Diesen Satz der NR nicht als Strafarbeit einhundertmal zu lesen, sondern als Merksatz für jedwede kommende Wahl, um davor gefeit zu sein, je eine Partei zu wählen, die offen zum Gesetzesbruch und noch dazu in dem Gebäude der Gesetze aufruft. Aber auch keine, die mit einer solchen Partei in eine Regierung will, weiter will.
Was ist ihr „uns in unserem Handeln behindern“, ihr „Handeln“? Von dem die NR spricht, in Marsch gesetzt zu Verteidigung ihres Innenministers. Es ist das Handeln gegen jedwedes Recht, das nicht der Gesinnung dieser Partei entspricht. Es ist ihr Handeln nach ihrer Maxime: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Wohin das führte und wohin das immer wieder führen kann, darüber gibt es im Kapitel Kurz zum Gesinnungsrecht ein paar Ausblicke, aber nicht ins Helle, sondern in das Tiefschwarze.
Rufen Sie sich diesen NR-Satz immer wieder und besonders oft vor jedweder Wahlentscheidung, vor der Sie stehen, in Erinnerung, sagen Sie sich diesen Satz laut vor, sobald Sie einen NR oder eine NR aus dieser Partei in gleicher welcher Funktion am Fernsehen oder im Radio hören in der gesamten Interviewlänge vor, so daß Sie vom Interview nichts hören, nur sich selbst, wenn Sie diesen Satz hören, und wenn Sie nur diesen Satz
Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“
Ein Netzwerk der Rechtfähigsten in diesem Staat, in das Robert Holzmann eingebunden ist, bei ihrer Zusammenkunft unterm Dach der Hofburg – ein Nemeth, ein … und so weiter und so fort.
„Ließ er sich von Afrikaner ‚inspirieren‘? Unfassbar: Abartiger Wiener attackiert gezielt und brutal Frauen“
Die Karoline Edtstadler wird am 22. Jänner 2019 zitiert:
„Man gewinnt den Eindruck, dass hier Nachahmungstäter am Wort (sic) sind, Menschen, die sich in dieser schrecklichen Wertehaltung wohl bestätigt fühlen.“
Durch die zeitlich nur wenige Tage voneinander getrennten Aussagen ist es schwer, darin keine Nachahmungsschreibe zu erkennen …
Der Wochenblick, ein von Edtstadler „Inspirierter“?
Amüsant dabei ist noch eines. Vor etwa einem Jahr veröffentlichte Karoline Edtstadler auf der Plattform des Unternehmens Twitter ein Foto, das sie mit Herbert Kickl zeigt; er überreicht ihr die „Bestallungsurkunde“ … Amüsant daran ist, wenn von den vielen Bedeutungen von „Bestallungsurkunde“ im Deutschsprachigen eine besondere herangezogen wird: die Bestallung zum Vormund eines Mündels. In Anlehnung an Peter Handke ist das eine nicht unberechtigte Frage oder mehr schon eine Feststellung, entscheiden Sie darüber selbst: Das Mündel will Gesinnungsvormund sein.
Ein Jahr an der Seite des Vormunds scheint auszureichen, um alles Vormundgesinnungsgemäße gelernt zu haben, verinnerlicht zu haben, sich reif genug zu fühlen, die Gesinnungsvormundschaft vollständig zu beanspruchen, zu übernehmen, nicht mehr nur Nachahmerin von der Nachahmungspartei zu sein, und das dürfte auch der Wochenblick spüren, daß es möglicherweise Zeit ist, sich umzuschauen, die Umfragewerte für die Nachahmungspartei sind auch nicht besonders, im Sinken begriffen, bei wem es sich mehr lohnen könnte, nachzuschreiben …
NS Die Nachschreibe des Wochenblicks ist nicht einmal eine Spekulation zu nennen, sondern tatsächlich nur „gezielt und brutal“. Allein die Biographie dieses Mannes widerspricht seiner Nachschreibe. Dieser Mann mußte bei seinen Streifzügen durch Wien nicht erst irgendwo eine ein paar Jahre alte Tageszeitung mit einem Bericht über den Brunnenmarkt finden, um dann etwas nachzuahmen. Allein seine Biographie erzählt von keiner Nachahmung, aber viel von der Verankerung, vom Gefangensein im traditionellen österreichischen Rollenbild, das der Mann nach wie vor …. Dieser Mann beging kein Verbrechen auf dem Brunnenmarkt, aber Wochenblick veröffentlicht zur Bekräftigung seiner Nachschreibe dazu einen Stadtplanausschnitt vom Brunnenmarkt, damit den Lesenden ja nur der Brunnenmarkt in Erinnerung bleibt, wo ein Mann aus …
Mit Unverständnis reagiert zur Zeit die identitäre Regierungspartei in Österreich auf die berechtigte Kritik an dem zurzeitigen Innenminister, mit gespielter Unwissenheit weist sie jedwede Kritik an ihm zurück, von der Parteispitze abwärts, die zum Teil zur Zeit auch Spitze des Staates ist, stellt sich diese Gesinnungskameraderie hinter ihren Innenminister.
Jedoch die Aussage des Innenministers ist, auch wenn er und seine Kameraderie sie in deutscher Sprache vorbringt, zuerst einmal zu übersetzen. „Das Recht hat der Politik zu folgen“ ist identitär gesinnungswörtlich zu übersetzen: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen.
Es ist nur gesinnungsfolgerichtig, daß die zensurierte Website der identitären Regierungspartei augenblicklich den Marschbefehl (ob diesen sich selbst gegeben oder erhalten, ist dabei ohne Belang) ausführt und für den Innenminister stürmt, als könnte er dafür je verteidigt werden, am 26. Jänner 2019: „Chronologie einer linken Hetze mit Unterstützung des Bundespräsidenten“.
Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Sollte Ihnen das zu abstrakt zu sein, eine handfestere Übersetzung der Aussage vom Innenminister gibt es von zungl888:
„so ist es 75.1% für eine rechts gehaltene regierung und dann fahr ma euer gnaden.“
Und die Antwort von zungl888 auf die Warnung, dann könnte es „Bürgerkrieg“ geben:
„die paar armseligen antifa typen sollte man doch markieren und ruhigstellen koennen.“
Wie zungl888 Gesinnungsrecht zu exekutieren sich vorstellt, nun, nicht mit Gesetzesbüchern in der Hand, sondern mit „9 mm para“ … aber legitimiert penibel und pedantisch Gesinnungsgesetzesbüchern dabei folgend —
Ob zungl888 bereits alle „17 neuwertigen 9 mm para“ schon verschenkt hat, eine wenigstens für sich selber behalten hat, wird nicht gewußt. Vielleicht trug zungl888 eine recht nah am Herzen unterm Frack zum vorgestrigen Ballbesuch in der Hofburg, dabei recht ergriffen
Bescheiden wie sie sind, die Damen und Herren des Hofburgballs, verschweigen sie in christlicher Demut ihre hervorstechendste Eigenschaft: Großzügigkeit.
„wenn wir als angehoerige einer verbindung zu einem ball gehen ist der staat in gefahr.“
Und was hat ein „Angehöriger einer Verbindung“, der zu einem Ball geht, wobei es sich bei diesem Bekenntnis am 25. Jänner 2019 nur um ein Bekenntnis zum Akademikerball handeln kann, großzügig zu vergeben? In einem Kommentar schreibt er selbst:
„ich hätte 17 neuwertige geschenke 9 mm para zu vergeben“
Der großzügige Ballbesucher will aber nicht sein letztes Hemd verschenken, er ist noch großzügiger, christlicher als christlich, seine Waffen will er verschenken, und darüber hinaus ist er auch ein engagiert idealistischer Mann: er ruft immer wieder auf, zu spenden.
Ob Bushman an diesem 25. Jänner 2019 auch den Ball in der Hofburg besucht, ob der Buschmann auch ein Angehöriger einer Verbindung ist, kann nicht beantwortet werden, Bushman hat sich dahingehend nicht geäußert. Er, da er sich selbst Buschmann nennt, darf als Mann angesprochen werden, muß aber auch nicht selbst auf den Ball gehen. Denn. Ist doch sein Geist ohnehin auf dem Ball staatsspitzenmäßig recht vertreten. Am 25. Jänner 2019 schreibt der Vizekanzler der Republik Österreich in seinem Kommentar, nein, nicht der Vizekanzler, sondern Bushman:
„Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus. Ignazio Silone“
„Ja, es war auch ein Burschenschafter wie Franz Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Österreich ausgerufen hat.“
Diesem Ruf folgt der zweite Streich, Staats- feiertag für die Ausrufung von „Deutschösterreich“.
Vorgeschickt für diesen Streich wird Friedrich Rödler, der einen gesinnungsgemäß entsprechenden Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei im Jänner des zweiten Regierungswinters verfaßt.
„Die durch das ‚Karfreitags-Urteil‘ des EuGH absehbare Diskussion über Anzahl und Berechtigung der gesetzlichen kirchlichen und staatlichen Feiertage in Österreich sollte zum Anlass genommen werden, ernsthaft und sachlich über einen Tag der Republik auch in Österreich nachzudenken, und das historische Faktum der auf Antrag des Staatsrates und auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der provisorischen Nationalversammlung erfolgten Proklamation unserer Republik am 12. November 1918 durch deren damaligen Präsidenten Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen.“
„Der jüngst erschienene Roman ‚Hartmut gegen Ahrimann‘ führt uns in die Zeit nach der 1848er Revolution in den deutschen Landen. Autor S. Coell – im bürgerlichen Leben Norbert Nemeth, Direktor des Freiheitlichen Parlamentsklubs […] Im Rahmen einer würdigen Feier […] Lässt Coell in „Im Schatten des Cracchus“ den jakobinisch-sozialistischen Weltenplan und eine dahinterstehende Geheimgesellschaft ihr unheilvolles Treiben beginnen […] treffen die beiden Gruppen aufeinander. Und das mit voller Wucht und Totalität ihrer Werte und daraus abzuleitenden Vorgangsweisen. […] Mit feiner Klinge schildert der sachkundige Autor […]Linke Provokateure gegen deutsche Waffenstudenten […] Was in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart immer wieder passiert, nimmt […] 19.Jahrhunderts seinen exemplarischen Ausgang: das heimtückisch geplante und ausgeführte feige Komplott und die kriminelle Zusammenrottung linker Provokateure gegen das deutsche Waffenstudententum und damit insgesamt gegen die Vertreter der ewig gültigen Prinzipien Ehre, Freiheit, Vaterland. Prinzipen, die über den Lebensbund hinaus zu Leitlinien eines ehrlichen und echten Eintretens für ein Gemeinwesen, wie einen Staat und eine Nation geeignet sind. […] Im Zuge eines Presseprozesses [..] provoziert durch den linken Anwalt Dr. Ahrimann (persisch: arger Geist, Macht der Finsternis) zum Anlass einer Ehrenbeleidigung durch Dr. Hartmut (althochdeutsch: der Mutige, fest Entschlossene) […] auf die Suche nach dem dunklen Vorleben von Dr. Ahrimann. Er findet sie in der Wiege des Kommunismus, einer autoritär geführten Kommune mit Namen […] Die Prinzipien Ehre und Treue haben doch gesiegt […] Pistolenduell […] treten erneut dunkle Mächte auf den Plan. Durch eine feige Brandstiftung mit Todesfolgen werden die Beweise vernichtet und letztendlich fällt Zweyers Alter Herr Dr. Hartmann durch einen Pistolenschuss Dr. Ahrimanns. Zweyer reagiert aufgewühlt durch die Vorgänge rund um das Komplott des Dr. Ahrimann und streckt diesen seinerseits mit einem Schuss nieder. Zum letzten Mal ist Zweyer ein ehrenhaftes Verhalten möglich […] darauf angemessen und manifestieren, dass Ehre und Treue doch gesiegt haben […] im Verlag Zur Zeit.“
So packend ist der Inhaltskommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen Regierungspartei.
Nicht so westernspannend fällt der Inhaltskommentar auf der zweiten Seite aus, dafür aber mit sogenannten prominenten Namen, und diese Website nennt sich nicht irgend etwas mit Unzensuriert, sondern schlicht wie kurz: „fpoe-parlamentsklub.at“ …
„Das ewige Scheitern des aufgezwungenen Glücks […] FPÖ-Klubdirektor als Autor: Der Kampf zwischen Individualität und linken Gesellschaftsutopien in Norbert Nemeths drittem Roman. ‚Er ist wie ein Fels in der Brandung, der genau weiß, was er will – ein Mann, auf den Verlass ist‘, charakterisierte FPÖ-Parteichef HC Strache seinen Freund und Wegfährten, FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth. Das trifft ebenso auf den Autor Norbert Nemeth zu.Verlässlich, was den Erscheinungstermin wie auch den thematischen Inhalt betrifft. Alle zwei Jahre präsentiert er unter dem Pseudonym S. Coell ein neues Werk: Nach ‚Im Schatten des Gracchus‘ (2015) und ‚Die Karlsbadverschwörung‘ (2017) war es diesmal, vorgezogen auf seinen 50. Geburtstag letzte Woche, „Hartmut gegen Ahrimann“. Und auch thematisch bleibt sich Nemeth/Coell treu: Die Bedrohung von Freiheit und Demokratie durch linke Gesellschaftsentwürfe. Ewiger Kampf Gut gegen Böse Diese Utopien hatten rund um die französische Revolution Hochkonjunktur, an die 200 kursierten zu der Zeit. Den Utopien zweier prominenter Vertreter, des Ökonomen Pierre-Joseph Proudhons, dessen ‚Eigentum als Diebstahl‘ zum geflügelten Wort bei den Linken wurde, und Etienne Capets mit seiner „Reise nach Ikarien“ stellt der Autor die des katholischen […]für den Sozialismus nichts anderes als die Spielart einer satanischen Ideologie […] ewigen Kampf zwischen Gut und Böse lässt er in seinem Roman einen jungen Burschenschafter ausfechten, der sich in der Nähe des Dresdens der Jahre 1852/53 in eine ikarische Kommune einschleicht. Gescheiterte linke Experimente ‚Im ersten Buch habe ich geschrieben, warum dieses Menschenbild falsch ist, es dem Frühkommunismus letztendlich nur um die Etablierung einer neuen Religion geht‘, erläuterte Nemeth. In seinem dritten Werk geht er auf die Umsetzung des ‚real existierenden Sozialismus‘ ein, mit dem der Mensch in den Urzustand des Glücks versetzt werden sollte. Dieser scheitert aber auf allen Linien, wie auch seine Umsetzungsversuche im vergangenen Jahrhundert, weil der Mensch eben doch nicht bereit ist, seine Individualität gänzlich aufzugeben – Parallelen zur aktuellen politischen Situation der gutmenschlichen Gesinnungstyrannei sind nicht zu leugnen.“
NNS Weshalb sich der Freund vom Mit-etwas-davor-Kanzler als felssachkundiger Autor Coell nennt? Ist es sein Knicks vor Conny Cöll, der vor allem Westernromane schrieb? „Treu bis in den Tod“, „Der törichte Scheriff“, „Der Gigant“, „Rache für Alamo“, „Hetzjagd ohne Gnade“, „Ohne Gnade“, „Die große Herde“, „Tolle Kerle“, „Der Doppelgänger“, „Die großen Drei“, „Wolfsliebe“, „Teufel in schwarz“, „Zion“ und so weiter und so weiter. Vielleicht, oder auch nicht. „Der Wunderschütze“ Conny Cöll, dessen sogenannter bürgerlicher Name Konrad Kölbl war, weigerte sich, in die NSDAP einzutreten, kann auf einer Website zu seiner Erinnerung gelesen werden. Aber das nur nebenher, weshalb sich der Klubdirektor diesen Namen gibt, wenn er schreibt vor allem … Sein Freund wird es wohl recht genau wissen, weshalb er sich Coell nennt.
Es kann nicht ausbleiben, daß Karoline Edtstadler in das Zentrum ihrer Ausführungen den Import stellt. Am Sonntag in einer Fernsehsendung.
Beim Import kennen sich die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung aus, wie in keinem anderen Bereich. Im Import einzig liegen ihre Kompetenzen. Bei solch recht ausgezeichneten Importfähigkeiten ist die Frage nicht verwerflich, warum sie nicht längst schon die Regierung zum Zwecke der Gründung einer Importfirma verlassen haben.
Auch Karoline Edtstadler hat an diesem Sonntag die ihre letzte Importbefähigungsprüfung mit außerordentlichem Erfolg bestanden. Sie weiß also um die Importe recht Bescheid.
Es geht in dieser Fernsehsendung um „Gewalt gegen Frauen“, um die „Frauenmorde“.
Es ist aber ein recht spezieller Unterbereich des Imports, in dem die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung in Österreich Kompetenzen aufweisen, wie niemand sonst noch in diesem Land, vielleicht noch ein Herr Rechtsanwalt oder ein Herr „Spezial-Jurist“ für Frauenangelegenheiten …
Nur eine Unschlüssigkeit bleibt, soll der Merksatz den Titel „Österreich, im 21. Jahrhundert“ oder „Österreich, Objekt 21“ …
PS Zu dieser Fernsehsendung selbst ist doch auch etwas anzumerken.
Der Sendungstitel „Gewalt gegen Frauen“ ist zu kurz und also zu ungenau.
Es will nicht unterstellt werden, daß mit einem solchen Titel alle Frauen in Österreich dazu motiviert werden sollen, nicht mehr alleine das Haus zu verlassen, sondern nur noch in Begleitung „ihrer“ Männer. Schon gibt es wieder von verschiedenen Medien Straßenbefragungen, in diesem Wintermonat 19, in denen Frauen sich dahingehend äußern, am Abend, in der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen.
Derart Verkürztes wie Ungenaues sollte den Damen und Herren des Vergangenheitsimports überlassen werden.
Der Sendungstitel hätte zumindest lauten müssen:
Beziehungsgewalt gegen Frauen von Männern
Auch der erklärende Sendungsinhaltstext hätte genauer ausfallen müssen, also nicht nur allgemein von Frauenmorden geschrieben werden dürfen, sondern vielleicht in der Art:
Vier Beziehungsmorde an Frauen zu Jahresbeginn innerhalb einer Woche schockieren die Öffentlichkeit. Die Zahl der von Männern ermordeten Frauen, die mit ihnen in einer Beziehung standen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie auch insgesamt die Akte männlicher Gewalt im Beziehungsumfeld der Frauen. Was muss passieren, um Frauen in Familien besser zu schützen? Darüber diskutieren Karoline Edtstadler, Gabriele Heinisch-Hosek, Karin Pfolz, Alexander Haydn und Andrea Brem.
Genaugenommen hätte sowohl der Sendungstitel als auch die Sendunginhaltsangabe gänzlich anders lauten müssen:
Was ist seit den 1970er Jahren in Österreich nicht geschehen, um Beziehungsfrauenmorde durch Männer, um männliche Beziehungsgewalt gegen Frauen …
Das muß hier nicht noch einmal ausgeführt werden, was seit Jahrzehnten in Österreich im Argen liegt. Im Kapitel
ist einiges angeführt, auch statistische Stichproben, auch Diskussionsanregungen, vorgebracht vor vier Jahrzehnten, auch im österreichischen Parlament …
Einer: Ob dem dritten Kind soll’s nur noch 43 Euro und a poar Groschn no geben. Des is doch nit gerecht.
Zweiter: Des poaßt scho so, is a gonz recht so. Schau, du kriagst jo a nit mehr Lohn, nua weil mehr Kinda host.
Einer: Depp!
Zweiter: Kriagst du mehr Lohn, weil du Kinda host? Na, kriagst nit. Is gonz wurscht, wie viele du host, da Lohn bleibt imma da gleiche.
Einer: Du bist so a Trottel!
Zweiter: Warum bin i da Trottel? Des stimmt jo, daß du nit mehr Lohn kriagst, nua weil du Kinda host. Du bist da Trottel. Stimmt des oder stimmt des? Kan Groschn kriagst mehr wegen deina Kinda? Stimmt des? Stimmts?
Einer: Jo, des stimmt. Oba a Trottel bist trotzdem.
Zweiter: I waß scho, warum i für di da Trottel bin. Weil i für die jetzige Regierung bin und da Kanzla a klasser Bursch‘ und du holt a stura Sozi, der gegen olles is, wos die jetzige tuat.
Einer: Na! Wirkli nit! Oba du koannst des nit vergleichn. A Firma und an Stoat. Des is anfoach a trotteliger Vergleich. I bin jo bei ana Firma ongstöllt und nit mei gonze Familie und schon gor nit meine Kinda. Da Chef zoahlt mi jo fir mei Orbeit und nit weil i Kinda hoab.
Dritter: Verzeihung, wenn ich mich einmische. Aber das stimmt schon, was Sie sagen, daß Sie nicht mehr Gehalt bekommen, nur weil Sie Kinder haben. Sie sind damit ganz auf einer Linie mit unserem Bundeskanzler, der genau dasselbe auch sagt.
Zweiter (triumphierend): Siehgst. Gö, jetz schaust wi a Ochs. Siehgstas! Wer is jetzan da Depp? Unsa Kanzla soagt desselbe wie i. Hearst des, da Kanzla red‘ wie i a!
Dritter: Und das ist eine vollkommen schlüssige Argumentation auf höchstem Niveau des Herrn Bundeskanzler. Ein Staat kann ja nicht päpstlicher als der Papst sein. In diesem Fall heißt das: Ein Staat kann nicht firmlicher als eine Firma sein. Anstatt den Bundeskanzler zu loben für seine soziale und christliche Einstellung, wird er ungerechterweise auf das Schäbigste kritisiert. Und ist das von ihm nicht höchst staatsmännisch gedacht, durch und durch christlich und sozial. Im Gegensatz zu den Firmen zahlt er nicht nur dem Mann was, sondern auch für die Frau und die Kinder. Da können sich die Firmen was vom Bundeskanzler, unserem ersten Staatsmann seit Urzeiten abschauen und auch neue Gehaltstabellen erstellen. Wer Frau und Kinder hat, kriegt mehr Lohn. Wer keine Frau und keine Kinder hat, der hingegen hat mit Lohnkürzungen bei gleicher Arbeit — —
Was für einen Verlauf das Gespräch am Nebentisch dann nahm, davon kann leider nicht mehr berichtet werden. Denn. Abgelenkt durch das Bezahlen der Zeche. Es war schon beim Aufbruch. Beim Queren der Wirtsstube konnte gerade noch aufgeschnappt werden, daß der an den Nebentisch herangetretene und sich in die Diskussion einmischende Herr sich vorstellte, sich bemüßigt fühlte, sich vorzustellen, da alle Damen und Herren am Nebentisch verstummt waren, auch die zwei Männer, die die Diskussion fast alleine führten, während alle anderen am Nebentisch mehr oder weniger nur zuhörten, auf seine Aufklärung hin, dieser Vergleich sei nicht irgend ein Vergleich, sondern einer von der höchsten Staatsspitze, so deutlich war das, nun schon fast beim Ausgang und also bereits in einiger Entfernung zu diesem Tisch, nicht mehr zu verstehen, und aus den paar mehr oder weniger deutlich noch zu verstehenden Wörtern, scheint es sich bei diesem Mann, den es wohl aus Ortsunkundigkeit in dieses Wirtshaus verschlagen hat, also in ein Wirtshaus, in das er in seinem Heimatort nicht gehen würde, um einen Journalisten aus Ried zu handeln, der für eine Zeitung schreibt, die Rolder Nachrichten heißen dürfte.
Seit dem Tag 18 dieses Monats steht diese Frage, ob „die Identitären die neuen …“ seien, auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der freiheitlichen Regierungspartei in Österreich zur Bewertung. Und die Zustimmung zu diesem Kommentar fällt auch diesmal recht hoch aus.
„Sind die Identitären die neuen Juden? Die man meiden muss? Die sich verstecken müssen? Mit denen man nicht reden sollte? PS.: Wehret den Anfängen!“
von Peter789 ist die Frage nach der Quelle zu stellen, die Peter789 veranlassen, eine solche Frage zu stellen mit der Hohnwarnung und Hohnmahnung „Wehret den Anfängen!“ Wie dieser Kommentar über seinen antisemitischen Aspekt hinaus nach geltender österreichischer Rechtslage einzuschätzen ist, will gar nicht beurteilt werden.
Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß Peter789 und seine Werter und Werterinnen eine Antwort erhalten wollen, die nicht die ihre schon selbst gegebene ist, aber dennoch:
Die Frage von Peter789 kann leicht wie kurz beantwortet werden.
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