So wahr Schöpfer helfen

Kurz ist es her, daß Christoph Schönborn davon sprach, dies „alles seien Geschenke des Schöpfers“ …

Das brachte sogleich ein Grübeln hervor. Mit einem Schöpfer könne etwas ausgeschenkt werden, beispielsweise Gulasch aus einer Kanone. Aber ein Schöpfer muß von einem Menschen geführt werden, so wird es bereits den Kindern im Kindergarten vorgezeigt, damit etwas ausgeschenkt werden kann. Noch nie wurde ein Schöpfer gesehen, der selber Geschenke …, noch wurde je gesehen, daß Menschen sich für Suppengeschenke auf der kalten Gasse dem Suppenschöpfer ihren Dank …

Mit der Angelobung der Bundesregierung in Österreich am letzten Dienstag aber fand das Grübeln erst ein Ende, mit der Fürbitte von Kurz, Köstinger und Tanner, „Gott“ möge ihnen helfen. Mit einem Male war alles verständlich, alles aufgeklärt. „Gott“, so klärte es sich einfach wie kurz auf, ist die Kurzbezeichnung von Gott GmbH. & Co. KG, die den Schöpfer, von dem Schönborn sprach, herstellt, zum Ausschenken von Suppen, Gulasch, kurzum ein Besteck, um Geschenke aller Flüssigkeitsart zu verteilen …

Die von drei Personen geführte Firma stellt aber nicht nur den schönbornschen Schöpfer her, sondern überhaupt Schöpfer aller Art — soher wird auch die Bitte um wahre Hilfe verständlich … Tanner etwa wird für sich im Stillen dabei vielleicht an einen idealen Schöpfer für Gulaschkanonen gedacht haben, Kurz an einen idealen Schöpfer für geistige Nahrung, und Köstinger, Köstinger möglicherweise an einen idealen Schöpfer für nachhaltiges Ausschenken von Gülle …

Michael Schnedlitz löse Walter Rosenkranz als Volksanwalt ab

Michael Schnedlitz löse ab sofort Dr. Walter Rosenkranz, der erst vor kurzem zum Volksanwalt nicht nur allein von der FPÖ gewählt worden sei, als Volksanwalt ab, weil Rosenkranz …

In einer ersten Stellungnahme gab Michael Schnedlitz seiner Hoffnung Ausdruck, es werde jetzt rasch Ruhe wieder einkehren, die Aufregung rasch verebben, die die Bestellung zum Generalsekretär der freiheitlichen Partei verursachte, da die Funktion des Generalsekretärs nun doch nicht übernommen werde. Er, Schnedlitz, selbst teile die Kritik daran ohne Abstriche, sehe die Unvereinbarkeit von dieser Gesinnung mit einem Parteiamt gegeben …

Er, Schnedlitz, habe schließlich seinen Obmannkameraden, der den Führungsstock fest in der Hand hält, von der Unvereinbarkeit dieser Gesinnung mit einem derart für die gesamte Republik Österreich wichtigem Amt eines Generalsekretärs überzeugen können

„[S]o Hofer. 2016, als die Aussagen […] Die Bewegung der Identitären habe sich anders entwickelt […] verteidigte der FPÖ-Obmann die Entscheidung[.]“

Er teile aber mit seinem Oberkameraden, der das Stockzepter fest in der Hand hält, die Ansicht, die Identitärinnen hätten sich „anders“, oh, und wie „anders entwickelt“, seit ihrem ersten Hintreten in die ÖffentlichkeitSo „anders“ sich die Identitärinnen seit damals „entwickelt“ haben, so gleich weiter habe sich ihre mit festem Stock geführte Partei …

Abschließend kurz verleiht er, Schnedlitz, seiner Freude Ausdruck, nun in diesem, wenn auch für die gesamte Republik Österreich nicht sehr wesentlichen Amt als „Speerspitze“ … Und im Übereinkommen mit seinem Obmannkameraden werde seine erste Amtshandlung sein, die Umbenennung der Volksanwaltschaft in Pegidaschaft und die Schaffung eines entsprechenden Logos, dessen Hintergrund eine Rune … Dies sei seines Obmannkameraden ausdrücklicher Wunsch, der die Anliegen der Pegidinnen als recht berechtigte …

Wie taub?

Diese Frage stellt sich, nachdem er im Morgenjournal nicht gehört hat, daß Katja Arthofer von einem „medienrechtlichen Fall“ gesprochen hat, er aber von „strafrechtlich“ …

Hätte er das gehört und also einfach wie kurz nachgesprochen, wäre es ihm erspart geblieben, noch am Vormittag desselben Tages mitteilen zu müssen, dies sei ein Fehler gewesen, also Alma Zadic zu unterstellen, „strafrechtlich verurteilt“ worden zu sein, ach, und wie menschlich dabei seine Entschuldigung, ein Fehler könne doch …

Nicht zu fragen, sondern festzuhalten ist aufgrund seiner Ausführung: ein Bundeskanzler ist dafür, daß strafrechtlich Verurteilte in Österreich Regierungsmitglieder sein können, strafrechtlich Verurteilte also „Verantwortung für Österreich“

Nachhaltige Prägung durch ein Milieu, noch gelehriger Student oder gar bereits mit Abschluß eines Umfelds, auf dem er doch eine Zeit zu lange flatterte?

Das Beste aus

Seit dem einen Morgenjournal mit Sebastian Kurz, als sich plötzlich bei dem Gehörten die Frage stellte, in welcher Umgebung wohl diese morgendlichen Gespräche geführt werden und das Strandbad in Klagenfurt unweigerlich sich als Bildantwort einstellte, ist bei jedem Morgenjournal mit Sebastian Kurz, aber auch mit Karoline Edtstadler, auch mit Elisabeth Köstlinger, auch mit Norbert Hofer augenblicklich und unweigerlich das Strandbad in Klagenfurt zu sehen, wie sie oder er im Strandbad in Klagenfurt sitzen, und reden, so reden, wie eben die Berühmten von Fian im Strandbad in Klagenfurt …

Die zweite Jänner-Woche in diesem Jahr 20 ist wieder einmal eine Strandbad-in-Klagenfurt-Woche. Das Beste aus zwei Wochen des neuen Jahres. Das Beste aus Radio und Strandbad.

Am Dienstag Kurz, am Donnerstag Edtstadler zur morgendlichen Rederei im Strandbad in Klagenfurt.

Am Donnerstag also Edtstadler, befragt zum Punkt, der nicht im Regierungsprogramm enthalten ist, die Höhe des österreichischen Beitrages zum Budget der Europäischen Union:

Webhofer: Zu einem ganz wichtigen Punkt fehlt jedes Wort, nämlich zum mehrjährigen Finanzrahmen, dem Budget.

Edtstadler: Österreich hat hier eine ganz klare Position.

Webhofer: Aber sind diese ein Prozent jetzt ÖVP-Position oder nur ÖVP-Position oder gemeinsame Position?

Edtstadler: Das ist eine Position Österreichs, die wir immer vertreten haben.

Webhofer: Ganz kenne ich mich immer noch nicht aus, die Grünen tragen das mit?

Edtstadler: Das ist eine Position Österreichs, und die werden wir auch so vertreten. Im europäischen Rat hat letztlich auch der Regierungschef Sebastian Kurz das letzte Wort.

Wann und wo und vor allem wie hat Karoline Edtstadler mit Österreich über seine Position geredet? Auch im Strandbad in Klagenfurt? Ist der Wörthersee der Mund Österreichs, mit dem Österreich seine Position artikuliert? Oder die Petzen der Mund, der Österreichs …

Am Dienstag also Sebastian Kurz.

Arthofer: Im Regierungsprogramm stehen viele teure Maßnahmen. Die Gegenfinanzierung dazu fehlt aber, kritisieren die führenden heimischen Wirtschaftsforscher. Haben sie recht?

Kurz: Ich glaube, die führenden heimischen Wirtschaftsforscher, bei allem Respekt, waren im Verhandlungsprozeß nicht eingebunden, zumindest habe ich sie während den Verhandlungen nicht gesehen.

Das könnte durchaus als Qualität gewertet werden, der eigene Papagei zu sein, und mit dieser Rederei plappert Sebastian Kurz sich selber nach, ist also sein eigener Papagei. Diese Plapperei, daß wer nicht dabei war, das hat er von sich selber schon gehört …

Wer wünschte nicht, die einen eigenen Papagei haben, dieser würde Kluges nachsprechen. Aber dafür muß, ist diesen zu sagen, auch im Umfeld des Papageis Kluges …

Es scheint, Sebastian Kurz hat doch einmal etwas Kluges gehört, das er aufnahm und nachsprach, als er von dem „Besten aus zwei Welten“ in bezug auf das Übereinkommen zwischen der türkisgetupfen schwarzen Partei und der grünen Partei … Leibniz meinte es wohl nicht in dem Sinn, wie es nun abgeändert nachgesprochen wurde. Und Leibniz, ein Geisteskontinent hingegen, erntete dafür schon allerlei Spott …

Arthofer: Zu Alma Zadic. Da appellieren die Freiheitlichen an den Bundespräsidenten, diese nicht als Justizministerin anzugeloben, weil Zadic in einem medienrechtlichen Fall erstinstanzlich verurteilt worden ist. Wie finden Sie das vorgehen der FPÖ, Ihres ehemaligen Koalitionspartners?

Kurz: Es stimmt, daß Alma Zadic in erster Instanz strafrechtlich wegen übler Nachrede verurteilt wurde. Das ist ein Faktum. Ich glaube aber, daß sie trotzdem ein Recht darauf haben sollte, weiter beruflich und auch politisch tätig zu sein.

Von Papageien wird gewußt, sie können nicht alles nachsprechen, sie verstehen nicht alles. Und weil sie nicht alles verstehen, kommt dann ab und an etwas ganz anderes heraus. Aber weil sie derart froh und glücklich darüber sind, überhaupt etwas zum Nachplappern verstehen zu können, ist ihnen das von ihnen auch gänzlich falsch Nachgeplapperte gleich „Faktum“ …

Katja Arthofer sagt: „medienrechtlich“. Und Sebastian Kurz versteht und plappert: „strafrechtlich“ …

Es werden wohl noch viele Morgenjournale kommen, zu denen sich augenblicklich und unweigerlich das Strandbad in Klagenfurt, jetzt aber mit einem Papagei auf einem Badehüttendach …

Aus: „Verantwortung für Österreich“.

Während es die zwei Parteien mühelos schaffen, „Antisemitismus“, „Antizionismus“, „Shoah“ mehrfach in ihr nun vorgelegtes Regierungsübereinkommen zu schreiben, fehlen auch in diesem Regierungsprogramm die Begriffe „Antiziganismus“, „Antiromaismus“, „Porajmos“ …

Sie, die zwei Parteien, nehmen und sprechen die Wahrheit: „Verantwortung für Österreich“. Auch gegenüber Menschen, die in diesem Land leben?

Gegen die Menschen, die unter diesen Begriffen litten, ermordet wurden, aber übernehmen sie keine „Verantwortung“.

Für die Menschen, die in Europa und somit auch in Österreich nach wie vor leiden, einer nach wie vor gegen sie gerichteten Haltung aussgesetzt sind, finden sie nicht einen Buchstaben, den sie in ihr Regierungsprogramm, das ein Parteienübeeinkommen ist, zu schreiben gewillt sind.

Für Menschen, die nicht nur unter diesem Ungeist zu leiden haben, sondern auch nach wie vor ermordet werden, auch in Österreich, um an die Morde im tiefsten Burgenland zu erinnern, und das nur, weil sie aus diesem Ungeist heraus Menschen sind, die auch weiter ermordet werden dürfen, bewegen die zwei Parteien keinen Finger, erscheint ihnen bereits das Tippen eines Beistrichs für sie in ihr Übereinkommen zu viel der Mühe.

Es hätte erwartet werden können, daß unter der Mitarbeit der Grünen diese Begriffe „Antiziganismus“, „Antiromaismus“, „Porajmos“ endlich in ein österreichisches Regierungsprogramm aufgenommen werden, nicht besonders herausgestellt, aber endlich auf einer Ebene mit „Antisemitismus“, „Shoah“, „Antizionismus“ gleichgestellt genannt.

Sie, die zwei Parteien, werden vielleicht sagen, es werde ja ohnehin von „Rassismus“ gesprochen, in diesem ihrem Regierungsübereinkommen. Ja, das ist wahr. Es hätte dann aber auch nicht gesondert von „Antisemitismus“, „Antizionismus“ geschrieben werden müssen, wenn ohnehin von „Rassismus“ …

Aber so wie „Antisemitismus“, „Antizionismus“ nicht im allgemeinen Begriff „Rassismus“ mitgemeint werden kann, darf auch „Antiziganismus“, „Antiromaismus“ nicht im allgemeinen Begriff „Rassismus“ mitgemeint sein, besonders nicht in diesem Land, besonders nicht in Österreich, also im Portschyland.

Es hätte erwartet werden können, nicht von der türkisgetupften schwarzen Partei, aber von der grünen Partei, daß in einem Regierungsprogramm endlich auch in dieser Hinsicht die Verantwortung, auch die historische Verantwortung zum Ausdruck kommt, und nicht nur die „Verantwortung für Österreich“, wie sie seit jeher in Österreich traditionell verstanden wird, alles von sich zu weisen, zuzudecken, was nur zugedeckt werden kann, wegzuschieben, was nur weggeschoben werden kann.

Von der türkisgetupften schwarzen Partei war und ist das nicht zu erwarten, aus mehrfachen Gründen, nicht nur weil für sie die identitäre Parlamentspartei nach wie vor eine Koalitionsoption ist, sondern auch ihr Obmann, kurz ist es her, sich als Beispringer für den Roma-Frage-Innenminister

Von der grünen Partei aber hätte das durchaus erwartet werden dürfen, aus dieser traditionellen „Verantwortung für Österreich“ auszusteigen, aus diesem sonderlichen Gebilde des Verständnisses von Staatsräson herauszutreten, und für eine tatsächliche Verantwortung im Sinne der Geschichte und Gegenwart gegenüber allen Menschen, die in diesem Land leben, einzutreten …

Kurz zusammengefaßt kann gesagt werden. Die Menschen, die auch in diesem Regierungsprogramm nicht vorkommen, bleiben „aus Verantwortung für Österreich“ weiterhin, nun auch unter grüner Beteiligung, „Zigeuner“

Vielleicht wurde beim Schreiben des Regierungsprogramms angenommen, diesen wird ohnehin so viel öffentliche und auch legistische Aufmerksamkeit geschenkt …

Vielleicht ist aber das, was der schwarze Obmann einst sagte, bereits Teil des nunmehrigen Regierungsübereinkommens, das er mit sich ausverhandelte, daher eine nun nicht mehr aufzunehmende Passage in das Übereinkommen, mit der er klar zum Ausdruck brachte, die „Sicherheit von …“ ist ein „nationales Interesse“ Österreichs …

PS Dem Wunsch nach einem Denkmal des Beispringers trägt die grüne Partei Rechnung, und so ist in diesem Regierungsprogramm auch die Errichtung eines Denkmals mit den Namen der NS-Opfer festgeschrieben.

Ein Denkmal mit allen Namen allerdings der Opfer der Shoah, aber kein Denkmal für die Porajmos-Opfer ist im Regierungsprogramm festgeschrieben, nicht einmal ein ganz kleines mit wenigstens einem Namen stellvertretend für alle Porajmos-Opfer …

Sie, die zwei Parteien, werden vielleicht sagen, es gibt für sie ohnehin diesen Ort im tiefsten Burgenland, in den sich kein Mensch nicht einmal dann verirrt, wenn er sich verirrt, und dort steht ohnehin ein ihr Name für alle stellvertretend …

Ja, das Gedenken wird in Österreich hochgehalten, Jahr für Jahr …

Und haben die „Zigeuner“ nicht den internationalsten Platz in der Hauptstadt von „Verantwortung für Österreich“ zum Gedenken, zu dem jährlich die Spitzen des Staates eilen, zu bekunden die historische Verantwortung, ihnen ihren Beistand zu bekräftigen?

PPS Sonderlich an diesem Regierungsübereinkommen, an dem die grüne Partei beteiligt ist, ist die Verwendung von „Zionismus“ im gleichwertigen Sinn von „Antisemitismus“, also das im Übereinkommen festgeschriebene Bekenntnis zum Auftreten gegen „Antisemitismus“ und „Antizionismus“. Es gab und gibt beim „Zionismus“ breit unterstützte ideologische Richtungen von keiner geringen Bedeutung, den eine grüne Partei, den die österreichische grüne Partei, wie sie gekannt wird, nicht ernsthaft beschützen kann wollen, steht dieser doch, war bisher anzunehmen, im völligen weltanschaulichen Kontrast zu einer grünen Partei.

Talib of the Reich IS

Nothing more can be said about this man with his threats and deals for destroying cultural properties. Just that. In the end, he comes out as what he really is. From the beginning. He is not the President of the United States of America. He is the Talib of his own Reich IS. If you want to know where his Reich IS is. To find it is more than easy. His Reich IS bordered between his ears and totally covered by his straw.

Gudstjänststrejk för Klimatet

Ist es nicht Aufgabe jedes Gemeinwesens, eines jeden Staates, das Leben zu schützen, ganz gleich, auf welcher weltanschaulichen Grundlage dieser Staat ruht? Wenn dieses Gebot auch immer wieder gebrochen wird. Der Mensch kann nicht über das Leben verfügen. Unser Nein bedient sich daher gar nicht ausschließlich religiöser, sondern vor allem auch menschlicher, medizinischer und wissenschaftlicher Argumente. Eine Gesellschaft, die wirtschaftliche und soziale und menschliche Konflikte mit der Tötung Lebens zu lösen vermag, verdient nicht, eine soziale und humane Gesellschaft genannt zu werden.

Für eine überwältigende Mehrheit der Menschen in der Europäischen Union, über alle Parteigrenzen hinweg, ist für die Bekämpfung des Klimawandels und leisten dafür auch einen persönlichen Beitrag.

Es muß sich ein Weg finden lassen, der das prinzipielle Recht auf Leben schützt. Und vor allem muß die Gesellschaft, die so stolz auf ihre Errungenschaften ist, sich veranlaßt sehen, jedes Leben so anzunehmen, daß ihm ein würdiges Leben gesichert ist.

Wir mahnen, wir legen Argumente vor, wir protestieren. Leben zu schützen, einen anderen Ausweg als klimaschädliches Produzieren, als erdzerstörendes Gewinnmaximieren zu suchen, darf in diesem Land nicht als eine Marotte abgetan werden. In dieser ernsten Stunde wollen wir bezeugen, daß die Menschen sich ihr Mitspracherecht nicht rauben lassen, denn es ist auch unsere Erde. Sie werden verstehen, daß ich wie selten noch besorgt bin und auf die Entscheidung der Abgeordneten im Parlament warte. Es geht mehr als um Wachstum und Gewinne, es geht um die Zukunft des Lebens auf dieser unserer Erde.  

Diese Rede hat der Kardinal nie gehalten. Der Kardinal war je auf keiner Demonstration. Hingegen aber. Der Kardinal macht es sich bequem; er erscheint lediglich auf energiefressenden Displays.

Anstatt sechs Tage in der Woche auf der Straße zu sein. Anstatt sechs Tage in der Woche zu demonstrieren. Anstatt sechs Tage in der Woche auf Demonstrationen zu sprechen.

Dabei wäre das für einen Kardinal nichts Ungewöhnliches. Er könnte sich dafür, sechs Tage in der Woche auf der Straße zu sein, sechs Tage in der Woche zu demonstrieren, sechs Tage in der Woche zu protestieren, sechs Tage in der Woche seine Sicht auf der Straße zu verbreiten, einen Kardinal als Vorbild nehmen, einen Kardinal sogar aus Österreich, der auf die Straße ging, der demonstrierte, der vor bald vierzig Jahren eine Rede hielt, die 37 Jahre später Vorlage für den derzeit den Beruf eines leitenden Funktionärs im Range eines Kardinals dieses Organisierten Glaubens sein kann; freilich angepasst an das schwerwiegende Thema des Klimawandels.

Und mit ihm alle Mitglieder seines Organisierten Glaubens.

Auch das wäre für die Mitglieder des Organisierten Glaubens dieses Kardinals nichts Ungewöhnliches. Ebenso für Angestellte dieses Organisierten Glaubens. Noch heute gehen die Mitglieder auf die Straße, demonstrieren die Mitglieder dieses Organisierten Glaubens, protestieren sie, sehen es als ihre Verpflichtung an, das, was jener Kardinal vor bald vierzig Jahren sprach, weiterzutragen, zu verbreiten, verstehen sich als seine geistigen Erbinnen … nun könnten sie die königliche Rede in inhaltlich angepaßter Form für ein tatsächlich dringendes und lebensförderliches Anliegen als Vorlage nehmen, um zu einem tatsächlichen und lebensbedrohlichen Zustand auch für die menschliche Gemeinschaft auf dieser Erde aktiv Stellung zu beziehen, einen tatsächlichen und lebenserhaltenden Beitrag zu leisten.

Six-Day-Week for Future

Ein leitender Angestellter eines Organisierten Glaubens meint, wenn er zu Neujahr auf den Displays der Menschen erscheint, von „Geschenken“ seines „Schöpfers“ spricht, hat er seinen Teil bereits dazu getan, um eine Umkehr im Umgang des Menschen mit der Erde mit zu erwirken.

Er meint, sein Wort hat nach wie vor Gewicht. Er meint, es reicht vollkommen, wenn er „mahnend und eindringlich“ es spricht. Aber seine Stimme dabei ist dünn. Seine Stimme ist dünn, weil seine Stimme im Gegensatz zu ihm selber um die Dünnheit des Inhalts, die sie für ihn zu sprechen hat, weiß, und sie es müde ist, weiter und weiter inhaltlich Dünnes zu verkünden, sie möchte am liebsten verstummen, auf ewig.

Sie, seine Stimme, weiß, gerade ein leitender Angestellter dieses Organisierten Glaubens darf es nicht mehr dabei bewenden lassen, „mit mahnenden wie eindringlichen Worten vor Klimakatastrophen“ auf den Displays zu erscheinen, sondern er und alle Funktionäre seines Organisierten Glaubens haben auf die Straße zu gehen, nicht nur an einem Tag, nicht nur an einem Freitag, sondern an sechs Tagen in der Woche, statt in den Kirchen Messen abzuhalten mit Lesungen aus Büchern, die für die Welt seit langem schon obsolet, unbrauchbar sind. An sechs Tagen in der Woche, um, in der Diktion dieses Organisierten Glaubens gesagt, Buße zu tun, für die „Schöpfungsgeschichte“ dieses Organisierten Glaubens, die erheblichen Anteil daran hat, an dem heutigen Zustand der Erde, der nichts anderes mehr bleibt, als sich mit einem massiven Klimawandel gegen sie sich zu wehren.

Sechs Tage in der Woche auf der Straße zu sein, statt in Kirchen mit Worten fairs or masses zu zelebrieren, die längst schon inhaltslos geworden sind, die längst schon verblichen sind, sich mit Worten wie mit Heroin niederzuspritzen, hieße auch, tätig reuig zu sein, aktiv zu sein, für die Erde und für alle auf dieser Erde existierenden Lebewesen, für eine Abkehr von diesem unheilvollen Weg, an dessen Beginn, diese, auch diese „Schöpfungsgeschichte steht.

Es mag Sie verwundern, weshalb die Überschrift dieses Kapitels in englischer Sprache gehalten ist. Zum einen, weil die englischen Begriffe deutlicher machen, was Messen in Kirchen sind. Es sind schlicht und nicht mehr als Messen, wie alle anderen Messen auch, etwa Fachmessen für landwirtschaftliche Geräte in Wels oder in Wieselburg, nur werden keine Pflüge, Eggen, Traktoren, Miststreuer ausgestellt, sondern Hostien, Kelche … Gemeinsam haben alle diese fairs, sie sollen Massen anziehen, in die masses sollen Massen …

Und genau das braucht es jetzt, im Angesicht des Klimawandels: Massen, aber die nicht zur Einverleibung von Hostien wie Heroin in Kirchen auf Knien rutschen, Massen, aber nicht in Kirchen, Moscheen, Synagogen und weiteren errichteten Gebäuden für eingebildete Personen, die keiner Wohnstätte bedürfen, sondern Massen auf den Straßen, und das sechs Tage in der Woche, Massen auf den Straßen an sechs Tagen in der Woche, nicht zur Buße, nicht zur Reue, sondern, kurz gesagt, zur absoluten Veränderung des Bisherigen …

Am siebenten Tage aber kann der leitende Angestellte und mit ihm sein oberster Chef und alle Funktionärinnenschaft dieses, auch dieses Organisierten Glaubens ruhen in Reue und Buße auf Knien für zweitausend Jahre …

Gähn Deos

„Mit ebenso mahnenden wie eindringlichen Worten warnt Kardinal Christoph Schönborn in seiner Neujahrsansprache vor möglichen Klimakatastrophen auf der Erde [..] und erinnert gleich an eines seiner liebsten Kirchenlieder, in dem es heißt ‚Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherleih Beschwerden der ew’gen Heimat zu.‘ Und ans Kirchenvolk gerichtet: ‚Es ist nicht selbstverständlich, das wir genügend Wasser haben, dass wir Luft haben und dass der Regen zur rechten Zeit kommt.‘ Das alles seien Geschenke des Schöpfers, für die wir nichts getan hätten. Weiters appellierte Schönborn in seiner Klimapredigt […]“

So wird über die Predigt des leitenden Angestellten eines Organisierten Glaubens berichtet, am 2. Jänner 2020. Er aber richtete seine Predigt nicht an das „Kirchenvolk“, er predigte nicht in einer Kirche vor Mitgliedern seines Organisierten Glaubens, sondern er sprach im Fernsehen zu einem Fernsehpublikum, das längst nicht mehr ein geschlossenes „Kirchenvolk“ ist.

„Wir sind nur Gast auf Erden.“ „[F]ür die wir nichts getan hätten.“ Wie seltsam für einen leitenden Angestellten, sich darauf zu berufen, „nur Gast auf Erden“, eines leitenden Angestellten von einem der Organisierten Glauben, deren Ideologie die Unterwerfung der Erde ist gemäß ihren Sagenbüchern, die für den schönbornschen Glauben nach wie vor gültiges Kirchenrecht sind. Und stets dabei die vorgestellte Unschuldigkeit, „für die wir nichts getan hätten“.

Es gibt von diesem leitenden Angestellten eines Organisierten Glaubens einen Vortrag oder eine Predigt, die er tatsächlich einem „Kirchenvolk“ gehalten hat, weil er diese Predigt oder diesen Vortrag tatsächlich in einer Kirche hielt, am 14. Mai 06: „Macht Euch die Erde untertan“ – Schöpfungsverantwortung … achte Katechese, heißt es im Untertitel. Dieser Schönbornerei oder Schönfärberei, die auch in diesem Vortrag vorherrscht, sind ein paar Sätze aus „Homo Deus“ beizustellen, die bereits genügen, um kenntlich zu machen, was von dieser Schönfärberei respektive Schönbornerei …

„Theistische Religionen wie das biblische Judentum rechtfertigten die Agrarökonomie mit Hilfe neuer kosmologischer Mythen. Animistische Religionen hatten das Universum früher als groß angelegte chinesische Oper mit einer schier unbegrenzten Zahl kunterbunter Akteure dargestellt. Elefanten und Eichen, Krokodile und Flüsse, Berge und Frösche, Geister und Feen, Engel und Dämonen – jeder hatte seine Rolle in dem großen kosmischen Stück. Die theistischen Religionen schrieben den Text neu und verwandelten das Universum in ein düsteres Drama von Ibsen mit nur noch zwei Hauptdarstellern: Mensch und Gott. Engel und Dämonen überlebten diesen Übergang irgendwie und wurden zu Botschaftern und Dienern der großen Götter. Doch der Rest der animistischen Besetzung – all die Tiere, Pflanzen und anderen Naturphänomene – wurden zur stummen Kulisse degradiert.

So vertrat beispielsweise das Christentum die Ansicht, die Menschen sollten über den Rest der Schöpfung herrschen, weil der Schöpfer sie mit der dafür nötigen Macht ausgestattet habe. Überdies gab Gott laut Christentum nur den Menschen eine unsterbliche Seele. Weil das Schicksal dieser unsterblichen Seele den Kern des gesamten christlichen Kosmos bilden und weil Tiere keine Seele haben, sind sie lediglich Komparsen. Die Menschen wurden somit zur Krone der Schöpfung, während alle anderen Organismen an den Rand gedrängt wurden.“

Was für eine Schönbornerei respektive Schönfärberei dieser leitende Angestellte in diesem Ungetüm von einem Kirchenkasten betreibt, kann auch daran ermessen werden, was er nicht vorbringt, im Zusammenhang Gott, Mensch, Tier, Natur, Verantwortung. Deshalb hier noch ein Zitat aus „Homo Deus“:

„‚Da aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.‘ (1. Moses 6,5-7)

Die Bibel hält es für völlig in Ordnung, sämtliche Tiere als Strafe für die Verbrechen von Homo sapiens auszurotten, so als hätte die Existenz von Giraffen, Pelikanen und Marienkäfern jeglichen Zweck verloren, wenn sie die Menschen danebenbenehmen. Die Bibel konnte sich kein Szenario vorstellen, in dem Gott es bedauert, Homo sapiens geschaffen zu haben, diesen sündigen Affen vom Antlitz der Erde fest und sich dann auf ewig an den Possen von Straußen, Kängurus und Pandabären erfreut.“

Das offenbart unmißverständlich das Wesen des Mannes, den der leitende Angestellte als gütigen, guten Mann in seiner Schönfärberei respektive Schönbornerei verkaufen will. Bei ihm heißt dieser Mann mit dem totalen Ausrottungswillen „Gott“. Zu späterer Zeit heißt dieser Mann beispielsweise Hitler. Auch dieser wollte nicht nur alle jüdischen Menschen, alle Menschen, die heute noch in Österreich zu „Zigeunern“ und „Zigeunerinnen“ degradiert werden, ermorden, ausrotten, auslöschen, sondern am Ende auch alle Menschen „seines eigenen Volkes“, weil sie sich für ihn als unfähig erwiesen, das heißt wohl, für ihn noch viel zu wenig böse waren … Hitler wird hier nicht genannt, weil Hitler immer irgendwie genannt, angeführt werden muß, gerade in diesem Land Österreich, sondern Hitler wird als konkrete Verkörperung des Mannes, der dem leitenden Angestellten Führer ist, genannt, nicht nur wegen der ihnen gemeinsamen Ausrottungsobsession, sondern auch und vor allem, weil Schönborn mit seinem Fernsehvortrag selbst den Nationalsozialismus ins Spiel bringt, indirekt, aber doch auf diese nationalsozialistische Ausrottungszeit verweist durch sein Bekenntnis zu „einem seiner liebsten Kirchenlieder“ …

Es ist eines, das Georg Thurmair 1935 verfaßte. Es heißt, in dem folgenden Zitat von Thurmair war Joseph Goebbels leicht zu erkennen:

„Die Lüge ist gar frech und schreit und hat ein Maul so höllenweit, die Wahrheit zu verschlingen.“ 

In diesem Satz werden sich wohl heute noch viele nicht erkennen wollen, aber, kurz gesagt, viele zu erkennen sein …

„Wenn wir uns als Gäste auf dieser Erde benehmen, dann werden auch kommende Generationen auf dieser Erde Heimat haben können. Es liegt auch in unserer Hand, ganz persönlich.“

Das sagt der leitende Angestellte zum „Fernsehvolk“, zum „Displayvolk“. Als hätten sich Funktionäre (Funktionärinnen anzuführen, das erübrigt sich wohl bei diesem Männerverein) dieses seines Organisierten Glaubens je als „Gäste“ auf dieser Erde benommen …

Es hätte in der Geschichte des Menschen auch alles anders kommen können. Es hätte eine Geschichte ohne „Gott“ mit seinen vielen Namen werden können. Was wäre gewesen, wenn nicht diese Sagenbücher, denen beispielsweise auch dieser leitende Angestellte hörig ist, weltbestimmend geworden wären? Wenn beispielsweise die Lebensweise der Nayakas weltweite Leitkultur der Menschheit …

„Anthropologische und archäologische Belege deuten darauf hin, dass die archaischen Jäger und Sammler Animisten waren. Sie glaubten, dass zwischen dem Menschen und anderen Tieren keine wirkliche Kluft bestand. Die Welt – also das örtliche Tal und die umliegenden Bergketten – gehörte all ihren Bewohnern, und alle folgten einem gemeinsamen Regelwerk. Zu diesen Regeln gehörte das unablässige Gespräch zwischen allen beteiligten Wesen. Die Menschen redeten mit Tieren, Bäumen und Steinen genauso wie mit Feen, Dämonen und Geistern. Auch diesem Kommunikationsnetz entstanden die Werte und Normen, die für Menschen, Elefanten, Eichen und Gespenster gleichermaßen bindend waren. Die animistische Weltsicht bestimmt noch immer das Leben einiger Gemeinschaften von Jägern und Sammlern, die bis heute überlebt haben. Dazu gehört etwas das Volk der Nayaka, das in den Tropenwäldern Südindiens lebt.“

Auch dies aus „Homo Deus“.

Es erheitert die Vorstellung, Christoph Schönborn würde mit einem Baum reden, und er erzählt dem Baum seine Katechesen, oder was er eben erst dem Fernsehpublikum erzählte, und der Baum … die Antwort des Baumes darauf, er läßt einfach ein paar seiner Tannenzapfen auf den Kopf des Kardinals niederprasseln, damit dieser zur …

In „Homo Deus“ wird von den Nayakas erzählt, die nicht Gott respektive Hitler sind, aber von der Welt mehr verstehen als Hitler respektive Gott, der nur auf Bestrafung aus ist, der, Gott, nur auf Ausrottung aus ist, krankhaft fixiert auf das „Böse“, also auf sich selbst, ohne die geringste Befähigung und ohne den geringsten Willen zum Verstehen, ohne die geringste Bereitschaft, sich der Wirklichkeit zu stellen, die Nayakas wären für den schönbornschen Gott ein ideales Vorbild, die der Gott sind, den auch ein Schönborn stets verkaufen will, aber der schönbornsche Gott hat eben nicht das Format in geistiger, in jedweder Hinsicht der Nayakas, von denen dies berichtet wird:

„Einmal wurde ein Nayaka von einem Elefantenbullen getötet, den sie den ‚Elefanten, der immer allein unterwegs ist‘ nannten. Als Beamte des indischen Forstministeriums kamen, um diesen Elefanten zu fangen, weigerten sich die Nayakas, ihnen zu helfen. Gegenüber Naveh erklärten sie, dieser Elefant habe eine sehr enge Beziehung zu einem anderen Elefantenbullen gehabt, mit dem zusammen er immer umhergezogen sei. Eines Tages fing das Forstministerium den zweiten Elefanten ein, und seither war der ‚Elefant, der immer allein unterwegs war‘ wütend und gewalttätig. ‚Wie hättest du dich gefühlt, wenn man dir deinen Gefährten weggenommen hätte? Genauso fühlte sich dieser Elefant. Mitunter trennten sich diese beiden Elefanten bei Nacht, und jeder ging seines Weges, aber am Morgen trafen sie sich stets wieder. An diesem Tag musste der Elefant mit ansehen, wie sein Kumpel zu Boden ging und liegen blieb. Wenn zwei immer zusammen sind, und dann wird auf einen von ihnen geschossen, wie wird sich der andere wohl fühlen?'“

Das Ende von Geschichte, Transparenz und Korruption

1888

Es hat ein Nachrichtensprecher im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich Wendelin, nein Andreas Mölzer gegenüber deutlich gemacht, daß es „Unsinn“ ist, sich auf die Datenschutzgrundverordnung auszureden, wie es zur Zeit die FPÖ tut, um zu erklären, weshalb im Zusammenhang mit ihrem „Weißenbericht“ nicht die Burschenschaften

Menschgemäß ist es „Unsinn“, wenn Hafenecker, Mölzer und also die identitäre Parlamentspartei sich auf die DSGVO ausreden, räumt doch die Datenschutzgrundverordnung gerade historischer und wissenschaftlicher Forschung eine privilegierte Stellung ein. „Unsinn“ und, wird bedacht, wie viele Mängel der Gerichtshof eben erst beheben mußte, verursacht, kurz gesagt, durch die ausgeschiedenen Gesetze dieser Partei, die für kurz Regierungspartei war, gepaart mit Unkenntnis der Gesetze, der Datenschutzgrundverordnung …

Mehr aber noch als Unsinn und Unkenntnis dürfte der identitären Parlamentspartei die Datenschutzgrundverordnung ein eben erst entdecktes Ideal sein.

Das ist nicht ohne Ironie. Ist doch die Datenschutzgrundverordnung eine Regelung der Europäischen Union, die für die identitäre Parlamentspartei nicht eben das gelobte …

Wird dieser massive Verweis der identitären Parlamentspartei auf die DSGVO weitergedacht, kann kurz zusammengefaßt gesagt werden, damit ist von ihr im Grunde das Ende der Geschichte verkündet, nicht aber in dem Sinne, wie sonst die Phrase vom Ende der Geschichte verstanden wird, sondern das Ende der Geschichte durch Schweigen über die Geschichte, da ja die Datenschutzgrundverordnung jedenfalls für diese Partei dies nicht …

Geschichte, wissenschaftliche und historische Forschung ist etwas sehr Akademisches, sehr Abstraktes, etwas sehr Allgemeines. Wie sehr müßte der identitären Parlamentspartei im Konkreten ein Staat unter dem absoluten Diktat der Datenschutzgrundverordnung, jedenfalls wie diese Partei die DSGVO versteht, als für sie ein gelobtes Land vorkommen. Wenn nichts mehr geprüft werden dürfte, beispielsweise Postenbesetzungen, Korruption nicht mehr nachgegangen werden dürfte und so weiter und so fort. Denn das, was nicht untersucht werden darf, das gibt es dann einfach nicht mehr, existiert nicht – auf diese Weise wäre Österreich ein Land beispielsweise ohne Korruption, ohne parteipolitische Postengaben, ohne Überprüfbarkeit von Beauftragungen aufgrund von Ausschreibungen … Die vollständige Vernichtung von Transparenz, gerade für diese Partei wohl erster Paragraph, wie ein Land nach ihrem Gesinnungsgeschmacke zu sein hat. Vielleicht trägt diese Partei nun Trauer, weil Österreich noch kein Land ist und vor allem bis jetzt noch kein Land unter einem solchen absoluten Diktat war. Denn dann wäre einer noch Vizekanzler und ihr Anführer, ein weiterer Infrastrukturminister, ein weiterer Innenminister und so weiter und so fort.

Für einen scheint es dieses gelobte Land mit dem absoluten Regime der Datenschutzgrundverordnung in der Deutung der identitären Parlamentspartei aber bereits zu geben, und das wird wohl, kurz gesagt, der identitären Parlamentspartei noch weiter in die Trauer treiben, in eine uferlose …

1889 …

1890 …

1891 …