und Kartoffeln für die Menschen in Österreich.png

Wer je die FPÖ gewählt hat, in der Hoffnung, von ihr sich etwas erwarten zu können, außer Einsparungen auf seine und ihre Kosten, hätte vor jedem Wahltag sich nur ansehen müssen, wo sie sich am liebsten aufhält, wo ihre Wiege steht.

Das ist nicht im sogenannten Gemeindebau.

Das sind die Burgen, die Schlösser, die Palais …

Und wer sich recht wohl fühlt in Burgen, in Schlössern, in Palais, hat für Menschen, die mit einem Durchschnittseinkommen ihr Leben zu bewältigen, die mit einem österreichischen Durchschnittseinkommen ihr Leben gerade noch irgendwie bewältigen können, nichts über, kann für sie kein Interesse und vor allem kein Engagement aufbringen.

Eben erst werden Sparpläne der zurzeitigen FPÖ-ÖVP-Regierung im arbeitsmarktpolitischen Bereich bekannt.

Etwas anderes war und ist auch nicht zu erwarten, von einer Partei, die am liebsten in Burgen, Schlössern, Palais …

Und das ist das einzige Verläßliche, das von dieser Partei je zu bekommen ist. Und menschgemäß ihre Gesinnung, auf deren „ideelle Kontinuität“ sie recht stolz ist.

Wem aber diese ideelle Gesinnung allein nicht ausreicht, um diese Partei für unwählbar zu erachten, sollte einmal bedenken, was kann er und sie von einer Partei erwarten, erhoffen, kurz gesagt, an gerechter Güterverteilung, die sich am liebsten mit Prunk umgibt.

Das muß nicht noch einmal ausgeführt werden, zu viele Kapitel erzählen von den Aufenthalten in Palais …

Dem Volk die Hütten, der Gesinnung die Paläste

Von Burg zu Burg … auch das muß nicht mehr sonderlich ausgeführt werden, zu viele Kapitel erzählen von der Wartburg bis zur Hofburg …

Von Schloß zu Schloß … auch das muß nicht mehr sonderlich ausgeführt werden, zu viele Kapitel erzählen auch das …

Am 3. März 2018 werden Männer und Frauen im Geiste dieser Gesinnung wieder in einem Schloß einander … die selbst Güter besitzen …

Auch das eine Kontiunität, von Schönerer bis Kubitschek bis Karl-Heinz Hoffmann …

Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

Wer kann also solchen Menschen je glauben, solche Parteien je wählen können, wenn sie davon reden, sie seien für das sogenannte Volk da, wenn sie jede Sekunde dafür aufwenden, fern vom sogenannten Volk zu sein, abgeschottet vom sogenannten Volk in Burgen, in Palais, in Schlössern …

Besser, also besser im Sinne für die Menschen,  ist aber auch um die andere Partei in der zurzeitigen Regierung in Österreich nicht bestellt. auch bei dieser gibt es, ohne die recht ausgeprägte ideelle Gesinnung ihrer Partnerin, eine Kontinuität, die sich,

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

kurz zusammengefaßt, so beschreiben läßt: Kartoffeln für die Menschen, Fleisch für … 

Kraut und Kartoffeln - Kunschak bis Kurz

Ist die Umsatzsteuer oder das Wissen der Wirtschaftsparteiministerin Durchlauf-Posten?

Ministerin aus der Wirtschaftspartei und Durchlauf

Eine einfache, also eine in keinem unmöglich zu verstehenden Steuersatzungetüm verfaßte Erklärung über die Umsatzsteuer bietet die Wirtschaftskammer an:

Die Umsatzsteuer wird auf jeder Wirtschaftsstufe einbehalten (z.B. beim Produzenten, beim Hersteller, beim Groß- und Einzelhändler), wegen des Vorsteuerabzugs stellt sie jedoch innerhalb der Unternehmerkette keinen Kostenfaktor dar, sondern wird wie ein „durchlaufender Posten“ behandelt.

Das ist noch gesondert anzuführen, zu dem vorangegangenen Kapitel. Weil die Ministerin aus der Wirtschaftspartei im Zusammenhang mit der bevorstehenden Senkung der Mehrwertsteuer für Tourismusbetriebe anführt, die Gewinne seien seit Jahren rückläufig, deshalb die Zurücknahme der erhöhten Umsatzsteuer …

Es wäre wohl eine Fleißaufgabe, die Antwort auf die Kapitelfrage auch noch …

PS Wer keine Gewinne aufzuweisen hat, und das nicht erst seit Jahren, sind die Menschen, die für die Umsatzsteuer aufzukommen haben, allerdings nicht deshalb, weil sie nicht wirtschaften können, sondern …

 

Um sich Regierungsumsatzsteuergunst zu verdienen, kann in Österreich nur eines empfohlen werden: Künstler werdet Hotels, Künstlerinnen werdet Campingplätze, kurz gesagt, Tourismusbetriebe.

Tourismusministerin verteidigt Zurücknahme erhöhter Mehrwertsteuer

Im Morgenjournal von diesem Dienstag, 27. Februar 2018, verteidigte der diesmal mit der Stimme von Elisabeth Köstinger sprechende Sebastian Kurz die „Zurücknahme der Mehrwertsteuer für Tourismusbetriebe.“

Österreich will im Tourismus noch wettbewerbsfähiger werden. Hotels, Pensionen und Betreiber von Campingplätzen könnten mit einer Senkung der Umsatzsteuer auf Nächtigungen von 13 auf zehn Prozent rechnen, sagte Tourismusministerin Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Krumpendorf. Die entsprechende Vorlage werde am Mittwoch im Ministerrat behandelt. Das Gesetz solle zum 1. November in Kraft treten. Das Volumen der Entlastung für die Betriebe bezifferte die Ministerin mit 120 Millionen Euro jährlich. Trotz Rekordzahlen bei den Gästen seien die Gewinne seit Jahren rückläufig.

Weiterhin aber wird es die erhöhte Umsatzsteuer für Künstler geben. Künstlerinnen müssen demnach enorme Gewinne machen. Denn. Wären die Gewinne auch bei ihnen seit Jahren rückläufig, die Ministerin, die so viel von Sebastian Kurz spricht, läßt keinen anderen Schluß als den zu, in Wahrheit ist sie Sebastian Kurz, würde sofort die Umsatzsteuer für Kunstschaffende senken.

Wenn Kunstschaffende also auch die Regierungsumsatzsteuergunst erlangen wollen, kann ihnen nur eines geraten werden: Werdet Hotels, werdet Campingplätze, werdet Pensionen, kurz, Tourismusbetriebe.

Damit ist aber nicht gemeint, die Kunst aufzugeben. Malerinnen etwa könnten aus ihren Ateliers kleine, aber feine Pensionen machen, mit ein zwei oder drei, vier Betten. Und Gäste zahlen für ihre Übernachtungen den Quadratzentimeterpreis, den sie für ihre Bilder festgelegt haben, und sie, die Gäste, bekommen zur Erinnerung an Atelierpensionsübernachtung das Bild, das sie sich ausgesucht haben.

Das könnte der Kunst in Österreich einen neuen Auftrieb geben. Allein schon die dafür zu findenden Namen für die Atelierhotels könnten eine neue Kunstrichtung begründen: Atelier zur schönen Aussicht und so weiter und so fort.

Soher kann erst so recht verstanden werden, wenn der zurzeitige Bundeskanzler als Tourismusministerin davon spricht, Österreich wieder zur Spitze – das geht eben nur mit der Kunst …

Österreich ist, heißt es immer wieder bei seinem ergebensten Kritiker als Schriftsteller, also bei Thomas Bernhard, ein kunstfeindliches, ein kunstzerstörendes Land, oder so ähnlich, wer will sich schon seiner Wörter genau erinnern. Das Gegenteil ist der Fall. SPÖ und ÖVP haben 2016 diese Kunstmotivation durch die Erhöhung der Umsatzsteuer aus reiner Liebe zur Kunst in Gang gebracht, und FPÖ und ÖVP gehen diesen Weg aus reiner Liebe zur Kunst unbeirrt weiter, ihr größtes Anliegen, Kunstschaffende zu motivieren, sie derart herausfordernd zu fördern …

 

 

HJenewein und gesinnungsgemäße Ausschaltversuche der Medienfreiheit

Wie in Österreich von dieser Regierung nun eiskalt an der Zerstörung der Demokratie … das kann, wenn nicht Einhalt geboten wird, ein recht langer und recht kalter Februar für die Menschen in diesem Land werden, und „eiskalt“ fällt nicht wegen der winterlichen Temperaturen in diesen Tagen ein, sondern weil es besonders von einem Mann, der für Demokratie gar nichts über hatte, ein geschätztes Wort war.

Nun wird HJenewein ausgeschickt, um gegen ein Medium des Landes stellvertretend die Medienfreiheit und also die Meinungsfreiheit, die von seiner Regierung nicht goutiert wird, zu attackieren. Es werde gesinnungsgemäß befunden, zwei Herren hätten nichts mehr in einer Nachrichtensendung … die haarsträubende oder gesinnungssträubende Argumentation von HJenewein will gar nicht zitiert werden, es reicht, diese in eine Collage zu montieren, mit dem Titel: „Das Gesinnungssträubende“.

Zur Zeit - Einer von unsNun also wird HJenewein ausgeschickt, weil sein Anführer nach seiner Attacke doch nicht odinsgenug ist, es durchzustehen, oder einfach vom Pferd gefallen, sich etwas geknickt hat, oder einfach einnickt …

Ist Erich Körner-Lakatos, der vieles recht satirisch weiß, der Satirenlehrmeister von He.-Chr. Strache, dem zehnjährigen Sportstadtrat von Wien?

HJenewein reitet Ausschaltungsattacke gegen Medien.png

Um sich die Dimension dieser gesinnungsgemäßen Grauslichkeiten in ihrer ganzen Grauslichkeit vor Augen zu führen, gibt es kein anderes Mittel, als einen der Treuesten aus der Schreibstaffel (kurz: SS) in Erinnerung zu rufen, der schrieb:

„Wie dem auch sei – nach der freiheitlichen Reform des ORF werden wir eine Menge Reinigungskräfte für die verschissenen ORF-Klos brauchen, um den von den Ratten hinterlassenen Dreck wegzuputzen. Wenn Pawlicki sich dann für einen solchen Kloputzer-Job bewerben möchte, werden wir sie selbstverständlich berücksichtigen. Ansonsten steht ihr jederzeit eine Betätigung als Männerklo-Bedienerin gegen Trinkgeld offen, wo sie dann für 10 Cent Tröpferlgroschen ihr scheußliches Grinsen für abführende Zwecke aufsetzen kann … Und sollte sie jemals Hunger leiden, kann sie immer noch ihre hässlichen falschen Zähne verkaufen – denn gewisse Männer lieben zahnlose Frauen …“

In FPÖ unzensuriert: „… nach der freiheitlichen Reform des ORF werden wir …“ kann das nachgelesen werden kann.

Wie haarsträubend, also gesinnungssträubend das von HJenewein Vorgebrachte zu den zwei Herren in den Nachrichten ist, ist auch daran abzulesen, dies kann auch über in die Rente Ausgeschiedene der FPÖ gesagt werden, also vor allem über Andreas Mölzer, der gerade jetzt, wo es gilt der Burschenschaft Gesinnung zu verteidigen, medial omnipräsent ist, auch in dem von HJenewein attackierten ORF.

Und sollten Sie nicht wissen, wer HJenewein ist, dann gehören Sie zu den Glücklichen, denn HJenewein ist „one of the most famous heads of the Freedom Party in Austria„ … jedenfalls für Manuel Ochsenreiter „einer der berühmtesten Köpfe“. Nach der Gesinnung von Manuel Ochsenreiter brauchen Sie gar nicht erst zu fragen, Sie können sich schon denken, von welcher Gesinnung …

Als Manuel Ochsenreiter einen Lachanfall auslöste

HJenewein zieht ins Parlament wieder ein und Regierungsverhandlung von Blau und Blaugerührt

Aber es steht, kurz gesagt, die zweite Partei in der Regierung der montagsgemachten identitären Regierungspartei um nichts nach, wenn es gilt, wesentliche Instrumente der Demokratie bedenkenlos zu zertrümmern, wie im vorangegangenen Kapitel zum parteipolitischen Wahlabendbeisitzer Sobotka …

Österreich im Februar: Ausschaltung des Parlaments

 

Österreich im Februar: Ausschaltung des Parlaments

Ausschaltung des Parlaments in Österreich im Februar

Die Anwesenheit von Wolfgang Sobotka in Tirol an der Seite vom montagsgemachten Bundeskanzler in einer synchronen Körperhaltung mit diesem beim Erwarten des Wahlergebnisses und beim heftigen Beklatschen des schwarzen Wahlsieges ist das zur Zeit deutlichste Bild der Selbstausschaltung des österreichischen Parlaments.

Wenn ein Nationalratspräsident nicht wissen will, daß er keine parteipolitischen Aktivitäten mehr setzen darf, dann ist das die Ausschaltung des Parlaments. Denn. Eine Nationalratspräsidentin als höchste Vertreterin soll und muß die Unabhängigkeit des Parlaments von der Regierung repräsentieren und für die Unabhängigkeit von der Regierung, auch für die Kontrolle der Regierung, agieren.

Die strikte Gewaltentrennung zwischen Legislative und Exekutive war in Österreich zwar bisher schon mehr Schein als Sein. Nun aber fällt auch noch der Schein. Damit wird Österreich endgültig das Land nicht nur ohne Sein, sondern auch ohne Schein.

Allein mit diesem Auftritt aber als parteipolitischer Statist setzt Wolfgang Sobotka das Zeichen, daß das Parlament in Österreich ausgeschaltet ist, formal noch nicht, aber durch sein und dem Selbstverständnis seiner Partei ist es die Ausschaltung des Parlaments.

Dieser Auftritt des kurzschen Dieners ist das offensichtlichste Zeichen der Ausschaltung des Parlaments.

Die konkrete Ausschaltung des Parlaments durch Wolfgang Sobotka und, kurz gesagt, der Regierung, der er dient, passiert aber auch recht handfest, etwa durch die Verweigerung der öffentlichen Begutachtung von Gesetzesvorschlägen durch die Regierung, beispielsweise durch die Verweigerung der öffentlichen Begutachtung des sogenannten Überwachungsgesetzes.

Und das ist nicht die einzige Verweigerung in dieser kurzen Zeit seit der Montagsmachung dieser Regierung im Dezember ’17.

Ein Parlament, das nicht nur von seinem höchsten Vertreter, also von dem, kurz wiederholt, parteipolitischen Wahlabendstatisten, derart wahrgenommen und also nicht ernstgenommen wird, muß formal gar nicht mehr ausgeschaltet werden.

Das Parlament ist schon ausgeschaltet.

Mit dem Vorteil aus Regierungskurzsicht den Schein der Nichtausschaltung zu wahren versuchen zu können. Allerdings. In einem Land nun auch ohne Schein vergebens …

 

Österreich im Februar - Nationalratspräsident - Ausschaltung des Parlaments

Eintrag in Reisepässen: „Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen.“

Eintrag Reisepass - Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen - 01-08-2018

Eine Entgleisung von einer Behörde, die sich bereits vor einiger Zeit zutrug, ist erst jetzt bekanntgeworden.

Einer Österreicherin wurde von einer Beamtin in ihrem Reisepaß handschriftlich vermerkt: „Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen.“

Sie sei, wie sie erzählt, mit der Eisenbahn von Linz aus zur solidarischen Bekundung der „Anliegen der Pegida“, die sie für berechtigt halte, angereist. Beim Ankommen habe sie bereits in der Bahnhofshalle und dann weiter vor der Bahnhofshalle beim Überqueren des Boulevards ohne Aggression, aber laut ihren Rechten gemäß vernehmlich ihren Unmut geäußert. Woraufhin sofort die Behörde eingeschritten sei und sofort die Aushändigung ihres Reisepasses verlangt habe, in den die Beamtin ohne Duldung einer Erklärung sofort handschriftlich eingetragen habe, sie sei beim „aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen“ worden. Sie wisse jetzt nicht mehr, wie sie sich verhalten solle, ob sie mit ihrem Reisepaß mit diesem handschriftlichen Vermerk je noch reisen könne, ja sie sich überhaupt noch in die Öffentlichkeit, sogar in die österreichische Öffentlichkeit wagen könne. Sie fühle sich an den Pranger gestellt. Schlimmer noch, an den Pranger, zu dem nun ihr Reisepaß durch diesen Vermerk geworden ist, gekettet.

Obgleich im Besitz einer gültigen Hin- und Rückfahrkarte sei sie nicht mit dem Zug gefahren, sondern sie sei zu Fuß nach Österreich auf Schleichwegen zurückgekehrt, sie sei, um etwaigen Kontrollen und dem schmachvollen Vorweisen ihres „Prangers“ zu entgehen, nur in der Nacht marschiert, tagsüber habe sie sich in Scheunen verborgen gehalten. Nur einmal, als der Hunger sie gar so sehr gequält habe, habe sie sich ein Herz gefaßt, und habe auf einem weit abgelegenen Bauernhof eilig drei Birnen erworben.

Zurück in Linz habe sie, als sie diesen handschriftlichen Eintrag ihrer Gesinnungskameraderie, mit deren Zuspruch und Verständnis sie stets rechnen könne, gezeigt habe, erfahren, sie sei bei weitem nicht die erste, aus deren Reisepaß ein Pranger gemacht worden sei, aber niemand könne und wolle darüber reden …

Daß darüber kein Mensch reden wolle, mit seiner Schmach alleingelassen werde in Ketten an seinem „Pranger, da habe sie sich noch einmal ein Herz gefaßt, und sie habe sich an Danijel Majic gewandt, der schließlich …

 

Vom Eid in der Wiener Hofburg

„Dann setzen wir unsere nationale Sendung in den verschiedensten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Organisationen noch effizienter um.“

Wenn nun in diesem österreichischen Winter 2018 gehört wird, welche Positionen mit welchen Menschen besetzt werden, drängt sich die Vorstellung von allein auf, es wurde die stefanische Verkündigung in der Wiener Hofburg

„Dann setzen wir unsere nationale Sendung in den verschiedensten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Organisationen noch effizienter um.“

mit einem Eid besiegelt, und nun geht es daran, diesen Eid zu erfüllen. Reinhart Waneck, der für die FPÖ ein Unirat werden soll, war damals auch dabei, in der Wiener Hofburg, als Harald Stefan ihre Wirklichkeit

„In diese Realität wurden wir Deutsche, egal auf welchem Staatsgebiet, hineingestellt.“

beschwor, als er die Sendung wohl von der Vorsehung recht persönlich erhielt, stehe auf und verkünde die „positiven Leistungen der deutschen Wehrmacht, er der Vorsehung in ihre braungebräunte Hand versprach, die Pflicht der „Umdeutung der Geschichte“ stets zu erfüllen.

Und es soll auch ein Schaftsmann von der Leder zu einem Unirat gemacht werden, auch diese ganz erfüllt von der Vorsehung oder von dem stefanischen Auftrage nach „Umdeutung der Geschichte“ …

Manch einer und einem kann die Umsetzung der nationalen Sendung nun nicht schnell genug gehen, einer setzt deshalb auf die schnellste und „moderndste“ Fortbewegungsmöglichkeit, die in heutige Zeit zu bekommen ist …

Innenminister erfüllt den hohen Auftrag der stefanischen Sendung: „Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!“

Die „nationale Sendung“ auch „wirtschaftlich“ umzusetzen, dazu reicht es nicht aus, in bestehende Betriebe Menschen der nationalen Hörigkeit zu entsenden, es müssen auch neue geschaffen werden, wie jener Betrieb mit der Kornblume als seinem recht liebsten Motiv, wohl im Wissen darum, daß der Vorsehung nichts recht mehr freut, als ihr Kornblumen darzureichen …

NS Bei den hervorragenden Deutschkenntnissen der zurzeitigen Regierung in Österreich besitzt diese auch die Fähigkeit, die Sprache zu erneuern, etwa die Steigerungsform von „modern“. So lautet diese nun: modern, modernd, moderndst. Ein Beispielsatz dazu: Sebastian Kurz im moderndsten Anzug zum Eid in die Wiener Hofburg.

Sebastian Kurz

Was ist der Unterschied zwischen Bruna Sudetia und, kurz gesagt, FPÖ?

Bruna Sudetia - FPÖ - Unterschiede - Keine.png

Hans Rauscher zählt am 21. Februar 2018 auf, daß die Bruna Sudetia zur Pegida, daß sie ein Gedicht …

Der montagsgemachte Infrastrukturminister reist auch, nicht nach Dresden, aber nach Südtirol, und hält die „Anliegen der Pegida für berechtigt“.

Nun, dieses Gedicht postet auch schon mal ein montagsgemachter Vizekanzler …

Was ist also der Unterschied zwischen Bruna Sudetia und Strache-Hofer?

Es gibt keinen.

Sie werden medial breit nur anders behandelt.

Wie die FPÖ wird wohl auch Bruna Sudetia stolz auf ihre Tradition sein, es wohl ebenfalls als „ideelle Kontinuität“ …

Was ist also der Unterschied zwischen Bruna Sudetia und FPÖ? Mit ihrem aus sudetischem Untergrund gestiegenen Anführer …

Es gibt keinen.

Sie werden massenmedial also nur unterschiedlich behandelt.

Bruna Sudetia - FPÖ - Unterschiede - Keine

Übrigens …

Das von Hans Rauscher zitierte Gedicht ist nicht nur in, wie er schreibt, „rechtsextremen Kreisen sehr beliebt“, sondern auch … und der Verfasser selbst ein Stichwortgeber beispielsweise für Goebbels und auch für die „Weiße Rose“ …

Innenminister erfüllt den hohen Auftrag der stefanischen Sendung: „Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!“

Nun darf erlebt werden, die Erfüllung

Kommerse: Von Schiller zu Fest

der „nationalen Sendung“, von der einst in der Wiener Hofburg Stefan sprach. Und auch ein Innenminister folgt der Sendung Befehl: „Wohlauf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!“

Und erfüllt von der Sendung ist ganz und gar ein Verteidigungsminister, für den es stefanische Pflicht ist, von Menschen als „Kameraden“ zu sprechen, ob es Männer, ob es Frauen, für ihn sind es, der Sendung auftragsgemäße Pflicht, „Kameraden“ …

Herbert Kickl - Der Sendung hoher Auftrag