Nationalratswahl Österreich, Oktober ’17: Fortschritt ist das keiner, Rückschritt gewiß

Es ist vor dem 15. Oktober 2017 in Österreich viel von Neuem, von Veränderungen, von Fairness gesprochen worden, also propagandiert.

Nun, nach Vorliegen der ersten Hochrechnungen, kann gesagt werden, das haben die Wählerinnen und Wähler nicht geglaubt. Denn. Sonst hätten sie anders gewählt, als sie wählten.

Sie fallen stets auf ihre eigene Propaganda herein, daß sie Veränderungen wollen. Neues gar wollen. Aber.

Was haben Sie gewählt? Schwarz. Rot. Blau. Und die gesamte Veränderung, die sie wählten, ist, daß nun Schwarz wieder einmal an erster Stelle ist.

Die gesamte Veränderung, die in Österreich gewollt wird, ist das bißchen Hin- und Herschieben der Mehrheit zwischen den Parteien mit den Farben rot, blau und schwarz.

 

Nationalratswahl Österreich 15-10-2017 - Fortschritt ist das keiner - Rückschritt gewiß.png

Wie in der Collage auf einen Blick gesehen werden kann, im Vergleich zwischen 2017 und 2013. Und wie es auch schon, um ein Beispiel aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts heranzuziehen, 1966 war. In einer Hinsicht, aber nur in dieser einen Hinsicht war es 1966 besser: die identitäre Parlamentspartei hatte 1966 in keinem Bundesland eine Mehrheit.

Fortschritt ist das keiner.

Ein Rückschritt gewiß.

Denn. Wie es nun aussieht. Nach der Nationalratswahl 2017. Weniger und von Wählerinnen und Wähler schwachgehaltene Parteien im österreichischen Parlament. Das ist keine Veränderung, und vor allem das ist nichts Neues: Ein zwischen den Parteien mit den Farben schwarz, rot und blau verteiltes Land.

Und die identitäre Parlamentspartei wird zur identitären Regierungspartei gemacht werden … Fortschritt ist das keiner. Ein Rückschritt gewiß. Neu ist dies ebenfalls nicht; diese Partei war schon eine Regierungspartei, mit all den Folgen, mit denen sich heute noch, ein Jahrzehnt später, Gerichte beschäftigen müssen. Auch mit dem Mann, der der feudal-christlichen Partei schon als Sebastian Kurz erschien …. …

PS Was in der Landkarte der Vergangenheit, wie die Collage genannt werden kann, einst schwarz eingefärbt gewesen wäre, ist nun türkis angemalt.

Fortschritt ist das keiner. Veränderung ist das nicht. Neues schon gar nicht.

2008 war, um noch eine Nationalratswahl als Beispiel heranzuziehen, was blau hätte eingefärbt sein soll, orange angemalt. Und nun türkis, was schwarz … Mit Farben ein bisschen rumpatzen, das ist eines auf jeden Fall nicht: Veränderung. Neues gar.

Rückschritt gewiß.

Rezepte aus Opas uraltem Kochbuch gewiß. Aber das wurde vor der Nationalratswahl 2017 nicht verheimlicht. Trotzdem haben die Wählerinnen und Wähler nicht anders gewählt, nur so gewählt, wie eben seit Jahrzehnten in diesem Land gewählt wird.

FPÖ unzensuriert, Heide Schmidt und Alexander Surowiec

Heide Schmidt.png

Es stellt sich doch die Frage, weshalb Heide Schmidt, wenn sie über eine „Schmuddelseite“, über einen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ spricht, sich dazu versteigen muss, einen Vergleich anzustellen, eine Nebensächlichkeit als das Gesamte hinzustellen, das Gesamte auf eine Nebensächlichkeit zu reduzieren, und dazu gleich der FPÖ eine Note Eins minus zu geben, oder in mündlicher Benotung ausgedrückt: „Fast harmlos“.

Sie, Heide Schmidt, nennt es „Ironie der Geschichte“.

Es ist keine „Ironie der Geschichte“.

Es ist dieses Klugherzeiggerede in Österreich ohne Kenntnisse. Und seltsamerweise oder treffender österreichgemäß fällt es stets zugunsten von … auch in diesem Fall der identitären Parlamentspartei aus.

Heide Schmidt wird nicht viel über FPÖ unzensuriert wissen. Das hält sie dennoch nicht davon ab, gleich positiv über die gesamte FPÖ zu reden, Wähler und Wählerinnen diese schmackhaft zu machen.

Es wird nicht gewußt, was schlimmer ist. Mit Unkenntnis so zu reden, im Besitz vollständiger Kenntnisse zu sein. Oder gegen eigene Kenntnisse Persilzeugnisse auszustellen.

Bei dem von Heide Schmidt angesprochenen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ handelt es sich um Alexander Surowiec. Allein dieser mit seinem Referatsverhältnis mit den … verwehrt bereits jedwede Ausstellung eines positiven Zeugnisses für die identitäre Parlamentspartei  …

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

In einem Land mit einer sogenannten Bildungselite, die mit Blindheit für das Gesamte geschlagen ist, kann es nach dem 15. Oktober 2017 zu keiner anderen Regierung kommen als …

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Es kann für den 15. Oktober 2017 nur gehofft werden, daß allein die sogenannte Bildungselite durch ihre Wahl zu solch einer Regierungspartei beiträgt, dann kann es keine identitäre Regierungspartei geben, weder an der Seite der feudal-christlichen Partei noch an der Seite von …

Auf die anderen Wähler und Wählerinnen, denen von der sogenannten Bildungselite alles, was nur im Entferntesten mit Bildung zu tun hat, abgesprochen wird, ist Verlaß. Das haben sie in Österreich erst im Dezember 2016

Die Menschen sind klüger, als Belehrer und Belehrerinnen sie haben wollen.

eindrucksvoll bewiesen … hätten sie so gewählt, wie im Parlament gewählt wird, hieße heute der Bundespräsident … und nicht nur in Österreich, wie gelesen werden kann:

Glücklichen Zeiten entgegen

Rosenkranzgrenzhappening in Polen: Für Volk, Vaterland und Führerin. Kurz etwas zum identitären Glaubensdada

Glaubensdada - Für Volk Vaterland und Führer

Vor einer Woche marschierten in Polen Menschen zu den Grenzen, mit dem Rosenkranz in der Hand, um …

Ein recht willkommener Anlaß auch für FPÖ unzensuriert, darüber einen gesinnungsgemäßen Kommentar zu bringen, am 8. Oktober 2017:

Für „Volk, Vaterland und gegen Islamisierung Europas“

Zu der Aktion riefen die Stiftung „Gott allein genügt“ sowie die polnische Bischofskonferenz auf. 

An der Gebetsaktion nahmen auch mehr als 300 Kirchen in Grenznähe sowie Kirchen an den wichtigsten Flughäfen des Landes und in anderen Staaten, wo sich polnische Auslandsgemeinden befinden, teil. Ziel war es, für göttlichen Beistand für das polnische Volk und den Staat zu beten. 

Aber auch „für die Bekehrung Polens, die Bekehrung Europas und die Bekehrung der ganzen Welt zu Christus“ wurde gebetet. Denn in der wachsenden Masseneinwanderung nach Europa und den Terrorismus, sieht man die Gefahr einer voranschreitenden Islamisierung, forciert durch die EU und NGOs, die wiederum einen „Kleinkrieg“ gegen die Ost-Staaten führen. 

Recht willkommener Anlaß für das Grenzhappening in Polen am 7. Oktober 2017 war:

Die Aktion fand am Jahrestag der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 statt. Die christlichen Mittelmeermächte errangen dabei einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich. In ihrem Aufruf zu der Aktion teilte die Stiftung mit, damals sei „Europa vor der Islamisierung“ gerettet worden.

Und bei dieser Seeschlacht spielte einer aus der Familie Habsburg eine Rolle. Spanisch, ein hochtrabender Name: Don Juan de Austria. Österreichisch klingt sein Name schon weniger hochtrabend, mehr belustigend: Johann aus Österreich. Das klingt wie das Trachtenliedl Anton aus Tirol, dessen Sänger aus St. Jo…

Belustigend aber ist nicht, was er nach Lepanto in das Kreuz seiner Fahne schrieb:

In diesem Zeichen besiegte ich die Türken und werde die Ketzer besiegen.

In diesem Zeichen, also im Zeichen des Kreuzes, werde er „die Ketzer besiegen“. Daran ist stets zu denken, nicht nur, wenn gerade irgendwelche Rosenkranzgrenzorgien etwa in Polen stattfinden, zu denen Aussagen getätigt werden, wie:

In einer live im ultrakatholischen Sender Radio Maryja übertragenen Messe erklärte Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski, er bete „für die anderen europäischen Nationen, damit sie die Notwendigkeit verstehen, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren, damit Europa Europa bleibt.“

Es muß nicht daran erinnert werden, was mit „Ketzern“ durch die Jahrhunderte passierte. Was ihnen angetan wurde. Die Massenmorde. Hingerichtet auf blutrünstigste Arten in „diesem Zeichen“ im wahnhaften Orgien-Mysterien-Theater dieses Organisierten Glaubens. Diese Menschen gaben tatsächlich ihr Blut hin, während der Rosenkranzführer lediglich Wein trank und schwefelte, dies, der Wein, sei sein Blut, den er trinke …

Glauben - Dada

Es ist nicht von der Hand zu weisen, zu sagen, das letzte Abendmahl ist das erste Dada-Gedicht, entstanden während einer Perfomance … Wie überhaupt die gesamten Schriften von Organisierten Glauben Dada zugerechnet werden können, Dada sind. Mit ihren Absurditäten, ihren Verstiegenheiten, ihren Steckenpferdreitereien und so weiter und so fort. Es verwundert bis heute, daß die Künstlerinnen und Künstler der Dada-Bewegung nicht den Rosenkranz als ihr Emblem, nicht den Rosenkranz als ihr Logo nahmen, statt Dada es nicht Rosenkranz oder Kreuz oder Kreuzkranzrosen nannten.

Und zugleich verwundert es nicht, daß von ihnen nicht der Rosenkranz und das Kreuz zum Logo ihrer Dada-Bewegung auserkoren wurde. Ihr Dada war nicht das Programm des Blutsaufens, für sie gab es keine „Ketzer“, sondern nur Menschen mit anderen Meinungen, Ansichten, Weltanschauungen. Nur für Glaubensdada welcher Ausrichtung auch immer gibt es „Ketzer“, also zu Diffamierende, zu Ausstoßende und schließlich zu Ermordende …

Die Kunstrichtung Dada ist längst Geschichte. Keine Bewegung mehr. Der Glaubensdadaismus hingegen mit seinen Führern und Führerinnen, wie immer sie heißen mögen, ob Jesus-sich-selbst-essender-und-trinkender-Christus oder Lesen-und-Schreiben-unkundiger-Mohammed, Jungfrau-mit-Geschlechtsverkehr-Maria, ist nicht Geschichte. Seine Anhänger und Anhängerinnen streifen weiter durch die Welt auf der blutgierigen Jagd nach „Ketzern“ …

Glaubensdada, alles auf der Höhe von keiner Zeit

In einer Hinsicht ist Glaubensdada schon lange Geschichte. In bezug auf seine Diskussionen, Debatten, Diskurse: alles auf der Höhe von keiner Zeit. Wenn es etwa um den Begriff „Identität“ geht. Was für eine leidige Diskussion um die „Identität“, nicht nur in Polen, sondern um Beispiel zu bringen, auch in Österreich, wo diese vor der morgigen Nationalratswahl ebenfalls recht im Mittelpunkt stand, recht angetrieben von besonders zwei Parteien, deren Beiträge zur „Identität“ auf dem Niveau von keiner Zeit …

Dabei ist alles vorhanden, um Diskurse breitest anders, fruchtbringender zu führen. Was alles könnte dafür angeführt werden, wie anders breitest gesprochen und gehandelt werden könnte. Aber die, kurz und also pauschalierend gesagt, Parteien in Österreich haben es sich in ihrer Bequemlichkeit, in ihrer Faulheit eingerichtet, sich nicht zu bewegen, vielleicht ihrer Angst geschuldet, sie könnten, wenn sie sich bewegten, aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit, mehr, aufgrund ihrer Blindheit, stolpern …

Identität - Ausdruck der Denkfaulheit.png

Ein Beispiel soll angeführt werden, wie anders und also fruchtbringender die Diskussion sein könnte, etwa im Hinblick auf den Begriff „Identität“. Aus „Es gibt keine kulturelle Identität“ von François Jullien:

Es ist wichtig, sich die Kosten vor Augen zu führen, die es haben kann, wenn man sich hier der falschen Konzepte bedient. Man muss ermessen, welche – politischen – Gefahren es mit sich bringt, wenn man die Vielfalt der Kulturen in Begriffen von Unterschiedlichkeit und Identität betrachtet, sich bewusst machen, welche negativen Folgen das nicht nur für das Denken, sondern auch für die Geschichte haben kann. Ein Buch wie Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen ist in dieser Hinsicht ein denkwürdiges Beispiel. Dass er die vermeintlich wichtigsten Kulturen der Welt (die „chinesische“, die „islamische“, die „westliche“) in der Logik der Unterschiede und damit der Identität beschreibt, dass er ihre charakteristischen Züge auflistet, sie in einer Tabelle ordnet und eine Typologie erstellt, ist bequem und hat sicherlich zum Erfolg des Buchs beigetragen. Das brachte natürlich nichts durcheinander, wich in keiner Weise von Hergebrachten ab: Es zerstörte keine Klischees – der Vorurteile –, auf die man die Kulturen zu reduzieren beliebt, um sich nicht länger mit ihnen aufhalten zu müssen. Um das Heterogene (die interne „Heterotopie“), das jede Kultur kennzeichnet und das sie von innen her durch Abweichung zur Entfaltung bringt und intensiviert, ausblenden zu können, gibt man sich der Seichtigkeit hin, die jeder Klassifizierung innewohnt, und bestärkt sich somit zugleich in der eigenen Sichtweise. Aber gibt es überhaupt einen „harten, reinen Kern“ einer Kultur? Wenn Huntington dies behauptet, gelingt es ihm nicht ansatzweise, das Interessante an diesen Kulturen zu erfassen. Indem er sie auf Banalitäten reduziert, indem er sich voneinander isoliert und in das einmauert, was vermeintlich ihre Besonderheiten, ihre am klarsten konturierten Unterschiede ausmacht, indem er sie auf ihre Identität zusammenschrumpfen lässt, können die Beziehungen zwischen ihnen eigentlich nur in einem „Zusammenstoß“ enden, in einem clash, wie es im amerikanischen Original heißt. 

Will man ermessen, welche Kosten dadurch entstehen und welche Schäden dies anrichtet, muss man sich – um ein uns näher liegendes Beispiel zu nehmen – ansehen, woran Europa gescheitert ist. Als es darum ging, eine Präambel für die Europäische Verfassung zu entwerfen, wollten wir definieren, was Europa ausmacht, und uns über seine Identität verständigen. Dieses Unterfangen erwies sich jedoch als aussichtslos, wir landeten in der angesprochenen Sackgasse. Die einen behaupteten, Europa sei christlich (und beriefen sich dabei auf seine „christlichen Wurzeln“ oder – in Frankreich – auf das „Erbe Chlodwigs“). Die anderen insistierten darauf, Europa sei in erster Linie laizistisch (und dachten dabei an die folgenreiche „Aufklärung“ und den Aufstieg des Rationalismus). Da man sich nicht auf eine europäische Identität einigen konnte, verfasste man schließlich auch keine Präambel. Daraufhin haben sich Überzeugungen verflüchtigt, die Entschlossenheit ist erschlafft, Energien wurden gelähmt. Man hat keine europäische Verfassung verabschiedet: Man hat Europa abgebaut. Davon hat es sich nicht erholt. Was Europa in Wirklichkeit ausmacht, ist natürlich der Umstand, dass es zugleich christlich und laizistisch (und Weiteres) ist. Es hat sich nämlich im Abstand zwischen den beiden entwickelt: in dem großen Abstand von Vernunft und Religion, von Glauben und Aufklärung. In einem Zwischen, das keine Kompromiss ist, kein einfaches Mittelding, sondern ein In-Spannung-Versetzen, so dass sich beide Strömungen gegenseitig beleben. So kommt es, dass sich die Anforderungen des Glaubens im Abstand zu den Anforderungen der Vernunft geschärft haben und umgekehrt (und das sogar in ein und demselben Geist: Pascal): Von daher rühren der Reichtum oder die Ressourcen dessen, was Europa ausmacht. Oder besser: dessen, was „Europa macht“. Vor diesem Hintergrund ist jede Definition der europäischen Kultur, jede identitäre Annäherung an Europa nicht nur schrecklich vereinfachend und denkfaul. Sondern sie lässt verkümmern, führt zu Enttäuschungen und demobilisiert.

Auf FPÖ unzensuriert Wunsch an die Vorsehung zur Nationalratswahl: Tod des Bundespräsidenten

 

FPÖ unzensuriert Hofer - Strache - Peter_ 13-10-2017

Es ist wieder gesinnungsgemäß Peter_,

FPÖ unzensuriert, PI und Maxpolitico Reichsversand geben bekannt: „…“

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

von dem sich FPÖ unzensuriert nicht und nicht trennen will, der weiter gegen Alexander Van der Bellen Verleumdungen … Es ist wieder ein Einspringen für Norbert Hofer.

Mehr muß nicht mehr geschrieben werden. Zur Website der identitären Parlamentspartei und deren Schreibstaffel ist alles gesagt. Und wie gesehen werden kann, erfahren solche Kommentare auf FPÖ unzensuriert auch stets recht viel Zustimmung. Auch zum Zuspruch ist nichts mehr zu sagen.

Zu einer identitären Parlamentspartei, die zu einer identitären Regierungspartei gemacht werden soll. Zu einer, wenn es nach Umfragen geht, die vierzig Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in der nächsten Regierung haben wollen, gemeinsam – wie es zurzeit aussieht – mit der feudal-christlichen Partei:

Dreisatz des Schreckens

Orban bekommt Österreich

Dreisatz des Schreckens

Strache - Kurz loben Orban - Österreich bekommt Orban

Wenn es nach den Umfragen geht, sieht es in Österreich derzeit, am 12. Oktober 2017, so aus, oder respektive und was mit Umfragen versucht wird herbeizuschreiben, ist ein Wahlergebnis, das eine Mehrheit bis hin zu einer Verfassungsänderungsmehrheit für die feudal-christliche Partei und für die identitäre Parlamentspartei bringen soll.

Und mit einem solchen Wahlergebnis wird es wohl zu keiner anderen Regierung kommen als zu einer der identitären Parlamentspartei und der feudal-christlichen Partei.

Und das heißt:

He.-Chr. Strache lobt Orbán.
Seb. Kurz lobt Orbán.
Österreich bekommt V. Orbán.

Wenn das kein Syllogismus des Schreckens ist — —

Und damit Orbán gleich zweimal: einmal als Kanzler, einmal als Vizekanzler.

Und der Schrecken wird noch größer, wenn diese zwei Parteien dazu auch noch im Parlament die Zweidrittelmehrheit bekämen, und mit dieser die Verfassung ändern könnten, wie es diesen beiden Parteien gerade gefällt und einfällt.

Müßig zu schreiben, das wird ohnehin zur Genüge gewußt, was es heißt, Orbán zu bekommen. Es ist nicht Viktor Orbán als Person damit gemeint, sondern seine Geisteshaltung, oder genauer, seine Geistesverfassung, und diese ist eine Ungeistige, ein Ungeist, von dem gehofft wurde, er werde aus seinem Vergangenheitsgrab nicht mehr herausgezerrt werden können.

Bemerkenswert an dieser Fernsehschau zwischen Strache und Kurz war auch, daß Sebastian Kurz als Anerkennung und Reklame für sich Norbert Hofer anführt. Was den Wert von Urteilen eines Norbert Hofer betrifft, nun, in der Gerichtssprache gibt es dafür einen Begriff: Fehlurteil. Als die Menschen in Österreich Norbert Hofer nicht zum Bundespräsidenten wählten, und das ist nicht einmal ein Jahr her, schätzten sie Norbert Hofer richtig ein, sie wußten, mit Norbert Hofer ist weder eine „gute“ noch eine „neue Politik“ umzusetzen. Nur Sebastian Kurz schätzt es immer noch anders ein. Der eine ist bereits nicht gewählt, und der andere, wenn die Menschen in Österreich bei ihrer richtigen Einschätzung bleiben, wird am 15. Oktober 2017 auch nicht gewählt werden.

Was anläßlich dieser Fernsehschau ebenfalls wieder auffallend war, Sebastian Kurz spricht wieder und also immer wieder davon, er sei der „Chef“, er sei der „Chef“ der feudal-christlichen Partei, er wolle der „Regierungschef“ werden … Das ist rührend. Das erinnert an die patriarchalisch zugerichteten Buben von patriarchalischen Firmenchefs, die in der Krachledernen und Haferln durch die Lagerhallen trampeln, wie das Rumpelstilzchen im tiefen Wald, und schreiend darauf beharren, sie seien die Chefs, obgleich die Belegschaft weiß, die Buben sind nur die Buben der Chefs. Das zur Führungsqualität von Sebastian Kurz, der von sich träumt, wie er führt … Das Beharren der Buben von den Chefs kleiner Firmen darauf, daß sie die Chefs seien, ist von ihnen in einer Hinsicht nicht unrichtig, der Ort, wo sie das behaupten, ist der richtige Ort. Denn sie, die Buben, werden eines Tages die Firmen ihrer Papas erben. Aber Sebastian Kurz, nun, er verwechselt Österreich mit einer kleinen Firma, er läuft durch Österreich, als wäre er in der kleinen Milchabscheiderreinigungsfirma seines Papi …

Und weil es zum Milchabscheiderreinigungsbetrieb paßt, zur Belegschaft, die sich das Chefgeschreie der Buben anhören müssen, ist noch eine Fernsehschau mit Sebastian Kurz zu erwähnen, diesmal mit Christan Kern. Ausgestrahlt vom Fernsehsender Puls 4. Dazu bietet sich zunächst einmal ein Kalauer an: Sebastian Kurz am Puls der Zeit vorbei. Es ging um Betriebsräte. Und Sebastian Kurz meinte: „Da geht es nur um die Interessen der Gewerkschaft.“ Eine kurz’sche Aussage, die noch einmal tief blicken läßt, was die Belegschaft von einem Buben, der die Mähbalkenreparaturwerkstätte am Lande von seinem Papi erbt, zu erwarten hat: Brennsuppn und Erdäpfel …

Wie die Menschen in Österreich schon durch die Nichtwahl von Norbert Hofer die richtige Wahl trafen, weil sie es richtig einschätzten, daß mit diesem für sie vor allem keine „gute“ und vor allem keine „neue“ und schon gar nicht eine „Politik“ zu erwarten ist, werden Sie auch diesen von Norbert Hofer gelobten Kurz die richtige Wahl treffen. Und weil der Bub gar so anrührend ist, wird ihm von ganzen Herzen gewünscht, sein Papi möge eine Mähbalkenmesserschleifwerkstätte am Lande besitzen, die er eines Tages zu seinem kleinen Glücke erben könne, übernehmen könne, sich dann mit Recht Milchabscheiderreinigungschef …

… und zufrieden mit sich sein, wenn auch er tatsächlich am 15. Oktober 2017 wählt einen …

neuen politischen Stil: also nicht schwarz, nicht rot und nicht blau.

Efgani Dönmez und Stop extremism haben auf ein Bild des Rechtsextremismus vergessen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Auf der Website von „Stop extremism“ wurde auf ein Bild des Rechtsextremismus vergessen. Wahrscheinlich so vergessen, wie bei der Aufzählung auf Saudi-Arabien vergessen wurde, bei der nur die Türkei und Katar überblieben, bleiben beim Zeigen der Extremismen nur der Linksextremismus und der islamistische Extremismus über. Es fehlt also bei den Bildern der Rechtsextremismus.

stop extremism - das vergessene bild des rechtsextremismus

Dabei wird doch gewußt, nach einem alten Spruch: ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Unter den gezeigten Bildern wird über den Rechtsextremismus geschrieben. Aber ein Bild dazu, wie zu den beiden anderen Extremismen, gibt es nicht.

So kommt es

„Terroranschläge direkt vor unserer Haustüre. Fanatische Islamisten, die sich in Europa breitmachen und dabei von Staaten außerhalb Europas finanziert werden. Rechtsextremisten, die immer unverhohlener gegen Minderheiten hetzen und vor Gewalt nicht zurückschrecken. Linksradikale, die für Straßenschlachten und brennende Städte sorgen. Extremismus ist die größte Bedrohung unserer Zeit.“

wie ein Lippenbekenntnis daher.

Aus diesem Grunde ist in die Collage zur Vervollständigung ein Bild des dritten oder des zweiten oder des ersten Extremismus hinzugefügt. Es ist Ihnen überlassen zu entscheiden, an welcher Stelle in der Reihung der Rechtsextremismus gerade in Österreich zu stehen hat.

Ein Bild des Rechtsextremismus zur Komplettierung – damit es kein Lippenbekenntnis bleibt. Vielleicht wird es auch Efgani Dönmez mit seinem Verein noch vervollständigen.

Möglicherweise wurde es aber auch nicht vergessen. Das fehlende Bild des Rechtsextremismus vielleicht Ausdruck einer Strategie. Den Dialog nicht zu gefährden. Diesen Extremismus einzubinden, geschuldet einer höchst raffinierten Deradikalisierungsstrategie. Im Gespräch zu bleiben. Gerade in Österreich, wo diese Form des Rechtsextremismus … aber es weiter breit auszuführen, ist ein weiteres Mal nicht mehr notwendig. Denn. In Österreich wird das ohnehin recht genau und umfassend gewußt.

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

 

Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach der Kandidatur

Efgani Dönmez - Katar und die Türkei - da waren es nur noch zwei

Nun verschickt Efgani Dönmez eine Presseaussendung, mit der er beweisen will, daß er auch Saudi-Arabien scharf kritisiert. Und verweist zum Beleg auf die Pressekonferenz vom 3. Juli 2017 in Berlin.

Und das ist auch wahr. Saudi-Arabien wird neben Katar und die Türkei explizit in dieser Pressekonferenz genannt. Ebenso wahr ist es, auf der Website von „Stop extremism“ kommt Saudi-Arabien nicht vor. Sondern explizit nur die Türkei und Katar.

Nach einem alten Spruch könnte hierzu gesagt werden. Es gibt eine Zeit kurz vor der Kandidatur. Und es gibt eine lange Zeit nach der Kandidatur.

Am 7. Juli 2017 wurde Efgani Dönmez als Kandidat der ÖVP präsentiert.

Am 3. Juli 2017 in Deutschland Kritik auch an Saudi-Arabien. Am 7. Juli 2017 in Österreich Präsentation des ÖVP-Kandidaten … Bleibt nur noch die Frage, seit wann auf der Website von „Stop extremism“ nur noch die Türkei und Katar explizit angeführt werden. Und seit wann Saudi-Arabien nicht mehr? Oder wurde Saudi-Arabien noch nie auf der Website genannt, immer bloß schon Katar und die Türkei?

Efgani Dönmez - Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach der Kandidatur.png

Aber das ist eigentlich vollkommen belanglos. Und darüber wurde auch schon ausführlich am 4. Oktober 2017 geschrieben: Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel …

Was aber nicht belanglos ist, das sind die Forderungen von Efgani Dönmez und seinem Verein. Deshalb muß es noch einmal angesprochen werden, was bereits geschrieben wurde im oben verlinkten Kapitel.

Efgani Dönmez - Forderungen stop extremism

Allein die Forderung von Efgani Dönmez und seinem Verein, „bei extremistischem Hintergrund kündigen“ zu können „ohne Anspruch auf Abfertigung“ reicht mit einem Blick gerade auf das neue Abfertigungsgesetz bereits aus, um sich zu fragen, mit diesem Wissen um Gesetze und Arbeitsrecht will dieser Mann tatsächlich Abgeordneter im österreichischen Parlament werden. Dafür wird er höchstens von einem Mann gelobt werden können, von seinem nunmehrigen „Chef“, den er auch zu loben weiß. Zwei Männer, die immerhin das ganz genau wissen, wen sie zu loben haben, nämlich einander.

Es gibt weitere Forderungen von dieser Qualität. Aber es muß auch das nicht wiederholt werden, was bereits im Kapitel Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel … aber bedacht werden, nicht nur aber vor allem am 15. Oktober 2017.

Ein Mann ohne Kultur

Sebastian Kurz - Mann ohne Kultur

Trotz vielfacher Anfragen, so Martin Traxl, stand Sebastian Kurz nicht zur Verfügung. Um Fragen nach seinem Kulturverständnis zu beantworten. Es wurden, so Traxl, die für die Redaktion aussichtsreichste Kandidatin und die aussichtsreichsten Kandidaten der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 eingeladen, um Fragen zur Kulturnation Österreich zu beantworten.

Alle Eingeladenen nahmen diese Einladung an.

Nur einer nicht: Sebastian Kurz.

Sebastian Kurz nahm die Einladung nicht an, trotz vielfacher Anfragen. Vielleicht wählten sie beim Bitten um seine Teilnahme die falsche Anrede, verwendeten nicht das von ihm so heiß begehrte Wort, von dem noch zu sprechen sein wird, ein weiteres Mal.

In diesem Fall hätte das wohl keine Wirkung auf ihn gehabt, ihn so anzusprechen, wie es ihn befriedigt, ihn zum Kommen zu bringen – die Furcht vor Kultur und Kunst …

Dabei. Es waren leichte Fragen. Es waren wirklich die leichtesten Fragen, die zu Kultur und Kunst je gestellt werden können. Allerweltsfragen. Und Allerweltsantworten. Dennoch: alle beantworteten diese leicht und bravourös. Sogar He.-Chr. Strache schaffte es, erfolgreich zu verbergen, für welche Kunst und Kultur seine identitäre Parlamentspartei tatsächlich …

Nur Sebastian Kurz schwänzte die Frageminute.

Was heißt das?

Sebastian Kurz hatte also Angst vor den leichtesten Fragen zur Kultur. Angst davor, daß er zu den leichtesten Fragen, die er erwarten konnte, nichts, gar nichts hätte sagen können. Seine Antwort auf jede der leichtesten Fragen sein Schweigen nur gewesen wäre. Vielleicht hätte er gerade noch stottern können, in seinem weinerlichen Ton, das sei nicht seines, bei Kunst und Kultur wären keine Routen zu schließen, es tue ihm leid, zu Kultur und Kunst falle ihm nichts, da sei sein Kopf wie leer, er strenge sich an, er bemühe sich, aber er verstehe das Wort Kultur nicht, so könne er auch keine Verbindung herstellen, nicht einmal zu Flüchtlingen, die ihm sonst ja immer so leicht einfallen, bei jedem Thema, auch bei Themen, mit denen Flüchtlinge gar nichts zu tun haben, er fragen hätte müssen, Entschuldigung, was ist Kultur, was ist Kunst, was heißt das: Kulturnation …

Der Titel muß soher richtig lauten: Das Kulturunverständnis von Sebastian Kurz. Auch: Das Unwissen von Sebastian Kurz, auch von Kunst und Kultur.

Das ist also ein Mann, der will, daß die Menschen ihn in einem so ausreichenden Maße wählen, daß er zum Bundeskanzler gemacht wird, zum Bundeskanzler in einem Land, das sich als Kulturnation verstehen will.

Ein Mann ohne Kultur will Bundeskanzler in einem Land mit Kultur werden.

Ein Mann ohne Kultur will, so sagt er, Österreich zurück an die Spitze bringen, und was das für eine Spitze sein wird, das konnte festgestellt werden, auch anhand von konkreten Handlungen seiner Partei:

Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit.

PS Sebastian Kurz hätte die Einladung wohl angenommen, wäre es nicht um Kunst und Kultur gegangen, sondern darum, was er ist: „Chef“. Da wäre er in seinem Element gewesen, da hätte er sofort korrigierend eingreifen können. Wie am vergangenen Sonntag, im Fernsehen, als er angesprochen wurde als „Teil Ihrer Bewegung“, wußte er sofort korrigierend zu sagen, ein einziges Wort: „Chef“. Das sollten sich vor allem jene merken, die meinen, mit ihm, Kurz, Teil einer Bewegung zu sein. Für Sie stimmt es, Teil einer Bewegung zu sein. Für Kurz nicht. Kurz ist nicht Teil Ihrer Bewegung. Ein Mann ohne Kultur ist „Chef“.

PPS Für eine Wahl reicht es zwar nicht aus, aber es muß dem Mann ohne Kultur schon hoch angerechnet werden, daß er – wenn er die Bedeutung von „Bundeskanzler“ wohl auch nicht in ihrer gesamten Tragweite versteht – weiß, es heißt Bundeskanzler, und nicht „Chef“.

Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

Kurz zu Alexander Surowiec

Würde Alexander Surowiec nicht schon gekannt werden, wäre die Verlockung groß, genau zu lesen, was er beispielsweise unter der Schlagzeile „Rising Star“ am 1. Oktober 2017 schreibt. Doch schon beim Überfliegen hängengeblieben bei:

„Was die Redaktion von alles roger nicht wusste: Seit einem dreiviertel Jahr recherchiert Fass ohne Boden unter dem internen Operationsnamen „Rising Star“ an dem Firmengeflecht und deren Protagonisten. 

In einer mehrmonatigen Recherche bohrte sich das Team von Fass ohne Boden durch das Firmennetzwerk, befragte heimische Start-Up Größen, erhielt Auskünfte von Rechtsanwälten in der Schweiz und Wien, führte Hintergrundgespräche mit Journalistenkollegen, suchte den Kontakt zu IT-Technikern, sprach mit politischen Vertretern diverser Couleur und tat noch mehr.

Mehrwöchige Observationen, früh, mittags und abends, mit Ex-Militär-Angehörigen wie militärische Aufklärer und Ex-Jagdkommando-Soldaten, einer Einschleusung in „Team Wallraff“-Manier bei einem Event sowie eine Recherchereise nach Zürich und Dietikon, gaben einen Einblick, wie die heimische Start-Up-Szene tickt und funktioniert.“

Das ist Alexander Surowiec. Wie er gekannt wird. Wozu das Übrige noch genau lesen. „Bei einem Event in ‚Team Wallraff…“ — „Einschleusung“ bei einer Veranstaltung … was für eine Verkennung der Arbeit von Günter Wallraff. Deshalb, weil es eine Beleidigung gewesen wäre, wurde nicht der Titel gewählt: Kurz etwas zu Alexander Surowiec, dem …, sondern: dem Xandl Raff aus Liesing. Schon den Vornamen von Günter Wallraff hierfür zu nehmen, wäre eine Beleidigung von Herrn Wallraff. Xandl Raff paßt auch recht. Denn. Er, Surowiec, rafft zusammen, was er zusammenraffen kann, und meint, er hätte etwas Brauchbares, Verwertbares …

Also alles nicht erwähnenswert. Bis auf die Methoden dieses Mannes aus der ÖVP, kurz gesagt: …! Aber nicht überraschend. Mit wem er verkehrt. Das kann mit Blick auf die Zeit nach dem 15. Oktober 2017 schon als Vorgeschmack auf eine Koalition von ÖVP und FPÖ … auf der kleinsten Ebene, kurz gesagt, probiert Alexander Surowiec diese seit geraumer Zeit, wie nachgelesen werden kann:

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Alexander Surowiec war vor einem Jahr so freundlich, schriftlich mitzuteilen, worüber er in Linz referieren wird, nämlich über „Alternative Medien“:

Europäisches Forum Linz: Um Bares geht’s den „Verteidigern Europas“

Ob das Publikum sich dabei fadisiert hat? Immerhin waren dort jene vertreten, die ohnehin wissen, was „Alternative Medien“ sind, genauer, die ohnehin die Methoden kennen, auch wenn sie nicht wissen, was alternative Medien sind, und mehr als seinen Methodenkoffer wird er ihnen wohl nicht geöffnet haben können, in Linz, dem Vorort von Braunau.

Kurz hätte es werden sollen. Damit es nicht länger wird, nur noch der kurze Hinweis auf ein paar Kapitel. Kurz etwas zum Xandl Raff aus Liesing ist es doch geworden. Denn. Es geht weit über ihn hinaus, er ist doch nur so etwas wie Anhalter am Straßenrand, der zwar gesehen wird, aber … oder wie ein Tür-zu-Tür-Verkäufer, dem aus Erbarmen gerne etwas abgekauft werden würde, aber in seinem Bauchladen oder in seinem Plastiksackerl – der Arme, nicht einmal einen richtigen Präsentationskoffer bekommt er –, hat er, kurz gesagt: nichts Brauchbares, nichts Nützliches …

„Fass ohne Boden“-Visionär Surowiec: „Fette weg von der Straße“

Österreichisches Faß ohne Boden des Europäischen Forum Linz

Oben gegen Oben und gemeinsam gegen Unten

Was die Nationalratswahl bringen wird: Vergangenheitsverfestigung

Es wird von Richtungsentscheidung gesprochen. Im Zusammenhang mit der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017. Veränderung

Eine Entscheidung wird es nicht sein. Es wird eine Wahl sein. Es ist aber eine arme Konsumwahlwelt in Österreich. Obgleich es in den Regalen mehr gibt als nur drei Produkte, sehen österreichische Konsumierende in den Regalen nur drei Produkte, und sie jammern darüber, sie bemitleiden sich selbst, daß es nur drei Produkte gibt, zwischen denen sie wählen können. Und sie greifen, das erzählen die Umfragen, nur nach dem, was sie sehen. Freilich lassen sie sich dabei massiv leiten, durch eingeschaltete Schweinwerfer, die aber bloß auf diese drei gerichtet sind, bloß diese drei mit voller Leuchtkraft ausstrahlen.

Es wird soher eine Wahl sein als bloße Vergangenheitsverfestigung.

Weit mehr als eine Vergangenheitsverfestigung, es wird eine Vergangenheitsverklumpung.