Politikstube mit Unzensuriert, Frühwald, Ruhdorfer und vom Schwein der krachledernen Lustigkeit

Unzensuriert und das Schwein.jpg

Es ist kein Kapitel wert, was die Copysite der identitären Parlamentspartei als Kommentar …

Ein Mangel – Mängel sind nichts Unbekanntes bei solchen Sites, ist doch dafür verantwortlich, etwas darüber zu notieren.

Es fehlt die Angabe, woher es Unzensuriert hat. Nun, verbreitet wird es von „Politikstube“, aufgenommen von einem Johannes Sutinger. Was für eine Website „Politikstube“ ist? Im Grunde eine überflüssige Frage. Die Antwort ist offensichtlich. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, suchen Sie zum Beispiel nach „Politikstube“ und „Netzplanet“ …

Gerade vor der bevorstehenden Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 ist es besonders erfahrenswert, in welch eine recht prominenten Gemeinschaft sich die Copysite der identitären Parlamentspartei befindet beim Verbreiten von solchen Lustigkeiten unter Beifügung von so recht heiteren Kommentaren.

Wie in der Collage gelesen werden kann, sind es ebenso recht ehrreichen Sites wie „Bunker88“ – Redaktion: Peter Frühwald. Wer mehr über Peter Frühwald erfahren will, der suche etwa auch nach „Sonnenstaat“ … im Grunde reicht es bereits, seine „Kriegserklärung“ zu lesen …

Auch ein Horst Ruhdorfer läßt es sich nicht nehmen, es auch sofort auf seiner Site auf der Plattform des Unternehmens Facebook zu verbreiten.

Und „Journalistenwatch“ darf nicht unerwähnt bleiben, besonders deshalb, weil diese Site allein mit der Überschrift

„Schwein vertreiben Muslime beim Halal-Picknick – Blaupause?“

eindrucksvoll belegen, daß an dieser Site tatsächlich die besten Männer des österreichischen Journalismus mittun … ihre Namen müssen nicht noch einmal genannt werden. Wen es interessiert, findet diese mit einem Klick …

Unzensuriert - das Schwein - der Sonnenstaat.jpg

 

 

Das Programm oder die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

Die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

„In Sarajevo oder Pristina werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern.“ 

Das ist eine Ansage von Sebastian Kurz. Den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, nun, es gibt Aussagen, die sind von einer solchen Niedrigkeit, das sie keiner Überprüfung wert sind.

Aber immer, wenn Sebastian Kurz, Saudi-Arabien erwähnt, muß daran gedacht werden:

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee.

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung.

„Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen.“ Beweise legt Sebastian Kurz keine vor.

Wie auch?

Die Melodie zu Niedrigkeiten, wird von altersher gewußt: auf Belege wird gepfiffen.

Wie das wohl praktisch ablaufen könnte, daß „Frauen dafür bezahlt“, werden, „voll verschleiert auf die Straße zu gehen“? Ob es dafür in Pristina ein kleines Lokal gibt, in dem saudi-arabische Königsdiktaturmänner sitzen, zu denen die Frauen in Hotpants kommen, von ihnen Nikabs oder Burkas ausgehändigt bekommen und dazu Taschengeld, dessen Höhe abhängig von ihrer Verpflichtung, wie lange sie auf den Straßen herumstreichen?

Hätte Sebastian Kurz aber gesagt:

In Wien oder Prikalitz werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern. 

Das hätte trotz Niedrigkeit doch gleich ganz anders geklungen, beinahe glaubwürdig. Denn. In Wien gibt es tatsächlich so ein Haus, und das ist kein Häuschen, sondern ein der saudisch-arabischen Königsdiktatur entsprechendes Palais …

Es kann doch gefragt werden, wozu ist diese Stelle in Wien gut, wenn in Prikalitz Sebastian Kurz bezahlt wird, aufzupassen, daß es keinen saudi-arabischen Einfluß … vielleicht ist die Stelle in Wien ja dafür eingerichtet, daß enorm reiche saudi-arabische Frauen in Hotpants nach Wien reisen, zuerst das Zentrum aufzusuchen haben, eingekleidet, also vollverschleiert, dafür mit einem Taschengeld für die Nobelboutiquen im inneren Grabens Wien ausgestattet werden, und nebenbei das Straßenbild Prikalitz‘ …

Der Satz von Sebastian Kurz hat in Wahrheit aber zu lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu ministrieren, um nichts zu ändern. 

Es muß auch nicht mühsam überlegt werden, wie solch eine Bezahlung praktisch vor sich geht. Er bekommt ein Gehalt. Sein Gehalt bezahlen die Menschen in Österreich durch ihre Steuerleistungen.

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kandidieren, um nichts zu ändern.

So könnte der Satz mit Blick auf die bevorstehende Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 auch lauten. Nichts zu ändern, so wird es mit Sebastian Kurz weitergehen, der nun selbst bereits seit ein paar Jahren der Regierung angehört, so wird es mit der ÖVP weitergehen, die seit Jahrzehnten in Österreich in Regierungsverantwortung auf Bundesebene, auf Bundeslandebenen, auf Gemeindeebenen … es mag möglicherweise psychoanalytisch klärbar sein, weshalb dennoch Menschen an Änderungen glauben, in ihm einen „Spitzenpolitiker“ sehen, es als eine „ehrenvolle Einladung“ empfinden, von ihm …

Und nach der Nationalratswahl könnte der Satz, wenn den Meinungsumfragen geglaubt werden kann, der Satz lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kanzleien, um nichts zu ändern.

Ändern würde sich dann aber doch eines. Sein Gehalt wäre ein noch höheres. Unverändert aber bliebe, wer es bezahlt, nämlich die Menschen in Österreich durch ihre Abgabenleistungen, von allen Menschen, nicht nur von jenen, die ihn wählen werden, weil sie meinen, es würde sich mit ihm etwas ändern.

Er, Kurz, trägt zwar weder Burka noch Nikab, sondern edle und moderne Anzüge auf der Straße, aber von seiner politischen Vollverschleierung kann sich jeder Mensch überzeugen, mit einem Klick auf sein Programm …

Und noch etwas kann kommen, zwar ebenfalls keine Änderung, das es aber, wie hypogut bekannt, wieder sehr teuer machen würde, mit ihm eine, kurz gesagt, blaue Regierungsbeteiligung – kurz und schlecht das Neue in alten Schüsseln …

„Das ist sehr lieb“, Martin Engelberg, „vielen Dank!“

Es ist tatsächlich sehr lieb, daß Martin Engelberg den Eintrag,

Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

wie in der Collage gesehen werden kann, stillschweigend gelöscht hat.

Dafür gebührt Martin Engelberg der größte Dank, der vorstellbar ist.

Wahrlich, Sebastian Kurz schart um sich tatsächlich echte Männer, die unbeirrt eintreten für eine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie …“

Die „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ nennt Martin Engelberg als einen der Beweggründe, weshalb er sich für die Kandidatur entschied. Und als wahrer Demokrat will er nicht nur engagiert verteidigen, sondern auch „meine Beweggründe für meine Entscheidung mit Euch teilen“.

Seine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ teilt Martin Engelberg also eindrucksvoll mit den Menschen, die mit ihm seine Beweggründe teilen: „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“ Das ist auch wahrlich ein großes Bekenntnis eines Mannes, der bekennt: „Ein großes Interesse für Politik kennzeichnet mein Leben.“ „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“: etwas Politischeres ist nicht vorstellbar.

Als Mann für eine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ verschließt sich Martin Engelberg selbstverständlich nicht der Diskussion, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, wenn jemand schreibt: Bin baff. Und enttäuscht.“

Aber es darf kein anonymer Wähler oder anonyme Wählerin sein, sondern es muß jemand sein, den Martin Engelberg wohl persönlich kennt und für ihn zum sogenannten Establishment im Land zählt. Dann antwortet Martin Engelberg: „Freue mich über ein Gespräch bei nächster Gelegenheit.“ Die Antwort von dem sehr bekannten Mann in Österreich darauf: „Wird kurz sein.“

Auch das zeigt von dem großen Verständnis und von dem großen Engagement für die Werte wie Demokratie des Martin Engelberg. Die Masse hat zu teilen, was ihr vorgegeben wird, und vor allem zu wählen. Dann: „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“ Und kann es eine größere „Volksnähe“ geben, als der Masse zu erlauben, zu wählen? Ihn zu wählen, Martin Engelberg? Ist das nicht ein herrlicher Wert der Demokratie, daß Martin Engelberg die Masse so nahe an sich heranläßt, ein Kreuz bei der Partei machen lassen zu dürfen, für die er kandidiert? Gar noch näher, mit einem Kreuz direkt bei seinem Namen, wenn Martin Engelberg auch um Vorzugsstimmen …

Es ist auch herzig, rührend, das Löschen des oben verlinkten Kapitels. Viele meinen immer noch, also auch Martin Engelberg, wenn sie etwas auf ihrer Seite löschen, dann ist es aus der Welt. Nun gibt es doch schon sehr lange die sogenannten modernen Kommunikationstechnologien. Dennoch meinen immer noch viele, also auch Martin Engelberg, wenn sie etwas auf ihrer Seite löschen, dann ist es, wie früher einmal, wenn etwas verbuddelt wurde, beispielsweise im Sand, unauffindbar. Das stimmte damals schon nicht. Auch aus dem Sand wurde vieles wieder ausgegraben. Und das Internet, Martin Engelberg, ist schon gar kein Sand, oder, in Österreich zutreffender, keine Tuchent, unter der etwas für immer …

Eines noch zeigt dieses sein Löschen, Martin Engelberg bleibt sich treu, er ist dabei, wie es heutzutage heißt und gefordert wird, authentisch. Wer für das Beschneiden ist, beschneidet generell gerne …

Aber es ist gar nicht auszuschließen, daß erst jetzt so richtig begonnen wird, mit dem Lüften der Tuchent …

Martin Engelberg - Joesi Prokopetz - Baff und enttäushct

 

 

 

Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

Nun hat Martin Engelberg die „ehrenvolle Einladung erreicht“, für Sebastian Kurz zu kandidieren. Eine „Chance“, die er sich nicht entgehen lassen möchte.

Er möchte also einem „Spitzenpolitiker“ dienen, der „gewillt und imstande ist, große Veränderungen in dieser Richtung in unserem Land herbeizuführen“. Und wer kann das besser einschätzen als Martin Engelberg? Der selbst ein großer Mann mit einem „großen Interesse für Politik“ der Veränderungen ist, wie sein Eintreten für die Beschneidung auf so zukunftsweise eindringliche Art —

Das perfide sektiererische Einmahnen von Demokratie.

Noch etwas zeichnet Martin Engelberg uneingeschränkt aus, eine „ehrenvolle Einladung“ zu erhalten. Er spricht, wie es so schön heißt, Klartext. Nicht nur in bezug auf „HC Strache und sein Team“, die er „nicht an die Macht“ lassen will, sondern auch in bezug auf die „Ultraorthodoxen“, wie in dem oben verlinkten Kapitel nachgelesen werden kann …

Es ist zwar eine Weile her, daß Martin Engelberg sein „Nein“ gegen eine FPÖ an der Macht unmißverständlich geschrieben hat. Aber sein „Nein“ wird er nun nicht in ein Ja verändern, ist doch eine Veränderung der FPÖ seitdem nicht bekannt …

Wer sich also vor einer kurzschwarz-blauen Regierung bis jetzt fürchtete, gar davor warnte, kann beruhigt werden. Denn mit Martin Engelberg ist nun ein Mann an der Seite von Kurz, der doch ein großer Garant sein muß, daß es zu keiner Regierungsbeteiligung der FPÖ … eine „ehrenvolle Einladung“ kann einen so aufrechten Mann nicht dazu bewegen, sich, wie es seit einiger Zeit in diesem Land so schön heißt, „situationselastisch“ …

Ein Mann, der im Fall der Beschneidung sofort erkannte, worum es auch ging, nämlich um „Antisemitismus“, wird wohl in der Causa „Hübner schon wieder“ für sich sofort sein „Nein“ zur FPÖ an der Macht erneuert haben, mehr noch, es möglicherweise unerschrocken seinem Einlader als Bedingung für seine Kandidatur …

Generell abschließend gesagt, kann es für einen Mann wie Martin Engelberg keine andere „ehrenvolle Einladung“ geben, als die von der kurz’schen ÖVP; ist sie doch eine Partei, die unmißverständlich für Tradition steht mit ihrem Nein zum „Antisemitismus“, dessen Garantie sie Jahr für Jahr mit ihrer Ikone Leopold Kunschak unmißverständlich erneuert.

Darüber hinaus. Bekräftigen nicht gerade die jungen Menschen in der ÖVP diese Garantie? Es kann tatsächlich nur eine „ehrenvolle Einladung“ genannt werden, unter ihnen …

Martin Engelberg - Kurzens Kandidat

Wie halten es die Neos mit der FPÖ?

Das fragen sich nun nicht wenige, nach dem Interview mit der Neosheiligen, für die die schwarz-blaue Koalition einiges auf den Weg gebracht ha…

Für Matthias Strolz ist viel vorstellbar, wie im Kapitel

Neos brauchen zu Freiheitlichen keine Brücken mehr zu schlagen, die haben ihre schon, zu den „Salonfaschisten“

nachgelesen werden kann. Für einen Mann des Mutes, für einen Mann der Visionen, für einen Mann der Zukunft ist vieles vorstellbar.

Manches von dem, was Matthias Strolz sich für die Zukunft, also für eine gedeihliche Zukunft für die Menschen in diesem Land sich visionär und mutig ausgedacht hat, hat sich bereits zerschlagen. Zum Beispiel, etwas Regierungsmäßiges mit dem Team Stronach …

Das Team Stronach gibt es nicht mehr. Und Robert Lugar ist öffentlich heimgekehrt

Die „ausgerotteten Neandertaler“ des Robert Lugar, der seine Geistesheimat nie verließ

in sein Reich; profaner gesagt: zurückgestiegen zur identitären Parlamentspartei.

Matthias Strolz hat, das muß anerkannt werden, eine sichere Hand bei der Auswahl der Menschen und Parteien, mit denen er Zukunft gestalten will.

Und gerade in diesem Jahr, erst vor kurzem, hat er es wieder auf die beeindruckendste Art und Weise bewiesen, als es ihm gelang, die Heilige für seine Partei zu gewinnen, sie dazu brachte, von ihrem Himmel – gebenedeit sei sie – herabzusteigen …

Irmgard Griss, Retterin Afrikas

Mit der höchsten Bewunderung durfte dem Interview entnommen werden, daß Irmgard Griss wieder einmal punktgenau erkennt, was notwendig ist, diesmal für Afrika, nämlich die Müllentsorgung.

Gerade in der wichtigen Frage der Müllentsorgung hat Afrika einen enorm großen Nachholbedarf, fehlt Afrika absolut das notwendige Know-how der Müllentsorgung. Darin kann Europa für Afrika wahrlich nur ein, das Vorbild der korrekten Müllentsorgung sein. Wenn es von den Kontinenten einen gibt, der seinen Müll so korrekt, so gewissenhaft entsorgt, dann ist es Europa.

Was für ein weiterer wunderbarer Gedanke von Irmgard Griss, Afrika die Müllentsorgung beibringen zu wollen. Dafür verdient sie bereits den ehrwürdigen Titel: Retterin Afrikas. Im Grunde bereits einen noch ehrwürdigeren: Heilige Afrikas.

Und wenn Afrika die europäische Müllentsorgung gelernt hat, den Müll also ebenso wie Europa entsorgt, und Sie sich jetzt vielleicht bange fragen, ja, aber wohin entsorgt? Seien Sie ohne Sorge. Denn die Retterin Afrikas, die Heilige Afrikas wird für Afrika ein Afrika zur Müllentsorgung finden.

PS In diesem Interview hat die heilige Retterin noch weitere Aussagen getätigt, die zu würdigen eines Menschen bedürfte, der eine Geistesschärfe wie Irmgard Griss besitzt, dem es wie Irmgard Griss möglich ist, mit seinem Geist einen ganz eigenen Kontinent des Denkens zu erschaffen. Und weil diese für sie angemessene Würdigung nicht geleistet werden kann, kann nur immer wieder aufs neue der Neoscheinwerfer eingeschaltet werden, damit sie im rechten Licht erstrahle …Griss Imgard - Schwarz-Blau ha

 

Drei Steinplatten, Luftlinie.

Wien-Riga - Luftlinie drei Steinplatten

Es gab im Juli 2017 Aufregungen, wieder einmal Aufregungen, wie im Kapitel „Hübner schon wieder“ …

Es ging dabei, wieder einmal, um, wie es diesmal genannt wurde, „antisemitische Codes“.

Es werden jene wohl gleich aufschreien, nicht schon wieder, wenn erinnert wird, erinnert werden muß, wohin „antisemitische Codes“, nein, Antisemitismus führte: in die Vernichtung jedweder moralischer und ethischer Werte.

Zur Beruhigung wird gerne der Abstand zwischen dieser barbarischen Massenvernichtung von Menschen und dem Heute in Zeit gemessen. Und dann zur Verstärkung der Beruhigung hinzugefügt: Das ist so lange her. Es ist vorbei. Die Zeit hat sich geändert.

Wird es aber räumlich gemessen, kann sofort erkannt werden, wie gering der Abstand in Wahrheit ist. Dann kann es keine Beruhigung geben. Denn. Die Zeit hat sich nicht geändert. Die Zeit kann sich nicht ändern. Die Zeit, wie sie von Menschen gemessen wird, geht nur im Kreis, täglich zeigt sie nur die wenigen gleichbleibenden Ziffern, und kehrt täglich nur zu den wenigen gleichbleibenden Ziffern zurück. Der Mensch schaut auf den Kalender und meint, weil er für den heutigen Tag ein anderes Datum als für den gestrigen schreibt, liest, habe sich etwas geänd…

Gerade in Österreich.

Es gibt aber einen Ort, an dem dieser geringe Abstand deutlicher wird als irgendwo sonst.

Im Wald, nahe bei Riga.

Und dieser Ort zeigt deutlich, wie gering der Abstand ist: es sind bloß drei Steinplatten Luftlinie von Wien in den Wald.

Drei Steinplatten zwischen dem Wien der Beruhigung, der Beschwichtigung und der „antisemitischen Codes“ und dem Wald der Greuel.

Die Umgebung von Riga lädt zu Ausflügen ein.

Wer zu solch einem Ausflug aufbricht, in freudiger Erwartung, einfach einen schönen Tag zu verbringen, in heiterer Stimmung durch einen Wald zu radeln, dabei vor allem nichts Geschichtliches erwarten will, nur Stille und Schönheit eines Waldes, findet sich plötzlich, gänzlich unvorbereitet, weil in den Wald auf einem Weg ohne eine Tafel, die darauf hinweist, was in diesem Wald passiert war, hineingefahren, inmitten des Grauens wieder.

Drei Steinplatten, oder eine Grabplatte, sind es von Wien nach …

Wäre zu diesem Wald ein anderer Weg genommen worden, die Straße also, an der deutlich eine Hinweistafel den direkten Weg zur Gedenkstätte anzeigt, informiert, was in diesem Wald geschah, was in diesem Wald zu erwarten ist, es wäre der Wald gemieden worden.

Aber in Erinnerung an die Aufregungen im Juli 2017 in Wien, wurde, kaum zurück in der Stadt, gedacht, wie gut, in den Wald auf einer Strecke ohne Hinweistafel hineingefahren zu sein, um in diesem vorgeführt zu bekommen,

Wien

daß es bloß drei Schritte sind von … Besonders wegen der Erinnerung, wie schnell es mit der Aufregung wieder vorbei war, mehr noch, wie schnell die diese Aufregung, wieder einmal, verursachende Parlamentspartei gelobt wurde, dafür, in dieser Causa klar gehandelt zu haben, etwa von einem Minister …

Drei Schritte

Es sind nicht nur die „antisemtischen Codes“, an die unweigerlich im Wald gedacht werden mußte … zurück in der Stadt war es unweigerlich, noch einen Ort der Erinnerung aufzusuchen, diesen aber bewußt, einen Ort der Erinnerung an einen Landeshauptmann von Burgenland …

Drei Steinplatten zum Wald

 

Marsch der Familie – Der Pranger sagt alles

Im Freilichtmuseum nahe bei Riga ist eine Holzkirche aufgebaut. Unmittelbar vor dem Eingang zur Kirche steht ein Pranger. Der Holzprangerpfahl ist schlicht, im Gegensatz zum Inneren der Kirche, die reich geschmückt und verziert ist, zur Blendung der Menschen, die in Holzhäusern wohnten, ohne Schmuck, ohne Zier.

Was sprachen die Menschen damals, vor Jahrhunderten, muß gedacht werden, vor der Holzkirche stehend, den Blick auf den Pranger gerichtet, wenn ein Mensch an den Pfahl gekettet war. Und plötzlich sind die Stimmen zu hören, sind die Menschen zu sehen, wie sie im Juni 2017 auf dem Albertinaplatz zu Wien standen, schnaubend sprachen, anprangerten.

Und wenn im kommenden Jahr, was zu erwarten ist, die Familie des Marsches wieder am Albertinaplatz sich versammeln wird, wird der Albertinaplatz unweigerlich als das gesehen werden, zu dem diese Familie den Platz für die Zeit ihres Anprangerns verwandeln, nämlich als Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger unmittelbar vor dem Eingang zu ihrem …

Was für eine erfreuliche Veränderung aber wird es 2018 zu 2017 geben. Es wird nichts mehr von dem gehört werden, was sie wieder sagen, was sie nur wiederholen werden, was sie seit Jahren nur stur und starr wiederholen.

Denn.

Der Albertinplatz wird augenblicklich zum Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger werden. Und soher werden sie nicht mehr gehört werden müssen. Alles, was sie sagen, was sie wiederholen, sagt der Pranger.

Der Pranger, nahe bei Riga bloßes Museumsdunkelstück, ist Inhalt und Zusammenfassung ihrer seit Jahren in Wiederholungsschleifen auf dem Albertinaplatz vorgebrachten Reden.

Marsch der Familie - Pranger

 

 

Der Landeshauptmann von Burgenland ist in der Welt berühmt

Täglich hebt irgendwer in Österreich zur Klage an, Österreich habe in der Welt keine Bedeutung, Menschen aus Österreich würden von der Welt nicht beachtet werden, so klein, so unbedeutend sei Österreich der Welt.

Aber dem ist nicht so.

Wer beispielsweise nach Riga fährt, wird, kaum in Riga angekommen, sogleich eines besseren belehrt. So wichtig wird Österreich in der Welt genommen, daß sogar der Landeshauptmann vom kleinsten Bundesland Beachtung findet.

Es dauert zwar, bis ein Landeshauptmann des Burgenlandes etwa zu Ausstellungswürden kommt, aber dann ist er der Welt unvergessen, wie Dr. Tobias Portschy …

Landeshauptmann von Burgenland - Unvergessen in der WeltEs wird Tobas Portschy wohl dauern, daß von ihm in Österreich selbst, außer in recht gewissen Kreisen, nicht mehr so gern gesprochen, an ihn erinnert wird, aber es wird ihm wohl ein recht großer Trost sein, der Welt unvergessen zu sein, die Welt von ihm immer noch spricht.

Vielleicht wird der jetzige Landeshauptmann in manch stiller Stunde die Befürchtung hegen, es wird von ihm einst, von dem jetzt doch viel gesprochen wird, in Österreich, wenn er nicht mehr Landeshauptmann ist, dasselbe Schicksal erleiden wie Portschy, also an ihn in Österreich nicht mehr erinnert werden wird wollen, von ihm lieber geschwiegen werden wird wollen, er in Österreich das Vergessen erleiden werden wird. Ihm kann zum Troste gesagt werden. Die Welt wird ihn nicht vergessen. Es wird vielleicht ebenfalls lange dauern, bis er beispielsweise zu Ausstellungswürden kommt. Der Trost ist nicht unbegründet. Denn. Er trägt selbst viel dazu bei, mit seiner Koalition mit der FPÖ, also mit der identitären Parlamentspartei, im kleinsten Bundesland. Denn. Wenn es einst irgendwo auf der Welt, beispielsweise in Riga, eine Ausstellung geben wird, in der daran erinnert werden wird, wie es den Menschen, die dieser Ethnie zugeordnet werden, nach 1945 ergangen ist, etwa einschließlich des Jahres 2017, so wird die Landesregierungspartnerin des jetzigen Landeshauptmannes nicht unbeachtet bleiben; trägt diese doch viel dazu bei, daß diesen Menschen die Gegenwart weiter ein Greuel sein muß. Und in solch einer Ausstellung irgendwo auf der Welt wird dann auch der jetzige Landeshauptmann des Burgenlandes seine Erinnerungstafel haben und lesen können, er, der mit solch einer Partei sich als erster wieder verbündet, sein Burgenlandregierungsmodell für ganz Österreich …

PS Wie sehr es für die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen keine Ungleichbehandlung im schlechtesten Sinn und auf barbarischste Art gab, auch davon erzählt die Ausstellung in Riga.Gypsy question - in the same way as the national socialist state has solved the Jewish questionGovernor of the Reichsgau Wien

Wolfgang Paalen, Adolf Hitler und die Kunstakademie

Immer noch gerne wird gesagt, ach hätte die Kunstakademie Adolf Hitler doch aufgenommen, was wäre der Welt, den Menschen erspart geblieben …

Ein abwegiger Gedanke. Ein maskierter Schuldfreispruch der Menschheit.

Unartikulierte Wolke - Österreich

Nicht gesagt wird, was wäre der Welt, den Menschen entgangen, hätte die Kunstakademie Wolfgang Paalen doch aufgenommen.

Ein nicht so abwegiger Gedanke.

Adolf Hitler hätte nicht zu dem werden müssen, zu dem ihn die Menschen gemacht haben. Das zeigt der Weg von Wolfgang Paalen, der ein Künstler war, auch ohne Aufnahme in die Kunstakademie.

Wie wenig jedoch wird von Wolfgang Paalen gesprochen, gerade in Österreich, obgleich wie Adolf Hitler er aus Österreich, und wie viel hingegen wird immer noch von Adolf Hitler gesprochen, als wäre je eine einzige Leistung von ihm wert, besprochen zu werden. Zu reden freilich ist von Adolf Hitler, aber nicht von Adolf Hitler als Person, sondern von den Menschen, die sich ihren Adolf Hitler erschufen, wie auch heute noch von Menschen ihre Adolf Hitler – gleich wie sie heißen mögen – erschaffen werden.

Wolfgang Paalen wurde nicht in die Kunstakademie aufgenommen. Adolf Hitler wurde nicht in die Kunstakademie aufgenommen.

Aber von nur einem kann über seine Leistungen als Person gesprochen werden, nämlich von Wolfgang Paalen. Und das wird viel zu wenig getan, gerade in Österreich.

In Österreich, in diesem kunstfreundlichsten Land der Welt. Es wird in diesem Land der künstlerische Mensch geliebt, wenn er die Hand zum Gruße hebt und der Diktatur, wenigstens einer Art der Diktatur das Wort schäumend schreit …