Trump card of the present: Hail of bottles

Heil Trump - FPÖ unzensuriert - Friedrich August von Hayek Institut.png

FPÖ unzensuriert zeigt sich erfreut, am 28. Jänner 2018:

„Das Friedrich A. v. Hayek Institut stellt sich erfreulicherweise gegen die in Medienkreisen betriebene Donald-Trump-Verunglimpfung und startet den Versuch, den Reformkurs der US-Administration in Washington in den Bereichen Wirtschafts- und Steuerpolitik zu vermitteln: ‚Donald Trumps Steuerreform wird in Europa als Steuergeschenk an Großverdiener wahrgenommen. Kaum jemand bestätigt, dass das erklärte Ziel – nämlich die Entlastung aller Amerikaner – erreicht werden kann, vielmehr werden teils wenig schmeichelhafte Formulierungen für Trump und insbesondere für seinen Kommunikationsstil in den Medien zitiert.'“

Für einen ersten Einblick in die trumpsche Steuerreform eignet sich ein Artikel des  Handelsblattes, wie in der Collage abgebildet …

Aber um diese soll es hier nicht gehen. Mehr von Interesse ist, wer sich in Österreich für Donald Trump so recht einsetzt, ihm Werber und Werberin ist.

Das Hayek-Institut, gelobt nun von FPÖ unzensuriert, der Postenlieferatin für den zurzeitigen Innenminister …

Im Präsidium sitzt Barbara Kolm, die auch als Ministerin immer wieder im Gespräch war, für die nun identitäre Regierungspartei. Auch für andere hohe Posten im Staat, stets für die identitäre Regierungspartei – Rechnungshofpräsidentin …

Sie kommt bereits in einem Kapitel vor: Tax Freedom Day der Austrian Tea Party

Im Vorstand dieses Institutes sitzt Andreas Unterberger. Wenn in den Vereinigten Staaten Menschen die rechte Hand zum …  „Hail Trump! Hail our people! Hail victory! … dann wird ihn das an nichts erinnert haben, bloß Rührung wohl über so viel Gemeinschaft, die er sieht, auch ohne Brille, wie er

Auch mit geputzter Brille sieht Andreas Unterberger keine NS-Wiederbetätigung in seinem Tagebuch …

Oder auch ein Georg Vetter, der gar nicht zu erwähnen ist, aber der Vollständigkeit halber, in welcher Geistestiefe das Hayek-Institut sich vorstandsmäßig … Vetter, eine Nebenfigur im Kapitel:

Die Qualität von Ortner-Online lukriert mit Recht Qualitäts-Kommentare: „Hooton-Plan“

Wie Sie in der Collage lesen können, hält bald noch jemand einen Vortrag im Hayek-Institut: „Die Problematik politisierenden Klerus“. Nämlich Arno Delegesta …

Zerstört Servus-TV mit seinen Geladenen wie Andreas Tögel vulgo Arno Delegesta die Demokratie in Österreich mit?

Dieses Werben in Österreich von dem Hayek-Institut, von FPÖ unzensuriert, die Zurückhaltung von Sebastian Kurz, der zuerst einmal die Taten

Der geschichtevergessene Sebastian Kurz, Donald Trump oder Adolf Hitler hielt nie Wahlkampfreden

von Donald Trump … Dabei. Es wird doch gewußt, wer Donald Trump ist, was seine Taten …

Hayek Kolm FPÖ unzensuriert breitbart hail trump of bottles

Hierzu kann „Widerstand der Vernunft“ von Susan Neiman empfohlen werden. Darin ist viel über Donald Trump zu erfahren und soher auch verstanden werden, weshalb gerade diesen Kreisen in Österreich der Trump so recht aus dem Herzen wächst, sie ihn als Trumpf …

Ein par Zitate aus „Widerstand der Vernunft“, wenn auch wenig vom Zitieren gehalten wird. Denn. Es sind alle Seiten dieses Buches zu lesen.

„Es ist äußerst bequem, verlorenen Menschen wie Welch die Schuld für Trumps Wahlsieg zu geben. Die Daten sind deutlich. Die Ärmsten haben für Clinton gestimmt, während die Hälfte aller Trump-Wähler Jahreseinkommen über 100.000 Dollar haben. Auch der Bildungshintergrund spielte dabei keine wesentliche Rolle. Unter weißen Wählern mit Hochschulabschluss haben 49 Prozent für Trump gestimmt; 45 Prozent votierten für Clinton […] Auch in Deutschland ist es ein Mythos, dass die AfD-Anhänger zu den Globalisierungsverlierern gehören. „

„Schlimm genug, dass das – noch – mächtigste Land der Welt von einem rechtsradikalen Gauner regiert wird. Noch schlimmer ist, dass sein Sieg die europäischen Rechtsnationalisten ermutigt. Gleich nach Trumps Vereidigung feierten Geert Wilders, Marine Le Pen, Frauke Petry und Gleichgesinnte in der deutschen Kleinstadt Koblenz.“

„Freilich pflegt Trump einen anderen Ton als Reagan: Statt eines gütigen Opas haben wir nun einen verwöhnten Pubertierenden im Weißen Haus.“ 

„Ebenso glauben bei uns viele Menschen, die keine amerikanischen Nachrichten verfolgen, dass Donald Trump ein großer Geschäftsmann sei. Über seine vielen Bankrotterklärungen und seine wiederholten Schwindeleien gegenüber Partnern und Mitarbeitern wurde wenig berichtet. Etliche haben auch nicht jene Bilder gesehen, die nach den Präsidentschaftswahlen aus Washington kamen, als ein Sprecher der Rechtsradikalen seine Rede mit den Worten ‚Heil Trump! Heil Sieg!‘ beendete und ihm mehrere ausgestreckte Arme im Hitlergruß entgegengestreckt wurden.“

„Allerdings ist es weiterhin möglich, dass Trump wegen seiner bespiellosen Korruption – Bertold Brechts literarische Figur des Arturo Ui lässt grüßen und uns erschrecken – davor sein Amt verliert.“

Hail Trump

Übrigens, Österreich kommt in diesem Buch auch einmal vor, einmal im Zusammenhang – wie sonst? – mit „Identitären“ Und es kann die „Tea Party“ auch nicht fehlen. Barbara Kolm oder He.-Chr. Strache oder Sebastian Kurz kommen allerdings nicht namentlich vor …

„Es ist äußerst bequem, verlorenen Menschen …“ — Nicht nur bei diesem Satz mußte in der Sekunde immer gedacht werden, es ist äußerst bequem, ein Stück zu schreiben über Menschen in der Donaustadt, die dann sogar in einer Zeitung wie der Kronen-Zeitung als „Alltagsfaschisten“ in einer lobenden Besprechung der Josefstadtpeterrührseligkeit …

Übrigens, im Buch von Susan Neiman ist auch viel über Faschismus zu erfahren, über den Alltag von Donald Trump, „der bekanntlich als Erwachsener nie ein Buch gelesen hat.“

NS Das Hayek-Institut zeichnet nicht nur aus, einen Vorstand Männerm der Geistestiefe Stühle … es werden auch immer wieder Männer zu Referaten geladen, die selbst Männer der größten Geistestiefe zu Vorträgen nach Österreich

Bachheimer Hayek-Institut - Hail trump spencer

 

Etwas über Relikte: Donald Trump, Diktator ohne Diktatur, Kim Jong-un, Diktator mit Diktatur

Und wieder eine Bombe. Diesmal in Österreich.

„Kriegsbombe explodiert – 60.000 Tote“

Wieder Evakuierungen. Wieder enorm hohe Kosten. Wieder Absperrungen, wieder Umleitungen, wieder Verkehrsumleitungen, wieder Einstellung des öffentlichen Verkehrs …

Aber keine, wieder keine Rufe, Österreich zuzupollern,

Der Terror hat Österreich besiegt.

gegen die tatsächliche Gefahr durch Bomben, die in Österreich, über die in Österreich täglich Menschen laufen müssen, tägliche Todesgefahr, und kein Mensch weiß, wo überall die Bomben sind, wo überall diese explodieren können, keine Möglichkeiten die Bomben überwachen zu können, keine Möglichkeit, die Bomben belauschen zu können, keine Möglichkeit, der Bomben Explosionspläne rechtzeitig entdecken zu können, wie auch, Bomben reden nicht, morden nur gleich, ohne vorher mittels Smartphones …

Aber keine, wieder keine Rufe, nach Schutz und Sicherheit. Es herrscht Gleichgültigkeit gegen die Bomben. Mehr. Die Bomben werden geliebt. Liebevoll werden die Bomben „Relikt“ genannt. Relikt, als wären Bomben wertvolle Zeuginnen einer untergegangenen aber zu bewahrenden Zeit. Überbleibsel, wie Restl’n auf Tellern nach einem Fest, bei deren Anblick am nächsten Morgen schon die Erinnerung an das vergangene Fest einsetzt, mit seliger Wehmut, es gedauert wird, daß es vorbei ist, mit Dankbarkeit, es erlebt zu haben.

Aber keine, weiter keine Rufe, gegen die Bomben, die weltweit …

Immerhin, könnte gesagt werden, wird nicht geschrieben, Kim Jong-un und Donald Trump drohen mit Relikten die gegenseitige Vernichtung an.  Was es aber nicht in die Schlagzeilen schafft, ist, sie meinen damit nicht ihre eigene Vernichtung, sondern die Vernichtung der anderen, Donald Trump wähnt sich persönlich sicher vor einer nordkoreanischen Bombe, Kim Jong-un wähnt sich persönlich sicher vor einer amerikanischen Bombe, beide meinen, auch nach Bombenexplosionen weiterzuleben, sterben sollen bloß die anderen Amerikaner, sterben sollen bloß die anderen Nordkoreanerinnen. Und wenn einmal Bomben in den Vereinigten Staaten und in Nordkorea explodiert sind, wo überall in der Welt werden dann weitere Bomben explodieren, Menschen sterben.

Was es aber nicht in die Schlagzeilen schafft, daß zwei Männer Menschen mit Mord bedrohen, Mord androhen, weltweit öffentlich, ohne Gefahr zu laufen, wegen Morddrohungen angeklagt zu werden, ins Gefängnis geschmissen zu werden.

Im Gegenteil.

Dem einen Diktator ohne Diktatur, wie Eliot Weinberger Donald Trump nennt, bringt der österreichische Bundespräsident artig einen Brief eines Kindes mit, ganz wie es einmal in Österreich gewesen war oder wohl auch noch ist, wenn der Bundespräsident in einem Alpendorf empfangen, vom Bürgermeister begrüßt wird, neben dem ein Kind steht mit einem Blumenstrauß, den es brav dem Bundespräsidenten überreichen darf, nachdem es dem Bundespräsidenten ein Gedicht aufgesagt hat.

Den Diktator mit Diktatur, wie Kim Jong-un zu bezeichnen ist, um wenigstens einen Unterschied zwischen diesen beiden Männern benennen zu können, jagen die Menschen in Nordkorea nicht und nicht mit einem nassen Fetzen aus dem Regierungspalast. Sie hätten ihn erst gar nicht in den Palast lassen dürfen, er wäre gar nicht erst in den Palast gekommen, wäre bereits sein Großvater oder sein Vater aus dem Palast geworfen worden, dem sogar in Österreich mit einer Ausstellung der Hof gemacht wurde …

Es ist tatsächlich verharmlosend, Bomben, die immer noch Menschen töten können, Jahrzehnte später nach ihrem Abwurf sogar noch, Relikt zu nennen. Was tatsächliche Relikte sind, zeigen aktuell exemplarisch der Diktator ohne Diktatur und der Diktator mit Diktatur her: ihr Denken. Sie zeigen Reste des Denkens. Überbleibsel des Denkens. Und, wer auf Denkreste reduziert ist, wird nur noch von einer Regung beherrscht: von der Gier zu morden. Oder, es kann auch gesagt werden, dieses Denken ist eine Bombe, und ebenfalls kein harmloses Relikt, über dessen Fund sich die Archäologie freuen könnte, ist noch eine Bombe, die neben den anderen Bomben auch in der österreichischen Erde …

Donald Trump und Kim Jong-un schnallen nicht sich, aber weltweit allen anderen Menschen Bombengürtel um, und die Menschen tragen sie gleichgültig, viele vielleicht auch in der wohligen Annahme, so ein Bombengürtel ist der letzte Schrei …

… es wird auch der letzte Schrei gewesen sein, wenn weiter mit Relikten das Schicksal von allen bestimmt, zugelassen wird, daß Relikte …

Bomben

 

Staatsräsonist Van der Bellen, Trump, die Ehre und die Frage, was wird nach der Nationalratswahl sein?

Es ist eine Meldung aus einer Umsonst – ihr liederlicher Umgang mit Nachrichten ist bekannt –, aus der nicht eindeutig hervorgeht, ob Alexander Van der Bellen zum Empfang von Donald und Melania Trump, es sagte, es sei ihm diese Einladung eine „große Ehre“ …

Daß die Copysite der identitären Parlamentspartei es sofort unhinterfragt so kopiert, als hätte es Alexander Van der Bellen tatsächlich geäußert, es sei ihm diese Einladung eine „Ehre“, nun, das ist verständlich, Copysite und Umsonst gehören im Umgang mit Nachrichten zum gleichen Liederchor.

Der Copysite der identitären Parlamentspartei gerinnt es natürlich zu einer großen Vorwurfsklage gegen den Bundespräsidenten … was habe dieser doch nicht alles gegen Donald Trump und jetzt: „Ehre“ …

Was macht der Bundespräsident als Staatsräsonist nach der Nationalratswahl 15-10-2017

Sollte Alexander van der Bellen tatsächlich selbst davon gesprochen haben, es sei ihm eine „große Ehre“, die Einladung von Donald Trump, könnte dazu festgehalten werden, zum einen ist es ein Empfang in einem Hotel, zu dem viele geladen sind, wie üblich nach einer Vollversammlung, also wäre es bloß eine Fleißaufgabe, eine vorauseilend gemachte Kniebeuge, dies als „große Ehre“ … zum anderen ist Alexander Van der Bellen Bundespräsident, und als Präsident eines Staates ist die Floskel „große Ehre“ in der Bedeutung des morgendlichen Kaffees, der einfach getrunken wird, ohne groß darüber nachzudenken, es ist schlicht die höfliche staatsräsonistische Lüge der Diplomatie, es ist bloß eine Floskel, eine Krume des harten Brotes der Staatsräson.

Und Alexander Van der Bellen, wie er nun in seinem Amt als Bundespräsident zu erleben ist, ist ein Räsonist, auch immer mehr ein Staatsräsonist alter Prägung.

Und das führt direkt zur wesentlichen Frage, wie wird er nach dem 15. Oktober 2017 agieren? Das Ergebnis von Wahlen ist die eine Sache, die andere Sache ist, welche Regierungen in welcher Zusammensetzung werden dann gemacht werden, ohne Beteiligung der Wählerinnen und Wähler?

Wird dann eines Tages im Herbst oder im Winter von Österreich in der Umsonst zu lesen sein, es sei ihm, Van der Bellen, eine „große Ehre“ vor allem die Herren … als Minister …, die identitäre Parlamentspartei als identitäre Regierungspartei … an der Seite von … oder von …?

Und wird dann die Copysite der zur identitären Regierungspartei gemachten identitären Parlamentspartei sofort ebenso unhinterfragt es übernehmen? Um sogleich dem Bundespräsidenten vorzuhalten, was er nicht alles einst gegen sie …

Von einem Staatsräsonisten, zu dem Van der Bellen mit jedem Tag mehr wird,  ist viel zu erwarten, auch das, was von ihm wohl kaum wer erhoffte, je Unerwartete. Bei genauer Betrachtung aber wäre es nicht das Unerwartete, legt doch Alexander Van der Bellen Staatsräson im alten oder traditionellen österreichischen Stil aus und probt diesen brav und fleißig …

Alexander Van der Bellen – Einübung in die Entcourage respektive Postcourage

 

Blobs Erdoğan, Trump and all the others. Secret cripples and amputated fishes. From populism and the SM-Swarm.

Blob - secret cripples and amputated swarmfishes.jpg

Wenn schon Carl Amery erwähnt wird, wie gelesen werden kann im Kapitel Thomas Drozda will Facebook und Twitter drodzen, sollte nicht unerwähnt bleiben, was er über Adolf Hitler schrieb, und mit dem nicht nur diesen meinte. Es ist durchaus ein erhellender Beitrag zur verzweifelten Suche nach Erklärungen für den Populismus.

„Aber was fehlte ihm? Was war sein entscheidendes Handicap? Hier hilft ein Exempel aus der experimentellen Biologie.

Vor Jahren las ich von einem Versuch, den man mit Schwarmfischen ausrichtete, jenen winzigen glitzernden Wesen, die zu Hunderten und Tausenden gemeinsam und in einem einzigen Augenblick die Richtung wechseln; Knoten in einem unsichtbaren Beziehungsnetz, das als Überorganismus zu leben und zu funktionieren scheint. Den Nervenstrang, der ihnen das ermöglicht, hat man isoliert: er läuft längsseits ihrer Flanken. Und man hat, in der bekannt skrupellosen Neugier der Naturwissenschaft, einen dieser Kleinen zum Krüppel gemacht und das lebenswichtige Empathie-Organ entfernt. Der mißhandelte Fisch, äußerlich unversehrt, wurde dann dem Heimatschwarm zurückgegeben – und er wurde logischerweise zum Führerfisch.

Logischerweise. Denn da er keine Signale wahrnahm, die Tausendschaft seiner Gefährten aber einen solchen Zustand nicht kannte, nahmen sie seine einsamen, nicht mehr mit ihnen koordinierten Richtungsentschlüsse als Ergebnis der vertrauten kollektiven Abstimmung und damit als richtungsweisend an. Er allein, der geheime Krüppel, schien zu wissen, wo es langging, wo es aufwärts oder abwärts oder links oder rechts ging, während er in Wahrheit nur blindem, autistischem Drang folgte.

Führerdämonie als Folge von absoluter, zur Empathie unfähiger Ichbezogenheit – setzt man sich dieser Möglichkeit erst einmal aus, dann findet man sie öfters als einmal in der Geschichte der ‚großen‘ Führergestalten.“

Amery führt Alexander von Makedonien an, auch Napoleon … ausgesetzt der absoluten und zur Empathie unfähigen Ichbezogenheit ist auch in der Gegenwart vielfach, zu oft zu finden, in den Vereinigten Staaten von Amerika, in der Türkei, in Nordkorea, in Rußland, in Syrien, auf den Philippinen … auch in den europäischen Staaten, in denen sie noch nicht zu „Führern“ gewählt sind, aber sie es krampfhaft probieren, und, ist zu hoffen, scheitern und bleiben was sie sind: absolut unfähige autistische Fische.

Es erschreckt die Vorstellung, daß es noch viel schlimmer ist, nicht weil es schlimmer geworden, sondern schlimm geblieben ist. Die Beschreibung des einzelnen Krüppelführerfisches, wie sie Amery vorlegte, ist die Beschreibung der gesamten Heimatkrüppelschwärme, denen ebenso mißhandelte einzelne Schreckensfische ihre Gesichter sind.

Unmittelbar vor seiner Beschreibung der Heimatschreckensschwärme ist in „Hitler als Vorläufer“ zu lesen:

„Ich schlage vor, daß wir uns der Frage des Dämonischen kunsthistorisch nähern, da bleibt man unbefangener. Betrachten wir zum Beispiel die Dämonen des Hieronymus Bosch! Dessen krakelige Monster sind vielgestaltig genug, aber sie haben alle etwas Gemeinsames: sie sind nicht komplett. Ihr Terror, das Entsetzen, das sie abstrahlen, ist das von unvollständigen, aufs Maschinell-Monomane reduzierte Krüppelwesen. Darauf, auf Deformation, läuft, so meine ich auch Hitlers Dämonie letzten Endes hinaus (falls es sie gab〉.“

Wie würde heute ein Hieronymus Bosch malen, würde sein Motiv Internet und SM-Swarm sein? Er müßte keine anderen Bilder als jene schaffen, die er schuf: aufs Maschinell-Monomane reduzierte Krüppelwesen.

Remember nothing – Sebastian Kurz and his merits

„Amnesty berichtet von Tausenden Toten bei Massenhinrichtungen“. In Syrien, durch das syrische Regime, dessen Führer Bashar al-Assad ist. Das sind die grausamen Schlagzeilen in der zweiten Februar-Woche des Jahres 2017.

„Ein syrischer Überläufer legt Beweise für systematische Morde in den Gefängnissen des Assad-Regimes vor.“ Das konnte bereits im Jänner 2014 gelesen werden.

„Ein gemeinsames Vorgehen gegen die Extremistenmiliz habe im Moment Priorität, sagte Kurz. ‚Das wird nicht ohne Mächte wie den Iran und Russland gelingen, und insofern braucht es hier einen pragmatischen Schulterschluss und auch eine Einbindung Assads im Kampf gegen den IS-Terror.'“ Das sagte Sebastian Kurz im September 2015.

„SaudiArabien ist wesentl. Player in d Region. Dialog zum Kampf gegen IS, d Syrienkrise, aber auch zur Menschenrechtssituation notwendig!“ Sebastian Kurz am 27. November 2015.

Putin sei einer, mit dem Sebastian Kurz wolle. Dezember 2016.

„Russland lockert Strafen für häusliche Gewalt.“ Vladimir Putin habe ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet. Februar 2017.

„Die Aufregungskultur bringt uns nicht weiter.“ Das sagte Sebastian Kurz im Jänner 2017.

„Sozialleistungen für diejenigen stark zu kürzen, die die Werteschulungen nicht besuchen wollen oder nicht bereit sind, die gemeinnützige Arbeit zu leisten.“ Ö1, Morgenjournal, 7. Februar 2017. Sebastian Kurz.

„Die Vollverschleierung soll keinen Platz im öffentlichen Raum in Österreich haben. Und religiöse Symbole natürlich in einem religionsfreundlichen Staat schon.“ Auch Sebastian Kurz. Ö1, Morgenjournal, 7. Februar 2017.

„Wir haben die Verpflichtung aus dem Gedenken heraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen.“ 20. Jänner 2017. Sebastian Kurz.

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Was kann aus dieser obigen zu erinnernden und nur beispielhaften Auflistung abgelesen werden,  die zeigt, mit wem Sebastian Kurz, wen er vorzieht, auf wen Sebastian Kurz … Es kann aus dieser der Wertekanon von Sebastian Kurz, der allen Werte vorhält, destilliert werden. So weit, so schlecht, oder wie dem Heute angepasst auch gesagt werden könnte: so kurz, so sobotka. Kurz und sobotka gesagt: Eine Werteschulung besuchen zu müssen, in der Sebastian Kurz Werte lehrt, kann nur verweigert werden.

Wie in der Collage gelesen werden kann, spricht Sebastian Kurz gerne über das Gedenken, über die aus diesem hervorgehende Verpflichtung, über die aus diesem zu ziehenden Konsequenzen. Das von ihm dazu verwendete Stacheldrahtbildchen erzählt mit Blick darauf, mit wem er will, daß er den Eingang zur Geschichte für sich vollends zugemauert hat … die Konsequenzen, die er zieht, lehrt die Geschichte nicht.

Wer selbst, so wie Sebastian Kurz, mit Geschichte kommt, hält der Geschichte selbst die Wange hin. Ist es bereits um die sogenannte Zeitgeschichte dermaßen sobotka bestellt, so sobotka erst um die gesamte Geschichte, wie es gerade exemplarisch das gewollte Verbot der Verschleierung aufzeigt. Diese „Aufregungskultur“, von der nicht nur Sebastian Kurz infiziert ist, an der, mögen sie sich politisch links, politisch rechts verstehen, so viele in diesem Land akut erkrankt sind, „bringt uns nicht weiter“.

Diese kurzsche Kultur für den Tag oder digital day crop bringt nichts weiter.

„Verschiedene Formen von Rassismus“ heißt ein Kapitel in „Pape Satàn“ von Umberto Eco, und in diesem schreibt er unter der Überschrift „Wer hat das Verschleiern befohlen“:

Über den Schleier ist schon alles und das Gegenteil von allem gesagt worden. Die Position von Romano Prodi kommt mir sehr vernünftig vor: Versteht man unter Schleier jene Art von Kopftuch, bei der das Gesicht unbedeckt bleibt, dann mag ihn tragen, wer will (zumal hier ein unbefangen ästhetisches Urteil erlaubt ist, das Gesicht veredelt und alle Frauen wie Madonnen von Antonello da Messina aussehen lässt). Anders liegt der Fall, wenn die Verschleierung so weit geht, dass sie die Identifizierung verhindert, denn das ist gesetzlich verboten. Natürlich könnte dieses Verbot Anlass zu weiteren Diskussionen geben, denn eigentlich müsste man dann auch die Karnevalsmasken verbieten (und wer sich an Kubricks Clockwork Orange erinnert, weiß, dass man mit einer lustigen Maske grässliche Verbrechen begehen kann). Aber sagen wir ruhig, das sind marginale Probleme.

Wenn von Zeichen die Rede ist, wann immer etwas in einer gewissen Hinsicht oder Funktion anstelle von etwas anderem steht, dann ist der islamische Schleier ein semiotisches Phänomen – wie die Uniformen, deren primäre Funktion ja auch nicht der Schutz des Körpers vor Wetterunbilden ist, oder die Kopfbedeckungen der Nonnen (die ebenfalls oft sehr anmutig sind). Deswegen löst der Schleier so viele Diskussionen aus, während wir niemals über die Tücher diskutiert haben, die sich unsere Bäuerinnen früher um den Kopf banden, denn die hatten keinerlei symbolischen Wert.

Der Schleier wird kritisiert, weil man meint, dass er getragen wird, um eine Identität zu bezeugen. Aber es ist nicht verboten, eine Identität oder Zugehörigkeit zu bekunden, und man tut das, indem man ein Parteiabzeichen trägt, eine Kapuzinerkutte oder ein pinkfarbenes Langhemd und einen Kahlschädel. Interessant ist allenfalls die Frage, ob muslimische Frauen den Schleier tragen müssen, weil der Koran es befiehlt. Gerade ist das Buch Islam von Gabriele Mandel Khân erschienen, dem Generalvikar für Italien der sufischen Bruderschaft Jerrahi Halveti, das mit eine optimale Einführung in die Geschichte, Theologie, Sitten und Gebräuche der islamischen Welt zu scheint. Darin steht, dass der Schleier, der Gesicht und Haare bedeckt, schon in vorislamischer Zeit üblich gewesen sei, oft aus klimatischen Gründen, aber nicht in der immer dafür zitierten Sure 24 des Koran vorgeschrieben werde, die lediglich dazu auffordere, den Busen zu bedecken.

Da ich fürchtete, dass Mandels Übersetzung vielleicht ein bisschen zu modernistisch-gemäßigt ausgefallen sein könnte, habe ich im Internet nach einer offiziell von islamischen Behörden autorisierten Koran-Übersetzung gesucht und die der Union Islamischer Gemeinden und Organisationen in Italien gefunden. Dort heißt es in Sure 24, 31: „Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon außen sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über[] ihren Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten oder ihren Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder den Söhnen ihrer Schwestern“ und so weiter bis zu „den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen“. Um sicherzugehen, habe ich schließlich noch die klassische Koran-Übersetzung des großen Iranisten Alessandro Bausani konsultiert, und auch dort fand ich, mit geringen lexikalischen Abweichungen, die Vorschrift „und sollen ihren Busen mit einem Schleier bedecken“.

Für einen wie mich, der kein Arabisch kann, sind drei Zeugnisse so verschiedener Herkunft genug. Der Koran fordert schlicht und einfach zur Schamhaftigkeit auf, und wäre er heute im Westen geschrieben worden, würde er auch dazu auffordern, den Nabel zu bedecken, denn im Westen wird heute auch der Bauchtanz auf offener Straße praktiziert.

Wer also war es, der die Frauen aufgefordert hat, sich zu verschleiern? Mandel enthüllt mit einer gewissen Genugtuung, dass es der Apostel Paulus war (im 1. Korintherbrief, aber Paulus begrenzte diese Pflicht auf Frauen, die predigen und prophezeien. Doch siehe da, immer noch lange vor dem Koran schrieb Tertullian (der zwar ein Sympathisant der Montanistenbewegung, aber trotzdem weiter ein Christ war in seiner Schrift De cultu feminarum („Vom Putz der Frauen“): „Ihr sollt einzig und allein euren Ehemännern gefallen. Und ihr werdet ihnen umso mehr gefallen, je weniger ihr euch bemüht, anderen zu gefallen. Seid unbesorgt, ihr Gebenedeiten, keine Ehefrau gilt in den Augen ihres Mannes als häßlich. […] Jeder Ehemann hält auf Sittsamkeit, aber Schönheit verlangt er nicht, wenn er ein christlicher Ehemann ist. […] Dies sage ich nicht, um euch ein gänzlich wildes und tierisches Aussehen zu empfehlen, auch will ich euch nicht von der Nützlichkeit des Schmutzes und der Unsauberkeit überzeugen, sondern nur von der richtigen Art und Weise, in der ihr euren Körper pflegen sollt. […] Denn Gott ist es, gegen den diejenigen sündigen, die sich ihre Haut mit Salben einreiben, ihre Wangen mit Schminke entstellen und ihre Augenbrauen durch Schwärze verlängern. […] Gott will, dass ihr verschleiert sein sollt, vermutlich damit man die Köpfe mancher Damen nicht sieht.“

Voilà, dies ist der Grund, warum in der ganzen Geschichte der Malerei sowohl die Madonna als auch die frommen Frauen verschleiert sind wie ebenso viele Musliminnen.

16. November 2006

Gott Paulus und der Busen. Saftelnd volkstümlich steht es im Dekret von Hofer, was Frauen bedecket wird, wenn sie es nicht selbst tun: „Brust und Armfleisch“. Das aber nur nebenher.

Worum es tatsächlich geht, ist aber: wenn ein Schriftsteller wie beispielsweise Umberto Eco sich die Mühe machen kann, und das schon vor über einem Jahrzehnt, etwas gesamtgeschichtlich zu betrachten, sich zu informieren, wie viel größer muß erst die Verpflichtung von Menschen sein, die in Regierungen sitzen, die Gesetze verabschieden, alles einer gesamtgeschichtlichen Betrachtung zu unterziehen, sich umfassend zu informieren, und nicht mit dem Tagesmuskelreflex zu regieren, Gesetze zu erlassen, denn schließlich gelten ihre Gesetze, die vom Gehalt her oft nicht einmal Tageswert besitzen, nicht nur für einen Tag.

Es kann verstanden werden, sagte nun wer, das langweilt, es sei im Grunde eine Wiederholung des Kapitel Cabinet: Strangers at Our Door, das von der Frage handelt, ob es denn zu viel verlangt wäre von der österreichischen Regierung auf der Höhe des heutigen Wissens …

Regierungsprogramm 1718 im Kulturland Österreich

robert-misik-der-scherz-vom-blockierenDie Richterin, so Georg Zakrajsek, verstehe seinen Humor nicht. Die „Kritiker seines Tweets“, bezeichne er, Robert Misik, als „humorlos“.

Menschgemäß ist es bloß ein „Scherz“, der Tweet von Robert Misik. Wie ja auch die Ergüsse von Georg Zakrajsek bloß „Humor und Ironie“ sind.

Mit Ernsthaftigkeit wollte weitergeschrieben werden. Über, wieder einmal über die zunehmende Bereitschaft, in der Gewalt, im Morden die Lösung sehen zu wollen, wie sehr diese Bereitschaft zugenommen hat, bei den sogenannten Rechten, bei den sogenannten Linken, wie sie darin einander ähneln, wie ihre Postings darin ähneln.

Im Internet. Und auch auf der Straße. Genauer, in der U-Bahn, ebenfalls Manifestationen der Bereitschaft zur Gewalt, zum Morden, von Menschen, die ihre politische Orientierung dabei nicht deklarieren. Am letzten Freitag längere Zugintervalle, eine Durchsage, die nicht die Verzögerungen erklärte, die Station Herrengasse sei wegen polizeilichen Platzverbotes gesperrt, am 3. Februar 2017, ließ einen situierten Geschäftsmann in seinen sogenannten besten, also jugendlosen Jahren ausrufen, die „Demonstranten gehören alle erschossen, diese Demonstrationstrotteln“ … Was für ein Glück, mit Wolfgang Sobotka einen Sicherheitsminister zu haben, der weiß, wie Demonstrantinnen und Demonstranten effektiv geschützt werden können – durch Demonstrationsverbote.

Es wollte etwas dazu geschrieben werden, wovon Robert Misik träumt, wenn er dazu kommt. Eine „CIA-Allende-Nummer“ gegen Donald Trump. Was für ein Traum. Von einem sogenannten Linken. CIA solle eine Nummer zur Bereinigung, das Wählerinnen und Wähler verpatzt haben, schieben. Und das, hätte geschrieben werden wollen, muß für Robert Misik nicht nur Traum, sondern auch großer Gedanke sein. Denn. Wie in der Collage gelesen werden kann, nennt er es selbst, seine CIA-Nummer angemessen beurteilend, in einem weiteren Tweet: „CIA-Metapher“. Wie wird auch in diesen Tagen breit darüber gesprochen, für bestimmte Menschen stünden religiöse Gebote über dem Gesetz. Wie beruhigend zu lesen, daß für Robert Misik das „Undogmatische“ gleichauf mit dem Rechtsstaatlichen ist, wie in der Collage festgehalten, also Donald Trump rechtsstaatlich oder mit einer CIA-Nummer „besiegen“ – einerlei …

 

kulturland-osterreichWas für ein Scherz. Dem Mann, dem er, Misik, den Slogan verdankt, wenn er von sich selbst ins träumen kommt – „Make Misik great again“ – , wünscht er eine Nummer mit … Träume sind wohl stets prefaktisch, postfaktisch, alternativ faktisch …

Es wollte weiter etwas dazu geschrieben werden, es könnte einen Menschen in Unruhe versetzen, wenn einer wie Misik in eine Position käme, von der aus er … Zum Traum, was Geheimdienste doch alles erledigen könnten, gesellt sich bei ihm auch ein hierzu grundsätzlich hochentwickeltes Verhalten. Wann er, Misik, zu dem einzigen wahren demokratischen Mittel griff, nämlich zu blockieren, wird nicht gewußt. Das Blockieren ist wohl irgendwann im Zuge der ihm nicht passenden Beschreibungen …, vielleicht bereits mit der Bekanntgabe, was ein junger Mensch, über den Robert Misik einst schrieb, von der Misik-Schreibe hält: „Besser als das UBahn Klopapier“. Oder vielleicht erst, als über seine gründliche Interviewvorbereitung oder über seine treffsichere Einschätzung von Stefan George

Nachdem aber darüber nicht geschrieben werden will, ist es gleichgültig, wann genau er blockierte.

Allgemein ist zum Blockieren zu sagen, und das ist keine Metapher, das Blockieren aber ist ein Scherz. Es muß, wie das Beispiel Robert Misik zeigt, auf der Plattform des Unternehmens Twitter einem Zwitscherer nicht gefolgt werden, um seine Tweets lesen zu können, wie in der Collage gelesen werden kann, konnten aktuell die großartigen Traumgedanken von Robert Misik … es reicht dazu aus, sich nicht mit dem eigenen Account auf dieser Unternehmensplattform anzumelden. Und mit diesem Scherz des Blockierens befindet sich Robert Misik in bester Gesellschaft, etwa von einem Gerhard Deimek, einem peppermind mit seinem Hofer, dem das Blockieren ebenfalls

Es kann sogar gelesen werden, was Pipboy Misik auf der Plattform des Unternehmens Facebook über das Regierungsprogramm am 30. Jänner 2017 schreibt: „Grosso modo mehr als okay.“ Also die Teile des Arbeitsprogramm 1718, die er wohl der Partei zuschreibt, über deren Parteivorsitzenden, wie zu hören ist, er eine Biographie … „Aber Sicherheit ist ein Hammer.“ Damit meint er, Misik  wohl die zweite Partei in der Regierung. So weit, so sobotka.

Und das ist es, worüber tatsächlich zu schreiben ist. Breitest und ausführlich. Was für ein Arbeitsprogramm diese Regierung vorgelegt hat. Nicht so verhalten wie Robert Misik mit seinem „mehr als okay“ sind jene, über die die copysite der identitären Parlamentspartei schreibt, für die ist es hammergesinnungsgemäß zu feiern.

spo-ovp-regierungsprogramm-1718-okay-und-hammerEin Regierungsprogramm 1718 für alle, fast alle, für Künstlerinnen und Kulturschaffende nicht. Freilich, die Künstler sind ja auch für eine größere Aufgabe auserkoren, für alle vor allen der Welt Zeugnis zu legen, was für ein Kulturland Österreich doch sei, wenn es im nächsten Jahr gilt, Österreich als Kulturland zu positionieren. Dazu werden sie gebeten werden, aufzutreten, die roten Teppiche werden ihnen ausgerollt werden, selbstverständlich wird unter ihnen auch der 17.. geborene Komponist sein, er und seine künstlerischen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen dürfen das ihr Datum dafür bereits heute vormerken. Das ist ihr nächster anstehender Termin für einen

„Plan A für Kunst und Kultur“ …

Was für ein Arbeitsprogramm 1718 das ist, darüber ist tatsächlich breit zu schreiben, zu diskutieren. Ein Kernpapier des Fortschritts, oder wie es als Referenz an die vielen in diesem vorkommenden Anglizismen eher genannt werden sollte: pippaper for stride, ist es wohl auch in bezug auf Frauen. Während die Kunst gar nicht im pippaper vorkommt, können sich Frauen glücklich schätzen, ihnen gilt die ganze Aufmerksamkeit. Einmal heißt es männlich mutig und von christlichen Werten durchdrungen:

„Eine fundamentale Aufgabe der Politik sehen wir im Schaffen und Sichern von individuell
empfundener Sicherheit. In unserem Land darf es keine Regionen geben, in denen Frauen am Abend Angst haben, auf die Straße zu gehen. Integration hat der Prämisse Fördern und Fordern zu folgen. Wir bieten Integrationswilligen Chancen und Angebote. Wer aber nicht bereit ist, die Werte der Aufklärung zu akzeptieren, wird unser Land und unsere Gesellschaft auch wieder verlassen müssen.“

Und noch einmal werden die Frauen direkt angesprochen.

„Nach Vorbild der deutschen Rechtslage wird ab 1.1.2018 in Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen sowie von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Frauenquote von 30 % festgelegt, die bei Neubestellungen verpflichtend einzuhalten ist.“

Nach Jahrhunderten der Aufklärung, nach Jahrhunderten der hochgehaltenen und ganz und gar gelebten Werte der Aufklärung schreitet die österreichische Regierung im Jahre 2017 in festen Stiefeln voran – für eine Frauenquote von dreißig Prozent. Solche Unternehmen gibt es noch? In Österreich? In deren Aufsichtsräten nicht einmal dreißig Prozent Frauen … das können doch nur saudi-arabische Unternehmen sein, somit eine Lex Saudi-Arabien?

Und einmal noch kommen die Frauen vor – indirekt:

„Der Staat ist verpflichtet, weltanschaulich und religiös neutral aufzutreten. In den jeweiligen Ressorts wird bei uniformierten ExekutivbeamtInnen sowie RichterInnen und StaatsanwältInnen darauf geachtet, dass bei Ausübung des Dienstes dieses Neutralitätsgebot gewahrt wird.“

Das ist ein gewaltiger Scherz: Das sogenannte Binnen-I zu verwenden, wenn es doch nur Frauen betreffen wird. Noch nie war das Binnen-I derart unangebracht, verwerflich, gegen die Frauen gesetzt. Was für eine Erleichterung allerdings das für Frauen bringen wird, in der Frühe nicht mehr wählen zu müssen, welche Farbe des Tuches zur übrigen Kleidung – zum goldenen Haar einfach pants and heelsdiese kavaliersmäßige Unterstützung der Frau bei der Wahl ihrer Kleidung ebenfalls, kurz und sobotka gesagt, eine Tradition im Lande der Aufklärung und nicht erst seit dem Dekrete eines Hofer A…

Sebastian Kurz kann stolz auf sich sein, für Uncut-News ist er ein „forscher Außenminister“

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Und das mit Recht. Denn die Betreiber und vielleicht auch Betreiberinnen von „Uncut-News“ wissen, was sie wissen, und das ist recht …

Es muß nicht ausgeführt werden. In der Collage sind wieder einige weitere Beispiele, die zeigen, was sie alles recht wissen

So werden sie sich auch bei Sebastian Kurz nicht recht irren.

uncut-news-strache-kurz-14-12-2016Übrigens, den Qualitätsstempel für ihr Wissen haben sie von He.-Chr. Strache. Dieser würde, wäre er von ihrem Wissen nicht derart überzeugt, wohl kaum, seit über einen Monat auf Twitter verbreiten, was sonst niemand mehr verbreitet, außer gesinnungsgemäß jene, die wissen, was sie wissen, und das ist recht …

Sebastian Kurz braucht sich also nicht zu grämen, wenn er von einem Außenminister „Bonsai-Sarkozy“ genannt wird. Uncut-News wird darauf für ihn schon die rechten Worte des Trostes und der Treue finden. Wie es bereits Qualitätsstempler He.-Chr. Strache getan hat, der ebenfalls weiß, was er weiß, wann etwa „Asyl“ anzubieten ist, wem „Respekt“ gebührt …