Kurzens Idee umgesetzt

Wenn die schwarze Regierungspartei in Österreich ebenfalls so eine Website hätte wie ihre identitäre Regierungspartnerin, also eine gesinnungsgemäß zensurierte Website … was schrieben die Menschen wohl für Kommentare zu den Kommentaren auf einer solchen Website der schwarzen Regierungspartei? Es darf vermutet werden, kaum andere. Soweit, wie es bereits gekommen ist, in Österreich, aber nicht nur in Österreich.

Was würden die Verantwortlichen einer solchen Website der schwarzen Regierungspartei selbst für Kommentare schreiben? Es darf vermutet werden, kaum andere. Soweit, wie es bereits gekommen ist, mit der schwarzen Partei.

Ein Kommentar wie „Dänemarks Regierung schickt abgelehnte Asylwerber und straffällige Ausländer auf Insel“ wäre dann auf einer solchen Website der schwarzen Regierungspartei ebenfalls ein zu veröffentlichender oder ein von der gesinnungsgemäß zensurierten Website zu übernehmender, wie auch diese von anderen ehrenwerten Magazinen Artikel übernimmt.

Freilich nicht ohne eine geringe, aber wesentliche Veränderung. Das könnte die Website der schwarzen Regierungspartei nicht durchgehen lassen, daß in ihrem Kommentar stünde: „Kickls Idee umgesetzt“. Diese Überschrift und der darauf folgende Absatz müßte schwarzparteilich umgeschrieben werden, also auf „Kurzens Idee umgesetzt“ usw. Solche Websites müssen halt ihre Hähne in Stellung bringen, ihren Hahn als den vorführen, der solch eine Idee zuerst krähte, den Menschen solche Eier legt. Und es wäre auch von der schwarzparteilichen Website nicht falsch; tatsächlich ist aus diesem Ideengekrähe nicht mehr eindeutig herauszuhören, wer es zuerst war, Kickl oder Kurz oder ganz andere, mit denen es noch abgründiger …

Insel - Lindholm - Kurz Microfon.png

Bleibt noch die Frage. Wie würde eine solche schwarzparteiliche Website gestaltet sein, was für einen Namen erhielte sie? Nun, zensuriert geht nicht mehr, ist zur Zeit besetzt, wahrscheinlich, damit es recht authentisch, das heutzutage gar so begehrt ist zu sein, ist: schlicht und einfach kurz … Ein flatterndes Vögelchen dazu im Logo geht nicht mehr, ist zur Zeit ebenfalls besetzt. Ein goldenes Micro mit der Inschrift kurz als Logo wäre nicht unpassend und nicht unwahrscheinlich. Der Hintergrund, also der Untergrund türkis, das läge nahe, ebenso stets zu den Kommentarüberschriften das Konterfei des … steht doch geschrieben, kein anderes Bild soll … Und natürlich in den Kommentaren selbst die Unterüberschriften, in denen er namentlich vorkommt, in einer alles überragenden Schriftgröße, also nicht so klein wie das „Kickl“ im Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website, schließlich ist er der …

Wie eine schwarzparteiliche Website kurz micro nach dem Modell der gesinnungsgemäß zensurierten Website aussehen könnte vorgestellt an einem Beispielkommentar

 

„Kickls Idee umgesetzt.“ Kurz, nachgeredet.

„Europa der Vaterländer“. Das ist auch die Heilslosung des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich. Und ihm ist das „Vaterland“ stets eines, das er nicht ohne „Ehre“ seinen illustren Gästen in Prachtbauten zu verkünden …

Armbrust. Niemand faßt es so kenntlich wie kurz zusammen, was von einem „Europa der Vaterländer“ zu erwarten ist, was der Geist der Vaterländer ist, als Crossbow: „Soviel ich weiß, werden tollwütige Hunde eingeschläfert.“ Wer ihm oder ihr „Hunde“ sind, die „eingeschläfert“ gehörten, sind nicht Hunde, sondern Menschen. Der Vaterländergeist liebt Hunde im besonderen, Tiere im allgemeinen.

Zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich. Wo sonst als auf dieser gesinnungsgemäß zensurierten Website kann diese alles kenntlichmachende crossbowische Kurzfassung des Vaterländergeistes geschrieben werden, nicht irgendwann in grauer Vorzeit, sondern am 2. Dezember 18, und Tastaturapplaus, also recht viel Zustimmung bekommen.

Am 2. Dezember, am ersten Adventsonntag. Wenn die friedlichste Zeit im Jahr anbricht, wird es stets recht besonders friedlich auf dieser Website.

„Tierseuchen-Insel“ für Menschen. Die gesinnungsgemäß zensurierte Website feiert am 1. Dezember 18  voradventlich den Plan der Mitte-Rechts-Regierung in Dänemark der Verbannung von Menschen auf eine Insel. Und rechnet es ihrem Innenminister hoch an: „Kickls Idee umgesetzt.“ Was für eine Insel dafür auserkoren, schreibt eine Zeitung in Deutschland: „Heute gibt es Laboratorien, Ställe und ein Krematorium für verendete Tiere auf der Insel.“

„EU-Infothek – Das unabhängige Magazin für Österreich und Europa“. „Europa macht die Schotten dicht. Die gesinnungsgemäß zensurierte Website übernimmt einen Artikel von diesem Magazin, für das Menschen mit höchsten Bildungsgraden und auch mit höchstem Ansehen in Österreich schreiben, von einem Unterberger bis zu einem Mangott … Da kann eine gesinnungsgemäß zensurierte Website gar nicht anders, als diesen Artikel zu übernehmen, noch dazu recht schön illustriert: mit Menschen hinter einem Zaun. Dieser Zaun scheint ihr aber zu fein, zu diskret. Das kann auch deutlicher gezeigt werden, wie in der Collage zu sehen ist, mit einem Stacheldrahtzaun, der gleich erinnert an den Stacheldraht aus den Lagern der …

Kurz. Nachgeredet. Nachgeschrieben. Es zeichnet menschgemäß ein solches Magazin der Geistesgrößen, der Infothek in diesem Land aus, daß Anleihe genommen wird, beim Besten, das dieses Land zur Zeit zu bieten hat, also, kurz gesagt, beim Bundeskanzler, ein ebenbürtiger Mann, ebenfalls mit höchstem Ansehen und vor allem mit dem höchsten Bildungsgrad, der zur Zeit in Österreich zum Erreichen von höchsten Ämtern gefordert wird. Das Beispiel von dem armen Mann, der 1600 netto verdiene und damit schlechter aussteige als eine Familie, in der niemand arbeite …

Kurz nachgeredet

„Das sollte uns natürlich mahnen!“

„… Es gibt durchaus orientalische Brauchtümer, die nicht immer angenehm auffallen. In Wien gibt es viele so türkische Hochzeiten. Da wird gedudelt, da gibt es einen Krawall. Im öffentlichen Raum ist das etwas anderes. Das gefällt nicht jedem. Passiert oft auf der Straße solche Umzüge, mit Janitscharenmusik usw. und Gedudel …“

„Wo?“ Auf diese Frage der Moderatorin, der bekannt ist, daß Hochzeiten in Festsälen stattfinden, weiß der Mann die konkreteste Antwort zu geben, die nur solch ein Mann zu geben je nur weiß:

„Auf der Straße.“

„Ist ein keltisches Fest, Halloween, also durchaus europäisch sozusagen.“ 

Sagt ebenfalls dieser Mann.

„Die Heimat des Nikolaus wurde ja von den Türken erobert, also Byzanz wurde ja vernichtet im Türkensturm. Das sollte uns natürlich mahnen. Das Kreuz sollte man schon auch verteidigen, besser gesagt, das Abendland.“ 

„Das sollte uns natürlich mahnen.“

Sagt dieser Mann.

„Das sollte uns natürlich mahnen.“

Was sollte mahnen?

Diese Selbstverständlichkeit, mit der in Österreich, Männer mit solch einem Gesinnungshaarschnitt zu Diskussionen in das Fernsehen eingeladen werden.

Nicht der Umstand, daß solche Männer eingeladen werden, und nicht nur in diese Fernsehanstalt oe, ist das Mahnenswerte, sondern, daß solche Männer nichts beitragen können zu einer Diskussion, zu einem Diskurs, zu einer Debatte, gleich zu welchem Thema, sondern solchen Männern Möglichkeiten geboten werden, ihre Gesinnung zu verbreiten, ihnen jede Diskussion nur dazu dient, Propaganda für ihre Gesinnung zu betreiben, jede Diskussion dafür zu mißbrauchen, jedweder Diskussion das notwendige Niveau zu vernichten.

Wozu generell zu sagen ist, daß das Niveau ohnehin von Fernsehdiskussionen in Österreich nicht unbedingt ein hohes zu nennen ist. Mit der forcierten Einladung von solchen Männern, und es sind vor allem Männer mit solchen Gesinnunghaarschnitten, wird das Niveau weiter und weiter in die Tiefe getrieben.

„Das sollte uns natürlich mahnen.“

Und gerade dieser Mann, von dem oben ein paar Zitate aus dieser Fernsehdiskussion gebracht wurden, steht exemplarisch in Österreich für die Anspruchslosigkeit der Fernsehanstalten, hochwertige Diskussionen zu bieten, steht exemplarisch für die Geringschätzung ihres Publikums, indem sie ihren Zuseherinnen inhaltslose Diskussionen anbieten, ihre Zusehern mit Gesinnungspropaganda von solchen Männern …

Sie werden vielleicht einwenden, ja, aber die Demokratie, es müsse doch ein jeder Mensch gehört werden, ein jeder Mensch die Möglichkeit zum Sprechen haben. Selbstverständlich. Und auch dieser Mann hat zur Genüge Gelegenheit dazu, und er nützt diese auch recht. Wozu also noch im Fernsehen? Zumal er inhaltlich nichts beizutragen hat. Wozu im Fernsehen auch noch seine Gesinnung hören, die er ohnehin auf der Straße singen kann und singt. Im Gegensatz zu ihm kann konkret geantwortet werden, wo das ist, auf welcher Straße. Und nicht nur wo, sondern auch wann. Und nicht nur auf der Straße, sondern es stehen ihm auch Medien seiner Gesinnung dafür zur Verfügung.

Und was ist seine Gesinnung? Seine Gesinnung kann in einem Wort kurz zusammengefaßt werden: „Deutschlandlied“. Gesungen am Michaelerplatz am Nationalfeiertag im Oktober 18 …

Auch Peter Wurstelsepp aus Favoriten hat seine Gelegenheiten, muß also seine Gesinnung nicht durch das Fernsehen geadelt werden … Auch seine gemeinsamen Auftritte auf der Straße mit diesem Mann können konkret genannt werden, wann und wo, beispielsweise am Albertinaplatz …

Auf der Straße. Wo? Wann? Im September 18 vor dem Bundeskanzleramt, auf einem Denkmal stehend …

I. Nagel gegen Regierung in Kurzens Land eingeschlagen: „Der blaue Fetzen muss verschwinden“

FPÖ Identitäre Parlamentspartei Michael Schnedlitz  Gedankengut nichts verloren - Werbung dafür nicht tragbar

Übrigens, Schnedlitz war auch dabei, also nicht vor dem Bundeskanzleramt, sondern im Fernsehen, und sein Beitrag zur Diskussion über den Krampus so reich wie der von dem Deutschlandliedsänger, also inhaltsleer.

Aber auch Schnedlitz hat seinen demokratischen Rednerplatz. Wo? Auf der Straße. Und den nützt er. Im Gegensatz zu dem oben zitierten Mann kann konkret geantwortet werden, wo und wann. Zum Beispiel im Februar 16.

„Dieses Gedankengut hat“ für FPÖ-Sozialstadtrat Michael Schnedlitz „bei uns nichts verloren.“

Mit der „identitären Bewegung“, und es sprachen zu ihr Landbauer, Rosenkranz und eben Schnedlitz mit dem bemerkenswerten Satz:

„Dieses Gedankengut hat bei uns nichts verloren. Werbung dafür ist untragbar.“

Soweit wie diese Männer mit diesem Gesinnungshaarschnitt will nicht gegangen werden, es will nicht ihr Demokratieverständnis übernommen werden, das dieser schnedlitzische Satz ausdrückt: „Dieses Gedankengut hat bei uns nichts verloren.“

Nur, diese Männer kostenlos für ihre Gesinnung in Diskussion werben zu lassen, muß nicht sein, es wird auch nicht verstanden, daß Fernsehanstalten in Österreich sich diese Gesinnungswerbung nicht teuer bezahlen lassen. Würden diese Männer ihre Gesinnungswerbung teuer bezahlen müssen, könnten Fernsehanstalten die hohen Einnahmen aus dieser Gesinnungswerbung dafür verwenden, Diskussionen höchster inhaltlicher Qualität zu bieten, Menschen zu Diskussionen einzuladen, die auch etwas Profundes zu sagen, Menschen mit höchstem Wissen, und es müßten nicht mehr Männer mit tiefster Gesinnung, keine Diskussionsvergewaltigerinnen mehr eingeladen werden.

Die Einnahmen aus solcher Gesinnungswerbung würden wohl äußerst spärlich sein, denn es sind Männer und Frauen dieser Gesinnungstracht nicht dafür recht bekannt, etwas aus eigener Tasche zahlen zu wollen.

Es werden doch andere Wege gesucht werden müssen, um in Österreich zu Diskussionen zu kommen, die, kurz zusammengefaßt, berechtigtersweise Diskussionen genannt werden können.

Österreich - Krampus

 

Drasenhofen, kurz gesagt, Außenprobelager von …

Zur Zeit in Österreich am Morgen aufzuwachen, ist zum Alptraum zu erwachen.

Am 29.11.18 mit der Stimme des zurzeitigen Bundeskanzlers in den Alptraum herausgezerrt, am 30.11.18 Waldhäusl. Seine Tonausscheidungen sind nicht zu zitieren, sind nicht zu besprechen.

Es ist nur festzustellen, es wundert nicht, wie einer aus der identitären Partei auf eine solche Idee verfallen kann, auf diese Weise mit Menschen umzugehen.

In diesen Gesinnungskreisen ist nach wie vor lebendig das Ideal der Lager jedweder Art …

Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

Nach dem Fordern eines Buchenwald in der Gegenwart den Justizminister befragen

Hofer-FPÖ-Werbewähler: „Jelinek eine Hinfahrkarte ins nächste Krematorium samt ‚bevorzugter‘ Behandlung“

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

FPÖ unzensuriert: „Massenhaft zu den Waffen greifen und alles umbringen, was Systemling, Invasor, Gutmensch, Linken genannt wird oder sich entsprechend verhält.“

Monika Mühlwerth zugewidmet, zum Entsetzen – FPÖ unzensuriert: „Gibt’s dort kein Erschießungskommando, gegen Menschen „keine Kammerjäger?“

Es könnten noch viele Kapitel angeführt werden, die von diesen identitären Idealen erzählen, nicht aus vergangenen Zeiten, sondern in der Gegenwart, in der nicht geglaubt werden kann, daß ein Waldhäusl so in der Gegenwart stehen und von sich geben kann …

Und aus den Tiefen des Waldhäusl der Schrei nach „Ordnung“ … Der Titel eines Blattes von einem Mann, der eben erst mit dem zurzeitigen Vizekanzler im Graben mit einem Buch demonstrierten, wofür sie stehen … Mag dem Blatt „Ordnung“ auch „Neue“ vorangestellt sein, neu ist daran nichts …

Neu hingegen ist, die Hinwendung eines Bundeskanzlers zu solchen Ideen von Lagern, mit einem Unterschied, er will das Land sauber halten, und derartige nur außerhalb von Österreich, um sauber dazustehen, weil diese, ach, nie etwas zu tun gehabt …

Es will gar nicht nachgeforscht werden, was der zurzeitige Bundeskanzler zum drasenhofnerischen Lager des Waldhäusl sagt, viel anders wird es wohl nicht werden, als das, was er schon einmal sagte, erst vor wenigen Monaten, als es um Kinder ging, in „Käfigen“ …

Spende der hilfreichen Gesellschaft des Sebastian Kurz zu seiner Interessensfindung

Zur Zeit in Österreich am Morgen aufzuwachen, heißt zum Alptraum zu erwachen.

Eine recht schlimme Sorte sind die Alpträume, die in einer morgendlichen Radionachrichtensendung spielen, um 7.00 Uhr, wenn, wie ein Filmtitel glauben machen will, die Welt noch in Ordnung sein sollte, aber Sie die Stimme des zurzeitigen Bundeskanzlers hören, wie wieder an diesem Morgen des Alptraumtages 29.11.18:

„ein verkäufer zum beispiel der in österreich arbeiten geht und 1600 euro netto verdient verheiratet ist seine frau ist zu hause und er hat drei kinder also ein arbeitnehmer mit 1600 euro einkommen der kommt als familie wenn man alles zusammenzählt dreizehntes vierzehntes gehalt familienbeihlfe  alles zusammen auf eine summe von 2500 netto pro monat 

ein mindestsicherungsempfänger oder eine familie in mindestsicherung mit drei kindern kommt derzeit mit dem alten modell auf eine höhere summe nämlich 2600 euro pro monat das heißt die familie wo niemand arbeiten geht in mindestsicherung steigt besser aus finanziell als ein mensch der ganz normal in österreich arbeitet 40 stunden die Woche und einen fulltimejob hat das ist ja ein absurdes system“

Die „2600“ betont der zurzeitige Bundeskanzler, als wären die „2600“ eine unvorstellbare und also eine unerhört hohe Summe, die die fünf Menschen bekommen, als bekämen die fünf Menschen eine Million oder gar noch mehr pro Monat …

Wie gelassen, wie entspannt hingegen spricht der zurzeitige Bundeskanzler die „2500“ aus, weil es ihm eben eine Selbstverständlichkeit ist, daß fünf Menschen damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können, wenn einer, und das ist ihm das Wichtigste, wenn wenigstens einer von ihnen arbeitet, vierzig Stunden die Woche. Fünf Menschen haben mit „2500“ auszukommen, müssen mit „2500“ auskommen, mehr gibt es nicht, mehr brauchen sie nicht, und was sie darüber hinaus brauchen, das weiß für sie der zurzeitige Bundeskanzler, nämlich zwölf Stunden am Tag Arbeit. Und wer zwölf Stunden in der Arbeit, braucht nicht mehr als „1600“ Gehalt im Monat. Wenn das nicht schon mal zu viel ist, wer die Hälfte des Tages auf der Arbeit ist, kann ohnehin kein Geld ausgeben. Hat je ein Bundeskanzler in Österreich mehr soziales Gewissen gehabt? Hat je ein Bundeskanzler in Österreich es recht besser gewußt, wie er Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen das Beste herausholen kann, für sie?

Nun werden also die fünf Menschen nach dem kurzschen System nicht mehr eine Million Euro bekommen, sondern weniger als 2500. Dann wird das System für den zurzeitigen Bundeskanzler kein absurdes System mehr sein, sondern das System bleiben, was es war: ein falsches.

Ein System ist dann falsch, wenn es keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem Arbeitseinkommen und einer Mindestsicherung gibt. Die Mindestsicherung, das besagt bereits das Wort – wer findet sich, um mit dem zurzeitigen Bundeskanzler Wortkunde zu machen –, sichert gerade einmal das Notwendigste, um finanziell, gemessen an dem nötigsten Geldbedarf in Österreich, einigermaßen durchzukommen.

Ein Arbeitseinkommen hingegen ist keine Mindestsicherung,

Wer findet sich, um dem zurzeitigen Bundeskanzler die Unterschiede der Wörter zu erklären. Ein Arbeitseinkommen, das nicht höher ist als die Mindestsicherung ist kein Arbeitseinkommen, sondern eine Mindestsicherung, Und für wen der zurzeitige Bundeskanzler das Beste herausholt, das sind nicht Sie, als Arbeitnehmer, nicht Sie, als Arbeitnehmerin, sondern …

Aber es muß nicht dabei bleiben. In Österreich. Also beim Aufwachen in den Alptraum.

Dafür muß aber etwas getan werden. Und weil der zurzeitige Bundeskanzler sehr empfänglich ist, gibt es dafür einen durchaus erfolgsversprechenden Weg.

Wenn Sie höhere Löhne haben wollen, wenn Sie höhere Gehälter haben wollen, die weit über der Mindestsicherung liegen, die Sie jetzt verdienen, wenn Sie 40 Stunden in der Woche arbeiten, wenn Sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, dann gibt es nur eine Möglichkeit, spenden Sie, spenden Sie mehr als die Wirtschaft, spenden Sie mehr als die Industrie, füllen Sie die Taschen der kurzschen Partei auf, wie es die Wirtschaft, wie es die Industrie je nicht vermag, und der zurzeitige Bundeskanzler wird augenblicklich Ihr Verbündeter, wird augenblicklich dafür sorgen, daß Gehälter und Löhne nicht mehr Mindestsicherung sind, sondern sich deutlich abheben von der Mindestsicherung, von der dann der zurzeitige Bundeskanzler gelassen und entspannt sprechen wird, daß 2600 Euro 2600 Euro sind, die in Österreich fünf Menschen selbstverständlich zustehen, um das Notwendigste finanziell abdecken zu können, es in Österreich nicht mehr so ist, daß ein Arbeitseinkommen nur ein Mindestsicherungseinkommen ist.

Sie allein, das ist klar, können als Arbeitnehmerin, als Arbeitnehmer dem zurzeitigen Bundeskanzler nicht so viel spenden, wie auch, mit Ihrem Mindestsicherungsarbeitseinkommen. Aber wenn sich alle Arbeitnehmerinnen und alle Arbeitnehmer zusammenschließen zur Spendensammlung, um dann gemeinsam einen sehr hohen Spendenbetrag an den zurzeitigen Bundeskanzler zu übergeben, dann wird sich der zurzeitige Bundeskanzler Ihnen nicht verschließen, wird er Ihr erster Sänger Ihrer Interessen werden, augenblicklich, und vergessen haben wird er in der Sekunde Wörter wie Wirtschaft, Industrie …

Damit der zurzeitige Bundeskanzler auch weiß, von wem er die Spende erhält, von wem er die Interessen zu vertreten hat, so wie er bis jetzt gestützt meinte es zu wissen, wird ein entsprechender Name notwendig sein, mit dem ihm gegenüber aufzutreten ist, kurz gesagt, die Spende braucht einen Namen.

Spende der hilfreichen Gesellschaft des Sebastian Kurz zu seiner Interessensfindung

Spende der hilfreichen Gesellschaft des Sebastian Kurz zu seiner Interessensfindung

 

Wer ohne selige Erinnerung ist, schreibe die erste Anzeige.

Unzensuriert ist Zensuriert und ihr dürfen Neger Neger und Mordphantasien müssen sein. Und in seliger Erinnerung ist ihr Luca Kaiser ein Pimpf, also ein Hitlerjunge

Wegen der besseren Lesbarkeit wurde, vorab zur Klarstellung, darauf verzichtet, in der Kapitelunterüberschrift Anführungszeichen zu verwenden. Das heißt. Die Wörter Neger, Pimpf vor allem sind mit Anführungszeichen zu lesen, weil sie nur zitiert werden. Die Lesenden von der gesinnungsgemäß zensurierten Website, die viel von recht guter Lesbarkeit halten, also in erster Linie dann, wenn es um eine gegenderte Sprache geht, müssen aber für die bessere Lesbarkeit nicht danken. Die Nichtverwendung der Anführungszeichen geschieht auch deshalb, weil es ihre Realität ist, und ihre Wirklichkeit in Anführungszeichen zu setzen, käme einer Leugnung ihrer Wirklichkeit gleich, als existierte ihr ihre Wirklichkeit nicht, und das dies ihre Realität ist, kann wahrlich nicht geleugnet werden.

Nun aber.

Ach, wie wird wieder geschnaubt, auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei.

Anlaß für das Schnauben ist ihr die Mitteilung eines ehrenwerten Mannes, die Staatsanwaltschaft wolle gegen Luca Kaiser ob seines Postings kein Verfahren einleiten. Was muß das für den ehrenwerten Mann, der einmal Präsident des Patentamtes war, für eine Enttäuschung sein, daß seine Anzeige nicht verfolgungswürdig ist.

Die seltsamen Anzeigen des Friedrich Rödler - geadelt zum Friedlich Rödler durch Unzensuriert

Für den geschäftspatenten Mann nun diese herbe Enttäuschung. Schrieb doch die gesinnungsgemäß zensurierte Website über seine Anzeige einen Kommentar, hat doch die Zensuriert seine Anzeige „exklusiv“ …

Friedrich Rödler heißt dieser patent ehrenwerte Mann, dessen Anzeige der Zensuriert eine kommentarwürdige ist. Was diesem friedlichen Mann wohl niemals einfiele, ist je eine Anzeige gegen die „Morddroherei“ auf ebendieser Website einzubringen. Jedenfalls liegt der Zensuriert keine diesbezügliche Anzeige „exklusiv“ vor. Und weil Rödler nicht nur ein ehrenwerter Mann ist, sondern auch ein ihr friedlicher, erfährt er nun durch sie eine Adelung, Für die Zensuriert ist Rödler nicht mehr ein Friedrich, sondern ein „Friedlich“ …

Zum Posting von Luca Kaiser, das Friedlich Rödler Anlaß für seine patente Anzeige war, ist nur eines anzumerken, wie erschreckend niveaulos es in Österreich zugeht, wie erschreckend die sogenannte Linke und die sogenannte Rechte in Österreich vereint im Beschimpfen ist. Wie wahr doch in dieser Hinsicht das Wort von Ernst Jandl ist, daß es ein „illtum“ ist, „lechts und rinks“ könne nicht „velwechsert“ werden. Und es darf hinzugefügt werden, oft scheint es, nicht nur in dieser Hinsicht.

Bei allem Verwechslungspotential zwischen Rechts und Links in diesem Land, eines geht jedoch absolut nicht. Was je nicht geht, ist Luca Kaiser zu unterstellen, ein „Pimpf“ zu sein, also Luca Kaiser als „Hitlerjunge“ zu denunzieren.

„dem gehören ein paar kräftig hinter die löffel. dem sohn des kaisers, anmaßendes, kleines wuersterl. die hab ich schon gefressen, noch keinen tag redlich gearbeitet und dann solche sprüche ablassen der schwachsinnige pimpf der elende. das ist die zukunft der roten, na bravo, verlierergesindel unter sich.“

Für die Verhältnisse dieser Person ist zungl888 diesmal, was die Bestrafung angeht, recht milde gestimmt, bloß „ein paar kräftig hinter die löffel“. Vielleicht, weil es um einen jungen Mann geht, und junge Männer, die werden ja noch für Männersachen gebraucht, sind halt männlich liebevoll körperlich zu erziehen, bereit zu schlagen für Männersachen, während Frauen, Frauen, also für zungl888, gleich am „Galgen baumeln“ sollen. Und wieder viele, die augenblicklich zungl88 zustimmen …

Es soll aber niemand damit kommen, es werde hier die „Nazi-Keule“ hervorgeholt, weil erwähnt wird, daß „Pimpfe“ einst „Hitlerjungen“ waren. Es ist IRRA, der sich erinnert, daß in seiner „Gymnasialzeit“ „Pimpf oft erwähnt“ wurde. Und wann die Gymnasialzeit von IRRA war, das ist nicht schwer zu datieren. In der Zeit, als junge Männer als „Pimpfe“ männlich körperlich erzogen wurden, zum Bereitsein für Männersachen, also für Hitlersachen.

Und diesmal ist sogar IRRA milde, bloß selige Erinnerung. Nichts Antisemitisches. Keine Beschwörung, die Geschichte möge sich wirklich wiederholen, wie am 08.05.18 auf ebendieser Website beschworen, also die Hitlersachen mögen sich wiederholen. Manchmal reicht eine selige Erinnerung als Aufruf zu …

Im seligen Schwelgen der Erinnerung scheint IRRA auch gleich eingefallen zu sein, wie recht beliebt es in der irraschen Gymnasialzeit es war, Mensch und Tier gleichzusetzen, ausgenommen davon nur eine Gattung, spezifischer: die Herrengattung …

Ach, selige Erinnerung. Es wird nach der Demonstration im Graben, die den zurzeitigen Vizekanzler traurig stimmte, wohl noch ein seliger Erinnerungsabend geworden sein, waren doch, darf angenommen, recht viele dabei, die nicht wenig mit ebendieser Website zu tun haben.

Es kann der patent ehrenwerte Friedlich Rödler wahrlich nicht gescholten werden … Wer ohne selige Erinnerung ist, schreibe die erste Anzeige.

Genug jetzt aber, von der seligen Erinnerung. Zurück zur Gegenwart.

Wie kommt Biersauer bloß auf die Klage, „Neger darf nicht Neger sein“?

Gerade auf dieser und nicht nur auf dieser Website der identitären Regierungspartei ist „Neger“ so schlicht wie kurz einfach „Neger“.

Und wer in Österreich „Neger“ schreibt, darf, nein, ist berufen in Österreich, vor allem von der zurzeitigen Regierung „Gesetze“ zu schreiben, „Paragraphe“ zu verfassen, wie es der „Neger“-Schreiber als „Spezial-Jurist“ nennt, und solche „Paragraphe“ werden im österreichischen Parlament zur Zeit auch beschlossen, also von der schwarzen Partei und von der identitären Partei. Und das kann nur ein recht gutes Gesetz sein, denn wer „Neger“ schreiben kann, dessen „Paragraphe“ können nur von einer unendlich recht hohen Qualität sein.

Welch ein Irrtum. Zu meinen, damit den webseitigen Bunker der seligen Erinnerungen verlassen zu haben, zur Gegenwart gefunden zu haben, mit dem eben erst im österreichischen Parlament beschlossenen Gesetz. möchte doch der „Spezial-Jurist“ ein Denkmal für Männer, die nichts mit der Gegenwart mehr zu tun haben sollten, die Vergangenheit sind, aber in Österreich für zu viele selige Erinnerung, ihnen Gegenwart sind.

Zungl888 - Selige Erinnerungen in Österreich

Winterhilfswerkbildspende zur Einjährigkeit der feudalschwarzidentitären Regierung in Österreich: Stocker und Strache im Graben, November 18

Winterhilfswerk. Weihnachten 18 stehen bevor. Hatten manche am Christtag des vergangenen Jahres die Hoffnung, es wird nun eine Zeit anbrechen, in der es nicht mehr notwendig sein wird, Spenden zu sammeln. Ganz und gar hat sich das nicht erfüllt. Anderes war auch nicht zu erwarten. Die Hoffnung enttäuscht zuerst. Die Spendensammlung wird ausgeweitet werden müssen; es ist zu befürchten, Jahr um Jahr weiter ausgeweitet werden müssen.

Bildspende. Wer wird dieses Bild ersteigern? Wer wird noch das Geld haben? Wer hat zu diesem Bild einen persönlichen Bezug? Wer verbindet mit diesem Bild Erinnerungen an den Montag, als einer der Dargestellten zum Vizekanzler gemacht wurde, selbst bei diesem Machen dabei war, aber bloß wie ein Zuschauer, nur als Betrachter. Wer käme für das Ersteigern dieses Bildes mehr in Frage als der erste Beobachter im Staat? Aber wird er es ertragen können, ein Bild zu ersteigern, ein Bild nach Hause zu tragen, das ihn daran erinnert, ein Handlungsloser zu sein.

Bild. Das Bild zeigt Stocker und Strache im Graben im November 18. Stolz wird der Umschlag vor den satten Bauch gehalten. Das ist die erste Demonstration, von dem das Bild erzählt.

Bild, zweite Demonstration und dritte Demonstration. Es zeigt Stocker, den Vater, auf weiteren, nicht anderen, weil gesinnungsgemäß gleichen Demonstrationen.

Bild, wenn der Vater mit dem Sohne. Auf einer dieser gesinnungsgemäß gleichen Demonstrationen sind von den Stockerischen Vater und Sohn mit dabei. Die Stockerischen halten es mit der Tradition. Wie der Großvater so der Sohn so der Enkelsohn und wie der Enkelsohn so der Sohn so die Großmutter. Und das weiß das offizielle Österreich zu würdigen. Eine solche Großmutter kann nur durch den ersten Mann im Staat angemessen geehrt werden, durch die Ernennung zu einer Professorin. Und damit sie auch ein Kreuz hat, das sie sich verdient hat, bei solch gesinnungsgemäß wohlgeratenen Nachkommen: das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Das Goldene Kreuz bekam sie im zweiten der ersten Nullerjahre einer derart gemachten Regierung, als der Bundeskanzler in den zweiten Nullerjahren einer derart gemachten Regierung vielleicht schon Wer ist der nächste Schüssel spielte …

Zensurierte Website, Schreibplatz des stockerischen Vaters. Und wenn keine Demonstrationen Zeit in Anspruch nehmen, läßt sich der stockerische Vater von der Muse zu Kommentaren verführen, für die zensurierte Website der identitären Regierungspartei.

Die Stockerischen, Vorbild für die Stracheschen. Es wird berichtet, es soll bei den Stracheschen bald Nachwuchs geben. Ob vor allem Vater Strache schon davon träumt, die Stockerischen als Vorbild vor sich, ebenfalls mit dem Kinde auf nicht andere, sondern gesinnungsgemäß gleiche Demonstrationen zu gehen, stolz darauf und sich recht als Ehre anrechnend, wie das Kind Strache fest das Transparent haltend vorangeht. Und wie lange wird es dauern, bis Mutter Strache Titel und Ehrenzeichen als Kreuz bekommen wird, vielleicht noch in der Amtszeit des gegenwärtigen ersten Betrachters im Staate Österreich?

Die Stockerischen, nur ein Vorbild für die Stracheschen. In der strengen Weitergabe der Gesinnung. In der willigen Annahme der Vorfahren, im braven Folgen der Ahninnen Gesinnung. Ebenbürtig das Vorbild der Mölzerischen. Und nicht zu vergessen, die Gudenusschen.

Vater und gewählter Vater Strache. Es wird nicht gewußt, was der sogenannte natürliche Vater von dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich war oder ist und vor allem wie ihr Verhältnis zueinander war oder ist, ob sie je etwas miteinander unternahmen oder unternehmen, gewußt hingegen wird, er, der zurzeitige Vizekanzler in Österreich, hätte beinahe einen Vater sich erwählt, der vielleicht mehr zu ihm paßte, ist doch, wie es heißt, Gesinnungstinte dicker als Blut, und diesem gewählten Vater, gemeinhin bekannt unter Schwiegervater, wäre ein Schwiegersohn Strache gesinnungsgemäß ein wohlgeraten willkommener Sohn gewesen, angenommen als eigen Sohn, besiegelt auf ewig durch die Tinte der Gesinnung, die die Bande unlöschbarer zusammenhält als Sperma, nicht zerschlagbar wie ein Ei; am Ende aber doch ein mißratener Sohn – weil ein jeder Mann, der nicht mehr des Vaters Tochter Liebling, menschgemäß ein mißratener ist –, unabhängig davon, ob der Vatersuchende die Tochter verließ oder die Tochter den Vatersuchenden überhatte.

Gesinnungsnachweis. Wie viele Generationen muß es zurückreichen, um einen einwandfreien Gesinnungsnachweis ausgestellt zu bekommen?

Kleiner und großer Gesinnungspaß. Es ist gegenüber den Mölzerischen und den Gudenusschen möglicherweise eine ungerechte Vermutung, daß ihre Gesinnung nicht so viele Generationen in ihren Familien zurückreicht, um den großen Gesinnungspaß mit Stolz und Ehre vorzeigen zu können, so wie die stockerische Familie, in der mehr als zwei Generationen der ein und derselben Gesinnung treu, den großen Gesinnungspaß sich wahrlich recht ehrlich erwarben. Aber die Mölzerischen und die Gudenusschen können jederzeit Nachweise, auch ihre Familien mehr als zwei Generationen der ein und derselben Gesinnung treu ergeben, erbringen, werden ihre Nachweise jederzeit gerne veröffentlicht, um fortan ebenfalls den großen Gesinnungspaß vielleicht schon bei der nächsten Demonstration gemeinsam mit den Stockerischen, mit den Stracheschen stolz in der Tasche zu haben, den vom Gesinnungswachter beglaubigt unterfertigten großen Gesinnungspaß herzeigen zu können.

Stocker - Hobek - Strache im Graben - November 18

Zeit zum Rechnen

„Es wird nicht gut sein für den Schlaf der Demokraten, sich all das geballt zu Gemüte zu führen. Aber es ist ohnehin Zeit, dass die Demokraten aufwachen.“  

Es gibt keine gefährlicheren Zuruf, als diesen: „Aufwachen!“ „Erwachen!“

Das müßte vor allem Hans Rauscher wissen, dem die Vergangenheit in diesem Land ganz und gar nicht unbekannt ist, der diese doch immer wieder auch bemüht, wohin schon einmal die Parole „Aufwachen! Erwachen!“ führte, geradewegs zum Denkmal der Trümmerfrauen … und diese Parole „Aufwachen! Erwachen!“ wird seit geraumer Zeit inflationär ausgegeben, nicht an Nationalsozialistinnen, nicht an Faschisten, sondern an „Demokraten“, so werden die Frauen und Männer angesprochen, von denen gewollt wird, daß sie „aufwachen, erwachen“ …

Und immer mehr fühlen sich von diesem Zuruf angesprochen, aufzuwachen, zu erwachen, nicht als Nationalsozialisten, nicht als Faschistinnen, sondern als Männer und Frauen der „Demokratie“. Und sie verhalten sich dabei paradox. Denn. Sie schlafen nicht, sie sind wach, dennoch kommen sie der Aufforderung, aufzuwachen, zu erwachen nach. Auch Hans Rauscher schläft nicht, aber er müßte wohl einmal die Redaktionsstubenjalousie hochziehen, hinauszusehen, wie wach alle sind, auf beiden Straßenseiten, auf der rechten genauso wie auf der linken …

Die Gefahr ist nicht der Schlaf der „Demokraten“. Es schläft niemand. Es sind alle „Demokraten“ wach. Bereit zum Einsatz für eine „Demokratie“. Offen ist nur, welchen Namen am Ende des Einsatzes von allen die Demokratie haben wird. Wie sie, die Demokratie, zugerichtet sind sein wird.

Hat je eine „Demokratin“ schöner vom „Schlaf“ und vom „Aufwachen“ gesprochen, als die auf ewige erste Schauspielerin des Herrn, und es wohl so schön weiterspricht in ihrem Burgtheaterhimmel?

„Und in der Nacht, in unseren Betten, wenn wir da aufwachen aus’m Schlaf, da wird das Herz in ’nem süßem Schreck plötzlichen wissen, wir schlafen ja mitten […]“

Diese Aufforderung an Menschen, aufzuwachen, zu erwachen, wie eben von Hans Rauscher auch vorgebracht, haftet auch Arroganz an, entstellt „Demokraten“ bis zur Kenntlichkeit, will er sich doch damit zu erkennen geben als einen Mann, der als einziger wach ist, der als einziger nicht schläft, und fährt doch nur auf einem Tandem, beispielsweise mit einem Walter Marinovic … und hinten auf den Gepäcksträger geschnallt, kurz gesagt, die ganz und gar nicht schlafende, sondern sehr wache blütentreibende Blume der „Demokratie“ …

Mit solch einer Parole also für die Demokratie zu werben … Was kann aus ihr, aus der Demokratie werden? Das, was sie ist. Und die Aufforderung  Wache auf zu dem, was du bist an „Demokraten“ ist eine äußerst gefährliche. Eine auch nicht zu Ende gedachte. Wer schläft, wacht irgendwann auf, und wer wach ist, muß auch irgendwann wieder einschlafen. Das ist der menschgemäße Körperlauf. Zu welchem Schlaf werden alle nun Aufgewachten dann wieder einschlafen? Sie müssen wieder einschlafen. Was wird das diesmal für ein Furor werden durch lange Wachheit? Es wird doch gewußt, wer lange wach ist, ist bald nicht mehr bei Sinnen, und ein wesentlicher Teil ist durch lange Wachheit bald vollkommen betäubt, gebiert Ungeheuer … wie es zur Zeit in Österreich exemplarisch …

Wie viele stellen sich schon an, Schutzheilige der Wachheit zu sein, auf der rechten, auf der linken und auch auf der Seite, wo jene stehen, die nicht so eindeutig zuordenbar, die vielleicht einfach wie kurz gesagt: bürgerlich demokratisch …

Vorne auf dem Fahrradlenker der wehende Wimpel mit seiner schönen Inschrift über „Dämmerschlaf“ und „Aufwachen“ …

Zum nächsten stehenden Marsch auf dem Michaelerplatz kann mit diesem schmucken Tandem …

Oder vielleicht doch an einem Donnerstag zu den anderen Nichtschlafenden, Wachen — ohne Tandem, …

Kurz zusammengefaßt. Alle „Demokraten“ schlafen nicht, alle „Demokraten“ sind wach, nur Hans Rauscher hat die Fensterläden geschlossen … immer öfters muß gedacht werden, beim Lesen rauscherischer Artikel, glücklicher Hans Rauscher, den Seinen, heißt es schon in einem veralteten Buch, gibt’s der Herr im …

Es kann aber auch alles ganz anders sein, und Hans Rauscher hat das gar nicht an „Demokraten“ geschrieben, fordert also keine „Demokraten auf“, daß „Zeit zum Aufwachen“, sondern bloß an einzigen Kollegen von ihm in seiner Tageszeitung, sozusagen ein sehr intimer Brief in aller Öffentlichkeit, und damit es wirklich niemand mitbekommt, verwischt er, Rauscher, alle Spuren, die zu seinem Kollegen führen könnten, schreibt also: „Zeit zum Aufwachen“ und nicht „Zeit zum Rechnen“ …

Hans Rauscher - Zeit zum Aufwachen.png