Kinder der Provinz

„Es kann ja nicht sein, dass unsere Kinder nach Wean fahren und als Grüne zurückkommen. Wer in unserem Hause schlaft und isst, hat auch die Volkspartei zu wählen“, hatte Wöginger bei einer Veranstaltung gesagt. In der ORF-Sendung „Hohes Haus“ am Sonntag meinte er, sein Ansatz sei es gewesen, „dass man mit den eigenen Kindern immer in Kontakt bleibt“, damit auch in Zukunft die Jungen die ÖVP wählen. „Bei uns im Innviertel versteht man das, in Wien wird es manchmal anders aufgefasst.“

Oe24, 12. Jänner 2020, vierundzwanzig Stunden in Österreich Christschwarzes an sieben Tagen, daran mußte sofort gedacht werden, an diesen von Oe zum „Kultsager“ erhobenen,

als am 12. Februar 2024 das gelesen wurde, das nicht in einer Veranstaltung gesagt, das nicht im öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs bekräftigt, das nicht von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments gesagt, das nicht vom sozialsprechenden christschwarztürkisen Klubobmann gesagt wurde, sondern von einem bis zu diesem seinem Sager gänzlich unbekannten Zwitscherer und nun zum Xler aufgestiegenen Julian Reichelt auf der Konzernplattform Twitter X geposteten:

Das stabile Wahlergebnis der Grünen in Berlin ist ein Migrationsproblem: Deutsche Wohlstandskinder aus der Provinz ziehen nach Berlin, um an antisemitischen Unis ihren Gender Studies Lehrgängen nachzugehen und Critical-Race- sowie Achtsamkeitstrainings zu belegen und toben ihre grünen Ansichten an den Wahlurnen der Stadt aus.

„Agitation dieses Mediums äußerst besorgniserregend“

Vor bald zwanzig Jahren sprach Harald Stefan in der Hofburg zu Wien in Österreich in einem Kommers wie in einer spiritistischen Sitzung, in der die Gesinnung selbst durch ihn als Medium —

Wesentliches Element, ist die Umdeutung der Geschichte. Der Stolz auf die Leistungen der Vorfahren, etwa die positive kollektive Erinnerung an die Leistungen der deutschen Wehrmacht […]
Die Ewiggestrigen haben sich längst enttarnt, mit ihrem Dauerfeuer der Bedenkveranstaltungen, Mahnmale und Bußritualen. Es wird dreist verharmlost – etwa bei den Opferzahlen in Dresden, es werden Rechtfertigungsversuche […]
Wenn ich mir die aufgeregten Reaktionen auf Aussagen in der Öffentlichkeit betrachte, die nicht der offiziösen Geschichtsbetrachtung entsprechen, könnte man fast zu dem Eindruck kommen, dadurch wird der ganze Staat in Frage gestellt. Und das erstaunliche ist: Das ist tatsächlich so. Welch ein Armutszeugnis für das Staatswesen.
Diese Banden stellen jeden als Tabumissachter auffällig werdenden zur Rede, brüllen ihn nieder, schlagen ihn nieder und rufen nach der Polizei, wenn er sich wehrt.
Und weshalb sonst müssten sie ihre Geschichtsdarstellung ständig wiederholen und jammernd staatliche Sanktionen für Ungläubige einfordern?
In diese Realität wurden wir Deutsche […]

Bald zwanzig Jahre später fragt Robert Misik auf der Konzernplattform X am 10. Februar ’24: „Was braucht es eigentlich noch?“

An einem einzigen Tag: (Ex?)-Identitäre, die Hetzjagd gegen Föderl-Schmid mitbetrieb, wird von FPÖ Parlamentsklub bezahlt. FPÖ-Vize-Chef macht als Notar die Verträge für Identitäre Immo-Deals. Was braucht es eigentlich noch?

Was braucht es nicht mehr? Das ist die eigentliche Frage. Dieses Überraschtsein, diese immer schon im Enstehen verpuffenden Aufregungen. Nun sind es die Aufregungen um die sogenannten Identitären, um die Drittidentitären, für die ohne Not Gratiswerbung geschalten …

Was sind die Drittidentitären anderes die vorübergehenden Erscheinungen des Geistes Gesinnung; vor bald zwanzig Jahren, als Harald Stefan beispielsweise das oben Zitierte in der Hofburg sprach, waren die Drittidentitären nichts, war beispielsweise der nun auf Cover Gehobene ein Bübelein von sechzehn Jahren, das es immer noch ist, immer noch nicht mehr ist, und was es im Kopf hat, ist das Gesinnungsgemäße der parlamentarischen Partei in Österreich, prominent vertreten auch durch einen Harald Stefan.

Wer sonst als eine identitäre Partei sollte eine „(Ex?)-Identitäre“ bezahlen? Niemand sonst kommt dafür in Frage, als ebendiese parlamentarische Partei als identitäre und patriotische Partei.

Was braucht es mehr? Das ist die eigentliche Frage. Mehr Erinnerung.

Erinnerung an das nun bald acht Jahrzehnte währende Österreich.

Zu erinnern beispielsweise an den zurzeitigen Nationalratspräsidenten III, an den Gesinnungsgeist des Parteiprogrammes dieser parlamentarischen patriotischen Identitären,

dessen gar so freundliches Lächeln ihm nachsichtig freundliches Entgegenkommen …,

und der dafür freundlich zu benennen weiß, wer die „Bestien“ …

Zu erinnern beispielsweise an den Dezember 2023, als die identitäre Parlamentspartei gegen eine Verschärfung des Verbotsgesetzes stimmte, und gegen eine Verschärfung auch Harald Stefan gesinnungsreich … Zu dieser Verschärfung des Verbotsgesetzes ist doch anzumerken, daß auch dieses novellierte Verbotsgesetz in der gültigen Fassung vom 31. Dezember 2023 gänzlich ohne Erwähnung des Faschismus auskommt, und wie schon geschrieben,

ein Verbotsgesetz ohne Faschismus ist ein Nullverbotsgesetz.

Ein Verbotsgesetz, das die Wiedererrichtung einer nationalsozialistischen Diktatur verhindern soll,

ein Verbotsgesetz aber, das nicht daran hindert, eine faschistische Diktatur in Österreich wieder zu errichten, wie jene, die es in Österreich schon einmal gab, an deren Grab sich auch heute noch honorige Männer und Frauen in politischen Ämtern sitzend Jahr für Jahr einfinden, ihrer in Stolz und Ehre zu gedenken.

Was statt der Bübelein und der Mädelein auf die Cover gehörte, fällt auch unweigerlich zu diesem Halbverbotsgesetz ein, ist die Verfassung der Republik Österreich, die für eine demokratische Republik toxisch

Und wenn Harald Stefan im Dezember 2023 gegen die Verschärfung des Verbotsgesetzes gesinnungsreich hintritt, so ging er, einfach wie kurz gesagt, in den Spuren seines Nationalratspräsidenten, der schon einmal eine „Volksabstimmung gegen das Verbotsgesetz“ forderte, dem die Wehrmachtsausstellung „linksextremes Teufelswerk“ … Und der,

nur ein paar Prozentpunkte mehr, beinahe österreichischer Bundespräsident geworden wäre — mit dieser Verfassung.

Noch einer wollte Bundespräsident werden, stellte sich im Herbst 2022 der Wahl,

einer, der als „honoriger Liberaler“ verkauft wurde, dem die Bübelein und Mädelein „erfrischend und charmant“ … Daß sie für ihn „erfrischend und charmant“ sind, kann verstanden werden, sie haben ihm mit ihren Fahnen wohl erfrischende Winde zugefächelt

Ein „honoriger Liberaler“, der weiß, wann es gilt, das Amt zu verlassen, als Spaziergänger vorzutreten, sich einzureihen, wenn sein kleiner Gebirgsfestungsjägerkommandant zu Kundgebungen ruft und nicht weiß, mit wem er spricht.

Aus dem nun wieder auf ein Cover gehobene Bübelein kann nur das werden, was es ist, nichts. Außer, es spielen wieder einmal alle mit, außer, es laufen wieder einmal alle für ihn, außer, es schreiben ihn wieder einmal alle hoch, wie auch schon geschehen, daß es, das Bübelein, ein „Politiker“ sei …

Und was wird es dann in Österreich weiter geben? Das, was es jetzt mit den Bübelein und Mädelein gibt, beispielsweise mit den stellvertretenden Gebirgsfestungsjägerkommandanten

Angerer

Haimbuchner

Kunasek

Landbauer

Stefan

Svazek

Sozialdemokratie, noch eine Anstrengung, wenn Sie ein wirkliches Comeback, Sie tatsächliche Wahlgewinnerin sein wollen

Der Vorsitzende der österreichischen Sozialdemokratie kann menschgemäß den fulminanten Wahlsieg der FSG in Salzburg zurecht feiern, plus 4,1 %, und verkünden: „So schaut das #Comeback der Sozialdemokratie aus!“

Aber es liegt nun nicht nur das Ergebnis der AK-Wahl in Salzburg vor, sondern es liegen auch die Ergebnisse der AK-Wahlen in Tirol und in Vorarlberg auf dem Tisch. In Tirol ein Minus von 0,9 % für die FSG, in Vorarlberg ein Minus von 2,05 % für die FSG. Bei einer Wahl in allen Bundesländern, sind jedoch alle Ergebnisse zu addieren. Und nach drei AK-Wahlergebnissen ist das Ergebnis für die Sozialdemokratie ein Plus von 1,06 %.

Nach drei AK-Wahlgängen fahren die Freiidentitären ein Plus von 8,29 % ein. In Tirol ein Plus von 3,8 %, in Vorarlberg ein Plus von 6,57 % und in Salzburg ein Minus von 2,08 %.

Es sind noch sechs AK-Wahlgänge ausständig. Wenn die Ergebnisse dieser sechs AK-Wahlen in ihren Verlusten und Zugewinnen in etwa diesen drei AK-Wahlen nach den derzeit vorläufigen Auszählungsständen gleichen, dann wäre das Comeback das je bescheidenste …

Sozialdemokratie, noch eine Anstrengung, wenn sie ein wirkliches Comeback will, eine tatsächliche Wahlgewinnerin sein will.

Und die Christschwarztürkisen? Die Christschwarztürkisen feiern „starke Ergebnisse“, und müssen dafür recht, recht selektiv vorgehen, um „starke Ergebnisse“ feiern zu können. Denn.

Nach drei AK-Wahlgängen fahren die Christschwarztürkisen mit einem insgesamten Minus von 10,42 % ein.

Vom Blockieren

Das ist also eine weitere Antwort von Armin X Wolf.

Das Blockieren.

Eines muß ihm gelassen werden, er kann reagieren, und das prompt, noch desselben Tages.

Und warum blockiert Armin X Wolf „fpö nein, weil“?

Es hat ihm „Nachruf zu Lebzeiten“ offensichtlich nicht gefallen, trotz der ihm darin zuerkannten ersten Hauptfigur, von der es im Alter von neunzehn Jahren schon ein Bild mit einem Minister gibt, das sie sich wohl einzig wegen der fünf Jahre jüngeren Alexandra Föderl-Schmid aufbewahrte, ein Leben lang aufbewahren wird …

Dabei wurde nur aufgeschrieben, wie sie sich zur zu diesem Zeitpunkt lediglich vermißten Alexandra Föderl-Schmid äußerte, wie andere aufgrund ihrer Äußerung annehmen mußten, sie, Alexandra Föderl-Schmid, wäre nicht mehr am Leben, wie sie darauf verzichtete, aufzuklären, wie sie denn ihre Äußerung tatsächlich gemeint habe, und weitere Äußerungen von ihr und anderen, die mit Rede und Gegenrede so etwas wie ein Dramolett ergeben; in diesem Fall passender als Unterart eines Dramoletts: ein Oxelett.

Mit dem Blockieren als Antwort befindet sie sich in besthöchster Gesellschaft, auch dem zurzeitigen Kanzler in Österreich ist das Blockieren ultimativer Ausdruck größter Souverinität, größter liberaler Geisteshaltung …

In ihrer Autobiographie, falls diese nicht schon erschienen ist, mit all den schönen Bildern, die sie zeigen mit Alexandra Föderl-Schmid, wird sie das Blockieren nicht als eine eigene Leistung herausstreichen können, denn so viele, die ihr darin vorangingen, auch aus der recht angesehensten Gemeinschaft

Nachruf zu Lebzeiten

Ich habe Alexandra Föderl-Schmid 1985 kennengelernt (damals ist dieses Foto mit uns und v.a. beim damaligen Bildungsminister Moritz entstanden) – und bin seit Stunden nur mehr traurig und fassungslos. Ich habe in meinem Leben wenige derart integre Menschen getroffen.

Armin X Wolf am 8. Februar 2024.

Ich sitze daheim und bin unendlich traurig , fassungslos und will es noch immer nicht wahrhaben, dass es sie nicht mehr gibt. Gestern Mittag haben wir zuletzt gemailt, danach hat sie mir nicht mehr geantwortet.

Eine direkte Antwort auf Armin X Wolf am 8. Februar 2024. Armin X Wolf hat für die Vorsitzende BildungGrenzenlos und Buchautorin keine Antwort, die ihr ihre unendliche Traurigkeit und Fassungslosigkeit nehmen könnte …

Es tut wirklich weh, auch wenn ich sie leider nie kennenlernen durfte. Was muss das alles in ihr ausgelöst haben, dass sie sich dafür umbringt? Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung. Aber wegen Plagiaten? Ich versteh’s einfach nicht und will es nicht wahrhaben…

Eine direkte Antwort auf Armin X Wolf am 8. Februar 2024. Armin X Wolf hat für den Referatsleiter Public Relation im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen keine Antwort, die es ihm wahrhaben läßt, daß Alexandra Föderl-Schmid nicht tot ist.

Was für eine großartige Nachricht…

Armin X Wolf am 9. Februar 2024.

Ein Mann, der es wohl nicht glauben kann, daß Alexandra Föderl-Schmid tot ist, fragt Armin X Wolf direkt: „Ist die Quelle seriös?“ Und Armin X Wolf antwortet kurz: „Ja“.

Sehr schöne Nachricht! Nach Ihrem gestrigen Tweet bin ich allerdings davon ausgegangen,dass sie bereits eine Todes Bestätigung haben. Schließlich sind Sie ein geschätzter Journalist. Bitte machen Sie solche Tweets ohne Bestätigung nicht mehr.Das ist sehr verwirrend. Danke

Schreibt Halu Lüpü Armin X Wolf ebenfalls direkt. Und Armin X Wolf fragt kurz: „Und wo hätten Sie das bei mir gelesen?“

Climate Realism fragt Armin X Wolf: „Werden Sie sich entschuldigen?“ Und Armin X Wolf fragt kurz: „Wofür genau?“

Und Armin X Wolf antwortet:

Wie moralisch und charakterlich verwahrlost muss man eigentlich sein, um sowas zusammenzuschmieren? Get lost.

Aus Österreich, frank und frei für Akif Pirinçci

Damit es nicht einmal heißt, viel zu viele Figuren, sie kommen und gehen, ohne zu erfahren, was aus ihnen … Nun, um dem zu begegnen, wurde begonnen, Figuren zu verabschieden; nicht von jeder Figur, die in einem Kapitel auftauchte, kann erzählt werden, was aus ihr, wie es mit ihr weiter …

Von Akif Pirinçci, mit dem nun eine weitere Figur aus dem Roman verabschiedet wird, kann es aber erzählt werden.

Vom gesinnungsgemäßen Umschwärmen in Österreich, so einfach wie kurz ist das zu erzählen, zur Haftstrafe in Deutschland

Es wird ihn wohl trösten und aufrechthalten, zu hören, bei seinem Gang, wenn er denn diesen in eine Zelle … daß für ihn in Österreich nach wie vor das Wort ihn begleitend erhoben wird, beispielsweise von Werner Reichel am 7. Februar ’24

„Die größte Gefahr für uns […]“

Das Verabschieden von Figuren, die allenthalben in Kapiteln auftraten, aber nicht mehr auftreten werden, gleich, was immer noch mit ihnen geschehen mag, gleich, was immer noch sie aufführen mögen, das Verabschieden von diesen Figuren wird mit diesem Kapitel fortgesetzt, so ist noch Werner Reichel und mit ihm gleich Andreas Unterberger zu verabschieden, die wegen eines Nachrufes auf Michael Ley einen letzten Auftritt —

Den Nachruf verfaßte Werner Reichel, und dieser muß Andreas Unterberger so zu Herzen, so recht recht zu Herzen gegangen sein, daß er ihn sogleich übernahm, am 31. Oktober ’23,

zwei Tage nach Erscheinen auf „Frank & Frei“, auf der Website des reichelschen Verlags,

deren Autor u. a. m. auch Andreas Unterberger ist.

Was Werner Reichel Ley in das Grab nachrief, hätte wohl auch Martin Sellner ihm nicht anders in das Grab nachgerufen, wenn Martin Sellner einen Nachruf auf Ley geschrieben hätte, und vielleicht hat Martin Sellner auch einen Nachruf auf Ley geschrieben, da es aber nicht interessiert, was Martin Sellner schreibt, ist es keine Recherche wert, ob Martin Sellner auf Ley …

Es wird Martin Sellner der Selbstmord von Ley — Ley, der mit seinem Selbstmord den „Selbstmord des Abendlandes“ vollendete — wohl erschüttert haben, in Erinnerung an gemeinsamen Denkaustausch etwa auf einer weißen Couch, in Kapitel aufgesplittert, von dem eines genannt: „Die größte Gefahr für uns und für Newton“

Es muß nichts aus dem Nachruf von Werner Reichel zitiert werden, ist es doch im Grunde nichts anderes als das, was die übrigen Nachrufenden …

Zu zitieren aber ist, zeigt es doch das gesinnungsgemäße Besessensein von Morden, was „Postdirektor“ auf der unterbergerischen Website unter dem reichelschen Nachruf hinterließ, am 31. Oktober ’23, ist zu lesen am 7. Februar ’24:

Es fällt mir schwer, bei Dr. Michael Ley an Selbstmord zu glauben. Zu viele kritische Menschen, die versucht haben, auf Tatsachen begründete Wahrheit zu verbreiten, sind in letzter Zeit „dem Selbstmord zum Opfer gefallen“…

Und „Tiberius“ am 1. November ’23, ist zu lesen am 7. Februar ’24:

Georg Soros lässt schön grüßen!

Damit ist Andreas Unterberger aus diesem Roman verabschiedet, Lesende werden ihn wohl schon vergessen haben, daß er in gar nicht wenigen Kapiteln vorgekommen ist, Sie werden sich nicht fragen, wie es mit dieser Figur weitergegangen ist; nun wissen Sie es, er ist verabschiedet … Und mit ihm auch Werner Reichel, aber noch nicht ganz, ein Kapitel fehlt noch, das zu seinem Verlag, ein Kapitel aber, das nicht von ihm, sondern mehr von den „Autoren“ dieses Verlags

Tote Sprüche

Es werden die Sprüche, die einst auch auf Plakaten prangten, wohl schon vergessen sein, und diese sind nun, bei all den Aufregungen, bei all den für gewisse Parteien günstig scheinenden Umfragen, zu erinnern.

Ein Spruch war: „Sie sind gegen ihn, weil er für Euch ist. Einfach ehrlich. Einfach […]“ Wie ehrlich einer war, der das einst plakatieren ließ, ist inzwischen hypogut bekannt.

Wie ehrlich einer ist, der das nach einem Toten nachplakatieren läßt, also einen toten Spruch plakatieren läßt, und ein Spruch von einem Toten ist nichts anderes als ein toter Spruch, wie ehrlich einer, der einen toten Spruch …

Wie ehrlich einer ist, der das mehr als zehn Jahre später einem Toten nachplakatieren läßt, also einen toten Spruch plakatieren läßt, den er vielleicht sogar selbst für den Toten abdichtete, wie ehrlich einer, dem nichts mehr einfällt, als einen toten Spruch eines Toten zu wiederholen oder einen eigenen verwesten Spruch

Tote Sprüche eignen sich für nichts, vielleicht zum Kalauern, also für nichts. Ein solcher Kalauer nach dem oben zitierten Spruch wäre:

„Sie sind für sie, weil sie gegen Euch sind.“

Und dann gibt es noch diesen Spruch, auch vom Toten her bekannt, also da gibt es noch diesen toten Spruch: „Einer, der unsere Sprache spricht.“ Der Frage, „wer spricht unsere Sprache“ war schon einmal ein Kapitel gewidmet, das vor etlichen Jahren geschrieben.

Und auch ein toter Spruch, der für nichts nutze; zum Kalauern, vielleicht:

„Sprache, die unsereine spricht.“

Dergleichen Sprüche gibt es viele, recht besonders in Österreich, mutig dabei im Abschreiben …

Es gibt einen Spruch, der nicht auf die oben zitierten Sprüche zurückgeht, der kein Kalauer, der ein Kalauer, und doch nicht zu ersparen ist, diesen zu wiederholen, das Kapitel, geschrieben vor etlichen Jahren:

„Wenn die Vernunft schläft, werden Ungeheuer geboren. Und Österreich gebiert weiter Ungeheuer.“

Mit den vielen Köpfen, die wachsen und wachsen und wachsen nach

NS Es will dafür kein weiteres Kapitel geschrieben werden, es wird auch nicht gewußt, was für ein Kapitel das sein könnte, in dem das vorkommen könnte, deshalb soll hier als ein NS eingefügt sein, und in gewisser Weise passend. Wie ein Ehrlich-einer seinen Sprüchestrauß seiner Führerin hinhält und wie seine Führerin ihr ganzes Gesicht, ihre Nase recht tief in den Sprüchestrauß …

NNS Es soll das …täraltbürschlein nicht meinen, es werde zu einer Bedeutung erhoben, da es mit seinem Namen bei den toten Sprüchen unter

den Namen Haider, Höcke, Kurz Kickl, …, Trump, Weidel

Es zeigt lediglich die Gleichschrittlichkeit, die Gleichgelagertheit dieser Figuren, was immer für Positionen sie einnahmen und einehmen —

wobei das Täraltbürschlein je gar keine Position einnimmt,

bloß mal auf Extremreisen mit einem Plan, der nicht von ihm, auch der nicht von ihm ist

Positionen, in die diese Figuren kamen und kommen aufgrund der Genügsamkeit der Wählenden und der Genügsamkeit derer,

die hinter verschlossenen Türen derartige Figuren, die nicht mehr als dieses Tärbürschlein, in Positionen zu hieven …

Vernunft, Ihre Wahl. FPÖ, keine Wahl.

Als dieses kurze Kapitel

Der Vernunft Ihre Stimme.
Der FPÖ keine Wahl.

Gerade in Zeiten wie diesen
Braucht die Vernunft Ihre
Stimme: wieder und mehr
Denn je,
Viel notwendiger als
Je eine FPÖ Sie braucht.

Wann
Immer Sie wählen, denken Sie:
Jede Stimme mit Vernunft ist
Keine Stimme für eine FPÖ.

geschrieben wurde, war das Jahr 2015, und es war im eigentlichen Sinn kein Kapitel, sondern eine Collage mit ebendiesem oben in etwa zitierten Text, mit einem verblaßenden Anführer der FPÖ, der recht wenige Jahre später schon tatsächlich vollkommen verblaßte.

Im Vordergrund der Collage ist der zurzeitige Anführer der FPÖ zu sehen, deutlich, klar, und der mit seiner identitären Partei nun der eigenen Prophezeiung aufsitzt, er werde noch schärfer, klarer, heller glänzen …

Aber wie der damalige zurzeitige Anführer, einfach wie kurz gesagt, raschest total verblaßte, erlosch, wird auch der zurzeitige Anführer raschest verblaßen, verlöschen —

wenngleich viele jetzt meinen, seine große Zeit komme nun erst, und das mag durchaus so sein,

wenn wieder nicht überlegt gewählt wird,

wenn wieder hinter verschlossenen Türen Wahlergebnisse zu Geschenken an die Gesinnungsschaft verpackt werden …

aber diese seine große Zeit wird eine kurze, eine recht kurze Zeit sein, wie die große Zeit der Anführenden dieser Parlaments- und auch ab und an für kurz Regierungspartei stets kurz

Es ist das Zugerichtetsein, es ist die Zurüstung, das Wesen, es ist das Verweste dieser Partei und der sie Anführenden, daß sie für einen Augenblick erglänzt und dann von neuem die Nacht,

in die sie alle immer wieder stürzen will, in ihre Nacht,

aber in ihre Nacht fällt nur sie mit ihren Anführenden ein jedes Mal zurück, wenn der Augenblick wieder vorbei ist, in dem es diese sonderliche Großzügigkeit, in dem es diese seltsame Nachsichtigkeit gibt, sie mit ihren Anführenden erglänzen zu lassen.

Und dieser Augenblick, wie viele Augenblicke gab es seit 19.., Augenblicke der Vergeudung, Augenblicke der Verschwendung,

und wie wäre es um Österreich heute bestellt, wenn es diese Augenblicke je nicht gegeben hätte

Wenn der Stimme der Vernunft zugehört wird, dann ist laut und deutlich und unmißverständlich nur eines zu hören,

es ist unvernünftig, wieder und wieder eine Partei zu wählen, von der, wenn sie nach kurzer Zeit wieder aus der Macht gewählt ist, immer nur eines zurückbleibt, einfach wie kurz gesagt:

das Aufräumen, das Aufarbeiten, das Beheben des Angerichteten …

Und wenn der Stimme der Vernunft zugehört wurde, dann bleibt nur eines, auf die Stimme der Vernunft zu hören, mit Vernunft zu wählen, und wer mit Vernunft wählt, wählt überlegt, verstimmt die eigene Wahlstimme nicht Tageslaune, verhindert damit, durch Verstimmung eine Partei anzukreuzen, deren einzige, wie es so schön modern heißt, Nachhaltigkeit die Katastrophe ist, keine abstrakte Katastrophe irgendwo auf der Welt, sondern Wählende und alle in diesem Land persönlich treffende

Es sind, in diesem Jahr der vielen Wahlen, bereits wieder fünf Jahre vergangen,

daß zwanzig Jahre Regierungsunfähigkeit und Regierungsunwürdigkeit der identitären Gesinnungsschaft zu begehen waren.

Es sollte diesem Jubiläum kein weiteres mehr folgen, und gerade das Jahr 2024 mit seinen vielen Wahlen ist dafür ein gutes Jahr, endlich Schluß zu machen, dieser Gesinnungsschaft zu ermöglichen, auf Gemeindeebene, auf Landesebene, auf Bundesebene, auf europäischer Ebene, auf parlamentarischer Ebene ihre Unfähigkeit und ihre Unwürdigkeit ein weiteres Mal hinzuzufügen.

Wird’s der kleine Gebirgsjäger schaffen: je noch nach Deutschland, je nach Großbritannien, je noch …

Diese Frage stellt sich unweigerlich, an diesem Sonntag, dem 28. Jänner 2024, an dem wird berichtet,

[d]ie Bundespolizei hat den österreichischen Rechtsextremisten laut einem Bericht zur Fahndung ausgeschrieben. Zudem prüfe die Stadt Potsdam eine formale Einreisesperre.

Das ist nichts Neues. Martin Sellner durfte schon einmal nicht nach Großbritannien, und Lutz Bachmann, der deshalb in London eine Rede von Martin Sellner verlesen wollte, durfte ebenfalls nicht nach Großbritannien, er wurde nach Deutschland zurückgebracht, das war 2018.

Neu hingegen ist, also in Österreich, jedenfalls in Österreich ist es neu, es wird in Österreich jedenfalls so getan, als ob es etwas Neues wäre,

allenthalben wird nun davon gesprochen, geschrieben, wird es in Sendungen vorgetragen, die FPÖ hätte sich unter dem kleinen Gebirgsjäger, ja was, einfach wie kurz gesagt, radikalisiert, die FPÖ würde sich nicht abgrenzen, ja von wem, einfach wie kurz gesagt, vom Rechtsextremistischen. Es wird wieder einmal so getan, als wäre es, einfach wie kurz gesagt, bisher ganz anders gewesen, und jetzt erst mit dem kleinen Gebirgsjäger

Von daher ist Österreich bereits unerschütterliche Festung, im Abwehren seiner Wirklichkeit, recht besonders voll ausgebaut seit dem letzten Untergang von jenen, denen

ein Körner bis heute als Dichter so wichtig wie Hölderlin, wahrlich, aus

Versen schöpfen sie Freudenkraft, daß gesagt werden kann, noch eine Festung Österreich bauen zu wollen,

so überflüssig wie ein Kropf.

Es ist aber nichts Neues, es hat sich nichts verändert seit der Zeit, als die FPÖ unter einem Haider, einem Strache,

einem Hofer …

Nur der Zulauf, nach den Meinungsumfragen jedenfalls, ist wieder größer geworden, und die erstmalige Bereitschaft, einen kleinen Gebirgsjäger zum Kanzler zu wählen, jedenfalls nach den Meinungsumfragen, ist angestiegen, das einem Haider, einem Strache, einem Hofer nicht gelungen war, in der theoretischen Kanzlerinnenfrage an erster Stelle zu liegen.

Und daß es in Österreich nie anders war, dafür stehen Lutz Bachmann, Martin Sellner beispielgebend, die immer schon zum Umfeld der FPÖ gehörten, und zu welchem Umfeld sonst könnten sie je gehören,

als zum Umfeld einer identitären Partei, die nicht nur eine parlamentarische Partei ist, sondern auch wieder einmal, einfach wie kurz gesagt,

in Österreich eine Regierungspartei war, die sich nicht nur als „identitäre“ Partei versteht,

sondern auch als die „wahre Pegida“ …

Als parlamentarische Partei die wahre Pegida identitär und patriotisch, und was

auf diesem Gesinnungsfeld patriotisch zu sein heißt, hat ihr Kamerad aus Rußland, beweißt ihr Kamerad aus Rußland nicht erst seit Kurzem auf die grauenvollste Art, auf die grausamste Weise …

Ob es schon neue T-Shirts gibt? Von der sellnerischen Phalanx. Verblaßt ist ja nicht erst seit Kurzem Vizekanzler Str…, der mit Höcke, Le Pen, Orbán auf T-Shirts aufgebügelt war, von der lenartsch-sellnerischen Schneiderei …

Ob es nun neue Shirts gibt, auf dem statt Kurzens Vizekanzler der kleine Gebirgsjäger? Es will nicht nachgeprüft werden, ob inzwischen Kurzens Vizekanzler getauscht gegen wurde gegen den kleinen Gebirgsjäger

es könnte sich auf diesem Gesinnungsacker möglicherweise auch schon herumgesprochen haben, gar zur Erkenntnis gereift sein, daß nichts so schnell verblaßt wie die Führerschaft der identitären parlamentarischen Partei,

und dann blieben die Shirts im Lager vor sich hinmodernd liegen, wie die mit Kurzens Vizekanzler, und wie lange würden sich Shirts mit Le Pen, Höcke, Orbán und dem kleinen Gebirgsjäger …