„Marke Österreich“ – Mit Budgetnot Gott austreiben

Wie die Tageszeitung „Der Standard“ heute berichtet, muß die Neupositionierung der „Marke Österreich“ wegen Budgetrestriktionen verschoben werden – und es ist zu hoffen, für immer. Denn dieses Projekt unter der Führerschaft von dem mittlerweile zum christschwarzen Obmann und Vizekanzler aufgefahrenen Reinhold Mitterlehner ist eines der verlogendsten Projekte, die von den Regierungsparteien sozialdemokratischer und christschwarzer Provinz …

Weshalb es eines der verlogendsten Projekte ist, wurde bereits ausgeführt, und kann hier nachgelesen werden:

Das Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ

Nation Brand Austria - Budgetnot treibt den Herrgott ausEin Projekt also das zum Ziel gehabt haben sollte, das „Kunst- und Kulturland Österreich sichtbarer“ zu machen, aber ohne Beteiligung von Kunstschaffenden ist nicht nur verlogen, sondern zeigt auch den heutigen Stellenwert von Kunstschaffenden in diesem Land auf, genauer, den Nichtstellenwert. Der Kunstbegriff kann sehr weit gefaßt werden, und dann ist auch ein Christoph Schönborn als Künstler zu sehen, ein reproduzierender Künstler, der alte Geschichten nacherzählt, dafür in alte Gewänder schlüpft, dem Altäre die Bühnenbretter sind, auf denen er mit seinem Freund Harvey Herrgott gerne einen lüpft … Jedoch, wenn der Kunstbegriff der derzeitigen österreichischen Regierung derart eng gefaßt ist, reduziert auf die Nacherzählkunst, ist es gut, daß die Budgetnot dieses Projekt zum Scheitern bringt. In diesem Fall ist die Budgetnot positiv zu sehen, denn sie treibt den Hergott aus, und zugleich ist es erbärmlich für einen Staat, der endlich ein tatsächlich säkularer Staat sein sollte, daß Gott nur mit Budgetnot ausgetrieben werden kann. Erbärmliche Regierungspropaganda ist es aber auch, daß die Tageszeitung „Der Standard“ es noch als positiv hinstellen will, daß für die Vorarbeiten nicht die veranschlagten 740.000,00 Euro ausgegeben worden sind, sondern lediglich 586.668,50 Euro, also – anders kann es nicht bezeichnet werden –  hinausgeschmissen worden sind, für nichts, oder dafür, daß Christoph Schönborn mit seinem Freund Harvey noch weitere Auftrittsmöglichkeiten – also noch einmal für nichts und wieder nichts …

PS In diesem Zusammenhang muß wohl auch an die aktuellen Mehrwertsteuerpläne erinnert werden: Höhere Steuer auf Bücher – Das trifft keinen Pröll

Höhere Steuer auf Bücher – Das trifft keinen Pröll

Das könnte sich Finanzminister Hans Jörg Schelling und mit ihm die christschwarze Partei – zuviel gesagt – denken, eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Bücher würde keinen Pröll treffen, und, das ist das Wichtige daran, das würde einen Pröll nicht verärgern, denn wer schon ein Buch hat, läßt eine Erhöhung der Steuer auf Bücher kalt, vor allem dann,  wenn zugleich der Schweinsbraten weiter billig heiß genossen werden kann.

Damit ist aber mit keinem Buchstaben für eine Mehrwertsteuererhöhung auf Lebensmittel das Wort geschrieben.

Was die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Bücher, Zeitungen, Kunstwerke, Theater- und Konzertkarten auslösen würde, ist leicht zu beschreiben.

Erstens ist es abstoßend.

Finanzminister Hans Jörg SchellingEs ist diese Gedankenlosigkeit abstoßend, weil auf der einen Seite wird in diesem Land sekündlich über Bildungsverlust gejammert und händeringend nach Rezepten gegen den Bildungsniedrigstand gesucht. Und nun sollen die notwendigen Mittel zur Erhöhung der Bildung höher besteuert werden. Eine höhere Besteuerung der Bildungsmittel wird die Bildung in diesem Land explodieren lassen. Ein Schelling ist der Schelling nicht, und mit dieser Feststellung, ist der derzeitige Finanzminister noch freundlich besprochen.

Dabei wird noch nicht einmal von den Büchern der sogenannten schönen Literatur gesprochen, sondern nur von den Büchern, die beispielsweise während eines Studiums für das Studium angeschafft werden müssen. Der allseits bekundete Wille zur Anhebung der sogennanten Akademiker- und Akademikerinnenquote in Österreich wird in nie erträumte Höhen aufsteigen. Bald wird es in Österreich einen einhundertprozentigen Anteil von Akademikerinnen und Akademikern geben. Dafür muß bloß ein Parameter in der Zählung geändert werden: Ist der Landesvater ein Akademiker, so sind alle seine Untertanen und Untertaninnen auch mit einem akademischen Grad Ausgezeichnete und mit Herr Doktor unabhängig vom Geschlecht anzusprechen, wie in der guten alten Zeit, als die Frau eines Doktors automatisch eine Frau Doktor war.

Und eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für Zeitungen – wer wird noch Qualitätszeitungen lesen müssen, diese werden dann ja ohnehin von, nein nicht von dem Schelling dieser Tage gelesen, sondern von dem Herrn Doktor aus dem Land der bewaldeten vier Viertel, und für seine als Herr Doktor Angesprochenen bleiben die zwei Umsonsten, aus denen sie sich die schönen Bildchen ihrer Landesväter ausschneiden können. Andere Zeitungen wird es dann wohl bald nicht mehr geben. Aber das trifft keinen Pröll, auch keinen anderen Landesvater, die können sich dann immer noch Die Welt einfliegen lassen.

Und die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Kunstwerke … Nun, wo sind noch Kunstwerke? Gibt es denn überhaupt noch welche, außer die von Schiele und Klimt schon verkauften. Das Ansehen des Landes kann durch die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes nur regelrecht explodieren. Bald wird nicht nur mehr von einem Kunst- und Kulturland Österreich gesprochen werden, sondern von dem Klimt-und-Mozart-Schiele-Land gesprochen werden können. Wie neidisch werden dann andere Länder sein, die weiter mit der madigen Bezeichnung Kunst- und Kulturland ihr Dasein fristen werden müssen.

Zweitens ist es abstoßend.

Es ist diese Einfallslosigkeit.

Wer muß denn auch noch in das Theater? Die Schmiere gibt es ohnehin kostenlos. Täglich. Diesmal aber nicht vom historischen Schelling, sondern beispielsweise auch von dem dieser Tage, wie immer sie oder er heißen mag und auftritt auf dem Heuboden Zur Bundesregierung.

Drittens ist es abstoßend.

Es ist dieses Starren auf Zahlen, und dabei nicht einmal Zahlen lesen zu können, vor allem im Hinblick auf ein größeres Ganzes.

Auch eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für den Personenverkehr, also für den öffentlichen Verkehr, soll kommen. Was für eine glorreiche Idee. Wie wird das die Kommunikation in diesem Land befördern? Wenn dieses Land ein vollkommen entbuchtes und zeitungsloses Land sein wird. Die Kommunikation unter den Menschen ist dann gut vorstellbar. In den Händen die ausgeschnittenen Landesväterbilderchen aus den zwei Umsonsten, aus ihren Autos einander Auto! Auto! Auto! zurufend, Busse und Straßenbahnen drehen leer ihre Runden, und jene, die zu Fuß gehen müssen, weil sie sich die Fahrscheine für den öffentlichen Verkehr nicht mehr leisten werden können, aber auch kein Auto, werden beim Anblick der Autos stehenbleiben und rufen: Auto! Auto auch! Auch Auto! Haben! Auto!

Viertens ist es abstoßend.

Weil es bereits jetzt abstoßend genug ist, bevor die Erhöhung dieses Mehrwertsteuersatzes überhaupt in Kraft getreten ist. Deshalb, weil es möglicherweise bloß noch eine steuerrechtliche Anpassung an die Wirklichkeit in diesem Land ist.

Fünftens ist es abstoßend.

Anstatt in diesem Bereich über Senkung des Mehrwertsteuersatzes nachzudenken, etwa auf unter fünf Prozent, wie es diesen in einigen Ländern gibt, um beispielsweise steuerrechtlich Bildung, zu der ursächlich Kunst, Kultur, Literatur in ihren mannigfachen Ausprägungen gehören, zu fördern, aber auch den öffentlichen Verkehr, will steuerrechtlich dafür gesorgt werden, daß alle dort ankommen, wo der Schelling dieser Tage schon ist: auf dem Heuboden, natürlich nicht ganz, sondern auf dem für sie hergerichteten Heuboden unter dem Heuboden, auf dem – auch – er trampelt.

Ein Mehrwertsteuersatz von einem Prozent für Bücher, Zeitungen, Theater und so weiter und so fort wäre tatsächlich förderlich, darüber hinaus mehr als angemessen, wird etwa bedacht, daß ausgerechnet ein Lieferant von Büchern mit einem Steuersatz von einem Prozent für alle Einnahmen in Europa …

Sechstens ist es abstoßend.

Siebentes, es bleibt dabei, ist es abstoßend.

Achtens, es kann nichts anderes gesagt werden, ist es abstoßend.

….

Neuntens …

Zehntens ist es abstoßend.

Die Schaffung eines Landes mit Menschen in Agonie. Denn. Der Mehrwertsteuersatz für Medikamente soll niedrig, begünstigt bleiben die Medikamentenhinwendung, die Hineintreibung eines ganzen sogenannten Volkes in den absoluten Medikamentenrausch zur totalen Betäubung und Handlungsfähigkeit …

Elftens ist es abstoßend.

Wird auch daran gedacht und erinnert, was unentwegt begünstigt wird, während zugleich Förderungen im Bereich der Wissenschaft gestrichen werden:  Erhöhungen der Absetzbarkeit der Kirchensteuer

Zwö…

Tabu-Schlagzeile in Österreich: „FPÖ – ‚Wiederbeleben des Faschismus'“

Es wird viel geschrieben, die Medien schreiben nicht wenig, es gibt Aufregungen, es gibt Empörungen, und doch scheint es in Österreich ein Tabu zu geben, nämlich nicht zu schreiben, wie es tatsächlich um die identitäre Gemein-Schaft bestellt ist und was diese Gemein-Schaft wiederbestellen will.

Faschismus wiederbeleben - Zur Zeit FPÖ - NR Wendelin MölzerEs wird eine Schlagzeile in einem der nach Österreich bemessenen Größe großen Medium nach wie vor vermißt, die lauten könnte: „FPÖ – ‚Wiederbeleben des Faschismus'“ … Und genau über das „Wiederbeleben des Faschismus“ wird nachgedacht, und das nicht irgendwann, vor beispielsweise acht Jahren, sondern im September 2014, wie hier bereits am 29. September 2014 darüber geschrieben wurde.

Stattdessen, wie gerade aktuell wieder, gibt es große Aufregung über einen „Hitlergruß“ von einem jungen Mann im Niederösterreichischen, genauer, es gibt große Aufregungen über ein acht Jahre altes Bild, auf dem dieser junge Mann, damals wohl siebzehn oder achtzehn Jahre alt, zu sehen ist, mit der einschlägig bekannten erhobenen Hand …

Es kann darüber nun spekuliert werden, weshalb das für österreichische Medien berichtenswert ist, aber das Nachdenken über ein „Wiederbeleben des Faschismus“ für keine Zeile berichtenswert empfunden wird.

Spekulation eins: Der Wissensstand in den österreichischen Medien ist bereits derart katastrophal, daß mit dem Wort „Faschismus“ nichts mehr angefangen werden kann, und es gerade noch gewußt wird, daß ein „Hitlergruß“ nichts Gutes ist.

Spekulation zwei: Die österreichischen Medien nehmen an, daß der Wissensstand ihrer Leser und Leserinnen bereits derart katastrophal ist, daß diese mit dem Wort „Faschismus“ nichts mehr anzufangen wissen, und sie gerade noch wissen, daß ein „Hitlergruß“ nichts Gutes ist.

Spekulation drei: Es wird mit den Berichten über den „Hitlergruß“ bewußt versucht, es in das Lächerliche zu ziehen, im Grunde der FPÖ Schützenhilfe zu leisten. Denn zum einen ist ein „Hitlergruß“ selten so eindeutig als „Hitlergruß“ festzumachen, zum anderen, wie aus der Vergangenheit allzu bekannt, ist es ein leichtes, sich herauszureden, also keinen „Hitlergruß“ entboten zu haben. Darüber hinaus, ein „Hitlergruß“ allein belebt noch keinen Faschismus. Auch im aktuellen Fall ist es nicht anders. Wenn diesem jungen Mann nichts anderes vorgehalten werden kann, als ein acht Jahre altes Bild, für das er seine ihn in einem günstigen Licht erscheinenden Erklärungen bereits abgegeben hat, wird nichts anderes bewirkt, als eines, nämlich der Zulauf zu jenen, die im Verfolgen ihrer abgründigen Interessen und Ziele, ständig propagandieren, es herrsche in diesem Land „Meinungsterror“. Es möchte gar nicht gewußt werden, wie viele in diesem Land diese Aufregungen um den „Hitlergruß“ bereits lächerlich finden, es abtun als Gekreische der als „Gutmenschen“ Denunzierten.

Spekulation vier: Es sind in diesem Land sowohl Medien als auch ihre Leser und Leserinnen derart oberflächlich, daß über dieses ernste und gefährliche Thema bloß noch mit schreiend grellen Schlagwörtern kommunizert werden kann, wie eben mit diesem „Hitlergruß“. „Faschismus“, „Euro-Faschismus“, gar das „Wiederbeleben des Faschismus“ regt nicht auf, empört nicht mehr. Zum Glück, muß gesagt werden, regt der „Hitlergruß“ auf – noch …

Spekulation fünf: Es ist den sogenannten Bildungsnahen in den Medien unangenehm, weil es bei diesen Personen sich nicht um sogenannte Bildungsferne handelt, die jungdumpf die Hand strecken, sondern um Hochgebildete, wie, um einen aktuellen Beispielgeber zu nennen, es Rolf Kosiek ist, der eben mit einer Festschrift Gewürdigte. Die „Zur Zeit“ wünscht der „Feder für Deutschland weiteste Verbreitung“ …

Spekulation sechs: Werden die Eigentumsverhältnisse der österreichischen Medien berücksichtigt und zusätzlich Verbandelungen und Akkordierungen zwischen Medien und Politik, ist es womöglich noch abtrünniger. Wo das Nachdenken über ein „Wiederbeleben des Faschismus“ stattfindet? Es ist in der „Zur Zeit“. In der „Zur Zeit“, die von einem freiheitlichen Abgeordneten geführt wird. Es ist in der „Zur Zeit“, in der gewähltes Spitzenpersonal der FPÖ in jeder Ausgabe mit Beiträgen vertreten ist: Abgeordnete, Landräte und so weiter und so fort. Sich also mit diesem Quell- und Schreiborgan des Spitzenpersonals der FPÖ breitest zu befassen, etwa unter der oben vorgeschlagenen Schlagzeile, statt beispielsweise mit einem jungen Bezirkspolitiker und einem acht Jahre alten Bild irgendwo in der niederösterreichischen Einöde, hieße, die FPÖ als das zu beschreiben, was sie ist, eine nicht wählbare und eine auf keiner politischen Ebene regierungsfähige Gemein-Schaft. Aber das geht nicht. Denn die FPÖ wird noch gebraucht, für mögliche Koalitionen, auch auf Bundesebene, vor allem von der ÖVP und mit Abstrichen durchaus auch von der SPÖ, wird etwa an die eine und andere Landesorganisation …

Es wäre schön, wenn all diese Spekulationen wenigstens ein für österreichische Verhältnisse großes Medium zunichte machen würde, mit Beiträgen unter der oben erwähnten Schlagzeile, die in Österreich ein Tabu zu sein scheint. Es muß auch nicht auf das hier je Geschriebene Bezug genommen werden, oder gar als Quelle genannt werden. Darauf wird absolut kein Wert gelegt. Es soll aber endlich klar und deutlich und offen geschrieben werden. Journalisten und Journalistinnen finden aber hier genügend Material, das sie verwenden können, das sie als eigene Recherchen ausgeben können. Es ist aktuelles Material, nicht von vor beispielsweise acht Jahren. Es sollte jetzt über das aktuelle Material geschrieben werden, und nicht erst in drei, vier oder fünf oder acht Jahren, oder dann vielleicht noch später, weil zwischenzeitlich die FPÖ bereits wieder einmal in der Bundesregierung gesessen sein wird, mit keinem anderen Erfolg, also Nichterfolg, wie seinerzeit gemeinsam mit der von Wolfgang Schüssel geführten christschwarzen Partei.

Journalistinnen und Journalisten könnten, ein Vorschlag, vor allem mit den letzten hier veröffentlichten Beiträgen von November und Oktober 2014 beginnen, um so schnell zu den Originalquellen zu kommen. Es muß an dieser Stelle eingestanden werden, gar nicht im Zusammenhang mit der identitären Gemein-Schaft breit erwähnt werden zu wollen, denn das schon als Beschmutzung des eigenen Namens empfunden. Weshalb es dann Journalisten und Journalistinnen der sogenannten klassischen breiten Medien abverlangen? Es ist ihre Arbeit, mehr, auch ihre Aufgabe breit und umfassend zu berichten, zeitnah, relevant …

„Braune Festschrift für einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“ – Empfohlen als „Fundgrube für jeden Lehrer, jeden Publizisten, jeden Historiker und natürlich auch jeden Politiker“

„Arbeit, Familie, Vaterland“

NR Gerhard Deimek fragt bei „faschistischem System“ nach einem „faschistischen Habsburgerkaiser“

„Ob der verbotene Hitlergruß sich im Alltag überhaupt vermeiden ließe“

„Nazisse Ina Seidel“

Entlastungslied für „Nationalsozialistin Agnes Miegel“

Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz – „Landesverräter“

Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz – „Zum Kotzen“

„Man müßte Pumpguns austeilen“

Alexander Löhr, Kriegsverbrecher

„Heutige FPÖ – eine identitäre Partei“

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

„Identitäre Bewegung“ – Christian Höbart: „Brauchen uns nicht umbenennen“

Alle oben angeführten Beiträge sind nur einige und die aktuellsten Beispiele, diese enthalten Verlinkungen zu weiteren Beiträgen, die nicht über viele und aberviele Jahre Zurückliegendes berichten, sondern beinahe zur Gänze aus 2014. Niemals noch würde es mehr freuen, über österreichische Medien tatsächlich bloß spekuliert zu haben, als in ebendiesem Fall.

„Innenpolitische Wirren“ nennt die Steirische Wirtschaft die christschwarze Diktatur vor 1938

Steirische Wirtschaft - Dollfuß-Diktatur ist gleich innenpolitische Wirren

„5 Jahre faschistische Diktatur mit dem Verbot aller Parteien, Einrichtung von Lagern für politische Gegner und unliebsame Bevölkerungsgruppen wie Bettler als ‚innenpolitische Wirren‘ abzutun, halte ich für ein ziemlich starkes Stück!“

Aus Graz schickte diese Woche ein Leser einen Ausschnitt aus der „Jubelbroschüre der Wirtschaftskammer Steiermark“ vom 12. November 2014 zu, weil er meint, in dieser werde ein „interessantes Geschichtsbild“ transportiert, und nicht nur durch die identitäre Gemein-Schaft

Alles was dazu gesagt werden kann, ist von ihm in seiner E-Mail bereits geschrieben worden:

„Als Beispiel schicke ich Ihnen einen Auszug aus einer Jubelbroschüre der Wirtschaftskammer Steiermark, mit der alle Haushalte der Steiermark diese Woche ‚beglückt‘ wurden,

Unter einem Artikel, der vom Chefredakteur mit geschrieben wurde, findet sich eine Zeitleiste von 1914 bis heute, In der Zusammenfassung der Jahre 1918 bis 1945 finden sich folgende schöne Sätze:

‚… bis zum Schwarzen Freitag 1929. Nach innenpolitischen Wirren und dem Bürgerkrieg marschiert Adolf Hitler 1938 ein.‘

5 Jahre faschistische Diktatur mit dem Verbot aller Parteien, Einrichtung von Lagern für politische Gegner und unliebsame Bevölkerungsgruppen wie Bettler als ‚innenpolitische Wirren‘ abzutun, halte ich für ein ziemlich starkes Stück!“

Bleibt bloß noch die Frage, wer hat diese „Zeitleiste“ erstellt? Der interviewte Historiker Stefan Karner wird es wohl nicht gewesen sein, oder, wird gehofft, er hat die Wirtschaftskammer Steiermark beim Erstellen dieser „Zeitleiste“ nicht einmal beraten …

Und diese Zusendung aus Graz läßt unweigerlich wieder daran denken, wie in der christschwarzen Partei Jahr für Jahr immer noch Leopold Kunschak mit einem Preis ehrend gedacht wird … Aber auch an den Aufmarsch in der Wiener Innenstadt im Juni 2014 mit dem Kruckenkreuz der „Innenpolitischen Wirren“

„Österreich will … Internet nehmen“ – Ein Lachanfall

Als in der Tageszeitung „Kurier“ am 25. Oktober 2014 der Artikel „Österreich will IS-Terroristen die ‚Waffe‘ Internet nehmen“ gelesen wurde, setzte augenblicklich ein schallendes Gelächter ein, das erst heute, 28. Oktober 2014, aufhörte und verhinderte, dazu bereits früher etwas schreiben zu können, denn der ganze Körper wurde von diesem Lachen derart gebeutelt und geschüttelt, daß die Hände drei Tage lang zum Schreiben nicht eingesetzt werden konnten.

Hauptauslöser für diesen Lachanfall war wohl in erster Linie diese Passage aus dem Artikel:

„Kernpunkt der Ideen: Eine Behörden-Hotline zu Google. Wenn vom Innenministerium künftig ein Video gemeldet wird, sollte es in ‚Echtzeit‘ aus dem Netz verschwinden. Google Europa muss mit dem US-Eigentümer zwar noch Details abklären, doch Mikl-Leitner ist zuversichtlich: ‚Durch unser Gespräch konnten wir erreichen, dass in Zukunft terroristische Inhalte noch schneller vom Netz genommen werden. Dazu wird in Kürze eine Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium und Google/YouTube gestartet.‘ Es sollen mit Google Präventionsvideos entwickelt werden, die zielgruppengerecht eingesetzt werden können. Mikl-Leitner: ‚Damit können wir Online-Medien auch zur Deradikalisierung nutzen.“

Österreich will FPÖ Internet nicht nehmenEin recht schöner Erfolg von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Ihren Erfolg schmälert vielleicht ein wenig der Umstand, daß die Eigentümerin von Google Europe nicht die identitäre Gemein-Schaft ist. Dann hätte sie wohl mit ihren Gesprächen nichts erreicht. Seit dem 14. September 2014 ist auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft ein IS-Propagandavideo abrufbar – in „Echtzeit“ seit weit mehr als einem Monat, in „Echtzeit“ auch heute noch, am 28. Oktober 2014. Möglicherweise gab es aber mit der identitären Gemein-Schaft doch schon ebenso erfolgreiche Gespräche, und bespielsweise das Video von den Videos, die in „Echtzeit“ aus dem Netz verschwinden“ sollen, ist zugleich das erste entwickelte „Präventionsvideo“. Wenn eine potentielle Koalitionspartnerin, wie eben die identitäre Gemein-Schaft, der christschwarzen Partei, ein derartiges bereits seit rund eineinhalb Monaten in „Echtzeit“ laufen läßt, kann das menschgemäß nur ein „Präventionsvideo“ sein, das „zielgruppengerecht zur Deradikalisierung“ eingesetzt wird. Die Schreibstaffel und Kommentarstaffel der für die christschwarze Partei hoffnungsreich nächstmöglichen Regierungspartnerin gesinnungsgemäß zensierten Website belegen beinahe täglich den ihren recht ordentlichen Beitrag zur „Deradikalisierung“. In den Artikel vom „Kurier“ wurden dafür ein paar Beispiele montiert. Die gesamten Texte dieser Beispiele können Sie hier nachlesen, wenn Sie etwa nach „Unzensuriert“ oder „Schreibstaffel“ oder „Pro NRW“ oder „He.-Chr. Strache“ oder „Identitäre“ oder „Wiederbeleben des Faschismus“ suchen …

Wiener Abdullah-Blödheitskarussell – Angetrieben von Bandion-Ortner und Schieder

Andreas Schieder zeigt sich schockiert von der „Blödheit“ der ehemaligen Justizministerin und dreht das Wiener Abdullah-Blödheitskarussell weiter, indem er sich blöd stellt, nichts von den „Steuerprivilegien“ gewußt haben zu wollen, und dreht weiter am Wiener Abdullah-Blödheitskarussel, es wollen ihm, Andreas Schieder, immerhin Staatssekretär für Finanzen in der Zeit der Gründung des Abdullah-Zentrums, die „Steuerprivilegien“ nicht klar gewesen sein, und mit dieser seiner Blödstellung dreht er weiter am Abdullah-Blödheitskarussel, indem er damit alle Menschen in Österreich der Blödheit zeiht …

Wer kann in Österreich von einer derartigen Blödheit befallen sein, zu glauben, daß ein genau zur Gründung und Eröffnung des Abdullah-Zentrums amtierender Staatssekretär für Finanzen nichts von den „Steuerprivilegien“ gewußt haben kann, zumal es sich bei diesem Abdullah-Zentrum nicht um eine medial unbeachtete Gründung einer Jausenstation im Hausruck handelte, sondern um eine, wie gesagt wird, höchste Staatsangelegenheit?

Abdullah Zentrum - Privilgien und Immunitäten

Vertrag Abdullah-Zentrum: „Privilegien und Immunitäten“

Sogar hier wurde vor Jahren bereits über die Privilegien geschrieben … Wenn also einer kurz vor der Pension stehenden Person, die bei einer Zeitungspapierzulieferfirma beschäftigt ist, seit Jahren es klar ist, worum es bei diesem Abdullah-Zentrum geht, dann muß ein nun zwar nicht mehr amtierender Staatssekretär für Finanzen und jetzt als eingesetzter Klubobmann einer auch für das Abdullah-Zentrum mitverantwortlichen Regierungspartei …

Und wie lange hat Andreas Schieder gebraucht, um von der „Blödheit“ der ehemaligen Justizministerin endlich schockiert zu sein? Im Grunde, Jahre. Denn vor Jahren gab es von der ehemaligen Justizministerin schon eine Aussage im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum, mit dem sie das Abdullah-Blödheitskarussel bereits in Gang setzte, als sie sagte, das Abdullah-Zentrum habe nichts mit Politik … Dann bleibt dafür, daß Andreas Schieder die „Steuerprivilegien“ nicht klar waren, nur noch eine Erklärung …

Und vielleicht noch eine zweite. Er ist Österreicher und soher treuer Anhänger eines Österreichs, für das eines nationsbildend war und weiter nationscharakteristisch ist, nämlich das  Nichts-Gewußt-zu-Haben-und-Nichts-zu-Wissen, genauer: das Als-ob-Nichts… Plötzlich wird wegen einer „Blödheit“ das Abdullah-Zentrum in Frage gestellt, als ob nicht seit jeher gewußt wird, was für ein Staat Saudi-Arabien ist … Wahrscheinlich wird von der höchsten Staatsspitze¹, die vor Jahren den Brief aus Saudi-Arabien im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum erhielten … was für einen Brief? wer? wann? Wird vielleicht noch auf der Post liegen … Jetzt wird vielleicht dieser Brief in den Staatskanzleien auftauchen, ja, und dann aber, sofort reagiert …

Zur Nachlese:

Abdullah-Center – The King and Spindelegger

¹ A letter from Saudi Arabia – Where Dialogue Center is simply and democratically called: Secret Police

Headquarters with terror camp of Religions at Vienna?

IS – Saudisches Königshaus und Abdullah-Zentrum in Wien

Der mordende Hilflose in der Wüste

Gipfel der Kurzsichtigkeit – Mikl-Leitner und Kurz werden reden mit Google, Youtube … und FPÖ

Gipfel der Verhetzung

NR Barbara Rosenkranz, Kolumnistin der von der identitären Gemein-Schaft unzensurierten Website.

Selbstverständlich nicht mit der FPÖ, mit der identitären Gemein-Schaft werden sie nicht reden, also nicht reden über Hass, nicht reden über Hetze, nicht reden über das Aufhussen¹ der Menschen gegeneinander … Worüber die christschwarze Partei mit der identitären Gemein-Schaft reden wird, spätestens aber nach der nächsten Nationalratswahl recht bestimmt und recht konkret, ist über eine Zusammenarbeit, über eine Koalition, darüber werden sie miteinander reden, zusammen eine Bundesregierung … Wenn, wenn vor allem die Wähler und weniger die Wählerinnen die identitäre Gemein-Schaft mit so vielen Aufhußstimmen weiterhin wählen sollten

Dabei gäbe es jetzt sehr viel zu reden, gerade jetzt und vor allem rechtzeitig zu reden, vor allem mit den Wählern und mit den Wählerinnen, aber auch mit der identitären Gemein-Schaft, in diesem konkreten Zusammenhang besonders über deren Verantwortung für ihre Medien als in die Parlamente, in die Landtage, in die Gemeinderäte gewählte Partei …

IS Propagandavideo auf freiheitlicher Unzensuriert seit 14-09-2014

IS-Propagandavideo seit über einem Monat auf der Website „Unzensuriert“.

Darüber zum Beispiel, daß die Website der identitären Gemein-Schaft seit einem Monat für die Wüstengottmordbande kostenlos wirbt, indem seit einem Monat ein Enthauptungspropagandavideo zum Ansehen und Anhören bereitstellt. Gesinnungsgemäß wird der Zweck auch diesmal dafür sein, die blutrünstigen Phantasien der eigenen Schreibstaffel anzuheizen, die Propaganda der Wüstengottmordbande für die eigene Propaganda einzusetzen. Und die Schreibstaffel nimmt es dankbar auf und lebt ihre Blutrünstigkeit – noch – verbal aus … Aber möglicherweise ist das nicht der einzige Grund, Propaganda dieser blutrünstigen Gottbande zu verbreiten, wird bedacht, wie viele Meinungen … wenn beispielsweise an die Aussagen von Firas H. gedacht wird, könnte gemeint werden, zu hören einen

Darüber zum Beispiel wäre mit der identitären Gemein-Schaft ebenfalls zu reden, über die staats- und gesellschaftsbedrohenden Kommentare der Schreibstaffel auf dieser Website, die nicht wenig Zustimmung erfahren

FPÖ - Unzensuriert - IS Propaganda seit über einem Monat

„… Drecksgesindel und vierteilt sie. [D]iese Werwölfe des Islam auslöscht.“

Darüber zum Beispiel wäre mit der identitären Gemein-Schaft auch zu reden, was es heißt, wenn in der von einem freiheitlichen NR geführten ZZ vom „Wiederbeleben des Faschismus“ geschrieben wird – nicht irgendwann vor langer langer Zeit, sondern im September 2014

Und so weiter und so fort … Wer noch weiterer Beispiele für die Dringlichkeit des Redens bedarf, findet diese auch hier – einfach nach „Unzensuriert“ oder „Schreibstaffel“ oder „Kommentarstaffel“ oder „Zur Zeit“ suchen …

Aber überall das wird die christschwarze Partei mit der identitären Gemein-Schaft nicht reden, denn die wird ja noch gebraucht, für Gespräche über eine … Aber vielleicht, ist zu hoffen, denken vor allem die Wähler nach, Wählerinnen weniger, die sind schon weiter, so daß das einzige Gespräch zwischen christschwarzer Partei und identitärer Gemein-Schaft noch sein kann, darüber zu reden, in einem Wirtshaus unter einem Hergottswinkel, alle in Tracht, wie es gewesen wäre, gemeinsam wieder in einer Bundesregierung zu sitzen, wie es recht danach aussah, dafür genügend Aufhußstimmen, und wie dann doch die Wähler und Wählerinnen enttäuscht haben …

Besser für die Menschen in diesem Land ist es aber, wenn Wähler und Wählerinnen der identitären Gemein-Schaft den Traum vom elitären Reich platzen läßt, als umgekehrt …

¹ Was NR Gerhard Deimek von der FPÖ zu „Vierteilen“ einfällt

Die Woche nach dem Fest

Nachdem von der „Fraktion Sozialdemokratische GewerkschafterInnen“ vorbildhaft reagiert und also das unpassende Getränkeplakat augenblicklich entfernt wurde, wie nachzulesen ist, und auch die Entfernung sogleich publik gemacht wurde, war es damit nicht abgetan.

Im Gegenteil.

Es wurden die Mitteilungen über die sofortige Entfernung und die sozialdemokratische Entrüstung über dieses Getränkeplakat schlicht nicht zur Kenntnis genommen, vollständig ignoriert.

Es wurde die harsche und harte Kritik aus sozialdemokratischen Reihen an diesem einen Getränkeplakat an einem einzigen Stand vollständig ignoriert.

Haxenspreizer - Rasche und vorbildhafte Erledigung

Thomas Waldner am 29. Juni 2014: „Grauslich. Ich kümmere mich darum.“ Andrea Brunner nicht einmal eine Stunde später an Thomas Waldner: „Danke.“

Nicht einmal zehn Minuten bedurfte es für die Reaktion des Projektleiters des Donauinselfestes, das heißt, kaum daß Thomas Waldner die Information über dieses Getränkeplakat las, antwortete er ohne zu zögern, in der Sekunde antwortete er: „Grauslich. Ich kümmere mich darum.“ Nicht einmal eine Stunde bedurfte es für den Dank der sozialdemokratischen Bundesfrauengeschäftsführerin an Thomas Waldner, daß er es „grauslich“ findet und sich darum kümmert.

Und Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kümmerten sich tatsächlich sofort darum, ohne Ausrede, ohne nach Entschuldigungen zu suchen, ohne andere dafür verantwortlich zu machen, zum einen durch sofortige Entfernung, zum anderen durch ihre klare und unmißverständliche Ablehnung eines derartigen Getränkeplakates, auch durch Androhung von Konsequenzen für jene, denen ein solches Getränkeplakat passend erschien für ein Fest.

Mit dieser raschen und vorbildhaften und – wer das parteipolitische Agieren in diesem Land kennt, wird dem wohl zustimmen – für österreichische Verhältnisse im Grunde untypischen Reaktion hätte gemeint werden dürfen, die ganze Angelegenheit mit diesem unpassenden Getränkeplakat ist damit bestens und für alle zufriedenstellend gelöst, geklärt und erledigt.

Im Gegenteil, ganz und gar im Gegenteil.

Mit dieser vorbildhaften Klärung und raschen Erledigung begann, um das Wort von Thomas Waldner aufzugreifen, erst die tatsächliche Grauslichkeit.

Die Grauslichkeit der Ignoranz. Die Grauslichkeit der Häme. Die Grauslichkeit parteipolitischer Reflexe.

Wer dem beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Twitter ein wenig nachgeht, wird es nachvollziehen können. Was alles geschrieben wurde, nach der vorbildhaften und raschen Erledigung. Und vor allem, von wem. Es waren keine sogenannten Bildungsfernen. Es waren jene, die sich selbst wohl äußerst gebildet wähnen, während sie sich in dieser Sache – und diese ist wahrlich nicht die einzige – als die Ungebildetsten entblößten, die aber das Heil in der Bildung sehen, freilich in der Bildung der sogenannten Bildungsfernen, auf die sie herabsehen, die sie als eine ihnen zuzusehende und ihnen zu applaudierende Masse betrachten, bestimmt nur zu einem, von ihnen geführt und gesteuert zu werden. Und dementsprechend sieht dieses Land auch aus, sind die Gegebenheiten und die Verhältnisse in diesem Land, wie sie sind – grauslich.

Heute, nach einer Woche der Grauslichkeit, ist der Respekt vor den Leserinnen und Lesern nahezu auf den Nullpunkt gesunken. Dafür ist auch die unheilvolle technische Einrichtung der Statistik verantwortlich, die grausam auflistet, welche Beiträge von wie vielen aufgerufen – aufgerufen ist das richtige Wort, gelesen werden, das kann nicht geschrieben werden. Tausende stürzten sich, wie die Statistik ausweist, auf den ersten Beitrag vom 29. Juni 2014 zu diesem Getränkeplakat, wie Betrunkene lallten sie wohl kirchtagslustig und sabbernd vor ihren Maschinen: Hahaxenspreiz… und schenkten sich dabei vielleicht einen Aperol Spritz … Wie wenige, wie erschreckend wenige, auch das weist die Statistik grausam aus, hingegen informierten sich, von diesem ersten Beitrag ausgehend, weiter darüber …

Auf derartige Aufrufer und Aufruferinnen kann leicht verzichtet werden. Die Scham darüber, derartige Aufruferinnen und Aufrufer mit einem Beitrag bedient zu haben, ist groß.

Haxenspreizer - Heute sieht Eklat - wo nur vobildhafte Erledigung war

Die Umsonst „Heute“ schreibt noch Tage später von einem Eklat, aber in Wahrheit gab es keinen Eklat, sondern nur eine rasche und vorbildhafte Erledigung.

Nachdem die Statistik noch weiter sehr viele Aufrufe für den ersten Beitrag zu dieser seit einer Woche erledigten Sache ausweist, kann es nicht einfach ignoriert werden und unkommentiert … Daß die Umsonst „Heute“ noch am 3. Juli 2014 von einem „Haxenspreizer-Eklat“ schreibt, war noch zu ignorieren, von einem Medium der gutter press ist nichts anderes zu erwarten, als das, zu schreiben, was nicht ist. Aber es soll die gutter press nicht all zu sehr gescholten werden, jedenfalls die in Österreich, wird dabei auch an die sogennanten Qualitätszeitungen in diesem Land gedacht; wie schnell wollte eine Journalistin einer solchen wissen, ob es denn ein Bild gibt, auf dem der FSG-Stand klar zu erkennen ist mit dem …

Chronologie der nach der Erledigung einsetzenden Grauslichkeit – für jene, die nicht nur aufrufen, sondern auch lesen:

29. Juni 2014: Donauinselfest 2014 – FSG bietet „Haxenspreizer“ um 2,60 an

30. Juni 2014: Alfred Hoch spreizt seine Beine und rutscht geistig aus

1. Juli 2014: Haxengespreizte FPÖ-Aussendung – Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun österreichischen Hymnen

1. Juli 2014: Bild-Diebstahl der Umsonst „Heute“ – Widerrechtliches Verwenden des „Haxenspreizer“-Fotos

Haxengespreizte FPÖ-Aussendung – Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun österreichischen Hymnen

Es muß zur Aussendung der freiheitlichen Gemein-Schaft nichts Neues geschrieben, mit der sie nun versucht, allen voran der namentlich angeführte Johann Gudenus, sich als sogenannte politisch korrekte Partei zu positionieren, indem sie bei anderen „tiefsten Sexismus“…

Haxenspreizer und neun Hymnen sind neu zu texten

„… wundert sich Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus. Er fordert eine offizielle Distanzierung der Parteispitze …“

Aber durch das Veröffentlichen von Donauinselfest 2014 – „Haxen – Spreizer“ am letzten Sonntag, 29. Juni 2014, muß wohl die Verantwortung dafür übernommen werden, daß der christschwarze Landesgeschäftsführer Alfred Hoch deswegen seine Beine spreizte und geistig ausrutschte, auch dafür, daß die Umsonst „Heute“ deswegen einen zweifachen Bild-Diebstahl begehen mußte, und schließlich dafür, daß, als ob es nicht schon genug wäre, die freiheitliche Gemein-Schaft auch noch als sogenannte politsch Korrekte …

Als die FSG am Sonntag in der Sekunde, wie im Beitrag über den ausgerutschen Alfred Hoch nachgelesen werden kann, reagierte und also ohne Zeitverlust, ohne Ausreden dieses Getränkeplakat augenblicklich von diesem einen Stand entfernte, wurde gedacht, es werde keine weitere Aufregung mehr geben. Es ist erledigt. FSG und SPÖ haben augenblicklich scharf dieses Getränkeplakat kritisiert und denen Konsequenzen angedroht, die dieses Getränkeplakat anbrachten, viel schärfer und eindeutiger und ablehnender als es hier am letzten Sonntag geschrieben wurde.

Es wurde also gedacht, nachdem FSG und SPÖ derart vorbildlich die Angelegenheit bereinigte, werde über das Eigentliche … Denn, wenn etwas lohnt, darüber breitest zu diskutieren, dann tatsächlich darüber, daß, wie am Sonntag geschrieben wurde, auch ein Andreas Gabalier den Vorschlag favorisiert, neun offizielle Hymen in Österreich neu zu texten, also die Bundeshymne und acht Landeshymnen. Denn über diese neun Hymnen ist tatsächlich zu reden, nicht nur über deren Inhalte, sondern auch über deren Verfasser und Verfasserinnen

NS Über das Frauenbild der freiheitlichen Gemein-Schaft muß – und vor allem kann – nichts Neues geschrieben werden, lediglich zum Beispiel verwiesen werden auf folgende Texte, deren Titel bereits alles über den Stellenwert der Frau in der freiheitlichen Gemein-Schaft aussagen:

Das Idealbild freiheitlicher Funktionäre: Die stumme Frau

Pädagogik und Frauenbild der Freiheitlichen sind aus der Zeit der Kriegserziehung

Freiheitlicher He.-Chr. Strache und freiheitliche „Unzensuriert – Jungen Haifisch auszuwildern“: Gegen Frauen

NNS Erschreckend an dieser Geschichte ist, wie viele kirchtagslustig sabbernd – und das sind nicht die sogenannten Bildungsfernen, wie vor allem auf der Plattform des Unternehmens Twitter gelesen werden kann – auf das Wort „Haxenspreizer“ aufspringen, während beispielsweise ignoriert wird, daß sich die freheitliche Gemein-Schaft als „identitäre Bewegung“ sieht:

Koalition mit der identitären freiheitlichen Gemein-Schaft.

Oder worüber tatsächlich es lohnte, zu reden, aufzuzeigen, für wen diese freiheitliche Gemein-Schaft tatsächlich rennt, immerhin eine Organisation, die in aktuellen Wahl-Meinungsumfragen an erster Stelle …

Auch freiheitliche Gemein-Schaft will nur Paläste und eine Rolex – aber nicht für ihre Wähler und Wählerinnen

Alfred Hoch spreizt seine Beine und rutscht geistig aus (Fortsetzung „Haxenspreizer“)

Alfred Hoch, Landesgeschäftsführer der christschwarzen Partei in Wien, vermeint mit dem „Haxenspreizer“ der gesamten SPÖ ein schwarzes Frauenbild unterstellen zu können. Aber an diesem Donauinselfestwochenende hat bloß er seine Beine weit gespreizt – und ist geistig ausgerutscht. Möglicherweise war es für ihn selbst ein Vergnügen, für andere reicht sein Ausrutscher nicht einmal zu einem Schmunzeln.

Aber es muß Alfred Hoch die Dimension dieser Geschichte dennoch zurechtgerückt werden.

Alfred Hoch und das christschwarze FrauenbildEs war ein Getränkeplakat auf einem einzigen Stand der FSG. Das Hunderttausende am Samstag nicht wahrgenommen haben, wohl nicht einmal gesehen haben. Aber kaum, daß es am Vormittag des nächsten Tages der FSG und der SPÖ bekannt wurde, ist sofort reagiert worden, dieses Getränkeplakat ist also sofort abgehängt worden. Wobei es aber, wie von sozialdemokratischer Seite zu lesen war, nicht belassen sein soll, es werde deswegen auch noch Konsequenzen geben.

Dieses Getränkeplakat – von einer sozialdemokratischen Mandatarin schriftlich als „sexistischer Dreck“ explizit eingestuft, der „unentschuldbar“ ist – auf einem Stand der FSG wurde nicht für einen Wahlkampf eingesetzt, sondern von ein paar Personen aus der FSG, die auf dem Donauinselfest einen Stand betrieben und wohl der irrigen Meinung waren, ein derartiges Getränkeplakat passe bestens zur „fokussierten Dummheit“ einer Kirmes. Aufgrund der vielen Reaktionen, vor allem auf der Plattform des Unternehmens Twitter, wurde bald auch gedacht, es wäre besser gewesen, das über den „Haxenspreizer“ nicht zu schreiben, es einfach bei der erfolglosen direkten Intervention am Samstag auf dem Stand der FSG belassen zu haben.

SPÖ reagiert sofort - Sebastian Kurz macht Karriere

FSG und SPÖ reagieren in der Sekunde mit Entfernung des „Haxenspreizer“-Getränkeplakats – Sebastian Kurz macht Karriere.

Jetzt, mit Blick auf den Ausgerutschten, wird gedacht, es war doch gut, über den „Haxenspreizer“ zu schreiben. Um nun zu ihm hinunter fragen zu können, wie sieht es denn bei der christschwarzen Partei aus? Wie sieht es denn bei der christschwarzen Partei mit Konsequenzen aus?

Getränkeplakat der ÖVP

Das Getränkeprogramm des Sebastian Kurz.

Die christschwarze Partei, und in diesem Fall darf tatsächlich von der gesamten Partei zurecht gesprochen werden, macht mit, um noch einmal die sozialdemokratische Funktionärin zu zitieren, solch einem „sexistischen Dreck“ Wahlwerbung und erhöht es zu ihrem Wahlprogramm, verkauft politisch mit solch einem „sexistischen Dreck“ Ideen, die an und für sich gut sind. Und was sind die Konsequenzen? Sebastian Kurz wird Staatssekretär, Sebastian Kurz wird Außenminister, Sebastian Kurz wird wohl auch noch der nächste christschwarze Obmann, vielleicht aber nicht mehr Vizekanzler werden. Denn beim Vizekanzler hängt es doch sehr davon ab, wie Wählerinnen und Wähler das nächste Mal sich entscheiden werden, und es sieht ganz danach aus, daß die gesamte christschwarze Partei ausrutschen wird. Sebastian Kurz wird damit einen Michael Spindelegger als Obmann ablösen, der schon einmal den Eindruck hatte, die Damen an den Kassen seien mit ihrer Bezahlung nicht unzufrieden … Und hinzuzufügen ist noch, in der christschwarzen Partei fallen derartige Wahlwerbungen und Ideenverkäufe nicht alten, hochbetagten, sabbernden Männern mit dem Rosenkranz in der zittrigen Hand aus dem Hochgebirge ein, sondern sehr jungen Männern aus der einzigen Millionenstadt dieses Landes, und diese sind der Hochgebirgswaldpartei einzige Hoffnungsträger …

Um es kurz und bündig abzuschließen. Ein Getränkeplakat macht noch keine FSG, keine SPÖ, aber ein „Geil-o-Mobil“ eine ganze ÖVP.