Harvey Friedman und eine österreichische Bank – Eine Absurdität, aber nicht ohne He.-Chr. Strache

Harvey Friedman und eine österreichische BankDie am 29. Jänner 2015 erhaltene E-Mail von Klaus Schreiner hätte beinahe dazu geführt, in die Falle zu tappen, darüber in seinem Sinne und also dadurch letztlich zugunsten von Harvey Friedman zu berichten,  weil es um Meinungs- und Pressefreiheit geht. Aber nur beinahe.

Bedauernswerterweise tappte Klaus Schreiner bereits in die Falle, nämlich in die Falle von Harvey Friedman. Bloß aufgrund seiner Bewerbung, wie er schreibt, eines Buches von Harvey Friedman ist er nun mit einer Klage durch eine österreichische Bank konfrontiert, die, wie er schreibt, für ihn „existenzvernichtend“ sein könnte.

Aber auch die österreichische Bank ist durch diese ihre Klage in die Falle von Harvey Friedman gegangen. Einen größeren Gefallen kann einem Menschen wie ihm nicht erwiesen werden. Unentschieden bleibt noch, wer sich einer größeren Lächerlichkeit aussetzt, Harvey Friedman mit seinen abenteuerlichen Weltzusammenhangskonstruktionen oder die österreichische Bank, die auf ein Buch, das, wie Klaus Schreiner schreibt, auf einem „Doppelgängerplaneten mit Pseudonymen und Synonymen“ spielt, derart reagiert, anstatt es einfach zu ignorieren. Denn jedwede Aufmerksamkeit, die einem solchen Mann zuteil wird, nützt dieser nur für eines aus: um sich noch mehr inszenieren zu können. Es wird ihm ohne Not Futter geliefert für seine Weltzusammenhangsbasteleien, die er auch in seinen Vorträgen verbreitet, und die erschreckenderweise nicht wenigen als wahr erscheinen wollen.

Es wurde das Buch nicht besorgt, es wird auch nie gekauft und also auch nie gelesen werden. Denn. Es reicht vollkommen aus, nur ein paar Vorträge von Harvey Friedman, die auf der Plattform des Unternehmens Youtube abgerufen werden können, anzuhören, um einen Eindruck davon zu bekommen, was für eine Ware von ihm gekauft werden würde. Aber, wie gesagt, das ist keine Ware, die je gekauft werden will, die je gekauft werden wird. Denn. Es ist einfach nicht vorstellbar, daß die Bücher von einem Mann, der solche Vorträge hält, von einer anderen, also besseren und gehaltvolleren und faktenhaltenden Qualität sein sollen, je sein können.

In die Collage sind einige Abbildungen von seinen Vorträgen auf Youtube aufgenommen, die dort abrufbar sind. Allein seine Ausführungen etwa über die „Rothschilds“ genügen bereits, um zu wissen, was davon zu halten ist. Wobei sich bei solchen Männern immer wieder die Frage stellt, woher bloß beziehen sie all das von ihnen Verbreitete?

Nachdem Klaus Schreiner seine E-Mail, wie seine Anrede vermuten läßt,

„Sehr geehrte Chefredakteur_innen, Redakteur_innen, Chef_innen vom Dienst, Journalist_innen, Medienvertreter_innen …“

breit streute, ist es doch notwendig, darüber kurz zu berichten, auch wenn es nicht in seinem Sinne sein wird, was also Harvey Friedman betrifft. Denn wer einer Falle entgangen ist, hat so etwas wie eine Pflicht, andere darauf aufmerksam zu machen, wie dieser ausgewichen werden kann.

Anders freilich verhält es sich mit der gegen Klaus Schreiner eingebrachte Klage, über die er selbst wie folgt informiert (Hervorhebungen K. S.):

Meinungs- und Pressefreiheit sind ein hohes Gut in Österreich und vermutlich auch für Ihr Medium von enormer Bedeutung. Eines ist heute aber schon offensichtlich: als „kleiner Blogger“ sollte man nichts schreiben, was für eine Bank unangenehm ist, bzw. in meinem Fall: auch nicht lediglich das Buchcover des „streng verbotenen“ Romans Bankster Club am Blog abzubilden. Dann heißt es sehr schnell: Große Bank mit viel Geld und vielen Anwälten gegen Blogger: Presse- und Meinungsfreiheit versus „Persönlichkeitsrechte“ einer juristischen Person. Und das kann sehr schnell auch andere Blogger sowie kleinere und größere Medien betreffen. Daher möchte ich Sie heute über den Fall informieren. Als Erstes sei angemerkt: für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung, es handelt sich um einen laufenden Prozess. In Graz wurde – äußerst fragwürdig – ein Verbot des Buches Bankster Club von Harvey Friedman, gerichtlich erreicht. Im Roman, der auf einem Doppelgängerplaneten angesiedelt ist, und mit Pseudonymen und Synonymen arbeitet […] Die Tatsache, dass ich nur das Buchcover auf meinem Blog veröffentlicht habe, hat in Folge zu einer existenzvernichtenden € 30.300,– Mundtot-Klage gegen mich geführt. Zudem wurde ich unter vielen Buchbewerbern ausgewählt, da ich anscheinend der Kleinste bin, obwohl die Klägerin seit November von mir darüber informiert wurde, dass es viele andere Buchbewerber gibt. Siehe z. b. andere Buchbewerberin sowie Inhalt des Buches: https://www.kreditopferhilfe.net/de/weiterfuehrendes/buchempfehlung
Über meine bisher durchgeführten friedlich-kreativen Widerstandsmaßnahmen habe ich vor kurzem eine Facebook-Seite für interessierte Medienvertreter eingerichtet. Mit dem Namen: Tiroler FREIHEITSKAMPF 2.0 – Bankster Club Romanbuchbewerbungsverbot https://www.facebook.com/groups/779253715482879/. Am Blog http://www.aktivist4you  finden Sie alle „offene Bürgerbriefe“ von mir an den Rechtsanwalt der […]. Selbstverständlich stelle ich Ihnen gerne alle Gerichtsunterlagen zum Fall wie die Klage, die mich erst NACH dem Beschluss über das Buchbewerbungsverbot postalisch erreichte, den Beschluss des LG Ibk für das „Verbot“ der Buchbewerbung,

• die gerichtliche Strafe über € 13.500,– für meine BERICHTERSTATTUNG über meine eigene beklagenswerte € 30.300,– Klage!!!!,

• den gerichtlichen Zahlungsauftrag über € 13.500,– inkl. HAFTANDROHUNG bis zu einem Jahr

• über den Versuch seitens der Bank, mir meine gerichtlich zuerkannte Verfahrenshilfe entziehen zu lassen …  sowie alle Schreiben vom Anwalt der Gegenseite und meines Verfahrenshelfers auf Anfrage …

vollständig und in einer Original-Kopie zur Verfügung bzw. stehe ich jederzeit auch gerne persönlich, telefonisch oder schriftlich für nähere Auskünfte bereit.

He Chr Strache - Harvey Friedman

Auch He.-Chr. Strache ist das Produkt des Harvey Friedman einen Tweet wert.

Wie der Collage ebenfalls entnommen werden kann, wird das Buch nicht nur weiterhin beworben, es kann auch leicht weiterhin bestellt werden. Ganz unabhängig, ganz ohne Zutun von Klaus Schreiner. Und der von Harvey Friedman gesponnene Weltzusammenhangsgarn findet eine hohe Verbreitung, wie an den Zahlen der Aufrufe ablesbar ist. Es wird nicht falsch sein, annehmen zu dürfen, daß die österreichische Bank beispielsweise gegen das Unternehmen Youtube oder das Unternehmen Twitter oder das Unternehmen Facebook keine gleichlautende Klage eingebracht hat. Im Angesicht solcher Unternehmen ist halt eine österreichische Bank auch nicht mehr als eine winzige Blockerin, hilflos ausgeliefert, und wer hilflos ausgeliefert ist, findet dann halt einen Blogger, auf den mit Klagen eingedroschen werden kann, um sich nicht mehr so ganz hilflos und so klein zu fühlen und ein paar Muskelchen des Mutes wachsen zu spüren, auch wenn diese mit freiem Auge nicht zu sehen sind, aber mithilfe einer Lupe – oh, wie kräftig … Ob die österreichische Bank jetzt mit leicht geschwollenen Muskeln schon eine Klage etwa gegen He.-Chr. Strache eingebracht hat? Immerhin verlinkte auch dieser, wie die zweite Collage es belegt, verlinkte also der Obmann der FPÖ mit einem Tweet am 4. Dezember 2014 zu einer Besprechung des Buches, zu einer bewerbenden Besprechung auf einer Website, die mit ihm gesinnungsgemäß die Stunde der Wahrheit teilt … Und auf der Plattform des Unternehmens wiederholt es He.-Chr. Strache, findet das Buch „sehr interessant“ … Eine bessere Bewerbung des Buches kann sich Harvey Friedman gar nicht mehr wünschen, und zugleich ist es doch auch die schlechteste Bewerbung, denn die Urteilskraft von He.-Strache ist auf dem Niveau der friedmanschen Welterklärungswut … Aber nicht nur He.-Chr. Strache hat viel dafür über, auch sein Stellvertreter Norbert Hofer kann derartigen Produkten recht viel abgewinnen, wie beispielsweise Chemtrails

 

He Chr Strache findet Banksterclub interessant - Was klagt die österreichische dazu

He.-Chr. Strache findet „Bankster Club“ „sehr interessant“ – Was klagt die österreichische Bank dazu?

Während des Schreibens blieb jetzt auch noch Zeit, zu entscheiden, wer denn nun lächerlicher ist, Harvey Friedman oder die österreichische Bank. Es ist entschieden. Es ist die österreichische Bank. Harvey Friedman ist nur zu ignorieren, und das ist noch zu viel Aufmerksamkeit für ihn. Lächerlich ist er menschgemäß auch, wie alle eitlen Männer, die mit Geschichten über die Welt auftreten, und damit stets staunend nur die eine Frage provozieren, auf welcher Landkarte bloß ist die Welt ihrer Geschichten zu finden, in den Atlanten jedenfalls nicht. Noch lächerlicher und also tatsächlich lächerlich aber ist die österreichische Bank, die meint, die heutige Welt mit Internet funktioniert tatsächlich nach wie vor so wie in einem Bergdorf vor einhundert Jahren, wo es ausreichte, einem oder einer im Dorf für alle sichtbar zu zeigen, wo der Bartl den Most holt, damit alle schweigen und wieder kuschen, es nicht mehr wagen, öffentlich auf dem Anger etwas gegen die Bank zu sagen. Aber, darf angenommen werden, das hat nicht einmal damals wirklich funktioniert, getuschelt wird weiter worden sein, wenn auch nicht mehr unbedingt laut unter dem Kruzifix in der Wirthausstuben, wenn am Nebentisch der Herr Bankfilialendirektor seine Speckknödelsuppe …

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

Wie die Umsonst Österreich berichtet, habe He-Chr. Strache in seiner gestrigen Rede in der Hofburg auf dem Heimatsschwindlerball auch über Südtirol gesprochen. Damit nicht vergessen wird, was Südtirol in der identitären Gemein-Schaft für eine Bedeutung hat, ist es doch besonders hervorzuheben:

Straches Brandrede auf dem Akademikerball 2015 in der Hofburg

„Österreich“ berichtet über die Wortpolka des He.-Chr. Strache auf dem gestrigen Ball in der Hofburg.

Im September 2014 wurde in der ZZ der FPÖ darüber deutlich aufgeklärt: „Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt.“ Es sei, berichtet die Umsonst, auf dem gestrigen Ball in der Hofburg das „Deutschlandlied“ gesungen worden. Das darf nicht verwundern, scheint es gesinnungsgemäß doch Österreich gar nicht zu geben, wie die ebenfalls im September 2014 veröffentlichte Frage in der FPÖ-ZZ nahelegt: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Das ist doch gesondert festzuhalten. Was zum gestrigen Ball sonst zu sagen ist, wurde bereits gesagt:

Heimatsschwindlerball in der Hofburg – Von der skandalösen Feigheit der Republik Österreich.

Dafür ist dem Standard die Nächstenliebe der FPÖ gewiß

Die Tageszeitung „Der Standard“ schreibt, Georg Immanuel Nagel „schrieb für Zur Zeit“ … Wann beginnt für diese Qualitätszeitung die Vergangenheit? In der Gegenwart? Anders gefragt. Wann kommt diese Qualitätszeitung in der Gegenwart an? So viel kann gesagt werden, diese Woche nicht mehr. In der Nummer 3 vom 16. Jänner 2015 bis 22. Jänner 2015 schreibt Georg Immanuel Nagel über „Islamisierung gegen Islamisierung?“

„Nagel schrieb“ … Katharina Mittelstaedt schrieb am 21. Jänner 2015 für diese Qualitätszeitung den Artikel „Pegida Wien gibt Sprecher bekannt“; schreibt sie heute nicht mehr für …

Und weiter heißt es in dem Artikel:

„Er hat bereits mehrere Beiträge veröffentlicht, unter anderem in der Wochenzeitung „Zur Zeit“, die der ehemaligen EU-Abgeordnete und FPÖ-Funktionär herausgibt […].“

Der Standard - Nagel - Pegida - FPÖUnd vor allem dafür wird sich die Qualitätszeitung der FPÖ-Nächstenliebe und Gebete gar nicht mehr erwehren können. Es ist nur ein „ehemaliger FPÖ-Funktionär, nur ein „ehemaliger FPÖ-Funktionär“ hat etwas mit der ZZ und Georg Immanuel Nagel zu tun, nicht die FPÖ … Ach, das kann doch einer FPÖ nicht angelastet werden, was ein „ehemaliger“ FPÖ-Funktionär und FPÖ-Abgeordneter heute tut. FPÖ-Abgeordnete haben heute gar wichtige Aufgaben im Dienste der Menschen zu erfüllen, wie etwa NR Wendelin Mölzer, der als Chefredakteur der ZZ

Und weiter heißt es in dem Artikel:

„In seinen Artikeln sympathisiert Nagel mit der Identitären-Bewegung, […].“

Georg Immanuel Nagel FPÖ Zur Zeit Pegida identitärDas heißt, er sympathisiert mit der FPÖ, die nicht nur dem amtierenden Chefredakteur der ZZ eine „identitäre Partei“ ist … Es geht wohl weit über das Sympathisieren hinaus, bei einer derartigen Verinnerlicherung identitärer Argumentation, wie dem „Wirtschaftsblatt“ vom 21. Jänner 2015 zu entnehmen ist:

„Medienberichte, wonach der Anmelder der Kundgebung dem rechten Hooligan-Lager zuzuordnen sei, dementierte Nagel entschieden. Der Betroffene sei unbescholten, habe die Veranstaltung lediglich angemeldet und sonst nichts mit der Organisation zu tun.“

„Unbescholten“ und „sonst nichts“ „zu tun“ … Wem fallen nicht sofort n-fache Beispiele ein, in der die FPÖ genau dieses Wort gebrauchte, um gegen einschlägig bekannte Vorwürfe zu argumentieren, sich zu verteidigen …

Von He.-Chr. Strache aufwärts werden jetzt wohl viele von der identitären Partei den Artikel von Katharina Mittelstaedt, die für den Standard schrieb, bei sich tragen, um bei Bedarf darauf hinweisen  zu können, nur ein „ehemaliger“ aus ihren Reihen habe etwas mit der ZZ zu tun; wahrscheinlich werden auch Gemeinderat Johann Gudenus und Landesrat Christian Ragger und NR Wendelin Mölzer, die für die ZZ der Woche 16. bis 22. Jänner 2015 schrieben, den Artikel fortan bei sich tragen, um …

FPÖ und Zur Zeit für Verbot Anti-WKR-BallPS Bezüglich der Neujahrsgrüße von FPÖ-Mandatarin und FPÖ-Mandataren auch in der Nummer 3-2015 an die Leserinnen und Leser, also auch an sich selbst, werden sie es wohl als Zeichen ihrer Weltoffenheit, weil sie ja sonst nichts mit der ZZ …, deuten und möglicherweise darauf hinweisen, sie seien „unbescholten“ …

PPS Es gibt in der NR 3-2015 auch wieder ein ganzseitiges Inserat von der FPÖ … Die Frage nach der Finanzierung muß nicht mehr gestellt werden. Diese wurde schon zu oft gestellt. Und ebenso oft nicht beantwortet.

PPS Und noch ein ganzseitiges Inserat gibt es in der NR 3-2015: für den „Akademikerball“. Der „Ehemalige“ spricht sich für ein Verbot der „Anti-WKR-Ball-Demos“ aus. Die nichtehemalige FPÖ: „Protest gegen Akademikerball nicht zulassen“ … Geht es noch deckungsgleicher zwischen nichtehemaligen und …? Wenn es Sie interessiert, wer der begnadete Künstler ist, der das Tanzpaar für diesen Ball … es ist Odin Wiesinger

„FPÖ – ‚Wir sind die wahre Pegida'“: „Typisch deutsch – Nach oben buckeln, nach unten treten“

In der heute ausgestrahlten „Sternstunde Religion“ des schweizerischen Fernsehsenders sagte Islam- und Politikwissenschafter Michael Lüders über die Pegida FPÖ - Nach oben buckeln - nach unten treten„Pegida“ in Deutschland: „Typisch deutsch. Nach oben buckeln und nach unten treten.“ Das kann auch über die FPÖ gesagt werden, die He.-Chr. Strache als die „wahre Pegida“ sieht, also über das Buckeln und das Treten, und das Treten nicht nur gegen Menschen, die nach Österreich kommen. Aber auch, daß das „typisch deutsch“ sei, trifft auf die FPÖ zu -, erst im Dezember 2014 hat Erich Körner-Lakatos im Zentralorgan der identitären Gemein-Schaft bekräftigend ausgemacht, Österreich als das „wahre Deutschtum“, wobei er nicht nur FPÖ und Österreich verwechselte, sondern noch vieles mehr … Vergessen darf auch und vor allem nicht das Parteiprogramm des Norbert Hofer werden, mit seinem Bekenntnis, was in Österreich (auch darin das Verwechseln von FPÖ und Österreich, und nicht nur das) alles deutsch

Das ist jetzt, zugegeben, ein reißerischer Beginn. Aber ein berechtigter. Um auf diese heutige Sendung aufmerksam zu machen. Denn. Diese ausgestrahlte Diskussion über „Untergang des Abendlandes? Die Angst vor dem Islam“ behandelt dieses Thema dermaßen seriös, unaufgeregt, komplex, daß diese Sendung nur jedem Menschen als Einstieg empfohlen werden kann, vor allem jenen Menschen, die in Deutschland oder in der Schweiz oder in Österreich meinen, mit „Pegida“ marschieren zu müssen oder davor stehen, marschieren zu wollen.

Johanna Mikl-Leitner verkündet ihre SicherheitsoffensiveAber gerade in Österreich ist diese Sendung vielen Politikerinnen und Politikern und auch vielen Journalisten und Journalistinnen der gutter press als Lehrstunde zu empfehlen, wie darüber sinnvoll, redlich gesprochen werden kann. Beispielhaft ist SM Johanna Mikl-Leitner diese Lehrstunde der politischen und sozioökonomischen Analyse zu empfehlen, um endlich ihrer Aufgabe als Politikerin gerecht zu werden, nämlich politische Analyse und politische Lösungen zu leisten. Dafür müßte sie wohl zuerst einmal ihre Waffenröcke ausziehen. Im gestrigen Mittagsjournal des österreichischen Rundfunks fiel ihr nichts ein zu den „sozialen Verhältnissen“, weder etwas Analytisches, noch die geringste Idee einer Lösung, nicht einmal die Äußerung in die Richtung, sich wenigstens bemühen zu wollen, an den „sozialen Verhältnissen etwas zu ändern, also diese zu verbessern. Dabei ist sie nicht nur die zurzeitige SM, sondern auch ÖAAB-Bundesobfrau … Diese Bildungsstunde (freilich nur die erste von vielen, vielen notwendigen Bildungsstunden), Johanna Mikl-Leitner, kann bestellt werden unter: sternkopie@srf.ch …

Rechtliche Schritte gegen Verwendung der Wartburgfahne durch Pegida

Der von Pegida schwangere Philip Stein hat zu seinem Jubel, über den in FPÖ-ZZ – „Pegida: Wir stehen wahrhaft am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“ ausführlich berichtet wurde, über die „patriotische Massenbewegung“ stolz ein Bild mit „Fahnen der Urburschenschaft“ veröffentlicht und hinzugefügt: „Auch zahlreiche Burschenschafter demonstrierten“.

Pegida Burschenschaft FPÖ Fahne

„Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller Jena sah sich als Nachfolgerin der Urburschenschaft schon vor vielen Jahren in der Pflicht, Rechte an der auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag vielfach gezeigten Fahne der Urburschenschaft (auch Wartburgfahne genannt) schützen zu lassen, um eine unerwünschte Verwendung durch beliebige Personen und Organisationen unterbinden zu können. So obliegt es ausschließlich unserer Burschenschaft, dass Zeigen der Wartburgfahne auf Veranstaltungen zu genehmigen.“

Diese Begeisterung der freiheitlichen ZZ und der FPÖ für Pegida wird nicht von allen geteilt, wie gelesen werden kann, nicht einmal von jenen, von denen Philip Stein behauptet, sie hätten auch demonstriert, also Burschenschafter. Vielleicht waren welche dabei, Burschenschafter, aber aus Österreich, die sind ja recht bekannt dafür, aus einem ganz alten Eisen zu sein. Einer Burschenschaft in Deutschland jedoch scheint es unangenehm zu sein, mit Pegida Arm in Arm in fest geschlossenen Reihen gesehen zu werden, und sie will auch nicht, daß Pegida ihre Fahne entrollt vor sich herträgt und schwenkt, überlegt sich dagegen rechtliche Schritte:

„Die Burschenschaft Arminia a.d.B. und deren Mitglieder treten entschieden für Demokratie und Freiheit ein und respektieren das Recht eines Jeden, für seine Interessen und Überzeugungen zu demonstrieren. Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit sind Eckpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens und müssen zu jeder Zeit gewährleistet sein. Die Demonstranten auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag machten von diesen Rechten Gebrauch, was wir respektieren müssen. Unsere Burschenschaft war auf dieser Veranstaltung jedoch nicht vertreten und zu keinem Zeitpunkt lag eine Genehmigung durch die Burschenschaft Arminia a.d.B. vor, die die Verwendung der Wartburgfahne durch andere Personen oder Organisationen gerechtfertigt hätte bzw. auf künftigen PEGIDA-Demonstrationen rechtfertigen würde. Rechtliche Schritte werden derzeitig durch unsere Anwälte geprüft.“

Wenn also eine Burschenschaft es schon für absolut notwendig hält, klarzustellen, nicht auf dieser Veranstaltung vertreten gewesen zu sein, sie es aber „respektieren“ müsse, daß auch Pegida von diesem Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit Gebrauch macht, dann sagt das bereits alles aus, was über Pegida zu sagen ist, also alles, was keinen Jubel auslöst. Während also in Deutschland eine Burschenschaft, rechtliche Schritte prüfen läßt, sind in Österreich gewählte Mandatare von Pegida schwanger und himmeln Pegida kreischend an. Das rechtzeitig zu wissen, hat für Wähler und Wählerinnen in Österreich aber einen großen Vorteil, vor allem im nächsten Jahr, in dem „Superwahljahr 2015“. Sie können durch Nichtwahl der FPÖ den freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen diesen die Last abnehmen, hochschwanger in politischen Gremien sitzen zu müssen, also Risikoschwangerschaft mit steuergeldfinanziertem Herumsitzen unter einen Tirolerhut zu bringen. Wenn sie also nicht mehr in die demokratischen Gremien auf allen politischen Ebenen in diesem Land gewählt werden, können sie sich ganz ihrer schon so lange im Leibe tragenden und mittlerweile ungeheuer angewachsenen Frucht widmen, in den eigenen vier Wänden unterm Kruzifix sie zu verhätscheln, in den Schlaf zu jodeln.

„Pegida: Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“

Wenn Sie sich darüber wundern sollten, weshalb „Faschismus“ unter Anführungszeichen gesetzt ist, dann geschieht das nicht aus Furcht oder Vorbeugung, um mögliche Unannehmlichkeiten durch unnötige Termine zu vermeiden, sondern um der Genauigkeit willen, um der Klarheit willen, um der Unmißverständlichkeit willen. Daß hier der „Zur Zeit“, diesem Schreib-, Quell- und Werbemagazin der identitären Gemein-Schaft, nichts unterstellt, nichts interpretiert, sondern lediglich klar und unmißverständlich genau festgehalten wird, was es selbst von sich gibt, und, es werden lediglich Verbindungen zwischen den mannigfachen Aussagen zur Verdeutlichung  her- und bereitgestellt.

In der Nummer 51-52 vom 19. Dezember 2014 bis 8. Jänner 2015 schreibt Philip Stein einen Jubel auf „Pegida“. Er schreibt das auf eine Art, die vor allem Menschen der seriösen Geschichtsschreibung nicht unbekannt sein wird, und darüber hinaus, was für eine Beleidigung des heutigen Menschen, ihn mit einem solchen Pathos, der im Wissen um die Geschichte als Untergangspathos bezeichnet werden kann, zu malträtieren.

FPÖ Zur Zeit 51-52-2014 Pegida SteinPhilip Stein schreibt unter „Pegida bricht Rekorde“ über eine Demonstration in Deutschland, er schreibt in einem in Österreich vertriebenen Magazin, das von einem NR, der auch Abgeordneter im österreichischen Parlament ist, geführt wird, über eine Demonstration in Deutschland, und wie er das schreibt, ist besonders zu beachten, zu berücksichtigen:

„Denn was in Dresden geboten wurde, dieses unüberblickbare Meer an Fahnen, der nicht enden wollende Strom aus Menschen und die immer wieder erschallenden Rufe aus den Kehlen von Jung und Alt – sie sind weit mehr als ein singulärer, alleinstehender Erfolg.“

„Eine exakte Zahl scheint am Ende völlig irrelevant. Denn Woche um Woche bricht PEGIDA die eigenen Rekorde. Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Massenbewegung. Oder sind wir schon mittendrin?“

„Die Eindrücke des Abends sind noch ganz frisch, wollen schwanger an Emotionen und möglichst realitätsnah dargelegt werden. Vergessen sind Kameras, Radio und sonstige Presse. Sie alle waren nur Zaungäste, spöttische und verachtende Beobachter. Mittendrin war keiner von ihnen. Und auch wenn sie durch die Reihen huschten, versuchten Stimmungen und Emotionen einzufangen, erschienen sie wie Fremdkörper in einem funktionierenden Organismus. Nicht umsonst skandierten die Massen mehrfach ‚Lügenpresse‘ in Richtung der Pressevertreter.“

„Sind die Deutschen, sind wir am Ende alle rechtsradikal und fremdenfeindlich?“

„Über Jahre versuchen nonkonforme Medien bereits, jenen Bewußtseinswandel anzustoßen und dem Bürger die Augen zu öffnen. Massen wurden hierbei nur selten erreicht. Wenn ein ernstzunehmender Querschnitt selbst erkennt, daß der Weg auf die Straße unabdingbar geworden ist, sind wir wahrlich an einem Scheidepunkt angelangt.“

„Die Hetze der etablierten Medien und Politik ist bezeichnend.“

„Ulbig ging also mit jenem ‚Schwarzen Block‘ auf die Straße, die im Laufe der Demonstrationen Familien, Frauen und Kinder mit Feuerwerk und anderen Mitteln tätlich angriff. Insgesamt wirken die Aufrufe gegen PEGIDA wie ein Stelldichein der bürgerlichen Feigheit.“

„Wie es mit PEGIDA weitergeht, wird das neue Jahr zeigen. Sollten die Proteste auch hier wieder Rekorde brechen, muß die Politik reagieren. Erleben wir ein Verbot? Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz wurde bereits gefordert. Doch eine Frage bleibt: Lassen sich so viele Augen noch schließen?“

Es war, wie hier nachgelesen werden kann, ebendieser Philip Stein mit seinem geschichtlich recht bekannten Untergangspathos, der in der Nummer 38 vom 19. September 2014 in einem Gespräch mit einem „Neofaschisten“ darüber nachdachte, wie ein „Wiederbeleben des Faschismus“ …

Es wird in diesem Magazin recht oft von Patriotismus geschrieben, als wäre dieser etwas Gutes. Ob gut oder schlecht, darüber will hier gar nicht nachgedacht, sondern lediglich darauf hingewiesen werden, was die FPÖ-ZZ unter Patriotismus versteht, und sie gibt, wie hier ebenfalls nachgelesen werden kann, recht stolz darüber immer wieder selbst Auskunft, beispielsweise in der Nummer 49 vom 5. Dezember 2014, durch ihre Vorstellungen, wer für sie „große Patrioten“ …

Über einen anderen Schreiber, nämlich über Georg Immanuel Nagel, den es auch recht auf die „Straße hinaus“ drängt, mußte erst vor kurzem berichtet werden, der am 31. Oktober 2014 im „Eckart“ für eine „Distanzierung von der Distanzierung“ eintrat, also er tritt dafür ein, sich nicht mehr davon zu distanzieren, wenn der Vorwurf erhoben wird, ein Nazi …

„Der Weg auf die Straße unabdingbar geworden ist …“ Beunruhigend ist, wie sehr in der FPÖ-ZZ ein „Bürgerkrieg“ beschworen wird, in einem Magazin, in dem gewählte Mandatare und Mandatarinnen dieses Landes schreiben. Diesmal sind es Wendelin Mölzer, Mario Eustacchio. Aber auch Norbert Nemeth, Klubdirektor des freiheitlichen Parlamentsklubs. In der Nummer 51-52 ist es Martin Pfeiffer: [D]ann weiß man, daß der Bürgerkrieg im wahrsten Sinne des Worten vor der Tür steht. Wehret den Anfängen!“ Und er ist damit nicht allein, wie nachgelesen werden kann, von He.-Chr. Strache aufwärts …

„Wir stehen wahrlich am Anfang einer patriotischen Massenbewegung“ … Es ist nicht nur Philip Stein von Pegida schwanger, auch weitere aus der identitären Gemein-Schaft, von He.-Chr. Strache aufwärts …

Vielleicht ist es Ihnen nun verständlicher, weshalb „Faschismus“ unter Anführungszeichen gesetzt ist. Weil eben tatsächlich nicht spekuliert werden muß, nicht interpretiert werden muß, nichts unterstellt werden muß. Denn, wie auch aus der Geschichte nur zu bekannt ist – und dabei wird nicht nur an den Nazismus gedacht -, wird von den Protagonisten und Protagonistinnen immer alles deutlich und sehr früh schon selbst offen gesagt, was von ihnen je zu erwarten ist. Und wenn in dieser Nummer Martin Pfeiffer pathetisch von „Wehret den Anfängen!“ spricht, gibt es darauf nur eine saloppe und unaufgeregte Antwort: In jedweder Wahlzelle die FPÖ nicht einmal ignorieren …

PS In der Nummer 51-52 ist ebenfalls wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ geschaltet. Das erzeugt immer noch Unbehagen beim Gedanken, diese werden möglicherweise durch Steuergeld finanziert.

Gewinsel eines Bestohlenen ist für einen die Wahrheit, der träumt, Bürgermeister sein können

Wie gehört wurde, daß gegen seine schriftliche Erregung über den Einbruch in seinem Haus gewettert wird, wurde gedacht, wie verstiegen geht es denn eigentlich in diesem Lande schon zu, daß Bestohlene nicht einmal mehr sich empören dürfen, wenn sie bestohlen werden. Und der nächste Gedanke war, etwas gegen diese Verstiegenheit schreiben zu wollen, also etwas für Gerald Pichowetz zu schreiben. Die Vorwürfe gegen ihn unter Zuhilfenahme seiner schriftlichen Erregung zu entkräften. Soher war es nicht zu vermeiden, auch zu lesen, was er schrieb, das Ganze lesen zu müssen. Jedoch, bereits nach ein paar Zeilen … Was Gerald Pichowetz vorsetzte, eignet sich in seiner Gesamtheit in keiner Weise, um ein Wort für ihn ergreifen zu können.

Verstiegener kann kaum noch geschrieben werden, als Gerald Pichowetz es tat.

Gerald Pichowetz - O FröhlicheEs ist zum Kopfschütteln, daß dieses Gewinsel Tausende von Menschen sogar wert befinden, es zu teilen, daß diese Verstiegenheit Tausenden von Menschen gefällt. Vielleicht meinten diese Tausenden von Menschen, es sei ein Kabarettbrief, immerhin handelt es sich bei Gerald Pichowetz auch um einen Kabarettisten, wie jetzt geschrieben wird, und deshalb dieses tausendfache Gefallen, dieses tausendfache Teilen, weil sie meinten und weiter meinen, er habe einen freiheitlichen Brief, eine freiheitliche Presseaussendung parodiert, genial parodiert, denn er hat dabei nicht einmal auf die Rechtschreibfehler vergessen, also auf das Markenzeichen freiheitlicher Schreibe. Und darüber hinaus, es kann doch von einem Kabarettisten, der zusätzlich auch noch ein Theaterdirektor ist, nicht angenommen werden, daß er nicht zu schreiben vermag, die Sprache, also sein erstes und wichtigstes Handwerkzeug, nicht beherrscht. Und der Inhalt? Verstiegen und aberwitzig, wie es nur ein Kabarettist versteht, von der Bühne herab seinem Publikum zu servieren, um die Absurdität freiheitlicher Anschauungen und freiheitlicher Wirklicheitswahrnehmungen zu entblößen.

Gerald Pichowetz - He Chr Strache Gewinsel als WahrheitEs ist aber erschreckend, daß einer, der, wie jetzt wieder einmal zu hören ist, davon träumt, Bürgermeister von Wien sein zu können, dann wieder einmal davon, Kanzler von Österreich sein zu können, weil ihm im Traum von der Vorsehung geflüstert wird, er hätte hierfür auch die Fähigkeiten, dieses Gewinsel als Wahrheit nimmt. Wobei es nicht erschreckend ist, daß He.-Chr. Strache dieses Verstiegene und dieses Gewinsel als Wahrheit nimmt, sondern, es ist tatsächlich erschreckend, daß Tausende und Tausende von Menschen eine solche Partei wählen und weiter wählen wollen, deren Mandatare und Mandatarinnen, von He.-Chr. Strache aufwärts, in diesem Gewinsel ihre Wahrheit ordentlich wiedergegeben sehen.

Das soll nicht vergessen werden. Das sollen jene, die die FPÖ wählen, nicht vergessen, was sie wählen. Nämlich, auch, dieses Gewinsel – Wahrheit der FPÖ. Gerald Pichowetz kann sich noch darauf ausreden, er habe einen Kabarettbrief geschrieben, er kann sich auch darauf ausreden und für sich in Anspruch nehmen, er sei unmittelbar nach dem Einbruch noch zu erregt gewesen, auch wenn dabei sich eines doch deutlich zeigt, es scheint ihm doch einiges an Niveau und denkerischer Kraft zu fehlen. Denn. Gerade in einer Ausnahmesituation, in der Empörung zeigt es sich am deutlichsten, wer fern und wer nicht fern von Niveau, wer fähig ist, Politik und Gesellschaft nicht mit dem Geschehen in seiner Küche zu verwechseln …

Aber He.-Chr. Strache, dem dieses Gewinsel seine Wahrheit ist, wurde nicht bestohlen, ganz im Gegenteil, er und seine Partei wurden nicht bestohlen, ganz im Gegenteil, die FPÖ wird nicht bestohlen, er und seine Partei sind also je in keiner Ausnahmesituation, sind also je nicht in der Rolle, Opfer von Diebstählen zu sein, ganz im Gegenteil, so auch diesmal, als er, He.-Chr. Strache, das über das pichowetzische Gewinsel schrieb. Ganz im Gegenteil. Er war in seiner betuchten Normal-Situation, auf seinem alltäglichen Niveau, auf dem Höhepunkt (in seinem Fall Synonym für Nullpunkt) seiner denkerischen Kraft.

Was für ein Land, solche Theaterdirektoren zu haben, was für ein Land wird es erst sein, mit solchen Bürgermeistern, die ihre Regierungserklärungen von floridsdorferischen Kabarettisten schreiben lassen werden, die schon heute gelesen werden können – was für eine Ernüchterung, eine letzte müßte das, je in Betracht zu ziehen, die identitäre Gemein-Schaft wäh… Außer es werden gesinnungsgemäß Wahlen als Niedertrachtscastingshows in kreuzschmucker Tracht …

 „Liebe Einbrecher, wir haben uns über Euren Besuch sehr gefreut! Gut ausspioniert, denn um diese Zeit halte ich gewöhnlich meine Ruhezeit vor der Vorstellung! Da bin ich aber froh, dass ich nicht einen von Euch Beiden in meinem Schlafzimmer zu Besuch hatte. Da ich keine ‚Botschaft‘ habe, wäre mir deswegen eine EinbrecherIn da schon entschieden lieber! Also, über das demolierte Kellerfenster rege ich mich ja nicht auf, wird wohl die Versicherung übernehmen, die wird allerdings durch Euer fleißiges treiben bald einmal die Prämien erhöhen müssen… und eine Terrassentür eintreten…tststs, wer macht den so etwas? Also passt da wenigstens ein bisserl auf, damit die Reparaturen nicht zu teuer werden. Bedaure, dass sich einer von Euch geschnitten hat und hoofentlich ist Euch beim laufen über die Terrasse mit dem Fuß nichts passiert, als der Balken nachgegeben hat?! Meine Frau freut sich Euch Armen, mit 100% ausländischem Hintergrund, ihren gesamten, hart erarbeiteten und schwer verdienten Schmuck schenken zu dürfen. Vor allem die für Euch gar keine Werte darstellenden Schmuckstücke, aber aus Familienbesitz stammenden, sollen und werden Euch nicht viel einbringen, aber was soll’s, Weihnachten steht vor der Tür und Ihr habt mir echt geholfen, denn nun weiß ich wieder, was ich meiner Frau schenken soll! Ich habe mir da ja die letzten Jahre echt schwer getan, da ich ja schon nicht mehr wusste, was für Schmuck meine arme Frau noch benötigt, weil sie ja den Rachen gar nicht voll kriegen kann von Gold und Edelsteinen. Aber keine Sorge, wir reichen, fettgefressenen Österreicher, können uns das ja leisten – reden uns auch unsere Politiker ein, darum sind ja so viele von Euch da! Nehmt uns nur was weg – am besten Alles! Wir sind ja so reich und kaufen uns alles nach!!! Habe die Preziosen bereits alle nachbestellt! Leider geht es sich vor Weihnachten nicht mehr aus, dass der Goldschmied die schönen Schmuckstücke anfertigt! Wird wohl ein wenig dauern… wartet einmal… also bis jetzt waren es 17 Jahre…naja, Inflation hatten wir auch, die Zeiten werden schlechter – keine Angst – für Euch nicht, wir Österreicher teilen gerne. Wir haben ja auch überwältigend für die EU gestimmt, aber da hat wahrscheinlich keiner gewusst, dass so viele Bedürftige von Euch kommen! Klar, Betteln, Hausieren, Einbrechen und Koks verhökern, sind einträgliche Geschäfte und fördern die Wirtschaft – leider steuerfrei! Das muss sich ändern! Ihr müsst meine Unbildung entschuldigen, aber ich habe das System erst jetzt durchschaut. Ihr seid ja wahre Robin Hood’s, nehmt es den Reichen und gebt es den Armen! Grenzt ja fast schon an Umwegrentabilität! Wie die Staaten, nehmen sich Banken und der Steuerzahler hat dann eine Bank, ohne persönlichem Konto, aber dafür eine Haftung! Clever! Ach, echt toll diese Politiker, dann werden sie zum Lohn auch Banker; und warum auch nicht die Steuer erhöhen? Bei dem was Ihr uns wegnehmt und dem jährlichen Spendenrekord für Eure weiteren Bedürftigen entsteht natürlich der Eindruck, dass Geld in Hülle und Fülle da ist!! Was ja auch stimmt, denn die € 8.000,– und den Lap Top könnt Ihr ja sicher gut brauchen. Ihr könntet aber die entwendeten Euro’s zumindest an Eure Mitstreiter von der Bettelmafia bezahlen, ach, habe vergessen, dass es die ja gar nicht gibt! Manchmal frage ich mich, wo ich nur meinen Kopf habe? Nein, diese Medien verbreiten wahrlich nur böse Gerüchte! Also was Ihr mit dem kaputten Fabergé Ei anfangen werdet und mit der Uhr meines Urgroßvaters, die ist aus Nickel… € 40,–… f e t t …! Schade, dass wir Euch überrascht haben! Wenn Ihr gewartet hättet, wäre bestimmt noch etwas Brauchbares angefallen. Aber jetzt bitten wir Euch um ein wenig Zeit, bis wir wieder Neues zusammengetragen haben. Ihr sollt Euch ja nicht beklagen, lasst es uns wissen! Und noch eine Bitte, schickt so viele wie möglich von Euch zu uns, damit ich eigenständig von so einem Gutmenschen bei uns die Tür eintreten kann und er Eure Versorgung übernimmt, wenn es nichts mehr zu stehlen gibt. Naja, die Gewissheit, dass Ihr zumindest nie dem AMS auf der Tasche liegen werdet, durch Euren krisensicheren Job, ist ja die Sachspende wert!! Liberalismus über Alles vor allem über das Eigentum von Dritten! Freue mich schon darauf, wenn einmal unsere Kinder zum ‚Einkaufen‘ zu Euch fahren! Eine logische Konsequenz, wenn von uns alles bei Euch ist! Also fröhliche Festtage und Prosit 2015 sowie eine Menge süßer Befindlichkeiten, wie Pest, Krätze, Durchfall, Blinddarmdurchbruch, Angina eitrig, Krebs – egal welcher, Cholera, Ruhr und Arschjucken – vor allem Arschjucken, dort wo Ihr nicht hinkommt!“

Formel der FPÖ – Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus

FPÖ-ZZ 49-2014 Großer Patriotenkopf - Verteidiger von Mördern

„Wo Maitre Jean-Louis Tixier-Vignancour steht, ist immer rechts, ganz weit rechts, mögen auch die Vorzeichen wechseln. Der 54jährige Pariser Advokat, ehemaliger Abgeordneter der Nationalversammlung und einer der prominentesten Strafverteidiger Frankreichs, war nacheinander Monarchist, Faschist, Pétainist, Antisemit und Poujadist. Er diente dem Weltkrieg-II-Kapitulanten Péain in Vichy als Vize-Propagandachef und säuberte Frankreichs Film-Industrie von jüdischem Einfluß.“

Es liegt wieder eine Nummer der „Zur Zeit“ vor, die 49 vom 5. bis 11. Dezember 2014. Diesmal sind gleich drei NRs, also auch Abgeordnete im österreichischen Parlament, mit Beiträgen vertreten: der die ZZ führende Wendelin Mölzer, Wehrmachtsexperte Harald Stefan und Walter Rosenkranz. Es fehlt wieder nicht die ganzseitige Werbung des freiheitlichen Parlamentsklubs; was nach wie vor fehlt, ist die Antwort, ob die FPÖ mit Steuergeld dieses Medium finanziert.

FPÖ ZZ 49-2014 Große PatriotenköpfeDieses Medium, das auch in der Nummer 49 nach der Formel Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus seine Artikel schreibt. Eine Formel, nach der in der identitären Gemein-Schaft insgesamt gerechnet zu werden scheint. Es scheint auch die einzige Formel zu sein, die in dieser Gemein-Schaft ausgerechnet werden kann.

Diesmal schreibt Erich Körner Lakatos über Jean-Louis Tixier-Vignancour, der in diesem Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft vorgestellt wird als „einer der großen Köpfe im Frankreich des 20. Jahrhunderts. Und an seiner Seite war Jean-Marie Le Pen, wie heute gewählte Mandatare der Freiheitlichen, von He-Chr. Strache aufwärts, an der Seite seiner Tochter …

Freiheitlicher Code Patriotismus - Jean-Louis Tixier-VignancourEs muß auf den Inhalt dieser Feier eines „Patrioten“ nicht eingegangen werden. Es ist der Inhalt, wie er, um den in diesen Kreisen recht angesehenen Udo Ulfkotte zu paraphrasieren, eben in einer Bude der Desinformation gemanscht wird.

Großer Kopf für Freiheitliche - Jean-Louis Trixier VignancourFestzuhalten ist bloß, besonders, nein, ausschließlich für Wähler und Wählerinnen: Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus, das ist die freiheitliche Formel. Es kann auch gesagt werden, Patriotismus ist ein weiterer Code für Rechtsextremismus. Wie beispielsweise Südtirol ein Code ist, ein Code, der „Startsymbol“ genannt wird. „Startsymbol“ für was? Für einen „Eurofaschismus“.

PS Was für ein „großer Kopf“ dieser Mann war, kann auch in einem Protokoll einer Kabinettssitzung in Deutschland aus 1967 nachgelesen werden. Er war ein derart „großer Kopf“, daß für ihn nur eine Huldigung angemessen war: „Distanzierung“.

Vorstellung von Künstlern und Künstlerinnen, die für die FPÖ sind – „Machen wir eine Demokratie der Fächer“

Siegfried Eisele ist nicht der erste Künstler mit einem Bekenntnis zur FPÖ, über den hier geschrieben wird, aber mit ihm soll die Serie „Vorstellung von Künstlern und Künstlerinnen, die für die FPÖ sind“ beginnen.

Siegfried Eisele - Warum ich HC wähle

Lyriker Eisele: „Warum ich HC wähle.“ – „Nächstenliebe heist ‚Arterhaltung'“. – „Zudem wird mein Buch in Vorarlberg nirgens aufgelegt, weil es den rotschwarzegrünen Herren in Vbg. nicht passt. Danke für das demokratische Verhalten.“

Es gibt sie, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird, Künstlerinnen und Künstler, die für die FPÖ sind. Wie Siegfried Eisele, Lyriker, Schützenkommandant, Brandmeister. Mehr Biographisches zu schreiben, ist gar nicht notwendig. Sein Werk spricht für ihn allein. Nicht aber seine Lyrik, sondern seine Prosa soll für ihn sprechen, die er großzügig an „Überlegt wählen“ sandte …

Eine modernere Prosa ist heutzutage nicht zu bekommen, prachtvoll eigenwillig, ein Lyriker, dessen Denktiefe nur mit jener vergleichbar ist, für die die FPÖ, von He.-Chr. Strache aufwärts, bekannt und gerühmt ist.

„Die Globalisierungsscheiße der Rotgrünen stinkt zum Himmel!! Dass den Unifoprmierten das ganze Asylchaos langsam ankotzt, immer mit Siegfried Eisele liest aus seinem WerkZerstörung und Gewalt konfrontiert zu werden, bringt endlich ein Umdenken! Bei jeden Türkenaufmarsch sollte man die Liberteherren von ganz oben, forne an die Front stellen, damit sie endlich kappieren, was die so hoch gepriesene Propaganda 40 Jahre Orientalisierung mit Züchtung von Parallelgesellschaften in Massen!!!! uns alles beschert hat und immer noch beschert!! Ich habe es satt, unsern Staat von selbst ernannten Geheimbünden der Liken in ihrer internen Organisation die wahren Faschisten! und anderer selbst herrlicher Parteigruppierungen als ewige Versuchsanstalt, vergewaltigt zu sehen. Mit der Laune der Menschen, mit dem Zufall der Menschen, mit der Propaganda der Menschen, kommen immer andere Gruppierungen an die Regierung. Uniformierte, die in Land und Forstwirtschaft, ja auch Kinder werden von Zeit zu zeit als Versuchs und ewig ändernder Betriensobjekte, gezwungen mit zu machen. Man muss vom ewig strebenden noch Besseren und noch Reicheren und noch Höheren, weg kommen und zurück zum Ausgangspunkt eines gesunden Menschenverstandes. Wo besser als dem Fundament der Bibel? Dieser ewige Stress, der erwählten Selbstherrlichen ausgesetzt, kostet zu viel Energie, birgt Unmut und kostet jede Menge Geld. Lösen wir Parteien auf und machen wir eine Demokratie der Fächer und deren Abgeordneten. Keine Fraben, nur mehr Österreicher ohne Parteibuch, Parteiproporz und Parteizwang!! Was Parteien nach aussen heucheln, regieren sie nach innen im Stiele des Faschismus, härter als jeder Monarch! Wählen wir die Ressorts der Firma Österreich, vertreten und bewacht durch den einzig nicht Parteizugehörigen Habsburg als Fürst. Ressorts aus dem Leitenden und dem Team. Jedes Ressort ermöglicht dem Volk ein Mitspracherecht. Denkt darüber nach. Nicht ewig streben soll der Mensch, sondern einmal zu´frieden! sein und Kontinuum statt ewigem Leistungsdruck!“

„Und wieder Einseitpropaganda! Positive und Ratten samt Graubereich, gibt es in jeder Organisation! Oft nennen die sich, welche aufdecken, um von eigenem oft dreifachen Kehrricht ab zu lenken, Ratten. Nur systemisch gedacht, nicht personivizierend!“

Die Prosa des Siegfried Eisele

Siegfried Eisele: „Im Stiele des Faschismus […]“

Diese in einer zukunftsweisenden Prosa verfaßten Vorstellungen sandte Buchautor Siegfried Eisele als Antwort auf: Inseratenaffäre der FPÖ mit der Zur Zeit

PS Odin Wiesinger, Akif Pirinçci, Soslan Khan Aliatasi müssen sich dennoch nicht benachteiligt fühlen, daß nicht mit ihnen die Serie eröffnet wird, aber zum einen wurde schon mehr als einmal über sie geschrieben, zum anderen, einer solchen Prosa gebührt schlicht die Ehre des Serienbeginns.

PPS Bereits diese vier Vertreter der Kunst – Malerei, Schriftstellerei, Lyrikerei – belegen, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird, wie recht zugetan die FPÖ der Kunst ist, wie es beispielsweise eine Barbara Rosenkranz nicht müde wird zu … Mehr noch, sie, die FPÖ, kämpft recht ordentlich für die Kunst, für einen neuen Aufbruch der Kunst, wie nachgelesen werden kann – das darf niemals vergessen werden.

PPPS Siegfried Eisele ist nicht nur ein Stilist der Prosa, ein Lyriker, sondern auch Kunstmaler. Und He.-Chr. Strache hat für Bilder etwas über, vielleicht verschenkt er eines Tages auch einen Eisele und nicht nur einen O

Inseratenaffäre der FPÖ mit der Zur Zeit – Immer noch ein Land des „Faschismus“

Die FPÖ hat mit der Zur Zeit mannigfache Affären. Affäre im Sinne von Beziehung. Gewählte freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen von mehr oder weniger allen politischen Ebenen in Österreich haben mit der Zur Zeit etwa zu tun, eine Schreib-Beziehung, sie liefern der Zur Zeit Beiträge, geben ihr also Gewicht und Renommee.

Inseratenaffäre FPÖ - Zur ZeitDie FPÖ hat mit der Zur Zeit aber auch eine Inseratenaffäre. Die FPÖ veröffentlicht ganzseitige Inserate. Auch darüber wurde hier schon geschrieben. Wie nachgelesen werden kann. Und im Zusammenhang mit den letzten Nummern der Zur Zeit aus November, Oktober und September 2014 immer auch die Frage gestellt, mit welchem Geld werden diese Inserate finanziert? Ist es Steuergeld? Werden Inserate mit Steuergeld finanziert in einem Magazin, das durch seine Inhalte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich in Verruf bringen, Ansichten zu finanzieren, vor allem in der Welt in den Verruf bringen, immer noch ein Land des „Faschismus“ zu sein, oder – um einen Begriff zu verwenden, der in Österreich geläufiger ist – des „Nationalsozialismus“.

Der Begriff „Faschismus“ darf im Zusammenhang mit der Zur Zeit verwendet werden, denn es ist kein Vorwurf, sondern es ist ein Zitat aus ebendiesem Magazin. Vorwürfe, Faschisten und Faschistinnen zu sein, erheben allenthalben Mitglieder der FPÖ gegen Menschen, die nicht ihre Gesinnung teilen, die Anschauungen der FPÖ kritisieren. Also gegen Menschen, die nicht darüber nachdenken, welcher Kooperationen es bedarf, um den „Faschismus wirklich wiederbeleben“ zu können. Ganz im Gegenteil. Funktionäre der FPÖ unterstellen Menschen eine faschistische Gesinnung, die diese nicht nur ablehnen, sondern deren Parole Nie wieder! gegen jedwede Art des Faschismus hinlänglich bekannt ist.

Zur Zeit Inseratenaffäre FPÖWas aber können Leserinnen oder Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 38 vom 19. bis 28. September 2014 zum einen über das Nachdenken des „Wiederbelebens des Faschismus“ lesen und gleichzeitig das ganzseitige Inserat eines offenen Briefes des Obmannes der drittstärksten Partei im österreichischen Parlament an Bundeskanzler, Vizekanzler und Bundespräsidenten sehen?

Wie die FPÖ mit der Zur Zeit eine Inseratenaffäre hat, hat die Zur Zeit auch eine Inseratenaffäre mit dem Hohenrain-Verlag.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 44 vom 31. Oktober bis 6. November 2014 in einem ganzseitigen Inserat des Hohenrain-Verlages den „großen Wendig“ beworben sehen und in ebendieser Ausgabe ein Entlastungslied für „Nationalsozialistin“ Agnes Miegel vorgesetzt bekommen? Was der „große Wendig“ für ein Buch ist? Auf jeden Fall keines, das eine redliche Geschichtswissenschaft für ihre Forschungen heranziehen würde. Es ist eines aus der Rubrik: einschlägig amtbekannt. Eines werden Leserinnen, jedenfalls im Zusammenhang mit diesen Inseratenaffären, nicht denken, die Zur Zeit sei käuflich, also nach dem Motto Wessen Inserat geschaltet, dessen Lied gesungenMag auch die extrem recht hohe Würdigung von Rolf Kosiek, von einem Mitschreiber des „großen Wendig“, in der Nummer 46 vom 14. bis 20. November 2014 danach klingen, über den eine Festschrift in ebendiesem Hohenrain-Verlag eben erst erschienen ist, so kann das nicht auf Käuflichkeit zurückgeführt werden. Es ist eine Gesinnungssymbiose zwischen Inseratenauftraggeber und Inseratenauftragnehmer. Was im redaktionell Beitrag steht, spiegelt das Inserat wider.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014 über das „Präsidialsystem wie in den USA“ des „Deutschen Reiches“ von „Adolf Hitler“ und die Alliierten, die die Massenmorddiktatur beendeten, als „Junta der vier Militärdiktatoren“ bezeichnet werden? Und in ebendieser Nummer wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ mit dem zurzeitigen Obmann, abgebildet mit drei Frauen, als wäre es sein Traum, ein Moslem zu sein, verheiratet mit drei Frauen

Was aber können Leser und Leserinnen irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie, ebenfalls in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014, über eine Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments lesen, sie sei „eine an Krätze leidende hirnamputierte Idiotin“?

Affäre wird heutzutage zumeist als Synonym für Skandal verwendet. Diese Inseratenaffären sind kein Skandale. Jedenfalls beispielsweise für Gerhard Deimek, der ein freiheitlicher NR ist, für ihn ist es Mobbing, gefragt zu werden, ob es skandalös ist –

Diese Affären werden Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt nichts zum Denken aufgeben, denn die „Zur Zeit“ wird außerhalb von Österreich wohl kaum bis gar nicht gelesen werden, aber es sollte endlich die vielen vielen, allzu vielen Wähler und Wählerinnen in Österreich zu denken geben, wen sie tatsächlich wählen, wenn sie diese Partei wählen. Freilich wäre es sehr unterstützend, erführen sie mehr darüber auch in den sogenannten Massenmedien in Österreich

PS Dermaßen also wird „freundschaftliche Distanz“ zur ZZ, zu der ein freiheitlicher gewählter Mandatar einem gewählten freiheitlichen NR rät, in der FPÖ umgesetzt: ganzseitige Inserate … Aber der Rat erfolgte rund um die EU-Wahl im Mai 2014. In Zeiten von Wahlen fällt sogar einem freiheitlichen Mandatar auf, daß eine Affäre mit der ZZ nicht unbedingt das Ansehen fördert, etwas Schmuddeliges ist; kaum aber ist eine Wahl vorüber, ist das wieder vergessen. Nur eines der Beispiele, was vom freiheitlichen Sprechen zu halten ist, von Versprechen kann nicht einmal gesprochen werden. In Wahlkampfzeiten sind es höchstens Versprecher, wenn einmal nicht die Gesinnung gesprochen wird, die jede Nummer der ZZ widerspiegelt … Eine Affäre kann die Beziehung zwischen FPÖ und ZZ im Grunde nicht genannt werden. Gewöhnlich dauert eine Affäre nur kurze Zeit. Es ist eine unter dem Kreuz Christi geschlossene Massenehe von Gleichgesinnten und – aufgrund des männlichen Überhangs – von Gleichgeschlechtlichen …