Vilimsk, EU-Spitzenkandida

„wir haben sichergestellt dass bei den gehältern endlich eine entsprechende gehaltserhöhung im bereich der inflationsanhebung erfolgt ist.“

So lobt gestern, am 26. April 2019, der zurzeitige Vizekanzler in Österreich seine schwarzidentitäre Bundesregierung. In der Lugner-City. Recht passend. Eine Aussage, so lustig wie die Aussagen von Herrn Lugner, oder eine so wahr, wie jene des zurzeitigen Vizekanzlers, daß er zehn Jahre in Wien Sportstadtrat gewesen sei und er wisse, wovon er spreche …

Oder kurz auf den Punkt gebracht: die Krähe rupft sich selbst, ohne je eigene zu haben, die Federn aus, und dennoch will die sich selbst im prächtigsten fremden Federkleide anhimmelnde nacktgerupfte Krähe durch Wahlen sich ein weiteres Mal erheben lassen, dabei wird schon lange, sehr lange gewußt, was von solchen zu halten ist – sogar in Österreich …

Bei der Einblendung des Namens von seinem Parteikameraden durch FPÖ-TV mußte augenblicklich gedacht werden, was würde Armin Wolf dazu einfallen? Abkürzungen aus der Zeit der …? Es sieht auch ganz danach aus, als ob FPÖ-TV vermitteln möchte, es sollen mit dem Namen Abkürzungen transportiert werden, haben doch die betreffenden Buchstaben andere Farben: „SK“. „SK“ war einmal die Abkürzung für „Schnellfeuerkanone“, aber auch für u.a.m. „Schiffskanone“, „Sonderkommando“ und für, besonders schön, „Schlauchkarre“. Es wird verständlich, daß der letzte Buchstabe seines Namens weggelassen wurde, eine Abkürzung „SKY“ gab es zu dieser Zeit, die Armin Wolf dazu einfallen könnte, nicht. Und „ida“? Eine Abkürzung, die einzige: „Inspekteur der Artillerie“.

Naheliegender und zutreffender ist wohl die Erklärung, es ist sogar seiner kameradschaftlichen FPÖ-TV klar, es ist ein Name, der nicht in Erinnerung behalten werden muß, deshalb ist es vollkommen gleichgültig, ob dieser Name richtig oder falsch geschrieben wird, und seiner kameradschaftlichen FPÖ-TV ist es ebenfalls klar, zu einem „Kandidaten“ und besonders zu einem „Kandidaten“ für das EU-Parlament fehlt ihm viel, fehlt ihm alles: von ihr kurz und bündig ausgedrückt durch das Weglassen des letzten Buchstabens: Vilimsk, EU-Spitzenkandida …

Es muß aber in der Zeit viel weiter zurückgegangen werden, als nur bis zur der Zeit, bis zur der Armin Wolf nur kommt, wenn es um die identitäre Parlamentspartei und zurzeitige identitäre Regierungspartei geht, und nicht nur er, Wolf, kommt nur bis zu dieser Zeit … Im Grunde kein größeres Geschenk an diese identitäre Partei, zum einen kann sie sich stets leicht herauswinden, zum anderen kann sie recht leicht diese Art von Kritik nehmen, sie wenden und gegen alle richten, allen vorzuwerfen, sie seien das, was ihr vorgehalten wird … Ursula Stenzel hat eben das exemplarisch wieder einmal vorgeführt … und weiters stets eine Bestätigung dieser Partei für jene, die vielleicht zu zweifeln beginnen könnten, aus welchem Gesinnungsei sie geschlüpft ist, eine Bestätigung, sie werde niemals dieses Gesinnungsei vergessen, verraten, das ist ihre Tradition, zu der sie treu und ihrer Ehre gemäß …

Es kann zum Beispiel zweihundertdreißig Jahre zurückgegangen werden, um etwa die Aussagen einer identitären Mini… im 21. Jahrhundert einzuordnen, im Grunde der gesamten zurzeitigen Bundesregierung ….

Éric Vuillard schildert den „14. Juli“. Bereits mit der ersten Seite gibt es kein Entrinnen, an die Gegenwart der zurzeitigen Bundesregierung denken zu müssen:

„Am 23. April 1789 wendet sich Jean-Baptiste Réveillon, Eigentümer der Königlichen Tapetenmanufaktur, an die Wahlversammlung seines Bezirks und fordert eine Senkung der Löhne. In seiner Fabrik in der Rue de Montreuil sind mehr als dreihundert Menschen angestellt. Ungezwungen und erstaunlich freimütig erklärt er, die Arbeiter könnten sehr wohl mit fünfzehn Sous statt mit zwanzig pro Tag auskommen, ja manche hätten bereits eine Taschenuhr und seien bald wohlhabender als er. Réveillon ist der König der Tapeten, er exportiert in die ganze Welt, aber die Konkurrenz ist rege; er möchte, dass seine Arbeitskräfte ihn weniger kosten.

[…]

Doch das Volk hatte Hunger. Die Kornpreise waren gestiegen, die Weizenpreise waren gestiegen, alles war teuer. Und nun machte auch Henriot, Salpeterfabrikant, die gleiche Ankündigung. In den Vororten begann es zu gären. Abends traf man sich in der Schenke, schrie, schimpfte schlürfte sein Gläschen, während man sich fragte, ob man die Miete noch lange würde bezahlen können. Alle waren aufgewühlt und in Sorge. Die Nacht vom 23. April 1789 war eine lange Nacht des Palavers, der Klagen und der Wut.

Es war kurz vor der mehrmals aufgeschobenen Eröffnung der Generalstände. Man demonstrierte. Einen Tag, zwei, vergebens. Réveillon und Henriot glaubten wohl, dass sie sich umbesinnen, dass sie zwischen zwei kräftigen Zügen Wein und zwei Brocken Brot die Pille schlucken würden – es gab ja keine Wahl! –, und dass bald alle wieder frühmorgens vor ihren Maschinen knien und um ihr Leben schuften würden – denn leben muss man nun mal! –, man kann sich schließlich nicht ewig auf der Place de Grève die Seele aus dem Leib brüllen. Doch der Protest hörte nicht auf.“

„Doch der Protest hörte nicht auf.“ Es wurden die Prachtbauten von Réveillon und Henriot gestürmt. In diesem April 1789. Und es blieb nicht dabei. Es ging weiter. Bis zum 14. Juli. Bis zum Sturm …

Die Schilderung von Eric Vuillard endet:

„Angeblich soll es am 14. Juli gegen Ende des Tages geregnet haben. Ich bin mir nicht sicher. Die Meinungen gehen auseinander. Fest steht jedoch, dass es Papier regnete. Man schmiss die Archive der Ordnung und die Gefangenregister, die unbeantworteten Bittgesuche und Rechnungsbücher in die Luft und sah sie schweben, flattern, auf den Dächern landen, im Dreck, auf den Bäumen und in den schmutzigen Gräben der Festung.

[…]

Man müsste häufiger mal seine Fenster öffnen. Ab und zu, einfach so und völlig ungeplant, alles über Bord schmeißen. Das würde Erleichterung verschaffen. Man müsste, wenn das Herz uns so aufwühlt, wenn die Ordnung uns erbittert und die Verwirrung uns den Atem nimmt, die Türen unserer lächerlichen Élysée-Paläste eintreten, dort wo die letzten Fesseln langsam verrotten, man müsste die Saffianleder stibitzen, die Türsteher kitzeln, die Stuhlbeine anknabbern und nachts, unter den Harnischen, nach dem Licht suchen wie nach einer Erinnerung.

Ja, manchmal, wenn das Wetter allzu grau, der Horizont allzu trübe ist, müsste man die Schubladen öffnen, die Scheiben mit Steinen einschmeißen und die Papiere aus dem Fenster werfen. Dekrete, Gesetze, Protokolle, einfach alles! Es würde fallen, langsam sinken, in die Gosse regnen. Und sie würden durch die Nacht wirbeln wie die fettigen Papiere, die nach dem Jahrmarkt unter den Karussells kreiseln. Das wäre schön und lustig und erhebend. Glücklich würden wir zusehen, wie sie fallen und sich lösen, fliegende Blätter, unendlich fern ihrer zitternden Finsternis.“

Der 26. Mai 2019 bereits könnte so ein 14. Juli sein, nicht nur in Österreich, sondern in allen Ländern, in denen beispielsweise ein Innenminister Fragen aus dem Gesinnungsei kratzt, die alle dazu zwingen, sich mit der Zeit zu beschäftigen, wie zum Beispiel Armin Wolf …

Am 26. Mai 2019 ein erster Sturm, aber nicht einer Festung, sondern ein Sturm in der Wahlzelle, der solche Parteien hinauswählt aus den Parlamenten, ein erster Sturm am 26. Mai 2019, dem allen folgenden Wahlen Stürme in den Wahlzellen folgen müssen, bis solche Parteien, auf das reduziert sind, was ihre außerparlamentarische Gesinnungskameraden sind, außerparlamentarische und vor allem wieder regierungsferne Gesinnungskameradinnen …

Für solche Stürme bedarf es wenig. Für solche Stürme bedarf es alles. Es bedarf Qualitätswählerinnen und vor allem Qualitätswähler, von denen in einem Kapitel bereits gesprochen wurde, freilich ohne Hoffnung, ohne Zuversicht, was Österreich betrifft …

Kurz von den Zurückgekommenen des Wolfgang Dvorak-Stocker, Verleger der Biographie des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich

Von Wolfgang Dvorak-Stocker durfte in seiner geschichtlichen Ausführung erfahren werden, wer nicht an der Front dienen und wer keine Leistung am Feld und im Stall erbringen — die „Krüppel“.

Gesinnungsgemäß beziehungsweise identitärgemäß ist von Wolfgang Dvorak-Stocker, wenn er anhebt zur identitären Geschichtserzählung, nicht zu erfahren, wie die Menschen aus dem Krieg heimkehrten, wenn sie überhaupt aus dem Krieg heimkehrten, wenn sie nicht ihr Leben auf dem Feld der Habsburg lassen mußten. Als Kriegszitterer, als Schüttelneurotiker.

Das blieb den Menschen, die von Wolfgang Dvorak-Stocker „Krüppel“ genannt werden, erspart, auch noch als Kriegszitterer heimkehren zu müssen.

Gesinnungsgemäß erzählt Wolfgang Dvorak-Stocker in seinem Aufriß der Geschichte nicht davon, daß es, gemessen in geschichtlicher Zeit, nicht viel später nicht dabei belassen werden sollte, die „Krüppel“ einfach dort leben zu lassen, wo sie lebten, sondern ihnen eine gesinnungsgemäße Lösung ebenfalls zugedacht wurde, weil, wer nicht an der Front dienen kann, keine Leistung am Feld und im Stall erbringen kann, weshalb sollte solch ein Mensch …

Wer noch zurückblieb, weil diese Menschen nicht an der Front zu dienen brauchten, nicht in von Blut, Urin, Kot und wohl auch Sperma überschwemmten Schützengräben waten mußten, und zugleich auch keine Leistungen im Stall und am Feld zu erbringen brauchten, die erwähnt identitärgemäß Wolfgang Dvorak-Stocker nicht, dabei hätte er sie sogar mit Namen nennen können, aber diese sind in solchen Gesinnungsgeschichtserzählen keine „Krüppel“, und sie sind es auch nicht, sondern …

Eine dermaßen stockerische ehrenreiche Geschichtserzählung, das fällt zu „Krüppel“ zwangsläufig sofort auch noch ein, die davon berichtet, welche „menschlichen Hindernisse seit 1492 zu überwinden waren in der Eroberung der ganzen Welt“, verdient die Empfehlung des österreichischen Bundesheeres „Truppendienst“ …

Solch ein Verlag kann und muß in großrechter Traditionspflege nur auf den Schild …

Die zurückgebliebenen Krüppel des Wolfgang Dvorak-Stocker, des Verlegers der Biographie vom zurzeitigen Vizekanzler in Österreich

„Zurückgeblieben sind […] die, ja sagen wir mal, Krüppel, diejenigen die nicht wirklich an der Front dienen konnten, aber die natürlich auch nicht eine große Leistung am Feld und im Stall erbringen konnten.“

So wird in Österreich im 21. Jahrhundert gesprochen, wenn der in Österreich ehrenreiche Leopold-Stocker-Verlag zur einhundertjährigen Feier seiner Landwirtzeitschrift lädt. So spricht Wolfgang Dvorak-Stocker, wenn er von der einhundertjährig ehrenreichen Geschichte seiner unternehmerischen Familie den Geladenen berichtet, auf den Krieg von 1914 bis 1918 zu sprechen kommt, aufzählt, wer in den Krieg zog, wer zurückblieb.

Für Wolfgang-Dvorak-Stocker blieben die „Krüppel“ zurück, die nicht an der „Front dienen konnten“ und auch „am Feld und im Stall nicht eine große Leistung erbringen konnten“.

Wie wohl Wolfgang Dvorak-Stocker die Menschen nennt, die nicht mitgehen, nicht an seiner Seite mit seiner identitären Gesinnungskameraderie marschieren, wenn es gilt, hinaus …

Bei diesem Übermaß an gesinnungsgemäßer Tradition kann verstanden werden, daß der zurzeitige Vizekanzler in Österreich seine Biographie vertrauensvoll in die von der harten Schollenarbeit gefurchten Hände dieses Verlegers legt …


Identitäres Jubiläum: 20 Jahre Regierungsunfähigkeit und Regierungsunwürdigkeit

An diesem 24. April 2019 ist Claus Pándi zur Erkenntnis gelangt: „Die Freiheitlichen sind nicht regierungsfähig.“

Das zeichnet Claus Pándi als österreichischen Qualitätsjournalisten aus, bereits nach sechzehnmonatiger schwarzidentitärer Bundesregierung öffentlich zur Erkenntnis zu gelangen, „regierungsfähig sind die Freiheitlichen nicht.“

Vor zwanzig Jahren konnte, kaum daß die schwarzblaue Bundesregierung angelobt war, in der Tageszeitung „Wiener Zeitung“ gelesen werden:

»Seit knapp einer Woche wird mir der Aufenthalt in Costa Rica zum Ärgernis; denn die hiesige kommentarlose und also reine Medienberichterstattung mit täglichen Aufmachern über die aktuellen politischen Vorgänge in Österreich genügt als Beweis dafür, dass von Österreich aus nichts gelenkt werden muss, wie so oft und gerne behauptet wird. Nicht die internationalen Medien zerren Österreich in das denkbar schlechteste Licht, sondern einzig die FPÖ und ihr Steigbügelhalter Wolfgang Schüssel ruinieren die internationale Reputation Österreichs aufs Widerwärtigste. Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden. Wodurch wieder einmal mehr der Beweis erbracht ist, dass im Anfang die Biedermänner gefährlicher sind als die Brandstifter. Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.«

Wortident, aber gekürzt auch in der Tageszeitung „Kurier“. Ob es sich dabei, im Grunde eine Nebensächlichkeit, um denselben Verfasser handelt, kann nicht gesagt werden, wird dieser doch einmal als Bernhard Kraus und einmal als Bernhard Kraut geführt …

Vor zwanzig Jahren war also bereits klar, aber nicht dem schwarzen Parteiobmann, der wohl spätestens im letzten Wintermonat 1999 seinen Plan für eine schwarzblaue Koalition zu zeichnen begann:

„Die Idee der ÖVP, mit der FPÖ, einer auch ohne internationale Proteste nicht regierungswürdigen und -fähigen Partei, zu koalieren, kann nur als Wahnwitz aufgrund von Machtgier und Verantwortungslosigkeit bezeichnet werden.“

Bereits bei der Angelobung im Februar 2000 und ohne daß die schwarzblaue Regierung überhaupt noch zum Regieren gekommen wäre, war das klar:

„FPÖ: nicht regierungswürdige und -fähige Partei.“

In den vergangenen zwanzig Jahren ist die FPÖ nicht regierungswürdiger und nicht regierungsfähiger geworden.

Kurz gesagt: Jubiläum.

20 Jahre Regierungsunwürdigkeit, 20 Jahre Regierungsunfähigkeit.

„Mit den Ereignissen über die Osterfeiertage“ scheinen die Jubiläumsfeierlichkeiten der FPÖ ihre ersten Höhepunkte erreicht zu haben, gesinnungsgemäß und dem Anlaß zwanzig Jahre Regierungsunfähigkeit und zwanzig Jahre Regierungsunwürdigkeit höchst recht angemessen.

Hat sich in diesen zwanzig Jahren in der FPÖ irgend etwas getan? Doch, doch, ja doch, auch die Gesinnungsfernen haben ein Anrecht darauf, nicht ungerecht behandelt zu werden.

Die FPÖ wurde eine identitäre Partei.

Auch Österreich hat Anspruch auf eine gerechte Behandlung. Es hat sich etwas getan in Österreich. Doch, doch, ja doch. Österreich hat nun eine schwarzidentitäre Bundesregierung … also kurz zusammengefaßt: das ist die Veränderung, wie sie in Österreich verstanden wird.

Sonst aber geht es in Österreich zu, wie vor … es könnte alles, was damals geschrieben wurde, zum Beispiel in einem Roman, wiederholt werden, die alten Kapiteln einfach noch einmal hinzugefügt werden, sogar ohne die Mühe, die Namen zu tauschen, sind Namen doch nur, wie es so schön heißt, Schall und Rauch …

Der einzige Mensch, der sich über das österreichische Brauchtum der Veränderung, die in anderen Ländern als Unveränderung bekannt, freuen könnte, und es wird ihm gewünscht, daß er sich freuen kann, ist Bernhard Kraus oder Bernhard Kraut, weil dieser im Angesicht dieses zurzeitigen Österreichs sich vorkommen muß wie im damaligen Österreich, als er dies schrieb von der freiheitlichen Regierungsunwürdigkeit und identitären Regierungsunfähigkeit, mit dem wohligen Gefühl, zurück in Costa Rica zu sein, diesmal aber klug genug, keine Zeitungen mehr aufzuschlagen, die ihm seinen Aufenthalt je noch zu einem Ärgernis …

Das ist ihm zu wünschen, auch wenn er ein von Hoffnung aufgeweichter Narr ist, und das ist er, wenn er schreibt:

„Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.“

„Das wird nichts mehr.“ Schreibt Claus Pándi. Wie recht er doch hat: Das wird nichts mehr, in und mit Österreich.

Claus Pándi scheint ebenfalls einer seltsamen Hoffnung erlegen zu sein, wenn er in Norbert Hofer und „Herbert“ Fuchs „Ausnahmen“ sehen will … gerade Norbert Hofer, der —

Und gerade Hubert Fuchs, der seinen Herren mit Millionen es im Schlaf weiter geben will …

Was wohl Bernhard Kraut oder Bernhard Kraus zur Erkenntnis von Claus Pándi schreiben würde? Vielleicht. Österreich bräuchte nicht nur Qualitätsjournalistinnen, sondern auch Qualitätswählerinnen … und eines Tages werde es in Österreich, auch in Österreich, sogar in Österreich, diese Qualitätswähler geben, die nach Jahrzehnten endlich erkennen, daß eine identitäre Partei ob ihrer Regierungsunwürdigkeit und ihrer Regierungsunfähigkeit je keine wählbare Partei ist, und soher die Qualitätswähler solch einen Satz für immer obsolet machten:

„Daher kann die Konsequenz aus diesem nationalen wie internationalen Debakel nur der Rücktritt von Wolfgang Schüssel als Kanzler und Parteiobmann sein, dem eine sofortige Koalitionsaufkündigung durch die ÖVP folgen muss.“

In Österreich? In Österreich! „Das wird nichts mehr.“

Forderungen, geschickt an das Christkind

„I call on the Sultanate of #Brunei to withdraw the death penalty by stoning f homosexual acts between consenting adults. The same goes for other countries which have the same cruel & inhuman laws. No one should be criminalized based on their sexual orientation or gender identity.“

… und das Christkind, eben dabei das Osterhasenfell überzuziehen, antwortet nebenbei: „Ich sage mir, besser Diktator sein als schwul.“

Ja, das sind die rechten Worte, um gemeinsam in recht großem Ernst so recht überzeugend ein Mahnmal für ermordete …

Zwischendurch sind Reisen angesagt, zu Menschen, die Werte haben, auf die der Bundeskanzler recht großen Wert …

Und in der Heimat zieht das osterhasenbefellte Christkind noch eine Krachledernde wieder und wieder über und träumt davon, es würden ihm in Steintafel geschlagene Forderungen tagsüber vor sein Tirolerhaus getragen werden …

„Schickt die Lesben, Schwulen und Perversen in den Steinbruch“ …

„Steinigung …“

„Die Homowerber und der Holocaust“ …

Und ist bei Tag die Nachtarbeit getan, freuen sich alle schon auf die verschwitzten Körper, die diesmal, ach, wie oft muß bis dahin noch geschlafen werden, recht besonders schweißglänzend sein werden, wenn sie den Bällen hinterher … aber es kann auch sein, daß bei diesem Spiel nur ein Ball zum Spielen, jedenfalls wird vom Publikum dies stets behauptet, bei diesem Spiel je nur einen Ball gesehen zu haben …

Österreich: „Neonazi-Razzien in ganz Österreich“

Wie nun wohl geredet wird, in diesem Gesinnungsbund? Manche werden vielleicht meinen, die Wohnung, das Haus, das Schloß von Dugin, hätte er in Österreich ein Haus, ein Gut, eine Ritterburg, hätten sie niemals nicht durchsucht. Und wenn doch, müßte nicht erst untersucht werden, ob der duginische Granatwerfer funktionsfähig – sein Granatwerfer ist einsatzbereit …

Wie nun wohl gehofft werden wird, in diesem Gesinnungsbund? Na, hoffentlich hat Zungl schon alle siebzehn Para 9 Millimeter verschenken können, ehe die Polizei sie … bestimmt hat Zungl am Ball in der Hofburg schon alle siebzehn Para 9 Millimeter … ah, bei Zungl werden sie, die Polizei, gar nicht gewesen sein …

Welche Fragen sich nun wohl stellen werden, in diesem Gesinnungsbund. Vielleicht, wie lange das Hayek-Institut jetzt warten muß, um etwa einen Bachheimer wieder zu einem Referat einzuladen … ach, nicht lange, bald schon ist alles wieder beruhigt, geht alles wieder seinen gesellschaftlichen Gang, seinen österreichischen Gang … vielleicht bittet Barbara Kolm, jetzt als Vizepräsidentin, ihn in die österreichische Nationalbank zu einem Vortrag, und er, Bachheimer, kommt dann in Begleitung von Dugin …

In Deutschland, hingegen in Österreich …

Das ist das Aufregende an Romanen, aber auch das Mühsame, es müssen oft viele Kapiteln gelesen werden, in denen nicht Neues über eine Figur zu erfahren ist, aber dann kommt plötzlich ein Kapitel, und es ist von einer Figur etwas zu erfahren, das bislang nicht bekannt war, und oft sind die Schreibenden von Romanen selbst am meisten überrascht, etwas aus der Vergangenheit einer Figur zu erfahren, das ihnen bisher nicht …

Und ganz besonders trifft das auf einen Roman der Wirklichkeit zu. Ach, in wie vielen Kapiteln kommt die Figur Alexander Höferl vor, wird von ihr erzählt, auch davon, daß sie eine nicht unwichtige Rolle bei der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei … aber, daß sie auch deren „Chefredakteur“ war, vor Hans Becker Sothen, nun, das wurde erst jetzt im April 19 beim zufälligen Finden einer Bildunterschrift von dieser Figur bekannt.

Es ist lange her, daß „Unzensuriert-Chefredakteur“ Höferl Kolm interviewte. Das war 2011. Es hat sich seit damals viel verändert, nein, nicht verändert, der eine und die andere sind etwas geworden. Barbara Kolm ist inzwischen Vizepräsidentin der Österreichischen Nationalbank, Alexander Höferl irgendwas beim Innenminister. Und Jürgen Elsässer? Nun, in Österreich Referent vor jenen Menschen, vor denen zu sprechen, auch dem Innenminister ein recht hoher Wert ist.

„Als Interviewpartner haben wir den deutschen Publizisten Jürgen Elsässer und die Generalsekretärin des Hayek-Instituts, Barbara Kolm gewonnen. Zwei sehr gegensätzliche Charaktere: Während Elsässer im Herzen ein Sozialist geblieben ist, preist Kolm im Geiste […] fordert eine Neudefinition der Staatsaufgaben, auf dass auch die Ausgaben der Republik – und damit die Steuern – drastisch sinken mögen. In der Beurteilung der Ereignisse rund um den Euro stimmen die beiden dennoch überein.“

Und in Deutschland, Jürgen Elsässer? Ein Name unter vielen Namen, wie Kubitschek, Höcke, Sellner, Stein, Schachtschneider … Elsässer, bei diesen Namen, auch bei diesem fallen Begriffe wie Antisemitismus, werden Bewegungen genannt wie Pegida, Parteien wie AfD

Eine ehrenreiche Gesellschaft … Würde diese Gesellschaft in Deutschland einen Ball geben und zu diesem die Staatsspitze von Deutschland einladen, die Staatsspitze würde nicht hingehen, sie käme sich wohl zu wenig ehrenreich unter diesen Ehrenreichen vor. In Österreich hingegen fiebert vor allem ein Staatsspitzenmann wohl das ganze Jahr über dem nächsten Ball entgegen …

Sich von einem Schachtschneider beraten zu lassen, nun, dafür dürfte sich in Deutschland die Staatsspitze nicht klug genügen fühlen, hingegen in Österreich …

Kubitschek, in Deutschland ein „Salonfaschist“, in Österreich Referent und Fernsehgast … Kubitschek, prominent auf einem Buchdeckel: eben erst vor kurzem beworben für eine Schrift des Eckart der österreichischen Landsmannschaft …

Ein Name darf nicht fehlen, von einem, der einst nach Österreich aufbrach auch zur Beratung der ÖVP: Sarrazin Thilo.

„Alles begann am 30. August 2010. Damals veröffentlichte der SPD-Politiker und Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin sein Buch Deutschland schafft sich ab. Es wurde das meistverkaufte Sachbuch des Jahrzehnts in der Bundesrepublik. Darin behauptet Sarrazin, dass Deutschland seine Zukunft durch ungesteuerte Migration aufs Spiel setzen würde.“

Die Quelle dieses Zitates finden Sie in der Collage. Gemeinsame Auftritte von Sarrazin mit der Staatsspitze gibt es in – Österreich, in Deutschland hingegen …

Kubitschek, der Mitfühlende, schrieb den Nachruf auf den verstorbenen Chefredakteur aus dem ehrenreiche Hause der Stockers …

Wer ist in Deutschland schon so klug, sich von einem Höcke die Geschichte erklären zu lassen, so Kluge sind in Österreich nur …

Stein hat Vergangenheitsideen, die in Deutschland verständlicherweise niemand versteht, hingegen in Österreich …

In Deutschland scheint die Staatsspitze wohl das Gefühl zu haben, zu wenig ehrlich zu sein, um der Pegida ebenbürtig zu sein, hingegen in Österreich …

Ach, und in wie vielen Kapiteln wird von Barbara Kolm erzählt, die erahnen lassen, was sie befähigt zur Vizepräsidentin, auch durch den blauen Lobbydunst ist das deutlich zu erkennen, weshalb sie für diese zurzeitige Regierung …

Mit ihr ist in die Österreichische Nationalbank noch ein Mann eingezogen, der … ach, nur weitere Kapiteln, die in einem Roman mühsam zu lesen, aber ein Roman kann sich nicht für seine Kapiteln entschuldigen, es ist die Wirklichkeit, die ihm solche Kapiteln schreibt, wäre die Wirklichkeit nicht so nachsichtig, müßte der Roman nicht so elendig sein …

Um zu einem Ende zu kommen. Alexander Höferl meinte einmal, es hätte bei dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei keinen „Chefredakteur“ gegeben.

Das scheint ein weitverbreitetes Gesinnungsleiden in dieser zurzeitigen Regierungspartei zu sein, nicht einmal über die eigene Biographie genau und kompetent Bescheid zu wissen. Erst letzten Sonntag saß ein weiterer aus dieser Partei mit diesem Gesinnungsleiden im Fernsehen …

… und dennoch glauben sie, regieren zu können, während sie nicht einmal imstande sind, sich selbst zu regieren, profunde Aussagen zu sich selbst zu machen … dabei kann es doch nicht so schwer sein, in einem ersten Schritt, ehe irgendein Amt noch übernommen wird, ein Gedächtnistraining zu absolvieren … Volkshochschulen dürften auch das im Programm haben … das wäre einmal der erste Schritt, erfolgreich ein Gedächtnistraining zu absolvieren, menschgemäß kämen dann noch viele, viele weitere Schritte, zumindest viele, viele weitere Kursbelegungen, ehe überhaupt von einer Reife zur Übernahme eines und sei es das geringste Amt im Staate gesprochen werden könnte …

Startup Regierungsentwurf

Morgens um sieben sind die Rechtklugen in Österreich, mußte schon oft gedacht werden, am klügsten, wie auch an diesem Morgen …

Gernot Blümel: „Wir wollten auch in Absprache mit der Internetwirtschaft verhindern, daß Start-up-Gründungen davon vielleicht verunmöglicht werden.“

Ehe Sie weiterlesen, überlegen Sie kurz, auf was für eine Frage könnte Gernot Blümel diese Antwort gegeben haben?

Richtig! Sie können sich gratulieren, ebenso klug zu sein wie Gernot Blümel.

Und für jene, die nicht so klug wie Blümel sind, kurz: Es ist die blümelische Antwort auf die Frage, weshalb solche „Forenbetreiber“ wie „Unzensuriert“ von diesem geplanten, wie es nun in diesem Regierungsentwurf vorliegt, Gesetz gegen „Hass im Netz“ nicht erfasst …

Die Aussagen von so recht klugen Männern bieten stets mannigfache Deutungsmöglichkeiten. Ist von ihm gemeint, Unzensuriert sei ein Startupunternehmen oder sieht er in den Damen und Herren der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei potentielle Gründer und Gründerinnen von Startupunternehmen, die bereits auf Unzensuriert ihre Gründungsideen ausloten? Die Damen und Herren der Schreibstaffel werden doch stets von vielen motiviert, zu ihren Ideen der …

Etwa Biersauer, ein Herr oder eine Dame mit immer viel Zuspruch zu seinen oder ihren Ideen, auch gestern sie oder er wieder mit einer Startupidee: „Hundefutter“ … „Hundefutter“ allein als Produkt wäre noch keine recht besondere Startupidee, aber in Verbindung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für ganz bestimmte Menschen wird es zu einer recht besonderen Startupidee. Damit aber noch nicht genug. Ein derart motivierter Startupgründer begnügt sich nicht damit. Eine derart motivierte Startupgründerin weiß, eine „Hundefutter“-Startupfirma kann nur dann erfolgreich noch sein, sich nur dann gegen die massive „Hundefutter“-Konkurrenz durchsetzen, wenn sie von diesen bestimmten Menschen nur das Beste „verarbeiten“ …

So durfte auch an diesem Morgen um sieben mit einem Rechtklugen mit Zuversicht der Tag begonnen werden, daß es in Österreich, jedenfalls zur Zeit, nicht zu einer Verhinderung von Startupideen wie die von Biersauer kommen soll …

Schade nur, daß Biersauer unerwähnt läßt, in welchem Landstrich die „Hundefutter“-Fabrik errichtet werden soll, ob es viele kleine Produktionsstätten über das ganze Land verteilt oder ein großer Komplex konzentriert an einem Ort, an dem zwar noch wenige bis gar keine von den Menschen leben, für die diese speziellen Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, nach dieser biersauerischen Startupidee, aber dann, wenn dieser IB-Komplex (IB steht für Industrielle Ballaststofffertigung) errichtet ist, viele, gar alle es an diesen Ort hinziehen würde, soher diese Startupidee auch eine Gegenbewegung zur Landflucht wäre, gar eine ideale Gegenbewegung, durchaus derart attraktiv, es in den Firmennamen aufzunehmen, aber nicht eingeschränkt auf Hundefutter – die Produktdiversifikation muß von Anfang an mitgedacht werden –, sondern kurz: I. G.-Futter …

Das identitäre Bündnis mit dem „Roma-Frage“-Innenminister

Freundlich wird nun breit medial berichtet, es würden sich „rechtspopulistische Parteien“ zu einem „Bündnis“ zusammenschließen.

Und dieses Bündnis „rechtspopulistisch“ zu nennen, ist von einer Milde, für die dieses Bündnis mit dem „Roma-Frage“-Innenminister allen Kirchen dieser Länder Tausende von Herz-Jesu-Kerzen spenden müßte – zum Anzünden unter dem Bilde von E…

Die Lega Nord respektive die Lega, wie zur Zeit kurz sie sich nennt (notieren: nachschauen, ob sie damit einhergehend ihre Farben ebenfalls wechselte) nennt Claudio Magris eine „identitäre Partei“.

Von der FPÖ wird selbst gewußt, daß sie eine „identitäre Partei“ ist, weil es ihre Eigenbeschreibung ist.

Die AfD … Kurz zusammengefaßt: „Brechen Sie mit den Rechtsextremen“ … dazu fordert einer auf, der in dieser Partei mehr war als nur ein einfaches Mitglied … Über das Verhältnis zwischen AfD und außerparlamentarischen Identitären muß nicht besonders geschrieben werden, es wäre nur die gleiche Erzählung wie diese aus Österreich bekannt ist über das Verhältnis und das Ableugnen der FPÖ, mit den außerparlamentarischen Identitärinnen ein Verhältnis, eine permanente Affäre zu haben.

Wenn Sie nun fragen, was hat das Bündnis mit der „Roma-Frage“ zu tun? Fragen Sie den Innenminister. Besser aber, fragen Sie nicht den Innenminister, sondern antworten Sie in allen kommenden Wahlen so, daß seine Parteien bei, um mit Claudio Magris zu sprechen, vier Prozent, nein, daß seine Parteien bei weit unter Prozent zum Stehen kommen.

In dem Land dieses zurzeitigen Innenministers hat es erst vor kurzem wieder einen „Angriff gegen ein Aufnahmezentrum für Roma“ gegeben, im April 19. Es sollen dreihundert Menschen daran beteiligt gewesen, einige Stunden lang soll es gedauert haben. Zum Angriff soll u.a. angestiftet haben: Casa Pound: ein Bund, der auch im Land des weiteren Innenministers nicht unwillkommen …

Sollte Ihnen bei der „Roma-Frage“ als Name des Innenministers Tobias Portschy über die Lippen kommen, so ist es der falsche Name, aber es wäre verständlich, wenn Ihnen bei der „Roma-Frage“ augenblicklich Portschy einfiele, der aber einer ganz anderen Zeit angehört, als die „Roma-Frage“ noch „Zigeuner-Frage“ genannt wurde, eben von Portschy, und von einem Mann, der nach wie vor von „Zigeunern“ schreibt und auch Paragraphen für die Bundesregierung, die aber einer ganz anderen Zeit angehört als …

„Die heutige FPÖ als eine identitäre,

patriotische Partei vermag“ dem zurzeitigen Bundeskanzler dafür die Anerkennung abzuringen, daß sie, die FPÖ, sich von den außerparlamentarischen Identitären distanziert, abgrenzt, während sie, die „identitäre Partei“ als Regierungspartei, mit ihm die zurzeitige Bundesregierung in Österreich …

Diese Selbstbeschreibung der FPÖ als „identitäre Partei“ ist vom Bildungssprecher der FPÖ. Ein Selbstbeschreibungsjubiläum. Vor fünf Jahren bereits verortete der Bildungssprecher seine Partei als eine „identitäre Partei“.

Diese Selbstverortung als „identitäre Partei“ findet Bestätigung durch weitere Mandatare dieser Partei, etwa durch den NR Höbart …

Auch der zurzeitige Generalsekretär der „identitären Partei“ nimmt in seiner E-Mail nicht Anstoß daran, seine Partei als eine „identitäre Partei“ zu bezeichnen, er sieht keine Veranlassung einer Zurechtrückung, seine Partei und sich davon zu distanzieren …

Dafür, daß seine Partei als „identitäre Gemeinschaft“ bezeichnet wird, will ein weiterer Abgeordneter aus dieser Partei keine „Staatsgage“ zahlen. Das ist verständlich. Es ist auch keine Leistung, die Selbstverortung seiner Partei als „identitäre Partei“ kundzutun …

Soll auch noch auf das Kapitel mit einem weiteren …

Auch von diesem besonderen Idealismus, der in dieser Partei vom Bundespressesprecher schriftlich …

Genug.

Wenn es um Identitäre geht, immer wenn Identitärinnen einfallen, erscheint vor dem Auge die Odal-Rune, die ein Mann auf seine Waffe schmierte, ehe er … Und dann muß gedacht werden, wie gut es doch ist, in Österreich, wo ein Künstler nur eine Medaille gestaltet, ein freundlicher Herr, ganz Gouverneur, freundlich Auskunft gibt und Preise freundlich entgegennimmt in einem freundlichen Umfeld …

„Die heutige FPÖ als eine identitäre, patriotische Partei vermag“ es, daß medial breit über die „Verflechtungen zwischen der FPÖ und den Identitären“ diskutiert wird, während die FPÖ eine „identitäre“ …

Da muß doch dem Bundeskanzler Anerkennung für seine Anerkennung der FPÖ, daß sich die FPÖ als „identitäre Partei“ von den außerparlamentarischen Identitärinnen zu entflechten bekundet, gezollt werden, weiß er, der Bundeskanzler, doch auch alles nur aus den Medien, die er, der Bundeskanzler, ja auch liest, wie erst vor kurzem der geschäftsführende Klubobmann der FPÖ sozusagen als Zeuge in einem Interview bestätigte, der Kanzler, so in etwa der Klubobmann, lese ja auch Zeitungen …

Wie gut die Zeitungen sind, in Österreich. Nie hätte sonst der Bundeskanzler wissen können, nie hätte der Bundeskanzler erfahren, was „widerlich“ …

Vielleicht schaltet der Bundeskanzler auch ab und an einen Fernsehapparat ein, vielleicht sogar in der gestrigen Nacht, da hätte er vom Väterchen Rentner des Bildungssprechers …

Ja, das Rentnerväterchen will sich und seiner Partei, sagt er in der gestrigen Nacht, den „Patriotismus“ nicht — das sind andere Kapiteln, aber keine andere Geschichte als die identitäre …

NS Wie gut es ist, in Österreich. Vor allem für die Angestellten. Für die Mitarbeiterinnen, für die Mitarbeiter. Auch um die ging es in der gestrigen Nacht, ob diese nicht, da diese keine Funktionäre, parteipolitisch keine höchsten Staatsämter besetzen, entlassen werden sollten, wenn sie mit den außerparlamentarischen … Ihnen wird, das hat in Österreich Tradition, nicht nur, aber besonders, eine Verantwortung übertragen für …