Kurz zur Unfähigkeit in Österreich, mit dem ihm Fremden umgehen zu können.

Vorgestriger Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei mit der Schlagzeile „Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter“ …

Ein Kommentar, nicht zu kommentieren. Worum es dabei geht, ist offensichtlich. Das muß auch nicht ausgeführt werden. Es reicht dafür aus, den Kommentar zu diesem Kommentar zu zitieren, geschrieben von einer Person, die vorvorvorvorgestrig in der Hofburg zum Tanz war, einer Verbindung angehört:

„genau so muss man das sehen, wien ist ein habsburgischer appendix den man eigentlich ohne das gesamte zu schaedigen entfernen kann. nicht dass ich etwas gegen die habsburger habe im gegenteil aber in der derzeitigen aufstellung ist wien eher ein krebsgeschwuer.“

„Wien entfernen kann.“ Gegen Wien geht es. Und dafür werden auch skrupellos Mordopfer instrumentalisiert, mißbraucht.

Gegen Wien geht es. Das heißt: es geht gegen die Großstadt. Das Land, die Provinz, gegen die Großstadt. Es will gar nicht gewußt werden, wie viele der Anbeter der Provinz, wie viele der Anbeterinnen der Scholle gegen die Großstadt in der Großstadt, also in Wien, leben.

Das ist verantwortungslos. Und zugleich vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Das ist aber kein Vorwurf gegen die FPÖ unzensuriert allein. Es ist generell eine öffentliche und mediale Hysterie, die in Österreich ausgebrochen ist, geschuldet wohl der tiefsitzenden Ablehnung des sogenannten Fremden.

Statt darauf zu verweisen, in welch einer glücklichen Lage sich Österreich befindet, was für eine glückliche Entwicklung Österreich genommen hat, um einen Zeitraum beispielhaft herauszunehmen, in den letzten vierundvierzig Jahren, was die Tötungsdelikte anbelangt, wird gekreischt und mit allen Fingern gefuchtelt gegen die, nein, nicht gegen die vorwiegend männlichen Täter und wenigen weiblichen Täterinnen, sondern gegen das Fremde

Dabei genügt ein kurzer Blick in die Statistik, die von der erfreulichen Entwicklung in Österreich erzählt. Wie viele Tötungsdelikte gab es in Österreich beispielsweise 1975 und im Vergleich dazu 2015? Wie gefährlich war es doch in Österreich Jahrzehnte vor dem Jahr 2015, das für so viele in Österreich als das Jahr gilt, in dem in Österreich alles Schreckliche begann, weil „Fremde“ … Es begann mit 2015 in bezug auf Tötungsdelikte nichts Schreckliches. Keine Steigerung der Tötungsdelikte. Das Schreckliche der Jahre seit 2015 ist die offensichtliche Unfähigkeit in Österreich, mit dem sogenannten Fremden umgehen zu können.

Es will aber hier mit der Statistik in keiner Weise etwas entschuldigt werden, schon gar nicht der mordende Mann, der in Österreich hauptsächlich im familiären Verbund zum Gewalttäter und auch in seltenen Fällen zum Mörder wird. In dieser Hinsicht ist der Mann ein Serbe, der ein Österreicher, der Österreicher ein Tschetschene, der ein Syrer und dieser ein Kosovare, der wieder ein Mann des Fernsehens, der im Hinblick auf körperliche Gewalt nicht amtsbekannt, und dadurch nicht harmlos in seiner Wirkung auf Meinungsfestigung …

Mit dem Verweis auf die Statistik will lediglich festgehalten werden, es gibt keinen Anlaß für Hysterie, aber sehr viel Grund, gelassen und besonnen zu agieren, verantwortungsvoll Schritte zu setzen, die diese erfreuliche Entwicklung, die es in den letzten Jahrzehnten in Österreich gab, nicht zum Stoppen bringt.

Kurz zum Gesinnungsrecht

Mit Unverständnis reagiert zur Zeit die identitäre Regierungspartei in Österreich auf die berechtigte Kritik an dem zurzeitigen Innenminister, mit gespielter Unwissenheit weist sie jedwede Kritik an ihm zurück, von der Parteispitze abwärts, die zum Teil zur Zeit auch Spitze des Staates ist, stellt sich diese Gesinnungskameraderie hinter ihren Innenminister.

An dieser platten Aussage des Innenministers, daß also „das Recht der Politik zu folgen hat“, wäre üblicherweise auch nichts auszusetzen. Seit jeher ist das Recht der Politik unterworfen. Seit jeher ist das Recht der gesellschaftspolitischen Entwicklung unterworfen. Wäre dem nicht so, was für ein Recht würde heutzutage, im Jahr 2019, beispielsweise in Österreich denn gelten? Das vom römischen reich von vor Jahrtausenden, das vom heiligen römischen reich deutscher nation vor Jahrhunderten, das vom deutschen reich vor Jahrzehnten, das vor Jahrzehnten in Österreich noch geltende Recht, nach dem Frauen ihre Männer um Erlaubnis fragen müssen, ob sie eine Arbeit annehmen dürfen?

Jedoch die Aussage des Innenministers ist, auch wenn er und seine Kameraderie sie in deutscher Sprache vorbringt, zuerst einmal zu übersetzen. „Das Recht hat der Politik zu folgen“ ist identitär gesinnungswörtlich zu übersetzen: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen.

Und Gesinnung ist keine Politik. Das Recht, das einer Gesinnung zu folgen hat, ist Gesinnungstyrannei.

Es ist nur gesinnungsfolgerichtig, daß die zensurierte Website der identitären Regierungspartei augenblicklich den Marschbefehl (ob diesen sich selbst gegeben oder erhalten, ist dabei ohne Belang) ausführt und für den Innenminister stürmt, als könnte er dafür je verteidigt werden, am 26. Jänner 2019: „Chronologie einer linken Hetze mit Unterstützung des Bundespräsidenten“.

Ausgerechnet also die Website mit besorgniserregenden Antisemitismuswachstumsraten besonders seit der Weihnacht 18.

Kann es dann je einen Vorwurf geben, wenn geschichtlich gewußt wird, wohin solche Ismen führen können, das deutsche reich exemplarisch für die Maxime Das Recht hat der Gesinnung zu folgen zu nennen? War nicht gerade das deutsche reich penibel und pedantisch darauf bedacht, alles Grausame, alles Barbarische mit dem Recht zu legitimieren, mehr noch, den Anstrich von Rechtsstaatlichkeit in jedweder Angelegenheit zu verpassen, freilich einer Rechtsstaatlichkeit nach seiner Gesinnungsart.

Es gibt viele Kapitel, die davon erzählen, wie unnütz es ist, stets und sofort mit dem deutschen reich zu kommen, wenn gleichzeitig die Gegenwart nicht vorrangig …

Und auch in diesem Fall muß nicht in die Geschichte gegangen werden, um zu wissen, was von dieser Aussage des Innenministers zu halten ist. Beweist nicht gerade ein ihm an Gesinnung ebenbürtiger Innenminister, zu welchen Gesetzen es führt, wenn das Recht der Gesinnung zu folgen hat. Zur Zeit zu einem Einwanderungsgesetz, dem sich viele Stadtverantwortliche widersetzen. Bürgermeisterinnen, die die Geschichte als Grundlage ihres Handelns nehmen, nicht mehr bereit sind, Gesinnungsrecht umzusetzen; eine positive Entwicklung. Freilich eine aber nicht in Österreich. Und was für Gesinnungsgesetze wird dieser Innenminister noch ausscheiden wollen, wird allein daran gedacht, welche Fragen er wieder stellt. Und wohin solche Fragen führen, auf diese braucht es je keine Antwort mehr. In der Vergangenheit wurden diese für alle Zeiten bereits massenmörderisch beantwortet.

Es ist zugleich auch eine recht große Gaukelei. Mit dem Ändern des Rechts in ein Gesinnungsrecht will die identitäre Regierungspartei und im Grunde die gesamte feudalschwarzidentitäre Bundesregierung vorgaukeln, sie stünde für Veränderung. Aber sie steht nicht für Veränderung. Bloß für die Wandlung des Rechts in Gesinnungsrecht. Dafür steht exemplarisch die identitäre Regierungspartei.

Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Sollte Ihnen das zu abstrakt zu sein, eine handfestere Übersetzung der Aussage vom Innenminister gibt es von zungl888:

„so ist es
75.1% für eine rechts gehaltene regierung und dann fahr ma euer gnaden.“

Und die Antwort von zungl888 auf die Warnung, dann könnte es „Bürgerkrieg“ geben:

„die paar armseligen antifa typen sollte man doch markieren und ruhigstellen koennen.“

Wie zungl888 Gesinnungsrecht zu exekutieren sich vorstellt, nun, nicht mit Gesetzesbüchern in der Hand, sondern mit „9 mm para“ … aber legitimiert penibel und pedantisch Gesinnungsgesetzesbüchern dabei folgend —

Ob zungl888 bereits alle „17 neuwertigen 9 mm para“ schon verschenkt hat, eine wenigstens für sich selber behalten hat, wird nicht gewußt. Vielleicht trug zungl888 eine recht nah am Herzen unterm Frack zum vorgestrigen Ballbesuch in der Hofburg, dabei recht ergriffen

Und Recht werde ihnen folgen

und recht bewegt applaudierend den Treueworten des Mit-etwas-davor-Kanzlers lauschte …

NS Das gesamte Recht will sie, die identitäre Regierungspartei, einer Entwicklung unterwerfen, aber sie selbst will sich nicht entwickeln, nicht verändern. Exemplarisch für die Unveränderung seit ihrer Gründung können die Hofburgreden ihres zurzeitigen Führers genannt werden. Im ersten Regierungswinter 18 erneuerte er die Gültigkeit des Schwurs auf „Ehre, Freiheit, Vaterland“, im zweiten Regierungswinter sein Ballbekenntnis zur „Treue“ …

Ja, das Recht hat der Gesinnung zu folgen und die Gesinnung der „Waffenbrüder“, um den zurzeitigen Vizekanzler der Republik Österreich von der vorgestrigen Hofburgnacht zu zitieren, hat zu folgen „Ehre, Treue“ …

Wie recht Karoline Edtstadler es mit ihrem Kampf gegen den Kulturimport nach Österreich hat, beweist eine erschütternde Fernsehsendung von einem Fremden in fernem Land

Es kann Gott nicht genug gedankt werden, daß Karoline Edtstadler in diesem ihrem Kampf gegen den Kulturimport nach Österreich nicht alleingelassen wird. Es aufrechte Männer gibt, die das Wort biblisch schmettern, Fürsprecher der Frauen sind, und sie unter seinem Dach einen Ort gefunden haben, ihre Sendung des Schutzes des Frauen dem Volke zu verkündigen. Und auch er selbst, der sie nicht nur beherbergt, weiß das Wort stets im gnadenrechten Augenblick zu erheben, wenn es gilt, jene als das zu benennen, was sie sind, etwa den Kulturimportverteidiger Dr. Sebastian als …

Wenn nun Karoline Edtstadler ihre Aufgaben, für die sie vom Staat angestellt ist, vernachlässigen wird, zur Gänze nicht mehr erfüllen wird, um etwas Größerem zu dienen, dann verdient sie dafür den größten Respekt, und nichts kann größer sein, als sich in die Wahlschlacht zu werfen, gegen den Kulturimport Sturm zu laufen.

Es kann deshalb nur und immer wieder dazu aufgerufen werden, Karoline Edtstadler in ihrem Kampfe gegen den Kulturimport zu stützen. Ein jeder Mensch in diesem Lande, in diesem alpschönen Österreich, ist aufgerufen, ihr beizustehen. Und ein jeder Mensch, vom lieblichen Kinde über die opferbereite Mutter bis hin zum gütigen Großvater, kann ihr Unterstützung sein auf mannigfache Weise. Karoline Edtstadler wird für ihren Wahlkampf Materialien brauchen, für ihre Bollwerkserrichtung gen Kulturimport.

Es ist nicht viel, was ihr hier beigesteuert werden kann. Nur ein Link zu einer Fernsehsendung.

Zu einer Fernsehsendung aus einem vollkommen fremden und ganz fernen Land, in dem von Frauen als „Tierchen“ gesprochen wird, in dem Frauen offensichtlich nicht fernsehen dürfen, werden Frauen doch in dieser Fernsehsendung als „Betthupferl“ serviert, den Männern also vor ihren Apparaten, wem sonst. Aus einem Land, in dem mit Frauen gesprochen werden darf und muß, wie es verboten ist, je mit einem Mann so zu sprechen. Aus einem Land, in dem Schutzherren Frauen alles selbstlos erklären von „Politik“ über „Sex“ bis …

Aber wenn sie, Karoline Edtstadler, diese Fernsehsendung bei all ihren Wahlauftritten bis zum Mai 19 den Menschen zeigt, werden diese erkennen, Karoline Edtstadler ist eine, die aufklärt, Karoline Edtstadler ist eine, die erzieherisch wirkt, den Menschen wird anhand dieser Fernsehsendung aus einem ganz fremden und ganz fernen Land in der Sekunde die Offenbarung zuteil werden, es muß alles gegen diesen Kulturimport getan werden, was nur gegen diesen Kulturimport getan werden kann, und alles gegen diesen Kulturimport zu tun, auch das werden sie erkennen, ist nicht genug, es muß mehr als alles gegen diesen Kulturimport getan werden. Und sie werden im Wissen, was nun unbedingt tatsächlich und wirklich auch im Hinblick auf Wahlen zu tun ist, Karoline Edtstadler verlassen …

Und Recht werde ihnen folgen

Der Akademikerball der FPÖ wird allenthalben gesinnungsgemäß gelobt. Was für eine ehrenwerte Gesellschaft das sei, die alljährlich in die Hofburg zum Tanze eilt, was für feine Manieren die Damen und Herren haben, die diesen Ball besuchen. Kurzum: „Tradition, Stil, Kultur.“

Bescheiden wie sie sind, die Damen und Herren des Hofburgballs, verschweigen sie in christlicher Demut ihre hervorstechendste Eigenschaft: Großzügigkeit.

Gerade an diesem 25. Jänner 2019 ist es durchaus angebracht, dieser Großzügigkeit Referenz zu erweisen, und einen großzügigen Ballbesucher stellvertretend für alle Ballgäste vor den Vorhang zu bitten.

Auch wenn die Gefahr groß ist, einem Vorurteil zu erliegen, aber bei dem recht besonderen „Geschenk“, das zungl888 zu vergeben hat, darf angenommen werden, es ist ein Mann. Ein Ballbesucher, wie er an diesem 25. Jänner 2019 selbst in einem Kommentar schreibt:

„wenn wir als angehoerige einer verbindung zu einem ball gehen ist der staat in gefahr.“

Und was hat ein „Angehöriger einer Verbindung“, der zu einem Ball geht, wobei es sich bei diesem Bekenntnis am 25. Jänner 2019 nur um ein Bekenntnis zum Akademikerball handeln kann, großzügig zu vergeben? In einem Kommentar schreibt er selbst:

„ich hätte 17 neuwertige geschenke 9 mm para zu vergeben“

Zu welchem Einsatz er diese zu vergeben hätte, die Antwort liegt auf der Hand. Er gibt sie auch selbst, die nicht zitiert werden will, in der Collage aber festgehalten. Ist es ein Vorurteil, wenn angenommen wird, er spricht von einer Glock? Nicht unbedingt. Zum einen ist er ein Patriot, und von daher wird er wohl auf ein Produkt seiner Scholle setzen, zum anderen ist auch in diesem Gesinnungskreis Glock ein Produkt, das zum Einsatz kommt, wie gewußt wird. Generell erfreut sich die Glock weltweiter Verwendung.

Was die Freude an der 9 mm Para wohl schmälert, ist die Existenz von Strafgesetzbüchern …

Es soll aber schon Tröstungen für jene geben, deren Freude geschmälert ist. Die Vorsehung werde es mit ihnen, den Großzügigen, am Ende doch noch recht gut meinen, und Recht werde ihnen folgen …

Der großzügige Ballbesucher will aber nicht sein letztes Hemd verschenken, er ist noch großzügiger, christlicher als christlich, seine Waffen will er verschenken, und darüber hinaus ist er auch ein engagiert idealistischer Mann: er ruft immer wieder auf, zu spenden.

Spenden, wofür? Für noch mehr Glocks? Nein. Für Torpedos? Zum Einsatz gegen wen? Seine Antwort kennen Sie.

Ob Bushman an diesem 25. Jänner 2019 auch den Ball in der Hofburg besucht, ob der Buschmann auch ein Angehöriger einer Verbindung ist, kann nicht beantwortet werden, Bushman hat sich dahingehend nicht geäußert. Er, da er sich selbst Buschmann nennt, darf als Mann angesprochen werden, muß aber auch nicht selbst auf den Ball gehen. Denn. Ist doch sein Geist ohnehin auf dem Ball staatsspitzenmäßig recht vertreten. Am 25. Jänner 2019 schreibt der Vizekanzler der Republik Österreich in seinem Kommentar, nein, nicht der Vizekanzler, sondern Bushman:

„Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus. Ignazio Silone“

Bei soviel gleichem Geiste, haben Sie Verständnis dafür, kann es schon durcheinanderkommen, wer wann das schreibt, unvollständig oder falsch zitiert.

Um es zeitlich zu ordnen. Am 25. Jänner 2019 schreibt das Buschmann und Vizekanzler der Republik Österreich es am 30. Jänner 2015.

Begehren nach einem Staatsfeiertag auf dinghoferische Art

Sie werden sich vielleicht erinnern, im ersten schwarzidentitären Regierungswinter 18 rief der zurzeitige Vizekanzler in Österreich in der Hofburg aus:

„Ja, es war auch ein Burschenschafter wie Franz Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Österreich ausgerufen hat.“

Diesem Ruf folgt der zweite Streich, Staats-
feiertag für die Ausrufung von „Deutschösterreich“.

Vorgeschickt für diesen Streich wird Friedrich Rödler, der einen gesinnungsgemäß entsprechenden Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei im Jänner des zweiten Regierungswinters verfaßt.

„Die durch das ‚Karfreitags-Urteil‘ des EuGH absehbare Diskussion über Anzahl und Berechtigung der gesetzlichen kirchlichen und staatlichen Feiertage in Österreich sollte zum Anlass genommen werden, ernsthaft und sachlich über einen Tag der Republik auch in Österreich nachzudenken, und das historische Faktum der auf Antrag des Staatsrates und auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der provisorischen Nationalversammlung erfolgten Proklamation unserer Republik am 12. November 1918 durch deren damaligen Präsidenten Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen.“

Dazu wird gesinnungsgemäß passend von der „Redaktion“ dieser Website „Der Umsturz …“ empfohlen, eine „Eckartschrift“ …

Womit hat Friedrich Rödler die Ehre sich verdient, für diesen Streich vorgeschickt zu werden? Durch eine Anzeige. Der gesinnungspatente Friedrich Rödler zeigte einen jungen Mann an, von einer anderen Partei, die wieder zu verbieten manche aus der Schreibstaffel gerade dieser Website wieder träumen.

Welchem Mann von dieser Regierungspartei die Treue gehalten wird, muß nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden, nicht einmal mehr kurz zusammengefaßt. Etliche Kapitel erzählen davon, und das nicht erst seit dem ersten Regierungswinter 18 …

Antisemitismus und die Aufforderung des Vizekanzlers in Österreich auf dem Akademikerball 18

Sie werden sich vielleicht noch an die Rede des Vizekanzlers der Republik Österreich in der Hofburg im Jahr 18 erinnern.

Er forderte jene auf, die Antisemiten seien, aufzustehen und, nun, wie seine Forderung befolgt wurde, davon erzählt das Kapitel Ehre, Freiheit, Vaterland

Niemand stand auf oder ging. 

Antisemitinnen stehen nicht auf. Sie bleiben sitzen. Sie gehen nicht. Sie sitzen, sitzen vor ihren Tastaturen. Was sie bewegen, sind einzig ihre Gesinnungsfinger.

Besonders seit der Weihnacht 18 gönnen sie ihren Gesinnungsfingern recht keine Ruhe mehr, die Kommentatoren auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website und die Werterinnen und Werter der Kommentatorinnen mit ihren Zustimmungsklicks …

Wie sie sitzen und ihre Gesinnungsfinger bewegen, davon erzählen allein seit der Weihnacht 18 etliche Kapitel

„Ehre und Treue doch – Gesinnungstyrannei nicht zu leugnen“

„Der jüngst erschienene Roman ‚Hartmut gegen Ahrimann‘ führt uns in die Zeit nach der 1848er Revolution in den deutschen Landen. Autor S. Coell – im bürgerlichen Leben Norbert Nemeth, Direktor des Freiheitlichen Parlamentsklubs […] Im Rahmen einer würdigen Feier […] Lässt Coell in „Im Schatten des Cracchus“ den jakobinisch-sozialistischen Weltenplan und eine dahinterstehende Geheimgesellschaft ihr unheilvolles Treiben beginnen […] treffen die beiden Gruppen aufeinander. Und das mit voller Wucht und Totalität ihrer Werte und daraus abzuleitenden Vorgangsweisen. […] Mit feiner Klinge schildert der sachkundige Autor […]Linke Provokateure gegen deutsche Waffenstudenten […] Was in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart immer wieder passiert, nimmt […] 19.Jahrhunderts seinen exemplarischen Ausgang: das heimtückisch geplante und ausgeführte feige Komplott und die kriminelle Zusammenrottung linker Provokateure gegen das deutsche Waffenstudententum und damit insgesamt gegen die Vertreter der ewig gültigen Prinzipien Ehre, Freiheit, Vaterland. Prinzipen, die über den Lebensbund hinaus zu Leitlinien eines ehrlichen und echten Eintretens für ein Gemeinwesen, wie einen Staat und eine Nation geeignet sind. […] Im Zuge eines Presseprozesses [..] provoziert durch den linken Anwalt Dr. Ahrimann (persisch: arger Geist, Macht der Finsternis) zum Anlass einer Ehrenbeleidigung durch Dr. Hartmut (althochdeutsch: der Mutige, fest Entschlossene) […] auf die Suche nach dem dunklen Vorleben von Dr. Ahrimann. Er findet sie in der Wiege des Kommunismus, einer autoritär geführten Kommune mit Namen […] Die Prinzipien Ehre und Treue haben doch gesiegt […] Pistolenduell […] treten erneut dunkle Mächte auf den Plan. Durch eine feige Brandstiftung mit Todesfolgen werden die Beweise vernichtet und letztendlich fällt Zweyers Alter Herr Dr. Hartmann durch einen Pistolenschuss Dr. Ahrimanns. Zweyer reagiert aufgewühlt durch die Vorgänge rund um das Komplott des Dr. Ahrimann und streckt diesen seinerseits mit einem Schuss nieder. Zum letzten Mal ist Zweyer ein ehrenhaftes Verhalten möglich […] darauf angemessen und manifestieren, dass Ehre und Treue doch gesiegt haben […] im Verlag Zur Zeit.“

So packend ist der Inhaltskommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen Regierungspartei.

Wie packend muß erst der Roman selber sein, von Norbert Nemeth. Wenn Ihnen der Name dieses Klubdirektors nichts sagt, dieser fällt Ihnen bestimmt sofort ein, wenn Ihnen der Name Küssel dazu erwähnt wird.

Nicht so westernspannend fällt der Inhaltskommentar auf der zweiten Seite aus, dafür aber mit sogenannten prominenten Namen, und diese Website nennt sich nicht irgend etwas mit Unzensuriert, sondern schlicht wie kurz: „fpoe-parlamentsklub.at“ …

„Das ewige Scheitern des aufgezwungenen Glücks […] FPÖ-Klubdirektor als Autor: Der Kampf zwischen Individualität und linken Gesellschaftsutopien in Norbert Nemeths drittem Roman. ‚Er ist wie ein Fels in der Brandung, der genau weiß, was er will – ein Mann, auf den Verlass ist‘, charakterisierte FPÖ-Parteichef HC Strache seinen Freund und Wegfährten, FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth. Das trifft ebenso auf den Autor Norbert Nemeth zu.Verlässlich, was den Erscheinungstermin wie auch den thematischen Inhalt betrifft. Alle zwei Jahre präsentiert er unter dem Pseudonym S. Coell ein neues Werk: Nach ‚Im Schatten des Gracchus‘ (2015) und ‚Die Karlsbadverschwörung‘ (2017) war es diesmal, vorgezogen auf seinen 50. Geburtstag letzte Woche, „Hartmut gegen Ahrimann“. Und auch thematisch bleibt sich Nemeth/Coell treu: Die Bedrohung von Freiheit und Demokratie durch linke Gesellschaftsentwürfe.
Ewiger Kampf Gut gegen Böse
Diese Utopien hatten rund um die französische Revolution Hochkonjunktur, an die 200 kursierten zu der Zeit. Den Utopien zweier prominenter Vertreter, des Ökonomen Pierre-Joseph Proudhons, dessen ‚Eigentum als Diebstahl‘ zum geflügelten Wort bei den Linken wurde, und Etienne Capets mit seiner „Reise nach Ikarien“ stellt der Autor die des katholischen […]für den Sozialismus nichts anderes als die Spielart einer satanischen Ideologie […] ewigen Kampf zwischen Gut und Böse lässt er in seinem Roman einen jungen Burschenschafter ausfechten, der sich in der Nähe des Dresdens der Jahre 1852/53 in eine ikarische Kommune einschleicht.
Gescheiterte linke Experimente
‚Im ersten Buch habe ich geschrieben, warum dieses Menschenbild falsch ist, es dem Frühkommunismus letztendlich nur um die Etablierung einer neuen Religion geht‘, erläuterte Nemeth. In seinem dritten Werk geht er auf die Umsetzung des ‚real existierenden Sozialismus‘ ein, mit dem der Mensch in den Urzustand des Glücks versetzt werden sollte. Dieser scheitert aber auf allen Linien, wie auch seine Umsetzungsversuche im vergangenen Jahrhundert, weil der Mensch eben doch nicht bereit ist, seine Individualität gänzlich aufzugeben – Parallelen zur aktuellen politischen Situation der gutmenschlichen Gesinnungstyrannei sind nicht zu leugnen.“

Die zwei hymnischen Inhaltskommentare von diesen beiden Websites der identitären Regierungspartei kurz zusammengefaßt: Der Klubdirektor, dessen Name Ihnen bei Nennung von Gottfried Küssel gleich bekannter vorkommen wird, ist wahrlich ein Fels der Sachkundigkeit …

Mit dieser Felshaftigkeit an Sachkundigkeit kann es mit Müh‘ und Not sogar sein „Freund“ nur aufnehmen, dessen Name ihnen etwas sagen wird, wenn zu ihm Paul Schmidt dazugesagt …

Erschienen ist dieser Roman Ehre, Freiheit, Vaterland – Ehre und Treue doch im Verlag Zur Zeit. Sind die beiden Freunde Felsen, so ist ihre Verlegerin ein Berg an Sachkundigkeit …

Von Romanen wird ab und an gesagt, dieser und jener sei ein prophetischer Roman. Bei diesem Roman kann aber gesagt werden, der Prophet ist der eine „Freund“, von dem es auch heißt, er probiere sich dann und wann im Schreiben aus. Denn. In seiner Ballrede in der Hofburg im Jahr 18 erneuerte er prophetisch den Schwur auf „Ehre, Freiheit, Vaterland“, und nahm damit vorweg, was „sein Freund“ in später seinem Roman Doch Ehre und Treue

Ob dieser Roman Macht der Finsternis am kommenden Freitag, 25. Jänner 19, ein Jahr nach der 18er Rede des zurzeitigen Vizekanzlers, dessen Name Ihnen leichter bei Mitnennung von Paul Schmidt einfallen wird, eine sogenannte Damenspende oder die sogenannte Ballspende sein wird, in tiefer Verbeugung vor der prophetischen Gabe des Mit-etwas-davor-Kanzler?

NS Der „würdige Rahmen“ für den Auftritt der beiden Freunde zur Vorstellung des Romans Totalität ihrer Werte, war das Palais Epstein. Wo sonst als in einem Prunkbau können sich Männer und Frauen dieser Gesinnung der Armut auch treffen? Erst in einem solchen Rahmen können sie ihren totalen Geist so richtig zum Strahlen bringen, ihn sichtbar als Armband tragen, jedem Menschen den Arm entgegenstrecken zum Herzeigen ihres Geistes …

NNS Weshalb sich der Freund vom Mit-etwas-davor-Kanzler als felssachkundiger Autor Coell nennt? Ist es sein Knicks vor Conny Cöll, der vor allem Westernromane schrieb? „Treu bis in den Tod“, „Der törichte Scheriff“, „Der Gigant“, „Rache für Alamo“, „Hetzjagd ohne Gnade“, „Ohne Gnade“, „Die große Herde“, „Tolle Kerle“, „Der Doppelgänger“, „Die großen Drei“, „Wolfsliebe“, „Teufel in schwarz“, „Zion“ und so weiter und so weiter. Vielleicht, oder auch nicht. „Der Wunderschütze“ Conny Cöll, dessen sogenannter bürgerlicher Name Konrad Kölbl war, weigerte sich, in die NSDAP einzutreten, kann auf einer Website zu seiner Erinnerung gelesen werden. Aber das nur nebenher, weshalb sich der Klubdirektor diesen Namen gibt, wenn er schreibt vor allem … Sein Freund wird es wohl recht genau wissen, weshalb er sich Coell nennt.

Stromlos im Elfenbeinturm

„Die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak betonte, dass die Muster nicht neu seien, nun aber mit der FPÖ als Regierungspartei in der Spitzenpolitik angekommen seien, ohne dass die ÖVP eine klare Haltung einnehme. Sie warnte vor gefährlicher Demagogie und sah sich an nationalsozialistische Rhetorik erinnert. Es sei die Frage, wann in Postings wohl erstmals die Forderung auftauche, nicht mehr in muslimischen Geschäften einzukaufen oder ihnen Parkbänke zu verweigern.“

Ruth Wodak kann das, wie sie in indirekter Rede zitiert wird, nur sagen, weil sie wohl glücklich im Elfenbeinturm lebt, in einem besonderen Elfenbeinturm, nämlich ohne Stromanschluß oder vielleicht auch nur, was das Glück nicht mindert, ohne Internetanschluß.

Derartige „Forderung“ in „Postings“, „nicht mehr in muslimischen Geschäften einzukaufen oder ihnen Parkbänke zu verweigern“, ist doch schon gestern verbrauchter Schnee, längst schon wird Stärkeres zum Schnupfen gebraucht.

Es ist leider schon zu spät, um sich, wie Ruth Wodak, in eine solch glückliche Lebenssituation noch bringen zu können, sich fragen zu können, „wann in Postings wohl erstmals die Forderung auftauche“ … lange schon werden „Postings“ aus Wortkanonen hinausgeschossen, die in ihrer barbarischen Phantasie weit darüber hinaus …

  „Der Kreuzzug kann beginnen!
  Nur ein t..er Moslem ist ein guter Moslem!“

Es könnten hier noch viele weitere Beispiele angeführt werden, auf entsprechende Kapitel verwiesen werden. Aber, wozu? Als Abschreckung? Nein, das funktioniert nicht tatsächlich, oder nicht mehr wirklich, oder schlimmer: mehr und mehr weniger, oder noch schlimmer: die Abschreckung wird bereits als Aufforderung genommen.

„Parkbänke zu verweigern“ … Darüber werden die Kommentatoren und Kommentatorinnen nur noch lachen können, im Anbetracht, was ihnen längst schon vorschwebt: „islamfreie Schulen“, „ein Europa, in dem so gut wie keine Moslems mehr leben“, und das wird nicht irgendwo verbreitet, sondern auf den Plattformen von Parteien, von der eine bereits zu einer Regierungspartei gemachte …

*

„Wodak: In der Wissenschaft wird diskutiert, ob das Bedienen antimuslimischer Reflexe längst den Antisemitismus abgelöst hätte. Doch für Österreich kann man das so nicht behaupten, auch nicht für Ungarn etwa oder Polen. Hierzulande trat FPÖ-Klubchef Johann Gudenus zum Beispiel ausdrücklich für ein christliches Europa ein – was wiederum insinuiert, dass dieses durch andere Religionen bedroht sei.“

„Antimuslimische Reflexe“ lösen nicht den „Antisemitismus“ ab. Sondern. „Antimuslimische Reflexe“ und „Antisemitismus“ ergänzen einander. Es braucht auch gar nicht interpretiert werden, was Johann Gudenus „insinuiert“, wenn er „ausdrücklich für ein christliches Europa“ … denn. Gerade Johann Gudenus ist beispielhaft für diese Ergänzung …

Und beispielhaft für diese Ergänzung von „antimuslimischen Reflexen“ und „Antisemitismus“ ist die Binnenmarktführerin aus dieser seiner Gesinnungsgemeinschaft mit Bundesregierungsbeteiligung in Österreich. Allein der Anstieg auf dieser Plattform seit der Weihnacht 18 von antisemitischen Kommentaren mit hohen Zustimmungsraten bei gleichzeitiger weiterer Bedienung „antimuslimischer Reflexe“ …

„Das Problem sind nicht die Affenmenschen…
..sonder:die Zionisten in der Re-(Gier)- ung unter der Anleitung der ‚Krumnasen‘ mit den ‚Tellern‘ auf dem Kopf.“

Dieser Kommentar von Wotan ist nicht von irgendwann, sondern von diesem 22. Jänner 2019. Und wie stets, sofort erhält ein derartiger Kommentar eine absolute Mehrheit an Zustimmung. Gerade im Fall der Binnenmarktführerin kann die Ergänzung von „antimuslimischen Reflexen“ und „Antisemitismus“ exemplarisch nachverfolgt werden. Darüber hinaus auch das Zusammenspiel der Kommentare der Binnenmarktführerin mit den Kommentaren ihrer Schreibstaffel, also das gegenseitige Ergänzen der Kommentare. Die Kommentare können nur miteinander existieren, die einen Kommentare ohne die anderen Kommentare wären nichts und ohne die stets mehrheitlichen Zustimmungen wären beide Kommentare zusammen auch nichts.

Wie gesagt, das ist nicht der einzige Kommentar. Kontinuierlich werden seit Jahren derartige mit hohen Zustimmungsraten … besonders aber seit der Weihnacht 18 ein rapides Ansteigen, daß schon gesagt werden kann: im Tagestakt …

*

„Stellungnahme von Prof. Ruth Wodak zum Bericht von SOS Mitmensch über antimuslimischen Rassismus, 20.1.2019
Systematische Ausgrenzung und Diffamierung von (ethnischen, religiösen, sprachlichen, sexuellen und anderen) Minderheiten findet sich seit Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder in der österreichischen Politik. Im Gedenkjahr 2018 wurde dementsprechend der schrittweisen Diskriminierung, Diffamierung, Ausgrenzung und Ermordung tausender österreichischer Juden und Jüdinnen, Roma, politischer Oppositioneller wie auch Behinderter erinnert.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 wurden Zuwanderer aus dem ehemaligen Ostblock mit vielen negativen Stereotypen versehen; auch damals wurden Ängste vor jungen rumänischen Männern und kriminellen Polen vom Boulevard und von manchen politischen Parteien und Institutionen geschürt und instrumentalisiert. Die damaligen sprachlichen Muster der Ausgrenzung ähneln in vielem in verblüffender Weise jenen Mustern, die heute gegen Muslime und Musliminnen verwendet werden. So werden zunächst Generalisierungen über eine fälschlich als homogen imaginierte Gruppe von Muslimen getroffen, denen in einem zweiten Schritt ganz allgemein verschiedenste negative Attribute zugeordnet werden. In einem dritten Schritte werden dann Policies vorgeschlagen, um diese Gruppe im Alltag und institutionell zu diskreditieren, letztlich als gesamte Gruppe zu kriminalisieren. Der Bericht von SOS-Mitmensch zeigt diese rezente Entwicklung in vielen Details, genau dokumentiert und analysiert, auf und macht damit eine solche – für eine pluralistische Demokratie höchst gefährliche – Entwicklung sichtbar. Damit wird es möglich, solchen negativen Erscheinungen politisch und erzieherisch-aufklärend entgegenzuwirken.“

Was fällt an dieser Stellungnahme auf?

Die Stellungnahme insinuiert, es wäre im Gedenkjahr 2018 in Österreich allen Opfern im gleichen Ausmaß erinnert worden. Das wäre gut und vor allem wichtig gewesen, aber dem war ganz und gar nicht so.

Der Zweck des Gedenkjahres war generell nicht das Gedenken. Was gebraucht wurde, vor allem von der zurzeitigen Bundesregierung, war der Schein des Erinnerns in diesem Reich des Vergessens. Und es wurde ihr von vielen Seiten gehorsam zugearbeitet, diesen Schein zu erzeugen.

Es gibt Menschen, die Opfer waren und weiter sind, denen auch im Erinnern ein Platz zugewiesen wird, auch vom sogenannten offiziellen Österreich, fern (warum es nicht pathetisch sagen?) vom Licht. Es kann dafür nicht einmal sogenannte böse Absicht unterstellt werden. Das passiert einfach, wie es so schön gesagt wird, unbewußt. Weil tief verwurzelt in der Tradition dieses Landes, gelebt auch von jenen, die bewußt die Tradition dieses Landes nicht leben. Durch uneingestandene Vorbehalte gegen diese Menschen.

„Juden und Jüdinnen“, „Muslime und „Musliminnen“, schreibt Ruth Wodak, aber sie schreibt lediglich „Roma“ … Bei diesen Menschen, gegen die selbstverständlich Ruth Wodak keine Vorbehalte hat, dürfen selbstverständlich die Frauen, die Romnija, sich unausgesprochen angesprochen fühlen, wenn von „Roma“, von den Männern …

Das dürfte für diese Menschen das angemessene Gendern sein, jedenfalls nach der Sprachwissenschaftlerin …

„Die damaligen sprachlichen Muster der Ausgrenzung ähneln in vielem in verblüffender Weise jenen Mustern …“

Verblüffend daran, daß es verblüfft. Von der kaufmännischen Korrespondenz sind die Schimmelbriefe bekannt. Hier kann von Schimmelmustern gesprochen werden, vor Urzeiten aufgesetzt, um diese einmal gegen die einen, dann wieder gegen die anderen, wer immer diese sein mögen, auf jeden Fall aber immer gegen die Anderen fertig einsatzbereit zu haben. Soher können diese gar nicht anders, als einander ähneln.

Schlag nach bei Luther. Das dürfte die Parole jener sein, die diese Schimmelmuster gegen die Anderen einsetzen, und sich dabei als Erzieherinnen verstehen, ihre Rolle als Erzieher selbst preisen, es sich hoch anrechnen, aufklärend auf Erwachsene einzuwirken, die doch als Kinder erzieherisch zu behandeln sind, wobei ihr Erziehungskonzept ihnen ein Umerziehungskonzept ist …





Vergangenheitsimport

Es kann nicht ausbleiben, daß Karoline Edtstadler in das Zentrum ihrer Ausführungen den Import stellt. Am Sonntag in einer Fernsehsendung.

Beim Import kennen sich die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung aus, wie in keinem anderen Bereich. Im Import einzig liegen ihre Kompetenzen. Bei solch recht ausgezeichneten Importfähigkeiten ist die Frage nicht verwerflich, warum sie nicht längst schon die Regierung zum Zwecke der Gründung einer Importfirma verlassen haben.

Auch Karoline Edtstadler hat an diesem Sonntag die ihre letzte Importbefähigungsprüfung mit außerordentlichem Erfolg bestanden. Sie weiß also um die Importe recht Bescheid.

Es geht in dieser Fernsehsendung um „Gewalt gegen Frauen“, um die „Frauenmorde“.

Aber wer wie Karoline Edtstadler eine Importexpertin ist, kann menschgemäß lediglich zu seinem oder ihrem Fachgebiet sprechen, im Fall von Karoline Edtstadler also zum Import. Und wie in einer Prüfung zählt sie brav und fleißig gebüffelt die mannigfachen Importe auf, zu denen ihrem Kreise nach auch der „Antisemitismus“ gehört. Für die Prüfunterlagen zum Nachweis ihrer bestandenen Prüfung: in der Minute zwischen 37 und 38. Vorausschauend wie ihr Importobermeister nun einmal ist, hat er ihr schon vor Ablegung dieser ihrer Importbefähigungsprüfung ein Geschenk gemacht, und sie also zu einer Spitzenkandidatin für die EU-Wahl in diesem Jahr …

Es ist aber ein recht spezieller Unterbereich des Imports, in dem die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung in Österreich Kompetenzen aufweisen, wie niemand sonst noch in diesem Land, vielleicht noch ein Herr Rechtsanwalt oder ein Herr „Spezial-Jurist“ für Frauenangelegenheiten …

Es geht hierbei nicht um den Import von einem Land in ein anderes Land, wie dieser allgemein verstanden wird, sondern um den Import von der Vergangenheit in die Gegenwart. Und dieser Vergangenheitsimporthandel hat seinen Umschlagplatz ausschließlich auf dem österreichischen Binnenmarkt, wie bereits in mehreren Kapiteln ausgeführt.

Es ist wahrscheinlich gar nicht notwendig, daß die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung eine eigene Vergangenheitsimportbinnenmarktfirma gründen. Bei den mannigfachen Verbindungen zur Binnenmarktführerin kann diese wohl kaum abgeneigt sein, die Damen und Herren der Bundesregierung an ihrer Unternehmung zu beteiligen und zu beschäftigen, ihnen einen angenehmen und risikolosen Ausstieg aus der Bundesregierung anzubieten.

Und das müßte für die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung ein sofort annehmbares Angebot sein.

Bei diesen Wachstumsraten der Zustimmung für ihre Kommentare, die diese Binnenmarktführerin vorweisen kann, wie beispielsweise auch bei diesem recht besonderen Kommentar vom Tag 18 bis zum Tag 21 dieses Monats: mehr als eine Verdoppelung der Werter und Werterinnen allein dieses Kommentars des Vergangenheitsimports in den österreichischen Binnenmarkt der Marke Antisemitismus …

Übrigens. Der Vergangenheitsimportkommentar von Peter789 ist geschrieben zu einem Kommentar der Binnenmarktführerin, in dem es u.a. auch um „Objekt 21“ geht. Aber das ist eine, nein, keine andere Geschichte …

Geschrieben ebenfalls in diesem Wintermontag 19 am Tag 18 von Unzensurix, also von höchster Stelle der Binnenmarktführerin, wie nicht unberechtigterweise ein weiteres Mal angenommen werden darf … wer kennt die Namen, ach Namen: doch nur Schall und Rauch im Vergangenheitsgesinnungsimporthandel…

Nur eine Unschlüssigkeit bleibt, soll der Merksatz den Titel „Österreich, im 21. Jahrhundert“ oder „Österreich, Objekt 21“ …

PS Zu dieser Fernsehsendung selbst ist doch auch etwas anzumerken.

Der Sendungstitel „Gewalt gegen Frauen“ ist zu kurz und also zu ungenau.

Es will nicht unterstellt werden, daß mit einem solchen Titel alle Frauen in Österreich dazu motiviert werden sollen, nicht mehr alleine das Haus zu verlassen, sondern nur noch in Begleitung „ihrer“ Männer. Schon gibt es wieder von verschiedenen Medien Straßenbefragungen, in diesem Wintermonat 19, in denen Frauen sich dahingehend äußern, am Abend, in der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen.

Dabei. Wo immer Frauen sich aufhalten: Zuhause oder auf der Straße, überall warten auf sie bloß „ihre“ Beziehungsmänner; sie kommen doch stets nur von der Kälte in die Kälte.

Derart Verkürztes wie Ungenaues sollte den Damen und Herren des Vergangenheitsimports überlassen werden.

Der Sendungstitel hätte zumindest lauten müssen:

Beziehungsgewalt gegen Frauen von Männern

Auch der erklärende Sendungsinhaltstext hätte genauer ausfallen müssen, also nicht nur allgemein von Frauenmorden geschrieben werden dürfen, sondern vielleicht in der Art:

Vier Beziehungsmorde an Frauen zu Jahresbeginn innerhalb einer Woche schockieren die Öffentlichkeit. Die Zahl der von Männern ermordeten Frauen, die mit ihnen in einer Beziehung standen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie auch insgesamt die Akte männlicher Gewalt im Beziehungsumfeld der Frauen. Was muss passieren, um Frauen in Familien besser zu schützen? Darüber diskutieren Karoline Edtstadler, Gabriele Heinisch-Hosek, Karin Pfolz, Alexander Haydn und Andrea Brem.

Genaugenommen hätte sowohl der Sendungstitel als auch die Sendunginhaltsangabe gänzlich anders lauten müssen:

Was ist seit den 1970er Jahren in Österreich nicht geschehen, um Beziehungsfrauenmorde durch Männer, um männliche Beziehungsgewalt gegen Frauen …

Das muß hier nicht noch einmal ausgeführt werden, was seit Jahrzehnten in Österreich im Argen liegt. Im Kapitel

Willst du deines Lebens dir sicher sein, fliehe rasch
aus Deiner Familie in die Welt hinein.

ist einiges angeführt, auch statistische Stichproben, auch Diskussionsanregungen, vorgebracht vor vier Jahrzehnten, auch im österreichischen Parlament …

PPS Inzwischen gibt es einen fünften Mord in diesem Wintermonat 19. Wieder von einem Mann. Wieder tötet ein Mann eine Frau. Wieder ein Mord von einem Ehemann. Wieder ein Beziehungsfrauenmord. Wieder ein Mord von einem männlichen Oberhaupt aus dem trauten Kreise der hochheiligen Familie. Vier von fünf von Männern verübten Beziehungsfrauenmorden in diesem Traditionswinter 19 in Niederösterreich. In Niederösterreich: Fritzl-Přiklopil-Land … aber „Patriachales“ gibt es laut Karoline Edtstadler (und wessen Expertise kann schließlich profunder sein als die von einer Vergangenheitsimporteurin) in diesem Land …

Kürzlich in einem Gasthaus: Wie ein Journalist in eine Diskussion über die Mindestsicherung in Österreich sich einmischt und dabei auf den Bundeskanzler verweist

Am späten Nachmittag dieses Sonntags in einem Gasthaus geht es am Nebentisch hoch her. Eine laute Diskussion über die „Mindestsicherung“. Unüberhörbar. Es geht um die Regelung, wie sie nun die Bundesregierung in Österreich plant.

Einer: Ob dem dritten Kind soll’s nur noch 43 Euro und a poar Groschn no geben. Des is doch nit gerecht.

Zweiter: Des poaßt scho so, is a gonz recht so. Schau, du kriagst jo a nit mehr Lohn, nua weil mehr Kinda host.

Einer: Depp!

Zweiter: Kriagst du mehr Lohn, weil du Kinda host? Na, kriagst nit. Is gonz wurscht, wie viele du host, da Lohn bleibt imma da gleiche.

Einer: Du bist so a Trottel!

Zweiter: Warum bin i da Trottel? Des stimmt jo, daß du nit mehr Lohn kriagst, nua weil du Kinda host. Du bist da Trottel. Stimmt des oder stimmt des? Kan Groschn kriagst mehr wegen deina Kinda? Stimmt des? Stimmts?

Einer: Jo, des stimmt. Oba a Trottel bist trotzdem.

Zweiter: I waß scho, warum i für di da Trottel bin. Weil i für die jetzige Regierung bin und da Kanzla a klasser Bursch‘ und du holt a stura Sozi, der gegen olles is, wos die jetzige tuat.

Einer: Na! Wirkli nit! Oba du koannst des nit vergleichn. A Firma und an Stoat. Des is anfoach a trotteliger Vergleich. I bin jo bei ana Firma ongstöllt und nit mei gonze Familie und schon gor nit meine Kinda. Da Chef zoahlt mi jo fir mei Orbeit und nit weil i Kinda hoab.

Dritter: Verzeihung, wenn ich mich einmische. Aber das stimmt schon, was Sie sagen, daß Sie nicht mehr Gehalt bekommen, nur weil Sie Kinder haben. Sie sind damit ganz auf einer Linie mit unserem Bundeskanzler, der genau dasselbe auch sagt.

Zweiter (triumphierend): Siehgst. Gö, jetz schaust wi a Ochs. Siehgstas! Wer is jetzan da Depp? Unsa Kanzla soagt desselbe wie i. Hearst des, da Kanzla red‘ wie i a!

Dritter: Und das ist eine vollkommen schlüssige Argumentation auf höchstem Niveau des Herrn Bundeskanzler. Ein Staat kann ja nicht päpstlicher als der Papst sein. In diesem Fall heißt das: Ein Staat kann nicht firmlicher als eine Firma sein. Anstatt den Bundeskanzler zu loben für seine soziale und christliche Einstellung, wird er ungerechterweise auf das Schäbigste kritisiert. Und ist das von ihm nicht höchst staatsmännisch gedacht, durch und durch christlich und sozial. Im Gegensatz zu den Firmen zahlt er nicht nur dem Mann was, sondern auch für die Frau und die Kinder. Da können sich die Firmen was vom Bundeskanzler, unserem ersten Staatsmann seit Urzeiten abschauen und auch neue Gehaltstabellen erstellen. Wer Frau und Kinder hat, kriegt mehr Lohn. Wer keine Frau und keine Kinder hat, der hingegen hat mit Lohnkürzungen bei gleicher Arbeit — —

Was für einen Verlauf das Gespräch am Nebentisch dann nahm, davon kann leider nicht mehr berichtet werden. Denn. Abgelenkt durch das Bezahlen der Zeche. Es war schon beim Aufbruch. Beim Queren der Wirtsstube konnte gerade noch aufgeschnappt werden, daß der an den Nebentisch herangetretene und sich in die Diskussion einmischende Herr sich vorstellte, sich bemüßigt fühlte, sich vorzustellen, da alle Damen und Herren am Nebentisch verstummt waren, auch die zwei Männer, die die Diskussion fast alleine führten, während alle anderen am Nebentisch mehr oder weniger nur zuhörten, auf seine Aufklärung hin, dieser Vergleich sei nicht irgend ein Vergleich, sondern einer von der höchsten Staatsspitze, so deutlich war das, nun schon fast beim Ausgang und also bereits in einiger Entfernung zu diesem Tisch, nicht mehr zu verstehen, und aus den paar mehr oder weniger deutlich noch zu verstehenden Wörtern, scheint es sich bei diesem Mann, den es wohl aus Ortsunkundigkeit in dieses Wirtshaus verschlagen hat, also in ein Wirtshaus, in das er in seinem Heimatort nicht gehen würde, um einen Journalisten aus Ried zu handeln, der für eine Zeitung schreibt, die Rolder Nachrichten heißen dürfte.