Zwangsarbeiterinnen räumen den Schutt weg, während die deutsche Frau zum Baden ist.

Denkmal Trümmerfrauen - Die deutsche Frau geht zum Baden - Zwangsarbeiterinnen räumen ihr den Schutt weg.png

Wahrlich,  „die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig“, also die von der identitären Regierungspartei in Österreich.

Und vielleicht ist die Botschaft des Magnus Angermeier, die er ihr, der identitären Regierungsschaft, meißelte, eine subversive. Subversiv dadurch, daß er sich für die Schaffung eines Denkmals beauftragen und bezahlen läßt, und gegen das gesinnungsgemäße Ansinnen beispielsweise eines zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich ihr ein Denkmal der historischen Korrektheit schafft.

Es darf an die Markierung des Denkmals mit „1943“ erinnert werden. Mit dem Jahr, in dem der „totale Krieg“ im Sportpalast wortreich befeuert wurde.

1943: Historisch korrekter kann ein Denkmal der Trümmerfrauen einzig für die identitäre Regierungsschaft in Österreich im Jahr 18 nicht sein. Magnus Angermeier setzt seine kleine Figur einer Badenden nun wiederverwertet aber lebensgroß zur historisch korrekten Deutung von 1943.

Und anders kann die Zeit ab dem „totalen Krieg“ nicht gesehen werden.

Während die deutsche Frau, die zwei Jahre später in den Trümmern des deutschen reiches eine Verschleierungsidentität annehmen wird müssen, nämlich die österreichische der Unkenntnis, die Nichts-Gewusst-Staatsbürgerinnenschaft, zum Baden ist, müssen Zwangsarbeiter die Bombenschäden beseitigen, in Österreich.

So war es tatsächlich, und das zeigt Angermeier mit seiner Badenden eindrücklich, damals, ab 1943, in den Zeiten des „totalen Krieges“:

Die deutsche Frau gibt sich dem Müßiggang hin, die Zwangsarbeiterinnen räumen währenddessen den Schutt weg, damit der deutschen Frau ihre Trachtentreter nicht staubig werden, sie sich keinen Nagel eintritt, wenn sie vom Baden von einem Teich bei Wiener Neustadt oder von welchem Badelackerl bei welch größerem Dörferl immer zurück in ihr Städterl kommt, erfrischt, ausgeruht, bereit zum „totalen Krieg“, den ihr Liebster, wie sie ihm mit klassisch deutscher Lyrik ausgeschmückt nach müßiggängerischen Lackerltagen an die Front schreibt, für sie …

Daran wird die identitäre Regierungsschaft wohl nicht gedacht haben, es nicht durchdacht haben … wann je gingen Menschen zum Wegräumen von Schutt nackt, als Badende. Sie sahen wohl bloß, wie sehr die Frau nach ihrer gesinnungsgemäßen Vorstellung gestaltet ist, nach Vorgängerinnen – vielleicht von einem Fraß, einem Müllner, einem Thorak – gebildet, werden ihr diese möglicherweise eingefallen sein, wer könnte soher je beargwöhnen, ein historisch korrekt gesetztes Denkmal gegen die eigene gesinnungsgemäße historische Sicht zu bekommen, das darüber hinaus recht genau dafür beauftragt und teuer bezahlt.

Es gibt, wie bereits ausgeführt, auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Aber keines mit einer Badenden. Es werden Frauen in Arbeitskleidung gezeigt, bekleidete Frauen mit Werkzeug, bekleidete Frauen mit Schaufeln in arbeitender Pose dargestellt, bekleidete Frauen in schweren Arbeitsschuhen mit Spaten und Hacken nach dem „totalen Krieg“ — je nicht nackte Frauen in müßiggängerischer Stellung, mit entblößtem Po breit zufrieden  räkelnd an irgendeinem Badelackerl …

Es gibt also auch anderswo solche Denkmäler, die Frauen sitzend zeigen, die sich von der schweren Räumarbeit für einen Augenblick ausruhen, aber Frauen, die nicht einmal in ihren kurzen Pausen das Werkzeug aus der Hand legen, sogar in ihren Pausen jederzeit bereit sind, sofort aufzustehen, sofort weiterzumachen, sofort wieder an die schwere Arbeit zu gehen. Die Badende der identitären Regierungsschaft hingegen gemütlich mit Händen in ihrem Schoß, vielleicht denkt sie in ihrem Müßiggang daran auch kurz, ob bei ihrer Heimkehr die Gassen wohl schon wieder gesäubert …

Denkmal Trümmerfrauen Magnus Angermeier

„Fascisti del terzo millennio“ – Il paese di breve

Terra di breve

Lilith Kurz hat wieder etwas geschickt.

Aufmerkenswert finde sie, Kurz, diesmal, bemerkenswert für Kurz sei diesmal, wie die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei plötzlich Fragen stellen können, als wären sie selbst dafür vollkommen nicht anfällig, je keine Versuchung, der sie erliegen könnten, als wären sie die Vorangehenden etwa gegen Rassismus, die Unerbittlichen etwa gegen Faschismus, die ersten Willkommensheißenden von „Ausländern“ …

Wie recht genau sie plötzlich auch um die Geschichte Bescheid wissen können, wenn es, so Kurz, nicht um ihre Fortschreibungen …

„Einen kurzen Aufreger gab es um das Wahlplakat der neofaschistischen Partei ‚CasaPound‘, laut Eigendefinition die ‚Faschisten des dritten Jahrtausends‘. Auf dem Plakat prangt in der Mitte das Parteilogo, darüber ist die Südtiroler Landesregierung, und darunter sind afrikanische Männer abgebildet. Bei den Köpfen der Landesregierung steht die italienische Aufschrift: ‚Ripulire l’Alto Adige‘, bei den Einwandererköpfen das gleiche auf Deutsch: ‚Südtirol säubern‘. Die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig: Das Land von den jetzigen Politikern und ihrer Politik säubern, das Land von Ausländern säubern. Das Plakat lässt aber auch noch anders lesen: Alto Adige von den Deutschen säubern. Dass diese Interpretation nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen die Vertreter der Partei selbst: Sie positionierten sich mit diesem Plakat vor einem Tirol-patriotisch dekorierten Haus im Passeiertal.“

Sie würden, so Kurz, solche Fragen nur stellen, weil es den „Faschismus“ einer Partei betrifft, der in einem für sie entscheidenden Punkt nicht mit ihren territorialen Interessen übereinstimmt.

Denn wäre, so wie es die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei im Land, in dem Kurz lebt, darstellen, die „neofaschistische Partei“ auch in diesem Punkt auf der Marschroute der identitären Regierungspartei unterwegs, wäre dieser Kommentar, so Kurz, gänzlich anders ausgefallen …

In keiner Weise also kritisch, sondern eintrachtig …

Denn. Wenn es nicht um diese kleine Scholle in den Bergen gehe, so Kurz, singen solche Parteien das Hohelied …

„Wiederbeleben des Faschismus“

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Kurzens Land die identitäre Regierungspartei recht genau geben

Di casa in casa: Unweigerlich fällt Kurzens Land ein, etwa beim Lesen über „Faschisten des 3. Jahrtausends“

„Ein neuer Eurofaschismus mit“ der Südscholle „als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede vom zurzeitigen Vizekanzler nicht ohne Südscholle

Im Herzen der identitären Regierungspartei stets eine Kammer geräumt für die Südscholle

Südscholle

Heim in Kurzens Land

„Die besser situierten werden Urzì, Biancofiore und vor allem der Lega zuneigen.“

Dieser Satz aus dem Kommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei ist für Kurz besonders festzuhalten.

„Die besser situierten“ … Worin die Situierten besser – besonders einer, so Kurz, von der Lega vor allem könne darüber selber besser Auskunft geben als sonst wer je … Situierte können besser mit Geld – sich etwas leisten, beispielsweise eine Glock …

Diesmal wäre es durchaus angebracht, Kurz zu antworten. Andererseits. Kurz werde es selbst bereits wissen, wie „durchdacht und mehrgleisig die Botschaft“ der identitären Regierungspartei in Kurzens Land ist, wie von ihr eben erst mit ihren Trümmern am Steig zur Melker Festung …

Fascisti del terzo millennio - Il paese di breve

 

Gesinnungsmaßmeißler Magnus Angermeier

Magnus Angermeier sagt, er sei Künstler, über Politik rede er nicht, mit der Parteifreundin des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich, eher über Kunst und Kultur würden sie reden, sagt Angermeier, aus der Politik, sagt Angermeier, halte er sich raus, sagt Angermeier.

Dafür, daß er, Angermeier, sich aus der Politik raushalte, hat er der identitären Regierungspartei mit seinem Muttermalstein alles Politische zusammengetragen, was die identitäre Regierungspartei unter dem Politischen versteht, und vor allem, was der identitären Regierungspartei gesinnungsgemäß recht und billig ist.

Für einen Mann, der sich aus der Politik raushalte, hat er also alles millimetergenau aus dem Stein gehauen, was die identitäre Regierungspartei den Menschen in Österreich ständig in ihre Köpfe klopfen …

Einiges von dieser angermeierischen Gesinnungsmaßsteinwiederverwertungsarbeit für die identitäre Regierungspartei wurde schon angesprochen, kann gelesen werden …

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Muttermal auf der Mölker Bastei

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Das ist aber noch nicht alles. Magnus Angermeier schuf mit seinem Muttermalstein der identitären Regierungspartei wahrlich einen zum gesinnungsgemäß vollkommenen Glücklichsein. Der Hinweis stammt von Angermeier selbst. Sein Muttermalstein „korrespondiere mit dem unmittelbar gegenüber platzierten Liebenberg-Denkmal an der Mölker Bastei“ …

Ja, für die identitäre Regierungspartei ist doch ein jeder Tag ohne Verweis auf die „Türkenbelagerung“ kein Tag, sondern nur Nacht, zum Liegenbleiben.

Liebenberg, Bürgermeister in Wien zur Zeit der „Zweiten Türkenbelagerung“, das war 1683. Er räumte wohl keine „Trümmer“ weg, wie die Frauen Jahrhunderte später Platz schufen für den „totalen Krieg“ ab 1943, aber er, Liebenberg, organisierte eine „Bürgerwehr“ …

Würde die identitäre Regierungspartei möglicherweise aus marketingtechnischen Überlegungen heraus nicht davor zurückschrecken, einen eingeführten Parteinamen aufzugeben, sie hätte sich vielleicht längst schon in „Bürgerwehr“ umbenannt, schlägt doch so heftig ihr Herz für sogenannte Bürgerwehren …

Oh, Angermeier, Gloria!

Was für ein Durchmarsch durch die Gesinnungsgassen der identitären Regierungspartei mit dem Raushalterucksack, den traditionell Künstlerinnen und Schriftsteller im Frondienst solcher Parteien so recht gern …

Magnus Angermeier

 

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Wer hat das in Österreich noch nicht gehört? Bis hinunter ins Jahr 18:

„Unterm Hitler hätt’s das nicht gegeben.“

Jetzt, nach der Errichtung und Entschleierung des Muttermalsteins auf der Mölker Bastei, wird dieser Spruch wohl eine Wandlung erfahren:

Wenn das der Hitler hätt‘ noch erleben dürfen.

Und was?

Hätt Hitler noch erleben dürfen - Verwirklichung Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen.png

Die Verwirklichung der Ökumene.

Eingeweiht das Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“ am 01.10.18 in Eintracht von einem evangelischen Angestellten und einem katholischen leitenden Angestellten.

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Denkmal für Trümmerfrauen - Nach dem totalen Krieg.png

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied zum Muttermalstein in Österreich. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele Menschen nicht ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie eben in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungsaufbau mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, als der Aufbau des Krieges zum „totalen Krieg“ …

Walter Prinz, wird berichtet, sagte bei der Entschleierung des identitären Nasenrings am 01.10.18, „die Leistung der mit dem Denkmal geehrten Frauen, die mehr geleistet hätten, ‚als bloß Schutt beiseite zu räumen‘, nämlich ‚die die Gesellschaft vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt haben‘.“

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Vizekanzlers damit gewürdigt.

Die Hinauszögerung des Zusammenbruchs des deutschen reiches für zwei Jahre. Wie bitter wäre es heute vor der Erkenntnis stehen zu müssen, es hätten die damaligen Generationen nicht den „totalen Krieg“, der im Sportpalast von Joseph Goebbels im Jahr 1943 ausgerufen wurde, zwei ganze Jahre noch erleben dürfen, dieses größte Geschenk, zu dem derartige Gesinnungsparteien je nur fähig sind, den Menschen zu machen.

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Sportministers damit gewürdigt.

Was hätten die Nachkommen dieser damaligen Generationen, die „bloß „Schutt“ für den „totalen Krieg“ beiseite räumten, heute keine „Trümmer“ in jedweder Gesinnungsform, die sie zum Zertrümmern …

Denkmal Trümmerfrauen - Vor dem totalen Zusammenbruch

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum die Datierung des identitären Muttermals mit 1943 beginnt, also darüber zu spekulieren, was die identitäre Regierungspartei bewegt, es mit 1943 zu markieren.

Wesentlich aber ist.

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele keinen Menschen ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Wiederaufbau nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungspartei mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, im Aufbau des „totalen Krieges“ …

Vielleicht, weil für sie der Krieg von 1939 bis 1945 erst mit 1943 beginnt, also mit den tatsächlich ersten Luftangriffen der alliierten Militärs auf das Gebiet der sogenannten Ostmark, auf die sogenannten Donau- und Alpenreichsgaue, die von ihnen nun Österreich genannt werden müssen, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Erkenntnis, nicht unverwundbar zu sein, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Vorahnung, der Krieg wird nicht zu gewinnen sein.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 hilfreich für die Erzählung, es sei nur ein Verteidigungskrieg gewesen, die Anderen hätten begonnen, ihre sogenannte Heimat zu bedrohen, zu bombardieren, Leid und Elend und Tod zu bringen – ein Angriffskrieg also gegen die bald vom madige zwölf Jahre währenden blutdurstigen und mordwütigen deutschen reich offiziell genannten Donau- und Alpenreichsgaue, die sie nun Österreich zu nennen haben.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 Ausdruck der Trauer darüber ist, daß es im Jahr 1943 klar wurde, ihre von der Vorsehung verheißene Zukunftstracht schon nach nur wenigen Jahren ein bloßer Fetzen nur noch ist, der nicht einmal mehr dazu taugt, Toten für das Grab anzuziehen.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 selige Erinnerung an die Zeit davor ist, an die Zeit von 1938 bis 1943 und für viele in den österreichischen Gauen an die Zeit von 1933 bis 1943 und für nicht wenige in den gauischen Bächen und Alpen auch bereits an die Jahre vor 1933, als das deutsche reich noch nicht Blutwirklichkeit war, sondern erst in den Köpfen sich, aber grausam damals schon, bildete.

Es ist müßig zu spekulieren, was letztendlich die identitäre Regierungspartei bewegt, einen Muttermalstein mit 1943 zu markieren. Die Markierung riecht nach Entlastung. Die Markierung riecht nach Schuldabschiebung. Die Markierung riecht nach Schuldzuweisung an alle, die auch auf österreichischem Boden beitrugen, das Ende des deutschen reiches zu besiegeln.

Es gibt die Redensart vom Nasenring, an dem Menschen geführt werden. Das Muttermal auf der Mölker Bastei ist der identitäre Nasenring, an dem die identitäre Regierungspartei die Menschen in Österreich durch ihre Gesinnungsgruselbude schleifen will …

Muttermal Mölkerbastei.png

 

Muttermal auf der Mölker Bastei

Jetzt haben sie es also doch – das, wie sie es nennen, Denkmal, und materialisiert sogar, auf der Mölker Bastei, entschleiert. Am 01.10.18.

Mit den höchsten Gästen, die es für eine Entschleierung eines kurz unter Muttermal zu verschlagwortenden Steins nur geben kann. Wie Michael Ley. Er, der höchste zu kriegende Gast, sitzt gleich schräg hinter dem zurzeitigen Vizekanzler mit seinen Ministerkameraden und seiner Ministerkameradin …

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

Wo es um das Rechthöchste geht, um ein Mal oder Zeichen ihrer Denke, kann ein Gast Michael Ley kein Fehl … ob dabei gar schon besprochen wurde, wer werde denn zum „Marsch“ am 26.10.18 …

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Michael Ley, Marsch für die Familie

Touristisches Attraktionsgesamtpaket für Österreich mit Marschierer Adam und „Gesinnungsfreund“ Hofer

Das Verbindende: ein Nagel.

Beim Anblick des Muttermals des Landschaftsarchitekten Magnus Angermeier will und muß wohl gar nicht recherchiert werden, aus welchen Trümmern seine Gesinnung – Odin kommt sogleich in Erinnerung, der Medaillengedenkschmied für Dinghofer …

Das „Denkmal für Trümmerfrauen“ gehe, wird berichtet, auf eine „Initiative“ des identitärnahen Cajetan-Felder-Instituts … dessen Namenspatron war einst Bürgermeister in der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams, ein Amt von dem wieder geträumt … aber wozu wiederholen, was bereits in einem Kapitel

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

festgehalten, und auch keiner Wiederholung bedarf es, es muß nicht noch einmal erzählt werden, was es für einen, wie es „Hail Trump“ nennen würde, Deal in der ersten kurzen schwarzblauen Regierung gab: „Trümmerfrauen“ für …

30 Jahre an der Heldenplatz – Galerie des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich

Übrigens. Ein Muttermal sei, so wird es allgemein beschrieben, eine gutartige Fehlbildung des Haut … angeraten wird aber doch, ein Muttermal stets genau zu beobachten, jedwedes zu untersuchen, ob es denn tatsächlich gutartig oder nicht doch … bei einer Wucherung allerdings stellt sich nie die Frage, wie artig sie sei, denn eine Wucherung ist stets nur …

Denkmal für Trümmerfrauen auf der Mölker Bastei

Kemeten, pro-patria-suiten

Im Herbst ’18 werden in Kemeten Tafeln aufgestellt, darunter auch eine zur „NS-Zeit“. Das geht auf einen Gemeinderatsbeschluß aus dem Jahr ’06 zurück. Zwölf Jahre also wurde in Kemeten dafür gebraucht, um eine solche Tafel zur „NS-Zeit“ aufzustellen.

Ein sehr anschauliches Beispiel, um Zeit zu erklären. Zwölf Jahre für das Aufstellen von ein paar Tafeln tausend Jahre, eine Ewigkeit. Ein tausendjähriges Reich zwölf Jahre, ein Wimpernschlag.

Zwölf Jahre wurde also in Kemeten daran gefeilt, einen Tafeltext zur „NS-Zeit“ zu formulieren. Und was das für ein Text geworden ist. Woran eine Ewigkeit gemeißelt, das kann nur recht werden …

1938-1945

Nach schwierigen Jahren erfolgte am 1. September 1938 die nächste Grippewelle.

Die Gräuel der zweiten Grippewelle trafen auch Kemeten mit voller Härte. So kamen 120 Kemeter, die gegen die Grippe gezogen, sind nicht wieder nach Hause.

Nein. Über eine derart ehrlich gemeinte Tafel sich lustig zu machen, das schickt sich nicht. Sagt doch dazu der Bürgermeister von Kemeten: „Dahinter liegt ein großes Bedauern.“ Ist hinter der Tafel gleich der Friedhof, wo Groß Bedauern begraben …

Über diese Tafel sich lustig zu machen, das geht auch deshalb nicht, weil es eine lyrische Tafel von höchster Güte ist. Lyrik durch raffinierteste Beistrichsetzung:

„So kamen 120 Kemeter, die in den Krieg gezogen, sind nicht wieder nach Hause.“

Wäre dafür ein Bürgermeister der identitären Regierungspartei, deren Gefechte mit der Rechtschreibung legendär sind, verantwortlich, so wäre es, kurz wie einfach gesagt, ein banaler Rechtschreibfehler, verantwortlich aber dafür ist ein sozialdemokratischer Bürgermeister …

Kemeten - Pro Patria Suite

Ausgewogener, gerechter hätte auch ein Verantwortlicher aus der identitären Regierungspartei das Formulieren dieser Tafel nicht in Auftrag geben können: ausgewogen und gerecht verteilt Leid, Elend, Mord auf alle Menschen, das von dem Wimpernschlagtotalreich mit stahlhartem Willen industriell erzeugt …

Zehn Sätze hat der Tafeltext. Zwei Sätze für die Opfer, für die Ermordeten vom Wimpernschlagtotalreich. Vier Sätze berichten vom „Bomberabsturz in der Kemeter Bergen“, wann die „ersten russischen Truppen“ … wie lange und wo die „Front verlief durch die Gehöfte“  … wie viele „Häuser in Brand geschossen“ … wie viele „Deutsche und Österreicher ums Leben kamen“ … Ein Satz gesteht ein, die „Zahl der gefallenen Russen ist nicht bekannt“. Zwei Sätze davon, wie Kemeten die „volle Härte der Gräuel des zweiten Weltkrieges“, wie viele „nicht wieder nach Hause sind“ … Und zum Auftakt informiert ein Satz zielgenau, wann der „nächste Krieg erfolgte“, nach „schwierigen Jahren am 1. September 1939“ …

Der Friedhof oder die Kirche mit der Urne von Groß Bedauern in Kemeten muß tatsächlich gleich dahinter …

Und nun „kritisiert“ die „Roma Volkshochschule Burgenland“ diese „Tafel zum Gedenken an das Schicksal der Roma von Kemeten als ‚misslungene Erinnerung'“ und der sozialdemokratische Bürgermeister „zeigte sich über die Kritik ‚verwundert'“ – wie recht damit doch Wolfgang Koller …

Die „Zigeuner“ sind daran doch selber schuld und dafür allein verantwortlich; sie hätten längst schon eine andere Tafel bekommen haben können, und zwar bereits im Jahr 1945. Aber wer keine Mensuren ficht, kann nicht erwarten, Kränze geflochten zu kriegen.

Niemand weiß über die Verantwortung und die Schuld der „Zigeuner“ mehr als ein Landeshauptmann aus dem Burgenland, der heute noch weltberühmt …

In Kemeten gibt es aber ein Denkmal, schon lange, bald schon seit einhundert Jahren: Erbaut 1925. Und schon 1945 wurde das Denkmal erweitert:

„PRO PATRIA

Den Toten zur Ehre
Den Lebenden als Mahnung

Unseren Helden
1914-1918
1939-1945″

Und darunter wird allen „unseren Helden“ mit Vornamen und Familiennamen gedacht, die ihr Leben für „das Vaterland“ hergaben, auch angeführt die Hausnummern, wo sie in Kemeten wohnten, damit, wer durch Kemeten spaziert, vor den Häusern verweilen kann, „unseren Helden“ zu danken, vor dem Haus Nr. 88 dem Franz Koller, noch einem Koller Franz auf Nr. 81, einem Johann Krautsack auf 255, einem Mathias Graf auf 116, einem Heinrich Christmann: bei dem allerdings ist keine Nummer angegeben, es muß wohl ein Obdachloser gewesen sein, vielleicht der einzige Obdachlose in Kemeten, aber immerhin ein Obdachloser mit Beruf, beim „Helden“ Christmann ist nämlich angeführt: „Lehrer“ …

„pro patria“ in Kemeten, Burgenland. „pro patria“ in der Hofburg, Wien. Es soll doch auch einmal „unseren Helden“ der Gegenwart gedacht werden, beispielhaft dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich. Ohne ihn wäre das Wissen über die „pro-patria-suiten“ der Burschenschaften, über die Suiten generell, also die Folgen, die Anschlüsse …

Es werden die örtlichen Verhältnisse in Kemeten nicht gekannt, und doch geben die Zusammenhänge eine Vorstellung davon, wo was in Kemeten liegt. Vor dem Friedhof oder der Kirche mit der Urne von Groß Bedauern ohne Geburtsdatum noch Sterbedatum liegt das Kriegerdenkmal „pro patria“ und weit hinter dem Friedhof oder der Kirche mit der Ehrenurne von Groß Bedauern, abgelegen, links oder rechts, die Stahlskulptur mit den Tafeln, also mit jener zur Erinnerung an die zweite Grippewelle nach den schwierigen Jahren der ersten Grippewelle … Die Tafeln selbst können nicht gesehen werden, sind diese doch verdeckt durch das Kriegerdenkmal und die Kirche oder den Friedhof, nur der Kriegerdenkmal und die Kirche respektive Friedhof überragende Stahl ist weithin …

 

Kemeten Stahl - Denkmal

Kurz zum Algorithmus des Allmächtigen

Manchmal erübrigt sich jedwede Beschreibung, jedwede Analyse. Es reicht zu schauen, ein kurzer Blick …

Und schon liefert die automatisierte Zusammenstellung kurz wie einfach die vollkommene Analyse, etwa diese von dem Konzern Facebook.

Wie im Falle des nagel’schen Vereins Okzident.

Als ähnliche Seiten werden die von Vilimsky, Abzwerger, Kickl vorgestellt …

Ist denn ein Wort mehr noch notwendig?

Im Verein der ähnlichen Seiten.

Die Seiten einer Medaille.

Ähnliche Seiten. Nicht von irgendwem dermaßen eingereiht, sondern von Facebook, dem Konzern. Es wird Abzwerger, Kickl, Vilimsky wohl recht anrühren, vor dem Allmächtigen auf einer Seite mit Nagel-Okzident zu stehen, vom Allmächtigen dermaßen geehrt, ausgezeichnet zu werden, vom Allmächtigen mit den zwei Vorstehern dieses Vereins auf eine Stufe gestellt – ein güldenes Edelweiß mehr auf ihrer so gesinnungsreichen Trachtenehrenweste.

Vielleicht trübt es den Freudenstolz von Abzwerger, Kickl, Vilimsky darüber ein wenig, zu wissen, daß ein Ministerkamerad von ihnen sich rühmen darf, von einem gar als „Gesinnungsfreund“ bezeichnet zu werden. Bald aber hätten sie eine Gelegenheit, auch in den Genuß dieser recht hohen Auszeichnung zu kommen, wenn sie zum Marschtag eilten …

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Ähnliche Seiten.

Ach, wie wird in dieser überkritischen Zeit nicht einmal davor Halt gemacht, den Algorithmus des Allmächtigen unangetastet zu lassen, als fehlbar hinzustellen.

Ähnliche Seiten. Ist das nicht höchstes Zeichen der Unfehlbarkeit des Allmächtigen mit seinem für den Menschen unergründlichen, aber richtigen Algorithmus.

Wie der Allmächtige auswählt, welche Seiten ihm ähnlich sind, so wählt der Adam-Nagel-Verein aus, welche Seiten ihm gefallen, das sind der Mann selbst, der tief seine Nägelchen in das Kopfbrett seiner Schlafstatt schlägt, und die Mannen und Frauen des Marsches im Hochgebirge in der Kulisse einer Stadt.

 

Ähnliche Seiten einer Medaille - Abzwerger - Kickl - Nagel - Vilimsky.png

 

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18 zur Lobpreisung von „Negern, Zigeunern“

Lilith Kurz hat wieder etwas geschickt.

Von der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in deren Land, das sie, so läßt sie es wissen, nicht Kurzens Land genannt haben möchte.

Und diesmal schreibt Kurz zur Collage:

Marsch der Patrioten Nationalfeiertag Österreich 26 Oktober 2018.png

Am sogenannten Nationalfeiertag, 26.10.18, soll es einen „Marsch der Patrioten“ geben, in der Hauptstadt, der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams. Ist in dem werbenden Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website am 28.09.18 zu lesen.

Sprechen werde, so wird es angekündigt, auch ein Mann, der mit Wörtern so recht gut umgehen kann wie mit Gewehren, und was er nicht an sich halten wird können, dafür ist er bekannt, sind Wörter des Lobes über „Neger, Zigeuner“, ein Lob des „Genderwahns“, ein Lob der „Ehe“ zwischen Menschen gleich welchen Geschlechts wird ihm wohl auch honiggelb …

Umgehen kann dieser Mann auch mit Männern, die an einem Montag zu Ministern gemacht wurden, etwa mit dem, der wohl noch davon träumt, doch eines Tages Bundespräsident zu werden, das der Marschredner einst auch träumte, und das ist noch nicht so lange her, im Jahr ’16 war es. Der zurzeitige Minister wird es wohl auch nie werden, denn zur Bundespräsidentin kann ein Mensch nicht gemacht werden, wie beispielsweise zum Minister, sondern nur gewählt werden, und in einer Wahl für dieses Amt ist der zurzeitige Minister nur eines – ein Verlierer …

Angekündigt ist ein weiterer Mann, zu dem nichts weiter zu sagen ist, als bereits gesagt wurde, und er selbst wird wohl an diesem Marschtag wiederholen, was er erst vor kurzem in der Bezirkshauptmannschaft des niedertrachtigen Gehorsams sprach:

„Der blaue Fetzen muss verschwinden“

Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß der Beschwörer des Blauen-Fetzen-Verschwindens Obmann eines Vereins ist, dessen Vereinsadresse die Fuhrmanngasse 18 und aus dem Hause 18 in der Fuhrmanngasse kommt nur das Rechtbeste, was dieses Land zu bieten hat. Dabei ist nicht nur an die zurzeitige Ministerin mit den zutiefst verinnerlichten Höflichkeitsgesten zu denken …

Der Stellvertreter von dem Obmannbeschwörer des Blauen-Fetzen-Verschwindens in diesem Verein ist ein Mann von rechtem Gewicht, ein Parteigründer, ein marscherprobter Redner, ein die Massen fortreißender Rhetor, ein Mann, der zurecht den Familiennamen des ersten Menschen trägt – nach der Schöpfungsgeschichte im Koran oder in der Bibel oder … wer will sich daran noch erinnern – und dem vollauf gerecht wird.

Wie schade, dieser Mann ist diesmal nicht als Marschredner angekündigt. Vielleicht aber beehrt er die oben angeführten Lobredner mit seiner Anwesenheit und bringt dazu auch seinen ehrenritterlichen Gesinnungsfreund mit, falls es diesem möglich ist, sich für einen Nachmittag von seiner recht schweren Aufgabe, Traktorengeschwindigkeitstests auf Landstraßen durchzuführen, zu beurlauben.

Angekündigt ist noch ein dritter Mann, wohl als Zeichen für eine internationale patriotische Landsmannschaft, aus einer Stadt, einem Städtchen, einem Dorf, dessen Namen mir stets sofort entfällt, kaum habe ich seinen Namen nachgelesen. Ich weiß, wenn ich es Chemtrails nenne, ist es falsch, aber Sie wissen, welches Örtchen ich meine …

Übrigens. Wurde schon erwähnt, was es in diesem Land auf sich hat, wenn ein Mensch sich „Patriot“ nennt? Wenn es daran etwas Positives geben sollte, so bestimmt nicht in dem Land, wie Sie lesen können, vom dem ich Ihnen berichte.

Marsch der Patrioten 26 Oktober 2018.png