Der Sonntagspsalm des Prof. Dr. Jörg Meuthen auf Andreas Gabalier und Xavier Naidoo

Nun, nach einer endlich wieder durchgeschlafenen Nacht, von keinem Lärm zum Wachsein verdammt, setzt sich mehr und mehr die Meinung durch, es war bloß eine Phantasie, in der Starnacht am Wörthersee auch die Stimme von Prof. Dr. Jörg Meuthen durch die geschlossenen Fenster gehört zu haben, sein Loblied, seine profund positive Einschätzung des Liedes „A Meinung ham“ von Andreas Gabalier.

Es muß etwas durcheinandergekommen sein, hervorgerufen wohl durch den Lärm. Nervtötender Lärm kann vieles verursachen, vieles hervorrufen, auch Phantasien als Wirklichkeiten gebieren. Mit Phantasien, insbesondere Verschwörungsphantasien hat Xavier Naidoo wohl mehr Erfahrungen, wird darüber fundamental Auskunft geben können.

Ausgeruht, endlich wieder ausgeruht, unbelästigt von blecherndem Lärm, kann mit Bestimmtheit die Meinung vertreten werden, Prof. Dr. Jörg Meuthen von der Partei mit der Kurzbezeichnung AfD stimmte das Loblied nicht auf der Stadionbühne an, sondern auf der Plattform des Unternehmens Twitter, der Lärm und nicht die Wirklichkeit war es, der die zwei Plattformen miteinander verschränkte.

„Was für eine phantastische Kombination aus herrlicher Musik und so kraftvoller wie wichtiger Botschaft: Danke, Andreas Gabalier und Xavier Naidoo, für dieses wundervolle Lied!“

Dann wurde das auch nicht auf der Seenplattform gesehen, durch die geschlossenen Fenster, die Laufschrift von „Vaterlandsverräter“ und „ohne Fremdbestimmung“ – sondern auf der Plattform des Unternehmens …

Nun, nach einer Nacht, in der endlich wieder durchgeschlafen werden konnte, wird gedacht, setzt sich die Meinung durch, wie gut, keine zweite Nacht ohne Schlaf erlebt haben zu müssen. Wie leicht hätte es sich diese Phantasie, Meuthen auf der Seebühne mit Lob für Gabalier und Naidoo, als Wirklichkeit im Gehirn festsetzen können, und dann mit „felsenfester Meinung“ hinausgegangen, überall herumerzählt, das sei tatsächlich so passiert, auf der Bühne, am See bei Klagenfurt, in Kärnten. Wie recht hätte dann etwa Naidoo gegeben werden müssen, wenn dieser sagte, das sei eine Verschwörungstheorie, mit einer Einschränkung, mit Theorie haben Verschwörungen nichts zu tun, Verschwörungen sind keine Theorien, Verschwörungen sind nur Phantasien, Phantastereien, oft oder immer ausgelöst durch Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten, die stören, für eine Verschwörungsphantasie kann es schon reichen, eine Nacht nicht schlafen zu können, ein auch durch lärmdichte Fenster nicht gedämmter Lärm vom See her …

„A Meinung ham“

Es war nicht zu verhindern. Noch durch die geschlossenen Fenster waren die Musik und die Stimmen oder der Lärm zu hören. An diesem gestrigen Samstag, in Klagenfurt, beim See, in Kärnten.

War der Lärm der Stimmen von Alfons Haider und Andreas Gabalier deutlich zu hören. Der Schlaf soll nicht umsonst geraubt worden sein. Was für ein Lärm drang durch die geschlossenen Fenster? Vor allem, welcher Lärm schmerzte mehr? Es ist entschieden.

Der Gejammerlärm von Andreas Gabalier war zwar laut, aber schmerzlos, das üb(e)liche Getöse. Sein Gejammer über den „Gegenwind aus kleinen Randgruppierungen“ …

In das Gejammer hinein das Gerede der Moderatorin, deren Name nicht zu verstehen war, von der „gepanzerten Weste … schußsicher“, sie meint, Gabalier trage eine „gepanzerte Weste – schußsicher

Hingegen der Erwiderungslärm von Alfons Haider, das Schmerzvolle, in seiner vermeintlichen Ansicht, etwas Gutes darauf sagen zu müssen: „Aber, Andi, das stimmt schon. Aber das ist das Schöne an der Demokratie, daß auch die kleinsten Randgruppen noch Rechte haben.“

Und dann wieder Musik oder Lärm, Textlärm von Andreas Gabalier: „A Meinung ham“ …

Traurig. Recht traurig. Wie einer meint, er hätte eine Meinung, und hat in keiner Weise eine Meinung, sondern bloß das von „ham“ – daham

Und, so lärmt er groß, er will „dahinter stehn“ … nur vorne ist nichts, vor allem keine Meinung. Er redet nach, was alle reden, die „die Welt mit eigenen Augen sehn“ von daham … und „ollas glauben wos a poar so red’n … die Ollas sind zum Platzen gefüllt mit diesen hamigen Meinungen und damit sie nicht platzen, müssen aus diesen Ollas die Meinungen ständig von allen abgelassen werden …

Traurig. Recht traurig. „Dahinter stehn“ zu wollen. Hinter dem Nichts. Und es kann auch vorkommen, daß er etwas nachredet, auch diese Nachrede als seine Meinung erneut mißversteht, und nicht einmal weiß und nicht versteht, was er nachredet

Während das Gesagte deutlich zu verstehen war, ist es nicht gewiß, ob der Text des Liedes, zu dem, wird angenommen, ohne es von dem Schlafzimmerfenster aus sehen zu können, der gesamte Meinungschor auf der Bühne Aufstellung nahm, auch tatsächlich Wort für Wort so gesungen wurde, wie dieser mitgeschrieben wurde.

Ministro dell’identitario, il camerata degli gatti

Kurz noch, zu einer Frage, die sich ebenfalls stellt, nicht erst seit einer der Innenminister sein Herz verlor an …

Wie weit es wohl her ist, mit der Zuneigung zu Tieren, wenn keine Kameras dabei sind, oder nur die eigenen Kameras, zum ehrenstolzen Aufnehmen für den eigenen Gesinnungsbund?

Ebenso tief wohl, wie jene von Attila. Von den tiefen Neigungen Attilas gibt es keine sogenannten Selfies. Er hätte sie wohl gemacht, hätte es damals bereits sogenannte Smartphones gegeben. Einer seiner bürgerlichen Kameraden hätte davon mit Bestimmtheit ein sogenanntes Handyvideo gemacht und es gleich über SM verbreitet, wie Attila mit seinem Gürtel eine Katze festschnallt und sie, die Katze, dann umbringt, indem er gegen die festgeschnallte Katze rennt, mit seinem Schädel der Katze kleinen Körper zertrümmert, und sogleich mit katzenblutverschmiertem Schädel ein Gesinnungslied brüllt, in das seine bürgerlichen Kameradinnen in der Sekunde einstimmen und ihm, von ihnen zu ihrem Führer erkoren, dann folgen, gegen alle …

Und doch gibt es Aufnahmen davon, wie Attila mit seinem Schädel eine Katze mordet. In Novecento

Später, im Film, zertrümmert Attila noch einmal, aber nicht mit seinem Schädel eine Katze, sondern den Kopf eines Kindes, nachdem er und seine bürgerliche Lebenspartnerin das Kind für ihre sexuellen Ausschweifungen mißbrauchen, mordet er mit seiner bürgerlichen Gefährtin das von ihnen vergewaltigte Kind. Und eine Gesinnungskonstante gibt es über eine Ewigkeit, nicht erst seit der Entstehung dieses Films, und zwar die des Abschiebens der eigenen Schuld auf alle anderen. Attila und seine Bürgerliche schieben ihre Vergewaltigung und ihren Mord ab auf einen anderen, ein daran vollkommen unschuldiger Mann soll für ihr Verbrechen und für ihren Mord bestraft …

Neunzehnhundert, ein Film, der nicht zum ersten Mal einfällt, wenn es um diese Gesinnungsbündnisse geht, in der Gegenwart, und vor allem um, kurz zusammengefaßt, ihr Umfeld, das sich dieser zu bedienen meint zu müssen, um ihre wohl noch tieferen Neigungen auszuleben, ihre tiefen Interessen gegen alle durchzusetzen, am Ende aber nur ein Scherbenhaufen, alles zertrümmert …

NS Für Menschen in Österreich ein Übersetzungshinweis. „Gatti“ ist nicht österreichisch zu übersetzen, es geht nicht um Unterhosen, die auch sonntags nicht rein …

NNS In Italien wird eine kenntliche Bezeichnung für diesen Innenminister notwendig: Il ministro dell’identitario – ein Minister aus dem Internen der …

Salvini il camerata degli animali

Nun hat also der Innenminister sein Herz …

Jedenfalls präsentiert der Innenminister zur Zeit sich für die Kameras als Tierkamerad, der Tiere retten will vor …

Da stellt sich wieder einmal die Frage. Woher kommen diese Tierkameradinnen? Wo halten sich die Tierkameraden auf, ehe sie in die Politik gehen? In den Wäldern? Üben sie in den Wäldern Politik? Werden jene, die sich in einem Wald, kurz ist das her, als Retter eines Kätzchens vor der Kamera aufstellen, auch in die Politik gehen, wie der Innenminister? In die Politik gehen, das trifft es nicht genau. Sie gehen zwar in die Politik, aber nicht um Politik zu machen, sondern nur, um ihre Waldspiele fortzusetzen. Politik ist ihnen nur ihr Waldspiel mit anderen Mitteln. Auch das trifft es nicht genau. Politik ist ihnen nur ihr Waldspiel mit Mitteln, die von der Öffentlichkeit und vor allem von der medialen Öffentlichkeit als Politik mißverstanden werden.

Da stellt sich auch wieder einmal die Frage. Was passiert mit den Tierkameradinnen, wenn sie aus den Wäldern in die Politik gehen? Es gibt auf diese Frage eine anschauliche Antwort. Sie enden schon nach kurzer Zeit als Urlaubspensionisten auf einer Insel.

Die einzige Garantie, die solche Tierkameraden vermögen zu geben, ist: Schäden zu verursachen.

Ganz gleich, wo sie sich befinden, ob in den Wäldern, wie beispielsweise die oben erwähnten Tierkameradinnen in einem europäischen Wald, ob mit ihren Waldspielen in der Politik, was sie einzig können, ist: Schaden anrichten.

Der Tierkameraden Schäden werden aber schön verziert allen als Eier gelegt, während sie selbst richtig gute Frühstückseier beispielsweise auf einer Insel aussaugen, die sie sich nicht verdienten, aber auch die noch von allen bezahlt …

Raketen, Torpedos, Glocks und Kriterien

„Hintergrund des Artikels war der Polizeieinsatz gegen einen unbedeutenden FPÖ-Mandatar [..]“

Es ist dieser „FPÖ-Mandatar“, so schreibt es die Website FPÖ unzensuriert am 17.07.19, also ein „unbedeutender FPÖ-Mandatar.

Kurz zu Erinnerung: Dieser „FPÖ-Mandatar“ feuert „29 Kugeln“ auf Sträucher und stellt sich dabei vor, wird berichtet, auf zwei Menschen zu schießen.

Was sie wohl für Kriterien für die Bestimmung, wann wer bedeutend und wann wer unbedeutend ist, anlegt?

Ist ihr ein Kriterium, daß dieser „FPÖ-Mandatar“ ihr ein „unbedeutender“ ist, weil er sich stets mit „Unbedeutenden“ abgab, sich stolz nur mit „Unbedeutenden“ zeigte?

Ob ihr, dieser Website, der Mann, der nach den Sträucherschüssen meint, es sei schade, daß er, der „FPÖ-Mandatar“, die zwei Menschen nicht getroffen habe, ebenfalls ein „Unbedeutender“ ist? Das verrät diese Website nicht. Ist es ein weiteres Kriterium, „unbedeutend“ ist, wer für diese Partei kandidiert, wie ebendieser Mann, der einst für die Partei als Kandidat für das österreichische Parlament …?

„Immerhin hätten ja Norbert Hofer, Heinz-Christian-Strache und Johann Gudenus angegeben, über Waffen aus dem Hause Glock zu verfügen. Das genügt aber bereits, um alle FPÖ-Politiker pauschal zu verdächtigen. […] Denn scheinbar ist man für den Standard neuerdings schon verdächtig, wenn man in Österreich Waffen besitzt und Wert auf Eigenschutz legt.“

Recht besondere Kriterien scheint diese Website auch in bezug auf „Eigenschutz“ zu besitzen. Dieses Kriterium erfüllt wohl ein Mann wie Guido Leitner, in 17 Kandidat dieser Gesinnungsgemeinschaft für das österreichische Parlament, für den erst eine „Panzerabwehrrakete“ den totalen „Eigenschutz“ zu bedeuten …

Jener Mann, bei dem eben erst eine „Luft-Luft-Rakete“ gefunden wurde, hat diese vielleicht gar nicht verkaufen wollen, möglicherweise stellt sich nach weiteren Einvernahmen heraus, er habe diese Rakete aus „Eigenschutz“ …

Unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ sind wohl auch die Aufrufe zur „Spendenaktion“ für „Torpedos“ auf ebendieser Website von einem Mann oder einer Frau zu verstehen …

Und auch unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ das recht großzügige Angebot auf ebendieser Website von, darf angenommen werden, einem Mann, neuwertige „9 mm para“ vergeben zu wollen, weil eben „Eigenschutz“ ein recht hohes …

Seit den Verkündigungen des Innenministers in 18 nahmen die Übergriffe gegen Menschen zu

Kaum kommt ein Innenminister solcher Gesinnung durch seine Machenschaften selbst in Schwierigkeiten, müssen Menschen herhalten, mit denen er von sich selbst ablenken will. Kurz: er ist in enormen Schwierigkeiten, massiv belastet.

Gegen die Menschen, mit denen nun der Innenminister von sich und seinen Machenschaften ablenken will, gibt es in Europa mannigfache Vorurteile, verbreitet seit undenklichen Zeiten, recht besonders geschürt etwa von einem Martin Luther bereits, aber der einzige Mann, der die Vorurteile vollauf bestätigt, ist dieser Innenminister mit seiner Partei selbst, weil es Urteile gibt, Gerichtsurteile.

Wenn der Begriff, unter den die Menschen, die wieder einmal für einen und jetzt für einen Innenminister herhalten müssen, um von seinen eigenen Machenschaften abzulenken, nicht als ethnischer Begriff verstanden wird, nicht als Bezeichnung für die Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft von Menschen verwendet wird, kann gesagt werden, es gibt in Europa nur einen einzigen „Roma“, auf den alles vollauf zutrifft, gegen den das alles vorgebracht werden kann, aber nicht als Vorurteile, sondern als Urteil, der einzige in diesem Sinn in Europa lebende „Roma“ ist der Innenminister mit seiner Gesinnungsgemeinschaft.

Es ist nicht das erste Mal, daß der Innenminister dieser Gesinnung gegen Menschen auftritt. Die Ungründe von einem Innenminister solcher Gesinnung sind mannigfach. Jetzt soll seine Verfolgung dieser Menschen zur Ablenkung seiner und seiner Gemeinschaft Verfehlungen dienen, grundgelegt seiner Verfolgung von Menschen ist aber stets seiner und seiner Gemeinschaft Gesinnung. Wie nun berichtet wird, haben seit der Verkündigung des Innenministers in 18 die Übergriffe gegen Menschen zugenommen. Und es ist nicht auf das Land beschränkt, in dem dieser Mann nach wie vor Innenminister ist, in diesem Fall, wenn es gegen diese Menschen geht, ist die Utopie der Grenzenlosigkeit verwirklicht, in diesem Fall gibt es ein Europa ohne Grenzen, wenn es gegen Menschen geht. Es sind nicht nur Übergriffe, es ist auch Mord dabei.

Nichts ist absurder als die Wirklichkeit

Bis zum gestrigen Tage 15. Juli 19 wäre es absurd vorgekommen, zu fragen, ob die Aufrufe auf FPÖ unzensuriert erfolgreich waren, die Aufrufe, für die Anschaffung von „Torpedos“ zu spenden, für eine „crowdfunding aktion“.

Nachdem jetzt aber bei einem „Neonazi“ eine „Rakete“ gefunden wurde, die ebenfalls bestimmt nicht billig ist, die sich vor allem der berühmte „Mann aus dem Volke“ nicht so leicht wie eine Glock leisten kann, erscheint es ganz und gar nicht mehr absurd, nachzufragen, ob der Spendenaufruf auf FPÖ unzensuriert für „Torpedos“ erfolgreich war.

„Der 60-Jährige, der vor Jahren für eine neofaschistische Partei kandidiert haben soll, habe die Rakete an Extremisten“, ist in der „Bild“ zu lesen, also in Italien für eine „neofaschistische Partei“ … in Österreich hat eben erst, muß kurz, weil Österreich in der Disziplin Vergessen Serienweltmeister und unangefochten ständig, um ein Wort des gewesenen Ibizakanzlers zu verwenden, „Spitze“ ist, erinnert werden, ein einstiger Kandidat für das österreichische Parlament es bedauert …

… ein Kandidat für das Parlament in Österreich eben erst bedauert, daß zwei Menschen nicht mit Kugeln, daß zwei Menschen nicht mit 29 Kugeln …

Die „Bild“ empfiehlt, auch zu lesen, wie in der Collage gelesen werden kann, wie ein Innenminister „Zwietracht“

… und wie einer, der einst auch für eine Partei kandidierte, aus dem fahrenden Auto …

Es wäre im Grunde, dies kurz zum Schluß, gar nicht absurd gewesen, einmal nachzufragen, auch ohne den Fund einer Rakete bei einem „Neonazi“, wie viele Spenden für „Torpedos“ nach einem Jahr eingegangen sind, waren die Aufrufe hierzu doch auf einer Website, auf der vieles beklagt wird, nur eines nicht, rechten Zuspruch zu haben, zumal nichts absurder – als die Wirklichkeit …

Horst Seehofer schreibt vor

Zu Beginn einen Syllogismus zu einem Kandidaten der Nationalratswahl am 29. September 2019 in Österreich.

Am 3. Juli 19 wird von den getöteten Menschen in Libyen berichtet.
Am 7. Juli 19 ist von der Forderung von Sebastian Kurz nach Rückführungen zu lesen, auch nach Libyen.
Sebastian Kurz fordert die Rückführung zum Getötetwerden.

Dieses bittere Verhalten gegenüber Rettungsschiffen am Mittelmeer und diese unhaltbaren Mißstände in den sogenannten Flüchtlingslagern nicht erst seit dem Juli 19 haben wohl Horst Seehofer veranlaßt, einen Brief an Sebastian Kurz zu schreiben:

„Wir können es nicht verantworten, dass Schiffe mit geretteten Menschen an Bord wochenlang im Mittelmeer treiben, weil sie keinen Hafen finden“, schrieb Seehofer […] Daher seien für die aktuellen Seenotrettungsfälle rasche europäische Lösungen in gemeinsamer Verantwortung nötig. „Ich appelliere daher eindringlich an Sie, dass Sie Ihre Haltung, die italienischen Häfen nicht öffnen zu wollen, überdenken“, fügte Seehofer hinzu.
Wegen der gemeinsamen europäischen Verantwortung „und unseren gemeinsamen christlichen Werten“ dürfe es im Einzelfall keinen Unterschied machen, durch welche Organisation Migranten aus dem Mittelmeer gerettet wurden, woher die Besatzung stammt und unter welcher Flagge das Schiff fährt.

Horst Seehofer hat diesen Brief selbstverständlich nicht an Sebastian Kurz geschrieben, sondern an Matteo Salvini, den italienischen Innenminister.

Es hätte für Horst Seehofer auch keinen Sinn ergeben, es wäre für Horst Seehofer die reinste Zeitverschwendung gewesen, an Sebastian Kurz zu schreiben, also an einen ohne Verantwortung, an einen bloßen Kandidaten unter sehr sehr vielen Kandidatinnen für die Nationalratswahl im September 19 in Österreich, oder kurz gesagt, an einen Tal-und-Alm-Wanderer.

Aber Sebastian Kurz hat auf diesen nicht an ihn gerichteten Brief reagiert, als wäre er selbst höchstpersönlich angeschrieben worden. Aber für Briefe mit dem Appell zum verantwortungsvollen Handeln ist Sebastian Kurz kein Empfänger. Wie auch? Ohne Amt, ohne Verantwortung. Selbst dann, wenn er, Sebastian Kurz, eine Position zum Handeln innehätte, fehlt ihm alles zum verantwortungsvollen Handeln.

Sebastian Kurz ist je kein Empfänger für welche Briefe auch immer.

Dennoch hat Sebastian Kurz gegen den Inhalt des Schreibens von Horst Seehofer sofort reagiert, wie Björn Höcke.

Beifall für seine Haltung bekam Salvini vom Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Er sagte am Samstag bei einem Treffen des rechtsnationalen „Flügels“ der AfD, Salvini tue das, „was meinem Herzen entspricht“.

Björn Höcke ist aus der Partei, auf deren „Vertreter zu stoßen“ sich er, Sebastian Kurz, „sichtlich …“

„Was meinem Herzen entspricht“, oh, das ist viel, recht viel, zu viel, in viel zu vielen Kapiteln erzählt, als es je noch kurz zusammengefaßt werden könnte.

Salvini hat auf das Schreiben von Horst Seehofer auch reagiert, wie es seinem „Herzen entspricht“, als schlüge in ihnen nur ein Herz …

Salvini, dem Sebastian Kurz so recht leicht zur Herzseite springt, ist, zur Erinnerung, wer es noch nicht wissen will, jener Mann, der Geschichte lebt, von der gesagt wird, es wäre ihnen lieber, diese Geschichte hätte nie stattgefunden, dann hätten sie von dieser Geschichte niemals in Geschichtsbüchern lesen müssen, so „widerlich“, um ein Wort von Sebastian Kurz zu verwenden, ist diese sogar als Lektüre.

Horst Seehofer schreibt Sebastian Kurz vor, aber abschreiben tut Sebastian Kurz von denen, die ihm in der dunkelsten Ecke vom Pausenhof signalisieren, wie recht ihnen das Zusammenhocken mit ihm da bei den Mülleimern …

Ibizkaja

„FPÖ-Sprecher: ‚Poster ist kein Parteimitglied‘
In einer Reaktion betont die Landespartei, dass der Autor kein FPÖ-Mitglied sei. ‚Der Mann ist weder Mitglied, noch Parteifunktionär und hat mit der FPÖ nichts zu tun‘, sagte ein Parteisprecher. Auch der Landesparteivorsitzenden Marlene Svazek sei der Mann nicht bekannt.“

Wie wahr, was kann ein Mann schon mit der Partei zu tun haben, der für diese Partei kandidierte, für diese Partei Abgeordneter des österreichischen Parlaments werden wollte, den diese Partei als Abgeordneten haben wollte. Auf der Wahlliste der Partei an elfter Stelle gereiht, einst.

Seine Zuneigung zu dieser Partei hat er jedenfalls nicht verloren. Allerhand dazu ist zu finden. Und auch er einer mit Gespür für Waffen. Neun Millimeter scheint die Sehnsuchtsgröße von Männern dieser Gesinnungsgemeinschaft zu sein. Es wird nicht gewußt, wie groß eine Waffe 9 mm ist. Vielleicht hat diese die ideale Größe, um sie in einem Kornblumenstrauß zu verstecken? Die ideale Größe, um sie als Ballgeschenke …?

Einerlei.

Eines ist gewiß. Er wäre als Abgeordneter eine Bereicherung gewesen, mit seiner gepflegten Sprache. Die absolute Kompetenz als Gesetzesgeber. Sind es doch Männer mit dieser Voraussetzung der gepflegten Sprache, die „Paragraphe“ schreiben, wie jener in der kurzen Zeit des Ibizakanzlers …

Den „Club 3 Kornblume Österreich-Deutschland“, in dem dieser Mann Kostproben seiner gepflegten Sprache …,

„Die Facebook-Gruppe ‚Club 3 Kornblume Deutschland und Österreich‘ mit einigen blauen Promis war eine der größten Hass- und Hetzgruppen im deutschsprachigen Raum. Bis zum Herbst 2017 – dann verschwand sie urplötzlich. Auslöser war meine Anzeige wegen des Verdachts der Wiederbetätigung gegen den einzigen Administrator der Gruppe, einem Kärntner. Am Montag, 29.4.19, musste er sich deswegen vor einem Geschworenengericht in Klagenfurt verantworten und wurde verurteilt.“

soll es auf der Plattform des Unternehmens Facebook nicht mehr …

Aber in Zeiten von Ibizkaja hat, wie es scheint, auch der „Club 3 Kornblume“ sein gelobtes Land endlich gefunden: „VKontakte“, Russland.

Ob dem „Club 3 Kornblume“ alle dorthin gefolgt sind, vor allem seine prominenten …? Das wird nicht gewußt. Zum Beispiel der Abgeordnete Keuter aus Deutschland. Wer könnte das wissen? Wer hat Kontakt mit ihm? Oder könnte wenigstens recht leicht Kontakt zu ihm herstellen? Vielleicht jener Mann, der sich Ibizakanzler nennen darf, schon in so jungen Jahren, und er „freute sich sichtlich“ … kurz, ein Anruf vielleicht und schon könnte gewußt werden, ob Keuter in das gelobte Land …

Der Namenlose

Wer Berichte von Medien liest, über den Mann, der am Vormittag aus tiefer Nacht heimkehrend auf seinem Balkom … wird eines nicht lesen, den Namen des Mannes. Ein Namenloser. Aber wenigstens kein Berufsloser.

Was für eine vornehme Zurückhaltung der Medien. Im Vergleich zu deren sonstigen Umgang, der gar nicht zurückhaltend, zu oft sehr bedenkenlos, oft sogar rücksichtslos.

Nur in einer Umsonst ist des Namenlosen Kosenamen zu lesen, zu erfahren, wie der Namenlose im Ort genannt wird, bei seinem Spitznamen gerufen, integriert im Ort, einer vom Orte halt.

Der Namenlose von Samuel Beckett kommt in den Sinn. Eine unbewegliche Figur mit unzusammenhängendem Wortschwall, mit Wortkaskaden über eine Wirklichkeit sprechend, die kein Mensch sonst kennt, eine Realität, die nur dem Namenlosen bekannt, in der nur der Namenlose existiert. Dieser Zwang zur fortwährenden und ununterbrochenen Rede wird außerhalb von Romanen schon auch gekannt, in der Wirklichkeit, vor allem von Männern dieser Gesinnung. Während aber der Namenlose von Beckett hofft, seinen Redezwang zu überwinden, endlich im Schweigen zu enden, greifen vor allem die Männer der ihnen selbst herbeigeredeten Wirklichkeit in ihrem unzusammenhängenden Redezwang zu tödlichen Waffen, enden im lautgefährlichen Schweigen.