Match Maiandacht

Die Feststellung von Johanna Mikl-Leitner, Rote würden Gsindl bleiben, ist ja mehr Resignation als Beleidigung, das von Khol Ausgestoßene hingegen ein Aufruf, eine Forderung zum gfrieserfreien …

Vertreibung gibt es nicht ohne Gewalt; und mittlerweile hat der Präsident sich auch entsprechend radikalisiert, und daran ist, würde ihm und seiner Partei die Schuldfrage gestellt werden, wäre die Antwort wohl, das Gsindl, die Gfrieser sind selber schuld, wenn sie nicht und nicht den Mund halten, rufen sie selbst danach, ihnen eine aufzulegen.

Aber weil vor dreiundreißig Jahren ein schreibendes Mitglied des ÖVP-Bauernbundes an einem Sonntag starb, soll erinnert sein, wie mit „Gsindl“ noch verfahren werden könnte, und das hat das schreibende christschwarze Bauernbundmitglied, den Theatergänger Andreas Khol auswendig zu zitieren weiß, wie berichtet wurde, eindringlich festgehalten, in Match Maiandacht, die vor fünfunddreißig Jahren im Akademietheater, das noch nicht die Josefstadt war, gegeben …

dö habn überhaupts koan Anstand net
Du muaßt halt amoi richtig eineschiaßn
in de Studentn
dann is a Ruah
dö spuin sie ja nur mit euch
dö machan euch aufn Kopf
dö wern aufgstachelt von dö Judn
und machan euch aufn Kopf
da schiaßat i nei
nacha is a Ruah
Dös hätts früha net geben
daß dös Gsindl auf die Straßn geht
da ghörat scho
a starke Hand her
a so Gsindl
a so eine Verkommenheit
dö was heut herrscht
mit dene vafahraed i ganz anders
aba ös seid s ja feig
da schiaßat i gleich nei
in dös Gsindl
da haltat i mi net
an dö bledn Vorschriftn
dö traun si ja gar nix mehr
dös wui a Staat sei
daß i net lach
statt daß eineschiaßats
Mit dem Gsindl fahrad i a
i schiaßad eine
da kennat i nix

A so Gsindl
da schaugn s a nu eina
aso a Gsindl a gräusligs
Dö fressn uns alles weg
Tan nix und fressen uns alles weg
Und wia dreckig dö san
dö waschn si ja net amal
s ganze Jahr waschn si dö net
Na so was gräusligs
schaugn Sis nur o dö
Läus hams
Wanzn hams
und frech sans
und wegfressn tans uns ois
des Gsindl
aba arbatn tans nix
ob dös san oder
aso a Gsindl
vagast ghörns
alle vagast
Vagast ghörns alle
alle
schreit nach
vagast

Das Bauernbundmitglied hat seine Figuren nicht über Rote so sprechen lassen, sondern über Menschen aus diesem Land und aus jenem Land und aus diesem Land und auch aus jenem Land, für sie sind Menschen, gleich aus welchem Land: „Gsindl“, und sie sind dabei heilfroh in dem Land zu sein, aus dem …

Alpenweltstammtischklassiker

Vor fünfzig Jahren, im Juli 1972, bringt „Der Spiegel“ einen Artikel über Thomas Bernhard mit „Alpenbeckett“ in der Schlagzeile. Siebzehn Jahre danach, am 12. Februar, der ein Sonntag war, stirbt Thomas Bernhard. Dreiunddreißig Jahre nach seinem Tod wird gemeint, gemeinhin in Österreich, Thomas Bernhard: „Weltautor“ …

Weltautor, das ist keine falsche Beurteilung. Denn. Wer wie Thomas Bernhard die Gegend von Nathal bis Hausruck beschreibt, beschreibt Welt.

Genau gesagt, ist Thomas Bernhard also ein Alpenweltautor – auf den ersten zwei Silben zu betonen.

Die fünfzig Jahre alte Beurteilung von Thomas Bernhard ist eine zur Hälfte richtige:

Thomas Bernhard ist alles, was die Alpen sind, er ist nichts, was Beckett ist.

Seit seinem Tod wird in Österreich die Meinung vertreten, wohl deshalb, weil im selbstverschuldeten geographisch geschrumpften, aber im Geistigen je kleinen Österreich die Sehnsucht nach Großem herrscht, Thomas Bernhard sei ein „Klassiker“.

Warum ihm dies nicht zugestehen, ein Klassiker zu sein.

Bloß, es muß dies genau gesagt sein. Thomas Bernhard ist ein Alpenweltstammtischklassiker – auf der vierten und fünften Silbe zu betonen.

Als Weltautor […] Oberösterreich zu Hause […] Kurz vor seinem 91. Geburtstag erscheint ein neues Buch des deutschen Entertainers Harald Schmidt, das sich auf kulinarische Spurensuche in Leben und Werk des 1989 verstorbenen Schriftstellers begibt. „In Bücher gehen wir hinein, wie in Gasthäuser – hungrig und durstig.“ Ein Satz, mit dem Thomas Bernhard sein kulinarisches Verständnis gekonnt zusammenfasst.

Wie aus Büchern und Gasthäusern in Österreich herausgekommen wird, hat Thomas Bernhard allerdings nicht preisgegeben. Dabei ist dies so einfach wie kurz sagbar:

Aus Büchern und Gasthäusern gehen wir heraus, und ebenso aus der Social Media: abgefüllt und gemästet mit Ressentiments.

Sie, die Thomasse, beieinander an ihren Stammtischen, tränken einander, füttern sich gegenseitig an, gehen auseinander, zufrieden mit den Ergebnissen in ihren Büchern …

Wer wagt, gewinnt

Ohne 2-G-Nachweis das Geschäft zu betreten, wird überlegt, muß zur Konsequenz haben, sofort des Geschäftes verwiesen zu werden, ist doch auf der Eingangstüre groß angeschlagen, ZUTRITT NUR FÜR GENESENE UND GEIMPFTE, NACHWEIS UND AUSWEIS SIND BEREIT ZU HALTEN; ohne Grünen Pass, wird kurz noch gezögert, trotzdem in das Geschäft zu gehen, das muß doch zur Folge haben, sofort unmißverständlich aufgefordert zu werden, augenblicklich das Geschäft zu verlassen …

Aber wer nicht wagt, gewinnt nicht.

Die Eingangstür öffnet sich an diesem ersten Montag im zweiten Coronafeber automatisch, der Eingang wird passiert, das 2-G-Nachweiszutrittsschild nun im Rücken kann nicht mehr gelesen werden und ist, schon weit in das Geschäft vorgedrungen, gleich ganz vergessen. Es wird auch nicht nach dem 2-G-Nachweis gefragt. Ohne 2-G-Nachweis kann im Geschäft umhergangen werden. Es wird der 2-G-Nachweis nicht kontrolliert. Es kann im Erdgeschoß des Geschäfts flaniert werden. Es gibt kein Abhalten davon. Das Goustieren der Ware im ersten Stock des Geschäfts mit nicht lautem, aber doch hörbarem und sehbarem Niesen wird vom Personal nicht gestört, es hat nicht die Konsequenz, jetzt aber rasch aufgefordert zu werden, auf der Stelle nachzuweisen, geimpft oder genesen zu sein, oder ohne 2-G-Nachweis augenblicklich das Geschäft schnellen Schrittes zu verlassen.

Die Produkte im Geschäft können zu ebener Erd‘ und im ersten Stock besehen, betastet, in aller Ruhe aus den Regalen genommen, probiert, zurückgelegt werden. Keine Vertreibung aus dem Geschäft. Verkäufer beraten freundlich, drängen höflich zum Ausprobieren. Die seit etwa eineinhalb Jahren getragene und also in eineinhalb Jahren nie gewechselte und also in eineinhalb Jahren nie gewaschene Maske unter das Kinn geschoben, um deutlich die Fragen, die Wünsche artikulieren zu können, veranlaßt keine der immer wieder abwechselnd kontaktierten Verkäuferinnen, ihr Verkaufsgespräch zu beenden, aufzufordern, die seit eineinhalb Jahren getragene und also nie gewechselte und also nie gewaschene Maske wieder ordnungsgemäß über Nase und Mund zu ziehen. Auch Kundinnen stoßen sich nicht daran, daß mitten unter ihnen mit unter das Kinn gezogenener Maske gehustet wird, es sind keine fortwährenden Hustenanfälle, aber es ist doch ein kontinuierliches und für Verkaufspersonal hörbares und sehbares Husten, das ab und an unterbrochen durch für Kunden hörbares und sehbares Niesen.

Nach etwa einer halben Stunde Aufenthalt im Geschäft, das ausschließlich mit einem regierungsverordneten 2-G-Nachweis zu betreten erlaubt ist, geht es mit den vielen, wirklich vielen ausgewählten Artikeln noch einmal durch alle Geschäftsstockwerke laufend zur Kassa – wer wagt, gewinnt.

Zeigen Sie mir bitte Ihren grünen Pass.

Es sind wirklich viele Produkte, erschreckend viel zu zahlen —

Den grünen Pass bitte.

Viel zu viel ausgesucht —

Ohne 2-G-Nachweis darf ich nichts verkaufen —

Es ist viel, wirklich viel zu viel zu zahlen —

Aber seit einer dreiviertel Stunde …

Auch beim Gespräch an der Kassa die seit eineinhalb Jahren nie gewechselte und nie gewaschene Maske unterm Kinn, Nase und Mund frei —

Ohne 2-G-Nachweis dürfen wir nichts verkaufen.

Beinahe einen ganzen Monatslohn jetzt zu zahlen. Das alles wird —

Bitte, Ihren Nachweis und Ihren Ausweis.

ja gar nicht gebraucht, ganz unnötig in Wahrheit, aber mal so lustvoll, so unbeschwert, so aufmerksam bedient, mal so sorglos zu shoppen, ist doch —

Den Nachweis.

Der Rucksack wird geöffnet, im Sack gekramt, die Brieftasche herausgeholt, mit deren Inhalt können die in einer dreiviertel Stunde ausgewählten —

Ohne Nachweis dürfen wir nicht.

und zur Kassa geschleppten Produkte nicht gezahlt werden, und ohne Kreditkarte, das Konto weit überzogen —

Dürfen wir nicht.

Die Brieftasche wird zurückgesteckt, der Nachweis, genesen und geimpft zu sein, nicht aus dem Rucksack geholt, und der Kassier räumt schon, während ihm, nach einer Stunde im Geschäft aufhältig gewesen zu sein, weiter hüstelnd und niesend gesagt wird, keinen Nachweis zu haben, die zur Kassa geschleppten Artikel zur Seite und ihm der nah, ganz nah danebenstehende Kunde seinen grünen Pass …

Wer nicht wagt, gewinnt nicht.

Das Rot ist nicht schwarz geworden, dafür das Schwarz türkis, und das Türkis schwarz vor schamesrot.

Vielleicht hat Johanna Mikl-Leitner nur mal auch moderne Kommunikationstechnik ausprobieren wollen, und dafür hat sie sich wohl an einen über zwanzig Jahre alten Witz erinnert.

Haider zum Schüssel: “Bin neugrig wie lang des linke Gsindl no demonstriert!” Schüssel: “Bis SCHWARZ wern!”

Von ihr: schlecht erinnert, schlecht wiedergegeben.

„Rote bleiben Gsindl.“

Die Wirklichkeit ist die nicht abgeschmeckte Speise besonders von politischen Witzen mit Würze.

Das Rot ist nicht schwarz geworden, dafür das Schwarz türkis, und das Türkis schwarz vor schamesrot.

Kein Witz ist, was Andreas Khol, der einmal das war, was Wolfgang Sobotka jetzt einmal ist, sagte:

„Rote Gfrieser, die er nicht mehr im ORF sehen will.“

Die von Mikl-Leitner gemachte Feststellung, Rote würden Gsindl bleiben, ist ja mehr Resignation als Beleidigung, das von Khol Ausgestoßene hingegen ein Aufruf, eine Forderung zum gsindlfreien, zum gfrieserfreien … Vertreibung gibt es nicht ohne Gewalt; und mittlerweile hat der Präsident sich auch entsprechend radikalisiert, und daran ist, wird ihm und seiner Partei die Schuldfrage gestellt, das Gsindl, sind die Gfrieser selber schuld, wenn sie nicht den Mund halten können, rufen sie selbst danach, ihnen eine aufzulegen.

Es tagt bald wieder ein Ausschuss.

Günstigste Zeit also für Witze, neue, endlich neue Witze. Nahrung für diese, nur eine von den vielen, vielen Beilagen, auch gemeinsame Werbebriefe an Zivildienstleistende mit schönen Fotos, wie diese sonst von Inseraten etwa für Wahlkämpfe gekannt werden, von Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz …

„Staatsaffäre um rot-weiß-rote Atatürk-Statue“

Die „Reichskammer der bildenden Künste Wien“ ist keine Kammer der rot-weiß-roten Republik Österreich, deren Mitglied der Diener zweier kranker Herren war, aber es gibt in dieser rot-weiß-roten demokratischen Republik Österreich Kammern reich an Sammlungen von Textseltsamkeiten …

„In der Nacht nach dem erfolglosen Anschlag versammelten sich dann Tausende Menschen in Samsun rund um das rot-weiß-rote Atatürk-Denkmal, um eine Mahnwache abzuhalten – und so die Ehre ihres Helden wiederherzustellen.“

Das schreibt Klaus Loibnegger am 8. Februar 2022 in der Tageszeitung, die die Krone des österreichischen Pressestandards trägt …

Das Mitglied der nationalsozialistischen Reichskammer der bildenden Künste Wien hat also in der Türkei ein „rot-weiß-rotes“ Denkmal für seinen kranken Herrn Atatürk geschaffen, aber er hat nicht nur eines geschaffen, er hat mehrere Atatürk-Denkmäler und also „rot-weiß-rote“ Denkmäler in der Türkei geschaffen, aber auch in Österreich hat er, nach seiner Heimkehr zu seinem zweiten kranken Herrn, Denkmäler geschaffen, die dann nach dem Kronenkammergeist auch „rot-weiß-rote“ Denkmäler zu nennen sind, etwa die Büste des Totenkopfpudelmützenträgers, von ihm zu einer Zeit geschaffen, als Österreich ganz und gar bei sich rot-weiß-rot …

„Er gilt als der Vater der modernen Türkei – bis heute wird Mustafa Kemal Atatür, der das Land nach dem 1. Weltkrieg als erster Präsident in eine westlich orientierte Richtung führte, als Nationalheld gefeiert. Selbst im gegenwärtigen Rechtssystem der Türkei stehen abfällige Äußerungen über den einstigen Soldaten unter Strafe.“

Wer sonst als ein rot-er-weiß-roter Fahnenstangenschwinger könnte noch so über einen kranken Herrn, der ihm väterlicher Soldat, schreiben – fortwährende rot-weiß-rote Erziehung zur Hörigkeit gegenüber kranken Herren.

„Und ausgerechnet dieses Werk des Wiener Bildhauers geriet vor einigen Tagen ins Visier von Vandalen – und in die Schlagzeilen. Mit einem Seil versuchten zwei Cousins im Schutze der Dunkelheit die Statue mit einem SUV vom Sockel zu ziehen. Doch die Aktion scheiterte – das Seil riss. Das Denkmal blieb unbeschädigt – nicht allerdings der türkische Nationalstolz: Und so dauerte es auch nicht lange, bis dank Überwachungsbildern die Handschellen klickten und das Duo in der Folge als Schwerverbrecher den Medien vorgeführt wurde.“

Vandalistischen Schwerverbrechern muß unmißverständlich gesagt werden, wie können sie es wagen, ausgerechnet das Werk eines allzeit getreuen Mannes aus dem reichen Kammerland zerstören zu wollen, ihnen muß mit fester Stimme gesagt sein, es ist ein durch und durch rot-weiß-rotes Werk eines durch und durch rot-weiß-roten Mannes, hinter den sein rot-weiß-rotes Land sich wie ein Soldat zu stellen, in der Stunde des Angriffs und der Not, seinem rot-weiß-roten Land Stolz und Ehre …

„Nach dem gescheiterten Protest-Akt hielten Tausende Menschen am Denkmal eine Ehrenwache.“

In der Türkei also werden wie in Österreich „Ehrenwachen“ gehalten, an Denkmälern, „Mahnwachen an den Sockeln“ – der Unterschied zwischen den Ehrenwachtern an dem einen Sockel und den Ehrenwachterinnen an dem nächsten Sockel kann am Klavier nicht gespielt werden.

Wahlen. Nicht wundern.

Es wird an diesem Sonntag, 6. Februar 2022, berichtet, Alexander Van der Bellen plane bereits seinen Wahlkampf, weil er, der begnadet in Reden Geübte, noch einmal …

Am letzten Freitag, 4. Februar 2022, hat Alexander Van der Bellen die Impfpflicht beurkundet, damit ein Gesetz abgesegnet, gegen das es die größten Bedenken, die größten Vorbehalte mannigfacher Weise gibt, vor allem auch verfassungsrechtliche. Hätte er, Van der Bellen, der doch so in die Schönheit der Verfassung verliebt ist, dem die Verfassung Leitbild sein soll, dieses Bundesgesetz nicht zurückschicken müssen, allen die Arbeit ersparen müssen – vor allem dem Verfassungsgerichtshof, der ohnehin schon genug mit den Gesetzen dieser Regierung sich herumschlagen hat müssen –, mit einem verfassungsrechtlich hoch bedenklichen Gesetz weiter sich herumschlagen zu müssen …

Es überrascht nicht, daß Alexander Van der Bellen noch einmal kandidieren wird, sind ihm doch zwei, nein, einfach wie kurz gesagt, drei Stimmen recht gewiß. Und daß er kandidieren wird, das war spätestens mit dem 19. Dezember 2021 klar, als er die Kickl-Karte spielte, von der er meint, diese sei wieder ein Joker, Kickl sei „doch eine große Belastung“ gewesen, der von ihm angelobte Innenminister, mit dem Kickl-Joker, mit dem FPÖ-Schmäh will er also noch einmal die Wahl gewinnen, wie er mit dem Hofer-Joker die Wahl gewann …

Kurz und einfach gesagt: Einen Joker gibt es nur einmal zum Ausspielen, ein Schmäh zieht nur einmal …

Na ja, es kommt auf das Land an. In Österreich wird der Joker fortwährend ausgespielt, daß er schon ganz abgenudelt ist, aber alle tun so, als würde ein nigelnagelneuer Joker zum ersten Mal gespielt werden, in Österreich schreien, um das Wort des österreichischen Wirtshausklassikers der Wiederholungen zu verwenden, wie „sechseinhalb Millionen Debile“, wenn sie einen Schmäh hören: Noch einmal! Noch einmal! Den Schmäh, noch einmal! Schreien in Österreich, wie von einem anderen die Zahl mittlerweile und notwendigerweise valorisiert, acht Millionen …

So kann es kommen, daß Alexander Van der Bellen mit diesem abgenudelten Joker, mit diesem ranzfettigen Schmäh noch einmal … Und wenn danach die Nationalratswahl ein Ergebnis bringt, daß für Herbert Kickl und seine Partei ein …, dann wird es wieder heißen, das Wahlergebnis würde keine andere Regierung, keinen anderen Bundeskanzler als …

Wie immer in diesem Jahr die Wahl um das Amt der Bundespräsidentin ausgehen wird, eines ist gewiß, Alexander Van der Bellen kann sich auf eine herzliche Retourgratulation aus Teheran freuen, sei es zum Wahlgewinn oder zum erdienten Pensionsantritt im sehr hohen Rentenalter.

Die tatsächliche Größe des Karl Lueger, gemessen an der Höhe seines Denkmals

„Thomas Mießgang portraitiert […] die mehr als 20 Meter hohe Gedenkstätte, gekrönt von der Lueger-Statue des Bildhauers Johann Müllner […]

So beginnt am 31. Jänner 2022 die erste Sendung von vier Sendungen des Portraits des Karl Lueger von Thomas Mießgang, von denen bereits erzählt wurde, unter dem Titel: „Die Trivialität der Klüngels“.

Und bereits zu Beginn seines Portraits im Bildungsradio von Österreich in einem Satz zwei falsche Angaben.

Der Bildhauer hieß nicht „Johann“, sondern „Josef“.

Das steht sogar richtig auf der dem Denkmal beigestellten Zusatztafel von dem Historiker, der in diesen Mießgang-Sendungen öfters und wie immer gar gewichtig zu Wort kommt, der mit Vornamen nicht Karl heißt, aber ein Vorname wäre, den er sich …

Die zweite falsche Angabe in diesem Satz betrifft die Höhe der Gedenkstätte: „mehr als 20 Meter“. Es ist nicht Mießgang allein, der dies verbreitet. Das schreiben viele. Er redet halt nach, was er irgendwo gelesen, irgendwo gehört hat, daß das Denkmal eine Höhe von 20 Meter habe, aber er, Mießgang, möchte es noch größer haben, wünscht sich Karl Lueger noch größer: „mehr als 20 Meter“ …

Dabei. Es genügt. Einmal vor dem Denkmal zu stehen, um zu sehen, es hat keine Höhe von „mehr als 20 Metern“, es hat keine Höhe von „20 Metern“. Es hat keine Höhe von „18 Metern“. Es ist niedriger. Es ist viel niedriger. Es ist sehr viel niedriger. Vielleicht reden alle nur einer Überlegung von Otto Wagner nach, der zur Errichtung eines Lueger-Denkmals meinte, als es noch darum ging, vielleicht irgendwann, wenn überhaupt, ein Lueger-Denkmal auf dem Rathausplatz, der einmal Dr.-Karl-Lueger-Platz, für madige sieben Jahre Adolf-Hitler-Platz hieß, hinzustellen:

Was nun die Platzwahl betreffe, so meinte er, wenn man ein Lueger-Denkmal auf dem Platz vor dem Rathaus hinstelle, so bedeute ein solches Vorhaben einen Schuss weit über das Ziel hinaus. Ein Denkmal an dieser Stelle müsste eine Höhe von mindestens 18 bis 20 Metern haben, um mit der Größe des Platzes und der Höhe der umliegenden Bauwerke im Einklang zu stehen.

Es ging also Otto Wagner nicht um eine Darstellung der Größe des Karl Lueger, sondern um den Einklang mit den umliegenden Bauwerken. 112 Jahre später ist eine Überlegung des Otto Wagner für viele ihre Wirklichkeit geworden, was dem Otto Wagner noch seine Meinung war, ist 112 Jahre später vielen Wirklichkeit, daß das Lueger-Denkmal eine Höhe von 20 Metern … nicht aber wegen des Einklangs mit den umliegenden Bauwerken, sondern in ergebener Sehnsucht, Karl Lueger selbst derart groß dargestellt haben zu wollen.

Wird aber die tatsächliche Höhe des Denkmals am KL-Platz zum Maß der Größe von Karl Lueger genommen, ergibt das die tatsächliche Größe des Karl Lueger als Bürgermeister, und die ist um die Hälfte kleiner.

Die Größe des Karl Luegers ist die Hälfte von der ihm untertänig zugeschriebenen Größe. Die ihm heute hochgeschriebene Größe. Vor 99 Jahren wurde aber dies genau gewußt, daß das kunschaksch-müllnerische Denkmal nur zu einem Zweck errichtet zu werden hat, Karl Lueger zu einer Größe für die eigene Propaganda und Wahl hochzuziehen, die er nicht …

Die Trivialität des Klüngels

An vier Tagen dieser Woche – 31. Jänner, 1. Februar, 2. Februar, 3. Februar 2022, wurde Karl Lueger portraitiert.

Gestaltet von Thomas Mießgang. Vom „Bildungsradio von Österreich …“

Wer A (Lueger) sagt, sagt nicht auch B (Müllner), wer B (Müllner) nicht sagt, sagt auch nicht A …

In vier Sendungen mit einer Gesamtsendezeit von 49 Minuten fiel nicht einmal der Name Leopold Kunschak.

In neunundvierzig Minuten wurde einmal der Name Müllner erwähnt. Gleich in der ersten Sendung am 31. Jänner , deren Auftakt der „ideologische Streit“ um das „Dr.-Karl-Lueger-Denkmal“ auf dem KL-Platz war. Das Denkmal dürfte auch hauptmotivatorischer Anlaß für das Bildungsradiokollegportrait des Karl Lueger gewesen sein. Müllner wird mit dem Vornamen „Johann“ genannt im Bildungsradio von Österreich.

Wenn wer etwas mehr über „Johann Müllner“ erfahren will, und „Johann Müllner“, darin dem Bildungsradio folgend, in eine Suchmaschine zum Beispiel des Konzerns Google eingibt, wird auf der ersten Ergebnisseite zu „Johann Müllner“ ausgespuckt bekommen: Weingüter, Heurige …

Weingüter, Heurige sind als Suchergebnisse, wenn es um Karl Lueger und also auch um Wien geht, wohl nicht unpassend, und es könnte gedacht werden, Suchmaschinen besitzen einen Sinn für feinen Humor.

Wer aber etwas über den Bildhauer Müllner erfahren will, darf nicht dem Bildungsradio folgen, muß seinen tatsächlichen Vornamen in die Suchmaschine eingeben: „Josef“. Mit Josef Müllner sind gleich auf der ersten Ergebnisseite der Suchmaschine Informationen zum Bildauer Josef Müllner gelistet. Mehr als den falschen Vornamen wird in vier Sendungen, in 49 Minuten nichts zu Josef Müllner gesagt. Dabei. Was wäre nicht alles zu Josef Müllner zu sagen. Es erhellte auch, wohin der Weg führte, den Karl Lueger einschlug, etwa seinen Schöpfer Josef Müllner direkt in den Nationalsozialismus. Aber, über Josef Müllner wird geschwiegen. Josef Müllner führte direkt in die Republik Österreich nach 1945, in der er ein Ausgezeichneter, ein Ehrenbürger; wer will etwas davon hören, wird gemütlich bei einem Glaserl Wein dem Lied über die Hand rührselig lauschend gesessen beim Heurigen …

Stattdessen in 49 Minuten immer wieder der Versuch, der krampfhafte Versuch, Karl Lueger vom Nationalsozialismus zu trennen, bei gleichzeitigem Hochreden seines Wirkens, sogar damit, er sei der „geistige Vater des Antisemitismus“. Aber. Jeder Vater hat einen Vater, und ein Vater erschien erst vor kurzem auf dem Bildschirm in einem Film, der einem Nachrichtensprecher beeindruckend war, der unbegreiflich fand, daß …

Ein Name aber kommt in 49 Minuten gar nicht vor, dieser Name kommt nicht einmal mit einem falschen Vornamen vor. Dabei. Oh, was für falsche Vornamen hätten sich für ihn angeboten. Karl etwa. Auch „Julius“ …

Schweigen, auch zu „Julius“, dessen Vorname Leopold war.

Ihn zu nennen, führte zu tief in die Republik Österreich nach 1945. Diesen Weg zu gehen, soll kommenden Generationen als Erbe …

Auch wenn Leopold Julius nicht erwähnt wird, ganz wird auf die Republik Österreich nach 1945 nicht vergessen, geht es sogar tief in die Gegenwart hinein, wenn nicht verschwiegen wird, wer nun die sind, die Lueger verteidigen, die Lueger für sich reklamieren, es werden die von der Straße genannt …

Daß auch in diesen 49 Minuten Leopold Julius nicht erwähnt wird, nichts zu seiner Hauptrolle als Schöpfer des Denkmals am KL-Platz gesagt wird, ist wohl keiner, um eine zitierte Formulierung des Nachrichtensprechers ein wenig abgeändert zu verwenden, bösen Absicht geschuldet. Sondern. Der Trivialität der Freunderlwirtschaft.

Die Trivialität der, – mit dem österreichischen Nationalwort, das Männer und Frauen gleichermaßen berechtigt einschließt, gesagt – Freunderlschaft beherrscht dieses kleine und aberkleine Österreich, in dem alle miteinander auf unterschiedliche Weise mehr oder weniger verbunden sind. Wer schon möchte einen Freund, eine Bekannte, einen Kollegen, kurzum, wer möchte schon Menschen, zu denen es berufliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche Kontakte gibt, die Leopold-Julius-Preisträger sind, mit Leopold Julius in Verbindung bringen, Leopold-Julius-Preisträgerinnen ihren Stolz auf ihre Leopold-Julius-Preise mindern, die guten Kontakte zu ihnen mutwillig beschädigen …

Und es gibt zuhauf Leopold-Julius-Preisträger, daß die Gefahr doch recht groß ist, über Leopold Julius zu informieren, damit eine Leopold-Julius-Preistträgerin zu verärgern, nur wegen der Geschichte Schaden für das eigene Wohlergehen, für das eigene Fortkommen mutwillig in Kauf zu nehmen.

Wohin das Denkmal zu schicken ist, damit es dann dort von seiner Eigentümerin und Schöpferin aufgestellt werden kann, um endlich den „ideologischen Streit zu beenden, die Adresse ist bekannt. Von dort könnten hinkünftig dann auch Sendungen zur Geschichte ausgestrahlt werden vom Bildungsradio von Österreich – einen authentischeren Ort für Geschichtserzählungen dieser Art als dieses Museum …

Verpacken und Verschicken

Vor kurzem wurde von Österreich 1 im Zusammenhang mit dem Karl-Lueger-Denkmal wieder die Denkmalschutzfrage aufgeworfen, vom „ideologischen Streit“ um das Karl-Lueger-Denkmal geschrieben, der seit …

Wie leicht aber ist das doch zu lösen.

Es muß das Karl-Lueger-Denkmal einfach verpackt und zugestellt werden.

Die einzige Frage, die dabei zu klären ist, soll es an seine Eigentümerin oder gleich direkt an den Ort seiner Wiederaufstellung verschickt werden.

Dort, in Texing, wieder aufgestellt werden. Vor dem Haus in Privatbesitz. Und steht Karl Lueger unzerstört auf dem Privatgrund, ist dem Denkmalschutz Genüge getan.

Was steht doch nicht alles auf Privatgründen, und darf auf Privatgründen selbverständlich herumstehen. Und steht Karl Lueger auf einem Privatgrund, ist damit augenblicklich der „ideologische Streit“ beendet. Was auf einem Privatgrund geschieht, eignet sich nicht für einen „ideologischen Streit“. Auf einem Privatgrund darf gemacht werden, was gemacht werden will. Es kann gebadet werden, es kann Karl Lueger dabei stehen, der die Badende …

Freilich, Auseinandersetzungen sind nie ganz zu vermeiden, aber das sind keine „ideologischen“ Auseinandersetzungen, sondern nur Aufregungen von Anrainerinnen, die meinen, ein Recht zu haben, sich einzumischen, was auf einem Privatgrund passiert, Anrainer, die sich erregen, wenn sie an einem Privatgrund vorbeimaschieren, auf diesem etwas zu sehen bekommen, daß sie …

Und ist Karl Lueger endlich verpackt und endlich verschickt, steht er dann dort endlich auf einem Privatgrund, kann auf dem luegerbefreiten öffentlichen KL-Platz in Wien das geschaffen werden, was längst überfällig ist, ein Erinnerungsort, der davon erzählt, daß der Holocaust nicht allein eine Shoah war, sondern auch ein Porajmos.

Was in Österreich aber nicht zu vermeiden ist, und mögen noch so viele Mahnmale errichtet werden, noch so viele Tage der ergriffenen Mahnung sogar höchststaatsspitzlich zelebriert werden, ist das Vorführen von Menschen, genauso, als hieße in Wien der jetzige Bürgermeister Karl Lueger, als wäre Leopold Kunschak Nationalratspräsident, als wäre das Vorführen von Menschen unter Denkmalschutz gestellt. Und von dem wird reichlich Gebrauch gemacht, in Österreich wissenschaftlich Gebrauch gemacht, wie wieder vor kurzem, als Österreich 1 über ideologischen Streit und Schutz des Demonstrationsdenkmals …

Demonstrationsdenkmal: Wer der Beteiligten mit Namen vorzuführen ist, in Österreich – wer nicht

In Österreich begeht die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt – ORF – die Tage nach sogenannten Gedenktagen nach einer recht besonderen Weise.

Am Tag nach der Erinnerung an die „Wannseekonferenz“ wird ein Nazilied gespielt, das dem Radiopublikum als „Gustohappen“ serviert.

Zwischen dem 20. Jänner und dem 27. Jänner wird dem Fernsehpublikum ein Film vorgeführt und in der anschließenden Nachrichtensendung vom Darsteller und Nachrichtensprecher abgefeiert als Dokument des — als Dokument, das Reinhard Heydrich nach einigen Korrekturen freigegeben hätte, wie dieser Film ihm, der Blutziege, schmeichelt, in dem die Henkersziege nicht mit seiner Fistelstimme zu hören ist, sondern mit einer wahrlich männlichen Stimme, die in bestem Burgtheaterdeutsch Sätze spricht, als wären sie höchste Theaterliteratur:

„Wenn der Bauer sein Feld bestellen will, muß er doch auch erst den Spaten in die Erde treiben.“

Und auch Adolf Eichmann, müßte er sich noch einmal verteidigen, er würde auf diesen Film verweisen, genauso sei es wirklich gewesen, er habe sich mit der Stenografin einen winzigen Beistelltisch teilen müssen, mit ihr habe er zu protokollieren gehabt, was die hohen Herren am großen Tisch, ja und, das wolle er nicht verschweigen, das könne er einbekennen, Dauer der Pausen habe er ansagen dürfen …

Einzig erhalten gebliebenes Exemplar des Protokolls der „Wannseekoferenz“ ist jenes von Martin Luther, zu dem er mit deftigen Worten selbst beitrug, es aber nicht selbst, wie es sonst seine Gepflogenheit, zur Gänze schrieb.

Später habe er, Adolf Eichmann, in Argentinien für Mercedes Benz gearbeitet und so endet der Korso der Automobile – mit schwarzen Limousinen zur Besprechung 1933, mit schwarzen Limousen zur Besprechung 1942 … Es wird wohl ein neuer Film über die „Besprechung mit anschließendem Frühstück um 12“ notwendig geworden sein, um dem Publikum zu ersparen, sich weiter Filme Film über eine Besprechung politisch inkorrekt ansehen zu müssen, in denen ungeniert geraucht wird …

Am Tag nach dem 27. Jänner 2022 ist auf der Website der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt – ORF, Ö1 Wissenschaft, Martin Haidinger – zu lesen, am Tag nach dem Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz ist also am 28. Jänner 2022 zu lesen:

„Mitunter gerät der Denkmalschutz in hochpolitische Affären. So tobt seit Jahren ein ideologischer Streit um das Lueger-Denkmal an der Wiener Ringstraße. Die Statue für den christlich-sozialen Bürgermeister Karl Lueger – der vor 120 Jahren Wien mit seinen Reformen zwar in die Moderne führte, aber auch ein antisemitischer Populist war, die antijüdische Stimmung kräftig anheizte und mithalf, den ohnehin bereits vorhandenen Antisemitismus noch fester in derösterreichischen Gesellschaft zu verankern – wurde 1926, in der Ersten Republik, lange nach dem Tod Luegers errichtet; und zwar von einer ungewöhnlich breitgefächerten Allianz: Unter der Ägide des sozialdemokratischen Bürgermeisters Karl Seitz und finanziert von christlich-sozialen Spendern auf der einen und einer umfangreichen Dotation der jüdischen Industriellenfamilie Rothschild auf der anderen Seite.“

Karl Seitz aber richtig geschrieben. Nicht so falsch also wie sein Name lange auf der Tafel auf dem Stephansdom stand: „Seit“. Die Geschichtstafel der äußerst bedenklichen Art wurde dann doch vor zehn Jahren vom Stephansdom entfernt, nicht von einem Tag auf den anderen, es bedurfte doch einige Jahre, bis die Tafel vom Stephansplatz endlich entfernt wurde.

Am Tag nach dem Gedenktag an die Befreiung des Vernichtungslagers nennt Österreich 1 die Schuldigen an diesem Denkmal, am „ideologischen Streit“ um dieses Denkmal am KL-Platz beim Namen: Karl Seitz, sozialdemokratischer Bürgermeister, Rothschild, jüdische Industriellenfamilie.

Es muß eine derartige „umfangreiche Dotation der jüdischen Industriellenfamilie Rothschild“ gewesen sein, es muß eine um so viel umfangreichere Dotation der jüdischen Industriellenfamilie Rothschild gewesen sein, daß die „30 oder 40 Millionen“, die die christlichsoziale Partei für das Lueger-Denkmal ausgegeben hat, gar nicht ins Gewicht fallen, derart für Österreich 1 zu vernachlässigen sind, die 30 Millionen je erwähnen zu müssen.

Mit den 40 Millionen der christsozialen Partei allein hätte dieses Denkmal ja nie errichtet werden können, nur erst mit der Dotation der jüdischen Industriellenfamilie Rothschild … daran ist also für Österreich 1 namentlich zu erinnern, was eine jüdische Familie alles verschuldet, nicht nur das Denkmal, sondern — wie keine andere Partei weiß das die christlichsoziale Partei zu benennen, hat diese den Mut, dies öffentlich zu machen, auch in Massenkundgebungen im Rathaus …

Massenkundgebungen in der Volkshalle des Wiener Rathauses nicht „unter der Ägide des sozialdemokratischen Bürgermeisters Karl Seitz“, sondern angeführt von KZ-Poldi Kunschak …

Die Schuld vom sozialdemokratischen Bürgermeister Karl Seitz an dem Denkmal wiegt so schwer, daß er von Österreich 1 namentlich genannt werden muß. Wie belanglos hingegen, wie vernachlässigbar für Österreich 1 hingegen die von KL-Kunschak gespielte Hauptrolle bei der Errichtung dieses Denkmals.

Was von „christlich-sozialen Spendern“ für das Denkmal beigesteuert wurde, das muß ja so gering gewesen sein, daß Österreich 1 deren Namen zurecht nicht nennt, ein bedeutungsloser Betrag im Vergleich zur umfangreichen Dotation der jüdischen …

Wie schwer wiegt die Verantwortung des sozialdemokratischen Bürgermeisters Karl Seitz und der jüdischen Industriellenfamilie Rothschild für dieses Denkmal, wie leicht hingegen, wie frei von Verantwortung hingegen die vom Erschaffer des Denkmals, für die Ö1-Wissenschaft so vernachlässigbar, daß sie seinen Namen gar nicht zu nennen braucht.