Österreich, Scholle des Führers

Österreich - Scholle des Führers

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Bereits mit dem ersten Bekanntwerden der Ergebnisse des Referendums in der Türkei war klar, es wird nicht lange dauern, und die Bildungsfrage wird bemüht werden. Und es hat nicht lange gedauert, hervorzuheben, es seien die sogenannten Bildungsfernen, die für ein Ja gestimmt hätten, für Recep Tayyip Erdoğan,  für einen „Führerstaat“, wie es in der Umsonst, die sich treffenderweise Österreich nennt, einer ihrer Herausgeber in seiner Analyse schreibt.

Auf der Scholle des Führers überrascht es nicht, daß ihm dazu sofort „Führerstaat“ einfällt.

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Und mit dem Bekanntwerden, wie Menschen mit türkischer Staatsbürgerschaft, die in Österreich leben, abstimmten, nämlich beinahe drei Viertel stimmten mit Ja zu diesem unseligen Plan einer Verfassungsänderung in der Türkei, ging augenblicklich das Geheul los, wie können Türkinnen und Türken in Österreich nur dafür sein. In diesem Ausmaß. Was sind das nur für Menschen. Und sofort wurden Forderungen erhoben, diese alle müssen Österreich verlassen, solche Menschen hätten in einer Demokratie, wie sie Österreich ist, wobei nicht mehr klar ist, wird damit das Land oder die Umsonst gemeint, nichts verloren. Solche Menschen, die derart abstimmen, gehören bestraft; eine Strafaktion gehört her, wie sie gleich vom in Bestrafungen vernarrten Innenminister  kundgetan wurde, freilich nennt er es nicht so, bemäntelt sie mit dünnen sachlichen und rechtlichen Argumenten.

Auf der Scholle des Führers hätte es nicht überraschen dürfen, daß rund drei Viertel von den an diesem Referendum Teilnehmenden mit Ja stimmten. Sie haben dieses Land verstanden, die Atmosphäre auf der Scholle des Führers verleitet zu einem Ja. Sie sind integriert, auf eine schauerliche Art sind sie integriert, sie riechen den Lockduft des Führers, der über das ganze Land ausgebracht ist und unentwegt ausgebracht wird, und dieser mit dem Geruch der Jauche am besten beschreibbare Lockduft verströmt das Ja, das Ja, wie es der Österreichmann bezeichnet, zum „Führerstaat“.

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Ein paar Tage nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses des Referendums in der Türkei nun die Veröffentlichung einer Umfrage in Österreich, es stellt sich die Frage, sind Türkinnen oder Österreicher befragt worden, nach dem Ergebnis der Umfrage fällt es schwer, ist es eigentlich schon unmöglich, zwischen türkischen und österreichischen Menschen zu unterscheiden, die zum Ergebnis hat:

„43 Prozent der Österreicher wünschen sich einen ’starken Mann‘ an der Spitze des Staates. Und immerhin noch 23 Prozent stimmen der Aussage zu: ‚Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um ein Parlament und Wahlen kümmern muss.'“

Auf der Scholle des Führers ein Ergebnis, das nicht überrascht.

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Unterfüttert ist die Veröffentlichung dieses Umfrage-Ergebnisses, auch keine Überraschung, mit der Bildungsfrage. Es sind menschgemäß die sogenannten Bildungsfernen, die „nach einem starken Mann“ lechzen.

Oliver Rathkolb, der nun medial fleißig die Fragen zu dieser Umfrage beantwortet, sieht einen „ganz klaren Bildungsauftrag“, er meint, „vor allem für das Bildungssystem ist das aber ein schlechtes Ergebnis.“ Die Lösung: er bräuchte einen „eigenen You-Tube-Kanal“. Weil, so meint er, „Historiker“ würden zwar brav bei Fernsehdokumentationen usw. helfen, aber damit nur jene erreichen, die ohnehin schon von ihrer Meinung überzeugt seien.

Was, es kann nicht anders gesagt werden, für ein Unsinn. Weshalb sollte es mit einem eigenen You-Tube-Kanal anders als beispielsweise mit Fernsehdokumentationen …

Was es allein alles auf You-Tube gibt … er, Rathkolb, ist Historiker, vielleicht ist die Gegenwart nicht so seines, zusätzlich einen Rathkolb auf You-Tube, nun, das wird es nicht bringen, vor allem nicht, wie er es bringt.

Der Mangel ist nicht die Bildung. Der „Bildungsauftrag“ wird, auch was den mit dieser Umfrage verbundenen Nationalsozialismus angeht, übererfüllt. Wie viele der täglichen Sekunden werden nicht darauf verwendet, auf mannigfache mediale Weise zu bilden?

Es herrscht ein Mangel an einem aufrechten Umgang. Es gibt ein Übermaß, sich vor dem Nationalsozialismus zu verbeugen, ein Entgegenkommen, eine Großzügigkeit, eine Nachsicht. Wenn dies in der Gegenwart belanglos, fruchtlos wäre, könnte es abgetan werden, sollen sich jene, die sich dieser perversen Nostalgie hingeben, sich daran erfreuen, wie sich andere an den sogenannten Evergreens etwa eines Peter Alexander erfreuen. Bedauerlicherweise aber ist dem nicht so, es hat Auswirkungen auf die Gegenwart, es wirkt heute, und die Nachsicht im Heute ist das Ungeheuerliche, das Verwerfliche …  Es mag schon sein, wie Rathkolb sagt, daß Menschen, die den Nationalsozialismus ablehnen, nicht so für autoritäre Systeme anfällig seien, aber es hindert sie nicht, bildungsbeflissen Empfehlungen abzugeben, die …

Oliver Rathkolb selbst ist dafür ein Beispiel, wie einerseits der Bildungsauftrag erfüllt wird, aber andererseits … hier reicht es auf das Karl-Lueger-Denkmal und den Wehrmann in Eisen hinzuweisen:

Das Lueger-Denkmal von Josef Müllner mit der Tafel auf Karl-Art von Oliver Rathkolb

„Wehrmann in Eisen“, Josef Müllner und das tourismusgerecht zugerichtete Wien

Zugespitzt könnte gesagt werden, Oliver Rathkolb verwechselt Bildungsauftrag und Bildung mit Indoktrination und Gehirndurchgriffsrecht.

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Im Grunde ist diese Umfrage auch ein Beispiel dafür, wie sehr nicht das Bildungssystem versagt. Es werden die Signale wahrgenommen, die mit der Bildung ausgesandt werden. Das sind schauerliche Signale. Etwa in bezug auf den Nationalsozialismus. Dieser wird immer noch als eine Option behandelt und nicht als das, was er ist: ein Verbrechen. Wenn etwa gefragt wird, ob der Nationalsozialismus „sowohl Gutes als auch Schlechtes“ für Österreich gebracht habe. Als Gegenprobe. Oliver Rathkolb würde in einer Umfrage wohl nicht die Frage stellen, ob Sie glauben, daß eine kriminelle Vereinigung, beispielsweise die Mafia, „nur Schlechtes, großteils Schlechtes, großteils Gutes, nur Gutes“ …

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Es sind nicht die sogenannten Bildungsfernen, die in Österreich die „Führer“ und die „Führerinnnen“ feiern, sie als Vorbilder hinstellen, aber die sogenannten Bildungsnahen wenden sich vor Ekel ab, wenn Menschen einem „starken Führer“ etwas abgewinnen können,  der ihnen doch stets schmackhaft gemacht wird. Nicht in Schmuddelblättern, sondern auf den Seiten der sogenannten Qualitätszeitungen in diesem Land.

Österreich, Platz der schlampigen Erinnerungen

Maria Theresia, Ahnherrin der Integration in Österreich

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Wenn angenommen werden darf, daß das österreichische Parlament die Versammlung der sogenannten Bildungsnahen ist und darüber hinaus der Menschen, die bestens Bescheid wissen, die bestens informiert sind, die am meisten den Nationalsozialismus ablehnen und diesen auch kraft ihres Amtes ablehnen müssen, dann muß die Frage gestellt werden, zu was ist die Bildung nutze?

Kornblumenland Österreich: 80,3% wählten „Nazi-Blume“-Träger zu ihrem Präsidenten

Nach Einschätzung von Christine Nöstlinger ist das Parlament der Ort der „denkfaulen“ Wählenden

Die Kornblume von Norbert Hofer seit 107 Jahren Symbol für antiösterreichische Gesinnung

Die Menschen sind klüger, als Belehrer und Belehrerinnen sie haben wollen.

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Ach, es sind stets die sogenannten Bildungsfernen, die jene verhätscheln, die nicht zu hätscheln sind. Dazu reicht der Hinweis auf die Kapiteln über die Veranstaltung im letzten Jahr, im Vorort von Braunau …

Reist die feine Gesellschaft an, um ihrer Nathalie Holzmüller mit Wiener Handkuß beim Vortrag beizustehen?

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Ach, wie überrascht, über die hohe Zustimmung zu „Law and Order“. Ja, es sind die sogenannten Bildungsfernen, die unentwegt Gesetzesvorschläge formulieren, sie sind es, die im Parlament unentwegt Verschärfungsgesetzesinitiativen …

Österreich 2017: Strafen, Kerker, Verbote, Anhaltelager

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Ach, was für ein ungebildeter Pöbel, der einen „starken Mann“ … Ja, es ist der ungebildete Pöbel, für den ein Diktator einer ist, der als „Player“ einzubinden ist …

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Sagt das nicht auch sehr viel aus, wenn eine sogenannte respektive österreichische Qualitätszeitung ihren Bericht über diese Umfrage mit einem Bild von Vladimir Putin illustriert? Geradeso, als würde es in Österreich keinen Mandatar, keine Funktionärin geben, die nicht den „starken Mann“ geben wollte, weil sie, ach so gebildet, immun wären gegen die Verlockungen, den „starken Mann“ raushängen zu lassen?

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Ach, es sind stets die sogenannten Bildungsfernen, die dem „starken Mann“ huldigen, ihm Denkmäler errichten wollen …

Adolf-Hitler-Gedenkhaus in Westlake Hanoi, Vietnam

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Ach, wie das Bildungssystem versagt hat, wer bekommt den Auftrag, mit der jahrzehntelang kreisfahrenden Nationalikone der sogenannten Bildungsfernen mit dem Bedarf nach einem Diktator bildungsmäßig zu arbeiten …

Das Gift der verschuldeten Vermutungen

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Führerergeben wird in Österreich nach wie vor das Wort eines absolutistisch herrschenden Mannes – von irgendeinem Papst also – mit Sehnsucht und in völliger Verklärung der Landesidentität zitiert, Österreich sei eine Insel der Glückseligen. Tatsächlich aber ist Österreich eine Scholle des Führers, auf dieser schwarzbraunen Scholle des Führers wird seit Jahrzehnten die Bildungssaat ausgebracht, reichlich gedüngt, und was geerntet wird, nun davon erzählt auch diese aktuelle Umfrage. Es gibt nicht nur die Scholle des österreichischen Bildungsbauern, der darauf bedacht ist, sein Heu ins Trockene zu bringen, es gibt auch die Eisscholle, also eine Insel aus Eis. Österreich, eine Eisscholle des Führers, die mit einem sehr dünnen Zivilisationsboden provisorisch …

Häupl präsentiert kein erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Claim News - Komiitee - Antiziganismus - AntisemitismusEs gehört somit nicht zur Sorte fake news:

Häupl präsentiert erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Es ist, wie gelesen werden kann, klar als claim news deklariert. Es ist also eine gewünschte Berichterstattung, eine Berichterstattung, die es geben soll, nach den politischen Entscheidungen, die zu fordern sind. Claim news kann darüber hinaus auch verstanden werden, auf etwas aufmerksam machen, und weil es in diesem Fall auch um Geschichte geht, auf die verwiesen wird, um eine Nachforderung, die längst schon erfüllt hätte werden müssen.

Tatsächlich präsentiert wurde im Wiener Rathaus: das erste Monitoring-Komitee gegen Antisemitismus. Und nicht gegen Antiziganismus. Für die oben verlinkte claim news mußte lediglich Antisemitismus durch Antiziganismus ersetzt werden.

Wenn Sie fragen sollten, warum. Nun, es reichte u.a., wie gelesen werden kann, als Anlaß für die Installierung eines Komitees gegen Antisemitismus bereits ein Vorfall, das Beleidigen und das Anpöbeln eines jüdischen Bürgers. Das ist ehrenwert. Hätte es nicht spätestens nach den Morden in Oberwart sofort ein derartiges Komitee geben müssen, nicht beschränkt auf Wien, sondern ein österreichweites und ein ebenfalls parteiübergreifendes Komitee gegen Antiziganismus? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Ja!

Ein Komitee gegen Antisemitismus ist die Kür. Ein österreichweites und parteiübergreifendes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus wäre die Pflicht, ist die Pflicht, aber die ist nicht mit süßlichem Geplänkel zu erfüllen.

Ein Komitee gegen Antisemitismus ist nun in der Zeit, in der es plötzlich eine breite Entdeckung der sogenannten Wurzeln jüdisch-christlicher Provenienz gibt, opportun, und die Gefahr, deshalb breit gescholten zu werden, ist gering. Hingegen mit einem Komitee gegen Antiziganismus sind, und da wird es parteigefährdend, sind keine Wahlen zu gewinnen, mit einem Komitee gegen Antiziganismus wird es gesetzgeberisch konkret, sind Bettelverbote wohl nicht mehr so leicht zu verabschieden. Mit einem Komitee gegen Antisemitismus sind die Parteien glücklich beurlaubt, sich etwa konkret mit dem städtischen Personal auseinandersetzen zu müssen. Wie anders hingegen wäre es, ein Komitee gegen Antiziganismus installiert zu haben …

Hierzu beispielhaft ein Zitat aus einem Brief an den Bürgermeister Dr. Michael Häupl:

„Wir von der BettelLobbyWien kritisieren aufs Schärfste, dass Beamte der Stadt Wien die BewohnerInnen als „Bettelbanden“ diffamieren und das Haus und die Wohnungen den Medien gegenüber beschreiben, als würden die Menschen in unhygienischen Zuständen leben. Diese Berichte nähren alte antiziganistische Mythen vom „dreckigen Zigeuner“. Bauliche Mängel mit „unhygienischen BewohnerInnen“ gleichzusetzen, wie es die BeamtInnen offenbar tun, zeugt weder von seriöser Arbeit noch ist es hilfreich zur Bewältigung sozialer Probleme. Ganz im Gegenteil: Diffamierungen gegenüber armutsbetroffenen Menschen – ausgesprochen von BeamtInnen der Stadt Wien (und weiterverbreitet vom Boulevard) – gießen nur noch mehr Öl ins Feuer der Hetze, die ohnehin gegen armutsbetroffene OsteuropäerInnen betrieben wird.“

Das macht die Notwendigkeit dieser claim news, ist zu hoffen, verständlich.

Mit einem Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus würde es vielleicht der SPÖ schwerer fallen, auf die gutter press zu hören, die gutter press zu bedienen, wie, um ein Beispiel noch anzuführen, um die Osterzeit 2017 herum.

Für ein Komitee gegen Antiziganismus gäbe es also viel, recht viel zu tun, wie Sie allein schon anhand der hier veröffentlichten Kapiteln … und in weiteren Kapiteln …

Weshalb es also noch kein Komitee gegen Antiziganismus gibt?

Vielleicht, könnte die Denke sein, würde das als Belohnung verstanden werden für Menschen, die ja die „Bevölkerung ausbeuten“ …

Ob, eine abschließende Überlegung, der Mandatar der identitären Parlamentspartei mitgemacht hätte, es ihm seine Partei erlaubt hätte, beim Installieren eines Komitees gegen Antiziganismus?

Bei einem Komitee gegen Antisemitismus mitzumachen, nun, das geht recht, die Aussicht, politische Silberlinge einnehmen zu können, dafür kann sogar eine ungelenke identitäre Partei gelenkig werden …

Außerdem: ein Komitee ist ein Komitee ist ein Komiteetscherl, und wer es genau wissen will, hört der Wirtin Unzensurierta zu, die erzählt, wie das in Wahrheit ist, in der identitären Partei etwa mit dem Antisemitismus …

Häupl präsentiert erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Antisemitismus-Komitee - Wiener Rathaus

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat übermorgen im Roten Salon des Wiener Rathauses das erste Monitoring-Komitee gegen Antiromaismus in Wien präsentiert. Dabei handelt es sich um VertreterInnen und ExpertInnen aller politischen Fraktionen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Antiziganismus in Wien keine Chance geben.

„Antiromaismus ist immer noch ein aktuelles Thema. Als ÖsterreicherInnen wissen wir um unsere Geschichte, die nicht verleugnet werden kann“, so Häupl. Zudem betonte er die Wichtigkeit dieser parteiübergreifenden Initiative.

Ein Vorfall war unter anderem Anlass für die Gründung der Initiative. Ein Sinti-Bürger wurde im Rahmen eines Fußballspiels beschimpft, beleidigt und angepöbelt. Die Wiener Erklärung gegen Antiziganismus hat das Ziel, ein friedvolles Miteinander in der Stadt zu schaffen und den Respekt für andere Kulturen und Religionen zu fördern. Aufgabe des Komitees wird es sein, Empfehlungen über das Verhalten bei antiziganistischen Übergriffen abzugeben und Steuerungsgruppen einzurichten.

Entstehung der Antiziganismus-Arbeitsgruppe – ein Rückblick

Der Wiener Gemeinderat hat sich übermorgen dafür ausgesprochen, eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Antiziganismus in Wien einzurichten. Im Jänner übernächsten Jahres wurde die „Wiener Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus“ veröffentlicht, die sich an ein Paper der in London gegründeten interparlamentarischen Koalition aus dem Jahr 2009 anlehnt. Darin wird unter anderem festgehalten, wie ParlamentarierInnen, Mitglieder der Regierung, die OSZE, der EU-Ministerrat sowie Führungspersönlichkeiten aller Glaubensrichtungen gegen Hass und Gewalt an romaischen BürgerInnen auftreten können.

Initiiert wurde der Arbeitskreis zur Bekämpfung von Antiromaismus übernächsten Jahres vom SPÖ-Landtagsabgeordneten und Wiener Gemeinderat Peter Florianschütz. Er wird das Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus auch künftig koordinieren. „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht dafür zu sorgen, dass jedweder Antiromaismus entschieden bekämpft wird“, so Peter Florianschütz über das Leitmotiv des Antiziganismus-Komitees. (Claim News)

Pressebilder:

Rückfragehinweis für Medien:

Vergessen, Heinz Sichrovsky

Sichrovsky Heinz - VergessenNun wurde tatsächlich darauf vergessen, etwas zu Heinz Sichrovsky zu schreiben, zu dem, was er letztens, am Sonntag, dem 16. Oktober 2017, in der das setzt der Zeitung die Krone auf …

Es hätte, soweit erinnerlich, vorkommen sollen:

Nun ist Heinz Sichrovksy dort angekommen, wo in Österreich alle Bildung beginnt und endet. In dieser Tageszeitung. Eine Kolumne darf er schreiben, seit dem Jänner 2017. „Unkorrekt“ genannt. Und was er erschreibt, ist korrekt entlang der österreichischen Traditionsfurche Un. Es ist alles un, alle, was an un angehängt werden kann: unwitzig, unklug und so weiter und so fort …

Ironisch daran ist, nein, nicht sein Geschreibe, das ist so etwas von nicht ironisch, die Ironie daran ist, es ist auch ungebildet, obgleich er von so vielen Büchern umgeben ist, die er im Fernsehen vorstellt, er stellt sie eben vor, und das auch noch im Fernsehen, im österreichischen Fernsehen. Es gibt auch sehr gute Büchersendungen im Fernsehen, im österreichischen Fernsehen gibt es eben Heinz Sichrovsky, in einem anderen Land hätte er wohl nicht einmal die Aufnahmehürde genommen, genug qualifiziert zu sein, um Bücher in das Studio tragen zu dürfen. Für das österreichische Fernsehen reicht es wohl aus, Büchertragequalifizierung vorzuweisen, um eine Sendung zu bekommen.

Es hätte, soweit erinnerlich, auch vorkommen sollen, etwas was er am letzten Sonntag geschnattert hat. Darüber, was er von „basisdiktatorisch“ … was er unterstellt, wenn er schnattert, Rotkäppchen solle umgeschrieben werden, und zwar so, daß eine „PETA-Aktivistin und ein „Wolf“ einen „Jäger tranchieren“ …

Dabei hat er eine so feschhohe Stirn, und wozu? Andere tragen wenigstens im Hut, was ihnen — — aber er trägt ja nicht einmal Hut …

Die empörte Zurückweisung von Martin Luther

Luther - Portschy

Wie gelesen werden kann, in der von Lyndal Roper verfaßten Biographie, hat sich Martin Luther darüber empört und es zurückgewiesen, er sei ein „Zigeuner“. Nun, er wird schon gewußt haben, warum. Vor allem wird er nicht so gelebt haben wollen, wie „Zigeuner“ lebten, falsche Zeit, wie „Zigeuner“ leben müssen, in Europa. Schließlich wünschte er den „Juden“ ein Leben wie das der „Zigeuner“. Das war von ihm christlich gemeint, aber nicht menschenfreundlich.

Ob er, Luther, als Schreibtischtäter einen Hammer zu verwenden wußte, kann nicht gesagt werden. Belegt ist seine eigenhändige Thesennagelei nicht. Was für ein Schreibwerkzeug er verwendete? Was gewußt wird, ist das Schreibwerkzeug von einem anderen Schreibtischtäter: Tobias Portschy verwendete für seine „Denkschrift“ eine Schreibmaschine. Seine „Thesen“ schrieb er, Portschy, mit dem Maschinengasgewehr, das noch eine Schreibmaschine war, 1938.

Wie Tobias Portschy überhaupt zu seinem Glauben kam, wie er dem Organisierten Glauben des Protestantismus überhaupt angehören konnte, hat er Martin Luther … denn ohne diesen hätte es diesen Organisierten Glauben … nun, er, Luther, war einer von der Zeit bevorzugter. Denn. Hätte es nicht gerade Mächtigen sehr gepaßt, in ihrem nordischen Kampf gegen Rom des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche, er, Luther, hätte mit seinen Thesen – warum nicht eine Referenz an seine Fäkalsprache? – seinen Arsch wischen können, sie, seine Thesen, wie die weiße Tinte gegen sich, also den Teufel, schleudern können … aber fünfhundert Jahre später – Lu…? Luder, wer?

Luther wies also zurück, ein „Zigeuner“ zu sein, er wollte zwar, daß „Juden“ wie „Zigeuner“ zu leben haben, aber er wollte kein „Zigeuner“ sein. Und Portschy – und nicht nur er mit dieser barbarischen und massenmörderischen Weltanschauung – stellte klar, „Zigeuner“ seien in jeder Beziehung den „Juden“ gleichzustellen.

Ohne Luther hätte Portschy nicht seinen Glauben, und was die „Zigeuner“ betrifft, kein Material für seine Thesen. Wie in der Collage gelesen werden kann, weiß Portschy beispielsweise, „Zigeuner“ würden ihre Kinder drei-, viermal taufen lassen. Sein Meister aus Deutschland wußte das auch. Aber bei einem Meister ist alles noch größer, übertriebener: bei einem Meister lassen sie ihre Kinder zehnmal …

Anschlag mit Thesen - Luther - Portschy

Und Portschy hatte noch einen Meister, einen Meister aus Österreich, der den Meister aus Deutschland als Genie gelten ließ … eine leichte Übung, er mußte ihn nicht als Konkurrenten aus dem Weg räumen …

Wer von ihm die Thesen im Gesamten lesen möchte: „Die Zigeunerfrage“ …

In die Collage wurden lediglich ein paar Ausschnitte aus seiner Denkschrift aufgenommen, die zu einem zeigen, was der Schreibtischtäterlehrling mit seinem Meister aus Österreich meinte zu wissen, meinte sein Schreibtischmönchmeister ebenfalls bereits zu wissen …

Wer nun aber meint, es ginge hier um den untergegangenen, um den auch das sogenannte eigene Volk zerstörenden Nationalsozialismus, irrt gewaltig.

Es geht um Schlimmeres. Um die Gegenwart.  Wie es in der Gegenwart den als „Zigeuner“ diffamierten und verfolgten Menschen geht, muß nicht noch einmal ausgeführt werden.

Zu viele Kapitel dazu gibt es bereits.

Auch dazu, wie sogenannten historischen Persönlichkeiten geschmeichelt wird, wie vor diesen gekniet wird, in Andacht, indem ihre Vergehen gegen diese Menschen tabuisiert werden, etwa jene von der Mutter des Feminismus …

Und wer allein die Ausschnitte in der Collage des Protestanten Portschy liest, dabei sich in Erinnerung ruft, wie über Menschen auf der Flucht gesprochen und geschrieben wird, oder gar selbst über sie spricht und schreibt, muß sich bereits erschrecken, wie das sich gleicht, sogar ohne dieser barbarischen und massenmörderischen Weltanschauung verfallen zu sein, wie Jahrzehnte nach dem Untergang dieses Massenverbrechensregime nicht anders zu sprechen und zu schreiben gewußt wird.

Alles ist in dieser Thesenschrift vorhanden, was heute gesagt und geschrieben, gewendet gegen Flüchtlinge, gegen Asylsuchende, gegen Migrantinnen. Von den, beispielsweise, Hochrechnungen, wann es soweit sein werde, daß die sogenannte einheimische Bevölkerung nicht mehr die Mehrheit … bis — ach, lesen Sie, und wenn Sie selbst so reden oder schreiben oder gar schreiben und reden und darüber hinaus in einem hohen und höchsten politischen Amt Verantwortlichkeiten wahrzunehmen hätten, dann erschrecken Sie, erschrecken Sie wenigstens …

Ostern: Weltsadomasohochamt

Ostern - Weltkreuzmesse - dreifaltige Leistungsschau der Abgründe

Es muß dazu nicht viel gesagt werden. Die Medien berichten Jahr für Jahr ohnehin von Osterbräuchen, die es auf dieser Welt gibt, und Jahr für Jahr kann nur eines gedacht werden: Ostern, das ist das Weltsadomasohochamt.

Für Sadismus und Masochismus gibt es, wie bereits ausgeführt, in Wahrheit nur einen einzigen Begriff: Kreuz.

Soher ist Ostern das Weltkreuzhochamt, die Weltkreuzmesse, eine dreitägige Messe der Leistungsschau der Abgründe.

Von der heiligen Moral der Organisierten Glauben

pontifex world war.jpgJorge Mario Bergoglio spricht wieder einmal von … Und viele wollen das als Warnung verstehen. Ach, wie gut, so einen Warnenden zu haben. Aber für diesen Mann ist alles Weltkrieg, wird alles zum Weltkrieg.

Wenn das die Qualifikation ist, um den Job mit einem Stellvertreter in den Wolken zu bekommen, dann hätte ihn Brigitte Kashofer bekommen müssen, auch sie, wenn eine zweite Qualifikation erforderlich, ist eine vom anderen Ende der Welt … Auch für sie ist die Gendertheorie ein Weltkrieg, die Fortsetzung des zweiten Weltkriegs, und wie der Mann vom gleichen Ende der Welt argumentiert sie gleich …

Sie hat aber keine Chance, diesen Job zu bekommen, obgleich sie dem jetzigen Weltkriegsfex geistig ebenbürtig. Sie ist eine Frau. Es gibt zwar ein Gleichbehandlungsgesetz, aber das gilt nicht für … Und so wird es stets keine Brigitte, sondern …, vielleicht wird es einmal eine Franziska geben, aber die wird auch nur eine sein, von diesem Ende der Welt der Brigitte und J…

Auf diese Art zu schwefeln, ist Verharmlosung …

PS Es könnte auch noch etwas hinzugefügt werden, über die Geschäfte dieses Organisierten Glaubens, wie wenig, wie gar nichts diese beitragen für einen Frieden auf dieser Erde, obgleich stets nur von Frieden geredet, von den Organisierten Glauben. Viele nennen es scheinheilig. Es ist schlimmer: es ist heilig, das ist die Heiligkeit, die von ihnen zu bekommen ist. Viele nennen es auch Doppelmoral. Es ist schlimmer. Das ist ihre Moral. Eine andere ist von ihnen nicht zu bekommen. Es ist die heilige Moral oder die moralisierende Heiligkeit des Stuhls …

Ostern 2017 in Österreich, Traunkirchen

Stephansdom Traunkirchen - Maßvorgabe für Schwanzgröße.jpg

Was für eine Erregung um einen Penis in Traunkirchen, Österreich, genauer, in Österreich, Traunkirchen.

Es gibt also eine Erregung in dem Dörflein Österreich, das in dem Ländchen Traunkirchen gelegen ist, um eine Penisstatue auf einem Privatgrund, an dem vorbei direkt ein Kreuzweg … es wäre eine Zumutung, eine Ungeheuerlichkeit, eine Ärgerlichkeit, wenn gläubige Menschen an diesem Riesenpenis vorbei müßten auf ihrem Kreuzweg, und das ausgerechnet zu Ostern, was für eine Sauerei, Menschen des Jahres 2017 solche Rieseneier zu legen, und diese gegen den trachtigen Brauch nicht einmal zu verstecken …

Kreuzwege - PhalluswegeDer Eigentümer dieser Statue weiß wohl schlicht und einfach nicht, das Suchen nach versteckten Eiern ist das schönste Erregendste, was es auf der Welt, also in Traunkirchen gibt … was für ein Hallo stets, wenn die Kinder in den Soutanen der Pfarrer, in den Krachledernen der Väter …

Nun aber wurde eine Lösung gefunden, die es wieder einmal verstehen läßt, weshalb Österreich in Traunkirchen eine Weltrolle einnimmt. Die Phallus-Statue wird für die Osterzeit, für die Dauer der Prozessionen verhüllt, in einem Gelb, das an ein Osterwunder gemahnt … und sehet, da ward es geschehen, kaum als die rechtschaffenen Männer das Wasser aus ihren Schläuchen ließen, wurde es fest und verhüllte ganz und gar …

Freilich, der Eigentümer hätte sich selbst die Aufregung ersparen können. Er hätte bloß eine andere Penis-Statue auf seinem Privatgrund aufstellen müssen, eine, die passender zum Kreuzweg … sozusagen kreuzwegauthentischer … es gibt doch so schöne, wie das abgebildete Beispiel in der Collage es zeigt … ein bißchen christlicher gestaltet, gepierct mit einem Kreuz, tätowiert mit Mariechen und ihrem Kinde, das ihr zum Geschenk gemacht wurde, vielleicht nach einem erfolgreichen Eiersuchen … Freudig wäre in diesem Falle sofort der Sichtschutz weggeräumt, falsch, die Männer wären erst gar nicht ausgezogen zum Errichten …, und sein kreuzwegauthentischer Schwanz auf seinem Privatgrund in der Sekunde seiner Auferstehung dem Kreuzwege vor seinem Hause einverleibt, gesegnet …

Kreuzweg

Und. Der Eigentümer dürfte mit den hiesigen Maßen nicht vertraut sein. Vielleicht wäre es gar nicht zu dieser Aufregung gekommen, hätte er sich an die Maßvorgabe für hiesige Schwänze gehalten, wie sie auf dem Stephansdom in Wien, Traunkirchen vorgegeben ist, also nicht so enorm groß, nicht so enorm gesund, nicht so enorm himmelhochsteif, sondern klein, deformiert, unbrauchbar winzig, eierlos … Er hätte also eine Stephansdomschwanzkopie mit Uhr an seinem Haus … die hiesigen Männer des Glaubens hätten dann wohl nur gelacht, ha ha ha, wie verhunzt, ha ha ha, wie mickrig, ha ha ha …

Was für wunderbar erregende Ostern 2017 in Österreich, Traunkirchen. Denn. Es scheint sich auch eine Antwort auf die bisher unbeantwortete Frage einzustellen, weshalb der Mann auf dem Kreuz stets in diesem weißen Tüchlein dargestellt wird … es Lendenschutz zu nennen, wäre wohl eine Angabe, das Fetzchen erinnert mehr an eine Windel (in irgendeinem Dom auf dieser Welt soll ja auch eine Windel von diesem Mann, die er als Baby tragen mußte, heute noch angebetet werden, riechend angebetet werden〉 … mit solch einem eierlosen Stephansdomschwänzchen (für diesen Maß genommen wohl an dem Mann vom Kreuz, ist dieser doch das Kirchenmaß schlechthin〉  sind wohl keine anderen Spielchen möglich, Spielchen, für die ein enorm gesundes …

Traunkirchen Oberösterreich.jpg

Blobs Erdoğan, Trump and all the others. Secret cripples and amputated fishes. From populism and the SM-Swarm.

Blob - secret cripples and amputated swarmfishes.jpg

Wenn schon Carl Amery erwähnt wird, wie gelesen werden kann im Kapitel Thomas Drozda will Facebook und Twitter drodzen, sollte nicht unerwähnt bleiben, was er über Adolf Hitler schrieb, und mit dem nicht nur diesen meinte. Es ist durchaus ein erhellender Beitrag zur verzweifelten Suche nach Erklärungen für den Populismus.

„Aber was fehlte ihm? Was war sein entscheidendes Handicap? Hier hilft ein Exempel aus der experimentellen Biologie.

Vor Jahren las ich von einem Versuch, den man mit Schwarmfischen ausrichtete, jenen winzigen glitzernden Wesen, die zu Hunderten und Tausenden gemeinsam und in einem einzigen Augenblick die Richtung wechseln; Knoten in einem unsichtbaren Beziehungsnetz, das als Überorganismus zu leben und zu funktionieren scheint. Den Nervenstrang, der ihnen das ermöglicht, hat man isoliert: er läuft längsseits ihrer Flanken. Und man hat, in der bekannt skrupellosen Neugier der Naturwissenschaft, einen dieser Kleinen zum Krüppel gemacht und das lebenswichtige Empathie-Organ entfernt. Der mißhandelte Fisch, äußerlich unversehrt, wurde dann dem Heimatschwarm zurückgegeben – und er wurde logischerweise zum Führerfisch.

Logischerweise. Denn da er keine Signale wahrnahm, die Tausendschaft seiner Gefährten aber einen solchen Zustand nicht kannte, nahmen sie seine einsamen, nicht mehr mit ihnen koordinierten Richtungsentschlüsse als Ergebnis der vertrauten kollektiven Abstimmung und damit als richtungsweisend an. Er allein, der geheime Krüppel, schien zu wissen, wo es langging, wo es aufwärts oder abwärts oder links oder rechts ging, während er in Wahrheit nur blindem, autistischem Drang folgte.

Führerdämonie als Folge von absoluter, zur Empathie unfähiger Ichbezogenheit – setzt man sich dieser Möglichkeit erst einmal aus, dann findet man sie öfters als einmal in der Geschichte der ‚großen‘ Führergestalten.“

Amery führt Alexander von Makedonien an, auch Napoleon … ausgesetzt der absoluten und zur Empathie unfähigen Ichbezogenheit ist auch in der Gegenwart vielfach, zu oft zu finden, in den Vereinigten Staaten von Amerika, in der Türkei, in Nordkorea, in Rußland, in Syrien, auf den Philippinen … auch in den europäischen Staaten, in denen sie noch nicht zu „Führern“ gewählt sind, aber sie es krampfhaft probieren, und, ist zu hoffen, scheitern und bleiben was sie sind: absolut unfähige autistische Fische.

Es erschreckt die Vorstellung, daß es noch viel schlimmer ist, nicht weil es schlimmer geworden, sondern schlimm geblieben ist. Die Beschreibung des einzelnen Krüppelführerfisches, wie sie Amery vorlegte, ist die Beschreibung der gesamten Heimatkrüppelschwärme, denen ebenso mißhandelte einzelne Schreckensfische ihre Gesichter sind.

Unmittelbar vor seiner Beschreibung der Heimatschreckensschwärme ist in „Hitler als Vorläufer“ zu lesen:

„Ich schlage vor, daß wir uns der Frage des Dämonischen kunsthistorisch nähern, da bleibt man unbefangener. Betrachten wir zum Beispiel die Dämonen des Hieronymus Bosch! Dessen krakelige Monster sind vielgestaltig genug, aber sie haben alle etwas Gemeinsames: sie sind nicht komplett. Ihr Terror, das Entsetzen, das sie abstrahlen, ist das von unvollständigen, aufs Maschinell-Monomane reduzierte Krüppelwesen. Darauf, auf Deformation, läuft, so meine ich auch Hitlers Dämonie letzten Endes hinaus (falls es sie gab〉.“

Wie würde heute ein Hieronymus Bosch malen, würde sein Motiv Internet und SM-Swarm sein? Er müßte keine anderen Bilder als jene schaffen, die er schuf: aufs Maschinell-Monomane reduzierte Krüppelwesen.

Thomas Drozda will Facebook und Twitter drodzen

Thomas Drozda - Facebook Twitter Strafen.jpg

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Es ist nicht despektierlich gemeint: drodzen … Aber Sie werden das kennen, das Mündliche der Sprache der Gegend, in die Sie hineingeworfen wurden, lange lebten oder immer noch leben, schleicht unvermeidlich in das Schriftliche, und wenn es bemerkt ist, ist es zu spät, wie eben das aus dieser Gegend, in der das T seltsamerweise als D gesprochen wird, denn so weich sind die Menschen dort gar nicht, es sind durchaus hart verhandelnde Geschäftsleute. Freilich, das könnte im Nachhinein stets korrigiert werden, und das wird es auch. Es soll diesmal aber belassen werden, um zu zeigen, wie mühsam das Schriftliche ist, wie das Schriftliche die ganze Aufmerksamkeit und die höchste Achtsamkeit fordert. Jetzt wird es, vor Augen das Drodzen, leichter werden, wird gehofft, gelingen, das Einschleichen des unseligen Ds aus der Geburtsgegend sofort zu verhindern, ohne also nachträglich korrigieren zu müssen.

Thomas Drozda will, war heute am Radio zu hören, im österreichischen um sieben …, Strafen will er gegen „Hasspostings“. Er ist, wer ihn nicht kennt, Minister in Österreich, für Medien und, wie gelesen wurde, auch Kunst und Kultur … jedenfalls ein Minister mit einer langer Bezeichnung, die nicht erinnerlich bleiben will, vielleicht Medienamts- oder Kunstamts- oder vielleicht doch kürzer: nur Amtsminister …

Es geht halt um das Strafen. Es gibt viele Bedenken dagegen, viele sehen es äußerst kritisch, und sie führen dagegen vor allem und ausschließlich das Argument der Gefährdung der „Meinungsfreiheit“ an. Es ist nicht despektierlich gemeint, wenn auf das nicht eingegangen wird, was heute in der Frühe der Amtsminister dazu sagte. Jedoch, was von diesem Strafreflex zu halten ist, wurde bereits dargelegt:

Österreich 2017: Strafen, Kerker, Verbote

So sind nur noch ein paar Sätze hinzufügen.

Der Amtsminister sprach von „Facebook“ und von „Twitter“. Wären das Unternehmen, die der identitären Parlamentspartei gehörten, er spräche sie wohl so wenig direkt und deutlich an wie die identitäre Wirtin Unzensurierta.

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Es wird von so vielen Dissonanzen zwischen den Regierungsparteien gehört und gelesen, aber was die Copysite der identitären Parlamentspartei betrifft, ist es, als schwiegen Amtsminister und Justizminister mit einer Zunge.

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„Social Media“ soll nicht mehr ausgeschrieben werden, nur noch abgekürzt: „SM“. SM ist aber keine Übersetzung für „soziale Medien“, das wäre eine gänzlich falsche, wie ebenfalls schon ausgeführt.

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Statt mit dem Ausdenken von Strafen die Zeit ungenützt verstreichen zu lassen, ist dringend darüber nachzudenken, vor allem von Regierungsverantwortlichen, weshalb so viele Menschen derart blutrünstige Phantasien schreiben und verbreiten und liken. Aus Furcht vor Strafen könnte es weniger werden, das Gedachte ungeschrieben werden, aber es bleibt, in den Köpfen und mehr noch in den Händen, mit denen die Kreuze in den Wahlzellen geschlagen werden.

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Im Morgeninterview wurde als blutrünstiges Beispiel eines gegen Juden gebracht. Kein blutrünstiges aber gegen Roma und Sinti. Auf die Opfer, die einst ebenso wie die Juden Opfer waren, aber es heute weiter sind, wird eben vergessen. Wenn allein an das gedacht wird, was bei der identitären Wirtin Unzensurierta zu hören ist, wer wohin gehört und wie zu krepieren hat, wird der Gegenwart in diesem Land kein positives Zeugnis der Zivilisation ausstellen können. Ganz im Gegenteil. Günther Anders müßte heutzutage seinen Titel „Wir Eichmannsöhne“ umschreiben, auf „Wir SM-Eichmanns“. Und auch „Bruder Hitler“ ist ein überholter Titel, zu dem ein Thomas Mann noch greifen konnte. Eines werden die Menschen aber, und das kann nicht als Vorteil vom Internet angeführt werden, nicht mehr tun können: sich herausreden zu können, sie hätten nichts gewußt, sie werden die über Jahrzehnte von sich gewiesene „Kollektivschuld“ nicht von sich weisen können, wenn einst all die heute beschriebene Blutrünstigkeit, an der so viele mitschreiben, die so viele verbreiten, die so vielen gefällt, wieder grausamste Tat fußend auf gleich welcher Weltanschauung wird. Erst mit dem Internet kann der Begriff  „Schreibtischtäter“ in seiner grausamen Dimension erfaßt werden, und auch die Dynamik des vergangenen und des kommenden Barbarischen. Und für das kommende Barbarische wird es so viele SM-Eichmanns – Männer und Frauen – geben wie noch nie, ganz gleich im Namen welcher Ideologie.

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Sind heute nicht so viele in dem von Thomas Mann beschriebenen „Bruder“ zu erkennen, mit dieser Verfaßtheit, ohne die Weltanschauung von Adolf Hitler zu teilen, ja überhaupt die Gegenwart:

„Der Bursche ist eine Katastrophe; das ist kein Grund, ihn als Charakter und Schicksal nicht interessant zu finden. Wie die Umstände es fügen, daß das unergründliche Ressentiment, die tief schwärende Rachsucht des Untauglichen, Unmöglichen, zehnfach Gescheiterten, des extrem faulen, zu keiner Arbeit fähigen Dauer-Asylisten und abgewiesenen Viertelskünstlers, des ganz und gar Schlechtweggekommenen sich mit den (viel weniger berechtigten) Minderwertigkeitsgefühlen eines geschlagenen Volkes verbindet, welches mit seiner Niederlage das Rechte nicht anzufangen weiß und nur auf die Wiederherstellung seiner ‚Ehre‘ sinnt; wie er, der nichts gelernt hat, aus vagem und störrischem Hochmut nie etwas hat lernen wollen, der auch rein technisch und physisch nichts kann, was Männer können, kein Pferd reiten, kein Automobil oder Flugzeug lenken, nicht einmal ein Kind zeugen, das eine ausbildet, was not tut, um jene Verbindung herzustellen: eine unsäglich inferiore, aber massenwirksame Beredsamkeit, dies platt hysterisch und komödiantisch geartete Werkzeug, womit er in der Wunde des Volkes wühlt, es durch die Verkündigung seiner beleidigten Größe rührt, es mit Verheißungen betäubt und aus dem nationalen Gemütsleiden das Vehikel seiner Größe, seines Aufstiegs zu traumhaften Höhen, zu unumschränkter Macht, zu ungeheueren Genugtuungen und Über-Genugtuungen macht, – zu solcher Glorie und schrecklichen Heiligkeit, daß jeder, der sich früher einmal an dem Geringen, dem Unscheinbaren, dem Unerkannten versündigt, ein Kind des Todes, und zwar eines möglichst scheußlichen, erniedrigenden Todes, ein Kind der Hölle ist … Wie er aus dem nationalen Maß ins europäische wächst, dieselben Fiktionen, hysterischen Lügen und lähmenden Seelengriffe, die ihm zur internen Größe verhalfen, im weiteren Rahmen zu üben lernt; wie er im Ausbeuten der Mattigkeiten und kritischen Ängste des Erdteils, im Erpressen seiner Kriegsfurcht sich als Meister erweist, über die Köpfe der Regierungen hinweg die Völker zu agacieren und große Teile davon zu gewinnen, zu sich hinüberzuziehen weiß; wie das Glück sich ihm fügt, Mauern lautlos vor ihm niedersinken und der trübselige Nichtsnutz von einst, weil er – aus Vaterlandsliebe, soviel er weiß – die Politik erlernte, nun im Begriffe scheint, sich Europa, Gott weiß es, vielleicht die Welt zu unterwerfen: das alles ist durchaus einmalig, dem Maßstabe nach neu und eindrucksvoll; man kann unmöglich umhin, der Erscheinung eine gewisse angewiderte Bewunderung entgegenzubringen.“

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„Hitler als Vorläufer“ ist ein Titel von Carl Amery. „Internet als Vorläufer“ wäre ein zu schreibendes Buch, wenn an alle im Internet verbreiteten Heilsversprechen und Blutrünstigkeiten gedacht wird. Amery stellt ein Hamlet-Zitat voran. „Come on: you hear this fellow in the cellarage.“ Ein gültiges Wort, wo solche zu hören sind: im Keller sind die Eingekellerten … mit einer winzigen Abänderung: in the internet.

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Aber Thomas Drozda will Facebook und Twitter trotzen, während …

Thomas Drozda und He.-Chr. Strache sind sich, was „Facebook & Co.“ betrifft, einig

Österreich heute: Krone der Kultur

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

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