„Unser Kampf – Wir gegen uns“

Der Verlag hätte das Propagandabuch „Nessun dolore“ von Domenico Di Tullio statt „Wer gegen uns?“ auch „Unser Kampf“ nennen können, so willkürlich, wie der Titel für die deutsche Übersetzung gewählt ist, und, „Unser Kampf“ wäre auch stimmiger, so vergangenheitshörig wie sie sind.

Und, „Wer gegen uns?“ ist auch ein vollkommen falscher Titel. Denn. Niemand ist gegen sie. Nur sie selbst sind es, die gegen sich sind. So wäre, wenn schon ein willkürlich deutscher Titel, der einzig richtige deutsche Titel: „Wir gegen uns.“

Was auf den Schreiber eines Propagandabuches in der Vergangenheit zutrifft, der sich auch gegen einen „bürgerlichen Weg“ entschied und seinen Roman „Chi contro di me?“ nannte, zutraf, trifft nun auf die zu, die „wir gegen uns“ sind, das Rüdiger Safranski so kurz wie bündig beschreibt:

Der totalitäre Metaphysiker muss fremde Behausungen zerstören, um sich in der eigenen zu Hause fühlen zu können. Das Leben in Freiheit empfindet er als eine Zumutung, der er nicht gewachsen ist. Er flieht aus dem Offenen und der Fremde in die Geborgenheit. Seine Strategie der Heimkehr jedoch ist die der verbrannten Erde. Seine Wahrheit ist die der Zerstörung des eigenen Andersseins und des Seins der Anderen. Der totalitäre Metaphysiker kann nur ganz bleiben, wenn er bei den anderen allles zerstört, was ihn daran erinnern könnte, daß ihm etwas fehlt, daß sein Leben niemals ganz werden kann, daß es immer ein Stück weit in der Fremde bleiben muß.

Und weil damals wie heute der Antisemitismus in diesen Gruppen mit ihren Schaften eine gewichtige Rolle spielt, soll auch das noch von Rüdiger Safranski zitiert werden:

Sartre hat den Typus des totalitären Metaphysikers am Beispiel des Antisemiten so beschrieben: „Er ist ein Mensch, der Angst hat. Nicht vor den Juden, (sondern) vor sich selbst, vor seiner Willensfreiheit, seinen Instinkten, seiner Verantwortung, vor der Einsamkeit und vor jedweder Veränderung, vor der Welt und den Menschen … Der Antisemit ist, kurz gesagt, die Angst, Mensch zu sein. Der Antisemit will ein unerbittlicher Felsen, ein reißender Sturzbach, ein verheerender Blitz – alles, nur kein Mensch sein.

Die totalitäre Metaphysik ist die Perversion enes universalistischen Denkens: Sie hilft dem Menschen, seine zufällige Einzelheit loszuwerden und gibt ihm Bilder und Vorstellungen an die Hand, mit denen er sich einem Ganzen zugehörig fühlen kann – im verfeindeten Gegensatz zu denen, die nicht dazugehören. Dieser Gegensatz ist von elementarer Bedeutung: Das Gefühl der eigenen Ganzheit ist, genau besehen, nichts anderes als das Resultat des Rückstoßes der gegen die anderen, die Fremden gerichteten Verfeindungsenergie.

Eigentlich wollte nichts mehr zu denen geschrieben werden, die mit ihrem halben Meter Rundholz gegen sich selbst sind, sondern bloß noch kurz erzählt werden, daß dieses Propagandabuch mit dem deutschfalschen Titel von Amazon nicht nach Österreich versendet werden kann:

Dieser Artikel kann nicht an den von Ihnen ausgewählten Lieferort versendet werden. Wählen Sie einen anderen Lieferort.

Das wäre beinahe eine erfreuliche Mitteilung von Amazon. Kämen da die, die gegen sich selbst sind, nicht immer wieder selbst nach Österreich, lieferten sich diese nicht immer wieder selbst aus, etwa nach Österreich, wie beispielsweise der Herausgeber dieses Propagandabuches „Unser Kampf – Wir gegen uns“, aber nicht um vor einem Mob aufzutreten, sondern, einfach wie kurz gesagt, vor einer illustren Gesellschaft, Vorträge zu halten, vor oder nach etwa einem Innenminister …

Amazon: „Wer gegen uns?“

„Eine Squadra – die Jungen sind eine Squadra, ein Trupp. Sie sind zu viert, aber auch wenn sie bloß zu dritt oder sogar nur zu zweit wären, es wäre das gleiche: Sie wären ein Trupp, eine Squadra.“ „Nessun dolore“, der italienische Titel dieses Romans von Domenico Di Tullio über das neofaschistische Projekt CasaPound, heißt wörtlich „Keine Schmerzen“. Bei edition nordost erscheint das Buch unter dem Titel „Wer gegen uns?“ Es geht darin um die Geschichte junger Männer und Frauen, die vor der Wahl stehen, entweder einen bürgerlichen Weg einzuschlagen oder die Chance ihres Lebens zu ergreifen und Teil einer ebenso kompromißlosen wie faszinierenden Bewegung zu werden – Teil des Projekts CasaPound Italia. Wer sich von der Eingangsszene, dem Totengedenken an drei junge Kameraden auf der Via Acca Larenzia (immer am 7. Januar), nicht in diesen Roman ziehen läßt, ist blind und taub für die Gründungsmythen politischer Alternativen. „Sie sind also zu siebt. Es könnten auch noch mehr sein, aber ihre Zahl ist kein Problem. Das ist die erste Regel, die sie dir beibringen: Manches muß getan werden, ohne Ausnahme. Auch der halbe Meter Rundholz, den jene ab und zu bei sich tragen, erlaubt keine Ausnahme von dieser Regel. Frederico parkt ohne Eile am Bürgersteig und schaltet den Motor aus, während Nico sich schon die Handschuhe angezogen hat …“

So wird auf Amazon ein Roman angepriesen, diesen zu kaufen. So wird dieser Roman von „Nationaler Sozialismus Heute“ angepriesen, diesen zu kaufen. Beide, Amazon und „N.S. Heute“ preisen diesen Roman an mit der Propaganda des Verlages, der diesen Roman herausbrachte.

Wer diese übernommene Propaganda auf Amazon liest, könnte denken, das ist ein kritischer Roman über Neofaschismus, wenngleich bereits ein paar Zeilen weiter das Grübeln einsetzen müßte, ob das tatsächlich ein kritischer Roman über Neofaschismus ist, wenn von einer „faszinierenden Bewegung“ …

Es ist kein kritischer Roman. Es ist ein Propagandaroman. Denn. Der Autor ist

Teil von CasaPound Italia, an dessen Entwicklungsprozeß Di Tullio als Anwalt dieses großen Projekts mitwirkt.

Der Autor ist einer von ihnen. Wie der Verlag schreibt, „Teil einer ebenso kompromißlosen wie faszinierenden Bewegung werden – Teil von CasaPound Italia, an dessen Entwicklungsprozeß Di Tullio als Anwalt dieses großen Projekts mitwirkt.“

Domenico Di Tullio ist also Teil dieser neofaschistischen Gruppe. Diese Information aber verschweigt Amazon seiner Kundschaft, eine nicht unwichtige Information, um gleich zu erfahren, sofort wissen zu können, um was für eine Art Buch es sich bei diesem Roman handelt – um ein Propagandabuch.

Zu verschweigen, daß Tullio Teil dieser neofaschistischen Gruppe ist, ist so, als würde Amazon – das soll für einen Moment angenommen werden, verkaufte Amazon den Roman „Mein Kampf“ – verschweigen, daß der Autor des Progandabuches „Mein Kampf“ nicht Teil der nationalsozialistischen Gruppe gewesen sein. Heute sollte zwar ein jeder Mensch wissen, wer der Autor des Propagandabuches war, dennoch muß es immer dazu geschrieben werden, denn zu viele wollen sich nicht mehr erinnern, wer er war und vor allem was er tat.

Ehe Sie bemängeln wollen, daß auch hier gleich wieder in die Vergangenheit hinabgestiegen wird, Tullio gar mit dem Autor vom Schundpropagandaroman „Mein Kampf“ verglichen wird, muß Ihnen gesagt werden, es wird in keiner Weise verglichen, aber die Vergangenheit steigt herauf in die Gegenwart, und die ist in der Propaganda des Verlages, wie sie nicht nur von Amazon übernommen ist, gegenwärtig:

Es geht darin um die Geschichte junger Männer und Frauen, die vor der Wahl stehen, entweder einen bürgerlichen Weg einzuschlagen oder die Chance ihres Lebens zu ergreifen und Teil einer ebenso kompromißlosen wie faszinierenden Bewegung zu werden – Teil des Projekts CasaPound Italia.

Das ist ein Echo aus der Vergangenheit beispielsweise eines Satzes in „Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und das Lebbare“ von Rüdiger Safranski:

Ein bürgerliches Leben mit Arbeit, Zielstrebigkeit und Familiensinn lehnt er ab.

Das ist zu lesen im Kapitel „Metaphysik und Verbrechen“, in dem Rüdiger Safranski über einen damaligen Schundromanautor und seinen Propagandaminister, der sich auch am Roman versuchte, schreibt. Beide standen vor einer Wahl, und beide entschieden, „Teil einer ebenso kompromißlosen wie faszinierenden Bewegung zu werden“.

Doch die Verhältnisse, sie sind so

Es sind weder „Nationaler Sozialismus Heute“ des verurteilten Sascha Krolzig noch Gottfried Küssel Hauptfiguren, doch auch sie lassen nicht vergessen, wie es, einfach wie kurz gesagt, in Österreich zugeht, wie die österreichischen Verhältnisse sind.

Gottfried Küssel, „Aktivist aus Österreich“, so wird er von der „N.S. Heute“ vorgestellt, marschiert nun unter der Leitparole des für kurz gewesenen Innenministers, der sich seinerzeit der „Solidarität“ eines Mannes gewiß sein konnte, der für die kurz gewesene Regierungspartei mit am Verhandlungstisch saß, ihm gegenüber der heute noch den Bundeskanzler …

„Folgende Personen und Organisationen haben bereits für die N.S. Heute zur Feder gegriffen und/oder standen uns als Gesprächspartner zur Verfügung (Stand Februar 2020):“

Gottfried Küssel, gesinnungsgemäß auf der Liste. „N.S. Heute“ gibt es seit dem März 2017. Ursula Haverbeck, gesinnungsgemäß auf der Liste. Und auch diese Frau läßt nicht vergessen, wie die österreichischen Verhältnisse sind.

Karl-Heinz Hoffmann, gesinnungsgemäß auf der Liste. Der Wehrsportmann erinnert doch immer wieder daran, für wen die Paläste und wer in der Hütte …

Auf der gesinnungsgemäßen Liste der Fotomotive in Österreich etwa zum gemeinsamen Posieren von Gottfried Küssel und Sascha Krolzig in Wien der Vogel von einem N.S.-Künstler

Es ist keine kurze Liste, aus der sich solche Figuren allein in Wien ihre Hintergründe zu ihrem gesinnungemäßen Rekeln vor der Kamera heute noch aussuchen können …

Beim Anblick des Adlers, des Wappentiers Österreichs, stets die Verwunderung, weshalb nicht die Gans das Wappentier von Österreich ist, die das Österreichische doch viel zutreffender präsentierte. Es kann natürlich sein, daß der Wappenadler in Wahrheit eine flugunfähige Hausgans ist, der ebenfalls nicht fliegen kann. Seine Flugunfähigkeit kaschiert aber dadurch, daß er jetzt nicht mehr als Doppeladler dargestellt ist, wie er einst als Mißgeburt dargestellt war, und sofort mit einem Blick festzustellen war, eine derartige Kreatur kann nicht fliegen.

Österreichische Verhältnisse …

Es sollte in diesem Kapitel von einem Konzern erzählt werden, so war der Plan, aber dann, beim Lesen der Namen auf der gesinnungsgemäßen Liste von „N. S. Heute“ war jedweder Widerstand gegen die sich sofort einstellenden Erinnerungen an Österreich vergeblich. So wird erst das nächste Kapitel eines zum Konzern, wieder einmal, eines über einen Konzern, der durch sein Angebot dafür verantwortlich ist, überhaupt je aufmerksam geworden zu sein, auf die „Nationaler Sozialismus …“

Regierungsprogramm * 2020 – † 2021

Am 4. Februar 2021 haben im österreichischen Parlament die Grünen mit FPÖ und ÖVP, kurz gesagt, gegen humanitäres Bleiberecht und gegen Rückholung von abgeschobenen Kindern gestimmt.

Begründet wird das grüne Abstimmungsverhalten von den Grünen, einfach wie kurz gesagt, damit, keinen Koalitionsbruch zu riskieren, das vorzeitige Ende dieser Regierung zu verhindern.

Die Koalition besteht weiter. Die Koalition ist gerettet. Nach dieser Darstellung.

Aber die Koalition war nicht gefährdet. Wie ein Blick in das Regierungsprogramm der zwei Parteien offenbart.

„Wenn dieser Prozess eingehalten wurde, kann im Rahmen des weiteren parlamentarischen Prozesses dem Gesetzesvorhaben zugestimmt werden, auch wenn es ein unterschiedliches Abstimmungsverhalten der beiden Koalitionspartner gibt.“

Demnach hätten die Grünen ohne Gefährdung der Koalition für das humanitäre Bleiberecht und für die Rückholung abgeschobener Kinder im Parlament stimmen können. Ohne Not haben sie also mit der FPÖ, der die ÖVP die Treue hält, gestimmt.

Damit hätten sie auch die Vertragstreue der ÖVP gegen sie, die Grünen, prüfen können. Hätte die ÖVP aufgrund des Abstimmungsverhaltens der Grünen die Koalition aufgekündigt, wäre klar gewesen, wer je die Vertragsbrecherin ist, also nicht die Grünen, sondern die türkis getupfte christschwarze Partei.

Diese Prüfung der Vertragstreue hätten die Grünen aber auch schon am 21. Dezember 2020 durchführen können, statt mit ÖVP und FPÖ gegen die Aufnahme von Kindern aus Flüchtlingslagern zu stimmen.

Es könnte gesagt werden, als Schlußfolgerung, die Grünen selbst sind ohne Vertragstreue, halten sie sich doch selbst nicht an ihr ausverhandeltes Regierungsprogramm.

Aber vielleicht war dieser Passus im Regierungsprogramm nie so gemeint, wie dieser in das Regierungsprogramm geschrieben wurde, sondern stets so gemeint, einfach wie kurz gesagt, die ÖVP könne, wann immer sie wolle, mit der FPÖ stimmen, und die Grünen stimmen mit, die Grünen stimmen mit FPÖ und ÖVP gegen ihre …

Ach, wozu noch über ein Regierungsprogramm spekulieren, wie was in diesem gemeint sein könnte, wenn es, das Regierungsprogramm, doch am 4. Februar 2021 endgültig geschreddert wurde.

Es wird schlicht so sein, einfach wie kurz gesagt, sie, die Grünen, folgen von Woche zu Woche mehr und mehr ihrem Vorbild in die vollkommene Aufgabe der Courage.

Antisemitische Fassung der Wunderlampe

„Wir bemerken ein verstärktes Auftreten von Antisemitismus in Österreich. Dabei handelt es sich nicht nur um alten, traditionellen Antisemitismus aus der rechten Ecke, sondern um einen linken Antisemitismus und Antizionismus, der durch Migration nach Österreich hereingetragen wird“, sagte Sobotka als Reaktion auf die Festnahme eines Tatverdächtigen nach den Angriffen auf den Präsidenten der jüdischen Gemeinde in Graz und die dortige Synagoge.

Wie recht der Präsident doch stets spricht, und er, der Geschichtsbewußte, wird schockiert wohl auch dann und wann, vertieft in das historisch Dunkle, denken, wie schon vor rund einhundert Jahren auch mit Alaeddin und die Wunderlampe der Antisemitismus hereingetragen wurde, die damaligen Migranten den Antisemitismus nicht nur in ihren Koffern versteckt schwer zu tragen hatten, sondern alles unternahmen, um den Antisemitismus breit, wie es heute gesagt wird, nachhaltig offen zu etablieren, indem sie Unternehmen u.v.a.m. Weltbild, Thalia, Amazon gründeten, um dadurch auch das zu gewährleisten, daß noch einhundert Jahre später Migrantinnen den Antisemitismus nicht schwer nach Österreich tragen müssen, sondern diesen, in Österreich angekommen, bequem bei Thalia, Amazon, Weltbild abrufen …

Wie muß doch dieser Geschichtsbewußte unter der Unbelehrbarkeit dieser migrantischen Unternehmen Weltbild, Thalia, Amazon leiden, auch nach einhundert Jahren nicht und nicht vom Antisemitismus zu lassen, nach Auschwitz, noch immer die antisemitische Wunderlampe zu vertreiben.

Dabei gibt es beispielsweise doch auch die Fassung der Wunderlampe, die rund acht Jahre vor der antisemitischen Wunderlampe erschien, in der der Händler, wie er in anderen Fassungen auch einfach genannt wird, kein Jude, sondern einfach nur ein Trödler, in der Nacherzählung von Ludwig Fulda schlicht wie kurz zutreffend ein Trödler ohne Zuschreibung irgendeiner sogenannten ethnischen Zugehörigkeit als Punzierung einer bestimmten sogenannten Ethnie.

Was wäre gewesen, um in die Vergangenheit zu steigen, hätte es zum Beispiel nie die antisemitische Wunderlampe gegeben, der Trödler wäre nie zum Juden gemacht worden; hätten jene, geprägt von ihrer späten Jugendlektüre, die zwei mal acht Jahre später Gesetze schrieben und kommentierten, ihre Gesetze und Kommentare dann genannt Reichströdlergesetz und Erläuterung des Gesetzes zum Schutze vor dem trödlerischen Blut und der trödlerischen Ehre sowie des Gesetzes zum Schutze vor der Erbgesundheit des trödlerischen Volkes

Was wäre in der Gegenwart des Geschichtsbewußten, gäbe es die antisemitische Wunderlampe bei Weltbild, Thalia, Amazon nicht so leicht zu kaufen, wäre das ein Verlust, nein, wenn es doch Alladins Wunderlampe gibt, in der der Händler einfach ein Händler, wie vor einhundertneun Jahren ein Trödler ist, die nicht verführt zum Antisemitismus, nicht verführt zum Schreiben von mörderischen Gesetzen.

Alles aller zum Verkauf allen

Ob Amazon wegen Neonazispruchverkaufs Klaudia Tanner auch noch kennenlernen werde? Amazon wird Klaudia Tanner möglicherweise schon kennengelernt haben – als Käuferin.

Es gibt kein bekanntes türkises Muskelspiel von Klaudia Tanner gegen den Konzern Amazon ob seines Nazispruchsverkaufs. Bekannt von ihr ist lediglich eine türkise Machtdemonstration gegen einen Bundesheer-Offizier, als realistische Einschätzung türkiser Macht, die gerade einmal stark genug ist, gegen den „kleinen Mann“ ihre Größe zu entfalten. Vielleicht ist die nun realistische Einschätzung türkiser Macht der Erfahrung geschuldet, die vor ziemlich genau einem Jahr gemacht wurde, als sie einem Konzern drohte, dieser werde sie noch kennenlernen, sie aber schon kurz darauf einsehen mußte, ihre Arme sind keine Flügel, die sie hoch in die Lüfte aufschwingen lassen können, hoch in die Lüfte, wo sie auf gleicher Höhe mit dem Airbus fliegen müßte, ihm voraus sein müßte, um von ihm zumindest einmal gesehen werden zu können.

Amazon wird weiter verkaufen, alles, was verkauft nur werden kann. Auch T-Shirts mit Neonazispruch.

Für sein Tragen des „Johann Gaiswinkler Black T Shirts“ muß aber Klaudia Tanner dem sogenannten kleinen Mann von der Straße doch recht dankbar sein, gab dieses Tragen ihr doch Gelegenheit, türkise Macht auszuleben, alle Zweifel, wenn es diese in ihren Reihen je gibt, zu zerstreuen, für einen Tag gänzlich zu zerstreuen, ob denn türkise Macht mehr ist als die Macht gegen Kinder.

Es wird nicht gewußt, ob Klaudia Tanner bereits auch eine Großmutter ist, die ihren Enkelkindern Bücher schenkt. So viele kaufen bei Amazon ein, daß es nicht unwahrscheinlich wäre, wenn das eine oder andere auch Klaudia Tanner, ob nun Omama oder nicht, ab und an bei Amazon bestellte, vielleicht sogar Bücher, vielleicht für Kinder aus ihrer Verwandschaft, für Nichten, ihren Bundeskanzler einmal mit einem Buch zu seinem Geburtstag überraschen möchte, vielleicht mit „Aladdin und die Wunderlampe“ … dann sollte aber sehr darauf geachtet werden, welche Fassung der Wunderlampe bei Amazon bestellt wird …

Amazon verkauft alles, was verkauft nur werden kann. Auch die antisemitische Fassung der Wunderlampe und gleich die recht passende Kleidung dazu.

„Johann Gaiswinkler Black T Shirt“

Es wird wohl ewigliches Rätsel bleiben, wer diesen Spruch in der Nachfolge dichtete, und dabei so bescheiden war, den Spruch Theodor Körner zuzuschlagen, auf des eigenen Namen Ruhm zu verzichten.

Eines aber wird unvermeidbar sein, daß bald Menschen auftreten werden, die behaupten werden, der Spruch sei von Johann Gaiswinkler. Denn. Wenn ein Shirt mit diesem Spruch „Johann Gaiswinkler Black T Shirt“ benannt ist, könne das für diese hintretenden Menschen doch nur heißen, Johann Gaiswinkler ist der … Wie sonst wäre es möglich, werden sie sagen, T-Shirts, Kapuzzenpullover etcetera für Männer, Frauen und auch für Kinder mit diesem Spruch unter seinem Namen zu vertreiben.

Johann Gaiswinkler aber ist nur einer der Spruchstreuerinnen.

Für viele wird das wohl Rätsel bleiben wollen, was in Österreich richtig ist, was in Österreich falsch ist, etwa zum selben Spruch Bestrafung und Belohnung zu verteilen. Einmal, für das Verbreiten dieses Spruches mit Suspendierung zu züchtigen. Dann wieder, für das Verbreiten dieses gleichen Spruches mit Angelobung in höchste Staatsämter zu adeln.

Auflösung

Lang werden Sie nicht gebraucht haben, um das Bildrätsel „Ein Bundeskanzler bespricht sich mit seinem Vizekanzler“ gelöst zu haben.

Sofort haben Sie erkannt, der Spruch auf dem Shirt des Mannes ist der Spruch des für kurz gewesenen Vizekanzlers, der ebenfalls zu seiner Verbreitung beitrug. Das ist richtig. Also, daß sich der Bundeskanzler mit seinem Vizekanzler, der diesen Spruch breit streute, besprach.

Der Mann mit diesem Spruch auf seinem Shirt im Bildrätsel war niemals Vizekanzler. Das ist der Fehler.

Der Mann mit diesem Spruch auf seinem Shirt im Bildrätsel ist ein Bundesheer-Offizier, der für diesen Spruch suspendiert wurde. Hingegen wurde der Verbreiter ebenfalls dieses Spruchs für diesen Spruch als Vizekanzler angelobt.

Damit ist das Bildrätsel gelöst.

Einen Schluß daraus zu ziehen, ob also in dem einen Fall die Suspendierung falsch war, in dem anderen Fall die Angelobung richtig war, das wurde Ihnen nicht versprochen …

Beinahe der Verlockung erlegen, Ihnen noch ein Rätsel aufzugeben. Nein, Sie werden nicht gefragt, wessen Konterfei es auf ein Shirt schaffte, das vom suspendierten oder das vom für kurz angelobten Verbreiter. Es ist das des angelobten Verbreiters, sein Gesicht wurde zu den Gesichtern weiterer recht ehrenwerter Männer und einer ehrenwerten Frau aufgebügelt – von Männern und Frauen also, die in Österreich suspendiert zu recht höchsten Aufgaben …

Es ist aber zu verlockend, doch mit einem Rätsel zu enden. Mit dem Rätsel um einen Mann, der schon für seine Zwecke Verse von Theodor Körner zurechtbügelte. Es ist deshalb verlockend, weil dieser Mann den Sieg herbeischrie, das Echo aber war die Niederlage, das Echo war der Untergang.

Kennen Sie den Namen dieses Palastschreiers, dessen Gebrüll so endete:

„[…] befohlen, wir werden ihm folgen. Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und der inneren Aufrichtung. Wir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen; wir müssen nur zufassen. Wir müssen nur die Entschlusskraft aufbringen, alles seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde. Und darum lautet von jetzt ab die Parole: Nun, Volk, steh auf, und Sturm, brich los!“

Ein Bildrätsel

Es besteht kein Zweifel, Sie werden für das Finden des Fehlers nicht lang brauchen.

Eine Auflösung des Bildrätsels würden Sie daher gar nicht benötigen.

Es ist aber eine gute Sitte, die Lösung eines Rätsels nachzureichen. Im nächsten Kapitel werden Sie diese erfahren. Zum Überprüfen, ob Sie tatsächlich den richtigen Fehler entdeckt haben, werden Sie die Auflösung nicht benötigen. Denn es besteht kein Zweifel, Sie werden den richtigen Fehler sogleich entdeckt haben. Vielleicht möchten Sie dennoch lesen, ob Sie die Lösung ebenso erklärt haben, wie diese erzählt wird im nächsten Kapitel.

Das fehlende Mahnmal: Das rechte Denkmal für Österreich

Die Hoffnung, so heißt es irgendwo, enttäuscht zuerst.

So soll nicht gehofft werden, in Österreich den Bundespräsidenten und auch nicht die nächste Bundespräsidentin auf dem K. L.-Platz in Wien bei der offiziellen Eröffnung des Mahnmals mit allen Namen der Ermordeten noch zu erleben.

So lange derartige Denkmäler errichtet werden, und es wird in Wien wieder ein derartiges errichtet, ist dieses fehlende Mahnmal das Denkmal eines Mahnmals, das zu errichten überfällig ist. Dieses überfällige Mahnmal wird es aber weder auf dem K. L.-Platz, wo es tatsächlich hingehört, geben, noch irgendwo sonst in der Hauptstadt von Österreich.

Die Hoffnung enttäuscht zuerst. Es soll nicht gehofft werden, daß die nächste Bundespräsidentin in Österreich eine Befürworterin, gar eine sein wird, die sich forciert dafür einsetzen wird, ein solches Mahnmal mit allen Namen der Ermordeten auf dem K. L.-Platz zu errichten. Gerade in Österreich, das, Heimat von Portschy und Hitler etwa, wie kein zweites Land, nähme es seine Verantwortung ernst, die Verpflichtung zu einem solchen Mahnmal hat, ein solches Mahnmal seit Jahrzehnten bereits zu haben hätte, auf dem K. L.-Platz

Was wäre das für ein Zeichen der Verantwortung, der Verpflichtung gewesen, wenn ein derartiges Mahnmal beispielsweise im Jahre 1956 schon fertiggestellt und staatsoffiziell eröffnet gewesen wäre, stattdessen aber wurde 1956 das „Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für die Verdienste um die Republik Österreich“ einem Mann staatsoffiziell verliehen, der durch seine juristischen Schriften dem industriellen Massenmorden die legistische