Das Aufgebot der Polizei bei der Demonstration „Moria“ am 12. September 2020, die mit Reden am Hauptbahnhof begann und mit Reden im Resselpark vor der Karlskirche endete, kann nicht besser zusammengefaßt werden, wie es bereits auf der Plattform des Unternehmens Twitter zusammengefaßt wurde:
„Wow, bei der friedlichen #Moria Demo in Wien gingen auf beiden Seiten der Demo alle 2 Meter Riot Cops, Hubschrauber, Polizeiautos usw.“
Bei dem „Kahlenberg-Gedenken“ gab es auch ein Aufgebot der Polizei. Allerdings. Das von der „Tagesstimme“ verbreitete Video zeigt keinen einzigen Polizisten, hingegen eine Söldnertruppe im Dienste dieses Bündnisses, der das Gedenken am Kahlenberg zu verdanken, das Gedenken an die Präsentation einer „starken und stabilen Regierung“ durch Strache und Kurz.
Die Vertreterin soll die Herde ihres Herrn auf seinem eingegrenzten Wüstenstrich, der von ihm Türkysan getauft, hüten. So nennt ihr Herr sie: Herde. Eines Tages, als sie die Herde im Auftrage ihres Herrn wieder und weiter in die Wüste hinein treiben soll, geschieht es, daß die Herde sich von ihr nicht weiter in die Wüste treiben lassen will.
Da befiehlt ihr rasch wie kurz ihr Herr: »Dornbusch muß sprechen!«
Da sie nicht sogleich versteht, flüstert zornig ihr ihr Herr: »Dornbusch gab ich steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die Dornbusch sie lehren soll!«
Da versteht sie und sie wendet sich sogleich an die Herde, die ihr wie ihrem Herrn eine Herde: »Dornbusch darf euch verlesen, das ihm unser Herr gegeben, so werden wir hören, uns Wissen gegeben, was wir zu tun!«
Die Herde aber antwortet mit einer Stimme: »Was Dornbusch gegeben, ist des Dornbuschs allein!«
II
Es hat sich eingebürgert, alte Stoffe zu bearbeiten, mit Gegenwart zu verbrämen. Wie es jetzt bald in Wien, am Burgtheater, mit der Antigone … Bei diesem bildungsbürgerlichen Theater fällt dann der Befund für die Gegenwart nicht positiv aus. Wie es jetzt an der Burg sein wird, mit der aufgepeppten Antigone und den Toten, die an die Tore Wiens angeschwemmt werden im antiken Griechenland. Eine kritisch gestylte Antigone, ganz aus der Sicht des weißen Europas. Wo bleiben die alten Stoffe beispielsweise aus Afrika, die herangezogen werden in Europa, um die Gegenwart zu verhandeln?
Alte Stoffe, mit denen die Gegenwart verhandelt werden will, lassen die Gegenwart in keinem positiven Licht erscheinen. Alte Stoffe, so die Verteidigung der Verwendung alter Stoffe, seien gar so aktuell. Sie sind nicht aktuell, es gab bloß keinen Fortschritt. Oder, das macht es nicht besser, die Aktualität der Menschheit der Gegenwart ist 2.442 Jahre alt …
Es ist inkonsequent. Aber schelten Sie es nicht. Weil mit diesem alten Stoff etwas Positives erzählt werden kann, von einem Fortschritt vielleicht sogar. Die Vertreterin des Herrn will, daß der Diener des Herrn einer unabhängigen Kommission die Erklärung des Herrn verliest, weil dieser, der Herr, wohl meint, diese werde dann tun, was der Herr sagt, darauf hören, ganz, wie es in den alten Stoff eingewebt:
„Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.„
Aber diese alte Geschichte geht in der Gegenwart gänzlich anders aus:
„Als sich alle wieder versammeln, erklärt die Vertretung des Bundeskanzleramts, dass eine Erklärung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP vorliege. Man würde nun gerne den Kabinettschef von Kurz dazuholen, weil der die Erklärung verlesen möchte. Einer der beiden Kommissionsleiter spricht sich dagegen aus. Lasse man das jetzt zu, würden auch andere Politiker ein Rederecht einfordern. Das sei nicht möglich. Die Kommissionsmitglieder einigen sich darauf, dass man ohne politischen Einfluss arbeiten können muss – ansonsten brauche es die Kommission nicht mehr, wird argumentiert. Das Thema ist damit vom Tisch.“
Wegen dieses gänzlich anderen Ausganges als jener Ausgang der Geschichten im überlieferten alten und sich hartnäckig haltenden Stoff wird der Vorwurf der Inkonsequenz gerne angenommen werden, einmal etwas Positives über die Gegenwart durch Rückgriff auf alte Stoffe erzählen zu können.
„Bereits zum vierten Mal in Folge findet diesen Samstag, also heute am 12. September, am Kahlenberg bei Wien ein feierlicher Fackelmarsch zum Gedenken an den Sieg über die Osmanen im Jahr 1683 statt. Ein Bündnis aus verschiedenen deutschen Staaten, Polen und dem Kirchenstaat konnte damals den Türkensturm aufhalten und somit die Islamisierung Europas verhindern.“
In diesem Jahr ist es nicht der zurzeitige Bundeskanzler mit seinem Sportstadtrat von Ibiza, die auf dem Kahlenberg ihre Regierung präsentieren, sondern „ein Bündnis aus verschiedenen deutschen Staaten“, wie die zensurierte Website der für kurz gewesenen Regierungspartei an diesem 12. September ’20 wirbt, wird einen „Marsch“ auf dem Kahlenberg …
„Zusammenschluss konservativer Gruppen Die Veranstaltung wird von der Kahlenberg-Allianz, einem Bündnis patriotischer bzw. konservativer Gruppen organisiert. Der Allianz gehören der Wiener Akademikerbund, der Verein Okzident, der Verein Pro Vita und die Plattform Gedenken 1683 an.“
Es sind nun in den Aufsichtsrat Personen berufen, denen menschgemäß das Theater eine Liebhaberei ist, die seit Jahrzehnten wohl auch unerschütterliche Theaterabo-Besitzerinnnen sind und wohl auch etwa gern gesehene Zuschauerinnen in ihren hübschen Kostümen und Blusen mit Volantkragen in der Josefstadt, die nun, spätestens seit den ihres Direktors Auftritte in Zeiten der Corona, gänzlich das Burgtheater geworden ist, in dem nun sogar der ehemalige Burgtheaterdirektor einen Thomas Bernhard inszeniert, wohl in der festen Überzeugung, er inszeniere wieder im Burgtheater, das die Mitglieder des Aufsichtsrates, wenn sie als bestimmendes Publikum in den Balkonlogen, davon überzeugt, in der Josefstadt zu sitzen, wobei es ihnen nicht so ergeht wie einer Figur von Thomas Bernhard in ihrer Passion, auf der Mariahilfer Straße zu sein, die Mariahilfer Straße zu suchen, und die Mariahilfer Straße nicht zu finden, sie sind in der Josefstadt, sie suchten die Josefstadt, und ihnen wurde die Josefstadt …
Die zensurierte Website der für kurz gewesenen Regierungspartei kann es sich gesinnungsgemäß nicht entgehen lassen, einen Kommentar zur Amerikanerin, die ihre familiäre Herkunft „zugunsten mehrerer schwarzer Identitäten verschleiert“ habe …
Gesinnungsgemäß ist dies für diese Website ein Beleg für „die
Stimmung gegen Weiße führt sogar dazu, dass sich Weiße über Jahre als Afroamerikaner ausgeben.“
„Nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN hatte Krug vor ihren Studenten das Wort „Neger“, wenn es in Texten vorkam, laut ausgesprochen – ein Tabu in den USA, dessen Bruch nur Schwarzen zugestanden wird. – Eine weiße Wissenschaftlerin gab sich als Schwarze aus und verwendete Wörter, die nur Schwarze aussprechen dürfen.“
„Ebenfalls ist es vollkommen unerheblich, wieviele Teufel tatsächlich vergast wurden. Ob es nun 0,6 Millionen oder 6 Millionen oder auch 60 Millionen waren, spielt für uns Deutsche keinerlei Rolle.“
Als der junge Herr mit dem Zitieren seines Herzenssatzes vom „Crypto-Juden“ fertig ist, äußert sein alter Begleiter seine Zufriedenheit darüber, daß dem österreichischen Parlament eine Menge Fragen zur „Tigurina“ nicht beantwortet worden seien, jedenfalls fände sich keine derartige Beantwortung auf der Website des österreichischen Parlaments. Der Justizminister, dem er dafür heute noch dafür Hochachtung zolle, Jabloner habe elegant darauf verwiesen, diese würden in den „Wirkungsbereich des Herrn Bundesminister für Inneres fallen“. Und der Innenminister, Peschorn, habe äußerst, so der junge Herr, recht klug gehandelt, diese Fragen nicht dem österreichischen Parlament zu beantworten. Warum auch? Schließlich seien diese nicht ihm gestellt worden, sondern dem dafür unzuständigen Justizminister, der wahrscheinlich, was von ihm ebenfalls äußerst klug gewesen wäre, gar nicht an den Innenminister weitergeleitet habe. Warum auch? Waren doch diese Fragen, so wieder der alte Begleiter, gar nicht an den Innenminister gerichtet, soher im Grunde an keine Person in der österreichischen Regierung …
Und schließlich, so der junge Herr, was für ungehörige Fragen, die nur eines verdienen, unbeantwortet zu bleiben, für immer. Schon öffnet sein alter Begleiter die Website des österreichischen Parlaments und beginnt sofort zum Beweis, so der alte Herr, der Ungehörigkeit mit dem Vorlesen der Fragen …
„6. Wurde die Burschenschaft Tigurina in der Vergangenheit bereits von ihrem Ressort beobachtet, durch welche Organisationseinheit ihres Ressorts erfolgte dies und welche Erkenntnisse wurden dadurch zutage gefördert? 7. Wenn die Burschenschaft Tigurina von keiner Organisationseinheit ihres Ressorts beobachtet wurde, warum nicht? 8. Wenn die Burschenschaft Tigurina von keiner Organisationseinheit ihres Ressorts beobachtet wurde, ist es von Seiten des Justizministeriums geplant, in Zukunft den Fokus stärker auf potenziell rechtsextreme Organisationen und deren Beobachtung zu legen? 9. Welche Organisationseinheit ihres Ressorts ist für die Beobachtung verfassungsfeindlicher Gruppierungen des rechtsextremen Rands zuständig? 10. Wie viele Vollzeitäquivalente stehen dieser Organisationseinheit(en) insgesamt für die Erfüllung dieser Aufgabe zur Verfügung? 11. Wurde durch diese Organisationseinheit(en) um personelle Aufstockung ersucht und wurde dieser stattgegeben? 12. Wenn nein, warum nicht?“
Ungehörig und lästig, ergänzt sein junger Begleiter. Freilich habe es auch eine Anfrage an den Innenminister gegeben, noch an Herbert Kickl, aber dann sei Corona, nein, Ibiza gekommen und die Beantwortung der ungehörigen und lästigen Fragen habe dann Peschorn erledigen müssen. Aber in dieser Hinsicht funktioniere die österreichische Wertegemeinschaft noch so formidabel wie in den alten Zeiten, Kickl hätte auch nicht anders als Peschorn unbeantwortet geantwortet …
Zeit zu gehen, mit einer höflichen Entschuldigung, noch einen Termin zu haben, die zwei Herren am Tisch alleinlassend, und schon beim Verlassen des Kaffeehauses der Vorsatz, jetzt lange nicht mehr dieses Kaffeehaus aufzusuchen, jedenfalls so lange, bis es sicher ist, daß kein Mensch mehr von seinem letzten Urlaub erzählt, besonders von jenen in Kärnten.
Von einer Radtour von Spittal an der Drau nach Feldkirchen soll noch erzählt werden.
Treffpunkt zur Radtour, ist von einem Nebentisch her zu hören, sei „Walhalla“ gewesen und nicht das doch ein paar Kilometer mehr noch von Feldkirchen entfernte „Rheingold“. Nach dem Frühstück in der „Walhalla“ schließlich der Aufbruch zur Tour nach Feldkirchen, vorbei am Millstätter See, am Ossiacher See. In Feldkirchen sei dann die mobile Ausstellung „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ auf dem Hauptplatz …
Die „Tigurina“ sei, so der ältere Herr, kein Unternehmen, sondern eine „wehrhafte Burschenschaft“, die recht viel abzuwehren habe. Erst im letzten Jahr habe sie sich gegen den Vorwurf, ein „antisemitisches Video“ zu verbreiten, zu wehren gehabt. Ein Sturmlauf der medialen Entrüstung gegen die „Tigurina“ sei das gewesen, sogar eine parlamentarische Anfrage gegen die „Tigurina“ sei eingebracht worden, und schließlich auch noch ein gerichtliches Verfahren gegen die „Tigurina“ …
Die Radfahrerin und ihre Begleitungen entschuldigen sich bei dem älteren Herren und seinem jungen Begleiter, sie hätten die Zeit übersehen, sich müßten, so interessant ihre Ausführungen seien, sofort aufbrechen, und sie verlassen das Kaffeehaus …
Der ältere Herr und sein junger Begleiter werden gewahr, daß ihnen vom Nebentisch aufmerksam zugehört wurde, und ganz in der Stimmung, weiter Aufklärung zu betreiben, hier im Kaffeehaus, sprechen sie direkt zum Nebentisch herüber, wenn es Sie interessiere, würden sie gerne herüberkommen, um Ihnen davon zu erzählen, was Sie in den Zeitungen nicht zu lesen bekommen würde, vor allem nicht in diesem Wochenblatt, in dem Sie gerade … sogleich kommen sie ohne Einladung an den Tisch, setzen sich, der ältere Herr schaltet sofort sein Tablet ein, öffnet die ihm für das Gespräch dienlich zu scheinenden Webseiten, während sein junger Begleiter sogleich mit den Ausführungen dazu …
„Der Cryptojude“, so der junge Begleiter des älteren Herrn, verdiene nach seinem Ermessen und auch nach dem Ermessen seines väterlichen Freundes die größte Aufmerksamkeit, nicht nur daß er Kommentare von der recht geachteten Unzensuriert übernehme, wie den über die Einstellung gegen die „Burschenschaft in Feldkirchen“, dem „Crypto-Juden“ falle auch das Verdienst zu, aufzuklären, etwa über die „verborgene Weltdiktatur des Rothschild-Imperiums„, über den „Hooton-Plan“, „deutsches Leben unter Adolf Hitler“, die „tatsächlichen Gründe für den 2. Weltkrieg“, „Nürnberg 2.0“, „seit dem 8. Mai 1945 – Umerziehung bis zum Volkstod“, „alles über Juden“ — „augenöffnende Abhandlungen“ seien das, einfach wie kurz gesagt …
Recht besonders aber möchten beide, der ältere Herr und sein junger Begleiter, aufmerksam machen auf: „Die Offenkundigkeit als unbezwingbare Waffe“, vor allem damit zu beginnen, es aufmerksam zu lesen, in dieser Abhandlung gehe es um den „historischen Mannheimer Zündel-Prozeß“, sogleich beginnt der ältere Herr daraus vorzulesen:
„Nachfolgende Texte sind sehr langsam und mit hellwachem Verstand zu lesen. Schließlich werfen sie alles über den Haufen, was man normalerweise ‚gewohnt‘ ist. Zur Offenkundigkeit: In den allermeisten Fällen ist die behauptete Offenkundigkeit ein sehr großes Hemmnis für die Aufklärung sowohl vor Gericht als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Das Offenkundigkeitsargument verhindert eine wirksame Verteidigung vor Gericht und als Folge hiervon wird jeder, der eine behauptete Offenkundigkeit letztlich in Frage gestellt hat, bestraft und damit in seiner Wirkung neutralisiert. Die Aufklärung erlischt, da sowieso nur Wenige den Mut haben, öffentlich möglicherweise unrichtige Offenkundigkeiten anzuprangern.“
Der ältere Herr wird von seinem jungen Begleiter unterbrochen, da er der Meinung, das Wesentliche sei die Zusammenfassung am Ende der Abhandlung, die recht deutlich mache, worum es gehe:
„Resümee: Aus all diesen Offenkundigkeiten können wir Deutsche und auch alle anderen Nationen sofort sämtliche Wiedergutmachungszahlungen an überlebende Teufel einstellen. Desweiteren müssen sämtliche bisherigen Wiedergutmachungsempfänger daraufhin überprüft werden, ob es sich bei ihnen wirklich um echte Teufel handelt oder nur um betrügerische Trittbrettfahrer. Mit echten Teufeln können wir und auch die anderen Nationen in bei Teufeln angemessener Weise ohne moralische Bedenken verfahren. Mit betrügerischen Trittbrettfahrern kann entsprechend den nationalen Gesetzen einer jeden Nation verfahren werden. Zwischenzeitlich ist bereits ein eindeutiger Teufelstest in Deutschland entwickelt worden, welcher glasklar zwischen echten Teufeln und echten Betrügern sehr schnell und preiswert unterscheiden kann. Der Teufelstest wurde extra nicht zum Patent angemeldet, um eine weltweite Anwendung nicht unnötig zu erschweren. Theoretische Grundlage des Teufelstestverfahrens ist die typische Hitzebeständigkeit eines Teufels. Diese wird hierbei objektiv überprüft. Testverfahren: Bei professionellen Teufel-Reihenuntersuchungen empfiehlt sich ein Autogenschweißbrenner mit einem Schweißeinsatz Nr. 0 (Sauerstoffverbrauch 40 ltr/h), dessen Flammentemperatur von 3200°C bereits nach nur 5 Sekunden Gesamttestzeit (3s Erwärmen eines Fingers und 2s Prüfen des Fingers) ein zweifelfreies Ergebnis liefert. Mit nur einer mobilen Teststation können damit bereits 700 Personen je Stunde überprüft werden und erst nach 24 Stunden Dauereinsatz müssen die 5 Liter Gasflaschen (Sauerstoff und Azetylen) gewechselt werden. Ersatzweise können auch mit Propangaslötlampen kleinere Reihenuntersuchungen durchgeführt werden, jedoch erhöht sich die Gesamttestzeit wegen der geringeren Flammentemperatur von 1800°C bereits auf 15 Sekunden (13s Flämmen und 2s Sichten). In Einzelfällen, etwa bei den Holocaust bezeugenden Überlebenden in einer Kneipe/Party/Park oder bei Holocaustzeugen vor Gericht, genügt auch das 1-minütige Flämmen mit dem Feuerzeug. Der Teufeltest gilt als bestanden, wenn der geflämmte Finger keinerlei Spuren des Flämmens aufweist. Im anderen Fall gilt der Fingereigentümer als echter Betrüger. Gleiches gilt bei Verweigerung oder vorzeitiger Beendigung des Teufeltests. Literatursammlung zum Thema und weitere Hinweise: metapedia […]“
Dem älteren Herren wichtigster Satz aus dieser Abhandlung, so sein junger Begleiter, sei dieser, der auch ihm ein Leitsatz, eine Herzensangelegenheit …
„Offenkundigkeit Nr. 12
Unabhängig von der richtigen Wahl des Zutreffens der beiden Halboffenkundigkeiten Nr. 10 +11 gilt es nirgendwo auf der Welt als Verbrechen, Teufel zu töten. Wir Deutsche tragen daher keinerlei moralische Schuld an dem offenkundigen Teufelholocaust. Dies ist unabhängig davon, ob wir alles alleine getan oder nur mitgewirkt haben oder ob wir daran unbeteiligt waren. Ebenfalls ist es vollkommen unerheblich, wieviele Teufel tatsächlich vergast wurden. Ob es nun 0,6 Millionen oder 6 Millionen oder auch 60 Millionen waren, spielt für uns Deutsche keinerlei Rolle.“
Das Ergebnis liegt seit wenigen Tagen vor und hat es in sich. Einer der anerkanntesten psychiatrischen Sachverständigen des Landes, der den Mann untersucht hat, kommt zum Schluss, dass bei dem 68-Jährigen eine höhergradige geistig-seelische Abnormität vorliegt. Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht. Im Hinblick darauf käme es nicht überraschend, würde die Staatsanwaltschaft zeitnahe einen Antrag auf vorläufige Unterbringung gemäß § 429 StPO stellen, um dem Mann die Möglichkeit zur weiteren Einschüchterung von Regierungsvertretern zu nehmen.“
Ist am Freitag, 4. August 2020, in der Tageszeitung „Die Presse“ zu lesen, ein mit „APA“ gekennzeichneter Artikel, unter dem Schlagwort „Hasspostings“.
Dieser Mann soll nach „einem der anerkanntesten Sachverständigen des Landes“ also „gefährlich“ sein. Nun, was beim Ansehen der im Internet verbreiteten Videos über seine Auftritte auffällt: kurzatmig, behäbig, langsam —
Der Sachverständige kommt, ist zu lesen, zum Schluß, „dass bei dem 68-Jährigen eine höhergradige geistig-seelische Abnormität vorliegt“. „Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht.“
Und dieser Befund ist dafür verantwortlich, daß dieser alte Mann hier in einem Kapitel vorkommt. Nicht weil er, dem „höhergradige geistig-seelische Abnormität“, „zurechnungsunfähig“ zu sein, bescheinigt wird, selbst von Interesse ist, sondern …
Weil es sich doch um eine recht besondere „höhergradige geistig seelische Abnormität“ zu handelt scheint, und es sich dabei auch die Frage stellt, wovon ernährt sich der alte Mann. Ein Mann, der derart aktiv ist, braucht viel Nahrung. Es kann nicht die gesamte Nahrung, mit der die „höhergradige geistig seelische Abnormität“ gespeist wird, aufgezählt werden, aber beispielhaft doch …
„Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht.“
Um auf die „Todesdrohungen“ zu sprechen zu kommen, die aktuell für solche Aufregungen sorgen, einen alten Mann als „gefährlich“ – einen alten Mann, der seit Jahren das von sich gibt, was ihm nun diesen Befund eingebracht hat. Es sind so viele, haufenweise „Todesdrohungen“, massenweise angedrohte „grausame Hinrichtungen“, daß ebenfalls nur beispielhaft einige …
… wie lange schon muß beispielsweise ein Herr Pürstl um sein Leben fürchten, mindestens seit fast einem Jahr, seit beinahe einem Jahr ist Herr Pürstl der „Einschüchterung“ durch den alten Mann schutzlos ausgeliefert …
„Beim ersten Verhandlungstermin Mitte Juni gerierte sich der 68-Jährige dermaßen verhaltensausfällig – unter anderem gab er zu Protokoll, seine „Adelung“ zum Grafen stünde bevor -, dass der Richter ein psychiatrisches Gutachten einholen ließ. Er wollte abklären, ob der Mann überhaupt zurechnungsfähig und damit schuldfähig ist.“
Bei einer derart „höhergradigen geistig-seelischen Abnormität“ stellt sich beispielsweise für das „Magazin für politische Kultur“ namens „Cicero“ unweigerlich die Frage: „Wer ist hier verrückt?“ Und rückt den alten Mann kritisch, aber doch an die Seite etwa von jenen Anerkannten, die ebenfalls rügen …
Es gab einmal eine Zeit, in der es Mode war, ein Kapitel mit einer moralischen Weisheit zu beenden. Diese Zeit ist vorbei. Aber irgendwie muß dieses Kapitel enden. Geeignet dafür wohl ein Zitat von einem weiteren Fürsprecher, den die Fürsprecherin auf ihrer Website schreiben läßt …
„Heute sind wir irgendwie alle Walter Eichelburg.“
„Zumindest einige dieser Standbilder werden nun gestürzt; wer immer in den Verdacht gerät, am Kolonialismus partizipiert und rassistisch gedacht zu haben, muss hinab: ins Museum, ins Meer, in den Müll. Am besten aber wäre es – die Aktivisten lassen daran keinen Zweifel –, unsere Gegenwart restlos von solchen inkriminierten Monumenten zu befreien.“
Ist auf dem Ei von Liessmann zu lesen. Ach, nur in den „Verdacht gerät, am Kolonialismus partizipiert und rassistisch gedacht zu haben“ … Es sind also bloße Verdächtigungen, denen beispielsweise der mit einer Habsburgerin verheiratete belgische König … Das kann doch keine Untat, kein Verbrechen sein, an etwas zu „partizipieren“. „Partizipiert“ nicht ein jeder Mensch, beispielsweise der brav und fleißig spart, an einer für ihn positiven Zinsentwicklung? Die Höhe der Zinsen legt nicht der Mensch als Sparer fest, er ist da nicht Handelnder, er ist dafür nicht der Verantwortliche, er ist gänzlich unschuldig, er partizipiert lediglich an steigenden wie auch an fallenden Zinsen … Und daß ein Mensch „rassistisch gedacht“ habe und denke, das kann tatsächlich nur eine Verleumdung sein. Denn. Wer kann je beweisen, daß ein Mensch rassistisch denkt, wenn er es nicht aufschreibt und vor allem nicht öffentlich verbreitet?
„Die Demolierung von Denkmälern gehört zum politischen Geschäft, nach jeder Revolution, nach jedem Umsturz wurden die steinernen Repräsentanten des alten Regimes geschleift.“
„Ganz froh will man ob dieses Furors nicht werden. Der Bildersturm, aus welchen religiösen oder ideologischen Motiven er auch entfesselt wird, ist Ausdruck eines Ressentiments, einer ohnmächtigen Wut, die sich einmal in den Rausch der Macht verwandeln will. Hinter dieser Symbolpolitik steckt ein paranoid gebannter Blick auf die Vergangenheit, bereit, alles wieder und immer wieder zu durchleuchten, stets auf der Suche nach Ideen, Taten und Werken, die dem heutigen Wissensstand und aktuellen ethischen Standards nicht genügen, um dann die Toten mit einer triumphalen Geste der moralischen Überlegenheit noch einmal zu töten. Der Glaube, dass es für die Vergangenheit nur ein einziges Kriterium gebe, an dem sie gemessen werden darf, führt zu einer fatalen Geschichtsblindheit und bleibt ex negativo jener verklärenden Haltung verhaftet, über die sich Nietzsche mokierte. Der Hochmut, der sich in der Annahme zeigt, dass alle Geschlechter vor uns irrten, ist ein monumentales Missverständnis. Nicht zuletzt wir selbst sind das Resultat dieser Irrtümer. Wir werden weder zu besseren Menschen, noch schaffen wir eine bessere Welt, wenn wir diese von allen Dokumenten reinigen, die uns daran erinnern könnten, dass die Geschichte keine moralische Anstalt ist. Eine minimale Bildung, die in der digitalen Informationsgesellschaft rarer denn je geworden ist, genügte, um all die verwitterten steinernen oder bronzenen Könige, Fürsten, Feldherren, Condottieri, Eroberer, Entdecker, Händler, Dichter und Denker dort zu belassen, wo sie nun einmal stehen.“
Und auch auf diesem Ei wieder die Legende von der „Unbildung“ … Gab es je, einfach wie kurz gesagt, in der Geschichte der Menschheit mehr gebildete Menschen als in der Gegenwart? Wen hatte Liessmann vor Augen, als er auf sein Ei das von der „minimalen Bildung“ schrieb? Jene, die ihn nun als „Experten“ einladen? Unterrichtete der eierlegende Lehrer jahrzehntelang nur sich selbst, keinen einzigen Schüler, war in all den Jahrzehnten nicht wenigstens eine Schülerin in seinem Klassenzimmer zugegen, wenn er …?
„Doch keine Weltgeschichte ohne Ironie. Warum nur Denkmäler stürzen, warum nicht auch welche errichten? Erst vor kurzem erhielt eine linksextreme Splittergruppe die Erlaubnis, in einer deutschen Stadt eine originale Lenin-Statue aus den dreissiger Jahren aufzustellen. Der Revolutionär hat ein blutiges Terrorregime errichtet und die Fundamente für eine der grausamsten Diktaturen des 20. Jahrhunderts gelegt – in diesem Fall spricht das offenbar nicht gegen ein monumentales Gedenken, der mediale Sturm der Entrüstung zumindest blieb aus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das Coronavirus hat die Aufstellung vorerst verhindert. So gnädig wird die Natur mit uns nicht immer verfahren.“
„Die linksextremistische Partei MLPD verstößt mit dem Bau der Lenin-Statue vor ihrer Zentrale in Gelsenkirchen nicht gegen den Denkmalschutz. Das entschied das OVG Münster.
Entscheidung zum Denkmalschutz gefallen
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am Dienstag (10.03.2020) entschieden, dass der Denkmalwert des Baudenkmals durch die Aufstellung der Staute nicht herabgesetzt werde. Die Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes würden nicht dazu dienen, das jeweilige Denkmal in den Fokus der Aufmerksamkeit eines zufälligen Betrachters zu rücken. Sie böten dementsprechend keine Handhabe, die nähere Umgebung des Denkmals generell von allem freizuhalten, was Aufmerksamkeit erwecken könnte. Zudem sei für die Aufstellung der Lenin-Statue keine denkmalrechtlihce Erlaubnis erforderlich. Damit wies das OVG die Beschwerde der Stadt gegen eine Entscheidung des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichts zurück. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.
Entscheidung des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichts
Das Verwaltungsgericht hatte am Donnerstag (05.03.2020) entschieden, dass der von der Stadt Gelsenkirchen verhängte Baustopp für das Lenin-Denkmal aufgehoben ist. Damit darf die linksextremistische MLPD die 2,15 Meter hohe Statue des ehemaligen russischen Kommunisten und Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin vor ihrer Bundesparteizentrale aufbauen.
Gericht wies Argumentation der Stadt zurück
Laut Gericht hatte die Stadt sich gegen die Aufstellung der Statue ausgeprochen, weil diese das Erscheinungsbild eines auf demselben Grundstück gelegenen Baudenkmals beeinträchtige. Aus Sicht der Stadt würde dafür die erforderliche denkmalschutzrechtliche Erlaubnis fehlen.“
Das Erste, was auf diesem Ei des Konrad Paul Liessmann zu lesen ist, ist die Belehrung mit Friedrich Nietzsche. So soll hier das Letzte ein Hinweis auf Friedrich Nietzsche sein, ein Zitat ebenfalls aus dem Buch, auf das sich der eierlegende Lehrer bezieht, in dem von den „erschöpften Hennen“ erzählt wird, die mehr und mehr „gackern“, je öfter sie „Eier legen“, die dabei aber „immer kleiner“ …
Nein, ein solches überschwemmendes, betäubendes und gewaltsames Historisiren ist gewiss nicht für die Jugend nöthig, wie die Alten zeigen, ja im höchsten Grade gefährlich, wie die Neueren zeigen. Nun betrachte man aber gar den historischen Studenten, den Erben einer allzufrühen, fast im Knabenalter schon sichtbar gewordenen Blasirtheit. Jetzt ist ihm die „Methode“ zu eigener Arbeit, der rechte Griff und der vornehme Ton nach des Meisters Manier zu eigen geworden; ein ganz isolirtes Capitelchen der Vergangenheit ist seinem Scharfsinn und der erlernten Methode zum Opfer gefallen; er hat bereits producirt, ja mit stolzerem Worte, er hat „geschaffen“, er ist nun Diener der Wahrheit durch die That und Herr im historischen Weltbereiche geworden. War er schon als Knabe „fertig“, so ist er nun bereits überfertig: man braucht an ihm nur zu schütteln, so fällt einem die Weisheit mit Geprassel in den Schooss; doch die Weisheit ist faul und jeder Apfel hat seinen Wurm. Glaubt es mir: wenn die Menschen in der wissenschaftlichen Fabrik arbeiten und nutzbar werden sollen, bevor sie reif sind, so ist in Kurzem die Wissenschaft ebenso ruinirt, wie die allzuzeitig in dieser Fabrik verwendeten Sclaven. Ich bedaure, dass man schon nöthig hat, sich des sprachlichen Jargons der Sclavenhalter und Arbeitgeber zur Bezeichnung solcher Verhältnisse zu bedienen, die an sich frei von Utilitäten, enthoben der Lebensnoth gedacht werden sollten: aber unwillkürlich drängen sich die Worte „Fabrik, Arbeitsmarkt, Angebot, Nutzbarmachung“ – und wie all die Hülfszeitwörter des Egoismus lauten – auf die Lippen, wenn man die jüngste Generation der Gelehrten schildern will. Die gediegene Mittelmässigkeit wird immer mittelmässiger, die Wissenschaft im ökonomischen Sinne immer nutzbarer. Eigentlich sind die allerneuesten Gelehrten nur in Einem Punkte weise, darin freilich weiser als alle Menschen der Vergangenheit, in allen übrigen Punkten nur unendlich anders – vorsichtig gesprochen – als alle Gelehrten alten Schlags. Trotzdem fordern sie Ehren und Vortheile für sich ein, als ob der Staat und die öffentliche Meinung verpflichtet wären, die neuen Münzen für eben so voll zu nehmen wie die alten. Die Kärrner haben unter sich einen Arbeitsvertrag gemacht und das Genie als überflüssig decretirt – dadurch dass jeder Kärrner zum Genie umgestempelt wird: wahrscheinlich wird es eine spätere Zeit ihren Bauten ansehen, dass sie zusammengekarrt, nicht zusammengebaut sind. Denen, die unermüdlich den modernen Schlacht- und Opferruf „Theilung der Arbeit! In Reih, und Glied!“ im Munde führen, ist einmal klärlich und rund zu sagen: wollt ihr die Wissenschaft möglichst schnell fördern, so werdet ihr sie auch möglichst schnell vernichten; wie euch die Henne zu Grunde geht, die ihr künstlich zum allzuschnellen Eierlegen zwingt. Gut, die Wissenschaft ist in den letzten Jahrzehnten erstaunlich schnell gefördert worden: aber seht euch nun auch die Gelehrten, die erschöpften Hennen an. Es sind wahrhaftig keine „harmonischen“ Naturen: nur gackern können sie mehr als je, weil sie öfter Eier legen: freilich sind auch die Eier immer kleiner (obzwar die Bücher immer dicker) geworden. Als letztes und natürliches Resultat ergiebt sich das allgemein beliebte „Popularisiren“ (nebst „Feminisiren“ und „Infantisiren“) der Wissenschaft, das heisst das berüchtigte Zuschneiden des Rockes der Wissenschaft auf den Leib des „gemischten Publicums“: um uns hier einmal für eine schneidermässige Thätigkeit auch eines schneidermässigen Deutschen zu befleissigen. Goethe sah darin einen Missbrauch und verlangte, dass die Wissenschaften nur durch eine erhöhte Praxis auf die äussere Welt wirken sollten. Den älteren Gelehrten-Generationen dünkte überdies ein solcher Missbrauch aus guten Gründen schwer und lästig: ebenfalls aus guten Gründen fällt er den jüngeren Gelehrten leicht, weil sie selbst, von einem ganz kleinen Wissens-Winkel abgesehen, sehr gemischtes Publicum sind und dessen Bedürfnisse in sich tragen. Sie brauchen sich nur einmal bequem hinzusetzen, so gelingt es ihnen, auch ihr kleines Studienbereich jener gemischt-populären Bedürfniss-Neubegier aufzuschliessen. Für diesen Bequemlichkeitsakt praetendirt man hinterdrein den Namen „bescheidene Herablassung des Gelehrten zu seinem Volke“: während im Grunde der Gelehrte nur zu sich, soweit er nicht Gelehrter, sondern Pöbel ist, herabstieg.
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