Und ewig grüßt …

Die FPÖ stolz mit ihrer „ideellen Kontinuität“ – es gibt in Österreich eine dazu passende Kontinuität, auf die es keinen Stolz mehr geben sollte.

Eine weitverbreitete Zeitung, dieser Kontiunität hörig, schreibt in dieser Woche: „Nicht zufällig ist Viktor Orbán sein Vorbild.“ Für Matteo Salvini von der Lega. Sie schreibt also nicht, FPÖ und He.-Chr. Strache seien das Vorbild, sondern einer aus Ungarn sei für einen aus Italien … und ewig grüßt das Adolfhitler, das ein Deutscher war, also für Österreich.

Für Matteo Salvini von der Lega ist He.-Chr. Strache, die gesamte FPÖ Vorbild. Und es wird die Lega mit Stolz und Ehre erfüllen, nicht von weitem Strache und FPÖ bewundern zu dürfen, sondern verbunden zur Zusammenarbeit …

Lega, das ist die Partei in Italien, deren Funktionäre und Funktionärinnen verbal scharf gegen Menschen schießen, die nicht zu ihrer Gesinnung passen. Und im Februar 2018 hat ein Lega-Kandidat es nicht mehr ausgehalten, das Schießen mit Reden und Schriften ist ihm zu wenig geworden,

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

so hat er im Februar 2018 wirklich auf Menschen geschossen, mit einer Glock, diesem österreichischen Qualitätsprodukt.

Ja, Österreich exportiert stets sein Bestes. Strache hat gesinnungsgemäß sofort Matteo Salvini zur Wahl gratuliert, auch das wird den Lega-Führerkandidaten mit Stolz erfüllt haben, das anerkennende Wort seines Vorbildes.

Übrigens, Viktor Orbán ist, kurz zusammengefaßt, der aus Österreich mit Lob reichlich …

FPÖ - Vorbild für Lega Nord

 

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

Mario Eustacchio aus der FPÖ hat in Aistersheim geredet. Er hat so geredet, wie es von einem aus dieser Gesinnungsschaft eben zu erwarten ist.

Was er geredet hat, muß nicht ausgeführt werden. Es war das Üb(e)liche. Das Aufregung auslöst.

Und er löste Aufregung aus. Wieder löste einer aus dieser Schaft also Aufregung aus. Und auf die Aufregung folgt die Abregung.

Die Gezeiten in Österreich können statt Ebbe und Flut auch genannt werden: Aufregung und Abregung. Kurze Aufregung mit schnell darauffolgender langer Abregung. Die Tiden in Österreich kennen sogar drei Phasen: Aufregung, Abregung, Belohnung. Wobei die dritte während der zweiten erfolgt, also die Belohnung während der Abregung. Es wird die Partei mit den Aufregung Auslösenden in Wahlen (außerhalb und innerhalb der parlamentarischen Gremien) mit Stimmen belohnt.

Zigeunerräder mit Hausverstand

Und noch eine Eigenart gibt es in Österreich. Die fällt zu Mario Eustacchio ein, jetzt noch, während der Aufregungsphase, die aber schon im Zurückgehen sich befindet. Er und seine Partei werben mit einem unpolitischen Wort von einer Lebensmittelfirma, das er und seine Partei wohl aber als politisches verstehen, während Firmen mit einem politischen Wort werben, das die Firma, deren Produkt sogar einen politischen Namen trägt, unpolitisch zu agieren meint, nur ein „gelerntes Produkt“ anzubieten meint.

Es wurde in einem Kapitel bereits von der Überlegung erzählt, was für ein Knabbergebäck wohl serviert werde am „Kongress der Verteidiger Europas“

„Kongress Verteidiger Europas“: Was ihr Standard ist: Untaten im Abgrund auf Aistersheimer Sonderfritten

zu den Reden von beispielsweise Mario Eustacchio oder Herbert Kickl. Es sind wahrscheinlich keine „Zigeunerräder“, gekauft im Billa. Vielleicht eigens dafür in Sonderpackungen abgefülltes Knabbergebäck: Aistersheimer Originale – Marios feine Rohlinge.

Aistersheimer Originale - Marios feine Rohlinge

Vielleicht wurde diese Knabbergebäcksonderausgabeverpackung schon 2016 in Linz verteilt, bereits in die Zukunft, also Vergangenheit gedacht als Werbung für den nächsten „Kongress Verteidiger Europas“ in Aistersheim mit dem nächsten Aufregungsauslösenden aus der FPÖ, etwa zur Rede von dem Hutschpferdminister.

Und noch eine Eigenart fällt in Österreich auf. Es wird in der nun bereits zurückgehenden Aufregung von dem „Kongress Verteidiger Europas“ von einem „rechtsextremen“ Kongress gesprochen und gesprochen, nicht aber die auf diesem Kongreß Auftretenden, diese werden respektvoll und ordentlich mit ihren Amtstiteln angesprochen: Herr Vizebürgermeister, Herr Innenminister, ah, das ist nicht ganz korrekt, als der Herr Innenminister auf dem „rechtsextremen Kongress Verteidiger Europas“ sprach, war er noch nicht Innenminister, sondern nur irgendwas in dieser Schaftspartei. Aufregung löste 2016 dennoch aus. Und dann lief es nach den österreichischen Gezeiten ab: Kurze Aufregung. Schnelle lange Abregung und Belohnung. Die Belohnung erfuhr der Montagsinnenminister aber nicht in voller Höhe durch die Wählerinnen und Wähler, sondern durch den Bundespräsidenten …

NS Vielleicht fragen sich Menschen, weshalb die FPÖ nicht anders heißt, zum Beispiel „Billiger Laden“. So ehrlich ist die FPÖ. Denn. Es wäre ein Etikettenschwindel. Billig kam diese Partei nie. Wie auch. Mit dieser Gesinnung aus den Burgen, Schlössern, kurz Prunkbauten.

Auch das eine Kontinuität, um auf eine weitere und schon wieder zurückgegangene Aufregung zu erinnern.

Südtirol, eine „Herzensangelegenheit“ von npd, fpö und kurz

„Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? Einfach antworten, jemand möge einfach antworten.“

Wie mußte Samuel Beckett um solche Sätze sich wohl plagen. Und nur deshalb, weil er nicht in Österreich …

Wie einfach hätte es Samuel Beckett gerade jetzt gehabt, in Österreich. Er hätte so einfach wie kurz zu schreiben:

„Südtirol ist für mich eine Herzensangelegenheit“.

Er hätte auch nicht mehr fragen müssen, wer so spricht. Nicht um Antworten anrufen müssen. Es wird ungefragt geantwortet, es wird einfach geantwortet.

Südtirol - Herzensangelegenheit - NPD - FPÖ - KURZ„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Südtirol, eine Herzensangelegenheit nun auch des Sebastian Kurz

Vielleicht hätte Samuel Beckett in Österreich, befreit von existenziellen Fragen, andere gestellt, etwa danach gefragt, ob denn auch was gesehen werde, oder nur blind geantwortet.

Es hätte ihm geantwortet werden können: Freilich, auch in Österreich wird etwas gesehen, aber nichts Schlimmes.

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Jede Plage um die Literatur ist nur kurzen und also einfachen Sätzen vorzuziehen, und dann ist es keine Plage mehr; wie gut, daß Samuel Beckett (wie glücklich muß er gewesen sein, je nie in Österreich gewesen sein zu müssen) nun nicht in Österreich, mit was für einem armen Schrifttum müßte das Auslangen gefunden werden, das Leben kärglich gefristet werden, mit einem blümeligen Schrifttum, das je zum sofortigen Einstellen des Lesens zwingt.

„Wer spricht so und nennt sich ich?“ Das hat durchaus etwas mit Identität zu tun, aber nichts mit identitärer Gesinnung, also mit identitärem Schrifttum, wie sie von den Partnerinnen und Partnern des Montagskanzlers beworben wird …

 

Erfolgreiche Qualifikation von Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz

Wie nun bekanntgegeben wurde, handelte es sich bei dem Treffen von Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz im März ’18 in Rom um ein geheimes Ausscheidungsverfahren zur Teilnahme an der Miss-World-Wahl ’18.

Beide Kandidaten äußerten sich überglücklich, die Qualifikation geschafft zu haben, und als erste Männer der Welt an einer Miss-World-Wahl teilnehmen zu dürfen.

Die Begründung der ausschließlich männlich besetzten Jury war so einfach wie kurz.

Franziskus Kurz geht es um den WeltfriedenDurch die Nennung des Wortes „Weltfrieden“ haben beide Kandidaten sich dafür qualifiziert, von Männern auf den Laufsteg zur Erringung der Miss-World-Krone geschickt zu werden. Die Sorge um und die Fürbitten für den „Weltfrieden“ weisen die beiden nun abgesegneten Miss-World-Wahl-Qualifizierten aus, ebenso kompetent über den „Weltfrieden“ sprechen zu können, sie haben mühelos zum Niveau der bisher zu Miss-World-Wahlen-Geschickten aufgeschlossen, das die Teilnahme an der nächsten Ausscheidungsrunde zur Miss-World-Wahl ’18 rechtfertigt.

Darüber hinaus können beide Kandidaten im Gegensatz zu den bisherigen Kandidatinnen darauf verweisen, Männer mit dem weltweiten größten Einfluß, kurz, Männer von Weltgewicht zu sein.

Die Jury hegt nicht unberechtigte Hoffnungen, sollten Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz die Miss-World-Krone ’18 gewinnen, daß in der Sekunde, in der sie mit aufgesetzter Krone in ihrer Dankesrede den „Weltfrieden“ verkünden, der Weltfrieden …

 

„Kongress Verteidiger Europas“: Was ihr Standard ist: Untaten im Abgrund auf Aistersheimer Sonderfritten

Kongress Verteidiger Europas

In Österreich wissen wohl noch sehr viele Menschen, was es heißt: „Neger zu sein.“

Das kann sich auf die finanzielle Situation beziehen. Das trifft auf die Menschen aber nicht zu, die Menschen als „Neger“ abwerten, die Verhetzung betreiben mit Horrorerfindungen, die sie gesinnungsgemäß Menschen unterstellen, über die sie mit dem Wort „Neger“ sich zu erheben versuchen.

„Neger zu sein“ kann sich auch auf die geistige Situation eines Menschen beziehen, es kann auch verwendet werden, um zu sagen, ein Mensch habe keine Bildung. Auch das trifft auf die Menschen nicht zu, die Menschen als „Neger“ abwerten.

Aber.

Eines trifft auf solche Menschen, die Menschen als „Neger“ abwerten, gewiß zu: sie sind moralisch und ethisch vollkommen entleert, sie sind ohne Werte, die je würdig befunden werden könnten, Werte genannt zu werden.

Exemplarisch für diese Menschen steht Peter_, von dem gewußt wird, er war 2016 zahlender Teilnehmer am „Kongress Verteidiger Europas“.

Und daß er nun am 5. März 2018, wie in die Collage aufgenommen, gerade bei einem Kommentar zum „Kongress Verteidiger Europas“ das Ungeheuerlichste, das Schäbigste gegen Menschen schreibt, über die er sich mit dem Wort „Neger“ zu stellen abmüht, spricht auch das endgültige Urteil über die „Verteidiger Europas“.

Es spricht auch das endgültige Urteil über die identitäre Regierungspartei. Denn. Peter_ kann sich seit Jahren ungehindert auf der Website der nun montagsgemachten Regierungspartei mit dem Abscheulichsten in Kommentare ergießen.

Mit einem Klick auf Peter_ öffnen sich die Kapitel zum österreichischen Kosmos der Abscheulichkeiten …

Aber es sind nicht moralisch und ethisch vollkommen entleerte Menschen, die sich in Prunkbauten herumtreiben, es sind auch in sozialer Hinsicht vollkommen Gewissenslose nun gespiegelt in der montagsgemachten Regierung …

„Verteidiger Europas“ meinen nun, mit dieser Montagsregierung, nicht mehr „tatenlos am Straßenrand“ …

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

Mit der Orientierung tun sie sich halt recht schwer. Der Straßenrand war es nie, es war immer der Abgrund. Und die rechte Verwendung von Wörtern fällt ihnen auch stets recht schwer. „Tatenlos“ ist das von ihnen falsch verwendete Wort. Mit Untaten im Abgrund waren und sie sind. Und nun meinen sie die Parole zu hören: „Los!“ Los zu weiteren Untaten. Los, das ganze Land in den Abgrund. Los, alle Menschen in ihren Abgrund …

Marios Aistersheimer Sonderfritten.png

NS Was wohl im Wasserschloß zum Knabbern serviert wurde? Was wohl Peter_ knabbert beim Schreiben seiner Kommentare für die Website der identitären Regierungspartei – Zigeunerräder?

Das ultimative Argument gegen Rundfunkgebühren von Michael Fleischhacker, dem Kopf der Abschaffungsgilde: „Grüne Socken“.

Rundfunkgebühren

In der Schweiz haben sich am 4. März 2018 über siebzig Prozent für die Beibehaltung der Rundfunkgebühren ausgesprochen. Damit haben die Menschen in der Schweiz stellvertretend für alle Menschen in Europa gezeigt, daß sie nicht, wie sie zu oft und selbstgefällig hingestellt werden, von den sogenannten Bildungsnahen, so dumm … Michael Fleischhacker war eingeladen, am 4. März 2018, in den ORF zu einer Diskussion über Rundfunkgebühren. Am 1. März 2018 wurde in der Fernsehflugzeughalle eines altreichen Mannes über Rundfunkgebühren in Österreich diskutiert. Moderator: Michael Fleischhacker. Eingeladen dazu Werner Reichel.

Eine Diskussion mit Michael Fleischhacker und Werner Reichel

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

ORF-Watsch

über die Rundfunkgebühren in Österreich zu führen, das ist Großzügigkeit, Nachgiebigkeit.

Mit einem Wort: das überzeugendste Argument für die Beibehaltung der Rundfunkgebühren ist mit einem Namen endgültig vorgebracht: Michael Fleischhacker.

Es brauchen nur die Hallensendungen angesehen zu werden, um zu wissen, zu was Fernsehen in Österreich verkommen kann, wenn das Fernsehen altreichen Männern überlassen wird. Es verkommt zum Aufmarsch von alten Männern mit alten Weltbildern, die sich um nichts kümmern, als um sich selbst, demokratiebedrohlich erkrankt an Faktensorglosigkeit. Und zusätzlich von einem unendlichen Geiz getrieben, für das Konsumieren ja nichts bezahlen zu müssen, weil sie viel zu viel verdienen.

Das überzeugendste Argument für Rundfunkgebühren zusammengefaßt im Namen Michael Fleischhacker ist in vielen Abschnitten dargelegt und kann hier abgerufen werden.

Wer diese Kapitel liest, wird verstehen, daß aus diesen Kreisen keine Argumente kommen, die es wert sind, diskutiert zu werden, sondern nur Ungeheuerlichkeiten.

Menschgemäß muß ständig über Weiterentwicklungen gesprochen werden, also auch unbedingt über die Weiterentwicklung des ORF zum Besseren hin. Vieles liegt im argen. Nur mit diesen Männern, die alle Fleischhacker heißen könnten, über Entwicklung zu reden, das ist gelebte Toleranz, gelebte Demokratie, wohl darum wissend, daß mit Fleischhackers je keine Entwicklung zum Besseren hin … genauso könnte auch mit Steinen darüber gesprochen werden, ob sie sich dazu entwickeln wollen, von selbst sich zu bewegen.

Übrigens. In der Schweiz, das erzählte sehr anschaulich Emil Steinberger in der Sendung „Bei Maischberger“ am 28. Februar 2018,  haben die Volksabstimmung Männer in Gang gesetzt, denen bei ihrer Biertrinkerei etwas in den Kopf stieg, und ausgespuckt wurde, es müssen die Rundfunkgebühren in der Schweiz abgeschafft werden. Abschaffen, mehr hatten sie aber dazu nicht zu sagen. Wie auch? Beim Biertrinken, jeder wohl gleich drei oder mehr Biere gleichzeitig vor sich. Beim Bier … wer kennt das nicht, ein Witz setzt sich plötzlich fest, wird bis zum Erbrechen wieder und wieder lallend erzählt, lange und oft, noch beim Torkeln nach Hause und noch am nächsten Tag beim Aufwachen fällt der Witz gleich wieder ein, und leise, weil sonst zu schmerzvoll, wird versucht zu kichern. Das ist das Niveau der Männer, und es sind in der Mehrzahl Männer, die ihr Muskelspiel sehen wollen, und das Argumente nennen.

Übrigens. Die Sendung „Bei Maischberger“ am 3. März 2018 gesehen, auf 3sat … Michael Fleischhacker, höflich formuliert, argumentiert gegen Rundfunkgebühren mit den amerikanischen Halbstundenserien, die der ORF auch bringt … von 3sat und ORF III spricht er nicht: diese zu erwähnen, würde bereits allein seine, höflich formuliert, Argumentation zu einer für Rundfunkgebühren werden lassen.

Die gesamte Argumentation von Michael Fleischhacker gegen den ORF steckt in seinem Satz, den er am 4. März 2018 im ORF in der Sendung „Im Zentrum“ sagte:

„Ich hab‘ mir extra grüne Socken anzogen.“

Das ist die gesamte Argumentation. Exemplarisch von ihm für alle gesagt, die nun einander gegen Rundfunkgebühren zuprosten.

Herbert bringt Kannibalismus ins Leben

Zigeunerräder

Es ist einfach und rasch erzählt, aber die Geschichte ist kompliziert.

Jemand schreibt an die Firma Kelly und erhält diese Antwort:

„Vielen Dank für Ihr Mail, bezugnehmend darauf möchten wir natürlich gerne Stellung nehmen.
Unser Produkt Zigeunerräder wurde bereits in den 50er Jahren erstmals verkauft.
Der Name und die Vermarktungsstrategie ergibt sich damals wie heute  aufgrund der feurigen Paprikawürzung. Über Jahrzehnte sind Zigeunerräder ein vom Konsumenten „gelerntes“ Produkt und eine Namensänderung hätte ganz sicher einen Kaufrückgang zur Folge. Der Kunde verbindet seit Jahren mit diesem Namen ein Kelly’s Produkt mit würzigem Paprikageschmack.
Nach wie vor wird im deutschen Sprachgebrauch und vor allem in der Küchensprache das Wort Zigeuner verwendet (z.B. Zigeunersauce, Zigeunerschnitzel usw.), auch da bedarf es keiner großen Erklärung, sondern der Konsument weiß sofort, dass es sich um ein Produkt mit einer gewissen Schärfe und Paprika handelt.
Nicht zu vergessen ist auch die Operette der Zigeunerbaron von Johann Strauss. Es wäre kaum vorstellbar, diese Operette umzutaufen.
Wir können Ihnen versichern, dass wir mit dem Produktnamen Zigeunerräder, weder einer Randgruppe zu nahe treten, noch jemanden beleidigen wollen oder politisch Stellung nehmen wollen. Uns liegt viel an der Tradition unseres Unternehmens und auch unserer Produkte, weshalb sie immer noch den Namen Kelly’s Zigeunerräder Paprikan Style tragen. Genau wie sie unsere Kunden kennen und lieben.“

So rasch und einfach ist es erzählt, wie es zu dieser Antwort aus der Firma Kelly kommt.

Und dann wird die Geschichte kompliziert.

„Zigeunerräder“ würden, schreibt die Firma Kelly, schon seit den 1950er Jahren … wie frisch muß damals noch der Schmerz gespürt worden sein, in Österreich, nicht nur den Krieg von 1939 bis 1945 verloren zu haben, sondern es auch nicht geschafft zu haben, alle Menschen, die mit dem Stempel „Zigeuner“ zur Vernichtung selektiert, zu ermorden.

Die Firma Kelly hätte auch Rast heißen können. Kelly klingt halt gar so amerikanisch, und es ist doch eine österreichische Firma. Es war ja auch ein Amerikaner beteiligt. Wie ehrlich, eben österreichisch. Kelly klingt doch recht unverfänglich, mehr noch, offen, weltläufig, so gar nicht nach engem Gebirgsland, dunklen Tälern, schweren Trachten, harten Kartoffeln. Kelly klingt auch gar so dynamisch. Werbetechnisch ein äußerst dankbarer Name. Wie fade hingegen klänge ein Werbespruch wie „Rast bringt Knabberspaß für jeden“ … oder „Herbert bringt K…

Herbert Rast, reifenschlitzender Unternehmer – das ist so ein Gschichtl aus den Gründungstagen, einfach, nicht kompliziert, eben eine über brutale Geschäftsmethoden, wie sie gang und gäbe waren und in verfeinerter Form sind …

„Zigeuner…“: ein „gelerntes Produkt“, schreibt die Firma Kelly vulgo Rast. Das könnte genannt werden: Vollkommener, vollendeter Rassismus … Das Kennzeichen eines vollendeten Rassismus ist, die Lehrenden wissen bewußt nicht mehr, daß sie Rassismus verkaufen, und die Lernenden wissen bewußt nicht mehr, daß sie Rassismus kaufen.

Soweit wäre es noch eine unkomplizierte Geschichte zu nennen.

„Nach wie vor wird im deutschen Sprachgebrauch und vor allem in der Küchensprache das Wort Zigeuner verwendet“, schreibt die Firma, die auch Herbert hätte heißen können, wäre der Firmengründer weniger einfallsreich gewesen.

Weshalb das Wort „Zigeuner“ gerade im „deutschen Sprachgebrauch“? Aus christlicher Tradition wohl auch … hat doch Martin Luther schon gewußt, soll einem Menschen etwas Schlechtes gewünscht werden, schreibe, es solle ihm wie den „Zigeunern“ ergehen …

Es ist im Grunde keine komplizierte Geschichte, sondern erschreckend einfach, einfach erschreckend.

Ein Mann aus Österreich, also Herbert Rast, erlebt den Krieg von 1939 bis 1945, bringt ein paar Jahre danach „Zigeunerräder“ in die Verkaufsregale, unbewußt wohl geprägt von der kollektiven Schande, nicht nur einen Krieg verloren zu haben, sondern auch die Vernichtung der zur vollkommenen Vernichtung selektierten Menschen trotz größtmöglicher Konzentration auf die Vernichtung nicht vollkommen geschafft zu haben.

Und was nicht geschafft wird, muß menschgemäß eine Wandlung erfahren. Der symbolische Kannibalismus wird seit einer Ewigkeit täglich in den christlichen Kirchen zelebriert. In dieser christlichen Tradition heißt das also nichts anders, als alle, die nicht mehr ermordet werden konnten und können, müssen verspeist werden. Und dann ausgeschieden … Um wenigstens symbolisch die kollektive Schande zu tilgen.

Das heißt aber nicht, daß sich alle mit dem symbolischen Kannibalismus begnügen …

Europa der Nacht

Plauen

Der Kannibalismusspeiseplan im „deutschen Sprachraum“ ist reichhaltig: „Zigeuner…“, „Neger…“, „Mohr …“

„Wir können Ihnen versichern, dass wir mit dem Produktnamen Zigeunerräder, weder einer Randgruppe zu nahe treten, noch jemanden beleidigen wollen oder politisch Stellung beziehen“. Schreibt die Firma Herbert.

Eine „Randgruppe“? Gemessen an der Zahl sind in Europa, um diesen furchtbaren Terminus von Herbert zu verwenden, im Vergleich Österreicherinnen und Österreicher eine „Randgruppe“, und nicht …

Herbert kann das tatsächlich geglaubt werden, nicht „beleidigen“ zu wollen, nicht „politisch Stellung“ beziehen zu wollen … Herbert liefert ja nur den „Knabberspaß“. Was wohl beispielsweise auf den Buden

Mädelschaften singen auch

so recht hungrig vertilgt wird, zwischen den spaßigen Strophen?

Herbert bringt KnabberspaßAch, wie treuherzig, wie ehrenvoll von Herbert, nicht beleidigen zu wollen … Zum Kannibalismus gibt es noch eine einfache und rasch erzählte Geschichte:

„Er habe, erzählt Sarközi, vor vielen Jahren wegen der finanziellen Notlage des Kulturvereins versucht, einige der Unternehmen, die mit dem Wort ‚Zigeuner‘ werben, als Unterstützer zu gewinnen. Ohne Erfolg. ‚Man hat uns zum Fressen gern, aber wir sind ihnen nicht mal ein Blatt Papier wert.'“ 

Ob Sarközi auch Herbert gefragt hat, wird nicht gewußt, wurde nicht recherchiert. Vielleicht erklärt sich die Firma Kelly aber ungefragt bereit, als Unterstützerin … Allerdings könnte eine solche Unterstützung, das wäre keine unberechtigte Befürchtung im Hause Rast, für die Firma Kelly die gleiche unerfreuliche Wirkung haben, wie „eine Namensänderung hätte ganz sicher einen Kaufrückgang zur Folge.“ Da ist es unternehmerisch gedacht doch viel klüger, weiterhin die europäische „Randgruppe Österreich“ mit Knusprigem auf ihren Buden zu versorgen …

MarchfelderPS Ja, wie ehrenvoll, Herbert will nicht „beleidigen“, aber auch nicht loben, hervorheben. Dabei hat Rast doch Produkte, die könnten auch anders genannt werden als beispielsweise „Sunland Farm“. Von der Produktbeschreibung her – „Kartoffeln für Chips nur durch ehrliche Arbeit und die Hilfe von Mutter Natur. Österreichische Qualität“ –, was für Namen böten sich da an – Tiroler Erdäpfel, Kärntner Knollen, Marchfelder …

PPS Ja, niemand beleidigt, niemand wird beleidigt, niemand bezieht politisch Stellung, und weil alles so heiter und fröhlich und unschuldig und ehrlich ist, muß auch niemand darüber berichten, darüber reden, erinnern und vor allem breit aktiv …

Österreich: „Antiziganismusbericht“ und „Antisemitismusbericht“

Und was, Alexander Van der Bellen, ist mit dem Antiziganismus?

Gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

 

Wolfgang Sobotka: „Wäre ich gerade Nationalratspräsident, würde ich das nicht tun.“

Wolfgang wäre ich Nationalratspräsident Sobotka

Das hat Wolfgang Sobotka nicht gesagt.

Wolfgang Sobotka ist aber Nationalratspräsident, und als Nationalratspräsident tut er alles, was eine Nationalratspräsidentin nicht zu tun hat.

Es wird, wie gelesen werden kann, in einem konkreten Fall, bei dem es um die Fragestunde mit dem montagsgemachten Bundeskanzler geht, auf seine „mangelnde Parlamentserfahrung“ zurückgeführt.

„Mangelnde Parlamentserfahrung“ – Was sagt das über Wolfgang Sobotka aus, der als Minister doch lange im österreichischen Parlament sich aufhielt, und noch viel länger im niederösterreichischen Landtag herumsaß, also seit Jahrzehnten parlamentarischer Arbeit von seinem Stuhl aus …

Erfahrungsresistenz?

In Amtsführung könnte Wolfgang Sobotka sich kundig machen, beispielsweise beim Bundespräsidenten …

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für höchste Ämter absolut recht.

Kundig ist er wohl, allein der Wille wird ihm …

Es ist wohl (zutreffender unbehaglich) abgründiger …

Österreich im Februar: Ausschaltung des Parlaments

NS In dieser Fragestunde mit dem Montagskanzler, die vorgestern oder vorvorgestern, jedenfalls im Gestrigen, im österreichischen Parlament gehalten wurde, ging es auch um Medien und deren Unabhängigkeit …

HJenewein und gesinnungsgemäße Ausschaltversuche der Medienfreiheit

Wenn das Parlament ausgeschaltet, die Medien im Sinne einer freien Berichterstattung zum Verstummen gebracht, dann ist das ganze Land gänzlich in den Abgrund geworfen.

NNS Wie oft der Montagskanzler in dieser Fragestunde des Wortes „Koalitionsverhandlungen“, des Wortes „Koalitionsvereinbarung“, des Wortes „Koalitionsvertrag“ als Ausrede sich bediente, wird schmerzlich bewußt, daß Wörter keine Energie erzeugen, daß Wörter keinen Strom liefern.

Ach, wäre dem nur so.

Allein der Montagskanzler versorgte mit seinen Wörtern „Koalitionsverhandlungen“, „Koalitionsvereinbarung“, „Koalitionsvertrag und ähnlichen Wörtern ganz Österreich mit genügend Strom, mit so viel Strom, daß dieser sogar noch exportiert werden könnte, um beispielsweise alle Visegrád-Staaten mit genügend Strom zu versorgen. Wie umweltschonend, wie sauber und auch wie sicher das wäre, keine Wasserkraftwerke mehr, keine kalorischen Kraftwerke mehr, keine Atomkraftwerke mehr. Auch keine Windräder mehr, die gerade Freunden von seiner Regierungspartnerin gar häßlich …

Dann könnte irgendwann in der Zukunft im Rückblick im Perpetuum austrile gesagt werden:

Was einst Winde, liefert nun ein Kurz.

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für höchste Ämter absolut recht.

Alexander wenn ich nicht gerade Bundespräsident wäre Van der Bellen

Es gibt von Lord Acton den Spruch, wonach Macht korrumpiere und absolute Macht absolut korrumpiere.

Zu seiner Zeit und außerhalb von Österreich war dieser Spruch wohl zutreffend. Für Österreich mit Blick auf das Wort Macht ein unpassender Spruch. Es wäre nur eine Angabe; soher paßte er doch zu Österreich: wirklichkeitsblind angeberisch, sich maßlos überschätzend …

Und auf den österreichischen Bundespräsidenten gemünzt ein gänzlich falscher Spruch.

Wenn der Spruch aber ein wenig abgeändert wird, dann paßt er auf den österreichischen Bundespräsidenten, und besonders auf den jetzigen:

Ein Amt korrumpiert Werte und ein höchstes Amt korrumpiert Werte absolut - BK

Ein Amt im Staat korrumpiert Werte, und das höchste Amt im Staat korrumpiert Werte absolut.

Selbstverständlich hat Alexander Van der Bellen nicht gesagt, wenn er nicht gerade Bundespräsident wäre, würde er auch gegen Blauschwarz protestieren. Tatsächlich sagte er, wenn er nicht gerade Bundespräsident wäre, er würde das auch unterschreiben, also das „Volksbegehen Don’t Smoke“.

Es ist kein Widerspruch, wenn im vorangegangenen Kapitel davon gesprochen wird, das ist kein Entwicklungsroman,

Österreich im 21. Jahrhundert

2000-2018 ff. von Re-
gierungsunfähigkeit bis Re-
gierungsunfähigkeit von Re-
gierungsunwürdigkeit bis Re-
gierungsunwürdigkeit der FPÖ

und nun gesagt wird, es gibt aber eine Figur in diesem, die eine Entwicklung durchgemacht hat. Auch in einem Spitzenland der Entwicklungslosigkeit kann der einzelne sich dennoch entwickeln. Die Entwicklung von Alexander Van der Bellen aber ist eine,

Alexander Van der Bellen, Bundespräsident – Mutig alten Zeiten entgegen

die in späterer Zeit in Geschichtsbüchern nicht auf der Haben-Seite verbucht werden wird, und vielleicht wird er, wenn er dereinst Bilanz zieht, das selbst schon nicht tun.

Jetzt einmal aber macht Alexander Van der Bellen alles, damit seine Haben-Seite einst vollkommen leer ..

„Van der Bellen betonte, dass er die vor Jahren in einem Vortrag geäußerte Kritik Hauers am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) nicht teile. „Das betrifft insbesondere die polemische Wortwahl“, so Van der Bellen. Allerdings sei Kritik an einem Höchstgericht für einen Rechtsprofessor zulässig: „Ich gehe davon aus, dass Prof. Hauer zukünftig als Verfassungsrichter sein Amt verantwortungsvoll wahrnehmen wird.“

Selbstverständlich wird Andreas Hauer „sein Amt verantwortungsvoll wahrnehmen“ – im Sinne seiner schlagenden Gesinnung. Wie wäre etwas das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zur Ehe ausgefallen, mit einem Andreas Hauer?

„Verantwortungsvoll“ hätte Andreas Hauer auf die Frage von Norbert Nemeth

„Womit wir beim zweiten Aspekt wären, nämlich der Rolle eben dieser Höchstgerichte: Haben jene wirklich das Recht, den für unseren Kulturkreis maßgeblichen Ehebegriff aufzuheben?“

wohl geantwortet, gesinnungsgemäß ist es nicht die Rolle der Höchstgerichte, etwas aufzuheben, das „unserer Gesinnung“ zuwider …

Das Finale eines Leersprechwettbewerbes kann Alexander Van der Bellen, diese Wette kann bedenkenlos abgeschlossen werden. neben Sebastian Kurz leicht erreichen. Wer allerdings als Sieger daraus hervorginge, darauf will nicht gewettet werden. Die Verlierer und Verliererinnen allerdings stehen schon fest, es sind die Menschen ohne hohe und höchste Ämter in diesem Land.

Alexander Van der Bellen - Andreas HauerEs gibt mehr, das gegen Andreas Hauer spricht, als seine vor Jahren getätigte Aussage, die nun Alexander Van der Bellen für sich zurechtbiegt. Als Vorreiter in der Verteidigung von, kurz gesagt, Schaften jedweder Formation. Wäre Andreas Hauer vor Jahren, als Alexander Van der Bellen im Parlament war, als Verfassungsrichter zur Disposition gestanden, wie hätte er, als Abgeordneter der Opposition, das wohl heftig kritisiert.

Nun aber …

Ein Amt im Staat korrumpiert Werte, höchste Ämter im Staat korrumpieren Werte absolut.

Für den derzeitigen Amtsinhaber ist es ja kein Problem, wenn die Schaften in der Hofburg zum Säbeltanze … und überhaupt die FPÖ, da mahne er, der Bundespräsident, zur Vorsicht, als „rechte Partei“ …

Alexander Van der Bellen – Einübung in die Entcourage respektive Postcourage

Ämter im Staat korrumpieren Werte, höchste Ämter im Staat korrumpieren Werte absolut.

Bundespräsident - Verfassungsgerichtshof - ÖsterreichWie recht schön hat Andreas Hauer vor einem Jahr in der Hofburg gesprochen, im Winter ’17. Und wer kann darüber am schönrechtesten berichten? Gesinnungsgemäß die Website der gerade erst vom Höchstamtsinhaber montagsgemachten identitären Regierungspartei:

Wir sind ein Teil der Bevölkerungsgruppe, die den Staat und die Gesellschaft trägt, mit der man einen Wohlfahrtsstaat aufbauen und finanzieren kann – mit Leuten, die gehässig Schaufenster einschlagen und Polizeifahrzeuge demolieren, geht das nicht. Das sollte jedem einleuchten, und wer das erkennt, muss sich entscheiden, wo er stehen will: Auf der Seite der bürgerlichen Ordnung oder auf der Seite der Anarchie.

Trakt an Trakt mit dem Bundespräsidenten wird in diesem Land seine recht eigentümliche idealistische Tradition gepflegt …

Unser Ball ist ja nur ein Symbol, gegen das angekämpft wird. Gemeint ist aber in Wahrheit Österreich, der Staat, die freiheitliche Gesellschaftsordnung und das Privateigentum insgesamt. Wenn wir also auf diesen Ball beharren, so tun wir das nicht nur für uns, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Und das ist wohl der letzte schlagende Beweis, daß er, weil er gerade Bundespräsident ist, einen solchen Schlagschaftenmann verteidigen muß, ihn zum Richter machen muß, denn, wer als Österreich mit dem Säbel tanzt, ist in Österreich in jedes Amt zu berufen.

Es gibt noch einen Mann, der Andreas Hauer verteidigt, in Worten, von denen nicht gesagt werden könnte, würden diese ohne Namensnennung zitiert werden:

„Diese Kritik muss zulässig sein, abgesehen davon, dass ich sie inhaltlich sogar unterstütze.“

„Allerdings sei Kritik an einem Höchstgericht für einen Rechtsprofessor zulässig[.]“

Wiener Hofburg - Hauer - StefanWer spricht so, von zulässiger Kritik, nennt sich einmal Bundespräsident und einmal NR.

Gewiß ist in Österreich nur der Ort. Die Hofburg. In der beide Männer ihre Auftritte … einer davon mit einem einen recht besonderen Gesinnungwillen zur Umdeutung der Geschichte und gesinnungsüberzeugt von der Wehrmacht pos…

Vom Eid in der Wiener Hofburg

Noch eine Variante dieses Spruches von Lord Acton ist in Österreich, in der gerade Alexander Van der Bellen Bundespräsident ist, zutreffend und recht passend:

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht geeignet, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für das höchste Amt absolut am rechtesten.

NS Was es noch zu Andreas Hauer sagen gibt, das hat erst am 19. Februar 2018 wieder ein Mann kurz zusammengefaßt, den Alexander Van der Bellen, wäre er nicht gerade Bundespräsident, wohl ausgiebig zitiert würde:

Liebe Freundinnen und Freunde, bitte teilt wieder meinen neuesten Beitrag!

FPÖ und ÖVP planen mit der Bestellung von Prof. Andreas Hauer als Mitglied des Österreichischen Verfassungsgerichtshofes einen Anschlag auf unsere demokratischen Freiheitsrechte. Der Leiter des Instituts für Verwaltungsrecht an der Johannes-Kepler-Universität in Linz und Mitglied des deutschnationalen schlagenden „Corps Alemannia Wien zu Linz“ hat in einem Internet-Beitrag deutlich gemacht, wie er sich die Judikatur von Demonstrationsrecht und Versammlungsfreiheit vorstellt:

Der Anmelder habe „gesetzwidrigen Äußerungen und Handlungen sofort entgegenzutreten“, wenn das nicht möglich ist „die Versammlung sofort aufzulösen“ und dafür zu sorgen, dass „keine Straftaten entstehen“. Könne er das nicht, hafte er für alle „daraus entstehenden Schäden“. Geschädigte könnten diesen Anspruch auf dem Zivilrechtsweg durchsetzen, Staat und Sozialversicherungsträger seien dazu sogar verpflichtet. Die Geltendmachung von Schadenersatzforderungen habe einen „erzieherischen Zweck“ gegenüber Veranstaltern von „Hass-Versammlungen“.

Formaljuristisch hat Hauer Recht. So steht das tatsächlich im Versammlungsgesetz. Dieses stammt allerdings aus dem Jahr 1867. Damals nahmen an „Versammlungen“ in der Regel zwischen 20 und 100 Menschen teil.

Sogar an den Protesten gegen das Schattendorfer „Schandurteil“ (deutsch-österreichische „Frontkämpfer“ hatten auf eine Versammlung der Sozialdemokraten geschossen, zwei Menschen getötet, fünf verletzt und waren freigesprochen worden), der 1927 zum Brand des Justizpalastes führte, hatten nur 500 empörte Sozialdemokraten teilgenommen.

Seit 1867 hat sich die Welt verändert. Im Zeitalter elektronischer Vernetzung, die es ermöglicht Zig-Tausende binnen kürzester Zeit für die Inanspruchnahme eines demokratischen Grundrechtes zu mobilisieren, ist es nicht anwendbar. Schon das Lichtermeer der 300.000 gegen Fremdenfeindlichkeit, zu dessen Organisatoren ich mich zählen durfte, sollte das klar gemacht haben. Wie kann der Anmelder einer Demonstration Gesetzwidrigkeiten „sofort entgegentreten“, die „Versammlung auflösen“ oder dafür sorgen, dass „keine Straftaten entstehen“, wenn Demonstranten die halbe Innenstadt füllen?

In einem gefestigten Rechtsstaat müssen veraltete Gesetzestexte kein Problem darstellen, weil Richter ausreichend Interpretations-Spielraum haben. Bisher hat eine besonnene Justiz diesen Spielraum sinnvoll genützt und dafür gesorgt, das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit nicht zu beschädigen. Höchstrichter wie Professor Hauer drohen diese Rechtsprechung mit Vernunft und Augenmaß zu beenden. Wenn Hauer sich mit seiner Interpretation durchsetzte, wäre die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit de facto abgeschafft, weil jedem Anmelder ein wirtschaftliches Existenzrisiko aufgebürdet würde.

Verräterisch ist auch Hauers Wortwahl: Ausdrücke wie „Straßenterror“ „Hassversammlungen“, „Krawallveranstalter“ für Menschen zu verwenden, die gegen einen Ball demonstrieren, der von rechtsextremem Mitgliedern deutschnationaler schlagender Verbindungen organisiert wird und zu dessen Gästen regelmäßig bekennende Antisemiten, Rassisten, Neonazis und Holocaust-Leugner zählen, zeigt jedenfalls, wo er nicht nur juristisch sondern auch politisch steht. Dass Österreich sich in seiner Bundesverfassung dazu verpflichtet hat, „alle Spuren des Nationalsozialismus aus Gesellschaft und Politik zu tilgen“ und „jede großdeutsche Propaganda“ zu verhindern, dass damit Antifaschismus eindeutiger Verfassungsauftrag ist, kann einem Rechtsprofessor nicht entgangen sein.

Ein Mann als Höchstrichter, der das Demonstrationsrecht abzuschaffen versucht, indem er Anmeldern mit der Zerstörung ihrer wirtschaftlichen Existenz droht und engagierte Demokraten, die Österreichs antifaschistische Bundesverfassung verteidigen, als „Krawallveranstalter“ beschimpft, würde dem Vertrauen in Österreichs Justiz schwersten Schaden zufügen.

Da ist zivilgesellschaftlicher Widerstand angesagt. Postet, schreibt Leserbriefe, schreibt Mails an ÖVP-Politiker und bittet sie, diesen Anschlag auf das österreichische Rechtssystem zu verhindern. Und bitte: Verbreitet diesen Beitrag.

Hans-Henning Scharsach, 19. Februar 2018

Wer Werte korrumpiert ist in Öster-
reich für jedes Amt recht und wer
 Werte absolut korrumpiert ist in Öster-
reich für höchste Ämter absolut recht - BK

Österreich im 21. Jahrhundert

2000-2018 ff. von Re-
gierungsunfähigkeit bis Re-
gierungsunfähigkeit der FPÖ von Re-
gierungsunwürdigkeit bis Re-
gierungsunwürdigkeit

Im Februar 2018 bringt eine Zeitung in Deutschland einen Artikel mit der Schlagzeile „Die FPÖ ist nicht regierungsfähig“ und damit das erste Romankapitel aus dem Februar 2000 in Erinnerung, in dem es heißt:

Österreich im 21. Jahrhundert - Spitze der Entwicklungslosigkeit und Gipfel der Bildungslosigkeit

„Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden.“

Und in einem weiteren Kapitel, Jahre später, heißt es:

„Denn eine FPÖ in 2004 und den Folgejahren wird keine andere sein als die bekannte regierungsunfähige und -unwürdige, zumal auch die junge Generation in der FPÖ, die sich jetzt anschickt in Parteispitzenpositionen nachzurücken, die seit der Neugründung der FPÖ bestens beschriebene alte Generation ist.“ 

Es ist eine schlechte Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, im Roman den Roman selbst zum Thema zu machen, den eigenen Roman im gleichen Roman zu reflektieren. In diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil es nicht um den Roman geht, sondern um Österreich, nicht nur, aber sehr oft, zu oft.

Es ist ein Wirklichkeitsroman, als das dieser, und darin den schlechtesten Angewohnheiten von Menschen, die Romane schreiben, folgend, im Roman selbst schon beschrieben wurde. Aber es ist kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman.

Wie auch?

Es wird (nicht nur, aber zu viel) von Österreich erzählt. Und ein Roman kann kein Entwicklungsroman, kein Bildungsroman sein, wenn seine Hauptfigur doch Österreich …

Es ist eine eitle Angewohnheit von Menschen, die Romane schreiben, aus ihren eigenen Romanen zu zitieren. Aber in diesem Fall, und der ist Österreich, darf das getan werden, weil nicht aus dem Roman zitiert wird, sondern Österreich im allgemeinen und die FPÖ im speziellen nichts anderes hergibt, als nur das Immergleiche.

Ein Roman vor 2000, ein Roman weit vor 2000, ein Roman aus den 1970er Jahren, mit einer Hauptfigur Österreich hätte noch ein Entwicklungsroman, ein Bildungsroman genannt werden können.

Aber ein Roman mit der Hauptfigur Österreich ab dem Jahr 2000 kann nicht so genannt werden. Wie dann?

Österreich von 2000 bis 2018, Österreich im 21. Jahrhundert: Von Regierungsunfähigkeit bis Regierungsunfähigkeit der FPÖ, von Regierungsunwürdigkeit bis Regierungsunwürdigkeit der FPÖ. In einem anderen Land, in einem anderen Staat wäre das keine große Sache, eine Partei, die regierungsunfähig und regierungsunwürdig ist, zu haben. Es wäre eine von diesen Nullkommaachtprozentparteien, bedeutungslos und ein Beleg für eine funktionierende Demokratie. In Österreich hingegen wählen Menschen eine solche regierungsunfähige und regierungsunwürdige Nullkommaachtprozentpartei zu einer potentiellen Regierungspartei. In Österreich hingegen sagt die Elite, so eine Nullkommaachtprozentpartei muß regieren, macht die sogenannte Elite aus eine regierungsunfähigen eine für sie regierungsfähige Partei.

Bald schon wurde in einem Kapitel, in einem aus 2001, das Schweigen des Bundeskanzlers angesprochen, und diesem, dem damaligen Bundeskanzler, in einem weiteren Kapitel der Name Wolfgang Schweigen gegeben. Nun wird vom zurzeitigen Bundeskanzler, es wird das Jahr 2018 geschrieben, immer öfters von seinem Schweigen gesprochen und geschrieben.

Österreich im 21. Jahrhundert: Von einem Bundeskanzler zum nächsten Bundeskanzler ist das Verbindende das Schweigen. Es will für den zurzeitigen Bundeskanzler, also für den im Dezember 2017 montagsgemachten Bundeskanzler kein neuer Name gesucht werden.

Er soll den Namen von seinem Vorgänger, dessen Wiedergänger er ist, bekommen: Wolfgang Schweigen.

„Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich“ heißt, sollte nach dem Gesamttitel der Trilogie mit Appendix gefragt werden, der Roman. Weiterhin ein zutreffender Titel. Vielleicht sollte doch, als Widmung für die Hauptfigur Österreich, ein Untertitel hinzugefügt werden, der ebenfalls zutreffend ist:

Österreich im 21. Jahrhundert:
Chronik der Entwicklungslosigkeit
eines Landes, das die Bildung aufgegeben hat. 

Dem Roman könnte durchaus als Motto vorangestellt werden:

Wolfgang Schweigen, zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich, spricht oft davon, er wolle Österreich wieder an die Spitze führen. Österreich im 21. Jahrhundert ist bereits Weltspitze der Entwicklungslosigkeit erklommen, ist bereits höchster Gipfel der Bildungslosigkeit in dieser Welt. Davon erzählt Österreich, kurz zusammengefaßt, in diesem Roman. 

Es geht aber auch ganz kurz:

Perpetuum austrile