Tag-Archiv für övp
Spende der hilfreichen Gesellschaft des Sebastian Kurz zu seiner Interessensfindung
Zur Zeit in Österreich am Morgen aufzuwachen, heißt zum Alptraum zu erwachen.
Eine recht schlimme Sorte sind die Alpträume, die in einer morgendlichen Radionachrichtensendung spielen, um 7.00 Uhr, wenn, wie ein Filmtitel glauben machen will, die Welt noch in Ordnung sein sollte, aber Sie die Stimme des zurzeitigen Bundeskanzlers hören, wie wieder an diesem Morgen des Alptraumtages 29.11.18:
„ein verkäufer zum beispiel der in österreich arbeiten geht und 1600 euro netto verdient verheiratet ist seine frau ist zu hause und er hat drei kinder also ein arbeitnehmer mit 1600 euro einkommen der kommt als familie wenn man alles zusammenzählt dreizehntes vierzehntes gehalt familienbeihlfe alles zusammen auf eine summe von 2500 netto pro monat
ein mindestsicherungsempfänger oder eine familie in mindestsicherung mit drei kindern kommt derzeit mit dem alten modell auf eine höhere summe nämlich 2600 euro pro monat das heißt die familie wo niemand arbeiten geht in mindestsicherung steigt besser aus finanziell als ein mensch der ganz normal in österreich arbeitet 40 stunden die Woche und einen fulltimejob hat das ist ja ein absurdes system“
Die „2600“ betont der zurzeitige Bundeskanzler, als wären die „2600“ eine unvorstellbare und also eine unerhört hohe Summe, die die fünf Menschen bekommen, als bekämen die fünf Menschen eine Million oder gar noch mehr pro Monat …
Wie gelassen, wie entspannt hingegen spricht der zurzeitige Bundeskanzler die „2500“ aus, weil es ihm eben eine Selbstverständlichkeit ist, daß fünf Menschen damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können, wenn einer, und das ist ihm das Wichtigste, wenn wenigstens einer von ihnen arbeitet, vierzig Stunden die Woche. Fünf Menschen haben mit „2500“ auszukommen, müssen mit „2500“ auskommen, mehr gibt es nicht, mehr brauchen sie nicht, und was sie darüber hinaus brauchen, das weiß für sie der zurzeitige Bundeskanzler, nämlich zwölf Stunden am Tag Arbeit. Und wer zwölf Stunden in der Arbeit, braucht nicht mehr als „1600“ Gehalt im Monat. Wenn das nicht schon mal zu viel ist, wer die Hälfte des Tages auf der Arbeit ist, kann ohnehin kein Geld ausgeben. Hat je ein Bundeskanzler in Österreich mehr soziales Gewissen gehabt? Hat je ein Bundeskanzler in Österreich es recht besser gewußt, wie er Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen das Beste herausholen kann, für sie?
Nun werden also die fünf Menschen nach dem kurzschen System nicht mehr eine Million Euro bekommen, sondern weniger als 2500. Dann wird das System für den zurzeitigen Bundeskanzler kein absurdes System mehr sein, sondern das System bleiben, was es war: ein falsches.
Ein System ist dann falsch, wenn es keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem Arbeitseinkommen und einer Mindestsicherung gibt. Die Mindestsicherung, das besagt bereits das Wort – wer findet sich, um mit dem zurzeitigen Bundeskanzler Wortkunde zu machen –, sichert gerade einmal das Notwendigste, um finanziell, gemessen an dem nötigsten Geldbedarf in Österreich, einigermaßen durchzukommen.
Ein Arbeitseinkommen hingegen ist keine Mindestsicherung,
Wer findet sich, um dem zurzeitigen Bundeskanzler die Unterschiede der Wörter zu erklären. Ein Arbeitseinkommen, das nicht höher ist als die Mindestsicherung ist kein Arbeitseinkommen, sondern eine Mindestsicherung, Und für wen der zurzeitige Bundeskanzler das Beste herausholt, das sind nicht Sie, als Arbeitnehmer, nicht Sie, als Arbeitnehmerin, sondern …
Aber es muß nicht dabei bleiben. In Österreich. Also beim Aufwachen in den Alptraum.
Dafür muß aber etwas getan werden. Und weil der zurzeitige Bundeskanzler sehr empfänglich ist, gibt es dafür einen durchaus erfolgsversprechenden Weg.
Wenn Sie höhere Löhne haben wollen, wenn Sie höhere Gehälter haben wollen, die weit über der Mindestsicherung liegen, die Sie jetzt verdienen, wenn Sie 40 Stunden in der Woche arbeiten, wenn Sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, dann gibt es nur eine Möglichkeit, spenden Sie, spenden Sie mehr als die Wirtschaft, spenden Sie mehr als die Industrie, füllen Sie die Taschen der kurzschen Partei auf, wie es die Wirtschaft, wie es die Industrie je nicht vermag, und der zurzeitige Bundeskanzler wird augenblicklich Ihr Verbündeter, wird augenblicklich dafür sorgen, daß Gehälter und Löhne nicht mehr Mindestsicherung sind, sondern sich deutlich abheben von der Mindestsicherung, von der dann der zurzeitige Bundeskanzler gelassen und entspannt sprechen wird, daß 2600 Euro 2600 Euro sind, die in Österreich fünf Menschen selbstverständlich zustehen, um das Notwendigste finanziell abdecken zu können, es in Österreich nicht mehr so ist, daß ein Arbeitseinkommen nur ein Mindestsicherungseinkommen ist.
Sie allein, das ist klar, können als Arbeitnehmerin, als Arbeitnehmer dem zurzeitigen Bundeskanzler nicht so viel spenden, wie auch, mit Ihrem Mindestsicherungsarbeitseinkommen. Aber wenn sich alle Arbeitnehmerinnen und alle Arbeitnehmer zusammenschließen zur Spendensammlung, um dann gemeinsam einen sehr hohen Spendenbetrag an den zurzeitigen Bundeskanzler zu übergeben, dann wird sich der zurzeitige Bundeskanzler Ihnen nicht verschließen, wird er Ihr erster Sänger Ihrer Interessen werden, augenblicklich, und vergessen haben wird er in der Sekunde Wörter wie Wirtschaft, Industrie …
Damit der zurzeitige Bundeskanzler auch weiß, von wem er die Spende erhält, von wem er die Interessen zu vertreten hat, so wie er bis jetzt gestützt meinte es zu wissen, wird ein entsprechender Name notwendig sein, mit dem ihm gegenüber aufzutreten ist, kurz gesagt, die Spende braucht einen Namen.
Spende der hilfreichen Gesellschaft des Sebastian Kurz zu seiner Interessensfindung
Wer ohne selige Erinnerung ist, schreibe die erste Anzeige.
Unzensuriert ist Zensuriert und ihr dürfen Neger Neger und Mordphantasien müssen sein. Und in seliger Erinnerung ist ihr Luca Kaiser ein Pimpf, also ein Hitlerjunge
Wegen der besseren Lesbarkeit wurde, vorab zur Klarstellung, darauf verzichtet, in der Kapitelunterüberschrift Anführungszeichen zu verwenden. Das heißt. Die Wörter Neger, Pimpf vor allem sind mit Anführungszeichen zu lesen, weil sie nur zitiert werden. Die Lesenden von der gesinnungsgemäß zensurierten Website, die viel von recht guter Lesbarkeit halten, also in erster Linie dann, wenn es um eine gegenderte Sprache geht, müssen aber für die bessere Lesbarkeit nicht danken. Die Nichtverwendung der Anführungszeichen geschieht auch deshalb, weil es ihre Realität ist, und ihre Wirklichkeit in Anführungszeichen zu setzen, käme einer Leugnung ihrer Wirklichkeit gleich, als existierte ihr ihre Wirklichkeit nicht, und das dies ihre Realität ist, kann wahrlich nicht geleugnet werden.
Nun aber.
Ach, wie wird wieder geschnaubt, auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei.
Anlaß für das Schnauben ist ihr die Mitteilung eines ehrenwerten Mannes, die Staatsanwaltschaft wolle gegen Luca Kaiser ob seines Postings kein Verfahren einleiten. Was muß das für den ehrenwerten Mann, der einmal Präsident des Patentamtes war, für eine Enttäuschung sein, daß seine Anzeige nicht verfolgungswürdig ist.
Für den geschäftspatenten Mann nun diese herbe Enttäuschung. Schrieb doch die gesinnungsgemäß zensurierte Website über seine Anzeige einen Kommentar, hat doch die Zensuriert seine Anzeige „exklusiv“ …
Friedrich Rödler heißt dieser patent ehrenwerte Mann, dessen Anzeige der Zensuriert eine kommentarwürdige ist. Was diesem friedlichen Mann wohl niemals einfiele, ist je eine Anzeige gegen die „Morddroherei“ auf ebendieser Website einzubringen. Jedenfalls liegt der Zensuriert keine diesbezügliche Anzeige „exklusiv“ vor. Und weil Rödler nicht nur ein ehrenwerter Mann ist, sondern auch ein ihr friedlicher, erfährt er nun durch sie eine Adelung, Für die Zensuriert ist Rödler nicht mehr ein Friedrich, sondern ein „Friedlich“ …
Zum Posting von Luca Kaiser, das Friedlich Rödler Anlaß für seine patente Anzeige war, ist nur eines anzumerken, wie erschreckend niveaulos es in Österreich zugeht, wie erschreckend die sogenannte Linke und die sogenannte Rechte in Österreich vereint im Beschimpfen ist. Wie wahr doch in dieser Hinsicht das Wort von Ernst Jandl ist, daß es ein „illtum“ ist, „lechts und rinks“ könne nicht „velwechsert“ werden. Und es darf hinzugefügt werden, oft scheint es, nicht nur in dieser Hinsicht.
Bei allem Verwechslungspotential zwischen Rechts und Links in diesem Land, eines geht jedoch absolut nicht. Was je nicht geht, ist Luca Kaiser zu unterstellen, ein „Pimpf“ zu sein, also Luca Kaiser als „Hitlerjunge“ zu denunzieren.
„dem gehören ein paar kräftig hinter die löffel. dem sohn des kaisers, anmaßendes, kleines wuersterl. die hab ich schon gefressen, noch keinen tag redlich gearbeitet und dann solche sprüche ablassen der schwachsinnige pimpf der elende. das ist die zukunft der roten, na bravo, verlierergesindel unter sich.“
Für die Verhältnisse dieser Person ist zungl888 diesmal, was die Bestrafung angeht, recht milde gestimmt, bloß „ein paar kräftig hinter die löffel“. Vielleicht, weil es um einen jungen Mann geht, und junge Männer, die werden ja noch für Männersachen gebraucht, sind halt männlich liebevoll körperlich zu erziehen, bereit zu schlagen für Männersachen, während Frauen, Frauen, also für zungl888, gleich am „Galgen baumeln“ sollen. Und wieder viele, die augenblicklich zungl88 zustimmen …
Es soll aber niemand damit kommen, es werde hier die „Nazi-Keule“ hervorgeholt, weil erwähnt wird, daß „Pimpfe“ einst „Hitlerjungen“ waren. Es ist IRRA, der sich erinnert, daß in seiner „Gymnasialzeit“ „Pimpf oft erwähnt“ wurde. Und wann die Gymnasialzeit von IRRA war, das ist nicht schwer zu datieren. In der Zeit, als junge Männer als „Pimpfe“ männlich körperlich erzogen wurden, zum Bereitsein für Männersachen, also für Hitlersachen.
Und diesmal ist sogar IRRA milde, bloß selige Erinnerung. Nichts Antisemitisches. Keine Beschwörung, die Geschichte möge sich wirklich wiederholen, wie am 08.05.18 auf ebendieser Website beschworen, also die Hitlersachen mögen sich wiederholen. Manchmal reicht eine selige Erinnerung als Aufruf zu …
Im seligen Schwelgen der Erinnerung scheint IRRA auch gleich eingefallen zu sein, wie recht beliebt es in der irraschen Gymnasialzeit es war, Mensch und Tier gleichzusetzen, ausgenommen davon nur eine Gattung, spezifischer: die Herrengattung …
Ach, selige Erinnerung. Es wird nach der Demonstration im Graben, die den zurzeitigen Vizekanzler traurig stimmte, wohl noch ein seliger Erinnerungsabend geworden sein, waren doch, darf angenommen, recht viele dabei, die nicht wenig mit ebendieser Website zu tun haben.
Es kann der patent ehrenwerte Friedlich Rödler wahrlich nicht gescholten werden … Wer ohne selige Erinnerung ist, schreibe die erste Anzeige.
Genug jetzt aber, von der seligen Erinnerung. Zurück zur Gegenwart.
Wie kommt Biersauer bloß auf die Klage, „Neger darf nicht Neger sein“?
Welch ein Irrtum. Zu meinen, damit den webseitigen Bunker der seligen Erinnerungen verlassen zu haben, zur Gegenwart gefunden zu haben, mit dem eben erst im österreichischen Parlament beschlossenen Gesetz. möchte doch der „Spezial-Jurist“ ein Denkmal für Männer, die nichts mit der Gegenwart mehr zu tun haben sollten, die Vergangenheit sind, aber in Österreich für zu viele selige Erinnerung, ihnen Gegenwart sind.
„Von Heinz zu Christian – Als wär’s ein Stück von mir“
[…] nicht nur ein kundiges Psychogramm des porträtierten Vizekanzlers, sondern ebenso einen faszinierenden und spannenden Einblick in das Innenleben der österreichischen […]
Derart preist der Leopold-Stocker-Verlag das Buch von Martin Hobek an.
Es ist im Leopold-Stocker-Verlag erschienen, und nicht im Ares-Verlag. Das ist aber kein Etikettenschwindel. Als Buch des Ares-Verlags wäre es bloß, kurz gesagt, zu offensichtlich gewesen, von welcher Gesinnungsqualität es ist …
Ares und Stocker ist bloß die ein und dieselbe Seite der Medaille ohne Vorderseite …
Nun gab es eine Signierstunde mit dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich am verwichenen vorletzten Donnerstag im November 18 am Graben, oder heißt es: im Graben? Eine Signierstunde, als hätte er, der zurzeitige Vizekanzler, „Von Heinz zu Christian“ selbst geschrieben, um das noch einmal aufzunehmen, und zwar deshalb, weil „Von Heinz zu Christian“ durchaus eine Titelerweiterung verträgt: „Als wär’s ein Stück von mir“ …
Wer „Von Heinz zu Christian – Als wär’s ein Stück von mir“ in einer Buchhandlung ein wenig durchblättert, weiß sofort, es hat die Qualität dieser Ares-Stocker-Bücher, wie beispielsweise jenes burschenschaftliche von einem ehemaligen NR-Präsidenten III, für das Alpen-Donau-Info gebeten wurde, es zu bewerben …
Sie wissen, Alpen-Donau-Info ist wieder in aller Munde, nicht weil es wieder im Internet auftritt, sondern seit im österreichischen Parlament … Wer wohl nun gebeten werden wird, für „Von Heinz zu Christian“ zu werben? Wer wird nun die Bitte unwiderstehlich finden?
Ach, damit es nicht vergessen wird. Wolfgang Dvorak-Stocker war mit dabei, bei der Signierstunde im Graben mit dem zurzeitigen Vizekanzler. Das ist nicht überraschend. Heißt es doch bereits in der Bibel, wo zwei oder drei unter meinem Namen identitär versammelt sind, da mitten bin i…, und der zurzeitige Vizekanzler, recht erfüllt von identitärer Strahlkraft, spricht für ihn:
Dass es sich beim Leopold-Stocker-Verlag, in dem die Biografie erschienen ist, um einen rechtsextremen Verlag handle, wies Strache zurück. Es herrsche Meinungs- und Pressefreiheit, und würde es sich beim Stocker-Verlag nicht um einen korrekten Betrieb handeln, wäre er längst verboten, wies der FPÖ-Chef solche ‚linkslinken Spielchen‘ zurück.
Wahrlich, ein wahres Wort. Es ist doch nur ein hoch ausgezeichneter österreichischer Verlag, der recht dem Landwirtschaftlichen zugetan, seiner Liebe zur Scholle bis ins Extreme frönt. Und heißt es nicht, nur extreme Liebe ist echte Liebe?
Und als wären der wahren Worte im Graben nicht genug, spricht der Mittendrin wahrlich:
„Wir sind nicht rechtsextrem, wir wollen es auch nicht sein“, betonte auch Verlagsgeschäftsführer Wolfgang Rainer Dvorak-Stocker. Zwar habe man in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einige antisemitische Bücher herausgebracht, die kein Ruhmesblatt wären, das sei aber Vergangenheit.
Das wird dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich das Herz wärmen, ihm bestätigen, wie erfolgreich seine eben erst abgehaltene Konferenz, zu der er sich geladen hat, …
Wahrlich, Leopold-Stocker-Verlag, ein österreichisches Schicksal. Kaum waren die 20er Jahre vorbei, mußte das stockerische Unternehmen, mußte die stockerische Familie fort, emigrieren, flüchten, fern von der Scholle, auf einem anderen Kontinent ausharren, verwehrt die Rückkehr auf die geliebte Scholle, auf der die radikal abgelehnte Totaldiktatur …
Und was wird das im Februar 19 erst für eine Willkommensfeier auch werden, bei den „Überlebenden“ in Graz, wenn – der Bundeskanzler lädt, wie bekannt und eben erst wieder geschehen, gerne sich und auch Gäste ein – mit den vom Bundeskanzler eingeladenen und mit ihm mitkommenden Gästen beispielsweise aus Israel in Graz … ja, der zurzeitige Bundeskanzler versteht es, „Überlebende“ zusammenzuführen …
Es werden wohl die Vorbereitungen schon hochtourig laufen, für ein solche Feier. Einhundert Jahre. Da gibt es viel zu bedenken. Soll es einen Dresscode geben? Soll es einen Fahnencode geben? Und wenn ja, welche?
Vielleicht wird daran gedacht, bei einem Theaterstück von Thomas Bernhard dafür Anleihe zu nehmen. „Vor dem Ruhestand“. Also historische Kostüme als Dresscode. Wie in diesem Stück, in dem ein Mann seine Uniform anzieht zur Feier des Geburtstages eines Mannes, für den ein Paragraphenschreiber der zurzeitigen Regierung in Österreich es angebracht fände, ihm auch ein Denkmal zu errichten. Solch ein Dresscode hätte durchaus Vorteile, es erleichterte das Erkennen zwischen den „Überlebenden“ ungemein, wenn die „Überlebenden“ aus Graz in ihren prachtschwarzen Uniformen die mit dem Bundeskanzler mitreisenden Überlebenden beispielsweise aus Israel gleich an ihrer für sie von ihnen entworfenen Kleidung erkennen könnten, ohne langwierig und umständlich erst fragen zu müssen, sind Sie …
Aber es ist hier gewiß nicht der Platz, um sich Gedanken zu machen, über eventuelle Dress- und Flaggencodes für einhundert Jahre …
Deshalb abschließend nur noch kurz: Der verwichene Donnerstag war ein kalter Tag und für den zurzeitigen Vizekanzler auch ein recht trauriger Tag. Im Graben stimmte ihn traurig die Demonstration — nicht rechtsextrem …
Kurz zu Rahmenbedingungen und Maßnahmen
Daß einer oder eine aus den Schreibstuben der gesinnungsgemäß zensurierten Website der Regierungspartnerin des zurzeitigen Bundeskanzlers wieder einmal der Mordphantasie sich hingibt, diesmal soll die Bundeskanzlerin der Republik Deutschland „am galgen“ … das ist nichts Neues. Neu daran ist auch nicht, daß sich sogleich Menschen finden, die diesem mordgelüstigen Kommentar ihre Referenz durch Zustimmung erweisen. Neu daran ist auch nicht, daß die zensurierte Website das nicht löscht, es also nicht zensiert. Das kann aber nicht von dieser Website verlangt werden. Was käme denn heraus, wenn eine gesinnungsgemäß zensurierte Website zensierte? Eine ungesinnungsemäß unzensuriert … und so eine hätte mit der gesinnungsgemäß zensurierten Website gar nichts mehr gemein.
Wenn von dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website zu sprechen ist, kann der zurzeitige Vizekanzler in Österreich nicht unerwähnt bleiben, der eben erst ein Buch signierte, als hätte er es selbst geschrieben. Und erschienen ist dieses Buch, das auch heißen könnte „Von Heinz zu Christian“ in einem ehrenwerten, also österreichisch ehrenwerten Verlag, zu dem ein noch ehrenreicherer Verlag gehört und aus diesem kam der je einzig wirklich ausgewiesene Chefredakteur von … ja, von dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website.
Aber, welch ein abendländischer Segen der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich doch ist, denn er weiß, „es braucht Rahmenbedingungen“ …
„Es kommt immer öfter online zu Grenzüberschreitungen, Herabwürdigungen, Demütigungen und Übergriffen. Wir haben heute mit Experten & Betroffenen diskutiert. Klar ist, es braucht Rahmenbedingungen für mehr Verantwortung im Netz und wirksame Maßnahmen zur Gewaltprävention.“
Und gleich neben ihm sitzt in dieser Diskussion der Experte für „Rahmenbedingungen und Maßnahmen“ … Um ein Wort dieses Experten einfach wie kurz aufzugreifen: „Wundervoll!“
Nun, da die „Rahmenbedingungen und Maßnahmen“, die noch fehlen, im Bundeskanzleramt wohl ausführlich besprochen worden sind, also die „Rahmenbedingungen und Maßnahmen“ für Unternehmen, wie für das stets als Beispiel genannte und als Beispiel herhalten müssende Unternehmen Facebook, noch fehlen, um zur gesinnungsgemäß zensurierten Website aufschließen zu können, wird der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich wieder eine Sache auf seine so unnachahmliche Art — wenn Sie möchten, schreiben Sie diesen Satz für sich selbst zu Ende …
Ein Bundeskanzler eben der rechten Rahmenbedingungen und Maßnahmen mit Menschen der rechten Expertisen um sich, die ihm tatreich zur Seite, ob es um ihr Netz geht, ob es um ein zu errichtendes Denkmal geht, ob es um Rechtliches geht, ob es um eine längst überfällige Konferenz — wenn Sie möchten, schreiben Sie auch diesen Satz oder gleich rasch das Kapitel kurz zu Ende …
Ein im Grunde so nicht mehr zu errichtendes Denkmal
„Kanzler Kurz will Namensmauer für NS-Opfer rascher realisieren“
Das ist eine der Schlagzeilen, die im November 18 zu lesen sind.
Eine beispielhafte Schlagzeile für die gesamte Problematik von Denkmälern im allgemeinen. Im konkreten Fall der geplanten Errichtung einer Namensmauer zeigt diese Schlagzeile beispielhaft die Problematik von einem solchen Denkmal im besonderen auf.
So gedankenlos setzt im November 18 nicht nur diese Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnitts ihre Schlagzeile.
Gedankenlos, weil die Schlagzeile eine Namensmauer für „NS-Opfer“ behauptet, während es tatsächlich um eine Namensmauer zum Gedenken an ermordete jüdische Menschen nur geht.
Kurz zu einem falschen Mahnmal, aber am richtigen Standort, weil in Wien, in Österreich.
Vielleicht doch nicht gedankenlos. Sondern vorauseilend. Denn. Tatsächlich geht es dem zurzeitigen Bundeskanzler nur um die „Juden“, es geht ihm also nur um ihn selbst. Denn. So das Kalkül von ihm und auch seiner Regierungspartnerin, mit seiner Hinwendung und die Zuwendung durch seine gesamte schwarzidentitäre Regierung an die „Juden“ müßte es doch zu schaffen sein, den Gesinnungsgeruch, den seine Regierung vor allem durch seine Regierungspartnerin in ihren alten und nie gewechselten Kleidern ausdünstet, wenigstens zu parfümieren. Es muß ein Denkmal her. Die Übermalung allein reicht offensichtlich nicht aus, es schimmert durch, was tatsächlich darunter.
Gedankenlos oder vorauseilend oder vorauseilend gedankenlos, weil vorauseilender Gehorsam nur gedankenlos funktioniert, wenn im Zusammenhang mit der Namensmauer der „Holocaust“ in die Schlagzeile gesetzt wird, obgleich es einzig um ermordete jüdische Menschen geht, als wären diese die einzigen NS-Opfer gewesen, als wäre der Holocaust kein zweifacher gewesen: Shoah und Porajmos.
Als wären darüber hinaus nicht noch viele weitere Menschen NS-Opfer gewesen, als wären nicht noch weitere, viele, viele, aberviele Menschen ermordet worden durch das NS-Regime, dem Menschen in Österreich als ihre Führerin dienten, der Führerin Arbeit pflichtgetreu blutig erledigten, während die Führerin auf ihrem Bergbauernhof luxuriös feixte, eins in der Gesinnung mit der Führerin, alle ermorden, alle vernichten zu wollen, die nicht ihre sexuellen Vorlieben, ihre Religion, ihre parteipolitische Liebe, ihre Schnitzelleidenschaft, ihre Trachtenverkleidung, ihre Gesinnung teilen, kurzum, alle, die nicht ihre „Rasse“, und weil niemand sonst sich als „Rasse“ sieht, waren für sie, die „Rasse“, alle Menschen zu vernichten, nur deshalb, weil sie, alle NS-Opfer, Menschen waren, und die NS-Mordschaft eine „Rasse“ …
So viele Opfer dieser Rassengesinnungsschaft, so viele Namen, die gekannt werden, alle Namen der Opfer dieser NS-Mordschaft werden gekannt, aber in Österreich im Jahr 18 will ein Kanzler eine Namensmauer einzig für ermordete jüdische Menschen, also eine ethnisch … die Führerin würde es wohl freuen zu hören, daß Jahrzehnte nach ihrem Untergang, nach ihrer Niederlage, die zwölf Jahre zuvor schon hätte sein müssen, in Österreich immer noch nach ihren Kategorien vorgegangen wird, ihre Ermordeten ethnisch voneinander getrennt werden, oder, wie es sie, die Führerin wohl sagen würde: „reinrassissche“ Denkmäler für die von ihr vernichteten Menschen …
Es gibt also viel zu bedenken, wenn ein Denkmal errichtet werden soll. Und alles, was es zu bedenken gibt, beim Errichten eines solchen Denkmals, wurde auch schon bedacht, freilich nicht in Österreich, aber zum Beispiel in Deutschland.
Und vor allem dann, wenn ein Staat, eine Bundesregierung sich dazu entschließt, ein Denkmal, ein Mahnmal zu errichten, ist die größte Denkanstrengung notwendig.
Anders hingegen ist es bei einem Denkmal, das beispielsweise eine Partei errichtet, und das nicht auf einem staatseigenen Boden, sondern auf einem Privatgrundstück, wie eben in Wien passiert. Bei einem Denkmal von Privaten auf einem Privatgrundstück muß nichts bedacht werden. Private müssen bei ihrem Privatgrundstücksdenkmal nichts bedenken, sie können sich dabei ganz und gar ihren Gesinnungstrieben hingeben, und sie geben sich ihren Gesinnungstrieben hin, wie eben in Wien …
Bei so vielen Kalauern, die zur Zeit vor allem von der schwarzidentitären Regierung zu hören sind, ist die Anstrengung groß, sich davon nicht anstecken zu lassen, also ebenfalls zu kalauern, in etwa, der zurzeitige Bundeskanzler habe wohl zu kurz gedacht, was bei einem neu zu errichtenden Denkmal alles zu berücksichtigen ist, nein, er hat nicht zu kurz gedacht, er hat gar nicht über die Bedeutung von Denkmälern in der Gegenwart nachgedacht, aber eines hat er sich schon dabei gedacht, wie er einen Nutzen für sich und seine schwarzidentitäre Regierung „rascher realisieren“ …
Vielleicht hält der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich darüber hinaus auch viel von Geschichtsresistenz. Als er zwei Jahre alt war, wurde in Deutschland ein Verein gegründet: „Förderkreis zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas“. Es folgte ein Diskurs über Jahre, in dem alles gesagt, alles bedacht wurde, was es im Zusammenhang von Denkmälern zu sagen, zu bedenken, zu berücksichtigen gibt. Wer ein Denkmal errichten will, hat die Verpflichtung, sich mit Denkmalkultur auseinanderzusetzen, die Geschichte zu Rate zu ziehen. Aber die einzige Verpflichtung, die der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich hat, ist sich selber verpflichtet zu sein, und seiner Regierungspartnerin.
„Lea Rosh und ihr Förderkreis konnten und können mit besten Gründen sagen, sie wollten ein Denkmal für die ermordeten Juden; daß auch andere Gruppen, die zu Opfern der deutschen Vernichtungspolitik wurden, Denkmäler bekämen – die Roma und Sinti etwa, die Geisteskranken und andere – sei ihnen durchaus recht; nur sei das nicht ihre Sache. Die Repräsentanten der Bundesrepublik aber können genau das nicht tun. Wenn sie ein großes Grundstück und Geld zur Verfügung stellen, um an einer Stelle, die jetzt im Zentrum der Hauptstadt liegt, ein Denkmal für die ermordeten Juden zu errichten, dann müssen sie sich auch darüber im klaren sein, daß das Konsequenzen für andere Gruppen von Opfern hat und wie sie damit umgehen wollen. Geld dafür zur Verfügung zu stellen, wird kaum das Problem sein. Die Frage ist: wo – gegebenenfalls – der anderen gedacht werden soll und wie die verschiedenen Denkmäler in ein Verhältnis zueinander zu setzen sind. Für die Bundesrepublik ist es also ganz unmöglich, einfach das 1988/89 eingefädelte Projekt fortzusetzen, ohne sich weiter umzusehen. Nein, seit die Mitte Berlins wieder die Mitte der deutschen Hauptstadt ist und seit die Bundesregierung selbst den Löwenanteil am Denkmal übernommen hat, ist dies ein zentraler Teil ihrer Denkmals- (oder, wenn man so will, ihrer Geschichts-)Politik. Und das heißt, so, wie sie jetzt in Berlin die Verteilung von Ministerien, Bundesbehörden, Abgeordnetenhäusern etc. im Zusammenhang plant, muß sie dies auch für die wichtigen, zentralen Denkmäler tun.“
Allein dieses Zitat aus „Das Problem eines Berliner Denkmals“ von Christian Meier gibt bereits einen Einblick, wie weit über Denkmalkultur bereits nachgedacht wurde, freilich nicht in Österreich. Für Österreich sind seit der Veröffentlichung von „Das Verschwinden der Gegenwart“, in dem die Denkmalproblematik auch geschichtlich unter Berücksichtigung vieler Aspekte behandelt wird, einfach noch zu wenig Jahre vergangen, erst 17 Jahre, um Eingang zu finden in die Konzeption eines Denkmals, mitten in Wien, mitten in der Hauptstadt, in der Adolf Hitler seinen Gesinnungsfleck geschneidert bekam und dann auszog, um …
Antiziganismus-Gipfel in Österreich
Das ist eine Kapitelüberschrift, die nicht zusammengeht. In Österreich. Was in Österreich zusammengeht, österreichischer Alltag ist, von dem erzählt das Kapitel
„Antisemitismus-Gipfel“, „Waffengesetz“ und „Denkmal für Himmler, Bormann, Fegelein“ in Österreich …
Antiziganismus-Konferenz in Wien. Das wäre der Gipfel der … Und nicht nur die kanzlerische Partnerin in der zurzeitigen Regierung schrie darob gesinnungswaidwund gegen einen solchen Gipfel …
Und was noch nicht geht, in Österreich, ist ein Bericht über die Rede eines österreichischen Bundeskanzlers, der nach einer Vorlage derart verfaßt sein könnte:
Am Mittwoch sind hochrangige Vertreterinnen zur Antiziganismus-Konferenz im Bundeskanzleramt in Wien geladen. Sebastian Kurz drängte in seiner Rede die EU-Staaten zu einer einheitlichen Definition des Antiziganismus. Er hoffe sehr, dass diese Erklärung noch während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft gelingt, sagte der Bundeskanzler. Dies wäre ein „wichtiger Schritt“, damit Roma und Sinti sicher in Europa leben können.
Spitzenvertreterinnen von Organisationen der Roma und Sinti und EU-Politiker diskutieren bei der Konferenz über Strategien, das Leben von Roma und Sinti in Europa zu sichern. Kurz verwies diesbezüglich auf die „besondere Verantwortung“ Österreichs wegen der Mittäterschaft in der Porajmos. Erst wenn Roma und Sinti in Österreich, in Europa und auf der ganzen Welt in Frieden und Freiheit leben können, „sind wir unserer historischen Verantwortung auch wirklich gerecht geworden“, betonte der ÖVP-Chef.
„Unglaublich, dass Antiziganismus noch existiert“
Kurz bezeichnete es als „unglaublich“, dass Antiziganismus immer noch existiere. Zum immer schon vorhandenen Antiziganismus sei kein „neu importierter“ hinzugekommen. Der Kanzler hatte im Vorfeld der Konferenz darauf hingewiesen, dass erstmals auch explizit der Antisemitismus angesprochen werden wird. Erst in seiner Zeit als Außenminister sei ihm bewusst geworden, dass Antisemitismus, Antiziganismus und Bettelverbot heute Hand in Hand gehen und oft drei Seiten einer Medaille sind, bekannte sich Kurz zum Eintreten für die Sicherheit von Roma und Sinti.
Dabei wäre es, sogar für den zurzeitigen Bundeskanzler eine leichte Übung, er bräuchte bloß seine Rede, die er am Mittwoch hielt, als Vorlage nehmen, so wie sie oben bereits verwendbar adaptiert …
Aber dazu fehlt der Alltag. In Österreich. Um eine solche Rede halten zu können. Um eine solche Konferenz zu organisieren. Es wäre wohl auch eine vollkommene Überforderung des zurzeitigen Bundeskanzlers, auch noch zu so einer Konferenz einzuladen, so eine Rede zu halten, so beschäftigt er bereits ist, voll auf damit beschäftigt, seine Regierung über den Antisemitismus zu entlasten … Und außerdem, so schätzt er es wohl richtig ein, recht ganz verhaftet im österreichischen Alltag, ein Antiziganismus-Gipfel bringt ihm nichts ein, außer Schreie und Gegenstimmen nicht nur seiner Regierungspartnerin …
„Antisemitismus-Gipfel“, „Waffengesetz“ und „Denkmal für Himmler, Bormann, Fegelein“ in Österreich
Sie mögen sich fragen, wie das in einer Kapitelüberschrift zusammengeht: „Antisemitismus“, „Waffengesetz“ und „Denkmal für Himmler, Bormann, Fegelein“.
Vielleicht rufen Sie auch aus: Das ist der Gipfel! „Antisemitismus“, „Waffengesetz“ und „Denkmal für Himmler, Bormann, Fegelein“ in einer Überschrift zu verklammern.
Nein.
Das ist nicht der Gipfel!
Das ist Alltag.
Österreichischer Alltag!
Und im österreichischen Alltag geht das zusammen.
Eben findet ein „Antisemitismus-Gipfel“ in Wien statt. Auf dem der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich sein Monothema auslebt, diesmal in der ebenfalls längst bekannten Variante: „importierter Antisemitismus“ … und drängelt, nämlich „alle EU-Staaten zu einer einheitlichen Definition des Antisemitismus“ …
Eben passiert das „Waffengesetz“ … und der zurzeitige Minister spricht zum passierten:
Regierungskoordinator und Verkehrsminister […] sprach im Pressefoyer nach der Regierungssitzung von einer „Mischung“ zwischen Sicherheitsbedürfnis und einzelnen Freiheitsrechten. „Es wurden nötige Verschärfungen vorgenommen und die Rechtssicherheit gestärkt.“ Das Gesetz enthält unter anderem ein generelles Waffenverbot, also auch von Messern und Hiebwaffen, für Drittstaatsangehörige und damit für Asylwerber.
Das Gesetz schrieb nach eigener Bekundung ein Mann, der …
„Unglaublich, dass …“
„Unglaublich“, sagt eben der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich, „dass Antisemitismus noch existiert.“ Und „verwies diesbezüglich auf die ‚besondere Verantwortung‘ Österreichs wegen der Mittäterschaft in der Shoah. Erst wenn Juden in Österreich, Israel und auf der ganzen Welt in Frieden und Freiheit leben können, ’sind wir unserer historischen Verantwortung auch wirklich gerecht geworden‘, betonte der ÖVP-Chef“.
Soher kann der „Spezial-Jurist“ gar nicht auf taube Ohren stoßen. Mit seinen Vorschlägen zu Denkmälern für Männer, die „desertiert“ sind von … wovon sie desertiert sind, das können vor allem jüdische Menschen erzählen, wovon beispielsweise Heinrich Himmler desertiert ist … Es wird sich ihm ein Bundeskanzler, der den Kampf gegen …, wohl nicht verschließen können, zumal der „Spezial-Jurist“ ein wohl angenehmer Gesprächspartner sein muß, wie ein Mann, der fast Bundespräsident geworden wäre, es ihm wohl bescheinigen wird können …
Der „Spezial-Jurist“ ist nicht nur ein „Spezial-Jurist“, nicht nur ein Wissender um das „Vorbild für die Kämpfer gegen den Faschismus“, er weiß auch, hätte es keine „Entwaffnung“ gegeben, wäre es auch noch nie zu einem „Völkermord“ gekommen, und darüber hinaus ist er auch ein begnadeter Redner, wie er eben erst auf dem Michaelerplatz eindrucksvoll belegte, an diesem Nationalfeiertag, der, ihm würdig, mit dem Deutschlandlied …
Falsches Mahnmal – Richtiger Standort, weil in Wien, in Österreich
Das schon lange geplante Projekt einer Namensgedenkmauer für die rund 66.000 in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Österreich rückt der Realisierung einen großen Schritt näher. Statt der bisher geplanten 50-prozentigen Kostenbeteiligung will der Bund die Finanzierung nun fast zur Gänze übernehmen. Bis zu 4,5 Millionen Euro werden dafür laut Ministerratsbeschluss reserviert.
Am Dienstag hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz den Initiator der Namensmauer, den Holocaust-Überlebenden Kurt Yakov Tutter, getroffen. Nach dem Ministerrat am Mittwoch betonte Kurz, es sei wichtig, ein würdiges Gedenken auch über das heurige Gedenkjahr hinaus möglich zu machen. Zuvor hatte er erklärt: „Als Bundeskanzler ist mir die Verantwortung der Erinnerung an die Ermordung der 66.000 österreichischen Jüdinnen und Juden durch das NS-Terror-Regime und die Mahnung an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte zu wichtig, um hier weiter Zeit zu verlieren.“ Tutter sei mit seinem Projekt fast 20 Jahre lang von einer Behörde zur nächsten geschickt worden. Nun sei sichergestellt, dass die Namensmauer endlich Wirklichkeit werde. Vizekanzler Heinz-Christian Strache nannte die Realisierung „wundervoll“.
Aus einem Bericht einer Tageszeitung in Österreich vom November 18. „Wundervoll“ die Reaktion des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich. „Wundervoll“ auch das Bekenntnis des zurzeitigen Bundeskanzlers in Österreich zu „Verantwortung der Erinnerung“ und „Mahnung“ an „Kapitel unserer Geschichte“, die in der Vergangenheit … „Wundervoll“ auch, daß die zurzeitige Regierung die „Finanzierung nun fast zur Gänze übernehmen will, statt der bisher geplanten 50-prozentigen Kostenbeteiligung“ …
Voll Wunder ist das freilich nicht, daß nun nach rund zwanzigjährigen Bestrebungen gerade diese schwarzidentitäre Regierung ein solche „Shoa-Gedenkmauer“ in Wien plötzlich und rasch errichtet gesehen haben möchte. Um etwas zu haben, über das „Gedenkjahr“ hinaus. Weil sie bleiben möchte, als Regierung, auch nach 18 …
Die jüdischen Menschen werden wieder gebraucht. Wie sie damals als „Sündenböcke“ gebraucht wurden, werden sie heute, recht besonders von dieser Regierung, als „Entlastungszeugen“ gebraucht. Auch wenn die Auswirkungen des Gebrauchs, des Mißbrauchs der jüdischen Menschen als „Sündenböcke“ und als „Entlastungszeuginnen“ in keiner Weise zu vergleichen sind, eines bleiben sie in beiden Fällen: Opfer.
Es ist wieder die Zeit der Denkmäler ausgebrochen. Das Mal auf der Melker Festung wird der zurzeitige Vizekanzler in Österreich wohl auch als „wundervoll“ aus vollem Herzen empfinden, auch wenn es ein massiver Stein gegen … wie eine bereits in Stellung gebrachte Abrißbirne gegen die nun geplante Namensmauer …
Wäre die zurzeitige Regierung in Österreich nicht gemacht, wie sie an einem Montag gemacht wurde, gäbe es diesen schnellen Entschluß für die rasche Errichtung dieser Namensmauer nicht, und wenn doch, das wäre dann ein volles Wunder, was würde ein NR dieser „wundervollen“ Partei zu solche einem Wunder gleich gefragt haben? Wohl das gleiche, wie bereits bei einem anderen Denkmal: wann werde dieser Beton weggeräumt …
Nun aber, als NR einer montagsgemachten Regierungspartei, weiß er sich zu benehmen, stillzuhalten. Das reicht noch nicht, ihm dafür ein Denkmal zu errichten. Ein Denkmal allerdings verdient sich bereits zu Lebzeiten der zurzeitige Nationalratspräsident, für seine Geschwindigkeit des opportunen Erkennens, was der Zeit not tut, nämlich, kaum daß seine Partei eine Regierungspartei mit der „wundervollen“ Partei in einer Koalition ist, einen Preis zum Gedenken an einen Mann umbenennen zu wollen, das ihm, dem Nationalratspräsidenten, eine Sekunde zuvor noch ehrenvolle Aufgabe …
Darüber mögen sich die Menschen in Österreich nicht täuschen lassen, die in diesem Mahnmal ein Zeichen sehen wollen, diese Regierung wäre doch nicht so … sich gar dazu verleiten, locken lassen könnten, durch dieses Mahnmal Fürsprecher für diese Regierung …
Diesmal wird es vielleicht keinen Abtausch zwischen diesen beiden Parteien gegeben haben müssen, weil doch beide Parteien jüdische Menschen als „Entlastungszeugen“ dringend brauchen, und für das andere, für das „dunkle Kapitel“, um ein Wort des zurzeitigen Kanzlers aufzugreifen, für das „dunkle Kapitel“ der Gegenwart gibt es ohnehin einen Namen, mit dem weitergemacht werden kann wie bisher …
Wenn dieses falsche Mahnmal am richtigen Standort aufgestellt sein wird, also in Wien, in Österreich, wird stets, wann immer bei diesem falschen Mahnmal am richtigen Standort vorbeigekommen werden wird, an die Tafeln zur Gegenwart gedacht werden, die auch davon erzählen, wie falsch ein Mahnmal am richtigen Standort, also in Wien, in Österreich …
Kurz zusammengefaßt:
Falsches Mahnmal am richtigen Standort, weil in Wien, in Österreich.
Das Holocaust-Mahnmal mit den Namen der ermordeten jüdischen Menschen ist deshalb ein falsches Mahnmal, weil es von einer Regierung in Österreich aus Entlastungsgründen gebraucht wird.
Das Holocaust-Mahnmal mit den Namen der ermordeten jüdischen Menschen ist auch deshalb ein falsches Mahnmal, weil es überholt ist, es ist überholt, weil es vollkommen unberücksichtigt läßt, daß der Holocaust ein zweifacher ist: Shoah und Porajmos …
Falsch, es wird nicht vollkommen unberücksichtigt gelassen, es will vollkommen nicht berücksichtigt werden, es sollen die Ermordeten des Porajmos nirgendwo in Österreich namentlich aufscheinen, kein Mensch soll deren Namen auf Mahnmaltafeln zu lesen bekommen.
Aber die Ermordeten des Porajmos sind keine zu gebrauchenden und keine zu mißbrauchenden „Entlastungszeugen“; eine Einschätzung nicht nur von der zurzeitigen Regierung in Österreich. Die Nachfahren der Ermordeten des Porajmos sollen bleiben, was ihre Vorfahren waren: keine zweifachen Opfer, sondern nur Opfer …
Sollten Sie dazu noch etwas wissen wollen, fragen Sie den Innenminister …
Die ÖVP produziert am Menschen vorbei.
Das hat die Wirtschaftsministerin nicht gesagt, daß die ÖVP am Menschen vorbei produziert.
Gesagt hingegen hat sie:
„Die Gymnasien produzieren oft am Markt vorbei.“
Das Gymnasium ist also nach der schramböckschen Aussage eine Fabrik, die zwar produziert, aber am Markt vorbei. Es bleibt Ihnen überlassen, sich vorzustellen, welche Produkte diese Fabrik erzeugt, herstellt, am Markt vorbei, Produkte also, die sich nicht verkaufen lassen.
Ihre auf Wissen basierende bisherige Vorstellung, das Gymnasium ist ein Ort, an dem Menschen Wissen vermittelt wird, kurz gesagt, eine Bildungseinrichtung, können Sie nun aufgeben. Das Gymnasium ist ein Produktionsbetrieb, aber einer, wie die schwarze Ministerin gar kritisch erkennt, der Produkte am Markt vorbei herstellt. Eine Produktionsstätte, die am Markt vorbei erzeugt, also Produkte, die sich nicht verkaufen, ist zugleich eine Friedhofsstätte für ihre Produkte. Ökologisch ist das ein vorbildhafter Betrieb: es fallen Null-Transportwege an.
Löschen Sie nun alle Bilder vom Gymnasium in ihrem Kopf.
Es sind falsche Bilder.
Die rechten Bilder des Gymnasiums sind die schramböckschen Bilder.
Das Gymnasium ist also kein Schulgebäude, in das junge Menschen hineingehen, um, kurz gesagt, Wissen vermittelt zu bekommen, Bildung sich anzueignen, sondern das Gymnasium ist eine Produktionshalle, in der Produkte hergestellt werden, für die oft kein Absatzmarkt zu finden ist. Vielleicht ist das Gymnasium bereits eine ultramoderne Fabrik, in der die Produkte in vollautomatisierten Erzeugungsprozessen hergestellt und entsorgt werden, eine Fabrik, die ganz ohne Arbeiterinnen und Angestellte auskommt, die nur noch einen Fabriksdirektor hat, um die Roboter, die die Produkte fabrizieren, einmal im Jahr Tag einzuschalten, vielleicht noch eine Aufsichtsratsvorsitzende, die den Direktor kontrolliert, daß er ja auch pünktlich die Roboter in Gang setzt, sie zum flotten Produzieren ölt …
Auf die Frage, ob sie, die Wirtschaftsministerin, zustimme, daß Österreich „überakademisiert“ sei, ist die schramböcksche Antwort:
„Das ist sicher ein Thema. Mit vielen Studienrichtungen fangen die Unternehmen nichts an. Ich glaube auch, dass die Gymnasien oft am Markt vorbei produzieren. Es müsste viel früher aufgezeigt werden, was es in den Betrieben gibt.“
Sie werden es selbst wissen, wie es um die akademische Quote in Österreich bestellt ist, auch und besonders im Vergleich mit anderen Ländern …
Nachdem die Wirtschaftsministerin weiß, daß das Fabriksgymnasium am Markt vorbei produziert, wird sie möglicherweise diesem schon geraten haben, welche Produkte nicht am Markt vorbei hergestellt wären, so ein Produkt wäre beispielsweise ein Vademecum, in dem schlicht wie kurz erklärt wird, wo und wo es nicht Studienrichtungen …
Margarete Schramböck selbst ist vom Gymnasium offenbar zu einer Zeit abgegangen, als das Gymnasium noch keine Fabrik war, die Produkte am Markt vorbei herstellt, sondern eine Bildungseinrichtung, in der auch ihr Wissen vermittelt wurde. Sie behielt davon, was sie konnte. Es wurde ihr also früh genug aufgezeigt, womit die ÖVP etwas anfangen kann, nämlich mit dem, sich als Mensch ins rechte Licht zu rücken, sich also zu produzieren. Und das Sich-Produzieren ist es, was es nun in der ÖVP zuhauf gibt.





















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