FPÖ-NR Wendelin Mölzer läßt I. Nagel über „Vernichtungsprojekt, Hilfsvölker und Zersetzung des deutschen Volkes“ schwadronieren

NR Wendelin Mölzer führt die ZZ an und Georg Immanuel Nagel schreibt für die „Zur Zeit“. Und was We-Mö in der Ausgabe für die Woche 27. Februar bis 5. März 2015 schreiben läßt, das kann nicht mehr kommentiert werden, das kann höchstens noch ein Mensch kommentieren, der dem Wahnsinn verfallen ist und soher zu diesem Weltgebilde einen rechten Zugang findet.

Nagel FPÖ Zur Zeit Zersetzung des deutschen VolkesDas Nagelsche kann also nur gesamt wörtlich wiedergeben werden, wobei aber bei jedem Buchstaben zuerst gedacht und bei jedem nagelschen Buchstaben immer daran gedacht werden muß, das veröffentlicht NR Wendelin Mölzer, der ein in das österreichische Parlament Gewählter ist.

FPÖ-ZZ 9 27-02-2015 - Im wahrsten Sinne pittoreskEs wird nicht in der genauen Reihenfolge wiedergegeben. Aber, wie gerade noch erinnerlich sein wird, ist Georg Immanuel Nagel erst vor kurzem gescheitert, gescheitert mit dem Einfachsten, mit dem gescheitert werden kann, nämlich mit dem Organisieren einer Demonstration. Deshalb wird mit seiner Milieustudie begonnen. Ein Gescheiterter schreibt, veröffentlicht We-Mö:

„Die Ursprünge des linken Denkens liegen in einer Milieubildung von Gescheiterten und Zukurzgekommenen, die sich mit unmoralischen Intellektuellen verbanden. Neue Hilfsvölker der Linken. Wie Multikulti-Linke Ausländer auf das Volk hetzen um ihrer politischen Meinung Gewicht zu verleihen. Oft fragt man sich, wieso die Linken besonders die Muselmanen so über alle maßen lieben, wo es doch im Grunde keine antilinkere, anti-liberalere Ideologie gibt als den Islam. Die Antwort ist einfach: Die ideologischen Forderungen der Linken sind ihr kein Wert an sich, sondern stets nur ein probates Mittel, welches der Zersetzung des eigenen Volkes, in unserem Falle des deutschen, dient. Links sein heißt, den Hass auf das eigene Volk zur Religion zu erheben. Es ist dies eine Art kollektive Zwangsneurose, entsprungen aus der Umerziehung. Die Linke arbeitete also nach dem Kriege mit Feuereifer daran alle Werte und Traditionen und jedes tiefere Denken und spirituelle und geistige Empfinden zu vernichten.“

FPÖ Zur Zeit 9 27-02-2015 neue Rechte würde überlebenNein, das geht nicht. Was ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments veröffentlicht, wiederzugeben, das geht doch nicht. Und das nicht nur in der Nummer 9, sondern Nummer für Nummer läßt er recht sonderliche Nummern … Es hieße, sich mutwillig selbst geistig zu beschädigen.

Aber es muß jedem Menschen in diesem Land klar sein, was er wählt, wenn er die Partei eines solchen Abgeordneten wählt, der solches veröffentlicht – es ist die vollkommene Beschädigung des …

Die begründete Angst vor den Stimmen für die FPÖ – Von der orfschen Mitsteinigung des Geistes

Es wird eigentlich nicht mehr gewußt, was ärgerlicher ist, die unverhohlene und schwach widersprochene Verbreitung von Falschem durch Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, von He.-Chr. Strache aufwärts, oder die ohne Not freiwillige und bereitwillige Übernahme freiheitlicher Propaganda als Falschfrage, wie im Bürgerforum des österreichischen Rundfunks am 24. Februar 2015. Denn es ist eine Falschfrage, die Frage nach dem „Ende von Multikulti“. Und es ist zusätzlich und vor allem eine gemeingefährliche Falschfrage in der Verkettung mit „Angst vor dem Terror“.

Die Steinigung des Geistes durch He-Chr Strache -Bürgerforum 24-05-2015 ab Minute 55Würde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätten daraus zumindest zwei Sendungen gemacht werden müssen. Eine Diskussionssendung nämlich darüber, woher denn in einem von Terror unbehelligten Österreich die Angst vor dem Terror komme und vor allem weshalb. Und eine zweite Diskussionssendung darüber, wie gestaltet sich das konkrete Zusammenleben in Österreich von Menschen von unterschiedlicher Herkunft, konkret zum Beispiel zwischen Mitgliedern verschiedener islamisch organisierter Glauben und – das kann bereits nicht ohne Verkürzung, nicht ohne pauschalierende Formulierung gefragt werden, zusätzlich entspricht es auch nicht der Wirklichkeit – Mitgliedern christlich organisierter Glauben. Bei diesen mannigfachen und mannigfaltigen Lebensformen, die es auch in Österreich gibt, ist es in Wahrheit vollkommen absurd und wirklichkeitsfremd, eine gesellschaftliche Diskussion allein je noch über die verschiedenen Glaubensrichtungen führen zu wollen. Außer menschgemäß, es wird etwas Reißerisches gewollt und eine Anbiederung an die identitäre Gemein-Schaft. Denn eine gesellschaftliche Diskussion kann nur unter den Gesichtspunkten der Ökonomie, des Sozialen, des Politischen geführt werden, aber niemals mit einem Hauptaugenmerk auf Organisierte Glauben.

Es hat altgesinnungsgemäß keine zwei Tage gedauert, daß die altgesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Gemein-Schaft aus der ORF-Frage nach dem „Ende von Multikulti“ auch die Schlagzeile „Multikulti vor dem Zusammenbruch“ meißelt und also weiter an ihrer propagandistischen Feststellung …

Schreibt Unzensurix für Strache oder Strache als UnzensurixWürde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätte noch eine dritte Sendung gemacht werden müssen, die der Frage nachgeht, was heißt denn eigentlich „Multikulti“. Ein Ergebnis wäre in einer solchen Sendung mit Bestimmtheit, „Multikulti“ läßt sich nicht darauf reduzieren, wie es jetzt verantwortungslos und leider nicht nur von der identitären Gemein-Schaft gemacht wird, daß auf der einen Seite „Muslime“ und auf der anderen Seite … ja, wer eigentlich? Was heißt denn eigentlich „Multikulti“? Und was eigentlich ist das Gegenteil von „Multikulti“? Monokulti? Als ob es das jemals gegeben hätte. Es gab und gibt je nichts anderes als „Multikulti“ Nach dem Ende von „Multikulti“ zu fragen, heißt, nach dem Ende der Menschheit zu fragen.

Würde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätte er sogar bei dieser reißerischen Frage nach dem Ende von „Multikulti“ bereits anders formulieren müssen. Denn es ging nicht um „Multikulti“, sondern um „Multireli“. Aber auch das wäre eine ebenso falsche Bezeichnung gewesen. Alles, was hier zu „Multikulti“ gesagt wurde, trifft auch auf „Multireli“ zu. Wobei noch gar nicht davon gesprochen wurde, daß es auch andere, viele Weltanschauungen gibt, die nicht unter den Weltanschauungsbegriff Religion fallen.

Aus diesen nun in Österreich mit all diesen Verkürzungen und Verknappungen und Pauschalierungen und sogar an österreichischen Wirklichkeiten vorbeigeführten alles beherrschenden Diskussionen kann nur ein Schluß gezogen werden, es ist gemeingefährlich, wenn aus Österreich in die weite Welt geschaut wird und internationales Geschehen national verbrämt wird. Es kommt nur Stumpfsinn, Unnötiges, Unproduktives, Wahlhilfe für die identitäre Gemein-Schaft heraus.

He-Chr Strache - Steinigung einer FrauEines aber wird genau gewußt, was nämlich wirklich ärgerlich und beängstigend ist. Ärgerlich und beängstigend sind die Wahlstimmen für die FPÖ, für Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, die, von He.-Chr. Strache aufwärts, nicht ohne Falschaussagen auskommen können, wie aktuell der Obmann dieser Gemein-Schaft eben auch in diesem Bürgerforum wieder einmal bewiesen hat, wenn er (ab etwa Minute 55:30 der Sendung vom 24. Februar 2015) die Behauptung aufstellt und das Falsche weiterverbreitet, daß nämlich Gabriele Heinisch-Hosek meine, „Steinigungen gehören sozusagen gegendert im Sinne einer Frauengleichberechtigung“ und er, He.-Chr. Strache hinzufügt, dann bekomme er „Angst“ … Angst kann aber tatsächlich nur eines machen, daß nach wie vor so viele, viel zu viele kein Problem damit haben, solche Menschen in staatsverantwortliche Positionen zu wählen.  Bei Falschem also bekomme He.-Chr. Strache Angst, keine Angst aber habe er davor, daß irgendwer die Forderungen nach der Steinigung einer Frau … Und das ist ein in das österreichische Parlament gewählter Abgeordneter … Berechtigte Angst kann sich aber ausbreiten, wird daran gedacht, wie viele, viel zu viele diese Partei wählen, weiter noch wählen wollen …

Der Wähler legt das Ei, nicht das Ei die Wählerin

In politischer Hinsicht ist die Frage schon längst geklärt, wer also zuerst da war, die Henne oder das Ei. Es ist der Wähler, der das Ei legt, und nicht das Ei, das die Wählerin legt. Unter so vielen gelegten Eiern sind zu oft, wie auch aus Vergangenheit und leider weiter aus Gegenwart nur allzu bekannt ist, ungenießbare dabei, deren Ungenießbarkeit bereits mit dem einfachsten Geruchstest leicht festgestellt werden kann. Und ein solches ist die FPÖ.

Dieter Egger - Wähler und EiEs ist nachvollziehbar, daß solche Parteien immer wieder – vor allem vor Wahlen verstärkt – mit einschlägig amtsbekannten Sprüchen auffallen zu versuchen, um wiedergewählt, überhaupt gewählt, noch mehr gewählt zu werden, gar zu stimmenstärksten Parteien gewählt zu werden. In Erinnerung an die Belohnung durch Wähler und Wählerinnen in Hohenems für den damaligen eggerischen einschlägigen Spruch, der gar nicht schadete, ganz im Gegenteil. 2009 brachte das beinahe den ersten Platz in Hohenems, wie nachgelesen werden kann. Das Ei weiß, was für Eier für viele, viel zu viele Wähler und Wählerinnen keine ungenießbaren sind, ihr Geruchssinn versagt. Wobei. Es dürfte weniger das Versagen des Geruchssinn sein, als das Riechen des eigenen Geruchs am Ei, und der Eigengeruch wird nie als unangenehm wahrgenommen …

Ohne die vielen, viel zu vielen Wählerinnen und noch mehr und also viel zu vielen Wähler hätten solche Sprüche, wie beispielsweise jene von Dieter Egger, nicht den medialen und öffentlichen Aufmerksamkeitsgrad, den sie haben, ohne Sie müßte es nicht zu den immer gleichen und also unnützen und entwicklungsresistenten Aufregungen und Empörungen kommen …

NS Bei dieser Gelegenheit und dazu recht passend. Erst vor wenigen Tagen, wie hier ebenfalls nachgelesen werden kann, ließ NR Wendelin Mölzer seinen nun lange schon mandatslosen Vater fragen, wo den die „antisemitischen Ausfälle in der …“  Zu den gegebenen Antworten fügt Dieter Egger aktuell eine weitere hinzu …

NNS Und auch dazu passend. Was Wähler für Eier legen und noch legen wollen, hat ebenfalls erst vor kurzem ein Wähler anschaulich geschildert: Was ein Wähler will: NDP, FPÖ und Front National

NNNS Es ist also hoch an der Zeit, die eierlegenden Wähler und Wählerinnen in die Pflicht zu nehmen, sie nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen, sie nicht weiter als die unschuldige Masse hinzustellen, über die höchstens mit Standes- und Bildungsdünkel die Nase mitleidig gerümpft wird, die bloß gebildet zu werden bräuchte, damit sie richtig wählen … Sie wissen, was sie wollen, und sie wählen, was sie wollen. Und noch eines wissen sie ganz genau, wenn das von ihnen gelegte Ei nur groß genug ist, wird es auch für die, die heute darüber noch die Nase rümpfen, Wohlgerüche entwickeln … Und wie leicht ein Gestank plötzlich ein begehrtes Parfum werden kann, davon erzählt ganz aktuell der Universitätsroman von Michel Houellebecq … Bei dieser Gelegenheit und dazu auch passend, weil in Österreich es von keiner Seite her ohne Vergangenheit geht. Und vor allem die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ ehrenreichtreu zur Vergangenheit … Am Heldenplatz irrte sich Robert Schuster, sie rufen nicht alleingelassen und debil nach einem Führer, sie machen sich je einen, und dann legen sie je in den Wahlen das Ei, mit dem Sie sich auch je selbst ein Ei legen …

FPÖ-NR Barbara Rosenkranz – Säuglingssterblichkeit interessiert eine Mutti des deutschen Brauchtums nicht

Es mag wohl vor allem am Vorabend des Hypo-Alpe-Adria-Ausschusses nicht verwundern, daß die altgesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Gemein-Schaft eine Kolumne von NR Barbara Rosenkranz veröffentlicht als Beitrag zum Versuch des Wegschreibens, und dazu gehört auch, einen Grund für die aktuelle Herabstufung durch die Ratingagentur Fitch zu konstruieren, der ja nichts mit Banken zu tun haben darf, an Banken und somit auch an die FPÖ erinnern darf, sondern die Schuld allen Männern und Frauen zuweist, die keine „Kinder kriegen wollen“ …

Säuglingssterblichkeit interessiert eine Mutter nicht - Barbara RosenkranzSchuld also daran sind für NR Barbara Rosenkranz die Menschen, nicht die Hyporeichen, sondern jene der sogenannten Bevölkerung also, für die die FPÖ angeblich ein recht weites Herz hat, für die sie sich angeblich recht einsetzt. Und Barbara Rosenkranz, die auch Abgeordnete im österreichischen Parlament ist, zieht hierzu Griechenland als Beispiel heran und zeigt damit auch beispielhaft auf ihre Kompetenzen und ihren Durchblick. Was von diesem ihrem Durchblick im Ökonomischen, im Finanzpolitischen, im Politischen und so weiter und so fort tatsächlich zu halten ist, kann bereits durch die Lektüre der zu ihrem Kommentar beigestellten Texte in der Collage …

Was an diesen rosenkranzschen Darstellungen der Schlichtheit am meisten und ganz und gar nicht angenehm und auch nicht zum ersten Mal auffällt, ist, also diesmal, wie unerwähnenswert ihr die Auswirkungen der dem Staat Griechenland aufgebürdeten Sparpolitik sind, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, und hier vor allem die schlimmen Auswirkungen seit 2008 auf Kinder, die ihr doch so ein Anliegen zu sein scheinen. Aber damit ist sie leider in Europa nicht allein, und damit weist sie sich aus als eine gewöhnliche Angehörige des „Systems“, von dem sich gerade die FPÖ stets recht groß unterscheiden will, das gerade die FPÖ stets recht anprangern will … Die biologistische Sorge geht ihr halt doch über alles, auch über das Kindeswohl …

Gerhard Botz putzt sich seine Dollfuß-Lupe und entdeckt die weite Welt

Um dann aus seiner internationalen Umgebung für die Provinz, in der er lebt, zu schreiben, eine ausführliche Analyse unter dem Titel „Dollfuß: Mythos unter der Lupe – Wie faschistisch war der ‚Austrofaschismus wirklich?“, veröffentlicht in der Tageszeitung „Der Standard“ vom 21. Februar 2015.

Und es stellen sich zu dieser botzigen Analyse viele Fragen ein.

Meint Gerhard Botz es sei notwendig und deshalb seine Analyse, es sei in Österreich notwendig, darauf hinzuweisen, daß Österreich damals kein Einzelfall war? Nein, das wird gewußt, das ist bekannt. In ganz Europa grassierte dieses, um es salopp und verkürzt zu sagen, Faschismusfieber. Eine Fleißaufgabe also.

Eine Fleißaufgabe, aber zu welchem Zweck?

Um darzustellen, daß Dollfuß zwar schon ein schlimmer Finger gewesen ist, aber nicht vollfaschistisch? Sondern bloß halbfaschistisch, weil vollfaschistisch, das aber wäre wirklich schlimm, halbfaschistisch jedoch, das geht, das ist der österreichische Weg, damit könnte auch heute wieder gelebt werden, in einer Zeit, in der viele, viel zu viele eine gewisse Partei wählen – davon aber später …

Korneuburger Eid Heimwehr - Beschreibung Faschismus von Gerhard Botz

Gegenüberstellung „Gelöbnis der Heimwehr“ und botzige Beschreibung „Idealtypus des Faschismus“

Möglicherweise denkt Gerhard Botz, was er aber nicht geschrieben hat, sich deshalb das Dollfuß-Regime als eine halbfaschistische Diktatur, weil Engelbert Dollfuß mit Rüdiger Starhemberg einen Vizekanzler zur Seite hatte, dessen Heimwehr sogar Gerhard Botz als „eindeutig faschistisch“ eingestuft in seiner Analyse zugeben muß. Starhemberg wurde beinahe der Nachfolger von Dollfuß und blieb bis 1936 Vizekanzler. Hier bleibt bloß noch die Fragen offen? Was war die zweite Hälfte? Nationalsozialistisch? Hitlerisch? Schließlich wollte Engelbert Dollfuß alles machen, „was die Nazis versprechen“ … Das war 1933. Und 1933 wurde bereits genau gewußt, was mit Adolf Hitler, was mit dem Nationalsozialismus kommen wird, was versprochen ward. Die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen von Engelbert Dollfuß wußten es – nicht nur ein Thomas Mann wußte es schon –, Dollfuß, der selbst machen wollte, „was die Nazis versprechen“ … „einen rücksichtlosen Vernichtungskampf“, ein „Überhitlern“ …

Zu welcher Ecke hin will Gerhard Botz nun sein Denken lenken? Der so genau weiß, aus welcher Perspektive heraus andere denken, wenn er schreibt:

„Vor 80 Jahren mochte eine antifaschistische Rhetorik im politischen Kampf gegen die Zerstörer der österreichischen Demokratie noch ihren Sinn gehabt haben, vielleicht auch noch nach 1945, als die meisten Täter wie Opfer des 12. Februar noch lebten (und Letztere in der disziplinierenden Umklammerung der großen Koalition bald wieder schweigen mussten). Eine ähnliche terminologische Zuspitzung lässt sich auch bei zeitgenössischen Schriftstellern und heutigen Historikern – nicht jedoch bei dem international meistzitierten, kürzlich verstorbenen Eric Hobsbawm! – in Großbritannien beobachten, wo die englische Linke sich ab 1934 vehement für ihre österreichischen Genossen einsetzte und damit auch von Mussolini faszinierten Konservativen entgegenzutreten suchte. Wissenschaftlich ist heute (wie schon vor Jahrzehnten) das Konzept „Austrofaschismus“ höchst fragwürdig und wird fast nur von solchen Historikern (und einigen Politologen) und von einheimischen Essayisten und Dichtern auch hoher schriftstellerischer Qualität verwendet, die oft aus einer strikten Österreich-Perspektive heraus zu denken scheinen.“

Zu welchem Zweck also schreibt im Februar 2015 Gerhard Botz seinen putzigen Versuch? In einer doch weit verbreiteten Tageszeitung, mit dem er doch auch vermittelt, das Dollfuß-Regime sei nicht so schlimm, eben bloß „halbfaschistisch“ gewesen, sich auch bemüßigt fühlt, zu beweisen, das Dollfuß-Regime hätte gar nicht so Grauenvolles vorgehabt, wie beispielsweise die Nazis.

Es wird einem Historiker unverständlich sein, Geschichte ausschließlich durch die Lupe der Gegenwart zu betrachten, aber die Gegenwart gibt eine mögliche Antwort darauf, zu welchem Zweck eine doch weit verbreitete Tageszeitung in Österreich das veröffentlicht, zu welchem Nutzen diese Verniedlichung, diese Harmonisierung. Wird daran gedacht, daß in Österreich eine Partei zurzeit in deren Magazin offen über das „Wiederbeleben des Faschismus“ nachdenken läßt, ist es nicht unpraktisch von einem anerkannten Historiker bescheinigt zu bekommen, es sei in Österreich nicht voll faschistisch gewesen, bloß „halbfaschistisch“, das Schlimme im Vergleich zu anderen Ländern war halbschlimm, kein Grund zur Sorge, kein Grund zur Furcht, auch ein „neuer Eurofaschismus“ in Österreich werde nur halb … österreichisch halt, und ohne Deutschland nicht voll …, sondern halbschlimm und vollgemütlich … Für eine ÖVP und für nicht wenige in der SPÖ und in einem kleinen Städtchen warten auch Grüne auf eine Unterstützung, eine Entlastung, wenn es um Koalitionen mit dieser Partei … Und die FPÖ wird noch aus einem anderen Grund ihre Freude an den botzigen Formulierungen haben, wenn es gilt gegen „solche Historiker, Essayisten und Dichter“ zu wettern, die antifaschistisch sich äußern, dann haben sie mit Gerhard Botz eine „unverdächtige Person“, die sie zitieren können, um …

PS Es ist aber Gerhard Botz hoch anzurechnen, daß er seine Empathie mit Engelbert Dollfuß nicht so weit treibt, die Zeit des Dollfuß-Regimes auch gleich als eine Zeit bloßer „innenpolitischer Wirren“ darzustellen, das erst vor kurzem die steirische Wirtschaft

FPÖ-Beobachtungsstelle stellt besonders verabscheuungswürdigen Fall von Inländerindiskriminierung vor

Über einen besonders verabscheuungswürdigen Fall von Inländerindiskriminierung berichtet aktuell die Beobachtungsstelle der FPÖ in Wien, den sie deshalb gesondert der Öffentlichkeit vorstellt, weil er für sie exemplarisch ist, wie schlecht es um dieses Land bereits bestellt ist, und sie gibt ihrer Hoffnung Ausdruck, daß Wähler eine Partei, die die Verbreitung von solchen Ungeheuerlichkeiten nicht unterbindet, nicht mehr wählen.

FPÖ-Beobachtungsstelle Inländerdiskriminierung - Solarius 22-02-2015

Beobachtungsstelle besorgt über weitere Zunahme der Zustimmung. Tröstlich aber, auch die Ablehnung nimmt zu – Screenprint 22. Februar 2015

Über die „verbalen Herabsetzungen“ und die „unverhohlenen Bedrohungen“, die nicht nur Herwig Seidelmann und Solarius auf einer Website einer Partei schrieben, hat sich, wie schon berichtet wurde, die FPÖ bereits ausführlich empörend geäußert. Auch dem freiheitlichen NR Wendelin Mölzer war es ein Herzensanliegen, sich klar und unmißverständlich zu diesem Fall einer Inländerindiskriminierung zu äußern.

Inländerdiskriminierung - Herwig Seidelmann - Screenprint 22-02-2015

Beobachtungsstelle für Inländerindiskriminierung besorgt über weitere Zunahme der Zustimmung, aber wenigstens auch der Ablehnung – Screenprint 22. Februar 2015

Es ist, schließt die FPÖ, leider ein Fall unter vielen, aber sie vertraut auf die Urteilskraft der Wählerinnen, hinkünftig keine Partei mehr zu wählen, die sich von solchen Entgleisungen nicht nur nicht angemessen und unmißverständlich abgrenzt, sondern vor allem solche auch nicht befördert. Und sie, die FPÖ, würde sich wünschen, daß allen Parteien das Leitbild ihrer „Beobachtungsstelle für Inländerdiskriminierung“ auch eine Richtlinie ihrer Handlungen und Reden werden würde, das u.a. besagt:

Die Zahl steigt rasant an. Um dieser alarmierenden Entwicklung entgegen zu treten, hat die FPÖ die Beobachtungsstelle eingerichtet, die derartige Vorfälle dokumentiert. Feindlichkeit äußert sich zu meist durch verbale Herabsetzungen, feindliche Beleidigungen, unverhohlene Bedrohungen. Diese inakzeptablen Tendenzen erklären sukzessive zu Menschen zweiter Klasse im eigenen Land. Diese Einrichtung dient ausschließlich der Dokumentation und Sichtbarmachung der eklatanten Schieflage im Bereich der Gleichbehandlung.

FPÖ: Warum dieser Haß?

Die Frage nach dem Haß stellt die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ mit ihrem Aufmacher der Nummer 8 altgesinnungsgemäß nicht sich selbst, sondern der Kultusgemeinde, und die Frage nach dem Haß wird ausgerechnet von einem Magazin gestellt, das …

FPÖ-ZZ Falsche Frage und falsche ZielgruppeEs ist zwar unerheblich, was Andreas Mölzer jetzt noch schreibt, denn als Nichtmehrmandatar ist er nun seit bald einem Jahr auch faktisch vollkommen bedeutungslos … Weil ihn aber sein NR-Sohn Wendelin Mölzer (der etwas für Abkürzungen übrig hat, und soher hinkünftig kurz We-Mö genannt werden wird) nach wie vor veröffentlicht, ist es doch nicht ganz zu übergehen, was auch ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments von einem Nichtmehrmandatar veröffentlichen läßt. Das ist also der einzige Grund, weshalb das Geschwefel eines NR-Tatis noch, wenn auch widerwillig noch zu beachten ist. Und wenn dereinst die identitäre Gemein-Schaft beispielsweise nicht mehr in das österreichische Parlament gewählt wird, wird es auch damit endlich aus und endlich vorbei sein, die ZZ je noch bemerken zu müssen ..

Nun aber zum Konkreten. Was erlaubt We-Mö seinem A-Mö in der Nummer 8 vom 20. bis 26. Februar 2015 zu schreiben?

Der NR-Vater darf in der 8 das Editorial schreiben und in der 8 zusätzlich sich „Gedanken zum Verhältnis zwischen Jugend und Drittem Lager in Österreich machen“ …

Vorab noch zur Klarstellung. Der 8-Aufmacher stellt die absolut falsche Frage. Es ist altgesinnungsgemäß eine propagandistische Frage. Der traditionelle Versuch also, anderen das zu unterschieben, was selbst in recht hohem Ausmaß praktiziert wird. Richtig aber ist in bezug auf die FPÖ die Frage einzig so formuliert: „Warum diese Kritik an der FPÖ?“ Generell kann gesagt werden, die von We-Mö geführte ZZ gibt mit nahezu jeder Nummer selbst die Antwort. Und in der Nummer 8 gibt A-Mö konkrete Antworten.

FPÖ - Warum dieser HaßIm Editorial „Die Kultusgemeinde gegen die Freiheitlichen“ fragt er: „Wo sind die antisemitischen Ausfälle aus den Reihen der Strache-FPÖ?“ Das ist leicht zu beantworten und wurde schon am 18. Jänner 2015 aus aktuellem Anlaß beantwortet: Modern times by FPÖ, Östereich: Sippenhaftung, Aufgabe der Rechtsstaatlichkeit, Antisemitismus. Und die Antwort gibt A-Mö selbst in diesem Editorial, wenn er u.v.a.m. von „Geschäftsbeziehungen“ …

Besonders aber ist seine Behauptung hervorzuheben, wenn er im Editorial schreibt:

„Und von keiner Partei gibt es so klare Distanzierungen von den politisch-ideologischen Irrwegen der Vergangenheit wie von der FPÖ. „

Das ist wa… Kein derzeitiger Abgeordneter des österreichischen Parlaments hat je noch eine so klare Distanzierung in seinem Magazin schreiben lassen, als eben We-Mö im September 2014: „Wiederbeleben des Faschismus“

Das ist wa… Im Jänner 2015 zur Bekräftigung dieser klaren Distanzierung ein beeindruckender „ewiger Treueschwur dem Führerunser“

Das ist wa… Denn gibt es denn je eine klarere Distanzierung, als sich von der Distanzierung zu distanzieren?

Das ist wa… Für eine klare Distanzierung ist es für NR Gerhard Deimek auch notwendig, den „Deserteursbeton“ am Ballhausplatz wieder wegzuräumen

Das ist wa… Und eine klare Distanzierung muß auch verbreitet und bekräftigt werden, deshalb wünscht die FPÖ-ZZ im November 2014 „breiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für einen „radikalen Antisemiten“ und „Rassentheoretiker“ …

Warum diese Kritik an der FPÖUnd dann läßt NR-Sohn seinen Tate auch noch recht viele „Gedanken“ zu „Kornblume und Davidstern“ schreiben. Eine besondere Feststellung in diesem langen Bericht von A-Mö ist: „Wirklichen Antisemitismus gibt es in Europa nur von seiten radikaler Muslime.“ Das ist wohl wahr, wird aber daran gedacht, beispielsweise konkret an die Aussagen von Firas H., was „fundamentalistischen Islamisten“ an modernen Gesellschaften so alles stört, könnten sie auch als verkappte Freiheitliche bezeichnet werden. Es könnte auch umgekehrt sein, daß also Freiheitliche verkapppte „fundamentalistische Islamisten“ … Es wird ja auch recht gern nachgespielt, das anderswo bereits grauenvolle Wirklichkeit ist

Über beide Beiträge, die We-Mö von seinem Tati veröffentlichen läßt, kann zusammengefaßt gesagt werden, sie sind propagandistischer Verdrängung geschuldet und richten sich zusätzlich noch an eine falsche Zielgruppe … Für das Rekrutieren zum Auffüllen der Reihen hätte We-Mö seinen Tati Werbetexte an jene formulieren lassen müssen, die ebenso mit modernen Gesellschaften nicht zu Rande kommen … Aber wer bereits mit eine falschen Frage beginnt, kann nur mit falschen Folgerungen enden.

Skandal um „We-Mö“ – Von der FPÖ-gemäßen Steinigung des Geistes

Nein, es ist nicht allein die fragwürdige „Unzensuriert“ in Sachen „der Wahrheit verpflichtet“ aus dem Steinbruch von FPÖ-NR Wendelin Mölzer, von manchem – abschätzig oder doch liebevoll? – „We-Mö“ gennant, es sind auch nicht alleine die zahllosen …

Wendelin Mölzer und die Steinigung des GeistesWendelin Mölzer beginnt, wie in der Collage gelesen werden kann, seinen Kommentar anders, aber das wäre der richtige Beginn, hielte er, auch er, den Leitspruch der altgesinnungsgemäß zensierten Website seiner identitären Gemein-Schaft für einen zu einem geringen Teil wenigstens einzuhaltenden …

Aber …

Mit der Ausgabe vom 20. bis 26. Februar 2015 seiner geführten „Zur Zeit“ probiert er zur Unterstützung seines Pgs. die Nummer 8 – eine Akrobatiknummer, mit der er scheitert. Denn das Nachreden ist keine anerkannte Zirkusnummer. So eine langweilt bloß und vertreibt, ist zu hoffen, Wählerinnen und Wähler massenweise, hält sie also davon ab, je noch diese Geistessteinigerinpartei zu wählen. Und. Das Nachschreiben der unhaltbaren Vorwürfe von Herbert Kickl macht aus diesen keine wahren …

Die FPÖ ist, stößt Friedrich-Wilhelm Moewe in der Nummer 8, „empört über die Broschüre der SPÖ-Bildungsministerin“ … Es ist zu hoffen, Wählerinnen und Wähler sind in allen kommenden Wahlen auch darüber noch so empört, daß ihnen die Stimme für diese identitäre Gemein-Schaft versagt. Empört nämlich darüber, daß die FPÖ nicht darüber empört ist, wenn zur Steinigung eines Menschen angestiftet wird, wie hier nachgelesen werden kann, die FPÖ also nicht sofort und klar reagiert, wenn sie, wie vorgegeben wird, so gegen Gewalt …

Es geht hier, wie schon dargelegt wurde, nicht um eine Unterstützung von Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Funktion als Ministerin, als Mitglied der SPÖ, sondern darum, daß sie als Mensch Gewaltphantasien ausgesetzt wird, die nicht zu tolerieren sind. Diesmal ist es Gabriele Heinisch-Hosek, und es traf auf Unzensuriert schon viele, die nicht sozialdemokratische Minister waren, und es wird noch viele treffen, die nicht sozialdemokratische Ministerinnen sind. Und die Wähler und Wählerinnen sind endlich ernsthaft zu fragen, und sie haben sich selbst ernsthaft zu fragen, ob sie tatsächlich eine solche Partei weiterhin im Parlament, im EU-Parlament, in den Landtagen, in den Gemeinderäten haben oder gar noch mit noch mehr Mandatarinnen und Mandataren haben wollen, die nichts zur Verbesserung der Lagen der Menschen beizutragen imstande und auch nicht befähigt sind, sondern stets nur zu einem konditioniert sind, Gift zu spritzen, zu Gewalt …

Romane Thana – Von der Großzügigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal

Wieder einmal mußte, diesmal beim Besuch der Ausstellung „Romane Thana“ im Wien-Museum, mit Erschütterung festgestellt werden, wie leicht es von der Hand geht, über die Massenverbrechen der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen reiches erschüttert sein zu können, wie das „Nie wieder!“ zum Brauchtum verkommen ist, wie leicht nach Auschwitz gefahren werden kann, um dort höchstspitzenstaatliche mahnende Betroffenheitsgesichter aufzusetzen, während zur gleichen Zeit

Dostal - Gröpel - Neger und Zigeuner

„Neger, Zigeuner …“

In dieser Ausstellung wird auch das mörderische Verbrechen an den Menschen, um die es in der Ausstellung geht, während der Menschenvernichtungslagerdiktatur des deutschen reiches deutlich gemacht. Die Erschütterung aber rufen die nach 1945 verfaßten Dokumente hervor, die ausgestellt sind. Es ist eine absolute Erschütterung, die menschgemäß hervorgerufen ist durch die Erschütterung über die Verbrechen vor 1945, weil nicht verstanden werden kann, wie nach all diesen Verbrechen immer noch derart unverhohlen, derart abwertend, derart menschenverachtend über Menschen gesprochen und geschrieben werden kann. Bis in die Gegenwart herauf. Bis zum heutigen Tag. Und es ist keine Besserung in Sicht. Ganz im Gegenteil. Nicht nur gegen sie geschrieben und gesprochen werden kann, sondern sie auch weiter europaweit verfolgt und ermordet werden. Und warum? Aus einem einzigen verabscheuungswürdigen Grund. Weil sie Menschen sind, die zugeordnet werden einer …

Ein Name fällt in dieser Ausstellung besonders auf – Walter Dostal. Ein Name, den wohl viele Besucherinnen und Besucher keine große Aufmerksamkeit schenken werden. Er kommt in einem sonderlich verfaßten Zeitungsartikel vor, erschienen vor Jahrzehnten. Und dieser Name Walter Dostal zeigt gut auf, wie unbarmherzig und zugleich wie großzügig die österreichische Gesellschaft sein kann, großzügig gegen Walter Dostal und unbarmherzig gegen Menschen, die keine Institutsvorstände, keine Universitätsprofess…

dostal walter - roma und sinti

Walter Dostal: „Nach Kriegsschluß im Jahr 1945 gewährten Österreich und die Bundesrepublik Deutschland den überlebenden Zigeunern Entschädigungs- und Fürsorgerenten, die das Existenzminimum jeder Familie gewährleisten. Damit verfügt der Zigeuner zum ersten Mal in seiner Geschichte über ein gesichertes Mindesteinkommen.“

Walter Dostal ist 2011 gestorben. In den medialen und universitären Nachrufen wird erzählt von seinen Feldforschungen beispielsweise auf der Arabischen Halbinsel. Von seiner Feldforschung im Burgenland aber nichts. Und das ist die Großzügigkeit und die Barmherzigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal – „Jugendsünden“ vergessen zu können, verschweigen zu können. Obgleich. Als er den Film im Burgenland drehte, als er seinen Aufsatz über „Zigeuner“ schrieb, war seine Jugend längst vorüber, besonders in den 1950er Jahren galt ein Mann um die fast 30 Jahre wohl kaum noch als Jugendlicher. Auch auf „Wikipedia“, heute für so viele das Nachschlagewerk, schweigt vornehm über diese dostalschen Arbeiten.

Ganz hat ihn die „Jugend“ mit einer ihm liebgewordenen Abwertungsbezeichnung wohl nie verlassen. Denn. 1986 wurde ihm eine praktische Seminararbeit von Karin Stangl vorgelegt: „Das Zusammenleben der Zigeuner mit der Gottscheer Bevölkerung aus der Sicht der Gottscheer“ … Es ist nicht nur die Bezeichnung „Zigeuner“, die an dieser Seminararbeit …

Walter Dostal - Unter Freunden

Walter Dostal „unter Freunden“, die weiter recht bevorzugen diese Abwertungsbezeichnung …

Das Wort „Jugendsünde“ übrigens, um es gleich hier zu vermerken, ist einem Seminarbericht von Getraud Seiser entnommen, veröffentlicht in „Ethnologische Feldforschung im Südburgenland“, Austrian Studies in Social Anthropology, Sondernummer 1/2006. Aus diesem Bericht ist auch einiges zu erfahren über Walter Dostal …

Walter Dostal - Erfolgreicher Ansiedlungsversuch von Maria Theresia und Joseph 2Der dostalsche Film „Zigeuner in Österreich“ kann auf der Website Österreichische Mediathek aufgerufen und angesehen werden. Wer sich auch noch diesen Film ansieht, wird Walter Dostal verstehen können, weshalb er von seinen „Jugendsünden“ nichts mehr … Es beginnt bereits mit der Einleitung, in der von dem „erfolgreichen Ansiedlungsversuch durch Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Joseph II.“ … Wer gegen Maria Theresia und Kaiser Joseph 2 so großzügig und wohlwollend sein kann, verdient menschgemäß großzügig und wohlwollend behandelt zu werden von der österreichischen Gesellschaft, also Walter Dostal, nicht die Menschen, die er mit der Kamera besuchte … Wie es damals wirklich war, unter Maria T. und Joseph Habsburg, das nahm die dostalsche Kamera nicht auf … Es war ja auch eine andere Zeit, nur nicht für die Menschen, die noch heute unter Verdächtigungen zu leiden haben, die zurückgehen auf Maria und ihren Sohn … Dabei hätte Walter Dostal das allzu leicht filmen können, als Zeitgenosse von ihnen, wie er sich in diesem Film ausweist, wenn er sich darüber Gedanken macht, was einem Knaben es leicht machen wird, sich zu assimilieren …

Wie großzügig die österreichische Gesellschaft auch sein kann, mußte also beim Lesen des Namens Walter Dostal gedacht werden, wieder einmal gedacht werden, wenn es für … wie hart, unbarmherzig, informationsresistent, wenn es gegen …

Altgesinnungsbedingte Gewalt gegen Frauen – Unzensuriert so nah

Was für eine Faszination Gewalt auf diese Gemein-Schaft ausüben muß, insbesondere Gewalt gegen Frauen, zeigt sich wieder deutlich an dem aktuellen Fall der Steinigung des Geistes durch die FPÖ mit ihrem ersten Traditionsfurchenpflüger Herbert Kickl …

Gabriele Heinisch Hosek - FPÖ-Unzensuriert - Zustimmung zu Steinigung nimmt weiter zu 19-02-2015

Zustimmung nimmt weiter zu, Ablehnung aber nicht … Screenprint 19. Februar 2015

Diese Gemein-Schaft bekommt nicht genug davon, über „Steinigung“ nutzlos schreiben und reden zu müssen, nun sogar einen offenen Brief von einem Herrn Dipl. Päd. Ing. G. Enenkel an die Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek veröffentlichen zu lassen, um noch einmal selbst zu offenbaren, wie haltlos ihre Vorwürfe sind.

FPÖ Unzensuriert - Gabriele Heinisch-Hosek -  Bis zur Hüfte und dann losDieses aktuelle Beispiel zeigt auch wieder einmal deutlich, wie gut das Zusammenspiel zwischen den Kommentaren, die wohl Artikel sein sollen, und den Kommentaren der Schreibstaffel funktioniert … Was in dem „offenen Brief“ noch zurückhaltend, aber doch aufmunternd geschrieben wird, daß sich, im konkreten Fall, Gabriele Heinisch-Hosek selbst „einmal nur bis zur Hüfte“ … das wird in einem Kommentar von Herwig Seidelmann zur Deutlichkeit übersetzt: „Begrabt sie bis zur Hüfte […] und dann los.“ Altgesinnungsgemäß eine Aufforderung, die wieder sofort von Lesern und Leserinnen dieser altgesinnungsgemäß zensierten Website Zustimmung erhält.

Und noch etwas zeigt, ein weiteres Mal allzu deutlich, das aktuelle Beispiel der freiheitlichen Geistessteinigung klar auf. Die einzige Befähigung, stellvertretend und beispielhaft sei dafür Herbert Kickl namentlich genannt, ist, altgesinnungsgemäßes Ausgraben beispielsweise von Broschüren, um diese dann auch noch gänzlich falsch, aber eben altgesinnungsgemäß recht zu lesen.

Auf der Website des österreichischen Bundeskanzleramtes ist nicht nur die nun von der FPÖ recht falschgelesene Broschüre abrufbar, sondern auch „So fern und doch so nah? – Traditionsbedingte Gewalt an Frauen“ … Und in dieser ist noch einmal klar und eindeutig festgehalten:

„Eine der grausamsten Ausformungen davon ist wohl die Steinigung[.]“ […] Es bedarf kaum der Erläuterung, dass durch Ehrenmorde oder Steinigungen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit eines jeden Menschen auf brutale Art und Weise verletzt wird.  […] Vor allem im Fall der Steinigung kann man von einer klaren Verletzung des Folterverbots sprechen. […] Sie ist eine unmenschliche Strafe und fällt unter das absolute Folterverbot.  […] Es gibt zahlreiche internationale Kampagnen, die sich im Kampf gegen ‚Verbrechen im Namen der Ehre‘, wie Ehrenmorden, Steinigungen und Zwangsverheiratung einsetzen.“

FPÖ - Unzensuriert Steinigung des Geistes

Was andere engagiert gegen Steinigungen tun, und was die FPÖ tut. Ein Vergleich, wieder einmal keiner zugunsten der FPÖ.

Der Ausschnitt in der Broschüre über die „Steinigung“, der nun Freiheitliche recht heiß laufen läßt, jedoch ist ein Zitat aus dieser umfassenden Studie („3.3 Steinigung“). Diese Studie wird altgesinnungsgemäß von Geistessteiniger Herbert Kickl nicht herangezogen. Das ginge über seine Fähigkeiten. Denn die klare Ablehnung und Verurteilung auch der Steinigung könnte er nicht widerlegen. Er kann es ja nicht einmal mit seiner mißbräuchlichen Verwendung der Broschüre. Und vor allem wäre es für Herbert Kickl und seine Geistessteinigerinpartei höchst gefährlich. Denn in dieser Studie sind zahlreiche weltweite und österreichische Initiativen angeführt, die gegen Gewalt an Frauen, insbesondere auch gegen Steinigungen aktiv sind. Von einem konstruktiven und engagierten Auftreten beispielsweise gegen Steinigung der FPÖ ist aber nichts … Deshalb ist es so höchst gefährlich für die FPÖ, im konkreten Fall, diese Studie zu verwenden, zu zitieren. Denn. Es zeigte bloß zu deutlich auf, daß sie nichts tut, auch nichts gegen Steinigungen. Und nur eines kann, aber auch das recht schlecht, andere anschwärzen. Auch im Anschwärzen aber bloße Unfähigkeit.

FPÖ Unzensuriert - Zustimmung nimmt weiter zu - 18-02-2015

Zustimmung nimmt weiter zu (Screenprint 18.02.2015): „Begrabt sie bis zur Hüfte (Kopf nach oben) und dann los. Falls sie die Probe überstehen sollte […]“

In die Collage wurde das betreffende Kapital aus dieser Studie aufgenommen. Im direkten Vergleich mit den Kommentaren auf der FPÖ-Unzensuriert wird es allzu deutlich, was von der FPÖ nicht nur in diesem Bereich zu erwarten ist. Nichts. Und das noch als das Schlimmste.

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