Ein Denkmal im Schloß Belvedere für die ermordeten Tiere des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Wie in der Collage

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

gelesen werden kann, hat Günter Traxler sich bereits kurz, also mehr als angemessen mit dem schönbornschen Schreibgang vom Bibelacker zur Liebesheirat beschäftigt – hinzuzufügen ist vielleicht noch die Frage, ob bald mit einem Roman von Christoph Schönborn gerechnet werden darf, der ihn weihen wird zur Rosamunde Pilcher der Kardinäle …

Mehr als 270 Tausend Kugelergüße des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

Und auch noch, wer die schönbornsche Ergebenheit und Dankbarkeit gegenüber dem Haus Habsburg kennt, wird darüber nicht überrascht sein, zu lesen, mit wie viel Wärme er über Franz Ferdinand Habsburg zu schreiben versteht …

Aber das soll heute nicht Inhalt sein. Sondern das hunderttausendfache „sinnlose Blutvergießen“ des Franz Ferdinand Habsburg.

Gerede und Geschreibe von Christoph Schönborn

Von Christoph Schönborn: Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, Top-Killer; Schweigen für Tiere

Gänzlich kann dabei Christoph Schönborn nicht ignoriert werden. Denn sein Gerede und sein Geschreibe zum Krieg von 1914 bis 1918, über das „sinnlose Blutvergießen“, über die – geradewegs, als wäre es ein namenlosen Verbrechen gewesen – „Urkatastrophe“, sein Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, seine Einladung an die anderen leitenden Angestellten seines Organisierten Glaubens, an den „Kriegerdenkmälern, die es in allen Städten und Dörfern gibt, der Opfer des 1. Weltkriegs zu gedenken“, haben in Verbindung mit dem Artikel über die „Flachland-Wilderer in der Lobau“ die Idee geboren, es ist Zeit, ein Denkmal für die Opfer des „Top-Killers, wie ihn Peter A. Krobath in seinem Ausstellungsbericht tituliert, zu errichten, im Schloß Belvedere, also dort, wo Franz Ferdinand Habsburg irgendwo sein Büro hatte.

Es ist schon zu hören, ja, von heute aus gesehen, aber damals … Nein, auch damals wurde gewußt, was Jagd heißt. Franz Ferdinand Habsburg wußte also, was er tat. Er litt nicht Hunger, er mußte nicht in Notzeiten in die Lobau zum Wildern. Er tötete aus Vergnügen, aus Obsession, aus Sadismus, aus Herzenskälte, zur Lobpreisung Gottes, im Auftrage der Vorsehung, die Jagd sein Fetisch – aus einer giftigen Mischung aus alledem … einerlei, was ihn dazu trieb, die psychologischen Gründe für sein Blutvergießen interessieren nicht. Tatsache ist, daß er mit seinen über 270 Tausend ermordeten Tieren ein Massenmörder war. Er war ein Jäger, und deshalb kann er als Jäger in den Worten von Wilhelm Dietler, einem deutschen Philosphieprofessor und Autor aus dem 19. Jahrhundert, erschöpfend beschrieben werden:

„Es gibt nämlich viele Jagdliebhaber, die wirklich zum Morden und Bösen abgehärtet sind – abscheuliche Ungeheuer, lechzend nach Blut, gewohnt an Jammergewinsel, denen es nie gefällt, als unter lärmenden, berauschenden Lustbarkeiten. Andere haben durch das Rohe ihrer Erziehung und Lebensart Geschmack an der Jagd bekommen, und zwar nicht nur Jäger von Profession, sondern manche Landjunker und andere dergleichen, welche – ohne eine vernünftige, menschliche Beschäftigung gelernt zu haben, ohne Nachdenken – ihre Zeit nicht anders zu töten wissen, als durch Jagd.“

Franz Ferdinand Habsburg war ein Jagdliebhaber. Jäger sind nach Blut lechzende Ungeheuer. Franz Ferdinand Habsburg war ein nach Blut lechzendes Ungeheuer.

Es könnten noch viele Zitate angeführt werden, um zu zeigen, wie sehr die Jagd, das Morden von Tieren durch die Jahrhunderte scharf verurteilt wurde, und wenn Franz Ferdinand Habsburg kein gänzlich Bildungsferner gewesen war, wird ihm das bekannt gewesen sein, und wer dann mit diesem Wissen noch weiter auf die Jagd geht, weiter Tiere mordet, noch dazu in dieser wahnsinnig zu nennenden Dimension, wie es Franz Ferdinand Habsburg tat, ist – vor so viel Irrsinn kapituliert der Formulierungswille …

Einige Zitate aber doch, um zu zeigen, daß es keine Diskussion der Gegenwart über die Verwerflichkeit der Jagd ist, sondern eine, die es gibt seit …

„Die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören. Fast möchte ich annehmen, dass sie den Hundekot wie Zimtgeruch empfinden! … Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch ein königliches Leben zu führen.“
Erasmus v. Rotterdam, niederl. Humanist, Schriftsteller (1465-1536)

„Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.“
Friedrich der Große, König von Preußen (1740-86)

„Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.“
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950)

„Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt.“
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

Nun, das müßte einmal an Zitaten genügen …

Denkmal für die ermordeten Tiere des Franz Ferdinand Habsburg - Eine Vorlage

Eine Anregung für ein Denkmal im Schloß Belvedere für die von Franz Ferdinand Habsburg ermordeten Tiere

Wie könnte ein derartiges Denkmal aussehen?

Eine Möglichkeit wäre ein lebensgroßer Franz Ferdinand Habsburg mit einem von ihm erschossenen lebensgroßen Elefanten, aber Franz Ferdinand Habsburg mit aufgesetzter Kaiserkrone und sonst gänzlich nackt, der unentwegt Kugeln ejakuliert … Fehlen darf dem Denkmal nicht eine permanente multimediale Ausstellung, die auf das Elend der Tiere nicht nur durch die Jagd eindringlich aufmerksam macht, ausführlich informiert … Eines der Video etwa, vielleicht mit dem Titel „Franz Ferdinand Habsburg – Schutzpatron der Ungeheuer“, könnte seine hunderttausendfachen Morde dokumentieren …

Können Sie sich, Frau Ministerin, Heinisch-Hosek als Frauenministerin und als Bildungsministerin vorstellen?

Ehe begonnen wird, über ein Interview vom 5. Juli 2014 in der Tageszeitung „Kronen Zeitung“ zu schreiben, zuerst unbedingt für die Zukunft notieren: An verregneten Sommertagen nach Rückkehr aus dem Urlaub in dieses Land nicht in dessen alten Zeitungsaugaben stöbern.

Ein Vorsatz, der in diesem Sommer leider nicht mehr …

Das Interview, auch dieses wurde nachgelesen und kann nicht unbeschrieben bleiben.

Die Frage der Überschrift stellte Edda Graf der Bildungs- und Frauenministerin nicht. Dafür fragte Gabriele Heinisch-Hosek ihre Interviewerin:

„Sie wollen Schiller umtexten?“

Friedrich Schiller würde heute selbst umtexten oder es gar nicht geschrieben haben

Ehemalige FPÖ-Pressesprecherin Edda Graf interviewt Gabriele Heinisch-Hosek. Als wär’s ein Dramolett von Antonio Fian, aber diesmal frei erfunden.

Es ging dabei, wie kann es anders sein, um Hymnen. Auch um die Europahymne. Ein wohl ebenfalls mehr als unglücklich gewählter Text für eine Europahymne. Aber für Gabriele Heinisch-Hosek … Von einem anderen Blick aus, auf Europa gerichtet, möglicherweise die richtige Text-Wahl, wenn dafür herangezogen wird, was Friedrich Schiller selbst, zitiert nach Dieter Hildebrandt, über seinen Text schrieb:

„Schiller selbst hat sein Werk später hart kritisiert: ‚Die Freude ist nach meinem jetzigen Gefühl durchaus fehlerhaft und ob sie sich gleich durch ein gewisses Feuer der Empfindung empfiehlt, so ist sie doch ein schlechtes Gedicht.‘ Und er fügte hinzu: ‚Weil sie aber einem fehlerhaften Geschmack der Zeit entgegenkam, so hat sie die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden.‘ Und Beethoven wiederum meinte über seine Sinfonie: ‚Er sehe ein, mit dem letzten Satz dieser Symphonie einen Mißgriff begangen zu haben; er wolle denselben daher verwerfen und dafür einen Instrumentalsatz ohne Singstimmen schreiben, wozu er auch schon eine Idee im Kopf habe.'“

Ein „schlechtes Gedicht“, „fehlerhaft“, „fehlerhaftem Geschmack der Zeit, so Schiller selbst, und Beethoven: „Mißgriff begangen, daher verwerfen“ …. Und ein „Gelegenheitsgedicht“ schreibt Dieter Hildebrandt:

„Schillers Lied ‚An die Freude‘ ist ein Jugendwerk, ein Wurf eines Sechsundzwanzigjährigen; keineswegs die ‚Hymne‘ oder ‚Ode‘, als die sie heute immer wieder bezeichnet wird, sondern ein Gelegenheitsgedicht.“

Edda Graf hätte darauf Gabriele Heinisch-Hosek fragen können, ob sie sich nicht eine Umbesetzung vorstellen könnte, also Getrude Brinek als Frauenministerin? Denn Volksanwältin Gertrude Brinek kann sich mittlerweile immerhin vorstellen, einen Wettbewerb für einen neuen Text einer österreichischen Nationalhymne zu veranstalten, wenngleich auch Gertrude Brinek nach wie vor die übrigen offiziellen acht unsäglichen Hymnen in Österreich unangetastet ….

Daß die gesetzliche Änderung der österreichischen Nationalhymne, auf die Gabriele Heinisch-Hosek weiter setzt, die denkbar schlechteste Lösung war, darüber wurde schon vor Jahren geschrieben: „Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept“ …

Es wäre gut und richtig, wenn Gertrude Brinek ihren Vorschlag des Wettbewerbs noch ausweitete, nämlich auf alle neun offiziellen Hymnen in diesem Land, wenn schon ein Trachtenjodler – „Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun offiziellen österreichischen Hymnen“ …

Weshalb es gut und richtig wäre, alle neun Hymnen neu zu texten, das muß nicht noch einmal ausgeführt werden; ein Hinweis reicht auf „Neun offizielle Hymnen aus Österreich – ein Destillat“ …

PS Das auf dem Donauinselfest 2014 angebotene Getränk wird in diesem leider nicht von Antonio Fian erfundenen Dialog auch angesprochen. Das will aber tatsächlich nicht mehr kommentiert werden – genug darüber schon …

Die Wahrheit von „Erstaunlich.at“ so stichhaltig als die von „Unzensuriert.at“

Es geht heute nicht noch einmal um dieses Getränkeplakat auf dem Donauinselfest 2014, das, wie bereits ausführlich in Die Woche nach dem Fest berichtet wurde, vorbildhaft und sofort entfernt wurde, sondern darum, aufzuzeigen, was von „Erstaunlich.at“ als Informationsquelle zu halten ist – manches, aber bestimmt nichts, das mit Wörtern wie Zuverlässigkeit, Seriosität, Redlichkeit in Verbindung gebracht werden könnte.

Und dafür eignet sich der Bericht von „Erstaunlich.at“ über das Getränkeplakat vorzüglich. Denn „Erstaunlich.at“ meinte am 30. Juni 2014 noch – also nach der vorbildhaften sofortigen Entfernung des Getränkeplakates –, etwas schreiben, dieses Getränkeplakat der gesamten SPÖ zum Vorwurf machen zu müssen …

Gesinnungsstichige Information von Erstaunlich-atDas war aber „Erstaunlich.at“ nur durch Ausblendung der tatsächlichen Vorgänge, durch Umgehung der Wahrheit möglich. Denn entgegen der Behauptung, wie in der Collage gezeigt wird,  von „Erstaunlich.at“ hat auch „www.werbewatchgroup-wien.at“ sofort reagiert und ebenfalls am 30. Juni 2014 dieses Getränkeplakat scharf verurteilt. Entgegen der Behauptung von „Erstaunlich.at“, wie ebenfalls in „Die Woche nach dem Fest“ nachgelesen werden kann, bedurfte es nicht „zahlreiche[r] Beschwerden“, es reichte ein Hinweis bereits aus für das Entfernen des Getränkeplakates …

Soher könnte gesagt werden, Informationen von „Erstaunlich.at“ sind so stichig wie Äpfel, die von Würmern befallen sind; in Ableitung davon kann von gesinnungsstichigen Informationen, die „Erstaunlich.at“ ausliefert, gesprochen werden. „Erstaunlich.at“ verlangt, wie in der Blattlinie“ von diesem Medium zu lesen ist, von „Gastautoren für eine Veröffentlichung stichhaltige Unterlagen“ … Ob solche stichhaltigen Unterlagen verlangt werden,  auf denen „redaktionelle Berichte“ von „Erstaunlich.at“ selbst … Denn nach der Kennzeichnung handelt es sich bei dieser gesinnungsstichigen Information „Das Frauenbild der SPÖ?“ um eine redaktionellen Bericht von „Erstaunlich.at“.

„Erstaunlich.at“ springt der plumpen Gemein-Schaft allenthalben bei, wie hier schon in anderem Zusammenhang zu schreiben war, und auch beim Getränkeplakat verhält es sich erneut nicht anders, wie die FPÖ-Presseaussendung vom 30. Juni 2014 belegt – auch über diese kann in „Die Woche nach dem Fest“ ….

Krieg – Eine globale Kollaboration

Gerade die Tage der mannigfachen Erinnerungen an den Beginn des von Monarchien herrschaftlich befohlenen und ausgelösten Krieges von 1914 bis 1918, die vielfach als Mahnungen an das Heute formuliert sind, sind dem Zeitpunkt wieder günstig, über eine weitere Absurdität zu sprechen, über einen Trugschluß, über die falsche Sicherheit, es sei ein Krieg unvorstellbar, gerade in Europa, je dichter etwa die wirtschaftlichen Verflechtungen sind. In diese falsche Sicherheit flüchteten nicht wenige auch vor dem Krieg von 1914 bis 1918, wie es beispielsweise aktuell Christopher Clark in seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele kurz ansprach, als er sagte:

„Viele Zeitgenossen wogen sich in Sicherheit: der große Krieg, also ein Krieg zwischen den Großmächten sei unmöglich geworden. Dafür wäre die moderne Welt zu eng durch Handelsbeziehungen und finanzielle Abhängigkeitsverhältnisse transnational vernetzt.“
Was für ein Trugschluß das bereits damals war, vor einhundert Jahren.
Was für ein Trugschluß, was für eine falsche Sicherheit das erst recht heute ist, in einer Zeit, in der das wirtschaftliche und finanzielle, ja sogar das politische Netz transnational noch dichter geflochten ist.
Krieg - Globale KollaborationDie Absurdität des Krieges besteht darin, daß der Krieg als das Trennende zwischen Menschen, die verschiedenen Nationen angehören, erscheint und wahrgenommen wird, und dabei bestätigt der Krieg doch die globale Kollaboration der Menschen … Während auf den Schlachtfeldern jedwedes Krieges die Menschen sich gegenseitig abschlachten, arbeiten alle Menschen auf dieser Erde zusammen und gemeinsam in weltweiten Kooperationen, um all das herzustellen, was der eine Soldat benötigt, um zu morden, was die eine Soldatin benötigt, um ermordet zu werden, was alle Menschen weltweit, die nicht an den Fronten mit dem Morden und dem Ermordet-werden beschäftigt sind, also nicht benötigen, aber gemeinsam schaffen, um als sogenannte Zivilpersonen in jedwedem Krieg ebenfalls geschlachtet zu werden.
Knapper, anschaulicher und eindringlicher wurde über den Krieg als globale Kollaboration bei keinem anderen als Blaise Cendrars noch gelesen. Über die Ausrüstung eines Soldaten. Er schrieb es in seiner Erzählung „Ich tötete“. In einer Erzählung über das Morden im Krieg von 1914 bis 1918.
„Ich bitte um die Ehre, ein Klappmesser zu bekommen. Man verteilt zehn Stück und ein paar grosse Melinitbomben. Darin also gipfelt diese immense Kriegsmaschine. Frauen verrecken in Fabriken. Eine Horde von Arbeitern rackert in den Minen. Wissenschaftler, Erfinder zermartern sich das Hirn. Das ganze wunderbare Wirken der Menschen leistet Tribut. Die Fülle eines ganzen Jahrhunderts Arbeit. Die Erfahrung mehrerer Zivilisationen. Auf der ganzen Welt müht man sich nur für mich. Die Mineralien kommen aus Chile, die Konserven aus Australien, das Leder aus Afrika. Amerika schickt uns Werkzeugmaschinen. China Arbeitskräfte. Das Pferd der Feldküche wurde in den Pampas Argentiniens geboren. Ich rauche einen arabischen Tabak. Im Beutel trage ich Schokolade aus Batavia. Männerhände und Frauenhände haben all das fabriziert, was ich auf mir trage. Die Kollaboration aller Rassen, aller Regionen, aller Religionen. Die ältesten Traditionen und die modernsten Verfahren. Alles aufgewühlt: die Eingeweide des Globus und alle Sitten und Bräuche; man hat jungfräuliche Landstriche geplündert und friedliebenden Geschöpfen ein schändliches Handwerk beigebracht. Ganze Länder wurden in einem Tag umgepflügt. Das Wasser, die Luft, das Feuer, Elektrizität und Röntgenstrahlen, die Akustik, Ballistik, Mathematik, Metallurige und Mode, die Kunst, der Aberglaube, die Lampe, die Reisen, der Tisch, die Familie, die Universalgeschichte, all das ist in jene Uniform, die ich trage, eingewoben. Frachter überwinden die Ozeane. Unterseeboote tauchen. Züge rollen. Lastwagenkolonnen donnern. Fabriken explodieren. Die Menschenmenge der Metropolen stürzt in die Kinos und reisst sich um Zeitungen. In der Tiefe der Felder säen und ernten die Bauern. Seelen beten. Chirurgen operieren. Financiers raffen. Patentanten schreiben Briefe. Tausend Millionen Individuen haben mir ihr ganzes Geschäft eines Tages gewidmet, ihre Kraft, ihr Talent, ihr Wissen, ihre Intelligenz, ihre Gewohnheiten, ihre Gefühle, ihr Herz.“

„JUDr. Franz Kafka“ – Das freiheitliche oder plumpe Spiel mit dem Antisemitismus

Plumpes Spiel mit dem Antisemitismus - Zur Zeit 31-32 - 1-14-August-2014Der Artikel über Franz Kafka in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ wurde lediglich überflogen – es gibt profundere Quellen, um sich zu informieren, auch über Franz Kafka.

Eines kann dieser Artikel nicht verleugnen, daß er einzig geschrieben scheint für die Schlagzeile: „JUD…“

Freilich werden sich die ZZler damit herausreden, es handle sich dabei um die Abkürzung für „Juris Utriusque Doctor“ – vorsorglich haben sie das auch in den Artikel hineingeschrieben. Mag es vielleicht irgendwann eine gängige Abkürzung „JUDr.“ gegeben haben – die Recherche lohnt nicht –, aber heute ist es eine, mit der etwa der Duden nicht einverstanden ist.

Daß es ein plumpes Spiel mit dem Antisemitismus ist, muß den ZZlern wohl bewußt sein; denn wohlweislich verzichten sie darauf, bekanntzugeben, wer diesen Artikel verfaßte.

Es wird hier gar nicht der Vorwurf erhoben, die freiheitlichen ZZler seien antisemitisch, zu plump ist es, was sie mit dem Artikel zu Franz Kafka … Vielmehr will festgehalten werden, es sollte „freiheitlich“ und „plump“ synonym verwendet werden, wenn also von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen wird, kann für diese auch plumpe Gemein-Schaft eingesetzt werden, und dennoch sofort klar ist, es wird von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen, wie auch sofort verstanden wird, wenn von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen wird, von der plumpen Gemein-Schaft die Rede ist.

Es kann der plumpen Gemeinschaft nicht einmal der Vorwurf gemacht werden, sie sei antisemitisch, wenn sie nicht einmal weiß, was Antisemitismus ist – jedenfalls, wenn etwa in der plumpen ZZ gelesen wird, deren Einschätzung und Wertung, daß das Werk von Richard Wagner „antisemitismusfrei“ …

NS Es gab einmal eine Abkürzung für „Juris Utriusque Doctor“, aber die lautete „J.U.D.“ … Nun, vielleicht ist bei der plumpen Gemein-Schaft alles auf diese ihre exorbitante Leseschwäche zurückzuführen, über die gestern …

NNS Sie werden sich auch darauf ausreden können, Franz Kafka habe selbst diese Abkürzung verwendet … Nun, nicht alles, was große Dichter schreiben, wird für immer nachgeschrieben. Wird etwa daran gedacht, wie Goethe selbst seinen Namen schrieb, einmal so, dann wieder so, und doch gibt es seit langem die gängige Verständigung darauf, „Goethe“ zu schreiben, also zu ignorieren, wie Goethe selbst seinen Namen schrieb …

NNNS Oder sie werden sich als ein tschechisches Magazin bezeichnen, weil es in Tschechien noch „JUDr.“ gebräuchlich ist. Aber das wäre wohl mehr als ungewöhnlich, schaffen es doch bis heute nicht alle in der plumpen Gemein-Schaft den korrekten Staatsnamen für die Tschechische Republik zu verwenden, sondern sie greifen zu Tschechei, zu einer Bezeichnung also aus einer Zeit …

Bernd-Christian Funk ist nicht Markus Neher – Eine Nachhilfe für die freiheitliche Gemein-Schaft

Das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft mit dem falsch gewählten Namen „Unzensuriert“ gibt heute wieder einmal ein exemplarisches Beispiel dafür ab, daß freiheitliche Parteipolitik auf nichts anderem fußt, als auf Leseschwächen Verwechslungen und gänzlich falschen Einschätzungen und Bewertungen. Es soll für heute einmal gänzlich ausgeblendet werden, was von der freiheitlichen Gemein-Schaft bewußt eingesetzt wird, um falsch zu informieren, um zu desinformieren und so weiter und so fort …

Denn es ist im Grunde schon schlimm genug, eine Partei zu wählen, deren Schwächen derart offensichtlich sind, deren einzige Kompetenz das Abgründige ist. Und alle Wähler und Wählerinnen sollten sich ernsthaft die Frage stellen, ehe sie je noch auf die Idee kommen wollen, die freiheitliche Gemeinschaft wählen zu wollen, was kann aus einem Land werden, in der von ihnen einer Partei mit derartigen Leseschwächen eine politisch haupttragende Rolle qua Wahlen zugewiesen würde … Nichts. Verarmung in jedweder Hinsicht, und zusätzlich noch: Abgründigeres, das in den totalen moralischen und ehtischen Abgrund …

Das Beispiel aus dem freiheitlichen Medium, deren Namen „Unkorrigiert“ passender wäre, von heute ist eine Lappalie … Aber ein weiteres Mal exemplarisch. Wie können freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen tatsächlich wichtige und wesentliche Daten lesen, beispielsweise Wirtschaftsdaten, demographische Daten und so weiter und so fort, Daten also, die wesentlich sind für das gute Treffen von politischen Entscheidungen zum Wohl der Menschen in einem Land.

Nachhilfe für freiheitliche Gemein-Schaft - Funk ist nicht Neher

Was Markus Neher sagte, aber nicht Bernd-Christian Funk.

Das heutige freiheitliche Beispiel ist wieder einmal ein alles kenntlichmachendes Beispiel für die Gemeingefährlichkeit von gewählten Funktionären und Funktionärinnen, die das von ihnen Gelesene nicht verstehen, von He-Chr. Strache aufwärts, und weil es eine Lappalie ist, muß dieses Beispiel nicht ausgeführt werden; es reicht der Hinweis auf die Collage mit der Gegenüberstellung, was tatsächlich geschrieben und wie es vom freiheitlichen Medium gelesen wurde …

Leseschwäche von He-Chr Strache aufwärts

Was anderen etwa eine Satire ist, ist He.-Chr. Strache bare Münze, die allen, ersparen Wähler und Wählerinnen nicht endlich dem Land eine gewählte FPÖ, noch teuer, allen sehr sehr teuer …

Nach wie vor kann alles, was Freiheitliche aufgrund von Leseschwächen, Verwechslungen und falschen Einschätzungen und Bewertungen des von ihnen Gelesenem von sich geben, als Lappalien abgetan werden. Aber stellen Sie sich für eine Sekunde vor, Funktionäre und Funktionärinnen der freiheitlichen Gemein-Schaft in einer Bundesregierung, beispielsweise He.-Chr. Strache, der gerade aktuell wieder einmal ein Beispiel, einen Beleg für seine Leseschwäche vorlegte – heute ist eine Lappalie, aber stellen Sie sich He.-Chr. Strache als Außenminister vor, dem schon vollkommen die Fähigkeit fehlt zu erkennen, um welche Textsorte es sich handelt, der beispielsweise Satiren als bare Münze nimmt und zur Grundlage seiner … In welches Verderben und in welches Elend muß ein derartiger Außenminister Österreich zwangsläufig stürzen? Diese Vorstellung reicht bereits bei weitem aus, um nicht einmal mehr ansatzweise mit dem Gedanken spielen zu wollen, je die freiheitliche Gemein-Schaft noch wählen zu können. Die freiheitliche Schollengesinnung muß gar nicht einmal mehr erwähnt werden, um von der Unwählbarkeit der freiheitlichen Gemein…

Vier Jahre einer Entwicklung eines Polizisten: Vom Selbstportrait „Mann mit Gewehr im Anschlag“ zum Straßenauftritt mit Waffe in Gesinnungsuniform

Gestern wurde fragend darüber geschrieben, anhand von Beispielen aus dem Jahr 2014, wohin entwickelt sich die Polizei, werden sich polizeiliche Vorgehensweisen zu Strukturen verhärten und ausbreiten, die einer demokratischen Gesellschaft ganz und gar abträglich sind …

Vier Jahre der Entwicklung vom Porträt zum Gang auf die Straße mit Waffe

Vier Jahre einer Entwicklung: Vom Selbstportrait „Mann mit Gewehr im Anschlag“ zum bewaffneten Straßenauftritt.

Vor beinahe vier Jahren wurde über einen Polizisten geschrieben, der sich für seinen Autritt auf der Plattform des Unternehmens Facebook mit einem Gewehr im Anschlag portraitierte, und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß werde wohl nicht der Polizist sein, der auf Demonstrationen seine Kollegen und seine Kolleginnen mit Getränken und Broten versorgt.

Menschgemäß ist die Versorgung der Kollegen und Kolleginnen mit einer Jause eine harmlose Angelegenheit, aber keine unpolitsche; denn die Essensversorgung durch eine gewerkschaftliche Fraktion ist zugleich eine parteipolitische Werbung, die der Kollegenschaft signalisieren soll „Wir sind für Euch“. Und: „Wir kümmern uns um Euch, wir versorgen Euch.“ Speckbrot und Most gegen Wahlstimme …

Harmlos kann es aber nicht mehr genannt werden, wenn ein Polizist, der offensichtlich nicht im Dienst ist, bei einer Räumung bewaffnet auftritt. Und dieser Auftritt am 28. Juli 2014 in der Leopoldstadt, bei der Räumung der „Pizzeria“ ist aber gesondert zu erwähnen, auch wenn das Vorgehen der Polizei aus anderen Gründen bereits gestern in die „Reihe 2014“ aufgenommen wurde.

Im Nachhinein wird oft – wie eben erst in Salzburg von einem Historiker vor den sogenannten hohen und höchsten Spitzen des Staates – die „Urplötzlichkeit“ eines Ereignisses bemüht. Aber jedwedes Ereignis hat seinen Vorlauf. Jedwedem Ereignis gehen Entwicklungen voraus, die zu oft Jahre oder sogar Jahrzehnte vorher bereits in Gang gesetzt wurden, leider zu oft unbemerkt, schlimmer, zwar bemerkt aber unbeachtet bleiben, ignoriert werden.

Und dieser Polizist, der sich vor Jahren selbst als der Mann mit dem Gewehr im Anschlag portraitierte, steht exemplarisch für eine Entwicklung, die nun beängstigend zu nennen ist. Begnügte er sich im November 2010 noch damit, sich mit einem Gewehr im Anschlag zu portraitieren, ist ihm das im Juli 2014 nicht mehr genug. Er ist nicht als Polizist im Dienst. Aber im Juli 2014 muß er bewaffnet hinaus auf die Straße …

In knapp vier Jahren entwickelte sich dieser Polizist von einem Mann, der sich mit einem Gewehr im Anschlag zwar harmlos aber für einen Polizisten auf fragwürdige Art portraitiert, zu einem Mann, den es mit einer Waffe auf die Straße drängt und, wie es die Bilder zeigen, dabei geschäftig und rege offensichtlich wieder einmal bei der Betreuung seiner Kollegen und Kolleginnen. Die Bilder zeigen aber auch, wie selbstverständlich, wie normal es für seine Kollegen und Kolleginnen im Dienst zu sein scheint, daß er bewaffnet in salopper Freizeitkleidung unter ihnen sich bewegen kann. Aber in einem gewissen Sinn ist er dennoch uniformiert, nicht in der staatsverordneten Uniform, sondern in einer gesinnungsgemäßen Uniform, die für einen Polizisten des demokratischen Staates Österreich nicht mehr bloß fragwürdig zu nennen ist, sondern …

Welche Entwicklungen wird dieser Polizist noch durchmachen? Wie lange wird den Entwickungen, die in der österreichischen Polizei vor sich gehen, noch keine Beachtung geschenkt werden, vor allem von den sogenannten hohen und höchsten politisch Verantwortlichen in diesem Staat? Ein nicht im Dienst seiender bewaffneter Beamter in dieser Gesinnungsuniform – kann eine Alarmglocke lauter noch schrillen?

Besonders das Jahr 2014 zeigt die Polizei auf einem Weg, der für die kommenden Jahre nichts Gutes verheißt, wenn dem nicht von der gesamten demokratischen Gesellschaft Einhalt geboten wird.

PS „Heimat ohne Hass“ erwähnt in „Der Polizist mit dem Eisernen Kreuz“ u.a. auch Hannes Stiehl, auch ein Polizist, der … Aber zu ihm und seinen Kameraden wurde schon mehr als genug geschrieben …

„Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ – Oh Poliza hilf!

Alles, was zu diesem Vorfall in Salzburg zu berichten ist, kann dem Artikel aus der Tageszeitung „Der Standard“ entnommen werden, der in die Collage aufgenommen wurde.

Oh Poliza hilfDer Vorfall vom 25. Juli 2014 ist erwähnenswert, weil er in eine Reihe von zu bedenkenden Vorgehensweisen der Polizei zu stellen ist, die nicht unbeachtet bleiben dürfen, die Fragen provozieren, wohin entwickelt sich die Polizei in Österreich, kann eine demokratisch Gesellschaft eine derartige Polizei dulden? Es scheint dringlich geboten zu sein, sich um das polizeiliche Auftreten zu sorgen, zu kümmern, ehe sich diese Vorgehensweisen zu polizeilichen Strukturen verhärten, der Bürger und die Bürgerin in diesem Land plötzlich nicht mehr frei und ohne Angst eine Polizei, die seine Grundrechte und ihre Menschenrechte zu wahren hat, im Dienst der Rechtsstaatlichkeit sehen, sondern sich vor einem blauen Block in Acht zu nehmen haben, ehe es soweit kommt, daß Bürgerinnen und Bürgern gut beraten sind, am besten die Straße zu meiden, wenn sie nicht dem blauen Block in die Hände der Willkür …

Und es ist Willkür – bereits jetzt kann schon von Willkür gesprochen werden. Das zeigt etwa ein Vergleich zwischen dem aktuellen Vorfall in Salzburg mit einem Vorfall in Wien, der sich erst vor wenigen Wochen ereignete, nämlich am 14. Juni 2014. Vergleichen Sie die Vorgehensweise der Polizei und auch der Staatsanwalt in Salzburg wegen eines spekulativen Spruchs, der je nicht als Verhetzung klassifiziert werden kann, sondern aus dem beliebten Spiel Wie wäre die Geschichte verlaufen, wie sähe die Gegenwart aus, hätte es nicht oder hätte es gegeben … stammt, vergleichen Sie es mit dem Umgang der Polizei und auch des Verfassungschutzes in Wien mit einem Folder, den die Polizei selbst als einem mit „nationalsozialistischem Inhalt“ …, berücksichtigen Sie dabei auch, wer in Wien festgenommen wurde, wer ungehindert …

Zu dieser Reihe der nicht zu ignorieren Vorgehensweisen muß wohl auch die Räumung der „Pizzeria“ am 28. Juli 2014 in Wien durch die Polizei gezählt werden, ebenso ein Vorfall vom Frühjahr 2014 in Tirol, über den u.a. die Tageszeitung „Der Standard“ am 22. Juli 2014 berichtete: „Vorwürfe gegen Polizei: ‚Witze über Türken und Afrikaner sind Alltag'“. (Zu diesem Artikel über die Vorkommnise in Tirol muß nebenbei doch angemerkt werden, es sollte in Hinkunft vermieden werden, allgemein von der Volksanwaltschaft zu schreiben, wenn es um volksanwaltschaftliche Aussagen über die Polizei geht, sondern konkret anzuführen, wer aus der Volksanwaltschaft es ist, um den Gehalt der Aussage als Leser oder Leserin einschätzen zu können. Nach der Geschäftsverteilung der Volksanwaltschaft kann es nur Dr. Peter Fichtenbauer gewesen sein, der die Auskunft gab, wie im Artikel zu lesen ist: „Auch vonseiten der Volksanwaltschaft heißt es, dass man nur vereinzelt mit Aussagen von Polizisten konfrontiert sei, die von den Betroffenen als rassistisch empfunden wurden. Verallgemeinernd von einer ‚rassistischen Polizei‘ sprechen könne man aufgrund dessen nicht.“)

LandfriedensbruchparagraphZu dieser Reihe der nicht zu ignorierenden polizeilichen Vorgehensweisen ist auch der Vorfall am 17. Mai 2014 zu zählen:

Identitäre und Unruhen – Wiener Polizei verwechselt Wien mit Irgendwo

Als die Polizei einen Passanten zum Demonstranten machte

Die vermehrte Anwendung des Landfriedensbruch-Paragraphen ist ebenfalls in diese Reihe zu stellen.

Zu dieser Reihe der nicht zu ignorierenden Vorgehensweisen ist an erster Stelle der mehr als bedenkliche und äußerst fragwürdige Umgang der Polizei und der Justiz mit Josef S., der nicht ein Fall Josef S ist, sondern ein Fall Polizei und Justiz.

Polizei - Reihe 2014Diese Vorgehensweisen sind alle aus 2014 (und das Jahr 2014 ist noch lange nicht vorbei) und können beschlagwortet werden mit „Reihe 2014“. War das erst der Vorgeschmack? Was kann von der Polizei in den kommenden Jahren noch alles erwartet werden? Nichts. Denn die Polizei hat zu erwarten und haargenau zu erfüllen, nämlich die Aufträge einer demokratischen Gesellschaft …

Christopher Clark in Salzburg – Eine typische österreichische Besetzung

Allmählich wird begriffen, weshalb Christopher Clark vor allem in gewissen Kreisen einen recht bevorzugten Ruf mittlerweile genießt, er offensichtlich auch schlafwandlerisch als Festredner der heurigen Salzburger Festspiele gefunden und verpflichtet wurde, von dafür verantwortlichen Menschen, die eine österreichische Vergangenheit träumen, die ihnen als Wirklichkeit …

Gavrilo Princip - Stirbt 1918 in Theresienstadt an Tuberkolose und Misshandlung

„Gavrilo Princip starb am 28 April 1918 in Theresienstadt an den Folgen von Tuberkulose und Mißhandlung. Er wog gerade noch 40 Kilogramm.“

Christopher Clark blendet in seiner Festrede alles aus, was unangenehm sein könnte, für Österreich, als wäre er ein Österreicher des Jahres 1945, als ginge es noch einmal darum, die österreichische Unabhängigkeitserklärung in der Blaimschein-Villa zu schreiben, die Österreich bestätigt, für nichts verantwortlich je gewesen und zu sein, nichts gewußt zu haben und je nichts zu wissen …

Von daher freilich war Christopher Clark am letzten Sonntag die idealtypische Besetzung, sonst aber eine Fehlbesetzung. Es wurde auch die falsche Vortragsform gewählt. Statt dem Publikum, unter dem sich die sogenannten hohen und höchsten Spitzen des Staates befanden, eine Rede hören zu lassen, hätte dem Publikum beispielsweise ein Comic gezeigt werden können, menschgemäß nicht von Christopher Clark, sondern die illustrierte Geschichte über Gavrilo Princip von Henrik Rehr.

Aus dieser illustrierten Geschichte hätte das Publikum das erfahren können, was Christopher Clark in seiner Festrede verschwieg, mehr, beschönigte, noch mehr, die Schuld abwälzte, die Schuld abwälzt auf die jungen Männer und

„diese sieben jungen Männer – das waren sehr junge Männer: die alle enthaltsam in ihrem Lebenswandel waren, reich an Idealen und arm an Erfahrung, geprägt von jener naiven Ernsthaftigkeit, die den idealen Nährstoff für alle terroristischen Bewegungen bildet. Radikalisiert wurden diese Männer durch ein irredentistisches Milieu, welches durch einen regelrechten Todeskult gekennzeichnet war, durch eine quasi religiöse Verherrlichung der Selbstaufopferung, der Rache und des Attentats.“

Gavrilo Princip war 1908 gerade einmal vierzehn Jahre alt – von diesem einen Jugendlichen prägenden Vorlauf kein Wort in der festlichen Rede des Christopher Clark -, als Franz Joseph Habsburg sich terroristisch Bosnien-Herzegowina zu seinem sechzigjährigen Amtsjubiläum schenkte. In welchem Milieu wurde etwa ein Franz Joseph Habsburg, ein Oskar Potiorek, ein Franz-Conrad von Hötzendorf radikalisiert, mit deren Verherrlichung der Fremdopferung, der Rache und des Attentats, radikalisiert durch ein Milieu, welches durch einen regelrechten Todeskult gekennzeichnet war, dessen Hohepriester mit Garantie für ihr Leben und für ihre kriegsunversehrten Körper in prachtvollen Schlössern mit übervollen Speisekammern sie waren …

„Alle enthaltsam in ihrem Lebenswandel“, so Christopher Clark; wie „enthaltsam“ Gavrilo Princip tatsächlich war, kann heute nicht mehr seriös und redlich beantwortet werden, denn Jelena Milisic kann nicht mehr über ihre Beziehung zu ihm befragt werden …

Diese Festrede bestätigt eindrücklich die Aussage von Gerd Krumeich über Christopher Clark in dieser konkreten Angelegenheit:

„Ich schätze ihn sehr. Er ist ein exzellenter Historiker, aber sein Buch ist eine riesige Entschuldigungsgeschichte für Deutschland und Österreich. Für Clark sind die Serben, die Russen und die Franzosen viel mehr Bösewichte als die Deutschen, für die er sehr viel Verständnis und viele – allzu viele – Entschuldigungen hat. Clark unterschätzt den österreichischen Entschluss, mit Serbien Krieg zu führen, und die deutsche Bereitschaft, die Krise zum Test auf den Kriegswillen Russlands zu nutzen, vollkommen. Deshalb hat er ja so einen Erfolg in Deutschland. Endlich ist jemand gekommen und hat die Deutschen von der Kriegsschuld freigesprochen – so sehen die Reaktionen der Medien und des Publikums leider häufig aus.“

In dieser konkreten geschichtlichen Angelegenheit tritt Christopher Clark nicht nur wie ein Österreicher des Jahres 1945 auf, sondern auch wie ein Geschichtsschreiberlakai der Potioreks, der Hötzendorfs, der Habsburger, mit einem Wort, dieses gesamten Milieus, das den idealen Nährstoff für alle Weltkatastrophen bildet …

Für alle Menscheitskatastrophen, die aber nicht wie eine Naturgewalt über die Welt kommen, sondern von ebensolchen Milieus, damals wie heute, vorbereitet, vorangetrieben werden, von solchen Potioreks, Hötzendorfs und Konsorten also, damals wie heute, und sie finden immer einen Clark, der sich selbst anstellt, um ihre Geschichte zu schreiben, wie sie ihnen angenehm ist …

In seiner Festrede erscheint der Krieg von 1914 bis 1918 aber wie eine unabwendbare Naturkatastrophe, wenn er von der „Urplötzlichkeit“

„Und wir dürfen schließlich auch die Urplötzlichkeit dieses Krieges nicht vergessen. Viele Zeitgenossen wogen sich in Sicherheit: der große Krieg, also ein Krieg zwischen den Großmächten sei unmöglich geworden. Dafür wäre die moderne Welt zu eng durch Handelsbeziehungen und finanzielle Abhängigkeitsverhältnisse transnational vernetzt. ‚Für uns‘ schrieb der Budapester Graphiker Béla Zombory-Moldován, der im Sommer 1914 eingezogen wurde, ‚war der Krieg ein Anachronismus. Bis er uns unmittelbar bevorstand, betrachteten wir ihn als eine Absurdität.’“

„dieses Krieges“ redet und dafür sich einen Zeugen findet. Aber er hätte auch wen anders als Zeugen aufrufen können. Zum Beispiel Viktor Matejka, der einmal davon sprach, als Zeitzeuge, wer genau hinschaute, genau hinhörte, in Österreich, konnte schon das Jahr 1900 als den Beginn der Vorbereitungen auf diesen Krieg von 1914 bis 1918 ausmachen. Freilich, die clarksche Entschuldigungsoffensive wäre damit nicht in Gang zu bringen gewesen …

Um abschließend einen Eindruck zu vermitteln, was am letzten Sonntag dem Publikum in Salzburg entgangen ist, ein paar Bilder noch aus der illustrierten Geschichte von Henrik Rehr, die in diesem Jahr in Belgien erschienen ist. Eine deutschsprachige Ausgabe liegt noch nicht vor. Aber vielleicht findet sich ein Verlag in Deutschland, eher noch als in Österreich, der diese illustrierte Geschichte in deutscher Sprache herausbringt …

Franz Josef Habsburg braucht keinen Beweis

„Ich habe keinen Beweis nötig, nur eine Entschuldigung.“

 

Franz Josef Habsurg schekt sich Bosnien-Herzegowina

„Sarajevo, 7 Oktober 1908. Österreich hat Bosnien-Herzegowina annektiert. Die Österreicher sind schamlos gierig nach Macht und Land. Auf die Straßen!“

Jelena Milisic

„Jelena Milisic überlebte den Weltkrieg und wurde Lehrerin an einem Gymnasium in Sarajevo. Sie sprach selten über ihre Beziehung zu Gavrilo Princip.“

 

Gavrilo Princip und Franz Ferdinand Habsburg werden geboren

„Erzherzog Franz Ferdinand von Habsburg wird am 18 December 1863 als ältester Sohn von Karl Ludwig, dem Bruder des Kaisers, geboren. Der 13. Juli 1894 war der Tag des heiligen Gabriel. Deshalb wurde der Junge Gavrilo genannt.“

 

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Christopher Clark in Salzburg

Henrik Rehr - Krieg 1914-1918

„15.000.000 Menschen starben in dem großen Krieg, von denen waren 1.260.000 Serben oder 28% der serbischen Bevölkerung.“

PS Nach einer heute, 30. Juli 2014, zugegangenen Information, scheint eine deutsche Ausgabe bereits in Vorbereitung zu sein, die ab September 2014 lieferbar sein soll, wie der PPM-Medienvertrieb auf seiner Webpage schreibt: „Wie jemand zum Attentäter wird. Die Welt des Gravilo Princip“.

Menschenhatz und Gewaltaufrufe gegen Menschen auf freiheitlicher Unzensuriert

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-Schaft Kommentare, die scheinbar sich eines Problems annehmen. Aber eben nur scheinbar. Wie generell gesagt werden kann, daß sich die freiheitliche Gemein-Schaft Problemen nur scheinbar annimmt und ganz offensichtlich für kein Problem eine akzeptable und förderliche Lösung vorzuweisen hat.

Unzensuriert und Schreibstaffel trommeln gegen MenschenEs ist müßig, auf den Kommentar vom 7. Juli 2014 einzugehen. Es sind die bekannten Versatzstücke. Auch die Schreibstaffel der Unzensuriert übernimmt dabei wieder ihren mitläuferischen Teil, aber nicht nur mitläuferisch, wie der Collage entnommen werden kann … Dennoch darf nicht aufgehört werden, zu widersprechen.

Erschreckend ist, wie dieses Trommeln gegen Menschen schon wirkt. Das Betteln wird bereits ganz im Sinne dieser Trommler breit diskutiert. Wie beispielsweise erst vor kurzem im österreichischen Fernsehen, in dessen Sendung „Im Zentrum“. Und auch in dieser Sendung konnte ein weiteres Mal nicht der Beweis erbracht werden, wie es tatsächlich um das Betteln in Österreich bestellt ist. Auch der anwesende Polizist konnte lediglich auf lange zurückliegende Fälle, auf Einzelfälle verweisen. Dafür hat in dieser Sendung ein Trommler gegen Menschen, die betteln, offenbart, wessen Gesinnung diese Trommler und Trommlerinnen anhängen, es ist diese menschenverachtende Einteilung der Menschen in wertvolle und in nicht wertvolle Menschen. Und vor dieser trommlerischen Einteilung ist kein Mensch gefeit, kein Mensch sicher. In der Sendung „Im Zentrum“ traf es Michael Chalupka, dem der Trommler Eduard Mainoni absprach, wertvoll zu sein. Immerhin gestand Trommlerchen Mainoni der Organisation, dessen Direktor Michael Chalupka ist, zu, eine in Salzburg wertvolle und von ihm geschätzte zu sein. Mainoni – dunkel ist in Erinnerung, er war einmal irgendwas auf Bundesebene in der Politik, einer eben aus der freiheitlichen Gemein-Schaft. War er dann auch beim freiheitlichen Ableger mit der ausgewaschenen Farbe? Und dann bei einem Team-Stronach-Ableger? Ein in den letzten salzburgischen Gemeinderatswahlen – um es recht altdeutsch zu sagen – Gestrauchelter … Es ist vollkommen egal, was er je war und ist, jedwede Biographie eines bettelnden Menschen ist interessanter, verdient mehr Aufmerksamkeit …

Bei diesem Thema geht es längst nicht mehr um Wahrheit und Lüge. Es geht schlicht aber erschreckend gegen Menschen. Und die Trommler gegen Menschen, die betteln, finden erschreckend viel Gehör. Sie schlagen unentwegt ihre Trommel, und der Marsch, den sie trommeln, heißt „Jagd sie“.  „Fußtritte, Fußtritte, Fußtritte“ trommeln sie. „Mit Dobermann an der Seite“ trommeln sie. Und immer breiter wird nach diesem Trommelschlag mitmarschiert.

Jedes Mittel ist den Trommlern und Trommlerinnen recht, ihre Menschenjagd, ihre Menschenhatz, ihre Menschenverachtung zu verbreiten. Und es sickert, erschreckend, es sickert, immer mehr sind bereit, das Betteln unter den unwahren Behauptungen der Trommler und Trommlerinnen sehen zu wollen, immer mehr reden das nach, wofür jedwede gesicherte faktische Grundlage fehlt.

Aus Hunderttausende werden Dreihundert Euro - Freiheitliches RechnenWie vielen Behauptungen müßten unentwegt entkräftigt werden. Aber es ist nur noch eine Entkräftigung auf verlorenem Posten. Es wollen nur mehr die Behauptungen breit gehört werden. Und nicht das, was tatsächlich ist. Und dennoch, ein Beispiel, aus aktuellem Anlaß. Wie sehr wetterte die freiheitliche Unzensuriert gegen den „Münz-Diebstahl aus Brunnen“, animierte zu einer freiheitlichen parlamentarischen Anfrage, formulierte im Grunde diese Anfrage vor. Es wurde behauptet, es gehe dabei um sehr viel Geld, auf einen Brunnen in Rom wurde hingewiesen, soher unterstellt, auch in Österreich werde Hundertausende Euros jährlich aus Brunnen … Nun liegt die Beantwortung vor, vom 7. Juli 2014, von Hunderttausenden Euros keine Rede, nicht einmal von eintausend Euro die Rede, nicht einmal von fünfhundert Euro die Rede … Das kann wohl von den Trommlern und Trommlerinnen nicht so hingenommen werden, ihre Behauptungen durch Tatsachen bloßgestellt zu sehen, da muß sofort nachgesetzt werden, mit neuen Behauptungen, sofort und gleich am Tag der Bekanntgabe der Beantwortung der parlamentarischen Anfrage …

Es geht bei diesem Thema längst schon nicht mehr um Wahrheit und Lüge. Es geht erschreckend darum, daß Menschen, die betteln, nicht gewollt, nicht geduldet werden, vertrieben werden sollen, auch mit Gewalt. Und nichts illustriert das erschreckend besser, als worüber hier auch schon geschrieben wurde: Menschen, die betteln, wird sogar schon vorgeworfen, daß sie Kunden sind, Menschen, die betteln, wird schon vorgeworfen, daß sie sich als Kunden frech das Recht herausnehmen, um die Öffnung einer zweiten Kassa zu ersuchen …

Komme keiner und sage, hier werde verlangt, über das Betteln nicht zu diskutieren. Davon kann keine Rede sein. Aber es darf keine Diskussion sein unter diesem Trommelgewirbel.

Zur Nachlese noch, einige Beispiele:

Für Freiheitliche sind Bettler keine Kunden

Freiheitliche mit Monarchie auf unzensuriert harmlos gegen Menschen, die betteln

Freiheitliche Abgeordnete mißbrauchen das Parlament und vergeuden ihre steuergeldfinanzierte parlamentarische Arbeitszeit für Groschengschicht’n

Freiheitlicher He.-Chr. Strache und freiheitliche „Unzensuriert – Jungen Haifisch auszuwildern“: Gegen Frauen

Bettelverbot

Mit Bettelverboten auf dem Weg in die Vernichtungslager?