„Neger keinesfalls nach Europa einschleppen“ und die Frage, ob FPÖ-Unzensuriert Zahlen nur bis 100 lesen kann

Beim Nachschauen, ob die gesinnungsgemäß zensierte Unzensuriert der identitären Gemein-Schaft wenigstens in der Adventzeit mit so vielen mandatarlichen Segenswünschen an die aus der Leseschaft rekrutierten Schreibstaffel blutrünstige und menschenverachtende Kommentare löschen würde, fiel die Zählweise der Zustimmungen und Ablehnungen von Kommentaren auf …

Vorneweg einmal: die blutrünstigen und menschenverachtenden Kommentare werden auch zur Weihnachtszeit nicht gelöscht. In dieser Hinsicht kann ihr und ihrer Schreibstaffel keine Heuchelei unterstellt werden, sie bleiben ehrlich und dem treu, was sie das ganze Jahr über schreiben, auch das ganze Jahr 2014 über schrieben.

FPÖ-Unzensuriert - Wertungszahlen im Vergleich 8-12 bis 10-12.2014

Zustimmung und Abstimmung im Vergleich 8. Dezember und 10. Dezember 2014

… wenn Sie die zwei Collagen mit den Zustimmungszahlen und Ablehnungszahlen vom 8. und 10. Dezember 2014 vergleichen, sehen Sie, daß diese sich unterscheiden, das heißt, es gibt keine kontinuierlich fortlaufende Zählung. Die Collage vom 8. Dezember 2014 finden Sie unter

FPÖ-Unzensuriert – Männer onanierten vor einer Frau.

Um eine Zahl beispielhaft dafür herzunehmen, wird die Zustimmung und die Ablehnung zum Kommentar von der „Tea Party“ herangezogen. Wird die heute am 10. Dezember zu lesende Zahl von „39“ an Zustimmung zu der gestern zu lesen gewesenen Zahl von „82“ hinzugezählt, ergäbe das heute eine Zustimmungssumme von „121“.

Einhundertundeinundzwanzig Leser und Leserinnen hätte nach diesem Beispiel zumindest ihre Zustimmung schon bekundet für:

Massenvergewaltigung von Frauen als recht einleuchtende Lösung auf FPÖ-Unzensuriert …

Aber, wie heute zu lesen ist, sind es wieder und auf einmal weniger, nämlich „39“. Eine kontinuierliche Zählung findet also nicht statt. Wie auf Unzensuriert tatsächlich gezählt wird, darüber können Vermutungen angestellt werden.

Vermutung eins. Bei Berücksichtigung der Kompetenzen der identitären Gemein-Schaft und auch ihrer Leseschaft und Schreibstaffel insgesamt wäre es nicht verwunderlich, müßte mit Erreichen der Zahl 99 das Zählen von vorne beginnen, weil einfach die Fähigkeit und das Können fehlt, Zahlen ab 100 noch lesen und verstehen zu können.

Vermutung zwei. Es wird schlicht täglich von vorne begonnen zu zählen. Das verhindert feststellen zu können, wie viele tatsächlich solchen blutrünstigen und menschenverachtenden Kommentaren zustimmen, wie wenige oder wie viel wenige auf dieser Website der identitären Gemein-Schaft solche ablehnen.

Sinn und Zweck einer solchen Zählsystem kann nur Unzensuriert selbst erklären.

Soher kann nicht einmal annähernd  nachvollzogen werden, wie viel Zustimmung und wie wenig Ablehnung etwa auch Schreibstaffel-Peter_ für seinen Beitrag „Schafft endlich Frieden zwischen den Rassen!“ erfährt. Wer das gar nicht wissen will, wird das als Gnade empfinden, nicht auf einen Blick sehen zu müssen, wie viele in diesem Land derartigen Anschauungen zugetan sind. Ein Beitrag übrigens, der zutreffend die Gegebenheiten  dieser Website beschreibt, allerdings nur, wenn das Wort „Rasse“ durchgestrichen wird:

„Schuld an den scheußlichen Zuständen ist unter anderem die Irrlehre von der Gleichheit der Menschenrassen. Es gibt nun einmal Rassen, bei denen das Gehirn und das ethische Empfinden im Durchschnitt weit weniger entwickelt ist als bei anderen Rassen. Wer das abstreitet, lebt in einer Fantasie- und Märchenwelt. Aus dieser wird er spätestens dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn er etwa eine Situation erlebt, wie sie …“

Unzensuriert immer wieder herzustellen vermag …

Christian Höbart - Donauwörth - Erdkunde

Nach der Gesinnungspolitik könnte NR Christian Höbart Erdkunde nach Schollenart unterrichten – einer lernt bereits das höbartsche Vokabular.

PS Es wird nicht gewußt, wie alt Peter_ ist, aber durch sein Hervortun hat er Qualifikationen, mit denen er für eine Karriere in der identitären Gemein-Schaft prädistiniert wäre – er könnte ein xter Mölzer werden, zumindest ein zweiter Höbart, dem er seinen sprachmächtigen Formulierungen recht ebenbürtig ist, wird etwa an „Menschenfresser“ erinnert … Und sollt‘ aus einem freiheitlichen Mandat doch nichts mehr werden, einen Jubel in der „Zur Zeit“ verdiente er sich bereits jetzt; für solche Heimater etwa von einem Schlage Rolf Kosiek hat die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft bereits eine entsprechende Schimmelüberschrift geschaffen: „Würdigung eines großen Patrioten“.

FPÖ wünscht der Unzensuriert-Schreibstaffel gesegnete Weihnachten und Kraft für 2015

Ach, wie zeigt gerade zur Weihnachtszeit Unzensuriert wieder sich „der Wahrheit verpflichtet“ – aber auch der Unabhängigkeit von einer Partei … Gibt es denn je noch einen größeren Beweis für die Unabhängigkeit von Unzensuriert von der identitären Gemein-Schaft, als die Wünsche an die Leserinnen und Leser von Unzensuriert?

Adventkranz FPÖ-Wünsche an Unzensuriert-Schreibstaffel

Adventkranz der FPÖ-Wünsche – Kraft für 2015

Aus allen Tälern und Auen, von allen Bergen senden gewählte Mandatare und Mandatarinnen aus den Landtagen, aus den Parlamenten und gar dicht geschlossen der FPÖ-Landtagsklub aus dem Oberösterreichischen der Leseschaft von Unzensuriert ihre Weihnachts- und Neujahrswünsche, somit auch der aus der Leseschaft rekrutierten Schreibstaffel. Und gerade die Schreibstaffel wird mit recht verstandendem Dank die Wünsche Kraft für 2015 lesen und dabei zufrieden auf ein Jahr 2014 mit Zuversicht auf 2015 zurückblicken, in dem sie sich auch wieder besonders hervortun wird, wie schon all die Jahre zuvor. Das gebietet ihr der Stolz und die Ehre, die hohe Herrschaft nicht zu enttäuschen, wieder ein Jahr lang Kommentare als Dank für die gesegneten Wünsche zu senden.

In den Adventkranz der FPÖ-Wünsche wurden ein paar Kommentare der Schreibstaffel gelegt, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie von Frieden und Nächstenliebe die Schreibstaffel das ganze Jahr über beseelt ist, und nicht nur zur Weihnachtszeit, nicht nur zur Weihnachtszeit. Aber auch mit ein paar Kommentaren der Unzensuriert selber wurde der Adventkranz der FPÖ-Wünsche geschmückt, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie von Frieden und Nächstenliebe die Unzensuriert das ganze Jahr über beseelt ist, und nicht nur zur Weihnachtszeit, nicht nur zur Weihnachtszeit.

Die Adventzeit ist eine besinnliche Zeit und läutet das Ende eines Jahres ein. Rechter Augenblick, auch zu erinnern, wer im kommenden Jahr nicht mehr mit rechter Tat der Schreibstaffel und der Kommentarstaffel zur Seite stehen wird. Darum die Aufnahme in den Adventkranz der FPÖ-Wünsche die Erinnerung an Hans Becker Sothen. Es mag außerhalb dieser Gemein-Schaft seltsam angemutet werden, daß der in diesem Jahr Verstorbene öffentlich bis zu seinem Tod nicht als Chefredakteur von Unzensuriert bekannt gewesen ist, aber innerhalb dieses gläubigen Bundes sind Geheimnisse nicht sonderlich, sondern einendes Mysterium der Gemeinschaft.

Aber die Treue zu dem Hause, in dem Hans Becker Sothen ebenfalls wirkte, bleibt über seinen Tod hinaus ungebrochen, auch auf einer recht profanen Ebene – an der Unzensuriert ist der Ares-Verlag beteiligt. In diesen modernen Zeiten ist es kein Vergehen mehr, den Adventkranz auch mit einem geschäftlichen Beleg über diese Beteiligung zu schmücken. FPÖ und Unzensuriert und Ares, Gemeinschaft der Gesinnten, in Treue verbunden seit Anbeginn dieser Website. Bereits der Ahnherr dieser Homepage war Ares … Sein Name wird Ihnen wohl kaum noch auf Anhieb einfallen, aber seien Sie ohne Sorge, das ist nicht Ihr Versäumnis … Dr. Martin Graf war es,  daneben war er auch für eine gewisse Zeit III. Präsident NR. Mit ihm gemeinsam trug schon Barbara Rosenkranz die Fackel der Gesinnungstreue zu Ares, und sie trägt sie nun weiter, aufgefahren als Kolumnistin zu rechten …

FPÖ-NR Gerhard Deimek ist kein Standard-Versager mit Tochter, die auf 88 tippt

In der Tageszeitung „Der Standard“ hat NR Gerhard Deimek, einer aus der identitären Gemein-Schaft im österreichischen Parlament, die Gelegenheit bekommen, sich zu äußern, zu dieser Presseaussendung mit der Chiffre „88“.

NR Gerhard Deimek - Kein Standard-Versager mit 88 tippender Tochter

Die Kommentare des Gerhard Deimek.

Und das ist auch vollkommen richtig und in Ordnung. Nur wie das geschieht, das läßt wieder einmal tief blicken. Nicht nur in die identäre Gemein-Schaft, sondern auch in die Medien in diesem Land, im konkreten Fall in den „Standard“.

Prono ever, immer bäuchlings, vor der Autorität. Das Muster ist bekannt. Wenn etwas Unangenehmes geschieht, dann sind es die Angestellten, die etwas angestellt haben, dann sind es die Angestellten, die versagt haben. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen also, aber nicht die gewählten Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, und die Medien nehmen es, vor ihnen stets auf dem Bauch liegend, auf und stellen sie an den Pranger. Aber nicht nur die Medien in diesem Land, auch Politikerinnen von anderen Parteien agieren nach diesem Schema. Schließlich wähnen sie sich gemeinsam als die sogenannte Führungsschicht in diesem Land, die nicht …

Und wenn ein freiheitlicher Mandatar doch einmal für einen Angestellten in die Bresche springen will, wie in dem konkreten Fall, dann muß die Tochter des Angestellten herhalten, für die „88“ geradestehen, aber selbstverständlich kein gewählter Mandatar. So absurd diese Erklärung ist, so tief läßt diese Ausrede blicken. „Die kleine Tochter des Pressereferenten“ habe … Das sagt sehr viel über die Erziehung in dieser Gemein-Schaft aus, daß eine „kleine Tochter“ kein andere Ziffernfolge zu tippen vermag, als eben „88“. Es wird leider nicht mitgeteilt, ob die „kleine Tochter“ schon ein wenig lesen könne, oder wenigstens das Wort „Israel“ bereits zu erkennen vermag, und also ohne ihrer Gesinnung schon ganz bewußt zu sein, in eine Presseaussendung zu Israel automatisch „88“ und keine andere Ziffernfolge zu tippen imstande ist. Wie Erziehung in der identitären Gemein-Schaft fruchtet, darüber könnten etwa die Kinder von Gudenus und Mölzer wohl einiges erzählen.

Nachdem NR Gerhard Deimek ausführlich über versagende Angestellte schwadronieren darf, stellt sich Colette M. Schmidt mutig hin, richtet sie sich auf, fragt ihn nach den „Entgleisungen“, Colette M. Schmidt bietet mutig und unerschrocken den „Unterzeichnern“ die Stirn, die

„auch Kommentare hinterlassen. Unter diesen befinden sich heftige antisemitische Kommentare, wie stopptdierechten.at entdeckte. Da ist etwa vom ‚Weltjudentum‘ die Rede, das „1933 Deutschland den Krieg erklärte‘.“

Was für eine Beruhigung aber für Colette M. Schmidt und somit für Leser und Leserinnen der Qualitätszeitung „Der Standard“ muß die Antwort von NR Gerhard Deimek sein, mit ihm, auch mit ihm einen freiheitlichen Abgeordneten im österreichischen Parlament zu wissen, der vor solchen „heftige[n] Kommentaren nicht versagt, nicht auf dem Bauch liegt:

„Auf die Entgleisungen angesprochen, betont Deimek, die Kommentare nicht gesehen zu haben, ‚weil ich die Seite kaum noch warte‘. Er bedaure, dass ‚bei so einem wichtigen Thema auch immer dieselben Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen‘, und werde jedenfalls die Kommentare entfernen und ‚meinen Anwalt prüfen lassen, ob wir diese Leute anzeigen‘.“

Ja, über freiheitliche Mandatare und freiheitliche Mandatarinnen könnte nur das Rechtguteste geschrieben werden, aber ihre Arbeitnehmerinnen sind nicht so, aber die Kinder ihrer Arbeitnehmer sind nicht so, ja, die FPÖ wäre recht gut, aber ihre Kommentatorinnen sind nicht so, ja, NR Gerhard Deimek ist gut, aber seine Kommentatoren, die sind nicht so. Wie sehr diese Zusammenfassung stimmt, kann, darf empfohlen werden, anhand der Kommentare von NR Gerhard Deimek beispielhaft überprüft werden:

NR Gerhard Deimek: „Mobben sie andere.“

FollowerPS Die Hoffnung wird aber – noch – nicht aufgegeben, daß es doch aufmerksamere „Followers“ gibt, als Colette M. Schmidt eine ist. Auch aus dem Medienbereich, obgleich bei diesen die Hoffnung im Grunde schon aufgegeben wurde. Wobei doch allenthalben gerade auf der Plattform des Unternehmens Twitter festzustellen ist, daß besonders Menschen aus dem Medienbereich sehr anders als in ihren brotberuflichen Artikel schreiben. Vielleicht sollten gar nicht mehr ihre Artikel für ihre Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen gelesen werden, sondern ihre Kommentare beispielsweise auf Twitter, wo sie sich privat und frei, nicht gedrängt fühlen und sind, ihr Wissen und ihre Informationen zu verbergen …

Formel der FPÖ – Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus

FPÖ-ZZ 49-2014 Großer Patriotenkopf - Verteidiger von Mördern

„Wo Maitre Jean-Louis Tixier-Vignancour steht, ist immer rechts, ganz weit rechts, mögen auch die Vorzeichen wechseln. Der 54jährige Pariser Advokat, ehemaliger Abgeordneter der Nationalversammlung und einer der prominentesten Strafverteidiger Frankreichs, war nacheinander Monarchist, Faschist, Pétainist, Antisemit und Poujadist. Er diente dem Weltkrieg-II-Kapitulanten Péain in Vichy als Vize-Propagandachef und säuberte Frankreichs Film-Industrie von jüdischem Einfluß.“

Es liegt wieder eine Nummer der „Zur Zeit“ vor, die 49 vom 5. bis 11. Dezember 2014. Diesmal sind gleich drei NRs, also auch Abgeordnete im österreichischen Parlament, mit Beiträgen vertreten: der die ZZ führende Wendelin Mölzer, Wehrmachtsexperte Harald Stefan und Walter Rosenkranz. Es fehlt wieder nicht die ganzseitige Werbung des freiheitlichen Parlamentsklubs; was nach wie vor fehlt, ist die Antwort, ob die FPÖ mit Steuergeld dieses Medium finanziert.

FPÖ ZZ 49-2014 Große PatriotenköpfeDieses Medium, das auch in der Nummer 49 nach der Formel Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus seine Artikel schreibt. Eine Formel, nach der in der identitären Gemein-Schaft insgesamt gerechnet zu werden scheint. Es scheint auch die einzige Formel zu sein, die in dieser Gemein-Schaft ausgerechnet werden kann.

Diesmal schreibt Erich Körner Lakatos über Jean-Louis Tixier-Vignancour, der in diesem Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft vorgestellt wird als „einer der großen Köpfe im Frankreich des 20. Jahrhunderts. Und an seiner Seite war Jean-Marie Le Pen, wie heute gewählte Mandatare der Freiheitlichen, von He-Chr. Strache aufwärts, an der Seite seiner Tochter …

Freiheitlicher Code Patriotismus - Jean-Louis Tixier-VignancourEs muß auf den Inhalt dieser Feier eines „Patrioten“ nicht eingegangen werden. Es ist der Inhalt, wie er, um den in diesen Kreisen recht angesehenen Udo Ulfkotte zu paraphrasieren, eben in einer Bude der Desinformation gemanscht wird.

Großer Kopf für Freiheitliche - Jean-Louis Trixier VignancourFestzuhalten ist bloß, besonders, nein, ausschließlich für Wähler und Wählerinnen: Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus, das ist die freiheitliche Formel. Es kann auch gesagt werden, Patriotismus ist ein weiterer Code für Rechtsextremismus. Wie beispielsweise Südtirol ein Code ist, ein Code, der „Startsymbol“ genannt wird. „Startsymbol“ für was? Für einen „Eurofaschismus“.

PS Was für ein „großer Kopf“ dieser Mann war, kann auch in einem Protokoll einer Kabinettssitzung in Deutschland aus 1967 nachgelesen werden. Er war ein derart „großer Kopf“, daß für ihn nur eine Huldigung angemessen war: „Distanzierung“.

Opferstock und Rosenkranz: Die letzte Wahl der Menschen – Identitäre Gemein-Schaft

Es werden „Die letzten Tage der Menschheit“ morgen zum letzten Mal im Volkstheater gespielt. Welch ein Glück, es heute noch gesehen zu haben. Welch ein Unglück zu rufen, daß es nur noch die morgige Vorstellung gibt, ist gerechtfertigt als spontane Reaktion wie das Bravo beim Applaudieren, sonst menschgemäß übertrieben. Schad‘ aber ist es, weil so viele Menschen, die auch Wähler und Wählerinnen sind, nicht mehr sehen können werden, was für eine Lachnummer in Tracht Ottokar Kernstock bereits für Karl Kraus war, vor bald einhundert Jahren, und was für ein verehrungswürdiger Priesterschreiber bald einhundert Jahre später er für Freiheitliche noch immer ist …

Opferstock und RosenkranzKernstock eignete sich auch hervorragend dafür, den Opferstock zu füllen, dann, wenn die Menschen, die er mit seinen Gedichten in den Krieg trieb, Opfer waren, zum Gehen einen Stock brauchten und sich keinen leisten konnten, wurde für die Opfer seiner Gedichte gesammelt, wieder mit Versen von dem Priester, dessen Kern seines literarischen Stocks der Opferstock ist – Menschen sollen pflichtbewußt opfern, die einen ihre körperliche und seelische Unversehrtheit, die anderen ihr auch an Kriegen verdientes Geld als Ablaß und Eintrittskarte in das Himmelreich.

FPÖ Unzensuriert Kernstock RosenkranzMysterium des Himmelsreiches: Kernstock war ein Opferstock, der auch schreiben konnte, zwar nicht gut, aber immerhin so gut, daß heißt, so schlecht, daß es für Freiheitliche reicht, ihn auch heute noch … Aber mit einem Rosenkranz in der Hand, wird jeder Zeile zu einem Vers, einem Psalm, und wer eine Rosenkranz in der Hand hat … Vom Opferstock bis zur Rosenkranz: es kann nicht gesagt werden, es hätte in diesem nationalistischen Bund einen Fortschritt im Hinblick auf Bildung im allgemeinen und auf literarische Bildung im besonderen gegeben.

Aber es soll nicht ungerecht gegen Freiheitliche geschrieben werden. Es darf dabei ja nicht vergessen werden, daß es auch andere in diesem Land gibt, die keine Freiheitlichen sind, und dennoch für die Beibehaltung der nach Opferstock benannten Straßen und Plätze und Gassen sich einsetzen.

Es werden „Die letzten Tage der Menschheit“ morgen zum letzten Mal im Volkstheater gespielt. Und das ist schad‘. Nicht nur deshalb, weil viele, viel zu viele, nicht mehr sehen werden können, was für eine Partei, auch wegen der Treue zum Opferstock, sie wählen, wenn sie die FPÖ wählen, und nach der Aufführung vielleicht, wenigstens für einen Moment, sich denken, die letzte Wahl war wirklich die letzte Wahl, also die EU-Wahl im Mai 2014 war wirklich die letzte Wahl, dieser Partei eine Stimme gegeben zu haben.

PS Und noch aus einem anderen Grund ist es schad‘, daß es morgen die letzte Aufführung gibt. Mit Karl Kraus fällt viel ein, was über Medien zu sagen ist, und das, was mit Karl Kraus zu Medien gesagt werden kann, ist alles, nur eines nicht: schmeichelhaft für die Medien von heute. Auch einhundert Jahre später reicht als vernichtendes Urteil über die heutigen Medien, was Karl Kraus vor … Karl Kraus als Ansporn, um Herrn Keuner zu aktualisieren, der vor Jahrzehnten sagte: „Ich will andere Zeitungen.“ Und heute würde er vielleicht sagen: „Ich mache eine andere Zeitung.“ Tatsächlich aber muß heute gesagt werden: „Wir wollen andere Medien machen.“

Es ist noch gar nicht so lange her, daß über eine, die heute schreibt, geschrieben wurde, eine Schalek wird sie nicht mehr werden …

Und weil in der Glosse, wie in der ersten Collage zu lesen ist, aus der „Fackel“ die Neue Freie Presse erwähnt wird, nun ja, richtiger, nun nein: „Die Presse“

PPS In der zweiten Collage kann gelesen werden, wie die gesinnungsgemäß zensierte Website der Freiheitlichen sich nicht nur für Ottokar Kernstock, sondern auch für Conrad von Hötzendorf … Beim Einsatz für Hötzendorf sind die Freiheitlichen ebenfalls nicht allein … Aber so gesinnungsgemäß beseelt vom Gedanken des Opfern, Menschen die Pflicht aufzuerlegen, Opfer am Stock zu werden, ist wohl keine andere gewählte Organisation in diesem Land, wie es sich aktuell wieder einmal offenbarte, beim Sturmlauf der identitären Gemein-Schaft gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz

PPS Die zweite Collage eignet sich auch recht dafür, wieder einmal darauf hinzuweisen, was für ein Schattendasein die identitäre Gemein-Schaft Daten und Fakten zuweist … Die Sache mit der Tafel für Josef Stalin stellt sich doch anders dar, wie ebenfalls nachgelesen werden kann.

Inseratenaffäre der FPÖ mit der Zur Zeit – Immer noch ein Land des „Faschismus“

Die FPÖ hat mit der Zur Zeit mannigfache Affären. Affäre im Sinne von Beziehung. Gewählte freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen von mehr oder weniger allen politischen Ebenen in Österreich haben mit der Zur Zeit etwa zu tun, eine Schreib-Beziehung, sie liefern der Zur Zeit Beiträge, geben ihr also Gewicht und Renommee.

Inseratenaffäre FPÖ - Zur ZeitDie FPÖ hat mit der Zur Zeit aber auch eine Inseratenaffäre. Die FPÖ veröffentlicht ganzseitige Inserate. Auch darüber wurde hier schon geschrieben. Wie nachgelesen werden kann. Und im Zusammenhang mit den letzten Nummern der Zur Zeit aus November, Oktober und September 2014 immer auch die Frage gestellt, mit welchem Geld werden diese Inserate finanziert? Ist es Steuergeld? Werden Inserate mit Steuergeld finanziert in einem Magazin, das durch seine Inhalte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich in Verruf bringen, Ansichten zu finanzieren, vor allem in der Welt in den Verruf bringen, immer noch ein Land des „Faschismus“ zu sein, oder – um einen Begriff zu verwenden, der in Österreich geläufiger ist – des „Nationalsozialismus“.

Der Begriff „Faschismus“ darf im Zusammenhang mit der Zur Zeit verwendet werden, denn es ist kein Vorwurf, sondern es ist ein Zitat aus ebendiesem Magazin. Vorwürfe, Faschisten und Faschistinnen zu sein, erheben allenthalben Mitglieder der FPÖ gegen Menschen, die nicht ihre Gesinnung teilen, die Anschauungen der FPÖ kritisieren. Also gegen Menschen, die nicht darüber nachdenken, welcher Kooperationen es bedarf, um den „Faschismus wirklich wiederbeleben“ zu können. Ganz im Gegenteil. Funktionäre der FPÖ unterstellen Menschen eine faschistische Gesinnung, die diese nicht nur ablehnen, sondern deren Parole Nie wieder! gegen jedwede Art des Faschismus hinlänglich bekannt ist.

Zur Zeit Inseratenaffäre FPÖWas aber können Leserinnen oder Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 38 vom 19. bis 28. September 2014 zum einen über das Nachdenken des „Wiederbelebens des Faschismus“ lesen und gleichzeitig das ganzseitige Inserat eines offenen Briefes des Obmannes der drittstärksten Partei im österreichischen Parlament an Bundeskanzler, Vizekanzler und Bundespräsidenten sehen?

Wie die FPÖ mit der Zur Zeit eine Inseratenaffäre hat, hat die Zur Zeit auch eine Inseratenaffäre mit dem Hohenrain-Verlag.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 44 vom 31. Oktober bis 6. November 2014 in einem ganzseitigen Inserat des Hohenrain-Verlages den „großen Wendig“ beworben sehen und in ebendieser Ausgabe ein Entlastungslied für „Nationalsozialistin“ Agnes Miegel vorgesetzt bekommen? Was der „große Wendig“ für ein Buch ist? Auf jeden Fall keines, das eine redliche Geschichtswissenschaft für ihre Forschungen heranziehen würde. Es ist eines aus der Rubrik: einschlägig amtbekannt. Eines werden Leserinnen, jedenfalls im Zusammenhang mit diesen Inseratenaffären, nicht denken, die Zur Zeit sei käuflich, also nach dem Motto Wessen Inserat geschaltet, dessen Lied gesungenMag auch die extrem recht hohe Würdigung von Rolf Kosiek, von einem Mitschreiber des „großen Wendig“, in der Nummer 46 vom 14. bis 20. November 2014 danach klingen, über den eine Festschrift in ebendiesem Hohenrain-Verlag eben erst erschienen ist, so kann das nicht auf Käuflichkeit zurückgeführt werden. Es ist eine Gesinnungssymbiose zwischen Inseratenauftraggeber und Inseratenauftragnehmer. Was im redaktionell Beitrag steht, spiegelt das Inserat wider.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014 über das „Präsidialsystem wie in den USA“ des „Deutschen Reiches“ von „Adolf Hitler“ und die Alliierten, die die Massenmorddiktatur beendeten, als „Junta der vier Militärdiktatoren“ bezeichnet werden? Und in ebendieser Nummer wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ mit dem zurzeitigen Obmann, abgebildet mit drei Frauen, als wäre es sein Traum, ein Moslem zu sein, verheiratet mit drei Frauen

Was aber können Leser und Leserinnen irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie, ebenfalls in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014, über eine Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments lesen, sie sei „eine an Krätze leidende hirnamputierte Idiotin“?

Affäre wird heutzutage zumeist als Synonym für Skandal verwendet. Diese Inseratenaffären sind kein Skandale. Jedenfalls beispielsweise für Gerhard Deimek, der ein freiheitlicher NR ist, für ihn ist es Mobbing, gefragt zu werden, ob es skandalös ist –

Diese Affären werden Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt nichts zum Denken aufgeben, denn die „Zur Zeit“ wird außerhalb von Österreich wohl kaum bis gar nicht gelesen werden, aber es sollte endlich die vielen vielen, allzu vielen Wähler und Wählerinnen in Österreich zu denken geben, wen sie tatsächlich wählen, wenn sie diese Partei wählen. Freilich wäre es sehr unterstützend, erführen sie mehr darüber auch in den sogenannten Massenmedien in Österreich

PS Dermaßen also wird „freundschaftliche Distanz“ zur ZZ, zu der ein freiheitlicher gewählter Mandatar einem gewählten freiheitlichen NR rät, in der FPÖ umgesetzt: ganzseitige Inserate … Aber der Rat erfolgte rund um die EU-Wahl im Mai 2014. In Zeiten von Wahlen fällt sogar einem freiheitlichen Mandatar auf, daß eine Affäre mit der ZZ nicht unbedingt das Ansehen fördert, etwas Schmuddeliges ist; kaum aber ist eine Wahl vorüber, ist das wieder vergessen. Nur eines der Beispiele, was vom freiheitlichen Sprechen zu halten ist, von Versprechen kann nicht einmal gesprochen werden. In Wahlkampfzeiten sind es höchstens Versprecher, wenn einmal nicht die Gesinnung gesprochen wird, die jede Nummer der ZZ widerspiegelt … Eine Affäre kann die Beziehung zwischen FPÖ und ZZ im Grunde nicht genannt werden. Gewöhnlich dauert eine Affäre nur kurze Zeit. Es ist eine unter dem Kreuz Christi geschlossene Massenehe von Gleichgesinnten und – aufgrund des männlichen Überhangs – von Gleichgeschlechtlichen …

Erich Körner-Lakatos, fleißigster Schollengesinnungsmann der FPÖ-ZZ über Banda, Hitler, Lunacek und Eva

Es muß zugegeben werden, nichts ist leichter, als sich über das Geschwefel von Erich Körner-Lakatos lustig zu machen. Es muß auch zugegeben werden, nichts kann für einen Menschen herabwürdigender sein, als sich über das Geschwefel von Erich Körner-Lakatos lustig machen zu müssen. Und dafür ist Erich Körner-Lakatos weder die Ursache, noch ist er dafür verantwortlich. Er selbst wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbekannt geblieben, würde er nicht für die „Zur Zeit“ schreiben. Aber auch die „Zur Zeit“ wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbekannt geblieben, wäre es nicht das Quell-, Schreib- und Werbeorgan einer Partei, die in Österreich gewählt werden kann. Aber diese Partei wäre wohl ein ganzes Leben lang vollkommen unbeachtet geblieben, wäre es eine Partei, die in jedweder Wahl nicht mehr als 0,88 Prozent erhielte. Von diesem Traumergebnis für eine derartige Partei ist die identitäre Gemein-Schaft jedoch weit entfernt, wie mit einem Blick auf vergangene Wahlergebnisse und auch auf aktuelle Meinungsumfragen nachgeprüft werden kann.

Vor längerer Zeit wurde schon einmal die einzige Schwierigkeit angesprochen, die es mit Texten von dem fleißigsten Schollenmann der freiheitlichen ZZ je geben kann: wenn seine als Satiren ausgewiesenen Texte keine Satiren sind, was sind dann seine geschichtlichen Betrachtungen und gesellschaftspolitischen Analysen? Satiren von höchster Finesse? Nämlich dadurch, daß diese Beiträge nicht als Satiren ausgewiesen sind?

FPÖ-ZZ 47-2014 Banda - Bereicherer auf Kosten der MenschenUnd in der von einem NR, also von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments, geführten „Zur Zeit“ kann Erich Körner-Lakatos genannt werden, als einer der fleißigsten Schollenmänner dieses Magazins. Allein in der aktuellen Ausgabe 47 vom 21. bis 27. November 2014 ist er mit sechs namentlich gekennzeichneten Beiträgen vertreten. Ob das bereits alle Beiträge sind, kann nicht verifiziert werden, denn auch in der Ausgabe gibt es Beiträge, deren Verfasser oder Verfasserinnen mit einem Pseudonym genannt werden.

Es hätte für diese Nummer der „Zur Zeit“ im Grunde ausgereicht, lediglich über „Das Schicksal der Preußen“ zu berichten, wie bereits geschrieben wurde, in der u.v.a.m. Adolf Hitler vorgestellt wird als „Staatsoberhaupt, gleichzeitig Regierungschef (Präsidialsystem wie in den USA), zudem Vorsitzender der Einheitspartei NSDAP.“ Hinzu kommt noch die Reaktion von NR Gerhard Deimek, der nicht mit Fragen, ob er das skandalös fände, gemobbt werden möchte.

Es sollen doch auch die anderen Beiträge von diesem fleißigsten Schollenmann der ZZler, nicht alle, aus dieser Nummer herangezogen werden, denn sie machen, wenn auch nur wieder einmal, deutlich, wie es um die Gesinnung, um die Begehren, um die Verehrungen dieser identitären Gemein-Schaft bestellt ist. Alles Gründe, die die Wähler und Wählerinnen in diesem Land endlich dazu veranlassen sollten und müssen, dieser Partei ihr Traumergebnis in jedweder Wahl zu bescheren: 0,88 Prozent.

Aber es ist nicht nur der Massenverbrecher und Massenmorddiktator Adolf Hitler, der in dem von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten Magazin mit einer für ihn geschichtsfreundlichen Darstellung rechnen darf, sondern auch Hastings Banda – „Premierminister, gläubiger Christ“ … Gewisse Diktatoren werden in der von einem NR geführten ZZ nicht Diktatoren genannt. Was diese beiden freundlich besprochenen Diktatoren verbindet? Während die sogenannten eigenen Völker von ihnen in Elend, Not und Tod gestürzt wurden, wurden sie selbst sehr reich dabei, sehr reich. Und derart reichgewordene Diktatoren von Ländern, in denen die Menschen aufgrund ihrer Regentschaften darben, werden in dem Quell-, Schreib- und Werbeorgan einer Partei, die vorgibt für das Wohl der Menschen, für das Wohl des sogenannten Volkes zu sein, mit recht freundlichen Worten obendrein beschenkt. Der geschichtliche Beitrag über „Malawi“ ist nicht als Satire ausgewiesen, und es kann doch nur eine Satire sein, vor allem wegen des letzten Satzes: „Während Banda im Alter von 100 Jahren stirbt, wird Palme schon mit 59 vom Qui-Qui geholt.“

Abgesehen davon, daß es nicht gesichert ist, wie alt Hastings Banda tatsächlich wurde, ist die Formulierung „wird Palme schon mit 59 vom Qui-Qui geholt“ eine, die in einer Satire durchaus stehen könnte, nicht aber in einem geschichtlichen Beitrag. Olof Palme wurde ermordet. Olof Palme war kein Diktator, Olof Palme war ein Demokrat. Mit Olof Palme kann weder Not und Elend des sogenannten eigenen Volkes in Verbindung gebracht werden, noch Mißbrauch seiner Position als schwedischer Ministerpräsident zur enorm hohen persönlichen Bereicherung zulasten des sogenannten eigenen Volkes. Dafür wird er in einem von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten Magazin mit Häme beschoßen, weil: „Premier Banda ist daher, obwohl Schwarzer, ein rotes Tuch für alle Linken, an der Spitze Schwedens Ministerpräsident Olof Palme.“ Es war wohl Gottes Gerechtigkeit, Olof Palma schon mit 59 Jahren ermorden zu lasssen, weil für ihn Banda ein „rotes Tuch“ war, und Diktator Banda 90, 91 oder 100 Jahre alt werden zu lassen, der für vier Morde nicht mehr vor Gericht mußte.

FPÖ-ZZ 47-2014 Tatenlos durch die NachtWenn das über den Diktator Banda die Satire war, ist zu fragen, was ist dann die ausgewiesene Satire „Pech-Vögelin, Lunacek, Teil II“? Ein Gegenwartsbeitrag? In diesem ist u.a.m. zu lesen:

„Ulrike Lunacek […] als eine von knapp zwei Dutzend Witzepräsidentinnen des Europa-Parlaments […], die schon den Hausmärchen der Gebrüder Grimm als Randfigur vorkommt (Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen?), bei einer Kundgebung von einem minder charmanten Herrn mit Wasser plus Buttersäure besprüht worden ist.

So etwas kommt vor.

Andere besprühen Hauswände. Für die Grünen ist das mitnichten Sachbeschädigung, sondern Oberflächenveränderung, die unter das Grund künstlerischer Freiheit fällt. Doch im eigenen Fall forderte Anstandsdame L. die überaus strenge Bestrafung des Übeltäters. Der hochlöbliche Staatsanwalt legte die Causa ad acta.

Aber was ist, wenn ihr der Unzurechnungsfähige genau das sagt, was L. in Budapest mitgeteilt worden ist. Sie sei nämlich, so die sinngemäße Übersetzung aus dem magyarischen Idiom, eine an Krätze  leidende hirnamputierte Idiotin. Was freilich ein Widerspruch ist, weil man ohne Hirn ja nicht einmal geistesschwach sein kann.“

Eine Satire ist das tatsächlich, wieder einmal, nicht. Denn eine Satire macht die Beschriebenen kenntlich. Ulrike Lunacek wird in diesem Beitrag aber nicht satirisch kenntlich gemacht, sondern der Schreiber selbst, er malt von sich auf jede Hauswand dieses Landes sein Portrait, das besagt, eine Partei, die einen solchen Beiträger hat, auch deswegen, verdient das Traumergebnis in jedweder Wahl von 0,88 Prozent.

FPÖ-ZZ 47-2014 Langbartanalyse Erich Körner LakatosUnd dann gibt es noch eine nicht ausgewiesene Satire. Nämlich „Anbaggern durch Eva. Wird Adam zum Lustobjekt? – Betrachtungen über Feminismus und seine Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den Geschlechtern“. Diesen Beitrag, der von seinem Titel her wie eine Analyse gesellschaftlichr Gegebenheiten sich anhören sollte, könnte nicht einmal Erich Körner-Lakatos selbst als Satire bezeichnen. Allerdings ist es bei dem Beitrag leicht, diesen einer Kategorie zuzuordnen: „Langbartwitze – irgendwann und irgendwo gehört und nachgeschrieben“. Der Kern seiner profunden Denke über dieses Thema ist schnell erzählt. Es ist von einem derart hohen Niveau, daß dafür zuerst auch ein angemessener Platz gefunden werden muß. Und kein Ort ist dafür geeigneter und angemessener als eine Hochgebirgsalmhütte zur mitternächtlichen Faschingszeit:

„Da erzählt mir ein Schulfreund folgende Begebenheit: ‚Unlängst schlendere ich gedankenversunken durch die Innenstadt. Da kommen mir zwei junge Damen entgegen. Knapp nach dem Vorübergehen höre ich die eine zur anderen flüstern: Der Typ schaut unglaublich gut aus. Natürlich fühle ich mich angesprochen, drehe mich um, verbeuge mich knapp. Weißt Du, was ich da zur Antwort gekriegt hab? Aber geh‘, Vaterl, ich hab doch nicht Dich gemeint!

Ich sitze nichtsahnend bei Zeitung, Kaffee und Butterstriezel, als sich von einem der Plätze an der Fensterfront des Kaffeehauses eine Dame erhebt und lächelnd auf mich zusteuert. Madame ist durchaus attraktiv, sogar recht bakschierlich. Bevor ich mich erheben kann, flötet sie mir ins Ohr: Sie sehen meinem dritten Mann unglaublich ähnlich. Leicht verwirrt höre ich mich fragen: Bitte höflichst die Indiskretion verzeihen zu wollen, aber wie oft waren Gnädigste schon vermählt? Dann vernehme ich die schmachtende Antwort: Zweimal.

Auch damit rechtfertigt Erich Körner-Lakatos ein weiteres Mal eindringlich, weshalb ein Buch von ihm nur in diesem Magazin eines NR der identitären Gemein-Schaft empfohlen werden kann, wie in der Nummer 45 vom 7. November 2014 veröffentlicht: „Ob der verbotene Hitlergruß im Alltag sich überhaupt vermeiden ließe?“

FPÖ-ZZ 47-2014 Nagel Bereicherer BandaZum Schluß soll noch einmal zum in der ZZ freundlichen besprochenen Diktator Banda zurückgekehrt werden, als eine Empfehlung für Wählerinnen und Wähler in Österreich, sich einmal beispielsweise in Malawi umzusehen, in dem Hasting Banda jahrzehntelang regierte und sich persönlich bereicherte, sich vorzustellen, wie Wien heute nach einem jahrzehntelangen diktatorischen Regieren beispielsweise durch einen Bande aussähe, um zu verstehen, was von solchen Vorwürfen tatsächlich zu halten ist, die ebenfalls in der Nummer 47 von Georg Immanuel Nagel unter „Zweifelhaftes Jubiläum. 20 Jahre Wiener Bürgermeister Michael Häupl“ abgedruckt sind:

„Häupl Vision von Wien liegt irgendwo zwischen Chicago, Istanbul und einem afrikanischen Slum.“

„Zerstörungswerk [muß] aufgehalten werden,“ schreibt Georg Immanuel Nagel weiter, „bevor es zu spät ist.“ Damit hat Georg Immanuel Nagel vollkommen recht, das Zerstörungwerk muß aufgehalten werden, ehe es begonnen hat. Und dafür braucht es so wenig. Bloß ein Traumergebnis von 0,88 Prozent für die identitäre Gemein-Schaft in jedweder zukünftigen Wahl, sollen diese auch Wahlen für eine gedeihliche Zukunft für alle Menschen und nicht nur für einen kleinen Kreis sein.

FPÖ-ZZ 47 Martin Pfeiffer Protest jetztPS Leichter ist die Beurteilung der Beiträge von Martin Pfeiffer. Er schreibt nie Satiren. Diesmal, also in der Nummer 47, schreibt er „streunende Afrikaner und Asiaten“ unter dem Aufruf „Protest jetzt!“ Abgewandelt könnte dieser sein Aufruf durchaus verwendet werden: „Aufklärung jetzt!“ Breiteste Aufklärung, auch und endlich durch die Massenmedien in Österreich, zum Beispiel darüber, mit welch einem verklärenden Blick Bereicherer auf Kosten der Menschen von dieser identären Gemein-Schaft gesehen werden. Diese Gemein-Schaft hat sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eines wahrlich verdient: das Wahltraumergebnis von achtundachtzig Stimmen.

 

 

Skandal – FPÖ-NR Gerhard Deimek wird gemobbt

Allzu recht war die Antwort von NR Gerhard Deimek auf die ihm gestellte Frage, ob er das auch skandalös fände, daß in der von seinem Parteigenossen und NR-Kameraden Wendelin Mölzer geführten „Zur Zeit“ am 21. November 2014 Adolf Hitler vorgestellt werde, als ein „Vorsitzender“ und ein „Staatsoberhaupt“, der ein „Präsidialsystem wie in den USA“ führte.

Gegen einen derartigen „ungebetenen Senf“ fand NR Gerhard Deimek also die allzu rechte Antwort: „Mobben sie Andere. Hören sie bei mir auf.“

FPÖ NR Gerhard Deimek - Seine Antwort auf eine FrageNR Gerhard Deimek kann gegen ein derartiges Mobbing nicht genug in Schutz genommen werden, ihn zu fragen, ob er das auch skandalös fände, daß in der von seinem Parteigenossen und NR-Kameraden Wendelin Mölzer geführten ZZ am 21. November 2014 der „Alliierte Rat“ als „Junta der vier Militärdiktatoren“ vorgestellt werde, die das „Deutsche Reich beherrscht“.

Gegen einen derartigen „ungebetenen Senf“ aber fand NR Gerhard Deimek die entschieden rechte Antwort gemäß ganz der einzigen Kernkompetenz seiner identitären Gemein-Schaft: „Mobben sie Andere“.

Haxenspreizer - Deimek - KrauthapelUm NR Gerhard Deimek gegen ein weiteres derartiges Mobbing in Schutz zu nehmen, wurde der Mobber um eine Stellungnahme ersucht, ob er gedenke, in Zukunft ein derart skandalöses Fragen zu unterlassen. Wie seine Antwort zeigt, ist er weder schuldeinsichtig noch bereit, sein Verhalten zu ändern, auch will er nicht seine Geschichtskenntnisse aufgeben, er zeigt sich vollkommen uneinsichtig, unwillig, sich identitärer Geschichtsbetrachtung treublind hingeben zu wollen. Er besitzt sogar die Frechheit, NR Gerhard Deimek einer „Dummheit“ zu zeihen“, die er im Zusammenhang mit seinem Namen seit Kindertagen nicht mehr gehört habe. Und wie zum Beweis seiner Schulduneinsichtigkeit setzt dieser Mobber, ohne danach gefragt worden zu sein, hinzu, er freue sich schon auf die nächsten „essentiellen“ Betrachtungungen des Erich Körner-Lakatos, nämlich auch darüber, ob die „88“ wie der „Hitlergruß“ im identitären „Alltag sich überhaupt vermeiden ließe“, und er hoffe, bald etwas darüber in der vom deimekschen Parteigenossen geführten und von deimekschen Parteigenossinnen mit Beiträgen gefüllten ZZ lesen zu dürfen.

Aber NR Gerhard Deimek bedarf im Grunde des Schutzes gegen ein derartiges Mobbing nicht. Denn er findet und fand bereits die allzu parteikernkompetenzliche Antwort darauf, die er nicht dem Mobber direkt gab, sondern anderen gegenüber äußerte: „Selbsternannte Künstlerin Kraupthappel“. „Unter Jubel des Krauthapels“.

Gegen ein derartiges Mobben, gegen das von Anfang an eingeschritten werden muß, gibt es nur eine Antwort, die NR Gerhard Deimek dankenswerterweise diesem Mobber am 12. November 2014 direkt und auf rechte Art ins Gesicht schleuderte: „sie werden auch nicht mehr gescheiter“ … Hier muß aber ein Irrtum berichtigt werden. Es wurde darüber unter der Überschrift „Ein Kompliment von NR Gerhard Deimek“ berichtet. Ein Mensch, der einem gewählten NR der identitären Gemein-Schaft derart skandalöse Fragen stellt, verliert jedwedes Recht auf Komplimente.

Deimek - KrauthappelDenn das Recht auf Komplimente haben nur Menschen, wie NR Gerhard Deimek, wie NR Wendelin Mölzer, nicht zu vergessen gesinnungsgemäß NR Christian Höbart, NR III. Präsident Norbert Hofer, mit einem Gruß, diese treureichen und ehrtapferen Männer von NR He-Chr. Strache aufwärts. Und mit Genugtuung, mit verächtlichem Blick auf diese „selbsternannte Künstlerin Krauthappel“ und ihren skandalösen Fragen, kann abschließend zufrieden festgestellt werden, gerade die stolzen mobbingfreien Leistungen des NR Gerhard Deimek in angemessener Form schon zahlreich gewürdigt haben zu dürfen, und dafür soll und muß noch einmal der Vorhang hochgezogen werden, gerade recht zum bevorstehenden Jahresende. Er, NR Gerhard Deimek, hatte wahrlich ein arbeitsreiches Jahr 2014:

Blauer Skandal um NR Gerhard Deimek – Er deckt seine Daten und Fakten auf

Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

FPÖ-NR Gerhard Deimek fragt bei „faschistischem System“ nach einem „faschistischen Habsburgerkaiser“ in Österreich

NR Gerhard Deimek – Von der prototypischen freiheitlichen Reaktion

Auch am Beispiel Wohnbau – Wie Freiheitliche Menschen gegeneinander aufhussen

Freiheitliche gönnen Menschen keinen sozialen Wohnbau

NR Gehard Deimek findet: „Zum Kotzen!“

ZZ der FPÖ – „Vorboten des Bürgerkriegs“

Es muß eigentlich nicht viel darüber geschrieben werden. Wer tatsächlich „wieder hinaus auf die Straße will“, darüber wurde im bereits im August 2014 geschrieben, und was das im Zusammenhang mit der Schlagzeile „Vorboten des Bürgerkriegs“ von Georg Immanuel Nagel in der Ausgabe 46 vom 17. November 2014 der ZZ der identitären Gemein-Schaft …

FPÖ-ZZ 46-2014 - Vorboten des BürgerkriegsEs muß schon gar nichts zu den Auslassungen über Menschen in diesem nagelschen Artikel geschrieben werden, die von ihm nicht als „Deutsche“ … Zusammengefaßt kann gesagt werden, es ist das allzu bekannte Niveau, mit dem erst vor kurzem NR Christian Höbart in noch tiefere Tiefen identitären Geistes vorstieß

Während aber – und darum ist es erwähnenswert, weil es wieder einmal zeigt, wie identitäre Wahrheit hergestellt wird – Georg Immanuel Nagel lediglich schwefeln kann,

„Eine so dem Terror überlassene Bevölkerung hat sich also über die Jahre damit eingerichtet, im eigenen Land als Menschen zweiter Klasse zu gelten. Der brav dressierte Deutsche arbeitet obrigkeitstreu und dienstfertig an seiner eigener Abschaffung. So lautet zumindest der Plan der Eliten. Die Ausschreitungen der Hooligans sind natürlich nicht begrüßenswert und zu verurteilen. Doch die Entwicklung war seit langem abzusehen. In England gibt es längt ähnlich Gruppen wie etwa die ‚English Defence League‘.“

von einer „Elite“, von einer „Umvolkung“, hingegen kann konkret benannt werden, wer die Demonstration in Köln am 26. Oktober 2014 angemeldet hat. Es war ein stellvertretender Vorsitzender der Pro NRW, für die sich die identitäre Gemein-Schaft seit langem recht stark macht, vorneweg Harald Vilimsky

„Schon bei der Ankündigung der Veranstaltung gab es viel Zuspruch aus dem patriotischen Lager, aber auch Kritik. Elitärere Kreise konnten sich mit dem eher bildungsfernen Erscheinungsbild der Fußballfans nicht identifizieren. In weiten Teilen der Bevölkerung war man hinter vorgehaltener Hand jedoch froh, daß es überhaupt einmal einen Protest gibt[.]  Die gewaltbereiten Hooligans werden von nicht wenigen begrüßt. Es sind keine völkischen Ideologen, keine rechte Parteien oder konservative Intellektuelle, die sich das ausgedacht haben. Hier handelt es sich um das ganz normale, einfache Volk, das sich erhebt, das nicht länger hinnehmen will, daß es kolonisiert wird und langsam auf dem Boden, der seit Jahrtausenden ihm gehhört, ein islamisches Kalifat entsteht. Dies ist der Konflikt, den die Multikultis gwollt haben.

[P]arallelgesellschaft, welche den zu Recht als schwach und wehrlos angesehehen Europäern offen den Krieg erklärt hat.“

FPÖ-ZZ 46-2014 Nagel - KosiekDermaßen wird identitäre Wahrheit geschrieben und vorbereitet im Quell- und Schreiborgan des gewählten Personals der identitären Gemein-Schaft … „das ganz normale, einfache Volk“, das sich erhebt, keine völkischen Ideologen, keine rechte Parteien oder konservative Intellektuelle“ … Pah!

Und bei diesen Ausschreitungen, wer weiß, wer das wirklich war, denn

„[a]n der Veranstaltung nahmen jedoch auch Ausländer teil, die selbst aus dem orientalischen Kulturkreis stammen. Beispielsweise Kurden, welche sich ja derzeit selber im Krieg mit Salafisten in Form des IS befinden. Bei der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen. Die 3.000 bis 5.000 Teilnehmer lieferten sich eine Straßenschlacht mit der Polizei. Dabei wurden auch Streifenwagen demoliert.“

Bürgerkrieg - Besonderer Klang für IdentitäreEs muß eine ungemeine Faszination von dem Wort „Bürgerkrieg“ für Menschen in diesen Kreisen ausgehen, denn Georg Immanuel Nagel ist nicht der einzige, der aktuell darüber spricht. Von diesem kleinen ZZler bis hinunter zum Obmann der identitären Gemein-Schaft … Es hat einmal geheißen, wer nicht weiter weiß, bildet einen Arbeitskreis. Es scheint fast so, als würde in diesen Kreisen ein neues Sprichwort prominent werden wollen, eines, in dem vorkommt: nichts wissen, keine Lösungen und eben Bürgerkrieg. Aber es will hier der identitären Gemein-Schaft keine Redewendung gedichtet werden, nicht einmal eine, die diese in schlechtestem Licht …

PS Und was für eine recht feine Elite das ist, die ihre lange, lange Nase über Fußballfans rümpft, dafür steht wohl auch für Georg Immanuel Nagel ein Mann, der in ebendieser Ausgabe gefeiert wird: „Würdigung eines großen Patrioten“ – Rolf Kosiek, „radikaler Antisemit, Rassentheoretiker“

PPS Bald darauf hat sich in Österreich auch „das ganz normale, einfache Volk“ … Ein „Volk“ von 250 Menschen erhob sich in Simmering, und, ach, keine „rechte Partei“ … Pah!

PPPS Daß Georg Immanuel Nagel die „English Defence League“ recht herausstreicht, verwundert nicht, auch diese ganz der identitären Wahrheit ergeben, wie ebenfalls hier mit einem Klick nachgelesen werden kann.

Recep Tayyip Erdoğan kann von Österreich aus bestens mit einem FPÖ-Politiker verglichen werden

Das gleiche gemeingefährlich aberwitzige und unredliche Herumstochern in der Vergangenheit, das gleiche gemeingefährlich aberwitzige und unredliche Basteln einer eigenen, wie sie meinen, glorreichen Vergangenheit, die gleiche Relativierung vergangener Ereignisse, die gleiche Verteilung des Leides in der Vergangenheit auf alle zur Verharmlosung der Handlungen der sogenannten Vorfahren, das gleiche gemeingefährlich aberwitzige Pochen auf eine Identität, die, um sich je noch bewegen zu können, Vergangenheitskrücken braucht … es durchaus nicht unberechtigt ist, zu fragen, was können bei so viel Übereinstimmungen eigentlich die identitären Allahseibeiunse aus Österreich gegen die Gottseibeiunse der erdoğanschen Partei …

AK Parti und FPÖEs kann sogar noch weitergefragt werden, weshalb gibt es eigentlich in Österreich nicht wenig Vorbehalte gegen Menschen aus der Türkei? Sind sie doch etwa in ihrem Wahlverhalten einander zum Erschrecken ähnlich: nicht wenige, viel zu viele in Österreich wählen die Allahseibeiunse und ebenso nicht wenige, viel zu viele in der Türkei die Gottseibeiunse, also diese österreichischen und türkischen Verführer und Verführerinnen in ihren Trachten, die mit Phrasen, falschen Versprechungen und so weiter und so fort …

Das war der Gedanke, als gehört wurde, Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sei der Meinung, Muslime hätten Amerika … Das Wort, um diesen Satz vollständig zu beenden, will gar nicht geschrieben werden. Denn im 21. Jahrhundert noch derart darüber zu reden, wer wo wann zum ersten Mal gewesen sei, ist tatsächlich nur noch ein Aberwitz, eine Idiotie. Aber auch die Reaktionen auf die erdoğansche Idiotie, also von jenen, die nun Kolumbus als den ersten Ankommenden in Amerika verteidigen, ist nichts anderes als eine Idiotie, und zeigt bloß erschreckend auf, wie tief dieses weißherrschaftliche Denken immer noch …

Denn, um bei dem von Recep Tayyip Erdoğan angesprochenen Kontinent als Beispiel stellvertretend für die anderen Erdteile zu bleiben, Amerika mußte und konnte nicht entdeckt werden. Amerika war bereits besiedelt, also, wenn es wer so sehen möchte, Amerika war bereits entdeckt, wie eben auch Europa bereits So daß, und das wäre immer noch eine Leistung, wenn unbedingt von Leistung gesprochen werden muß, tatsächlich nur davon die Rede sein kann, Kolumbus, wenn es denn Kolumbus war, sei der erste Reisende aus Europa gewesen, der Amerika erreichte … Mit dem Wort „Entdeckung“ wird nach wie vor eine Leistung verbunden, die den Menschen aus Europa nicht zur Ehre gereicht … Tatsächlich wurde im Zusammenhang mit dem Reisen durch das Wort „Entdeckung“ nichts entdeckt, sondern es wird heute durch das Wort „Entdeckung“ in diesem Zusammenhang verdeckt, also zugedeckt, es wird durch das Wort „Entdeckung“ alles verdeckt und zugedeckt, was durch die „Entdeckungen“ angerichtet wurde …

Anders wäre es mit den „Entdeckungen“, wäre etwa das „entdeckte“ Amerika ein Erdteil gewesen, auf dem zum Zeitpunkt der „Entdeckung“ kein einziger Mensch gelebt hätte. Dem war ganz und gar nicht so. Die „Entdeckungen“ waren blutige und grausame Erobungen, blutige Auslöschungen von Menschen, Unterjochungen, Versklavungen physischer Natur und durch die Missionierungen psychischer und geistiger Natur … Und derart aberwitzige Diskussionen, wie die aktuell durch den türkischen Staatspräsidenten ausgelöste, offenbaren in erschreckendem Ausmaße weiter das Vorhandensein eines kolonialistischen Gehabes … Für die Menschen auf diesem Erdteil, wäre es besser gewesen, diese Art der „Entdeckungen“ hätte es nie gegeben, ihnen wäre ihr Erdteil nicht auf die brutalste und blutigste Art weggenommen worden, auch dadurch, daß ihrem Erdteil ein anderer Name gegeben wurde. Die Menschen wurden nicht als Menschen gesehen, und dementsprechend unmenschlich ist mit ihnen auch verfahren worden, und das steckt bereits tief in diesem Unwort „Entdeckungen“ … Denn ein von Menschen bewohntes Land kann nicht entdeckt werden, es kann besucht werden, aber ein Besuch abverlangt ein gänzlich anderes Verhalten, ein respektvolles, ein höfliches, ein menschliches, ein achtsames, ein fragendes zum Beispiel nach einem ständigen Bleibendürfen …

Das Einzige, was die Allahseibeiunse und Gottseibeiunse noch trennt, ist, Recep Tayyip Erdoğan hat schon den Palast, von dem die von der identitären Gemein-Schaft in Österreich bloß und hoffentlich für immer nur träumen