Portrait eines christlichsozialen Putschisten

Im Juli 19 werden es 85 Jahre her sein, daß Anton Rintelen für die kurze Zeit einer Rundfunkansage zum Bundeskanzler in Österreich ausgerufen war. Viel länger dauerte auch der gesamte nationalsozialistische Putsch nicht, noch am selben Tag war klar, das wird nichts mit dem mörderischen nationalsozialistischen Versuch der Machtübernahme in Österreich, und drei Tage später war es mit dem gewaltsamen nationalsozialistischen Umsturzversuch endgültig vorbei. Es sollte dann vier Jahre dauern, daß es den Nationalsozialistinnen mit ihrer barbarischen Gesinnung doch noch gelang, die Macht in Österreich zu übernehmen, die Nationalsozialisten Anton Rintelen aus dem Gefängnis entließen, in dem er lebenslänglich einsitzen sollte.

Das freilich ist in der digitalen Galerie der Österreichischen Galerie Belvedere nicht zu erfahren, wird das Gemälde von Franz Köck angesehen. Zu erfahren ist: „Bundesminister Dr. Anton Rintelen“. Von Franz Köck gemalt ist. „Stilistische Epoche: Moderne vor 1945.“

Freilich ist es nicht die Aufgabe einer Galerie, auch die Geschichte der Gemalten zu erzählen, und das wird auch nicht gefordert.

Deshalb wird es hier erzählt. Aber nicht, weil es interessiert, was Anton Rintelen vor 85 Jahren verbrochen hat, was er, kurz zusammengefaßt, als christlichsozialer Landeshauptmann in der Steiermark, als christlichsozialer Minister für zwielichtige Rollen spielte, daß er durch die mordende Unterstützung der Nationalsozialisten sich zum Bundeskanzler machen wollte, daß er ein Mittäter der mordenden Nationalsozialistinnen war, und während seiner gesamten Laufbahn ein, kurz gesagt, Intrigant war, sein größtes Talent die Intrige war, von ihm eingesetzt nur für sein persönliches Weiterkommen, für seine Gier nach Macht.

Bilder wurden immer schon, gleich wie die Technik war, eingesetzt, und nicht für hehre Ziele, so ist es immer schon wichtig gewesen, zu wissen, wie mit Bildern umzugehen ist, die vorgesetzt werden, um getäuscht zu werden …

Es wird vor allem deshalb erzählt, weil sein Gemälde von Franz Köck, der auch Adolf Hitler, auf den Rintelen für seinen persönlichen Machtaufstieg setzte, vorteilhaft zu malen verstand, in der Belvedere vorbildhaft zeigt, wie sie aussehen, die für eine Gesellschaft tatsächlich Gefährlichen. Es sind nicht jene, wie vor allem nach wie vor in Österreich gemeint wird, die etwa beim Branntweiner, beim Heurigen, im Fußballstadion, auf bestimmte Gesinnungsart zensurierte Websites etwas brüllen, etwas schreiben, mit ausgestrecktem Arm, das nach Anklage nach dem Verbotsgesetz klingt, die tatsächlich Brüllenden sehen aus wie Anton Rintelen, so sehen Nationalsozialistinnen, so sehen Faschisten, mit einem Wort kurz die Rechten aus, so gibt sich die Antidemokratie, wie Anton Rintelen auf dem Gemälde in der Belvedere: ordentlich gekleidet, verantwortungsvoll aufgesetzte Miene, durch und durch vertrauenserweckend, um die Zukunft der Menschen besorgt, klug erscheinend, belesen, ganz und gar in der Wahrheit lebend, das Wort Lüge ihnen gänzlich unbekannt, ihr Leben ganz dem Dienst zum Wohle der Menschen geweiht, so sehen die, um es kurz zu wiederholen, tatsächlichen Zerstörer aus, und das kann nicht oft genug wiederholt werden, wer die tatsächlichen Zerstörerinnen sind, die, wird von diesem Gemälde in der Belvedere alles heruntergekratzt, was oben angeführt ist, also, um es kurz zu wiederholen: ordentliche Kleidung, verantwortungsvolle Miene, vertrauenserweckend, Wahrheit, geweihter Dienst zum Wohle der Menschen, ist zu sehen der Mensch beim Branntweiner, beim Heurigen, im Fußballstadion, beim Hinterlassen von Kommentaren auf Websites …

Vom unerwähnten Werk des Franz Köck

Wenn Wolfgang Dvorak-Stocker erzählt, unterwegs im Graben mit dem geschichtskundigen zurzeitigen Vizekanzler in Österreich, der Leopold-Stocker-Verlag habe zwar in den 1920er Jahren einige antisemitische Bücher verlegt, die kein Ruhmesblatt für seine Familie wären, aber nicht von den Postkarten der antisemitischen Apologie des Anschlusses in den späten 1930er Jahren, dann erinnert er zutiefst auf österreichische Art, erzählt er in zutiefst selektiver Weise, die das österreichische Wesen schlechthin ist.

Wenn ihm die antisemitischen Bücher seines Verlages der 20er Jahre kein Ruhmesblatt sind, was sind ihm wohl die Postkarten der 30er Jahre, die Aussagen der 10er Jahre?

Wenn die Österreichische Galerie Belvedere über den Maler Franz Köck informiert, geht sie ebenso vor, wie Wolfgang Dvorak-Stocker, auf zutiefst österreichische Art, also in zutiefst selektiver Weise.

„Künstlerinfos
Franz Köck
* 4.7.1886 Graz, † 15.1.1975 Graz. ‚Nach vier Semestern Technikstudiums Wechsel an die Landeskunstschule Graz zu A. Zoff und A. Marussig. 1914–18 Kriegsdienst, danach lebte er freischaffend in Graz. 1944 vernichtete ein Brand in Wohnung und Atelier viele seiner Werke. — Wichtige Anregungen verdankte Köck dem Triester Maler Argio Orell. Er widmete sich vor allem der Landschaft und der figuralen Komposition, bevorzugt religiösen Inhalts.‘ — [Pappernigg, Michaela (Bearb.)/ Reiter, Cornelia (Bearb.)/ Kahler, Thomas (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 2: G–K, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1995, S. 236]“

Es ist halt stets österreichisch vorzugehen, es ist stets österreichisch zu selektieren.

Was dazu paßt, was nicht dazu paßt, zum österreichischen Selbstverständnis. Und diese figuralen Werke von Franz Köck scheinen nicht passend zum heutigen Österreich? Ist dieses Werk, in dem etwa auch ein so recht hübsches Portrait von Adolf Hitler (als Kunstblatt 70 cm x 35 cm vertrieben), wichtig zu erwähnen? Nein, wichtig ist, dem armen Franz Köck beizustehen, vernichtet doch 1944 ein Brand in Wohnung und Atelier viele seiner Werke …

Hat sich der arme Franz Köck nicht Nachsicht verdient, Großzügigkeit gegen ihn? Nachsicht und Großzügigkeit, weitere Spezialeigenschaften des österreichischen Wesens mit seinem Selektionssinn.

Der gute Franz Köck, auch er wußte schon und brachte es künstlerisch zum Ausdrucke, daß es Zeit ist, für die Mander –oh, sie rechter Mann der Tradition bis herauf der Tage, als dies geschrieben wird, in denen Männer und Frauen in ihrem Kalender den Tag gefunden, der ihnen ihr 8. Mai in ihren Grenzen soll einst …

Der 31.8. will den so kurz genannten „Rechten“ ihr 8. Mai sein.

Es ist auch jenen der „deutschen lobby für ein deutsches reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ Südtirol eine „Herzensangelegenheit“, ablesbar allein schon an den recht, recht vielen Beiträgen, die sie hierzu verbreiten, dabei vielleicht gen Himmel starren und vor Chemtrails sich fürchten …

Es mag Ihnen diese Website unbedeutend erscheinen, und sie ist es auch. Sie ist nur eine mehr im Herzensgesinnungsgleichschlag, auch für Südtirol. Es muß nicht wieder gelistet werden, wem Südtirol eine „Herzensangelegenheit ist. Es sind Menschen dabei, die aufgrund ihrer zurzeitigen Positionen Bedeutende genannt werden können – in Österreich.

So unbedeutend diese Website ist, so geehrt sind jene, die für diese Website Gastbeiträge zu Südtirol – in Österreich geehrt.

Für einen Geehrten, in Österreich Geehrten, ist kein Medium – vielleicht, würde er dieses kennen, bezeichnete der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich dieses ebenfalls so schlicht wie kurz ein „rechtes Medium“ – zu tief, um …

In Österreich geehrt, in Österreich der Umgang mit diesen gesucht, und in Deutschland beispielsweise vor diesen das Weite gesucht und nicht deren Schulter, nicht den Anschluß …

Der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich wird diese Website nicht kennen, wen er, der Bundeskanzler, aber recht gut kennt, teilt er sich doch mit diesem den Regierungsstuhl, ist ein Mann, von dem sich die „deutsche lobby für ein deutsches reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ in „klaren und richtigen Worten“ Begriffe …

Die Reihenfolge dieser Website, was Südtirol immer schon gewesen sei, ist aus ihrer Gesinnung heraus, die wieder für die Grenzen vom 31.08.1939 ist, die rechte: Es war Österreich, Österreich ward Ostmark und Ostmark wird ihr nicht wieder Österreich, sondern Österreich soll wieder Ostmark, also deutsches reich werden, in dem auch Südtirol wieder … wer kennt nicht die Parole von der Heimkehr, die tief darin vergraben ist, wer kennt nicht die Menschen, die Menschen in Österreich, denen diese Parole Traum, die diese Verheißung auch in ihr Parteiprogrammhandbuch betiteltes Traumbuch schreiben …

Heimkehr, ach, was für Wort, mit dem so viele Menschen das Gute verbinden, nicht wenigen ein Wort der Hoffnung auf Glückseligkeit … Heimkehr, oh, was für ein Code!

Der 8. Mai wird auch in diesem Jahr gefeiert, auch am Heldenplatz, als Tag der Befreiung. Die kurz genannten „Rechten“ feiern diesen Tag nicht als Tag der Befreiung, sondern … Auch für diese unbedeutende Website ist der 8. Mai kein Tag zum Feiern. Es gibt Bedeutende, Bedeutende in Österreich, die es recht nachvollziehen können, daß ihr der 8. Mai kein Tag der Befreiung … diese müssen nicht namentlich, nicht wieder namentlich genannt werden, Sie kennen sie, Sie wählen sie, Sie werden in Positionen gehievt, die sie als Bedeutende zementieren, in Österreich, in Österreich …

Die kurz genannten „Rechten“ haben wohl schon ihren 8. Mai in ihren Traumkalender als Feiertag der Grenzziehung eingetragen, ihren 8. Mai, der ihnen Jahr für Jahr auf den 31.8. fallen soll, wenn wieder 1939 …

„Die Rechte“, wie sie kurz genannt, will „Ursula aus dem Knast“ holen, am 26. Mai 2019, am Tag der Europawahl

Das ist zu lesen bei jenen von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″, die auch meinen, der zurzeitige österreichischen Vizekanzler erklärt Begriffe mit „klaren und richtigen Worten“.

„Die Rechte“, das ist eine Partei in Deutschland, die sich so zutreffend als „Rechte“ bezeichnet wie der zurzeitige österreichische Bundeskanzler etwa die „Aula“ als eine „rechte Aula“ bezeichnet.

„Die Rechte“, so behübschend wie kurz bezeichnet, will also am 26. Mai 2019 „Ursula aus dem Knast“ holen, am Tag der Wahl zum Europäischen Parlament.

Wer „Ursula“ ist? Das wissen in Deutschland wohl vor allem Eingeweihte, von der Vorsehung Auserwählte … Männer und Frauen, die recht besondere Verbindungen zu recht besonderen Frauen und Männern in Österreich pflegen …

Alphabet of Enlightenment, H-H: Haverbeck, Höcke, Hofer, Holocaust

Alphabet of Enlightenment, H to U: Haverbeck, Hofer, Holocaust, Rosenkranz, Strache, Uncut

Das ist „Ursula“ mit Vornamen. Mit Nachnamen „Haverbeck“.

Ursula Haverbeck …

Es gibt nicht nur diese Entsatzkameraderie, die Ursula Haverbeck am 26. Mai 19 aus „dem Knast“ holen will, Wahlen also gesinnungsgemäß mißbraucht, es gibt auch jene Kameraden und Kameradinnen der Parteien, die kurz „Rechte“ genannt, mit denen die identitäre Regierungspartei in Österreich ein Bündnis …

Was sie aber alle eint, sie alle gesinnungsgemäß gemein haben, ob in Deutschland, ob in Österreich, ist ein unheimlich tiefer Patriotismus …

Österreich hat zur Zeit die renommierteste internationalste Regierung der gesamten Zweiten Republik

Das kann u.v.a.m auch daran festgemacht werden, daß es wohl noch keinen Vizekanzler in der Zweiten Republik gab, dessen Erklärmeinungen derart gefragt …

Auch, wie in der Collage gelesen werden kann, „VK’s Mission“ mit Hauptquartier in Sankt Petersburg schätzt, läßt sie diese doch verbreiten, die Begriffserklärungen des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich …

Noch höher aber dürften die Erklärungmeinungen, gezählt nach den verbreiteten Videos, von Wiggerl Bartl geschätzt werden, wobei eine Unwissenheit zugegeben werden muß, auf Anhieb nicht sagen zu können, in welchem Land Wiggerl Bartl Vizekanzler oder Kanzler oder Ministerpräsident oder Minister ist.

Eines aber kann gesagt werden, bei seinem Erklären, worum es bei diesem Begriff wirklich gehe, greift – wenn angenommen wird, daß „VK’s Mission“ nur Videos von Staatsmännern verbreitet — Kanzler oder Vizekanzler oder Ministerpräsident oder Minister Wiggerl Bartl auf österreichisches Material zurück, bringt also neben der vizekanzlerischen Erklärung auch Ausschnitte aus Diskussionen in österreichischen Medien, das heißt, auch Wiggerl Bartl vertraut darauf, was ein österreichischer Vizekanzler, ein österreichischer Abgeordneter in österreichischen Fernsehanstalten zu sagen, wenn es um diesen Begriff geht.

Ein Wurlitzer ist kein Künstler, eine Jukebox keine Künstlerin

„Das rechte Medium Aula beschimpfte Österreichs Song-Contest Teilnehmer Cesár Sampson wegen seiner Hautfarbe. Die SPÖ verbietet einer Band, Songs von Andreas Gabalier zu spielen, weil seine politische Haltung nicht geteilt wird. Reicht es nicht, wenn sich politische Parteien gegenseitig oft unwürdig behandeln? Toleranz sollte man nicht nur predigen, sondern auch leben. Auch ich bin von Austro-Pop-Größen wie Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros kritisiert worden und würde nie auf die Idee kommen, das Abspielen ihrer Lieder irgendwo zu verhindern. Lassen wir die Kunst sowie die Künstlerinnen und Künstler frei arbeiten. Egal wie sie aussehen, welche Musik sie spielen oder Meinung sie haben.“

Klingt das nicht lieb und gut, könnten Sie sagen, und hinzufügen, vielleicht, dagegen könne doch tatsächlich nichts gesagt werden, das sei doch ein recht angemessenes Bekenntnis eines Bundeskanzlers in Österreich zur Freiheit der Kunst …

Ja, das klingt lieb. Welcher Lehrer wäre nicht entzückt, welche Lehrerin täte sich nicht schwer, läse sie oder er das in einem Schulaufsatz, dies ob der Lieblichkeit, wie extrem lieb er doch selber ist, zur „rechten Aula“, negativ zu benoten, weil es nicht gut genug ist für eine positive Note …

Wie fiele, müßte nicht nur eine Note vergeben werden, eine schriftliche Beurteilung eines Lehrers aus, was für eine mündliche Beurteilung brächte eine Lehrerin vor?

Vielleicht so.

Es kann nicht gleichgesetzt werden, die Kritik an von einem Sänger verbreiteten Inhalten mit der reinen Beschimpfung eines Sängers wegen „seiner Hautfarbe“.

Verfehlte Darstellung der Realität. Es kann nicht von einem „Verbot“ gesprochen werden, „Songs zu spielen, weil politische Haltung nicht geteilt wird“, da diese Band nicht eingeladen war, um ein Konzert zu geben, sondern Musik auf Bestellung zu spielen. Eine Veranstalterin, die eine Band zur musikalischen Unterhaltung engagiert, bestellt auch die Musik entsprechend ihrer Veranstaltung. Genau das bietet diese Band ja auch an: „individuelle Songauswahl“. Diese Band ist also mit einem Wurlitzer vergleichbar. Wer Geld in einen Wurlitzer wirft, wählt selbst den Song aus, und läßt nicht den Wurlitzer die Songs spielen, die der Wurlitzer spielen will, wenn für einen kurzen Moment dem Wurlitzer zugestanden wird, er hätte einen Willen.

Diese Band heißt „4you“ und nicht „4us“. Jedweder Veranstalter von Bierzeltfesten, jedwede Veranstalterin von Feuerwehrfesten würde jede Wurlitzerband sofort stoppen, spielte diese nicht dem Anlaß entsprechend bestellte Musik nach, sondern nach ihrem Gutdünken beispielsweise Songs wie „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ …

Die abschließende Forderung daraus, „die Kunst sowie die Künstlerinnen und Künstler frei arbeiten zu lassen“, ist eine gänzlich falsche Forderung, in diesem Fall. Denn. Ein Wurlitzer ist kein Künstler, ein Wurlitzer hat, kurz zusammengefaßt, die Nummern zu spielen, die gedrückt werden.

Das wäre vielleicht die mündliche Beurteilung von dem, schriebe dies ein Schüler in einem Aufsatz oder brächte dies eine Schülerin in einer Unterrichtstunde in einem vor der Klasse gehaltenen Referat …

Über diese mögliche mündliche Beurteilung hinaus können in diesem Zusammenhang weitere Punkte angeführt werden.

Der zurzeitige Bundeskanzler unternimmt enorme Entlastungsanstrengungen für seine identitäre Regierungspartnerin, indem er versucht, alle in einen Topf zu werfen, zu vermitteln versucht, Parteien wie FPÖ und SPÖ seien ohnehin gleich, er versucht, den Menschen einen Eintopf anzurühren, in der Hoffnung, sie können nicht mehr unterscheiden, welche Partei welche ist … Diesmal schmeißt er „Verbot“ in seinen Eintopf, vor kurzem rührte er „Lenin“ in seinen Eintopf …

Gerade, um bei diesem Anlaß zu bleiben, was die Kunst, die Freiheit der Kunst anbelangt, gibt es wohl keinen größeren Unterschied zwischen der SPÖ und jener Partei, die ihn auf den Regierungsstuhl setzte.

Hofer-FPÖ-Werbewähler: „Jelinek eine Hinfahrkarte ins nächste Krematorium samt ‚bevorzugter‘ Behandlung“

NS Daß der zurzeitige Bundeskanzler, der vielleicht einst als Eintopfkoch in Erinnerung bleiben wird, dem Sänger zur Hilfe eilt, der nun der SPÖ geschichtsunbekümmert „Das ist Faschismus in reinster Form“ vorwirft, muß als das verstanden werden, was es ist, ein Schüler eilt einem Schüler zur Hilfe. Und was den „Faschismus in reinster Form“ betrifft, scheint der Sänger ein gelehriger Schüler der identitären Partei zu sein. Denn. Auch diese weiß recht genau, wo der Faschismus seine Heimat hat:

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht heraus …

… Patriotismus

NNS Wie lieb sie zueinander sind, die zwei so tiefen Kenner der Geschichte der Gegenwart, der Sänger und der Bundeskanzler, bei dem sich der Sänger nun für die „treffenden Worte“ bedankt, beim Eintopfkoch, als der er vielleicht einst in Erinnerung bleiben wird, es vielleicht selbst erzählen wird, in der Nostalgiesendung „Als ich auch einmal glänzte“ …

Eine Landkarte zur Erinnerung

Es ist zu befürchten, wird daran gedacht, wie vielen die Gegenwart gar allzu kurz in Erinnerung bleibt, wie wenige sich noch erinnern können, wie wenige wissen werden, in Österreich, welche Gebiete das deutsche reich vor dem 1. September 39 einschloß, daß es unumgänglich erscheint, eine Landkarte zur Erinnerung hiervon nachzureichen, zum Kapitel, in dem erzählt wird, wie sich jene von der „deutschen lobby“, die „für ein deutsches reich in den Grenzen vom 31.08.1939“ wieder sind, freuen, im zurzeitigen österreichischen Vizekanzler einen gefunden zu haben, der ihnen einen Begriff erklären kann.

Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt, das zeigt sich immer wieder.

Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt, das zeigt sich immer wieder. Was würden Menschen tun, die auf der Suche nach Erklärungen sind, ohne Meinungsfreiheit? Zum Beispiel jene von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ — sie müßten ohne Erklärungen zu Bett …

Aber, es gibt die Meinungsfreiheit, und so gibt es auch für die Menschen von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ einen Menschen, der ihnen etwas erklären kann, einen Begriff, der oft schon getauscht wurde, ein Wort, das oft schon gegen ein anderes Wort gewechselt wurde.

Der Mensch, der jenen von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ einen Begriff erklären kann, ist der zurzeitige Vizekanzler in Österreich.

Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt, das zeigt sich immer wieder. Ein jeder Mensch kann mit seiner Meinung Menschen finden, die seine Meinung hören oder lesen wollen, sogar Menschen finden, die meinen, seine Meinung erklärt etwas, beispielsweise seine Meinung zu einem Begriff ist eine Meinung, die etwas erklärt. Wie würde sich der zurzeitige Vizekanzler in Österreich mit seiner Meinung fühlen, gäbe es nicht die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″, die seine Meinung hören und darüber hinaus erklärend finden, so erklärend finden, daß sie diese weiterverbreiten.

Wie gut es ist, daß es die Meinungsfreiheit gibt. Aber Meinungsfreiheit muß stets auch gelebt werden, diese darf nie eine Einbahnstraße sein. Es muß die Menschen geben, die eine Meinung haben, und es muß die Menschen geben, die diese Meinungen lesen, hören wollen, und auch hören und lesen. Wie gut für den zurzeitigen Vizekanzler in Österreich, daß es für ihn die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ gibt, sie ihn gefunden haben, um seine …

Menschen, die eine Meinung haben, und Menschen, die auf der Suche nach Meinungen sind, die ihnen sogar etwas erklären, sind Menschen, die fühlen, sie verbinden nicht nur Meinungen, sondern auch Losungen (Losungen, ein Wort, das sie gesinnungsgemäß recht oft zu einem Tippfehler verleitet, statt Losung bleibt, so leicht sind zwei Punkte über einem Buchstaben auch beim mehrmaligen Prüfen zu übersehen, am Ende doch oft Lösung stehen) …

„Sich erheben“, das ist die Losung der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ und „Steh auf“, das ist die Losung, mehr noch, zugleich der plakative Appell an die Wähler und Wählerinnen vom zurzeitigen Vizekanzler und seinem Generalsekretär …

Auch der Generalsekretär hat Meinungen, die jenen von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ die Welt oder zumindest die Europäische Union erklären, zusammen mit einem Mann, der in Österreich Gesetze schreibt …

Es kann verstanden werden, daß die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ diesen Meinungen nicht nur vertraut, sondern diese auch recht erklärend finden, diese so überschäumend wie kurz loben als „klare und richtige Worte“, sind es doch Meinungen von einem Mann, der Gesetze schreibt, von einem Generalsekretär, von einem Vizekanzler in Österreich …

Die von der „deutschen lobby für das deutsche reich in den Grenzen vom 31.08.1939″ den erklärenden Meinungen folgen und die erklärenden Meinungen verbreiten und nicht umgekehrt, mag ihrer Einsicht geschuldet sein, daß ein Vizekanzler in Österreich den tieferen Einblick hat, auch in die Geschichte, er ein Mann der tieferen Tradition, auch der Verse ist, wie es sich an den Losungen durchaus zeigen läßt.

„Sich erheben“, so kurz wie unklar, verhalten, soll es ein Appell sein oder nur dahingesagt, wie beim Heurigen zu recht später Stunde, es wäre Zeit, sich zu erheben und nach Hause zu gehen, dann doch sitzen — ganz anders hingegen „Steh auf“, kurz auch, aber klar, ein Appell, tief verwurzelt in deutscher Dichtkunst …

Vom kurzen Weg

Am 2. Mai 19 die Präsentation der „Neuen Rechte“ in der Fuhrmanngasse in der Josefstadt, nein nicht in Budapest, in Wien, und am 1. Mai 19 die massive Bewerbung durch die Website der identitären Regierungspartei in Österreich, wobei nicht fehlen darf das gesinnungskennzeichnende Gejammere, es wolle keine Auseinandersetzung mit dem Inhalt …

„Doch, wie so oft, setzen sich die Gut- und Bessermenschen nicht mit den Inhalten auseinander, sondern denunzieren deren Protagonisten. Die zwanghafte Verkürzung des Rechtsseins auf den Nationalsozialismus ist zwar intellektuell äußerst lahm, nervtötend und langweilig […]“

Doch, was an Inhalt geboten wird, ist halt nur in in diesem Gesinnungsbunde, und sonst out, treffender: unbrauchbar für ein gedeihliches Fortkommen.

Doch wenn es keinen Inhalt gibt, bleibt als Interesse nur eines, nicht einmal Interesse, nur kurz ein Blick auf die Netzwerke …

Doch wenn es keinen Inhalt gibt, der von Belang ist, bleibt nur, zu erinnern, wo Inhaltslose noch auftreten, etwa im österreichischen Fernsehen …

Doch wenn das Inhaltslose nur langweilt, es nicht einmal zum Lachen mehr taugt, bleibt nur noch zu spekulieren, was wird aus diesem identitären Chef noch alles werden, in Österreich, nur in Österreich … von der Fuhrmanngasse 18 in ein Staatsamt ist es ja nur ein Krabbelschritt …

Europaweit jubeln Schülerinnen und Schüler über das Aus des Klimawandels, verkündet durch den österreichischen Bundeskanzler:

„Wir hatten die Klimakrise“

„Kurz fordert einen „Umbau der EU – ‚Seit dem Lissaboner Vertrag hat sich in Europa viel verändert‘, begründet der ÖVP-Chef den Vorstoß. ‚Wir hatten eine Schuldenkrise, eine Eurokrise, die Migrationskrise, die Klimakrise und dann auch noch das Brexit-Chaos.'“

„Wir hatten die Klimakrise.“

Die größte Erleichterung darüber, keine Klimakrise mehr zu haben, vor allem bei Schülerinnen und Schülern, die nun nicht mehr für den Klimaschutz weiter die Schule schwänzen müssen. Der Klimawandel ist aus und vorbei, sie können nun wieder auch freitags beruhigt in den Klassen bleiben, müssen nicht weiter gegen den Klimawandel demonstrieren.

„Wir hatten die Klimakrise.“ Deshalb. Braucht es bei dem von ihm „geforderten Umbau der EU“ nichts mehr, was mit dem Klima zu tun hat, „wir hatten die Klimakrise“, der Klimawandel ist vorbei. Darum. Muß beim „Umbau der EU“ nichts mehr in dieser Hinsicht getan werden, bloß diese Dinge sind laut dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich noch zu tun:

„Konkret sollten die Institutionen verschlankt, die Sanktionsmechanismen verschärft, das Wettbewerbsrecht überarbeitet, der Fokus auf Schlüsselbereiche wie die Außenpolitik gelegt werden. ‚Es braucht einen neuen Vertrag mit klareren Sanktionen gegen Mitglieder, die Schulden machen, Strafen für Länder, die illegale Migranten nicht registrieren und durchwinken, sowie harte Konsequenzen bei Verstöße gegen Rechtsstaatlichkeit und die liberale Demokratie‘. In einem Punkt wagt sich Kurz auf heikles Territorium vor. ‚Wir müssen den Wanderzirkus des EU-Parlaments beenden.'“