„Mir geht’s darum, daß wir Schluß mit Kafka machen.“

Selbstverständlich bezog Christian Kern das auf die Bürokratie. Und er meinte damit den Abbau von Bürokratie. Er brachte Beispiele dafür. In Wels. In seiner bombastisch inszenierten Rede.

Es will ihm nicht vorgeworfen werden, er hätte sich genauer ausdrücken müssen, er hätte beispielsweise sagen können, es gehe ihm darum, mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen.

Er aber sagte wahrlich: „Schluß mit Kafka machen.“ Und nach dem Lesen seines „Plans A“ kann die Befürchtung aufkommen, er meint es tatsächlich so, nicht mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen, sondern tatsächlich mit Kafka Schluß zu machen. Wenn Kafka stellvertretend verstanden wird für Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Philosophie, Musik.

Es mutet doch eigentümlich an, daß ein Bundeskanzler dieses Landes nicht einen einzigen Satz in seinem „Plan A“, in seinem Zukunftsplan für Österreich zu dem zu schreiben imstande ist, wovon Österreich weltweit zerrt, nämlich von Kunst und Kultur, zwar nicht aus der Gegenwart, sondern aus der weit, sehr weit zurückliegenden Vergangenheit. Vielleicht beruht seine Nichtberücksichtigung auf der Hoffnung, daß die Welt diese Vergangenheit ebenso noch sehr lange nicht überhat, wie das offizielle Österreich sie nicht überhaben will.

Es soll nicht gesagt werden können, das stimme nicht, er habe nichts dazu geschrieben. Einen Begriff von diesen Begriffen – Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Musik, Philosophie – verwendet Christian Kern, einen doch, einen einzigen: nämlich „Kunst“.

christian-kern-plan-a-kunststoffproduktionsverantwortungskulturlandWie in der Collage gelesen werden kann, kommt bei Christian Kern „Kunst“ sogar dreimal vor: einmal in einer Aufzählung und zweimal im zusammengesetzten Wort „Kunststoffproduktion“. Bei der Aufzählung, bei der es nicht um die Kunst geht, sondern um die Zusammenführung von Studiengruppen „Naturwissenschaft, Medizin, Kunst, Wirtschafts- und Geisteswissenschaft“, geht es ihm um die Entscheidung der öffentlichen Hand, wie viele Studienplätze finanziert werden. Also um Begrenzung, um Einschränkung. In diesem Zusammenhang darf bei ihm also „Kunst“ in einer Aufzählung an dritter Stelle vorkommen.

Das Wort „Kunst“ kommt also vor in dem Zukunftsplan von Christian Kern, aber nicht die Kunst. „Wir Schluß mit Kafka machen.“ Christian Kern hat sich klar und präzise ausgedrückt: Schluß mit …

Einer aber wird beruhigt lachen können. Der „Nikolaus“, ihm ist eine Zukunft in dem von Christian Kern geplanten zukünftigen Österreich gewiß. Er bringt es auf zwei eigene Einträge und ein Bild. Der Nikolaus darf auch mit Gelassenheit in die Zukunft blicken. Auch deswegen: sein Koran wird weiter verteilt werden dürfen. Ein weiterer Koran aber nicht. Dem nikolaus’schen Koran will also Christian Kern wieder eine Monopolverteilungsstellung sichern.

„Sicherheit“ liegt mit Dutzenden von Einträgen im Spitzenfeld der verwendeten Wörter im „Plan A“ von Christian Kern. Und das überrascht nicht. Passt es doch hervorragend in die Zeit von „securitization“ – „Versicherheitlichung“. Bei dem Wort muß nicht Station gemacht werden. Was darüber beispielsweise Zygmunt Bauman geschrieben hat, ist in seinem Essay aus 2016 zu lesen, von dem bereits gesagt wurde, dieser ist in seiner Gesamtheit zu lesen: Cabinet: „Strangers at Our Door“.

Viel ist im „Plan A“ auch von „guter Laune“ zu lesen. Und diese bringt einen weiteren Essay ins Spiel, der ebenfalls in seiner Gesamtheit zu lesen ist, ein Essay von Carlo Strenger, aus dem Jahr 2017: „Abenteuer Freiheit – Ein Wegweiser für unsichere Zeiten“.

Das ist ein Essay, der sich hervorragend eignet als Begleitlektüre zum „Plan A“ von Christian Kern. Es wird auch durch diesen deutlich, wie altbacken der „Plan A“ ist. Christian Kern ist dafür kein Vorwurf zu machen. Er ist neu in einem sehr hohen politischen Amt. Genauer und zutreffender: er ist neu in einem sehr hohen parteipolitischen Amt. Mag auch er selbst neu in einem parteipolitischen Amt sein, die Partei, dessen Obmann er nun seit ein paar Monaten ist, ist keine neue Partei. Und eine Partei, die seit Jahrzehnten maßgeblich in diesem Land wirkt, hat kein Recht, mit einem „Plan A“ in die Öffentlichkeit zu gehen und so zu tun, als wäre sie eben erst gegründet worden. Alles, was in dem „Plan A“ steht, hätte sie längst …  Samuel Beckett schrieb einmal, die Sonne scheine, da sie nicht anders könne, auf nichts Neues … nun, die SPÖ schreibe, da sie nicht anders könne, nichts Neues.

Die SPÖ hätte längst schon beispielsweise mit den kafkaesken Zuständen Schluß machen können. Wie viele der kafkaesken Zustände aber sind erst durch die SPÖ in den letzten siebzig Jahren geschaffen worden?

Und auch das „Schluß machen mit …“ ist im Grunde nichts Neues. Es kommt ohnehin schon lange nichts mehr Neues aus Österreich im Bereich der Kunst, der Literatur, der Musik, der Maler und so weiter und so fort. Ein Beleg dafür ist auch der Essay von Carlo Strenger. Er schreibt u.v.a.m. von der Moderne in der Kunst, und in diesem Zusammenhang auch von Österreich. Aber er muß weit, sehr weit in die Vergangenheit zurückgehen, um etwas aus Österreich über die Moderne anführen zu können. Und wer nicht österreichische Bücher liest, wird selbst die Feststellung gemacht haben, es kommen, wenn sie vorkommen, nur österreichische Künstlerinnen, Schriftsteller und österreichische Denker vor, die vor langer, langer Zeit lebten.

Aber Christian Kern ist nicht der erste Mann der SPÖ, dem zu „Kunst“nur eines einfällt: Schluß mit …

Das Regierungsprogramm von Rot-Blau im Burgenland zu „Kultur und Kunst“ – Eine Aufgabe

Womöglich schaffen aber gerade dadurch die Sozialdemokraten Kern und Niessl die besten Voraussetzungen, das notwendige Klima – also die gegen sie gerichteten, sie tabuisierenden Gegebenheiten –  für die Kunst in allen ihren Ausdrucksformen, um wieder das Niveau zu erreichen, das sie vor …

Der „Plan A“ bleibt altbacken. Daran ändert auch nicht das viele Male verwendete Wort „Digitalisierung“. Wieviel Platz wird dem aktuellen Phänomen „Hass“eingeräumt. Das mag gar heutig klingen, und ist doch nur ein Reflex auf die hysterische breite Diskussion darüber. Strenge Gesetze sollen her, sogar „digitale Zivilcourage-Messengers“ … in einem Jahr vielleicht schon wird das keine breite Diskussion mehr sein, abgelöst durch ein anderes Phänomen, das breit öffentlich … und was wird dann der „Plan A“ nicht nur in diesem Bereich sein – Altpapier … Christian Kern will also mit Kafka Schluß machen, aber „Messengers“, also „Büroboten, „Amtsbotinnen“ sollen „Zivilcourage“ … Beinahe könnte der Verlockung erlegen werden, zu fragen, geht es noch … aber zutreffender ist wohl: geht es noch grotesker? Der Amtsbote soll „Zivilcourage“ frei Haus …

Es wollte eigentlich über den „Plan A“ nur im Zusammenhang mit „Kunst“ etwas notiert werden. Je länger aber der „Plan A“ geöffnet ist, desto mehr … Beim Arbeitmarktthema nennt Christian Kern fünf Hauptgründe für Arbeitslosigkeit. Einen nennt er gar nicht: Robotisierung. Dafür können vier der fünf von ihm genannten Hauptgründe dem Einzelnen angelastet werden: „Ausbildungsmankos, Vermittlungshandicaps, Alter, Zuzug aus dem Ausland“. Aber in Wels erzählt er von einer Frau, die an ihrer Arbeitslosigkeit nicht … und er möchte, daß sie eine Arbeit bekommt. In einem Jahr oder vielleicht schon viel früher, wird diese Frau von Christian Kern enttäuscht sein, weil sie immer noch keine Arbeit … Ist das seine Schuld? Ja. Er wird nicht schuld sein, daß sie keine Arbeit gefunden haben wird, aber daran, die Hoffnung genährt zu haben, mit dem Gerede von der „Vollbeschäftigung“, mit diesem Wort, das vor Jahrzehnten in Österreich Neuigkeitswert hatte. Seit Jahrzehnten wiederholt und wiederholt wird, während Arbeitsplätze weniger und weniger …

In seiner welserischen Rede spricht Christian Kern auch davon, durch „Arbeit“ den Menschen „ihre Würde zurückgeben“ zu wollen … Das wäre doch eine interessante philosophische Abhandlung, wie einer anderen Menschen die „Würde“ … aber es soll der Imperativ aus dem kern’schen Plan befolgt werden: „keine philosophischen Abhandlungen“ …

„Keine philosophischen Abhandlungen“ – als ob es in Österreich je ein Zuviel von diesen gegeben …

Was noch an dem „Plan A“ auffällt. Es fehlen auffällig Begriffe wie Populismus, Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus. Einmal kommt „hetzerische Nationalisten“ vor: im Abschnitt zu Integration, Asyl. Damit kann also nicht die identitäre Parlamentspartei gemeint sein. Es darf mit Spannung der „Kriterienkatalog“ der SPÖ erwartet werden, mit dem eine Hinbiegung zu einer Koalition mit der …

Genug.

Soll noch etwas Abschließendes geschrieben werden? Der Plan, auch etwas zu dem Wort „Kultur“ zu schreiben, wie es von Christian Kern hauptsächlich verwendet wird, ist längst schon aufgegeben.

„Kultur des Scheiterns“ wird mehr als einmal im „Plan A“ formuliert. Wenn auch nicht im Hinblick auf diesen geschrieben, wird es einst eine brauchbare Schlagzeile sein, wenn der Plan A…

Cabinet: „Strangers at Our Door“

Ist es zu viel verlangt, wenn eine österreichische Bundesregierung auf der Höhe des heutigen Wissens zu sprechen hat?

Es ist nicht zu viel verlangt.

Aber bloß, zu bekommen ist das von ihr nicht. Nicht von dieser österreichischen Bundesregierung, die hier nur exemplarisch für so viele Regierungen in Europa genannt wird. Und von der nächsten, wenn in dieser die Hütchenspielpartei mit von der Partie ist, noch recht viel weniger, gar nicht.

„Strangers at Our Door“ ist ein Essay von Zygmunt Bauman aus 2016.

Das Einzige aber, mit dem die österreichische Bundesregierung mit Bauman in Verbindung zu bringen ist, ist ein Wort aus seinem Titel: „Strangers“ – Fremde. Jedoch nicht mit dem Inhalt seines Essays. Und alles, was sie öffentlich breit zu sagen hat, ist nur „strange“: komisch, sonderbar, merkwürdig, absonderlich.

Wie anders würde sich wohl alles gestalten und entwickeln, spräche die österreichische Bundesregierung etwa wie Bauman. Was für einen Einfluß könnte das auch auf die Massenmedien haben, wie anders fiele wohl die breiteste Berichterstattung etwa über Migration, Asyl, Flucht aus. Und nicht nur über diese Themen. Denn der Essay von Bauman geht weit darüber hinaus, versucht eine Weltzusammenhangssicht, die der Migration einen Platz zuweist – nicht einmal einen in der ersten Reihe.

Wenn Sie diesen Essay gelesen haben werden, aus dem nicht zu zitieren ist, weil dieser in seiner Gesamtheit zu lesen ist, und Sie sich unmittelbar im Anschluß an Ihre Lektüre oder bereits während der Lektüre in Erinnerung rufen, was die österreichische Bundesregierung zu diesen Themen sagt, etwa ein Sebastian Kurz oder ein Wolfgang Sobotka oder ein Hans Peter Doskozil oder ein Reinhold Mitterlehner oder ein Hans Niessl oder ein Christian Kern oder viele andere mehr, die sogenannte gewichtige politische Ämter in diesem Land innehaben, wenn Sie sich im Vergleich zum Essay in Erinnerung rufen, was und wie vor allem die Herren – und es sind in der überwiegenden Mehrzahl Männer – darüber sprechen, kann Ihre Erkenntnis nur sein, wie unheutig alles ist, was sie zu sagen haben, und dieses öffentlich vorgetragene unheutige Wissen gebiert das ethische Elend ihres Tuns.

Aber Zygmunt Bauman ist nicht der einzige Beispielgeber dafür, was für ein unheutiges Wissen öffentlich breit von Regierungen und von Massenmedien breitest gestreut wird. Und vieles, das heute breitest öffentlich zu diskutieren notwendig wäre, zitiert und verweist darauf Bauman  selbst.

strangers-at-out-door-osterreichWie anders also könnte die öffentliche Diskussion verlaufen, was für andere Ergebnisse zeitigen, würden sich Regierungen nicht öffentlich breit als unheutig darstellen zu müssen meinen, würden sie auf der Höhe des heutigen Wissens breit öffentlich argumentieren, diskutieren, Konzepte entwickeln, die nicht einen Haltbarkeitswert von zwei Stunden haben. Wie sehr könnten Medien dem nicht entkommen – und es wird hier ausschließlich von Massenmedien gesprochen -, breitest darüber zu berichten. Und vielleicht, mit der Zeit, sogar einen eigenen Beitrag auf der Höhe heutigen Wissens dazu leisten.

Was wäre das für ein Gewinn für alle Seiten, sprächen Sobotka, Doskozil, kurz alle anderen öfffentlich breit so wie beispielsweise Bauman und schrieben Massenmedien, um eine  Umsonst ob ihres Namens exemplarisch zu nennen, beispielsweise so wie Bauman. Platz hätten die Massenmedien dafür genug; sie bräuchten etwa bloß das Gerümpel vom Dschungelcamp zu entsorgen.

PS Ein Wort soll aus dem Essay doch zitiert werden: „Taschenspielertricks“.

Hütchenspiel scheint zutreffender. Beim Hütchenspiel gewinnt kein Mensch. Und noch etwas: Die Hütchenspieler – es sind zumeist Männer die Spielenden – aber tun so, als hätten sie Gewinne zu verteilen, als hätten sie wenigstens in einem ihrer Hütchen einen Würfel oder gar den Stein der Weisheit.

Die Hütchenspielpartei in Österreich ist schlechterdings die identitäre Parlamentspartei. Diese wird von Bauman ob ihrer Unbedeutsamkeit  nicht erwähnt, aber viele Hütchenspieler und Hütchenspielerinnen aus anderen Ländern, zu denen sie aufschauen. Was ihnen jedoch allen gemein ist: alle ihre Hütchen sind leer, in keinem ein Würfel, schon gar kein Stein der Weisheit. Aber ihre Hosensäcke sind voller Steine, die sie gegen alle werfen, kaum daß sie gewählt sind.

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Österreich Unzensuriert – Weißeuropäer treibt es mit teuren Sexpuppen nüchtern

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Der Umsonst von dem Manne, der so adventlich mit Norbert Hofer zu besinneln versteht, kann nicht vorgeworfen werden, sie sei nicht authentisch.

Mit

„Mann beim Sex mit einer Puppe erwischt“

wird sie dem wieder einmal gerecht.

Wie gar nicht umsonst ihre Berichte sind. Für die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei. Die kann daraus etwas Gesinnungsgemäßes machen:

„Sex: Schwarzafrikaner trieb es mit Puppe in der Öffentlichkeit“.

In der Collage kann gelesen werden, wie Unzensuriert es schafft, aus dem Gehaltvollen der Österreich noch etwas Gehaltvolleres zu machen.

Ehe Sie in der Collage nachschauen, auf welcher Seite Lesende welchen Kommentar hinterlassen haben, versuchen Sie nachfolgende Postings selbst zuzuordnen: Österreich oder Unzensuriert. Es könnte Sie überraschen und zur Frage verleiten, ist Österreich jetzt Unzensuriert oder Unzensuriert Österreich …

„Und solche Urwaldaffen will uns unsere Schwachkopf-Regierung als Kulturbereicherer verkaufen!“

„Das Tier im Menschen! Darf man da Mensch überhaupt sagen?“

„Bei uns sind die Sexpuppen grün und klatschen.“

„Das Mikrogehirn konnte Puppe und Frau nicht auseinanderhalten, zum Glück für die Frau. Man sollte mehr Puppen auslegen. Die merken es ohnehin nicht.“

Da hatten ja auch noch die Weissen das sagen, danach ging es mit der Kornkammer Afrikas nur mehr bergab. Ein Fingerzeig für Europa heute…..“

„Ja, in der Tat, die Apartheit sollten wir auch in Deutschland einführen!!“

Wie anders ist doch der Weißeuropäer. Welche Wünsche er im nüchternen Zustand äußert, in einem „gut besuchten Park“ – darüber kann auch in der Collage etwas gelesen werden.

Und wer sich im Internet zusätzlich nur ein wenig umsieht, wird Einträge finden, die belegen, wie nüchtern und intellektuell der Weißeuropäer die Vorteile einer Sexpuppe im Vergleich zur Ehefrau im besonderen, zur Frau im allgemeinen zu benennen weiß; er kann aber auch in von ihm selbst gedrehten Videos etwa auf der Plattform des Unternehmens Youtube bewundert werden, wie er sich in seiner ganzen weißen Schönheit beim Sexpuppenspiel auf höchstem kulturellen Niveau der Öffentlichkeit präsentiert, und so fort.

Thurnher mit Zeitz im Hangar-7 … Leben mit Fleischhacker – wie verändert, Servus Österreich

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Servus-TV gibt sich die Ehre. Wie damals es allenthalben eine Überraschung war, wer sich die Ehre gibt, bei ihr Gast zu sein, überrascht es heute,

„Darf man“ – Servus, Michael Fleischhacker – „eine Bühne geben?“

wer dieser Unterhaltungssendung zur Ehre gereicht, Gast zu sein. Heutzutage überrascht: Armin Thurnher.

Michael Fleischhacker trägt zwar schöne Anzüge. Aber zu einer wirklich edlen Unterhaltungssendung gehören doch die edlen Roben der Anneliese Rothenberger. Michael Fleischhacker sollte auch solche rothenbergerische Abendkleider tragen, damit gleich an seinem Kleide erkannt werde: das ist eine Unterhaltungssendung.

Die Vorgabe an die Gäste für diese Unterhaltungssendung, es könnte in Anlehnung an die damalige rothenbergerische von einer Operettensendung gesprochen werden, die Vorgabe an die Gäste dieser Operettensendung ist diesmal:

„Talk im Hangar-7

Leben mit der Angst: Wie verändert uns der Terror?

Der Terroranschlag von Berlin erschüttert … die Welt und führt zur schrecklichen Erkenntnis, dass Attentate offenbar immer und überall stattfinden können. ‚Wir wollen uns vom Terror nicht das Leben diktieren lassen‘ – so lautet das Mantra der westlichen Welt. Der Terror, der früher ganz weit weg schien, ist plötzlich in unserem Leben angekommen. 

Ist das wirklich möglich? Geht von Flüchtlingen eine erhöhte Terrorgefahr aus? Die Frage bleibt, wie wir mit der Angst umgehen und ob man überhaupt einer Radikalisierung der heimischen Muslime entgegenwirken kann. Wie stark gefährden gewisse Strömungen des Islam den sozialen Frieden?

Ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch wir Opfer eines islamistischen Attentats werden? Wie verändert die Terror-Angst unser Leben?“

Darüber also will Armin Thurnher singen? Operette ist zu allgemein. Es gibt auch die Groteske. Er will also in einer Groteske auftreten, mit Christian Zeitz und Karin Kneissl..

Und es kann nur eine Groteske genannt werden, mit einem Christian Zeitz aufzutreten, noch dazu zu dieser oben zitierten Vorgabe. Armin Thurnher wird Christian Zeitz wieder auf eine „satisfaktionsfähige Ebene“ bringen, wie bereits

NR Dr. Marcus Franz die „satisfaktionfähige Ebene“ für den „Marsch der Familie“

Polizeibegleitschutzmarsch für die Austragung eines Folders mit „nationalsozialistischem Inhalt“ der ganzen Familie

Touristisches Attraktionsgesamtpaket für Österreich mit Marschierer Adam und „Gesinnungsfreund“ Hofer

In welcher Abendrobe wird Christian Zeitz auftreten, in einem Lagerabendanzug? Um zu verdeutlichen, was Österreich ist?

Gates of Vienna: „Concentration Camp Austria“

Ein Duett mit Karin Kneissl?

„Asyl in Europa“ – Was wird Nahostexpertin Karin Kneissl aus der Fuhrmanngasse 18 für den ORF mitgegeben werden?

Diese Vorgabe will also tatsächlich Armin Thurnher, ja was? Ob Rothenberger ihn eingeladen hätte, um ein Terzett, ein Quartett mit …

PS Das sind weitere Kandidaten und Kandidatinnen, die Chancen haben auf eine Hengsttrophäe „Mach Panik“ …

Die 7-Tage-24-Stunden-Show: Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden 

Die 7-Tage-24-Stunden-Show: Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden

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Wurde im gestrigen Kapitel noch von einer Idee

Wolfgang Sobotka macht ihnen den Panik

einer Unterhaltungssendung am Samstagabend für die ganze Familie erzählt, muß heute gesagt werden, jede Idee hinkt der Wirklichkeit hinterher. Denn diese Unterhaltungssendung gibt es bereits, und sie läuft nicht nur am Samstagabend, sondern an täglich vierundzwanzig Stunden lang, und das sieben Tage in der Woche.

Das Einzige, was dieser Show noch fehlt, ist das Ermittlungsverfahren  und die Preisverleihung.

An Kandidaten fehlt es nicht. Kandidatinnen sind und können Personen sein, sind und können Medien sein, sind und können Sendungen sein.

Gut im Rennen für den Gewinn ist durchaus die Sendung „heute Österreich“ mit dem Moderator Martin Ferdiny vom 20. Dezember 2016.

Was auch noch fehlt, das muß zugegeben werden, ein kurzer und knackiger Titel für diese 7-Tage-24-Stunden-Show. Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden“ ist als Titel in diesem Zeitalter des Emobets wohl viel zu lang und vor allem für viele schon viel zu unverständlich.

„Mach uns den Panik“ könnte noch von mehr Menschen verstanden werden, anziehender sein, aber ein noch zu korrekter, wenn auch kein schöner Satz. Zum Emobets-Zeitalter passender, einfach: „Mach Panik“. Und damit es auch tatsächlich alle verstehen, also auch jene, für die das Lesen von zwei Wörtern bereits die Herausforderung ihres Lebens ist, ein sprechendes Emoticon als Logo dazu entwerfen: ein Hengst erscheint dafür recht passend zu sein.schone-neue-terrorwelt-osterreich-sucht-seinen-terrorhelden-mach-panik 

Eine Hengststatue böte sich dann auch an, als Trophäe zu überreichen.

Gut im Rennen für den Gewinn der ersten Hengsttrophäe, wie oben bereits angedeutet, „heute österreich“ mit Moderator Martin Ferdiny. Diese Sendung vom 20. Dezember 2016 erfüllt alle Voraussetzungen, um als Favoritin gehandelt zu werden.

Großer Einstieg mit Bildern vom Weihnachtsmarkt mit der großen Frage – „Sicherheit“, wie „nicht in Angst und Panik“ zu verfallen sei, begleitet von dem großen Bericht „Menschen suchen Erklärungen“ … als ob es keine Erklärungen dafür gäbe, keine Antworten, als wäre noch nie etwas darüber geschrieben worden – das ist wohl wahr, es gibt noch kein Buch, das mit dem Emobet geschrieben wurde. Und wie nah und wie gefährlich es ist, zeigen die Bilder des Weihnachtsmarktes vor dem Wiener Rathaus – ja, Berlin ist nur ein Wiener Bezirk, die Innere Stadt, aber keine Angst, keine Panik, es spricht gleich ein Psychologe.

Und was diese Sendung und diesen Moderator zu den Favoriten für den Gewinn der ersten Hengsttrophäe macht, ist wohl der Bericht über eine Österreicherin, die in Berlin lebt, und dem Anschlag, so Ferdiny, nur „knapp“ entgangen ist. Und dann erzählt die Österreicherin, wie „knapp“ sie dem Anschlag entgangen ist. Wäre sie, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes wohnt, nicht „krank“ gewesen, wäre sie wohl auch an diesem Tag auf den Weihnachtsmarkt gegangen … Es war also tatsächlich „knapp“. Wie leicht hätte es gerade in der an Wundern so reichen Adventzeit passieren können, daß dem Lastkraftwagen Flügel wachsen hätten können und er, gleich einem Flugzeug oder einem Engel, abheben hätte können, vom Weihnachtsmarkt aufsteigen hätte können, hinauf zu ihrer Wohnung, um durch das Fenster in ihr Zimmer sie im Bett, in dem sie krank darniederlag, zu über…

Was noch fehlt, wie gesagt, die große Preisverleihung. Die könnte allerdings, um auf die der Wirklichkeit hinterherhinkenden Idee zurückzukommen, als große Samstagabendshow als Eurovisionssendung …

Steuerre… – SPÖ und ÖVP verpassen Österreich eine neue Kultur: Österreich, Krone von Heute

Nun also hat die sozialdemokratische und christschwarze Regierung vorgelegt, eine ihre Steuer…

Und diese Steuer… kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Allein mit der Anhebung der Mehrwertsteuer für kulturelle Dienstleistungen ist der sozialdemokratischen und christschwarzen Regierung ganz nebenbei etwas gelungen, das den besten Geistesmenschen schon seit langer Zeit nicht mehr gelingt, einen neuen Kulturbegriff zu definieren, und das auch noch gleich für ein ganzes Land.

Allein wegen der Anhebung der Mehrwertsteuer für kulturelle Dienstleistungen kann der christschwarzen und sozialdemokratischen Regierung attestiert werden, sie führt das Land endgültig in eine noch nie dagewesene Hochzeit der Kultur und Kunst, die dereinst in Annalen als Epoche „Österreich, Krone von Heute“ ihre Würdigung erfahren wird.

Höhere Mehrwertsteuer auf kulturelle LeistungenGemäß einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ in der verwichenen Woche rechne die Regierung mit Einnahmen durch die Anhebung der Mehrwertsteuer für kulturelle Leistungen von rund 250 Millionen Euro. Noch etwas war in der vergangenen Woche zu erfahren. 192 Millionen Euro haben österreichische Regierungen auf Bundes- und Landesebene im Jahr 2014 für Inserate ausgegeben und vor allem an „Heute“, „Neue Kronen Zeitung“ und „Österreich“ ausgeschüttet, 192 Millionen Euro in einem einzigen Jahr. Darüber berichtete auch der  österreichische Rundfunk in seiner Hauptnachrichtensendung um 19.30 Uhr am 14. März 2015 auf eine Art, daß für einen Moment nicht gewußt wurde, in welchem Land diese Nachricht gesehen wird – Nordkorea? Putinland? Saudi-Arabien? … Unter der Schlagzeile „Volumen öffentlicher Inserate geht zurück“ wurde es tatsächlich so hingestellt, als wäre hier gespart worden, wofür ein Vergleich mit 2013 herangezogen wurde, mit dem Jahr der Nationalratswahl, in dem für 210 Millionen Euro Inserate geschaltet wurden. Im Jahr 2015 mit den vielen Wahlen werden wohl wieder mindestens die 210 Millionen Euro für öffentliche Inserate ausgegeben werden, wenn nicht sogar noch viel mehr, vielleicht sogar 250 Millionen Euro oder noch mehr … Daß die zwei Umsonst, das aber nur nebenbei, also „Heute“ und „Österreich“ für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nicht gratis sind, das ist offensichtlich, denn ohne die öffentlichen Inserate würde es die …

Gespannt darf erwartet werden, wie der nordkoreanische oder putinsche oder doch österreichische Rundfunk 2016 in seiner Hauptnachrichtensendung die Steuergeldausgaben für öffentliche Inserate verkaufen wird, wenn diese im sogenannten Superwahljahr 2015 gestiegen sein werden in luftleere Höhen …

Was die öffentlichen Inserate mit der Anhebung der Mehrwertsteuer von zehn Prozent auf dreizehn Prozent für kulturelle Leistungen zu tun haben?

Es zeigt doch deutlich die für ein Kultur- und Kunstland, wie Österreich auch von diesen Regierungsparteien noch gerne präsentiert wird, gemeingefährliche Steuerung durch Steuern gerade im Bereich von Kunst und Kultur. Was bringt die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozent beispielsweise auf Kinokarten? Im Jahr 2013 besuchten rund (aufgerundet) 16 Millionen Menschen Kinos. Gegenüber 2012 ein Rückgang von 5,4%. Wenn für 2016 angenommen wird, es gibt keinen weiteren Rückgang, es besuchen also wieder rund 16 Millionen Menschen die Kinos, wird die Mehreinnahme durch die dreiprozentige Erhöhung bei einem Kinokartenpreis von – großzügig gerechnet – 11,00 Euro auf 11,30 Euro gerade einmal sein: 4,8 Millionen Euro. Wie viele öffentliche Inserate, die nicht gelesen werden, sind das? Medien (auch der ORF) veranschlagen regierungsfreundlich eine Kinokarte mit 11.00 Euro. Aber elf Euro werden selten bezahlt, durchschnittlich muß um die neun Euro für einen Kinobesuch ausgegeben werden …

Im Spieljahr 2012/2013 besuchten rund fünf Millionen Menschen die Theater. Äußerst großzügig gerechnet mit einer Theaterkarte zum jetzigen Preis von 40,00 Euro und bei wieder rund fünf Millionen Theaterbesuchern und -besucherinnen eine Mehreinahme von rund 5 Millionen Euro im Jahr 2016 aufgrund der dreiprozentigen Erhöhung. Wie viele öffentliche Inserate, die nicht gelesen werden, sind das? Vierzig Euro für eine Theaterkarte sind regierungsfreundlich gerechnet. Durchschnittlich wird für eine Theaterkarte zwischen zwanzig und höchstens dreißig Euro ausgegeben …  Vierzig Euro für eine Theaterkart wurde das letzte Mal ausgegeben vor … das muß wohl schon zwei oder drei Jahre her sein …

Großzügig gerechnet rund zehn Millionen Euro als Mehreinnahme durch die dreiprozentige Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Kinokarten und Theaterkarten. Wie viele öffentliche Inserate, die nicht gelesen werden, sind das? Das sind gerade einmal Mehreinnahmen um die fünf Prozent von den 192 Millionen Euro, die 2014 für öffentliche Inserate, die nicht gelesen werden, hinausgeworfen wurden … Es wird auch die Mehrwertsteuer für Museumsbesuche angehoben. Für das Jahr 2012 werden rund 26 Millionen Besucher und Besucherinnen angegeben. Auch diese Zahl ist von der Statistik Austria. Wie lächerlicher gering die Mehreinnahme durch die dreiprozentige Anhebung der Mehrwertsteuer auf Eintrittskarten für Museen entfallen wird, das will gar nicht mehr gerechnet werden.

Eines ist aber gewiß, auf die Anhebung der Mehrwertsteuer auf kulturelle Leistungen hätte allein dadurch verzichtet werden können, daß – äußerst großzügig gerechnet – die Schaltung von öffentlichen Inseraten um – sehr großzügig gerechnet – 20 Prozent reduziert werden würde. Zwanzig Prozent weniger Ausgaben für öffentliche Inserate, die nicht gelesen werden, überträfen bei weitem die Mehreinnahmen durch die dreiprozentige Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Kino, Theater, Museen …

Das Signal aber durch die Anhebung der Mehrwertsteuer auf kulturelle Leistungen ist ein verheerendes. Und die massive Schaltung von öffentlichen Inseraten und dadurch massive Förderung vor allem dieser hier namentlich genannten drei Medien der gutter press ist ebenfalls ein verheerendes Signal.

Umsichtig kann das nicht genannt werden. Außer, diese Regierung will dieses Land tatsächlich in ein kunst-, kultur- und geistloses Land verwandeln, mit der Vertreibung der Menschen aus den Kinos, aus den Theatern, aus den Museen und einer Hintreibung vor allem zu den Umsonstblättern, die aber für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nicht gratis sind, in denen zwar nicht die öffentlichen Inserate gelesen werden, aber umso gieriger der von diesen selbst verbreitete Schund, und den noch zumeist in einem Deutsch, das den Verdacht nährt, es handle sich hierbei um kostenlose und automatisierte Übersetzungen, wie sie im Internet so zahlreich angeboten werden, aus irgendeiner Sprache in die deutsche …

Umsichtig aber war beim Kritzeln dieser Steuer… ein Minister. Nämlich Josef Ostermayer. Umsichtig war er aber nicht als Kulturminister, umsichtig war er als Konsument. Denn, wie ebenfalls in der verwichenen Woche zu lesen war, habe er verhindert, daß die Mehrsteuer auch auf Bücher erhöht werde, weil er nämlich ein Bücherwurm sei … Josef Ostermayer kann als glücklicher Steuerzahler vorgestellt werden, der als einziger steuerzahlender Konsument in Österreich für sich allein verhindern konnte, auch noch mehr für Bücher zahlen zu müssen …

Eine Familie schickt Geld, auch nach Österreich

Es wurde gedacht, bereits alles angeführt zu haben, was gegen diesen Personenkulttempel für einen Terrorkönig in Wien spricht. Aber es gibt noch einen Grund für die Unhaltbarkeit dieses Zentrums. Und, es ist zu befürchten, das ist nicht einmal der letzte. Mit diesem Grund wird im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum ein weiteres Mal etwas Schäbiges angesprochen, viellleicht das Schäbigste, ein weiteres Mal etwas Verlogenes angesprochen, vielleicht das Verlogenste.

Abdullah-Zentrum 9-11Seit bald vierzehn Jahren gibt es die Vermutungen, daß die tausendfachen Morde in New York auch mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert wurden, das saudi-arabische Königshaus mit seinem Geld das Morden mit finanzierte. Und dieser Verdacht erhärtet sich, wie aktuell berichtet wird.

Es könnte angenommen werden, daß – bei dieser großen Ablehnung des Terrorismus – niemand einem Mitglied einer Terrorfinanzierungsfamilie einen Personenkulttempel errichtet, jedenfalls so lange, bis alle Verdachtsmomente ausgeräumt sind, bis klar die Unschuld bewiesen ist. Nicht aber in Österreich, in Österreich wird trotz des Wissens um diesen seit über einem Jahrzehnt bestehenden Verdacht, einem Terrorkönig ein Personenkulttempel errichtet.

Wenn in Österreich aus der Riege der sogenannten hohen und höchsten Staatsspitze, die für die Errichtung dieses Tempels waren und nun für den Beibehalt dieses Tempels sind, gesagt werden würde, je gesagt worden wäre, es gibt Terroristen, die sind realpolitisch zu hofieren, für die müssen alle demokratischen und menschlichen Werte vergessen werden, und es gibt die anderen, die sind zu jagen, weil deren Terror für Österreich keinen Nutzen hat, wer hätte ihnen nicht für diese Ehrlichkeit applaudiert?

Aber – menschgemäß nicht allein – es ist diese Verlogenheit, die aufregt. Wie sehr wird gerade seit den Morden von Paris wieder von sogenannten hohen und höchsten Vertretern und Vertreterinnen der sogenannten Staatsspitze Terror mit ihren Ideen zur Bekämpfung des Terrors ausgeübt, und wie viele machen dabei mit, vor allem die gutter press

Während sich der Verdacht erhärtet, das saudi-arabische Königshaus habe mit seinem Geld das Morden mit finanziert, wird in Österreich von einem Reinhold Mitterlehner über einen Heinz Fischer bis hin zu einem Sebastian Kurz um den Weiterbestand des auch saudi-arabisch finanzierten Personenkulttempels gerungen, wird zugleich in Österreich unter schreibkräftiger Mitwirkung vor allem der gutter press darüber nachgedacht, wie Kinder als Terroristen gejagt werden, wie ganze Familien im Kampf gegen den Dschihadismus geknebelt werden können. Und nicht nur nachgedacht, sondern tatsächlich gejagt und geknebelt. Ein besonders abscheuliches Beispiel dafür ist jenes von einem Buben gerade einmal im Alter von vierzehn Jahren, der in den Verdacht geriet, den Westbahnhof … Was hat er getan? Er soll sich im Internet Bombenbaupläne angesehen haben. Hat er eine Bombe gebaut? Nein. Wurde irgendwer von ihm verletzt, gar getötet? Nein. Und was war die Empörung in Österreich? Die Empörung in Österreich war, daß er gleich wieder freigelassen wurde, daß er nicht im Kerker verblieb, für das was er tat, nämlich nichts. Im großen Kampf der Staatsspitzenkrieger und -kriegerinnen hat die Frage nach dem Wert der Rechtsstaatlichkeit keinen Platz mehr … Und als er, der nicht ein Gymnasium besuchende Vierzehnjährige, dann für ein paar Tage abgängig war, kam auch ein zwölfjähriger Bub, der mit ihm unterwegs gewesen sein soll, auch sofort in den Verdacht, ein Terrorist, ein Dschihadist zu sein. Aber wer hat je öffentlich und breit danach gefragt, weshalb der Vierzehnjährige von Zuhause weglief, wer fragte die Behörden, wie sie mit der Familie umsprangen, weil ein Mitglied aus dieser Familie in den Verdacht geriet, ein Dschihadist

Worüber wird von sogenannten hohen und höchsten Vertreterinnen und Vertretern der sogenannten Staatsspitze derzeit nicht alles nachgedacht … wie können nur alle, die nichts getan haben, die bloß in den Verdacht schon geraten könnten, etwas tun zu können, gesetzlich abgesegnet gejagt und geknebelt werden? Sie sollen beispielsweise zu Staatenlosen gemacht werden können, sie sollen und mit ihnen gleich zusammen ihre gesamte Familien bestraft werden können, wenn sie beispielsweise nicht ihre Integrationswilligkeit beweisen können, sie sollen … und sie müssen … sie müssen und sie sollen … und müssen und müssen und wenn nicht, Strafe, Strafe über Strafe im Namen der Werte, bis auch diese stolz auf die Werte sind, die durch ein gutes Einvernehmen mit dem saudi-arabischen Königshaus, aber nicht nur mit diesem, lukriert werden können …

Die tausendfachen Morde in New York aber sind tatsächlich passiert, und nicht nur die in New York, sondern noch viele und viele mehr weltweit und die Indizien der Verwicklungen des saudischen Königshauses in diese tausendfachen Morde werden erdrückender und erdrückender, aber ein Mitglied dieser Familie ist beispielsweise für Bundespräsident Heinz Fischer „ein großer Staatsmann“, der „wesentlich zur beeindruckenden …“

Putin-Ideologe Siegfried Eisele will Völker Deutschlands unter die Schutzmacht eines Christenfürsten Habsburg

„Der Mann soll großen ideologischen Einfluß auf Putin haben.“ Das schreibt „Die Welt“ am 29. Jänner 2015, nicht über Siegfried Eisele, sondern über Alexander Dugin. Das ist, weltpolitisch gesehen, gemeingefährlich. Gemeingefährlich ist zugleich auch, wem in den Medien weltweit viel Platz eingeräumt wird. Obgleich, diese Personen außer Bullshit nichts von sich geben, wird ihnen auch von den sogenannten seriösen Medien höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Denn die Tatsache ist, das wirklich Gemeingefährliche beginnt mit den Wählern und den Wählerinnen. Vladimir Putin hat seine Wählerinnen. Putin ist nichts ohne seine Wähler. Die FPÖ hat ihre Wählerinnen. Die FPÖ ist nichts ohne ihre Wähler …

Putin-Ideologe Eisele will Völker Deutschlands unter Christenfürsten HabsburgUnd weil das in Österreich geschrieben wird, soll auch gleich Österreich als Beispiel genommen werden, wie gemeingefährlich Wähler und Wählerinnen sein können. Aber nicht weil Österreich die Bühne ist, auf der die Welt ihre Probe hält – so bedeutend und unbedeutend ist Österreich nicht –, sondern, erschreckend genug, es in der Welt auch nicht anders zugeht als in Österreich, menschgemäß aber, weltpolitisch gesehen, um vieles gefährlicher, also tatsächlich und wirklich gefährlich. Derart gefährlich, daß beinahe der Wunsch geäußert werden möchte – ach, wäre Rußland auch nur Österreich.

„Der Mann soll großen ideologischen Einfluß haben“, schreibt „Die Welt“ über Alexander Dugin, der „auf die Entstehung einer erweiterten Version des früheren Habsburgerreiches unter dem klangvollen Titel ‚Mächtiges Osteuropa‘ als Pufferzone zwischen der russisch geführten ‚Eurasischen Union‘ und dem deutschen ‚Europa'“ hoffe, zitiert „Die Welt“ aus einem Interview, das Alexander Dugin einem „Jobbik-nahen Internetportal“ gegeben hat.

„Er gilt als Ideologe“, schreibt „Die Welt“. Das ist der Niedergang der Medien, über solch einen Mann zu berichten, und darüber hinaus dafür auch noch rechtsextremistischen bis faschistischen Parteien nahestehenden Medien Reputation als Informationsquellen zu verschaffen – von da weg ist es bis zum Untergang der bisher gekannten Welt nicht mehr weit. Den aber wieder die Wähler und Wählerinnen zu verantworten haben werden. Denn. Wenn ein Mann mit solch einem Geschwefel schon als „Ideologe“gilt, wenn solch ein Mann wie Putin, auf den ein solcher Mann Einfluß haben soll, gewählt wird, dann sind die Wähler und Wählerinnen dafür verantwortlich zu machen. Und sie werden dafür auch zur Verantwortung gezogen. Denn die Konsequenzen ihrer Wahl müssen sie stets bitter selbst erleiden, aber leider nicht nur sie selbst, sondern auch alle Menschen, die nicht solche Parteien wählen.

Jetzt wäre beinahe darauf vergessen worden, über Österreich als Beispiel zu schreiben, und auch über Siegfried Eisele. Natürlich ist Siegfried Eisele zu vergessen, dieser Alexander Dugin aus dem Vorarlbergerischen. Der die FPÖ will, und die NDP und den Front National … Um die Bedeutung von Alexander Dugin richtig einschätzen zu können, sich nicht durch weltweite Berichte über ihn blenden zu lassen, muß bloß immer daran gedacht werden, Siegfried Eisele ist Alexander Dugin und Alexander Dugin ist Siegfried Eisele. Und Vladimir Putin ist irgendeiner aus der FPÖ. Und was der russische Siegfried Eisele sagt, das kann auch beim österreichischen Siegfried Eisele gelesen werden, in dessen Ideologie auch Habsburg eine hohe Rolle spielt, wie er erst vor wenigen Tagen tief dachte und nachgelesen werden kann in: „Was ein Wähler will: NDP, FPÖ, Front National …“:

„[D]ie Völker Deutschlands müssen ihre Fesseln abstreifen und sich unter die Schutzmacht eines Christenfürsten Habsburg, eine geweihte Familie, begeben, der die Fachkräfte unter Kontrolle hätte!!!!“ Wehret den Anfängen!!!! Anfängen? Ja was glaubt ihr, was 40 Jahre eines Universums ist.“

Auch der russische Siegfried Eisele hat so seine tiefen Gedanken nicht nur zu Habsburg, sondern auch zum Universum, wie nachgelesen werden kann in: Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen, ist freiwilliger Eintritt in die Welt der Psychiatrie

Wer den hier zusammengetragenen kleinen Roman des FPÖ-Wählers und Ideologen Siegfried Eisele liest, liest damit zugleich auch den gesamten russischen Ideologen Siegfried Eisele. Wenn Sie nicht Vladmir Putin heißen oder den Namen eines freiheitlichen Mandatars oder einer freiheitlichen Mandatarin tragen, würde es wirklich interessieren, ob eine solche vorarlbergerische Ideologie je einen Einfluß auf Sie auszuüben imstande  ist … Und wenn nicht, aber Sie die FPÖ wählen oder gar erstmalig wählen wollen, wäre es auch von Interesse von Ihnen zu erfahren, wie Sie das alles unter einen Hut zu bringen imstande sind

PS Eine Partei aber, auch wenn das die schlechteste Lösung und die leichteste Entlassung der Wähler und Wählerinnen aus deren Verantwortung in einer Demokratie ist, kann wenigstens nicht mehr gewählt werden, nämlich die NDP, von der Siegfried Eisele schreibt. Möglicherweise meint er die NPD. Jedenfalls die NDP, die er als in Österreich wohnender Ideologe in Dreifaltigkeit mit FPÖ und Front National bewirbt, wurde 1988 in Österreich „wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung“ verboten. Das war eine Partei, die 1967 als Abspaltung von der FPÖ entstand. Gegründet und geführt von Norbert Burger, der für den zurzeitigen Obmann der FPÖ

Verbote und Zensur nach Kurt Seinitz der beste und größte Schutz vor Mord und Gewalt

Ach, hätten die gesetzgebenden Kräfte in Frankreich bloß auf Kurt Seinitz gehört, die ermordeten Menschen von dem Satiremagazin „Charlie Hebdo“ könnten heute noch am Leben sein. Ihre Mörder, die ein „gottgefälliges Leben“ führten, hätten keinen Grund gehabt, sie zu ermorden …

„Frankreich hat also sehr wohl Meinungsdelikte, wenn es will. Es hätte ‚Charlie Hebdo‘ (vor sich selbst) schützen können, schützen sollen.“

Kurt Seinitz - Schutz des Lebens durch Verbote und ZensurDas schreibt Kurt Seinitz heute in der „Kronen-Zeitung“. Er wird dabei vielleicht an die entsprechenden Gesetze in Österreich gedacht haben, bei diesen Anleihe genommen haben. Was für ein guter und gottgefälliger Staat Österreich doch ist, schützt seine Journalisten und Journalistinnen davor, „Charlie“ zu werden, sich umbringen lassen zu wollen. Nur Törichte können Verbote und Zensur als Knebelung des freien Menschen verstehen, es sind bloß die größten und besten Schutzmaßnahmen des besorgten und guten Väterchen Staat um das Wohlergehen seiner Menschen, er möchte bloß vermeiden, daß seine Menschen sich umbringen lassen wollen.

Wenn die Veranstaltung am gestrigen Sonntag am Ballhausplatz im Namen von Pressefreiheit, Demokratie und Weltoffenheit für etwas gut war, dann doch vor allem dafür, heute bereits durch Kurt Seinitz bestätigt zu bekommen, wie in Österreich Weltoffenheit, Demokratie und Pressefreiheit verstanden wird. Aber nicht durch ihn allein, auch Wolfgang Fellner von der Umsonst schreibt bereits heute: Und jetzt schärfere Gesetze

In Österreich hinkünftig „Haxenspreizer“ statt „Faschismus“ schreiben

Wie eben zu erfahren ist, ging es heute im österreichischen Parlament hoch her. Thema, besser, Unthema war der „Haxenspreizer“, ein weiteres Mal, und es war wieder die identitäre Gemein-Schaft …

Es ist unnötig, noch etwas dazu zu schreiben, was hierzu und besonders zu den nicht hehren Beweggründen der FPÖ zu schreiben war, wurde geschrieben, zum wiederholten Versuch, diesen ihren durchsichtigen Antrag im Parlament durchbringen zu wollen, muß nichts mehr gesagt werden. Es muß auch nicht wiederholt, daß diese leidige Sache mit dem Getränkepreisblatt auf dem Donauinselfest augenblicklich und vorbildhaft von der sozialdemokratischen Gewerkschaft und von der sozialdemokratischen Partei bereinigt und schärfstens kritisiert wurde, in einer Art kritisiert wurde, wie es von der FPÖ noch nie gehört oder gelesen werden konnte, daß sie, die identitäre Gemein-Schaft, sich selbst derart scharf und ohne Schuldabschiebung auf andere je kritisiert hätte.

Aber diese leidige und unselige „Haxenspreizer“-Geschichte verursacht doch einiges Grübeln. Ausgelöst durch das, was passiert ist, seit dem 29. Juni 2014, als erstmals über dieses vollkommen unpassende Getränkepreisblatt geschrieben wurde. Abertausende haben den Text aufgerufen. Es wurde medial berichtet. Es wurde eine Presseaussendung fabriziert, Es wurde eine parlamentarische Anfrage eingebracht, es mußte eine Ministerin diese beantworten. Es wurden zwei Entschließungsanträge im Parlament eingebracht. Zwei Abstimmungen im Parlament. Was aber ignoriert wurde, ist die vorbildhafte und rasche Bereinigung. Wer allein auf der Plattform des Unternehmens Twitter zum „Haxenspreizer“ sich geäußert hat … Wer möchte, kann sich ein wenig auf dieser Plattform umsehen, was dort zum „Haxenspreizer“ geschrieben wurde, aber nicht von sogenannten Bildungsfernen, nicht von sogenannten Unbekannten …

Haxenspreizer und FaschismusIm Vergleich dazu, wie still es ist bei dem ernsten Thema „Wiederbeleben des Faschismus“, auch auf der oben genannten Plattform, von … Es könnte beinahe verstanden werden, um in Österreich beispielsweise eine notwendige und dringende Auseinandersetzung mit „Faschismus“ anzuregen, statt „Faschismus“ – so abstrus das klingen mag – eben „Haxenspreizer“ schreiben zu müssen, um diese breiten Reaktionen auslösen zu können, wie es eben mit dem „Haxenspreizer“ …

Das ist menschgemäß eine aberwitzige Idee, eine, die hier nie umgesetzt werden wird. Aber es zeigt doch, wie billig, wie oberflächlich es in Österreich zugeht, wenn ein Wort wie „Haxenspreizer“ vor allem die Finger sogenannter Opinion leader vorwiegend aus dem Medien- und Politikbereich glühen läßt, während das Wort „Faschismus“ oder gar „Wiederbeleben des Faschismus“ bei ihnen nichts auslöst, ihre Finger sich nicht regen …

PS Die leidige „Haxenspreizer“-Geschichte zeigt noch etwas, wie es anhand der Statistik abzulesen ist, wie gering die Bereitschaft ist, sich über eine Sache umfassend zu informieren. Es wurde bisher zwar von Abertausenden der erste Text vom 29. Juni 2014 aufgerufen, aber kaum Interesse bestand bisher, trotz der vielen zusätzlichen Hinweise, sich darüber erkundigen zu wollen, wie es nach dem 29. Juni weiterging, als diese Sache längst bereinigt war. Diese Texte wurden in einer vernachlässigbaren Größenordnung aufgerufen. Diese Faulheit, sich vollständig informieren zu wollen, paßt wohl recht gut zu Billigkeit und Oberflächlichkeit, und leider auch, was nicht mehr harmlos ist, sondern gemeingefährlich, zum Wahlverhalten in Österreich …