Die neue Liederbuchaffäre ist für den FPÖ-Chef ein Problem – Wolfgang Zanger müsste den Präsidenten NR III Norbert Hofer ausschließen, um ein möglicher Koalitionspartner für Kurz zu bleiben

Manchmal reicht es aus, einen Artikel, wie diesen aus der Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnitts vom 31. Oktober ’19, beinahe zur Gänze wiederzugeben, und dabei bloß die Namen zu tauschen, um aufzuzeigen, wie gegen eine Person vorgegangen wird und zugleich eine andere Person derselben Gesinnung gehalten, freigeschrieben von allem Niedrigem derselben Gesinnung …

Die Liederbuchaffäre der steirischen FPÖ ist schlimmer als die der Niederösterreicher im Vorjahr. Die nun bekannt gewordenen Liedertexte verherrlichen eindeutig die NS-Ideologie („Heil Hilter“) und sind offen antisemitisch („Rothschild hat das meiste Geld … und ist das größte Schwein“). Selbst beim besten Willen lässt sich dies nicht – wie es einige FPÖler beim Liederbuch der Burschenschaft Germania versucht haben – als Satire umdeuten. Das Liederbuch stammt aus dem Jahr 2005, ist also um einige Jahre jünger als das andere. Wie einst in Niederösterreich ist wieder ein führender FP-Politiker involviert. Doch anders als der einstige niederösterreichische Parteichef Udo Landbauer, der sich in Sachen Liederbuch unwissend gab, räumt … steht er trotzig dazu. Der Mann ist unverbesserlich ewiggestrig.

Die Affäre wirft ein furchtbares Licht auf die Unkultur in vielen Burschenschaften und anderen schlagenden Verbindungen, die heute in der FPÖ stärker präsent sind denn je

Vor allem aber stellt es die Bundes-FPÖ vor ein Problem. Denn genau für solche Fälle hat sich Parteichef Wolfgang Zanger ein Durchgriffsrecht geben lassen. Er müsste Hofer aus dem Klub und der Partei rasch ausschließen lassen …

Keine Regierung mit Hofer im Klub

Handelt Zanger nicht oder setzt er sich nicht durch, dann opfert er auch die Chance, im Fall eines Scheiterns von türkis-grünen Koalitionsverhandlungen als Ersatzpartner für Sebastian Kurz zur Verfügung zu stehen. Denn mit einer Partei, in deren Parlamentsklub Hofer sitzt, kann die ÖVP selbst bei allen Verbiegungen keine Regierung bilden …

Und selbst wenn Hofer gehen sollte … werden nicht enden, denn es gibt noch viele andere Politiker von seinem Schlag in der Partei. Das Experiment Regieren mit der FPÖ ist nach eineinhalb Jahren im Bund krachend gescheitert. Kurz und jeder andere sollte sich hüten, dies erneut zu probieren.

Kurz zum Ende, doch noch: Wessen Schreibdiener wohl Eric Frey nun ist, der nun gegen eine FPÖ-ÖVP-Regierung schreibt, für den es erst vor kurzem noch keine andere Koalition als eben eine aus ÖVP und FPÖ gab, weil es sein „Wählerwille“ …

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner: Hitler „muß endlich klar gegen Nationalsozialismus und Antisemitismus auftreten und sein Durchgriffsrecht nutzen.“

Das fordert Pamela Rendi-Wagner nicht. Aber weil es in der Daueraffäre Österreich wieder einmal um den Nationalsozialismus geht, ist dieses Gedankenspiel erlaubt, was hätte sie, Rendi-Wagner, beispielsweise in den vierziger Jahren gefordert? Daß Adolf Hitler sein „Durchgriffsrecht“ gegen Himmler, gegen Eichmann, gegen Seyß-Inquart, gegen … „nutzen“ muß?

So kommt es vor, wenn sie, Rendi-Wagner, fordert, wie von der Tageszeitung „Kronen-Zeitung“ am 1. November ’19 zitiert:

„Hofer muss endlich klar gegen Nationalsozialismus und Antisemitismus auftreten und sein Durchgriffsrecht nutzen.“

Von wem fordert sie das? Von einem Rechtsextremen.

Was befördert sie damit? Den Glauben daran, es muß einen sogenannten starken Mann geben, einen, der durchgreift, dann ist alles gut, wenn es einen Führer gibt. Gendergemäß müßte hier auch die sogenannte starke Frau, die Führerin angeführt sein, aber es entspricht so gar nicht der österreichischen Wirklichkeit und vor allem nicht der zurzeitigen hoferischen Partei.

Was sagt sie damit noch aus? Norbert Hofer wäre nicht nur freundlich, sondern auch gut, aber seine Partei, aber seine Kameraden, die sind nicht so.

Was sie dabei vergessen machen will. Norbert Hofer ist die Führerfeder des Parteiprogramms der identitären Parlamentspartei.

Was sie dabei vergessen machen will. Unter Strache-Hofer und zur Zeit unter Hofer mehr als je zuvor Burschenschafter als Abgeordnete im österreichischen Parlament, unter Hofer also, kurz zusammengefaßt, so viele Budenmänner wie nie zuvor im Parlament der österreichischen Republik.

Was ihr Appell an Hofer noch ist. Es ist eine gefährliche Forderung an Hofer, sein „Durchgriffsrecht“ noch mehr zu „nutzen“. Auch sein jahrzehntelanges Mitdurchgreifen und schließlich zurzeitig alleiniges Durchgreifen haben seine Partei noch mehr dazu gemacht, zu dem, was er, Hofer, unter einer „normalen Partei“ verstehen will, er dies sich als Ehre und Stolz wohl recht hoch anrechnen wird.

Kurz ist es her, um genau zu sein, im September ’19 erst war es, daß Hofer mit seinem Stefan im Parlament mit einem Antrag ihren lebenslänglichen Gesinnungsbund erneuerten. Als ihre Treuzeugen kämen viele aus ihrer Kameradschaft in Frage, in diesem besonderen Fall des Wegnehmenwollens von Eherechten aber recht Pfeiffer …

Statt von einem gesinnungsgemäßen Anführer etwas zu verlangen, daß er aufgrund seiner Gesinnung gar nicht leisten kann, auch deshalb, weil das von Rendi-Wagner beschworene „Durchgriffsrecht“ gegen ihn selbst zuerst schlagend werden müßte, hätte sich Rendi-Wagner an jene zu wenden, die von ihrem Durchgriffsrecht endlich deutlich und unmißverständlich Gebrauch zu machen haben, an die Wahlberechtigten mit ihrem Durchgriffsrecht mittels deren Wahlrecht.

Das gesinnungsgemäße Zählen der Anneliese Kitzmüller

„Bei der Abstimmung über ein mögliches Verbot der Identitären Bewegung kam es am 25. September im Nationalrat zu einem folgenschweren Auszählungsfehler. Wie Addendum berichtet, zählte die dritte Nationalratspräsidentin der abgelaufenen Legislaturperiode, Anneliese Kitzmüller (FPÖ), demnach einfach nach der Mandatsstärke der abstimmenden Fraktionen – weil zur Zeit der Abstimmung aber einige Abgeordnete der SPÖ und der FPÖ fehlten, hätte die Zustimmung von ÖVP, Neos und Jetzt ausnahmsweise ausgereicht. Der von der Liste Jetzt eingebrachte Entschließungsantrag war also eigentlich angenommen worden, im Protokoll wurde er von Kitzmüller jedoch als „mehrheitlich abgelehnt“ verzeichnet.“

Das berichtet die Tageszeitung „Kurier“ am 25. Oktober ’19.

Es kann nachvollzogen werden, daß die Präsidentin NR III der identitären Parlamentspartei einen Auszählungsfehler beging. Einen Fehler, den sie gar nicht bewußt begehen mußte, so verinnerlicht muß es auch ihr sein, nichts Nachteiliges gegen eine Gesinnung durchgehen zu lassen, die auch die Gesinnung ihrer gesamten Partei ist.

In Österreich ist, wo die Formulierung „Freudscher Versprecher“ sprichwörtlich geworden ist, kann diese auf den „Fehler“ von Anneliese Kitzmüller angewandt, abgewandelt und gesagt werden, es ist ihr ein gesinnungsgemäßes Zählen passiert.

„Die damalige Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) bemerkte das offensichtlich nicht. ‚Das ist die Minderheit, abgelehnt‘, stellte sie fest. Formal blieb es auch dabei: Das festgestellte Abstimmungsergebnis wurde in der Sitzung nicht in Zweifel gezogen und auch nicht beeinsprucht, als das amtliche Protokoll zur Einsicht auflag. Damit ist es gültig.“

„Das ist die Minderheit, abgelehnt.“ Zitiert am 27. Oktober ’19 die Tageszeitung „Kleine Zeitung“. Wer kann es Anneliese Kitzmüller verübeln, die Wirklichkeit nach ihrer Gesinnung zu vermessen. Kein Mensch erträgt es leicht, abgelehnt zu werden. Und hätte sie sich, auch wenn es in diesem Fall um die außerparlamentarischen Identitärinnen ging, nicht ebenfalls als abgelehnt empfunden haben müssen, als der Mehrheit nicht zugehörig, wenn sie das Abstimmungsergebnis nicht gesinnungsgemäß gezählt hätte.

Wie aber ist es um Wolfgang Sobotka bestellt?

„Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte die fehlerhafte Entscheidung am Freitag im ORF als ‚Tatsachenentscheidung‘ bezeichnet – wie im Fußball eine Entscheidung des Schiedsrichters.“

Es wird ihm, Sobotka, wohl sehr recht sein, das gesinnungsgemäße Zählen der Anneliese Kitzmüller. Erleichtert möglicherweise darüber, auch in Hinkunft identitäre Marschiererinnen in das Parlament als seine Gäste … „Verbotene“ in das Parlament einzuladen, das hätte wohl auch ein Sobotka nicht mehr argumentieren können. Wenngleich. Sobotka kann, kurz gesagt, alles nur argumentieren, weil ihm alles als Argumente durchgelassen …

Das Parlament als „Fußballplatz“, Parlamentspräsidentinnen als „Schiedsrichter“ … kann hierzu überhaupt noch etwas ausgeführt werden? Nein. Darauf kann es nur den Ruf nach dem Sicherheitswachter Holzmann geben, der Sobotka aus dem Parlament begleitet und ihm beim Ausgang eine Jahresfreikarte für den Fußballplatz in Wieselburg

Daueraffäre Österreich

Die Schlagzeile der „Kronen-Zeitung“

„Neue Affäre um NS-Liederbuch“

ist nicht korrekt. Richtig hätte sie zu lauten:

Daueraffäre um Österreich-Liederbuch

Oder so einfach wie kurz:

Daueraffäre Österreich

Zur Daueraffäre Österreich gehört es, sich unmittelbar vor Wahlen daran zu erinnern, daß Nationalsozialismus, Antisemitismus etwas Grausliches ist, das nicht wählbar sein soll und darf.

Wie eben wieder. Vor der steiermärkischen Landtagswahl. Der österreichische Wahlkampfantifaschismus hat nun in Wolfgang Zanger …

Zum österreichischen Wahlkampfantifaschismus gehört es auch, daß das Vorgebrachte dünn ist. Und vor allem, es muß sehr lange zurückliegen, am besten, wie nun wieder einmal, weit über ein Jahrzehnt. Es soll ja auch nicht zu konkret sein, es soll ja auch nur für ein, zwei Wochen halten, dann, nach der Wahl, will doch auch mit einem Wolfgang Zanger, der geschwächt, der mit seiner Partei vielleicht mit etwas weniger Stimmen aus der Wahl hervorgeht, weiter recht lieben Umgang …

Freiheitliche Initiative zur Abschaffung der Fristenlösung, einer „Dekadenzerscheinung“

Mit dabei Wolfgang Zanger, auch Wolfgang Zanger, als Administrator. Und wo wird über die „Dekadenzerscheinung“ geschrieben. Im Magazin des Vaters und des Sohnes … Und wer wird im heutigen Mittagsjournal des österreichischen Rundfunks angerufen, und um seine recht, acht recht, oh, gar so recht profunde und noch mehr recht redliche Expertise zum „Liederbuch“ gefragt? Der Vater.

Zanger wird in dem heutigen Artikel mit der falschen Schlagzeile auch vorgehalten, er

„dürfte auch zur Identitären Bewegung keine allzu großen Berührungsängste haben. 2016 postete er ein Foto seiner Teilnahme bei einer Demonstration der Identitären in Judenburg“.

Zanger also nahm teil, an einer „Demonstration“. Im Jahr ’16 nahm Walter Rosenkranz nicht teil, sondern er, Rosenkranz, sprach zu diesen, die es ihm dankten, mit dem Schwingen ihrer identitären Fahnen.

Und an seiner Seite waren auch …

Dort auch einer mit Liederbuchexpertise. Kurz nur nebenher. Daß die Bundeshymne des Landes Österreich nicht anders lautet, wundert doch immer wieder. Diese könnte auch beginnen mit Land der Liederbücher

Was ist aus Rosenkranz geworden? Er wurde zum Volksanwalt gewählt, nicht allein von der FPÖ … er, Rosenkranz, wurde zum Volksanwalt gewählt, in einer Wahl ohne Wahlkampf, und eine Wahl ohne Wahlkampf ist auch eine Wahl ohne Wahlkampfantifaschismus.

Zanger also nahm teil. Im Jahr ’16. An einer identitären Demonstration. Wolfgang Sobotka nahm nicht teil, sondern er, Sobotka, lud einen identitären Teilnehmer in das Parlament, um für seine, für des identitären Teilnehmers Produkte zu werben, im Parlament, im Jahr ’19.

Was ist aus Sobotka geworden? Er wurde zum ersten Nationalratspräsidenten gewählt, nicht allein von der FPÖ … er wurde zum Nationalratspräsidenten gewählt, in einer Wahl ohne Wahlkampf, und eine Wahl ohne Wahlkampf ist auch eine Wahl ohne Wahlkampfantifaschismus.

Und ein Rechtsextremer wurde zum Präsidenten NR III gewählt, nicht allein von der FPÖ …gewählt in einer Wahl ohne Wahlkampf, und eine Wahl ohne Wahlkampf ist auch eine Wahl ohne Wahlkampfantifaschismus.

Saturday against penalty

Heinz Fischer muß also seinen Auftritt im Personenkultzentrum verteidigen, und wie er das macht, ist aufmerkenswert.

Heinz Fischer sagt, es sollen Brücken, die da sind, genutzt werden, für den Dialog. Gut, Heinz Fischer ist kein Architekt, kein Baumeister. So kann es ihm nachgesehen werden, daß er den Unterschied zwischen einer Brücke und einem Palais nicht kennt.

Heinz Fischer sagt, vor so vielen prominenten und noch dazu internationalen Persönlichkeiten zu sprechen, zu ihnen zu sprechen, über Menschenrechte, gegen Hassreden, gegen die Todesstrafe, auf österreichischem Boden gegen die Todesstrafe sich positionieren zu können, ja, wie wird das die Welt verändern. Alle Welt hat nur darauf gewartet, daß er, Heinz Fischer, zu den alten Männern der Organisierten Glauben spricht, die alten Männer werden ein Einsehen haben, die Welt wird eine gute werden. Die Geschichte lehrt es doch so augenscheinlich, die Männer der Theokratie, die Männer der Autokratie sorgen für das Heil der Welt. Und sehet das Wunder, aus einem Palais ward eine Brücke, eine Brücke in einer Welt, in der es bis dahin keine Brücken gab, für den Dialog. Und es braucht nur einen, der zu ihnen spricht, und gesundet ist die Welt, kein Haß mehr in der Welt, das Internet so lieblich, wie Heinz Fischer.

Heinz Fischer sagt, er sei nicht für das Personenkultzentrum in Österreich gewesen, er ist nicht für die Schließung des Personenkultzentrums. Das Gerücht, Bruno Kreisky soll gesagt haben, wenn eine Entscheidung anstehe, gehe Heinz Fischer auf die Toilette, bleibe solange auf der Toilette, bis eine Entscheidung ohne ihn getroffen wurde, dieses Gerücht wurde nie geglaubt, daß es wahr ist. Heinz Fischer ist nicht auf die Toilette gegangen, Heinz Fischer mußte nie auf der Toilette warten, bis Entscheidungen fielen …

Heinz Fischer fragt in seiner Verteidigung, ob denn etwa ein Kardinal, der aus Rom nach Wien in den Wunderbau reist, als Heuchler gesehen werde? Nun. Das Amt eines Kardinals ist an und für sich ein Amt der Heuchelei.

Es sind bereits zu viele Kapiteln zu diesem Personenkultzentrum geschrieben worden, als es noch einmal notwendig wäre, zu wiederholen, was zu diesem Zentrum zu sagen ist.

Abdullah-Zentrum, Seyyed Mohajerani – Wären die „Satanischen Verse“ nicht geschrieben worden, hätte es auch keinen Mordauftrag gegeben

Wiener Abdullah-Blödheitskarussell – Angetrieben von Bandion-Ortner und Schieder

Isis is vom saudischen Königshaus und das hat ein Abdullah-Zentrum in Wien

Abdullah-Center – The King and Spindelegger

Heaquarters with terror camp of religions at Vienna?

A letter from Saudi Arabia – Where Dialogue Center is simply and democratically called: Secret Police

Diesen Brief aus Saudi-Arabien hat Heinz Fischer auch erhalten. Das ist einige Jahre her. Vielleicht seine Rede im Wunderbau jetzt eine Reaktion darauf?

Schön, daß dieses Zentrum doch einen Nutzen hat, wenn es sonst schon keinen Nutzen hat, etwas tun kann, wenn es sonst schon nichts tun kann, jedenfalls für Heinz Fischer, ihm einen Auftritt vor gar so international gewichtigen alten Männern zu bescheren, sozusagen, ihm einen persönlichen Feiertag, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk …

Ach, und wie schön einfach und kurz Heinz Fischer in diesem Wunderbau der gesamten Menschheit in seiner Rede das Internet erklärte, das war bis dahin alles vollkommen unbekannt, keine Bücher wurden darüber bis dahin geschrieben, keine Tagungen dazu abgehalten, auf der ganzen Welt bis dahin keine einzige Organisation gegründet, bis dahin keine einzige Initiative weder in Österreich noch sonstwo auf der Welt, keine einzige Vereinigung bis dahin auf der gesamten Welt, kein einziger internationaler Zusammenschluß von Menschen, die beispielsweise gegen Haß in den sogenannten sozialen Medien sich engagieren, gegen die Todesstrafe.

Was werden von diesem Wunderbau zu Wien jetzt für Impulse ausgehen, weltweit. Selbst Heinz Fischer, wird erzählt, sei derart ergriffen, auch von seiner eigenen Rede, daß er demnächst schon aufbrechen will, nicht nur nach Saudi-Arabien, um vor jedem theokratischen Palast und autokratischen Palais zu demonstrieren, ganz allein, wie eine Greta Thunberg of the old men after power, gegen die Todesstrafe, für die Menschenrechte – Saturday against penalty

In Saudi-Arabien will Heinz Fischer, wird getuschelt, vor dem theokratischen Palast laut vorlesen, wieder und wieder, fünmal am Tage, gen Mekka in aufrechter Position. Er soll sich bereits erkundigt haben, im Internet, welches Megaphon von der Lautstärke her das beste dafür wäre …

Zum Nationalfeiertage Österreichs

Das wird wieder ein recht feierlicher Samstag gewesen sein, der 26. Oktober 19, in Österreich.

In Wieselburg kameradschaftlich zum Denkmale „Unseren Helden“ gezogen, zur christlichen Kranzniederlegung zum Gedenken in einer gemeinschaftlichen Volkswiederbetätigung …

In den unmittelbaren Tagen davor schon rechte Handlungen, die einen Nationalfeiertag erst so recht zu einem Nationalfeiertag erheben …

Und vom Parlamente gezogen gleich gen Leoben, zu verkünden der Wahrheit Lüge …

Überhaupt Leoben, nicht nur dann für einen Tag ein recht besonderer Ort, wenn einer mit recht freundlichem Gschau auf dem Platze hintritt …

Vor dem Tore der Hofburg wird wieder das Sitzmarschieren der Patriotinnen gewesen sein, mit Hymnen, oh, mit welch hymnischen Hymnen auf …

Österreich, Land der Kommerse … Auch Wieselburg, ein Ort dafür, Wieselburg, gerade Wieselburg der rechte Ort für einen Kommers, Wieselburg, Marktgemeinde der Wiederbetätigung …

Was wohl erst wird berichtet werden, wie in Gröz, Marktgemeinde der Volkserhebung, der Nationalfeiertag begangen ward, an diesem letzten Samstag im Oktober 19 …

Und über allem das Hakenkreuz im kärntnerischen Land, das weithin zu sehen ist, vom Bodensee bis zum Neusiedler See, über allem seit 85 Jahren das Hakenkreuz, daß es wundert, die Bundeshymne des Landes Österreich nicht lautet:

Land der Haken, Land der Äcker,
Land der Kreuze, Kruckenreich!

Die Wahrheit des rechtsextremistischen Präsidenten in Österreich

Am 23. Oktober 19 wurde der Rechtsextreme mit 74,1 Prozent zum Präsidenten NR III gewählt. Und am 24. Oktober 19 war er schon unterwegs, in Österreich, diesmal in der Steiermark, um wieder eine Rede zu halten, in Leoben, die nur so von Wahrheit trieft.

„Wir sind das Land mit der höchsten Ausländerquote in der gesamten Europäischen Union.“

Das sagt der rechtsextremistische Präsident. Und das ist nur ein Beispiel aus seiner gestrigen Rede für die Wahrheit, wie er, der Präsident NR III, sie meint.

Es könnten noch weitere Beispiele aus seiner gestrigen Rede dafür angeführt werden. Es ist auch viel Aufgewärmtes in seiner Rede. Wann immer dieser rechtsextremistische Präsident eine Wahlrede zu halten hat, wird von ihm das Gleiche vorgebracht. Auch diesmal. Bekannt schon aus Wahlauftritten aus der Vergangenheit. Als hätte er ständig einen Gas-Campingkocher mit einer Kochschüssel mit, in der er aufwärmt, was er dann den Menschen serviert. Daß das den Menschen noch schmecken kann, es muß ja schon ganz schal schmecken, das vielfach Aufgewärmte. Ein Film über ihn und seine aufgewärmten Reden würde wohl heißen: „Und täglich hämmert der Holzmann“.

Österreich also habe, so der rechtsextremistische Präsident, die „höchste Ausländerquote in der gesamten Europäischen Union“. Dieses eine exemplarische Beispiel aus seiner gestrigen Rede wird nicht angeführt, um ihm vorzuwerfen, er lügt. Denn. Was so leicht zu überprüfen ist, kann keine Lüge sein. Dieses Beispiel aus seiner gestrigen Rede wird nicht angeführt, weil es ihm gegen „Ausländer“ geht. In seinem Fall ist es viel schlimmer noch.

Ein Mann in seiner Position, ein Mann in einem solch hohen Staatsamt, der, wie in dieser Sache, und das ist nur ein Beispiel, eine Statistik nicht zu lesen vermag, ist gemeingefährlich. Nicht auszudenken, was dieser Mann noch alles nicht geistig zu erfassen vermag, ein Mann der Gesetzgebung in Österreich. Was solch ein Mann vor allem mit seinen Mannen im Parlament für Gesetze gebierte, wenn sie könnten, wie sie wollten. Erst im September 19 lieferte er mit seiner Partei neuerlich ein Beispiel mit einem Antrag im Parlament ab, das wieder aufzeigt, wie er mit seiner Partei kaum bis gar nicht imstande ist, etwas geistig zu erfassen, ein Antrag, bei dem es nicht um „Ausländer“ ging.

„Da hat man uns angelogen. Und ich lasse mich nicht gerne anlügen.“

Das sagt der rechtsextremistische Präsident auch, in seiner gestrigen Rede. Wie schön, daß er sich daran hält, und er nicht lügt. Er versteht halt bloß keinen Sachverhalt. Das wäre nicht weiter schlimm. Wer versteht schon alle Sachverhalte. Aber nicht jeder Mensch ist, so wie er, in so einem hohen Staatsamt und unmittelbar Mitwirkender an der Gesetzgebung in Österreich.

NS Etwas Lustiges gab es in seiner gestrigen Rede doch auch. Wie er versucht, für sich und seine Verwandten eine soldatische Familienbiographie herbeizureden.

NNS Seine Lobpreisung von Viktor Orbán in seiner gestrigen Rede kann nicht unerwähnt bleiben, die Heilssprechung „seines Freundes“, der zur Zeit wie kaum ein Zweiter in Europa für einen hinterfotzigen Antisemitismus steht, weil dazu ein weiterer Präsident in Österreich gleich einfällt, der jetzt mit „Workshops gegen Antisemitismus und Rassismus“

Dieser Präsident wurde ebenfalls am 23. Oktober 19 gewählt, in Österreich, im Parlament. Er erhielt, wird berichtet, „in etwa 88 Prozent“. Was für ein österreichisch parlamentarisches Präsidium. Der Rechtsextreme zum Präsidenten NR III gewählt mit 74,1 Prozent, wahrscheinlich weil er so ein recht freundliches Gschau hat.

Und warum dieser Mann mit etwa 88 Prozent zum ersten Nationalratspräsidenten gewählt wurde? Vielleicht als Anerkennung, weil er es versteht, so recht hohe Gäste in das Parlament zu holen, so recht Identitätsstiftende …

Österreich wählt Rechtsextremen

Ja, nicht Österreich wählt einen Rechtsextremen zum Präsidenten.

Ja, nicht 74,1 % der knapp 6,4 Millionen österreichischen Wahlberechtigten wählen einen Rechtsextremen zum Präsidenten.

Ja, es sind am 23. Oktober ’19 rund vierundsiebzig Prozent der Abgeordneten im österreichischen Parlament, die einen Rechtsextremen zu ihrem Präsidenten NR III, wieder sich derart betätigen, zum dritten Mal einen Rechtsextremen zu ihrem Präsidenten NR III wählen, wenn beispielsweise an seinen Vorgänger nicht erinnert wird.

Im österreichischen Parlament sitzen 183 Männer und Frauen, die, wenn sie wählen dürfen, mehrheitlich einen Rechtsextremen zu wählen haben. 74,1 Prozent, das heißt, mit einer Stimmenmehrheit in der Größenordnung einer Verfassungsänderungsmehrheit.

Es gab auch eine Kandidatin, die gewählt hätte werden können zur dritten Nationalratspräsidentin, aber sie dürfte wohl den Wahlberechtigten ein zu wenig liebfreundliches Gschau haben, wie der Rechtsextreme mit seiner ersteinzigen Qualifikation: seinem recht lieben und recht freundlichen Gschau.

Dieses Wahlergebnis für einen Rechtsextremen bestätigt, was erst vor kurzem Barbara Coudenhove-Kalergi über Wähler geschrieben hat, jedenfalls, was diese 74,1 Prozent der Wählerinnen im österreichischen Parlament anbelangt, darf sie sich …

Aber. Das ist aber nicht weiter schlimm. Der Rechtsextreme hat Manieren, weiß sich zu benehmen, und ist, kurz zusammengefaßt, recht freundlich. Und das ist schließlich doch das Wichtigste, in Österreich, also im Parlament, recht freundlich seine Gesinnung in Anträge gießen …

NS Lesen Sie aber beim Wort Rechtsextremer immer die Anführungszeichen mit. Es ist ein zitiertes Wort. Wegen der besseren Lesbarkeit wurden aber die Anführungszeichen weggelassen, zu oft hätten diese gesetzt werden müssen und dadurch den Lesefluß äußerst unterbrochen. Das werden vor allem die aus der Partei des Rechtsextremen recht verstehen, die aus Sorge um Lesbarkeit und Lesefluß das Gendern so gar nicht befürworten können.

Recht auf Welt!

Wie erhaben Wim Wenders in der Paulskirche seine hohen Worte auf Sebastião Salgado spricht, anprangert, daß etwa „Frieden“ zu einer „Worthülse“ verkommen ist.

Wie gut, einen Menschen zu hören, der ohne Worthülsen auskommt, der seiner Rede eine Tiefe zu vergeben mag, die zu erreichen, etwa einem Papst je nicht gegeben. Einen zu hören, der Worte wählt, die keine Worthülsen sind, etwa „Völkerwanderung“, „Fluchtbewegung“, „Heimat“.

Beim Hören von Wörtern wie „Völkerwanderung, „Fluchtbewegung“, „Heimat“ muß immer daran gedacht werden, es ist hoch an der Zeit, mehr als hoch an der Zeit, damit aufzuhören, die Wörter von jenen so leichtlippig nachzureden, deren Sicht auf die Welt eine durch beschlagene und verschmutzte Gesinnungsaugengläser ist.

Zuerst einmal ist alles auf der Tafel auszulöschen, auszuradieren, Platz zu schaffen, zuerst vor allem ist „Recht auf Heimat“ zu löschen. Die Tafel ist neu zu beschreiben, auf eine Weise, die den Menschen und ihren Welten gerecht wird.

Zuerst vor allem ist auf die Tafel zu schreiben:

Recht auf Welt!

Ach, wie wird, gerade in der sogenannten westlichen Welt, mit den Menschen mitgefühlt, die sich in andere Gegenden der Welt aufmachen, wie mitfühlend wird versucht zu argumentieren, die Menschen verlassen nicht freiwillig und nicht gern ihre „Heimat“, sondern sie sind gezwungen durch … Und wenn es diese zwingenden Gründe nicht geben würde, würden sie ihre „Heimat“ nicht verlassen. Sie blieben, wo sie sind. Und sie kehrten ja, wenn sie schon ihre Heimat verlassen mußten, augenblicklich in ihre Heimat zurück, wenn die zwingenden Gründe für den Fortgang nicht mehr … Sie sprechen, als sprächen sie für die Menschen. Das „Recht auf Heimat“, auf das gerade in der sogenannten westlichen Welt gepocht wird, ist in Wahrheit, in Wirklichkeit: Kein Recht auf Welt!

Gerade die Menschen, die die sogenannte Globalisierung am meisten befürworten, am meisten in Anspruch nehmen, als ihr alleiniges Recht ansehen, für sich und ihresgleichen, sind, wenn es um Menschen geht, die nicht ihresgleichen sind, für die unbedingte Deglobalisierung, für eine total entglobalisierte Welt als dienende ihres absolutes Globalisierungsregimes.

Die Menschen sollen bleiben, wo sie sind, dafür wird ihnen sogar ein Recht gewährt, barmherzig eingeräumt, das „Recht auf Heimat“, dieses Recht also wird der in die vierte Klasse gestellten Weltbevölkerung überlassen, während die in die erste Klasse gesetzte Weltbevölkerung für sich einzig das Recht auf Welt ausgerufen hat, für ihre Reisen mit Komfort immer und überallhin auf der Welt, für ihr Niederlassen auf der Welt, wo immer sie will, ohne Gründe und vor allem ohne zwingende Gründe.

Als ein konkretes Beispiel muß hierfür nicht etwa nach Afrika gesehen werden, es kann in Europa geblieben werden, auch in den Ländern der Europäischen Union. In diesen gibt es das Recht des sogenannten freien Personenverkehrs, aber nicht für alle Menschen, für gewisse Menschen gibt es nur das sogenannte Recht auf Heimat, nicht aber das Recht, sich in den Staaten der Europäischen Union frei zu bewegen, diese Menschen sollen in ihren sogenannten Heimaten bleiben, und wenn sie nicht dort bleiben, sind sie dorthin zurückzubringen. Es wird nicht mehr gesagt: Deportation. Es wird für sie gefordert: Recht auf Heimat.

In einer tatsächlich globalisierten Welt gibt es keine „Fluchtbewegung“, gibt es keine Menschen, die flüchten, gibt es keine „Völkerwanderung“, sondern nur Menschen, die sich frei in der Welt bewegen, mit oder ohne Gründe, weil eben alle Menschen ein Recht auf Welt zu haben haben. Und wer das Recht auf Welt hat, wird, sollte es danach je ein Bedürfnis noch geben, eine Gegend, irgendeine Gegend, in die ein Mensch nicht hineingeboren wurde, sondern diese irgendwann in seinem Leben als Lebensgegend gewählt und in diese gezogen ist, als Heimat empfinden, dann soll er, warum nicht, es als seine Heimat bezeichnen.

Das Recht auf Welt! Ein Recht, das nicht mit Kreide auf eine Tafel zu schreiben ist, sondern zum ersten Paragraphen

Artikel 1

Das Recht auf Welt ist das unveräußerliche und uneingeschränkte Recht von allen Menschen.

Die Pflicht jedes einzelnen Menschen ist es, zu garantieren, daß kein Mensch an seiner freien Wahl seines Lebensortes, wo immer auf dieser Welt, gehindert wird, daß kein Mensch dazu gezwungen wird, seinen Geburtsort, wo immer auf dieser Welt, nicht zu verlassen, wenn es nicht sein freier Wille ist.

der Menschenrechte zu werden hat.

PS „Völkerwanderung“, „Fluchtbewegung“. Was für ein Aufbauschen. Bei einer Weltbevölkerung von an die acht Milliarden Menschen sind es – je nach Zählweise – gerade einmal, aber nur wenn aufgerundet wird, 1 Prozent oder gerade einmal um die 2,5 Prozent höchstens, die sich von ihrer sogenannten Heimat aufmachen, ihre sogenannte Heimat verlassen, um sich woanders auf der Erde niederzulassen, aus welchen Gründen auch immer, ob aus oder nicht zwingenden Gründen, ob aus oder nicht aufgezwungenen Gründen …

Wenn dies schon ein Problem ist, ist den Menschen zu wünschen, daß sie niemals ein Problem bekommen, oder, wenn dies schon ein Problem ist, wird verstanden, warum Menschen keines ihrer Probleme, die tatsächlichen und wirklich zwingenden, die sich selbst aufgezwungenen je …

PPS Das Recht auf Welt ist ein Recht, das, gemessen an der Weltbevölkerung, absolut wenige erst für sich in Anspruch nehmen. Nach den Prozentsätzen kann gesagt werden, beinahe einhundert Prozent unterwerfen sich dem Befehl, auch dem sich selbst gegebenen Befehl, ihr gesamtes Leben in ihren sogenannten Heimaten abzudienen.

Ma Jian and Ma Jian

馬健 – 中國夢辦公室 華為

„Das Kunstwerk, das er dann schuf, übertrifft meine kühnsten Erwartungen. In den gebrochenen Ästen sehe ich die Brutalität der Autokratie, das zerbrechende Individuum und die Sehnsucht der menschlichen Seele nach Freiheit. In diesem Kunstwerk steckt alles, was ich mit Traum von China ausdrücken wollte. Ich fühle mich außerordentlich geehrt und bin Ai Weiwei zutiefst dankbar dafür, dass er dem Buch ein so schönes, machtvolles Bild geschenkt hat.“

Mehr ist zu diesem Roman nicht zu schreiben, als das Zitierte aus der „Bemerkung zum Cover“, und dann bleibt allen nur eines, und hernach, wenn wieder Zeit ist, auch das Buch zu lesen, dem Ma Jian die Widmung voranstellt: „Für George Orwell, der alles vorausgesagt hat.“

Drei Sätze aus dem Vorwort von Ma Jian sind doch zu zitieren, nicht aber, um das Buch anzupreisen, das braucht der Roman nicht, jedoch, um einen Gedanken zum „Implantat“ zu formulieren, der nur indirekt mit China zu tun hat.

„Die Traum-von-China-Ämter, die Nachtclubs der Roten Garden und die kollektiven Feiern des Goldenen Hochzeitstages alter Ehepaare, um nur einige Beispiele zu nennen, gibt es im heutigen China wirklich. Der Traum-von-China-Trunk und das neurologische Implantat hingegen sind meiner Phantasie entsprungen.“

Das „neurologische Implantat“ soll das Gedächtnis der Menschen löschen, die Erinnerungen an die Vergangenheit, es soll die indidivuellen Träume löschen, und diese durch einen einzigen kollektiven Traum ersetzen, nämlich durch den „Traum von China“, alle Menschen sollen nur noch einen Traum haben, nur eines noch träumen, den „Traum von China“.

Wenn daran gedacht wird, wie unbedarft, wie leichtfertig Menschen außerhalb von China sich ein Smartphone der chinesischen Marke „Huawei“ anschaffen, es verwenden, wenn überhaupt daran gedacht wird, wie unbedarft, wie leichtfertig Menschen weltweit Smartphones gleich welcher Marke verwenden, mehr als verwenden, als wäre das Smartphone ein Teil ihres Körpers, als wären sie mit dem Smartphone geboren worden, ihnen kein „neurologisches Implantat“ mehr eingepflanzt werden muß, weil sie sich dieses Implantat, also das Smartphone, selbst einpflanzen, um Weltvergangenheit, Weltgegenwart aus dem Gedächtnis zu löschen, kollektiv nur einen Traum noch zu träumen, den sie vor sich selbst als einen individuellen Traum ausgeben, muß gesagt werden, George Orwell hat nicht alles vorausgesehen, er hat nicht vorausgesehen, daß es keine „Oligarchie“ mehr braucht, jedenfalls außerhalb von China, daß es kein „Ministerium der Wahrheit“ mehr braucht, es die Menschen selbst sind, die das alles übernehmen, durchführen, ausführen, besonders in der sogenannten westlichen Welt, zu der auch Europa gehört.

Es gibt Ma Jian, den Schriftsteller, und dann gibt es noch diesen …

„Ma Jian was vice-minister in the powerful ministry of state security, which oversees foreign and counterintelligence operations. His case is linked to that of one of China’s most-wanted fugitives, exiled property tycoon Guo Wengui, who has published a series of allegations of corruption among top members of the Communist Party. Ma used his position to help Guo Wengui, who now lives in New York, further his business interests, the Dalian Intermediate People’s Court said in a statement. He took more than 100m yuan (£11.4m; $14.5m) in bribes and profited by trading stocks based on insider information, it added.“

Das erinnert ein weiteres Mal daran, wie verschieden doch die Lebensläufe von Menschen sein können, die denselben Namen haben, wie bereits erzählt wurde – von Jacob, von Mannheimer

Und wie unterschiedlich gar sind die Lebensläufe von Menschen, die nicht denselben Namen haben, aber den gleichen Beruf ausüben, etwa den der Schriftstellerei, die einen müssen fort, ins Exil, die anderen suchen die Nähe der Autokratinnen, realistischer gesagt, sie suchen die Nähe der Autokraten, wie jener aus dem Poesieheim Serbien …