Schließlich leben neben Martin Luther und den M. T. Habsburgs Menschen

Schließlich leben neben den Roma Menschen.“

Diese zitierte Äußerung ist keine aus der sogenannten Nazi-Zeit, ist keine von einem sogenannten bildungsfernen Menschen, ist keine von einem mit Mindestsicherung in einem Gemeindebau lebenden Menschen, es ist eine Äußerung aus dem Juni 2017, getätigt von der „frühe­ren Regierungs­spre­che­rin der Nea Dimokratia, der Jour­na­lis­tin, Heraus­gebe­rin und Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­ten“ …

Wieder einmal, Juni 2017, „Pogromstimmung“ gegen Roma und Sinti, diesmal Griechenland, diesmal Athen …

„Schließlich leben neben den Roma Menschen“ … Das ist der Geist in Europa auch noch 2017, der Geist, der zugleich jedwede Gelegenheit nutzt zum pathetischen „Nie wieder“, wenn es um den Nationalsozialismus, um den Faschismus geht.

Was für eine ungeheuerliche Aussage das ist, kann mit einer Gegenprobe leicht untermauert werden. Es könnte irgendein Beispiel genommen werden, aber 2017 bietet sich Österreich an, in dem Maria Theresia Habsburg bejubelt wird, als lebte sie, und vor allem als regierte sie. Die Habsburg mit ihrem frommen Antiziganismus. Was gäbe es für einen Aufschrei, schriebe wer: Schließlich leben neben der Maria Theresia Habsburg Menschen.

Nicht minder wohl der Aufschrei, schriebe wer: Schließlich leben neben Martin Luther Menschen. Mit Luther kann auf Österreich als Beispiel verzichtet werden, wie überhaupt mit Luther auf ein Beispielland verzichtet werden kann.

Und in was für einem Europa Roma und Sinti nach wie vor leben müssen, im Jahr 2017, und ein Ende ist nicht abzusehen, kann mit einer weiteren Gegenprobe leicht, und es soll beim Beispiel Österreich geblieben werden, zu verdeutlichen. Niemand in Österreich käme auf die Idee, wenn etwa ein Niederösterreicher ein Kind aus Wien entführt, einen Pogrom gegen alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher …

Europa 2017 für Roma und Sinti kein Europa 2017

 

Alle Religionen sind Kunst

Jesus Christus Mischwesen

Es ist doch erheiternd zu lesen, daß die identitäre Parlamentsparteiwegen eines Kunstprojektmischwesens an Kardinal Christoph Schönborn sich schriftlich wendet, an den Vertreter einer Organisation also, somit ausgerechnet an den höchsten Vertreter einer Kunstorganisation in diesem kleinen Land, das stets Staunen hervorruft, wie in einem derart kleinen Land all das Kunstzeug der schönbornschen Organisation Platz finden kann, Werner Neubauer mit einem offenen Brief einen Kunstfabrikangestellten um Meinung anfleht, deren erste Anbetungsmarke ja ein Mischwesen ist.

Und was ist Jesus Christus anderes als ein Mischwesen: ein Teil Mensch, ein Teil Gott. Es ist eine Mischkulanz, die nur nach einer Nacht der größten Ausschweifung unter Verteilung ganzer Jahresdrogenernten gebraut werden konnte, die zu inszenieren etwa ein Hermann Nitsch mit seinem Puppenschloßorgienmysterientheater nicht einmal träumen kann. Denn. Mischwesen Jesus Christus ist zusätzlich auch noch ein Teil von Gott, der oder die oder das oder geschlechtslos ein Mischwesen aus dem Mischwesen Jesus Christus und einer Taube, die auf den Namen „Heiliger Geist“ hören soll, wobei äußerst fraglich ist, ob sie, die Taube, auf ihren Namen auch wirklich hört.

Und Jesus Christus ist nicht anders gezeugt worden, als es nun Maja Smrekar mit ihrem Mischwesen aus Hund und Mensch versucht. Mit einem Unterschied freilich, als das Mischwesen Jesus Christus gezeugt wurde, war es eine bloße schriftliche Zeugung. Denn. Damals gab es noch nicht die technischen Möglichkeiten einer unbefleckten Empfängnis, die heute Maja Smrekar zur Verfügung stehen, um eine unbefleckte Empfängnis wirklich wahrwerden zu lassen.

Es ist vielleicht nicht von ungefähr, daß es gerade eine Frau ist, die wieder ein Mischwesen gebären will, mit dem Vornamen Maja: die „Hehre“, die „Höhere“. Wird nicht so ihre Kollegin Maria angebetet, vor der zu viele Ehrfurcht haben, und sie, Maria, deshalb nicht beim Kosenamen Maja angekniet wird.

Ja, das Kunstprojekt von Maja Smrekar erinnert wieder einmal daran:

Alle Religionen sind Kunst.

Alle Religionen sind bloße Kunst. Denn. Es ist in jedweder Religion alles vorhanden, was Kunst definiert, Kunst ausmacht, kurz und schlecht gesagt, nur für die Kunstrichtung Religionen aufgezählt: es ist Phantasie dabei, es ist Märchen dabei, es ist der Luxus, der für das nackte Leben nicht gebraucht wird, dabei, es ist Ausschweifung dabei, es sind Halluzinationen dabei, es ist Wirklichkeitsfremdes dabei, es ist Wahn dabei, es ist Begierde dabei, es ist Lust dabei, es ist Krankhaftes dabei, es sind Versteigungen dabei, es sind Irrtümer dabei,  es sind psychische Mängel dabei, und so weiter und so fort.

Alle Religionen sind Kunst, wobei die Kunstsparte Religionen wohl die schwärzeste, die negativste Kunstsparte ist, aber auch die je erfolgreichste Kunstrichtung, die je einflußreichste und damit die je schrecklichste, die je tödlichste Kunst ist, die je alles vernichtende Kunst ist, die der Mensch je ersann und ausübte.

Und als Einschub, weil einer aus der FPÖ und bezeichnenderweise jener mit dem Namen Rosenkranz klagte:

„Wenn es um Mohammed und den Islam geht, trauen sich die Künstler eh nicht mehr“,

kann besonders ihm gesagt, Mohammed war ein schwacher, armer und phantasieloser Künstler, bei dem es nicht einmal dazu reichte, eine solche Mischkulanz an Mischwesen zu ersinnen, dabei hätte er nur die mit Rosenkränzen in den Händen angebetete Mischkulanz abkupfern müssen, aber die Einfalt seines Herzens, das ihm Kunstgeist war, verwehrte ihm den Aufstieg zum großen Künstler …

Und was der Kunstsparte Religionen grundsätzlich ist und diese unverwechselbar macht, ist die Heilserwartung. Maja Smrekar ist eine Vertreterin der Kunstrichtung Religionen. Denn. Auch sie erwartet sich von ihrem Mischwesen im Grunde das, was besonders das Mischwesen ihrer Kollegin seit zweitausend Jahren nicht und nicht erfüllt und auch je nicht mehr erfüllen wird, in bezug auf die Heilserwartung an ein Mischwesen hat das Mischwesen Jesus Christus nicht einmal das zusammengebracht und wird es auch nicht mehr zusammenbringen, was ein Mensch in einer halben Minute unter dem Nagel seines kleinsten Fingers an Schmutz sammeln kann.

Und das wird Maria Smrekar nicht unbekannt sein, die Heilserwartungsenttäuschung des Mischwesensprototyps. Und dennoch ist sie voller Zuversicht, ausgerechnet ihr Mischwesen werde … betet mit ihrer Kunst den Rosenkranz der Heilserfüllung:

„ARTE_mis ist das vierte Projekt der Reihe, bei dem eine Eizelle der Künstlerin eine somatische Zelle ihres Hundes in sich aufgenommen hat. Ergebnis ist eine hybride Zelle, der ein dystopisches Szenario innewohnt, die gleichzeitig aber eine neue Species schaffen könnte, deren Überlebenschancen auf dem Planeten Erde besser sind als unsere – nicht zuletzt deswegen, weil dieses Mischwesen seine Umwelt humaner behandeln würde als wir das tun.“

Alle Religionen sind Kunst. Und was bei einer Aufzählung gerade zur Kunstrichtung Religionen nicht fehlen darf, ist die Fälschung. Über die hat erst vor kurzem Kunstkritiker Schönborn geschrieben, als er eine fromme Rezension des Grabtuches von dem Mischwesen …

Schafe wählen nicht ihr Schlachthaus und kollaborieren nicht mit ihren …

Kuss der Verlierer - FPÖ - Front national

Es wurde in

Glücklichen Wahlzeiten entgegen

vergessen anzuführen, es wird bald soweit sein, über den Front National zu schreiben: eine Partei der Verliererinnen, nun, ist der erste Wahlgang in Frankreich durchgeführt, und es kann, noch erfreulicher, es nicht in der Zukunftsform schreiben zu müssen, sondern bereits in der Gegenwart schreiben zu können, am 12. Juni 2017: Front national ebenfalls bloß eine Partei der Verlierer – parti des perdants …

Denn. Der Front national hat nichts gewonnen. Der Front national ist daher, gemessen auch an seinem eigenen Anspruch, ein absoluter Verlierer …

Die nationale Front – so kurz wie ungenau gesagt – bröckelt. In Europa. Von Österreich aus gesehen, kann gesagt, wer sich von der FPÖ küssen läßt, verliert …

Es gingen am gestrigen Sonntag so wenige wie noch nie zur Wahl in Frankreich. Als hätten die Menschen in Frankreich den Streikaufruf von Octave Mirbeau mit über einhundert Jahren Verspätung etwas abgewinnen können … Und mit Blick auf die nationalistischen Partien scheinen Wähler und Wählerinnen in Europa zu begreifen, sie wollen nicht mehr freiwillig ihr Schlachthaus wählen. Am 15. Oktober 2017 werden die Menschen in Österreich zeigen können, ob sie das ebenfalls begreifen, daß sie imstande sind, das zu tun, was nicht einmal Schafe tun. Schafe wählen nämlich, wie Mirbeau so eindrücklich ausführt, je nicht freiwillig ihren Gang ins Schlachthaus und ihr Gang ins Schlachthaus ist je nicht freiwillig. Ja, die armen verleumdeten Schafe wählen nicht ihr Schlachthaus, und noch etwas tun die armen Schafe nicht, Schafe kollaborieren nicht mit ihren …

… aber wer Österreich kennt, weiß, in Österreich wird es kommen, wie es in diesem Land nur kommen kann, es wird wieder verlieren, es verliert beim Ballspielen, was kein Malheur ist, aber es verliert auch in der Politik, und das ist eine Katastrophe.

Am 15. Oktober 2017 wird wieder geschrieben werden können, Österreich verliert ein weiteres Mal gegen Frankreich …

Alexander Van der Bellen – Einübung in die Entcourage respektive Postcourage

Alexander van der Bellen - Entcourage - Amtscourage

Es wird mit Blick auf die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich nur noch darauf gezählt werden können, daß die Wählerinnen und Wähler die Courage besitzen, den österreichischen Weg endlich zu verlassen, den nun auch Alexander Van der Bellen beschreitet mit seiner Einübung in die Entcourage.

Eine mündliche Prüfung in Entcourage hat er wohl diese Woche im Akademietheater abgelegt, wie mediale Berichte über seine Aussagen nahelegen.

Schwer hätte er sich damit getan, die FPÖ als „rechte Partei“ zu bezeichnen, vom Ausland aus gesehen möge das so sein, aber in Österreich werde mit solchen Zuschreibungen vorsichtiger umgegangen – vorsichtiger in Österreich heißt: rückgratloser …

Er, Alexander Van der Bellen, führte zugunsten der FPÖ an, sie sei weit davon entfernt, eine „kriegshetzerische Partei“ zu sein … Um vor sich selbst rechtfertigen zu können, für den Fall, eine identitäre Parlamentspartei als Regierungspartei …, ja, da muß mit dem Rechtfertigen schon früh begonnen werden, eine solche Partei schönzureden, mit dem Weithergeholtesten, das je nur zu finden ist.

Hätte er aber statt von Krieg von „Bürgerkrieg“, statt von Hetze von „Herbeireden“ gesprochen, dann hätte er nicht mehr vom guten Weg …

Die „rote Linie“, wird berichtet, sei für Alexander Van der Bellen die „Europapolitik der potentiellen Regierungsparteien“, er sehe die FPÖ diesbezüglich auf „gutem Wege“ … Das Gewissen von Alexander Van der Bellen wird wohl schon jauchzen, es ihm so leicht zu machen, ein gutes Gewissen bleiben zu können, durch das Reduzieren der „roten Linie“ auf eine einzige Sach‘. Und auch die FPÖ wird es ihm leicht machen. Denn ein Europa will auch die FPÖ, aber ein Europa, von dem geglaubt wurde, das sei überwunden, das wolle niemand mehr. Und sonst? Auf was für einem guten Wege die FPÖ ist, der Beispiele gibt es viele … hat nicht eben He.-Chr. Strache ein starkes Grönlandzeichen etwa für Klimaschutz …

Das Bekenntnis schlechthin zur Entcourage hat Alexander Van der Bellen unzweifelhaft mit seiner Aussage, wie sie berichtet wird, abgelegt, mit seiner Unterschrift bestätige ein Bundespräsident lediglich, daß Gesetze verfassungsmäßig zustande kämen … ja, wenn die Gesetzgebungsverfahren ordentlich eingehalten werden, dann kann alles beschlossen werden, wer will dann noch nach den Gesetzesinhalten fragen. Konkret ging es diesmal um das sogenannte Integrationspaket, das er mittlerweile unterschrieben hat, von dem er, van der Bellen, „glaube“, es sei „nicht verfassungswidrig“ … wie schön es sein muß, zu glauben, enthebt es der leidigen Arbeit der Prüfung, erspart Zeit für das Wichtige, Sudoku zu lösen … Und am Wirtshaustisch kann dann immer noch gemeinschaftlich geraunt werden, schicksalsergeben, es sei „kein gutes Gesetz“, aber die da oben, was kann schon gegen die da oben … hier unten käme aber kein Mensch auf die Idee, ein solches Gesetz …

Und, wird berichtet, für Alexander Van der Bellen sei die Hofburg „schon was Spezielles – Hofburg pur – das atmet Maria Theresia“ … nicht nur die Hofburg, wird an den frommen Antiziganismus der Habsburg Maria mit ihrem Sohne gedacht – das ganze Land atmet …

Es will jetzt gar nicht nachgesehen werden, ob er inzwischen gar auch schon Ehrenritter geworden sei …

Die Hofburg riecht aber auch nach Burschenschaft … Alexander van der Bellen ist schon lange unterwegs, Klassensprecher der Entcourage zu werden. Es gibt die Courage, es gibt die besondere Zivilcourage, und es gibt, wie es der Bundespräsident nun lehrt, auch die für das Amt aufgegebene Courage, die Entcourage, die zu seinen Ehren und aus höchstem Respekt vor ihm in seiner nunmehrigen Funktion auch Postzivilcourage oder kurz Postcourage … um keinen Personenkult zu bedienen, den er selbst wohl ebenfalls ablehnt, wurde davon abgegangen, es kurz und knapp Bellencourage zu nennen …

Kurz war gedacht, das Wort Amtscourage zu verwenden, aber das hieße ja, Courage im Amt …

Bleibt nur noch die Frage, wann und wo wird er, van der Bellen, seine Reifeprüfung im Fach Entcourage respektive Postcourage ablegen … im Haus der Heimat, dann eingeladen von der Zeit auf österreichische Traditionsart?

In der Hofburg aber soll es nicht sein, aber das können nur noch die Wähler und Wählerinnen, die auch von anderen mit dem Schönherrichten der FPÖ umgarnt werden, ihm ersparen, damit er nicht eines Tages im endgültigen Ruhestand jammern wird müssen, es sei ihm gar nichts erspart geblieben …

Glücklichen Zeiten entgegen

FPÖ - Glücklichen Wahlzeiten entgegen

Mit der FPÖ guten Wahlzeiten entgegen. Das kann ohne Übertreibung geschrieben werden. Es muß dabei auch nicht auf die Hoffnung gesetzt werden. Denn. Das hat auch die Wahl in dieser Woche in Großbritannien bestätigt. Wer mit der FPÖ verkehrt, wer von der FPÖ bewundert wird: verliert.

1,8 Prozent für UKIP, kein Sitz mehr im Parlament. Eine Partei der Verlierer und Verliererinnen – party of losers.

Marine Le Pen wurde nicht Präsidentin. Front national und sie: Verlierer und Verliererin – party of losers.

Kein berauschendes Wahlergebnis für Gert Wilders. Ein Verlierer – loser.

Und nun waren im Juni 2017 der Spitzenkandidat und die Spitzenkandidatin der AfD in Wien bei Hofer und Strache … wird an die Niederlande, an Frankreich, an Großbritannien gedacht, ein gutes Zeichen für die Wahl in Deutschland, und es wird nach der Wahl in Deutschland geschrieben werden können: party of losers.

Auf diese Art betrachtet, ist die FPÖ durchaus ein Glücksschwammerl, auch wenn nicht wenige bei dieser Partei an einen anderen Pilz in erster Linie denken mögen, ein Glücksschwammerl zwar nicht für die Parteien, mit denen die FPÖ verkehrt und die von der FPÖ bewundert werden, aber das Glück dieser Parteien ist wahrlich kein Anliegen und schon gar nicht eine Herzensangelegenheit …

Beinahe vergessen. Die FPÖ ist für ihre eigenen Kandidatinnen und Kandidaten auch ein Glücksschwammerl: Norbert Gottwald Hofer ist nicht Präsident geworden. Ein Verlierer. Und gemessen an seinen eigenen Ansprüchen ein absoluter Verlierer – loser.

Wenn es so weitergeht, dann wird nach dem 15. Oktober 2017 auch für Österreich eine Collage erstellt werden können: Sitzverteilung im Parlament: FPÖ, identitäre Partei: Null … und geschrieben werden können: Partie der Verlierer und Verliererinnen –party of losers.

Jedoch, bei Österreich bestätigt sich die Befürchtung zuerst. In Österreich wird nicht viel vom eigenen Glück gehalten. Das Lieblingsgericht in Österreich ist doch mehr der Pechpilz …

Meek news

Meek News

Es wird nun, doch seit einiger Zeit bereits, hysterisch von fake news gesprochen und geschrieben. An den Pranger werden die gefälschten Nachrichten genagelt. Gefälschte Nachrichten sind das Negativste, so die einhellige Meinung, die auch oder vor allem jene uneingeschränkt unterschreiben, die selbst unentwegt derartige zeugen.

Von einem Kirchenmann kann in dieser Hinsicht viel gelernt werden.

Es gibt Fälschungen. Fälschungen sind negativ. Und es gibt, so Christoph Schönborn in der Umsonst heute am 9. Juni 2017: „fromme Fälschungen“. Das klingt doch gleich positiv. Und ist nicht gerade der Mensch der Gegenwart angehalten: positiv zu formulieren.

Statt fake news könnte doch gesagt und geschrieben, also positiv formuliert werden: devout news oder godly news oder, wird etwa daran gedacht, wie Lämmer doch laufen Menschen den Nachrichten folgsam hinterher,  meek news oder …

„Fromm“ einfach voranzustellen, worüber alles dann breit gesprochen und geschrieben werden könnte, über das heute nicht breit geschrieben und gesprochen wird.  Beispielsweise über den frommen Antiziganismus der habsburgischen Maria Theresia  oder den frommen Antiromaismus des Martin Luther oder …

Österreich unfähig zur einwandfreien Wiedergabe des einfachsten Sachverhalts

„Nachdem Konzerthaus-Chef Matthias Naske kürzlich in einem Interview mit der Presse bedauerte, dass er Andreas Gabalier 〈32〉 auftreten ließ:“

Das schreibt die Umsonst am 8. Juni 2017. Und das ist kurz und einfach gesagt: falsch. Falsch, und dabei ist das, was Matthias Naske zum Auftreten sagte, sogar kürzer als der oben zitierte Umsonstsatz:

„Wir hätten das nicht gemacht.“

Wie immer das Umsonstfalsche zustande kam, ob die größte Leseschwäche, die gedacht werden kann, dafür verantwortlich ist, nicht einmal fünf Wörter sinnerfassend lesen zu können, ob einfach die falsche Überschrift von einem anderen Medium genommen wurde, ohne den gesamten Bericht zu lesen, dieses kleine Beispiel sollte Sie nur daran erinnern, was Sie unbedingt zu tun haben, ehe Sie etwas weitererzählen, das Sie in dieser Umsonst gelesen haben, nämlich zuerst das Gelesene auf Richtigkeit zu überprüfen.

Das wäre eigentlich nicht Ihre Aufgabe, sondern die des Umsonstmeisters, aber dieser hat wichtigere Aufgaben für sich auserkoren, etwa sich mit offenem Mund mit Niki Lauda über das „Speiben“ zu unterhalten, was zwar auch keinen Informationswert hat, um den es ihm wohl nicht geht, sondern lediglich einen Unterhaltungswert für sich selbst.

Und dieses kleine Beispiel zeigt ein weiteres Mal, wie um vieles wichtiger eine Lese- und Schreibeförderung statt einer geplanten Presseförderung für die Umsonsten wäre …

Andreas Gabalier - Österreich - 8-6-2017

 

 

Soziale Kompetenz und Ursachenerkennung von FPÖ unzensuriert

FPÖ unzensuriert taucht im Internet stets in das Tiefste vor, um immer wieder etwas zu finden, um für „Weiße“ … etwas gegen „Zigeuner“ vorbringen zu können, also dafür findet sie immer wieder etwas, sogar seriöse Berichte kann sie hierfür einsetzen. Sie nimmt dafür weite Tastaturwege auf sich. Diesmal bis nach Redbridge, London.

Wie sich FPÖ unzensuriert diesen seriösen Bericht aus Redbridge gesinnungsgemäß zurechtschreibt, darauf will gar nicht eingegangen werden. Denn das hieße, sich mit ihr das Unwesentlichste zu konzentrieren. Wer aber diese gesinnungsgemäße Schreibe der FPÖ unzensuriert mit dem seriösen Bericht aus Redbridge unbedingt vergleichen will, kann es tun: die gesinnungsgemäße Schreibe der FPÖ unzensuriert ist in der Collage zu lesen, der seriöse Bericht aus Redbridge kann hier zum Lesen geöffnet werden.

Das Wesentliche an dieser Schreibe der Copysite der identitären Parlamentspartei ist aber, was diese aus dem serösen Bericht aus Redbridge nicht anführt, und das verrät einmal mehr sehr viel über die soziale Kompetenz. Es kann gesagt werden, wer bei Kindstod obsessiv fixiert ist, bei welchen sogenannten Ethnien komme es durch „Inzucht“ … die obsessive Sorge umtreibt, die sogenannten Weißen könnten in einem Bezirk von London …, dessen soziale Kompetenz ist nicht vorhanden, hat keine soziale Herangehensweise, kann keine soziale Politik je erwartet werden …

Und auch das bekommt nur Bedeutung vor dem Hintergrund, daß eben die Sozialdemokratie dabei ist, sich die identitäre Parlamentspartei sozial schönzurichten, wenn etwa davon gesprochen wird, eine Rot-Blaue Koalition wäre „weniger unappetitlich“, ein Hans Sallmutter überrascht sei über so manche Position der FPÖ im Sozialbereich …

Schönreden geht noch leichter mit Musik. Die fehlt noch. Vielleicht aber komponiert der Sozialdemokratie schon wer einen Schlager mit dem Refrain: „Über diese rote Brücke mußt du gehen“ …

NS Amüsiert hat doch eines. FPÖ unzensuriert verweist auf eine Aufklärungsbroschüre, die sie zum Herunterladen bereitstellt. Es gehe dabei, wie sie schreibt, „um dem Problem der Inzucht zu begegnen“. Es wird auf dieser von FPÖ unzensuriert verlinkten Site als Beispiel die Ehe mit einem Cousin angeführt. Und das ist das Amüsante daran, wird dabei an Österreich gedacht, aber gar nicht an niederösterreichische Keller, sondern lediglich an das Eherecht in Österreich, das Cousine und Cousin nicht die Ehe verbietet …

Und im Zusammenhang mit dem Eherecht in Österreich kann amüsiert festgestellt werden, es ist doch ein Land der rechten Tradition:

„Die Reichsregierung hat vorbehaltlich einer abschließenden Neuordnung des gesamten Eherechts zur Vereinheitlichung des Rechts der Eheschließung und der Ehescheidung im Lande Österreich und im übrigen Reichsgebiet das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:“

So viele Änderungen des Eherechts gab es seit 1938, aber das mit der „Reichsregierung“ und „im übrigen Reichsgebiet“ wurde nicht geändert. Ja, es scheint sich ein weiteres Mal zu bewahrheiten: der Traum stirbt nicht aus, der Traum stirbt zuletzt … und wenn die Hoffnung auf solche Parteien wie die identitäre Parlamentspartei gesetzt wird, bewahrheitet sich stets: die Hoffnung enttäuscht zuerst. Zumeist schon mit der Wahl einer solchen Partei.

FPÖ unzensuriert - Inzucht

 

Wer vermag es schon zu sagen, wofür das Eck von Andreas Gabalier steht

Wofür steht Andreas Gabalier - Muslim - Kurzist.jpg

Es wurde bereits vermutet, was Matthias Naske zu Andreas Gabalier sagte,

„Tourneeauftakt im Wiener Konzerthaus“ von dem die Meinungsfreiheit Klagenden,

sei interpretierbar wie ein Gedicht. Er und seine Anwälte, seine Anwälte oder er haben kurz und rasch zu einer von gar vielen Interpretationen Zuflucht gesucht, von der sie für sich wohl ein Klagsheil zu erhoffen meinen.

Nun, es gibt viele Interpretationen, die ebenso Klagsglück, aber auch Klagsunheil bringen könnten … hier nur zwei der vielen möglichen weiteren …

Vielleicht stehe er für das Frauenbild eines Mannes, der das Erbe seiner Ahnen hochhält, kurz gesagt, für das Frauenbild eines Muslimen. Steht er doch hart dafür:

Der österreichische Volksmusik-Star Andreas Gabalier verteidigt in GALA mit Nachdruck sein Frauenbild. „Heute traut sich die Frau schon fast nicht mehr, sich zu freuen, wenn sie sich zu Hause um die Kinder kümmert, weil es so hingestellt wird, als wäre das der größte Fauxpas überhaupt“, sagte der 31-Jährige im Interview. „Als müsste sich jede Mutter, die sich den Kindern hingibt und mal auf den Job pfeift, als zweitklassiger Mensch fühlen.“ Die traditionelle Rollenverteilung betrachte er „als etwas Schönes, da ich es selbst auch bei uns so erlebt habe, dass die Mama das mit voller Hingabe gemacht und genossen hat“. Ob eine berufstätige Frau nach der Familiengründung im Job bleibe oder nicht, sei ihr zwar persönlich freigestellt, so Gabalier, bei seiner Freundin stehe das aber nicht zur Diskussion: „Natürlich wird sie als Mutter zu Hause bleiben.“ Mit der TV-Moderatorin Silvia Schneider, die er „ein tapferes Mädel“ nennt, ist Andreas Gabalier seit 2013 liiert. Einen Hochzeitstermin gebe es aktuell nicht an, sagte er GALA: „Gott sei Dank darf das ja der Mann bestimmen. Ich möchte es nicht zwischen Tür und Angel machen.“

Klingt das nicht wie die Deutung des Islams? Etwa vorgebracht von dem Islamischen Zentrum in München, wo es zwar keinen Musikverein gibt, aber er trotzdem gerne auftritt, im Stadion:

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen (Koran 4:34). Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muß, der letztendlich Entscheidungen fällt. Die Frau ist die Person, welche die Kinder empfängt, in sich trägt, gebiert, stillt und erzieht; sie trägt die Hauptverantwortung für das Wohl der Kinder. Dies ist ihre wichtigste Aufgabe.

Die gabaliersche Ansicht könnte aber ebenso gut für Kurzismus stehen. Ein, zugegeben, Verlegenheitsbegriff. Es hätte auch gesagt werden können: Köstingerismus. Aber in einem nach Führung schreienden Staat soll das nicht vernebelt werden; deshalb Kurzismus, abgeleitet vom Namen ihres Ob-Mannes. Es ist ein Verlegenheitsbegriff, weil ÖVP, so schlecht als kurz gesagt, soll die ÖVP nicht mehr sein, und was sie werden soll, nun, das weiß, kurz und schlecht gesagt, die christschwarze Partei selbst nicht … vielleicht deshalb die stete Zuflucht zur Verlegenheitserklärung: neu soll sie sein. Nun, wie neu das sein wird, sagt Elisabeth Köstinger auf eindrucksvoll welteingekürzte Weise:

Ich werde Frauen aus voller Überzeugung auf allen Ebenen immer fördern, aber jede Frau soll selbst entscheiden können, ob sie Mutter sein will oder Vorstandsvorsitzende.

Muslim oder Kurzist, auch das also könnte eine Interpretation sein, wofür er stehen möge, der Andreas Gabalier. Und singt er nicht stolz des Mannes Hymne, die wie einst ohne die Frau auskommt?

Nicht schutzlos, also informationslos dem Terror in Medien sich ausliefern

Alexandra Föderl Schmid - kein Schutz nirgendwo

Alexandra Föderl-Schmid entdeckt den Straßenverkehr, am 4. Juni 2017, in der Qualitätszeitung, freilich in der Definition von Qualität österreichischen Zuschnitts.

„Schon wieder Menschen mit einem Auto niedergefahren. Das Perfide an diesem Vorgehen ist, dass es keine Vorbereitung braucht und überall geschehen kann.“

Alexandra Föderl-Schmid erzählt die Erzählung nach, die erzählt wird, seit es den Autoverkehr gibt, wie sie etwa von Octave Mirbeau bereits vor einhundert Jahren erzählt wurde. Von diesem Terror im Namen des Fortschritts, vor dem es keinen Schutz gibt, irgendwo, schreibt sie nicht, sondern von dem anderen Terror …

„Wie die Ereignisse in Afghanistan der vergangenen Tage zeigen, gibt es auch dort Attentate: Zuletzt starben dabei mehr als 85 Menschen in Kabul und dann wurden just noch Besucher des Begräbnisses dieser Anschlagsopfern angegriffen.“

Alexandra Föderl-Schmid entdeckt also am 4. Juni 2017, sie kann durchaus über den Suppeneuroparand hinausblicken … oh, auch fern von Europa gibt es Attentate, gibt es Ermordete, ach, kein Schutz vor Mord – irgendwo: weder in Österreich noch in Afghanistan.

Die Qualität einer großen Journalistin macht es wohl aus, keine Materialien zu benötigen, keine Daten zu benötigen, vielleicht noch kurze Blicke in die Umsonsten während der Fahrt mit einer Straßenbahn, die weiter an der Qualitätsspirale österreichischer Medien drehen, die genügt, um schreiben zu können, was sie schreibt. Eine Datenbank hierfür heranzuziehen, das wäre nur … zum Beispiel diese:

„Damit wir auf diese und weitere Fragen Antworten finden können, müssen wir aber zuerst klären, über was wir hier eigentlich sprechen. Was ist Terror? Und welche Herausforderungen birgt die Auseinandersetzung damit? Antworten darauf gibt die Global Terrorism Databse (GTD)—eine einzigartige open-source Datenbank des National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism (START) der University of Maryland, die seit 1970 Terroranschläge dokumentiert, analysiert und Informationen dazu sammelt.“

Wie fundiert eine Journalistin schreibt, ist ein Kriterium für ihre Qualität. Und fundierter als sie … als Vergleich fiele nur eine Copysite ein, aber tatsächlich, Alexandra Föderl-Schmid, kein Schutz, irgendwo, vor Fahrzeugen, die …

„So kommt zum Beispiel statistisch gesehen laut der GTD nur in 0,07 Prozent aller Anschläge ein Fahrzeug als Waffe zum Einsatz, was die Anschläge von Nizza, Berlin und Jerusalem zu absoluten Ausnahmefällen macht.“

0,07 Prozent. Kein Schutz, irgendwo. Wie schutzlos erst auf den Straßen in Österreich. Aber. Es gibt dafür menschgemäß eine Lösung: „Travel Ban“. Das allerdings schreibt nicht Alexandra Föderl-Schmid. Dafür gibt es ja Donald Trump, der das ausspricht, was eine vornehme Dame österreichischer Qualitätsmedienherkunft nicht schreiben würde … dafür, was für ein Segen, gibt es die Tweets, die in die eigene Schreibe eingebettet werden können. Will Alexandra Föderl-Schmid auf raffinierte Weise kundtun: folget Trump?

In Österreich? Aber auch in Österreich gibt es Männer von einem Zuschnitt des Herrn Trump, also – ob die Mehrzahl richtig gebildet ist, ist ungewiß, bitte um Nachsicht – Trumpeln.