Vorgestriger Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei mit der Schlagzeile „Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter“ …
Ein Kommentar, nicht zu kommentieren. Worum es dabei geht, ist offensichtlich. Das muß auch nicht ausgeführt werden. Es reicht dafür aus, den Kommentar zu diesem Kommentar zu zitieren, geschrieben von einer Person, die vorvorvorvorgestrig in der Hofburg zum Tanz war, einer Verbindung angehört:
„genau so muss man das sehen, wien ist ein habsburgischer appendix den man eigentlich ohne das gesamte zu schaedigen entfernen kann. nicht dass ich etwas gegen die habsburger habe im gegenteil aber in der derzeitigen aufstellung ist wien eher ein krebsgeschwuer.“
„Wien entfernen kann.“ Gegen Wien geht es. Und dafür werden auch skrupellos Mordopfer instrumentalisiert, mißbraucht.
Gegen Wien geht es. Das heißt: es geht gegen die Großstadt. Das Land, die Provinz, gegen die Großstadt. Es will gar nicht gewußt werden, wie viele der Anbeter der Provinz, wie viele der Anbeterinnen der Scholle gegen die Großstadt in der Großstadt, also in Wien, leben.
Das ist verantwortungslos. Und zugleich vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Das ist aber kein Vorwurf gegen die FPÖ unzensuriert allein. Es ist generell eine öffentliche und mediale Hysterie, die in Österreich ausgebrochen ist, geschuldet wohl der tiefsitzenden Ablehnung des sogenannten Fremden.
Statt darauf zu verweisen, in welch einer glücklichen Lage sich Österreich befindet, was für eine glückliche Entwicklung Österreich genommen hat, um einen Zeitraum beispielhaft herauszunehmen, in den letzten vierundvierzig Jahren, was die Tötungsdelikte anbelangt, wird gekreischt und mit allen Fingern gefuchtelt gegen die, nein, nicht gegen die vorwiegend männlichen Täter und wenigen weiblichen Täterinnen, sondern gegen das Fremde …
Mit dem Verweis auf die Statistik will lediglich festgehalten werden, es gibt keinen Anlaß für Hysterie, aber sehr viel Grund, gelassen und besonnen zu agieren, verantwortungsvoll Schritte zu setzen, die diese erfreuliche Entwicklung, die es in den letzten Jahrzehnten in Österreich gab, nicht zum Stoppen bringt.
Mit Unverständnis reagiert zur Zeit die identitäre Regierungspartei in Österreich auf die berechtigte Kritik an dem zurzeitigen Innenminister, mit gespielter Unwissenheit weist sie jedwede Kritik an ihm zurück, von der Parteispitze abwärts, die zum Teil zur Zeit auch Spitze des Staates ist, stellt sich diese Gesinnungskameraderie hinter ihren Innenminister.
Jedoch die Aussage des Innenministers ist, auch wenn er und seine Kameraderie sie in deutscher Sprache vorbringt, zuerst einmal zu übersetzen. „Das Recht hat der Politik zu folgen“ ist identitär gesinnungswörtlich zu übersetzen: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen.
Es ist nur gesinnungsfolgerichtig, daß die zensurierte Website der identitären Regierungspartei augenblicklich den Marschbefehl (ob diesen sich selbst gegeben oder erhalten, ist dabei ohne Belang) ausführt und für den Innenminister stürmt, als könnte er dafür je verteidigt werden, am 26. Jänner 2019: „Chronologie einer linken Hetze mit Unterstützung des Bundespräsidenten“.
Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Sollte Ihnen das zu abstrakt zu sein, eine handfestere Übersetzung der Aussage vom Innenminister gibt es von zungl888:
„so ist es 75.1% für eine rechts gehaltene regierung und dann fahr ma euer gnaden.“
Und die Antwort von zungl888 auf die Warnung, dann könnte es „Bürgerkrieg“ geben:
„die paar armseligen antifa typen sollte man doch markieren und ruhigstellen koennen.“
Wie zungl888 Gesinnungsrecht zu exekutieren sich vorstellt, nun, nicht mit Gesetzesbüchern in der Hand, sondern mit „9 mm para“ … aber legitimiert penibel und pedantisch Gesinnungsgesetzesbüchern dabei folgend —
Ob zungl888 bereits alle „17 neuwertigen 9 mm para“ schon verschenkt hat, eine wenigstens für sich selber behalten hat, wird nicht gewußt. Vielleicht trug zungl888 eine recht nah am Herzen unterm Frack zum vorgestrigen Ballbesuch in der Hofburg, dabei recht ergriffen
Wenn nun Karoline Edtstadler ihre Aufgaben, für die sie vom Staat angestellt ist, vernachlässigen wird, zur Gänze nicht mehr erfüllen wird, um etwas Größerem zu dienen, dann verdient sie dafür den größten Respekt, und nichts kann größer sein, als sich in die Wahlschlacht zu werfen, gegen den Kulturimport Sturm zu laufen.
Bescheiden wie sie sind, die Damen und Herren des Hofburgballs, verschweigen sie in christlicher Demut ihre hervorstechendste Eigenschaft: Großzügigkeit.
„wenn wir als angehoerige einer verbindung zu einem ball gehen ist der staat in gefahr.“
Und was hat ein „Angehöriger einer Verbindung“, der zu einem Ball geht, wobei es sich bei diesem Bekenntnis am 25. Jänner 2019 nur um ein Bekenntnis zum Akademikerball handeln kann, großzügig zu vergeben? In einem Kommentar schreibt er selbst:
„ich hätte 17 neuwertige geschenke 9 mm para zu vergeben“
Der großzügige Ballbesucher will aber nicht sein letztes Hemd verschenken, er ist noch großzügiger, christlicher als christlich, seine Waffen will er verschenken, und darüber hinaus ist er auch ein engagiert idealistischer Mann: er ruft immer wieder auf, zu spenden.
Ob Bushman an diesem 25. Jänner 2019 auch den Ball in der Hofburg besucht, ob der Buschmann auch ein Angehöriger einer Verbindung ist, kann nicht beantwortet werden, Bushman hat sich dahingehend nicht geäußert. Er, da er sich selbst Buschmann nennt, darf als Mann angesprochen werden, muß aber auch nicht selbst auf den Ball gehen. Denn. Ist doch sein Geist ohnehin auf dem Ball staatsspitzenmäßig recht vertreten. Am 25. Jänner 2019 schreibt der Vizekanzler der Republik Österreich in seinem Kommentar, nein, nicht der Vizekanzler, sondern Bushman:
„Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus. Ignazio Silone“
„Ja, es war auch ein Burschenschafter wie Franz Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Österreich ausgerufen hat.“
Diesem Ruf folgt der zweite Streich, Staats- feiertag für die Ausrufung von „Deutschösterreich“.
Vorgeschickt für diesen Streich wird Friedrich Rödler, der einen gesinnungsgemäß entsprechenden Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei im Jänner des zweiten Regierungswinters verfaßt.
„Die durch das ‚Karfreitags-Urteil‘ des EuGH absehbare Diskussion über Anzahl und Berechtigung der gesetzlichen kirchlichen und staatlichen Feiertage in Österreich sollte zum Anlass genommen werden, ernsthaft und sachlich über einen Tag der Republik auch in Österreich nachzudenken, und das historische Faktum der auf Antrag des Staatsrates und auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der provisorischen Nationalversammlung erfolgten Proklamation unserer Republik am 12. November 1918 durch deren damaligen Präsidenten Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen.“
Er forderte jene auf, die Antisemiten seien, aufzustehen und, nun, wie seine Forderung befolgt wurde, davon erzählt das Kapitel Ehre, Freiheit, Vaterland …
„Der jüngst erschienene Roman ‚Hartmut gegen Ahrimann‘ führt uns in die Zeit nach der 1848er Revolution in den deutschen Landen. Autor S. Coell – im bürgerlichen Leben Norbert Nemeth, Direktor des Freiheitlichen Parlamentsklubs […] Im Rahmen einer würdigen Feier […] Lässt Coell in „Im Schatten des Cracchus“ den jakobinisch-sozialistischen Weltenplan und eine dahinterstehende Geheimgesellschaft ihr unheilvolles Treiben beginnen […] treffen die beiden Gruppen aufeinander. Und das mit voller Wucht und Totalität ihrer Werte und daraus abzuleitenden Vorgangsweisen. […] Mit feiner Klinge schildert der sachkundige Autor […]Linke Provokateure gegen deutsche Waffenstudenten […] Was in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart immer wieder passiert, nimmt […] 19.Jahrhunderts seinen exemplarischen Ausgang: das heimtückisch geplante und ausgeführte feige Komplott und die kriminelle Zusammenrottung linker Provokateure gegen das deutsche Waffenstudententum und damit insgesamt gegen die Vertreter der ewig gültigen Prinzipien Ehre, Freiheit, Vaterland. Prinzipen, die über den Lebensbund hinaus zu Leitlinien eines ehrlichen und echten Eintretens für ein Gemeinwesen, wie einen Staat und eine Nation geeignet sind. […] Im Zuge eines Presseprozesses [..] provoziert durch den linken Anwalt Dr. Ahrimann (persisch: arger Geist, Macht der Finsternis) zum Anlass einer Ehrenbeleidigung durch Dr. Hartmut (althochdeutsch: der Mutige, fest Entschlossene) […] auf die Suche nach dem dunklen Vorleben von Dr. Ahrimann. Er findet sie in der Wiege des Kommunismus, einer autoritär geführten Kommune mit Namen […] Die Prinzipien Ehre und Treue haben doch gesiegt […] Pistolenduell […] treten erneut dunkle Mächte auf den Plan. Durch eine feige Brandstiftung mit Todesfolgen werden die Beweise vernichtet und letztendlich fällt Zweyers Alter Herr Dr. Hartmann durch einen Pistolenschuss Dr. Ahrimanns. Zweyer reagiert aufgewühlt durch die Vorgänge rund um das Komplott des Dr. Ahrimann und streckt diesen seinerseits mit einem Schuss nieder. Zum letzten Mal ist Zweyer ein ehrenhaftes Verhalten möglich […] darauf angemessen und manifestieren, dass Ehre und Treue doch gesiegt haben […] im Verlag Zur Zeit.“
So packend ist der Inhaltskommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen Regierungspartei.
Nicht so westernspannend fällt der Inhaltskommentar auf der zweiten Seite aus, dafür aber mit sogenannten prominenten Namen, und diese Website nennt sich nicht irgend etwas mit Unzensuriert, sondern schlicht wie kurz: „fpoe-parlamentsklub.at“ …
„Das ewige Scheitern des aufgezwungenen Glücks […] FPÖ-Klubdirektor als Autor: Der Kampf zwischen Individualität und linken Gesellschaftsutopien in Norbert Nemeths drittem Roman. ‚Er ist wie ein Fels in der Brandung, der genau weiß, was er will – ein Mann, auf den Verlass ist‘, charakterisierte FPÖ-Parteichef HC Strache seinen Freund und Wegfährten, FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth. Das trifft ebenso auf den Autor Norbert Nemeth zu.Verlässlich, was den Erscheinungstermin wie auch den thematischen Inhalt betrifft. Alle zwei Jahre präsentiert er unter dem Pseudonym S. Coell ein neues Werk: Nach ‚Im Schatten des Gracchus‘ (2015) und ‚Die Karlsbadverschwörung‘ (2017) war es diesmal, vorgezogen auf seinen 50. Geburtstag letzte Woche, „Hartmut gegen Ahrimann“. Und auch thematisch bleibt sich Nemeth/Coell treu: Die Bedrohung von Freiheit und Demokratie durch linke Gesellschaftsentwürfe. Ewiger Kampf Gut gegen Böse Diese Utopien hatten rund um die französische Revolution Hochkonjunktur, an die 200 kursierten zu der Zeit. Den Utopien zweier prominenter Vertreter, des Ökonomen Pierre-Joseph Proudhons, dessen ‚Eigentum als Diebstahl‘ zum geflügelten Wort bei den Linken wurde, und Etienne Capets mit seiner „Reise nach Ikarien“ stellt der Autor die des katholischen […]für den Sozialismus nichts anderes als die Spielart einer satanischen Ideologie […] ewigen Kampf zwischen Gut und Böse lässt er in seinem Roman einen jungen Burschenschafter ausfechten, der sich in der Nähe des Dresdens der Jahre 1852/53 in eine ikarische Kommune einschleicht. Gescheiterte linke Experimente ‚Im ersten Buch habe ich geschrieben, warum dieses Menschenbild falsch ist, es dem Frühkommunismus letztendlich nur um die Etablierung einer neuen Religion geht‘, erläuterte Nemeth. In seinem dritten Werk geht er auf die Umsetzung des ‚real existierenden Sozialismus‘ ein, mit dem der Mensch in den Urzustand des Glücks versetzt werden sollte. Dieser scheitert aber auf allen Linien, wie auch seine Umsetzungsversuche im vergangenen Jahrhundert, weil der Mensch eben doch nicht bereit ist, seine Individualität gänzlich aufzugeben – Parallelen zur aktuellen politischen Situation der gutmenschlichen Gesinnungstyrannei sind nicht zu leugnen.“
NNS Weshalb sich der Freund vom Mit-etwas-davor-Kanzler als felssachkundiger Autor Coell nennt? Ist es sein Knicks vor Conny Cöll, der vor allem Westernromane schrieb? „Treu bis in den Tod“, „Der törichte Scheriff“, „Der Gigant“, „Rache für Alamo“, „Hetzjagd ohne Gnade“, „Ohne Gnade“, „Die große Herde“, „Tolle Kerle“, „Der Doppelgänger“, „Die großen Drei“, „Wolfsliebe“, „Teufel in schwarz“, „Zion“ und so weiter und so weiter. Vielleicht, oder auch nicht. „Der Wunderschütze“ Conny Cöll, dessen sogenannter bürgerlicher Name Konrad Kölbl war, weigerte sich, in die NSDAP einzutreten, kann auf einer Website zu seiner Erinnerung gelesen werden. Aber das nur nebenher, weshalb sich der Klubdirektor diesen Namen gibt, wenn er schreibt vor allem … Sein Freund wird es wohl recht genau wissen, weshalb er sich Coell nennt.
„Die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak betonte, dass die Muster nicht neu seien, nun aber mit der FPÖ als Regierungspartei in der Spitzenpolitik angekommen seien, ohne dass die ÖVP eine klare Haltung einnehme. Sie warnte vor gefährlicher Demagogie und sah sich an nationalsozialistische Rhetorik erinnert. Es sei die Frage, wann in Postings wohl erstmals die Forderung auftauche, nicht mehr in muslimischen Geschäften einzukaufen oder ihnen Parkbänke zu verweigern.“
Ruth Wodak kann das, wie sie in indirekter Rede zitiert wird, nur sagen, weil sie wohl glücklich im Elfenbeinturm lebt, in einem besonderen Elfenbeinturm, nämlich ohne Stromanschluß oder vielleicht auch nur, was das Glück nicht mindert, ohne Internetanschluß.
Derartige „Forderung“ in „Postings“, „nicht mehr in muslimischen Geschäften einzukaufen oder ihnen Parkbänke zu verweigern“, ist doch schon gestern verbrauchter Schnee, längst schon wird Stärkeres zum Schnupfen gebraucht.
„Wodak: In der Wissenschaft wird diskutiert, ob das Bedienen antimuslimischer Reflexe längst den Antisemitismus abgelöst hätte. Doch für Österreich kann man das so nicht behaupten, auch nicht für Ungarn etwa oder Polen. Hierzulande trat FPÖ-Klubchef Johann Gudenus zum Beispiel ausdrücklich für ein christliches Europa ein – was wiederum insinuiert, dass dieses durch andere Religionen bedroht sei.“
„Das Problem sind nicht die Affenmenschen… ..sonder:die Zionisten in der Re-(Gier)- ung unter der Anleitung der ‚Krumnasen‘ mit den ‚Tellern‘ auf dem Kopf.“
„Stellungnahme von Prof. Ruth Wodak zum Bericht von SOS Mitmensch über antimuslimischen Rassismus, 20.1.2019 Systematische Ausgrenzung und Diffamierung von (ethnischen, religiösen, sprachlichen, sexuellen und anderen) Minderheiten findet sich seit Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder in der österreichischen Politik. Im Gedenkjahr 2018 wurde dementsprechend der schrittweisen Diskriminierung, Diffamierung, Ausgrenzung und Ermordung tausender österreichischer Juden und Jüdinnen, Roma, politischer Oppositioneller wie auch Behinderter erinnert. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 wurden Zuwanderer aus dem ehemaligen Ostblock mit vielen negativen Stereotypen versehen; auch damals wurden Ängste vor jungen rumänischen Männern und kriminellen Polen vom Boulevard und von manchen politischen Parteien und Institutionen geschürt und instrumentalisiert. Die damaligen sprachlichen Muster der Ausgrenzung ähneln in vielem in verblüffender Weise jenen Mustern, die heute gegen Muslime und Musliminnen verwendet werden. So werden zunächst Generalisierungen über eine fälschlich als homogen imaginierte Gruppe von Muslimen getroffen, denen in einem zweiten Schritt ganz allgemein verschiedenste negative Attribute zugeordnet werden. In einem dritten Schritte werden dann Policies vorgeschlagen, um diese Gruppe im Alltag und institutionell zu diskreditieren, letztlich als gesamte Gruppe zu kriminalisieren. Der Bericht von SOS-Mitmensch zeigt diese rezente Entwicklung in vielen Details, genau dokumentiert und analysiert, auf und macht damit eine solche – für eine pluralistische Demokratie höchst gefährliche – Entwicklung sichtbar. Damit wird es möglich, solchen negativen Erscheinungen politisch und erzieherisch-aufklärend entgegenzuwirken.“
Das dürfte für diese Menschen das angemessene Gendern sein, jedenfalls nach der Sprachwissenschaftlerin …
„Die damaligen sprachlichen Muster der Ausgrenzung ähneln in vielem in verblüffender Weise jenen Mustern …“
Verblüffend daran, daß es verblüfft. Von der kaufmännischen Korrespondenz sind die Schimmelbriefe bekannt. Hier kann von Schimmelmustern gesprochen werden, vor Urzeiten aufgesetzt, um diese einmal gegen die einen, dann wieder gegen die anderen, wer immer diese sein mögen, auf jeden Fall aber immer gegen die Anderen fertig einsatzbereit zu haben. Soher können diese gar nicht anders, als einander ähneln.
Schlag nach bei Luther. Das dürfte die Parole jener sein, die diese Schimmelmuster gegen die Anderen einsetzen, und sich dabei als Erzieherinnen verstehen, ihre Rolle als Erzieher selbst preisen, es sich hoch anrechnen, aufklärend auf Erwachsene einzuwirken, die doch als Kinder erzieherisch zu behandeln sind, wobei ihr Erziehungskonzept ihnen ein Umerziehungskonzept ist …
Es kann nicht ausbleiben, daß Karoline Edtstadler in das Zentrum ihrer Ausführungen den Import stellt. Am Sonntag in einer Fernsehsendung.
Beim Import kennen sich die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung aus, wie in keinem anderen Bereich. Im Import einzig liegen ihre Kompetenzen. Bei solch recht ausgezeichneten Importfähigkeiten ist die Frage nicht verwerflich, warum sie nicht längst schon die Regierung zum Zwecke der Gründung einer Importfirma verlassen haben.
Auch Karoline Edtstadler hat an diesem Sonntag die ihre letzte Importbefähigungsprüfung mit außerordentlichem Erfolg bestanden. Sie weiß also um die Importe recht Bescheid.
Es geht in dieser Fernsehsendung um „Gewalt gegen Frauen“, um die „Frauenmorde“.
Es ist aber ein recht spezieller Unterbereich des Imports, in dem die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung in Österreich Kompetenzen aufweisen, wie niemand sonst noch in diesem Land, vielleicht noch ein Herr Rechtsanwalt oder ein Herr „Spezial-Jurist“ für Frauenangelegenheiten …
Nur eine Unschlüssigkeit bleibt, soll der Merksatz den Titel „Österreich, im 21. Jahrhundert“ oder „Österreich, Objekt 21“ …
PS Zu dieser Fernsehsendung selbst ist doch auch etwas anzumerken.
Der Sendungstitel „Gewalt gegen Frauen“ ist zu kurz und also zu ungenau.
Es will nicht unterstellt werden, daß mit einem solchen Titel alle Frauen in Österreich dazu motiviert werden sollen, nicht mehr alleine das Haus zu verlassen, sondern nur noch in Begleitung „ihrer“ Männer. Schon gibt es wieder von verschiedenen Medien Straßenbefragungen, in diesem Wintermonat 19, in denen Frauen sich dahingehend äußern, am Abend, in der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen.
Derart Verkürztes wie Ungenaues sollte den Damen und Herren des Vergangenheitsimports überlassen werden.
Der Sendungstitel hätte zumindest lauten müssen:
Beziehungsgewalt gegen Frauen von Männern
Auch der erklärende Sendungsinhaltstext hätte genauer ausfallen müssen, also nicht nur allgemein von Frauenmorden geschrieben werden dürfen, sondern vielleicht in der Art:
Vier Beziehungsmorde an Frauen zu Jahresbeginn innerhalb einer Woche schockieren die Öffentlichkeit. Die Zahl der von Männern ermordeten Frauen, die mit ihnen in einer Beziehung standen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie auch insgesamt die Akte männlicher Gewalt im Beziehungsumfeld der Frauen. Was muss passieren, um Frauen in Familien besser zu schützen? Darüber diskutieren Karoline Edtstadler, Gabriele Heinisch-Hosek, Karin Pfolz, Alexander Haydn und Andrea Brem.
Genaugenommen hätte sowohl der Sendungstitel als auch die Sendunginhaltsangabe gänzlich anders lauten müssen:
Was ist seit den 1970er Jahren in Österreich nicht geschehen, um Beziehungsfrauenmorde durch Männer, um männliche Beziehungsgewalt gegen Frauen …
Das muß hier nicht noch einmal ausgeführt werden, was seit Jahrzehnten in Österreich im Argen liegt. Im Kapitel
ist einiges angeführt, auch statistische Stichproben, auch Diskussionsanregungen, vorgebracht vor vier Jahrzehnten, auch im österreichischen Parlament …
Einer: Ob dem dritten Kind soll’s nur noch 43 Euro und a poar Groschn no geben. Des is doch nit gerecht.
Zweiter: Des poaßt scho so, is a gonz recht so. Schau, du kriagst jo a nit mehr Lohn, nua weil mehr Kinda host.
Einer: Depp!
Zweiter: Kriagst du mehr Lohn, weil du Kinda host? Na, kriagst nit. Is gonz wurscht, wie viele du host, da Lohn bleibt imma da gleiche.
Einer: Du bist so a Trottel!
Zweiter: Warum bin i da Trottel? Des stimmt jo, daß du nit mehr Lohn kriagst, nua weil du Kinda host. Du bist da Trottel. Stimmt des oder stimmt des? Kan Groschn kriagst mehr wegen deina Kinda? Stimmt des? Stimmts?
Einer: Jo, des stimmt. Oba a Trottel bist trotzdem.
Zweiter: I waß scho, warum i für di da Trottel bin. Weil i für die jetzige Regierung bin und da Kanzla a klasser Bursch‘ und du holt a stura Sozi, der gegen olles is, wos die jetzige tuat.
Einer: Na! Wirkli nit! Oba du koannst des nit vergleichn. A Firma und an Stoat. Des is anfoach a trotteliger Vergleich. I bin jo bei ana Firma ongstöllt und nit mei gonze Familie und schon gor nit meine Kinda. Da Chef zoahlt mi jo fir mei Orbeit und nit weil i Kinda hoab.
Dritter: Verzeihung, wenn ich mich einmische. Aber das stimmt schon, was Sie sagen, daß Sie nicht mehr Gehalt bekommen, nur weil Sie Kinder haben. Sie sind damit ganz auf einer Linie mit unserem Bundeskanzler, der genau dasselbe auch sagt.
Zweiter (triumphierend): Siehgst. Gö, jetz schaust wi a Ochs. Siehgstas! Wer is jetzan da Depp? Unsa Kanzla soagt desselbe wie i. Hearst des, da Kanzla red‘ wie i a!
Dritter: Und das ist eine vollkommen schlüssige Argumentation auf höchstem Niveau des Herrn Bundeskanzler. Ein Staat kann ja nicht päpstlicher als der Papst sein. In diesem Fall heißt das: Ein Staat kann nicht firmlicher als eine Firma sein. Anstatt den Bundeskanzler zu loben für seine soziale und christliche Einstellung, wird er ungerechterweise auf das Schäbigste kritisiert. Und ist das von ihm nicht höchst staatsmännisch gedacht, durch und durch christlich und sozial. Im Gegensatz zu den Firmen zahlt er nicht nur dem Mann was, sondern auch für die Frau und die Kinder. Da können sich die Firmen was vom Bundeskanzler, unserem ersten Staatsmann seit Urzeiten abschauen und auch neue Gehaltstabellen erstellen. Wer Frau und Kinder hat, kriegt mehr Lohn. Wer keine Frau und keine Kinder hat, der hingegen hat mit Lohnkürzungen bei gleicher Arbeit — —
Was für einen Verlauf das Gespräch am Nebentisch dann nahm, davon kann leider nicht mehr berichtet werden. Denn. Abgelenkt durch das Bezahlen der Zeche. Es war schon beim Aufbruch. Beim Queren der Wirtsstube konnte gerade noch aufgeschnappt werden, daß der an den Nebentisch herangetretene und sich in die Diskussion einmischende Herr sich vorstellte, sich bemüßigt fühlte, sich vorzustellen, da alle Damen und Herren am Nebentisch verstummt waren, auch die zwei Männer, die die Diskussion fast alleine führten, während alle anderen am Nebentisch mehr oder weniger nur zuhörten, auf seine Aufklärung hin, dieser Vergleich sei nicht irgend ein Vergleich, sondern einer von der höchsten Staatsspitze, so deutlich war das, nun schon fast beim Ausgang und also bereits in einiger Entfernung zu diesem Tisch, nicht mehr zu verstehen, und aus den paar mehr oder weniger deutlich noch zu verstehenden Wörtern, scheint es sich bei diesem Mann, den es wohl aus Ortsunkundigkeit in dieses Wirtshaus verschlagen hat, also in ein Wirtshaus, in das er in seinem Heimatort nicht gehen würde, um einen Journalisten aus Ried zu handeln, der für eine Zeitung schreibt, die Rolder Nachrichten heißen dürfte.
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