Der „Seefeldmord“ sollte dafür als warnendes Beispiel bei der Entwerfung der Sicherung herangezogen werden. Weil, der Mörder von Seefeld wurde doch gefaßt. Und heute, am 29. Jänner 2020, ist der erste Tag seiner Verhandlung, angeklagt des Mordes.
Die Gefängniszeit war offensichtlich zu kurz, um mit dem Mann, den er zuvor, außerhalb des Gefängnisses nicht gekannt hatte, der erst im Gefängnis mit ihm bekanntgemacht wurde, der ihm im Gefängnis zum Freund, zum Kerkerkameraden und schließlich zum Komplizen wurde, den perfekten Mordplan …
George Orwell zählte 1945, also vor 75 Jahren, den „Zionismus“ zum „Nationalismus“.
75 Jahre später wird, am 28. Jänner 20, heute also Sebastian Kurz zitiert:
„Nach 75 Jahren ist es wichtiger denn je, den über sechs Millionen jüdischen Opfern zu gedenken und weiter gegen alle Formen des Antisemitismus und Antizionismus anzukämpfen.“
Sebastian Kurz will gegen den „Antizionismus“ ankämpfen, der „Zionismus“ hat soher in Kurz einen Verteidiger, dem „Nationalismus“ also stellt sich Sebastian Kurz als Kämpfer in die Reihe.
George Orwell ist nicht der einzige, der den „Zionismus“ als „Nationalismus“ … an seine Zuzählung des „Zionismus“ zum „Nationalismus“ zu erinnern, drängt sich schlicht wie kurz auf, bei diesem Fünfundsiebzigjährigen.
Der „politische Katholizismus“ in den Reihen des „Nationalismus“, mit einer 75 Jahre alten Zuschreibung die beste zur Welt von …
„Doch was kennzeichnet nationalistisches Denken? Unter anderem der besessene Glaube an die eigene Überlegenheit und der Unwille, sein Handeln an realen Fakten auszurichten.“
Es könnte weiteres aus „Notes on Nationalism“ zitiert werden, das auf die Situation 75 Jahre später übertragen werden könnte, auch auf die in Österreich — aber … George Orwell stellt die „englische Intelligenzia“ in den Mittelpunkt seines Schreibens über den „Nationalismus“ … und damit fällt die Übertragung gar nicht mehr leicht. Wer aus der Intelligenzia spräche, um ein Beispiel zu nennen, mit dem Wissen über den gesamten „Zionismus“ sich dafür aus, undifferenziert, unreflektiert „gegen alle Formen des Antizionismus anzukämpfen“?
„Unter den Tätern finden sich auch Österreicherinnen und Österreicher.“ Wenn wer schriebe, unter den Komponisten von Fidelio finden sich auch ÖsterreicherinnenundÖsterreicher, was würde erwidert werden?
Am 4. Februar 2020 wird es 25 Jahre her sein, daß vier Menschen in Oberwart ermordet wurden, 50 Jahre nach Auschwitz wieder aus dem Geist, der Auschwitz gebar, vier Menschen ermordet wurden.
„Auch ÖVP-Abgeordneter Martin Engelberg hat am Samstag Kritik an […] geübt. Das Foto spreche eine ‚deutliche Sprache‘ und sei Beleg dafür, dass sämtliche Kritik an der fehlenden Distanz […] zum rechten Rand begründet ist. Für Engelberg ist es ‚völlig inakzeptabel‘ sich als Chef einer demokratischen Partei mit Vertretern der Identitären zu zeigen. Er empfehle […] eine klare Haltung gegen Identitäre und Extremismus, so der Nationalratsabgeordnete.“
„Heute gedenkt die Kirche des Hl. Kirchenvaters Augustinus. Augustinus schreibt in einem Brief: ‚Seelisch bin ich noch kraftlos. Was ich brauche, sind die Arzneien der Heiligen Schrift. Diese muss ich notwendig studieren, bis jetzt hatte ich keine Zeit dazu. Ich weiß jetzt aus erster Hand, was ein Mann benötigt […] Augustinus […] intensiv die Heilige Schrift zu studieren […] sie weitgehend auswendig […] keine Seltenheit, dass man die Heilige Schrift weitgehend auswendig […] heute noch viele Menschen gibt, die den Koran auswendig können, schon Kinder, die ganz stolz vorgeführt werden.“
„Das spanische Königreich des 15. Jahrhunderts, das sowohl auf der Theologie wie den misogynen und rassistischen Vorurteilen des Augustinus fußte, wirft seinen langen Schatten auf jenes blutige Abenteuer, das manche die Conquista und andere die Invasion der beiden Amerikaes nennen.“
Kurz ist es her, daß also Christoph Schönborn den „langen Schatten“ wieder einmal anbetete:
„Augustinus ist überzeugt, dass nirgendwo so deutlich das Fundament des christlichen Lebens gezeigt wird, wie in der Bergpredigt. Dass gerade hier die vollkommene Weise des christlichen Lebens vorliegt, schließt Augustinus aus den Worten Jesu, mit denen die Bergpredigt schließt: ‚Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der‘ […] Bergpredigt ist also die Charta des christlichen Lebens.“
1 Im Morgenjournal von diesem 23. Jänner 20 spricht sich Landeshauptmann Markus Wallner vehement für die „Sicherungshaft“ aus. Er redet irgend etwas von einem genauen „Hinschauen“.
Was führt er an für sein Begehren der „Sicherungshaft“?
Mit dem Fall von Dornbirn kann kein Pferd, kann ein Pferd nicht einmal von der falschen Seite aufgezäumt werden. Im Grunde müßig, es zu wiederholen. Nachdem aber auch nicht wenige Medien mit Breitenwirkung mit dem Fall von Dornbirn für eine „Sicherungshaft“ galoppieren, muß es wiederholt werden.
Wie in Österreich „hingeschaut“, gar genau hingeschaut wird, das hat Tradition.
Oh, du lieber Augustin, alles is hin, auch’s schaun.
Hitler war ein Deutscher, Beethoven ein Österreicher. So wird in Österreich nach wie vor die Vergangenheit Österreichs heiter gemütlich verklärt.
Und die Gegenwart Österreichs wird in Österreich so verklärt. In Dornbirn wird ein Österreicher getötet, und der Mann, der ihn ersticht, ist ein „Asylwerber“.
Möglicherweise ist er erst durch diese in und durch Österreich verursachte Biographie zu dem Mann geworden, der nicht wahllos irgendeinen, sondern einen bestimmten und ihm sehr lange schon bekannten Mann, mit dem ihn eine sehr lange Geschichte verband, tötet.
Es darf dies alles nicht als Entschuldung eines Mannes, der tötet, gelesen werden. Das ist er. Ein gewaltbereiter Mann. Was er aber nicht ist, beim genauen Hinschauen auf seine gesamte Biographie, was er nicht ist: ein „Asylwerber“.
Und nun wird er seit dem identitären Innenminister in Österreich als „Asylwerber“ mißbraucht. Er taugt ganz und gar nicht als Argument für die Einführung einer „Sicherungshaft“. Er wird mißbraucht für die Gier nach Einführung einer „Sicherungshaft“.
Wohin beim Ritt auf Sicherungshaft ganz und gar nicht geschaut wird. Wie wirkt sich denn eine „Sicherungshaft“ auf einen Menschen aus?
Angenommen, nur für eine Sekunde angenommen, für eine Sekunde, die es nach dieser Annahme je nicht gegeben hat, somit auch nie die Annahme.
Ein Mensch wird in „Sicherungshaft“ genommen, weil er, so die Einschätzung von wem auch immer und aufgrund welcher Einschätzungen auch immer, gefährlich sei, hat ein solcher Mensch nach beispielsweise sechs Monaten „Sicherungshaft“ seine „Gefährlichkeit“ gänzlich verloren? Und aufgrund welcher Maßnahmen soll aus einem „gefährlichen“ Menschen nach sechs Monaten ein gänzlich „ungefährlicher“ Mensch werden?
Ist dafür die „Maßnahme“ „Sicherungshaft“ vollkommen ausreichend? Ein „gefährlicher“ Mensch muß nur sechs Monate in einem Gefängnis sitzen, um als gänzlich „ungefährlicher“ Mensch das Gefängnis zu verlassen?
Erzählen nicht gerade die Gefängniskarrieren von so vielen Menschen, vor allem von so vielen Männern das genaue Gegenteil? Den Gesellenbrief, den Meisterbrief zum hauptberuflichen Kriminellen erst nach Aufenthalten in Gefängnissen wirklich erworben. Das Gefängnis, Schmiede der Radikalisierung. Das Gefängnis, Einstiegsstelle zum Extremismus. Das Gefängnis, Fachhochschule mit Abschluß zum Gewaltmaster. Das Gefängnis, Universität der Promotion zum Doktor der Gemeingefährlichkeit.
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Passend zu diesem Tag, 23. Jänner 2020, an dem an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren international gedacht wird.
Die auf Sicherungshaft Hockenden hämmern schlicht wie kurz unaufhörlich, die „Sicherungshaft“ hätten doch schon so viele andere Staaten auch, weshalb solle dann Österreich nicht auch die „Sicherungshaft“ haben können dürfen …
Denn sie, die Lord GmbH. & Co. KG gehe davon aus, daß der hohe Herr in seiner Allbescheidenheit die Schöpfer nicht für sich behalten werde, sondern, nachdem er sie getauft haben werde, sofort, noch während des Benefizhochamts, zur Versteigerung bringen werde.
Der hohe Herr stehe, so die Lord GmbH. & Co. KG, für das Beste aus einer Welt. Das habe er mit seinem gesamten bisherigen Leben eindrücklich bewiesen. Sein Credo, vermute sie, sei es immer gewesen, das Beste aus einer Welt sei das Beste, das Beste aus zwei Welten aber, wie manche es sich erhoffen, sei stets nur das Nullbeste für eine Welt.
Er habe daher in seinem Leben stets auf das Beste aus einer Welt gesetzt. Auf die Bibel. Niemals beging er Verrat an der Bibel, bloß die Farbe des Einbands seiner Bibel wechselte er. Rot mußte ihm seine Bibel sein, als er ein junger Mann war. Rot, die Farbe der Liebe. Rot, die Farbe des Frühlingserwachens im jungen Manne. Das ist auch die Zeit der Verwechslungen, der Irrtümer, des blinden Glaubens an den eigenen Orientierungssinn. Der hohe Herr als junger Mann meinte sich gestaltend im „Diesseits“, während er, auch wenn er dabei seinen Bibelherrn noch mit andrem Namen anrief, tatsächlich schon im „Jenseits“ mit seinem Lebenstrost war, das er hernach nie mehr verließ, nie mehr den Versuch unternahm, ein Boot zu besteigen, um das „Diesseits“ am anderen Ufer zu erreichen.
Und des Gestaltens kein Ende. Sie, die Lord GmbH. & Co. KG, wisse nicht, mit was beginnen, mit was enden, so wolle sie es bei dem einen Leuchtturm bewenden lassen, sich nicht in Versuchung bringen einer vollständigen Aufzählung.
Besonders erlebt werden aber kann die direkt vom Gmiat abstammende Gmiatlichkeit der Menschen, die hier geboren und deshalb davon fest bona fide überzeugt, seit jeher von hier abzustammen, von Wien, überhaupt von Österreich seit jeher tief unter der Erde …
Und kurz nach dem Abend der Gemütlichkeit in der Tiefe darf an diesem Nachmittag um halb vier, darf wieder die Gemütlichkeit tief unter der Erde erlebt werden, auch mit Musik, mit Tönen, mit Wörtern.
In der U-Bahn, tief unter der Erde
Ein Ehepaar, gemütlich nebeneinander, goldkettig und fingerringvoll vor allem er, mehr zu beschreiben, bedarf es nicht, zu oft hat Manfred Deix hiesige Frauen und Männer gezeichnet, um sie je noch beschreiben zu müssen.
Ein Mann beginnt auf seinem Akkordeon zu spielen. Mit dem ersten Ton von „Bella ciao“ tönt die Gattin sofort: „Auweia!“
Während der Mann spielend durch den Waggon geht, brummt der Gatte: „Wos wolln die do.“
„Solln sich schleichn, durthin, von wo sie herkumman.“
Einige bezahlen den Mann etwas für sein Spielen. Und der Gatte brummt dazu: „Wenns denen nix gibst, warat kana mehr do.“
Der Akkordeonspieler steigt aus. Das Ehepaar bleibt sitzen, gemütlich nebeneinander.
Gleich nach dem Verlassen des Waggons mit dem gemütlichen Ehepaar auf dem Gang tief unter der Erde zur nächsten Linie
Zwei Polizisten und eine Polizistin schlendern gemütlich den Gang entlang. Nicht gemütlich an ihnen ist ihre uniformale Ausstattung. Ein hiesiger gemütlicher Mann kommt ihnen entgegen. Sein Aussehen — schlagen Sie nach bei Deix. Mit seinem kleinen, recht kleinen Hund, der an der Leine zerrt, knurrt, drohende Töne gibt der kleine, recht kleine Hund von sich, von seinem Gemüt stammt keine Gemütlichkeit ab. Die drei Uniformierten belustigt der Hund und freundlich fragen sie den Mann, weshalb der Hund so …
Das erheitert die drei Uniformierten, ungemein. Wohlwollend gemütlich verabschieden sich die drei Uniformiererten von dem Mann mit seinem gmiatlosen Hund, die Uniformierten in die eine Richtung, der Mann mit seinem Hund in die andere Richtung. Es heißt, wenn nur lange genug in die eine Richtung und nur lange genug in die andere Richtung gegangen wird, dann gehen alle irgendwann in die gleiche Richtung.
Was von einem Buch mit einem Vorwort von Konrad Paul Liessmann begleitet von Fragen des Hermann Brückl halt erwartet werden kann … also die „parlamentarische Anfrage“ hat Hermann Brückl erst einmal „vorbereitet“, vorgelegt hat er diese allerdings an diesem 20. Jänner 20 der gesinnungsgemäß zensurierten Website seiner Partei … diese wird ihm wohl die rasch die Antworten geben, die er sich wohl recht ungeduldig erhofft, und vielleicht ist ihm diese Website überhaupt das wahre …
An diesem 20. Jänner 20 wäre das Buch von Susanne Wiesinger, nachdem ihr erstes Buch nicht gekauft wurde, beinahe erworben worden. Aber beim Aufschlagen, beim Lesen, daß das Vorwort Konrad Paul Liessman beisteuerte, war augenblicklich klar, das zweite Buch ebenso nicht zu kaufen, wie das erste Buch nicht gekauft wurde, wofür seinerzeit nicht Liessmann verantwortlich zu machen ist, sondern vor allem die Matrosen, die ungesehen hinter ihr auf dem Brücklein das Ruder …
Kurz als Ende noch. Es wird Ihnen selbst auffallen, welche Fragen Hermann Brückl nicht stellt, jedenfalls in seinem Parlament nicht vorgetragen. Müßig aber, die fehlenden Fragen zu formulieren, Sie wissen diese ohnehin sofort, diese fallen Ihnen sofort ein, wofür Sie eher kurz als lang nachzudenken haben werden … Fragen, die ebenso zu beantworten sind, also von dem Minister der türkis getupften schwarzen Partei im wirklichen Parlament, aber das sind Fragen die dem brücklischen Parlament wohl so recht gar nicht …
„Brückl hat nun eine parlamentarische Anfrage vorbereitet. Unter anderem fragt er: Mit welchem Zeitpunkt wurde die Zusammenarbeit mit Frau Wiesinger beendet?Was ist der Grund für die Beendigung?Wann genau (Datum/Uhrzeit), von wem und wie (persönlich, schriftlich, …) wurde Frau Wiesinger mitgeteilt, dass die Zusammenarbeit beendet wird?Wie viele interne und wie viele externe Personen waren für die Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte tätig (gesamt in Vollzeitäquivalente und aufgeschlüsselt nach Monaten)Wie hoch waren die Kosten? Gesamt; gesamt aufgeschlüsselt nach internen Personalkosten, externen Personalkosten, sowie sonstigen Kosten; aufgeschlüsselt nach Monaten; aufgeschlüsselt nach Monaten nach internen Personalkosten, externen Personalkosten, sowie sonstigen KostenIn welchem Ausmaß war die ÖVP-Beraterin Heidi Glück für die Ombudsstelle tätig? Gesamt in Stunden; aufgeschlüsselt in Stunden je Monat.Wie hoch war das Honorar der Frau Glück? Gesamt und aufgeschlüsselt nach Monaten.Gab es für die Beratung von Frau Glück eine Ausschreibung?“
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