Nazisein in der Beschreibung von FPÖ unzensuriert: „Verwicklungen mit dem NS-Regime“

Und wieder wirbt FPÖ unzensuriert für ihren Schreibkameraden Josef Weinheber. Am 22. Dezember 2017.

Wen soll FPÖ unzensuriert sonst reklamieren. Das ist geklärt. Und es muß dem, was bereits geschrieben wurde, nichts mehr hinzugefügt werden.

Bemerkenswert aber an der neuerlichen gesinnungsgemäßen Reklame von FPÖ unzensuriert ist ihre Beschreibung, was es heißt, Nationalsozialistin und Nationalsozialist zu sein:

Sein später Ruhm, den er für ein „Missverständnis“ hielt, brachte ihn in Verwicklungen mit dem NS-Regime. Aus Anlass des 125. Geburtstags legt das Buch eine vielschichtige Auswahl aus dem Gesamtwerk Weinhebers vor – mit Schwerpunkten auf den legendären Konzeptsammlungen von „Adel und Untergang“ (1934) und „Wien wörtlich“ (1935) bis „Hier ist das Wort“ (1944/47).

Nazi und Nazisse zu sein, heißt für FPÖ unzensuriert also, „Verwicklungen mit dem NS-Regime“ … das sind also „Verwicklungen“, wenn wie er – um beim konkreten Fall Weinheber zu bleiben – 1931 die Mitgliedschaft bei der Nazipartei beantragt, diese bereits 1933 erhält, sieben und fünf Jahre also vor der NS-Totaldiktatur des Massenmordes in Österreich.

Das sind also „Verwicklungen“:

Das Warten auf die Ankunft des „Führers“ mit sakraler Inbrunst begangen. […] Mitglied des Naziliteraten-Zirkels um Bruno Brehm, Mirco Jelusich und Josef Weinheber, in seinen Erinnerungen, ’saßen alle um den Tisch und es war wie in der Kirche. Wir hatten eine blaue Schulvereinskerze angezündet und hatten alle das Parteiabzeichen angesteckt und waren durch das innigste, andächtigste Gemeingefühl verbunden. Und zum Schluß erhoben wir uns und erhoben die Hände und sangen – wir kleines Häufchen Leute – stehend das Deutschland- und dann das Horst-Wessellied und so mag den ersten Christen zumut gewesen sein, als sie in den Katakomben noch Staatsfeinde und schwer illegal waren.

Dieses Zitat aus „Das Nationalsozialistische Wien“ von Robert Bouchal und Johannes Sachslehner … dieses Zitat reicht bereits, um zu wissen, was von der freiheitlichen Beschreibung „Verwicklungen“ zu halten ist, um es zu erkennen, muß nicht einmal ein elektrisches Licht angezündet werden, es reicht das Anzünden einer Kerze, aber nehmen Sie keine „blaue“ Kerze, die wirft auf alles einen schwarzen Schatten …

Josef Weinheber - Das verwickelte Warten mit sakraler Inbrunst auf das NS-Regime

Ob es bereits elektrisches Licht gibt? In den Räumen des Schulvereinshauses in der Josefstadt oder mußte die nun montagsgemachte Außenministerin beim schwachen Lichte blauer Kerzen …

„Asyl in Europa“ – Was wird Nahostexpertin Karin Kneissl aus der Fuhrmanngasse 18 für den ORF mitgegeben werden?

Und übrigens, die Jahresangabe „1944/47“ bei „Hier ist das Wort“ könnte zum Irrtum verleiten, Josef Weinheber hätte 1947 noch gelebt. 1947 lebte er nicht mehr. Weinheber brachte sich am 8. April 1945 um, im Angesicht der Befreiung Österreichs von den „Verwicklungen mit dem NS-Regime“ brachte er sich um.

Josef Weinheber - Selbstmord April 1945

Wohl die einzige anständige Tat, zu der ein Nazi, eine Nazisse je fähig ist, beging auch Josef Weinheber: die des Selbstmordes.

Und was „Verwicklungen mit dem NS-Regime“ so einbringen können, ist beispielsweise ein Eintrag auf der „Gottbegnadeten-Liste“ des mit „sakraler Inbrunst“ erwarteten „Führers … und nicht nur Josef Weinheber konnte für sich diesen Eintrag als Lohn seiner Dichtung auf Haben verbuchen …

Für Joseph Goebbels ein Gottbegnadeter – Ein Herold für der Freiheitlichen „Zur Zeit“

„Zur Zeit“ – Ein lugdummes Wochenmagazin aus dem freiheitlichen Lager?

Und zur Erinnerung, aber nicht an die Vergangenheit, sondern, kurz gesagt, an die Gegenwart. Auf dem Tisch um die blaue Schulvereinskerze gestapelt zur innigsten und andächtigsten Lektüre Bände über Bände – wer vermag diese alle aufzuzählen – von beispielsweise

Mirko Jelusich oder die Treue der zurzeitigen Freiheitlichen zu nationalistischen Schriftstellern, auch des deutschen Reiches

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen

Vergeben ist der FPÖ-ZZ nicht fremd – „Nazisse“ Ina Seidel hätte es gefreut

Freiheitliche „Zur Zeit“ als Verlautbarungsorgan der österreichischen Bundesregierung – Keine Wahlempfehlung

Wie anhänglich auch der montagsgemachte Vizekanzler, für den Ottokar Kernstock bloß ein „steirischer Dichter und Priester“ …

Sie mögen meinen, was bei blauem Kerzenscheine gelesen wird, habe nichts zu tun mit gegenwärtigen Ideen, etwa von einem blauen NR, der Menschen in Massenquartieren in wenig bewohnten Gegenden konzentrieren möchte. Auch dieser beweist seine Anhänglichkeit, etwa durch das Veröffentlichen von teuren Briefen …

Und paßt es nicht recht zur Beschreibung „Verwicklungen“, was in diesem blauen Bund im innigsten und andächtigsten Gemeingefühl von Antifaschismus gehalten wird?

Hofer, Gudenus, Strache und deren Faschismus-Zitat

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht Unrichtiges heraus

Und paßt es nicht recht dazu, daß die Anstiftung zum Antisemitismus in Ungarn als „Volksbefragung“ propagandiert … wem fallen zur Machart der Plakate in Ungarn nicht die Karikaturen ein, die in Österreich allenthalben aus den Reihen der nun montagsgemachten Regierungspartei …

Antisemitismus-Befragung in Ungarn in Österreich von FPÖ unzensuriert gesinnungsgemäß kommentiert der Beschluß von Fidesz und Jobbik

Unzensuriert FPÖ - Josef Weinheber - Nazitum ist bloß Verwicklungen mit den Nazi-Regime 22-12-2017 -

 

Sebastian Kurz verspritzt seinen Traum von der „Richtungsentscheidung“ und Österreich tut so, als wäre dieser Wirklichkeit.

 

Squirt Sebastian Kurz verspritzt seinen Traum von der Richtungsentscheidung und Österreich tut so als wäre dieser Wirklichkeit

Daß die Aussagen von Sebastian Kurz der Wirklichkeit nicht standhalten, nun, das ist keine großartige Erkenntnis. Aufmerksam darauf zu machen, ist aber das Gebot jeder Sekunde.

Seine Aussagen sind aus dem Traumreich. Sie besagen nichts und zugleich alles, also vor allem alles über ihn.

Jedes von ihm verspritzte Wort könnte als Beispiel dafür genommen werden. Exemplarisch kann eines genannt werden: „Richtungsentscheidung“.

Wie in der Collage gelesen werden kann, spritzt er alle damit an, Österreicherinnen und Österreicher hätten, spritzt er, am 15. Oktober 2017 in der Nationalratswahl eine „Richtungsentscheidung getroffen“. Was besagt das? Alles und nichts.

Sebastina Kurz - Traum als Wirklichkeit

Was er mit seiner herausgespritzten „Richtungsentscheidung“ nicht trifft, das ist klar, das ist die Wirklichkeit. Wie die Balken des Wirklichkeitsergebnisses in den Diagrammen in der Collage zeigen, haben Wähler und Wählerinnen eine Entscheidung getroffen, aber keine für ÖVP und FPÖ, wie er es träumt. Und es ist eine eindeutige Entscheidung gegen ÖVP und FPÖ. Und die eindeutige Entscheidung fällt noch deutlicher aus, wenn die Grünen, die den Einzug in das österreichische Parlament diesmal knapp verpaßten, berücksichtigt werden.

Das Gemeingefährliche an den Träumen von einem Squirt ist aber stets, wenn viele, wie es nun in Österreich der Fall ist, beginnen, ihm seine Träume, weil sie ihn lieb finden oder aus Gründen, die in Abgründe menschlicher Begehrlichkeiten schauen lassen, als Wirklichkeit vorspielen. Bei diesem Wirklichkeitsvorspiel

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

tun sich vor allem österreichische Medien hervor, die ihm seinen Traum zur Wirklichkeit umschreiben.

Sebastian Kurz - Aussagen aus dem Traumreich

 

Aber nicht nur diese. Am letzten Montag konnte erlebt werden, wie ein gütiger Großvater lieb mit Sebastian Kurz an einem Tisch saß, ihm wohlwollend zusah, als wäre es sein Enkelkind, mit mildem Blick aufmerksam beobachtete, wie dieser seine Unterschrift probte. Es wäre allerdings für die Menschen in diesem Land um vieles besser gewesen, hätte sich der grundgütige Großvater vorher für sich sich genau angesehen, wie die Menschen in Österreich tatsächlich wählten, wofür sie sich tatsächlich entschieden haben, statt ihm mit dem Bundeskanzlergeschenkspäckchen unterm Christbaum zu seinem Traum als Wirklichkeit zuzustimmen. ÖVP FPÖ Regierung Österreich.png

Menschgemäß ist es verständlich und macht es einen Großvater sympathisch, daß er einem Enkel nichts abschlagen kann. Aber in diesem Fall ist es keine Geschichte von Großvater und Enkel allein, zu viele Menschen sind davon betroffen, daß …

PS Es gab nun viel Aufregung, weil eine Fernsehjournalistin in Deutschland Sebastian Kurz einen Squirt nannte. Nein, nicht Squirt. Sie verwendete ein deutsches Wort, für das Squirt die Übersetzung ist. Sie hat sich inzwischen dafür entschuldigt. Sie hätte sich nicht zu entschuldigen gebraucht, hätte sie das englische Wort gebraucht. Squirt mit allen seinen in die deutsche Sprache übersetzten Bedeutungen als Nennwort und Zeitwort trifft doch, wie es so schön heißt, voll ins Schwarze.

ÖVP FPÖ Regierung - Richtungsentscheidung - Kurzens Traum

 

FPÖ unzensuriert: Beteiligungen an der 1848 Medienvielfalt Verlags GmbH werden öfter gewechselt als deutsche Schleifen.

ÖVP FPÖ Regierung Innenministerium

Als „Chefredakteur“ von „unzensuriert.at“, wie er oft genannt wird, will Höferl nicht bezeichnet werden. „Wir hatten keinen Chefredakteur“, sagt er, die Redaktion sei nicht sehr hierarchisch organisiert. Auf der Website ist kein einziger Redakteur namentlich genannt. Das Zentrale Vereinsregister weist Höferl allerdings als stellvertretenden Obmann des Vereins „Unzensuriert – Verein zur Förderung der Medienvielfalt“ aus.

Das schreibt die Qualitätszeitung österreichischen Zuschnitts am 19. Dezember 2017. Ein Absatz: eine Lüge und ein österreichisches Problem, nämlich das der Medien mit der Qualität.

Die Lüge.

Wenn Alexander Höferl nicht als „Chefredakteur“ bezeichnet werden will, ist das keine Lüge. Allerdings, wenn er „wir hatten keinen Chefredakteur“ sagt, dann ist das nicht die Wahrheit. Denn. Bis zu seinem Tod war von FPÖ unzensuriert Hans Becker Sothen es, wie gelesen werden kann:

Geheimster Chefredakteur Österreichs verstorben – Hans Becker Sothen von Ares-Stocker zu Unzensuriert

Hans Becker Sothen von Ares-Stocker – Nachruf eines „Salonfaschisten“ auf einen Federführenden der Unzensuriert

Wolfgang Dvorak-Stocker neuer Geheimchefredakteur von FPÖ-Unzensuriert?

Das österreichische Problem, das in diesem Land Medien mit der Qualität haben.

Die Qualitätszeitung österreichischen Zuschnitts verweist auf das „Zentrale Vereinsregister“, in dem Alexander Höferl … damit will die Zeitung wohl Höferl doch noch als „Chefredakteur“ überführen.

Nun, halbe Recherche ist null Recherche.

Aber Höferl ist nur stellvertretender Obmann. Obmann ist Walter Asperl. Und mit Walter Asperl kommt die „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“ ins Spiel. Bei der sich wieder einiges geändert haben dürfte, bei den Beteiligungen. Seit darüber geschrieben wurde, daß der Ares-Verlag 49 Prozent und der Verein Unzensuriert 51 Prozent …

FPÖ unzensuriert - 18148 Medienvielfalt Verlags GmbH - Alexander Höferl und Standard

Nun hat – ebenfalls WKO-Firmenauskunft – plötzlich der Verein Unzensuriert 90 Prozent und Asperl 10 Prozent, wie in der Collage gelesen werden kann. Und in dieser Firmenauskunft taucht als Obmann-Stellvertreter Dr. Fritz Simhandl auf, der im Vereinsregisterauszug nicht genannt ist (Stand 19. Dezember 2017).

Es tut sich also was bei

FPÖ unzensuriert: Die angemessenste Website für eine identitäre Parlamentspartei, seit es Websites gibt.

Daß der Ares-Verlag nun nicht mehr beteiligt zu sein scheint, überrascht. Oder ist eine nächste Verschleierung als notwendig erachtet worden? Es scheint doch so etwas wie eine Verschleierungstradition zu geben …

Freiheitliche müssen so viel vor dem Bürger und der Bürgerin verstecken – Kaum noch ein Nachkommen

In diesem Kapitel kann u.v.a.m. auch gelesen werden, daß Alexander Höferl einmal mit einer Stammeinlage bei der „1848 …“ — wie es in dieser Gesellschaft wohl zugehen muß, wenn es zu so oftmaligen Beteiligungsveränderungen …

Martin Graf, der versteckte Inhaber von „Unzensuriert.at“ – Eine recht reine freiheitliche Konstruktion

Weshalb die oben angeführte Qualitätszeitung nicht die „1848 …“ erwähnt? Vielleicht wollte mit einer solchen Website nicht das hehre identitäre 1848 in Verbindung gebracht werden, das nun ja recht in der Regierungsgunst steht, besonders im Gedenkjahr 2018, wie es im Programm von ÖVP und FPÖ ..

Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

Abschließend fällt noch die einmal gestellte

Frage nach dem Anforderungsprofil, um von „Unzensuriert“, „Zur Zeit“ veröffentlicht zu werden

ein. Im ersten Absatz wurden die Fragen gestellt:

Was für ein Anforderungsprofil muß ein Mensch eigentlich erfüllen, um von „Unzensuriert“ und aber auch oder von „Zur Zeit“ veröffentlicht zu werden? Welche Kompetenzen, Qualifikationen muß ein Mensch vorweisen, um auf „Unzensuriert“ sogar namentlich angeführt zu werden?

Nun gibt es einen Schluß daraus. Den viele in Österreich nun gezogen haben, allen voran Montagsangelobungsmeister …

Wer das Anforderungsprofil für „Unzensuriert“ und auch für „Zur Zeit“ bereits erfüllte, erfüllt erst recht das Anforderungsprofil für Ministeriumsstühle …

Zusammenfassend könnte gesagt werden. Beteiligungen an 1848 werden öfter gewechselt als die deutsche Schleife.

Burschenschafterschleife auf Uniform - Rekrut drohen Konsequenzen

Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

ÖVP und FPÖ im Gedenkjahr 2018 - Schaften geht voran

„Die kommende Legislaturperiode, insbesondere das Jahr 2018, steht im Zeichen vieler Jubiläen, Gedenk- und Jahrestage. Neben zahlreichen weiteren Jubiläen (z.B. 1848 – Jahr der demokratischen Revolution, 1948 – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) markiert 2018 vor allem den 100. Jahrestag der Gründung der Republik Österreich. Wir wollen ein würdiges, inhaltlich breit aufgestelltes Gedenken an diese Ereignisse ermöglichen. Dabei wollen wir die Bundesländer und deren Kultureinrichtungen möglichst umfassend einbinden und so ein gemeinsames, österreichweites Gedenken ermöglichen. Dies soll sowohl die Geschichte von Altösterreichern (z.B. Südtirol) und Vertriebenen miteinbeziehen …“

So steht es im Programm von ÖVP und FPÖ, wobei zu beachten ist, zuerst kommt „1848“, und vor dem „Anschluss“ kommen „Südtirol“ und die „Vertriebenen“, dann Massenmord und Massenverbrechen durch die nationalsozialistische Gesinnung, wobei es nicht als Massenmord und Massenverbrechen bezeichnet wird, sondern ganz allgemein als „Ereignis, das mit viel Leid verbunden war und einen wesentlichen Schritt hin zu einer der größten Tragödien in der Weltgeschichte“ …

Einst sagte Jörg Haider, als die Nullerjahre für Österreich mit der ÖVP-FPÖ-Regierung begannen, mit dem: „Susi, geh voran!“ Beinahe wollte als Kapitelüberschrift gewählt werden: Susis, geht voran! Geschuldet dem Problem, daß nicht allein Burschenschaften in die Überschrift aufgenommen werden können, weil es nicht nur Burschenschaften gibt. Es gibt auch sogenannte Mädelschaften. Und dann gibt es auch noch Landsmannschaften. So ist es recht stimmig zu schreiben: Schaften, geht voran!

Wer diesmal dazu auffordert, ist schwer auszumachen, zu viele in diesem Land können es schon sein, zu viele in diesem Land können bereits dazu wohlwollend nicken.

170 Jahre „1848“ stehen also an erster Stelle der heute zur Angelobung aufmarschierenden FPÖ und ÖVP … „1848“: in zu vielen Abschnitten kommt dieses Jahr vor, als es noch ein weiteres Mal ausgeführt werden müßte.

Flüchtlinge der gescheiterten Revolution von 1848: Ahnherrin der FPÖ

Fest der Vereinsobergermanenmeierei: 1848, „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr“

Ein Franz Dinghofer weiß halt stets recht zu werten.

Die Farce von 1848

Vorsicht, Gefahr: 1848

Landsmann- und Burschenschaften

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Ball der Mädel- und Burschenschaften in der Hofburg

Und so weiter und so fort …

Was wird das im Gedenkjahr 2018 für ein Festkommers werden im Vorort von Braunau? Wer wird die Reise dorthin antreten? Es werden nicht wenige sein, die sich zu den Schaften drängeln werden. Wenn bedacht wird, wer 2016 bereits anreiste, als noch vom „Straßenrand“ aus zugeschaut werden mußte …

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

Europäisches Forum Linz: „Rechtsextremes Treffen“ – ein Kniedichhin der in Österreich Gehätschelten

Das Schlechte aber zetteln die Burschenschafter

Und bereits zu Beginn des Jahres in der Hofburg werden sich Tanze um die Gunst einfinden …

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Kurier - Bereits zu Beginn sollen Wählende in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

„Fakt ist, dass sich die Wähler für eine rechte Regierung entschieden haben, die auch rechte Minister stellen wird.“

Das schreibt Stefan Kaltenbrunner am 16. Dezember 2017 in der Tageszeitung „Kurier“. Also eine weitere Zeitung, die Wählern und Wählerinnen schon am Beginn, ehe Alexander Van der Bellen sein Montagprodukt vollendet haben wird, die Verantwortung für diese Regierung zuschiebt, die Schuld an dieser Regierung anlastet.

Fakt ist, Wähler und Wählerinnen haben sich am 15. Oktober 2017 mehrheitlich für eine Regierung entschieden mit den Parteien SPÖ und ÖVP.

Wie bereits dargelegt in:

Mit FPÖ erste identitäre Regierungspartei in der Europäischen Union und mediales Lügen für Malý-Strachu-Vláda in Österreich

Die gemachte und nicht gewählte ÖVP-FPÖ-Regierung

Die ÖVP als rechte Partei zu bezeichnen, ist, kurz gesagt, politische Lehre. Die FPÖ als eine „rechte Partei“ zu bezeichnen, wie es auch Stefan Kaltenbrunner tut, vor dem, sie so zu bezeichnen, Alexander Van der Bellen schon zurückschreckt, ist, kurz gesagt, eine Verniedlichung. Die SPÖ kann nicht in ihrer Gesamtheit als eine rechte Partei bezeichnet werden, wenngleich sie einen nicht schwachen rechten Flügel hat.

Wenn schon am Beginn Wählerinnen die Regierung angelastet wird, was werden Wähler erst am Ende dieser Regierung sich anhören müssen.

Deshalb ist es noch einmal festzuhalten:

Die Malý-Strachu-Vláda wird, wenn sie angelobt sein wird, eine gemachte, aber keine gewählte Regierung sein.

PS Stefan Kaltenbrunner übernimmt in seinem Artikel für den Bundespräsidenten das Jammern, was hätte er denn tun sollen, ungerecht seien jetzt die Vorwürfe und so weiter. Es mangelt in diesem Land entschieden an Phantasie bei gleichzeitiger Folgsamkeit, kaum gewinnt eine Partei wenige Prozentpunkte hinzu, schon ist die Bereitschaft da, ihr und ihrem Anführer zu folgen. Diesmal hätte es nicht einmal der Phantasie bedurft. Ein Blick nach Deutschland hätte gereicht. In Deutschland ein Bundespräsident, der aktiv wurde, der nicht wartete, ob jemand mit der AfD daherkäme, sondern aktiv wurde, eine Partei, die in keine Koalition gehen wollte, zu überzeugen, in Regierungsverhandlungen einzutreten. Denn:

Unvorstellbar in Deutschland: eine Österreich-Koalition

Kahlenberg

Auf dem Kahlenberg also präsentierten am 16. Dezember 2017 Malý und Strachu ihre Mannen und Frauen für die Regierungsämter, zu denen an diesem Samstag der Bundespräsident bereits zustimmte, also an einem Samstag schon seine Montagsleistung …

Wo sonst, als auf dem Kahlenberg?

Auf dem Kahlenberg, auf dem sich vor allem Strachu sicher fühlt, jeder andere Ort ängstigt ihn, vor allem Plätze und Straßen in der Stadt …

Und kann es einen rechteren Hügel geben als den Kahlenhügel, der mit seinem Namen seinen Mut beweist, was für Muskeln er hat, er zurecht sich Kahlenberg … kann es also einen rechteren mit Eiweiß vollgestopften Hügel für die Präsentation des Mannes geben, der das Landesverteidigungsministerium …

Des Mannes geben, der vom Feld der wackersten Mannen kommt, gänzlich frei von „proletarischem Gedankengut der übelsten Sorte“:

Für die von NR Mölzer geführte ZZ ist Deserteursdenkmal auf dem Ballhausplatz ein „Kameradenverräterdenkmal“

Dieses „Schandmal“ könnte es heute nicht geben, wären nicht Mannen, wie in der ZZ geschrieben ward, wieder und wieder gen Kahlenhügel gezogen, den Türken und Türkinnen mutig, unerschrocken flammende Worte entgegenschleudern, wie etwa jener aus dem Hause Gudenus …

Auf der sicheren Seite wagt es auch Strachu …

He.-Chr. Strache gedenkt „Befreiung Wiens vor der Türkenbelagerung“

Auf dem Eiweißberg präsentierten also … und Strachu wußte sich hier in vollkommener Sicherheit … haben doch erst im Herbst 2017 gar recht Gesinnungswackere unerschrocken mit einem Gedenkfackelzug den Berg erklommen, mit festem Tritt und dabei mit recht manneskehliger Stimme besungen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“ …

Malý, ein Mann der Tradition, wird der Eiweißberg auch ein Ort der Sicherheit … Auch einst zog Kahlenberg an, wie die ständestaatliche Propagandazeitung 1935 … wie sicher werden sich 1935 die Menschen seiner Partei noch gefühlt haben, aber mag auch das sogenannte subjektive Sicherheitsgefühl recht groß sein, nichts währt ewig, schon drei Jahre später war es für diese Partei aus und vorbei mit der Regiererei …

Präsentation ÖVP und FPÖ auf dem Kahlenberg 16-12-2017

NS Mario Kunasek bestätigt, kaum für seinen Ministerstuhl auf dem Kahlenberg genannt, daß das große Neue, die rechte Veränderung die sein wird: die Anrede „Kameraden“, wie im Kapitel

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

mit Ausblick auf 2018 …

Wie in der Collage gelesen werden kann, dankt Mario Kunasek seinen „Kameraden“, und die Frauen ganz gesinnungsgemäß gleichberechtigt, dürfen sich mit „Kameraden“ ebenfalls angesprochen fühlen. Das wäre ja auch ein recht großer Aufwand, „Kameraden“ und „Kameradinnen“ zu schreiben, für die wenigen, gar wenigen, für die zwei von vierzehn …

Mario Kunasek - Kameraden - 17-12-2017

 

„Das neu besetzte Innenministerium wird dabei behilflich sein …“

 

FPÖ unzensuriert - Peter_ Anton1 - Tribunal-Nürnberg IIWelche Erwartungen in das „neu besetzte Innenministerium“ gesetzt werden, hat Peter_, wieder einmal Peter_, formuliert, am 14. Dezember 2017, um 12.38 Uhr:

„Es geht alles … seinen geordneten Verlauf.“

Und Anton1 schreibt dazu am 14. Dezember 2017, aber bereits um 07.30 Uhr: „Na hoffentlich!!!“

Sie fragen sich jetzt vielleicht, wie konnte Anton1 seine Hoffnung  bereits Stunden davor zum Ausdruck bringen?

Die Hoffnung von Anton1 bezieht sich aber auf das, was Peter_ am 13. Dezember 2017 um 17.42 Uhr schrieb:

„Es geht alles … seinen geordneten Verlauf. Zuerst müssen noch bestimmte Mafia-Leute ausgeschaltet werden. Das neu besetzte Innenministerium wird dabei behilflich sein …“

Diese Deutlichkeit, diese Unmißverständlichkeit wollte am 14. Dezember 2017 nicht mehr offen zu lesen sein, so blieb davon nur: „Es geht alles … seinen geordneten Verlauf.“ Wie harmlos es so klingt. Und dennoch haben vierzig Menschen ihre Zustimmung kundgetan; sie dürften wohl wissen, was Peter_ …

Es gibt zu viele Kapitel mit Peter_, deshalb soll nur eines herausgegriffen werden, weil es mit einem als Innenminister gehandelten Mann zu tun hat.

Peter_ war Teilnehmer des Kongresses, auf dem der nun als Innenminister gehandelte Mann ein Referent war …

Und ein weiterer Mann wird, ebenfalls kurz gesagt, als Innenminister nun gehandelt. Auch einer, der im Zusammenhang mit Peter_ auffiel, nicht auf die angenehme Art, sondern, wie auch sonst, auf die gesinnungsgemäße, also auf die unangenehme …

Das muß stets bedacht werden, wenn etwas gelesen wird, das gar so harmlos klingt, wie beispielsweise es gehe alles seinen geordneten Verlauf. Auch wenn es, wie in diesem exemplarischen Fall, nicht mehr auf FPÖ unzensuriert veröffentlicht ist, also, das Ausschalten und das neu besetzte Innenministerium werde dabei behilflich sein, sondern nur noch, es gehe alles seinen geordneten Verlauf, ist das keine inhaltliche Rücknahme, sondern bloße Verschleierung.

Es gehe alles seinen geordneten Verlauf, hat etwas von dem Satz, den ein weiterer ebenfalls als Minister gehandelter Mann sagte: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist.“ Als Satz allein kann dieser positiv, aber auch negativ gemeint sein. Erst mit dem Blick auf den gesamten Hintergrund dieser Partei erschließt sich dieser Satz als eine nicht positiv gemeinte Äußerung, wie eben erst der vollständige Kommentar vom geordneten Verlauf …

FPÖ unzensuriert - Soros - Rothschild

Was aber noch in aller Deutlichkeit und Unmißverständlichkeit zu lesen ist, auf FPÖ unzensuriert, sind die Kommentare von Anton1, Locu Musa, Charly, Peter_, in denen aber nicht von der Behilflichkeit des neu besetzten Innenministeriums deutlich und unmißverständlich geschrieben wird, sondern … es will nicht zitiert werden, in den Collagen kann es gelesen werden.

FPÖ unzensuriert - Loco Musa - Peter_ - Caritas - NGO

Es geht um „Rothschild, Soros“, also um Antisemitismus, es geht um „Beseitigungen“ von …, es geht um ein „Tribunal-Nürnberg II“, es geht um „abgehörte Telefonate aus Afrika an die Caritas und andere Schlepper-Organisationen in Österreich“, über die Peter_  „regelmäßig detaillierte Berichte“ …

Eigentlich nicht mehr zu erwähnen, es wird bis zum Überdruß gekannt, es wird wird bis zum Überdruß gewußt …

Nürnberg 2.0: „Bewerbungen als Henker nehmen wir gerne an“

„Soros plan“ is, shortly be said, the „Hooton plan“ of the Orbánists

Und doch wieder und wieder zu erwähnen, weil es bisher, kurz gesagt, nicht um solche als Minister gehandelten Männer, um eine solche Partei in der Bundesregierung ging …

FPÖ unzensuriert Peter_ - Das neu besetzte Innenministerium wird dabei behilflich sein

Malý-Strachu-Vláda

malc3bd-strachu-vlc3a1da-kleinangstregierung - ÖVP - FPÖ.png

Treffen sich im

Ministerstvo strachu

in reichenbergerischen Kurpark … das könnte eine hübsche Szene im Kabarett abgeben, mit einem Dialog, in den Wörter vorkommen … eng, niedrig … Angst, Gewalt, Regime … auch unübersetzte mit Erkennungspotential wie vlád… gespielt im Kabinett der Mutti mit Erbsen … aber die läuft ja bereits …

„NewsAustria – Oesterreich.press: Die etwas andere Nachrichten-Quelle für Oesrerreich“

Was an dieser „Nachrichten-Quelle für Österreich etwas anders“ sein soll, erschließt sich nicht.

Ein Impressum läßt sich nicht finden. Das ist schade. So kann dem „Author“ nicht persönlich gratuliert werden, zu seinem Namen „Oesrerreich.press“. Ist das der Autorin neuer Name für „Österreich“? Soher wäre es von „Oesrerreich.press“ nicht unberechtigt, davon zu sprechen, „Oesrerreich.press“ sei die „etwas andere Nachrichten-Quelle für Oes…“ —

Wenn aber, wie in der Collage gelesen werden kann, berücksichtigt wird, daß „Oesrerreich.press“ sich für die nächste Regierung in Österreich, gestellt von ÖVP und FPÖ einsetzt, und dabei zur niveauvollsten Antwort Zuflucht findet, die je gefunden werden kann, also Menschen als faule, arbeitsscheue, der Mutter auf der Tasche liegende hinzustellen, dann hat „Oesrerreich.press“ nicht mit höchster Geisteskraft einen neuen Namen für Österreich geschaffen, sondern, kurz gesagt, ihre Probleme oder seine Probleme mit der Orthographie offenbart; eine Schwäche, die in diesen Kreisen, in denen sich „Oesrerreich.press“ zu bewegen scheint, eine weitverbreitete und grundlegende Schwäche …

Welchem Niveau „Oesrerreich.press“ verpflichtet ist, kann auch der Einfärbung von dem „A“ und von „NewsAustria“ … Verpflichtung und tiefste Verbundenheit mit der Ebene der nächsten Regierung in Österreich …

Oesterreich press - NewsAustria - Oesrerreich press

 

Der Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers ist die Niederlage Österreichs.

 

Österreich wird Dämmerreich.png

Aber diesen Sieg verdankt der rechtsextreme Norbert Hofer, um bei der von Ivan Krastev für Norbert Hofer verwendeten Bezeichnung zitierend zu bleiben, nicht den Wählern und Wählerinnen in Österreich, sondern – an allgemeinen Formulierungen mangelt es nicht in diesem Land – u.v.a. auch

„SPÖ-Chef Kern hatte Hofer zuvor unterstützt: ‚Sie haben bewiesen, dass das Vertrauen in Sie absolut gerechtfertigt gewesen ist.‘

und jenen Menschen, die ihm, dem rechtsextremen Norbert Hofer, sogleich zu seinem Wahlsieg gratulieren, und das waren keine Frauen, die im Gemeindebau leben, wie auch bei diesem Wahlsieg des rechtsextremen Norbert Hofers nicht etwa die Menschen aus dem Gemeindebau beispielsweise in den sogenannten Flächenbezirken Wiens für den rechtsextremen Norbert Hofer stimmten, mit gerundeten 84%, mit fast mit vierundachtzig Prozent, sondern Wähler und Wählerinnen im Parlament als Ab-
geordnete …

Der Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers ist Österreichs Niederlage.

Die Wahlen außerhalb des österreichischen Parlaments gehen anders aus, wie auch Ivan Krastev schreibt:

„Die Niederlage des rechtsextremen Norbert Hofers bei den österreichischen Präsidentenwahlen im Dezember 2016, das Scheitern Geert Wilders‘ in den Niederlanden und Marine Le Pens unerwartet schlechtes Abschneiden bewiesen …“

Und nun steht der rechtsextreme Norbert Hofer mit seiner Partei vor dem nächsten Sieg – er ein Minister und seine Partei eine Regierungspartei …

Ein weiterer Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers mit seiner Partei ist eine weitere Niederlage Österreich. Ein Sieg, zu dem ihm und seiner Partei nicht die Menschen im sogenannten Gemeindebau verhelfen, sondern Männer der Medien, auch ein Mann mit der Lizenz zur Angelobung, dem es schon schwerfällt, die Partei des rechtsextremen Norbert Hofers als eine „rechte Partei“ zu bezeichnen …

Dabei. Das Wahlergebnis vom 15. Oktober 2017, also das Ergebnis der Wahl außerhalb des österreichischen Parlaments, hat keine Mehrheit für eine feudalchristlich blaue Regierung gebracht. Und es mag nicht die Abgründe geschaut werden, weshalb massenmedial breit eine Mehrheit für eine blaue Regierung herbeigeschrieben wird, weshalb Wählerinnen und Wählern ein Wille unterstellt wird, den diese in der Wahl außerhalb des österreichischen Parlaments am 15. Oktober 2017 nicht bekundeten.

Auch wenn hier die Bezeichnung von Ivan Krastev für Norbert Hofer oft zitiert wird, es geht nicht darum, was Norbert Hofer ist, darüber wird zu viel gewußt, um je verstehen zu können, womit er je Vertrauen gerechtfertigt hätte, es ist nur unmißverständlich festzuhalten, nicht die Demokratie bringt solche Parteien in Regierungen, nicht die Wähler und Wählerinnen fern von machtvollen Positionen in Parteien und Medien tragen solche Männer der Vergangenheit, auch Norbert Hofer nicht von Sieg zu Sieg, bis aus Österreich ein Dämmerreich … um den Titel „Europadämmerung“ von Ivan Krastev ein wenig abgewandelt ins Spiel zu bringen.

Es ist ein Essay, kurz gesagt, zu dem keine Zusammenfassung – an Verkürzungen mangelt es nicht – zu schreiben ist, sondern der zu lesen ist, von der ersten bis zur letzten Seite. Vor allem in Österreich.

Norbert Nemeth - Buchpräsentation Franz-Dinghofer-Symposium 8-11-2017