„Erinnern Sie sich an gar nix?“

Martin Thür: Herr Dr. Van der Bellen, Sie bewerben sich um eine zweite Amstszeit. Ihr Wahlspruch beim letzten Mal war ja: „Mutig in die neuen Zeiten!“ Ein Mut, den viele Kommentatoren dieser Tage bei Ihnen vermißt haben. Wo hat man ihn bei Ihnen in den letzten fünf Jahren gesehen, bemerkt?

Der Kandidat: Das überrascht mich jetzt etwas, weil da wohl ein Mißverständnis über das Amt eines Bundespräsidenten dahinterstehen muß. Um eine Metapher zu wählen. Der Bundespräsident, wenn er am Meer stünde, schaut auf den Horizont hinaus und überlegt sich, was mittel-, langfristig sein sollte, sein könnte, worauf er reagieren wird und er wird nicht jede einzelne Welle im Auge haben, die sich da vor seinen Augen kräuselt. Also aus der Tagespolitik, finde ich, nicht vollkommmen, aber doch weitgehend heraushalten und sich auf die wesentliche Dinge konzentrieren.

Wie können sich Kommentatorinnen nur so schuldig machen, durch ihr Mißverstehen des Amtes einer Bundespräsidentin? Wie können sich Kommentatoren nur so schuldig machen, durch ihr Ernstnehmen der Aussage eines Kandidaten? „Mutig in die neuen Zeiten!“ Eine Metapher wohl auch, bloß eine Metapher, vielleicht aber schon mehr, des Kandidaten erstes Gedicht, der in harten Zeiten dem Volke noch fremde Versen zum Trost vorträgt, noch mit fremden Versen Mut …

Mehr Mut, könnte dem Kandidaten zugerufen, Mut zu mehr eigenen Gedichten. Es besteht kein Zweifel darüber, daß ein Mann mit seinen Erfahrungen, mit der Inspiration des Meeres und des Horizonts, ein Alterswerk zu erschaffen imstande wäre, das solitär …

Den Mut hat sich, einfach wie kurz gesagt, dann ein anderer ausgeborgt, und damit war der Mut abgezogen —

Martin Thür: Aber es gibt’s ja doch Entwicklungen in diesem Land, die wahrscheinlich mehr sind, als nur eine kleine Welle, die sich in der Tagespolitik bricht, zum Beispiel die Frage der Korruption. Sie haben heute in der Pressekonferenz das sanierungsbedürftige Parlamentsgebäude so als Gleichnis für die Innenpolitik und den Zustand der Politik erwähnt. Aber was haben Sie denn in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen, daß die Politik in Österreich sauberer wird, demokratischer, korrekter?

Der Kandidat: Ah ja, erinnern Sie sich an gar nix? Na. Äh, muß schon sagen, natürlich waren einzelne Dinge, sagen wir mal, besorgniserregend, als Sittenbild einer Republik. Ich finde, vieles wurde, sagen wir mal, etwas übertrieben. Ich finde, die Justiz arbeitet korrekt. Urteile sind so gut wie keine, mit zwei, drei Ausnahmen vielleicht, noch ergangen. Und für mich gilt im Wesentlichen in solchen Fragen die Unschuldsvermutung, das sage ich Ihnen auch.

Das nächtliche Interview ist vom letzten Montag. 23. Mai 2022. Stunden zuvor gab es an diesem letzten Montag die Pressekonferenz, in der their best man sich erklärte, und er wählte dafür seinen Tag: den Montag, der sein absoluter Leistungstag —

„Erinnern Sie sich an gar nix?“

„Na.“

Wie mutig, tapfer tritt der Kandidat immer wieder, so auch am letzten Montag, dafür ein, daß für Menschen die „Unschuldsvermutung“ zu gelten habe, bis …

Der Horizont am Meer eine Linie, auf die der Kandidat schaut, daß diese nicht für die Falschen überschritten, das ist ihm weder eine mittelfristige noch eine langfristige, sondern eine werk- wie feiertags zu erfüllende Pflicht, ihm „eine spannende Aufgabe“, wie er am letzten Sonntag in einer Presseaussendung verlauten ließ, gehaltvoll: „Ich kann mir nichts Sinnvolleres vorstellen.“ Um diese seine schöne Aufgabe des Einsatzes für die „Unschuldsvermutung“ recht zu würdigen, wird es noch weitere Kapitel …

Heute soll dieses Kapitel mit einer Anmerkung zur Presseaussendung von their best man geschlossen werden, mit der dieses Kapitel zu beginnen war, auch wenn die Anmerkung im Schriftbild nicht am Beginn steht:

Mittelfristig, mehr langfristig, sehr langfristig wird es vielleicht einen Kandidaten geben, der seine Kandidatur mit den Worten bekanntgibt: „Ich kandidiere für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und der österreichischen Bundespräsidentin.“

Their best man hat das in seiner Presseaussendung vom letzten Sonntag nicht geschrieben. Er schreibt: „„Mein Name ist Alexander Van der Bellen, ich kandidiere für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und bitte um […]“ Er spricht durchweg vom Bundespräsidenten als Mann.

Soweit bis jetzt bekannt wurde, 29. Mai 2022, sind es auch bloß Männer, die in dieses Amt drängeln wollen. Er schreibt also der Wirklichkeit nach, und beweist damit seinen Wirklichkeitssinn. Aber wo bleibt für einen am Meer stehenden Mann, der auf den Horizont schaut, der Möglichkeitssinn? Es kann eben, so wird er in seiner Vorstellung sein, dieses Amt nur einem Mann zustehen. Er ist ein Mann, der die Frage, ob es „das Amt des Bundespräsidenten brauche“ Martin Thür für sich endgültig beantwortet hat, für their best man ist die Frage „ad acta“ gelegt: „Es braucht ihn.“

„Mag schon sein, aber was bringt das jetzt?“

Wenn Sie zu raten hätten, in welcher Zeit dieser Satz gesprochen wurde, Sie würden spontan vielleicht sagen: 1945.

Was könnte so einer in Freundlichkeit gemantelte Frageforderung zum Schweigen über das Passierte Argumente geliefert haben, wie könnte so ein Wegfragen begründet worden sein? Es werden wohl Sätze gewesen sein, die ähnlich diesen, dem Inhalt und auch dem Pathetischen nach:

Mag schon sein, aber was bringt das jetzt? Es komme nun darauf an, was „hier und jetzt“ passiere.

Das Zitierte ist nicht aus 1945. Kurz ist es her, daß dies gesagt wurde, im März.

Und was nun hier und jetzt passiere, zu passieren habe, wurde kurz später ausgeführt, im Mai:

„Zuversicht steckt an. Zuversicht steckt an. Zuversicht entfesselt neue gemeinsame Vorwärtsenergien. Wir müssen weiterkommen, wir wollen weiterkommen. Wir müssen daran glauben, daß eine Veränderung zum Guten möglich ist, denn alle Veränderung beginnt mit diesem Glauben. Aber Ibiza war noch lange nicht alles. Alle waren noch dabei, ungläubig den Kopf zu schütteln, über das was möglich war in unserer Republik, und dann kam die Pandemie über uns.

Und die daraus resultierenden ökonomischen Opfer, die wir bringen müssen, sind der Preis für Freiheit […] Zukunft in Frieden […] unsere Wirtschaft auf solide, nachhaltige, zukunftsweisende Beine stellen, stärker, moderner, zukunftsfähiger, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen […]“

Zwischen Ibiza und Pandemie und Krieg doch allenthalben eine Zeit des Verschnaufens, eine Zeit in der nichts geschieht, in diesen harten Jahren doch immer mal wieder auch Momente der Besinnung, für die der Kandidat sorgte, mit seiner Rückbesinnung auf das Gute, Schöne und Wahre, seiner Erinnerung, daß besonders die Lyrik gerade in recht harten Zeiten Zuflucht, Trost, Auszeit —

Und wie gut wußte der Kandidat auch diese Augenblicke der Handlungslosigkeit, der Ereignislosigkeit, des Durchatmens zu nutzen, den Menschen in Österreich ein pflichterfüllter Hirte zu sein, ihnen mit ganzem körperlichen Einsatz beizustehen und zu weisen, was not —

So schön wie die von ihm aufgesagten Verse sind dem Kandidaten die österreichische Verfassung und die von ihm beurkundeten Gesetze …

zukunftsweisender, zukunftsfähiger, also will er zumindest die Wirtschaft, und nennt sich wir, auf solide, nachhaltige Beine stellen, stärker, moderner, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen … die Bundesregierung rannte sogleich zu den von ihm in ein lyrisch gestelltes Bild Sitzenden, und nennt sich nicht wir … von welchem wir spricht wir, wenn wir sagt, wir wollen …

Wir spricht nun, wieder in das Stadium des Kandidaten versetzt, viel von Unabhängigkeit, wir sind unabhängig, und diese seine Unabhängigkeit dünkt dem Kandidaten eine erste positiv benotete vorwissenschaftliche Arbeit auf dem Weg zur Matura, die der mit Zuversicht über Zuversicht angesteckte Kandidat zu bestehen meint, und noch etwas, auch das läßt ihn mit Zuversicht in den Spätherbst blicken, wie viele herzensgute Worte rannen von ihm jenen entgegen, die unabhängig sind, von ihnen weitab zelebrierten Werten, die ganz fern sind von den Werten, die wir in Beschwörungsformeln so eindrucksvoll zu fassen vermögen …

Österreich, wo Geschichte als Posse der Farce sich wiederholt

Es war, 1945, es begann im Grunde schon kurz davor, die Farce, daß Österreich sich als Opfer des deutschen reiches, unschuldig an den Massenverbrechen, an den Massenmorden des Nationalsozialismus …

Wie es zu dieser Farce kommen konnte, ist leicht nachvollziehbar. Es gibt in der Geschichte nichts, das unerklärlich ist. Unerklärlich ist, wenn etwas unerklärlich gesehen werden will, höchstens die Fortsetzung, die, so die unaufhörlichen Beteuerungen, nicht geschrieben werden will

In der Geschichte gibt es nichts, das unerklärlich ist. Es muß bloß stets die Gegenwart herangezogen werden, um verstehen zu können, wie es zu irgendwas in der Vergangenheit kommen konnte.

Die Gegenwart, etwa in Österreich, wo sich eben diese Farce als Posse wiederholt.

Der Kandididat für das Amt der Bundespräsidentin mit seiner Verkündigung vom letzten Montag, weiter Kandidat sein zu wollen, zeigt vor, wie es zur Farce, nun wiederholt als Posse, kommen konnte, wie leicht Teile der Wirklichkeit zum eigenen Nutzen, zum eigenen Vorankommen, zur eigenen Rechtfertigung ausgeblendet werden können.

Schauen Sie, die letzten Jahre waren für uns alle außergewöhnlich hart […] Aber, daß es gleich so dick kommen würde, haben wir nicht vorausgesehen. Erinnert sich noch jemand an Ibiza? Die Ausläufer dieses Skandals beschäftigen uns bis heute. Belasten unsere Republik bis heute. Diese Sittenbilder und ihre Folgen haben das Vertrauen der Österreicherinnen und der Österreicher in die Politik bis ins Mark erschüttert. Ich habe damals gesagt, so sind wir nicht […] Aber Ibiza war noch lange nicht alles. Alle waren noch dabei, ungläubig den Kopf zu schütteln, über das was möglich war in unserer Republik, und da kam die Pandemie über uns, und mit der Pandemie Krankheit, Angst, Sorgen, Sterben von geliebten Menschen Vereinsamung, aber auch Spaltung, Streit, eine Bedrohung für viele unserer Arbeitsplätze, für unsere Wirtschaft insgesamt, für unseren Zusammenhalt, für unser aller Leben. Ein Riß ist damals ins Land gegangen, bis heute vielleicht, er hat sich ins Land gegraben, quer durch Freundschaften und Familien. Die Angst und die Verunsicherung, die in dieser Zeit entstanden sind, mit der werden wir uns noch einige Zeit herumzuschlagen haben. Aber wir müssen sie überwinden, wir wollen sie überwinden, wir werden sie überwinden. Und dann, dann der Kriegswahnsinn. Vladmir Putin hat die Ukraine attackiert. Das Leid und das Elend, daß Putin über die Ukraine gebracht hat, macht uns alle betroffen und es betrifft uns auch alle, ob wir das wollen oder nicht. Der Preis der Freiheit wird zunächst vom ukrainischen Volk bezahlt. Aber auch wir bezahlen gerade einen hohen Preis. Die Lebenshaltungskosten steigen in direkter Folge des Kriegs. Die Preise für Energie steigen in direkter Folge des Kriegs. Unsere Sanktionen gegen Rußland sind unser Einsatz für Freiheit und Demokratie. Und die daraus resultierenden ökonomischen Opfer, die wir bringen müssen, sind der Preis für Freiheit und Demokratie. Aber auch diese Herausforderung werden wir überwinden. Europa sieht seine Zukunft in Frieden und Freiheit. Ein Frieden und eine Freiheit, die wir noch wachsamer schützen und entschlossener verteidigen werden müssen. Wir werden unsere Wirtschaft auf solide, nachhaltige, zukunftsweisende Beine stellen, stärker, moderner, zukunftsfähiger, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen […]

Der Kandidat – zurückübersetzt ins Englische: their best man – will mit seiner Geschichtsschreibung der letzten außergewöhnlich harten Jahre durchkommen, er möchte weiter das Schlafzimmer dienstlich bewohnen; wer könnte es ihm verdenken, die bequeme Macht der Gewohnheit, wer erliegt dieser nicht —

Was wurde nicht alles, obgleich alles gewußt wurde, in der Farce ausgespart, was spart their best man alles, obgleich er alles weiß, in der Posse aus. Seine Geschichte der letzten Jahre, auf die er, wie er sie meint, zu seinen Gunsten sich mit sich selbst verständigt hat: Ibiza, dann die Pandemie, dann der Krieg …

Sie werden sich daran erinnern, was their best man alles ausläßt, was über allem bereits davor, während und weiter Ibiza, Pandemie, Krieg … Ob der parteipolitische Haupttäter, für den im Rechtlichen die Unschuldsvermutung gilt, die their best man jetzt immer anführt, wenn er auf das von ihm Ausgelassene angesprochen wird, sich bei ihm auch für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ bedankt hat, wie their best man bei ihm?

Wenn es nicht um seinen Haupttäter geht, dann war dem Wiederkandidaten die „Unschuldsvermutung“ schon mal kein Anliegen, also nur dann, wenn dieser aus der Ibiza-Partei — Sie werden sich erinnern, wie das mit dem Mann und dem Liederbuch ausging, von dem der Wiederkandidat den Rücktritt verlangte … Es war eben, zusätzlich, ein Fall, mit dem der Wiederkandidat beweisen konnte, wie ernst er all die von ihm besuchten Veranstaltungen nimmt, daß er sich von diesen sehr wohl in seinen Handlungen in der Gegenwart leiten läßt, er zu Recht ein Gedenkabo

Their best man hat, das soll nicht verschwiegen werden, einmal das „Sittenbild“, mit dem er einmal nicht Ibiza meinte, angesprochen, sich sogar, als dafür falsche Person, entschuldigt und zugleich mit der ihm nicht zustehenden Entschuldigung dieses Sittenbild sofort der gesamten Politik angelastet und nicht einzig der dafür verantwortlichen Partei. Es mögen manche diese seine Worte interpretiert haben, als Vorwurf gegen diese eine einzig dafür verantwortliche Partei mit ihrem im Grunde doch kurz gewesenen Obmann. Aber their best man ist kein Philosoph als Staatsmann, das zu interpretieren ist, their best man ist, einfach wie kurz gesagt: schlicht ein Bundespräsident —

Nun begann their best man am letzten Montag seine ihm zur Selbstschmeichelung aufgesetzte Geschichtserzählung mit Ibiza. Das war klar, die FPÖ-Karte muß gezogen werden, wie es seit dem Dezember 2021 klar war, daß er wieder kandidieren wird, als er die Kurzinnenminister-Karte zog.

Their best man ist auch ein Mann, der von der Pflicht spricht, wie im Interview in der letzten Sonnntagnacht. Zur Pflicht gehört der Befehl. Vielleicht war ihm der auch schon im letzten Jahr geäußerte Wunsch eines Mannes, der auch Präsident ist, Befehl, wieder zu kandidieren?

In Anbetracht der Würde und der Höhe dieses Amtes ist es nur billig und recht, nicht alles, was their best man zu seiner Wiederkandidatur am letzten Montag verkündet hat, in einem einzigen Kapitel zu erzählen.

Die Achtung des Amtes erfordert es, dies auf zwei oder drei Kapitel — —

Ein Bild sagt zwar nicht mehr als tausend Worte, aber eine Aufnahme alles …

Es gibt Fotographien, die … es gibt also tatsächlich das berühmte Bild, das zwar nicht mehr als tausend Wörter, aber alles sagt, so wie diese Aufnahme alles sagt, das zu Sebastian B. M. geschrieben werden könnte, so einfach wie kurz …

Wem diese Aufnahme aber nicht reicht, kann an anderer Stelle ausführlich lesen, auch was ergänzend zu —

Es sagt ergänzend auch dies, daß es diesem Mann selbst schmeicheln wird, seinen Namen in einer parlamentarischen Anfrage zu lesen. Und sollte einst der Dritte im Bunde, der auf dieser Fotographie ebenfalls zu sehen ist, Bundespräsident geworden sein, daß dieser sich so heftig mit Menschen, die an einer Hand abzuzählen sein sollten, wünscht, würde Sebastian B. M. drängeln, um auch mit ihm in einer Fotographie festgehalten zu werden, das bloß wiederholte, was diese Aufnahme schon von ihm preisgibt. Vergessen würde dann dafür sein, das gegenseitige wöchentliche Bewerfen mit kaltem Verbaldreck …

In einer dieser Verbaldreckwurfsendungen in der ersten Hälfte des Jahres 2022 sagt Sebastian B. M., gerichtet gegen demonstrierende Menschen, sie sollten gescheiter was hackeln als … Das Enkerl wird, was es ist, sein Großvater der Generation von Müttern und Vätern, die vor allem in den 70er Jahren das von der Hackelei demonstrierenden Menschen entgegenschleuderten, als sie erschreckt —

Das Ergänzende hätte gar nicht geschrieben werden müssen, zu dieser Aufnahme, aber es fällt so vieles ein zu diesem Bild, das alles …

Der Reflexe Sendung

Was könnte über die nun zu Ende gegangene Sendung gesagt werden? An diesem Sonntag, 22. Mai 2022. Im Zentrum der Nacht.

Ein Wort, das genügt:

Reflexgerede.

Und es könnte noch gesagt werden, wer das Reflexgerede exemplarisch verkörpert:

Irmgard Griss.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist nicht nur ein Verbrechen und eine Tragödie, sondern auch der letzte Warnruf an die freie Welt, der auch Österreich angehört. Wenn wir unser Lebensmodell einer unabhängigen, demokratischen und dem Rechtsstaat verpflichteten Gesellschaft beibehalten wollen, müssen wir uns dringlich einer ehrlichen Diskussion stellen, auf welche Weise und mit welchen Fähigkeiten wir uns verteidigen wollen.

Diesmal löst der putinsche Krieg gegen die Ukraine den Reflex des Geredes aus. Für den österreichischen Rundfunk ist der Reflex, eine Sendung zu einem „offenen Brief“ zu machen, der eine Mischkulanz … Allein der oben zitierte Absatz aus diesem Brief läßt es verstehen, daß die Bundesregierung, dabei selbst eine Freundin des Reflexes, bis heute noch nicht darauf geantwortet hat, worüber sich Imgard Griss in der Sendung beklagt, noch keine Antwort erhalten zu haben, als müßte ihr – der ihrem Gehabe nach der Titel gebührte: Großmutter der Nation, Retterin der freien Welt – in der Sekunde geantwortet werden. Wie gütig ihre Augen auf dem ihr beistehenden Großvater Pelinka ruhen, wenn er mit einer wohl nicht ganz redlichen und schlüssigen Argumentation zu beweisen sucht, wie notwendig dies sei, was sie im Brief schreiben, schließlich sei, so Großvater Pelinka, das Nicht-Nato-Land Ukraine angegriffen worden und nicht angegriffen wurden die drei baltischen Nato-Länder …

Reflexsendung zu Reflexgeschreibe — —

Erstarken gewaltbereiter rechtsradikaler Gruppierungen.

Auch das wird in diesem Reflexbrief angeführt, in dem es, so die Unterzeichnenden, um „Neutralität“, „Nato-Beitritt“ geht. In einer Mischkulanz —

Der erste Angesprochene von den Unterzeichnenden ist der Herr Bundespräsident. Zugegeben, der Herr Bundespräsident, verhielt sich – einer sehr zu hinterfragende Neutralität – wohl zu neutral, wenn auch ohne die Gesinnung zu teilen, als er durch seine Angelobung zur Stärkung — —

Wir müssen die sicherheitspolitischen Lehren daraus ziehen, dass sich Österreich energiepolitisch von Russland abhängig gemacht und sich an Putin angebiedert hat – trotz seiner autoritären und menschenrechtsverletzenden Führung, trotz Auftragsmorde in EU-Mitgliedstaaten, trotz kriegerischer Aggressionen.

Diese Lehre wurde doch schon längst gezogen. Was das Gas allein betrifft. So schnell als aus Österreich eilte aus keinem anderen Land die Regierung in die freie Welt, um Österreich energiepolitisch von Putin unabhängig zu machen — —

Diese Mischkulanz hat, übrigens, auch eine Frau unterzeichnet, die in der kurz zurückgelassenen Vergangenheit bereits in einer Krise äußerst kompetent auffiel, sie fuhr hin und erfuhr, was Krieg ist; eine erste Kandidatin für die „Expertengruppe“, der wohl eine Gruppe aber vorangehen müssen wird, zur Klärung, ob auch Expertinnen

Wir schlagen daher eine breit angelegte Debatte über die Zukunft der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor, geleitet durch eine vom Bundespräsidenten eingesetzte unabhängige Expertengruppe.

Die Großmutter zur Rettung der heiligen Nation der freien Welt wird sich noch weiter gedulden müssen, bis sie eine Antwort und vor allem bei der bekannten Reaktionszeit von Großvater Bundespräsident bis dann eine von ihm eingesetzte „Expertengruppe“ oder gar, wenn die Vorgruppe, wobei zu klären ist, wer setzt die Vorgruppe ein, das positiv entscheidet, daß der „Expertengruppe“ auch Frauen …

Von der Nachwelt der „völkischen Nachwelt Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“

Das Frankenburger Würfelspiel. Empfehlung. Eine d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa. Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit.

Klassiker: man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand darüber schrieb. Besitze das Itzinger-Werk UND war 2019 bei der Aufführung in Frankenburg und es gibt erhebliche Unterschiede, die Aufbereitung wird bewusst ständig mild angepasst.
1/

Das gesagt habend: Man skandalisiert seinen Historienroman, den er 1925 herausbrachte, wegen seiner Aktivitäten 1938-45 – man skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot.
2/

„Aus welch einem anderen Dorf als Ried hätte Karl Itzinger auch stammen können, in dem bis in die Gegenwart herauf Menschen sich in eine extremgeistige Stellung bringen“. „Dorf“ wurde 1857 zur Stadt erhoben, ist auch Geburtsort von Karl Öllinger & David Stögmüller (Grüne).^^
3/

Julian Schernthaner gibt keine Empfehlung ab.

Es ist Lothar Lockl vorbehalten, die „Empfehlung“ für „Das Frankenburger Würfelspiel“ auszuschreiben —

„Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit“ auf einer „d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa“ – für Lothar Lockl

Und Julian Schernthaner, der das „Itzinger-Werk be[sitzt]“, ist es ein „Klassiker … man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand schrieb, skandalisiert seinen Historienroman, skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot“ —

„Empfehlung“ und „Klassiker“: beides auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu lesen, das von Lothar Lockl Gelobte vor fünf Jahren, im historischen Jahr des von ihm erfolgreich Verkauften, im Juli 2017, das von Julian Schernthaner fünf Jahre später, im Mai 2022, ein paar Monate vor dem Ende der sechsjährigen Montagamtsperiode des von Lothar Lockl —

Gerade die von Lothar Lockl wohl am erfolgreichsten vertriebene Marke steht zur Zeit in Österreich wie keine zweite für Mahnung an die Geschichte. Bei einer derart gedenkreichen Beschäftigung mit dieser überrascht es dann doch, wie blauäugig empfohlen wird, das vor einhundert Jahren die „völkische Nachwelt“ aufgebracht hat, um ihrer Gesinnung des würfelnden Blutgerichts einen historischen Legitimationsanstrich …

Lothar Lockl empfiehlt ein Stück, wohl dazu verführt, da mit diesem „Unrecht u Unfreiheit“ noch dazu nicht nur auf einer „Natur-Freilichtbühne“, sondern auf einer der „größten Natur-Freilichtbühne in Europa“ gegeben wird – da kann ein dem Grünen verschriebener Mensch sich doch nicht verweigern, eine Empfehlung abzugeben … wäre er aber ein ebenso erfolgreicher Absolvent der Schule der Geschichte wie des Lehrgangs Marketing, er hätte die Empfehlung

Im Gegensatz zu ihm muß Julian Schernthaner die Schule der Geschichte mit Auszeichnung abgeschlossen haben, hat er doch in ihr gelernt, das ist zum Skandal zu machen, was kein Skandal ist, das ist zu verteidigen, was nicht zu verteidigen ist, zu behaupten, es werde verschwiegen, die zu einem Opfer zu machen, die kein Opfer war: die „völkische Nachwelt“ … Es gab wohl einen Bruderzwist in diesem Land, in dem die eine Gesinnung, also die eine Schwester ihre Schwester mit Verboten – verschwiegen wird das jedoch nicht, auch wenn Vorzugsschüler Schernthaner zu behaupten gelernt hat, es werde verschwiegen, daß die Schwester der Schwester vebot, Itzinger und Paumgartten zu verbreiten …

Die Nachwelt – nicht nur Julian Schernthaner – der „völkischen Nachwelt“ hat in der Schule der Geschichte gelernt, daß die „Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“ werden müsse, damit es vor allem von jenen weitergetragen werden kann, die sich nicht mehr in den Spiegel schauen würden können, wüßten sie, was sie empfehlend weiter …

So ist die Ansicht, daß aus der Geschichte gelernt werden kann, doch keine gänzlich falsche, es ist aus ihr zu lernen, wie Unterschlupf zu finden ist, dort Unterschlupf zu finden ist, wo der Verdacht der „völkischen Nachwelt“ nicht aufkommen kann —

Julian Schernthaner bringt durch seine Schreibarbeit für „Die Tagesstimme“, „Wochenblick“, „Freilich Magazin“ wieder Figuren, mit denen er schreibt, zurück, von denen gedacht wurde, sie werden in keinem Kapitel mehr vorkommen, wie Werner Reichel, wie Martin Lichtmesz, wie Hans-Jörg Jenewein, wie die Mutter, deren Sohn … und nun tauchen sie doch wieder mit ihrem gesinnungsgemäßen Wochenblick in einem Kapitel …

Manchmal ändert sich etwas doch, daß gedacht werden könnte, es kann in einem Kapitel von etwas Neuem erzählt werden, aber sogleich stellt es sich heraus, es ist nur der Name, der sich geändert hat, um das Gelernte bewußt umzusetzen, mild angepaßt

Um in diesem Kapitel doch etwas Neues zu erzählen: Vom Magazin mit dem neuen Namen in der Mandellstraße zum Verlag, der so recht unter Verboten zu leiden hatte, in der Hofgasse ist es nur ein kurzer Fußmarsch, in Graz, elf Minuten die für sie recht leicht zu ergehen sind; sie mögen vieles sein, eines sind sie nicht: fußmarod …

Es wird Julian Schernthaner wohl recht freuen, daß die Empfehlung nicht er, sondern Lothar Lockl, der nichts gemein hat mit seiner Schreibkameraderie mit den Magazinen der …

Antisemitismus, Reklame und Umfragen in Österreich: eine Wechselbeziehung —

„Gerald Grosz 42 %, Susanne Fürst 24 %, Alexander Van der Bellen 24 %, Marco Pogo 9 %“

So das Wahlergebnis am Freitag, 13. Mai 2022.

Von diesem Freitag, 13. Mai 2022, an dem auch Antisemitisches auf der Website geschrieben wurde, für die Susanne Fürst eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt.

Ob inzwischen das Antisemitische auf der Website, für die Susanne Fürst, Abgeordnete im österreichischen Parlament, eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, gelöscht wurde?

Am gestrigen Tag, 16. Mai 2022, war es noch veröffentlicht. Ein zweites Mal wurden die Machenden dieser Website auf das Antisemitische auf ihrer Website, für die eine Nationalrätin des Parlaments in Österreich eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, direkt darauf hingewiesen, nach dem 15. Mai also auch noch am 16. Mai 2022. Die Verantwortlichen dieser Website wissen es nun und werden schon wissen, wie sie gesinnungsgemäß mit dem Antisemitischen auf ihrer Website, für die die „Verfassungssprecherin“ Fürst eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, umgehen …

Sie wissen es, wie damit umzugehen ist. Es veröffentlicht zu lassen. Auch am 17. Mai 2022. Nicht nur die zwei antisemitischen Kommentare, sondern auch den Kommentar, ebenfalls seit dem 13. Mai 2022, von Josef, der die erste und einzige Konsequenz des Antisemitismus einfach wie kurz zum Ausdruck bringt: das Morden.

Elendsky dir gehören die Augenlider geschlossen du mit deim Dreckigen Spiel

Da in dem einen antisemitischen Kommentar geschrieben steht, sie würden seit „Menschengedenken gehasst und verfolgt“, ist es nur folgerichtig, treuergeben der antisemitischen Heilsgeschichte daß jener, der Wolodymyr Selenskyj die „Augenlider“ schließen, also ermordet sehen will, sich den Namen „Josef“ gab – nach dem „heiligen Josef“, der für Papst Franziskus „Vorbild der Nächstenliebe“, der für Papst Franziskus „Fürsprecher und Vorbild für alle, die im Alltag, oftmals von der Öffentlichkeit unbemerkt, aufopferungsvoll ihren Dienst …“ Dem Mord vorausgehen muß aber stets auch die Verhöhnung des Menschen, der ermordet werden soll, so wie es am 13. Mai 2022 Josef wieder einmal exemplarisch belegt, auch mit der Verunglimpfung des Namens des Menschen, dem die „Augenlider geschlossen gehören“. Die Namenszerstörung geht der physischen Vernichtung voraus —

Josef formuliert mit seinem Mordaufruf auf der Website, für die eine Abgeordnete des österreichischen Parlaments eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, im Grunde nur eine Variation von „Das Judentum muß nicht vernichtet werden.“

Dieser einfache wie kurze Massenmordaufruf war die Reklame eines österreichischen Verlages, der nun die Bücher eines Mannes mit dem Ehrgeiz, in Österreich Bundespräsident werden zu wollen, verlegt —

Gerald Grosz wird über dieses Wahlergebnis vom Freitag, dem 13. Mai 2022, wohl ganz aus dem Häuschen sein. War er, Grosz, doch schon erst vor kurzem recht illuminiert von einer Umfrage, in der er zwar weit abgeschlagen hinter dem derzeitigen Bundespräsidenten, aber „ohne einen einzigen Tag Wahlkampf“ 19 % für sich lesen konnte, wenn zwischen drei Kandidaten, die ins „Feld“ geschickt“, zu wählen, für ihn immer noch auf 12,5 % bei vier in das Feld geschickte Kandidatinnen; bei dieser Umfrage mit vier Kandidaten 11 % für Susanne Fürst …

Gerald Grosz, einer aus der Familie von Haupt, Hartinger, Kickl, Fürst, der nun so auftritt, als käme er nicht aus dieser Familienschaft, als wäre er nicht Haiders Flaggenträger gewesen, stets bereit dazu, jenen „Stürmer-Qualitäten“ zu unterstellen, die es wagten, sein Vorbild kritisch zu hinterfragen, Kritik an seinem Fürsprecher sei mit „Hetze gegen Juden gleichzusetzen“

Einem Mann – er war für kurz Vizekanzler, wurde dies wohl zum Führungsgedanken, er und seine Gesinnungskameraderie seien die „neuen Juden“ … So ist Gerald Grosz wie Josef – im Gegensatz zu Josef er aber nicht passiv – zu einem Ziehsohn gekommen, der seinen Geistessamen in sich aufnahm und weiter austrug.

Fürst mit einer „regelmäßigen Kolumne“ auf einer Website mit antisemitischen Kommentaren, „Exportschlager“ Grosz mit Büchern in einem Verlag, dessen Exportschlager vor allem in den Jahren, an die mahnend zu denken gerade der derzeitige Bundespräsident nicht müde wird, nicht bloß antisemitische Kommentare, sondern ganze Bücher voll Antisemitismus

„Gerald Grosz 42 %, Susanne Fürst 24 %, Alexander Van der Bellen 24 %, Marco Pogo 9 %“ … Das ist das Ergebnis einer Umfrage einer österreichischen Umsonst-Zeitung, die Lesende zwar kostenlos konsumieren können, aber die doch nicht gratis ist, am 13. Mai 2022.

Es drängt sich die Frage auf, gerade bei diesem Ergebnis von 66 Prozent für Fürst und Grosz zusammen, ob es einen Zusammenhang gibt, eine Beeinflußung der geschalteten Reklame einer Zeitung auf das Abstimmungsverhalten der Lesenden in den Umfragen einer Zeitung gibt, wie beispielsweise bei dieser Umsonst, die am 24. März 2022 Reklame verbreitet für eine Gedenkarmbanduhr für „Hitlers Universalwaffe“, die durch Zwangsarbeit in Gusen …

Im Pool für Hofburgwahl in Österreich: Fürst, Hofer, Kickl und unzensurierter Antisemitismus

Norbert Hofer, ist am 13. Mai 2022 zu lesen, will erst 2028 in den Pool steigen. Wieder für das Amt der Bundespräsidentin erst 2028 kandidieren.

Was war er doch für ein Kandidat, seinerzeit, 2016 …

Er, Hofer, ist es, einfach wie kurz gesagt, knapp nicht geworden.

Regiert hat er in diesem Land Österreich dann doch, wenn auch für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des André Heller, daß „Qualität unser Land regieren soll“, den ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt hat.

Herbert Kickl war noch kein Kandidat für dieses Amt. Es wird gemunkelt, seit Wochen, er könnte selbst in den Pool steigen, bereits in diesem Herbst. Regiert hat er in diesem Land dennoch schon, wenn auch nur für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des Wortvirtousen, daß „Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Qualität, Liebe da oben, unser Land regieren soll“, den hat ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt.

Und diese Regierungswunscherfüllung des Wortvirtuosen muß dem telegenen Poeten besonders gefreut haben, teilt er doch mit ihm, Kickl, die Genauigkeit der Geschichtsbetrachtung …

Herbert Kickl hat seinen eigenen Pool.

Für ihn, Kickl, könnte auch Susanne Fürst um das Amt des Bundespräsidenten schwimmen. Und das schon 2022. Susanne Fürst, die für den kurz Regierenden eine Ikone der Rechtsstaatlichkeit und der Schneid“ ist – Verfassungssprecherin seiner Partei, für seine Partei im „Korruptions-Ausschuss“, auch schon für seine Partei im „ORF-Publikumsrat“ war –, hat darüber hinaus eine „regelmäßige Kolumne“ auf der Website „Unzensuriert“. Sie besitzt also alles, was ein Telepoet sich für „da oben“ wünscht: „Qualität, Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Liebe“.

Hätte der auch wenn für kurz nur seinerzeitige Vizekanzler, der selbst alle diese Eigenschaften aufs vortrefflichste in sich vereint, und dazu noch mit Korruptionsimmunität gesegnet, die der Poet von Regierenden in diesem Land sich gar nicht wünschte, dem Bundespräsidenten Susanne Fürst als Justizministerin vorgeschlagen, Alexander Van der Bellen hätte dem Poeten auch diesen Wunsch aus vollem Herzen dankbar erfüllt, Susanne Fürst „unser Land regieren“ zu lassen …

Susanne Fürst mit einer „regelmäßigen Kolumne“ auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website, auf der seit dem 13. Mai 2022 das veröffentlicht ist, was, einfach und kurz gesagt: Antisemitismus, der auch heute, am 16. Mai 2022, weiterhin veröffentlicht zum Verbreiten …

Es könnte gesagt werden, den Verantwortlichen dieser Website wäre es nicht gesagt worden, sie wären darauf nicht aufmerksam gemacht …

Wie Sie in der Collage lesen können, sie wissen es, sie wissen es auch deshalb, weil es den Verantwortlichen auf der Plattform des Unternehmens Twitter direkt mitgeteilt wurde, am 15. Mai 2022, daß auf ihrer Website Antisemitisches seit dem 13. Mai 2022 – aber bis zu dieser abendlichen Stunde des Montags, 16. Mai 2022, ist das Antisemitische weiterhin veröffentlicht, kann gelesen, weiter verbreitet werden.

Es kann schon sein, daß dieses Antisemitische vom letzten Freitag irgendwann doch gelöscht werden wird. Das kommt vor, daß auf dieser Website etwas gelöscht wird. Das aber kann dauern. Einmal dauerte es vier Monate, es dauerte vier Monate, daß ein Wort der Wiederbetätigung gelöscht wurde, Obmann war damals ein Vizekanzler für kurz …

Bloß, was einmal gelöscht wird, wird wieder geschrieben und erfährt Zustimmung.

Das gelöschte Antisemitische gebiert wieder Antisemitisches, eine Erfahrung, die Verantwortliche dieser Website nicht missen dürften wollen, seit langer, langer Zeit …

Und kann es in einem Land wie Österreich auch anders sein, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk das ausstrahlt, was recht stolze Zustimmung auch der gesinnungsgemäß zensurierten Website erhält, wenn etwa eine Ikone dieser Lagerschaft im österreichischen Fernsehen so dargestellt wird, wie es dieser Partei gesinnungsgemäß gar so recht, recht gefallen muß …