Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig.

Es ist keine Aufgabe mehr der Copysite der identitären Parlamentspartei, der Wahrheit verpflichtet zu sein, sondern sie hat es aufgegeben, der Wahrheit verpflichtet zu sein; ihre grundlegende Richtung, festgeschrieben im Impressum, ist nun eine, die zwar anders klingt, aber eigentlich die alte ist, also recht parteilich.

Recht parteilich. Wie beispielsweise der Lobgesang auf Josef Weinheber. Der Lobgesang ist nicht überraschend. Die vollkommene Ausblendung seiner aktiven Rolle im Nationalsozialismus ist nicht überraschend, und auch keiner Aufregung wert. Weder interessiert die identitäre Parlamentspartei noch Josef Weinheber. Es überrascht bloß im Zusammenhang, wie nun von der Sozialdemokratie es forsch angegangen wird, die identitäre Parlamentspartei als eine passable und fesche Regierungsbraut machtverliebt anschauen zu wollen …

Die Sozialdemokratie auf der verzweifelten Suche nach einer anderen Brautpartei schneidert ihr ein, nein kein neues, ein Kleid eben, das sie anschauen können will, aber unter dem Kleid trägt sie ihr altes und unwechselbares Höschen, das dermaßen an die Haut durch die im Höschen abgelagerten Klebestoffe gepickte Höschen, das mit der Haut derart verwachsene Höschen, das ein Wechseln des Höschen faktisch je unmöglich …

Es interessiert nicht die Copysite der identitären Parlamentspartei, aber es sollte die Wählerinnen und Wähler interessieren, es sollte alle interessieren, die nun, und das sind nicht wenige, meinen, die identitäre Parlamentspartei wäre eine, die in der nächsten Regierung ihre Stühle … im Höschen sind auch die Ergüsse der Schreibstaffel, die weiter absondert, was sie zu absondern imstande ist, wie seit Bestehen dieser Copysite von ihr nicht anders zu erwarten. Die Schreibstaffel interessiert nicht, außer im Zusammenhang mit der Schneiderin Sozialdemokratie …

Max Mach am 4. Juni 2017:

wir kommen da raus…frau glock und herr smith&wesson werden das problem elegant lösen…und bei den willkommenspolitikern und den eu-abgeordneten fangen wir an“

Evil Rat am 4. Juni 2017:

„Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass Großbritannien öfter das Ziel von „Terroristen“ werden wird, weil sie sich quer legen was die EU und die Zuwanderung von Siedlungs-Invasoren betrifft. Das wird Soros gar nicht gefallen… Wenn mehr Länder nein zu Rapefugees, Krimigranten und anderen Siedlern sagen.
Nix mit NWO… Nix mit ‚Weltherrschaft‘ Nein zur ’neuen negroiden Mischrasse mit niederen IQ'“

Das werde Soros gar nicht … weshalb gerade Soros namentlich genannt wird, nun ja, er verkörpert halt alles, wofür die identitäre Parlamentspartei nicht steht …

Arkus am 2. Juni 2017:

„Diese linken Drecksäcke wollen Europa vermichten. Die Vereinten Nationen fordern für die EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien einen ‚Bevölkerungsaustausch‘ mit Migranten aus Nahost und Nordafrika. Offenkundig ist der Asyl-Tsunami von langer Hand geplant. Der Kampf gegen Widerstände in der Bevölkerung beim Bevölkerungsaustausch sei jedoch erforderlich, um Wirtschaftswachstum zu erzielen.“

„Austausch der Bevölkerung“, Arkus und He.-Chr. Strache, wie leicht sind sie zu verwechseln, der Unterschied nur, das Gesicht He.-Chr. Strache ist dazu auch bekannt, wenn er vom „Austausch der Bevökerung“ spricht, am 1. Juni 2017 …

Der Kaiser mag sich noch so bemühen, der identitären Parlamentspartei ein neues Kleid anzuziehen, aber das Kleid wird ein durchsichtiges bleiben, und darunter ist das nie wechselbare Höschen …

FPÖ - SPÖ - Des Kaisers Kleid ist durchsichtig

Superkurz

Als es noch nicht SM gab, wird gedacht, wäre Wolfgang Fellner ein Modell gewesen, in einem Roman zu beschreiben, wie ein alter Mann im Schubertkino mit hängender Unterlippe sabbernd auf die Leinwand starrt, mit harter Hand das umklammernd, was nicht mehr fest …

Nun, da es SM gibt, wird weiter gedacht, könnte in einem Roman ein alter Mann beschrieben werden, wie er vor seinem Bildschirm sitzt, die Postings liest und selbst harte Postings …

Das wurde gedacht, als das Interview von Wolfgang Fellner und Niki Lauda in dieser Woche gesehen wurde, ausgestrahlt von der fellnerischen Fernsehanstalt.

Und als Wolfgang Fellner erzählte, ihm, Lauda, käme bei „Politikern“ das „Speiben“, war wieder einmal klar, es muß nicht darüber nachgedacht werden, wann in Österreich der Geistesspiegel auf das laudafellnerische Niveau sank – erst mit SM oder lange davor.

Bei diesem Niveau ist es ganz und gar nicht verwunderlich, daß für Niki Lauda, wie es die Umsonst verkürzt wiedergibt, Sebastian Kurz „super“ sei, und er, Kurz, wie in diesem Interview gesagt wird, auch für Dietrich Mateschitz eine Hoffnung sei. Es ist gar nicht verwunderlich, daß für Dietrich Mateschitz und Niki Lauda Sebastian Kurz ein Superkurz sein muß, will dieser doch Steuersenkung und Sozialleistungskürzungen – gerade für einen Unternehmer wie Mateschitz, der vor dem Kapitalismus verkünden kann, sein Sender sei betriebsratsrein, müssen solche kurzschen Ankündigungen wie das Ave Sebastiana klingen.

Dieses Niveau kann einen Niki Lauda in der fellnerischen Fernsehanstalt nur zu Urteilen höchster …, etwa das, daß Sebastian Kurz der „beste Außenminister, den wir …“, oder daß He.-Chr. Strache, werde mit ihm abseits seiner Aufritte gesprochen, ein „vernünftiger …“ und so weiter und so fort.

Dieses Niveau könnte, angespornt von Niki Lauda, Sebastian Kurz zu noch einer Namensänderung verleiten, von „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ einfach schlicht und kurz: SuperkurzUnd als recht gut bezahlten Kopfwerbeträger könnte Niki Lauda gewonnen werden, der dann statt dem Glücksspielkäppchen einen Superkurztarbusch … Seien Sie jetzt aber nicht sarkastisch und fragen Sie nicht, was wäre der Unterschied zwischen diesen beiden Bedeckungen …

Superkurz

„Tourneeauftakt im Wiener Konzerthaus“ von dem die Meinungsfreiheit Klagenden

Andreas Gabalier im Wiener Konzerthaus.jpgEs gehe, so der Anwalt von Andreas Gabalier, um die „Meinungsfreiheit“, um die von Matthias Naske und die von Andreas Gabalier, und diese seien, so der gabaliersche Anwalt, abzuwägen. Aber dem nicht genug.  Dann muß schon recht ordentlich gewogen werden. Ein weiterer Anwalt werde, so der Novak in seinem Interview in der fellnerschischen Fernsehanstalt, eine weitere Klage einbringen, und zwar wegen „Rufschädigung“: gegen Matthias Naske allein.

Das ist also unter Abwägung zu verstehen. Die „Meinungsfreiheit“ von Andreas Gabalier ist Meinungsfreiheit, und die Meinungsfreiheit von Matthias Naske ist „Rufschädigung“.

Das ist also „Rufschädigung“, die Meinungsfreiheit von Matthias Naske, geäußert in der Tageszeitung „Die Presse“, veröffentlicht am 8. Mai 2017:

„Wenn Andreas Gabalier – wie kürzlich – im Goldenen Saal des Musikvereins auftritt, ist das auch nur mit wirtschaftlichen Motiven zu erklären?

Ich glaube, das war einfach ein Fehler. Wir hätten das nicht gemacht.

Und wieso?

Weil das Signale sind. Man muss wissen, wer Gabalier ist, wofür er steht, und dann abwägen.

Ich könnte Ihnen jetzt entgegenhalten, dass er viele Menschen für Musik begeistert.

Das stimmt. Aber ich glaube, dass ein Hubert von Goisern hier sehr viel besser aufgehoben ist. Wir treffen auch gesellschafts- und kulturpolitische Aussagen, so harmlos ist das nicht. Auf der anderen Seite dienen wir auch keiner Ideologie. Wie gesagt, ich glaube, das mit Gabalier war eine Unachtsamkeit oder vielleicht auch Kalkül …

… das wohl viel Geld gebracht haben wird.

Wahrscheinlich.“

Das ist alles, was Matthias Naske zum Heimatkrachledernenmusikanten sagte. Dieses Wenige – interpretierbar wie ein Gedicht – ist nun zu einer Klage mit über zehn Seiten ausgerollt, wie ein Teig für Kas…

Das soll also die „Rufschädigung“ von Matthias Naske sein. Und damit ist alles zur Meinungsfreiheitsabwägung im gabalierschen Umfelde gesagt.

Wie in der Collage gelesen werden kann, war beim gabalierischen nackten Unterschenkelaufritt im Musikverein auch Johann Gudenus. Also der Vertreter der Meinungsfreiheitsabwägung besthin …

„Vienna.At – Online“ erträumte sich, wie in der Collage gelesen werden kann, einen weiteren Aufführungsort für Andreas Gabalier: gestern, also 19. und 20. April 2017 Musikverein und Großes Festspielhaus Salzburg, und morgen, also irgendwann, das Wiener Konzerthaus …

Das ist auch verständlich. Denn. Dieser Traum. Heute Musiktrachtenverein, und morgen …

Was ist die Meinungsfreiheit von Andreas Gabalier? „Das sind couragierte Ansichten.“ So das abwägende Urteil aus einem recht berufenen Munde:

FPÖ-ZZ macht Soziologie verständlich: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“

Und auch das ist selbstverständlich keine „Rufschädigung“, sondern nackte Meinungsfreiheit jener Menschen, die für Andreas Gabalier das Wort erschreiben …

AndreasNorbertHofer: „Ich bin N icht A n Z uwanderung I nteressiert“

 

Dietrich Mateschitz eröffnet demnächst modernste Moschee Europas

in Österreich – das ist inzwischen ein offenes Geheimnis, im Kursalon Hübner wird darüber bei Malzkaffee und Topfenschnitte schon aufgeregt geplaudert –, der Eröffnungstermin hänge bloß noch davon ab, wie viele Unterrichtsstunden Michael Fleischhacker noch benötige, um die Imamprüfung ablegen zu können.

Michael Fleischhacker soll ja der Hauptimam der Moschee Talk werden.

Manche meinen, das wäre bereits seine nun letzte Unterrichtsstunde gewesen. Er wurde in dieser unterrichtet von der Islamdompteurin Birgit Kelle und dem Demographieimam He.-Chr. Strache.

Was hat diesmal Michael Fleischhacker in seiner Ausbildung zum Talkmoscheeimam gelernt?

Von Birgit Kelle unter vielem anderen recht mehr: der Islam sei nur domestizierbar … Mit einem Imam Fleischhacker wird Österreich friedlichsten, herrlichsten Zeiten entgegengehen, wenn er allen das Tier Islam predigen wird, vor allem den österreichischen Menschen. Denn. Nichts liebt der österreichische Mensch mehr als das domestizierte Tier.

Und er, Fleischhacker, wird die Warnung des Demographieimamen Strache verkünden, die Warnung vor dem „Austausch der Bevölkerung“ … und sehet, da wird gestoppet sein der Austausch des Volkes, das wird nicht mehr miteinander reden, sondern lauschen den hellen Worten des Imamen in der betriebratslosen Talkmoschee.

Dietrich Mateschitz soll dafür keine Kosten scheuen. Auch diesmal die Rechtbesten für die Ausbildung von Michael Fleischhacker zum Talkmoscheehauptimam: die Tierbändigerin, den Demographieimam …

Aber auch in den vielen Unterrichtsstunden davor wurde er, Fleischhacker, nur von den Besten der Besten unterwiesen, recht vorbereitet auf sein Imamentum …

Superkurz.jpgAls Ausrufer soll, wie manche im Hübner meinen zu wissen, Niki Lauda verpflichtet werden, der vom Minarettreifenbalkon aus … er soll dann aber, wird gemunkelt, das Käppchen gegen einen Fes tauschen. Der Fez als neues Zeichen des friedlichen Zusammenlebens soll überhaupt promotet werden … trügen dann auch noch Frauen einen Fes statt des Kopftuches, wäre eine Debatte gütig gelöst. Denn. Es gibt keinen Atatürk mehr, der das Tragen des Tarbusches verbieten …

Talkmoschee.jpgEs soll die Talkmoschee, wie im Kursalon Hübner gemutmaßt wird, auch architektonisch eine auf der Höhe der Zeit, mehr, auf der Höhe aller Zeiten sein. Mit Staunen und hängenden Unterlippen macht im Hübner ein Entwurf die Runde, von dem behauptet wird, so etwa solle die Talkmoschee aussehen, die es geben soll, sobald Fleischhacker seine Imamausbildung … der Oberkellner soll dazu jedoch stets skeptisch seinen Kopf schütteln, geradeso, als hätte er kein Zutrauen in das Entwicklungspotential von dem Imamaspiranten.

PS Hans Sallmutter kann sich bestätigt fühlen, mit seiner Aussage über den FPÖ-Nachwuchs,

„Völkeraustausch“ oder Markus Ripfl von der Hofer-FPÖ hat kein Licht zum Lesen von einem Bedeutungswörterbuch

der so anders recht geworden ist, zu dem immer mehr die Sozialdemokratie passend sich herrichtet – das Gewand dazu schneidert Peter Kaiser …

Warnung: Bomben gefährden Leib und Leben von österreichischen Reisenden! Garantie: Abschiebung sicher!

Manchester - Kabul - Wien.jpg

Manchester

Manchester steht nicht nur, wie bereits ausgeführt,

Der Sendenden Wissen und Gottes Immer

für Manchesterliberalismus, sondern auch für Anschläge, wobei nicht nur der letzte von diesem Jahr gemeint ist, sondern auch den zu erinnern ist, der 1996 geschah, während der Fußballmeisterschaft. Über 200 Menschen wurden verletzt. Nur eine rechtzeitige Evakuierung verhinderte Tote. Verübt wurde der Anschlag von einer Organisation, deren Name ebenfalls eine Abkürzung … wie leicht ist das zu verwechseln: ISIS und IRA. Der Unterschied, die eine Organisation aus der geistigen europäischen Wüste, die andere eine aus der geistigen Wüste …

Und was für eine Aufregung über den Anschlag in Manchester im Mai 2017 in

Wien

wo der Kurier Gottes verzweifelt und flehend gen Himmel schreibt um endlich besseren Schutz, als wäre der Anschlag nicht in Manchester, sondern in Wien, ja direkt im Büro des Gottesboten …

Als am 31. Mai 2017 in Kabul ein Anschlag verübt wird, nach derzeitigem Stand mit 90 Ermordeten und 400 Verletzten, dann ist die Schlagzeile der Hauptnachrichtensendung des österreichischen Rundfunks um 19.30 Uhr nicht dieser Anschlag, sondern der „überraschende Abgang“ von dem „Fünfer“-Pichowetz aus dem Operettenteichdorf Mörbisch. Es wird zwar über den Anschlag kurz berichtet, auch darauf hingewiesen, daß es an diesem Tag aus Deutschland keine Abschiebungen nach Afghanistan gab, aber nicht berichtet, daß es genau an diesem Tag des Anschlags 17 Abschiebungen nach Afghanistan aus Österreich gab.

Heute - Kabul - 01-06-2017

Am 1. Juni 2017, also heute, bekommt die Nackte und der Hai mehr Platz eingeräumt als die Ermordeten und Verletzten von Kabul, und gleichviel Platz bekommen von dieser Umsonst Identitäre eingeräumt, die Störaktionen gegen Rettungsschiffe … Und was für einen Aufmacher hat an diesem Tag diese Umsonst? Den Anschlag in Kabul? Nein. Sondern: „Rettungsaktion für gierigen Vierbeiner“.

Und mehr Platz räumt auch die zweite Umsonst, also Österreich, dem Anschlag nicht ein – „80 Personen wurden getötet“. Wäre nicht die deutsche Botschaft in Kabul von diesem Anschlag betroffen gewesen, über deren Sachschäden ausgiebig berichtet wird, vielleicht hätte es gar keinen … Und was für einen Aufmacher hat die zweite Umsonst an diesem Tag? Den Anschlag? Nein. Sondern: „oe24.TV-Interview als Facebook-Hit – Lauda: Attacke“.

Österreich - Kabul - 01-06-2017

Kabul

Wie berichtet wird, setzt Deutschland nun nach diesem Anschlag vom 31. Mai 2017 Abschiebungen nach Afghanistan einmal aus. Und Österreich? Österreich nicht. Denn, wie ein Sprecher aus dem, kurz gesagt, Sobotka-Ministerium erklärt:

Im Hinblick auf die Reisewarnung betonte Grundböck, dass sich diese Reiseinformationen an eine “völlig andere Zielgruppe”, nämlich an österreichische Reisende, richte, “für die die Situation nicht ident wie für Staatsangehörige dieses Landes zu beurteilen ist”.

Und, wie in der Collage gelesen werden, meint dieser Sprecher auch, ein Terroranschlag reiche nicht aus, ein Land als Gefahr für die Sicherheit einzustufen … deshalb gibt vom Kurz-Ministerium eine Reisewarnung für das gesamte Land und die Warnung vor allen Reisen … Es war einmal, und das ist lange her, aber das nur nebenher, da durfte dieses Ministerium mit Respekt Außenministerium genannt werden, nun ist es halt das Ministerium des Kurzsichtigen … Das Kurzsichtige in der Gegenwart ist aber ein generelles Leiden, auch dabei hebt sich Sebastian Kurz in keiner Weise ab. Und das Sobotka-Ministerium? Ach, das ist schon seit langer Zeit ein Sobotka-Ministerium, und der jetzige Sobotka ist in der langen Reihe der Sobotkas bloß der letzte Sobotka …

Ach, was für intelligente Bomben in Afghanistan doch zum Morden eingesetzt werden. Wie Herr Grundböck genauestens weiß. Bomben, die nur Leib und Leben österreichischer Reisender gefährden würden. Deshalb die Reisewarnung. Menschen mit afghanischer Staatsbürgerschaft, die abgeschoben werden, sind nicht gefährdet. Denn die Bomben kontrollieren zuerst die Staatsbürgerschaften ihrer „Zielgruppe“, und wenn diese keine mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist, dann explodieren die Bomben nicht, sondern lösen sich einfach friedlich in Luft aus.

Helmut Brandstätter wird jetzt wieder ruhig schlafen können. „Endlich ein besserer Schutz vor ihnen“. Erfüllt seine Forderung: in Wien, Afghanistan. Es hat doch Gewicht, das Wort Gottes, sogar dann, wenn es bloß von seinem Kurier gesprochen.

Weltkulturerbe: Fetisch für die Alten und Toten

Weltkulturerbe

Es geht in Wien hoch her.

Als stünde der Weltuntergang unmittelbar bevor, wenn ein Haus gebaut wird, das sechsundsechzig Meter hoch – allerdings, wienerischer Weltuntergang, zelebriert auf dem Rummelplatz mit der Adresse Am Heumarkt …

Vor allem mit dem Weltkulturerbe wird Stimmung gemacht, mit dem Weltkulturerbe wird aufmarschiert, mit dem Weltkulturerbe werden die Truppen der Bewahrer und Bewahrerinnen aufmunitioniert …

Weltkulturerbe: Vater aller Bomben.

Der Bombenvater Weltkulturerbe ist, das immerhin, ein harmloser Bombenschmeißer, einer von Bomben also, die nicht töten.

Die Vaterbombe ist eine Nebelbombe, eine Vernebelungsbombe, eine Täuschungsbombe, eine Selbsttäuschungsbombe.

Oh! Wie wird also um das Weltkulturerbe gekämpft. Es geht dabei um Bauten, um Architektur, um das Stadtbild. Aber es geht dabei nur um die bloße Fassade. Denn. Das Innen der Häuser hat doch längst nichts mehr gemein mit dem ursprünglichen Zustand der Häuser, als diese gebaut wurden. Sie sind alle modernisiert. Es würde auch niemand, auch die, die jetzt so für das Weltkulturerbe heiß in die Schlacht ziehen, in einem Gebäude in seiner ursprünglichen Ausstattung wohnen wollen. Ohne Strom, ohne Wasserklosett, ohne …., ohne … und ohne … und so weiter und so fort. Es ist eine reine Schlacht um die Fassade, das Außen soll alt, weltkulturerblich aussehen, verziert, verschmückt, aber das Innen muß hochmodern, das Gesamtinnere vom Weltkulturerblichen entkernt …

Es ist die Schlacht um das Schlagobers, es ist das Schlagen von Sahne. Würden die, die jetzt so um das Schlagobersaußen kämpfen, in einem Gebäude im ursprünglichen Zustand wohnen müssen, wie würden sie darum kämpfen, auf die Straße gehen, Barrikaden errichten, um die Innenmodernisierung durchzusetzen, den Einbau von Wasserklosett, den Einbau von einem Badezimmer mit Whirlpool, den Einbau von einem Lift, den Einbau von hochtechnischen Lärmschutzfenstern, den Austausch der Mauern gegen wärmedämmende Wände, den Einbau einer Klimaanlage, wobei es sie ganz und gar nicht störte, wenn die Klimagerätepusteln an den Außenmauern ihr ach so geliebtes und verehrtes Schlagobersstadtbild … und so weiter und so fort.

Was will denn mit dem Beharren auf das Weltkulturerbe weitergetragen werden, erhalten werden? Die finstersten Zeiten der Menschheit, die, und das ist zu dauern, andauern, auch durch den Geist, der mit dem Weltkulturerbe transportiert wird.

Schriften von Martin Luther – 500 Jahre Weltkulturerbe Antiziganismus

Kunst- und Kulturschaffende kämpfen um Heumarkterbe

Neues braucht die Stadt, mehr noch das gesamte Land

Abriß eines Gebäudes im Resselpark zur Schaffung eines Begegnungsgrünraumes

Ein Land wird weiter verkleinert – Am Beispiel Wkr-Ball, Roland Girtler und die Bratlliste

Weltkulturerbe: Pflege statt Entsorgung des durch die die Jahrhunderte hinterlassenen geistigen Unrats … und zugleich ist es nur eine Liste, bloß eine Bratlliste …

Weltkulturerbe: durchaus ein Synonym für Gerontophilie und Nekrophilie … Fetisch für die Alten und Toten — — es würde gar nicht verwundern, wenn auch noch die Forderung erhoben werden würde, Maria Theresia Habsburg, deren Geburtstag in diesem Jahr hysterisch gefeiert wird, auch noch auf die Bratlliste zu setzen; sie paßte dazu, beispielsweise mit ihrem Antiziganismus.

Heumarkt - Weltkulturerbe

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

SPÖ arbeitet Kritierienkatalog ab zum Erhörtwerden von FPÖ

Die einfachste Widerlegung wäre, das, was das Magazin „Profil“ unter der Überschrift „Widerstand gegen Rot-Blau in der Sozialdemokratie bröckelt“ berichtet, hier nur Wort für Wort abzuschreiben, mit dem freundlichen Ersuchen versehen, es mit der Realität abzugleichen.

Dennoch ein paar Sätze dazu.

Hans Sallmutter sei überrascht über so manche Position der FPÖ im Sozialbereich. Wer nicht, wer nicht. Wer kennt nicht die vielen Beiträge in den sogenannten sozialen Medien zu der Frage, wie sozial ist die FPÖ wirklich. Und dazu die vielen Auflistungen, die zeigen, wie es die FPÖ mit dem Sozialen real hält, sie hält es an der Leine zum Eigennutz.

Meint Hans Sallmutter mit dem Nachwuchs, der weniger radikal und ideologisch in seinem Auftreten sei, Andreas, nein, anderer Vorname, Norbert Hofer? Oder den gar so jungen Wendelin aus dem Bollwerkvaterhause … Oder den an jungen Jahren wohl wirklich noch Nachwuchs zu nennenden Ablehner

Die FPÖ spräche, so Hans Sallmutter, nicht mehr „nur die Rassisten und Ewig-Gestrigen“ an. Die Wahlerfolge von solchen Parteien, das zeigt auch die Geschichte, sind darin begründet, daß sie eben nicht nur „die Rassisten und Ewig-Gestrigen“ ansprechen, sondern alle, denen der Rassismus und das Ewig-Gestrige vollkommen gleichgültig sind, um noch die harmloseste, wenn auch nicht erfreuliche Begründung anzuführen.

Mit Robert Misik hat Hans Sallmutter gleich seinen Kronzeugen gefunden für die linkstendierten Menschen … Und mehr Kronzeugen braucht ein Hans Sallmutter auch nicht. Rot-Blau also wäre, so Robert Misik, „weniger unappetitlich“ als eine schwarz-blaue Koalition. Das ist ein schmackhaftes Gericht, das Robert Misik servieren will: „Sozial“ kommt im Parteinamen des Obmannes vor, der ihm einen Buchauftrag einbrachte, und „national“ steuert die Partei bei mit dem gar so recht Hans Sallmutter gefallenden Nachwuchs.

Ach, und zum Schluß, Peter Kaiser. Das von ihm Erwartbare wird geliefert. Das Erwartbare eben. Es war von Beginn an klar, Einen Kärntnerinnenrotrealisten einen Kriterienkatalog erstellen zu lassen, heißt, das Erwartbare erfüllt zu bekommen.

Das Erwartbare ist aber stets das Enttäuschende.

Bei Kärntnerrot kommt nur blau heraus.

Peter Kaiser ist aber auch zu verstehen, wer jahrelang an solchen Tafeln, die im Kärntner Landhaus hängen, vorbei muß, hat keine Bedenken, hat sich daran gewöhnt, fände es nur diesem Kärntnerrotrealismus entsprechend angepaßt, hingen Tafeln nicht nur an der Wand, sondern gingen auch demnächst am Ballhausplatz ein und aus.

Aber eines muß der Sozialdemokratie respektvoll gelassen werden. Sie arbeitet bereits nach dem Kriterienkatalog, der, schreibt die Tageszeitung „Kurier“ am 27. Mai 2017, im Sommer 2017 veröffentlicht werden dürfte. Der Kriterienkatalog, nach dem die Sozialdemokratie bereits arbeitet,

Plan F: Regierungsprogramm 1718 im Kulturland Österreich

ist nämlich der, den sie für die FPÖ erfüllen muß. Diesen Kriterienkatalog muß die SPÖ erfüllen, damit die identitäre Parlamentspartei mit ihr überhaupt eine Koalition eingeht. Und sie ist ordentlich fleißig dabei. Die SPÖ wird die Hoffnung der FPÖ nicht sterben lassen. Es wird schon gewußt, daß den Plan des Mannes, der sich bereits eine misiksche Biographie verdient hat, der erste Buchstabe des Alphabets ziert, aber nach dem Kärntnerrotrealismus kommt nur der sechste Buchstabe der Realität nahe.

Den Kriterienkatalog, den die SPÖ für die FPÖ abzuarbeiten hat und bereits abarbeitet, zu schreiben begonnen hat, diese Ehre darf ihm nicht vorenthalten werden, war … ach, Kärnten is lei ans, a Burgenlandle a klans …

Das Regierungsprogramm von Rot-Blau im Burgenland zu „Kultur und Kunst“ – Eine Aufgabe

Beizeiten darüber nachgedacht zu haben, nämlich über eine neue Realpolitik, wäre wohl sinnvoller gewesen,

Österreich. Die alte Realpolitik ist tot. Für eine neue Realpolitik.

Koalition mit der identitären freiheitlichen Gemein-Schaft – Erinnerung für die Zukunft

als jetzt mit dem beschämenden Schauspiel beginnen zu müssen, sich die identitäre Parlamentspartei regierungsschönzureden …

„Operation Ramadan: Warum ich kein Christ bin“

Nach seinem Ableben fand die Familie sein Tagebuch, und sie mußte zu ihrem Erstaunen darin lesen, daß ihr Sohn, Mann, Bruder, Vater, Onkel, von dem sie ohne die geringsten Zweifel stets annahm, er ist ein überzeugter Muslim, kein praktizierender Muslim zwar, aber doch ein Muslim mit einem unerschütterlichen Glauben an Allah gewesen, kein Muslim war.

So unerschöpflich Allahs Wege sind, so unergründlich sind auch Allahs Handlungen. Das Tagebuch blieb erhalten. Und es verblieb nicht in der Familie. Allah, der Unergründliche, der Vielwegige, Allah selbst hat der Familie das Tagebuch genommen. Ein Tagebuch von solch einer Tragweite, so hätte es angenommen werden dürfen, das geeignet wäre, auf ewig die Geheimnisse einer Familie zu mehren. Und jede Familie hat ihre Geheimnisse, mag sie eine glückliche und eine unglückliche Familie sein. Und selbst Allah, der strenggerechte Richter, hätte im Falle einer anderen Familie ihren Beschluß, ein solches Tagebuch zum ewigen Familiengeheimnis zu machen, wohl freudig zugestimmt. Nur dieser Familie wollte er kein weiteres Geheimnis zugestehen. Sie muß ihm ein besonderer Fall gewesen sein. So ist es nun möglich, aus diesem Tagebuch zu zitieren, nicht aus freien Stücken, es ist der Wille von Allah, dem Vielwilligen selbst.

Das Erstaunen über das Tagebuch ihres verstorbenen Verwandten war kein einheitliches Erstaunen. Einige in der Familie waren mehr erstaunt über den Inhalt, andere mehr darüber, wie der Verstorbene das aufschrieb. Alle aber waren sich einig in ihrer Verwunderung, wie gewählt und vornehm ihr Onkel, Vater, Bruder, Sohn, Großvater sich auszudrücken verstand. Wie konnte er doch nur schimpfen. Woher hatte er bloß alle unflätigen Wörter. Kein einziger Satz in gehobener Sprache von ihm war seiner Familie in Erinnerung. Sie zweifelte an ihren Erinnerungen, und so frug sie Menschen, die ihn gut kannten, mit ihm befreundet waren, das ganze Arbeitsleben mit ihm verbrachten; aber das Familiengedächtnis war makellos.

Sonderbar daran ist auch. Von dem Tagebuch, das der Verstorbene, so das Gerücht, über Jahrzehnte geführt haben soll, fanden nur die wenigen Eintragungen zum „Ramadan“ den Weg aus der Familie heraus. Und seltsamerweise ebenfalls die Erwähnung des Buches „Warum ich kein Christ bin“. Das mit Notizen versehene Buch von Kurt Flasch aber soll bei seinen Nachlasssachen nicht gewesen sein. Es ist bis zum heutigen Tag nicht aufgetaucht.

Aus dem Tagebuch die erhaltenen und vorliegenden Seiten: 

Ramadan - Seite aus dem Tagebuch eines Mannes aus einer muslimischen Familie.jpgVon Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang essen, essen und essen, trinken, trinken und trinken, die Frau erkennen, essen, trinken, den Mann erkennen, trinken und essen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Wie leicht fällt es dann, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu fasten, ein paar Stunden nichts zu essen, nichts zu trinken. Was für eine Vortäuschung von Selbstdisziplin.

Wenn das Gebot wäre, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht auf die Toilette zu dürfen, alles an sich, alles in sich halten zu müssen, ich hätte Respekt vor einem solchen Gebot haben können. Aber so. Es ist die leichteste Übung. Es ist bloße Täuschung. Was will Allah damit bezwecken, die Selbsttäuschung und die Täuschung der anderen unter die Menschen zu bringen?

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts dürfen, außer eines: töten, morden. Und dabei soll es doch bei diesem Fasten um Nächstenliebe gehen. Die „Operation Ramadan“ hat mich geheilt. Bis zu dieser Operation war ich anfällig, gefährdet, am Morbus Ramadan zu erkranken. Was bereits geheilt zu sein scheint, kann wieder ausbrechen. Doch nach Ruhollah Chomeini  – „The Blessed Month of Ramadan is an Invitation to God’s Feast.“ „Ramadan is the month in which you should strengthen yourself morally.“ – kamen noch viele mit dieser verfestigten Moral und einluden zum Festmahl Gottes, zu seinem Todesgelage.  Abu Bakr al-Baghdadi wird nicht der letzte sein, aber für mich der letzte Garant, vollständig und für immer vom Morbus Ramadan geheilt zu sein.

Wie unverständlich für mich es immer ist, wenn Menschen, die nicht dem Islam als ihre Religion haben, auch Angehörige von Regierungen, kurz gesagt, Christen einen „gesegneten Ramadan“ wünschen. Es haben mich nie Bücher über den Islam interessiert, der Koran selbst war mir keine Lektüre. Es reichte mir, was mir als Kind gelehrt wurde. Es war mir dunkel und unbegreiflich, so etwas zu lehren. Ich verstand es nicht, aber ich ahnte: alles hinkt. Nun,  da ich verstehen wollte, wie Christenmenschen ein gesegnetes Todesgelage wünschen können, die doch selbst so von Nächstenliebe erfüllt sind, kam ich auf das Buch von Kurt Flasch. Und mit einem Male verstand ich nicht nur die Bibelnächstenliebe, sondern auch die Korannächstenliebe. Und nun verstehe ich, warum ich kein Muslim bin, weil ich „Warum ich kein Christ bin“ las. Zuerst zögerte ich, es kam mir wie ein Frevel vor, aber dann begann ich, Notizen in das Buch zu schreiben. Wo „Bibel“ stand, strich ich es durch, ersetzte es durch „Koran“. Und alles ward mir deutlich. Ich notierte im Buch auch Geschichtliches zum Islam. Soweit es mir aus der Schulzeit noch in Erinnerung war. Und aus all den Nachrichten über den Islam seither. Um es mir noch klarer zu machen.  Ich hätte das nicht machen müssen. Denn, alles was Kurt Flasch über das Christentum sagt, ist genug, um auch dagegen gefeit zu sein, je ein Muslim zu werden. Es hätte seines Buches nicht bedurft, um kein Muslim zu werden, aber nun kann ich es auch ausdrücken, weshalb ich nie ein Muslim wurde, das ausdrücken, was ich als Kind bereits ahnte, als mir unbegreiflicherweise Dunkles und Abwegiges gelehrt wurde. Wie wenig kann ich dem abgewinnen, also nichts, ob der Islam reformierbar sei oder nicht. Ich müßte es meiner Familie berichten, mich ihr erklären, aber es werden andere kommen, auch aus meiner Familie, die das besser vermögen. Mich soll sie in Erinnerung behalten, und das noch lange, sehr lange, wofür ich einiges noch tun werde können.

Der Sendenden Wissen und Gottes Immer

Kurier Gottes weiß um Ent-Menschlichung im Aufrag AllahsWie groß ist nun die Erschütterung, über die toten Kinder und Jugendlichen in Manchester. Im Westen.

Wie gehört es hingegen zur Alltäglichkeit, die sekündlich jeden Tag durch Hunger sterbenden Kinder und Jugendlichen. Im Westen. Das sekündliche Sterben der Kinder ist dem Westen dermaßen selbstverständlich, daß es auf keine Tagesordnung kommt. Jean Ziegler nennt das Mord.

Mord war es auch in Manchester.

Der Hungertod der Kinder aber wird nicht als Mord wahrgenommen. So ist eben der Tag des Menschen, und Gottes Wege sind eben unergründlich. Im Westen.

Was für ein Aufschrei nun, über die Morde in Manchester. Exemplarisch hierfür der Leitartikel von Helmut Brandstätter vom 25. Mai 2017, in der Tageszeitung „Kurier“.

Was für ein Schweigen über das sekündliche Sterben an jedem Tag im Jahr. Aber es ist kein Sterben, das im Westen passiert, sondern …

Österreich: Ein toter Pudel bekommt mehr Platz als 16.000 Kinder, die täglich sterben

Es wird ausgeritten, um Gott zu retten. Auch er, Helmut Brandstätter reitet aus, um Gott zu retten:

„Ein Gott will, dass Kinder ermordet werden. Niemals. Warum kann man das trotzdem jungen Leuten einreden?“

Weil. Gott ist immer Einrede.

Weil. Gott ist ein anderes Wort für Entmenschlichung. Denn. Wer sein Menschenleben einem menschenfernen Wesen widmet, wem ein menschenfernes Wesen die erste Ansprechperson ist, wem ein menschenfernes Wesen die erste Sorge gilt, wer das Heil eines menschenfernen Wesens über das des Menschen stellt, ist entmenschlicht. Das menschenferne Wesen ist ein vom Menschen geschaffenes Wesen. Und das menschenferne Wesen ergreift Besitz von dem an das menschenferne Wesen glaubenden Menschen, der dadurch selbst zum menschenfernen Wesen wird, somit aufhört Mensch zu sein. Ist entmenschlicht, auch dann, wenn ein solcher Mensch mit seinem einem menschenfremden Wesen geweihten Leben keine einzige Tat je setzt, die üblicherweise als „entmenschlichte“ Tat verstanden wird.

Der Mörder von Manchester war entmenschlicht, weil er an einen Gott glaubte, der für ihn Allah hieß, aber seine Morde werden nicht deshalb entmenschlicht genannt, sondern deshalb, weil er den für den Westen unverzeihlichen Fehler begann, nicht in der Reihe zu bleiben.

Was tatsächlich die Motive des Mörders waren, wird nicht gewußt; es geht hier auch nicht um den Mörder, sondern um die Motive der breiten medialen Darstellung der Morde in Manchester, also exemplarisch konkret um die Motive des Helmut Brandstätter, der nicht nur zu wissen vorgibt, genauestens unterrichtet zu sein, in wessen Auftrag der Mörder mordete, sondern auch, was Gott niemals will.

Es ehrt Helmut Brandstätter sein Vertrauen in das, was Gott ihm erzählt. So ein Leben ohne Zweifel muß ein gutes Leben sein, behaglich und sicher unter einem Giebeldach. Niemals den Verdacht zu hegen, Gott könnte lügen im Angesicht der Geschichte, mit den auch ermordeten Kindern, Kinder Opfer zur Lobpreisung der Götter werden, es Gott-der-Allah-auch-Genannte nicht schmeicheln würde, wenn ihm nicht nur die Hinfälligen, die Ohnehin-Nicht-mehr-Langlebenden, sondern die Jüngsten geopfert werden, daß es ihm dermaßen schmeichelt, er seine Wünsche nach weiterem jüngsten und also unwelken Menschenfleisch geschickt zu plazieren weiß … So viele Todesopfer durch die Jahrtausende, eine Zahl die für das menschliche Vorstellungsvermögen viel zu groß ist, faßbar vielleicht noch dadurch, die Millionen in einer kleinen Zahl hinzuschreiben: zweiundzwanzig Ermordete.

Helmut Brandstätter schreibt, es sei auffällig, daß die „Attentäter zumeist in Europa geboren wurden“ … Wo sonst können sie in dieser Eindringlichkeit je lernen, daß das Leben eines Kindes, daß das Leben eines Menschen keinen Wert hat? Als in der westlichen Gesellschaft, in der das Leben eines Kindes, eines Menschen keinen Wert hat, wenn es mit dem von Westen behafteten Makel geboren wird, nicht in Europa geboren zu werden. Um das zu verstehen, reicht es aus, noch einmal einen Namen zu nennen: Jean Ziegler. Und selbst wenn ein Kind in Europa geboren wird, sein Wert wird doch täglich verhandelt, unterliegt den Sekundenkursen; daran hat sich nichts geändert: der Wert des Menschen wird nach seiner Herkunft, nach seiner Stellung in der Gesellschaft bemessen, fällt die Entschädigung für seinen Lebensverlust durch die Versicherung danach aus, wie es vor über einhundert Jahren eindringlich und gültig für das Heute etwa Octave Mirbeau beschreibt. Wundersame Wandlung nur, wenn ein Kind durch einen „Attentäter im Auftrag Allahs“ getötet wird, dann wird jedes Kind zum König, zur Kaiserin, mag es bis zu seiner Tötung ein Kind eines Bankiers gewesen sein, mag es bis zu seiner Tötung in ärmlichsten Verhältnissen unter steigendem Druck sozialstaatlicher Kürzungen, die wirtschaftsergeben als naturnotwendig erachtet werden, zu leben gehabt haben, im Angesicht seiner Tötung durch einen „Attentäter im Auftrag Allahs“ bricht in Europa die Gerechtigkeit aus, wird im Westen das Bekenntnis zur Gleichwertigkeit aller Menschen abgelegt, bricht in Europa für einen Moment der Tag an, um sogleich wieder Nacht werden zu lassen, bis zum nächsten Attentat …

Helmut Brandstätter schreibt, die „Attentäter“ fänden sich in der „westlichen Gesellschaft“ nicht zurecht und würden die „Beute radikaler Prediger“ … Wenn sie die „Beute“ der radikalen Predigt westlicher Wirtschaftsstrukturen blieben, wäre alles gut, für den Westen, der Westen beließe ihnen gnädig ihren Gott, der ihnen Allah heißt. Allah hat der westlichen Wirtschaftsstruktur zu dienen, sonst ist er kein Gott. Allah hat den Kapitalismus anzubeten, oder er wird nicht sein.

„Wer hat ihr Gewissen getötet und ihnen jegliches Gefühl genommen? Wie verläuft ein solcher Prozess der Ent-Menschlichung?“

Das sind die Fragen, die Helmut Brandstätter als Ministrant westlicher Strukturenmessen stellt. Einer von vielen Ministrantinnen. Er wird nur stellvertretend namentlich genannt. Als Vorgabe, was öffentlich zu diskutieren ist, dienen solche Fragen. Das sind Varianten der Fragen für die Breite. Sie sind mehr als nur Fragen, sie sind Psalme, Gebote zur Schließung der Reihen.

Wie verläuft ein solcher Prozeß der Entmenschlichung. Was für eine Frage. Als gäbe es darauf keine Antwort. Helmut Brandstätter hätte zu dieser seiner Frage die Antwort gleich dazuschreiben können, mit einem einzigen Wort: Manchesterkapitalismus. Es geht hierbei nicht um eine differenzierte Betrachtung des Manchestertums, sondern wofür Manchesterliberalismus steht, ein frühes oder ein altes Wort für Raubtierkapitalismus. Jede Zeit hat ihre modischen Begriffe. Was aber unveränderbar ist, was unreformierbar ist, was mit wechselnden Begriffen beschrieben, ausgedrückt wird. Deshalb will hier der frühe oder alte Begriff Manchestertum beibehalten werden.

Zeigt das Manchestertum nicht täglich auf, wie ein solcher Prozeß der Entmenschlichung verläuft? Die Entmenschlichung im Sinne von Unmenschlichkeit, im Sinne von verabscheuungswürdigen, zu verurteilenden Handlungen, Entmenschlichung im Sinne von Gleichgültigkeit, im Sinne von höchster Spaßgier auf Kosten von … und so weiter und so fort.

Wem könnte die Entmenschlichung sonst zugewiesen werden, angelastet werden, wie könnte der Vorwurf, selbst entmenschlicht zu sein, abgewiesen werden, gäbe es nun nicht die „Attentäter im Auftrag Allahs“? Es wird vielleicht einmal die Zeit kommen, in der der Westen diese „Attentäter“ zu seinen Märtyrern erheben wird, sie heilig sprechen wird. Denn. Sie nehmen es auf sich, als die „Entmenschlichten“ vorgeführt zu werden, sie opfern dafür ihr eigenes Leben, um dem westlichen Traum von seiner Menschlichkeit weiter träumen zu können. Martyrium ist nicht zu hoch gegriffen. Denn. Martyrium heißt vor allem, bereit zu sein, das eigene Leben hinzugeben, für die Gemeinschaft, damit diese weiter sorgenlos, verblendet, mit sehr viel Spaß in der Eigenwahrnehmung, das Entmenschlichte überwunden zu haben, das Leben anderer, auch das Leben von Kindern, auf zerstörerischer Art lustig zu bestimmen. Märtyrerinnen sind menschgemäß Närrinnen. Denn. Sie wissen nicht, welchen Zwecken ihre Handlungen, ihre barbarischen Taten tatsächlich dienen …

Womit noch einmal zu Octave Mirbeau und diesmal zu red rubber … der Kautschuk wurde durch das Smartphone abgelöst, aber eine Loslösung vom Entmenschlichten – nein, die gibt es bis zur Sekunde nicht. Von einer Vermenschlichung kann erst gar nicht …

PS Wie fern klingt der Bettel gerade in Österreich, auch von Helmut Brandstätter:

„Aber vor ihnen müssen wir endlich besser beschützt werden.“

Dieser Bettel oder nach einem alten Wort dieser Rosenkranz nach Schutzerflehung wird dennoch so bedrohlich nah erhört, auch ohne sie, der barmherzige Opa auf dem Vizekanzlerstuhl hört es etwa und will wachen gegen alle … Und was Gott so will, etwa in Rußland, das erzählt er Helmut Brandstätter nicht, oder nur off record, und der Kurier als Ehrenzeitung …

Elende Praxis des Übersehens

„Zu unterstellen, es sei meine Absicht gewesen, den Antiziganismus von Maria Theresia übersehen zu haben, ist infam. Diese elende Praxis bedarf keiner Auseinandersetzung. Sie speist sich rein aus dem Ressentiment, das ich aus Hundert Meter Entfernung riechen kann. Darauf bin ich geeicht. Wer so schreibt, kann sich trollen. Aber ohne mich.“

Es wurde ihm, Rabinovici, bereits einmal gedankt, wie gelesen werden kann. Es ist ihm noch einmal zu danken, nämlich für seine zweite Reaktion. Diese rundet das Bild noch mehr ab, bis zur Kenntlichkeit.

Wie richtig schreibt er, der Antiziganismus wird „übersehen“, nicht nur der von Maria Theresia Habsburg, sondern von viel zu vielen in Österreich, nicht nur der in der Vergangenheit, sondern auch der in der Gegenwart. Der ist tatsächlich „infam“. Diese „elende Praxis“ jedoch bedarf, wenn ein Einwand ihm vorgebracht werden darf, der „Auseinandersetzung“.

Der Antiziganismus „speist sich aus dem Ressentiment“, das seit Jahrhunderten fortgeschrieben wird. Er ist dermaßen fester Bestandteil der sogenannten österreichischen Seele geworden, daß er nicht einmal mehr von jenen wahrgenommen wird, die den Antiziganismus wahrnehmen. Es kann direkt neben ihm gestanden werden, so sehr ist er zum österreichischen Duft geworden, und er ist nicht zu „riechen“.

Das Land ist „darauf geeicht“. Die Menschen in Österreich sind durch die Jahrhunderte „geeicht“ worden, die Menschen, die vom Antiziganismus betroffen sind, zu „übersehen“. Doron Rabinovici hat damit zum richtigen Wort gefunden. Es wurde ihm nicht unterstellt, „übersehen“ zu haben; es wurde lediglich festgestellt, etwas nicht geschrieben zu haben. Er hat sich damit als guter oder, wie es in diesem Land gerne gesagt wird, „echter Österreicher“ hingestellt, geschrieben seinen Teil, und den anderen ihre Plätze zugewiesen, also wann wer wo vorkommen darf. Als wäre es ein ewiges Gesetz, das dem österreichischen Menschen zur ersten Haut gewachsen ist, und nicht aus dem seit Jahrhunderten gespeisten Ressentiment, wird es, ohne darüber je noch bewußt  entscheiden zu müssen, befolgt, etwa das in keinem Buch festgehaltene, aber auf die Seelentafel geritzte Gebot: je feierlicher, je offiziöser, je prominenter der Platz, desto mehr sind die Menschen, die vom Antiziganismus betroffen sind, desto mehr sind diese nicht nur zu „übersehen“, sondern gänzlich zu verschweigen.

Wann und wie und wo aber über die Menschen, die vom Antiziganismus betroffen sind, nicht geschwiegen wird, konnte auch in diesem Mai 2017 gelesen werden. „Wer so schreibt, kann sich trollen.“ Aber, Doron Rabinovici, wohin?

Doron Rabinovici - Antiziganismus - Ressentiment 24-05-2017Zu der einen Umsonst?

Zu der zweiten Umsonst?

Was die zwei Umsonste in Österreich heute auch verbindet, ist die Überlegung eines Ministers, der es sich wohl auch hoch anrechnen wird, stets korrekt über die Menschen, die vom Antiziganismus betroffen sind, zu sprechen, ihnen eine Presseförderung …

Es hätte gedacht werden können, ein Schriftsteller wie Doron Rabinovici weiß darum Bescheid, daß in einem Roman Figuren die Trägerinnen sind, um etwas darzulegen, mittels einer konkreten Figur eine allgemeingültige Aussage zu treffen, die Zustände in einem Land etwa durch eine Figur konkret erfahrbar werden zu lassen.

Was Lesern eines Romans nicht erklärt werden muß, weil sie es auf Anhieb verstehen, muß – das ist für die Zukunft zu notieren – dem Personal eines Romans doch genauer erläutert werden. Leserinnen verstehen es wohl deshalb auf Anhieb richtig, weil sie nicht involviert sind, sich nicht betroffen fühlen. Figuren eines Romanes hingegen, wer will es ihnen verübeln, wollen sich auch im besten Licht präsentieren, besonders wohl heutzutage, in dieser Zeit der größten Blendung; aber ihnen ist zu sagen, sie werden nicht um ihrer Selbstwillen in den Roman gezerrt, sondern um die Zustände in einem Land, in diesem und nicht nur in diesem Fall Österreich, das jedoch auch bloß stellvertretend  …

Schelten Sie die Figuren eines Romans aber nicht, lächeln Sie milde, etwa darüber wie durchsichtig sie sind. Schelten Sie den Menschen, der den Roman schreibt, keine raffiniertere Figuren … üben Sie aber Nachsicht, in einem Roman der Wirklichkeit können keine anderen …

Wo das noch immer gerochen werden kann, was Doron Rabinovici meint „aus Hundert Meter Entfernung riechen“ zu können, ist vor einem Bild eines Christschwarzen, dem mit größter Nachsicht und größter jährlich wiederkehrender Ehrerbietung begegnet wird, für den Entschuldigungen gefunden werden, wie, er sei halt ein „Kind seiner Zeit“ …

Ein Schriftsteller wie Doron Rabinovici weiß, oder er nimmt es an, wie seine Lesenden das von ihm verwendete Wort „Ressentiment“ übersetzen werden. Sie werden „Ressentiment“, vielleicht so seine Hoffnung, als „Antisemitismus“ lesen, aber Lesende dieses Romans wissen, wie unhaltbar …

Das mit den Übersetzungen ist so eine Sache, und besonders in Österreich, wo auf eine recht besondere Art übersetzt wird, etwa Cordon sanitaire

Aber, wie gleichgültig das doch ist, was haltbar ist, was unhaltbar ist, es kommt wesentlich darauf an, was aufhaltbar ist: Antisemitismus und das Halsbandmaß des Sebastian Kurz …

Was nicht gleichgültig ist, sind also Wahlen, wobei das Wichtigste ist, auf diese sich umfassend informiert vorzubereiten … den Märchen eine Absage zu erteilen, vor allem denen der identitären Parlamentspartei