All das hat mit Tun nichts zu tun

Der Staatsspitzenmann aus der zurzeitigen Regierungspartei ist so stets wie recht glaubwürdig, auch mit dieser seiner Aussage, diese seine Partei habe „nichts mit den Identitären zu tun“.

Ebenso dürfte ihm geglaubt werden, sagte er, seine Partei habe mit der Website des praktizierten Zensurierens nichts zu tun. Denn. Es hat ja gar nichts mit Tun zu tun, beispielsweise das Schreiben für diese Website des praktizierten Zensurierens, der EU-Spitzenkandidat seiner Partei tut ja nichts, er schreibt ja bloß für diese Website des praktizierten Zensurierens.

Es hat ja gar nichts mit Tun zu tun, beispielsweise etwas entgeltlich zu schalten, im Ton von unentgeltlichen Kommentaren, das FBI tut ja nichts, es läßt ja bloß entgeltlich loben den Staatsspitzenmann auf dieser Website des praktizierten Zensurierens.

Es hat ja gar nichts mit Tun zu tun, beispielsweise das Verbreiten, der Staatsspitzenmann tut ja nichts, er verbreitet ja bloß die Kommentare der Website des praktizierten Zensurierens in ihr wohlgestimmter Gesinnung.

Es hat ja gar nichts mit Tun zu tun, beispielsweise das Eintreten für Identitäre, die Website des praktizierten Zensurierens tut ja nichts, sie schreibt ja bloß seit Jahren gesinnungstemperierte Kommentare für Identitäre. Es sind in diesen Jahren so viele Kommentare zusammengekommen, daß es viel Zeit in Anspruch nehmen würde, zu zählen, wie viele gesinnungstemperierte Kommentare es bisher schon waren.

Vor kurzem erst, um einen gesinnungstemperierten Kommentar als Beispiel herauszugreifen, einen über diesen Identitären und einen weiteren Mann, dessen Tun auch nichts mit Tun zu tun hat, er schreibt bloß ein Magazin voll, das auch nichts mit der identitären Partei zu tun hat, und er tut ja auch nichts, er singt bloß am österreichischen Nationalfeiertag vor dem Tor der Hofburg das „Deutschlandlied“. Und das Singen, das ist bekannt, hat nichts mit Tun zu tun. Denn. Wo gesungen wird, heißt es so schön, da laß‘ dich nieder, faule Menschen haben Lieder.

Und wo gesungen wird, da wird auch getanzt, nicht vor, sondern fesch uniformtrachtig in der Hofburg … wie stets hat das nichts mit Tun zu tun, das Tanzen, das Singen, das Schreiben, die Hofburgballreden, der hofburgballbeschleifte Smoking des Identitären

NS Der zurzeitige Staatsspitzenmann muß, wie oft er jetzt vom „Rechtsstaat“ spricht, ganz vernarrt in den Rechtsstaat sein, und als wäre er eben erst, vor kurzem, vielleicht erst im Winter 18 gen Österreich gezogen, warnt er nun, wer den Rechtsstaat nicht lebe, der habe auch mit Konsequenzen zu rechnen, geradeso als hätte es bisher in all den Jahrzehnten in Österreich keine Konsequenzen … das könne aber, wer jahrzehntelang auf einem anderem Umfeld von rechtsstaatlichen Auffassungen großgezogen wurde, nicht wissen, und ist also verzeihlich, sofern er unter seinem Rechtsstaat den in Österreich seit Jahrzehnten praktizierten Rechtsstaat …

Wenn von „Rechtsstaat“ die letzten fünf Buchstaben zerbröckeln …

Ein vielfacher Mörder hat, wird zur Zeit berichtet, Identitären in Österreich eintausendfünfhundert Euro gespendet.

Das ist nicht viel Geld. Jedenfalls, so scheint es, für den vielfachen Mörder, der es sich nicht nur leisten kann, zu spenden, sondern auch entsprechende Bildungsreisen zu unternehmen, beispielsweise in das schöne Österreich und in das noch schönere Kärnten. Ein Verschwender kann der vielfache Mörder dennoch nicht gescholten werden. Er hat das Geld gut investiert, in seine Bildung, im Wissen, daß Morde ohne Bildung nur der Barbarei geziehen werden.

Das ist viel Geld. Für einen arbeitenden Menschen mit einem Stundenlohn von 1,50 Euro. Das sind eintausend Arbeitsstunden bei einem Stundenlohn von 1,50 Euro. Eintausend Arbeitsstunden. Bei Vollzeit mit 40 Wochenstunden muß ein Mensch 25 Wochen arbeiten, also fast ein halbes Jahr. Einem Menschen mit einem Stundenlohn von 1,50 Euro fehlt gewiß alles, um auf einen Ball gehen zu können, gar auf den „Akademikerball“ der zurzeitigen identitären Regierungspartei in die Hofburg in Wien, Österreich.

Ein Mensch mit einem Stundenlohn von 1,50 Euro wird darüber hinaus auch nicht die Ruhe haben, nicht die Sicherheit, um entspannt auf einen Ball gehen zu können, zu sehr wird er mit der Sicherung seines Lebensunterhalts beschäftigt, damit vollauf ausgelastet sein.

Wer auf einen Ball gehen kann, gar auf den „Akademikerball“ in die Hofburg, muß in einer Lebenslage sich befinden, die in jedweder Hinsicht Sicherheit bietet. In solch einer gesicherten Lebensumwelt wird sich der Mann aus dem identitären Umfeld befunden haben, der in diesem Jahr auf dem „Akademikerball“ in der Hofburg tanzte, sich freiheitlich fühlen konnte von der Plage, mit einem Stundenlohn von 1,50 Euro das Auslangen nicht finden zu können, gut aufgehoben inmitten der honorigsten Menschen des Landes Österreich, verwöhnt mit Speis‘, Trank und Rede eines Staatsspitzenmannes, und mit Zuversicht auf weitere Spenden aus aller Welt, von den gesinnungshonorigsten

Auch auf diesem Ball, kann er sicher sein, die freizügigsten Menschen, die es in diesem Österreich nur gibt, zu treffen, sie sind bereit herzugeben, nicht das Hemd, aber dafür nicht nur eine Waffe, sondern siebzehn „9 mm Para“ — so großzügig kann nur ein Mensch sein, der Angehöriger einer Verbindung“ ist.

Das ist angewandter „Rechtsstaat“.

Wie viele Jahrzehnte wurde in Österreich die quälende Frage gestellt, ob denn der „Rechtsstaat“ in Österreich „funktioniert“. Wie haben sich alle, allen voran wohl die ÖVP, sich selbst damit gemartert, ob sie denn einen „funktionierenden Rechtsstaat“ den Menschen im Land …

Kurz gesagt, diese Qual hat ein Ende. Mit diesem Tag, einem, muß gesagt werden, historischen Tag: 26. März 2019. Denn. Der oben angesprochene Staatsspitzenmann stellte an diesem 26. März 2019 schriftlich unmißverständlich klar:

„Unter dieser Regierung funktioniert der Rechtsstaat.“

NS Der oben angesprochene Staatsspitzenmann ist auch für seine klare Haltung in bezug auf den Antifaschismus bekannt. Aber nicht nur ihm, sondern vielen in seiner Partei ist der Antifaschismus eine rechte, oh eine ganz und gar rechte Herzensangelegenheit.

Gurken für Gerechtigkeit!

„ich glaube daß es gerecht ist also wenn ein zivildiener oder auch bei dir also die soldaten also nicht so viel verdienen warum sollen also die ayslberechtigten einen höh asylwerber einen höheren lohn haben“

Zur Frage, warum werden dann nicht höhere Löhne gezahlt, die Ministerin kurz

„es kommt auf die frage an wo man ansetzt wir setzen jetzt auf der anderen seite an“

Ausgestrahlt in einer Nachrichtensendung am 25. März 19 im österreichischen Fernsehen …

Allein diese Aussage der zurzeitigen Sozialministerin über die Bezahlung von „Zivildienern“ und „Soldaten“ läßt befürchten, daß „Kapuzineräffchen“ auch mehr über die gesetzlichen Staatsgrundlagen und die Entlohnungsysteme in Österreich wissen, also die zurzeitige Ministerin und ihre regierungsamtlichen Kameraden und Kameradinnen.

Aber das ist keine Beleidigung. Keine Gleichstellung der identitären Regierungskameradinnen mit Kapuzineräffchen, keine Herabstufung der Regierungskameraden. Menschgemäß ist es müßig, das gesondert zu betonen. Aber es fühlen sich Menschen, wenn sie daran erinnert werden, der Tierart Mensch anzugehören, so leicht wie falsch beleidigt …

Kapuzineräffchen wissen sehr viel. Sie, die Kapuzineräffchen, wissen beispielsweise genau Bescheid um die Gerechtigkeit.

Dafür führt Susan Neiman in ihrem Buch „Warum erwachsen werden? – Eine philosophische Ermutigung“ ein Beispiel an:

„Offenbar erkennen selbst manche Tiere Ungerechtigkeit. Die Primatenforscher Frans de Waal und Sarah Brosnan führten eine Reihe von Experimenten durch, bei denen jeweils zwei Kapuzineräffchen zur Belohnung ein Stück Gurke erhielten, wenn sie eine kleine Aufgabe erledigt hatten – ein Gemüse, das sie gewöhnlich gern aßen. Beide erledigten bereitwillig die kleine Aufgabe (den Experimentatoren einen Stein zurückgeben), bis diese eines der Äffchen mit einer Traube belohnten – eine Frucht, die ihnen noch besser schmeckt. Daraufhin rebellierte der Affe, der weiterhin mit Gurke belohnt wurde; er warf mit dem Stück Gurke nach der Versuchsleiterin und weigerte sich, weiter mitzumachen. Es ist interessant, dass die Affen ihren Zorn auf den Experimentator beschränkten, der eindeutig die Quelle der Ungerechtigkeit darstellte, und nicht den anderen Affen einbezogen, der davon profitierte. Das Experiment, das mit anderen Affen und auch anderen Tieren wiederholt wurde, legt den Gedanken nahe, dass ein grobes Gerechtigkeitsgefühl schon deutlich früher in der Entwicklungsgeschichte auftaucht und nicht erst mit dem homo sapiens.“

Dieses Expertiment zur Veranschaulichung und Vorbildnahme kann hier angesehen werden …

Welche Schlüsse können aus diesen Experimenten gezogen werden?

Was dies in bezug auf die Entwicklung der zurzeitigen Bundesregierung bedeutet, will gar nicht behandelt werden. Kurz zusammengefaßt: vom Groben zum Gröbsten.

Wesentlich von Interesse an diesem Experiment ist, wie Tiere auf Ungerechtigkeit reagieren. Sie wissen, wer für die Ungerechtigkeit verantwortlich ist, und gegen die Verantwortlichkeiten für die Ungerechtigkeit richtet sich ihr „Zorn“ und ihre „Rebellion“. Sie weigern sich, „weiter mitzumachen“. Sie sehen in den Tieren, die von solch einer Ungerechtigkeit profitieren, keine gegnerischen Tiere, sie wissen, sie sind auf der gleichen Seite, gleichermaßen ausgesetzt einer Ungerechtigkeit.

Das sollte sich auch bei Menschen, die auf der anderen Seite von dieser Regierungskameraderie stehen, wieder verstärkt breitest durchsetzen, zu wissen, vor allem bei jenen, die meinen, Profiteure der identitären Ungerechtigkeit zu sein, gegen wen die „Gurke“ zu werfen ist.

A brief history of „the great replacement“

Es ist, vielleicht, doch besonders hervorzuheben, wo die Wanderung der „großangelegten Umvolkung“ begann. Sie begann nicht in den sogenannten Sozialen Medien, sondern in den „Kärntner Nachrichten“ …

„Mölzer veröffentlicht in den Kärntner Nachrichten (3. 5. 1990) einen Artikel mit dem Titel ‚Österreich – Ein Einwanderungsland?‘. Derselbe Artikel erscheint wortwörtlich identisch in der rechtsextremen Zeitschrift Die Aula (6/1990) unter dem Pseudonym F.X. Seltsam. In diesem Artikel betont er, dass ‚die Freiheitlichen sich als Vertreter der autochthonen Bevölkerung, die Teil der deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft ist, sehen‘ und eine ‚großangelegte Umvolkung, wie sie die Propagierung einer multikulturellen Gesellschaft bedeutet, aber klar dem Verfassungsauftrag für unsere Politik [widerspricht]‘.“

Erst danach kamen die sogenannten Sozialen Medien auf. Und menschgemäß wanderte rasch und wandert weiter auch, kurz gesagt, die „großangelegte Umvolkung“ in den sogenannten Sozialen Medien, wie alles, das an diesen zu schelten, zu loben ist.

Nun aber sind im Zentrum der Anklage die sogenannten Sozialen Medien, als gäbe es hinter tausend Websites keine Welt, die heutzutage analoge Welt genannt …

Aber diese analoge Welt gibt es weiter. Und in dieser Welt sprechen Gesinnungsmänner weiter von „Umvolkung“, verwenden Gesinnungsfrauen dafür mannigfache Versionen von „Umvolkung“, beispielsweise …

„Das Wort ‚Umvolkung‘ will Strache nicht in den Mund nehmen, aber: Es finde in vielen Bereichen ein ‚Bevölkerungsaustausch‘ statt, so Strache: ‚Nicht der Begriff ist das Problem, sondern der Zustand.‘ Über das Vokabel könne man diskutieren, aber es gehe darum, einen ’schleichenden Bevölkerungsaustausch‘ aufzuzeigen. Strache steht also voll und ganz hinter Schnell.“

Gewandelt hat sich aber eines. In diesen bald dreißig Jahren der Wanderung der „Umvolkung“ durch die Welt, bis ans Ende nicht der Welt, sondern des Denkvermögens: Christchurch

Mußte jener Mann, nun wohl noch grauer geworden, noch ob seiner Sager, seiner Sagen noch zurücktreten, werden nun Männer und Frauen seines Gesinnungseinschlages in die höchsten Ämter des Staates, werden sie Staatsspitzen …

Aber im Zentrum stehen die sogenannten Sozialen Medien, die bloß hinzugekommen sind …

In solchen Momenten bietet es sich an, Gedichte umzuschreiben, hinzuschreiben auf die Gegenwart …

Media wands

Der Blick ist vom Vorübergehn der Sites
So müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Es ist, als ob es tausend Sites gäbe
Und hinter tausend Sites keine Welt.

Der stechend Gang behäbig ungelenker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz von Trachten um eine Mitte,
Der betäubt ein großer Wille vergeht.

Nur manchmal schaltet der Filter vor der Pupille
Sich lautlos aus –. Dann geht ein Bild hinein,
Geht durch der Glieder angespannte Stille —
Und hört im Herzen auf zu sein.

Von der langen, langen Wanderung der „Umvolkung“

Es dürfen Hans Rauscher hehre Motive angerechnet werden, aber es kann ihm dennoch nicht nachgesehen werden, daß er hierfür ziemlich Verqueres vorbringt, und auch Beschönigendes, durch die zeitliche Abfolge.

„‚Identitäre‘ demonstrieren in Wien mit Slogan des Christchurch-Attentäters“

Das ist der Untertitel von „Ermutigt vom politischen Klima?“ von Hans Rauscher am 22. März 2019.

In zeitlich korrekter Abfolge müßte der rauscherische Untertitel lauten:

„Christchurch-Attentäter“ mordet mit Slogan der Identitären und die Identitären demonstrieren in Wien mit ihrem Slogan, den sie von den Freiheitlichen lernten, die diesen wiederum …

Der Slogan allein reichte dem Mann aus Australien nicht, um zu morden. Eine Bildungsreise mußte davor gemacht werden. Die ihn führte bis nach Klagenfurt, Österreich. So entwickelt sich alles weiter. Hieß es früher, wer eine Reise macht, hat etwas zu erzählen, so heißt es nun, wer eine Bildungsreise tut, hat was zu schießen, und nicht nur Fotos …

„Am Donnerstagabend demonstrierte die rechtsextreme Gruppe Die Identitären in Wien mit einem bengalischen Feuer und einem großen Banner: ‚Gegen den Terror – Gegen den Großen Austausch!‘ Damit benutzt die IBÖ (Identitäre Bewegung Österreichs) den Titel des Manifests (‚Der Große Austausch‘) des Christchurch-Attentäters, der auf 74 Seiten seinen verschwörungstheoretischen Wahn ausließ.“

„Replacement“, der Slogan, ein vor Jahrzehnten in Österreich aufgebrachter, wieder prominent aufgebrachte Parole, die damals, soweit erinnerlich, um 1990 von einem Freiheitlichen, also vor bald dreißig Jahren — „Umvolkung“ …

Viel, viel später, weit über ein Jahrzehnt später tauchten in Europa Identitäre erstmals auf, und noch viel später in Österreich, also Identitäre außerhalb der Parlamente — außerparlamentarische Schülerinnen der Freiheitlichen, der Partei also, die von sich selbst durch ihren Bildungssprecher sagen läßt: „Die heutige FPÖ als eine identitäre, patriotische Partei …“

„Die heutige FPÖ als eine identitäre“ und eine „patriotische Partei“: das sind nicht zwei Seiten einer Medaille, also eine gefährliche identitäre Seite und eine harmlose patriotische Seite, sondern die einzigen zwei Farben ihrer Flagge zur Führung in den Abgrund. Denn. Der Patriotismus der zurzeitigen identitären Regierungspartei hat nichts mit den lieblichen Wanderungen am Nationalfeiertag zu tun, aber recht viel mit „Volksgemeinschaft“ …

Vor bald dreißig Jahren begann also mit einem Freiheitlichen die Vergiftung mit dem Geschwefel von der „Umvolkung“ („Replacement“). In Österreich ist es inzwischen lange schon Kulturgut geworden, das in vielfachen Variationen von „Umvolkung“ verbreitet wird, und es sind nicht mehr nur Freiheitliche, die das so leichthin verbreiten. In Österreich ist es Kulturgut und im Grunde schon Staatsräson, und das nicht nur, weil mit der FPÖ zur Zeit eine identitäre Partei in der Bundesregierung …

Was es vor dreißig Jahren nicht gab, das war beispielsweise das Jahr 2015, auf das sich die Identitären außerhalb der Parlamente und die Identitären innerhalb der Parlamente und vor allem innerhalb der zurzeitigen Regierung berufen, dieses Jahr, das vor allem einer Frau angelastet wird, die dafür, so die nicht mehr zu zählenden Forderungen, zur Rechenschaft gezogen werden sollte, freilich gesinnungsgemäß auf totale rechtsstaatsfreie Weise …

Und Hans Rauscher schreibt weiter:

„Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) hat schon vorher die Ähnlichkeiten zwischen dem Text des Massenmörders und den Identitären analysiert. Die sagen dazu auf ihrer Homepage: ‚Der Große Austausch ist keine ‚Verschwörungstheorie‘, sondern eine statistisch klar belegbare Entwicklung, die aus niedriger Geburtenrate und Massenzuwanderung resultiert. Als Folge davon werden die Österreicher zur Minderheit im eigenen Land.‘ Statistisch gesehen ist das Blödsinn. Demografen gehen davon aus, dass in den USA und Europa der Anteil der ‚weißen‘ Bevölkerung etwas kleiner wird, aber der ‚große Austausch‘ nicht passieren wird. Wenn es einen Grund für Besorgnis gibt, dann den, dass die Identitären überhaupt kein Problem damit haben, das Wording und die Argumentation eines Mörders von 50 Menschen zu verwenden. Weil sie sich vom gegenwärtigen politischen Klima im Land ermutigt fühlen?“

„Statistisch gesehen ist das ein Blödsinn.“ In anderen Ländern, in denen es auch Identitäre gibt, die sich in irgendwelchen Hinterzimmern treffen, ist es durchaus richtig, kurz wie einfach es „Blödsinn“ zu nennen, in Österreich jedoch ist es, um bei der Wortwahl von Hans Rauscher zu bleiben: ein Staatsblödsinn.

Davor schreibt Hans Rauscher noch etwas von einem „verschwörungstheoretischen Wahn“ … Um auch hier bei der Wortwahl von Hans Rauscher zu bleiben, in Österreich: ein Staatswahn

Kurz nebenher: Von einem „verschwörungstheoretischen“ Staatswahn will nicht geschrieben werden. Denn. „Verschwörung“ und „Theorie“ passen ganz und gar nicht zueinander. Es muß dafür rasch ein anderes Wort gefunden werden. Wird an den zurzeitigen Hauptwissenschaftler der zurzeitigen identitären Regierungspartei gedacht, drängt sich auf: Ganzjähriger Verschwörungsfasching. Mehr noch, weil zutreffender: Verschwörungsfasnacht (ausgesprochen aber gleich einem Kommando mit scharfem S) …

Das Verquere von Hans Rauscher in diesem seinem Artikel ist – vielleicht als Beruhigung gedacht? für wen? – der Satz, Demografen gingen davon aus, daß der Anteil der „weißen Bevölkerung“ etwas kleiner werde, aber der große ‚Austausch‘ nicht passieren werde … Je noch in solchen Kategorien zu denken und zu schreiben — einer Identitärin oder einem Identitären, der solches schriebe, die derartiges in identitären Kategorien vorbrächte, würde vorgeworfen werden, er sei zu gemäßigt, sie sei für kein hohes Amt, das aber bislang nur in Österreich und in Ungarn, ach ja, und in Italien, geeignet …

Der Schlußsatz von Hans Rauscher über die „Besorgnis“ — nun, mit dem soll geendet werden, menschgemäß ein wenig zurechtgerückt, passend also zur zeitlichen Abfolge …

Wenn es einen Grund für Besorgnis gibt, dann den, daß der Mörder von 50 Menschen überhaupt kein Problem damit hatte, das Wording und die Argumentation der Identitären vulgo Freiheitlichen zu verwenden. Weil ihn das politische Klima in Neuseeland fühlen ließ, dieses Wording und diese Argumentation ist dort nur mit Mord breit ins Gespräch zu bringen?

PS Und inmitten des rauscherischen Artikels stellt die Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnittes die Frage zur Beteiligung, ob es denn zu viele „Migranten in Europa“ … wie viele werden wohl das „gelbe Gesichtchen“, das diese Umfrage ziert, verwechseln mit dem Logo der …

… oder denken, bei sich im Stillen, na, wenn diese Qualitätszeitung schon so fragt, in identitären Kategorien fragt, dann müssen die irgendwie und irgendwo doch recht …


Yes-idle-talk-Areas

Menschen sollen, beispielsweise Christof Zellenberg, reden, auch im Fernsehen.

Aber in dafür speziellen Formaten. Und als solche klar gekennzeichnet. Das muß doch möglich und machbar sein. Wer einen Vierkantschraubenschlüssel erwirbt, kann vor dem Kauf sich erkundigen: nach dessen Beschaffenheit, wo und von wem dieser erzeugt wurde …

Das muß auch beim Fernsehen möglich sein. Und ist gerade beim Fernsehen in Österreich dringend nötig.

Es werden also keine No-go-Areas im Fernsehen beispielsweise für Christof Zellenberg gefordert, sondern Yes-idle-talk-Areas sollen geschaffen werden …

Yes-idle-talk-Areas

Sendungen der Yes-idle-talk-Areas sind auch klar als solche während der gesamten Laufzeit deutlich ununterbrochen zu kennzeichnen. Damit Zuseher wissen, sie sehen sich keine Diskussion an, sondern eine Sendung des Geschwätzes.

Das Wort für Geschwätz im Englischen ist übrigens: Talk. Wahrscheinlich deshalb die Verwendung des englischen Wortes für Geschwätz im Deutschen. Talk klingt nach etwas. Geschwätz ist nur Geschwätz, weiter nichts. Talk kann aber durchaus anspruchsvoll sein. Es gibt fruchtbringende Talksendungen. Deshalb die Unterscheidung zwischen talk und idle talk. Idle talk ist nur leeres Geschwätz. Idle steht für viele deutsche Wörter, wie unproduktiv, unnütz, ungenutzt, träge, faul, inaktiv … kurzum, es kennzeichnet umfassend Sendungen, in denen beispielsweise ein Christof Zellenberg auftritt.

Warum Yes-idle-talk-Areas? Das ist so kurz wie einfach zu erklären.

Zuseherinnen haben ein Anrecht darauf, daß in Fernsehdiskussionssendungen, in Talksendungen die besten Köpfe eingeladen werden, unabhängig davon, um was für eine Fernsehanstalt es sich dabei handelt. Es ist also gleichgültig, ob es eine durch Werbung oder durch Gebühren finanzierte Fernsehanstalt ist. Das Publikum bezahlt beide, entweder direkt durch Gebühren oder indirekt durch Werbung. Und wer zahlt, hat das absolute Anrecht auf das Beste – auch unter dem Titel Diskussion oder Talk.

Und zur Belustigung, zur Entspannung, einfach wie kurz: zur Denkabschaltung die Yes-idle-talk-Areas, aber stets ununterbrochen als solche gekennzeichnet …

Menschen, wie Christof Zellenberg, treten nicht nur im sogenannten Privatfernsehen hin mit ihrem Geschwätz, solche Menschen mit einem ihm ähnlich zugerüsteten Geistesvermögen, mit familiärer Denkweise und ähnlichem Weltbild treten auch im sogenannten öffentlich-rechtlichen Fernsehen hin mit ihrem Geschwätz. Für Leerlauf zu zahlen, ist nicht des Publikums Pflicht, weder durch Werbung noch durch Gebühren.

Warum Christof Zellenberg als Beispielgeber herangezogen wird? Nun. Er war eben beim Mateschitz, in der letzten Nacht.

Solche Sendungen haben in Hinkunft nicht nur wegen der Geladenen die Kennzeichnung Yes-idle-talk-Areas zu führen, sondern auch und zuerst deshalb, weil diese als solche bereits angelegt sind. Wie auch die letztnächtliche Sendung wieder einmal eindrücklich belegte. Zum Thema „Missbrauch in der Kirche“ einen Mann, also Christof Zellenberg, einzuladen, damit er in diesem Zusammenhang sein Geschwefel vom „Sittenverfall in der Gesellschaft“ … Es könnte viel dazu gesagt werden, wie gesitteter es im ethischen Sinn geworden ist, seit es nicht mehr das totale Regime des Organisierten Glaubens eines Zellenberg gibt, aber das hieße nur, an dieser fernsehanstaltlichen und zellenbergerischen Themenverfehlung mitzuwirken.

Christof Zellenberg tritt aber mit seinem Geschwefel nicht nur im sogenannten Privatfernsehen auf, sondern auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen …

PS Beinahe zum Schluß noch der Versuchung erlegen, ausführlich darüber zu schreiben, wo beispielsweise ein Christof Zellenberg sonst noch auftritt, wenn er nicht im Fernsehen hintritt, wer von ihm identitätsstiftend recht angetan, seine Webkristei unterstützt

Wer eine Bildungsreise tut, hat etwas zu schießen.

Der vielfache Mörder war also auf Bildungsreise, in Europa, und auch in Österreich.

In Österreich war er nicht in Braunau, sondern in Klagenfurt. Und in Klagenfurt hat es ihm der Wappensaal angetan. Das Kärntner Landhaus.

Und das kann verstanden werden. Ein Haus der Geschichte, das ihr so gegenwärtig.

Ob der vielfache Mörder die Gedichte beim Eingang zum Wappensaal gelesen und verstanden hat? Vielleicht hatte der vielfache Mörder einen ortskundigen Reiseführer an seiner Seite, eine hiesige Reiseführerin, die ihm die recht herzangreifenden Gedichte im Stiegenhaus übersetzte.

Was wird nun aus dem Kärntner Landhaus werden?

Enteignet muß es nicht mehr werden. Um Vorkehrungen zu treffen, aus Furcht, es könnte spätestens jetzt durch den vielfachen Mörder eine Pilgerstätte werden, für vor allem Männer und auch Frauen dieser Gesinnung.

Enteignet muß das Kärntner Landhaus nicht mehr werden, wie das Haus in Braunau, um Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, daß das Haus eine Wallfahrtsstätte … Braunau hat aber der vielfache Mörder rechts liegengelassen, und ist gleich nach Klagenfurt …

Sollte das Landhaus abgerissen werden, um zu verhindern, daß es spätestens jetzt durch den vielfachen Mörder zu einer Gesinnungspilgerstätte wird, wenn es denn nicht lange schon eine ist?

Reichte es, die Tafeln im Stiegenhaus abzuschlagen?

Es muß zugegeben werden, es ist lange her, in Klagenfurt gewesen zu sein. Aber es darf angenommen werden, die Gedichte hängen immer noch im Stiegenhaus. Gerade die Veränderungen in letzter Zeit in Österreich verstärken diese Annahme noch, es wird sich bis jetzt kein Mensch gefunden haben, es wird sich kein Mensch finden lassen, der diese Tafeln entfernte, diese Tafeln je noch und schnell gar auch noch nun entfernen wollte.

Der vielfache Mörder war also auf Bildungsreise, in Europa, und auch in Österreich. Braunau ließ er rechts liegen. Wer eine Reise tut, heißt es, hat viel zu erzählen, und wer eine Bildungsreise tut, hat viel zu schießen.

Sollte das Kärntner Landhaus abgerissen werden? Damit dieses Haus jetzt nicht, ausgelöst durch den vielfachen Mörder einen enormen Aufschwung als Gesinnungspilgerstätte … Wie aber in einem Kapitel bereits erzählt, in Österreich kann gar nicht so viel abgerissen werden, um solche Gesinnungspilgerstätten je zu verhindern.

Sogar ein abgerissenes Kärntner Landhaus würde den Bildungsreisenden dieser Gesinnung eine Pilgerstätte werden, ihnen zum Ort des Gedenkens werden, deren sichtbare Zeichen ihrer Gesinnung seien ihnen genommen, zerstört …

Sichtbare Zeichen sind nicht nur die Gedichte im Stiegenhaus. Wer erinnert sich nicht an den Umgang mit den Lobisser-Fresken im Landhaus? An deren Übertünchung. So steht das gesamte Kärntner Landhaus als sichtbares Zeichen für das gesamte Österreich: das Grundierte nur übertünchen, und wenn möglich, mit einer Farbe, die, zumindest beim ersten kurzen Blick, freundlicher …

Wer also eine Bildungsreise tut, hat viel zu schießen.

Der vielfache Mörder, wird berichtet, begab sich auf seiner Bildungsreise zu den Orten von „mittelalterlichen Kriegsherren, die er für die Retter des Abendlands“ …

„Umvolkung“

Gesinnungsbildung

„Ethnomorphose“

… eigentlich hätte ihm eine Bildungsreise ausschließlich nach Österreich schon völlig gereicht, um gebildet genug zum Schießen ausreichend geübt …

„Hauch von Gott – Mittelalter. Und das muß unser Maßstab sein.“

Gestatten, Schüssel, Weisenrat

Es wird nicht gewußt, von wem die Idee stammt, Wolfgang Schüssel zu holen, zur Prüfung der F…

„Ein Austritt von Orbans Partei aus der Europäischen Volkspartei scheint zunächst abgewendet: Ein Weisenrat aus drei Herren soll nun beurteilen, ob ein Ausschluss gerechtfertigt wäre.“

„Neben Van Rompuy sollen nun Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) sowie der deutsche Ex-EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering die Entwicklung des F[…]“

Von der Geschichte her läge es aber recht nahe, zu meinen, das könne nur einem Mann aus Österreich eingefallen sein. Die Vermutung, daß dies nur einem Mann eingefallen sein kann, deshalb, eine Frau hätte wohl auch zumindest eine Frau als Weisin im „Weisenrat“ haben wollen, während Männer, geht es und nicht nur um einen „Weisenrat“, zu einhundert Prozent auf Männer setzen, nur Männer sind, vor allem aus gewissen weltanschaulichen Milieus, noch für einhundertprozentige männliche Besetzungen …

Nur eine Idee aus Österreich kann es sein, in dem es in 00 einen „Weisenrat“ gab.

Weisenbericht in Österreich vor 18 Jahren und wenn die F-Historikerkommission 18 Jahre später in ihrer Arbeitsweise Oliver Rathkolb folgt, steht das Ergebnis schon fest: Beschönigung der Vergangenheit mit kritischen Spritzern

Es paßte auch die Definition zu Österreich. Da es dabei nur um Männer geht, muß nicht gegendert werden, vor allem nicht die Definition, die zu Österreich paßt, wie in Österreich wer zum Weisen wird, was in Österreich einen Weiser ausmacht. Ein Weiser kann nur werden, der selbst von „Weisen“ geprüft werden mußte, wie eben Wolfgang Schüssel mit seiner Regierung, und also ist Wolfgang Schüssel jetzt ein Weiser, wie es einen rechteren Weisen nicht geben kann.

Vielleicht war aber die einhundertprozentige männliche Besetzung doch die Idee einer Frau. Auch nicht wenigen Frauen ist es nach wie vor ein eingeschriebener Wert aus den zu verteidigenden alten Werten: Weise sind ausschließlich Männer.

Auf alle Fälle aber ist die Idee, einen genau in diesem Sinne Geprüften zum Prüfer zu machen, eine österreichische, auch dann, wenn diese kein Mann oder keine Frau aus Österreich … Das gehört wohl in die erfolgreiche Geschichte Österreichs von Export und Import

Eine Frage bleibt noch. Von wo aus werden sie, mit dem Wolfgang Schüssel unter ihnen, weise herausfinden wollen, ob ein Ausschluß der F … von welchem Land aus, von welcher Stadt aus, und wenn sie nicht in Budapest tun werden, sondern in der …, wie werden sie sich vergewissern, nicht doch in Ungarn — —

NS Ob Dr. Wolfgang Schüssel nun darüber bereits grübelt, welche Anrede ihm würdiger scheint? Herr Altbundeskanzler? Oder schlicht wie kurz, dennoch gewichtiger: Herr Weisenrat?

NNS Beinahe mit verklärendem Blick könnte auf in das 00 zurückgesehen werden, als es nur einen „Weisenbericht“ gab.

Nicht einmal zwei Jahrzehnte später erscheint, kaum bricht der Tag an, schon der nächste „Weisenbericht“, zwar nicht von Weisen verfaßt, aber nicht von allen Weisen liegen deren Hände ruhig im Schoß …

„Jetzt […] bot die FPÖ Fidesz eine Zusammenarbeit an.“

Mit einem milden Blick zurück könnte gesagt werden, die V-F-Koalition in den Nullerjahren war eine Farce, die sich nun für die Menschen mehr und mehr als Tragödie zu wiederholen beginnt. Allerdings eine – ob es sich dabei um eine österreichische Spezialität handelt, sei dahingestellt – wieder sich wiederholende Tragödie für die Menschen, weiter und wieder aufgeführt von Männern und Frauen in Alttrachten in den alten Prospekten der Farce …

In einer Konditorei

Eine Komödie, stellen Sie sich vor, in welcher ein General eine Hauptrolle spielt.

Eine Jagd, stelle ich mir vor. Eine Jagdgesellschaft. In einem unserer größten Jagdhäuser. In einer gänzlich von der Außenwelt abgeschnittenen Gegend.

Eine Privatgegend, müssen Sie sich vorstellen.

Ein General wird auf die Jagd eingeladen, auch ein Prinz ist unter den Geladenen.

Das Beschriebene ist etwas anderes. Wie schon das Verlautbarte etwas anderes ist. Alles ist anders.

Möglicherweise eine Politik, würde der Prinz sagen.

Kommt ein General vor, in meinem Stück, ist es ein anderer. Und möglicherweise, Herr Schriftsteller, wird gesagt, ich selbst sei in meinem Theater, als andere, aber es ist keine andere.

Wenn man in so hohem Maße angestrengt ist, wie Sie, gnädige Frau.

Ein so hohes, ein so wichtiges Amt, müssen Sie wissen, in einer derart rücksichtslosen Zeit.

Kurz und einfach — Alles,

Möglicherweise gestatte ich mir, Herr Schriftsteller, den Borkenkäfer auftreten zu lassen.

gnädige Frau, wegwischen.

Über den Borkenkäfer weiß ich jetzt alles, und über den grauen Star, Herr Schriftsteller.

Gebeten, Rudi F.

Es könnte selbst die Anzeige eingebracht werden, nachdem aber ein recht redliches Medium seiner Gesinnung berichtet, er, Federspiel, habe soeben eine derartige Anzeige eingebracht, soll ihm die Ehre zuteil werden, sich weiter als Verteidiger des Glaubens zu profilieren, aufzusteigen zum ersten Fahnenkreuzbalkenträger weit über das Tirolerische hinaus.

Es muß zugleich zugegeben werden, das erfordert die Ehrlichkeit in Christi, nichts davon zu verstehen, wie eine solche Anzeige zu verfassen ist. Deshalb auch das Gebet an den Herrn Rudi Federspiel, auch dies zur Anzeige zu bringen.

Sie werden vielleicht denken, „Gebet“ sei hier falsch verwendet. Es sollte wohl „Bitte“ heißen. Rudi Federspiel wird das noch verstehen, das Althochdeutsche, von dem aus das Bitten zum Gebet … Er, der Herr Federspiel, wird also gebeten, gebet der Bitte nach und bringet zur Anzeige:

„Religion ist ein Gendefekt…. Religion wurde geboren, als der erste Gauner, den erste Dummen antraf. An Gott zu glauben ist nicht vernünftig! Der Mensch schuf Gott, nicht Gott den Menschen!!“

„Nur wer dieser eingeschleppten Krankheit aus dem Jprdan….seine Ehrerbietung beweist, wird sich an diesem Vorfall erregen. Wer aber diese Tatsache real betrachtet, findet es als überflüssig, als verlorene Liebesmüh!“

Darüber hinaus gibt es, muß zugegeben werden, noch eine als unlösbar eingestufte Aufgabe, die davon abhält, die Anzeige selbst einzubringen. Wie können jene ebenfalls zur Anzeige gebracht werden, die diesen Kommentaren gegen den Herrn … auf Herrn Federspiel ruht alle Hoffnung und Zuversicht, daß er darauf die rechte Antwort, die rechte Anzeige zu formulieren weiß.

Wie bescheiden, das kurz zum Schluß, doch das recht redliche Medium der Gesinnung des Herrn Federspiel ist, das muß doch hervorgehoben werden. Demütig und ehrlich in Christi beginnt sein Medium den Kommentar mit:

„Jetzt beschäftigen die Grünen wieder einmal die Strafbehörden im ‚Heiligen Land Tirol‘.“

Dabei könnte es mit Stolz und ihm zur Ehre anheben mit:

Jetzt beschäftigt die FPÖ wieder einmal die Strafbehörden

Schließlich ist es einer ihrer Herren, die der Strafbehörde den rechten Weg weisen, in Herrlichkeit Amen …

NS Es gibt in Österreich gar viele Paragraphen, nicht nur den 188, nach denen angezeigt werden kann, wie erst vor kurzem dieses recht redliche Medium des Herrn auflistete.

Das wäre noch ein zusätzliches Gebet an Herrn Rudi Federspiel, zu beurteilen, ob eine Aussage, wie jene von Huber,

„Wenn jemand geräuschvoll Rotz aus der Nase in die Mundhöhle …reinzieht, dies dann aber auch noch mit gurgelnden, schmatzenden saugenden Geräuschen bis aus den Bronchien hochzieht, pumpend noch in der Mundhöhle sammelt und abmischt, dann je nach letztem Kulturstand doch noch ins Taschentuch spuckt oder gar das schleimige grün farbige Exsudat in hohem Bogen in die Gegend speit, dann, ja dann sagt man im Volksmund, er hat einen Grünen (volkstümliche Bezeichnung für das schleimige, ungustiöse, zähflüssige, glitschige Exkrement). er hat eben einen Grünen in die Gegend gespuckt.
Und so gesehen ist jeder Grüne ein ziemlich ungustiöses Exsudat der menschlichen Gesellschaft, worauf man auch ziemlich leicht ausrutschen kann! Ich weiß ja auch nicht, warum mir das gerade jetzt durch den Kopf geht!“

in seinem oder in ihrem Kommentar vom 18. März 19, eine ist, auf die irgendein österreichischer Paragraph anzuwenden wäre, oder bloß eine Aussage, der zu applaudieren ist, alle die also recht haben, die dieser Aussage bereits applaudierten. Es wird zwar einem konkreten Menschen und einer politischen Gruppierung insgesamt abgesprochen, Menschen zu sein, aber das auf dem recht höchsten Bildungsniveau, das in Österreich zu erklimmen ist – „Exsudat, worauf man auch ziemlich leicht ausrutschen kann!“

Wie Huber überhaupt ein Mensch der Bildung ist, nicht in nur medizinischer, sondern auch in geschichtlicher — ein Vorbild eben, kurz gesagt …

NNS Mögen in anderen Ländern solche Paragraphen wie 188 nicht mehr in den Gesetzesbüchern stehen, glückliches Österreich, in Österreich darf dem Wunder der Vermehrung beigewohnt werden, wie einst, als aus einem Fisch viele Fische, das ganze Tal nach eines harten Arbeitstages in praller Sonne so wundersam nach Fischmarkt heimelig roch, sollen, so es der Wille des Herrn ist, aus dieser Gesinnung weitere erstehen, denen nicht der Geruch des Fisches anhaften soll, sondern der Duft der Sicherheit …