Alles ist Strom – Das Ende des Überwachungsstaates

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Am 24. Juni wird in einer konzentrierten Aktion die gesamte Stromversorgung des ganzen Landes nachhaltig unterbrochen. Um die Menschen darüber zu informieren, schicken die Energiegesellschaften ihre Angestellten von Haus zu Haus: Mit einer Herstellung der Stromversorgung ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Die Bevölkerung muß sich darauf einstellen, für eine sehr lange Zeit ohne Strom auskommen zu müssen.

Polizisten und Polizistinnen müssen in den Dörfern und Städten des gesamtes Landes die Verlautbarung des Innenministeriums auf zentralen Plätzen laut verlesen: eine Gruppe mit dem Namen „Svoboda“ hat sich zu diesem terroristischen Anschlag bekannt. 

In einem zweiten Bekennerschreiben – zur massenhaften Verteilung vervielfältigt mit einem Matritzendrucker – erläutert Svoboda ihre Motive eingehender.

Entgegen der Darstellung durch das Innenministerium war es kein Terroranschlag, sondern ein Akt der menschenrechtlichen und grundrechtlichen Notwehr.

Sie haben die Nacht des Mittsommerfestes bewußt dafür gewählt, damit die Bevölkerung in der durch Feuerschein erhellten Nacht sehen, wie sehr sie von den Regierungsverantwortlichen hinter das Licht geführt wurde, um ihr falsche und im Grunde terroristische Gesetze schmackhaft zu machen.

Die Verantwortung trägt daher einzig die Regierung. Schuldig ist zu einhundert Prozent die Regierung. Die daraus entstehenden Folgeschäden jedweder Art sind der Regierung anzulasten. Für den durch die Stromabschaltung verursachten wirtschaftlichen Niedergang gibt es keine andere Verantwortliche als die Regierung.

Nur durch die nachhaltige Stromabschaltung ist der totale Überwachungsstaat noch zu stoppen gewesen. Nachdem die Regierung in ihrer Radikalisierung bereits derart immunisiert war, gegen alle stichhaltigen Argumente, gegen alle fundierten Konzepte zur Beibehaltung der ohnehin hohen Sicherheitsstandards im Land. Nachdem alle rechtsstaatlichen Versuche zur Abwehr eines totalen Überwachungsstaates gescheitert, abgeschmettert waren.

Da der in den letzten Monaten gegen alle und breiteste Bedenken zu einem totalen Überwachungsstaat ausgebaute Überwachungsstaat nur mittels Strom funktioniert, war es naheliegend, die gesamte Stromversorgung des ganzen Landes nachhaltig zu unterbrechen, das gesamte Stromnetz des Landes nachhaltig zu zerstören.

Das war die einzig noch verbliebene Antwort gegen eine Regierung, deren vor allem männlichen Mitglieder mehr und mehr gegen die gesamte Bevölkerung sich radikalisierte, mehr und mehr extreme und terroristische Gesetze gegen alle Menschen, gegen alle bislang geltenden Grundrechte dekretierte und sich von allen bislang geltenden Grundrechten verabschiedete.

Svoboda schließt ihr Bekennerschreiben mit: Wer ohne Freiheit lebt, braucht kein Licht! Wofür auch?

Das könnte der Beginn eines Romanes sein, der in der Zukunft spielt, nicht unbedingt in einer sehr fernen. Aber zu einem Zukunftsroman paßt kein Überwachungsstaat mehr. Auch dann, wenn er vom Ende des Überwachungsstaates erzählt. In zu vielen Zukunftsromanen wurde von Überwachungsgesellschaften erzählt, die später Wirklichkeit wurden. Sogar in Romanen, die heutzutage noch unverständlicherweise als utopische Entwürfe bejubelt werden.

Das könnte auch der Beginn eines Romanes sein, der in der Vergangenheit spielt, nicht unbedingt in einer sehr fernen. Ein Roman in der Vergangenheit paßte auch besser zu einem Überwachungsstaat. Denn. Ein Überwachungsstaat ist Vergangenheit. Das kann also nur ein Roman sein, der in der Vergangenheit spielt, wenn er vom endlichen und endgültigen Ende des Überwachungsstaates erzählt.

Beim Blick auf die Wirklichkeit der Gegenwart aber werde es wohl der Beginn eines historischen Buches sein, in dem irgendwann darüber berichtet werden wird, wie es dazu kam, wer radikalisiert war, wer in der Notwehr den letzten Ausweg sah, wie es war, als in einem ganzen Staat es für lange Zeit keine Stromversorgung mehr gab.

Was es nicht sein kann, ist ein Zeitungsartikel am nächsten Tag über die totale Stromabschaltung in der Nacht davor. Es kann auch kein noch in derselben Nacht oder am nächsten Morgen ausgestrahlte Fernsehnachricht sein. Denn. Zu allem wird Strom gebraucht.

großer österreichischer staatspreis für literatur

Schreib’ Deitsch!

großer österreichischer staatspreis für literatur - schreib deitsch.jpgFlorjan Lipuš hat also den großen österreichischen staatspreis für literatur nicht bekommen, weil er nicht auf deutsch schreibe.

So kleinst und engst ist die Welt in österreich. Und um das zu verdeutlichen, ist es nicht anders möglich, als gegen die Rechtschreibung die Preisbezeichnung und alles damit Zusammenhängende kleinzuschreiben.

Und diese österreichische Engwelt wird nicht durch Menschen repräsentiert, die bildungsfern im Gemeindebau leben, sondern durch Friederike Mayröcker, Gerhard Rühm, Josef Winkler, Peter Handke und Peter Waterhouse.

Es hat Jochen Jung, wie in der Collage gelesen werden kann, leider nicht öfffentlich gemacht, wer dieses absonderliche Argument gegen Florian Lipuš in Stellung brachte, wer gegen Florjan Lipuš stimmte. Es kann jetzt nur spekuliert werden, wer sie sind, die mit diesem absonderlichen Argument gegen Florjan Lipuš sich aussprachen.

Das sollte Jochen Jung schleunigst nachholen, um nicht alle der Verdächtigung auszusetzen, Vertreter und Vertreterinnen der österreichischen Engwelt zu sein.

Was für eine Enge in diesem Land herrscht, ist auch daran abzulesen, daß die Zeitschrift „Kosmo“ darüber unter der Schlagzeile „Balkan-Autor wird … versagt“ berichtet. Es erübrigt sich dazu jedwede Äußerung.

Es heißt, künstlerische Menschen wären besonders sensibel, hätten ein feines Sensorium für kommende Zustände, Mißstände. Ist es in österreich wieder soweit? Für die Parole, die einst in Kärnten für Jahrzehnte nach dem Niedergang des deutschen reiches als Tagesbefehl ausgegeben wurde: Red’ Deitsch!

Es heißt auch, künstlerische Menschen sind sehr anfällig, bereits bei Zeiten sich anzubiedern, sich bei Zeiten schon als Dienende von erst die Macht Erringenden zu positionieren. Dieses absonderliche Argument gegen Florjan Lipuš weist die jury als der identitären Parlamentspartei geistig ebenbürtige …

Was ist in Zukunft noch zu erwarten? Es beginnt mit der Verweigerung, und es geht weiter mit der Auslobung von recht echten Pgs. Wird der nächste große österreichische staatspreis für literatur schon, beispielsweise, andreas mölzer verliehen werden? Von dem es heißt, er schreibe auch, also romane.

Kann in österreich überhaupt von einem Beginn gesprochen werden? Es ist im Grunde doch nur eine Fortsetzung, ein unsägliches Weitermachen. Die Verweigerung, Florjan Lipuš diesen preis zuzuerkennen, paßt recht dazu, wem dieser preis schon zuerkannt wurde: in der zweiten republik: max mell, franz karl ginzkey … in der ersten Republik: karl heinrich waggerl, josef friedrich perkonig …

Es gibt auch noch andere große österreichische staatspreise, beispielsweise den für die bildende kunst … für diesen böte sich, wenn es so weitergeht, odin …

PS Ein Titel von Gerhard Rühm: „Botschaft an die Zukunft“. Das ist also die Botschaft, von nicht bildungsfernen und nicht im Gemeindebau lebenden Menschen in österreich und für österreich: auf gegenwart folge vergangenheit …

PPS Wie klein, wie eng, wie billig es in österreich zugeht, zeigt auch dieser Fall einmal mehr auf. Jochen Jung ist der Verleger von Florjan Lipuš. Es ist von ihm wohl nicht uneigennützig. Vielleicht läßt sich Florjan Lipuš nicht so gut verkaufen, wie Jung es erhoffte – Transparenz aus Eigennutz … Transparenz, genauer, halbe Transparenz ist in diesem land nur gegen Marketing zu haben. Möglicherweise stecken auch noch andere Gründe dahinter. Bei österreich können dazu leicht intrigante Gründe – Transparenz, genauer, halbe Transparenz ist in diesem land halt nur gegen Intrigen …

Und was von halben Sachen, einer halben Transparenz zu halten ist, das wird in einem Stück von Botho Strauß schon gesagt: halbe Kraft ist null Kraft.

Granteln Sie nur auf der Gasse – oder posten Sie auch schon?

das-goldene-wiener-herz

„Alles Zigeuner. So ein Gesindel.“

So redet ein Mann laut auf eine Frau ein, hinter denen hergegangen werden mußte, von „Wien Mitte – The Mall“ Richtung Rochusmarkt, auf der Landstraßer Hauptstraße. Einen Tag vor dem 24. Dezember 2016.

Und das ist nachzutragen. Zur „Reportage“ von Martina Prewein. Was zwischen Wien Mitte und Rochusmarkt also auch zu hören und zu erleben ist. In der „Reportage“

Tatort Kronenmarkt: In den Fängen des medialen Bettels

von Martina Prewein geht es um das Betteln auf dem Rochusmarkt. Dritter Wiener Gemeindebezirk. Und beim Betteln fällt sofort viel zu vielen das Wort „Zigeuner“ ein, und es muß in Berichten über bettelnde Menschen nicht einmal mehr ihre ihnen zugeordnete ethnische Herkunft vorkommen. Die Lesenden von solchen Berichten sind derart konditioniert, daß sie sofort selbst die ethnische Herkunft nachliefern, oder wie es heutzutage heißt, posten.

So redet also der Mann auf die Frau ein. Wohl ein Wiener Ehepaar. Älter schon. Derart laut redet er auf sie ein. Auf der Höhe Invalidenstraße, daß gedacht wurde, das müssen Menschen sogar auf der Höhe Beatrixgasse, die etliche Meter von der Kreuzung Mall-Invalidenstraße …

„Alles Zigeuner. So ein Gesindel. Ich erkenne mein Wien nicht wieder“. Wenn die was von Arbeit …“

Frau, leiser: „… laufen sie davon.“

Mann: „Ich hasse Wien nur noch.“

Was diese Erregung vor allem bei dem Mann auslöst, war nicht auszumachen. Plötzlich schreit er einfach los: „Alles Zigeuner.“ Ohne daß sie von irgendwem aufgehalten werden, oder gar angebettelt werden, geht das Schreien von „So ein Gesindel“ los.

Das Wien, das dieser Mann nicht mehr erkennen will, ist – hätte ihm sofort gesagt werden sollen – nach wie vor zu erkennen, nicht unbedingt mehr auf der Straße, aber umso mehr im Internet. Dieses Granteln. Das nie nur harmlos gewesene Granteln passiert nun im Internet. Exemplarisch auf der Copysite der identitären Parlamentspartei. Als gäbe es eine nicht verabredete Übereinkunft, das goldene Wiener Herz nur noch im Internet schlagen, zuschlagen, um sich schlagen zu lassen.

Freilich, die Zeiten modern. Und der Gestank des Grantelns mag nicht mehr gerochen werden. Deshalb wohl werden Grantler heutzutage „Wutbürger“ genannt. Als hätten moderne Informationstechnologien Grantlerinnen in Bürgerinnen einer neuen Qualität verwandelt.

Ohne die „Reportage“ von Prewein wäre diese Begebenheit nicht mehr erinnert worden. Wohl auch wegen des Versäumnisses, nicht gleich reagiert zu haben, nicht sofort diesen Mann und diese Frau angesprochen zu haben. Überwältigt von derartigen Aussagen kommen zu oft die richtigen Antworten darauf erst viel später, zu spät in den Sinn,  oft erst nach Wochen, beispielweise nach dem Lesen einer „Reportage“. Aber nicht nur Antworten, sondern auch Fragen. Die etwa diesem Mann und dieser Frau hätten gestellt werden können – beispielweise:

Grantelns’ nur auf der Goss’n – oder postens’ a schon?

Tatort Kronenmarkt: In den Fängen des medialen Bettels

Tatort Kronenmarkt.jpg

Wer im dritten Wiener Gemeindebezirk seit Jahrzehnten in unmittelbarer Nähe zum Rochusmarkt wohnt und soher den Rochusmarkt oft zu queren hat, den Rochusmarkt auch zum Einkaufen oder zum Verweilen bei einem Getränk aufsucht, wird meinen, nach dem Lesen von „In den Fängen der Bettler-Mafia“ in der „Neuen Kronen Zeitung“ vom 1. Jänner 2017, in einer Parallelwelt zu leben, oder Martina Prewein erzählt von einer ihr zugetragenen Parallelwelt, die so, wie sie berichtet, am Rochumarkt und um den Rochusmarkt je nicht erlebt wurde und erlebt wird.

Es gibt Menschen, die betteln, auf der Landstraßer Hauptstraße, im Umfeld vom Rochusmarkt, das ist ohne Zweifel so. Es kann aber gar nicht genau erinnert werden, wann es das letzte Mal war, um Geld gefragt worden zu sein, am Rochusmarkt und um den Rochusmarkt herum. Es muß Monate her sein, vielleicht waren es im gesamten letzten Jahr zwei oder drei Menschen, die um etwas Geld fragten. In Erinnerung ist bloß eine junge Frau vor „Wien Mitte – The Mall“, die um Geld fragte, das sie brauchte für einen Schlafplatz. Das war im November. Und die junge Frau war nicht aus Rumänien, nicht aus Bulgarien, sondern nach ihrem Dialekt eine aus dem Niederösterreichischen, also eine, wie es in rechten Kreisen jetzt recht gerne gesagt wird, „Bio-Österreicherin“.

Beim Lesen der „Reportage“ von Martina Prewein kann auch gedacht werden, ihre Zeitung sei nun gänzlich zu einer Copy-Zeitung verkommen, ihr totales Vorbild sei nun die Copysite der identitären Parlamentspartei. Nicht, daß Martina Prewein es von der Copysite kopiert hätte, aber im Mißton ganz wie die Copysite der identitären Parlamentspartei …

Und das würde nicht überraschen, ist doch die Copysite der identitären Parlamentspartei für diese Tageszeitung eine Nachzueifernde in Sachen „Glaubwürdigkeit“ …

„Manipulation a la ‚Unzensuriert’/Mit Begrifflichkeiten belogen wie die übrigen Lügenmedien.“

Die „Reportage“ von Martina Prewein klingt wie der Bericht von der Tageszeitung „Die Presse“ – veröffentlicht vor drei Jahren. Aber unzensuriert veredelt. Der Vergleich zwischen dem, wie in der Collage gelesen werden kann, drei Jahre alten Bericht und der drei Tage alten „Reportage“ macht es mehr als deutlich, was von der Prewein-„Reportage“ zu halten ist.

Und es geht, wie stets, gegen Menschen, die nach wie vor als „Zigeuner“ stigmatisiert sind und werden, wie auch ein Posting zum drei Jahre alten Bericht es deutlich macht.

Es überrascht nicht, daß Martina Prewein eine Fernsehserie zum Anlaß nimmt, ihre „Reportage“ – also eine erfundene Geschichte zur Vorlage, zur Inspiration, zum Einstieg für ihre „Reportage“ …

Auch zur Weihnachtszeit, Klingelingeling, Tatorte überall

Und wem fällt bei dieser Zeitung, für den sie ihre „Reportagen“ schreibt, nicht Jörg Haider ein, der Liebling des einstigen Patriarchen. Jörg Haider, die identitäre Parlamentspartei: das ist Tradition … „Wie die Zigeuner“, auch Jörg Haider war nicht frei vom Einfluß eines Martin Luther, ob direkt oder auf Umwegen, das ist einerlei:

Streiten wie die Freiheitlichen in ihren Baracken

Roma und Sinti

Wie über Zigeuner geschrieben wird – einst und jetzt

Wie nun weiterleben? Im dritten Wiener Gemeindebezirk, in unmittelbarer Nähe des Rochusmarktes. In der bisher gekannten Welt am Rochusmarkt? Oder Hinüberwechseln in die Parallelreportagenwelt? Entscheide, wer kann …

Bernhard C. Bünker und die vierzigste Wiederkehr der Tracht

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Auf dem klagenfurterischen Bahnhof, von Italien kommend, auf den Zug, mit dem Kärnten auf dem schnellsten Wege wieder verlassen werden kann, zu warten, kann unendlich lange vorkommen, außer, im Warteraum wartet ein mitteilungsbedürftiger Mensch auf keinen Zug, sondern darauf, seine Geschichte loszuschicken.

Er wolle, beginnt der Mann und stellt sich dabei als der schnellste Lkw-Fahrer vor, den das Land je gehabt habe. Er wolle das Geld nicht umsonst. Er wolle sich das Geld stets verdienen, auch jetzt noch. Er sei kein Bettler, aber es reiche das, was er bekommt, vorne und hinten nicht. Deshalb biete er stets gegen drei Euro eine Geschichte an. Drei Euro, so schätze er, sei ein durchaus angemessener Preis für eine Landesgeschichte.

Es ist die Nacht vom ersten auf den zweiten Tag des Jahres 2017, die im kalten Warteraum auszuhalten ist, bis mit dem nächstmöglichen Zug wieder aus diesem Land … zum Siebener falle ihm unweigerlich eine Geschichte aus den 1970er Jahren ein, beginnt er seine Geschichte vom Lande, während er die drei Euros … Und wieder, muß augenblicklich gedacht werden, mit einem Rückblick konfrontiert, wie einen Tag zuvor … Seine Geschichten, sagt er, versuche er stets mit einem Bezug zur Gegenwart … deshalb erzähle er am liebsten Jubiläumsgeschichten.

In den ’70ern habe er in einer Kommune in einem der ländlichsten Viertel von Klagenfurt  gelebt, und er sei Fernfahrer – der Lauda der Balkanroute … Prost allerdings hätte ihm persönlich stets besser gefallen.  Bis dann ein Unfall in den späten 1980ern … davon wolle er jedoch nicht erzählen, wie der Unfall mit vier Toten ihn aus der Bahn – für diese Geschichte müßte er einen Aufschlag …

Für drei Euros werde er ab diesem Jahr bevorzugt die Jubiläumsgeschichte von der Tracht erzählen. Von dem Skandal damals. Den aber löste nicht der Trachtenanzug aus, sondern ein Aufsatz über den Trachtenanzug … es scheine ihm, nach seiner Erinnerung, daß 2017 die vierzigste Wiederkehr dieses Skandals … er habe im Jahre 1977 einer Lesung von Bünker – in der Hildebrand habe er seinen Essay, in dem der Trachtenanzug, der Kärntner Anzug, für den kein bestimmter Stoff … die Gesinnung selber der Anzugstoff, ohne diese Gesinnung –  für diesen Ideenwitz müsse ihm jedoch nicht zusätzlich etwas bezahlt werden – hätte Kärnten die bloße Nacktheit als Tracht … eine Nacktheitstracht hätte Kärnten allerdings weltweit einzigartig gemacht – noch eine versäumte Chance …

Dem Mann kann, da wieder zum Einsteigen ist, nicht mehr ganz genau zugehört werden, da es vordringlicher ist, den Zug nicht zu versäumen, er humpelt aber hinterher und erzählt weiter, wie das ganze Land über den Heimatdichter hergefallen, wie das ganze Land durch diesen bärtigen Langhaarigen im Parkalumpen sich beschmutzt … er wolle aber einen Euro zurückgeben, weil er eben nicht die ganze Geschichte – von der Tracht, die keinen Skandal auslöste, sondern erst das Schreiben über den Gesinnungsanzug … für seine noch schnell unterzubringende Information behalte er sich jetzt doch von dem einen Euro, den er zurückgeben wolle, fünfzig Cent …. der Bruder falle ihm noch ein, der Bruder von dem Heimatdichter müsse das genauer wissen, ob der Skandal tatsächlich bereits vierzig Jahre her, es wirklich 1977, denn er könne sich auf sein Gedächtnis schon lange nicht … der Bruder sei ja mit dem Werk vertraut, der habe auch schon öffentlich Gedichte seines Bruders auch nach seinem Tod … ob der Bruder die Gedichte ebenso hoch einschätze wie die in seinen beruflich zu verwendenden Büchern … mehr kann und will nicht mehr verstanden werden, die Waggontür geht schon automatisiert zu, und während der wenigen Minuten, die der Zug benötigt, um aus Kärnten herauszukommen, wird gedacht, vierzig Jahre später wird die Tracht wieder gewählt, getragen, und nicht nur in Kärnten, als wären vierzig Jahre nach hinten vergangen, und nicht nur mehr von jenen, die die aus dem Gesinnungsstoff geschneiderte und entsprechend eingefärbte Tracht anziehen, um nicht nackt in der kalten Landschaft verloren …

Thomas More and William Shakespeare celebrate: Prosit, happy old year 2017!

Am letzten Tage eines Jahres, heißt es sentimental, soll auf das mit diesem Tag ausgezählte Jahr zurückgeblickt werden, auch deshalb, damit das kommende Jahr besser werde.

Nun. Es wird stets am letzten Tage auf das Jahr zurückgeblickt, und das nächste Jahr ist stets wie das vergangene. Nicht besser, nicht schlechter. Bloß ein weiteres Beginnen mit dem Zählen von eins bis dreihundertsechs…  nur ein weiteres Jahr, das vergeudet.

Der letzte Tag des Jahres 2016 bietet sich an, nicht auf ein Jahr zurückzublicken, sondern auf fünfhundert Jahre, auf das, was 2017 vor fünfhundert Jahren …

Das Malheur des Menschen ist es wohl, daß er in fünfhundert Jahren nicht gelernt hat, anders zu reden und vor allem anders zu denken.

Das zeigt auch das Büchlein, das 2016 in deutscher Sprache erschienen ist: „Die Fremden. Für mehr Mitgefühl.“ Dieses Büchel zeigt es nicht dadurch, daß vor fünfhundert Jahren mit „Fremden“ nicht anders umgegangen wurde, als beispielsweise im Jahr 2016. Das Bücherl belegt es dadurch, daß 2016 immer noch gedacht wird, wie jeher. Wenn etwa geschrieben wird, in diesem Büchelchen: es bedürfe eines „neuen Thomas Morus“. Der historische Thomas Morus kann kein Geselle sein, den sich ein Mensch fünfhundert Jahre später zurückwünschen kann, ja, nicht einmal der für das Stück erfundene Thomas Morus kann einer sein, der fünfhundert Jahre später noch eine Rolle spielen darf. Auch dann nicht, wenn berücksichtigt wird, daß der Stücke-Morus etwas schafft, das der historische Morus in der Wirklichkeit vor fünfhundert Jahren gar nicht schaffte.

Das Büchlein wird hochgelobt. Es ist die Rede davon, wie aktuell das sei, was in diesem Stück, an dem auch William Shakespeare mitgeschrieben haben soll, gegen „Fremdenhaß“ … ach, wie – müßte es richtigerweise heißen – unaktuell ist der Mensch des Jahres 2016.

Ein wesentlicher Beitrag zur Gegenwart ist dieses Büchlein also nicht. Sie können es schelten, ob der Eitelkeit der an der Herausgabe Beteiligten: etwas Exotisches gefunden zu haben, oh, einzig erhaltene Stückpassagen in der Handschrift von Shakespeare, von dem sonst, wie es heißt, bloß sechs Unterschriften …

Sie können, wenn Sie verzweifeln möchten, vergleichen, was in fünfhundert Jahren sich nicht verändert hat, von den fremdenfeindlichen Flugblättern zu den fremdenfeindlichen Seiten beispielsweise der Unternehmen Facebook, Twitter, von den fremdenfeindlichen Reden auf den Plätzen zu dem Verbreiten von fremdenfeindlichen Redenvideos im Internet.

Im kommenden Jahr 2017 werden es fünfhundert Jahre her sein, daß die Grauslichkeiten passierten, von denen in diesem Büchlein berichtet wird. Aufgestachelt von fremdenfeindlichen Flugblättern, von fremdenfeindlichen Reden. Und 1517 schaffte es Thomas Morus bloß im Stück, als Figur also, die Menge von weiteren Gewaltausbrüchen abzuhalten. In der Wirklichkeit von 1517 hatte Morus dagegen nichts auszurichten. Und im Stück selbst schaffte es Morus nur mit einer äußerst bedenklichen Agitation, mit einer, die für das Jahr 1517 wohl in Ordnung geht, als eine Zwischenrede auf dem Wege zu weiteren Entwicklungen nicht vergessen zu werden braucht, aber mit einer Agitation, die für das 21. Jahrhundert gänzlich obsolet …

Der Untertitel dieses Büchleins lautet: „Für mehr Mitgefühl“.

An Mitgefühl mangelt es wahrlich nicht.

Es gibt so viele, die Mitgefühl mit den „Fremden“ haben, und auch die „Fremdenfeindlichen“ sind von Mitgefühl zerfressen, das sie gesinnungsgemäß nicht für die „Fremden“, sondern für …

Das Malheur ist, in fünfhundert Jahren nicht gelernt zu haben, anders zu denken, um dann anders zu reden und vor allem anders zu handeln.

The Uncut-New-Years of He.-Chr. Strache: Cheers!

He-Chr Strache kräht Uncut-News in das nächste Jahr.png

Wie in der Collage gelesen werden kann, beabsichtigt He.-Chr. Strache sein Gechrähe auf der Plattform des Unternehmens Twitter über die Rede von Trump

Sebastian Kurz kann stolz auf sich sein, für Uncut-News ist er ein „forscher Außenminister“

in ein weiteres Jahr … von seiner für ihn vertrauenswürdigen

„Gestern feierte ich mein 10“ – tägiges Jubiläum als Verbreiter der Uncut-News.

Website Uncut-News … Es darf angenommen werden, was am 30. Dezember 2016 seit dem 12. November 2016 von ihm nicht gelöscht wurde, das wird er am 31. Dezember 2016 auch nicht mehr löschen.

Daß es von ihm weiter verbreitet wird, überrascht nicht. Überraschend hingegen ist doch eines, daß er, Strache, nicht die neueste News von Uncut-News gleich auf Twitter oder Facebook bringt, nämlich die über den Anschlag in Berlin, der, wie in der Collage ebenfalls gelesen werden kann, … und wird der Verlinkung gefolgt, taucht sogleich Gerhard Wisnewski auf:

„Der ‚Verschwörungs-Theoretiker‘, Filmemacher Gerhard Wiesnewski bringt hier sehr überzeugend ‚Fake News‘ auf den Weihnachtsmarkt: Der kriminelle LKW  hat keine Marken nach Anfahren von Menschen (Kein Blut, keine Textilien, keine Beule) und es gibt viele andere Absurditäten, die den LKW als Mordwaffe ausschliessen. Auch das Umfeld des LKWs zeigt keine Spur  nach zertrümmerten Waren, Tüten usw. Keine Rettungs-Aktivitäten – Opfer, Ärzte zu sehen.“

Es überrascht, daß er, Strache, sich das entgehen läßt, darüber etwas zu bringen, was in den Medien so nicht, von der „Lückenpresse“ (wie er sie am 30. Dezember 2016 in einem Tweet nennt) nicht gebracht wird.

Er, Strache, wird doch nicht beginnen, die „Lückenpresse“ als vertrauenswürdig und Uncut-News als nicht mehr …

Aber He.-Chr. Strache ist nicht mehr von Belang, und das nicht nur seit

He.-Chr. Strache gibt seinen Kanzleranspruch auf

er seinen Anspruch auf den Kanzler aufgegeben hat. He.-Chr. Strache ist bloß noch ein Cheers zuzurufen, in der einzigen in seinem Fall anzuwendenden Übersetzung: Tschüß!

Es geht mehr um Gerhard Wisnewski. Und auch nicht. Ob es bei ihm damit zusammenhängt, daß in seinem Namen news vorkommt? Denn. So schnell kann etwas gar nicht passieren, daß Wisnewski nicht sofort weiß, es ist gar nicht passiert.

Es geht, noch einmal, um seinen Verlagskollegen Wendt, der in Österreich in eine Sendung

Kronpolizist Rainer Wendt – Generalverdächtigungen gegen Flüchtlinge eine Einladungsgarantie von Servus M. F. Mateschitz?

eingeladen wird, um über den Terror zu sprechen, den es in Berlin nach seinem Kopp-Autorenkollegen … Und noch so ein Kaliber von einem Wisnewski ist ein Kopp-Autorenkollege von Wendt: Udo Ulfkotte …

Ein Cheers! der gesamten identitären Parlamentspartei muß menschgemäß folgen, und auf welche Weise, das kann gelesen werden im Kapitel:

Österreich, klage sie nicht an, denn sie wissen, was sie schreiben

NS Wisnewski ist auch jener Kopp-Autor, für den der Unfall von Jörg Haider …

Österreich, klage sie nicht an, denn sie wissen, was sie schreiben

„Nun protestiert das Mauthausen Komitee beim Justizminister wegen eines ähnlichen Falls: Der Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek (FPÖ) hatte einen rassistischen Text, in dem u.a. von ‚dauergeilen Barbaren‘ die Rede ist, mit einem zustimmenden Kommentar via Twitter verbreitet. Deshalb setzte die Staatsanwaltschaft Steyr die Aufhebung seiner Immunität durch und ermittelte gegen ihn wegen Verhetzung. Doch kürzlich wurde das Strafverfahren nach langem Hin und Her zwischen Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwaltschaft und Ministerium ‚im Zweifel‘ eingestellt. Fadenscheinige Begründung: Man habe nicht nachweisen können, dass der blaue Abgeordnete den gesamten von ihm zustimmend kommentierten und verbreiteten Text vorher gelesen habe! ‚Bedeutet das, dass für FPÖ-Politiker nicht nur die Unschulds-, sondern auch die Unzurechnungsfähigkeitsvermutung gilt?‘, will Mernyi von Brandstetter wissen.“

Was kann noch zu dieser staatsgewaltlichen Begründung geschrieben werden?

Vielleicht:

Eine staatliche Begründung als letztes Urteil über Gerhard Deimek. Das Urteil muß jetzt aber von den Wählerinnen und Wählern vollstreckt werden: lebenslängliche Nichtwahl von NR Gerhard Deimek. Da er aber nicht durch eine direkte Wahl in das österreichische Parlament gekommen ist, sondern durch die Wahl seiner identitären Parlamentspartei, heißt es, um genau zu sein, lebenslängliche Nichtwahl seiner ihn entsendenden Partei. Denn. Es kann nur als gemeingefährlich angesehen werden, wenn es bei einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments dermaßen hohe Zweifel gibt, ob er überhaupt etwas liest, ehe er agiert. Nur wer den Untergang will, dem und der kann es gleichgültig sein, ob ein Abgeordneter liest, ehe sie im Parlament den Gesetzen zustimmt oder nicht. Eine Gesetzgeberin, bei der Zweifel bestehen, ob er vor Gesetzesbeschlüssen die Gesetzesvorlagen liest, hat auf alle Zeit verwirkt, weiter ein Gesetzesgeber zu sein.

Vielleicht noch:

NR Gerhard Deimek wird jetzt wohl recht froh gewesen sein, nicht sein eigener Mitarbeiter zu sein, oder beispielsweise nur ein Glühender auf dem Viktor-Adler-Markt. Denn. Dann wäre es ihm wohl anders ergangen, vor der Staatsgewalt, und nicht zu seinem Vorteil. Als Mitarbeiter wäre er wohl sogar von der eigenen Partei verantwortlich gemacht worden, wie jener erst vor kurzem …

Uncut-News: Strache-Team löscht, nicht aber ein Strache

Auch medial wäre es ihm, Deimek, als Mitarbeiter, wohl nicht allzu gut ergangen, wie Beispiele …

Hofer-FPÖ: Auf den Knecht hinhauen, damit der Herr ihn schützen kann

Und hätte er, Deimek, als Mitarbeiter das gar auf der Plattform des Unternehmens Facebook geschrieben, der Justizminister persönlich wäre durch die Welt gereist, mit an seiner Seite der Kunstminister … gemeinsam hätten sie …

Thomas Drozda und He.-Chr. Strache sind sich, was „Facebook & Co.“ betrifft, einig

Aber Gerhard Deimek ist kein Mitarbeiter, und er schreibt auch dort, wo der Justizminister keinen Handlungsbedarf sieht – bei der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Parlamentspartei …

Vielleicht auch noch:

Der Zweifel der österreichischen Staatsgewalt, es könnte tatsächlich irgendwer das Geschwefel von Akif Pirinçci je gelesen haben können, ist nicht unberechtigt. Mehr noch. Sein Geschwefel läßt massiv nach dem Wert der Kulturtechnik des Lesens und Schreibens fragen …

Wie sieht ein von Christa Zöchling beschriebener FPÖ-Anhänger aus? Ein Foto

Akif Pirinçci – der neue Jesus der FPÖ aber spricht im Gleichnis und hat kein Getränk zur Hand

Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci auf Einladung der FPÖ in Wien

Und auch noch:

NR Gerhard Deimek verbreitet nicht nur, was andere schwefeln, er weiß auch selbst für das Eigene den Kornblumenkiel zu führen … ob die Staatsgewalt auch da Zweifel hätte, ob er denn das läse, was er schreibt?

FPÖ-NR Gerhard Deimek will nicht mehr in Österreich kaufen

Es müssen hier nicht alle Kapitel angeführt werden, in denen Deimek vorkommt. Es sind viele, wie in der Collage gelesen werden kann. Suchen Sie einfach nach „Deimek“ und die Ergebnisse liefern Ihnen durchaus eine Begründung für die je Nichtwahl von …

Vielleicht auch noch:

FPÖ - Nur politische Urteile in der Wahlzelle zeitigen erfolgsversprechende Wirkung.pngWie Sie in der Collage ebenfalls lesen können, mußten die Grünen eine „Nachträgliche Mitteilung“ veröffentlichen, daß gegen NR Gerhard Deimek von der Staatsgewalt kein Verfahren einleitet. Seien Sie politischer als die Grünen. Laufen Sie nicht zum Bezirksgericht. Sondern. Fällen Sie Urteil dort, wo es eine solche Partei wie die deimeksche tatsächlich trifft. In der Wahlzelle. Das Urteil gegen eine solche Partei kann nur lauten: Nichtwahl. Lebenslängliche Nichtwahl. Nichtwahl, bis eine solche Partei aufgibt, je noch zu kandidieren. Nichtwahl, bis eine solche Partei einsieht, es ist sinnlos für sie, zu kandidieren, und sie sich auflöst.

Vielleicht auch noch:

Es ist nicht nur Gerhard Deimek. Sie können hier auch nach anderen Mandataren und Funktionärinnen dieser Partei suchen. Sie werden Ergebnisse erhalten, die nur zu einem Urteil über diese Partei führen können: Nichtwahl.

Nehmen Sie für diese Suche wahllos einen Namen, zum Beispiel Hofer oder Gudenus oder Strache oder Höbart oder Mölzer oder Stiehl oder Rosenkranz oder Haimbuchner oder Wimmer oder und so weiter und so fort.

Vielleicht auch noch:

Es muß schon ein recht guter Zugang zu allen Systemen in einem Land sein, um mit der Milde des Systems … aber auch hier soll es keinen Zweifel geben, wer wo seit einer Ewigkeit dazugehört:

Uncut-Establishment: Hofer. Gerwald FPÖ Hofer.

Auch zur Weihnachtszeit, Klingelingeling, Tatorte überall

Antiziganismus - Antiromaismus - Der Tatort als Tatort.png

Es gab also am 26. Dezember 2016 einen „Tatort“, in dem es um Bettlerinnen und Bettler ging. Mit dem verheißungsvollen Titel passend zur Geburt des Papstes Fetisches: „Klingelingeling“. Mit dem Betteln klingelt es also so richtig in den Pappbechern, mit Betteln ist das große, große Geld zu machen. Das schon gefragt werden möcht‘, weshalb verlegen sich nicht alle auf das Betteln, und lassen Börsen Börsen sein. Ja, mit dem vielen, vielen Geld aus den Pappbechern lassen sich leicht Villen, Paläste bauen, wie allenthalben zu hören ist, in Rumänien, und wer diese dort baut, Sie wissen es auf Anhieb bereits jetzt, ohne diese Ihnen schon an dieser Stelle nennen zu müssen.

Es gibt dazu einen offenen Brief der Bettellobby in Österreich, in dem auf diesen „Tatort“ näher eingegangen wird. Es wird der Vorwurf, die Vermutung behandelt, das Betteln sei kriminell organisiert, „mafiös“ strukturiert. Es wäre wohl zu romantisch gedacht, es könnte beim Betteln zu keinen kriminellen Machenschaften kommen. Sonderlich daran ist aber doch eines. Sowohl die Polizei in Deutschland als auch in Österreich spricht selbst immer wieder davon, wie schwer bis unmöglich es sei, kriminell organisiertes Betteln nachzuweisen, weil es keine Bettlerinnen und Bettler gäbe, die das bestätigen, bezeugen würden. Es wird vermutet, sie hätten zu viel Angst davor, gegen die „Bettlerbosse“ auszusagen. Sogar in den Betlehems der Mafia – in Italien, in den Vereinigten Staaten – gab und gibt es immer wieder Mitglieder der Mafia, die als Kronzeugen gegen die Mafia … nur unter den Bettlerinnen und Bettlern will niemand  sich finden lassen, der oder die gegen ihre „Hintermänner“ auszusagen bereit ist. Beurteile das, wer kann …

In dem offenen Brief wird auch von „rassistischer Hetze“ gesprochen. Das kann genauer benannt werden. Es geht – auch zur Weihnachtszeit – um Antiziganismus, Antiromaismus.

In diesem „Tatort“ als Tatort.

Denn. Es ist von „rumänischen“ Bettlern und Bettlerinnen die Rede. Und wenn von „rumänisch“ gerade im Zusammenhang mit Bettlerinnen die Rede ist, ist in Österreich die automatische Übersetzung von „Rumänen“: „Zigeuner“. Ein weiteres, starkes Indiz: es wird eine Geschichte erzählt, deren Mittelpunkt Babys sind. Es mag den Macherinnen und Machern an ihrem Tatort nicht aufgefallen sein, wie sehr sie bei ihrer Tat von dem kollektiven Gedächtnis geleitet wurden, wie sehr einer ihrer Hintermänner ihres Tatortes auch ein Martin Luther gewesen sein könnte. Denn seit den Tagen auch

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Promoting Luther`s teaching by Playmobil

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Ach, bettelten bloß Deutsche – Freiheitliche prangerten Rassismus an

eines Martin Luther bis herauf in die Gegenwart spielen Kinder eine wesentliche und also eine gegen „Zigeuner“ gerichtete Rolle. Das aber kann nur vermutet werden, daß einer ihrer Hintermänner Martin Luther … die Macherinnen und Macher dieses Tatortes werden, ist zu befürchten, nicht gegen ihre Hinterfrauen aussagen, schon gar nicht gegen den Boss Luther – wohl nicht aus Angst, sondern weil sie es selbst gar nicht wissen, genauer, bewußt nicht wissen wollen, aber es unbewußt nur allzu genau wissen und sich davon leiten lassen – das Unbewußte macht die Politik, ist die Politik … Vielleicht ist doch auch ein wenig Angst dabei, metaphysische Angst, und gerade Weihnachten als einen solchen Tatort kann Fürbitte vom Boss Luther bei seinem Boss, der er auch selbst ist, nicht schaden …

Wenn von „Rumänen“ gesprochen wird, gerade im Zusammenhang mit dem Betteln, sind „Zigeuner“ gemeint, und „Zigeuner“ im lutherischen Sinne seit fünfhundert Jahren … Ein weiteres Indiz dafür: Es heißt, Täterinnen kehren stets an ihren Tatort zurück. Auch in diesem Fall ist es nicht anders. Wie in der Collage gelesen werden kann, war der „Tatort“ auch in der Vergangenheit ein Tatort des Antiziganismus, Antiromaismus. Damals mußte noch von Roma und Sinti gesprochen werden. Inzwischen reicht es von „Rumänen“ zu sprechen, wenn Roma und Sinti gemeint werden wollen. Na ja, ganz ohne Hinweise geht es doch nicht, um sicher zu gehen, daß auch alle wissen, wer gemeint ist, das läßt sich auch bildlich arrangieren …

Antiziganistinnen und Antiromaisten meinen klüger geworden zu sein, aber sie bleiben, was sie sind, Täter, die an ihren Tatort zurückkehren, dabei etwas vorsichtiger agieren. Denn. Wer will schon Rassist genannt werden, der sich selbst so gar nicht als Rassistin versteht und sieht?

PS An dem Fernsehtatort des Antiziganismus, Antiromaismus sagen die Wiederholungstäter, den Bettlern und Bettlerinnen solle kein Geld gegeben werden, als Handlungsanleitung. Wer kennt diese Handlungsanleitung nicht? Aus einschlägigen Kreisschaften. Sollte das im Fernsehtatort Realismus darstellen? Freilich, es ist Realismus, in Österreich etwa der Realismus der identitären Parlamentspartei …

jorge-mario-franziskus-bergoglio-kust-seinen-fetischPPS Mit einem Kinde als Brieftaschenöffner kann schon recht ordentlich verdient werden, wie vor allem ein Organisierter Glaube es seit über eintausend… Paläste überall – nicht nur in Rumänien, Bettelei mit dem Kinde nicht nur zur Weihnachtszeit …

PPPS Gab es schon einen „Tatort“, in dem die Handlungsanleitung vorkam, es sollen beispielsweise in Deutschland, in Österreich keine Produkte gekauft werden, die von Menschen in fernen und absolut armen Ländern unter kriminellen Bedingungen und oft unter lebensbedrohenden Bedingungen hergestellt werden müssen?

Mâneasca Klingelingeling Tatort.png

Was ist ein Lkw gegen eine Atombombe, einen Supergau? Ein Holzspielzeug.

Was ist ein Lkw gegen Atomwaffen und Atomkraftwerke - ein Transportfahrzeug.jpgEin Fahrzeug für Transporte, das ist ein Lkw.

Und in Österreich ist ein Lkw ausschließlich ein Transportfahrzeug. Dennoch wird hysterisch über einen Lkw in Deutschland eine Groteske nach der anderen ausgestrahlt, weil ein einziger zum Morden mißbraucht wurde. Als  wären die Menschen in Österreich in Gefahr, als wäre – den Patrioten und Patriotinnen gewidmet: als wäre das Land in Gefahr, als wären die Werte in Gefahr.

Aber was sind das für Werte? Es sind die Werte der Gleichgültigkeit. Die Werte der falschen Gewichtung.

Gegen ein Transportfahrzeug will Lebenskultur, Bräuche, Freiheit, Demokratie und so weiter und so fort verteidigt werden, hingegen wird zugesehen, wird akzeptiert, wird verteidigt, die tägliche Aufrüstung des Arsenals zur Vernichtung von allem …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte …

In einer Welt der Überverschwendung an Ressourcen und an Steuergeld für Waffen aller Art zum n-fachen Ermorden von allen Menschen, von allen Lebewesen, in einem Europa mit Dutzenden von Atomkraftwerken, viele davon in unmittelbarer Nähe zu Österreich, wird in Österreich über einen Lkw im fernen Berlin gekreischt, von der Regierung ab…, nein, von der Regierung aufwärts bis zu den Menschen in den letzten grindigen Punschställen zum christlichen Glühen ob der Geburt des Papstes Fetisch.

Es werden in diesem Österreich, auch in Österreich, Menschen hofiert und verteidigt,

Trump, Erdoğan, Putin, Schirach, Assad May

Der geschichtevergessene Sebastian Kurz, Donald Trump oder Adolf Hitler hielt nie Wahlkampfreden

Mother, the man with the knob is here

Kathrin Zechner, Schutzheilige der Wachen

die offen beispielsweise vom Einsatz von Atomwaffen sprechen …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Auslöser für diese Drohung ein: Fake News. Eine gefälschte Nachricht also.

Und wenn eines Tages, eines schönen Tages, stellen Sie sich das vor, eines Tages die ganze Welt durch Atombomben vernichtet sein wird, das ganze Österreich menschenentleert und tierentleert sein wird durch Atomreaktorunfälle, dann werden Sie, wenn Sie dafür noch vielleicht zwei oder vier Sekunden haben, denken, was wäre das für eine schöne Welt gewesen, in der es nur Lastkraftfahrzeuge gegeben hätte, aber keine Atomwaffen, keine Atomkraftwerke, wie äußerst gering wäre Ihre Sicherheit bedroht gewesen, werden Sie denken, und, wie leicht hätten Sie sich davor schützen können, wenn einmal und tatsächlich etwa in Kleinraming ein Lkw als Mordwaffe mißbraucht worden wäre, durch Ihre Aufmerksamkeit, mit einem raschen Sprung zur Seite … Sie hätten dem Anschlag selbst, wenn Sie je in Ihren achtzig oder neunzig Lebensjahren in diese Situation gekommen wären, entgehen können, durch eigenes Handeln, aber ein Supergau, eine Atombombe verhöhnt bloß noch und ein letztes Mal in Ihrer Todesstunde Ihren Glauben an Ihre eigene Handlungskompetenz, an Ihre selbstbestimmte Existenz, an …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Regierungsverantwortliche bereits bereit sind, Atomwaffen einzusetzen, nur weil sie eine gefälschte Nachricht lesen – was für eine Unverantwortlichkeit! was für ein Terror! was für eine Bedrohung durch falsche Nachrichten! was für eine Wertelosigkeit!