„Das ist sehr lieb“, Martin Engelberg, „vielen Dank!“

Es ist tatsächlich sehr lieb, daß Martin Engelberg den Eintrag,

Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

wie in der Collage gesehen werden kann, stillschweigend gelöscht hat.

Dafür gebührt Martin Engelberg der größte Dank, der vorstellbar ist.

Wahrlich, Sebastian Kurz schart um sich tatsächlich echte Männer, die unbeirrt eintreten für eine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie …“

Die „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ nennt Martin Engelberg als einen der Beweggründe, weshalb er sich für die Kandidatur entschied. Und als wahrer Demokrat will er nicht nur engagiert verteidigen, sondern auch „meine Beweggründe für meine Entscheidung mit Euch teilen“.

Seine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ teilt Martin Engelberg also eindrucksvoll mit den Menschen, die mit ihm seine Beweggründe teilen: „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“ Das ist auch wahrlich ein großes Bekenntnis eines Mannes, der bekennt: „Ein großes Interesse für Politik kennzeichnet mein Leben.“ „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“: etwas Politischeres ist nicht vorstellbar.

Als Mann für eine „engagierte Verteidigung unserer Werte wie Demokratie“ verschließt sich Martin Engelberg selbstverständlich nicht der Diskussion, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, wenn jemand schreibt: Bin baff. Und enttäuscht.“

Aber es darf kein anonymer Wähler oder anonyme Wählerin sein, sondern es muß jemand sein, den Martin Engelberg wohl persönlich kennt und für ihn zum sogenannten Establishment im Land zählt. Dann antwortet Martin Engelberg: „Freue mich über ein Gespräch bei nächster Gelegenheit.“ Die Antwort von dem sehr bekannten Mann in Österreich darauf: „Wird kurz sein.“

Auch das zeigt von dem großen Verständnis und von dem großen Engagement für die Werte wie Demokratie des Martin Engelberg. Die Masse hat zu teilen, was ihr vorgegeben wird, und vor allem zu wählen. Dann: „Das ist sehr lieb – vielen Dank!“ Und kann es eine größere „Volksnähe“ geben, als der Masse zu erlauben, zu wählen? Ihn zu wählen, Martin Engelberg? Ist das nicht ein herrlicher Wert der Demokratie, daß Martin Engelberg die Masse so nahe an sich heranläßt, ein Kreuz bei der Partei machen lassen zu dürfen, für die er kandidiert? Gar noch näher, mit einem Kreuz direkt bei seinem Namen, wenn Martin Engelberg auch um Vorzugsstimmen …

Es ist auch herzig, rührend, das Löschen des oben verlinkten Kapitels. Viele meinen immer noch, also auch Martin Engelberg, wenn sie etwas auf ihrer Seite löschen, dann ist es aus der Welt. Nun gibt es doch schon sehr lange die sogenannten modernen Kommunikationstechnologien. Dennoch meinen immer noch viele, also auch Martin Engelberg, wenn sie etwas auf ihrer Seite löschen, dann ist es, wie früher einmal, wenn etwas verbuddelt wurde, beispielsweise im Sand, unauffindbar. Das stimmte damals schon nicht. Auch aus dem Sand wurde vieles wieder ausgegraben. Und das Internet, Martin Engelberg, ist schon gar kein Sand, oder, in Österreich zutreffender, keine Tuchent, unter der etwas für immer …

Eines noch zeigt dieses sein Löschen, Martin Engelberg bleibt sich treu, er ist dabei, wie es heutzutage heißt und gefordert wird, authentisch. Wer für das Beschneiden ist, beschneidet generell gerne …

Aber es ist gar nicht auszuschließen, daß erst jetzt so richtig begonnen wird, mit dem Lüften der Tuchent …

Martin Engelberg - Joesi Prokopetz - Baff und enttäushct

 

 

 

Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

Nun hat Martin Engelberg die „ehrenvolle Einladung erreicht“, für Sebastian Kurz zu kandidieren. Eine „Chance“, die er sich nicht entgehen lassen möchte.

Er möchte also einem „Spitzenpolitiker“ dienen, der „gewillt und imstande ist, große Veränderungen in dieser Richtung in unserem Land herbeizuführen“. Und wer kann das besser einschätzen als Martin Engelberg? Der selbst ein großer Mann mit einem „großen Interesse für Politik“ der Veränderungen ist, wie sein Eintreten für die Beschneidung auf so zukunftsweise eindringliche Art —

Das perfide sektiererische Einmahnen von Demokratie.

Noch etwas zeichnet Martin Engelberg uneingeschränkt aus, eine „ehrenvolle Einladung“ zu erhalten. Er spricht, wie es so schön heißt, Klartext. Nicht nur in bezug auf „HC Strache und sein Team“, die er „nicht an die Macht“ lassen will, sondern auch in bezug auf die „Ultraorthodoxen“, wie in dem oben verlinkten Kapitel nachgelesen werden kann …

Es ist zwar eine Weile her, daß Martin Engelberg sein „Nein“ gegen eine FPÖ an der Macht unmißverständlich geschrieben hat. Aber sein „Nein“ wird er nun nicht in ein Ja verändern, ist doch eine Veränderung der FPÖ seitdem nicht bekannt …

Wer sich also vor einer kurzschwarz-blauen Regierung bis jetzt fürchtete, gar davor warnte, kann beruhigt werden. Denn mit Martin Engelberg ist nun ein Mann an der Seite von Kurz, der doch ein großer Garant sein muß, daß es zu keiner Regierungsbeteiligung der FPÖ … eine „ehrenvolle Einladung“ kann einen so aufrechten Mann nicht dazu bewegen, sich, wie es seit einiger Zeit in diesem Land so schön heißt, „situationselastisch“ …

Ein Mann, der im Fall der Beschneidung sofort erkannte, worum es auch ging, nämlich um „Antisemitismus“, wird wohl in der Causa „Hübner schon wieder“ für sich sofort sein „Nein“ zur FPÖ an der Macht erneuert haben, mehr noch, es möglicherweise unerschrocken seinem Einlader als Bedingung für seine Kandidatur …

Generell abschließend gesagt, kann es für einen Mann wie Martin Engelberg keine andere „ehrenvolle Einladung“ geben, als die von der kurz’schen ÖVP; ist sie doch eine Partei, die unmißverständlich für Tradition steht mit ihrem Nein zum „Antisemitismus“, dessen Garantie sie Jahr für Jahr mit ihrer Ikone Leopold Kunschak unmißverständlich erneuert.

Darüber hinaus. Bekräftigen nicht gerade die jungen Menschen in der ÖVP diese Garantie? Es kann tatsächlich nur eine „ehrenvolle Einladung“ genannt werden, unter ihnen …

Martin Engelberg - Kurzens Kandidat

Wie halten es die Neos mit der FPÖ?

Das fragen sich nun nicht wenige, nach dem Interview mit der Neosheiligen, für die die schwarz-blaue Koalition einiges auf den Weg gebracht ha…

Für Matthias Strolz ist viel vorstellbar, wie im Kapitel

Neos brauchen zu Freiheitlichen keine Brücken mehr zu schlagen, die haben ihre schon, zu den „Salonfaschisten“

nachgelesen werden kann. Für einen Mann des Mutes, für einen Mann der Visionen, für einen Mann der Zukunft ist vieles vorstellbar.

Manches von dem, was Matthias Strolz sich für die Zukunft, also für eine gedeihliche Zukunft für die Menschen in diesem Land sich visionär und mutig ausgedacht hat, hat sich bereits zerschlagen. Zum Beispiel, etwas Regierungsmäßiges mit dem Team Stronach …

Das Team Stronach gibt es nicht mehr. Und Robert Lugar ist öffentlich heimgekehrt

Die „ausgerotteten Neandertaler“ des Robert Lugar, der seine Geistesheimat nie verließ

in sein Reich; profaner gesagt: zurückgestiegen zur identitären Parlamentspartei.

Matthias Strolz hat, das muß anerkannt werden, eine sichere Hand bei der Auswahl der Menschen und Parteien, mit denen er Zukunft gestalten will.

Und gerade in diesem Jahr, erst vor kurzem, hat er es wieder auf die beeindruckendste Art und Weise bewiesen, als es ihm gelang, die Heilige für seine Partei zu gewinnen, sie dazu brachte, von ihrem Himmel – gebenedeit sei sie – herabzusteigen …

Irmgard Griss, Retterin Afrikas

Mit der höchsten Bewunderung durfte dem Interview entnommen werden, daß Irmgard Griss wieder einmal punktgenau erkennt, was notwendig ist, diesmal für Afrika, nämlich die Müllentsorgung.

Gerade in der wichtigen Frage der Müllentsorgung hat Afrika einen enorm großen Nachholbedarf, fehlt Afrika absolut das notwendige Know-how der Müllentsorgung. Darin kann Europa für Afrika wahrlich nur ein, das Vorbild der korrekten Müllentsorgung sein. Wenn es von den Kontinenten einen gibt, der seinen Müll so korrekt, so gewissenhaft entsorgt, dann ist es Europa.

Was für ein weiterer wunderbarer Gedanke von Irmgard Griss, Afrika die Müllentsorgung beibringen zu wollen. Dafür verdient sie bereits den ehrwürdigen Titel: Retterin Afrikas. Im Grunde bereits einen noch ehrwürdigeren: Heilige Afrikas.

Und wenn Afrika die europäische Müllentsorgung gelernt hat, den Müll also ebenso wie Europa entsorgt, und Sie sich jetzt vielleicht bange fragen, ja, aber wohin entsorgt? Seien Sie ohne Sorge. Denn die Retterin Afrikas, die Heilige Afrikas wird für Afrika ein Afrika zur Müllentsorgung finden.

PS In diesem Interview hat die heilige Retterin noch weitere Aussagen getätigt, die zu würdigen eines Menschen bedürfte, der eine Geistesschärfe wie Irmgard Griss besitzt, dem es wie Irmgard Griss möglich ist, mit seinem Geist einen ganz eigenen Kontinent des Denkens zu erschaffen. Und weil diese für sie angemessene Würdigung nicht geleistet werden kann, kann nur immer wieder aufs neue der Neoscheinwerfer eingeschaltet werden, damit sie im rechten Licht erstrahle …Griss Imgard - Schwarz-Blau ha

 

Drei Steinplatten, Luftlinie.

Wien-Riga - Luftlinie drei Steinplatten

Es gab im Juli 2017 Aufregungen, wieder einmal Aufregungen, wie im Kapitel „Hübner schon wieder“ …

Es ging dabei, wieder einmal, um, wie es diesmal genannt wurde, „antisemitische Codes“.

Es werden jene wohl gleich aufschreien, nicht schon wieder, wenn erinnert wird, erinnert werden muß, wohin „antisemitische Codes“, nein, Antisemitismus führte: in die Vernichtung jedweder moralischer und ethischer Werte.

Zur Beruhigung wird gerne der Abstand zwischen dieser barbarischen Massenvernichtung von Menschen und dem Heute in Zeit gemessen. Und dann zur Verstärkung der Beruhigung hinzugefügt: Das ist so lange her. Es ist vorbei. Die Zeit hat sich geändert.

Wird es aber räumlich gemessen, kann sofort erkannt werden, wie gering der Abstand in Wahrheit ist. Dann kann es keine Beruhigung geben. Denn. Die Zeit hat sich nicht geändert. Die Zeit kann sich nicht ändern. Die Zeit, wie sie von Menschen gemessen wird, geht nur im Kreis, täglich zeigt sie nur die wenigen gleichbleibenden Ziffern, und kehrt täglich nur zu den wenigen gleichbleibenden Ziffern zurück. Der Mensch schaut auf den Kalender und meint, weil er für den heutigen Tag ein anderes Datum als für den gestrigen schreibt, liest, habe sich etwas geänd…

Gerade in Österreich.

Es gibt aber einen Ort, an dem dieser geringe Abstand deutlicher wird als irgendwo sonst.

Im Wald, nahe bei Riga.

Und dieser Ort zeigt deutlich, wie gering der Abstand ist: es sind bloß drei Steinplatten Luftlinie von Wien in den Wald.

Drei Steinplatten zwischen dem Wien der Beruhigung, der Beschwichtigung und der „antisemitischen Codes“ und dem Wald der Greuel.

Die Umgebung von Riga lädt zu Ausflügen ein.

Wer zu solch einem Ausflug aufbricht, in freudiger Erwartung, einfach einen schönen Tag zu verbringen, in heiterer Stimmung durch einen Wald zu radeln, dabei vor allem nichts Geschichtliches erwarten will, nur Stille und Schönheit eines Waldes, findet sich plötzlich, gänzlich unvorbereitet, weil in den Wald auf einem Weg ohne eine Tafel, die darauf hinweist, was in diesem Wald passiert war, hineingefahren, inmitten des Grauens wieder.

Drei Steinplatten, oder eine Grabplatte, sind es von Wien nach …

Wäre zu diesem Wald ein anderer Weg genommen worden, die Straße also, an der deutlich eine Hinweistafel den direkten Weg zur Gedenkstätte anzeigt, informiert, was in diesem Wald geschah, was in diesem Wald zu erwarten ist, es wäre der Wald gemieden worden.

Aber in Erinnerung an die Aufregungen im Juli 2017 in Wien, wurde, kaum zurück in der Stadt, gedacht, wie gut, in den Wald auf einer Strecke ohne Hinweistafel hineingefahren zu sein, um in diesem vorgeführt zu bekommen,

Wien

daß es bloß drei Schritte sind von … Besonders wegen der Erinnerung, wie schnell es mit der Aufregung wieder vorbei war, mehr noch, wie schnell die diese Aufregung, wieder einmal, verursachende Parlamentspartei gelobt wurde, dafür, in dieser Causa klar gehandelt zu haben, etwa von einem Minister …

Drei Schritte

Es sind nicht nur die „antisemtischen Codes“, an die unweigerlich im Wald gedacht werden mußte … zurück in der Stadt war es unweigerlich, noch einen Ort der Erinnerung aufzusuchen, diesen aber bewußt, einen Ort der Erinnerung an einen Landeshauptmann von Burgenland …

Drei Steinplatten zum Wald

 

Marsch der Familie – Der Pranger sagt alles

Im Freilichtmuseum nahe bei Riga ist eine Holzkirche aufgebaut. Unmittelbar vor dem Eingang zur Kirche steht ein Pranger. Der Holzprangerpfahl ist schlicht, im Gegensatz zum Inneren der Kirche, die reich geschmückt und verziert ist, zur Blendung der Menschen, die in Holzhäusern wohnten, ohne Schmuck, ohne Zier.

Was sprachen die Menschen damals, vor Jahrhunderten, muß gedacht werden, vor der Holzkirche stehend, den Blick auf den Pranger gerichtet, wenn ein Mensch an den Pfahl gekettet war. Und plötzlich sind die Stimmen zu hören, sind die Menschen zu sehen, wie sie im Juni 2017 auf dem Albertinaplatz zu Wien standen, schnaubend sprachen, anprangerten.

Und wenn im kommenden Jahr, was zu erwarten ist, die Familie des Marsches wieder am Albertinaplatz sich versammeln wird, wird der Albertinaplatz unweigerlich als das gesehen werden, zu dem diese Familie den Platz für die Zeit ihres Anprangerns verwandeln, nämlich als Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger unmittelbar vor dem Eingang zu ihrem …

Was für eine erfreuliche Veränderung aber wird es 2018 zu 2017 geben. Es wird nichts mehr von dem gehört werden, was sie wieder sagen, was sie nur wiederholen werden, was sie seit Jahren nur stur und starr wiederholen.

Denn.

Der Albertinplatz wird augenblicklich zum Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger werden. Und soher werden sie nicht mehr gehört werden müssen. Alles, was sie sagen, was sie wiederholen, sagt der Pranger.

Der Pranger, nahe bei Riga bloßes Museumsdunkelstück, ist Inhalt und Zusammenfassung ihrer seit Jahren in Wiederholungsschleifen auf dem Albertinaplatz vorgebrachten Reden.

Marsch der Familie - Pranger

 

 

Der Landeshauptmann von Burgenland ist in der Welt berühmt

Täglich hebt irgendwer in Österreich zur Klage an, Österreich habe in der Welt keine Bedeutung, Menschen aus Österreich würden von der Welt nicht beachtet werden, so klein, so unbedeutend sei Österreich der Welt.

Aber dem ist nicht so.

Wer beispielsweise nach Riga fährt, wird, kaum in Riga angekommen, sogleich eines besseren belehrt. So wichtig wird Österreich in der Welt genommen, daß sogar der Landeshauptmann vom kleinsten Bundesland Beachtung findet.

Es dauert zwar, bis ein Landeshauptmann des Burgenlandes etwa zu Ausstellungswürden kommt, aber dann ist er der Welt unvergessen, wie Dr. Tobias Portschy

Landeshauptmann von Burgenland - Unvergessen in der WeltEs wird Tobas Portschy wohl dauern, daß von ihm in Österreich selbst, außer in recht gewissen Kreisen, nicht mehr so gern gesprochen, an ihn erinnert wird, aber es wird ihm wohl ein recht großer Trost sein, der Welt unvergessen zu sein, die Welt von ihm immer noch spricht.

Vielleicht wird der jetzige Landeshauptmann in manch stiller Stunde die Befürchtung hegen, es wird von ihm einst, von dem jetzt doch viel gesprochen wird, in Österreich, wenn er nicht mehr Landeshauptmann ist, dasselbe Schicksal erleiden wie Portschy, also an ihn in Österreich nicht mehr erinnert werden wird wollen, von ihm lieber geschwiegen werden wird wollen, er in Österreich das Vergessen erleiden werden wird. Ihm kann zum Troste gesagt werden. Die Welt wird ihn nicht vergessen. Es wird vielleicht ebenfalls lange dauern, bis er beispielsweise zu Ausstellungswürden kommt. Der Trost ist nicht unbegründet. Denn. Er trägt selbst viel dazu bei, mit seiner Koalition mit der FPÖ, also mit der identitären Parlamentspartei, im kleinsten Bundesland. Denn. Wenn es einst irgendwo auf der Welt, beispielsweise in Riga, eine Ausstellung geben wird, in der daran erinnert werden wird, wie es den Menschen, die dieser Ethnie zugeordnet werden, nach 1945 ergangen ist, etwa einschließlich des Jahres 2017, so wird die Landesregierungspartnerin des jetzigen Landeshauptmannes nicht unbeachtet bleiben; trägt diese doch viel dazu bei, daß diesen Menschen die Gegenwart weiter ein Greuel sein muß. Und in solch einer Ausstellung irgendwo auf der Welt wird dann auch der jetzige Landeshauptmann des Burgenlandes seine Erinnerungstafel haben und lesen können, er, der mit solch einer Partei sich als erster wieder verbündet, sein Burgenlandregierungsmodell für ganz Österreich

PS Wie sehr es für die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen keine Ungleichbehandlung im schlechtesten Sinn und auf barbarischste Art gab, auch davon erzählt die Ausstellung in Riga.Gypsy question - in the same way as the national socialist state has solved the Jewish questionGovernor of the Reichsgau Wien

Wolfgang Paalen, Adolf Hitler und die Kunstakademie

Immer noch gerne wird gesagt, ach hätte die Kunstakademie Adolf Hitler doch aufgenommen, was wäre der Welt, den Menschen erspart geblieben …

Ein abwegiger Gedanke. Ein maskierter Schuldfreispruch der Menschheit.

Unartikulierte Wolke - Österreich

Nicht gesagt wird, was wäre der Welt, den Menschen entgangen, hätte die Kunstakademie Wolfgang Paalen doch aufgenommen.

Ein nicht so abwegiger Gedanke.

Adolf Hitler hätte nicht zu dem werden müssen, zu dem ihn die Menschen gemacht haben. Das zeigt der Weg von Wolfgang Paalen, der ein Künstler war, auch ohne Aufnahme in die Kunstakademie.

Wie wenig jedoch wird von Wolfgang Paalen gesprochen, gerade in Österreich, obgleich wie Adolf Hitler er aus Österreich, und wie viel hingegen wird immer noch von Adolf Hitler gesprochen, als wäre je eine einzige Leistung von ihm wert, besprochen zu werden. Zu reden freilich ist von Adolf Hitler, aber nicht von Adolf Hitler als Person, sondern von den Menschen, die sich ihren Adolf Hitler erschufen, wie auch heute noch von Menschen ihre Adolf Hitler – gleich wie sie heißen mögen – erschaffen werden.

Wolfgang Paalen wurde nicht in die Kunstakademie aufgenommen. Adolf Hitler wurde nicht in die Kunstakademie aufgenommen.

Aber von nur einem kann über seine Leistungen als Person gesprochen werden, nämlich von Wolfgang Paalen. Und das wird viel zu wenig getan, gerade in Österreich.

In Österreich, in diesem kunstfreundlichsten Land der Welt. Es wird in diesem Land der künstlerische Mensch geliebt, wenn er die Hand zum Gruße hebt und der Diktatur, wenigstens einer Art der Diktatur das Wort schäumend schreit …

Auf einer Wiese am Teich bei Eisenstadt

Ereignisse im Hochsommer

Er sitzt auf einer Bank im Badener Kurpark bei Wien. Die Frauen tragen helle Sommerkleider, der Tag ist lind und wolkenlos und von sattem Grün. Er liest und hört, halbbewusst nur, der Kurkapelle zu. Plötzlich bricht die Musik mitten im Takt ab … 

Das erzählt Schirach, halbgenau nur, seinem hohen Publikum in Salzburg. Und setzt fort mit einem Zitat: „Es mußte sich etwas ereignet haben.“ Schirach liest nicht aus einem Buch von einer Dichterin der Gegenwart, schon gar nicht aus einem Buch des Dichters, der über hundert Jahre später nackt auf einer Teichweise weit von Baden bei Wien sitzt, ebenfalls lesend, und dabei seine Hoden baumeln läßt.

Von Stefan Zweig wird es wohl kein Bild geben, das ihn nackt in der Öffentlichkeit zeigt. So haben sich die Zeiten geändert. Der Dichter zeigt sich nackt. Und beim Anblick der Hoden des Dichters muß an diesem Nachmittag gedacht werden, so also haben sich die Zeiten geändert – statt Seelen baumeln …

Beim Anblick der Hoden des Dichters im Hochsommer

Wie vor über hundert Jahren ist der Himmel an diesem Tag ohne Wolken, die Wiese von sattem Grün. Es ist heiß. Und der Wunsch ist groß, es möge auch lind sein, also mild, freundlich, schön, endlich ein wirklicher Tag zum Glücklichsein. Und vor allem, es möge sich nichts ereignen, das die Kurkapelle dazu zwingt, ihr Spiel plötzlich abzubrechen. Aber hier, auf dieser Wiese, wo der Dichter seine Hoden baumeln läßt, spielt auch keine Kapelle. Es ist nicht das vornehme Publikum, für das eine Kurkapelle je aufspielt.

Es ist mild. Es ist schön. An diesem Tag. Die Menschen sind freundlich und friedlich. Sie liegen auf der Wiese an diesem Teich. Dösend die einen, lesend die anderen, manche in Gruppen sich ausgelassen unterhaltend, in der Sandkiste zuhauf Kinder spielend …

Es ereignet sich nichts. Das die Menschen an diesem Nachmittag veranlassen könnte, ihr Verhalten zu verändern, ihren geplanten Ablauf für diesen Nachmittag abrupt zu ändern, ihre Postkartenidylle … heutzutage wäre es wohl stimmiger zu sagen, ihre Smartphoneidylle augenblicklich zu verlassen.

Es ereignet sich zu viel. Auch an diesem Tag. Allein zu viel an einem Nachmittag. In der Welt. Einfach ein Zuviel an Ereignissen. Aber deswegen bricht die Musik nicht mehr plötzlich mitten im Takt ab, die Menschen kleiden sich nicht hurtig an, um … Was sich wohl vor über hundert Jahren noch alles ereignet haben mag, an diesem Tag, von dem Stefan Zweig nur ein einziges Ereignis in Erinnerung behielt, oder, ihm nur ein einziges Ereignis wert erschien, von ihm beschrieben zu werden?

Beim Beobachten der baumelnden Hoden – nein, der hängenden Hoden, sie baumeln nicht, die Hoden hängen still, vielleicht deswegen, weil kein Lüftchen … beim Anblick der hängenden Hoden des Dichters stellt sich die Frage ein, ob je etwas von ihm einst zitiert werden wird, über ein Ereignis dieses Tages des Jahres 2017? Und welches der Ereignisse wird es sein? Welches, wenigstens eines der Ereignisse wird der Dichter mit den hängenden Hoden wert befinden, von ihm beschrieben zu werden? Es sind zu viele Ereignisse in der Welt, die es unmöglich machen, eine Liste der dafür in Frage kommenden Geschehnisse zu erstellen, um anhand dieser zu spekulieren, welches der Dichter mit den hängenden Hoden wert befinden könnte, von ihm beschreiben zu werden, von diesem einen Tag im Hochsommer.

Keine Spekulation aber ist darüber notwendig, ob der Dichter mit den hängenden Hoden einst zitiert werden wird. Er wird es. Ganz ohne Zweifel. Er ist ein sehr bekannter und wohl auch schon berühmter Dichter. Anders berühmt als Schirach. Aber Schirach ist ja auch kein …

Wie schön wäre es gewesen, muß gedacht werden, noch lange nach dem Verlassen der Wiese, wären die Hoden des Dichters auf der Wiese am Teiche das einzig berichtenswerte Ereignis von diesem Tag, von dem ganzen Sommer gewesen.

Beim Anblick der Hoden des Dichters Gedanken über die Ereignisse des Tages im Hochsommer 2017

Thomas Drozda, Agenturminister der FPÖ

Eine Werbeagentur, von der identitären Parlamentspartei damit beauftragt, ein Herauskommen aus dem neuerlichen Fall „Hübner schon wieder“ zu finden, hätte der FPÖ zu keiner anderen Sprachregelung raten, keine andere finden können, als die von Thomas Drozda, der formalerweise als Kunst- und Kulturminister geführt wird, aber tatsächlich ein Agenturminister der FPÖ ist.

„Ich finde es gut, wie klar die FPÖ in der Causa Hübner gehandelt hat.“

Wie klar die FPÖ gehandelt hat. Wahrlich. Da trat die FPÖ vor, hieß plötzlich Johannes Hübner, die erklärte, sie werde nicht mehr kandidieren, während Johannes Hübner, der plötzlich FPÖ hieß, die sich immer noch verteidigte, die nicht einsah, was sie von sich gab, und die weiter kandidieren wollte.

Das also ist die Klarheit von der Werbagentur Drozda. Ein sofortiges Zurücklegen des Nationalratsmandates, ein sofortiges Ausschließen aus der FPÖ, das wären zu unklare Handlungen gewesen.

Und Klarheit vermittelt die Aussage von Drozda in noch einer Hinsicht. Welchen Stellenwert die Agentur Drozda dem österreichischen Parlament gibt. Keinen. Denn sonst hätte er wohl zuerst einen Rücktritt verlangen müssen. So gering ist ihm also das Parlament, daß ihm eine Nichtkandidatur völlig ausreicht.

Und noch eine Klarheit wird der Agentur Drozda verdankt, mit seiner Aussage in seinem Interview mit der „Kronen-Zeitung“ am 5. August 2017:

„Martin Graf muss man dann beurteilen, wenn er gewählt ist. Aber ich will heute keine Zensuren vergeben.“

Zu spät, immer zu spät. Das wäre die mündliche Beurteilung.

Zensuren in traditioneller Weise: Sehr gut für Thomas Drozda als Agentur für die identitäre Parlamentspartei. Nicht genügend für Thomas Drozda in seiner formalen Position als Kultur- und Kunstminister. Nicht genügend auch im Fach Politik. Sehr gut im Fach Parteipolitik zugunsten der identitären Parlamentspartei. Sehr gut auch im Fach Persönliches Weiterkommen.

Ein gutes und sicheres Gehalt reicht menschgemäß aus, um für alles zu kandidieren. Auch wenn Drodza dem Parlament keinen hohen Stellenwert beimißt, für das Parlament kandidiert er trotzdem an wohl noch sicherer Stelle, die ihm den Einzugs in Parlament garantiert, also zum garantierten Lohnzettel.

Insgeheim erwartet er sich wohl wieder ein höheres Gehalt. Denn auf die Frage, ob er bei einer rot-blauen Koalition mit an Bord wäre, sagt sie, die Agentur Drozda:

„Wir haben einen Kriterienkatalog, zu dem ich mich zu hundert Prozent bekenne. Über Koalitionen kann man nach der Wahl nachdenken.“

Was von solchen Kriterienkatalogen zu halten ist, wird nicht erst seit

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

Werte, Töchter der Zeit

Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig

dem sozialdemokratischen Kriterienkatalog gewußt. Einer der ältesten Vorreiter für solche Kataloge ist der christliche Kriterienkatalog, mehr bekannt unter dem Titel „Bibel“. Die massivsten Verletzung, das absolute Ignorieren und Negieren der Nächstenliebe, das Barbarische, das Massenmörderische begann erst, als ein neuer Kriterienkatalog geschrieben ward, in dem, wie heute noch stets verwiesen wird, nur von Liebe und Frieden geschrieben wurde, beim oberflächlichen Lesen kann der neue Kriterienkatalog so gelesen werden.

Thomas Drozda ist bloß ein weiterer Grund, weshalb es am 15. Oktober 2017 so wichtig ist, daß es zu keiner Rückkehr kommt, wichtig für die Menschen im Land, wichtig für  das österreichische Parlament:

Österreich - Wenn der Vorhang fällt - Nach der Nationalratswahl 15-10.2017

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

PS Zu den oben vergebenen Noten gibt es auch, nicht mündliche Beurteilungen, aber Notizen, die die Noten um einiges klarer machen. Vor allem jene über sein Hauptaufgabenfeld Kunst und Kultur, die anders klingt als der Werbespruch in eigener Sache, Künstlerinnen und Künstler seien mit ihm als … zufrieden:

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Thomas Drozda - Agenturminister der identitären Parlamentspartei