Coran et Foulard: Code de Sexe

Die Trägerinnen aber werden nicht gesehen

Es geht seit langem heiß her um das Kopftuch, in Europa. Und es wundert nicht, daß es um das Kopftuch heiß hergeht. Das Kopftuch ist doch auch ein Code de Sexe. Und mehr noch ist die Vollverschleierung ein Code érotique,  die nur einen Blick zur vollen erotischen Entfaltung auf einen kleinen Ausschnitt nackter Haut freigibt.

Das Wissen ist im Westen verlorengegangen, das Wissen darum, daß Erotik der unter Tüchern verborgene Körper ist, die ganz wenig gezeigte nackte Haut, die nicht von Tüchern verborgen.

Trägerinnen von Kopftüchern und von Vollverschleierungen wissen darum. Wer etwa aufmerksam durch die Straßen beispielsweise von W… geht und also nicht nur auf das Kopftuch oder auf die Vollverschleierung starrt, sondern die Trägerinnen in ihrer Ganzheit sieht, wird leicht feststellen, wie aufregend sich Kopftuchträgerinnen zu kleiden vermögen, sie in nichts den kopftuchlosen Frauen darin nachstehen. Und wer schon einmal über ihre kunstvoll geschlungenen Kopftücher hinweg auf das Display ihrer Smartphones werfen konnte, wofür sie sich interessieren, wonach sie suchen, wobei sie verweilen, wird nicht Suren zu sehen bekommen, sondern Strings …

Die einen Frauen tragen also ein Kopftuch, das als rückschrittliches Zeichen gesehen wird, und sind dabei so modern auftretend wie die Frauen, die kein sichtbares Zeichen von Rückschrittlichkeit tragen, aber in ihren Köpfen dürfte bei nicht wenigen viel von dieser enthalten sein, nach außen aber zeigen sie blanke …

Es kann das nicht illustriert werden. Aber der dumpfe Mann des Westens wird sofort wissen, was damit gemeint ist, wenn er auf die Werbung verwiesen wird, die zu jedem Produkt nackte Körper zeigt, weibliche nackte Körper.

Es ist kein Zufall, daß es um das Kopftuch vor allem unter Männern heiß hergeht, das Kopftuch, die Vollverschleierung besonders die Männer erhitzt, sie erregt, darüber ihre sabbernden Mäuler zu zerreißen, abgestumpft wie sie sind, ohne Wissen um Erotik, wie Ochsen stehen sie vor nackten Brüsten, wie Ochsen wollen sie weiter nackte Körper vorgeführt bekommen.

Es ist wohl auch kein Zufall, daß für „Frauen, die sich zur Ruhe gesetzt haben“, das Tragen nicht mehr … „zur Ruhe gesetzt haben“: was für eine poetische Umschreibung für Menopause – poetisch, aber nicht realistisch. Die Frauen wissen es besser, und tragen wohl auch deshalb das Kopftuch in einem Alter weiter, in dem Frauen, wie es Männer meinen, „sich zur Ruhe gesetzt haben“.

Der Koran also auch ein Code de Sexe des Abū l-Qāsim Muhammad ibn ʿAbd Allāh ibn ʿAbd al-Muttalib ibn Hāschim ibn ʿAbd Manāf al-Quraschī … „Sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden.“ Heißt es in einer Übersetzung der Sure. Auch das wohl kein Zufall, daß vom „Erkennen“ gesprochen wird, das an das biblische „Erkennen“ … an den, klinisch gesprochen, Geschlechtsverkehr …

Code de Sexe - Coran - foulard

Code Mohammed ist menschgemäß kein Buch, das heute noch einen Beitrag leisten könnte zur Entwicklung der Gesellschaft, wie etwa der Code Civil.

Bei all den verwendeten französischen Wörtern fällt noch ein, es sollte statt Kopftuch das französische Wort Foulard verwendet werden, denn dieses bezeichnet sowohl Kopftuch als auch Halstuch, Schal. Und das kommt damit auch näher heran an den „Überwurf, der „über sich herunterziehen“ …

Österreich heute: Straftat „Asylwerber“

Heute 7-03-2017 - Aufmacher Straftat Asylwerber

Jedenfalls darf die Intention, es soll genauso gelesen und vor allem in die Gedächtnisse der Menschen eingebrannt werden, diese sein, nach dem Aufmacher der zweiten Umsonst heute am 7. März 2017.

Auf der ersten Seite der Umsonst eine Zusammenfassung – „So (un〉sicher ist Österreich“ – der Kriminalitätsstatistik, damit es ihre Bezahler und Bezahlerinnen nicht vergessen, auf den großen und also leicht zu merkenden Punkt gebracht: „Autodiebstahl“, „Einbruch“, „Kriminalität“, „Gewaltdelikte“, „sex. Belästigung“, „Vergewaltigung“, „Cybercrime“ und eben „Asylwerber“ …

Das darf wohl der große volksbildnerische Auftrag auch der Umsonst sein, den Menschen, die keine Asylanten und Asylantinnen sind, in diesem Lande einzubläuen, „Asylwerber“ ist ein Delikt, eine Straftat. Und von einem Delikt, einer Straftat können keine je noch wie immer gearteten Rechte abgeleitet werden, das Asylrecht ein Delikt im Strafgesetzbuch, ein mit Strafen zu ahndendes Verbrechen.

Und das darf wohl die große Zurechtweisung durch die Umsonst der Menschen sein, die Asylanten und Asylantinnen sind, sich nicht weiter als Menschen fühlen zu dürfen, die in diesem Lande irgendwelche Rechte hätten, sondern als das sich auch selbst zu sehen, was sie nach dieser Zusammenfassung der Umsonst in diesem Land gesehen werden: Täter und Täterinnen.

Österreich heute - Straftat Asylwerber

Auf in die Türkei!

Auf in die Türkei - JunckerDie Menschen haben schon zu viele Tyrannenmorde gesehen, daß je noch gesagt werden kann, ein Tyranninnenmord könnte die Welt befrieden, verbessern, eine wesentliche Änderung zum Besseren, zum Guten für lange, lange, sehr lange …

Auch im Falle des Recep Tayyip Erdoğan ist also gar nicht daran zu denken, es würde irgend etwas besser werden, würde er ermordet werden. Denn. Auch das lehrt die Geschichte. Ist eine Tyrannin ermordet, bleiben ihre Ermöglicher und Ermöglicherinnen zurück, stehen sie Ermöglicherinnen und Ermöglichern gegenüber, die eben noch gegen die eine Tyrannin waren, doch ebenfalls bereit, ihren Tyrannen zu erschaffen … die unheilvolle Zuspitzung der Menschheitsgeschichte auf wenige Figuren, das unheilvolle Karussell der Tyranneierschaffung ist endlich zu stoppen, zu zerstören, Tyrannenmorde jedoch zerstören es nicht, halten es vielleicht für einen Augenblick auf, und dann dreht es sich weiter, nur schneller noch …

Recep Tayyip Erdoğan ist längst ein Fall für das Weltgericht. Nicht erst seit seinen letzten Auszuckungen, beispielsweise gegen Deutschland. Er ist ein Tyrann. Er tyrannisiert nicht nur die Menschen in der Türkei, er geht daran, gegen alle in der Welt tyrannisch und terroristisch auszuzucken, die nicht seiner – ja, was? – sind.

Es sollte aber auf seine terroristische Zuckerei aber nicht mit Verboten reagiert werden, nicht mit dem Untersagen von Auftritten in europäischen Ländern. Verbote und Untersagungen: das ist der Schleim, der die Welt von zwergenhaften Terroristen und Tyranninnen verklebt. Soll doch Recep Tayyip Erdoğan und seine Handlanger und Handlangerinnen ihre Wahlauftritte, ihre Werbeauftritte für ihr Präsidialregime …

Die Antwort darf und kann nur der Ruf sein:

Auf in die Türkei!

Auf in die Türkei

Wenn das Hochlandtyrannisknüpfermännchen beispielsweise in Deutschland poltern will, seinen Geist, der ausgebreitet nicht größer als der kleinste bei Amazon zu habende Gebetsteppich ist, zur Schau stellen will, dann sollen aber im Gegenzug Politiker und Politikerinnen aus Deutschland – Angela Merkel, Sigmar Gabriel beispielsweise – in der Türkei auftreten, um den Menschen in der Türkei zu erzählen, was Menschen, die solch ein Männchen ermöglichen, von einem solchen Männchen zu erwarten haben. Nichts, das mit Wörtern wie Verbesserung, Fortschritt, Entwicklung, Frieden, Freiheit, Demokratie, Religion je in Verbindung gebracht werden kann. Und gerade Politikerinnen und Politiker aus Deutschland könnten in Massenveranstaltungen in der Türkei viel von den eigenen leidvollen und bitteren Erfahrungen berichten, die die Menschen in Deutschland mit einem solchen Männchen machten, dem so viele vertrauten, die ihn erst ermöglichten, in die Position zu kommen, sie, seine Ermöglicher und Ermöglicherinnen, vollends zu enttäuschen, sie in die bitterste Armut zu stürzen, ihnen ihr Land gänzlich wirtschaftlich, ethisch und moralisch zu ruinieren, der Millionen von seinen Ermöglichern und Ermöglicherinnen in die qualvollsten Tode trieb. Mit den Menschen in der Türkei in direkten Kontakt zu treten, das wird dem Männchen zwar nicht gefallen, weil solche Männchen wissen, sie sind verloren, sie verlieren, wenn der Dialog mit den Menschen beginnt, auch und vor allem mit seinen Wählern und Wählerinnen beginnt.

Auf in die Türkei - Kern

Und, um ein zweites Land beispielhaft zu nennen, Österreich. Sollte das Männchen in Österreich auftreten wollen, soll er doch sein kleines Teppichlein ausrollen, in Wien oder in Unterpremstätten, und dann soll Christian Kern, Sebastian Kurz und weitere  nicht ein Verbot seiner Auftritte in der gesamten Europäsischen Union fordern, sondern in Istanbul, in Ankara, im anatolischen Hochland auftreten. Gerade österreichische Politikerinnen und Politiker können viel den Menschen in der Türkei im direkten Kontakt erzählen, über die Erfahrungen mit solchen Männchen und Frauchen, weil sie dabei nicht nur auf die Vergangenheit angewiesen sind, sondern auch die Gegenwart …

Die Menschen sind zu überzeugen, nicht solchen Männchen Positionen zu ermöglichen, in denen sie nur eines tun: Schaden anrichten und Schaden anrichten und Schaden anrichten, und sind alle Schäden, die sie nur anrichten können, angerichtet, versuchen sie mit prallgefüllten Säcken in ein luxuriöses Ausgedinge zu fliehen. Die Menschen sind zu überzeugen, nicht nur in der Türkei. Aber aktuell in der Türkei am dringlichsten.

Und sollte in dieser sich mehr und mehr aufschaukelnden Situation ein Mensch die Nerven verlieren, keinen anderen Ausweg mehr sehen als im Tyrannenmord, dem ist zu sagen, ein Tyrannenmord ist keine Lösung, er bringt vielleicht eine kurzfristige und doch nur vorübergehende Beruhigung der Situation, bis aus dem Schleim der nächste Tyrannenschädel …

Aber die Beweggründe eines Menschen, der einen Tyranninnenmord beginge, könnten nachvollzogen werden, im Angesicht der Gefahren, im Stehen vor dem Abgrund. Und ob so ein Mensch Schuld auf sich laden würde oder nicht, nun, das könnte dann in einem Fernsehweltgerichtshof entschieden werden, in einer also weltweit ausgestrahlten Beteiligungsfernsehsendung als Weltbevölkerungsgerichtshof. Ein Beispiel gibt es dafür, freilich ging es in diesem um einen fiktiven Vorfall:

Trump, Erdoğan, Putin, Schirach, Assad May

Wunder der Wandlung: Aus Haß wird Kontroverse.

 

Schluss mit Populistenfreundlichkeit und Populistinnenfreundlichkeit.jpg

Während es also die „Populistenpause“ gibt, geht es mit der breiten medialen Populistinnenfreundlichkeit unvermindert weiter. Es berichtete etwa die eine Umsonst und auch der „Standard“, daß sich die identitäre Parlamentspartei von einem Mitarbeiter „einvernehmlich trennt“, nachdem dieser „Hasspostings“ …

Das ist für österreichische Massenmedien also berichtenswert, wenn Angestellte wegen „Hasspostings“ ihre Arbeit verlieren, von einer Partei wie der identitären Parlamentspartei gekündigt werden;

Bei Freiheitlichen als Arbeitnehmer aber ein armes Schwein

es ist also doch eine recht normale Partei, wenn sie so etwas nicht duldet, Konsequenzen zieht. Und wer etwas dagegen sagt, kann jetzt beispielweise als Beweis den Artikel vom „Standard“ vorgelegt bekommen.

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist Doris Bures in dieser Hinsicht eine mehr als würdige Nachfolgerin von Barbara Prammer. Auch Prammer kannte in dieser Hinsicht kein Erbarmen – mit …

Barbara Prammer fordert Entfernung des Angestellten, der für Martin Graf politisch verantwortlich ist

Wie in der Collage gelesen werden kann, wird NR Christian Höbart vor den Vorhang zur Entlastung der identitären Parlamentspartei geholt, der einen solchen Mitarbeiter nicht mehr … Zart wird in diesem Qualitätsartikel in der Qualitätszeitung darauf hingewiesen, er, Höbart, sei durch „kontroversielle Postings aufgefallen“ … Was bei einem Mitarbeiter „Hasspostings“ sind, sind bei einem Abgeordneten „kontroversielle Postings“ … oh, glückliches Österreich, wo Standesunterschiede noch etwas gelten …

Wie in der Collage gelesen werden kann, wollte gewußt werden, ob dieser Mitarbeiter Verbindungen zur „rechtsextremen ‚Identitären Bewegungen'“ hat. Welche Verbindungen sollte er sonst haben? Als Noch-Mitarbeiter in einer identitären Parlamentspartei. Wofür auch Christan Höbart, wie nachgelesen werden kann,

Identitäre Kolonne hat eine Nähe zur FPÖ, weil die FPÖ „eine identitäre Partei“ ist

als Zeuge aufgerufen werden kann.

Es will gar nicht nachgesehen werden, weil es ja eine „Populistenpause“ gibt, ob etwa Hannes Stiehl noch Vizebürgermeister ist, was er jetzt so von sich gibt, den einiges mit Christian Höbart verbindet, wie nachgelesen werden kann:

FPÖ-Vizebürgermeister Stiehl, Informationsschänder, beurteilt einen Propheten auf winterische Art als „Kinderschänder“

Auch NR Christian Höbart gefällt Politspiel „Stiehl die Zukunft! – Stopp, es reicht!“

Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer

Bestimmt ist er noch Vizebürgermeister. Was er mit solchen Postings nicht mehr wäre, ist aber sein Mitarbeiter.

Angestellte verschicken „Hasspostings“, Mandatarinnen „kontroversielle Postings“.

Darum merke: Bleibe nicht Dienstnehmer, werde Mandatar, Funktionärin, wenn du weiter posten möchtest, was du immer schon postest. Und das Wunder der Wandlung wird dir als Nichtmehrdienstnehmerin zuteil: aus Haß wird Kontroverse …

Während es also die „Populistenpause“ gibt, wird weiter populistinnenfreundlich breit medial geschrieben. Es bräuchte also weniger eine Populistinnenpause, sondern endlich ein Ende der Populistinnenfreundlichkeit, die einerseits vor allem von österreichischen Massenmedien, andererseits von Politikern und Politikerinnen anderer Parteien, vornehmlich der Regierungsparteien.

Wo Jesus auftritt, herrscht Gewalt und Ausschluß

Scorsese - Silence - Wo Gott auftritt, herrscht Gewalt und Ausschluss.jpg

Es wäre nicht zu berichten, wäre in den Jahrzehnten der Kinobesuche ein solches Vorkommnis schon einmal, wenigstens einmal erlebt worden, aber ein solches Vorkommnis wurde in den Jahrzehnten nicht ein einziges Mal erlebt, und es hätte in all den Jahrzehnten mehrmals in der Woche ein solches Vorkommnis erlebt werden können, da die Kinos seit Jahrzehnten mehrmals in der Woche aufgesucht werden, trotzdem mußte in diesen Jahrzehnten mit Tausenden von Kinobesuchen einem derartigen Vorkommnis niemals beigewohnt werden.

Und nun ein derartiges Vorkommnis.

Das erste dieser Art also in Jahrzehnten.

Es kann nur mit dem Film, der gezeigt wurde, erklärt werden.

Ein Film zum Glauben.

Ein Propagandafilm, und es läßt sich fragen, wer hat einen derartigen Film bei Martin Scorsese bestellt? Welcher Jesuit beeindruckt Martin Scorsese derart, einen solchen missionarischen Propagandafilm … Der Film ist aber nicht von Interesse, wie dieser … es ist ein Propagandafilm, und damit ist alles, was zu diesem Film je zu sagen ist, gesagt.

Was wesentlich an diesem Film ist, ist, was er auslöst, wie gestern im Village Cinema, also im Dorfkino, im Kino des Dorfes, das als Bundeshauptstadt von Österreich bekannt ist.

Der Auftritt von Gott löst Gewalt und Ausschluß aus, diesmal ist es der auftretende Jesus von Scorsese, der Gewalt und Ausschluß …

Es ist nicht ungewöhnlich, wie oft wurde das schon erlebt, daß Menschen sich während einer Filmvorführung unterhalten, das andere im Kinosaal als störend empfinden, und es stets ausreicht, darauf hinzuweisen, ab und an muß die Bitte ein weniger strenger, ein wenig eindringlicher vorgebracht werden, sich nicht weiter zu unterhalten. Dann ist die Angelegenheit aber stets zufriedenstellend für alle im Saal gelöst.

Gestern jedoch, im Dorfkino, reichte das bei weitem nicht.

Während die Leinwand im Gottesschein erstrahlte wurden zwei Frauen, die sich unterhielten und also, wie es ihre Mitbesucher und Mitbesucherinnen empfanden, störten, nicht einfach ersucht, das Reden einzustellen, sie wurden aus der Vorstellung gedrängt, ausgeschlossen. Ein Mann, der in der Reihe vor ihnen saß, stürmte sogar in die Sitzreihe der zwei Frauen, bereit dazu, sie unter Anwendung körperlicher Gewalt aus dem Saal zu werfen, angespornt von den anderen im Saal, für die es ebenfalls klar war, die zwei Frauen haben den Saal zu verlassen, und alle waren im Urteil sich einig, die zwei Frauen hätten den für sie falschen Film gewählt, den sie wohl nicht verstünden, für sie wäre „Wilde Maus“ der Film, in den sie gehörten. Und dann ging es noch sehr viel um asoziales Verhalten. Die zwei Frauen warfen vor, die anderen wären asozial, die anderen warfen den zwei Frauen vor, sie wären asozial. Schließlich verließen die zwei Frauen den Saal, wobei eine der zwei Frauen, die meinte, ein Kinobesucher hätte ihr ein Bein gestellt, ebendiesen Kinobesucher auch noch anspuckte …

Wann und wo immer also Jesus unter den Menschen ist, und das ist kein Gleichnis, herrscht Gewalt und Ausschluß.

Und davon erzählt auch das gestrige Vorkommnis eindrücklich, wieder einmal, im Jahre 2017.

Soher lohnte es, gestern in das Dorfkino zu gehen, um das nicht zu vergessen.

PS In die „Wilde Maus“gehörten die zwei Frauen, war das gebedeneite Urteil; ein Kompliment für Josef Hader war das wohl kaum.

Communion of faiths: Gebet Sex

Beim Lesen, Vergewaltiger hätten bei der Urteilsverkündung gebetet, mußte augenblicklich gedacht werden, wieder einmal gedacht werden, was für ein Aufhebens um Unterschiede der Organisierten Glauben doch gemacht wird, während alle Glauben in Wahrheit das erste und einzige Gebot eint, sie zu einer Gemeinschaft der Glauben macht:

Gebet Sex!

Und sind Frauen, weibliche und männliche Kinder nicht bereit, diesem ersten und einzigen Gebot sich bedingungslos zu unterwerfen, dem Befehl Gebet! der Männer uneingeschränkt zu folgen, sich gottesfreudig hinzugeben den allahlüsternen Männern des Kreuzes auf ihren schwerterharten Gebetsteppichen, so werden sie … das aber muß nicht ausgeführt werden.  Berichte darüber gibt es Sonderzahl seit Anbeginn des Glaubens …

gemeinschaft-der-glauben-gebet-sex

 

Goethesche Horst-Wessel-Gedichte der Kinder von Wien

Über alle Wipfeln ist Ruh,
in allen Gipfeln spürest du
die Reihen fest geschlossen
SA marschiert die toten
Brüder die Rotfront und
Reaktion in unsern Reihen mit.

Das ist das Horstwesselgedicht. Sagt Ate.

Über allen Gipfeln ist Ruh.
In allen Wipfeln spürest du
kaum einen Hauch.
Die Vögel schweigen im Walde.
Warte nur, bald ruhest du auch.

So geht für Curls das Horstwesselgedicht.

Das sind Kinder aus einer Wiener Kellerruine, die goethesche Horst-Wessel-Gedichte aufsagen …

„Die Kinder von Wien“ nennt Robert Neumann seinen Roman, den er selbst Jahrzehnte nach seiner Niederschrift ins Deutsche übersetzt. Der im deutschsprachigen Wien geborene und für Jahrzehnte im deutschsprachigen Wien lebende Neumann schreibt diesen Roman nicht in der deutschen, sondern in der englischen Sprache. Die Originalfassung eines Romans über Kinder in Wien ist also in englischer Sprache.

Was für ein Sprachengemisch! Und auch die Kinder in diesem Roman sprechen nicht ein sogenanntes reines Deutsch, der gesamte Roman ist in keinem sogenannten reinen Deutsch geschrieben. Wie selbstverständlich die vielen Sprachen. Damals. Wie seltsam und unbehaglich heute das Geplärre nach Deutsch! Deutsch! Deutsch! Aus allen Mündern schreit es: Deutsch! Deutsch! Deutsch! Nicht nur aus wienerischen Mündern, aus allen österreichischen Mündern schreit es: Deutsch! Und wer nicht Deutsch! schreit, denkt für sich zustimmend: Deutsch! Und keiner dieser Münder kann mehr einer bestimmten Weltanschauung mit Gewißheit … bevor der Keller zur Ruine wurde, war es leicht die Weltanschauungszugehörigkeit zu erkennen, es mußte nur in die aufgerissenen Münder geschaut werden, um zu sehen, ob auf der Zunge ein Abdruck einer frisch befeuchteten Parteibuchmitgliedsmarke …

Es gibt Menschen, die sehen in diesem Roman die Gegenwart in vielen, viel zu vielen Ländern beschrieben. Besonders von Kindern. Aber Neumann beschreibt bloß die Gegenwart seiner Zeit, und seine Zeit ist die Allgegenwart der Menschen, besonders von Kindern. Es ist wieder ein Buch, das zu lesen ist, und nicht zu …

Wider die Überfülle von Widerwärtigem.
Es geht nicht an, daß Österreich
widerspruchslos ein Buch akzeptiert, das
für das Land, für die Stadt, ihr
millionenfaches Blutopfer und die
jahrelange Bitterkeit gequälter Menschen
nichts anderes übrig hat als
ein zynisches Kaleidoskop.

Das ist kein Gedicht. So schreibt das Organ der demokratischen Einigkeit Neues Österreich über diesen Roman. Neues Österreich herausgegeben von: Christdemokraten (ÖVP〉, Sozialisten und Kommunisten.

Auch das ist kein Gedicht.

Das ist die ganze Geschichte – zugleich eine krude, verzweifelt radikale, eine beklemmende Parabel über die Zerstörung des Menschen durch Krieg. Alles ist danach kaputt und verdorben – auch die Sprache. Und ebendas wurde einst als unerträgliche Provokation empfunden. Goethes Deutsch wenigstens, so die Lehrmeinung, habe Niedertracht und Grausamkeit unbeschadet überstanden. In Neumanns „Die Kinder von Wien“ ist hingegen die moralische Katastrophe einer Epoche Sprache geworden. Der Pädagoge Hartmut von Hentig hat dieses Buch als „Gedankenexperiment“ gepriesen, „über Fragen wie: Was ist Schuld? Wie kommt sie in die Kinder? Ist ihre Lebenskraft nicht die Amoral? Und wenn das so ist, was ist zu tun?“

Was wird getan? Nach Deutsch! Deutsch! Deutsch! wird geschrien.

Was das für Kinder sind, in der Kellerruine. Sie können Gedichte aufsagen. Auch Jid weiß sofort eines auf die goetheschen Horst-Wessel-Gedichte folgen zu lassen.

Ich weiß ein Gedicht.
Aber es reimt sich nicht.
Wir der President von die United States
und der Erste Minister von was man nennt
the United Kingdom betrachten wir es
als richtig zum Verkünden
gewisse Grundsätze -.

Ewa hat es genommen für den Abort,
aber ich weiß es auswendig.
Erster Paragraf!
Unsere Länder streben nicht
nach neuen Eroberungen –
nein, das laß ich aus, ich fang später an
in dem Gedicht, hör mich aus.
Paragraf sechs.
Nach der Zerstörung von der Tyrannei
hoffen wir, wir machen einen Frieden
was er für alle Nationen die Möglichkeit
geben wird daß sie in Sicherheit leben
in ihren Grenzen und es wird dazu sein
eine fixe Garantie, daß alle Menschen
leben können ihr Leben in alle Länder
frei von Not und Angst.

Das ist kein Gedicht. Sagt Ewa. Damals ist es ein Gedicht. Für Ewa in der Kellerruine freilich nicht. Aber es ist ein Versprechen, für die Menschheit, und als solches schön und also ein Gedicht.

Dhorst-wessel-and-the-children-of-viennaas ist kein Gedicht. Sagt Ewa. Als lebte sie in der Gegenwart, die Robert Neumann vor Jahrzehnten verläßt. Das ist kein Gedicht. Sagt Ewa. Als würde sie die kennen, die es in den Abort – der jetzt President … und nicht nur ihn, nicht nur die United States but Austria and so on.

„#Populistenpause“

populistenpauseEs ist eine hehre Idee, für einen Monat einmal zu allem zu schweigen, „kein Posten, kein Teilen, kein Kommentieren, kein Erwähnen, kein öffentliches Empören über rechtspopulistische und rechtsextreme österreichische PolitikerInnen, Parteien und Webseiten.“

Und es ist eine Idee, die leicht umzusetzen ist, also einen Monat lang, vom ersten bis zum einunddreißigsten März 2017 keine Kapitel zu schreiben, in denen erzählt wird – um ein Beispiel von gestern zu nennen, wobei Beispiele stets von gestern sind, weil die Figuren nur das Gestern haben und aus dem Gestrigen sind, das Gestrige ihnen ein Synonym für Geist ist – etwa von Franz Dinghofer, Björn Höcke, die identitäre Parlamentspartei …

Die Idee wäre gut – 1986 gewesen, gleich beim ersten Auftreten also eines solchen Unseligen; es muß keine Unselige hinzugefügt werden, denn es war ein Mann, nur der erste in einer langen Reihe von …, denen Aufmerksamkeit geschenkt wird, statt diese ihnen zu entziehen, die nicht ignoriert werden, sondern breitest …

Werden aber die Ausführungen zu dieser Idee, die nun im März 2017 umgesetzt wird, gelesen, ist es nicht so, daß mit Begeisterung gesagt werden könnte, das ist eine Aktion zum Mitmachen, auch wenn für den gesamten März kein Kapitel geschrieben werden wird, das dieser Idee zuwiderlaufen wird, aber es ist zu vieles dabei, das … es kann gar nicht gescholten werden die Eitelkeit, manche Formulierungen an die Sprache der Populistinnen gemahnen …

Es ist ebendie Wirklichkeit in einer Echokammer. Schweigen verursacht kein Echo außerhalb der Kammer.

In den Ausführungen zu dieser Idee heißt es, es sei ein „einzigartiges Experiment“. Zweifellos ein Experiment, aber kein einzigartiges. Das Schweigen ist von einer satten Mehrheit gelebte Alltagswirklichkeit in Österreich. Und machte die Populistinnen in dreißig Jahren stärker und stärker, trotz der vielen und vor allem berechtigten Kritik. Was in diesem Land vor allem fehlt, ist Aufmerksamkeit für Kritik, aber auch Selbstkritik und Einbindung dieser in das eigene Handeln.

Weiter heißt es:

„Unsere Aufmerksamkeit ist ein enorm wertvolles Gut. Von diesem hohen Gut hat in den vergangenen 30 Jahren keine politische Gruppierung in Österreich mehr profitiert als die populistische und extreme Rechte. Nun gönnen wir uns im März erstmals für 31 Tage eine Pause – und den Populisten und Extremisten gönnen wir nicht mehr unser wertvolles Gut! Denn nichts fürchten sie so sehr, wie nicht beachtet zu werden. Nichts tut ihnen so sehr weh, wie wenn andere unsere Aufmerksamkeit bekommen und nicht mehr sie.“

„Unser wertvolles Gut“ – welche Fahne soll dazu geschwungen werden? Dreißig Jahre Aufmerksamkeit, dreißig Jahre Beachtung. Und das Ergebnis? Wirkungslosigkeit.

Und weiter:

„Wir wollen kein Ende der Kritik an der populistischen und extremen Rechten in Österreich. Wir wollen nicht, dass Rechtsextremismus verharmlost, ignoriert oder gar normalisiert wird. Wir werden weiterhin vehement dagegen ankämpfen, dass Rechtsextreme in Machtpositionen gelangen. Aber dieser eine Monat Pause ist ein dringend notwendiger Impuls! Er wird unser Bewusstsein schärfen, wie Populisten und Extremisten mit unserer Aufmerksamkeit und Empörung spielen. Und er wird uns helfen, mehr Klarheit zu gewinnen, welche Reaktion den rechten Provokateuren schadet und welche ihnen nutzt.“

„Wir wollen kein Ende der Kritik …“ – was für eine Anmaßung. Und das mit dem „Ankämpfen, dass …“ – nun ja, auflaufen dürfen, anrennen gelassen werden, wäre wohl treffender formuliert mit Blick auf die österreichische Wirklichkeit. Eine Klarheit muß nicht mehr gewonnen werden. „Welche Reaktion den rechten Provokateuren schadet“, führen das nicht gerade, um ein paar Namen zu nennen, Kern, Doskozil, Sobotka und Kurz eindrücklich vor?

Weiter:

„Populisten haben Methoden perfektioniert, wie sie unsere Aufmerksamkeit ködern und uns aus der Reserve locken können. Populisten wissen, wie sie für Gesprächsstoff sorgen. Sie werden auch und gerade im März nichts unversucht lassen, um weiterhin im Gespräch zu bleiben. Doch für 31 Tage stellen alle, die sich an der Aktion beteiligen, andere Dinge in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Egal welche neuen Maßstäbe die populistische und extreme Rechte in Sachen Rassismus, Diffamierung, Lüge, Korruption und Peinlichkeiten setzt – wir schenken ihnen unsere Empörung nicht!“

Was für eine Selbstüberschätzung. Als ob Populistinnen die Sorge umtriebe, in einer Echokammer Gesprächsstoff … Die Populistinnen werden wohl auch im März in der Echokammer Mittelpunkt der Gespräche sein, aber die „anderen Dinge“ aus der Echokammer werden nicht Mittelpunkt der Öffentlichkeit … Im Mittelpunkt der Öffentlichkeit werden die Populistinnen stehen, ganz ohne Empörung, mit breiter Zustimmung und wohl auch weiteren ihnen zuarbeitenden Gesetzesideen der Regierung.

Weiter geht es mit „Tipps“:

„Ruf Dir ins Bewusstsein, dass die Aufmerksamkeit, die du rechten Provokateuren schenkst, für sie zumeist eine Belohnung ist. Doch du willst sie nicht belohnen. Ruf Dir auch ins Bewusstsein, dass wir schon alles kennen, was die rechten Provokateure tun: Wir kennen die Schlagzeilen, die sie provozieren. Wir kennen die Ungeheuerlichkeiten, die sie immer wieder von sich geben. Wir kennen die Menschenverachtung und Skrupellosigkeit, mit der sie ihr Programm durchziehen und die sie zu ihrem Programm gemacht haben. Wir kennen ihre Menschenfeindlichkeit, ihren Rassismus, ihren Versuch immer wieder neue Keile zwischen die Menschen zu treiben. Wir kennen ihre nationalen und internationalen rechtsextremen Vernetzungen. Und wir kennen die Abläufe ihrer Veranstaltungen und Reden. Damit Dir der Populisten-Entzug leichter fällt, fang am besten schon vor dem 1. März damit an. Statt auf rechte Provokateure öffentlich zu reagieren, mach Dir private Notizen, wenn Dich etwas bewegt. Du kannst uns Deine Notizen gerne zuschicken. Aber verkneife Dir Postings, Tweets, Kommentare, etc., ganz egal wie arg die Provokation ist. Die Populisten werden alles tun, um Deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Lass sie ins Leere laufen. Sei ruhig stolz auf Dich, wenn Du etwas nicht postest, obwohl es Dich in den Fingern juckt. Und sei stolz auf Dich, wenn Du stattdessen etwas postest, das Du gut findest, das Dir gefällt, das Du empfehlen magst. Bitte schicke uns Deine Beobachtungen und Erfahrungen. Und berichte uns über Deine starken und schwachen Momente.“

„Stolz“ und noch einmal „Stolz“ – welche Fahnen sollen dazu geschwungen werden?

„Populisten-Entzug …“ – „Populisten-Entzug“?

„Wenn Dich etwas bewegt. Und berichte uns über Deine starken und schwachen Momente.“ Die Echokammer, eine Therapiekammer …

„Wir kennen die Ungeheuerlichkeiten …“ Das ist allzu wahr. Es  ist auch wahr, daß Populistinnen nach Kritik gieren, und es ist die Ohnmacht der Kritik im Angesicht der österreichischen Wirklichkeit … es wurde bereits vor längerer Zeit in Anbetracht der eigenen Ohnmacht und Ausrichtungslosigkeit entschieden, keine Kapitel mehr zu schreiben zu dem Magazin der identitären Parlamentspartei, obgleich es dazu den Wunsch des Magazinsatirikers gab …

Einem für die „Zur Zeit“ Tätigen kann ein Wunsch nicht erfüllt werden

Abschließend heißt es in den Ausführungen:

„Schaffen wir das?

Gemeinsam können wir die erste Populistenpause in Österreich schaffen! Bitte mach mit und animiere auch andere dazu, mitzumachen!

Und was kommt nach dem 31. März?

Dann ziehen wir Bilanz! Und dann gehen wir alle hoffentlich ein wenig bewusster mit unserer großen Macht um, Aufmerksamkeit zu schenken oder zu entziehen. Denn die Zukunft unserer Demokratie wird nicht nur an der Wahlurne entschieden, sondern auch indem wir wählen, wem wir wann und wie unsere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.“

Menschgemäß muß das in einem Monat zu schaffen sein, aus einer Echokammer eine Therapiekammer zu machen.

Nach dem 31. März kommt der 1. April. Und das wird ein wunderbarer langer, langer erster April, wenn an der Wahlurne entschieden werden wird, die „Populisten“ bekommen die Stimmen und also die Macht, aber, was ist das schon für eine kleine Macht die Macht der Legislative und der Exekutive gegen die „große Macht“ zu „wählen, wem wir wann und wie unsere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen“.

Zum Schluß kann gefragt werden, wer wird an diesem einzigartigen Experiment“ mitmachen? Gewiß nicht die österreichischen Medien. Die werden, auch im März, brav und breit berichten, was die Populistinnen von sich geben werden. Und vor allem werden sie, auch im März, nicht breit und ausführlich berichten, was es in Österreich noch alles gibt. Es gibt in Österreich mehr als nur die Populistinnen und den Populistinnen zuarbeitende Landes-, Stadt- und Bundesregierungen.

Das wäre nicht nur lohnenswert, sondern dringlich erforderlich, daß Massenmedien in Österreich darüber ausführliche Berichte bringen, wenigstens, für den Anfang, einen Monat lang, im gesamten März 2017, einen Monat lang wenigstens nicht das Geschäft besorgen für …

Förderlicher als Interviews mit Thomas Glavinic allemal Serien über veränderungsaktive Initiativen und Projekte in Österreich

Dinghofer hofft auf FPÖ unzensuriert auf einen Stauffenberg gegen Angela Merkel, der „genauer arbeitet als sein Vorgänger“

Franz Dinghofer der FPÖ unzensuriert - Merkel und Stauffenberg.jpg„Merkel probiert aus, was sie sich noch alles an Völkermordverbrechen gegen das deutsche Volk erlauben kann, bis sie auf ihren Stauffenberg trifft (der dann hoffentlich genauer arbeitet als sein Vorgänger).“

Das schreibt Franz Dinghofer in seinem Kommentar am 27. Februar 2017 auf FPÖ unzensuriert. Und sofort gibt es welche, die das für recht gut befinden, im Schutz der Anonymität.

Daß Franz Dinghofer von „Völkermordverbrechen“ schreiben kann, ist im Kommentar der Website der identitären Parlamentspartei schon im Satz angelegt:

„Was Merkel mit ihrer Aussage versuchte, war nicht mehr oder weniger, als das Deutsche Volk nun auch verbal zu eliminieren und durch eine ‚Bevölkerung‘ zu ersetzen.“

Wer Franz Dinghofer ist? Es gibt mehrere Kapitel zu ihm. Auf drei Kapitel soll verwiesen werden, um zu veranschaulichen, was für ein Mensch er ist:

Norbert Hofer, kleiner Präsident mit dem großen Herzen für die Franz Dinghofer der „primitiven Hetze“

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

Nachruf von Franz Dinghofer auf einen ermordeten Pfarrer

Gegen diese dinghoferische Wiederbetätigung im Ekelhaften sind nur noch Witze angebracht, von der Art, wie schön, daß die Copysite der identitären Parlamentspartei wenigstens dann den „Duden“ entdeckt, wenn es um das Wörtchen „Volk“ geht.

Wie in der Collage gelesen werden kann, veröffentlicht die Copysite der identitären Parlamentspartei, die sich auch bald um Presseförderung anstellen könnte, ein Bild mit der Unterstellung: „einem Parteikollegen eine Deutschlandfahne aus der Hand riss und demonstrativ wegwarf.“ Es ist wahr, daß Angela Merkel die Fahne abnahm, aber von einem Wegwerfen kann nicht gesprochen werden. Und wen ruft die Copysite der identitären Parlamentspartei dafür als Kronzeugen auf? Mit einer Verlinkung zu dem Video? Es ist Björn Höcke.

Wer ist Björn Höcke? Ein Mann, den sogar die AfD nicht mehr will, also seine eigene Partei, wie gelesen werden kann:

Unterschiede zwischen Deutschland Österreich, die nicht für Österreich sprechen

Unterrichtsstunde für Sebastian Kurz

sigmar-gabriel-sebastian-kurz-lehrer-und-schuler

In den letzten Tagen gab es Veröffentlichungen von Meinungsumfragen, nach denen eine ÖVP mit einem christschwarzen Obmann Sebastian Kurz eine Nationalratswahl gewinnen könnte und in einer Direktwahl Sebastian Kurz zum Kanzler gewählt werden würde.

Sigmar Gabriel sprach an dem heutigen Montag, 27. Februar 2017, zu Sebastian Kurz von einer Aufgabe der Politik, die auch die Wählerinnen und Wähler zu ihrer Aufgabe machen sollten, nämlich zu durchdenken, wen sie wählen.

Im Falle von Sebastian Kurz heißt das, kann das tatsächlich durchdacht sein, einen  Mann wählen zu können, der nicht auf die Regierungsbank, sondern auf die Schulbank gehört.

Sein Lehrer war diesmal Sigmar Gabriel. Brav stand Sebastian Kurz vor seinem Lehrer, dem er einen Vorschlag vortrug. Und Sigmar Gabriel mußte ihm sofort erklären, als

Lehrer: „Die Politik hat auch die Aufgabe, zu durchdenken, was sie vorschlägt.“

Er, Kurz, ist zwar ein braver Schüler, aber auch einer, wie es vor allem männlichen Strebern eigen ist, der meint, er könne schon mal einen belehrenden Zwischenruf riskieren, wenn seine Lehrerin spricht, oder sein Lehrer beispielsweise über Solidarität.

Schüler: „Es gibt Gott sei dank auch eine christliche Solidarität.“

Lehrer: „Da heißt sie Nächstenliebe. Solidarität ist etwas anderes. Die Übersetzung dafür lautet nicht: Ich helfe den Schwachen, sondern Solidarität heißt verantwortliches Handeln für sich selbst und für alle anderen.“

Verantwortliches Handeln ist eine politische Kategorie, Nächstenliebe ist keine politische Kategorie, auch deshalb, weil der Liebe Laune und Unberechenbarkeit zu eigen ist, wem heute noch mit Liebe, also auch mit Nächstenliebe begegnet wird, kann schon morgen mit dem Hammer der Gleichgültigkeit  – oder schlimmer noch – mit dem Hammer des Hasses, auch des Nächstenhasses erschlagen werden.

„Ich helfe den Schwachen“, erklärt Gabriel, der nach Wien fuhr, um auch einen Außenminister, doch einen Politiker zu treffen, aber einen Schüler traf, erklärt also Gabriel dem Schüler kurz und klar den Unterschied, und es kann hinzugefügt werden: „Ich helfe den Schwachen“ heißt in der Übersetzung in ein einziges Wort: „Almosenstaat“. Das ist christfürstliches Gehabe, aber kann nicht Politik für das 21. Jahrhundert genannt werden.

Die Aufgabe der Wählerinnen und Wähler ist, das kann gar nicht oft genug wiederholt werden, zu durchdenken, wen sie wählen wollen, einen Schüler, und was sie wählen wollen, ein Almosenuntertanentum, oder Politik und damit eine Gesellschaft, die als Gesellschaft auf der Höhe heutiger Erkenntnisse und Entwürfe in einem verantwortungsvollen Handeln zu funktionieren hat.