Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Wer hat das in Österreich noch nicht gehört? Bis hinunter ins Jahr 18:

„Unterm Hitler hätt’s das nicht gegeben.“

Jetzt, nach der Errichtung und Entschleierung des Muttermalsteins auf der Mölker Bastei, wird dieser Spruch wohl eine Wandlung erfahren:

Wenn das der Hitler hätt‘ noch erleben dürfen.

Und was?

Hätt Hitler noch erleben dürfen - Verwirklichung Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen.png

Die Verwirklichung der Ökumene.

Eingeweiht das Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“ am 01.10.18 in Eintracht von einem evangelischen Angestellten und einem katholischen leitenden Angestellten.

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Denkmal für Trümmerfrauen - Nach dem totalen Krieg.png

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied zum Muttermalstein in Österreich. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele Menschen nicht ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie eben in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungsaufbau mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, als der Aufbau des Krieges zum „totalen Krieg“ …

Walter Prinz, wird berichtet, sagte bei der Entschleierung des identitären Nasenrings am 01.10.18, „die Leistung der mit dem Denkmal geehrten Frauen, die mehr geleistet hätten, ‚als bloß Schutt beiseite zu räumen‘, nämlich ‚die die Gesellschaft vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt haben‘.“

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Vizekanzlers damit gewürdigt.

Die Hinauszögerung des Zusammenbruchs des deutschen reiches für zwei Jahre. Wie bitter wäre es heute vor der Erkenntnis stehen zu müssen, es hätten die damaligen Generationen nicht den „totalen Krieg“, der im Sportpalast von Joseph Goebbels im Jahr 1943 ausgerufen wurde, zwei ganze Jahre noch erleben dürfen, dieses größte Geschenk, zu dem derartige Gesinnungsparteien je nur fähig sind, den Menschen zu machen.

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Sportministers damit gewürdigt.

Was hätten die Nachkommen dieser damaligen Generationen, die „bloß „Schutt“ für den „totalen Krieg“ beiseite räumten, heute keine „Trümmer“ in jedweder Gesinnungsform, die sie zum Zertrümmern …

Denkmal Trümmerfrauen - Vor dem totalen Zusammenbruch

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum die Datierung des identitären Muttermals mit 1943 beginnt, also darüber zu spekulieren, was die identitäre Regierungspartei bewegt, es mit 1943 zu markieren.

Wesentlich aber ist.

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele keinen Menschen ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Wiederaufbau nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungspartei mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, im Aufbau des „totalen Krieges“ …

Vielleicht, weil für sie der Krieg von 1939 bis 1945 erst mit 1943 beginnt, also mit den tatsächlich ersten Luftangriffen der alliierten Militärs auf das Gebiet der sogenannten Ostmark, auf die sogenannten Donau- und Alpenreichsgaue, die von ihnen nun Österreich genannt werden müssen, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Erkenntnis, nicht unverwundbar zu sein, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Vorahnung, der Krieg wird nicht zu gewinnen sein.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 hilfreich für die Erzählung, es sei nur ein Verteidigungskrieg gewesen, die Anderen hätten begonnen, ihre sogenannte Heimat zu bedrohen, zu bombardieren, Leid und Elend und Tod zu bringen – ein Angriffskrieg also gegen die bald vom madige zwölf Jahre währenden blutdurstigen und mordwütigen deutschen reich offiziell genannten Donau- und Alpenreichsgaue, die sie nun Österreich zu nennen haben.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 Ausdruck der Trauer darüber ist, daß es im Jahr 1943 klar wurde, ihre von der Vorsehung verheißene Zukunftstracht schon nach nur wenigen Jahren ein bloßer Fetzen nur noch ist, der nicht einmal mehr dazu taugt, Toten für das Grab anzuziehen.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 selige Erinnerung an die Zeit davor ist, an die Zeit von 1938 bis 1943 und für viele in den österreichischen Gauen an die Zeit von 1933 bis 1943 und für nicht wenige in den gauischen Bächen und Alpen auch bereits an die Jahre vor 1933, als das deutsche reich noch nicht Blutwirklichkeit war, sondern erst in den Köpfen sich, aber grausam damals schon, bildete.

Es ist müßig zu spekulieren, was letztendlich die identitäre Regierungspartei bewegt, einen Muttermalstein mit 1943 zu markieren. Die Markierung riecht nach Entlastung. Die Markierung riecht nach Schuldabschiebung. Die Markierung riecht nach Schuldzuweisung an alle, die auch auf österreichischem Boden beitrugen, das Ende des deutschen reiches zu besiegeln.

Es gibt die Redensart vom Nasenring, an dem Menschen geführt werden. Das Muttermal auf der Mölker Bastei ist der identitäre Nasenring, an dem die identitäre Regierungspartei die Menschen in Österreich durch ihre Gesinnungsgruselbude schleifen will …

Muttermal Mölkerbastei.png

 

Muttermal auf der Mölker Bastei

Jetzt haben sie es also doch – das, wie sie es nennen, Denkmal, und materialisiert sogar, auf der Mölker Bastei, entschleiert. Am 01.10.18.

Mit den höchsten Gästen, die es für eine Entschleierung eines kurz unter Muttermal zu verschlagwortenden Steins nur geben kann. Wie Michael Ley. Er, der höchste zu kriegende Gast, sitzt gleich schräg hinter dem zurzeitigen Vizekanzler mit seinen Ministerkameraden und seiner Ministerkameradin

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

Wo es um das Rechthöchste geht, um ein Mal oder Zeichen ihrer Denke, kann ein Gast Michael Ley kein Fehl … ob dabei gar schon besprochen wurde, wer werde denn zum „Marsch“ am 26.10.18 …

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Michael Ley, Marsch für die Familie

Touristisches Attraktionsgesamtpaket für Österreich mit Marschierer Adam und „Gesinnungsfreund“ Hofer

Das Verbindende: ein Nagel.

Beim Anblick des Muttermals des Landschaftsarchitekten Magnus Angermeier will und muß wohl gar nicht recherchiert werden, aus welchen Trümmern seine GesinnungOdin kommt sogleich in Erinnerung, der Medaillengedenkschmied für Dinghofer …

Das „Denkmal für Trümmerfrauen“ gehe, wird berichtet, auf eine „Initiative“ des identitärnahen Cajetan-Felder-Instituts … dessen Namenspatron war einst Bürgermeister in der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams, ein Amt von dem wieder geträumt … aber wozu wiederholen, was bereits in einem Kapitel

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

festgehalten, und auch keiner Wiederholung bedarf es, es muß nicht noch einmal erzählt werden, was es für einen, wie es „Hail Trump“ nennen würde, Deal in der ersten kurzen schwarzblauen Regierung gab: „Trümmerfrauen“ für …

30 Jahre an der Heldenplatz – Galerie des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich

Übrigens. Ein Muttermal sei, so wird es allgemein beschrieben, eine gutartige Fehlbildung des Haut … angeraten wird aber doch, ein Muttermal stets genau zu beobachten, jedwedes zu untersuchen, ob es denn tatsächlich gutartig oder nicht doch … bei einer Wucherung allerdings stellt sich nie die Frage, wie artig sie sei, denn eine Wucherung ist stets nur …

Denkmal für Trümmerfrauen auf der Mölker Bastei

Kemeten, pro-patria-suiten

Im Herbst ’18 werden in Kemeten Tafeln aufgestellt, darunter auch eine zur „NS-Zeit“. Das geht auf einen Gemeinderatsbeschluß aus dem Jahr ’06 zurück. Zwölf Jahre also wurde in Kemeten dafür gebraucht, um eine solche Tafel zur „NS-Zeit“ aufzustellen.

Ein sehr anschauliches Beispiel, um Zeit zu erklären. Zwölf Jahre für das Aufstellen von ein paar Tafeln tausend Jahre, eine Ewigkeit. Ein tausendjähriges Reich zwölf Jahre, ein Wimpernschlag.

Zwölf Jahre wurde also in Kemeten daran gefeilt, einen Tafeltext zur „NS-Zeit“ zu formulieren. Und was das für ein Text geworden ist. Woran eine Ewigkeit gemeißelt, das kann nur recht werden …

1938-1945

Nach schwierigen Jahren erfolgte am 1. September 1938 die nächste Grippewelle.

Die Gräuel der zweiten Grippewelle trafen auch Kemeten mit voller Härte. So kamen 120 Kemeter, die gegen die Grippe gezogen, sind nicht wieder nach Hause.

Nein. Über eine derart ehrlich gemeinte Tafel sich lustig zu machen, das schickt sich nicht. Sagt doch dazu der Bürgermeister von Kemeten: „Dahinter liegt ein großes Bedauern.“ Ist hinter der Tafel gleich der Friedhof, wo Groß Bedauern begraben …

Über diese Tafel sich lustig zu machen, das geht auch deshalb nicht, weil es eine lyrische Tafel von höchster Güte ist. Lyrik durch raffinierteste Beistrichsetzung:

„So kamen 120 Kemeter, die in den Krieg gezogen, sind nicht wieder nach Hause.“

Wäre dafür ein Bürgermeister der identitären Regierungspartei, deren Gefechte mit der Rechtschreibung legendär sind, verantwortlich, so wäre es, kurz wie einfach gesagt, ein banaler Rechtschreibfehler, verantwortlich aber dafür ist ein sozialdemokratischer Bürgermeister …

Kemeten - Pro Patria Suite

Ausgewogener, gerechter hätte auch ein Verantwortlicher aus der identitären Regierungspartei das Formulieren dieser Tafel nicht in Auftrag geben können: ausgewogen und gerecht verteilt Leid, Elend, Mord auf alle Menschen, das von dem Wimpernschlagtotalreich mit stahlhartem Willen industriell erzeugt …

Zehn Sätze hat der Tafeltext. Zwei Sätze für die Opfer, für die Ermordeten vom Wimpernschlagtotalreich. Vier Sätze berichten vom „Bomberabsturz in der Kemeter Bergen“, wann die „ersten russischen Truppen“ … wie lange und wo die „Front verlief durch die Gehöfte“  … wie viele „Häuser in Brand geschossen“ … wie viele „Deutsche und Österreicher ums Leben kamen“ … Ein Satz gesteht ein, die „Zahl der gefallenen Russen ist nicht bekannt“. Zwei Sätze davon, wie Kemeten die „volle Härte der Gräuel des zweiten Weltkrieges“, wie viele „nicht wieder nach Hause sind“ … Und zum Auftakt informiert ein Satz zielgenau, wann der „nächste Krieg erfolgte“, nach „schwierigen Jahren am 1. September 1939“ …

Der Friedhof oder die Kirche mit der Urne von Groß Bedauern in Kemeten muß tatsächlich gleich dahinter …

Und nun „kritisiert“ die „Roma Volkshochschule Burgenland“ diese „Tafel zum Gedenken an das Schicksal der Roma von Kemeten als ‚misslungene Erinnerung'“ und der sozialdemokratische Bürgermeister „zeigte sich über die Kritik ‚verwundert'“ – wie recht damit doch Wolfgang Koller …

Die „Zigeuner“ sind daran doch selber schuld und dafür allein verantwortlich; sie hätten längst schon eine andere Tafel bekommen haben können, und zwar bereits im Jahr 1945. Aber wer keine Mensuren ficht, kann nicht erwarten, Kränze geflochten zu kriegen.

Niemand weiß über die Verantwortung und die Schuld der „Zigeuner“ mehr als ein Landeshauptmann aus dem Burgenland, der heute noch weltberühmt …

In Kemeten gibt es aber ein Denkmal, schon lange, bald schon seit einhundert Jahren: Erbaut 1925. Und schon 1945 wurde das Denkmal erweitert:

„PRO PATRIA

Den Toten zur Ehre
Den Lebenden als Mahnung

Unseren Helden
1914-1918
1939-1945″

Und darunter wird allen „unseren Helden“ mit Vornamen und Familiennamen gedacht, die ihr Leben für „das Vaterland“ hergaben, auch angeführt die Hausnummern, wo sie in Kemeten wohnten, damit, wer durch Kemeten spaziert, vor den Häusern verweilen kann, „unseren Helden“ zu danken, vor dem Haus Nr. 88 dem Franz Koller, noch einem Koller Franz auf Nr. 81, einem Johann Krautsack auf 255, einem Mathias Graf auf 116, einem Heinrich Christmann: bei dem allerdings ist keine Nummer angegeben, es muß wohl ein Obdachloser gewesen sein, vielleicht der einzige Obdachlose in Kemeten, aber immerhin ein Obdachloser mit Beruf, beim „Helden“ Christmann ist nämlich angeführt: „Lehrer“ …

„pro patria“ in Kemeten, Burgenland. „pro patria“ in der Hofburg, Wien. Es soll doch auch einmal „unseren Helden“ der Gegenwart gedacht werden, beispielhaft dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich. Ohne ihn wäre das Wissen über die „pro-patria-suiten“ der Burschenschaften, über die Suiten generell, also die Folgen, die Anschlüsse …

Es werden die örtlichen Verhältnisse in Kemeten nicht gekannt, und doch geben die Zusammenhänge eine Vorstellung davon, wo was in Kemeten liegt. Vor dem Friedhof oder der Kirche mit der Urne von Groß Bedauern ohne Geburtsdatum noch Sterbedatum liegt das Kriegerdenkmal „pro patria“ und weit hinter dem Friedhof oder der Kirche mit der Ehrenurne von Groß Bedauern, abgelegen, links oder rechts, die Stahlskulptur mit den Tafeln, also mit jener zur Erinnerung an die zweite Grippewelle nach den schwierigen Jahren der ersten Grippewelle … Die Tafeln selbst können nicht gesehen werden, sind diese doch verdeckt durch das Kriegerdenkmal und die Kirche oder den Friedhof, nur der Kriegerdenkmal und die Kirche respektive Friedhof überragende Stahl ist weithin …

 

Kemeten Stahl - Denkmal

Kurz zum Algorithmus des Allmächtigen

Manchmal erübrigt sich jedwede Beschreibung, jedwede Analyse. Es reicht zu schauen, ein kurzer Blick …

Und schon liefert die automatisierte Zusammenstellung kurz wie einfach die vollkommene Analyse, etwa diese von dem Konzern Facebook.

Wie im Falle des nagel’schen Vereins Okzident.

Als ähnliche Seiten werden die von Vilimsky, Abzwerger, Kickl vorgestellt …

Ist denn ein Wort mehr noch notwendig?

Im Verein der ähnlichen Seiten.

Die Seiten einer Medaille.

Ähnliche Seiten. Nicht von irgendwem dermaßen eingereiht, sondern von Facebook, dem Konzern. Es wird Abzwerger, Kickl, Vilimsky wohl recht anrühren, vor dem Allmächtigen auf einer Seite mit Nagel-Okzident zu stehen, vom Allmächtigen dermaßen geehrt, ausgezeichnet zu werden, vom Allmächtigen mit den zwei Vorstehern dieses Vereins auf eine Stufe gestellt – ein güldenes Edelweiß mehr auf ihrer so gesinnungsreichen Trachtenehrenweste.

Vielleicht trübt es den Freudenstolz von Abzwerger, Kickl, Vilimsky darüber ein wenig, zu wissen, daß ein Ministerkamerad von ihnen sich rühmen darf, von einem gar als „Gesinnungsfreund“ bezeichnet zu werden. Bald aber hätten sie eine Gelegenheit, auch in den Genuß dieser recht hohen Auszeichnung zu kommen, wenn sie zum Marschtag eilten …

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Ähnliche Seiten.

Ach, wie wird in dieser überkritischen Zeit nicht einmal davor Halt gemacht, den Algorithmus des Allmächtigen unangetastet zu lassen, als fehlbar hinzustellen.

Ähnliche Seiten. Ist das nicht höchstes Zeichen der Unfehlbarkeit des Allmächtigen mit seinem für den Menschen unergründlichen, aber richtigen Algorithmus.

Wie der Allmächtige auswählt, welche Seiten ihm ähnlich sind, so wählt der Adam-Nagel-Verein aus, welche Seiten ihm gefallen, das sind der Mann selbst, der tief seine Nägelchen in das Kopfbrett seiner Schlafstatt schlägt, und die Mannen und Frauen des Marsches im Hochgebirge in der Kulisse einer Stadt.

 

Ähnliche Seiten einer Medaille - Abzwerger - Kickl - Nagel - Vilimsky.png

 

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Lilith Kurz hat wieder etwas geschickt.

Von der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in deren Land, das sie, so läßt sie es wissen, nicht Kurzens Land genannt haben möchte.

Und diesmal schreibt Kurz zur Collage:

Marsch der Patrioten Nationalfeiertag Österreich 26 Oktober 2018.png

Am sogenannten Nationalfeiertag, 26.10.18, soll es einen „Marsch der Patrioten“ geben, in der Hauptstadt, der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams. Ist in dem werbenden Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website am 28.09.18 zu lesen.

Sprechen werde, so wird es angekündigt, auch ein Mann, der mit Wörtern so recht gut umgehen kann wie mit Gewehren, und was er nicht an sich halten wird können, dafür ist er bekannt, sind Wörter des Lobes über „Neger, Zigeuner“, ein Lob des „Genderwahns“, ein Lob der „Ehe“ zwischen Menschen gleich welchen Geschlechts wird ihm wohl auch honiggelb …

Umgehen kann dieser Mann auch mit Männern, die an einem Montag zu Ministern gemacht wurden, etwa mit dem, der wohl noch davon träumt, doch eines Tages Bundespräsident zu werden, das der Marschredner einst auch träumte, und das ist noch nicht so lange her, im Jahr ’16 war es. Der zurzeitige Minister wird es wohl auch nie werden, denn zur Bundespräsidentin kann ein Mensch nicht gemacht werden, wie beispielsweise zum Minister, sondern nur gewählt werden, und in einer Wahl für dieses Amt ist der zurzeitige Minister nur eines – ein Verlierer …

Angekündigt ist ein weiterer Mann, zu dem nichts weiter zu sagen ist, als bereits gesagt wurde, und er selbst wird wohl an diesem Marschtag wiederholen, was er erst vor kurzem in der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams sprach:

„Der blaue Fetzen muss verschwinden“

Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß der Beschwörer des Blauen-Fetzen-Verschwindens Obmann eines Vereins ist, dessen Vereinsadresse die Fuhrmanngasse 18 und aus dem Hause 18 in der Fuhrmanngasse kommt nur das Rechtbeste, was dieses Land zu bieten hat. Dabei ist nicht nur an die zurzeitige Ministerin mit den zutiefst verinnerlichten Höflichkeitsgesten zu denken

Der Stellvertreter von dem Obmannbeschwörer des Blauen-Fetzen-Verschwindens in diesem Verein ist ein Mann von rechtem Gewicht, ein Parteigründer, ein marscherprobter Redner, ein die Massen fortreißender Rhetor, ein Mann, der zurecht den Familiennamen des ersten Menschen trägt – nach der Schöpfungsgeschichte im Koran oder in der Bibel oder … wer will sich daran noch erinnern – und dem vollauf gerecht wird.

Wie schade, dieser Mann ist diesmal nicht als Marschredner angekündigt. Vielleicht aber beehrt er die oben angeführten Lobredner mit seiner Anwesenheit und bringt dazu auch seinen ehrenritterlichen Gesinnungsfreund mit, falls es diesem möglich ist, sich für einen Nachmittag von seiner recht schweren Aufgabe, Traktorengeschwindigkeitstests auf Landstraßen durchzuführen, zu beurlauben.

Angekündigt ist noch ein dritter Mann, wohl als Zeichen für eine internationale patriotische Landsmannschaft, aus einer Stadt, einem Städtchen, einem Dorf, dessen Namen mir stets sofort entfällt, kaum habe ich seinen Namen nachgelesen. Ich weiß, wenn ich es Chemtrails nenne, ist es falsch, aber Sie wissen, welches Örtchen ich meine …

Übrigens. Wurde schon erwähnt, was es in diesem Land auf sich hat, wenn ein Mensch sich „Patriot“ nennt? Wenn es daran etwas Positives geben sollte, so bestimmt nicht in dem Land, wie Sie lesen können, vom dem ich Ihnen berichte.

Marsch der Patrioten 26 Oktober 2018.png

 

AfD, die Partei des Innenministers und Pegida: „Vorfeldorganisation der NPD“

In einem Interview sagt Gauland, das Video dazu veröffentlicht vom „Handelsblatt“ am 12.09.18:

„manche pegida-bewegung … das bestreite ich gar nicht, vorfeldorganisation der npd sind und da haben wir immer gesagt, mit denen gar nicht …“

Es geht dabei auch um die „Ereignisse in Chemnitz“, die sich die AfD, sagt Alexander Gauland, sehr genau angeschaut habe, und die AfD, sagt Gauland, müsse aufpassen, das sich von der AfD organisierte Demonstrationen nicht „Leute anschließen, die wir in keiner Weise dabei haben wollen“.

Pegida war in Chemnitz an der Seite der AfD mit dabei. Vertreterinnen der Pegida aus Dresden. Und bei der Pegida aus Dresden, sagt Gauland, „handle es sich nicht um irgendwelche rechtsradikale Spinner“ – sondern um …

Lutz Bachmann war beispielsweise dabei, Schulter an Schulter mit der AfD …

Am 1. September wird zurückgebrüllt – Achse der Retrotollen

Lutz Bachmann als exemplarischer Vertreter der Pegida muß nicht nach seiner Gesinnung bestimmt werden, er muß auch nicht als „Spinner“, um Gauland zu zitieren, bezeichnet werden, es reicht, wieder einmal darauf hinzuweisen, sein Leumundszeugnis:

Bachmann: Gesinnungsbild des Umfeldes des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Diese Serienehrlichkeit zeichnet nicht nur Bachmann aus, sondern es ist überhaupt das bestimmende Merkmal von solchen Bewegungen und von solchen Parteien, gleich in welchem Land, wie es auch die Partei des Innenministers belegt … wie es auch die Partei einer Frau belegt, die für die identitäre Regierungspartei in Österreich wohl so etwas wie eine heilige Freundin … wie es auch die …

Was von solchen Bewegungen, von solchen Parteien bleibt, um es ein weiteres Mal festzuhalten: Pleiten, Schäden, Schulden, Strafverfahren, die sich über Jahre und sogar über Jahrzehnte hinziehen können, Verurteilungen …

Pegida-Bewegung, sagt Gauland, in anderen Städten, das bestreite er, sagt Gauland, gar nicht, seien „Vorfeldorganisation der NPD“ … An welche Städte er, Gauland, dabei wohl gedacht haben mag?

Zurzeitiger Vizekanzler in Wien: „Wir sind die wahre Pegida“

„Pegida: Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“

Bei der Gelegenheit fällt noch ein Innenminister ein, diesmal der zurzeitige in Wien – wann er sich wohl dafür entschieden hat, kein Abonnent mehr sein zu wollen, von jener Partei, die Gauland anspricht? Aber jetzt, im September ’18, will er gar keine Abos mehr …

Manchmal würde es reizen, erfahren zu wollen, wie sich beispielsweise Gauland oder Höcke oder Weidel oder …, wenn sie ganz für sich allein sind, einstufen, nennen, bewerten … Tatsächlich aber ist das vollkommen ohne Belang. Bei Vertreterinnen von solchen Parteien, bei Vertretern, kurz gesagt, von solchen Bewegungen sollte nur auf eines unbedingt geachtet werden, auf ihre Leumundszeugnisse, die sagen alles aus, was von ihrem Gesagten in Wahrheit zu halten ist.

Pegida sagt Gauland Vorfeldorganissation der NPD

 

Was von solchen Parteien bleibt: Schäden, Schulden und Verurteilungen.

Es geht um veruntreute 49 Millionen Euro. In Österreich, in dem Menschen nach wie vor im alten Geld rechnen, um bei Ausgaben eine Vorstellung zu haben, was es ihnen wirklich kostet, wie viel 49 Millionen Euro sind, für diese Menschen umgerechnet: das ist ihr Steuergeld von über 674 Millionen Schilling, das die Partei des Innenministers innerhalb kürzester Zeit veruntreute.

Nun hat sich die Partei des Innenministers mit dem Staat darauf geeinigt, jährlich 600 Tausend Euro (über 8 Millionen Schilling) zurückzuzahlen. Um den Schaden wiedergutzumachen. Das veruntreute Steuergeld wieder an den Staat zu zahlen, also an die steuerzahlenden Menschen. Und das würde 81 Jahre dauern. Wie viele, die in diesem Jahr ’18 geboren wurden, werden das gar nicht erleben, 81 Jahre alt zu werden, dieses sehr hohe Alter nicht erreichen, um die Schlagzeile lesen zu können, die Partei des Innenministers habe das gesamte von ihr veruntreute Steuergeld zurückgezahlt.

In einundachtzig Jahren wird es die Partei des Innenministers wohl nicht mehr geben, verschwunden, aufgelöst, in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit gestürzt von den Wählerinnen, für die Wähler vielleicht gar seit Jahrzehnten keine wählbare Alternative mehr sein. Und was wird von ihr dann bleiben? In einundachtzig Jahren. Nur, kurz gesagt, ein Schaden, und dann immer noch einer in Millionenhöhe sowohl in Euro als auch im alten Geld, davon abhängig, wie lange die Partei des Innenministers es noch geben wird, ob zehn Jahre, ob fünf Jahre, ob drei Jahre …

Der Vorgänger des Innenministers als Führer dieser Partei wurde verurteilt.

Das ist es, kurz zusammengefaßt, was von solchen Parteien wie der des Innenministers bleibt: Schäden, Schulden und Verurteilungen.

49 Millionen Euro durch Partei des Innenministers veruntreut - 81 Jahre für Rückzahlung

 

Beim Fleischhacker

„Unser Thema heute: Klassenkampf im …“

Dann korrigiert sich Michael Fleischhacker. Es fällt ihm doch noch ein, wie das von ihm verlegte Buch heißt, also das Buch von Susanne Wiesinger. Was ihm jedoch nicht einfällt, ist, daß das Buch genau in dem Verlag erschienen ist, dessen Geschäftsführer er ist, er, Fleischhacker, also sein eigenes Produkt moderiert. Während seiner gesamten Werbesendung wird ihm das nicht einfallen, mitzuteilen, erst gegen Ende seiner Werbesendung wird eine Diskutantin das aussprechen, was Fleischhacker selbst nicht ausspricht: es sein Produkt ist.

Es könnte spekuliert werden, wie sich der Bildungsdirektor der Stadt Wien in dieser Werbesendung gefühlt haben mag, es fielen dazu einige Vergleiche ein. Jedenfalls, Heinrich Himmer blieb stets höflich, konstruktiv, hörte zu, ging auf das Gesagte ein, reflektiert, machte Angebote. Dafür erntete er etwa von Susanne Wiesinger, er sei ein „Repräsentant des Systems“, und ihre Gnade, sie wolle ihn „nicht demontieren“ …

Es beginnt bereits mit dem ersten Satz in dieser Werbesendung, den Michael Fleischhacker, Jahrmarktkreuzschraubenfahrer, zu Heinrich Himmer  auf seine erste Wortmeldung sagt, das von Himmer klänge „fast wie am Wahlabend …“

Und es dauert nicht lange, in dieser fleichhackerischen Werbesendung, daß Roland Tichy sich bis zur Kenntlichkeit aufplustert.

Um Roland Tichy Gewicht zu verleihen, wird er von dem Jahrmarktkreuzschraubenfernsehstandl mit dem vorgestellt, was er einmal war: „ehem. Chefredakteur der Wirtschaftswoche“ …

Was er, Tichy, gegenwärtig nun ist, das gibt wohl nichts her, oder wäre zu offenkundig, was er …

Amina Baghajati: „Sie haben mich nicht einmal aussprechen lassen.“

Roland Tichy: „Laß ich auch nicht mehr, weil es mir reicht.“

Während einer Wortmeldung von Elham Manea spricht Roland Tichy, ganz nobler Herr,  zu Amina Baghajati gebieterisch: „Ausreden lassen! Ausreden lassen“ …

Roland Tichy zu Amina Baghajati: „Sie benutzen unsere Werte, um uns zu töten.“ „Wir haben keine gemeinsamen.“ 

Roland Tichy: „… islam zurückfällt in ein finsteres zeitalter … als wir jung waren, konnten wir mit dem vw-bus bis nach afghanistan fahren … dann begann … die radikalisierung … schwarzes leichentuch  … das sind elendsvölker geworden, und jetzt wird dieses leichentuch am zipfel gepackt und über wien, über berlin über ganz westeuropa gezogen …“

„Leichentuch“ … Tichy spricht auch nur vom „Tuch“, das Frauen vor dem Gesicht …

Es kann auch nicht fehlen, daß Roland Tichy mit der Verdächtigung des sexuellen Mißbrauchs kommt: in „muslimischen Familien“ … Es bleibt hier nur noch zu schreiben, ein Psychogramm von Männern wie Roland Tichy kann in „Politik der Feindschaft“ gelesen werden.

Aber Roland Tichy interessiert nicht, zu gewöhnlich als Figur für ein literarisches Werk, zu alltäglich, geheimnislos … Interessant ist hier wieder einmal der Unterschied zwischen Deutschland und Österreich.

„Merz lehnte den Preis auch deshalb ab, weil er mit Roland Tichy nicht auf einer Bühne stehen wollte. Für die Jury-Mitglieder war das der Anstoß, ihr schon länger schwelendes Unwohlsein über die Führung der Stiftung nicht mehr für sich zu behalten.“

Friedrich Merz, früher CDU-Politiker, lehnte den Preis der Ludwig-Erhard-Stiftung ab, vier Jury-Mitglieder traten aus. Wie anders in Österreich: wer in Österreich einen Preis bekommt, denkt nicht daran, diesen abzulehnen, ganz gleich wie anrüchig …

Und fällt der Name Tichy, fällt nicht nur die Erhard-Stiftung ein, sondern auch Hayek – in Deutschland Hayek mit AfD, in Österreich mit Hayek in die Nationalbank …

Erst gegen Ende der Sendung wird Amina Baghajati anstelle von dem Jahrmarktkreuzschraubensender die Redlichkeit in die Sendung bringen, die Michael Fleischhacker eine ganze lange Werbesendung nicht aufbrachte, die Zuseher zu informieren, daß ein fleischhackerisches Produkt zu bewerben war, eine Information, die für Zuseherinnen doch von einem Wert …

Beim Fleischhacker Tichy - Hayek - Erhard.png