Österreich: Eine jakobinische Bundesregierung zur Abwehr von Schrecklicherem durch das sogenannte eigene Volk?

Vor kurzem sang in Salzburg einer die Arie vom „Terror der Jakobiner“. Und daran kann angeknüpft werden, um etwas Positives über die SPÖ-ÖVP-Regierung zu sagen.

Es werden wohl viele unverständlich finden, daß, wie aktuell wieder, der derzeitige Verteidigungsminister Millionen um Millionen für die Aufrüstung des Militärs ausgeben will, um gegen „Terror“ in Österreich … in Österreich gegen Terror … und in einem Atemzug müssen auch Flüchtlinge genannt werden … Notverordnung und so weiter und so fort …

Es werden wohl viele meinen können, hier bettle ein Verteidigungsminister nach Anschlägen in Österreich. Denn. Es muß für nun hauptsächlich von Gott – der sich derzeit darin gefällt, Allah gerufen zu werden – getriebene Mörder und Mörderinnen doch eine besondere Herausforderung darstellen, Hans Peter Doskozil und soher der gesamten SPÖ-ÖVP-Regierung einmal recht zeigen zu können, wo der Terrorist seine Glock holt.

Es werden wohl viele meinen können, mit der Aufrüstung erfülle sich ein Bub noch rasch, ehe sein Gesicht in Falten des Alters gelegt, einen Traum, wie ein Bube zu sein hat, womit ein Bube zu spielen hat: Granatwerfer, Scharfschützengewehre …

Und diese Annahmen sind möglicherweise alle sehr ungerecht, gegen Hans Peter Doskozil, gegen die SPÖ-ÖVP-Regierung.

Denn.

Es scheint in diesem Land, also in Österreich, keine anderen Themen mehr als Terror und Flüchtlinge zu geben. In diesem terrorfreien Österreich, in dem gutter press als auch quality press mit mühsam konstruierten Terrorbedrohungen, die auch Österreich … terrorisieren. Wer mit dem Rad über das Land fährt und etwa in einer Trachtenmostschenke einkehrt, bekommt sofort zu hören, ehe noch Platz genommen werden kann, etwas über Terror und Flüchtlinge, wer bei einem Greißler einen Liter Milch kauft, bekommt kostenlos dazu bizarre Geschichten über Flüchtlinge zu hören, stets mit der mehrfachen Versicherung, das sei aber nicht gelogen, wer in der Straßenbahn sitzt, bekommt, ja … das sei aber nicht gelogen … Auf das im Internet Verbreitete muß erst gar nicht besonders hingewiesen werden … und das sei aber nicht gelogen, denn es steht ja geschrieben, wie das Wort Gottes, der nun unter dem Pseudonym Allah eifrig unterwegs ist und recht oft ist Allah auch unter dem Pseudonym Gott … Gott sei tot, hat es einmal geheißen, und nun: er ist auferstanden, sehr lebendig, und damit Götter auferstehen können, müssen Menschen sterben, müssen Menschen geknechtet werden, müssen der Menschen Freiheiten für der Götter Freiheiten geopfert werden …

Aber die Götter sind nicht das Thema, sondern die SPÖ-ÖVP-Regierung.

Es kann die SPÖ-ÖVP-Regierung verstanden werden, daß sie agiert wie sie … In diesem Land, in diesem Österreich, in dem von nichts anderem mehr gesprochen und geschrieben wird, als von Terror und Flüchtlingen. Wahrscheinlich haben auch die Träume, die nun in Österreich geträumt werden, nur mehr Terror und Flüchtlinge als bizarre Wirklichkeit …

Die SPÖ-ÖVP-Regierung muß hart, streng sein, destruktiv, zukunftslos sein, damit es das Volk nicht sein muß.

Das Volk muß es auch nicht sein, aber es will sein. Soher kann die Bundesregierung verstanden werden, wenn es tatsächlich ihr Wille ist, Schrecklicheres durch das sogenannte Volk abzuwehren.

Es ist zukunftslos und destruktiv, Millionen hinauszuwerfen, beispielsweise für Granatwerfer. Granatwerfer hinterlassen stets nur verbrannte Erde … Und wo in einem terrorfreien Land will der Verteidigungsminister und mit ihm die gesamte Regierung die Granatwerfer zum Einsatz bringen können … Österreichische Granatwerfer hinterlassen nicht einmal verbrannte Erde.

Aber die SPÖ-ÖVP-Regierung muß hart … damit es das Volk nicht sein muß. Und wer die Äußerungen, die Drohungen im Wir-sind-das-Volk-Internet nur ein wenig kennt, versteht den Kurs der SPÖ-ÖVP-Regierung, auch wenn es ein zukunftsloser, ein destruktiver …

Die SPÖ-ÖVP-Regierung getrieben von der Angst vor dem sogenannten eigenen Volk, und das ist die einzig berechtigte Angst in diesem Land, in Österreich … Und hier ist der Anknüpfungspunkt zum „Terror der Jakobiner“. Es kann nur empfohlen werden, das Buch von Sophie Wahnich zu lesen: „Freiheit oder Tod. Über Terror und Terrorismus“. Was sie über die Französische Revolution schreibt, macht verständlich, auch verständlich das Agieren der SPÖ-ÖVP-Regierung.

Ein Zitat, das Sophie Wahnich in diesem Buch zitiert, aus der damaligen Zeit soll es veranschaulichen, worum es geht, Anreiz sein, das Buch tatsächlich zu lesen:

„Seien wir schrecklich, damit das Volk es nicht sein muss.“

Es ist der Terror des Volkes, der die SPÖ-ÖVP-Regierung vor sich hertreibt, auf den diese Regierung reagiert, auf den die Regierung aber doch nur mit einer Symbolpolitik reagiert, mit Symbolen aber, die für nichts tauglich sind, keinen Erfolg für die Regierung versprechen können, weil sie lediglich Verstärker dieses völkischen Terrors sind, dem ein jeder Mensch in diesem Land, in Österreich, sofort ausgesetzt ist, kaum daß er digitale oder analoge Räume betritt, österreichische Medien aufschlägt …

SPÖ-ÖVP-Regierung - Terror - Freiheit.jpg

 

„Europäisches Forum Linz“ – „Tagung Überfremdung“ und „Messe“ von recht Einschlägigen

Worum es bei diesem „Kongress Verteidiger Europas“ gehen wird, darüber gibt es wieder ein paar Information mehr, in der „Blauen Narzisse“ am 5. August 2016 schreibt Fabian Müller:

„In Linz findet am Wochenende des 29. Oktober zum ersten Mal eine Tagung gegen die Überfremdung der europäischen Völker statt. Die federführende Organisation der zweitägigen Veranstaltung übernimmt das Magazin Info-Direkt in Kooperation mit Unzensuriert.at. Zu der Tagung rund um ein patriotisches Europa kommen bekannte Vertreter aus Kultur, Publizistik und Politik und referieren zu den aktuellsten europäischen Themen oder stellen sich auf der gleichzeitig stattfindenden Messe vor. Auch die Blaue Narzisse ist mit einem Ausstellungsstand vertreten und wird sich inhaltlich einbringen. In den letzten vier Jahren fand mit dem zwischentag an wechselnden Orten mit mehreren hundert Besuchern bereits in der Bundesrepublik Deutschland eine konservativ-patriotische Messe statt. Dieses Jahr wird es dies nicht geben, dafür werden viele Aussteller und bekannte Gesichter des zwischentages nach Linz reisen und für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Wie der Veranstalter bereits bekannt gab, ist auch bei der Premiere in Österreich mit mehreren hundert Gästen zu rechnen. Die diesjährige Messe bietet vielfältige Angebote rund um den freien Geist, konservative Standpunkte und offene Diskussionskultur.“

Hervorzuheben davon ist wohl:

Also „die federführende Organisation der zweitägigen Veranstaltung übernimmt Info-DirEuropäisches Forum Linz Kongresss Überfremdung - Identitäre Unzensuriert Blaue Narzisse.jpgekt in Kooperation mit Unzensuriert“, bei der es um die „größte Rückeroberung aller Zeiten“ – so jedenfalls im Video angekündigt, wie hier gelesen werden kann …

„Zwischentag“; Messe im Luxus-Jahr der vielen, weil auch einem Kandidaten als Geschenk richterlich gereichten Bundespräsidentschaftswahlen also in Österreich. Um was für eine Messe sich dabei handelt, ein erster Einblick aus der Vergangenheit: Freiheitliche in Berlin in recht einschlägig bekannter Gemein-Schaft …

NS Über die „Blauen Narzisse“, die auch in Linz mit einem „Ausstellungsstand vertreten“ sein wird, konnte auch schon erfahren werden, wie etwa Referenten eingeschätzt werden, die in das österreichische Parlament eingeladen werden: „Kein Bier für Nazis“ …

Aber auch, zu was jemand aufruft, der auch für die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ schreibt: „Wieder hinaus auf die Straße“

Über diese „Tagung gegen die Überfremdung der europäischen Völker“ wurde ebenfalls bereits … Europäisches Forum Linz – Wunsch nach einem Ehrenschutz …

Wie in der Collage gelesen werden kann, sind die vom Verfassungsschutz beurteilten außerparlamentarischen I… recht dort, wo auch die Website der identitären Parlamentspartei ist, und wo diese dürfen auch die Burschenschaften nicht fehlen, weder in Deutschland noch in Österreich …

Hofer-FPÖ: Auf den Knecht hinhauen, damit der Herr ihn schützen kann

Es ist selbstverständlich informativ, wenn, wie aktuell, die Tageszeitung „Der Standard“ über die Netzwerke und Verstrickungen eines Mitarbeiters und eines zweiten Mitarbeiters berichtet, unter der Schlagzeile „Norbert Hofers Vorliebe für rechte Burschen“ …

Zugleich ist es, erstens, eine Wiederholung. Nicht anders wurde es medial und politisch beim vorletzten NR Präsidenten III getan.

Und nun wird das beim letzten NR Präsidenten III wiederholt.

Es wird dem Mitarbeiter vorgehalten, er fände „Pegida“ als eine „unterstützenswerte Bewegung“ an – Norbert Hofer hält die Anliegen der „Pegida“ für „berechtigt“ …

Es wird dem Mitarbeiter vorgehalten eine Verbindung, die in „sozialen Medien“ mit einer „drastischen Sprache und Hetze“ auffallen – ach, wie fein und hetzlos dagegen die Sprache von Norbert Hofer, beispielsweise auf seiner Website, mit der um …

Es werden ihm in Österreich medial keine direkten Fragen gestellt, zum Beispiel, weshalb er bis jetzt nichts gegen die Verleumdung unternommen hat, zu der sich weitere Fragen ergeben, die ihm seit langem vorliegen, unbeantwortet, wie gelesen werden kann, etwa die zu Verhältnis zum Verleumder …

Was dem Mitarbeiter nicht vorgeworfen werden konnte, ist, daß er den Antifaschismus als den Faschismus bezichtigt – Norbert Hofer hingegen …

Dem Mitarbeiter wird sein Auftreten beim Grab von Walter Nowotny vorgehalten. Wenn er Geld dafür vergeuden könnte, würde es ihm von Medien in Österreich wohl nicht zum Vorwurf … Wahrscheinlich müßte er nur Vizebürgermeister in Wien sein, teure Briefe für Walter Nowotny schreiben und seine Presse wäre eine vorzügliche …

Wäre einem Mitarbeiter nachgewiesen worden, er schriebe für die Website der … was wäre das für ein Hallo gewesen, aber über diese hat ja auch das „Profil“ erst vor kurzem so umfassend …

Wäre Georg Zakrajsek ein Mitarbeiter von Norbert Hofer, dann könnte er sich medial wohl auch etwas anhören. Aber er ist einer, der von Norbert Hofer empfangen wird, ein Mann der ehrenwerten Gesellschaft, der beispielsweise weiß, wie Menschen aus Afrika zu bezeichnen sind, aber auch, wie die Welt unter der Waffenlosigkeit leidet …

Dem burschenschaftlichen Mitarbeiter wird es wohl warm ums Herz gewesen sein, im österreichischen Parlament zu arbeiten, wo es so recht anders zugeht als in Deutschland, wo Burschenschafter entlassen werden. Aber Norbert Hofer mit seinem Fleck am rechten Platz lädt in das Parlament, um zu ehren, die …

Der Mitarbeiter hat wohl noch Glück im Unglück … Gäbe es von ihm ein Bild mit der Korn…, was wäre das noch für eine Aufregung geworden – Norbert Hofer trägt diese. Diese Blume, die seit dem Erlaß für antiösterreichische Gesinnung steht, seit über einhundert Jahren …

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der FPÖ werden wohl auch eines Tages dafür verantwortlich gemacht werden, daß beispielsweise das Studienzentrum Weikersheim – in Deutschland umstritten, in Österreich recht für das Parlament …

Es wird die Redaktion der Tageszeitung der quality press möglicherweise es für Schade befinden, kein Bild eines hoferischen Mitarbeiters mit einem Identitären … Mauerexperten dürfen halt nur mit den Herren auf das Bild …

Markus Fink - Mauerhochzieher - zärtlich von Norbert Hofer und He Chr Strache in deren Mitte genommen

Zugleich ist es, zweitens, ein wohl nach wie vor verkapptes Verhältnis zur Autorität in Österreich – Mentalität von Untertanen und Untertaninnen … Übrigens kann Norbert Hofer schon seiner Schutzherrnfunktion nachkommen, wie gleich im ersten Absatz des oben erwähnten Artikels gelesen werden kann. Mit seiner Verteidigung seines Mitarbeiters wegen „früherer Nazi-Umtriebe“. Damit hat Norbert Hofer eine nicht gestellte Frage wenigstens beantwortet, wie er den „Schutzherrn“ anlegen wird, sollte er …  Und welche Veranstaltungen wird er seines besonderen Schutzes, sollte der Wunsch an ihn herangetragen werden, für …

Es ist, drittens, wie gesagt, eine Wiederholung, und in Österreich bleibt eine Farce auch in der Wiederholung bloß eine Farce. Aber auch in der Farce ist irgendwer ein … Bei Freiheitlichen als Arbeitnehmer ein armes Schwein …

PS Es geht bei den Mitarbeitern auch um Herwig Götschober, über den einiges zu schreiben war, im Zusammenhang mit Silke Götschober – Burschenschaften und Frauenschaften

Kant – Putin, Unzensurix: Von der Schrecklichkeit der eiskalten Pflicht

FPÖ Unzensuriert Putin Unzensurix Kant - Von der schrecklichen PflichtWenn Vladimir Putin das Haus von Immanuel Kant renovieren läßt, wenn Unzensurix von FPÖ unzensuriert ein Loblieb auf Immanuel Kant schreibt, dann ist es Zeit für ein langes Zitat, Zeit für den ganzen Essay von Miguel de Unamuno, von einem Mann, den Faschisten und Faschistinnen in die Verbannung schickten.

Zuvor aber noch der letzte Absatz von Unzensurix, der wieder einmal tief blicken läßt:

„Wladimir Putin bezahlt es selber
Dies dürfte Präsident Wladimir Putin, der wohl die Bedeutung Kants für die abendländische Zivilisation begreift, ziemlich gegen den Strich gegangen sein. Denn er ordnete an, dass das Gebäude für 46,3 Millionen Rubel (mehr als 650.000 Euro) restauriert werden soll. Das Geld wir allerdings nicht dem russischen Steuerzahler umgehängt, sondern aus seiner persönlichen Präsidentenreserve bereitgestellt.“

„Aus seiner persönlichen Präsidentenreserve“ … Na, wer diesen Strumpf wohl aufgefüllt hat und weiter auffüllt? Wer als Unzensurix schreibt, ist nach wie vor nicht bekannt, aber durchaus einer Recherche wert …

Woher Unzensurix seine Informationen nimmt und mehr oder weniger abschreibt? Von Sputnik Deutschland, wie anhand der Verlinkung in seinem Kommentar festgestellt werden kann … Die Website der FPÖ verbreitet also auch putinsche Propaganda …

Und eines noch.

Daß gerade Herwig Seidelmann in seinem Kommentar dazu auch den sogenannten kategorischen Imperativ listet, läßt ebenfalls tief blicken … Seidelmann, der weiß, wie ein Bundespräsident sein sollte

Wenn also FPÖ unzensuriert und Vladimir Putin sich auf Immanuel Kant besinnen, ist es Zeit in Erinnerung zu rufen, was Unamuno einst schrieb, noch vor dem Nazi-Krieg, denn dieses Morden erlebte Unamuno nicht mehr.

 

Miguel de Unamuno

Juni 1916

Die Pflicht und die Pflichten

Ein nordamerikanischer Professor, Mr. John Dewey, sagt in einem Büchlein über deutsche Philosophie und Politik (German Philosophy and Politics) im Bezug auf die Ethik von Kant, daß „die Heilsbotschaft einer Pflicht, jeden Inhalts bar, dazu beschaffen war,  solche besonderen Pflichten, wie die bestehende nationale Ordnung sie vorschreiben mochte, zu sanktionieren und zu idealisieren“. Und er schreibt „Duty“ in Großbuchstaben, die Kantsche, rein formale und sinnentleerte Pflicht, die des kategorischen Imperativs, und „duty“ in Kleinbuchstaben, die tatsächlichen und konkreten Pflichten, wie die der Bergpredigt im Evangelium oder wie die Preußischen Militärvorschriften. Und Mr. Dewey fährt fort: „der Pflichtsinn muß seinen Gehalt irgendwoher nehmen … Konkret gesprochen: Was der Staat befiehlt, ist die gemäße äußere Erfüllung eines rein inneren Pflichtsinns.“ „Das bedeutet, daß der kategorische Imperativ, da er etwas rein Formales ist, mit Materie aufgefüllt werden muß, und diese wird von den Autoritäten des Staates beigesteuert. In letzter Konsequenz heißt es also, daß die Pflicht das ist, was der Staat befiehlt. Wenn der Staat etwa befiehlt, man habe Greise, Frauen, Kinder und unbewaffnete Männer von einem Zeppelin oder einem Unterseeboot aus zu töten, so ist es eine Pflicht – eine patriotische Pflicht, nehme ich an –, sie zu töten. Und so hört es auf, ein Gemetzel zu sein. Oder es ist, wenn man will, ein Kantsches Gemetzel, kategorisch oder formal.“ (Das mit dem Gemetzel ist ein Euphemismus.)

„Doch wenn wir“, sagt er, „nicht dieses unerschütterliche Kriterium einer kategorischen Pflicht in Großbuchstaben suchen, die formal und vor allen ihren Konkretisierungen existiert, worauf sollen wir dann unsere kleingeschriebenen Pflichten gründen, die empirischen und materiellen?“ Wir müssen vermeiden, in die Kasuistik zu verfallen. „Wir sind uns schon darüber einig geworden, daß der ethische Empirismus den oberflächlichen Engländern überlassen bleiben soll, die unverbesserliche Pragmatiker sind und nicht weniger unverbesserliche Gefühlsmenschen. Sie waren es, die mit Adam Smith die Ethik auf die Sympathie begründen wollten; die mit Bentham versuchten, die Gefühle zu gewichten und zu messen, und die mit Stuart Mill den Militarismus anprangerten. Nichts als Oberflächlichkeit und Mangel an philosophischem Sinn. Oder höchstens verschwindend kleiner philosophischer Sinn.“

Sollen wir zum Beispiel als Kriterium unserer Handlungen die Förderung des Glücks heranziehen? Weit gefehlt! Wir wissen doch, daß es Leute gibt, die sehr ernsthaft die Ansicht vertreten, der Mensch habe kein Recht auf Glück. Er hat kein Recht …, hat kein Recht …; was bedeutet das eigentlich, Recht oder kein Recht auf etwas zu haben?

Doch während die einen, die mit dem kategorischen Imperativ, dem Menschen sein Recht auf Glück streitig machen, kommen andere und sagen ihm, er habe das Recht auf Leben. Das mit dem Recht auf Leben verstehe ich erst recht nicht. Was soll das bedeuten, Recht auf Leben zu haben? Ein Freund sagte mir, da der Mensch geboren werde, um zu leben, habe er das Recht auf Leben, und ich fragte ihn, indem ich die dialektische Mühle im Vakuum kreisen ließ, ob er geboren werde, um zu leben, oder ob er nicht lebe, weil er geboren wurde. Denn mit demselben Recht, mit dem er mir sagte, wir würden geboren, um zu leben, könnte ich ihm erwidern, daß wir geboren würden, um glücklich zu sein. Worauf er mir mit Verachtung entgegnete, letzteres sei ein katechistischer, das heißt, kindischer und alberner Begriff, denn nur dem Katechismus falle es ein, zu behaupten, der Mensch komme auf die Welt, um Gott in diesem Leben zu dienen und sich dann im ewigen Leben Seiner zu erfreuen. „Das ist doch nur Hedonismus!“, endete er entschlossen und sah mich an, als wollte er sagen: Na, was sagst du jetzt?

Die Beförderung des Glückes als Maßstab unserer Handlungen zu nehmen, ist etwas, was, wie ich meine, vielen Entsetzen einflößt. Vor allem denjenigen, die der Kultur ihren Kult erwiesen. Das ist Hedonismus oder Utilitarismus und nicht Sache eines Volkes, das etwas auf sich hält. Eines Volkes, sage ich, nicht eines Menschen.

Sehr richtig sagt der oben erwähnte Mr. Dewey, „Menschen, die bekennen, da sie bei der Prüfung einer Handlung keine Rücksicht auf Glück nehmen, haben eine leidige Art, nach ihrem Prinzip zu leben, denn sie machen andere unglücklich“. Und so ist es.

Obwohl es vielleicht angebracht ist zu sagen, daß sie vom Glück eine höhere, reinere, vor allem reinere, Anschauung haben. Denn so wie es eine reine Vernunft, einen reinen Willen, eine reine Intuition, eine reine Materie gibt, etc. etc. … (diese drei Punkte sollen eine unendliche Zahl von Etceteras verkörpern, wie in einem periodischen Dezimalbruch, auch er: rein), muß es auch ein reines Glück geben. Und was ist das reine Glück? Oh, auf dieser Vorstellung von Reinheit beruht ja der springende Punkt! Denn sobald jemand das reine Glück anvisiert – so, in Großbuchstaben, wie die PFLICHT –, kann er mit dem ruhigsten Gewissen die kleinen Glücke in Grund und Boden treten, das kleingeschriebene Glück, das Glück von diesem und von jenem und von diesem dritten. Das einzige, was zählt, ist das großgeschriebene oder reine GLÜCK, das ideale, das des MENSCHEN, ebenfalls großgeschrieben und rein, das des BEGRIFFS des MENSCHEN, mit dem die Logik des letzten großen Kantianers, des Juden Cohen, ihre Krönung und Überhöhung erfährt. Angesichts des BEGRIFFS des MENSCHEN – beide großgeschrieben und rein –, das heißt aber, angesichts des BEGRIFFS-MENSCHEN, muß sich nicht nur jede einzelne von uns, diesen elenden kleingeschriebenen und unreinen Menschen aus Fleisch und Blut, opfern, sondern muß jeder von uns auch die übrigen opfern. Wenn’s nottut, auch, indem wir sie umbringen. Dafür ist ja der Krieg da, welcher die höchste Liturgie im Kult an die REINHEIT und an den BEGRIFF darstellt. Denn solange man nur rein, diszipliniert, aus der großgeschriebenen PFLICHT heraus tötet, befindet man sich bereits außerhalb dieser lächerlichen Kleinigkeiten wie etwa der des fünften Gebotes des Gesetzes Gottes. Denn diese Gebote schreiben ja nur kleingeschriebene Pflichten vor.

Die Sache mit dem höchsten Glück kannten schon unsere entferntesten – ach, gar nicht so weit entfernten! – Vorfahren, die die Inquisition schufen, die mit dem Kreuz am Degenknauf auszogen, Leiber zu töten, um Seelen zu retten. Das waren edle Vorläufer von Kant … Hatten wir denn nicht festgestellt, daß Spanien das Land der Vorläufer ist? Vorläufer von Descartes, Vorläufer von Kant, Vorläufer des Preußenkaisers …

Diese edlen Spanier waren also Vorläufer von Kant, die dem kategorischen Imperativ gehorchten, fremde Seelen zu retten, der geheiligten großgeschriebenen PFLICHT, Ketzer zu töten.

War es denn nicht Kant, der mit dem ewigen Frieden, der da sagte, wenn die Menschheit als Ganzes im Begriffe wäre unterzugehen, und es gäbe einen vom Gericht zum Tode Verurteilten, so müßte man ihn noch vor dem allgemeinen Untergang hinrichten? Ja, so sprach der gestrenge Mann, der kein Mitleid kannte. Und dann gab es Schüler von ihm, die sogar vom Recht auf Strafe sprachen.

Das Recht auf Strafe! Das ist allerdings wahrlich rein! Es bedeutet, daß ein zum Tode Verurteilter das Recht darauf hat, daß man ihn henkt oder erschießt oder guillotiniert. Denn das ist es, was ihm der Priester sagen kann, der ihm mit dem Kreuz in der Hand beisteht, damit er gut sterben kann: „Glücklich du, mein Sohn, der du reuevoll stirbst, nachdem du deine Sünden bekannt hast, reumütig, bußfertig und losgesprochen, da du die Gewißheit hast, endlich die ewige GLÜCKSELIGKEIT zu erlangen! Und dank dieses Todes werden dir viele Jahre Fegefeuer erlassen werden! Was wäre geschehen, mein Sohn, wenn man dich begnadigt und deines Rechtes auf die Todesstrafe beraubt hätte, auf diese exemplarische Strafe, mit der du zum Wohl der öffentlichen Sicherheit beiträgst? Nun, es hätte geschehen können, daß du wieder in Todsünde verfallen wärest und daß dich der Tod ereilt hätte, während du noch in ihr lebtest. Was dann? Was für ein Glück, das dir nun zuteil wird, mein Sohn!“ Und wenn man sich dies wohl überlegt, versteht man die Reichweite der Sache mit dem Recht auf Strafe.

Wie? Hält etwa irgendein Leser diese Reflexionen für unangebracht, findet er sie gar makaber? Nun, das ist darauf zurückzuführen, kann ich ihm versichern, daß es ihm an Reinheit des Verständnisses mangelt. Das heißt, es geht ihm philosophischer Geist ab. Denn so wie Pascal zwischen dem geometrischen – oder mathematischen – Geist und dem Geist intuitiven Erfassens – l’esprit de Finesse – unterscheidet, so gibt es auch den philosophischen Geist, das heißt, den der Reinheit. Denn die reine Vernunft, Organ des philosophischen Geistes, ist es, welche die reinen Dinge, d.h. die reinen Ideen, versteht und handhabt. Denn ein reines Ding ist nichts als eine Idee. Oder besser gesagt, ist nichts weniger als eine Idee. Auch diese großgeschriebene PFLLCHT ist nichts als …, d.h. nichts weniger als eine Idee oder ein Begriff. Dewegen ist sie schrecklich!

Gibt es denn etwas Schrecklicheres als eine Idee? Der Leser hat wahrscheinlich noch nie darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn man von einem sagt, eine Idee habe sich ihm in den Kopf gesetzt. Was in der Mehrzahl der Fälle nichts anderes bedeutet, als den Kopf in eine Idee zu versetzen. Und ein Mensch, der darauf verfällt, einer dieser Ideenmenschen, ist schrecklich. Das sind die Menschen des wildesten, des kalten Fanatismus. Der wiederum ist der disziplinierte und gehorsame Fanatismus.

Denn es gibt tatsächlich das, was wir kalte Leidenschaft nennen könnten. Ja sogar eiskalte. Und eine dieser kalten Leidenschaften ist die der großgeschriebenen PFLICHT.

Gott möge uns dagegen unreine, unphilosophische, sentimentale, anekdotische und nicht kategorische Menschen geben, mit denen wir Umgang haben können, mitleidige und nicht gerechte, Träumer, Sorglose, wenn man will, wenig bis gar nicht diszipliniert im absurden militärischen Sinn der Disziplin, aber wirklich diszipliniert im anderen Sinn, im Sinne der Disziplin des discipulus, des Jüngers, der von Herzen und aus eigenem Antrieb die Meisterschaft – des Meisters – fühlt, denn die wahre Disziplin oder discipulina erfordert Meisterschaft und nicht Autorität. Gott möge uns Menschen mit einem feinen Gespür für ihre Pflichten, jedoch keinerlei Verständnis für die großgeschriebene PFLICHT schenken. Und aus der Philosophielosigkeit dieser Menschen und der Unreinheit ihrer Seelen wird eine lebendigere Philosophie erstehen, eine Philosophie, die keinen Platz hat im System logischer Begriffe.

Glaubst Du nicht, Leser, daß uns der Krieg, zusammen mit dem Frieden, ein wenig davon wird bringen können?

Für PI österreichischer Nationalratsabgeordneter Dr. Marcus Franz ein Autor von recht hoher Qualität

Auf den Inhalt des von Marcus Franz Geschriebenen muß nicht eingegangen werden, auf dieses bis zum Überdruß bekannte Aufspalten in sogenannte inländische und sogenannte ausländische Menschen. Lediglich nebenher: es fehlt in dem franzschen Katalog bloß noch ein Vaterkreuz vielleicht ab dem fünften Kind, aber vielleicht kann Marcus Franz nur bis drei stotterfrei zählen … „ab dem 3. Kind sind inländische Familien steuerfrei zu stellen“.

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist das von Marcus Franz Geschriebene zeitgleich erschienen: am 5. August 2016 auf seiner eigenen Website und am 5. August 2016 auf PI … Nachdem PI auch gleich eine PDF-Version anbietet, stellt sich die Frage, wie das abläuft? Schickt Marcus Franz an PI gleich eine PDF-Datei mit seinen biographischen Angaben, damit sein Geschriebenes zeitgleich auf seiner Website und auch auf PI erscheinen kann?

Marcus Franz fiel erst im letzten Juni recht auf, als er den Albertinaplatz zu „satifikationsfähigen Ebene“ machte für den Marsch mit einem Gesinnungsfreund“ des Mannes, dem richterlich eine dritte Chance gegeben ward …

Sollte Ihnen PI unbekannt sein, das ist, um ein aktuelles Beispiel der Verleumdung zu nennen, eine der vier Websites, die seit dem 27. und 28. Juni 2016 Alexander van der Bellen verleumden, wie hier gelesen werden kann.

Übrigens, der Verleumder auf der einen der vier Websites ist ein recht musikalisch gebildeter Mensch …

Übrigens, die Verleumdung auf der Website der Partei mit dem mit Chancen recht versorgten Kandidaten ist nach wie vor zur weiteren Verbreitung veröffentlicht. Zum ersten Monatstag der Verleumdung wurde dazu mehr geschrieben, in bezug auf den „Kongress Verteidiger Europas“ im Oktober 2016 und hierzu die Frage gestellt: Europäisches Forum Linz – Wunsch nach einem Ehrenschutz von …

Der Hinweis, daß diese Verleumdung nach wie vor veröffentlicht ist, soll nicht mißverstanden als Forderung, diese endlich zu löschen. Ganz im Gegenteil. Es ist doch sehr informativ. Deshalb wurde erst vor kurzem die Website der Partei, dessen Gesinnungsführer der Kandidat ist, ausdrücklich ersucht, Kommentare nicht zu löschen, wie gelesen werden kann, um zu wissen,wo am 2. Oktober 2016  …

PI-News veröffentlicht Dr Marcus Franz Abgeordneter im Parlament von Österreich

 

Von der Bedeutungslosigkeit des Terrors anhand des Beispiels Österreich

Es vergeht kein Tag mehr, daß in Österreich nicht hysterisch Gefahr durch Terror gekreischt wird. Aber kalt besehen, gibt es viel dazu und noch mehr dagegen zu sagen.

Im letzten Jahr, um ein Beispiel herauszugreifen, starben in den österreichischen Bergen allein im Sommer 115 Menschen, an die 2400 Menschen verletzten sich in den Bergen.

Wie viele kamen seit dem letzten Sommer in Österreich durch einen Terroranschlag um?

Kein einziger Mensch.

Wie viele wurden, um nur bei diesem Zeitraum zu bleiben, seit dem letzten Sommer in Österreich durch einen Terroranschlag verletzt?

Kein einziger Mensch.

Wie viele Terroranschläge gab es seit dem letzten Sommer?

Sie kennen die Antwort.

Von all den Menschen, die in die Berge gehen, sich selbst der Gefahr aussetzen, sich selbst zu Tode bringen, sich selbst verletzen, wird, davon darf ausgegangen werden, ein sehr hoher Prozentsatz hysterisch von der Gefahr durch Terror kreischen.

Beim Hören und Lesen des Wortes Terror werden – angetrieben durch verantwortungslose, nicht differenzierende, furchteinflößende, ihre eigenen Geschäfte und die Geschäfte ihrer Herren besorgende Medien – Menschen zu hyperventilierenden, kreischenden, in Ohnmacht fallende, kopflose Groupies … Terror: Titel für ein Permagesamtlandkonzert einer Boytrachtenblasband.

Das Gekreische um den Terror dient wohl auch dem sich selbst nicht einzustehenden Bedürfnis, das auszuleben zu können, was doch – noch – nicht unbreit abgelehnt wird: das Fremdenfeindliche, das Rassistische … Ohne aber die Gefahr, dafür gesellschaftlich geächtet zu werden. Denn es werden ja bloß Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Mitleid mit Terroropfern geäußert. Plötzlich können sogar Menschen in Österreich mit durch Terroranschlägen ermordeten Menschen Mitleid haben und um sie und für sie trauern, um Menschen etwa in Frankreich, über die sie sonst nicht das Beste sprechen.

Was für ein schäbiges Mitleid. Mitleidslos wird seit Jahrzehnten zugesehen, mitleidslos profitiert wie etwa in Afrika … Mitleidslos wurde beispielsweise der Massenmord in Ruanda, nein, nicht einmal mitleidslos, er wurde gar nicht zur Kenntnis genommen. Wo in Europa brannte wenigstens ein erbärmliches Kerzlein um 0,30 Cent für diese ermordeten Menschen? Wo in Europa gingen Aberhunderttausende für jene, die etwa im Mittelmeer ertrinken, auf die Straße?

Befürchtungen. Sie haben keine Befürchtungen in die Berge zu gehen, sorglos gekleidet, mit der schlechtesten oder gar keiner Ausrüstung in die Berge zu steigen, angstlos in die Berge zu gehen, auch wenn schon ein gefährlicher Wetterumschwung vorhergesagt.

Es ist unbestreitbar, daß derzeit das Hauptbuch des glaubensgetriebenen Terrors der Koran ist, aber die anderen Bücher der Organsierten Glauben sind deshalb nicht zugeschlagen. Und sie üben ihren Terror aus, der gefährlicher ist, weil er sich der Strukturen eines Staates bedienen kann, das heißt durch die Macht der Beschließung von Gesetzen, durch die Macht der Verhinderung von Gesetzen, durch die Macht der Rücknahme von Gesetzen.

Theresa May  bejahte erst kürzlich, kaum war sie Premierministerin geworden, die Frage, ob sie einhunderttausend tote Menschen in Kauf nehmen würde durch das Zünden einer Atombombe.

Theresa May will massiv aufrüsten, will für die atomare Bewaffnung Abermillionen ausgeben. Als Argument dafür muß auch Nordkorea herhalten. Was für ein Argument. Der Mensch in seiner Einfalt klebt an dieser Vorstellung, was einmal geschah, kann wieder geschehen. Wenn Nordkorea je Europa, Großbritannien bombardiert hätte, wäre das noch zu verstehen. Aber …

Donald Trump fragt nun schon gebetsartig, weshalb Atombomben, die die Vereinigten Staaten doch besitzen, nicht eingesetzt werden. Menschen in den Vereinigten Staaten fürchten sich auch vor der Gefahr durch Terror, aber unter Umständen einen solchen Mann zum Präsidenten zu wählen, davor haben sie keine Angst und vereinigen sich durch die Wahl eines solchen Mann zu einem einzigen Terroristen. Vor dem terroristischen Einzeltäter – da dies fast nur Männer sind, könnte beinahe darauf verzichtet werden, die Frauen hierbei zu erwähnen – und vor der terroristischen Einzeltäterin jedoch fürchten sie sich, aber nicht vor sich selbst, wenn sie durch ihre Wahl zu einem einzigen überdimensionalen und staatstotalitären Terroristen drohen zu werden.

Und in Österreich, keine Märsche gegen die atomare Weiteraufrüstung, sondern den Erdapfelsalat einpacken, Sandalen anziehen, den Wetterbericht ignorieren und hinauf in die Berge, und in der Almhütte dann bei viel Schnaps und Bier und feschen Jodlern jeden Menschen, der ihnen unheimisch aussieht, verdächtigen, im Rucksack eine Bombe zu haben und sich ängstigen – oh, Herrgott sei Dank, der ißt ja Kasspatzn, ah, gibt a solche, der Sultan ißt Kasspatzn und weggelacht die Angst und die Furcht … und beim Abstieg dann zu …

Teresa May will also Abermillionen für die weitere atomare Aufrüstung ausgeben, weil Nordkorea bereits in Schlauchbooten vor den Küsten Großbritanniens … und wo wird das Geld dann abgehen, noch mehr abgehen, beispielsweise im Gesundheitssystem? Wenn daran gedacht, wie viele wegen des ohnehin schon schlechten Gesundheitssystems in Großbritannien für den sogenannten Brexit gestimmt haben, weil versprochen wurde, das Geld, das bislang an die EU überwiesen wurde, werde für das Gesundheitssystem fortan ausgegeben werden, kann ermessen, was wahrer Terrorismus ist.

In Österreich profitiert von diesem Gekreische eine einzige Partei. Und das ist wohl unter authentisch zu verstehen: Gekreische wählt Gekreische.

Welche Schäden wurden in Österreich bislang durch Terror angerichtet?

Sie kennen die Antwort.

Welche Schäden wurden in Österreich durch Ihre Wahl angerichtet?

Sie kennen die Antwort.

Obgleich Sie Antwort kennen, wollen Sie weiter ohne Angst, ohne Sorge, ohne Befürchtungen, ohne Mitleid diese Partei wählen. Dabei muß heute noch, über ein Jahrzehnt später, so viel aufgearbeitet werden, was damals unter Regierungsbeteiligung dieser Partei auf Bundesebene angerichtet wurde.

In einem Kriminalfilm würde das personifizierte Angerichtete sich wohl wie folgt vorstellen: My name is Grasser, Gorbach Grasser. Auf dem Weg in die Rente. Und dann die Vorstellung seines Nachfolgers: His Name is Hofer, Strache Hofer …

Es ist wieder einmal Zeit für ein Buch, aus dem ebenfalls nicht zu zitieren, sondern das gesamte zu lesen ist: „Freiheit oder Tod. Über Terror und Terrorismus“ von Sophie Wahnich.

Terror ist nichts gegen Staatenterror.

Opfer durch Gesetze gegen die Menschlichkeit.

Diese unheilige mediale und auch politische Verknüpfung von Migration und Terror gebiert auch die ungeheuerlichsten Ideen, wie mit Menschen umgegangen werden soll. Wie etwa die von dem derzeitigen Außenminister ins Spiel gebrachte Idee, das „australische Modell“ …  Wer die aktuellen Berichte über dieses „australische Modell“ kennt, kann nur sagen: christlich ja, aber kein Mitleid.

Wer schon einmal versucht hat, in Australien einzuwandern, die Mühe all der Behördenwege auf sich genommen hat, wird wissen, daß Austrialien daran auch gut verdient. Aber zum Bescheid, nicht in Austrialien einwandern zu dürfen, gibt es kein Danke dafür, zweitausend Euro dafür bezahlt zu haben, nicht nach Austrailien einwandern zu dürfen.

Österreich, das Land mit den vor Nazis erstarrt Hockenden

Es hat vor einiger Zeit, genauer, im Juni 2016, wie in der Collage unten gelesen werden kann, Wolfgang Paterno die Frage gestellt: „Mika Waltari: War Hofers Lieblingsliterat NS-Sympathisant?“

Wolfgang Paterno liest also auf der Website von Norbert Hofer, daß dieser „Sinuhe der Ägypter“ auf eine Insel mitnehmen würde, und sofort rinnt aus ihm zur oben zitierten Frage ein Artikel, der schon mit dem Titel falsch …

Wichtiger wäre wohl die Frage gewesen, ob es für einen Kandidaten, der österreichischer Bundespräsident werden will und jetzt schon ein NR Präsident III ist, angemessen ist, auf seiner Website für sich damit Werbung zu machen, daß er unterstellt, es würden Menschen nach Österreich kommen, die bereit wären, jemandem den Kopf …

Das wenigstens hat Norbert Hofer zwischenzeitlich von seiner Website genommen, auf anderes freilich, ebenso wichtig, hat er nicht reagiert, blieb er untätig – ein Ausblick, was von ihm als …

Richtiger wäre gewesen, die Frage zu behandeln, weshalb will Norbert Hofer gerade einen finnischen Schriftsteller mit auf eine Insel nehmen. Norbert Hofer, wie aus seinem Programm für seine Partei bekannt, steht treu zum deutschen Kulturraum. Seit rund zweihundert Jahren gibt es eine deutsche Finnlandbegeisterung, poetisch in Marsch gesetzt von August Thieme … Land des Nordens, Land mit dem Nationalrunenlied,  Land mit den „Soldaten Odins“

Auch die Frage, ob Norbert Hofer mit seiner Wahl dieses Schriftstellers signifikant von der sonst bevorzugten Literatur in seiner Partei abweicht, wie sie zur Wiederlesung etwa in der vom Wendelin Mölzer geführten ZZ empfohlen wird

Ob Blume oder Literatur – ein anderes Bild fällt dazu nicht: sofort erstarrtes Hocken vor den Nazis und mit Gewimmer herausgepreßt: Nazi, NS-Sympathisant, Nazisymbol. Dabei ist die Kornblume seit über einhundert Jahren ein Symbol für antiösterreichische Gesinnung, aber, huch, gestarrt wird auf die zwölf madigen Jahre …

Und was kommt dabei heraus? Es wird gestarrt, Nazi gewimmert und entschuldigt …

Und was ist bei Wolfgang Paterno herausgekommen?

Eine großspurige Überschrift. Ein …  Ach, wäre es bloß ein … Aber der Artikel ist mehr. Zum einem für Norbert Hofer hilfreich, er lese dann doch nicht einen so Eindeutigen … Widersprüche, ja, so ist eben des Menschen Leben … und Mika Waltari, er habe halt noch wenig von der NS-Ideologie … als er den Übersetzungsauftrag für das Horst-Wessel-Buch … und er werde halt das Geld  … wer könnte da einen Vorwurf … ganz im Gegenteil sogar … in seinem Werk keine Spuren von Rassismus und Antisemitismus … ach, bloß die Wessel-Übersetzung 1933 ein dunkler Fleck auf seiner literarischen Weste und sonst …

„To live or die with his Nation“

Das ist die Überschrift des Textes von Markéta Hejkalová, die ein Buch über ihn schrieb: „Fin Mika Waltari“. Ein paar Ausschnitte aus diesem Text in der Collage hinzugefügt zu dem Artikel von Wolfgang Paterno, um ein vollständigeres Bild zu bekommen … Da vor allem sein Buch „Truth about Estonia, Latvia and Lithuania“ aus 1941, von ihm unter dem Pseudonym Nauticus veröffentlicht, nicht vorliegt, kann nur ersucht werden, selbst zu recherchieren, ob es denn tatsächlich ein Buch ist, das „contains fanatic examples of anti-Semitic“ … wie es ein Mann schreibt, dessen heutige Aktivitäten nicht dafür sprechen, ihn nennen zu wollen …

Wer sich weiter mit diesem Schriftsteller beschäftigen will, wird etwa finden, daß er ein Patriot gewesen ist, der auch Hofer ist, abgetan als reaktionär in den Jahren …

Nun, genug davon. Mit diesen zusätzlichen Informationen ist vielleicht noch ein wenig verständlicher geworden, weshalb Norbert Hofer gerade diesen …

Für die Menschen in Österreich und menschgemäß auch für Norbert Hofer selbst ist zu hoffen, sollte er Bundespräsident werden, daß es ihm nicht so ergehen möge, wie einst Mika Waltari,  vielleicht gar schon bei seinem ersten Regionalbesuch in Bozen oder Meran nach Stunden mit verschmutzten und zerrissenen Kleidern aufgefunden zu werden, weil er angefallen, nicht von einem Minotaurus, sondern von Chemtrails …

Das ist wohl eine unbegründete Befürchtung. Denn das Schreiben von parlamentarischen Anfragen wird nicht die gleiche Auswirkung haben wie das Schreiben eines Romans, also von den eigenen Erfindungen sich verfolgt … Mika Waltari erging es so, wie „Der Spiegel“ im November 1953 berichtete:

„Nachdem er letzthin sein Hotel in Mailand zu einem Spaziergang verlassen hatte, wurde er erst viele Stunden später aufgefunden. Seine Kleider waren verschmutzt und zerrissen. Zwei Männern, die Waltari in sein Hotel zurückbringen wollten, leistete er wütend zähen Widerstand. Nachdem er sich beruhigt hatte, gab er an, der Minotaurus, ein Ungeheuer des Altertums, habe ihn angefallen.“

Norbert Hofer - Mika Waltari

 

Norbert Hofer und He.-Chr. Strache nehmen Markus Fink in ihre identitäre Mitte

Markus Fink - Mauerhochzieher - zärtlich von Norbert Hofer und He Chr Strache in deren Mitte genommen.jpg

„Hättet ihr was gesagt,ich hätte euch dort eine mauer aufgezogen wo sich die grünen die Zähne ausgebissen hätten!!!“

Wie recht fein Norbert Hofer lächelt, er wird sich halt recht sicher fühlen, zärtlich umarmt von Markus Fink, von dem strammen Mann, der – hätten sie ihm, dem außerparlamentarischen I…, nur etwas gesagt – eine Mauer aufgezogen hätte, an denen sich …

Norbert Gerwald Hofer - Markus Fink - Heinz Christian Strache.jpgUnd wie das von Markus Fink auf der Plattform des Konzerns Facebook veröffentlichte Bild zeigt, hält er mit seinen Händen, die, wie er sich stolz porträtiert, auch eine Heckensäge zu führen wissen, und wiegt die identitären Parlamentsparteiführer in Sicherheit, die ihm die Flanken  …

Werbung für Norbert Hofer mit HeckensägeWoran Norbert Hofer bei der Aufnahme dieses Bildes wohl gedacht haben mag? Vielleicht daran, das sind die Männer, mit denen er, als Bundespräsident, aufpassen werde können. Mit einem Markus Fink und Männern seines Schlages und Mauerbauwissens werde er – und vielleicht erneuerte er bei der Aufnahme dieses Bildes für sich das Versprechen, beim Spüren des strammen Arms des Mannes in der Mitte, es auf so rechte Weise halten zu können, ein Schutzherr

Hofer - Fink - Strache - Identitäre

Aber Georg Niedermühlbichler spielt Fußball

Drei zu null für SPÖ - Eine Niederlage

Sagt diese Mitteilung auf der Plattform des Unternehmens Twitter von Georg Niedermühlbichler nicht bereits alles aus, was in einer Bestandsaufnahme über die SPÖ unter einem Titel „Trauer muß SPÖ tragen“ geschrieben werden könnte?

Gerichte sind keine Wahlzellen. In Gerichten werden keine Wahlen gewonnen. Bei den Vorurteilen, für die in den Wahlzellen gestimmt wird, steht es für die FPÖ gegen die SPÖ …

Und was ist das beispielsweise für ein Tor der SPÖ, wenn sich der tirolerische SPÖ-Vorsitzende bei Norbert Hofer zuvor entschuldigt? Es ist kein Tor. Oder ein Eigentor. Denn menschgemäß konnte die FPÖ diese Entschuldigung sofort nutzen und wird diese mit Bestimmtheit weiter erfolgreich nutzen, wie gelesen werden kann: Die heutige identitäre Partei im Geiste Hofers ist keine NSDAP, aber bietet seit dem Nazi-Untergang nichts Neues …

Während also Georg Niedermühlbichler Fußball spielt, holt sich, wie es nach aktuellen Meinungsumfragen aussieht, die identitäre Parlamentspartei das nächste Amt ab, in das Amt gewählt auch von Menschen, die „gerne Nazi“ sind, wie gelesen werden kann: FPÖ unzensuriert wird ersucht nicht zu löschen: „Gerne Nazi – X Hofer“ …

Es will gar nicht nachgesehen werden, wie viele bis heute dazugekommen sind, wie viele weitere Zustimmungen es dafür gibt, gerne … und für … zu sein.

Aber Georg Niedermühlbichler spielt Fußball, verwechselt Gerichte mit Fußballfeldern, und wohl auch die Politik mit …

Und das Schlimmste daran ist wohl, das nicht mehr gewußt wird, für wen sie spielen, in welcher Mannschaft sie spielen. Wird etwa an das Burgenland gedacht, an das blaurote Regierungsprogramm … Oder in das tiefe Niederösterreich hineingesehen: Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer …

PS Und hat nicht der Mann im Geiste Hofers schon vor Jahren eine sehr prominente sozialdemokratische Fürsprecherin gehabt? Von einer Frau, die zu diesem Zeitpunkt bereits durch ihre Ämter alles wissen … vielleicht hat sie auch nur Fußball in der Liga Realpolitik … Wohin diese Realpolitik geführt hat, von der sich, wie es aussieht, auch ein Georg Niedermühlbichler sich nicht zu trennen vermag, dabei geht es nicht mehr um die SPÖ, sondern um das gesamte Land und vielleicht ist der Titel, wie die Zukunft beschrieben werden kann, dieser: Trauer wird Österreich tragen …

Auf FPÖ unzensuriert erinnert Peter_ seines „seligen Cesar Bresgen“

Cesar Bresgen - Weiße also nazifreie Weste im Austria ForumDas Jodeln kann vielleicht gerade an einem Sonntag, 31. Juli 2016, recht sentimental machen, und so berichtet Peter_ auf FPÖ unzensuriert unter dem Kommentar „Altes Brauchtum ganz neu: Jodelschule boomt“ wieder einmal etwas aus seinem Leben:

„Juchaza
Ich hatte das Glück, während meines Studiums noch den seligen Cesar Bresgen zu erleben, der uns nicht nur die Notation indischer Ragas an die Tafel schrieb, sondern auch die Notation alpenländischer ‚Juchazer‘. So lernte ich damals die Viertelton-Versetzungszeichen kennen …“

Peter_, das ist der Mensch, der beispielsweise die Verleumdung auf FPÖ unzensuriert veröffentlicht hat, über deren ersten Monatstag des Veröffentlichenlassens erst diese Woche zu schreiben war: Europäisches Forum Linz – Wunsch nach einem Ehrenschutz von Norbert Hofer?

Wohl auch sentimental im Angesicht seines Wunschpräsidentenkandidaten und dann schon einmal auch das berichtet, er habe ihn beruflich bedingt

Und an diesem Tag seines Herrn gedenkt er seines Studiums und seines Glücks, „noch den seligen Cesar Bresgen zu erleben“ …

Beim „seligen Cesar Bresgen“, ja, selig ist Bresgen, weil er schon lange tot ist, aber vielleicht ist er für ihn auch ein wenig selig, weil er ein Nazi-Komponist war, und die Zeit heute so unselig, weil es solche Nazi-Professoren wie ihn nicht mehr gibt. Aber mit Norbert Hofer dämmert Peter_ einem verheißungsvollen göttlichen Morgen entgegen …

Es kann nachgelesen werden, was für ein Kaliber Bresgen in der nationalsozialistischen Verbrechens- und Massenmordzeit war. Das interessiert nicht, was mit und was Bresgen vor 1945 war.

Cesar Bresgen - Peter_ - FPÖ unzensuriert.jpg

Bemerkenswert ist hier wieder einmal, wie gut es Nazis in Österreich nach 1945 hatten, im Grunde bis zum heutigen Tag. Auch Bresgen: hochgeehrt, nicht von irgend welchen bildungsfernen, arbeitslosen und sozial benachteiligten Glatzköpfen, sondern vom Staat Österreich. Und auch bald dreißig Jahre nach seinem Tod darf er beispielsweise eine weiße und von seiner nationalsozialistischen Vergangenheit gereinigte Weste tragen, ihm angezogen vom Austria-Forum …

Cesar Bresgen - Ehrungen durch alle ZeitenWenn nun wer sagen möchte, das sei vielleicht bloß übersehen worden, vom Austria-Forum, nun, darauf kann geantwortet werden: es dürften im Austria-Forum nur weiße Westen geschneidert werden, wie ein anderes Beispiel … AEIOU – Ka Nazi bist Du …

Und auch Peter_ mit seiner in sentimentalen Jodlerzeiten freimütig erzählter Biographie zeigt recht gut, es sind, wie es zwar gerne breit gesehen und geschrieben wird, nicht die sogenannten Bildungsfernen, die Ängstlichen, die Sorgenvollen, die Benachteiligten in mannigfacher Weise, die im Internet …, aber auf deren Ruf muß ja nicht achtgegeben werden, weil sie ohnehin keinen Ruf haben, höchstens den, Masse zu sein, die auf Ruf und Pfiff …, und diesen kann soher auch das Schlechte des Internets angehängt werden …

PS Die Zitate von Cesar Bresgen sind nicht vergangenheitsschauend gedacht, sondern dafür, zu überlegen, was aus dem Brauchtum nun sich entwickeln könnte, wie Brauchtum heute eingesetzt wird. Denn auch die nationalsozialistische Gesinnung erfährt Entwicklungen, wie bereits näher ausgeführt in Norbert Hofer ist ein Kommunist – Von der Widersinnigkeit, nicht Nazi sagen zu dürfen …

Bresgen und Brauchtum