Die Badengehenden

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Jörg Haider hatte, wie nachgelesen werden kann, ebenfalls ein Herz für sogenannte Trümmerfrauen, für die er Unterstützung forderte.

Mehr Herz hatte er wahrscheinlich nur noch für Trümmer …

… die er reichlich hinterließ.

Vielleicht ist die Badende auf der Mölker Bastei in Wahrheit ein Denkmal für Jörg Haider, der doch auch baden ging, während andere bis heute mit dem Aufräumen und Wegräumen seiner …

Und vielleicht auch als Dankeschön des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich, daß er im Oktober 18 die Jörg-Haider-Medaille bekommt. Peter Westenthaler hat diese beispielsweise auch schon bekommen. Was für ein Umfeld, ganz und gar passend zum serienehrlichen Umfeld des Vizekanzlers …

Ob sich Odin Wiesinger kränkt, daß er diese Medaille nicht gestalten durfte? Er, der doch so recht fesch gestalten kann, auch Medaillen …

Es ist kein Denkmal für Jörg Haider auf der Melker Festung. Auch wenn die Badende an ihn denken läßt: in der Teilung von Müßiggang für die deutsche Frau und Arbeit für die anderen.

Denn. Ein Denkmal für Jörg Haider auf der Mölker Bastei mit nur einer Badenden wäre zu wenig.

Es müßte zumindest ein Denkmal mit zwei Badenden sein. Der zurzeitige Vizekanzler geht auch baden …

Denkmal Jörg Haider - Badende.png

Badende im Melker Festungsteich


Denkmal der Trümmerfrauen - Badende 00-22.png

Wahrlich,  „die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig“, also die von der identitären Regierungspartei in Österreich.

Und vielleicht ist auch die Botschaft des Bildhauers sehr durchdacht und mehrgleisig.

Einmal sich für ein Denkmal der Trümmerfrauen beauftragen und bezahlen zu lassen, um der identitären Regierungsschaft gegen ihr gesinnungsgemäßes Ansinnen ein historisch korrektes hinzustellen, wie ausgeführt:

Zwangsarbeiterinnen räumen den Schutt weg, während die deutsche Frau zum Baden ist.

Und zugleich ein beauftragtes und bezahltes Denkmal als Abbild der Gegenwart zu schaffen.

Die Partei des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich als Badende dargestellt, als eine die sich ihrem Gesinnungsbad ständig hingibt, und allen anderen unentwegt nicht für kurz, sondern für lange, lange Arbeit macht …

Für lange, stets für lange Zeit.

Allein, wie viele sind heute immer noch zur Arbeit des Aufräumens und des Wegräumens verpflichtet aufgrund deren Regierungsbeteiligung, kurz gesagt, in den Nuller-Jahren.

Denkmal der Trümmerfrauen 2000 bis 2022.png

Zwangsarbeiterinnen räumen den Schutt weg, während die deutsche Frau zum Baden ist.

Denkmal Trümmerfrauen - Die deutsche Frau geht zum Baden - Zwangsarbeiterinnen räumen ihr den Schutt weg.png

Wahrlich,  „die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig“, also die von der identitären Regierungspartei in Österreich.

Und vielleicht ist die Botschaft des Magnus Angermeier, die er ihr, der identitären Regierungsschaft, meißelte, eine subversive. Subversiv dadurch, daß er sich für die Schaffung eines Denkmals beauftragen und bezahlen läßt, und gegen das gesinnungsgemäße Ansinnen beispielsweise eines zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich ihr ein Denkmal der historischen Korrektheit schafft.

Es darf an die Markierung des Denkmals mit „1943“ erinnert werden. Mit dem Jahr, in dem der „totale Krieg“ im Sportpalast wortreich befeuert wurde.

1943: Historisch korrekter kann ein Denkmal der Trümmerfrauen einzig für die identitäre Regierungsschaft in Österreich im Jahr 18 nicht sein. Magnus Angermeier setzt seine kleine Figur einer Badenden nun wiederverwertet aber lebensgroß zur historisch korrekten Deutung von 1943.

Und anders kann die Zeit ab dem „totalen Krieg“ nicht gesehen werden.

Während die deutsche Frau, die zwei Jahre später in den Trümmern des deutschen reiches eine Verschleierungsidentität annehmen wird müssen, nämlich die österreichische der Unkenntnis, die Nichts-Gewusst-Staatsbürgerinnenschaft, zum Baden ist, müssen Zwangsarbeiter die Bombenschäden beseitigen, in Österreich.

So war es tatsächlich, und das zeigt Angermeier mit seiner Badenden eindrücklich, damals, ab 1943, in den Zeiten des „totalen Krieges“:

Die deutsche Frau gibt sich dem Müßiggang hin, die Zwangsarbeiterinnen räumen währenddessen den Schutt weg, damit der deutschen Frau ihre Trachtentreter nicht staubig werden, sie sich keinen Nagel eintritt, wenn sie vom Baden von einem Teich bei Wiener Neustadt oder von welchem Badelackerl bei welch größerem Dörferl immer zurück in ihr Städterl kommt, erfrischt, ausgeruht, bereit zum „totalen Krieg“, den ihr Liebster, wie sie ihm mit klassisch deutscher Lyrik ausgeschmückt nach müßiggängerischen Lackerltagen an die Front schreibt, für sie …

Daran wird die identitäre Regierungsschaft wohl nicht gedacht haben, es nicht durchdacht haben … wann je gingen Menschen zum Wegräumen von Schutt nackt, als Badende. Sie sahen wohl bloß, wie sehr die Frau nach ihrer gesinnungsgemäßen Vorstellung gestaltet ist, nach Vorgängerinnen – vielleicht von einem Fraß, einem Müllner, einem Thorak – gebildet, werden ihr diese möglicherweise eingefallen sein, wer könnte soher je beargwöhnen, ein historisch korrekt gesetztes Denkmal gegen die eigene gesinnungsgemäße historische Sicht zu bekommen, das darüber hinaus recht genau dafür beauftragt und teuer bezahlt.

Es gibt, wie bereits ausgeführt, auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Aber keines mit einer Badenden. Es werden Frauen in Arbeitskleidung gezeigt, bekleidete Frauen mit Werkzeug, bekleidete Frauen mit Schaufeln in arbeitender Pose dargestellt, bekleidete Frauen in schweren Arbeitsschuhen mit Spaten und Hacken nach dem „totalen Krieg“ — je nicht nackte Frauen in müßiggängerischer Stellung, mit entblößtem Po breit zufrieden  räkelnd an irgendeinem Badelackerl …

Es gibt also auch anderswo solche Denkmäler, die Frauen sitzend zeigen, die sich von der schweren Räumarbeit für einen Augenblick ausruhen, aber Frauen, die nicht einmal in ihren kurzen Pausen das Werkzeug aus der Hand legen, sogar in ihren Pausen jederzeit bereit sind, sofort aufzustehen, sofort weiterzumachen, sofort wieder an die schwere Arbeit zu gehen. Die Badende der identitären Regierungsschaft hingegen gemütlich mit Händen in ihrem Schoß, vielleicht denkt sie in ihrem Müßiggang daran auch kurz, ob bei ihrer Heimkehr die Gassen wohl schon wieder gesäubert …

Denkmal Trümmerfrauen Magnus Angermeier

Gesinnungsmaßmeißler Magnus Angermeier

Magnus Angermeier sagt, er sei Künstler, über Politik rede er nicht, mit der Parteifreundin des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich, eher über Kunst und Kultur würden sie reden, sagt Angermeier, aus der Politik, sagt Angermeier, halte er sich raus, sagt Angermeier.

Dafür, daß er, Angermeier, sich aus der Politik raushalte, hat er der identitären Regierungspartei mit seinem Muttermalstein alles Politische zusammengetragen, was die identitäre Regierungspartei unter dem Politischen versteht, und vor allem, was der identitären Regierungspartei gesinnungsgemäß recht und billig ist.

Für einen Mann, der sich aus der Politik raushalte, hat er also alles millimetergenau aus dem Stein gehauen, was die identitäre Regierungspartei den Menschen in Österreich ständig in ihre Köpfe klopfen

Einiges von dieser angermeierischen Gesinnungsmaßsteinwiederverwertungsarbeit für die identitäre Regierungspartei wurde schon angesprochen, kann gelesen werden …

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Muttermal auf der Mölker Bastei

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Das ist aber noch nicht alles. Magnus Angermeier schuf mit seinem Muttermalstein der identitären Regierungspartei wahrlich einen zum gesinnungsgemäß vollkommenen Glücklichsein. Der Hinweis stammt von Angermeier selbst. Sein Muttermalstein „korrespondiere mit dem unmittelbar gegenüber platzierten Liebenberg-Denkmal an der Mölker Bastei“ …

Ja, für die identitäre Regierungspartei ist doch ein jeder Tag ohne Verweis auf die „Türkenbelagerung“ kein Tag, sondern nur Nacht, zum Liegenbleiben.

Liebenberg, Bürgermeister in Wien zur Zeit der „Zweiten Türkenbelagerung“, das war 1683. Er räumte wohl keine „Trümmer“ weg, wie die Frauen Jahrhunderte später Platz schufen für den „totalen Krieg“ ab 1943, aber er, Liebenberg, organisierte eine „Bürgerwehr“ …

Würde die identitäre Regierungspartei möglicherweise aus marketingtechnischen Überlegungen heraus nicht davor zurückschrecken, einen eingeführten Parteinamen aufzugeben, sie hätte sich vielleicht längst schon in „Bürgerwehr“ umbenannt, schlägt doch so heftig ihr Herz für sogenannte Bürgerwehren …

Oh, Angermeier, Gloria!

Was für ein Durchmarsch durch die Gesinnungsgassen der identitären Regierungspartei mit dem Raushalterucksack, den traditionell Künstlerinnen und Schriftsteller im Frondienst solcher Parteien so recht gern …

Magnus Angermeier

 

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Wer hat das in Österreich noch nicht gehört? Bis hinunter ins Jahr 18:

„Unterm Hitler hätt’s das nicht gegeben.“

Jetzt, nach der Errichtung und Entschleierung des Muttermalsteins auf der Mölker Bastei, wird dieser Spruch wohl eine Wandlung erfahren:

Wenn das der Hitler hätt‘ noch erleben dürfen.

Und was?

Hätt Hitler noch erleben dürfen - Verwirklichung Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen.png

Die Verwirklichung der Ökumene.

Eingeweiht das Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“ am 01.10.18 in Eintracht von einem evangelischen Angestellten und einem katholischen leitenden Angestellten.

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Denkmal für Trümmerfrauen - Nach dem totalen Krieg.png

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied zum Muttermalstein in Österreich. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele Menschen nicht ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie eben in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungsaufbau mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, als der Aufbau des Krieges zum „totalen Krieg“ …

Walter Prinz, wird berichtet, sagte bei der Entschleierung des identitären Nasenrings am 01.10.18, „die Leistung der mit dem Denkmal geehrten Frauen, die mehr geleistet hätten, ‚als bloß Schutt beiseite zu räumen‘, nämlich ‚die die Gesellschaft vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt haben‘.“

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Vizekanzlers damit gewürdigt.

Die Hinauszögerung des Zusammenbruchs des deutschen reiches für zwei Jahre. Wie bitter wäre es heute vor der Erkenntnis stehen zu müssen, es hätten die damaligen Generationen nicht den „totalen Krieg“, der im Sportpalast von Joseph Goebbels im Jahr 1943 ausgerufen wurde, zwei ganze Jahre noch erleben dürfen, dieses größte Geschenk, zu dem derartige Gesinnungsparteien je nur fähig sind, den Menschen zu machen.

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Sportministers damit gewürdigt.

Was hätten die Nachkommen dieser damaligen Generationen, die „bloß „Schutt“ für den „totalen Krieg“ beiseite räumten, heute keine „Trümmer“ in jedweder Gesinnungsform, die sie zum Zertrümmern …

Denkmal Trümmerfrauen - Vor dem totalen Zusammenbruch

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum die Datierung des identitären Muttermals mit 1943 beginnt, also darüber zu spekulieren, was die identitäre Regierungspartei bewegt, es mit 1943 zu markieren.

Wesentlich aber ist.

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele keinen Menschen ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Wiederaufbau nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungspartei mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, im Aufbau des „totalen Krieges“ …

Vielleicht, weil für sie der Krieg von 1939 bis 1945 erst mit 1943 beginnt, also mit den tatsächlich ersten Luftangriffen der alliierten Militärs auf das Gebiet der sogenannten Ostmark, auf die sogenannten Donau- und Alpenreichsgaue, die von ihnen nun Österreich genannt werden müssen, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Erkenntnis, nicht unverwundbar zu sein, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Vorahnung, der Krieg wird nicht zu gewinnen sein.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 hilfreich für die Erzählung, es sei nur ein Verteidigungskrieg gewesen, die Anderen hätten begonnen, ihre sogenannte Heimat zu bedrohen, zu bombardieren, Leid und Elend und Tod zu bringen – ein Angriffskrieg also gegen die bald vom madige zwölf Jahre währenden blutdurstigen und mordwütigen deutschen reich offiziell genannten Donau- und Alpenreichsgaue, die sie nun Österreich zu nennen haben.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 Ausdruck der Trauer darüber ist, daß es im Jahr 1943 klar wurde, ihre von der Vorsehung verheißene Zukunftstracht schon nach nur wenigen Jahren ein bloßer Fetzen nur noch ist, der nicht einmal mehr dazu taugt, Toten für das Grab anzuziehen.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 selige Erinnerung an die Zeit davor ist, an die Zeit von 1938 bis 1943 und für viele in den österreichischen Gauen an die Zeit von 1933 bis 1943 und für nicht wenige in den gauischen Bächen und Alpen auch bereits an die Jahre vor 1933, als das deutsche reich noch nicht Blutwirklichkeit war, sondern erst in den Köpfen sich, aber grausam damals schon, bildete.

Es ist müßig zu spekulieren, was letztendlich die identitäre Regierungspartei bewegt, einen Muttermalstein mit 1943 zu markieren. Die Markierung riecht nach Entlastung. Die Markierung riecht nach Schuldabschiebung. Die Markierung riecht nach Schuldzuweisung an alle, die auch auf österreichischem Boden beitrugen, das Ende des deutschen reiches zu besiegeln.

Es gibt die Redensart vom Nasenring, an dem Menschen geführt werden. Das Muttermal auf der Mölker Bastei ist der identitäre Nasenring, an dem die identitäre Regierungspartei die Menschen in Österreich durch ihre Gesinnungsgruselbude schleifen will …

Muttermal Mölkerbastei.png

 

Kurz zur positiven Entwicklung in Deutschland und zu dem um den Schlaf bringenden Österreich.

Zwischen der weidelschen und der hitlerischen Stampferei passierte in Deutschland eine Entwicklung, die positiv zu nennen ist.

Alice Weidel mit dem Fuß aufstampfend im Bundestag - 09-18

Konnte Adolf Hitler im Juni ’40 im Wald von Compiègne noch aus Freude mit seinem Fuß auf den Boden aufstampfen — niemand in seiner Nähe, der widerspricht, der ihn in die Schranken weist, ihm das Runenzepter aus der Hand nimmt

Im deutschen Bundestag Jahrzehnte später kann Alice Weidel nur noch aus Ärger und Wut mit ihrem Fuß aufstampfen — zu viele in ihrer Nähe, die widersprechen, die kurz und klar benennen, was ihre Partei und sie ist, die ihre Partei und sie in die Schranken weisen.

Und nach ihrem Wutstampfer will sie am 12. September 2018 recht rasch aus dem Saal, aber, ganz souveräne Dame, noch einmal zurück, das Handtäschchen holen, noch etwas Blaues auch, dann aber hinaus, recht rasch weg von den Menschen, die ihrer Partei das nicht durchgehen lassen, was nicht durchzugehen hat, in einer entwickelten Demokratie.

Das ist die positive Entwicklung in Deutschland. Und das ist keine Gleichsetzung zwischen Adolf Hitler und Alice Weidel. Das wäre auch töricht, dumm und falsch, wie bereits dargelegt, und auch dargelegt ist, warum dennoch eine Partei wie die ihrige

Kurz zusammengefaßt: FPÖ und AfD und … schlimmer als NSDAP

Heinrich Heine hat nicht an Deutschland gedacht, als er schrieb, denke er an Deutschland, sei er um seinen Schlaf gebracht, auch wenn in der Gegenwart viele vor allem aus diesem Gesinnungskreise es so verstehen möchten.

Wer heute, im Jahr 2018, an Deutschland denkt, ob in der Nacht, ob bei Tag, wird in Anbetracht dieser Entwicklung nicht um den Schlaf gebracht.

Anders hingegen ist es freilich um Österreich bestellt, im Österreich ’18, da können die Weidels noch aus Freude mit dem Fuß auf die parlamentarische Scholle aufstampfen — in Österreich trifft es zu, wer an Österreich denkt, ist um den Schlaf gebracht …

„Wiederbeleben des Faschismus“

Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht Unrichtiges heraus

Unvorstellbar in Deutschland: eine Österreich-Koalition

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Am 1. September wird zurückgebrüllt – Achse der Retrotollen

Goebbels, Höcke, Podgorschek oder kurz gesagt: „Dann reden wir auf gut deutsch“.

Dinghofer hofft auf FPÖ unzensuriert auf einen Stauffenberg gegen Angela Merkel, der „genauer arbeitet als sein Vorgänger“

Unterschiede zwischen Deutschland Österreich, die nicht für Österreich sprechen

Gauland, Weidel, Hofer, Strache …

Studienzentrum Weikersheim – Was in Deutschland hoch umstritten, in Österreich für das Parlament recht

Burschenschafter in Deutschland als Staatssekretär entlassen, in Österreich im Parlament geehrt

Alphabet of Enlightenment, H-H: Haverbeck, Höcke, Hofer, Holocaust

Zum Stampfen fällt noch, es gibt auch das Stampfen von Kartoffeln. Und das ist es, was den Menschen bleibt, wenn Parteien solchen Gesinnungszuschnitts die Macht wieder abgeben müssen, wenn alles von ihnen ruiniert ist: Kartoffeln stampfen, um irgendwie halbwegs satt zu werden, um das von solchen Parteien Zerstörte wieder aufbauen zu können, die Kraft zu haben, die Trümmer dieser Parteien …

 

Alice Weidel stampft auf - An Österreich gedacht, um den Schlaf gebracht

 

Die „privilegierte Ehe“ der FPÖ, „sachlich 1811“

Christian Hafenecker, dessen Steckenpferd es sein dürfte (immerhin weit günstiger für das österreichische Budget als ein Kicklpferd), Menschen nach ihren geistigen Fähigkeiten zu beurteilen, meint in seiner gestrigen Presseaussendung, die FPÖ stehe „hinter ihren klugen und befähigten Köpfen und wird sich von ihrem Weg für Österreich nicht abbringen lassen“.

Wenn, das aber nur nebenher, im Land Österreich von „für Österreich“ geschrieben wird, ist es nicht leicht auszumachen, welches Österreich gemeint ist, Österreich als Land oder Österreich als fellnerische Umsonst.

Diesmal steht Christian Hafenecker also hinter dem „klugen und befähigten“ Hubert Keyl.

Asperl, Graf, Höferl, Keyl – Recht einfach statt einer langen Liste: Sos Freiheitliche

Life Ball ’15 von Odin Wiesinger ausrichten lassen – Jubel von Harald Vilimsky und Franz Obermayr darob nicht auszuschließen

Und weil es dabei um den Posten eines Höchstrichters geht, zwar im Bundesverwaltungsgerichtshof des Staates Österreich, fällt dennoch sofort ein anderer ein, nämlich der Verfassungsgerichtshof des Staates Österreich.

Wie viele aus der zurzeitigen identitären Regierungspartei werden sich wohl gedacht haben und weiter denken, ach, wären im Verfassungsgerichtshof nur unsere „klugen und befähigten Köpfe“ gestanden, müßte jetzt nicht eine „privilegierte Ehe“ gezimmert werden, sachlich aus 1811.

Es wird nicht gewußt, ob Christian Hafenecker auch schon einmal hinter diesem „klugen und befähigten“ Mann gestanden ist, der, kurz zusammengefaßt, im Verhandlungsteam für die zurzeitige Regierung in Österreich saß, aber damit er, dieser Verhandlungsmann, sich nicht zurückgesetzt fühlt, soll er beim Namen genannt werden: Norbert Nemeth.

Norbert Nemeth, aber das nur nebenher, der mit Hubert Keyl ein Faible für einen Mann zu teilen scheint, von dem nicht gewußt wird, wie er von Christian Hafenecker beurteilt wird: ob auch einer von den „klugen und befähigten Köpfen, auch einer „durch seinen tadellosen Leumund, als ein hervorragender Kandidat“ für …?

„Verfassungsjuristen tun sich in Ermangelung eines konkreten Vorschlags der FPÖ, wie so ein Gesetz ausgestaltet sein könnte, schwer mit einer Beurteilung der Erfolgschancen. ‚Ein Festschreiben des Willens zur Kinderzeugung im Ehegesetz wäre jedenfalls verfassungswidrig‘, sagt Verfassungsjurist Theo Öhlinger. Dies wäre ein verfassungswidriger Eingriff in die Privatsphäre, und aus verfassungsrechtlicher Sicht auch nicht überprüfbar. Ganz ausschließen, dass die FPÖ sich – zumindest den Begriffen nach – durchsetzen könnte, will Öhlinger aber nicht.“

Was für ein Vorwurf gegen die FPÖ, es gäbe keinen konkreten Vorschlag, wie wenig diese „Verfassungsjuristen“ von den Gesetzen in Österreich wissen. Dabei müßten sie nur einmal bei Nemeth, der bei den „klugen und befähigten Köpfen“ der identitären Regierungspartei steht und für sie, wie kurz erwähnt, am Verhandlungstisch sitzt.

Es wurde zwar bereits zitiert, aber einer von den „klugen und befähigten Köpfen“ mit einem durch und durch „tadellosen Leumund“ kann nicht oft genug zitiert werden:

„Womit wir beim zweiten Aspekt wären, nämlich der Rolle eben dieser Höchstgerichte: Haben jene wirklich das Recht, den für unseren Kulturkreis maßgeblichen Ehebegriff aufzuheben?“

„Es sei denn, die FPÖ kommt in die Regierung und verhindert im Wege eines entsprechenden Koalitionspaktes eine Änderung des § 44 ABGB.“

„Da gefällt uns die geltende Rechtslage, die gerade noch einmal gerettet wurde, besser – auch wenn sie aus dem Jahre 1811 stammt: ‚Die Familien-Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder  zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beystand zu leisten‘.“

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

Das ist also der „konkrete Vorschlag“ von „klugen und befähigten Köpfen“. Die darüber hinaus auch stets ganz genau sind. Dieser seit dem 1. Jänner 1812 gültige Paragraph steht tatsächlich in dieser Orthographie im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch nicht der fellnerischen Österreich, sondern des Staates Österreich. Das ist also der „konkrete Vorschlag“ von „klugen und befähigten Köpfen“: tadellos! Ist bereits seit 1812 Gesetz und immer noch Gesetz. Von „klugen und befähigten Köpfen“ sachlich haltbarer geschmiedet als Stahl.

Der Vorschlag von „klugen und befähigten Köpfen“ ist also Verhinderung, wie einer ihrer klügsten und befähigsten Köpfe es stellvertretend formuliert: „FPÖ kommt in die Regierung und verhindert.“

Verhinderung, das recht höchste Bekenntnis zur Erneuerung von …


Christian Hafenecker - FPÖ stehe hinter ihren klugen und befähigten Köpfen

Verführer und Verfolgerinnen der Jugend

Schreibenden wird seit jeher vorgeworfen, sie würden durch ihre Werke die Jugend verführen. Um nur einen als Beispiel zu nennen: Auch André Gide wurde mit diesem Vorwurf als Vernichtungsversuch verfolgt, vor allem von Henri Massis, der „1920 zum Gründungsteam der rechtsextrem-antisemitischen Zeitschrift Revue Universelle … als Chefredakteur fungierte“.

Schwedendemokraten - FPÖ - Verführer und Verfolgerinnen der Jugend

Massis ist hier zu nennen, weil er, wie in der Collage gelesen werden kann, für Menschen der Gegenwart wie Philip Stein von Bedeutung ist. Sein „Jungeuropa Verlag“ hat, wie gesehen werden kann, eine ehrenwerte Ahnenstaffel, in die eben auch Massis eingereiht ist. Und die Ahnen werden in kleinen Texten recht schön vorgestellt, etwa Drieu la Rochelles, von dem es heißt, er habe in zahlreichen Essays und Aufsätzen Bilder eines sozialistisch und förderalistisch grundierten „Eurofaschismus“ entworfen …

Manchen Namen haben Sie vielleicht noch in Erinnerung, die Ihnen von irgendwoher bekannt vorkommen oder möglicherweise in dem einen oder anderen Kapitel hier untergekommen sind, wie Alain de … oder jener Mann, dem ein „Hail“ leichter als Spucke aus dem Mund rinnt …

Und gesinnungsgemäß nicht zuletzt Stein selber …

„Wiederbeleben des Faschismus“ – Stein antwortet, Hofer nicht

Aber darum geht es gar nicht, wie die Verbindungen sind, auch wenn es in bezug auf Österreich mitten hinein in die ehrenwerte Gesellschaft …, es geht auch nicht darum, daß Menschen der Gegenwart ihre Gegenwart die Vergangenheit ist, sondern um den Vorwurf der Verführung der Jugend.

Es geht aber nicht nur um Verführung der Jugend, es geht auch um Verfolgung der Jugend, von der nicht gesprochen wird. Durch Parteien wie zum Beispiel die Schwedendemokraten und die FPÖ, die hier exemplarisch genannt werden. Solche Parteien verführen und verfolgen, nicht durch Werke, sondern durch Geschwefel. Solche Parteien schaffen keine Werke, außer, wenn Sie Ruinen als Werke gelten lassen, dann schaffen auch solche Parteien Werke, also Ruinen, die sie nach ihren Machtabgaben je zum Aufräumen hinterlassen.

Wie gelesen werden kann, haben eben erst Jugendliche in Schweden einen Mann getötet. Für die Stimmung, in der solche Morde möglich werden, tragen die Schwedendemokraten viel bei und können ihren recht hohen Anteil an einer solchen blutdurstigen Stimmung nicht von sich weisen, eine Stimmung, die auch Kinder und Jugendliche nicht kalt läßt, eine Stimmung, die auch Kinder und Jugendliche kalt werden läßt, um solche Taten begehen zu können. Wer solch eine Stimmung erzeugt, verführt, auch Kinder und Jugendliche.

Wie gelesen werden kann, verfolgt in Österreich die FPÖ, also die zurzeitige identitäre Regierungspartei, eben erst einen Jugendlichen, den sie als Täter sehen will, um genau zu sein, als Sympathietäter einer Terrororganisation, mit der der zurzeitige Vizekanzler das Gespräch … Aber er ist kein Täter, sondern ein Opfer der FPÖ, die nicht davor zurückschreckt, Verfolgerin der Jugend zu sein.

Auch wenn die zwei männlichen Jugendlichen in Schweden nun als mordende Täter geführt werden, sind sie letztlich doch nur Opfer einer forcierten Stimmung gegen bestimmte Menschen und waren auch zum Zeitpunkt ihrer Tat schon nur Opfer, die vielleicht selber meinten, durch eine solche Tat das Heft des Handelns in der Hand zu haben, und durch nur Opfer einer Verführung der Jugend durch eine forcierte und immer breiter werdende massive Blutdurststimmung. Und sie sind auch Opfer einer Verfolgung der Jugend, somit zweifache Opfer: zuerst verführt zur Tat und dann wegen dieser Tat …, während jene, die verführen und damit ohne Bedenken in Kauf nehmen, daß Jugendliche strafrechtliche Konsequenzen sich aufbürden, unbehelligt und zu oft noch durch Wählerinnen und vor allem Wähler belohnt …