12. März ’18: Die dunkelste Stunde in Österreich

Wie wäre 1945 der Ausgang gewesen - mit einem Van der Bellen in der Downing Street 10

Ganz der Vergangenheit erlegen fragt Eric Frey am 12. März ’18 in der Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnittes:

„Hätte ein anderer Bundeskanzler als Kurt Schuschnigg die Auslöschung Österreichs im März 1938 verhindern können?“ „Ein Churchill am Ballhausplatz.“

Ein Film über Churchill inspiriert Eric Frey zu einer „kontrafaktischen Geschichtsschreibung“sspekulation. Dabei hätte er, gerade am 12. März ’18, eine faktische Gegenwartsschreibung unternehmen können, Um beispielsweise nach einem fehlenden Churchill in der Hofburg der Gegenwart zu fragen. Freilich hätte er dann auch nach sich selbst fragen müssen. Weshalb er den Nicht-Churchill in der Hofburg alleinläßt, und für die „Schuschniggs“ der Gegenwart schreibt, am 20. Oktober ’17:

„ÖVP und FPÖ. Eine andere Regierung darf es nicht geben, denn nur diese entspricht dem Wählerwillen. Selten zuvor war eine Koalition demokratisch so stark legitimiert.“

und das hat die Qualität der seinerzeitigen Propaganda, als es hieß, es könne nur ein Ja zum Anschluß geben.

Und gerade am 12. März ’18 schreibt Eric Frey weiter:

„Die Schwäche des Kanzlers wird besonders deutlich sichtbar, wenn man ihn mit Winston Churchill vergleicht, dessen Verhalten im Oscar-prämierten Film „Die dunkelste Stunde“ dargestellt wird. Basierend auf den Thesen des Historikers John Lukacs schildert der Film, wie Churchill im Mai/Juni 1940 trotz Frankreichs Kapitulation und gegen den Widerstand der meisten Parteifreunde den Kampf gegen Hitler aufrechterhält und so den späteren Sieg über das NS-Regime erst ermöglicht. Wäre es vielleicht nie so weit gekommen, wenn vor 1938 ein österreichischer Churchill am Ballhausplatz regiert hätte?“ 

Was ersparten sich die Menschen in Österreich, wenn ab 2017 ein „österreichischer Churchill“ in der Hofburg … Das ist die Frage der Gegenwart, und damit zugleich auch das würdigste und ernsthafteste

Erinnern ohne das entsprechende Handeln ist Null-Erinnern

Gedenken der Vergangenheit.

Passend zum 12. März ’18 wird von einer Umfrage in Österreich berichtet: „Jeder Vierte will einen ’starken Führer'“ … Wie macht diese Umfrage die Spekulation von Eric Frey kenntlich, ein starker Mann hätte verhindern können … Wie wird nun wieder über dieses Umfrageergebnis Erschütterung gezeigt werden. Aber kann es denn tatsächlich verwundern, je noch erschüttern? Bei dieser fortwährenden Propaganda für starke Männer. Wofür, gerade am 12. März ’18, Eric Frey brav und gehorsam ein Lehrbeispiel schreibt: nur ein starker österreichischer Churchill-Mann hätte den starken österreichischen Hitler-Mann …

Es ist also keine Frage, ob am Ballhausplatz oder in der Hofburg ein starker Mann „regiert“, sondern ob er oder sie alleingelassen wird, wenn sie oder er gewillt ist, sich für, kurz gesagt, Demokratie einzusetzen, ob er oder sie fortwährend einer breiten Propaganda ausgesetzt wird, daß es nur einen Anschluss oder nur eine Koalition geben kann.

Eine Spekulation erlaubt sich freilich Eric Frey nicht. Dabei. Wie verlockend wäre so eine Spekulation, die die Zeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufhebt. Wie wäre alles nach 1938 ausgegangen, wenn nicht Winston Churchill, sondern Alexander Van der Bellen in der Downing Street … Diesen Ausgang mit einem Van der Bellen in der Downing Street … es kann verstanden werden, daß kein Mensch sich das vorzustellen …

Die Propaganda für den starken Mann hat in Österreich Tradition. Und noch etwas hat in Österreich Tradition: Geschichte durch die Hollywood-Kamera zu sehen. Und die zeigt, als wäre sie eigens für Österreich eingeschaltet, starke Männer … Eric Frey wird beim Ansehen des Films über den starken Mann Churchill wohl das Höschen feucht geworden sein. Es fällt zu dieser österreichischen Tradition der Hollywoodgeschichtsbetrachtung noch ein Film über einen starken Mann ein: „Schindlers Liste“. Ein Film, den seinerzeit Helmut Zilk, selbst ein starker Mann, sofort allen Schülerinnen und Schülern in Österreich zum Ansehen verordnen wollte. Nicht aber beispielsweise den Film „Hasenjagd“. Freilich, „Hasenjagd“ ist kein Film über einen starken Mann, sondern über Menschen ohne zweifelhaften Charakter und für die es selbstverständlich ist, Menschen in Not und mörderischer Verfolgung beizustehen, auch dann, wenn ihnen dafür nicht ausreichend materielle Mittel zur Verfügung stehen, weil sie keine erworben haben, etwa durch Geschäfte mit Mörderinnen und Mördern.

Und als ob es nicht schon genug wäre, ausgerechnet am 12. März ’18, über einen starken Mann am Ballhausplatz zu spekulieren, werden in der Hofburg Reden gehalten, eine hält der Nicht-Churchill, von dem nicht verlangt wird, ein starker Mann zu sein, bloß die Aufgabe des verführten Verführers,

den Witz des Jahres ’18 aber stiftet der Bundespräsident.

Eine weitere hält einer, kurz zusammengefaßt, der weder Verantwortung über sein Tun noch über das, was er nicht tut, übernimmt, obgleich er das in seiner Rede so eindringlich beschwört. Und er tut dabei gleich etwas, nämlich von dem „frisch importierten Antisemitismus“ … Selbstverständlich zuckt er dazu, kurz zusammengefaßt, mit dem Gedenkveranstaltungsreflexmuskel, dafür dürfe es in Österreich keinen Platz geben. Es könnte mehr dazu geschrieben werden, vielleicht irgendwann, für diesmal nur: Es wird kein Antisemitismus importiert. Es kommen Menschen nach Österreich. Menschen werden nicht importiert. Es sind selbstverständlich auch Menschen darunter, die antisemitisch eingestellt sind. Weshalb aber diese antisemitischen Menschen von diesem Redner nicht ebenso begrüßt und gelobt werden, wie beispielsweise Viktor Orbán …

Antisemitismus-Befragung in Ungarn in Österreich von FPÖ unzensuriert gesinnungsgemäß kommentiert der Beschluß von Fidesz und Jobbik

Wer dafür ist, wem in Österreich kein Platz zugestanden werden soll, wird die Botschaft des Nichttuers verstanden haben. Solche Gedenkreden können unter dem Begriff Sprachposen der Anständigkeit kurz zusammengefaßt werden. Es ist doch zu hochgegriffen, solche Gedenkreden mit Sprache in Verbindung zu bringen. Es sind Muskelreflexe der Anständigkeit, kurz zucken die Muskel, und dann – nichts mehr.

Eine weitere Rede hielt der Schokoladenpoet. Es kann ihm nachgesehen werden, daß er seine Eitelkeit bedient, wofür diesmal seine Großmutter herhalten muß, diese angebetete, schöne, weltoffene … Am 12. März ’18 jedoch noch von „vertierte[n] Kommandanten von Konzentrations- und Vernichtungslagern“ zu sprechen, ist falsch und geht völlig fehl. Zum einen, weil gerade Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten Menschen zu Tieren erklärten, um für breiteste Vernichtungszustimmung zu propagandieren. Zum anderen. Das Lebewesen Mensch ist zwar auch nur ein Tier, aber das Lebewesen Tier errichtet keine Konzentrationslager und keine Vernichtungslager. Soher kann es in diesem fürchterlichen Zusammenhang nur eine Formulierung geben, wenn vom Lebewesen Mensch als Tier ausgegangen werden will: das entmenschte Tier als Befehlshaberinnen und Befehlshaber der Konzentrations- und Vernichtungslager …

Und dann der seltsame Stolz, der in seiner Rede zum Ausdruck kommt, so viele „Österreicher“ ragten aus der „Staatsverbecherbande der Nazis“ … gennant wird von ihm stellvertretend u.a.m. Eichmann. Nicht nur deshalb, weil die sogenannte nationale Zugehörigkeit von Adolf Eichmann nicht so eindeutig ist, wie es dem Zuckergußlyriker darzustellen gefällt, sondern auch, weil es nicht auf die zwei Nationalitäten (auf die deutsche und die österreichische) reduziert werden kann.

Wesentlicher als die sogenannte nationale Zugehörigkeit ist der Ort, an dem ein Mensch aufwächst. Eichmann wurde in Oberösterreich zum Erwachsenen. Und im Oberösterreichischen dieser Tage – und das ist die Gnade der Vergangenheitsbeschwörung, vielleicht sind es auch nur die dicken Mauern der Hofburg, die gnädig nichts durchlassen, etwa das, was in diesen Tagen im Oberösterreichischen …

Und wenn berücksichtigt wird, wer für die „Staatsverbrecherbande der Nazis“ verbrecherisch und mörderisch tätig war, muß gesagt werden, es war ein multinationales Massenverbrechen und ein multinationales Versagen:

„mit generalstabsmäßig geplanter Auslöschung der Juden, aber auch der Roma und Sinti.“ 

Er, der Glasurreimer, wird es sich wohl hoch anrechnen, „Roma und Sinti“ erwähnt zu haben. Jedoch wie werden diese Menschen von ihm erwähnt? In einem mit „aber auch“ eingeleiteten Nebensatz. Die Randordnung der Opfer ist einzuhalten, auch noch achtzig Jahre später. Dabei kann es, wenigstens achtzig Jahre später, nur heißen:

„Auslöschung der Juden“ und „Roma, Sinti.“

Denn.

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Wenn sogar diese blauschwarze Regierung an einem zentralen Ort in Wien ein Denkmal für die ermordeten Juden und Jüdinnen errichten will, wäre es dann nicht die erste Verpflichtung eines Gedenkredners, an die zu erinnern, für die zu sprechen, die in der Gegenwart die Ganzvergessenen, die in ganz Europa die Verfolgten sind?

Das Geringste, wenn auch das Nutzloseste, wäre gewesen, am 12. März ’18, ein Denkmal am prominentesten Ort in Wien für sie zu fordern.

Es gibt zu viele Kapitel, in denen berichtet wird, wie es diesen Menschen in der Gegenwart in Europa geht, diesen Menschen wird ein Ankommen in der Gegenwart verwehrt, und es überrascht nicht, daß es in Österreich jene Partei ist, deren höchste Führerinnen und Führer wohl andächtig und mit ausgestellter betroffener Miene den Reden an diesem 12. März ’18 zuhörten …

gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

Matratze Österreich ’18

In der Ausstellung die Matratzen von Rachel Whiteread, von ihr geschaffen zur Beschreibung des Lebens von Menschen ohne Eigenheim, ohne Wohnung, ohne jedwede Unterkunft, nur mit einer Matratze auf dem Rücken auf die Straße geworfen, muß sofort an Österreich gedacht werden …

… an die zurzeitige Regierung in Österreich, an diese Matratzenherstellerin – mit falscher Reklame. Wirbt sie doch, die Regierung, damit, den Menschen Eigenheime zu bringen, obgleich das Produkt, das sie für die Menschen herstellt, die Matratze Österreich ’18 ist: straßentauglich aus Beton.

Matratze Österreich - Manufaktur Ballhausplatz

 

 

„Direkte (demokratische) Kunst“

In der Ausstellung muß plötzlich beim Lesen von „Direkte (demokratische) Kunst“ innegehalten werden, es drängt sich die Frage auf, die zum Stehenbleiben zwingt, was ist aus all dem geworden, dem „direkt“ schon vor über vierzig Jahren vorangestellt war.

Damals, in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, in Wien, mit dem 1968 gehabten Höhepunkt im Hörsaal, von dem heute, vierzig Jahre später, in Österreich immer noch gezehrt wird, von einem einzigen je gehabten Höhepunkt.

Und dann fällt die Zeile auf: „direct art happing – Die happening-Päpste von Wien BRUS & MUEHL …“ — „Päpste“ … Hätte Otto Mühl zu dieser Zeit in sich hineingehört, hätte er bereits wissen können, was aus ihm werden wird, und was er war, ist er dann geworden, alles, nur eines nicht, ein herzeigbarer Repräsentant für „direkte (demokratische) Kunst“. Es hat schon die Richtigkeit gehabt, unfreiwillig oder, wie es auch gesagt werden kann, unbewußt formuliert, das demokratische von Klammern eingesperrt …

So lange also geht es schon um mit „direkte …“ — Und was ist daraus geworden? Wer trat die Nachfolge an? Wer lutscht immer noch an der „direkten“ Möhre, hält sie zwischen den wölfischen Zähnen dem sogenannten Volke vor die lange, lange Nase?

In Österreich ist es – wozu noch nennen, das jedem Menschen ohnehin bekannt …

Und es fällt noch ein „Aufruf“ auf, von damals, von 1969.

Wenn an die ganzen Ferkeleien mit den völlig wirren Kommentaren gedacht wird, die heutzutage, Jahrzehnte später, in den Dunkelkammern von SM gelesen werden können, gedacht wird, gerade und vor allem auf der Website …, erscheinen plötzlich die Männer von damals, und es waren auch nur Männer, als Vorläufer, als Zeitgenossen von den heutigen Männern, und es sind wieder vor allem Männer, vielleicht mit dem Unterschied, daß heute ein paar Frauen mehr dabei sind, als damals … nein, die heutigen SM-Männer sind die Zeitgenossen von damals, sind in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, in denen Männer wie Wiener, Brus, Nitsch, Bauer …

„Aufruf

klaus und kreisky haben mit ihren organisierten schlägerbanden die macht in österreich an sich gerissen. ihre feile gerichtsbarkeit, diese feme des österreichischen frührentners, hat es zuwege gebracht, alle aufrechten österreicher über die grenzen ihrer heimat zu jagen. in bolzano fand sich ein häuflein der versprengten und beschloß, unter hintansetzung persönlicher interessen, gut und leben für die befreiung der gesamten österreichischen bevölkerung vom terror der austro-terroristen zu befreien. diese männer beschlossen, die österreichische exilregierung zu errichten.“

Von gestern zu gestern … es haben sich seither nur die Namen geändert. Josef Klaus und Bruno Kreisky sind schon lange nicht mehr im Amt. Aber sonst? Ein Inhalt wie 2018, und ist doch schon aus 1969.

Wie rührend sich 1969 die Herren „unter hintansetzung persönlicher interessen“ Ministerstühle zugeschoben haben. Nein, nicht Ministerstühle, sie alle wollten „Kaiser“ sein, „Kaiser für Volksgesundheit“, Militärkaiser“ und so weiter.

Freilich die Vorstellung, bereits im Weitergehen erstmals der perverse Gedanke, sich in eine Zeit der Vergangenheit, in die Zeit vor vierzig Jahren zurückzuwünschen, als es die Ferkeleien nur von einer Handvoll Männer gab, als solche „Aufrufe“ so selten waren, wie die Höhepunkte in den österreichischen Schlafzimmern es heute noch sind. Solche Ferkeleien es nicht in dem Ausmaß einer Sintflut, oder zeitgemäßer, wenn es denn zeitgemäßer ist, solche Ferkeleien es nicht in dem Ausmaß von Postinggushes gab wie heute, in den SM-Kammern.

Und noch etwas verleiht dem perversen Gedanken, in einer, in dieser Vergangenheit der 60er Jahre  des letzten Jahrhunderts zu sein sich zu wünschen, Charme. Diese Männer, nicht alle, sind etwas geworden, haben Karrieren gemacht, im künstlerischen Bereich. Eines jedoch sind sie nicht geworden: Minister, Kaiser, nie sind sie als Regierung angelobt worden – mit ihren Ferkeleien, was für ein bewundernswerter Gegensatz zu den 10er Jahren dieses Jahrhunderts, in denen Menschen mit ihren Ferkeleien jedweder und vor allem moralischer und ethischer Art auf Regierungsstühle gehievt …

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Den Witz des Jahres ’18 aber stiftet der Bundespräsident.

Alexander Van der Bellen - Witz des Jahres.png

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Das ist schon der ganze Witz.

Zum Weinen ist dieser dennoch nicht.

Einer, der sich selbst eben erst verführen ließ, appelliert, sich nicht verführen zu lassen.

Einer, der nicht, wie es heutzutage grauslich heißt, bildungsfern ist, einer, der Jahre und Jahre sogar im politischen Geschäft aktiv und in wichtigen Positionen war, richtet an die Jugend den Sonntagsappell, sie soll sich nicht verführen lassen. Und hat sie selbst erst verführt, ihn zu wählen, weil sie sich gern verführen läßt, zum Positiven.

Und der Verführer hat sich eben erst selbst verführen lassen von der (um nicht zu sagen: totalen) massiv breiten parteipolitisch blauschwarz dominierten und parteipolitisch geführten medialen Reklame, es wären FPÖ und ÖVP von Wählerinnen und Wählern mit der größten Mehrheit ausgestattet worden, die je zwei Parteien in Österreich … es gäbe gar keine anderen Koalitionsvarianten aufgrund des Ergebnisses der Nationalratswahl ’17 als …

Der vom Vizekanzler „Hütchenspieler“ genannte Sebastian Kurz: „Der Wählerwille müsse akzeptiert werden.“ Welcher? „Der Wählerwille“ für die Koalition auf dem fünften Platz.

Viktor Orbán weiß für FPÖ-ÖVP-Regierung die Wahrheit

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Vorbild für Matteo Salvini von der Lega, deren Kandidatinnen auf Menschen schießen: FPÖ

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Der Verführer hat sich verführen lassen, und appelliert am Vorabend von einem Montag, an dem an Welcome-Takeover … der 12. März 1938 war kein Montag, wie der 18. Dezember ’17. Dennoch. Verlockend zu sagen: Österreich: Von Montag zu Montag.

Verführen heißt auch, sich selbst zu verführen, und sich selbst zu verführen, heißt, sich für den bequemsten Weg herzurichten und zurichten zu lassen.

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Das ist der Witz des Jahres ’18. Keiner zum Weinen. Aber einer, der von diesem Jahr bleiben wird. Und dieser wird vielleicht einst genannt werden: Der Bellen-Witz …

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Menschgemäß ist ohne Verführung nichts zu bekommen: weder das Positive noch das Negative. Auch zum sogenannten Guten muß verführt werden, auch zum Guten muß der Mensch, ob alt oder jung, sich verführen lassen. Was will also Alexander Van der Bellen? Es scheint: nichts mehr. Die Jahre abdienen, um einst liebliche Erinnerungen zu haben an die Zeit, in der er nicht mehr in der Hofburg sein wird.

Der Bundespräsident appelliert an die Jugend, sie solle sich nicht verführen lassen …

Ein Witz ist ohne Konsequenzen, aber, und das wäre dem Bundespräsidenten hoch anzurechnen, zöge er aus seinem Witz eine Konsequenz und bliebe gerade in diesem Jahr allen Gedenkveranstaltungen fern, als verführender Verführter können seine auf Gedenkveranstaltungen je gesprochenen Worte nicht einmal mehr Pathos …

Er wird keine Konsequenzen ziehen, das hat auch etwas mit dem zu tun, was Ämter bewirken, was Ämter aus einem Menschen machen, was Menschen aus sich machen lassen durch Ämter …

Wer Werte korrumpiert, ist in Österreich für jedes Amt recht, und wer Werte absolut korrumpiert, ist in Österreich für höchste Ämter absolut recht.

PS Wie gut, daß die Jugend sich verführen läßt, sich selbst verführt, zum Positiven, zum Guten. Dafür brauchen beispielsweise nur die Demonstrationen in Österreich ins Gedächtnis gerufen zu werden. Ohne die Jugend gäbe es keine Demonstrationen. Sie geht auf die Straße, für das, wofür ihr auch ein Alexander Van der Bellen einst ein Versprechen war …

Die Straßen wären leer. Das Wort für das Positive, für das Gute auf den Straßen nicht mehr gehört. Denn. Die alten Männer vor allem sitzen in ihren Buden an der Macht und wissen, wie sie ihre Hypothesen der Realität zur Wirklichkeit machen können, und andere alte Männer sitzen unter dem Bildnis der Ahnherrin der Integration, selig schon in Erinnerungen, immer gut mit den Schaftsmannen …

Den Witz des Jahres aber stiftet der Bundespräsident - Appell an die Jugend - Lasst euch nicht verführen

Christian Ortner entleert seine Sprechblasen in die zu einer Website verkommenen Tageszeitung der Republik Österreich

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Es ist keine Übertreibung, mit Männern wie Christian Ortner ist die Zeitung der Republik Österreich nicht mehr als eine Website, die es – einziger Unterschied – halt auch ausgedruckt gibt, vergleichbar etwa mit der Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei. Oder mit der Website des im Februar 2018 verstorbenen Ernst Köwing,

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

dessen Sprechblasen ebenso unerheblich, aber tauglich zum Zeichnen des Österreichbildes, auf das nur Menschen mit Stolz blicken können, denen Ehre ihre Gehirne bis auf einen verbleibenden Rest zum vegetativen Funktionieren ihrer Körper bereits aufgefressen haben.

Blasenentleerung - Österreich

Am 8. März 2018 hat Christian Ortner in die Wiener Zeitung seine Blasen entleert: „Mit Sprechblasen gegen Vergewaltiger“. Mit einem Nichtinhalt kann es keine Beschäftigung geben. Kein Mensch, außer er hat gewisse Vorlieben, beschäftigt sich mit Blasenentleerungen, außer er ist von seinem Beruf her dazu angehalten, aber es ist durchaus vorstellbar, daß eine Ärztin alles versucht, sich nicht mit den ortnerischen Blasenentleerung beschäftigen zu müssen, und ein armer Praktikant zum Handkuß kommt, die ortnerische Blasenentleerung zu untersuchen …

Eine Praktikantin würde wohl die Diagnose stellen: Der Inhalt der ortnerischen Blasenentleerung zeigt deutlich auf, daß nichts bis zum Ende durchdacht ist, und das ist für Christian Ortner selbst kein bedenkliches Symptom, weil seine Blasenentleerung auch keinen einzigen Hinweis liefert, es würde einen Beginn des Denkens geben. So kann er mit diesem Befund beruhigt weiterleben, es verursacht ihm keine Schmerzen, seine Lebensqualität leidet darunter in keiner Weise.

Für die Zeitung der Republik Österreich allerdings ist es, sofern sie mehr sein will als eine ausgedruckte Website, existenzbedrohlich, Menschen mit dem Ortnerischen Syndrom weiter zu beschäftigen. Es kann über das Thema, das am 8. März 2018 wieder einmal exemplarisch aus den ortnerischen Blasen tröpfelte, mit einem anderen Niveau – nein, das ist gänzlich falsch: mit einem anderen Niveau –, es kann tatsächlich mit Niveau und also mit Gedanken auf der Höhe der Zeit darüber gesprochen und geschrieben werden. Das muß das erste und höchste Bestreben einer Zeitung sein, vor allem einer Zeitung der Republik Österreich. Ein Einwand kann schon gehört werden. Wie kann die Zeitung der Republik mehr als eine Website sein mit einer zurzeitigen Regierung, die selbst nicht mehr als eine Website …

Um Christian Ortner sich zu sorgen, dürfte er nicht mehr für die Wiener Zeitung schreiben, gibt es aber keinen Grund. Für seine Blasenentleerungen gibt es heutzutage genügend Plattformen, die er ohnehin recht ausgiebig nutzt. Und es ist nicht nur er allein, dem in diesem Österreich mehr und mehr großzügig gewährt wird, ihre mobilen Plattformen zur Blasenentleerung aufzustellen, wo immer er und sie – beispielsweise seine Blasenentleerungskolleginnen von Journalistenwatch – notdurftig …

PS Der Einwand, es werde hier zu streng gewertet, nur weil einmal, also am 8. März 2018, Christian Ortner etwas, also alles danebenging, hat keine Berechtigung. Denn. Es geht Christian Ortner und nicht nur ihm stets alles daneben, daneben von Niveau und Denken … und wie das aussieht, wenn alles daneben entleert wird, weiß ein jeder Mensch, der schon einmal und gerade in letzter Zeit auf dem Ballhausplatz am …

Und wenn Sie gewisse Vorlieben für Blasenentleerungen haben, dann darf Ihnen viel Vergnügen mit den Blasenentleerungskapiteln …

Das ultimative Argument gegen Rundfunkgebühren von Michael Fleischhacker, dem Kopf der Abschaffungsgilde: „Grüne Socken“.

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

„Wehret den Anfängen“ – Ganz und gar erfüllt von der Wiener Zeitung

In der Wiener Zeitung Harald W. Kotschy und wie die Republik Österreich den Ehrenreichen zu Ansehen verhilft

Wiener Zeitung wird gebeten, Christian Ortner nicht mehr zu beschäftigen

Christian Ortner – Banner vor’m Kopf: „Euer Kinder werden Allah beten oder sterben“

„Jessica und Kevin“ – Eine Autobiographie von Christian Ortner

„Lies Ortner“ – Anleitung zu Haß und Hetze

Die Qualität von Ortner-Online lukriert mit Recht Qualitäts-Kommentare: „Hooton-Plan“

 

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld des zurzeitigen österreichischen Vizekanzlers

Strache - Gudenes - Vilimsky - Bachmann

Am 6. März 2018 ist auf der Website der identitären Regierungspartei in Österreich in einem Kommentar zu lesen, der heute, am 10. März 2018 gelesen wurde, wer für den Tod von Ernst Köwing verantwortlich zu machen sei, einer oder eine aus der Schreibstaffel (und dieser seit langem zugehörig) dieser Website, also der identitären Regierungspartei, beschuldigt Angela Merkel, kurz zusammengefaßt: die „Schergen der faschistischen Christ- und Sozialdemokraten“.

Das ist das Üb(e)liche. Von solch einer Website kann nichts anderes erwartet werden, zu lesen zu bekommen. Allerdings. Von einer Website einer Regierungspartei – nein, es ist ja eine Website einer österreichischen Regierungspartei …

Über den Tod von Ernst Köwing schreibt aber ebenfalls Michael Mannheimer, am 5. März 2018. Auch er weiß viele am Tod von Ernst Köwing zu beschuldigen. Gesinnungsgemäß ist es für ihn der „Unrechtsstaat Deutschland“.

Auch das ist das Üb(e)liche. Aber nicht nur. Und das führt direkt zur zurzeitigen österreichischen Regierung von ÖVP und FPÖ.

Michael Mannheimer schreibt:

„Damit mache ich PI ganz unmittelbar mitschuldig am Tod des mutigen Aufklärers[.]“

Und er schreibt weiter:

„Und dann muss man auch dem PI-Star Stürzenberger vorwerfen, dass er sich seit Jahren mit einem Serienkriminellen zusammentut, der wegen mehrfachen Diebstahls, Raubs, Einbruchs, Körperverletzung und Drogenhandels verurteilt wurde. Der Name dieses Busenfreunds von Stürzenberger: Lutz Bachmann.“

Mit dem „Serienkriminellen“ Lutz Bachmann … Es wird dem österreichischen Vizekanzler nichts vorgeworfen, aber es einfach und kurz festzuhalten, mit wem der österreichische Vizekanzler Umgang pflegt, einen gesinnungsgemäß wohl recht besten Umgang, wie im Kapitel

„Solche Dummheiten hören wir tagtäglich von …“

Probleme lassen sich doch so schlicht lösen: sie einfach mit Mistgabeln erstechen

gelesen werden, für wen der österreichische Vizekanzler die Reklametrommel … und das ist nicht vor Jahrzehnten, als er noch ein Jugendlicher war, sondern, kurz gesagt, am langen Vorabend seiner Montagsbestellung zum Vizekanzler …

Die „Anliegen der Pegida“, deren Gesicht das eines „Serienkriminellen“ ist, hält für „berechtigt“ das „freundliche Gesicht“ des Montagsinfrastrukturministers der zurzeitigen österreichischen Bundesregierung …

Das könnte ein Sittenbild genannt werden. Zutreffender aber ist es, dies ein Gesinnungsbild zu nennen.

Wie stolz sie sich mit dem „Serienkriminellen“ Lutz Bachmann ablichten lassen, der damalige Vizebürgermeister von Wien und nun zur Zeit im österreichischen Parlament Sitzende und der nun zum Montagsvizekanzler Gemachte.

Und wie stolz, erst im neulich im Februar 2018, verkündet Harald Vilimsky auf der Plattform des Unternehmens Twitter, seinen Dank dafür, daß Pegida „our biggest fan“, also die „größten Fans“ der FPÖ …

Und Michael Stürzenberger? Ein Mann, dem selbst österreichische Gerichte nicht fremd sind, ein Mann, ein Freund von …

FPÖ, Michael Stürzenberger und, diesmal kurz gesagt, die in Luft aufgelöste Freiheit

Dieses Kapitel hätte auch, zutreffender und genauer, genannt werden können:

Ein Gesinnungsbild: Das Umfeld der zurzeitigen Regierungspartei in Österreich. 

Dieses Kapitel hätte auch noch zutreffender und gänzlich traurig genannt werden können:

Ein Österreichbild

Denn. Sie stoßen dabei nicht nur auf Menschen, die unmittelbar etwas mit der FPÖ zu tun haben (als Mandatarinnen, Funktionäre), sondern beispielsweise auf jene von

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

und beispielsweise auf jene, die in diesem Jahr in Aistersheim und vor zwei Jahren im Vorort von Braunau

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

NS Wer Ernst Köwing war? Den Nachruf, den er sich einzig verdient, schreiben ohnehin Männer wie Michael Mannheimer …

Im Gesinnungsfall ist die FPÖ für Michael und nicht Max Mannheimer

Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

Was FPÖ unzensuriert zum Verbreiten billig, ist He.-Chr. Strache zum Teilen recht

Was die Nationalratswahl 15.10.17 Österreich bringen wird: erste identitäre Regierungspartei in Europa

Ernst Köwing - Ein Österreichbild

 

Und ewig grüßt …

Die FPÖ stolz mit ihrer „ideellen Kontinuität“ – es gibt in Österreich eine dazu passende Kontinuität, auf die es keinen Stolz mehr geben sollte.

Eine weitverbreitete Zeitung, dieser Kontiunität hörig, schreibt in dieser Woche: „Nicht zufällig ist Viktor Orbán sein Vorbild.“ Für Matteo Salvini von der Lega. Sie schreibt also nicht, FPÖ und He.-Chr. Strache seien das Vorbild, sondern einer aus Ungarn sei für einen aus Italien … und ewig grüßt das Adolfhitler, das ein Deutscher war, also für Österreich.

Für Matteo Salvini von der Lega ist He.-Chr. Strache, die gesamte FPÖ Vorbild. Und es wird die Lega mit Stolz und Ehre erfüllen, nicht von weitem Strache und FPÖ bewundern zu dürfen, sondern verbunden zur Zusammenarbeit …

Lega, das ist die Partei in Italien, deren Funktionäre und Funktionärinnen verbal scharf gegen Menschen schießen, die nicht zu ihrer Gesinnung passen. Und im Februar 2018 hat ein Lega-Kandidat es nicht mehr ausgehalten, das Schießen mit Reden und Schriften ist ihm zu wenig geworden,

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

so hat er im Februar 2018 wirklich auf Menschen geschossen, mit einer Glock, diesem österreichischen Qualitätsprodukt.

Ja, Österreich exportiert stets sein Bestes. Strache hat gesinnungsgemäß sofort Matteo Salvini zur Wahl gratuliert, auch das wird den Lega-Führerkandidaten mit Stolz erfüllt haben, das anerkennende Wort seines Vorbildes.

Übrigens, Viktor Orbán ist, kurz zusammengefaßt, der aus Österreich mit Lob reichlich …

FPÖ - Vorbild für Lega Nord

 

Von den österreichischen Gezeiten: Aufregung, Abregung, Belohnung.

Mario Eustacchio aus der FPÖ hat in Aistersheim geredet. Er hat so geredet, wie es von einem aus dieser Gesinnungsschaft eben zu erwarten ist.

Was er geredet hat, muß nicht ausgeführt werden. Es war das Üb(e)liche. Das Aufregung auslöst.

Und er löste Aufregung aus. Wieder löste einer aus dieser Schaft also Aufregung aus. Und auf die Aufregung folgt die Abregung.

Die Gezeiten in Österreich können statt Ebbe und Flut auch genannt werden: Aufregung und Abregung. Kurze Aufregung mit schnell darauffolgender langer Abregung. Die Tiden in Österreich kennen sogar drei Phasen: Aufregung, Abregung, Belohnung. Wobei die dritte während der zweiten erfolgt, also die Belohnung während der Abregung. Es wird die Partei mit den Aufregung Auslösenden in Wahlen (außerhalb und innerhalb der parlamentarischen Gremien) mit Stimmen belohnt.

Zigeunerräder mit Hausverstand

Und noch eine Eigenart gibt es in Österreich. Die fällt zu Mario Eustacchio ein, jetzt noch, während der Aufregungsphase, die aber schon im Zurückgehen sich befindet. Er und seine Partei werben mit einem unpolitischen Wort von einer Lebensmittelfirma, das er und seine Partei wohl aber als politisches verstehen, während Firmen mit einem politischen Wort werben, das die Firma, deren Produkt sogar einen politischen Namen trägt, unpolitisch zu agieren meint, nur ein „gelerntes Produkt“ anzubieten meint.

Es wurde in einem Kapitel bereits von der Überlegung erzählt, was für ein Knabbergebäck wohl serviert werde am „Kongress der Verteidiger Europas“

„Kongress Verteidiger Europas“: Was ihr Standard ist: Untaten im Abgrund auf Aistersheimer Sonderfritten

zu den Reden von beispielsweise Mario Eustacchio oder Herbert Kickl. Es sind wahrscheinlich keine „Zigeunerräder“, gekauft im Billa. Vielleicht eigens dafür in Sonderpackungen abgefülltes Knabbergebäck: Aistersheimer Originale – Marios feine Rohlinge.

Aistersheimer Originale - Marios feine Rohlinge

Vielleicht wurde diese Knabbergebäcksonderausgabeverpackung schon 2016 in Linz verteilt, bereits in die Zukunft, also Vergangenheit gedacht als Werbung für den nächsten „Kongress Verteidiger Europas“ in Aistersheim mit dem nächsten Aufregungsauslösenden aus der FPÖ, etwa zur Rede von dem Hutschpferdminister.

Und noch eine Eigenart fällt in Österreich auf. Es wird in der nun bereits zurückgehenden Aufregung von dem „Kongress Verteidiger Europas“ von einem „rechtsextremen“ Kongress gesprochen und gesprochen, nicht aber die auf diesem Kongreß Auftretenden, diese werden respektvoll und ordentlich mit ihren Amtstiteln angesprochen: Herr Vizebürgermeister, Herr Innenminister, ah, das ist nicht ganz korrekt, als der Herr Innenminister auf dem „rechtsextremen Kongress Verteidiger Europas“ sprach, war er noch nicht Innenminister, sondern nur irgendwas in dieser Schaftspartei. Aufregung löste 2016 dennoch aus. Und dann lief es nach den österreichischen Gezeiten ab: Kurze Aufregung. Schnelle lange Abregung und Belohnung. Die Belohnung erfuhr der Montagsinnenminister aber nicht in voller Höhe durch die Wählerinnen und Wähler, sondern durch den Bundespräsidenten …

NS Vielleicht fragen sich Menschen, weshalb die FPÖ nicht anders heißt, zum Beispiel „Billiger Laden“. So ehrlich ist die FPÖ. Denn. Es wäre ein Etikettenschwindel. Billig kam diese Partei nie. Wie auch. Mit dieser Gesinnung aus den Burgen, Schlössern, kurz Prunkbauten.

Auch das eine Kontinuität, um auf eine weitere und schon wieder zurückgegangene Aufregung zu erinnern.

Südtirol, eine „Herzensangelegenheit“ von npd, fpö und kurz

„Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? Einfach antworten, jemand möge einfach antworten.“

Wie mußte Samuel Beckett um solche Sätze sich wohl plagen. Und nur deshalb, weil er nicht in Österreich …

Wie einfach hätte es Samuel Beckett gerade jetzt gehabt, in Österreich. Er hätte so einfach wie kurz zu schreiben:

„Südtirol ist für mich eine Herzensangelegenheit“.

Er hätte auch nicht mehr fragen müssen, wer so spricht. Nicht um Antworten anrufen müssen. Es wird ungefragt geantwortet, es wird einfach geantwortet.

Südtirol - Herzensangelegenheit - NPD - FPÖ - KURZ„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Südtirol, eine Herzensangelegenheit nun auch des Sebastian Kurz

Vielleicht hätte Samuel Beckett in Österreich, befreit von existenziellen Fragen, andere gestellt, etwa danach gefragt, ob denn auch was gesehen werde, oder nur blind geantwortet.

Es hätte ihm geantwortet werden können: Freilich, auch in Österreich wird etwas gesehen, aber nichts Schlimmes.

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Jede Plage um die Literatur ist nur kurzen und also einfachen Sätzen vorzuziehen, und dann ist es keine Plage mehr; wie gut, daß Samuel Beckett (wie glücklich muß er gewesen sein, je nie in Österreich gewesen sein zu müssen) nun nicht in Österreich, mit was für einem armen Schrifttum müßte das Auslangen gefunden werden, das Leben kärglich gefristet werden, mit einem blümeligen Schrifttum, das je zum sofortigen Einstellen des Lesens zwingt.

„Wer spricht so und nennt sich ich?“ Das hat durchaus etwas mit Identität zu tun, aber nichts mit identitärer Gesinnung, also mit identitärem Schrifttum, wie sie von den Partnerinnen und Partnern des Montagskanzlers beworben wird

 

Erfolgreiche Qualifikation von Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz

Wie nun bekanntgegeben wurde, handelte es sich bei dem Treffen von Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz im März ’18 in Rom um ein geheimes Ausscheidungsverfahren zur Teilnahme an der Miss-World-Wahl ’18.

Beide Kandidaten äußerten sich überglücklich, die Qualifikation geschafft zu haben, und als erste Männer der Welt an einer Miss-World-Wahl teilnehmen zu dürfen.

Die Begründung der ausschließlich männlich besetzten Jury war so einfach wie kurz.

Franziskus Kurz geht es um den WeltfriedenDurch die Nennung des Wortes „Weltfrieden“ haben beide Kandidaten sich dafür qualifiziert, von Männern auf den Laufsteg zur Erringung der Miss-World-Krone geschickt zu werden. Die Sorge um und die Fürbitten für den „Weltfrieden“ weisen die beiden nun abgesegneten Miss-World-Wahl-Qualifizierten aus, ebenso kompetent über den „Weltfrieden“ sprechen zu können, sie haben mühelos zum Niveau der bisher zu Miss-World-Wahlen-Geschickten aufgeschlossen, das die Teilnahme an der nächsten Ausscheidungsrunde zur Miss-World-Wahl ’18 rechtfertigt.

Darüber hinaus können beide Kandidaten im Gegensatz zu den bisherigen Kandidatinnen darauf verweisen, Männer mit dem weltweiten größten Einfluß, kurz, Männer von Weltgewicht zu sein.

Die Jury hegt nicht unberechtigte Hoffnungen, sollten Papst Franziskus und Bundeskanzler Kurz die Miss-World-Krone ’18 gewinnen, daß in der Sekunde, in der sie mit aufgesetzter Krone in ihrer Dankesrede den „Weltfrieden“ verkünden, der Weltfrieden …