Draußen vor der Tür

Draußen vor der Tür ist Heinz Guderian nie gewesen.

Draußen vor der Tür war das (wie es von denen so recht für ihre Zwecke stets genannt wird) Volk.

Unzensuriert - Volker Spielmann Guderian - Draußen vor der Tür - Steuerfrei

Das Volk bekam von ihrem Kaiserhitler den Hunger, die Kälte, den Tod und ein Zuhause draußen vor der Tür. Hingegen bekam Heinz Guderian ein Landgut im Warthegau. Das war gestohlenes Land, in Polen. Der Kaiserhehler gab es ihm. Denn. Es war Diebsgut. Für madige sechs Jahre konnte die Diebsbande des deutschen reiches als dem deutschen diebsreich zugehörig … es Warthegau nennen. Und Hitler mit seinen Dotationen für seine Diebsherren benahm sich wie die Monarchen vor ihm, die ihre Feldherren ebenfalls mit Landgütern reich und wohl auch steuerfrei beschenkten.

Das Volk bekam, für das Volk hatte Hehler Hitler den Hunger, die Kälte, den Tod und ein Zuhause draußen vor der Tür. Der Panzerdiebsherr Guderian bekam ein Landgut mit 974 Hektar. In Österreich ist die durchschnittliche Größe von einem Bauernhof mit 19 Hektar ausgewiesen. Guderian bekam also rund 51 Bauernhöfe. Das Volk bekam nichts. Außer, wollte wer so höhnisch sein wie der Massenmordkaiserhehler Hitler, dies als die für das Volk verdiente Dotation zu sehen: Hunger, Kälte, Tod und ein Zuhause draußen vor der Tür.

Draußen vor der Tür ist Heinz Guderian nie gewesen, auch nicht nach 1945. Er schrieb seine „Erinnerungen eines Soldaten“ zur Reinwaschung der Wehrmacht des deutschen massenmord- und diebsreichesund ist nun im Jahr ’18 eine Ikone für einen aus der Schreibstaffel der Website der identitären Regierungspartei in Österreich und ruft ebenfalls nach dem Volk

Aber für das Volk gibt es durch die Jahrhunderte, ob hehlerische Monarchinnen, ob hehlerische Diktatoren nur eines, aber das gewiß und nicht steuerfrei: Hunger, Kälte, Tod und ein Zuhause draußen vor der Tür. Nach wie vielen Kriegen lange vor dem Krieg von 1939 bis 1945 hätte Wolfgang Borchert wie oft schon sein „Draußen vor der Tür“ schreiben können … Das Volk wird stets von denjenigen, die gar um sein Wohlergehen recht besorgt tun, vor die Tür geschickt, damit es draußen vor der Tür zuhause bleibt, abgespeist mit Hunger, Kälte, Tod …

Wie durch die Jahrhunderte gibt es weiter, über das Jahr ’18 hinaus, kurz gesagt, jene Parteien, die gar so recht tun, um das Volk besorgt zu sein, also das Volk um das zu bringen, was es gerade noch hat, eine Tür – von innen zu verschließen, für eine Weile noch …

Website der identitären Regierungspartei in Österreich und die Ikonen von deren Schreibstaffel

Volker Spielmann - Unzensuriert - Identitäre Regierungspartei - 07-04-2018Nibelungen-Guderian nennt sich Volker Spielmann. Er schreibt auch auf der Website der identitären Regierungspartei Kommentare. Wie in der Collage gelesen werden kann. Er selbst führt sein Pseudonym auf das Nibelungenlied zurück. Als Portrait hat er für sich ein Bild von Heinz Guderian erwählt.

Heinz Guderian: Hitlers Panzergeneral.

Guderian, auch beim Einmarsch ’38 in Österreich dabei.

Und am 7. April ’18 schreibt Nibelungen-Guderian auf der Website der identitären Regierungspartei seinen Vergangenheitsplan für die kommenden Jahre: Zusammenschlüsse zu einem deutschen reich:

„Die Splitter unserer deutschen Nation müssen wieder zusammenge

Sollte es gelingen die VS-amerikanische Fremdherrschaft im deutschen Rumpfstaat abschütteln, so besteht das nächste Ziel darin, die Splitter unserer deutschen Nation wieder zusammen zu fügen. Seit geraumer Zeit ist der Feind nämlich sehr darum bemüht, unser deutsches Vaterland zu zerstückeln und den Bewohnern der verschiedenen Teilstaaten einzureden, daß sie gar keine Deutschen wären – besonders abschreckend ist hier der Fall der Österreicher und Niederländer, während die Schweizer immerhin noch das deutsch als Bezeichnung ihres Landes und ihrer Mundart führen. Helfen tut den Bewohnern der Teilstaaten die Abspaltung vom deutschen Staatsverband übrigens durchaus nicht. Denn diese werden ebenso wie der deutsche Rumpfstaat dem Hooton- und Kalergiplan unterzogen, sprich durch Masseneinwanderung von Sarazenen und Negern ausgerottet. Denn der Feind weiß gar wohl, daß sie Deutsche sind und trachtet daher nach ihrer Vernichtung. Zusammen ist ein Volk immer am Stärksten. Also…

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!“

Unzensuriert - Heinz Guderian und Volker Spielmann

Das Abschreckende daran ist, daß er es auf der unzensurierten Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei, die mit der ÖVP in einer gemeinsamen Bundesregierung ihre Stühle …

Die Verantwortlichen der Website der identitären Regierungspartei schreckt das von Nibelungen-Guderian Geschriebene nicht ab. Es zu löschen, kommt ihr gar nicht in den Sinn. Auch am 8. April ’18 ist es weiter veröffentlicht. Wie auch? Die Gesinnung schreibt doch vor, was abschreckend ist und was nicht.

Wie also kann ein Kommentar von Volker Spielmann sie abschrecken, zumal dieser sich als Heinz Guderian präsentiert. Mit dem Foto des Panzergenerals des Massenverbrechers, des Massenmörders, der, also der Massenmordgeneral, nach 1945 bemüht war, die Wehrmacht des deutschen massenmordreiches als eine „saubere“ zu verkaufen. Das kann nur zu einer Verbundenheit führen. Wer erinnert sich nicht an die Sturmläufe der FPÖ gegen die Ausstellung über die Wehrmacht und ihre Verbrechen? Unvergesslich die Bemühungen von Harald Stefan in der Hofburg um die „positiven Leistungen“ der Wehrmacht des deutschen massenverbrechenreichesNibelungen-Guderian wäre nun im Jahr ’18 ein ebenbürtiger Kandidat für seinen Stuhl ganz nahe dem von Harald Stefan in der „Koordinierungsgruppe für die Historikerkommission“ … Unvergesslich auch der FPÖ Versuche, jene als „Mörder“ hinzustellen,

Norbert Hofer spricht mit Martin Thür über Wehrmacht, Deserteure und Franz Jägerstätter, dem Gott half, mit Nein zu stimmen

Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder“

Guderian - Volker Spielmann - Wehrmachtdie für sich beschlossen, der Wehrmacht des deutschen massenmordreiches die Pflichterfüllung zum Massenmord zu verweigern …

Es kann nicht ausbleiben, daß das gesinnungsgemäße Nachschlagwerk – Quell‘ des steten recht identitären Labsals – von dem Massenmordpanzeristen hervorhebt:

„[H]ierbei stellte er heraus, daß die Wehrmacht stets anständig geblieben sei und ehrenhaft gekämpft habe.“ 

„Es gibt keine Zukunft des Reiches ohne den Nationalsozialismus.“

Das war der Tagesbefehl von Heinz Guderian am 25. August 1944. Und am 7. April ’18 legt Nibelungen-Guderian auf der Website der identitären Regierungspartei in Österreich seinen Vergangenheitsplan für Zusammenfügungen, Anschlüsse zu einem deutschen reich

Daß Nibelungen-Guderian hierbei nicht auf Ausrottungsphantasien verzichten kann, wen mag das noch verwundern können … Wie, kurz gesagt, das Amen im Gebet muß er gesinnungsgemäß auch „Hooton“ …

NS Nibelungen-Guderian ist nicht der einzige Angehörige der Schreibstaffel der Website der identitären Regierungspartei, der sich eine gesinnungsgemäße Ikone für sein Pseudonym erwählt … unvergesslich vor allem der Mann mit seinem Pseudonym nach dem kornblumigen Antisemiten …

Volker Spielmann - Unzensuriert - Guderian - Nationalsozialismus

 

Wortspeichel, dicker als Blut

Die Gegenregierung von Sebastian Kurz

Nun spricht der Mann auf dem Stuhl des Bundeskanzlers, so mag es den Anschein haben, nicht in seinem Kurzlekt, wie sonst, sondern in einer Sprache, die alle verstehen, und was ist von ihm zu hören, ohne es in eine für alle verständliche Sprache erst übersetzen zu müssen … Er spricht von „Gegengesellschaften“, von „Parallelgesellschaften“ – in welchem Zusammenhang? Dieser muß erst gar nicht genannt werden. Das wird sofort und auch so gewußt. Es hat etwas mit Kopf und Tuch zu tun, dabei wäre es gerade in der Community mit ihrer Gegenregierung gar notwendig, viel, viel Tuch zu verteilen, um mit diesem die Löcher im Kopf zu verstopfen, so wenigstens das gänzliche Ausrinnen der Köpfe zu stoppen.

Er spricht also von Gegengesellschaften. Ja, von seinem Stuhl aus weiß er, wovon er spricht. Führt er doch eine Gegenregierung an. An seiner Seite die identitäre Partei mit ihrer Gegenstaffel, mit ihrer Parallelschreibstaffel …

Peter__ wie stets in der ersten Reihe … seit Jahren in der ersten Reihe der Website der identitären Regierungspartei. Auch am 3. April 2018. Wie in der Collage gelesen werden kann, mit stürmerischen Aussagen, die zu zitieren der Anstand verbietet. Peter_ verlinkt in seinen Kommentaren mit rechtem Wohlgefallen zu sehr zweifelhaften und windigen Websites. Auch diesmal. Und zwar zu the truthseeker

Wolfgang Sobotka - Antisemitismus und die Website der identitären Regierungspartei in Österreich

Diese englische Website wieder eine so recht nach dem Gesinnungsgeschmack von Peter__, läßt sich doch auf dieser alles finden, das Peter__ gesinnungsteuer und somit auch den Verantwortlichen der Website der identitären Regierungspartei, lassen sie doch Peter_ (und nicht nur ihn) seit Jahren Kommentare schreiben, die zu schreiben der Anstand verbietet, und zu windigen und zweifelhaften Websites in seinen anstandslosen Kommentaren verlinken,

Ehe die Staatsanwaltschaft einmal klingelt, löscht FPÖ-Unzensuriert ein Posting wenigstens einmal – Das Wunder von „Hellstorm“

die in Österreich, kurz gesagt, Fälle für die Gerichte, für den Verfassungsschutz …

Jedoch, zum einen hat die dem Germanischen gesinnungsfeile Website ihre Heimatkaserne nicht in Österreich, zum anderen weiß Peter__ hoffend, daß

„das neu besetzte Innenministerium behilflich …“

Wolfgang Sobotka - Unzensurierte Website der identitären Regierungspartei

Schutz darf sich vor allem Peter__ erwarten. Denn. Ein Kongreß schweißt zusammen. Wortspeichel bekanntlich dicker als Blut. Und wer einmal gemeinsam auf so einem Kongreß den gesprochenen Worten gelauscht: verbunden auf ewig …

Peter__ im Prachtsaal zu Linz

Es hat nur seine gesinnungsgemäße Folgerichtigkeit, daß diese englische Website, wie in der zweiten Collage gelesen werden kann, sich für Ursula Haverbeck … für eine Frau, die nicht Widerrede zu fürchten hat, sondern gesinnungsgemäßes Vertrauen auf Fürsprache etwa von …

Alphabet of Enlightenment, H-H: Haverbeck, Höcke, Hofer, Holocaust

Vizeleiberlverkäufer und Erdingers „Strukturnazis“ – Strache, Höcke, Orbán, Le Pen: shirt revolutionaries

Noch eine Person aus der Schreibstaffel ist in die Collage aufgenommen, mit ihrem Kommentar vom 4. April 2018. Ein Kommentar, auf den Berengar wohl recht gesinnungsstolz sein wird: bietet dieser doch alles auf, was Antisemitismus aufgeboten werden kann. Übrigens, auch Berengar nicht zum ersten Mal, wie gelesen werden kann in Für AfD und FPÖ sind deren Mitarbeiterinnen ihre „Nigger“

thetruthseeker - unzensuriert

Das macht es noch einmal verständlich, daß von der Idee der Umbenennung der Leopold-Kunschak-Preise abgegangen worden ist, seit der Nationalratspräsident den nach dem österreichischen Streicher, kurz gesagt, nach dem Radau-Antisemiten benannten Preis umbenennen will, weil „Antisemitismus ein Makel an der Politik“ …

Eine Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises wäre zur Zeit tatsächlich nichts anderes als eine Beschönigung,

Leopold-Kunschak-Preise sind nicht umzubenennen

wie sie Wolfgang Sobotka für seine Regierung haben wohl möchte … während beispielsweise auf der Website seiner Regierungspartnerin eine radauantisemitische und stürmerische Schreibstaffel ungehindert …

Kopftuch

Leopold-Kunschak-Preise sind nicht umzubenennen

In einem Roman, auch wenn dieser nur von der Wirklichkeit erzählt, können dennoch Ideen vorkommen, um auf die Wirklichkeit einwirken zu wollen. Eine solche Idee war es wohl, den Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen, beispielsweise in Manush-Preis.

Das war vor langer Zeit. Das ist Jahre her. Als der Roman noch kein Versprechen gab, zu einem mit Tausenden von Seiten je werden zu wollen.

Nun, Jahre später, viele Jahre später, zu spät, wird aus einer in diesem Roman erzählten Idee Wirklichkeit, geht es vor allem nach dem Nationalratspräsidenten

Wolfgang Sobotka, der für die christschwarz-identitäre Regierung in Österreich Leopold Kunschak auf dem Margarinealtar des Scheins opfern möchte

Wer dieses Kapitel liest, wird sofort wissen, weshalb es viele Jahre zu spät ist, daß ein Nationalratspräsident auf die Idee kommt, den Leopold-Kunschak-Preis umbenennen zu wollen. Es ist von ihm bloß eine Idee in seinem ungeschriebenen Roman, ohne Wirkung auf die Wirklichkeit.

Der Roman aber, in dem so oft vom Umbenennen des Leopold-Kunschak-Preises erzählt wurde, wird davon nicht mehr erzählen. Denn. Es hatte keine Wirkung, es wirkte nicht zurück auf die Wirklichkeit. Ganz im Gegenteil. Es lieferte höchstens der Partei, die mit einer identitären Partei in einer Regierung die Stühle teilt, eine Möglichkeit, so zu tun, als ob … Die Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises heißt in diesem zurzeitigen Österreich nur, die Wirklichkeit als eine zu verkaufen, die sie nicht ist, vor allem ist sie nicht: korrekt, harmlos, aber von Harm zerfressen, den andere zu erleiden …

Die Wirklichkeit zur Zeit ist aber nicht so, die von dem Präsidenten des österreichischen Parlaments in Aussicht gestellte Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises gar freudig begrüßen zu können. Möge er allein mit der Umbenennung das Plakat „Zur schönen Aussicht“ malen und es vor die harte und brutale Wirklichkeit hängen wollen … Nebenher. Es wird Horváth nur in Österreich der Titel „Zur schönen Aussicht“ für sein Stück eingefallen sein können, in dem Menschen mit zweifelhaften Vergangenheiten in einem heruntergekommenen Hotel, dem er den Stücknamen gibt – wie passend wäre es gewesen hätte er sein Stück „Zur schönen Aussicht“ in einer windigen Pension Österreich

Leopold Kunschak Preis

Möge er, Sobotka, allein mit der Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises das Plakat „Zur schönen Aussicht“ malen und es vor die harte und brutale Wirklichkeit hängen wollen … es kann auf sein Plakat immer noch ein weiteres Plakat geklebt werden, eines mit einer Namenserweiterung des Leopold-Kunschak-Preises, womit der Roman das bleibt, was dieser stets war, einer der von der Wirklichkeit erzählt, gerade klug genug, um zu wissen, aus einem Roman ersteht je keine Wirklichkeit, wenn die Wirklichkeit nicht bereit ist, eine andere Wirklichkeit zuzulassen …

So also könnte in die Urkunde für die Leopold-Kunschak-Preise geschrieben werden:

Leopold-Kunschak-Preis

In dankbarer Erinnerung und  zum ewigen Gedenken
an den großen lehrreichen Kartoffel-und-Kraut-Menschenversorger Leopold Kunschak, an den österreichischen Streicher, kurz, an den Radau-Antisemiten beehren sich seine Wiedergänger in Kristo die Preise in seinem Namen zu vergeben.

Wolfgang Sobotka opfert für die christschwarz-identitäre Regierung in Österreich Leopold Kunschak auf dem Margarinealtar des Scheins

Christschwarz-identitäre Regierung - Wolfgang Sobotka opfert Leopold Kunschak

Nun erzählt Wolfgang Sobotka, wie am 31. März 2018 berichtet wird, der ÖAAB Niederösterreich habe beispielsweise bereits reagiert und verleiht anstelle der Leopold-Kunschak-Plakette eine Alois-Mock-Plakette …

Bereits reagiert …

Bereits reagiert – 2017 wurde noch die Leopold-Kunschak-Plakette vergeben, und stolz dabei: Wolfgang Sobotka. Wie lange schon wird gewußt, was für einer Leopold Kunschak war? Daß Leopold Kunschak der „österreichische Streicher“ … bereits reagiert, hierzu fallen die Erinnerungen an die Kapitel ein, die 2002 bereits veröffentlicht wurden, also vor sechzehn Jahren … Wie gelesen werden kann in Gefangen, auch im Erinnern … der Antisemit Kunschak in der Villa eines Margarinefabrikanten … Blaimschein

Schein und Margarine – gibt es Kennzeichnenderes für …?

Nun also erzählt Wolfgang Sobotka, am 31. März 2018 veröffentlicht, er glaube, dieser Antisemitismus, also der Antisemitismus von Leopold Kunschak sei ein Makel an der Politik, generell dürfte eine Sündenbock-Politik heute keinen Raum mehr haben. Aus der Sicht von Wolfgang Sobotka wäre es notwendig, den Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen, und er wisse, daß „man auch bundesweit darüber nachdenkt“ …

Wie lange wird noch nachgedacht werden? Bereits reagiert. Seit 2009 bereits wird vorgeschlagen, den Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen. Aber nicht nach einem christschwarzen Politiker, also etwa in Alois-Mock-Preis, sondern in Manush-Preis.

Warum Manush? Auch das kann hier nachgelesen werden.

Also 2017 ist Wolfgang Sobotka noch eifrig bei der Verleihung der Leopold-Kunschak-Plakette dabei. Und 2018 empfindet er es als „Makel an der Politik“.

Wann wird das als Makel empfunden werden, weshalb vor bald zehn Jahren die Umbenennung in Manush-Preis …

„Makel an der Politik“. Ach, wie allgemein. Politik, also in Östereich, kurz gesagt, Parteipolitik wird von Menschen gemacht. Also ist er, Sobotka, sich selbst ein Makel? Politische Mängel zeichnen ihn allemal aus, und nicht nur im Hinblick auf Kunschak …

Was hat sich denn geändert seit dem Mai 2017, daß er, Sobotka, plötzlich den Antisemitismus von Leopold Kunschak als „Makel“ sieht?

Nichts.

Bis auf eines.

DieLeopold Kunschak und Wolfgang Sobotka - Bereits reagiert FPÖ sitzt mit der ÖVP in der Regierung.

Und nun muß etwas getan werden, also nicht wirklich gehandelt, es muß Margarine geschmiert werden, Kritiker und Kritikerinnen dieser christschwarz angeführten Regierung mit der identitären Regierungspartei sollen, so das Kalkül, auf der Margarine ausrutschen. Ein Schein muß hergestellt werden. Mehr ist das nicht.

„Ich glaube,“ sagt Wolfgang Sobotka, wird am 31. März 2018 berichtet von der „Kleinen Zeitung“, „dieser Antisemitismus – auch bei Kunschak oder Renner – ist ein Makel an der Politik. Generell darf eine Sündenbock-Politik heute keinen Raum mehr haben.“

Kurz gesagt: Franz Dinghofer erwähnt er, Sobotka, nicht. Wie Kunschak die Ikone der ÖVP ist Dinghofer die Ikone der FPÖ. Das geht also noch, der SPÖ Karl Renner vorzuhalten. Aber der FPÖ Franz Dinghofer, das geht nicht, die Margarine zerrönne bereits, ehe sie ums Maul geschmiert, der Schein als Schein sofort entlarvt.

Kunschak und Renner sind zwar noch Namensgeber, aber sonst … na ja, den christschwarzen Obmännern hat Kunschak doch noch vieles zu sagen, beispielsweise, wie Menschen kurz gehalten werden können …

Es könnte Wolfgang Sobotka das österreichische Proporzdenken erwischt haben, auch der Antisemitismus aufgeteilt zwischen SPÖ und ÖVP. Jedoch. Der österreichische Proporz auch in dieser Hinsicht einer von FPÖ, SPÖ und ÖVP …

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Dem Karl Lueger bleibt ein Platz, aber Leopold Kunschak weiter das Parlament und ein Platz

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

„Our far-right is nothing“ compared to the Austrian continuity

Antisemitismus-Befragung in Ungarn in Österreich von FPÖ unzensuriert gesinnungsgemäß kommentiert der Beschluß von Fidesz und Jobbik

Beatrix Karl belegt die Notwendigkeit der Umbenennung des Leopold-Kunschak-Preises

Leopold-Kunschak-Preise – Auch 2013 kein Verzicht. Dafür wieder ein Wunder von Werner Fasslabend?

Österreich: Wilhelm Brauneder, auch er, erinnert, wie das Land insgesamt eine Gegenwartskommission dringend benötigt

Und so weiter und so christschwarz.

Kunschak und Renner sind zwar noch Namensgeber … aber Franz Dinghofer ist für die FPÖ ein Aktivposten ihrer, wie Sobotka es nennt und nicht fremd – kurz: „Sündenbock-Politik“.

Norbert Hofer, kleiner Präsident mit dem großen Herzen für die Franz Dinghofer der „primitiven Hetze“ 

Burschenschafter in Deutschland als Staatssekretär entlassen, in Österreich im Parlament mit Franz-Dinghofer-Medaille geehrtFranz-Dinghofer-Symposium im Parlament

Franz Dinghofer auf FPÖ unzensuriert: Jungen Menschen die Zähne ausschlagen und Antisemitisches

Dinghofer hofft auf FPÖ unzensuriert auf einen Stauffenberg gegen Angela Merkel, der „genauer arbeitet als sein Vorgänger“

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

Norbert Hofer lädt zum Dinghofer-Symposium: Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

Ideelle Kontinuitäten – von … bis …

Wolfgang Sobotka - Leopold Kunschak Preise

Und so weiter und so identitär.

Es ist also gar nicht so plötzlich, sondern zur Zeit opportun bloß ein „Makel“, wie es Sobotka nennt … ob alle bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen ihre preisgierige Annahme des Leopold-Kunschak-Preises nun, wenigstens jetzt, aus einem weiteren Opportunismus heraus, auch als „Makel“, zum Beispiel Karim El Gawhary, um einen der letzten Träger zu nennen, so empfinden und es gar auch noch öffentlich sagen …

Leopold Kunschak, Franz Dinghofer, Karl Renner – Die nach ihnen benannten Preise der drei Parteien erzählen viel vom Zustand Österreichs in seinem Halbdunkel

Bereits reagiert.

Wird den Preis aus den Händen der Verharmloser des kunschakschen Antisemitismus 2012 wer nicht annehmen wollen?

Ja, es wurde bereits reagiert.

Und das 2009. Aber nicht in Österreich. In Luxembourg. Es wurden Fragen gestellt, wie gelesen werden kann, ob denn niemand den Preis abgelehnt habe, ob es keine Proteste …

Die Antwort aus Österreich, bereits vor bald zehn Jahren, kennzeichnender für dieses Land Österreich kann keine sein, als diese von einem Preisträger:

„Bitte um Entfernung aus dem Verteiler …“

Und das Schreiben aus Luxembourg aus dem Jahr 2009 endet mit dem Satz, der für Österreich ’18 weiter Gültigkeit hat: 

„Mir scheint die Politik ist auf sehr bedenklichen Wegen.“

Leopold Kunschak Preis umbenennen

Überflern statt Überhitlern

Christliche Regierungen in Österreich - Vernichtungskampf

’18, das Verlautbarungsorgan der identitären Regierungspartei:

Das Projekt der neuen österreichischen Regierung besteht also ideologisch gesehen darin, den Kulturmarxismus zu überwinden.

’33, Neustädter-Stürmer:

Der Vernichtungskampf gegen den Marxismus muß rücksichtslos geführt werden. Die Politik muß so sein vor allem gegen links.

Überflern statt Überhitlern scheint die Parole der ÖVP nun zu sein. Beinahe wäre geschrieben worden: neue Parole … aber neu ist nichts an der nun ausgegebenen Parole, bloß adaptiert, bloß angepaßt an die Gegebenheiten von ’18, geschuldet nur den geänderten Namen des in die Macht gebrachten Personals, deren Namen ab und an für ihre Parteien als Abkürzung für ihre Parteien verwendet werden.

Neu ist, wenn das neu genannt werden kann, an der zurzeitigen Regierung nur, daß es keinen heimwehrlerischen Chefideologen mit Neu im Namen … alt hingegen u.v.m. auch, daß der österreichische Stürmer-Gründer und -Herausgeber“ der ÖVP weiter eine Ikone …

Beinahe wäre geschrieben worden: Überstracherln statt Überhitlern … aber das wäre beinahe eine Ehrenbezeugung für diesen Mann, vor allem deshalb, da gewußt wird, es ist vollkommen egal, wer die FPÖ anführt, sie erhält in Wahlen den Stimmenanteil, den sie erhält, gleichgültig ob der Anführer heißt: Haider oder Strache oder … es sind einzig die Parolen, die Stimmen bringen. Irgendwer muß aber die Parolen trompeten, eine Sprechpuppe vielleicht aus Stroh und Holz also, die ganz vorne auf der Bühne aufgestellt wird, wird stets gebraucht, für das Schmettern der Parolen, die, und das ist die menschgemäße Natur von Parolen, stets brutal verkürzend und immer falsche Zusammenfassungen hochkomplexer gesellschaftspolitischer Vorgänge und wirtschaftspolitischer Zusammenhänge sind. Es könnte gesagt werden, eine Sprechholzstrohpuppe als Anführerin brächte ebenso viele Stimmen solchen Parteien, die zurzeit beispielsweise von einem Strache in Österreich, von einem Gauland in Deutschland, von einem Salvini in Italien, von einem in Ungarn oder in seiner Zeit von einem Hitler … das erzählt auch etwas von der Kontinuität des den Parolen innewohnenden Verführungspotentials … und eine zweite Kontinuität muß und ist gegeben, die ideelle – auch an der mangelt es in Österreich ganz und gar nicht.

Andererseits. Überstracherln als zurzeitige Parole der ÖVP kann es durchaus genannt werden, wenn sie nicht vom Namen des zurzeitigen FPÖ-Anführers abgeleitet wird, sondern vom übersetzten Wort Angst. Überängstigen statt Überhitlern.  Die Sprechholzstrohpuppenangstparolen bringen immer noch Stimmen, als wäre kein Tag vergangen seit …

Das kommt auch noch in den Sinn, wenn, wie soeben, für den zurzeitigen Anführer

„Der mächtigste Kanzler seit …“

der ÖVP geschichtliche Vergleiche bemüht werden, die er selbst wohl nicht ungern lesen wird, und dann ist es auch, kurz gesagt, unumgänglich daran zu erinnern, gerade in diesem Gedenkparolenjahr ’18

Engelbert Dollfuß oder die Liebe zu den „Überhitlern“

Überstracherln - Überängstigen - Überhitlern

 

Das Regierungsösterreich und die Solidarität

Regierungsösterreich - SolidaritätWährend nun viele Staaten „solidarisch“ reagieren, macht das Regierungsösterreich, also die blauschwarze Montagsregierung, das, was es kann, reden, auf niedrigstem Niveau, oder, wie es in Südtirol heißt, is jo lei, daß gredt is …

Österreich beteiligt sich nicht an einer konzertierten Aktion der USA und einer Mehrheit der EU-Staaten gegen Russland in der Giftaffäre. Österreich werde „keine Diplomaten ausweisen“, teilten … (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) am Montag der APA mit. Begründung: ‚Wollen die Gesprächskanäle nach Russland offenhalten.‘ werden aber keine nationalen Maßnahmen setzen“, sagten … und Kneissl dazu. „Vielmehr wollen wir die Gesprächskanäle nach Russland offenhalten. Österreich ist ein neutrales Land und sieht sich als Brückenbauer zwischen Ost und West.“ Zugleich versicherten sie London der Solidarität der Europäischen Union und versprachen: „Wann immer Russland das Völkerrecht oder die Menschenrechte verletzt, werden wir klare Worte finden und reagieren.“

Wie recht gerade der Mann neben Karin Kneissl „klare Worte“ zu finden vermag, was gerade er als Reaktion versteht, wurde in diesem Zusammenhang bereits in einem Kapitel festgehalten. Er ist so klar und gewillt zur Reaktion, daß er in einem eigenen

Das ist unbedingt zu merken. Für jedwede kommende Wahl in Österreich. Wann immer diese blauschwarze Regierung von „Solidarität“ spricht, es sind nur ausgespuckte elf Buchstaben mitten in das Gesicht von allen, die solidarisches Reagieren …

Die Erwartungen sind im Angesicht dieser Regierung ohnehin auf die geringsten reduziert. Wenigstens solidarisches Reagieren könnte noch erwartet werden. Ein solidarisches Agieren, ein aktives solidarisches Handeln, gar ein aktives politisches solidarisches Handeln wird von dieser Regierung gleich wem gegenüber ohnehin je nicht …

Und übrigens. Es ist eine „nationale Maßnahme“, die hier von dem Regierungsösterreich gesetzt wird, auch wenn Karin Kneissl und der Mann neben ihr meinen, das nicht zu tun. Eine „nationale Maßnahme“ für einen national aufgeladenen Vladimir Putin, mit dem er, der Mann neben Kneissl sein will …

NS Das Regierungsösterreich ein „Brückenbauer“ – wahrlich, ein wahres Wort von Karin Kneissl und dem Mann neben ihr … Wenn bedacht wird, wer auf ihren Stühlen in diesem Regierungsösterreich sitzt, kann gesagt werden, Regierungsösterreich nicht nur Bauer, sondern die Pfeiler selbst der Brücken, die in den …

Sebastian Kurz, der ausredenreichste Kanzler seit Armin Wolf die Soziologin Wikipedia liest

Da es lediglich indirekt um Sebastian Kurz geht, kann auf eine Darstellung mittels Kurzlekt verzichtet werden.

Sebastian Kurz - ausredenreichster Kanzler seit Armin Wolf Wikipedia liest

Es wird Sebastian Kurz gefallen, daß Armin Wolf in ihm den „mächtigsten Kanzler seit Kreisky“ sieht, und das nach madigen einhundert Tagen. Nun, es wird Armin Wolf vielleicht denken, es kann für das Eigene nicht schaden, Sebastian Kurz zu schmeicheln, ihn mit Bruno Kreisky in eine Zeile zu bringen.

Und Armin Wolf setzt dafür viel ein, schwingt sich auf zu höchsten Überlegungen zum Begriff „Macht“. Er zitiert hierfür sogar Max Weber, freilich ohne Quellenangabe. Wie gewußt wird, gehört zur Lektüre von Armin Wolf die Soziologin Wikipedia. Nicht ganz unberechtigt also annehmen zu dürfen, er wird sein Weber-Zitat ebenfalls bei ihr gelesen haben.

Und damit beginnt es bereits, alles falsch zu sehen.

Was für eine unnötige Erhebung von Sebastian Kurz durch Hinschreibung auf die Höhe von Bruno Kreisky. Wenn schon Vergleiche notwendig, dann welche innerhalb der kurzschen Weltanschauung, also Sebastian Kurz mächtig wie Dollfuß oder Schuschnigg, es passt nicht nur treffender zu seiner Weltanschauung, sondern auch zu dem, wie er sich gebärdet.

Und wenn es schon jüngste Vergangenheit sein soll, weshalb nicht der Rückgriff auf die Vergleiche mit Recep Tayyip Erdoğan … Im letzten Jahr bereits kursierte für Sebastian Kurz „Ösi-Erdogan“. Das ist ein Mann, der zu Kurz passt, und nicht ein Bruno Kreisky.

Es stimmt wohl, daß Sebastian Kurz „Macht hat über“ – das christschwarze Personal, vor allem über jenes, das die Posten im Parlament, in der Regierung ihm …

Aber es gibt auch von der Herkunft des Wortes: „Macht zu tun“ – und hat er, Kurz, die? Dazu gehört von der Herkunft des Wortes auch das „Können“. Das Können und die Macht, zu tun. Aber hat er das Können?

Es kann auch ganz schlicht sein. Die Soziologin Wikipedia hat für Armin Wolf nichts über „Chef“ gehabt, und so kam er auf … oder es wäre zu offensichtlich, hätte Wolf geschrieben, Kurz, der Chef seit … es wäre eine reine Nachschreibe nur von dem geworden, wie sich Kurz selbst sieht, wobei er allerdings, wenn noch etwas Anstand in ihm ist, tunlichst vermeidet, in einen Spiegel …

Seit einhundert Tagen wird von diesen zwei Parteien, die die zurzeitigen Regierungsämter in Österreich zugeschanzt wurden, täglich die Ausrede gehört: Regierungsvereinbarung. Es wird immer auf die Regierungsvereinbarung verwiesen, weshalb etwas nicht geht. Auch von dem von Armin Wolf Hochgeschmeichelten.

Und ist nicht gerade das sogenannte Rauch-Verbot das aktuellste und beste Beispiel dafür, daß Armin Wolf das falsche Zitat wählte, um „Macht“ zu definieren?

Die Bundes-ÖVP gerät in Sachen Rauchverbot zunehmend unter Druck. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sympathisiert zwar mit den Anliegen des Volksbegehrens für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, wegen des Koalitionsabkommens mit der FPÖ seien ihm aber die Hände gebunden, erklärte Kurz gegenüber der „Kleinen Zeitung“. „Ich habe großes Verständnis, dass sich die Mehrheit für ein absolutes Rauchverbot einsetzt“, so Kurz. „Ich bin selbst Nichtraucher.“

„In der klassischen Definition von Max Weber“, zitiert Armin Wolf ohne Erwähnung der Soziologin Wikipedia, „ist Macht ja die ‚Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.‘ Und“, schreibt Wolf weiter, „die Chancen von Sebastian Kurz, seinen Willen, durchzusetzen, sind“, darf fortgeschrieben werden, wie allein das sogenannte Rauch-Verbot schon so eindrücklich zeigt, „ziemlich“ klein …

Am Ende seiner Kurzschmeichelei scheint die kurzsche Macht über auch über Armin Wolf gekommen zu sein:

„Und schließlich hat Sebastian Kurz noch echtes Glück. Er ist just während des stabilsten Wirtschaftsaufschwungs seit über zehn Jahren ins Kanzleramt eingezogen. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Regierung kann ein Nulldefizit präsentieren – und trotzdem bleibt noch etwas zu verteilen.“

Zugunsten von Sebastian Kurz tauscht Armin Wolf kann gegen soll. Was die blauschwarze Regierung präsentierte, war, es soll ein Nulldefizit geben. Ob es dieses ’19 auch tatsächlich geben wird – nun, seit Heinz-Christian Grasser wird schon gewußt, wie das ist mit dem Kann. Es hätte eines gegeben haben können, ein Nulldefizit, das gab es aber nicht, wie jetzt erfahren werden darf, denn ein Nulldefizit hätte es, so schmeichelt Blauschwarz sich nun selbst, seit sechzig Jahren nicht gegeben.

Ach, und dann gibt es, so Wolf, „trotzdem noch etwas zu verteilen“. An wen was verteilt werden soll, schreibt Armin Wolf nicht. Das klänge wohl nicht mehr so schmeichelhaft.

„Und schließlich hat Sebastian Kurz noch echtes Glück.“ Wieviel fehlte noch, daß Armin Wolf geendet hätte mit dem Ausruf: „Ja, Glück hat nur der Tüchtige!“ …

PS Es kann natürlich auch sein, daß Armin Wolf auf den Namen Bruno Kreisky kam, beseelt von einer Sehnsucht (nicht bewußt von ihr ergriffen), daß Menschen wie Kreisky im heutigen Österreich fehlen. Es wieder höchste Zeit ist für Menschen wie Kreisky in politischer Verantwortung, und endlich, kurz gesagt, vorbei für Menschen wie Strachhofer in Verantwortungslosigkeit …

Wie angenehm wäre es gewesen, hätte Armin Wolf Kurzlekt verwendet; es hätte das nicht geschrieben werden müssen.

Sebastian Kurz - Armin Wolf

Kurzlekt

Auch wenn Sebastian Kurz nur eine epigonale Schüsselfigur – und das spricht bereits nicht für den Nachahmer, für das Nachahmen einen Wolfgang Schüssel zu wählen – sollte dennoch nicht ein weiteres Mal die Bezeichnung „Schweigekanzler“ verwendet werden, vor allem nicht für Sebastian Kurz.

Denn. Das Schweigen hat seine Qualität im positiven Sinn. Das Schweigen von Wolfgang Schüssel aber hatte bereits nicht diese Qualität. Das Schweigen von Wolfgang Schüssel war bereits nichts anderes als Zustimmung, wie es so schön oder schrecklich heißt, daß das Schweigen Zustimmung bedeutet, Zustimmung zu den identitären Ungeheuerlichkeiten, zu den identitären Grauslichkeiten …

Und es waren auch damals schon Ungeheuerlichkeiten, als die FPÖ sich selbst noch nicht identitäre Partei nannte.

Sebastian Kurz schweigt nicht, aber er redet in seinem eigenen Dialekt … und das hat nichts mit Qualität im Sinne von Qualität zu tun, wenn gesagt wird, er redet im Kurzlekt. Kurzlekt heißt: er versteht nicht, was ihm gesagt wird, er versteht nicht, was er gefragt wird, und, was er darauf sagt, ist unerheblich.

Ein exemplarisches Beispiel dafür von gestern. Auch das gehört zu Sebastian Kurz. Wann immer von Sebastian Kurz zu sprechen ist, kann stets nur von einem Gestern berichtet werden.

Kurz Sebastian - Kurzlekt

Gestrig Sebastian Kurz im Radiointerview (Morgenjournal, 23. März ’18):

Peter Fritz: Es soll jetzt fünf EU-Staaten schon geben, die daran denken, russische Diplomaten auszuweisen wegen unstatthafter Aktivitäten. Könnte Österreich auch sich an einer solchen Aktion anschließen?

Sebastian Kurz: Na wir haben uns heute einmal klar darauf verständigt, wie der Wissensstand nicht nur in Großbritannien, sondern auch anderer Staaten und der unterschiedlichen Dienste ist. Wir haben ganz klar natürlich diesen Anschlag verurteilt, unsere Solidarität gegenüber den Opfern aber auch gegenüber Großbritannien ausgesprochen. Und wir haben neben diesem Thema auch ausführlich das Thema der Türkei diskutiert. Sie wissen, das Vorgehen der Türkei in Syrien ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, und insofern haben wir hier auch sehr ausführlich über die Situation in der Türkei, aber auch das Vorgehen der Türkei in Syrien besprochen.

Menschgemäß ist es eine Unfreundlichkeit, Fragen nicht zu beantworten. Im Fall von Sebastian Kurz ist das aber ohne Belang. Ein Mensch des Kurzlekts kann es nicht anders und schon gar nicht besser. Und was herauskommt, wenn Journalisten meinen, zu ihm, Kurz, in einer Sprache zu sprechen, die er, Kurz, versteht, zeigt dieser oben zitierte beispielhafte Auszug: Unerhebliches gepaart mit Hinterhältigkeit.

Deshalb sollen ab gestern Journalistinnen Interviews mit Sebastian Kurz nicht mehr in deutscher Sprache, sondern in Zeichen führen, die er zwar auch nicht verstehen wird, weil er, Kurz, darauf in seinen Zeichen reagieren wird, aber mit dem erfreulichen Ergebnis, Zuhörerinnen bleiben verschont von Unerheblichem und Hinterhältigem.

Auch Zeitungen sollen Interviews mit und Aussagen von Sebastian Kurz nur noch in Zeichenschrift drucken und veröffentlichen, um Lesern zu ersparen, sich mit Hinterhältigem und Unerheblichem je noch auseinandersetzen zu müssen.

Um es exemplarisch zu konkretisieren, als Vorlage für jedwedes Medium. Berichterstattung zu Sebastian Kurz sähe dann beispielsweise so aus:

Medium: Es soll jetzt fünf EU-Staaten schon geben, die daran denken, russische Diplomaten auszuweisen wegen unstatthafter Aktivitäten. Könnte Österreich auch sich an einer solchen Aktion anschließen?

Sebastian Kurz: Na wir haben uns heute einmal klar darauf verständigt, wie der Wissensstand nicht nur in Großbritannien, sondern auch anderer Staaten und der unterschiedlichen Dienste ist. Wir haben ganz klar natürlich diesen Anschlag verurteilt, unsere Solidarität gegenüber den Opfern aber auch gegenüber Großbritannien ausgesprochen. Und wir haben neben diesem Thema auch ausführlich das Thema der Türkei diskutiert. Sie wissen, das Vorgehen der Türkei in Syrien ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, und insofern haben wir hier auch sehr ausführlich über die Situation in der Türkei, aber auch das Vorgehen der Türkei in Syrien besprochen.

Eine Zeitungsseite dann beispielsweise wie in der Collage …

Sebastian Kurz - Medien - Kurzlekt

Nach Sellner, nach Bachmann kann es Strache noch versuchen, nach London zu gelangen.

Wie berichtet wird, wollte Lutz Bachmann in London eine Rede verlesen von Martin Sellner, dem „De-facto-Chef der rechtsextremen Identitären in Österreich“ …

Martin Sellner wurde an der „Einreise gehindert“, Lutz Bachmann wurde nach Deutschland „zurückgebracht“. Nun könnte es ja der österreichische Vizekanzler versuchen, die Rede von Martin Sellner zu verlesen, in London. So als Dankesdienst. Vertreibt Martin Sellner doch recht einnehmende Leibchen mit den Gesichtern …

Vizeleiberlverkäufer und Erdingers „Strukturnazis“ – Strache, Höcke, Orbán, Le Pen: shirt revolutionaries

im Gesinnungseinklang …

Bachmann - Sellner - Strache

Dem an einem Montag gemachten Vizekanzlerchef einer identitären Regierungspartei wird wohl nicht der Bescheid ausgestellt werden, wie eben Lutz Bachmann:

„Seine Anwesenheit in Großbritannien sei dem ‚Allgemeinwohl nicht zuträglich‘, hieß es in einer Mitteilung.“

Allerdings. Sollte in London „Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller noch geläufig sein, dann könnte es zu einem englischen Reim kommen: In diesem Bunde ist er der dritte — und dann keine Einreise oder eine Rückführung nach Österreich …

Sellner Martin - Rede - Hyde Park -London - NotUnd, ach, wieder keine verlesene Rede von Martin Sellner. In diesem Fall könnte er seine gesamte Rede auf ein Leiberl drucken, gerahmt mit den Gesichtern von Bachmann, von ihm selbst und Strache und darüber geschrieben: „Die Bürgschaft“ …

Was Strache und Sellner gemein – das sind nicht nur die Leiberln, sie sind auch „Chefs“ von Identitären … Mittlerweile dürfte Sellner auch zum Gesinnungsherrenschneider des Botschaftspersonals der identitären Regierungspartei …

Und mit Bachmann verbindet Strache diese serienkriminelle

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Ehrlichkeit …